{"id":21101,"date":"2014-03-15T17:26:56","date_gmt":"2014-03-15T16:26:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21101"},"modified":"2015-10-20T11:56:13","modified_gmt":"2015-10-20T09:56:13","slug":"noch-ein-nachtrag-es-geht-um-krieg-und-frieden-und-um-die-nicht-enden-wollende-kette-von-manipulationen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21101","title":{"rendered":"Noch ein Nachtrag: Es geht um Krieg und Frieden und um die nicht enden wollende Kette von Manipulationen"},"content":{"rendered":"<p>Wir geben in Anlage 1 einen Essay von Peter Vonnahme, ehemals Richter am Bayer. Verwaltungsgerichtshof, zum Thema: &bdquo;Ukraine &ndash; ein Musterfall von double standards und Totalausfall staatsm&auml;nnischer Kunst&ldquo; wieder. Der Autor skizziert die selbstgerechte Heuchelei des Westens, die V&ouml;lkerrechtsbr&uuml;che und die inakzeptable &bdquo;Grenz&uuml;berschreitung&ldquo;  durch den Westen &ndash; durch die USA und in ihrem Gefolge durch EU und Nato. &ndash; Sehr lesenswert. &ndash; Dann weisen wir in Anlage 2 beispielhaft auf den Fall einer konkreter Manipulation durch das Heute Journal des ZDF hin, in Anlage 3 auf die Einseitigkeit des Deutschlandfunks und in Anlage 4 auf den Einsatz der GfK aus N&uuml;rnberg in der Ukraine. &ndash; Wir bitten um Entschuldigung daf&uuml;r, dass wir das Thema &bdquo;Ukraine&ldquo; so intensiv bearbeiten. Aber leider gilt hier der Satz von Willy Brandt: &bdquo;Der Frieden ist nicht alles, aber alles ist ohne den Frieden nichts.&ldquo; <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong><br>\n<!--more--><br>\n<strong>Anlage 1:<\/strong><\/p><p><strong>Ukraine &ndash; ein Musterfall von double standards und Totalausfall staatsm&auml;nnischer Kunst<\/strong><br>\n<strong>Von Peter Vonnahme<\/strong><br>\n<em>Richter am Bayer. Verwaltungsgerichtshof (i.R.)<\/em><\/p><p>Es gab eine Zeit, da flogen die deutschen Herzen Michail Gorbatschow und &ndash; in seinem Gefolge &ndash; Russland zu. Ohne ihn h&auml;tte es die deutsche Wiedervereinigung nicht gegeben. Wir waren dankbar. Das Grauen des Zweiten Weltkriegs und die l&auml;hmende Nachkriegszeit waren zwar nicht vergessen, aber f&uuml;r das Deutschland der ausklingenden Kohl-&Auml;ra war Russland ein respektabler Partner geworden.<br>\nDiese freundliche Grundstimmung hielt nicht an. Unter amerikanischer Anleitung n&ouml;rgelte die deutsche Politik bald wieder an Russland herum. Sp&auml;testens als Schr&ouml;der seinen Neufreund Putin zum lupenreinen Demokraten adelte, war es chic, diesen und Russland zu kritisieren. Putin machte es seinen Kritikern allerdings auch nicht besonders schwer. Er ging stur seinen Weg, der mit den Wertvorstellungen des demokratischen und vorbildhaften Westens schwer vereinbar war. Was immer Putin tat, es stand unter dem Generalverdacht des B&ouml;sen. Daran &auml;nderte sich auch nichts, als es Dank russischer Vermittlung gelang, einen drohenden Bombenkrieg abzuwenden (Syrien) oder einen brandgef&auml;hrlichen Konflikt einzud&auml;mmen (Iran). Putin galt im Westen weithin als autorit&auml;re Unperson. &bdquo;Seine&ldquo; Olympischen Spiele wurden schon im Vorfeld schlechtgeredet. Petitessen wurden mit H&auml;me bedacht (erinnert sei an den nicht aufgehenden olympischen Ring in der Er&ouml;ffnungsfeier!). Die sonst allgegenw&auml;rtige Bundeskanzlerin &bdquo;bestrafte&ldquo; Putin mit ihrer Abwesenheit. Auch ansonsten konnte man den Eindruck gewinnen, dass die Pflege des deutsch-russischen Klimas den ehemaligen DDR-B&uuml;rgern Merkel und Gauck nicht gerade eine Herzensangelegenheit ist.<\/p><p>Demgegen&uuml;ber wurden imperiale Ausbr&uuml;che der Weltmacht USA hierzulande wenn &uuml;berhaupt, dann verschwurbelt kritisiert. Nie wurden sie als das bezeichnet, was sie tats&auml;chlich waren &ndash; flagrante V&ouml;lkerrechtsverst&ouml;&szlig;e. Stein des Ansto&szlig;es war meist nicht der Krieg als solcher, sondern die Kriegskosten und die Unf&auml;higkeit, angefangene Kriege ordentlich zu Ende zu bringen. Beim allf&auml;lligen politischen Schaulaufen zwischen Obama und Putin war stets klar, wer der Sheriff ist und wer der Halunke. Der eine stand f&uuml;r Demokratie und Freiheit, der andere f&uuml;r Staatsallmacht und Unterdr&uuml;ckung.<\/p><p>Wir leben seit Langem in einer Kultur der Vereinfachung, der double standards und der selbstgerechten Heuchelei. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Welt ist einfach: hie gut, da b&ouml;se. Aber leider ist dieses Bild zu einfach.<\/p><p>Tatsache ist n&auml;mlich, dass der Westen unter der F&uuml;hrung der USA und der Nato seit den 90er Jahren (Zerfall der Sowjetunion) verst&auml;rkt eine Strategie der Machtausweitung und &ndash; spiegelbildlich dazu &ndash; eine Politik der Zur&uuml;ckdr&auml;ngung Russlands verfolgt. In den letzten Jahren beteiligte sich zunehmend die EU an der Umzeichnung der geopolitischen Landkarte. Auch Deutschland verga&szlig; parallel mit seinem wirtschaftlichen Kraftzuwachs seine zur&uuml;ckhaltende Rolle. J&uuml;ngst waren sich Bundespr&auml;sident, Au&szlig;enminister und Verteidigungsministerin an einem Wochenende(!) einig, dass Deutschland wieder mehr Verantwortung in der Welt &uuml;bernehmen m&uuml;sse. Auf russische Befindlichkeiten und aus der Geschichte erkl&auml;rbare &Auml;ngste wurde im Gef&uuml;hl gewachsener weltpolitischer Bedeutung wenig R&uuml;cksicht genommen.<br>\nEs war f&uuml;r Russland bereits eine schwerwiegende Ver&auml;nderung seiner Sicherheitsarchitektur, als die DDR Teil des Nato-Systems wurde. Das widersprach westlichen Zusicherungen im Zusammenhang mit der russischen Zustimmung zur deutschen Wiedervereinigung. Schlimmer f&uuml;r Russland war, dass fr&uuml;here Ostblockstaaten in die EU und sogar in die Nato aufgenommen wurden. Auch Teile Ex-Jugoslawiens wurden dem westlichen B&uuml;ndnissystem zugef&uuml;hrt. Altkanzler Schr&ouml;der r&auml;umte j&uuml;ngst selbstkritisch ein, dass die vorausgegangen Bombardements ein Versto&szlig; gegen das V&ouml;lkerrecht waren. In Grenzn&auml;he zu Russland wurden Raketenstellungen geplant (Tschechien, Polen) &ndash; nat&uuml;rlich ohne vorherige Konsultationen. In Georgien, s&uuml;dlicher Nachbar Russlands, wurde ein vom Westen ermutigter Abenteurer zu einem (missgl&uuml;ckten) milit&auml;rischen Abenteuer verlockt. L&auml;nder im nahen und mittleren Osten wurden mit teilweise abenteuerlichen Begr&uuml;ndungen in das geostrategische amerikanische Machtsystem eingebunden (Afghanistan, Irak, Libyen). Bei jedem dieser Schritte legte sich die Halsschlinge enger um Russland. Au&szlig;erdem wurde im russlandfreundlichen Syrien ein desastr&ouml;ser B&uuml;rgerkrieg angeheizt und in &Auml;gypten eine westorientierte Milit&auml;rjunta reinstalliert. Nebenbei wurde ein Milit&auml;rschlag gegen den Iran, der sich amerikanischem Druck bisher erfolgreich widersetzt hat, propagandistisch vorbereitet. <\/p><p>Diese Darstellung mag holzschnittartig vergr&ouml;bert sein, aber sie skizziert die im letzten Vierteljahrhundert erfolgte Ver&auml;nderung der globalen Machtbalance zu Lasten Russlands in Umrissen. Sie l&auml;sst erahnen, wie die russische Seele &uuml;ber Jahre hinweg aufs &Auml;u&szlig;erste gereizt worden ist. Doch der entkr&auml;ftete russische B&auml;r musste nach dem Zerfall des Sowjetimperiums in der Schw&auml;chephase der Gorbatschow\/Jelzin-&Auml;ra z&auml;hneknirschend zuschauen. <\/p><p>Und dann kam der von Obama, Kerry, Merkel, Steinmeier &amp; Co. gef&ouml;rderte &bdquo;Volksaufstand&ldquo; in der Ukraine, angef&uuml;hrt von Vorzeigedemokraten wie Timoschenko und Klitschko und freudig begr&uuml;&szlig;t von dem in Deutschland hoffierten Oligarchen und Putinfeind Chodorkowskij. Man muss kein Freund des patriotischen Pr&auml;sidenten eines wiedererstarkten Russlands sein, um zu begreifen, dass f&uuml;r ihn und f&uuml;r viele seiner Landsleute die anvisierte Eingliederung der Ukraine in die EU (und demn&auml;chst auch in die Nato) eine inakzeptable Grenz&uuml;berschreitung darstellt. Wenn Putin nicht sein Gesicht verlieren wollte, musste er handeln. Denn selbst der D&uuml;mmste im Kreml konnte nicht l&auml;nger &uuml;bersehen, dass die deutsche Bundesregierung, die EU-Kommission und die US-Administration seit Jahren versuchen, der Ukraine mit allen Mitteln &ouml;konomischer Verlockung und politischer Erpressung die Westeinbindung schmackhaft zu machen. Es war unverfroren, als deutsche, amerikanische und polnische Politiker wildentschlossenen Demonstranten auf dem Maidan ihre Solidarit&auml;t versicherten, unmissverst&auml;ndlich einen Regimewechsel herbeiredeten und zu diesem Zweck Geldversprechen in Milliardenh&ouml;he abgaben &ndash; mit dem klaren Ziel, die Ukraine aus der historischen Beziehung zu Russland herauszul&ouml;sen. <\/p><p>Testfrage: Wie w&uuml;rden die USA reagieren, wenn heute in ihrer Grenzn&auml;he (etwa in Mexiko oder in Kanada) ein von au&szlig;en entfachter Volksaufstand ausbr&auml;che? Zumal dann, wenn namhafte Vertreter Moskaus oder Pekings in den Hauptst&auml;dten dieser Nachbarstaaten die revoltierenden Massen anheizen w&uuml;rden?<br>\nWer immer noch kein Verst&auml;ndnis f&uuml;r den derzeitigen russischen Alarmismus aufbringt, der m&ouml;ge sich an die amerikanische Reaktion auf die im Jahre 1962 begonnene Aufstellung russischer Raketen in Kuba, dem Vorhof der USA, erinnern. Noch nie stand die Welt so dicht vor einem weiteren Weltkrieg!<\/p><p>Nat&uuml;rlich ist es das unverbr&uuml;chliche Recht eines jeden Volkes, selbst zu bestimmen, wohin es sich orientieren will. Das gilt f&uuml;r die Ukrainer ebenso wie f&uuml;r die Bewohner der Krim. Kompliziert wird es, wenn durch &Auml;nderungsw&uuml;nsche ethnische Bindungen ber&uuml;hrt werden und bestehende Grenzen ver&auml;ndert werden sollen. Dann drohen Unruhen und Gewaltausbr&uuml;che. Dann beginnt die Stunde der Mobilmachungen und Sanktionen. Obama k&uuml;ndigt an, den f&uuml;r 4. und 5. Juni vereinbarten G8-Gipfel in Sotschi einseitig platzen zu lassen. Das ist kontraproduktiv. Die Frage sollte eher sein, ob der Termin vorgezogen werden kann. Eigentlich w&auml;re dies die hohe Stunde der Diplomatie, der Verhandlungen und des V&ouml;lkerrechts. <\/p><p>Volksaufst&auml;nde und Sezessionsw&uuml;nsche setzen n&auml;mlich das V&ouml;lkerrecht nicht au&szlig;er Kraft. Das Gegenteil ist der Fall: Solche Vorg&auml;nge sind seine Bew&auml;hrungsprobe. Das internationale Recht verpflichtet alle Staaten zur Respektierung der territorialen Unversehrtheit und der politischen Unabh&auml;ngigkeit anderer Staaten. Au&szlig;erdem sind internationale Streitigkeiten friedlich beizulegen (Art. 2 UN-Charta). <\/p><p>Einseitig erkl&auml;rte Sezessionen sind unzul&auml;ssig. Das gilt erst recht f&uuml;r Umgliederungen unter Anwendung milit&auml;rischer Gewalt. Deshalb sind alle Ma&szlig;nahmen, die auf eine einseitige Abtrennung der Krim aus dem ukrainischen Staatsverband hinauslaufen, rechtswidrig und zwar auch dann, wenn sie im Einvernehmen mit der Mehrheit der Bev&ouml;lkerung auf der<br>\nKrim getroffen w&uuml;rden. Ein Anschluss an Russland w&auml;re demnach nur mit Zustimmung des ukrainischen Staates rechtm&auml;&szlig;ig, aber diese liegt nicht vor. Auch der Beschluss der russischen Duma, zum Schutz der eigenen Landsleute in der Ukraine notfalls bewaffnete Truppen einzusetzen, ist v&ouml;lkerrechtswidrig.<br>\nGleichwohl ist die vom Westen erhobene Kritik an russischen V&ouml;lkerrechtsverletzungen doppelb&ouml;dig. Denn der demokratische Westens hat auch keine wei&szlig;e Weste: Bosnien und Kroatien sind keine Vorbilder f&uuml;r gegl&uuml;ckte Sezessionen. Auch die einseitige Unabh&auml;ngigkeitserkl&auml;rung der serbischen Provinz Kosovo war v&ouml;lkerrechtswidrig, weil sie gegen den Willen Serbiens erfolgt ist. Es geht auch anders (z.B. Aufteilung der CSSR in Tschechien und der Slowakei).<\/p><p>Ein weiteres Problem kommt hinzu. Die Legitimation der derzeitigen Machthaber in Kiew ist schwach. Einerseits werden sie durch faschistische Gruppierungen gest&uuml;tzt. Andererseits sind sie nicht durch eine Wahl, sondern durch einen Umsturz an die Macht gekommen. Insofern gleichen sie der neuen Krim-F&uuml;hrung. Wenn allerdings der amtierende ukrainische Regierungschef Jazenjuk mit Blick auf die Krim-Machthaber wettert, sie seien eine Gruppe von Kriminellen, die auf verfassungswidrige Weise die Macht an sich gerissen h&auml;tten, dann sagt das mehr &uuml;ber ihn als &uuml;ber seine Gegner aus. H&auml;tte er n&auml;mlich in den Spiegel geschaut, dann h&auml;tte ihm ein vergleichbar Krimineller entgegengeblickt. <\/p><p>Es w&auml;re allerdings blau&auml;ugig, das V&ouml;lkerrecht zum alleinigen Entscheidungskriterium zu erheben. In der Praxis spielen die tats&auml;chlichen Machtverh&auml;ltnisse und die Politik eine wesentliche gr&ouml;&szlig;ere Rolle. Politik hei&szlig;t Vernunft und Suche nach tragf&auml;higen L&ouml;sungen. Das bedeutet zun&auml;chst, dass der Einsatz milit&auml;rischer Kr&auml;fte durch Russland und die Aktivierung von F16-Kampfjets und AWACS-Aufkl&auml;rungsflugzeugen durch die USA bzw. durch Deutschland definitiv falsche Antworten auf die Krise sind. Waffen sind kein Ersatz f&uuml;r notwendige Gespr&auml;che. Das bedeutet weiter, dass alle Kampagnen mit dem Ziel, den Kontrahenten zu diskreditieren, einzustellen sind. Es ist v&ouml;llig sinnlos, den innerukrainischen Konflikt zu einem Kampf zwischen einer Westorientierung (verbunden mit Wohlstand, Demokratie, Freiheit und Menschenrechte) und einer Ostorientierung (gleichbedeutend mit Abh&auml;ngigkeit, Unfreiheit und wirtschaftlicher Misere) hochzustilisieren. Es geht nicht um Ost oder West, um gut oder b&ouml;se, sondern allein um die beste L&ouml;sung f&uuml;r die ukrainischen, russischen und sonstigen Volksgruppen. <\/p><p>Leider stehen wir in puncto Konfliktmanagement derzeit vor einem Totalausfall. Au&szlig;er Gewalt, Machtgehabe, Dampfgeplauder, Provokation und Heuchelei war wenig. Die Reisen von Steinmeier und Kollegen? Au&szlig;er Spesen nichts gewesen.<br>\nHenry Kissinger sagte k&uuml;rzlich, die D&auml;monisierung von Wladimir Putin sei keine Politik, sie sei ein Alibi f&uuml;r die Abwesenheit von Politik. Und weiter: &bdquo;Die Ukraine-Frage wird viel zu oft als ein Showdown dargestellt: Geht das Land an den Westen oder an den Osten? Aber um zu &uuml;berleben und sich zu entwickeln, darf die Ukraine niemandes Vorposten sein.&ldquo;<br>\nWo Kissinger Recht hat, hat er Recht. Die Welt braucht dringend Politiker, die den Weltfrieden &uuml;ber Hegemonialpolitik stellen.<br>\nDas Fehlen solcher Staatsm&auml;nner macht Sorgen, weit &uuml;ber die Krimkrise hinaus&hellip;<\/p><p><strong>Anlage 2:<\/strong><\/p><p><strong>Ein Beispiel f&uuml;r die Manipulationen des Heute Journals<\/strong><\/p><p>Das Heute Journal hat am Donnerstag endlich einmal &uuml;ber die rechten Tendenzen in der Ukraine <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/2111564\/Rechte-Tendenzen-in-der-Ukraine\">berichtet<\/a>. Dabei ist den Redakteuren ein gravierender Fehler unterlaufen, der allerdings die Gesamtbotschaft des Films, &ldquo;alles nicht so schlimm mit den Rechten  in der Ukraine&ldquo; st&uuml;tzt: Sie sagen, die Svoboda-Partei w&uuml;rde keine wichtigen Posten in der neuen Regierung bekleiden, nur Landwirtschaft und Umwelt, und unterschlagen einfach knallhart den Verteidigungsminister, der ebenfalls der <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Ihor_Tenyukh\">Svoboda angeh&ouml;rt<\/a>.<\/p><p>Auch wird unterschlagen, dass nicht nur Linke in Europa die Svoboda als rechtsextrem und gef&auml;hrlich einstufen, sondern auch die EU-Institutionen in einer Stellungnahme von letztem Jahr. <\/p><p><strong>Anlage 3:<\/strong><\/p><p><strong>Die Einseitigkeit der deutschen Medien ist grauenhafter, als ich mir das in schlimmen Tr&auml;umen h&auml;tte vorstellen k&ouml;nnen.<\/strong><\/p><p>Ich h&ouml;re regelm&auml;&szlig;ig Deutschlandfunk. Weil ich wei&szlig;, dass es auf anderen Sendern nicht besser ist, bleibt mir gar nichts anderes &uuml;brig. So muss ich mir die st&auml;ndige militante Agitation von Sabine Adler, der Korrespondentin in Warschau, anh&ouml;ren. Oder Kommentare des Korrespondenten in Washington, Dr. Markus Pindur. <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/krim-krise-sanktionen-gegen-russland.720.de.html?dram:article_id=280137\">H&ouml;ren Sie sich diese Scharfmacherei an.<\/a> <\/p><p>Zugegeben, es gibt gelegentlich etwas andere Einsprengsel, so zum Beispiel die Sendung &bdquo;Kontrovers&ldquo; vom 3. M&auml;rz 2014. Offenbar war das zu russen-freundlich und musste eine Woche sp&auml;ter ausgeb&uuml;gelt werden. Der Politologe Christian Hacke versch&auml;rfte den Ton der ehemaligen Au&szlig;enministerin Clinton mit einem neuen Vergleich des Vorgehens Putins mit Hitler. Siehe hier: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/russland-ukraine-ist-putin-noch-zu-stoppen.1784.de.html?dram:article_id=279623\">&bdquo;Kontrovers&ldquo; am 10.3.2014<\/a>.<\/p><p><strong>Anlage 4:<\/strong> <\/p><p><strong>Jetzt leistet Deutschland auch noch Entwicklungshilfe beim Einsatz von Umfragen zur Meinungsbildung<\/strong><\/p><p>Auf den NachDenkSeiten haben wir immer wieder darauf verweisen m&uuml;ssen, wie die N&uuml;rnberger Gesellschaft f&uuml;r Konsumforschung (GfK) zur Stimmungsmache &uuml;ber eine angeblich fantastische Entwicklung des Konsums in Deutschland eingesetzt worden ist. Oft ohne ausreichende statistische Basis.<br>\nJetzt ist die GfK auch in der Ukraine t&auml;tig. Und Spiegel Online hilft bei der Verbreitung der passenden Umfrageergebnisse: <\/p><p><em>14. M&auml;rz 2014, 15:51&nbsp;Uhr<\/em><br>\n<strong>Umfrage zu Krim-Krise<br>\nUkrainer wollen Gleichgewicht zwischen Russland und Westen<\/strong><br>\nDie Ukrainer fordern mehrheitlich den R&uuml;ckzug der russischen Truppen zu ihren St&uuml;tzpunkten und international &uuml;berwachte Wahlen. Laut einer aktuellen Umfrage bef&uuml;rworten nur 42 Prozent der Krim-Bewohner eine st&auml;rkere Ausrichtung auf Russland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/krim-krise-ukrainer-wollen-gleichgewicht-zwischen-russland-und-westen-a-958678.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir geben in Anlage 1 einen Essay von Peter Vonnahme, ehemals Richter am Bayer. Verwaltungsgerichtshof, zum Thema: &bdquo;Ukraine &ndash; ein Musterfall von double standards und Totalausfall staatsm&auml;nnischer Kunst&ldquo; wieder. 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