{"id":21087,"date":"2014-03-13T18:13:05","date_gmt":"2014-03-13T17:13:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21087"},"modified":"2015-10-20T11:52:49","modified_gmt":"2015-10-20T09:52:49","slug":"gemeinsame-sicherheit-das-ist-der-entscheidende-gedanke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21087","title":{"rendered":"Gemeinsame Sicherheit \u2013 das ist der entscheidende Gedanke."},"content":{"rendered":"<p>Die Reaktionen auf unsere Beitr&auml;ge (<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21077\">hier<\/a>  und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20943\">hier<\/a>) zu Krieg und Frieden und die Verwirrung in der &ouml;ffentlichen Debatte machen ein paar Nachtr&auml;ge notwendig und sinnvoll. Als erstes ist auf die heute von Gregor Gysi gehaltene Rede aufmerksam zu machen. In Anhang 1 geben wir sie komplett wieder. Aus Gr&uuml;nden der Pluralit&auml;t aber vor allem, um Ihnen den direkten Vergleich zu erm&ouml;glichen, geben wir in Anlage 2 die Erkl&auml;rung des SPD Vorstands vom 10. M&auml;rz zum Thema wieder. &ndash; Dann will ich ausdr&uuml;cklich darauf hinweisen, dass es noch friedenspolitische Initiativen und Gruppen in Deutschland gibt. Ihre Arbeit wollte ich mit meiner Frage, wo die Friedensbewegung geblieben ist, keinesfalls herabw&uuml;rdigen. &ndash; Dann wird kritisiert, wir gingen mit Putin zu freundlich um und w&uuml;rden die Verh&auml;ltnisse in Russland verharmlosen. Von <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong><\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_4838\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-21087-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/140321_EU_Russland_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/140321_EU_Russland_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/140321_EU_Russland_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/140321_EU_Russland_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=21087-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/140321_EU_Russland_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"140321_EU_Russland_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Das tun wir nicht. Wir sehen die Menschenrechtsverletzungen dort. Wir sehen sie allerdings auch hier. Das entscheidende ist jedoch, dass wir von der neuen Aufspaltung zwischen Ost und West nichts halten und dass die Konzeption zum Abbau der Konfrontation in Europa, die zum Erfolg von 1989 gef&uuml;hrt hat, die neue Konfrontation zwischen West und Ost nicht vorsah. Es war Konsens bis hinein ins konservative Lager, dass wir in Europa Sicherheit in einer gemeinsamen Friedensordnung finden. Damals wichtige Kr&auml;fte haben in der Fortsetzung der Milit&auml;rb&uuml;ndnisse keinen Sinn gesehen. Es gab sogar die Erw&auml;gung, wenn schon NATO-Fortsetzung, dann unter Einschluss von Russland. Auf jeden Fall sollte die NATO nicht &uuml;ber die Grenzen Deutschlands hinaus ausgedehnt werden.<\/p><p>Der damalige NATO-Generalsekret&auml;r Manfred W&ouml;rner meinte 1990: <\/p><blockquote><p>&bdquo;Schon der Fakt, dass wir bereit sind, die NATO-Streitkr&auml;fte nicht hinter den Grenzen der BRD zu stationieren, gibt der Sowjetunion feste Sicherheitsgarantien.&rdquo;<\/p><\/blockquote><p>(Quelle: <a href=\"http:\/\/www.ag-friedensforschung.de\/themen\/Sicherheitskonferenz\/2007-putin-dt.html\">Putin-Rede auf der Sicherheitskonferenz in M&uuml;nchen<\/a>)<\/p><p>Die Zusagen an Russland, die NATO nicht &uuml;ber die Grenzen Deutschlands hinweg auszudehnen, sind gebrochen worden. Auf das Sicherheitsbed&uuml;rfnis Russland ist keine R&uuml;cksicht genommen worden. Das gilt gerade auch f&uuml;r den Versuch, in einem ersten Schritt die Ukraine in die europ&auml;ische Union aufzunehmen. Der zweite Schritt w&auml;re die Aufnahme in die NATO.<\/p><p>In dem die Europ&auml;ische Union und die daf&uuml;r Verantwortlichen genau auf diesem Wege weiter fortschreiten, zeigen sie, dass sie das Grundproblem, n&auml;mlich eine gemeinsame Sicherheit f&uuml;r alle in Europa einschlie&szlig;lich Russlands zu schaffen, nicht verstanden haben und vermutlich auch nicht verstehen wollen.<\/p><p>Wenn man neu anzusetzen wollen w&uuml;rde, dann m&uuml;sste genau das das Ziel sein. Die NATO m&uuml;sste sich zur&uuml;ckziehen, statt milit&auml;rische Kraft zu demonstrieren. Das w&auml;re eine notwendige vertrauensbildende Ma&szlig;nahme, die auch die Verhandlungen &uuml;ber den Fortbestand der Ukraine und eine friedliche L&ouml;sung f&uuml;r dieses Land erleichtern w&uuml;rde. Man m&uuml;sste endlich das nachholen, was man in den Jahren nach 1990 vers&auml;umt und verspielt hat. <\/p><p><strong>Anhang 1:<\/strong><\/p><p>Pr&auml;sident Dr. Norbert Lammert: <\/p><p>Ich er&ouml;ffne die Aussprache und erteile das Wort dem Kollegen Gregor Gysi f&uuml;r die Fraktion Die Linke.<\/p><p>(Beifall bei der LINKEN &ndash; Thomas Oppermann (SPD): Gregor, du gehst einen schweren Gang!)<\/p><p>Dr. Gregor Gysi (DIE LINKE):<\/p><p>Herr Pr&auml;sident! Meine Damen und Herren! Putin will die gesamte Krise in der Ukraine milit&auml;risch l&ouml;sen. Er hat nicht begriffen, dass die Probleme der Menschheit weder mit Soldaten noch mit Gewehren zu l&ouml;sen sind, ganz im Gegenteil.<\/p><p>(Beifall bei Abgeordneten der LINKEN)<\/p><p>Auch die Probleme Russlands lassen sich so nicht l&ouml;sen.<\/p><p>(Beifall bei Abgeordneten des B&Uuml;NDNISSES 90\/DIE GR&Uuml;NEN)<\/p><p>Sein Denken und Handeln ist falsch und wird von uns deutlich verurteilt.<\/p><p>(Beifall bei der LINKEN sowie bei Abgeordneten des B&Uuml;NDNISSES 90\/DIE GR&Uuml;NEN)<\/p><p>Es ist aber dasselbe Denken, das im Westen vorherrschte und vorherrscht: bei Jugoslawien, Afghanistan, dem Irak und Libyen.<\/p><p>(Widerspruch bei Abgeordneten der CDU\/CSU und der SPD)<\/p><p>An die Stelle der Systemkonfrontation sind die Interessengegens&auml;tze der USA und Russlands getreten. Der Kalte Krieg ist beendet, aber solche Interessengegens&auml;tze k&ouml;nnen zu ganz &auml;hnlichen Z&uuml;gen f&uuml;hren.<\/p><p>Die USA wollen mehr Einfluss gewinnen und vorhandenen verteidigen, und Russland will mehr Einfluss gewinnen und vorhandenen verteidigen. Ich sage als Stichworte zu Russland nur: Georgien, Syrien, Ukraine.<\/p><p>Auch wenn man Putins Vorgehen verurteilt, muss man sehen, wie es zur gesamten Zuspitzung und Konfrontation kam. Ich sage es Ihnen ganz deutlich: Alles, was NATO und EU falsch machen konnten, haben sie falsch gemacht.<\/p><p>(Beifall bei der LINKEN)<\/p><p>Ich beginne bei Gorbatschow im Jahre 1990. Er schlug ein gemeinsames europ&auml;isches Haus, die Aufl&ouml;sung der NATO und des Warschauer Vertrages und ein Konzept der &bdquo;Gemeinsamen Sicherheit&ldquo; mit Russland vor. Das hat die NATO ausgeschlagen. Sie hat gesagt: Den Warschauer Vertrag aufzul&ouml;sen, ist okay, aber die NATO bleibt. Und aus dem Verteidigungsb&uuml;ndnis NATO wurde ein Interventionsb&uuml;ndnis gemacht.<\/p><p>Der zweite Fehler: Bei der Herstellung der deutschen Einheit erkl&auml;rten der amerikanische Au&szlig;enminister, unser damaliger Au&szlig;enminister Genscher und andere Au&szlig;enminister gegen&uuml;ber Gorbatschow, dass es keine Osterweiterung der NATO geben wird. Dieses Versprechen ist gebrochen worden. Es gab eine vehemente Ausweitung der NATO in Richtung Russland.<\/p><p>Der ehemalige US-Verteidigungsminister Robert Gates bezeichnete die eilfertige Aufnahme der osteurop&auml;ischen Staaten in die NATO als schweren Fehler und den Versuch des Westens, die Ukraine in die NATO einzuladen, als schwere Provokation. Nicht ich, sondern der ehemalige US-amerikanische Verteidigungsminister hat das erkl&auml;rt.<\/p><p>Dann kam drittens der Beschluss, Raketen in Polen und Tschechien zu stationieren. Die russische Regierung sagte: Das tangiert unsere Sicherheitsinteressen; wir m&ouml;chten das nicht.&nbsp;&ndash; Das hat den Westen &uuml;berhaupt nicht interessiert. Es wurde dennoch gemacht.<\/p><p>Zudem hat die NATO im Zusammenhang mit dem Jugoslawienkrieg das V&ouml;lkerrecht mehrfach und schwer verletzt. Das r&auml;umt inzwischen auch der damalige Kanzler Schr&ouml;der ein. Serbien hatte keinen anderen Staat angegriffen, und es gab keinen Beschluss des UN-Sicherheitsrates. Es wurde dennoch mit erstmaliger bundesdeutscher Beteiligung nach 1945 bombardiert. Und die Bewohnerinnen und Bewohner des Kosovo durften in einem Volksentscheid die Losl&ouml;sung von Serbien beschlie&szlig;en.<\/p><p>Ich habe damals die V&ouml;lkerrechtsverletzung schwer kritisiert und Ihnen gesagt: Sie &ouml;ffnen beim Kosovo eine B&uuml;chse der Pandora; denn wenn das im Kosovo erlaubt ist, m&uuml;ssen Sie es auch in anderen Gegenden erlauben.&nbsp;&ndash; Sie haben mich beschimpft. Sie haben es nicht ernst genommen, und zwar weil Sie glaubten, solche Sieger im Kalten Krieg zu sein, dass alle alten Ma&szlig;st&auml;be f&uuml;r Sie nicht mehr gelten. Ich sage Ihnen: Die Basken fragen, warum sie keinen Volksentscheid machen d&uuml;rfen, ob sie zu Spanien geh&ouml;ren wollen oder nicht. Die Katalanen fragen, warum sie keinen Volksentscheid machen d&uuml;rfen, ob sie zu Spanien geh&ouml;ren wollen oder nicht. Nat&uuml;rlich fragen das nun auch die Bewohnerinnen und Bewohner der Krim.<\/p><p>Durch V&ouml;lkerrechtsverletzung kann man &uuml;ber Gewohnheitsrecht auch neues V&ouml;lkerrecht schaffen; das wissen Sie. Ich bleibe aber der Meinung, dass die Abtrennung der Krim v&ouml;lkerrechtswidrig w&auml;re, genauso wie die Abtrennung des Kosovo v&ouml;lkerrechtswidrig war.<\/p><p>(Beifall bei der LINKEN)<\/p><p>Ich wusste aber, dass sich Putin auf den Kosovo berufen wird, und er hat es auch getan. Jetzt sagen Sie, Frau Bundeskanzlerin: Die Situation ist doch eine v&ouml;llig andere.<\/p><p>(Claudia Roth (Augsburg) (B&Uuml;NDNIS 90\/DIE GR&Uuml;NEN): Das ist sie auch!)<\/p><p>&ndash; Das kann schon sein.&nbsp;&ndash; Sie verkennen aber: V&ouml;lkerrechtsbruch ist V&ouml;lkerrechtsbruch.<\/p><p>Meine liebe Frau Roth, fragen Sie doch einmal einen Richter, ob ein Diebstahl aus edlerem Motiv im Vergleich zu einem Diebstahl aus unedlerem Motiv kein Diebstahl ist. Er wird Ihnen sagen: Es bleibt ein Diebstahl.&nbsp;&ndash; Das ist das Problem.<\/p><p>(Beifall bei der LINKEN &ndash; Zurufe des Abg. J&uuml;rgen Trittin (B&Uuml;NDNIS 90\/DIE GR&Uuml;NEN))<\/p><p>Herr Struck hat damals erkl&auml;rt: Die Bunderepublik muss ihre Sicherheit am Hindukusch verteidigen.&nbsp;&ndash; Nun erkl&auml;rt Herr Putin: Russland muss seine Sicherheit auf der Krim verteidigen.&nbsp;&ndash; Deutschland hatte am Hindukusch &uuml;brigens keine Flotte und war auch wesentlich weiter entfernt. Trotzdem sage ich: Beide S&auml;tze waren bzw. sind falsch.<\/p><p>(Beifall bei der LINKEN)<\/p><p>Aber es bleibt auch Folgendes: Wenn viele V&ouml;lkerrechtsverletzer dem V&ouml;lkerrechtsverletzer Russland vorwerfen, das V&ouml;lkerrecht zu verletzen, ist das nicht besonders wirksam und glaubw&uuml;rdig. Das ist die Tatsache, mit der wir es zu tun haben.<\/p><p>(Beifall bei der LINKEN)<\/p><p>Obama sprach genauso wie Sie, Frau Bundeskanzlerin, von der Souver&auml;nit&auml;t und territorialen Integrit&auml;t der Staaten. Aber diese beiden Prinzipien wurden in Serbien, im Irak, in Libyen verletzt. Der Westen meinte, das V&ouml;lkerrecht verletzen zu k&ouml;nnen, weil der Kalte Krieg vorbei sei. Man hat die chinesischen und die russischen Interessen grob untersch&auml;tzt. Sie haben Russland unter Jelzin, der h&auml;ufig angetrunken war, &uuml;berhaupt nicht mehr ernst genommen. Aber die Situation hat sich ge&auml;ndert. Sehr sp&auml;t berufen Sie sich jetzt wieder auf die im Kalten Krieg entstandenen v&ouml;lkerrechtlichen Grunds&auml;tze. Ich bin sehr daf&uuml;r, dass sie wieder gelten &ndash; aber dann f&uuml;r alle! Anders geht es nicht.<\/p><p>(Beifall bei der LINKEN)<\/p><p>Dann gab es das Gezerre zwischen der EU und Russland an der Ukraine. Beide dachten und handelten gleich. Barroso, der Kommissionschef der EU, hat gesagt: Entweder Zollunion mit Russland oder Vertr&auml;ge mit uns!&nbsp;&ndash; Er hat nicht gesagt: &bdquo;Beides&ldquo;, sondern: &bdquo;Entweder &ndash; oder!&ldquo;. Putin hat gesagt: Entweder Vertr&auml;ge mit der EU oder mit uns!&nbsp;&ndash; Beide haben gleicherma&szlig;en alternativ gedacht und gehandelt. Das war ein verheerender Fehler von beiden Seiten.<\/p><p>(Beifall bei der LINKEN)<\/p><p>Kein einziger EU-Au&szlig;enminister hat versucht, mit der russischen Regierung zu sprechen und die berechtigten Sicherheitsinteressen Russlands &uuml;berhaupt zur Kenntnis zu nehmen.<\/p><p>(Dr. Rolf M&uuml;tzenich (SPD): Das stimmt doch gar nicht! &ndash; Weiterer Zuruf vom B&Uuml;NDNIS&nbsp;90\/DIE GR&Uuml;NEN: Stimmt doch gar nicht!)<\/p><p>Russland f&uuml;rchtet doch, dass nach engeren Beziehungen mit der EU die NATO in die Ukraine kommt. Es f&uuml;hlt sich immer eingekreister. Aber es wurde nur an der Ukraine gezerrt.<\/p><p>Die EU- und NATO-Au&szlig;enminister haben die Geschichte Russlands und der Ukraine v&ouml;llig unber&uuml;cksichtigt gelassen. Sie haben die Bedeutung der Krim f&uuml;r Russland nie verstanden. Die ukrainische Gesellschaft ist tief gespalten.<\/p><p>(Zuruf des Abg. Manuel Sarrazin (B&Uuml;NDNIS 90\/DIE GR&Uuml;NEN))<\/p><p>Auch das wurde nicht ber&uuml;cksichtigt. Diese tiefe Spaltung zeigte sich schon im Zweiten Weltkrieg, und sie zeigt sich auch heute. Die Ostukraine tendiert in Richtung Russland. Die Westukraine tendiert in Richtung Westeuropa. Es gibt derzeit keine einzige politische Pers&ouml;nlichkeit in der Ukraine, die beide Teile der Gesellschaft repr&auml;sentieren k&ouml;nnte. Das ist eine traurige Wahrheit.<\/p><p>Dann gibt es noch den Europarat und die Organisation f&uuml;r Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, OSZE. Die haben Sie in letzter Zeit schwer vernachl&auml;ssigt, Frau Bundeskanzlerin und Herr Au&szlig;enminister. Die Gelder f&uuml;r diese Organisationen wurden immer mehr zusammengestrichen, weil Sie meinten, dass sie nicht wichtig sind. Das sind aber die einzigen europ&auml;ischen Organisationen, in denen sowohl Russland als auch die Ukraine organisiert sind. Deshalb m&uuml;ssen wir diese Organisationen wieder st&auml;rken&nbsp;&ndash; auch finanziell&nbsp;&ndash; und d&uuml;rfen nicht &uuml;ber einen Ausschluss Russlands faseln; das ist v&ouml;llig daneben.<\/p><p>(Beifall bei der LINKEN)<\/p><p>Dann erlebten wir eine starke Zuspitzung auf dem Maidan. Wir erlebten Scharfsch&uuml;tzen und viele Tote. Es gibt verschiedene Ger&uuml;chte. In solchen Situationen wird viel gelogen. Deshalb schlagen wir vor, eine internationale Untersuchungskommission einzusetzen. Wir, aber vor allem die Ukrainerinnen und Ukrainer haben ein Recht, zu erfahren, was dort gelaufen ist und wer dort welche Verantwortung tr&auml;gt. Ich freue mich, dass Sie, Frau Bundeskanzlerin, das unterst&uuml;tzen.<\/p><p>(Beifall bei der LINKEN)<\/p><p>Auf dem Maidan gab es viele demokratische Kr&auml;fte, aber auch Faschisten. Der Westen machte direkt und indirekt mit.<\/p><p>(Claudia Roth (Augsburg) (B&Uuml;NDNIS 90\/DIE GR&Uuml;NEN): Was? Bei den Faschisten? &ndash; Katrin G&ouml;ring-Eckardt (B&Uuml;NDNIS 90\/DIE GR&Uuml;NEN): Bei den Faschisten, oder was?)<\/p><p>Dann haben Au&szlig;enminister Steinmeier, der franz&ouml;sische und der polnische Au&szlig;enminister mit Janukowitsch und der Opposition einen Vertrag geschlossen. Jetzt sagen Sie, Herr Au&szlig;enminister, Janukowitsch habe die Vereinbarung durch seine Flucht hinf&auml;llig gemacht. Das ist falsch. Die Menschen auf dem Maidan lehnten die Vereinbarung mit gro&szlig;er Mehrheit ab,<br>\n(Manuel Sarrazin (B&Uuml;NDNIS 90\/DIE GR&Uuml;NEN): Es gab keine Abstimmung auf dem Maidan!)<br>\nund Sie, Herr Au&szlig;enminister, haben auf dem Platz auch nicht f&uuml;r diese Vereinbarung geworben.<br>\nErst nach der Ablehnung verlie&szlig; Janukowitsch Kiew.<\/p><p>Dann tagte das Parlament und w&auml;hlte ihn mit 72,88&nbsp;Prozent ab.<\/p><p>Die Verfassung schreibt aber 75&nbsp;Prozent vor. Nun sagen Herr R&ouml;ttgen und andere: Na ja, bei einer Revolution kann man nicht so genau auf die Verfassung achten. Ein paar Prozentchen mehr oder weniger &hellip;&nbsp;&ndash; Das kann man ja alles machen. Nur, Putin beruft sich darauf und sagt: &bdquo;Es gab nicht die verfassungsm&auml;&szlig;ige Mehrheit f&uuml;r die Abwahl&ldquo;,<\/p><p>(Manuel Sarrazin (B&Uuml;NDNIS 90\/DIE GR&Uuml;NEN): &Uuml;ber 80&nbsp;Prozent, Herr Gysi!)<\/p><p>und st&uuml;tzt sich deshalb auf Schreiben, die Janukowitsch ihm sendet.<\/p><p>Au&szlig;erdem: Bei der Abstimmung im Parlament standen lauter Bewaffnete herum. Das ist nicht besonders demokratisch. Bei der Volksabstimmung auf der Krim am kommenden Sonntag stehen auch lauter bewaffnete Soldaten herum. Auch das ist nicht besonders demokratisch.<\/p><p>(Norbert Spinrath (SPD): Aha!)<\/p><p>Interessant ist, dass Sie, Frau Bundeskanzlerin, sagen, ein solcher Volksentscheid sei nach der ukrainischen Verfassung verboten. Wann gilt sie denn nun und wann nicht? Bei der Abwahl des Pr&auml;sidenten gilt sie nicht, und bei der Abstimmung auf der Krim soll sie pl&ouml;tzlich gelten. Sie m&uuml;ssen schon wissen: Akzeptieren Sie die ukrainische Verfassung ganz oder nur in bestimmten Teilen, wenn es Ihnen genehm ist? Das ist die Art, die ich kenne und die ich nicht mag.<\/p><p>(Beifall bei der LINKEN)<\/p><p>Dann wurde eine neue Regierung gebildet, sofort anerkannt von Pr&auml;sident Obama, auch von der EU, auch von der Bundesregierung. Frau Merkel! Der Vizepremierminister, der Verteidigungsminister, der Landwirtschaftsminister, der Umweltminister, der Generalstaatsanwalt&nbsp;&ndash; das sind Faschisten. Der Chef des nationalen Sicherheitsrates war Gr&uuml;ndungsmitglied der faschistischen Swoboda-Partei. Faschisten haben wichtige Posten und dominieren zum Beispiel den Sicherheitssektor. Noch nie haben Faschisten freiwillig die Macht wieder abgetreten, wenn sie einmal einen Teil davon erobert hatten.<\/p><p>(Zuruf von der CDU\/CSU: Wie Kommunisten!)<\/p><p>Zumindest die Bundesregierung h&auml;tte hier eine Grenze ziehen m&uuml;ssen, schon aufgrund unserer Geschichte.<\/p><p>(Beifall bei der LINKEN)<\/p><p>Als Haiders FP&Ouml; in die &ouml;sterreichische Regierung ging, gab es sogar Kontaktsperren und &Auml;hnliches. Und bei den Faschisten in der Ukraine machen wir nichts? Swoboda hat engste Kontakte zur NPD und zu anderen Naziparteien in Europa. Der Vorsitzende dieser Partei, Oleg Tjagnibok, hat Folgendes w&ouml;rtlich erkl&auml;rt. Ich zitiere jetzt; Sie m&uuml;ssen sich anh&ouml;ren, was er w&ouml;rtlich gesagt hat&nbsp;&ndash; Anf&uuml;hrungsstriche&nbsp;-:<br>\nSchnappt euch die Gewehre, bek&auml;mpft die Russens&auml;ue, die Deutschen, die Judenschweine und andere Unarten.<br>\nEnde des Zitats. &ndash; Ich wiederhole. Dieser Mann hat gesagt&nbsp;&ndash; Anf&uuml;hrungsstriche&nbsp;-:<br>\nSchnappt euch die Gewehre, bek&auml;mpft die Russens&auml;ue, die Deutschen, die Judenschweine und andere Unarten.<br>\nEnde des Zitats. &ndash; Es gibt jetzt &Uuml;bergriffe auf J&uuml;dinnen und Juden und auf Linke, und gegen all das sagen Sie nichts? Mit diesen Swoboda-Leuten reden Sie? Ich empfinde das als einen Skandal. Ich muss Ihnen das ganz klar sagen.<\/p><p>(Beifall bei der LINKEN sowie bei Abgeordneten des B&Uuml;NDNISSES 90\/DIE GR&Uuml;NEN)<\/p><p>Jetzt wollen Sie&nbsp;&ndash; auch das haben Sie angek&uuml;ndigt&nbsp;&ndash; Sanktionen verh&auml;ngen, wenn es nicht anders ginge, wie Sie sagen. Aber die werden Putin nicht imponieren. Das spitzt doch die Situation nur zu. Kissinger, der ehemalige Au&szlig;enminister der USA, hat recht. Er sagt, die Sanktionen seien nicht Ausdruck einer Strategie, sondern Ausdruck des Fehlens einer Strategie. Das gilt auch f&uuml;r die eskalierenden Milit&auml;rfl&uuml;ge &uuml;ber Polen und die baltischen Republiken. Was soll das?<\/p><p>Konten von Janukowitsch und seinen Anh&auml;ngern sind gesperrt, weil es gestohlenes Staatsgeld ist. Meine Frage: Das wussten Sie vorher nicht? &ndash; Zweite Frage: Warum eigentlich nur deren Konten? Was ist mit dem Milliardenverm&ouml;gen der Oligarchen, die andere Kr&auml;fte unterst&uuml;tzen? Warum machen Sie da nichts? Wie einseitig l&auml;uft das eigentlich alles?<\/p><p>(Beifall bei der LINKEN)<\/p><p>Es gibt nur den Weg der Diplomatie.<\/p><p>Erstens. Der Westen muss die legitimen Sicherheitsinteressen Russlands auf der Krim anerkennen, wie das &uuml;brigens auch US-Au&szlig;enminister Kerry erkannt hat. Es muss ein Status f&uuml;r die Krim gefunden werden, mit dem die Ukraine, Russland und wir leben k&ouml;nnen.<\/p><p>(Beifall bei Abgeordneten der LINKEN)<\/p><p>Russland muss garantiert werden, dass die Ukraine nicht Mitglied der NATO wird.<\/p><p>Zweitens. Die Perspektive der Ukraine liegt in einer Br&uuml;ckenfunktion zwischen EU und Russland.<\/p><p>Drittens. Es muss in der Ukraine ein Prozess der Verst&auml;ndigung und Vers&ouml;hnung zwischen Ost und West eingeleitet werden, vielleicht &uuml;ber einen f&ouml;deralen oder konf&ouml;deralen Status, vielleicht auch &uuml;ber zwei Pr&auml;sidenten.<\/p><p>Was ich der EU und der NATO vorwerfe: Bis heute ist kein Verh&auml;ltnis zu Russland gesucht und gefunden worden. Das muss sich jetzt gr&uuml;ndlich &auml;ndern.<\/p><p>(Beifall bei der LINKEN)<\/p><p>Sicherheit in Europa gibt es weder ohne noch gegen Russland, sondern nur mit Russland. Wenn die Krise eines Tages &uuml;berwunden ist, k&ouml;nnte ein Vorteil darin bestehen, dass das V&ouml;lkerrecht endlich wieder von allen Seiten respektiert wird.<\/p><p>Danke sch&ouml;n.<\/p><p><strong>Anlage 2:<\/strong><\/p><p>Berlin, 10. M&auml;rz 2014<br>\n069\/14<\/p><p>Mitteilung f&uuml;r die Presse<\/p><p>Erkl&auml;rung des SPD-Parteivorstandes zum Konflikt zwischen der Ukraine und Russland<\/p><p>In seiner heutigen Sitzung hat der SPD-Parteivorstand folgende Erkl&auml;rung verabschiedet:<\/p><p>I.<\/p><p>Die j&uuml;ngsten dramatischen Entwicklungen auf der ukrainischen Halbinsel Krim haben zur schwersten Krise in Europa seit dem Ende des Ost-West-Konfliktes gef&uuml;hrt. 25 Jahre nach Ende des Kalten Krieges und der &Uuml;berwindung der Block-Konfrontation ist die Gefahr einer erneuten Spaltung Europas real. <\/p><p>Europa steht gef&auml;hrlich nahe an der Schwelle zu einer milit&auml;rischen Auseinandersetzung. Wer diesen Konflikt weiter sch&uuml;rt, gef&auml;hrdet den Frieden in Europa und riskiert eine Krise, deren Folgen weit &uuml;ber Europa hinausreichen w&uuml;rden.<br>\nHundert Jahre nach Beginn des ersten Weltkrieges muss gelten: milit&auml;rische Gewalt darf nie wieder Mittel der Politik werden. Wir appellieren deshalb an alle Konfliktparteien, alles f&uuml;r eine Beruhigung der Lage zu tun und jede weitere Eskalation zu vermeiden.<br>\nAls dem Frieden verpflichtete Partei hat die SPD stets in ihrer Au&szlig;enpolitik auf die Prinzipien der Entspannung, des Dialoges und der Zusammenarbeit gesetzt, um Konfrontationen zu entsch&auml;rfen und Wege f&uuml;r eine friedliche Konfliktl&ouml;sung zu &ouml;ffnen. Unsere &Uuml;berzeugung ist: Diese Prinzipien einer Friedens- und Entspannungspolitik m&uuml;ssen jetzt auch Wegweiser f&uuml;r die notwendigen Schritte hin zu einer L&ouml;sung des aktuellen Konfliktes in der Ukraine sein.<\/p><p>II.<\/p><p>Das russische Vorgehen in Bezug auf die Krim ist inakzeptabel und mit dem V&ouml;lkerrecht nicht vereinbar. Jede direkte oder indirekte Unterst&uuml;tzung extremistischer und separatistischer Kr&auml;fte in der Region gef&auml;hrdet die Sicherheit und Stabilit&auml;t auf der Krim und in anderen Landesteilen der Ukraine und muss unterbleiben. Die milit&auml;rischen Drohgeb&auml;rden m&uuml;ssen ein Ende haben. Das staatliche Gewaltmonopol der Ukraine muss wieder hergestellt werden.<\/p><p>Russland ist aufgefordert, die territoriale Integrit&auml;t der Ukraine zu respektieren und alles zu unterlassen, was Abspaltungstendenzen auf der Krim bef&ouml;rdert. Die Souver&auml;nit&auml;t und territoriale Integrit&auml;t der Ukraine kann auch nicht per Referendum ausgehebelt werden. Wir rufen die russische F&uuml;hrung auf, das internationale V&ouml;lkerrecht und die bestehenden internationalen Abkommen und bilateralen Vertr&auml;ge zwischen Russland und der Ukraine zu achten. Die zus&auml;tzlich in die Region entsandten russischen Truppen m&uuml;ssen zur&uuml;ckgezogen werden. <\/p><p>Wir appellieren an die russische F&uuml;hrung, in direkte Gespr&auml;che mit der legitimen, aus der Mitte des ukrainischen Parlaments hervorgegangenen Regierung der Ukraine einzuwilligen. <\/p><p>III.<\/p><p>Am 21.02.2014 haben die Au&szlig;enminister des Weimarer Dreiecks in einem schwierigen Verhandlungsprozess eine Vereinbarung zwischen der damaligen ukrainischen F&uuml;hrung und der Opposition vermittelt, mit der es gelungen ist, die Eskalation der Gewalt zu stoppen und weiteres Blutvergie&szlig;en zu verhindern. <\/p><p>Die in dieser Vereinbarung verankerten Prinzipien bleiben auch nach der Flucht von Janukowitsch die entscheidende Richtschnur zur L&ouml;sung der schweren innenpolitischen Krise der Ukraine. Die neue ukrainische F&uuml;hrung muss sich an diesen Prinzipien orientieren: <\/p><p>Es gilt eine inklusive Regierung zu bilden. Die Rechte nationaler Minderheiten m&uuml;ssen geachtet und aktiv gesch&uuml;tzt werden. Militanter Antisemitismus und Rechtsextremismus d&uuml;rfen in der neuen ukrainischen Ordnung keinen Platz haben. Eine neue Verfassung, die die Rechte der jeweiligen Opposition wahrt, muss erarbeitet, und freie und faire Pr&auml;sidentschaftswahlen m&uuml;ssen vorbereitet werden. Radikale Kr&auml;fte m&uuml;ssen mit rechtstaatlichen Mitteln einged&auml;mmt werden zum Schutz von Menschen- und B&uuml;rgerrechten sowie der Demokratie in der Ukraine. Die Ereignisse auf dem Maidan im Februar 2014, die zu mehr als 80 Toten und vielen hundert Verletzten gef&uuml;hrt haben, m&uuml;ssen aufgearbeitet, die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. <\/p><p>IV. <\/p><p>Angesichts der un&uuml;bersichtlichen Situation auf der Krim muss es jetzt zun&auml;chst darum gehen, durch Beobachter, die von allen Seiten als legitim anerkannt werden, eine objektive Einsch&auml;tzung der Lage in der Region zu gewinnen, auch um zu verhindern, dass die Situation durch gezielte Desinformation weiter destabilisiert wird. Wir unterst&uuml;tzen deshalb mit Nachdruck die &bdquo;fact finding mission&ldquo; zur Aufkl&auml;rung der Lage auf der Krim durch die OSZE. <\/p><p>Die intensiven diplomatischen Bem&uuml;hungen zur Einsetzung einer hochrangigen internationalen Kontaktgruppe m&uuml;ssen entschlossen fortgef&uuml;hrt werden, um direkte Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland zu erleichtern: Eine friedliche L&ouml;sung der Krim-Krise kann nur auf dem Wege von Verhandlungen erreicht werden. Sollte dies nicht gelingen, haben die europ&auml;ischen Staats- und Regierungschefs gestufte Ma&szlig;nahmen der Europ&auml;ischen Union angek&uuml;ndigt. Umso dringlicher stellt sich die Notwendigkeit, auf dem Verhandlungswege jetzt Erfolge zu erzielen. <\/p><p>Die ukrainische Regierung braucht unsere aktive Unterst&uuml;tzung bei der Vorbereitung freier und demokratischer Wahlen sowie bei der Bew&auml;ltigung der enormen Strukturreformen, vor denen das Land steht. Dazu geh&ouml;rt z.B. auch die Unterst&uuml;tzung beim Verwaltungsaufbau des Landes, bei der Stabilisierung der rechtstaatlichen Strukturen, der Umsetzung des notwendigen demokratischen Prozesses oder der Gew&auml;hrleistung der Grundversorgung f&uuml;r die Menschen, etwa im Gesundheitsbereich.<\/p><p>Die Stabilisierung der Ukraine wird nur gelingen, wenn die betr&auml;chtlichen wirtschaftlichen Probleme des Landes bew&auml;ltigt werden. Hierzu braucht es aktive finanzielle Unterst&uuml;tzung der internationalen Gemeinschaft, um ein wirtschaftliches Auseinanderbrechen des Landes mit fatalen politischen und sozialen Folgen zu verhindern. Das Hilfspaket der Europ&auml;ischen Union in H&ouml;he von insgesamt 11 Milliarden Euro ist hierzu ein wichtiger Beitrag. Die wirtschaftliche Unterst&uuml;tzung muss den Menschen &uuml;berall im Land, auch auf der Krim zu Gute kommen. <\/p><p>Europa steht an einer Wegscheide. Wir m&uuml;ssen alles in unserer Macht stehende tun, um eine erneute Spaltung unseres Kontinents und einen R&uuml;ckfall in l&auml;ngst &uuml;berwunden geglaubte Konfrontationsmuster zu verhindern. Europa braucht dazu auch eine koh&auml;rente, ambitionierte Russland-Strategie. Diese ist umso wichtiger, weil bei vielen internationalen Herausforderungen eine konstruktive Rolle und Einbeziehung Russlands weiterhin wichtig ist. Beim aktuellen Konflikt geht es um Frieden in Europa. Und dar&uuml;ber hinaus geht es auch um die k&uuml;nftige F&auml;higkeit der internationalen Gemeinschaft zur L&ouml;sung von Krisen und Konflikten weltweit. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Reaktionen auf unsere Beitr&auml;ge (<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21077\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20943\">hier<\/a>) zu Krieg und Frieden und die Verwirrung in der &ouml;ffentlichen Debatte machen ein paar Nachtr&auml;ge notwendig und sinnvoll. Als erstes ist auf die heute von Gregor Gysi gehaltene Rede aufmerksam zu machen. In Anhang 1 geben wir sie komplett wieder. Aus Gr&uuml;nden der Pluralit&auml;t aber<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21087\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,107,22,170],"tags":[1120,516,466,915,259,260],"class_list":["post-21087","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-audio-podcast","category-europaische-union","category-friedenspolitik","tag-friedensbewegung","tag-gysi-gregor","tag-nato","tag-putin-wladimir","tag-russland","tag-ukraine"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21087","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=21087"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21087\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21163,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21087\/revisions\/21163"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=21087"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=21087"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=21087"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}