{"id":21105,"date":"2014-03-17T08:47:47","date_gmt":"2014-03-17T07:47:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21105"},"modified":"2014-03-17T08:47:47","modified_gmt":"2014-03-17T07:47:47","slug":"hinweise-des-tages-2088","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21105","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21105#h01\">Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21105#h02\">Die freie Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21105#h03\">Deutsche Konjunktur zieht leicht an, europ&auml;ische stagniert, Deflation verfestigt sich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21105#h04\">Bofinger verlangt von Sch&auml;uble mehr Schulden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21105#h05\">Im Haushalt steht die Null &ndash; das Staatsverm&ouml;gen zerf&auml;llt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21105#h06\">Arbeitsministerin Andrea Nahles im BamS-Interview: Mindestlohn nicht f&uuml;r unter 18-J&auml;hrige<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21105#h07\">IAQ: Entwicklung der Erwerbschancen bei &Auml;lteren untersucht &ndash; Je nach Beruf unterschiedlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21105#h08\">Todesursache Armut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21105#h09\">&raquo;Strafcenter&laquo; am Pranger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21105#h10\">Ein Jahr Papst Franziskus: Alltagsprobleme statt Dogmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21105#h11\">Globaler Schuldenberg w&auml;chst auf 100 Billionen Dollar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21105#h12\">Harold James: Die geheime Geschichte der Finanzkrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21105#h13\">Casino-Kapitalismus und Profit-Maximierung &ndash; Gefahr f&uuml;r Demokratie und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21105#h14\">Hypo-Pleite:  Schwarzer Freitag f&uuml;r Steuerzahler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21105#h15\">Handstreich im Bundestag: Wie Abgeordnete um 0:25 Uhr ein B&uuml;rgerrecht aushebelten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21105#h16\">Bettelnde Grundrechte &ndash; Wie sich Geheimdienste &uuml;ber die Verfassung und die Fundamente des Rechts erheben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21105#h17\">US-Regierung: Gentechnik bringt keine h&ouml;here Ernte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21105#h18\">Hoene&szlig; gewinnt mit seinem Schritt &laquo;Respekt&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21105#h19\">Demokratische statt unternehmerischer Hochschule!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21105#h20\">Lohnt ein Studium?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21105#h21\">Gr&uuml;ne, habt ihr sie noch alle?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21105#h22\">Labour-Politiker Tony Benn gestorben<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21105&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ukraine<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Ukraine als Griechenland des Ostens?<\/strong><br>\nNimmt man die bisherigen &Auml;u&szlig;erungen von Funktion&auml;ren des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) f&uuml;r bare M&uuml;nze, dann m&uuml;ssen die B&uuml;rger der Ukraine k&uuml;nftig wohl neue L&ouml;cher in ihre G&uuml;rtel bohren, um sie noch enger zu schnallen als bisher ohnehin &uuml;blich. Er sei von dem Reformeifer der neuen Machthaber &ldquo;positiv &uuml;berrascht&rdquo; worden, erkl&auml;rte der Chef der Europa-Abteilung des IWF, Reza Moghadam, nach einer Ukrainevisite Anfang M&auml;rz. Die neuen Autorit&auml;ten in Kiew seien wild entschlossen, eine &ldquo;Agenda wirtschaftlicher Reformen&rdquo; in Angriff zu nehmen, so Moghadam.<br>\nWas hierunter zu verstehen ist, machten Mitglieder der &Uuml;bergangsregierung schon kurz nach dem Umsturz in Kiew deutlich. Ende Februar k&uuml;ndigte Ministerpr&auml;sident Arsenij Jazenjuk &ldquo;unpopul&auml;re Ma&szlig;nahmen&rdquo; an, mit denen die Ukraine &ldquo;aus der finanziellen Krise gef&uuml;hrt&rdquo; werden solle. Hierunter verstand Jazenjuk konkret Einsparungen im Staatshaushalt, die durch Entlassungen und Lohnk&uuml;rzungen im &Ouml;ffentlichen Dienst und im Beamtenapparat realisiert werden sollen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/41\/41235\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>Dazu passt die Meldung:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><strong>Ukraine will politisches Assoziierungsabkommen mit EU unterzeichnen<\/strong><br>\nDie ukrainische Regierung will am kommenden Freitag einen Teil des geplanten Assoziierungsabkommens mit der Europ&auml;ischen Union unterzeichnen. Das teilte Interims-Regierungschef Jazenjuk im ukrainischen Fernsehen mit. Er habe sich mit EU-Ratspr&auml;sident Van Rompuy darauf verst&auml;ndigt, dass die Vereinbarungen &uuml;ber eine politische Kooperation am Rande des Gipfels der EU-Staats- und Regierungschefs Ende n&auml;chster Woche in Br&uuml;ssel unterschrieben werden sollen. Der wirtschaftliche Teil des Abkommens werde sp&auml;ter folgen, so Jazenjuk.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/nachrichten.353.de.html?drn:news_id=335806\">DLF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man will also nicht einmal die versprochene Neuwahl abwarten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Peter Scholl-Latour: &ldquo;Der Zerfall der Ukraine ist in vollem Gang&rdquo;<\/strong><br>\nWird die Ukraine auseinanderbrechen?<br>\nPeter Scholl-Latour: Dieser Zerfall ist doch in vollem Gange. Man hat ja gar nicht zur Kenntnis genommen, dass die Ukraine kein geeintes Land ist. Die Ukraine war ja schon immer gespalten. Zwei gegnerische Pole haben sich in der politischen Konfrontation inzwischen herausgesch&auml;lt. Der schon erw&auml;hnte westliche Landesteil, fr&uuml;her einmal &ldquo;Ost-Galizien&rdquo; genannt, sowie der stark industrielle Osten der Ukraine mit Schwerpunkt im Donezbecken, der rein russisch bev&ouml;lkert ist, wie auch die Stahlschmiede von Krivoj Rog oder die Halbinsel Krim. Noch verhalten sich diese Ostprovinzen, in denen die Partei des Pr&auml;sidenten Janukowitsch den Ton angab, relativ diszipliniert und ruhig. Aber der Tag k&ouml;nnte kommen, an dem die rauen Grubenarbeiter aus den Sch&auml;chten von Donez gewaltt&auml;tig in die sich versch&auml;rfenden Krawalle eingreifen.\n<p>Sie erw&auml;hnten gerade die Krim. Dort findet heute das Referendum &uuml;ber die Abspaltung der Halbinsel von der Ukraine hin zu Russland statt.<\/p>\n<p>Peter Scholl-Latour: Die Krim war ja &uuml;ber Jahrhunderte ein Bestandteil Russlands und wurde erst von dem Ukrainer Chrustschow an seine Heimat &uuml;bertragen.<\/p>\n<p>Die &Uuml;bergangsregierung auf der Krim verf&uuml;gt aber &uuml;ber kein demokratisches Mandat<\/p>\n<p>Peter Scholl-Latour: Stimmt, die &Uuml;bergangsregierung in Kiew aber auch nicht. Der gest&uuml;rzte Pr&auml;sident Janukowitsch, gewiss keine besonders empfehlenswerte Person, wurde immerhin relativ korrekt gew&auml;hlt. Au&szlig;erdem, man kann &uuml;ber ihm sagen, was man m&ouml;chte, gelang ihm das, was dem jetzigen &Uuml;bergangsregime in Kiew nicht gelingt, n&auml;mlich die territoriale Integrit&auml;t der Ukraine zu gew&auml;hren. Auch hatte Janukowitsch, trotz seiner engen Ann&auml;herung an Moskau, niemals die Absicht, die Unabh&auml;ngigkeit der Ukraine in Frage zu stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/41\/41256\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Krisenkatalysator: Wie mit dem Kampf um das Erdgas in der Ukraine Weltpolitik gemacht wird<\/strong><br>\nGeorg Restle: &bdquo;Was Russlands Staatskonzern Gazprom kann, k&ouml;nnen westliche Energie-Multis schon lange. Nicht nur beim Krieg ums &Ouml;l im Irak, sondern auch mitten in Europa. Welche Rolle Energiefragen beim geopolitischen Machtpoker spielen, k&ouml;nnen wir in der Ukraine gerade ziemlich gut beobachten. Westliche Energiekonzerne haben n&auml;mlich l&auml;ngst schon ihre Anspr&uuml;che angemeldet auf die Erdgasvorkommen des Landes. Und die US-amerikanische Politik spielt dabei mit. Dabei geht es weniger um die Unabh&auml;ngigkeit der Ukraine, sondern darum, wer im Herzen Europas in Zukunft das Sagen hat.&ldquo;<br>\nEr war einer der ersten nach dem Umsturz in der Ukraine: US-Au&szlig;enminister John Kerry reiste demonstrativ nach Kiew und setzte die Weltgemeinschaft gewaltig unter Druck.<br>\nJohn Kerry, US-Au&szlig;enminister (04.03.2014) (&Uuml;bersetzung MONITOR): &bdquo;Wenn die Russen nicht bereit sind, mit der neuen ukrainischen Regierung direkt zu verhandeln, dann werden unsere Partner keine andere Wahl haben, als uns zu folgen und auch die Ma&szlig;nahmen zu ergreifen, mit denen wir in den letzten Tagen schon begonnen haben, um Russland zu isolieren, politisch, diplomatisch und wirtschaftlich.&ldquo;<br>\nHinter den Kulissen hatten Kerrys Leute offenbar schon Monate vorher klar gemacht, wen die USA in der ukrainischen Opposition in Verantwortung sehen wollen &ndash; und wen lieber nicht. In einem abgeh&ouml;rten Telefonat hatte Obamas Europaberaterin Victoria Nuland nicht nur auf die Fuck EU geschimpft. Wer genau hinh&ouml;rte, konnte auch schon den weiteren Fahrplan vernehmen:<br>\nZitat: &bdquo;Klitschko sollte nicht in die Regierung gehen. Er soll drau&szlig;en bleiben.&ldquo; &bdquo;Yats ist der Richtige.&ldquo;<br>\nZufall oder nicht: Genau so ist es gekommen. Yats, Arsenij Jazenjuk ist Ministerpr&auml;sident der Ukraine geworden, Boxweltmeister Klitschko hat keinen Posten in der &Uuml;bergangsregierung &uuml;bernommen, will sp&auml;ter f&uuml;r das Pr&auml;sidentenamt kandidieren. Der Wirtschaftswissenschaftler Jazenuk, ist schon lange ein enger Freund Amerikas. Auf der Homepage seiner pers&ouml;nlichen Stiftung macht er keinen Hehl daraus, wer ihn unterst&uuml;tzt. Das US-Statedepartment ist dabei, die NATO und vor allem viele westliche Think Tanks. Es war wieder Victoria Nuland, die im Dezember bei einem Auftritt vor der US-ukrainischen Gesellschaft frank und frei erz&auml;hlte, mit wie viel Geld die USA schon die Demokratie in der Ukraine unterst&uuml;tzt habe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/sendungen\/2014\/0313\/krisenkatalysator.php5.php5\">DasErste.de<\/a> \n<p><strong>Passend dazu:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><strong>Heuchelei zu Krim-Unabh&auml;ngigkeitsbestrebungen<\/strong><br>\nAus geostrategischen und &ouml;konomischen Interessen werden Unabh&auml;ngigkeitsprozesse sowohl aus den USA, Europa, Russland und auch Deutschland bisweilen aktiv betrieben oder bek&auml;mpft.<br>\nDie Nato und Europa haben im Kosovo einen Pr&auml;zedenzfall geschaffen, warum Beobachter der Krim-Krise meinen, dass nun nur die &ldquo;Fr&uuml;chte geerntet werden, die auch ges&auml;t wurden&rdquo;. Die Argumentationen und das S&auml;belrasseln dagegen, dass am Sonntag die Krim-Bewohner in einer Befragung &uuml;ber den Beitritt der Halbinsel zu Russland entscheiden sollen, zeigt nur, dass vor allem geostrategische und &ouml;konomische Interessen der jeweiligen Macht im Vordergrund stehen. Das gilt auch f&uuml;r Russland, denn im Fall Kosovo hat Russland &auml;hnlich argumentiert, wie es nun die USA, Europa und Deutschland im Fall der Krim tun. Die Rollen wurden nun nur vertauscht. Willkommen im Club.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/41\/41251\/1.html\">Telepolis<\/a> \n<p><strong>Passend dazu:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><strong>Angeblich ist US-Drohne &uuml;ber der Krim abgefangen worden<\/strong><br>\nDie Hunter-Drohne k&ouml;nnte aus dem St&uuml;tzpunkt Hohenfels in Bayern stammen<br>\nNach russischen Medien ist &uuml;ber der Krim eine US-Drohne abgefangen worden. Es w&uuml;rde sich, so hei&szlig;t es in Bezug auf Informationen vom russischen R&uuml;stungskonzern Rostec, auf dessen Website die Meldung aber nicht zu finden ist, um eine MQ-5B-Hunter-Drohne handeln. Pikanterweise w&uuml;rde diese Drohne normalerweise in Bayern stationiert sein und von der 66th Military Intelligence Brigade gesteuert werden, die aber nicht in Bayern, wie es hei&szlig;t, sondern auf dem Wiesbaden Army Airfield stationiert ist&hellip;<br>\nDie Drohne soll auf einer H&ouml;he von 4000 Metern abgefangen worden sein, nachdem man die Funkverbindung mit Mitteln der elektronischen Kriegsf&uuml;hrung des Radar-Systems Avtobaza von Rostec unterbrochen hatte. Wer das System bediente, wurde nicht mitgeteilt. Die Drohne soll dann eine Notlandung gemacht und in die H&auml;nde der &ldquo;Selbstverteidigungskr&auml;fte&rdquo; der Krim gelangt sein. Es sei schon die zweite Drohne, die abgefangen wurde. Die Brigade soll &uuml;ber 18 Drohnen verf&uuml;gen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/41\/41250\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Offenbar ist Deutschland noch mehr in den Ukraine-Konflikt verwickelt als bisher bekannt gegeben wurde. Sieht so Deutschlands angeblich gewachsene Verantwortung in der Welt mit milit&auml;rischen Mitteln aus? Das Gerede von der Gespr&auml;chsbereitschaft mit den Russen erweist sich auf diese Weise als glatte Heuchelei, denn derartige Aktionen heizen den Konflikt unn&ouml;tig an.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Krim-Krise: US-Republikaner dringen auf Waffenlieferungen an Ukraine<\/strong><br>\nDie Ukraine bittet die USA um milit&auml;rischen Beistand. Die Regierung in Kiew fordert Waffen- und Munitionslieferungen &ndash; doch Washington z&ouml;gert und will Russland nicht weiter provozieren. Erst mal sollen nur Essenspakete nach Kiew geliefert werden. Die Republikaner sind emp&ouml;rt.<br>\nDer Chef der ukrainischen &Uuml;bergangsregierung, Arsenij Jazenjuk, hat w&auml;hrend seines Besuchs in den USA nicht nur um diplomatische Unterst&uuml;tzung gebeten. Die neue F&uuml;hrung in Kiew fordert angesichts des drohenden Verlustes der Krim an Russland auch Milit&auml;rhilfen von den Vereinigten Staaten.<br>\nWashington pr&uuml;ft derzeit einen entsprechenden Antrag.<br>\nNach Angaben des &ldquo;Wall Street Journal&rdquo; hat die ukrainische Regierung um Waffen, Munition und die &Uuml;bermittlung von Geheimdienstinformationen gebeten. Die Vereinigten Staaten z&ouml;gerten jedoch mit einer Zusage, um die angespannten Beziehungen zu Russland nicht noch weiter zu belasten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/krim-krise-usa-sollen-waffen-und-munition-an-ukraine-liefern-a-958575.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Ukraine: Sarah Palin schl&auml;gt Atombombe vor<\/strong><br>\n&ldquo;Stop Putin with nukes&ldquo;<br>\nDie vormalige Kandidatin f&uuml;r die US-Vizepr&auml;sidentschaft Sarah Palin hat im Ukraine-Konflikt Pr&auml;sident Obama letzte Woche zur nuklearen Option geraten. News.com.au zitiert die konservative Politikerin mit &ldquo;the only thing that stops a bad guy with a nuke is a good guy with a nuke&rdquo;. Die &rdquo;guten Jungs&rdquo; hatten das bereits in Japan getan, wo die Nachkommen der &rdquo;b&ouml;sen Jungs&rdquo; bis heute leiden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Ukraine-Sarah-Palin-schlaegt-Atombombe-vor-2141300.html\">Telepolis<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Mit solchen Empfehlungen kann aus einem &bdquo;kalten Krieg&ldquo; ganz schnell ein &bdquo;hei&szlig;er Krieg&ldquo; werden. Es ist zu bef&uuml;rchten, dass Palin ausgesprochen hat, was auch andere (z.B. in der Tea-Party) denken.<\/em><\/p>\n<p><strong>Nur nebenbei bemerkt:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><strong>Venedig stimmt &uuml;ber Unabh&auml;ngigkeit von Italien, EU und NATO ab<\/strong><br>\nNach dem Vorbild des Kosovo fordern die Katalanen, Schotten, Basken und die Venezianer ihre Unabh&auml;ngigkeit. Der Ruf der V&ouml;lker nach Freiheit und Selbstbestimmung geht durch ganz Europa und wird bald &uuml;berall zu h&ouml;ren sein. Der Weg einer Unabh&auml;ngigkeit ist einfach zu erreichen. Laut internationalen Vertr&auml;gen ist lediglich die Zustimmung der Mehrheit der Bewohner einer Region oder Stadt erforderlich.<br>\nVom Sonntag bis zum Donnerstag wollen die B&uuml;rger der Stadt Venedig und der Provinz Venetien &uuml;ber die Unabh&auml;ngigkeit von Italien, sowie den damit verbundenen Austritt aus EU- und Nato-Mitgliedschaft, abstimmen. Bereits 2006 verabschiedeten die lokalen Beh&ouml;rden das Gesetz &uuml;ber die Abstimmung. Deutschsprachige Medien haben eine Nachrichtensperre &uuml;ber dieses Referendum verh&auml;ngt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.schweizmagazin.ch\/nachrichten\/ausland\/18620-Venedig-will-Unabhngigkeit-von-Italien-und-NATO.html\">Schweiz Magazin<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das Referendum ist sicherlich nicht bindend und man mag ja zu diesem Referendum stehen, wie man will, es ist jedoch auffallend, <a href=\"https:\/\/news.google.com\/news?ncl=dwP_V_uyAfeiE6MpEoGMnTFgHVWSM&amp;q=venice+independence&amp;lr=German&amp;hl=en&amp;sa=X&amp;ei=YIwlU8W3JejiywO324CoCw&amp;ved=0CDEQqgIwAA\">dass in den britischen Medien durchaus dar&uuml;ber berichtet wird<\/a>, w&auml;hrend es in deutschen Medien keiner Erw&auml;hnung wert befunden wird. Interessant ist dabei nur so viel, dass es in verschiedenen Regionen Westeuropas, in Katalonien, in Schottland, in der Bretagne Abspaltungsbewegungen gibt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die freie Welt<\/strong><br>\nAngesichts der bevorstehenden &Uuml;bernahme der Krim durch Russland versch&auml;rfen Politik und Medien in Deutschland ihre antirussische Agitation. In der allgemeinen &Ouml;ffentlichkeit sei &ldquo;das Verst&auml;ndnis f&uuml;r die vermeintlichen Motive Moskaus&rdquo; in puncto Krim noch &ldquo;beachtlich gro&szlig;&rdquo;, bem&auml;ngelt eine f&uuml;hrende deutsche Tageszeitung; darin spiegele sich die Ansicht, die weltpolitischen Aggressionen des Westens seien &ldquo;nicht besser oder sogar noch schlimmer&rdquo;. Vor diesem Hintergrund hat sich nun ein deutsches Leitmedium, die &ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo;, von einer russischen PR-Beilage getrennt, deren Verbreitung sie nach einem lukrativen europ&auml;isch-russischen Wirtschaftstreffen begonnen hatte. Ein anderes Leitmedium, das Wochenblatt &ldquo;Die Zeit&rdquo;, &ldquo;entschuldigt&rdquo; sich f&uuml;r den Abdruck differenzierter Texte zur Ukraine, weil deren Autor, ein freier Journalist, sich mit redaktionellen Arbeiten f&uuml;r die erw&auml;hnte PR-Beilage &uuml;ber Wasser gehalten hatte. Die deutsche Spitzenkandidatin der &ldquo;Gr&uuml;nen&rdquo; im Europaparlament hat vergangene Woche f&uuml;r Ex-Kanzler Gerhard Schr&ouml;der, der kritisch zur Ukraine-Politik der EU Position bezieht, ein Redeverbot verlangt. Die Forderung, das Recht auf freie Meinungs&auml;u&szlig;erung offen einzuschr&auml;nken, ist erst vom Europaparlament zur&uuml;ckgewiesen worden, nicht von ihrer deutschen Partei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58824\">German-Foreign-Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Deutsche Konjunktur zieht leicht an, europ&auml;ische stagniert, Deflation verfestigt sich<\/strong><br>\nDie j&uuml;ngsten Daten zur konjunkturellen Lage in Deutschland zeigen einen leichten Aufw&auml;rtstrend, der eindeutig von der Auslandsnachfrage getragen wird (vgl. Abbildung 1). W&auml;hrend die Inlandsnachfrage in der Industrie (gr&uuml;ne Linie in Abbildung 1) noch weit von dem Niveau entfernt ist, das sie 2008 und 2011 erreicht hatte, ist die Auslandsnachfrage (blaue Linie in Abbildung 1) auf dem Weg, diese Spitzen wieder zu erreichen.<br>\nInsgesamt hat die Nachfrage nach Industrieg&uuml;tern seit dem Tiefpunkt im Jahr 2013 jetzt wieder den Wert von Anfang 2011 erreicht, liegt aber noch deutlich unter dem von 2008. Das im siebten Jahr nach Beginn der Gro&szlig;en Rezession im Gefolge der Finanzkrise zu konstatieren, hei&szlig;t, auf eine extrem lange Periode zur&uuml;ckzuschauen, in der nur daran gearbeitet wurde, die Verluste, die durch die Zockerei der Finanzm&auml;rkte entstanden sind, wieder auszugleichen.<br>\nDas Gleiche gilt f&uuml;r die Produktion im deutschen Produzierenden Gewerbe (vgl. rote Linie in Abbildung 2): ein leichter Aufw&auml;rtstrend, mit dem das Niveau von Mitte 2011 erreicht wurde. Ob sich aus dieser Konstellation ein wirklicher Aufschwung f&uuml;r Deutschland ergibt oder doch nur eine Seitw&auml;rtsbewegung, ist immer noch vollkommen offen. Binnenwirtschaftlich wird sich auch in diesem Jahr hierzulande keinerlei nennenswerte Dynamik ergeben, und ob die Exporte erneut allein die Wirtschaft ziehen k&ouml;nnen, ist mehr als fraglich, wenn man die Warnsignale zur Kenntnis nimmt, die derzeit vor allem aus China kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/deutsche-konjunktur-zieht-leicht-an-europaeische-stagniert-deflation-verfestigt-sich\/\">flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bofinger verlangt von Sch&auml;uble mehr Schulden<\/strong><br>\nNach Ansicht des Wirtschaftsweisen Peter Bofinger sollte Wolfgang Sch&auml;uble mehr Geld f&uuml;r die Infrastruktur ausgeben. Auch andere &Ouml;konomen kritisieren die Haushaltspl&auml;ne des Bundesfinanzministers&hellip;<br>\n&ldquo;Angesichts der Rekord-Niedrigzinsen ist die Gelegenheit so g&uuml;nstig wie nie, den Investitionsstau bei der Infrastruktur aufzul&ouml;sen&rdquo;, sagte Bofinger der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo;.<br>\n&ldquo;Sch&auml;uble sollte in diesem Jahr und n&auml;chsten Jahr die Spielr&auml;ume der Schuldenbremse deshalb voll aussch&ouml;pfen.&rdquo; Der Bund k&ouml;nnte dann statt wie derzeit geplant 6,5 Milliarden Schulden 2014 und 2015 Verbindlichkeiten in H&ouml;he von 27,5 Milliarden Euro machen, so Bofinger.<br>\nAuch andere Finanzwissenschaftler &uuml;ben Kritik an Sch&auml;ubles Haushaltspl&auml;nen. Sie monieren, Sch&auml;uble verschiebe zu sehr Lasten in die Zukunft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article125835509\/Bofinger-verlangt-von-Schaeuble-mehr-Schulden.html\">welt.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Im Haushalt steht die Null &ndash; das Staatsverm&ouml;gen zerf&auml;llt<\/strong><br>\nErstmals seit 1969 hat das Bundeskabinett einen schuldenfreien Etat beschlossen. Doch der Null-Schulden-Haushalt hat seinen Preis: Das Kindergeld wird sp&auml;ter erh&ouml;ht, der Bundeszuschuss zum Gesundheitsfonds gek&uuml;rzt. Dringend erforderliche Investitionen in &ouml;ffentliche Infrastruktur werden weiter verschoben.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140317_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Zudem hinkt Deutschland im europ&auml;ischen Vergleich bei den &ouml;ffentlichen Investitionen hinterher, obwohl der riesige inl&auml;ndische Investitionsbedarf in marode Br&uuml;cken, Stra&szlig;en, Schienen und kommunale Bauten l&auml;ngst h&auml;tte angegangen werden m&uuml;ssen. In den Kommunen ist der Investitionsstau am dramatischsten. Das Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) hat ermittelt, dass der Investitionsr&uuml;ck-stand der St&auml;dte und Gemeinden auch 2013 um 4,5 Mrd. Euro gestiegen ist. Seit 2003 &uuml;bertreffen die Abschreibungen auf &ouml;ffentliche Infrastrukturen, Maschinen und den sonstigen Kapitalstock die Investitionen um insgesamt 42 Mrd. Euro. Der Wert des kommunalen Eigentums, also des von allen ben&ouml;tigten staatlichen Verm&ouml;gens, sinkt seit elf Jahren &ndash; obwohl in der Wirtschafts- und Finanzkrise von Bund und L&auml;ndern &uuml;ber die Konjunkturpakete zus&auml;tzlich investiert wurde&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++b1c6e394-ab6a-11e3-b7a6-52540023ef1a\">Klartext<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Arbeitsministerin Andrea Nahles im BamS-Interview: Mindestlohn nicht f&uuml;r unter 18-J&auml;hrige<\/strong><br>\n<em>BILD am SONNTAG: Die Union hat angek&uuml;ndigt, einem Mindestlohn ohne Ausnahmen nicht zuzustimmen. Wie ernst nehmen Sie das?<\/em><br>\nEin Blick in den Koalitionsvertrag hilft! Aber wichtiger als solche Ansagen sind mir die Schwierigkeiten der Branchen, die aufgrund eines niedrigen Lohnniveaus Probleme mit einem Stundenlohn von 8,50 Euro haben. Mit denen stehen wir in einem ernsthaften Dialog. Diese Wirtschaftszweige haben bis zum 1. Januar 2017 Zeit, ihre L&ouml;hne &uuml;ber Tarifvertr&auml;ge schrittweise auf 8,50 Euro anzuheben. Ich sage aber klipp und klar: Es wird nicht m&ouml;glich sein, &uuml;ber dieses Zeitfenster hinaus ganze Branchen aus dem allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn auszunehmen&hellip;.\n<p><em>BILD am SONNTAG: In Gro&szlig;britannien gibt es eigene Mindestl&ouml;hne f&uuml;r Jugendliche. Braucht Deutschland das nicht auch, damit die Jugendarbeitslosigkeit nicht steigt?<\/em><br>\nJede und jeder Jugendliche muss eine Ausbildung machen. Wir m&uuml;ssen verhindern, dass junge Menschen lieber einen besser bezahlten Aushilfsjob annehmen, statt eine Ausbildung anzufangen. Deshalb sollen Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr &ndash; bis zum Ende der Schulpflicht &ndash; vom Mindestlohn ausgenommen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/andrea-nahles\/im-bild-interview-ueber-mindestlohn-rente-ab-63-macht-und-toechterchen-ella-35087236.bild.html\">Bild.de<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nahles f&auml;llt mal wieder auf jeden Bluff der Arbeitgeberseite herein. Mit derselben Logik k&ouml;nnte man den Mindestlohn f&uuml;r alle 24- oder gar 26-J&auml;hrige ausschlie&szlig;en, denn so lange dauert ein Bachelor- oder ein Masterstudium. Warum muss man da nicht bef&uuml;rchten, dass diese jungen Menschen lieber einen bezahlten Aushilfsjob annehmen, statt zu studieren? Die allermeisten bekommen ja noch nicht einmal BAf&ouml;G.<\/em><br>\n<em>Erg&auml;nzende Anmerkung C.R.: Nachdem Vertreter der Unionsparteien den Mindestlohn aufweichen wollten, die Kanzlerin j&uuml;ngst darauf hinwies, einen Mindestlohn nur zu machen, wenn er keine Jobs gef&auml;hrde, steigt nun auch die SPD-Spitze in die Ausnahmendiskussion beim Mindestlohn mit ein. Schon jetzt ist also ersichtlich: Deutschland wird einen Mindestlohn (oder doch eine Lohnuntergrenze?) bekommen, aber nicht f&uuml;r alle.<\/em><br>\n<em>Dabei war der gesetzliche und fl&auml;chendeckende Mindestlohn das entscheidende Argument der SPD-Spitze f&uuml;r den erneuten Gang in die &bdquo;Gro&szlig;e Koalition&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: EU-weiter Mindestlohn f&uuml;r alle?<\/strong><br>\nVerbindliche Lohnuntergrenzen (Mindestl&ouml;hne bzw. -geh&auml;lter) k&ouml;nnen die Besch&auml;ftigten vor Armuts- bzw. Niedrigl&ouml;hnen sowie die Unternehmen vor unfairer Billigstkonkurrenz sch&uuml;tzen. &Uuml;ber die Wirkungen von Mindestl&ouml;hnen, insbesondere&nbsp; wenn sie allgemein und fl&auml;chendeckend gelten sollen, wird heftig gestritten. Laut eine aktuellen Eurofoundstudie w&uuml;rden bei einem EU-weit koordinierten Mindestlohn, der mindestens 60 Prozent des l&auml;nderspezifischen mittleren Lohns betr&auml;gt, ein F&uuml;nftel der Frauen und ein Zehntel der M&auml;nner davon betroffen. In &Ouml;sterreich w&auml;ren insgesamt fast 15 Prozent der ArbeitnehmerInnen die Nutznie&szlig;erInnen.<br>\nDe facto gibt es in jedem EU-Mitgliedsstaat verbindliche Lohnuntergrenzen, die nicht unterschritten werden d&uuml;rfen. In 21 EU-L&auml;ndern ist dies &uuml;ber allgemeine gesetzliche Mindestl&ouml;hne geregelt, deren H&ouml;he sehr unterschiedlich ist: die Schwelle betr&auml;gt derzeit monatlich 1.921 Euro in Luxemburg, 753 Euro in Spanien und 191 Euro in Rum&auml;nien. Diese Unterschiede verringern sich, wenn das unterschiedliche Preisniveau in den einzelnen L&auml;ndern ber&uuml;cksichtigt wird:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140317_02.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140317_02_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/eu-weiter-mindestlohn-fuer-alle\/#more-5090\">Arbeit &amp; Wirtschaft<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>IAQ: Entwicklung der Erwerbschancen bei &Auml;lteren untersucht &ndash; Je nach Beruf unterschiedlich<\/strong><br>\nDie Deutschen arbeiten immer l&auml;nger und sind bei der Erwerbsbeteiligung der 55- bis 64-J&auml;hrigen in der Eurozone inzwischen Spitzenreiter. Aber die Chancen, bis zur Rente im Job bleiben zu k&ouml;nnen, h&auml;ngen wesentlich vom Arbeitsfeld ab. Zwischen den Berufen mit dem h&ouml;chsten und dem niedrigsten Erwerbsaustrittsalter liegt eine Altersspanne von mehr als 5,5 Jahren. Das zeigt der aktuelle Alters&uuml;bergangsreport des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universit&auml;t Duisburg-Essen (UDE).\n<p>Die Arbeitsmarktforscher PD Dr. Martin Brussig und Mirko Ribbat haben den Anstieg des Erwerbsaustrittsalters und insbesondere die Unterschiede zwischen den Berufen analysiert. Ein Ergebnis: ein hohes Austrittsalter in einem Beruf muss nicht zwingend auf ein langes Erwerbsleben in dieser Besch&auml;ftigung deuten. Es kann auch Hinweis f&uuml;r die hohe &bdquo;Aufnahmef&auml;higkeit&ldquo; dieses Bereichs sein; das hei&szlig;t, dass Personen erst am Ende ihres Arbeitslebens hier vor&uuml;bergehend hineinstr&ouml;men, nachdem sie ihren langj&auml;hrigen Job aufgegeben haben.<br>\n&nbsp;<br>\nIn der Spitzengruppe, in der die Besch&auml;ftigten vom Alter her am l&auml;ngsten arbeiten, &uuml;berwiegen Dienstleistungen, darunter die Sozial- und Erziehungsberufe. Die &bdquo;sonstigen Dienstleistungsberufe&ldquo; umfassen u.a. mit dem Gastgewerbe und der Reinigung zwei Bereiche mit Anlernt&auml;tigkeiten, f&uuml;r die kurze Einweisungen gen&uuml;gen. Es ist anzunehmen, dass sich diese Jobs f&uuml;r viele &Auml;ltere eignen, die aus ihren urspr&uuml;nglichen Stellen ausgeschieden sind.<\/p>\n<p>Am fr&uuml;hesten gehen &Auml;ltere im Hoch- und Tiefbau und Hilfsarbeiter. &bdquo;Denkbar ist, dass mehr &auml;ltere Besch&auml;ftigte abgewandert sind, weil sie bessere Perspektiven in anderen Berufen gesehen haben. Angesichts der Risiken f&uuml;r einen prek&auml;ren Alters&uuml;bergang gerade f&uuml;r Bau- und Hilfsarbeiter w&auml;re ein solches Verhalten jedenfalls rational&ldquo;, meint Brussig. <\/p>\n<p>Stark gestiegen ist das Austrittsalter in den Metallberufen. Ursache k&ouml;nnte die hier weit verbreitete Altersteilzeit sein, die mit ihrer Br&uuml;ckenfunktion den Besch&auml;ftigten geholfen hat, mit steigenden Altersgrenzen umzugehen. Auch Hochqualifizierte h&ouml;ren sp&auml;ter auf. Vermutet wird, dass es in ihren Branchen verbreitet bessere Ressourcen zur Kompensation der Arbeitsbelastungen gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.iaq.uni-due.de\/aktuell\/presse\/2014\/140313.php\">Pressemitteilung IAQ<\/a><br>\n&nbsp;<br>\n<strong>Siehe dazu auch: Alters&uuml;bergangs-Report 2014-01<\/strong><br>\nDer Alters&uuml;bergangs-Report des IAQ berichtet in unregelm&auml;&szlig;iger Folge &uuml;ber Ergebnisse des &bdquo;Alters&uuml;bergangs-Monitors&ldquo;, der von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung und dem Forschungsnetzwerk Alterssicherung der Rentenversicherung gef&ouml;rdert wird.<br>\nAuf einen Blick&hellip;<\/p>\n<ul>\n<li>Die seit ca. zehn Jahren steigende Alterserwerbsbeteiligung geht wesentlich auf verl&auml;ngerte Erwerbsphasen zur&uuml;ck. Inzwischen ist in der Altersspanne von 52 bis 58 Jahren kaum mehr ein altersbedingter R&uuml;ckgang der Erwerbsbeteiligung zu beobachten, wie es in den 1990er Jahren &ndash; und abgeschw&auml;cht dem darauffolgenden Jahrzehnt &ndash; noch zu verzeichnen war.<\/li>\n<li>Allein zwischen den Kohorten der 1941 und 1945 Geborenen ist das durchschnittliche Erwerbsaustrittsalter um nahezu ein Jahr gestiegen. Es ist mit ca. 61 Jahren jedoch nach wie vor deutlich von der Regelaltersgrenze entfernt.<\/li>\n<li>Hinsichtlich des mittleren beruflichen Austrittsalters gibt es gro&szlig;e Unterschiede zwischen Berufen. Die Altersspanne zwischen Berufen mit einem sehr hohen und einem sehr niedrigen mittleren beruflichen Austrittsalter liegt bei &uuml;ber f&uuml;nf Jahren.<\/li>\n<li>Berufe mit einem hohen mittleren beruflichen Austrittsalter erlauben nicht notwendigerweise lange Erwerbsphasen, sondern k&ouml;nnen auch durch Personen gepr&auml;gt sein, die erst am Ende ihres Erwerbslebens vor&uuml;bergehend in einen Beruf hineinstr&ouml;men, nachdem sie ihren langj&auml;hrig ausge&uuml;bten Beruf aufgegeben haben.<\/li>\n<li>Das durchschnittliche Austrittsalter der M&auml;nner ist in den meisten Berufen h&ouml;her als das der Frauen; die Spanne zwischen Berufen mit hohem und niedrigem Austrittsalter ist bei M&auml;nnern deutlich h&ouml;her. Teilweise gibt es erhebliche Unterschiede zwischen dem Austrittsalter von M&auml;nnern und Frauen innerhalb eines Berufsfeldes, was auf geschlechtsspezifische Binnendifferenzierungen innerhalb einzelner Berufsfelder deutet, aber auch aus besonderen Rentenzugangsm&ouml;glichkeiten von Frauen resultieren kann.<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140317_03.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140317_03_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.iaq.uni-due.de\/auem-report\/2014\/auem2014-01.php\">IAQ, dort auch der gesamte Report zum Download<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Todesursache Armut<\/strong><br>\nArme sterben fr&uuml;her. Und Menschen ohne ausreichend Geld in der Tasche haben dar&uuml;ber hinaus h&auml;ufiger und l&auml;nger unter schweren Krankheiten zu leiden als andere. Das sind Binsenweisheiten. Doch aktuelle Ergebnisse einer Studie des Robert Koch-Instituts (RIK) in Verbindung mit Daten des sozio&ouml;konomischen Panels des Deutschen Institus f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) belegen nun erneut den Zusammenhang zwischen finanzieller Ausstattung und Gesundheit. Konkret: Die mittlere Lebenserwartung ist in der Bev&ouml;lkerungsgruppe mit dem niedrigsten Einkommen bei M&auml;nnern um fast elf Jahre, bei Frauen um mehr als acht Jahre verringert gegen&uuml;ber der am besten gestellten Gruppe. Das Risiko einer schweren Krankheit, wie etwa eines Herzinfarkts oder einer psychischen Beeintr&auml;chtigung, ist f&uuml;r sie doppelt bis dreimal so hoch.&nbsp; Diese alarmierenden Zahlen wurden am Mittwoch anl&auml;&szlig;lich der Er&ouml;ffnung des Kongresses &raquo;Armut und Gesundheit&laquo;, der am Donnerstag und Freitag in der Technischen Universit&auml;t Berlin stattfindet, pr&auml;sentiert. &raquo;Bisher gab es den eindeutigen Trend in Gro&szlig;britannien und Frankreich, die Datenlage in Deutschland war nicht so gut&laquo;, erkl&auml;rte der RKI-Wissenschaftler Thomas Lampert. Der Vorsitzende des Parit&auml;tischen Gesamtverbandes, Rolf Rosenbrock, rechnet damit, da&szlig; sich die Lage noch verschlimmern wird. Grund: Die Einkommensschere geht in Deutschland kontinuierlich weiter auseinander. &raquo;Die Krankheits- und Sterbedaten folgen mit einer gewissen Verz&ouml;gerung, einer Inkubationszeit vergleichbar, dieser Entwicklung&laquo;, so Rosenbrock.&nbsp; Die Ursachen f&uuml;r die mit der Armut zusammenh&auml;ngenden gesundheitlichen Risiken seien &raquo;multidimensional&laquo;, wie Lampert sagte. Sie hingen zusammen mit Arbeitsbedingungen, der Entwicklung der prek&auml;ren Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse, der Lebenswirklichkeit unterhalb der Grenzen zur Armut, den Wohnverh&auml;ltnissen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/03-13\/055.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&raquo;Strafcenter&laquo; am Pranger<\/strong><br>\nPetitionsausschu&szlig; debattiert &uuml;ber Sanktionen und h&ouml;rt Hartz-IV-Kritikerin Inge Hannemann an.<br>\nHartz IV soll Menschen die Existenz gew&auml;hrleisten, die &uuml;ber kein oder nur ein geringes Erwerbseinkommen verf&uuml;gen. Die Grundsicherung an Wohlverhalten zu kn&uuml;pfen und &raquo;Verst&ouml;&szlig;e&laquo; dagegen mit K&uuml;rzungen zu bestrafen, h&auml;lt Inge Hannemann f&uuml;r einen Versto&szlig; gegen das Grundgesetz und die Menschenrechte. Ihre Petition f&uuml;r die Abschaffung der Sanktionen im Sozialrecht hat den Bundestag erreicht. Am Montag wird sich der Petitionsausschuss in Berlin ab 12 Uhr im Europasaal des Paul-L&ouml;be-Hauses damit befassen. Auch die Initiatorin, die seit April 2013 wegen ihrer Kritik am Hartz-IV-System von ihrem Dienst im Jobcenter Hamburg-Altona suspendiert ist, soll angeh&ouml;rt werden. Zugleich ruft Hannemann zu Protesten vor dem Bundestag auf. Angemeldet sind eine Kundgebung und eine Mahnwache unter dem Motto &raquo;Zur Erinnerung an die Opfer der Agenda 2010&laquo;. Beide Versammlungen beginnen um 10 Uhr vor dem Paul-L&ouml;be-Haus&hellip;<br>\nDass sich Jobcenter immer mehr darauf spezialisieren, Hartz-IV-Bezieher zu bestrafen, anstatt sie in Arbeit zu vermitteln, machen die neuesten Zahlen deutlich. Einem Bild-Bericht vom Mittwoch zufolge verh&auml;ngte die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit von Januar bis November vorigen Jahres 918244 Sanktionen. Rund 90000 weitere d&uuml;rften f&uuml;r Dezember hinzukommen. Knapp drei Viertel der Strafen wurden demnach f&uuml;r vers&auml;umte Termine verh&auml;ngt, 105416 Betroffene weigerten sich, &raquo;Pflichten aus der Eingliederungsvereinbarung&laquo; zu erf&uuml;llen, 94178 lehnten ein Jobangebot ab und 21916 brachen eine Weiterbildung ab. Im Jahr 2012 war die Sanktionsquote erstmals &uuml;ber eine Million geklettert, dies k&ouml;nnte 2013 wieder der Fall sein. Gleichzeitig schichteten Jobcenter so viel Geld wie nie aus dem Budget f&uuml;r Erwerbslose in die eigene Verwaltung um. Laut einem Spiegel-Bericht von Anfang M&auml;rz waren das 11,4 Prozent, also 445 Millionen Euro. Die Eingliederungsleistungen sanken zugleich von 6,6 Milliarden im Jahr 2010 auf 3,9 Milliarden Euro 2013.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/03-15\/027.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ein Jahr Papst Franziskus: Alltagsprobleme statt Dogmen<\/strong><br>\nVor einem Jahr ist der argentinische Erzbischof Bergoglio zum Oberhaupt der katholischen Kirche gew&auml;hlt worden. Franziskus, der erste Jesuit auf dem Heiligen Stuhl, hielt auch in seinem neuen Amt am geradezu puritanisch anmutenden Lebensstil fest, den er bereits als Erzbischof von Buenos Aires gepflegt hatte. Zudem profilierte er sich als Priester, der sich in erster Linie um die Alltagsprobleme der Armen und nicht priorit&auml;r um dogmatische Fragen k&uuml;mmert. So wusch er am Gr&uuml;ndonnerstag letzten Jahres die F&uuml;&szlig;e von Insassen eines Jugendgef&auml;ngnisses, und im vergangenen Dezember feierte er seinen 77. Geburtstag im Kreise von Obdachlosen. Wie Franziskus selber immer wieder erw&auml;hnt hat, wurde er vor einem Jahr von seinen Kardinalskollegen nicht zuletzt in der Hoffnung auf eine Reform der von vielen Skandalen ersch&uuml;tterten Kurie gew&auml;hlt. Gerard O&rsquo;Connell, ein angesehener Vatikanist, schrieb k&uuml;rzlich, dass die Reform von Franziskus in erster Linie spiritueller Natur sei und er vor allem durch sein pers&ouml;nliches Beispiel die Verhaltensweisen der W&uuml;rdentr&auml;ger in der Kurie und in der Weltkirche ver&auml;ndern wolle.<br>\nNoch ist indes schwer abzusch&auml;tzen, wie weit Franziskus die Kirchenreform vorantreiben will und kann. Zwar hat der neue Papst schon mehrmals anget&ouml;nt, dass er sich mehr Kollegialit&auml;t und eine Kurie w&uuml;nscht, die sich als Dienstleistungs- statt als Machtzentrum versteht. Doch hat Franziskus auch bereits klargestellt, dass er den Primat des Papstes nicht infrage stellen will. Auch in dogmatischen Fragen signalisierte er bisher keinen nennenswerten Kurswechsel. Und die Best&auml;tigung des konservativen Pr&auml;fekten der Glaubenskongregation, des deutschen Kardinals Gerhard M&uuml;ller, hat etliche reformorientierte Katholiken entt&auml;uscht. &ndash; Der deutsche Kardinal Walter Kasper erkl&auml;rte unl&auml;ngst, dass Papst Franziskus gro&szlig;e Hoffnungen auf einen Neubeginn geweckt habe, &auml;hnlich wie das bereits einmal nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil der Fall gewesen sei. Zugleich gab Kardinal Kasper aber auch seiner Sorge Ausdruck, dass die Erwartungen &uuml;bertrieben sein k&ouml;nnten. Denn ein neuer Papst k&ouml;nne die Kirche bloss erneuern, nicht aber eine neue Kirche erfinden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/international\/auslandnachrichten\/bescheidenheit-und-viele-kommissionen-1.18261777?extcid=Newsletter_13032014_Top-News_am_Morgen\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wenn das K&uuml;mmern um die &ldquo;Alltagsprobleme der Armen&rdquo; mit einigen pers&ouml;nlichen Gesten ausreichend belegt zu sein scheint, dann darf sich der, auch ungl&auml;ubige, Laie schon fragen: Ist das Alles? Wo bleibt die Ermahnung derer, die Armut, Obdachlosigkeit, Jugendkriminalit&auml;t zulassen oder gar bef&ouml;rdern? Die Fu&szlig;waschung von jugendlichen Kriminellen erscheint eher &uuml;bertrieben theatralisch, am Wesen der Geste Jesu vorbei. Die Fu&szlig;waschung der Apostel ist im Kern die Erinnerung der Apostel und ihrer Nachfolger daran, sich im Dienst am N&auml;chsten um Nichts zu schade zu sein. Nun k&ouml;nnte man im weitesten Sinne die Fu&szlig;waschung von H&auml;ftlingen als Aufforderung verstehen, sich auch f&uuml;r kriminelle Au&szlig;enseiter&nbsp; einzusetzen. Allerdings f&auml;llt die offizielle Kommentierung des Vatikans dieses Vorgangs ziemlich erb&auml;rmlich aus. Die konservative Kritik hatte sich n&auml;mlich daran erregt, dass unter den zw&ouml;lf H&auml;ftlingen auch zwei Frauen die F&uuml;&szlig;e gewaschen wurden. Der Sprecher des Vatikans, Lombardi, schrieb per Email der Nachrichtenagentur AP: &ldquo;Es war eine besondere Situation, in der ein Ausschluss der M&auml;dchen inopportun gewesen w&auml;re, f&uuml;r das einfache Ziel, eine Botschaft der Liebe an eine Gruppe zu senden, die sicherlich keine ausgewiesenen Kenner liturgischer Regeln beinhaltete.&rdquo; Diese Formulierung ist eine mehr als ungl&uuml;ckliche Verkn&uuml;pfung der Botschaft der Liebe mit der Beruhigung einer sehr speziellen Gruppe von Gl&auml;ubigen, die sich darum sorgt, dass der Papst bereit sein k&ouml;nnte, Frauen in den Priesterstand zu erheben. Es geht dem Papst sehr wohl um Dogmen. Die Botschaft der Liebe wurde damit auf dem Altar der Dogmatik geopfert. Dieser Papst war und ist, wie auch immer seine pers&ouml;nliche Lebensf&uuml;hrung aussieht, ein Konservativer. Oder was hat dieser Papst wirklich Neues zum Thema Homosexuelle gesagt, was nicht in einem guten katholischen Katechismus steht. &ldquo;Wir m&uuml;ssen sie mit Barmherzigkeit begleiten&rdquo;, sagte er in einem Interview f&uuml;r Zeitschriften des Jesuitenordens. In einem Katechismus aus den 90ern steht: &ldquo;Ihnen ist mit Achtung, Mitleid und Takt zu begegnen. Man h&uuml;te sich, sie in irgendeiner Weise ungerecht zur&uuml;ckzusetzen.&rdquo; Der Papst sagt: &ldquo;Wenn eine homosexuelle Person guten Willen hat und Gott sucht, dann bin ich keiner, der sie verurteilt.&rdquo; Leider werden dieser gute Wille und die Gottsuche nicht konkretisiert, zum Beispiel in der Frage, wie Homosexualit&auml;t gelebt werden solle. Man kann mit hundertprozentiger Gewissheit die Antwort erwarten: In Keuschheit. Alles andere w&auml;re Unzucht. Es wird in diesen Papst viel zu viel hineininterpretiert.<\/em><br>\n<em>Auch die Zuschreibung von Spiritualit&auml;t &uuml;berzeugt nicht. Diese Kirche schl&auml;gt sich auch unter diesem Papst immer noch viel zu sehr mit Geboten und Verboten herum. Wo bleibt der &uuml;berzeugende Versuch, in dieser vom Verstand und Materialismus gepr&auml;gten Welt den Sprung von der Vernunft in den Glauben zu vermitteln &ndash; z.B. den Glaube an einen liebenden Gott im Angesicht des gewaltsamen Todes und Leides von Millionen von Menschen. Dass das, was Glaube ausmacht, von vielen sich Christen nennenden Menschen nicht mehr erkannt wird, zeigt sich in der Reaktion auf das des Fehlverhaltens des Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst. &ldquo;Gl&auml;ubige&rdquo; Christen treten aus der Glaubensgemeinschaft aus, weil ein Amtstr&auml;ger ganz pers&ouml;nlich die Glaubensbotschaft nicht verk&ouml;rpert. Nur ist die Glaubensbotschaft an das Amt des Priesters gebunden und nicht an die Person. Seine gespendete Kommunion gilt, unabh&auml;ngig von der S&uuml;ndhaftigkeit der Person des Amtstr&auml;gers. Die Botschaft des christlichen Glaubens ist nicht an fehlgeleiteten Amtstr&auml;gern zu messen. Die Zugeh&ouml;rigkeit zur christlichen Religion ist nicht mit der Zugeh&ouml;rigkeit zu einer Partei zu verwechseln, die man verl&auml;sst, wenn der B&uuml;rgermeister, der Minister, ein Kanzler bestimmte politische Ideale verr&auml;t. Allein diese Verwechslung zeigt, dass die Kirche heute den Kern der Glaubensbotschaft des Christentums, den Nexus zwischen dem Glauben an die Existenz Gottes und der Botschaft des Neuen Testaments, der bedingungslosen N&auml;chstenliebe nicht mehr vermitteln kann. Auch unter dem neuen Papst gelingt es der Kirche nicht, in den Gl&auml;ubigen einen Impuls freizusetzen, Ungleichheit, Armut, Krieg neu zu bedenken und entsprechend zu handeln. D.h. hei&szlig;t noch lange nicht, dass die Kirche wie eine politische Partei auftreten soll. Dazu sind die Problemlagen auf unserem Erdball viel zu unterschiedlich. Aber es kann auch einen Atheisten mit Trauer erf&uuml;llen, dass die katholische Kirche den Anschein erweckt, Glaubenszugeh&ouml;rigkeit &uuml;ber h&ouml;chst penible Vorschriften zur Sexualmoral zu definieren, statt die Bergpredigt in uns allem (bis hin zu den Repr&auml;sentanten unseres Landes im Parlament) lebendig werden zu lassen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Globaler Schuldenberg w&auml;chst auf 100 Billionen Dollar<\/strong><br>\nSeit der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise haben sich die weltweiten Schuldenberge nach Angaben der Bank f&uuml;r Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) weiter massiv aufget&uuml;rmt. Mitte des vergangenen Jahres habe das Volumen aller im Umlauf befindlichen Schuldtitel sch&auml;tzungsweise 100 Billionen US-Dollar (72 Billionen Euro) betragen, hie&szlig; es in dem am Sonntag ver&ouml;ffentlichten Quartalsbericht der Dachorganisation der Notenbanken. Zum Vergleich: Vor der Lehman-Pleite 2008 hatte der Schuldenberg laut BIZ-Sch&auml;tzungen im Jahr 2007 &bdquo;nur&ldquo; ein Volumen von etwa 70 Billionen Dollar erreicht. Den Bestand der staatlichen Schuldtitel beziffert die BIZ bis Mitte Juni 2013 auf 43 Billionen Dollar. Dies seien etwa 80 Prozent mehr staatliche Schulden weltweit als Mitte 2007. In den Jahren 2007 bis 2013 h&auml;tten sich Unternehmensanleihen in &auml;hnlichem Tempo ausgeweitet. Im Vergleich zu fr&uuml;heren Jahren werden die meisten Anleihen nun von heimischen Gl&auml;ubigern gehalten. &bdquo;Dies deutet darauf hin, dass die Globalisierung der Portfolios nach der Krise zum Teil r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht wurde&ldquo;, kommentierten die BIZ-Experten. Auch der Bankensektor wird nach Einsch&auml;tzung der &bdquo;Zentralbank der Zentralbanken&ldquo; aus Basel zunehmend nationaler. Die Finanzinstitute vertrauten sich &uuml;ber die Grenzen hinweg immer weniger und w&uuml;rden auch weniger Kredite im Ausland vergeben. Gerade nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im September 2008 ist das Vertrauen der Banken untereinander deutlich geringer geworden. Notenbanken weltweit mussten mit Notma&szlig;nahmen daf&uuml;r sorgen, dass die Banken liquide blieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/oekonomie\/nachrichten\/notenbanken-bericht-globaler-schuldenberg-waechst-auf-100-billionen-dollar\/9591534.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><strong>Dazu: <a href=\"http:\/\/www.bis.org\/publ\/qtrpdf\/r_qt1403y.htm\">Cross-border investments in global debt markets since the crisis<\/a><\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Harold James: Die geheime Geschichte der Finanzkrise<\/strong><br>\nGem&auml;&szlig; der offiziellen Geschichte haben die US-Notenbank, die Europ&auml;ische Zentralbank und andere gro&szlig;e Banken koordinierte Ma&szlig;nahmen ergriffen, um das globale Finanzsystem vor der Katastrophe zu retten. Aber aus k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlichten Protokollen von Treffen des Federal Open Market Committee, des wichtigsten Entscheidungsgremiums der Fed, im Jahr 2008, geht hervor, dass die Fed aus der Krise praktisch als Weltzentralbank hervorgegangen ist, obwohl sie weiterhin haupts&auml;chlich amerikanischen Interessen dient. Die wichtigsten Treffen fanden am 16. September und am 28. Oktober statt &ndash; gleich nach dem Zusammenbruch von Lehmann Brothers &ndash; und konzentrierten sich auf die Bildung bilateraler W&auml;hrungs-Swap-Vereinbarungen mit dem Ziel, angemessene Liquidit&auml;t sicherzustellen. Die Fed gew&auml;hrte einer ausl&auml;ndischen Bank Dollarkredite und bekam als Gegenleistung Devisen, die die ausl&auml;ndische Bank versprach, nach einer bestimmten Zeit zu demselben Wechselkurs plus Zinsen zur&uuml;ckzuzahlen. Das verschaffte den Zentralbanken, insbesondere den europ&auml;ischen, welchen aufgrund der Flucht der US-Investoren eine Dollarknappheit drohte, die Dollars, die sie brauchten, um Kredite an die in Schwierigkeiten steckenden eigenen Kreditinstitute zu vergeben. Die EZB geh&ouml;rte tats&auml;chlich zu den ersten Banken, die eine Vereinbarung mit der amerikanischen Notenbank trafen, gefolgt von anderen gro&szlig;en westlichen Banken, einschlie&szlig;lich der Schweizer Nationalbank, der Bank von Japan und der Bank von Kanada.<br>\nDer IWF war ein wichtiger Bestandteil der Weltordnung nach dem Zweiten Weltkrieg und war gedacht als universeller Versicherungsmechanismus &ndash; nicht als ein Mechanismus, der f&uuml;r die Ziele zeitgen&ouml;ssischer diplomatischer Interessen einzusetzen w&auml;re. Heute zeigen die Unterlagen der amerikanischen Notenbank, dass der IWF an den Rand gedr&auml;ngt wurde, nicht zuletzt wegen der Ineffektivit&auml;t seiner Ma&szlig;nahmen. Zu Beginn der Krise hatte der IWF unter der Annahme, die Nachfrage nach seinen Ressourcen w&uuml;rde dauerhaft niedrig bleiben, bereits mit dem Downsizing begonnen. 2010 versuchte der IWF eine Auferstehung und stellte sich dar, als sei er f&uuml;r die L&ouml;sung der Eurokrise unerl&auml;sslich, angefangen mit seiner Rolle bei der Finanzierung des griechischen Rettungspaketes. Aber auch hier wurde eine geheime Geschichte offenbart. Eine, die deutlich macht, wie sehr das globale Finanzwesen aus den Fugen geraten ist. Tatsache ist, dass nur die USA und die massiv &uuml;berrepr&auml;sentierten L&auml;nder der Europ&auml;ischen Union das Rettungspaket f&uuml;r Griechenland unterst&uuml;tzten. Die gr&ouml;&szlig;ten Schwellenl&auml;nder waren alle dagegen, der brasilianische Repr&auml;sentant nannte es &bdquo;ein Rettungspaket f&uuml;r griechische Privatschuldner, haupts&auml;chlich europ&auml;ische Kreditinstitute&ldquo;. Sogar der schweizerische Delegierte war dagegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/harold-james-examines-the-real-story-behind-the-international-response-to-the-near-meltdown-in-2008\/german\">Project Syndicate<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Titel ist etwas irref&uuml;hrend. Es geht nicht um bisher geheim gehaltene Fakten zu den Ursachen der Finanzkrise. Wenn allerdings zu Beginn der Krise immer von der Kooperation der Zentralbanken die Rede war, so wissen wir jetzt in aller Deutlichkeit, dass alles von der Bereitschaft der Fed abhing, anderen Zentralbanken Dollars zur Verf&uuml;gung zu stellen. <a href=\"http:\/\/www.ecb.europa.eu\/press\/pr\/date\/2013\/html\/pr131031.en.html\">Die Fed ist bis heute die Weltzentralbank<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Leider f&uuml;hrt Harold James nicht n&auml;her aus, was die Fed dem IWF an &ldquo;Ineffektivit&auml;t&rdquo; vorwirft. Es k&ouml;nnen ja wohl kaum die &uuml;ber Jahrzehnte verfehlten neoliberalen Strukturanpassungsprogramme des IWF, z.B. in Lateinamerika oder sein Verhalten in der Asienkrise, gemeint sein, die sich mit fiskalischer Austerit&auml;t, Privatisierung und Markt&ouml;ffnung zusammenfassen lassen. Diese Leitprinzipien gelten bis heute, auch wenn ab und an einige Papiere aus dem IWF eine gewisse Selbstkritik signalisieren. Interessant ist, dass das Finanzpaket inklusive Auflagen f&uuml;r Griechenland am 9. Mai 2010 von fast einem Drittel (mehr als 40 bis auf die Schweiz au&szlig;ereurop&auml;ische Staaten) <a href=\"http:\/\/www.wsj.de\/article\/SB10001424052702304171804579122382126138284.html?mod=WSJ_article_comments#articleTabs%3Dcomments?mod=WSJ_article_comments%23articleTabs%3Dcomments\">sehr skeptisch gesehen wurde<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>So wurde bereits damals Positionen vorgetragen, die uns allen heute gel&auml;ufig sind.&nbsp; So der der brasilianische Exekutivdirektor Nogueira Batista:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n<em>&bdquo;Die Risiken des Programms sind immens. &hellip; So wie die Dinge stehen riskiert das Programm, private durch &ouml;ffentliche Finanzierung zu ersetzen. In anderen und drastischeren Worten: Es k&ouml;nnte nicht als Rettung von Griechenland gesehen werden, das sich einer schmerzhaften Anpassung unterziehen muss, sondern als Rettungspaket f&uuml;r die privaten Gl&auml;ubiger von griechischen Schulden, vor allem europ&auml;ische Finanzinstitute.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Oder der indische Exekutivdirektor Arvind Virmani:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n<em>&bdquo;Die Gr&ouml;&szlig;enordnung des Sparprogramms ohne jeglichen geldpolitischen Ausgleich ist beispiellos. &hellip; [Es] ist eine riesige Last, die die Wirtschaft kaum tragen kann. Selbst wenn das Programm erfolgreich umgesetzt wird, k&ouml;nnte es eine deflation&auml;re Spirale ausl&ouml;sen aus fallenden Preisen, sinkender Besch&auml;ftigung, und sinkenden Einnahmen, die schlie&szlig;lich das ganze Programm untergraben k&ouml;nnte. In diesem Zusammenhang muss auch gefragt werden, ob die Gr&ouml;&szlig;enordnung der Ma&szlig;nahmen &hellip; das Risiko schafft, dass das Programm scheitert und es zu einem Zahlungsstillstand kommt &hellip; Es herrscht die Sorge, <a href=\"http:\/\/www.wsj.de\/article\/SB10001424052702304171804579122823459423300.html\">dass eine Zahlungsunf&auml;higkeit\/Umschuldung unvermeidbar ist<\/a>.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Casino-Kapitalismus und Profit-Maximierung &ndash; Gefahr f&uuml;r Demokratie und Gesellschaft<\/strong><br>\nWas halten Sie davon, wenn bei allen Veranstaltungen mit Wirtschafts- und Finanzthemen in Bayern grunds&auml;tzlich dieser Auszug aus der Bayerischen Verfassung &uuml;ber der Rednertrib&uuml;ne h&auml;ngen w&uuml;rde?<br>\nArtikel 151<br>\n(1) Die gesamte wirtschaftliche T&auml;tigkeit dient dem Gemeinwohl, insbesondere der Gew&auml;hrleistung eines menschenw&uuml;rdigen Daseins f&uuml;r alle und der allm&auml;hlichen Erh&ouml;hung der Lebenshaltung aller Volksschichten.<br>\n(2) &hellip; &hellip; Die wirtschaftliche Freiheit des einzelnen findet ihre Grenze in der R&uuml;cksicht auf den N&auml;chsten und auf die sittlichen Forderungen des Gemeinwohls. Gemeinsch&auml;dliche und unsittliche Rechtsgesch&auml;fte, insbesondere alle wirtschaftlichen Ausbeutungsvertr&auml;ge sind rechtswidrig und nichtig.<br>\nWird dieser Verfassungsauftrag derzeit umgesetzt und eingehalten? M&uuml;ssen wir nicht erkennen: Wir leben aktuell nicht mehr in einer sozial und &ouml;kologisch organisierten Marktwirtschaft. Nein, wir leben inzwischen in einer gef&auml;hrlich gro&szlig;en gesellschaftlichen Ungleichheit, in einem Finanz-Casino mit einer am oberen Zehntel der Gesellschaft ausgerichteten Profit-Maximierungs-Ideologie. Diese Ideologie beginnt inzwischen unsere Demokratie und Gesellschaft zu zerst&ouml;ren. Dies behaupte ich nicht einfach so aus einem Bauchgef&uuml;hl heraus, sondern werde es im Laufe meines Referats mit Zahlen und Fakten belegen. &Uuml;brigens st&uuml;tzt unsere Bundeskanzlerin meine These durch ihre im Widerspruch zum Grundgesetz und der Bayerischen Verfassung aufgestellte Forderung, die &bdquo;Demokratie marktkonform zu gestalten&ldquo;. Der &bdquo;Markt&ldquo; soll also neuer Souver&auml;n werden und die Macht im Staate &uuml;bernehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.appell-vermoegensabgabe.de\/index.php5\">Appell f&uuml;r eine Verm&ouml;gensabgabe<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Schwarzer Freitag f&uuml;r Steuerzahler<\/strong><br>\nHypo-Pleite vom Tisch: Bayern, K&auml;rnten und Gl&auml;ubiger lachen sich ins F&auml;ustchen<br>\nNun kommt sie also, die Abbaubank f&uuml;r die Hypo Alpe Adria. Sp&auml;t genug wurde somit eine Entscheidung getroffen, wie mit der Bank verfahren wird. W&auml;hrend die Anleihegl&auml;ubiger die Sektkorken knallen lassen, wird der 14. M&auml;rz 2014 aus Sicht der Steuerzahler als schwarzer Freitag in die Geschichte eingehen. Noch schwerer als die Kosten wiegt der Umstand, dass keine l&uuml;ckenlose Aufkl&auml;rung des Debakels folgt und somit keine ausreichenden Lehren daraus gezogen werden.<br>\nDass die Hypo nicht in die Insolvenz geschickt wird, hat sich schon abgezeichnet. Sp&auml;testens nach Vorlage des Endberichts der Taskforce vor einer Woche war klar: Die Vorgabe des Expertengremiums will oder kann Finanzminister Michael Spindelegger nicht vom Tisch wischen. Wobei bezweifelt werden darf, dass ein Wollen ernsthaft vorhanden war. Vielmehr vermittelte der &Ouml;VP-Chef den Eindruck, die Pleite-Spiele mehr als politischen Schutzschild einzusetzen. Immerhin kocht die Volksseele ob der von K&auml;rnten der Republik umgeh&auml;ngten Milliardenbelastungen, die Oppositionsparteien &uuml;bertrafen einander mit Forderungen nach einem Obolus der Spekulanten. (&hellip;)<br>\nDas Drama setzt sich auf anderer Ebene fort. Gegen die Bayern hat man nun nichts mehr in der Hand, braucht aber deren Zustimmung f&uuml;r die Bad Bank. Neben M&uuml;nchen lacht sich auch Klagenfurt ins F&auml;ustchen, weil sich der Bund erneut &uuml;ber den Tisch ziehen lie&szlig;. Da h&auml;tte Spindelegger die Insolvenzkarte zumindest so lange spielen m&uuml;ssen, bis ein Beitrag fixiert ist.<br>\nAuch sonst wird sich nicht viel &auml;ndern. Haftungsgrenzen f&uuml;r L&auml;nder bleiben eine Lachnummer, die volle Zuteilung der Bankenabgabe an den Bund ist ein frommer Wunsch. Einen Untersuchungsausschuss will Rot-Schwarz auch verhindern. Womit der B&uuml;rger nicht nur f&uuml;r Unf&auml;higkeit bezahlen muss, sondern auch noch mit reichlich Hohn bedacht wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1392688304266\/Schwarzer-Freitag-fuer-Steuerzahler\">der standard.at<\/a> \n<p><strong>Dazu: Der brisante Fall Hypo Alpe Adria<\/strong><br>\nBayernLB und Hypo Alpe Adria oder: Bayern gegen &Ouml;sterreich: &ldquo;Am Ende ist es zugegangen wie beim Pferdehandel&rdquo;, so ein Beteiligter einstiger Verhandlungen. Es steht aber auch viel auf dem Spiel, noch immer. Und damit sind nicht nur Milliardensummen an Steuergeldern gemeint.<br>\nAls Ewald Nowotny aufgeregt mit seinem Handy wedelt, ist auch dem Letzten der Ernst der Lage klar. Er habe gerade mit dem Pr&auml;sidenten der Europ&auml;ischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, telefoniert, sagt der Chef der &ouml;sterreichischen Notenbank. Und Trichets Ansage sei klar gewesen: Das &ouml;sterreichische Krisen-Institut Hypo Alpe Adria sei systemrelevant und d&uuml;rfe nicht untergehen. Die Angst, gut ein Jahr nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers eine neue Schockwelle in der Finanzbranche auszul&ouml;sen, ist an jenem Wochenende im Dezember 2009 allgegenw&auml;rtig. Entsprechend angespannt ist die Stimmung im Wiener Finanzministerium, wo Vertreter des Hypo-Mehrheitseigners BayernLB zusammen mit Politikern aus Bayern und &Ouml;sterreich um die Zukunft der schw&auml;chelnden Bank feilschen.<br>\nDie &ouml;sterreichische Finanzaufsicht hat mit einer Schlie&szlig;ung der Bank gedroht, falls bis Montagmorgen keine L&ouml;sung gefunden ist. Deshalb wird an dem besagten Wochenende mit Hochdruck an einer L&ouml;sung gebastelt. Wenige Stunden vor Sonnenaufgang einigen sich die Delegationen am 14. Dezember schlie&szlig;lich auf die Notverstaatlichung der Hypo Alpe Adria durch die Republik &Ouml;sterreich. &ldquo;Am Ende ist es zugegangen wie beim Pferdehandel&rdquo;, erz&auml;hlt eine Person, die damals dabei war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Der-brisante-Fall-Hypo-Alpe-Adria-article12469956.html\">n-tv<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Handstreich im Bundestag: Wie Abgeordnete um 0:25 Uhr ein B&uuml;rgerrecht aushebelten<\/strong><br>\nIn gerade einmal 53 Sekunden hat der Bundestag im vergangenen Juni ein Auskunftsrecht f&uuml;r B&uuml;rger und Journalisten ausgehebelt. Dadurch sollte offenbar verhindert werden, dass ein kritischer Bericht &uuml;ber die Fraktionsfinanzen an die &Ouml;ffentlichkeit gelangt. Die Nacht- und Nebelaktion war derart gut getarnt, dass sie bis jetzt niemandem auffiel&hellip;<br>\nIn ihrer Nacht- und Nebelaktion beschloss die Allparteien-Koalition aus Union, FDP, SPD, Gr&uuml;ne und Linke n&auml;mlich, dass die &Ouml;ffentlichkeit fortan kein grunds&auml;tzliches Einsichtsrecht mehr in Akten des Bundesrechnungshofs hat. F&uuml;r B&uuml;rger und Journalisten sind nun ausgerechnet Pr&uuml;fberichte jener Beh&ouml;rde tabu, die Transparenz beim Staat und in der Politik schaffen soll. Das Magazin STERN, das den Vorgang als erstes recherchierte, hat Anhaltspunkte daf&uuml;r, warum die Fraktionen diese Gesetzes&auml;nderung in seltener Eintracht und im Eilverfahren durchwinkten. Demnach wollten Union, FDP, SPD, Gr&uuml;ne und Linke in letzter Minute verhindern, dass ein kritischer Rechnungshofbericht zu ihren Finanzen an die &Ouml;ffentlichkeit kommt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.abgeordnetenwatch.de\/blog\/2014-03-13\/handstreich-im-bundestag-teil-ii-wie-abgeordnete-um-025-uhr-ein-burgerrecht\">abgeordnetenwatch.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Bettelnde Grundrechte &ndash; Wie sich Geheimdienste &uuml;ber die Verfassung und die Fundamente des Rechts erheben<\/strong><br>\nEs gibt S&auml;tze und W&ouml;rter, die f&uuml;r die gute Geschichte eines Landes stehen. Das Wort &bdquo;Wirtschaftswunder&ldquo; geh&ouml;rt dazu und das Wort &bdquo;Wiedervereinigung&ldquo; und auch Willy Brandts kluge Parole &bdquo;Mehr Demokratie wagen&ldquo;. Der &bdquo;Verfassungspatriotismus&ldquo; geh&ouml;rt dazu; es ist der sch&ouml;nste Patriotismus der deutschen Geschichte. Der Verfassungspatriotismus steht f&uuml;r den Stolz auf die Grundrechte, die zum Alltagsbegleiter der Menschen geworden sind. Wenn es stimmt, dass das Vertrauen das Kapital der Demokratie ist, dann sind in Deutschland die Grundrechte der Grundstock dieses Kapitals&hellip;<br>\nVertrauen ist die W&auml;hrung der Demokratie. Es gibt Gesetze, die ungeheuer viel Vertrauen genie&szlig;en &ndash; das Grundgesetz vor allem, und dies vor allem wegen der Grundrechte. Es gibt rechtsstaatliche Institutionen, die ungeheuer viel Vertrauen genie&szlig;en: das Bundesverfassungsgericht zum Beispiel, und vor allem deswegen, weil es die Grundrechte gehegt und gepflegt hat. Und es gibt staatliche Institutionen, die sehr wenig Vertrauen genie&szlig;en: der Verfassungsschutz zum Beispiel. An der Verfassung kann es nicht liegen&hellip;<br>\nQuell: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/140317_prantl_bettelnde_grundrechte.pdf\">Heribert Prantl, Vortrag auf dem Europ&auml;ischen Datenschutztag am 28. Januar 2014 [PDF &ndash; 57 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>US-Regierung: Gentechnik bringt keine h&ouml;here Ernte<\/strong><br>\nDer Anbau von gentechnisch ver&auml;nderten Pflanzen hat in den USA nicht zu h&ouml;heren Ernten gef&uuml;hrt &ndash; teilweise fielen die Ernten gar geringer aus als bei konventionellem Mais, Soja oder Baumwolle. Das geht aus einem neuen Bericht des Landwirtschaftsministeriums in Washington hervor. Die wirtschaftliche Bilanz f&auml;llt gemischt aus, der Herbizidverbrauch ist gestiegen &ndash; genau wie der Preis f&uuml;r Saatgut&hellip;<br>\nBei den Insektiziden ist der Verbrauch seit Einf&uuml;hrung der gentechnisch ver&auml;nderten Pflanzen zwar zur&uuml;ckgegangen. In den letzten Jahren habe es aber keinen Zusammenhang zwischen Gentech-Anbau und Verbrauch mehr gegeben, so das Ministerium. Vielmehr haben auch diejenigen Bauern, die keine Gentechnik-Pflanzen anbauen, weniger Insektizide verwendet. Au&szlig;erdem gebe es Hinweise, dass auf den Feldern mit insektengiftigen Gentechnik-Pflanzen eine &auml;hnliche Entwicklung eintreten k&ouml;nnte wie bei den herbizidresistenten Pflanzen &ndash; denn auch die Insekten passen sich an die permanente Giftbelastung an. Auch darauf verweisen Umweltorganisationen schon l&auml;nger.<br>\nWas der Regierungsbericht au&szlig;erdem nicht erw&auml;hnt: die Insektengiftkonzentration d&uuml;rfte gestiegen sein, auch wenn zun&auml;chst weniger gespritzt wurde. Weil die Pflanzen das selbst produzierte Gift st&auml;ndig absondern, k&ouml;nne die Belastung pro Hektar bis zu 19 Mal h&ouml;her sein als bei durchschnittlichem Einsatz durch die Bauern, wie der Agrar&ouml;konom Charles Benbrook von der Universit&auml;t Washington 2012 kalkulierte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.keine-gentechnik.de\/news-gentechnik\/news\/de\/28762.html\">Informationsdienst Gentechnik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20805#h07\">Aber: Merkel wollte doch den Gen-Mais<\/a>.<\/em><br>\n<em>Die B&uuml;rger wollen ihn nicht &ndash; aber die Willf&auml;hrigkeit gegen&uuml;ber Konzernen wie Monsanto bleibt da &ndash; auch f&uuml;r unsere Regierung wichtiger &ndash; und so beweist die Kanzlerin, dass sie die FDP gar nicht braucht um den <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!132835\/\">Wunsch dieser Agrarlobby zu erf&uuml;llen &ndash; und jene der Verbraucher zu ignorieren<\/a>. Siehe weiter noch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20667#h03,%20www.nachdenkseiten.de\/?p=20678#h03%20und%20www.nachdenkseiten.de\/?p=20694#h10\">hier<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Neue Anbauregeln f&uuml;r Genpflanzen?<\/strong><br>\nViele Verbraucher wollen keine genetisch ver&auml;nderten Pflanzen auf dem Feld sehen. Die EU-Staaten k&ouml;nnten ihren Anbau m&ouml;glicherweise bald einfacher untersagen. Doch welche Lebensmittel schon jetzt mit Hilfe von Gentechnik hergestellt werden, erfahren Verbraucher nach wie vor nicht.<br>\nDie EU-L&auml;nder k&ouml;nnten den Anbau von Genpflanzen wom&ouml;glich bald leichter verhindern. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) erwartet, dass sich die Staaten demn&auml;chst auf neue europ&auml;ischen Zulassungsregeln einigen k&ouml;nnen. &bdquo;Ich gehe davon aus, dass die &Auml;nderungen kommen&ldquo;, sagte sie am Rande eines Treffens mit ihren EU-Kollegen am Montag in Br&uuml;ssel. Da Gro&szlig;britannien seine ablehnende Haltung aufgegeben habe, gebe es unter den EU-Staaten wahrscheinlich eine ausreichende Mehrheit.<br>\nDie Vorschl&auml;ge sehen vor, dass die Regierungen den nationalen Anbau genetisch ver&auml;nderter Pflanzen leichter untersagen k&ouml;nnen. Eine Entscheidung war f&uuml;r Montag noch nicht geplant &ndash; nach dem Treffen d&uuml;rfte aber klar sein, ob die notwendige Anzahl von EU-Staaten die Pl&auml;ne unterst&uuml;tzt. Allerdings m&uuml;ssten sich die Regierungen auch noch mit dem Europaparlament einigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.foodwatch.org\/de\/informieren\/gentechnik\/aktuelle-nachrichten\/neue-anbauregeln-fuer-genpflanzen\/\">foodwatch<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Hoene&szlig; gewinnt mit seinem&nbsp;Schritt&nbsp;&laquo;Respekt&raquo;<\/strong><br>\nUli Hoene&szlig; hat mit seinem Verzicht auf Revision und seinem R&uuml;cktritt als Pr&auml;sident und Aufsichtsratschef des FC Bayern M&uuml;nchen in Politik, Gesellschaft und Sport Achtung gewonnen.<br>\nSo &auml;u&szlig;erte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) &ldquo;hohen Respekt&rdquo; f&uuml;r die Entscheidung des 62-J&auml;hrigen, das Hafturteil wegen Steuerbetrugs zu akzeptieren. Nachdem Hoene&szlig; zu Beginn des Prozesses auch H&auml;me einstecken musste und er nach dem Urteil aus der Fu&szlig;ball-Bundesliga Aufmunterung bekam, bekundeten nun auch andere Pers&ouml;nlichkeiten wie Franz Beckenbauer, Linke-Fraktionschef Gregor Gysi und Bayerns Ministerpr&auml;sident Horst Seehofer (CSU) ihren &ldquo;Respekt&rdquo;.<br>\n&ldquo;Seine Erkl&auml;rung zeigt, dass er ein Mensch mit Format ist. Er hat sehr verantwortlich gehandelt, indem er auf die Revision verzichtet und seine &Auml;mter niedergelegt hat&rdquo;, sagte Seehofer dem &ldquo;Handelsblatt&rdquo;. Aus Sicht von SPD-Generalsekret&auml;rin Yasmin Fahimi zeigte Hoene&szlig; &ldquo;auch Einsicht in seine Schuld&rdquo;. &ldquo;Die Rechtsprechung hat daf&uuml;r gesorgt, dass der ehrliche Steuerzahler nicht der Dumme ist.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/news\/sport\/fussball-hoeness-gewinnt-mit-seinemschrittrespekt-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-140314-99-03545\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.S.:<\/strong> Mit Verlaub: Es ist doch l&auml;cherlich, Herrn Hoene&szlig; jetzt Anstand zu bescheinigen, blo&szlig; weil er gegen die Entscheidung des LG M&uuml;nchen II keine Revision einlegen will. Verdient ein Einbrecher, ein Drogenh&auml;ndler oder ein Vergewaltiger Respekt, weil er sich entscheidet, seine Strafe anzutreten und kein Rechtsmittel einzulegen? Nein. Dass er seine Bestrafung akzeptiert, wird von ihm erwartet. Dass er kein Rechtsmittel einlegt entspringt einer Abw&auml;gung unter besonderer Ber&uuml;cksichtigung der Erfolgsaussichten des Rechtmittels. Der Unterschied zu Hoene&szlig; ist nur, dass der gemeine Einbrecher, Drogenh&auml;ndler oder Vergewaltiger keine viel beachtete Erkl&auml;rung herausgibt, in der er seinen Rechtsmittelverzicht als angebliches Zeichen seines Anstandes moralisch aufl&auml;dt. Diesem geschickten PR-Schachzug in eigener Sache, sind nicht nur Angela Merkel und Horst Seehofer, sondern auch Gregor Gysi und Heribert Prantl auf den Leim gegangen.<\/em><br>\n<em>Was Uli Hoene&szlig; macht &ndash; n&auml;mlich seine Haftstrafe ohne Einlegung eines Rechtmittels anzutreten &ndash; ist ein ganz normaler Vorgang. Hoene&szlig; ist ein ganz normaler Straft&auml;ter, der eine ganz normale Entscheidung getroffen hat. Daran ist nichts respektabel. Im &Uuml;brigen sollten sich die voreiligen Kommentatoren einmal &uuml;berlegen, was Uli Hoene&szlig; dazu bewogen haben k&ouml;nnte, die erstinstanzliche Entscheidung zu akzeptieren. Hoene&szlig; wei&szlig; vieles, das wir nicht wissen. Vielleicht wei&szlig; er auch, dass es noch viel schlimmer h&auml;tte kommen k&ouml;nnen, wenn sein Fall genauer h&auml;tte untersucht werden k&ouml;nnen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Gr&ouml;&szlig;e im Fallen<\/strong><br>\nDer Verzicht des Angeklagten auf Revision hat &ndash; wenn man davon ausgeht, dass auch die Staatsanwaltschaft darauf verzichtet &ndash; nat&uuml;rlich auch einen gro&szlig;en Vorteil: Wenn das Urteil rechtskr&auml;ftig wird, kann es sich nicht mehr zum Noch-Schlechteren wenden. Das Risiko, dass der Bundesgerichtshof zur neuerlichen Verhandlung und wom&ouml;glich weiterer Aufkl&auml;rung zur&uuml;ckverweist, entf&auml;llt. Das Risiko, dass aus der Blackbox des Falles Hoene&szlig; noch ganz andere als die schon bekannten Dubiosit&auml;ten bekannt werden, entf&auml;llt auch. Und die Gefahr, dass die Strafe letztendlich nicht milder, sondern noch h&auml;rter ausf&auml;llt &ndash; sie wird&nbsp;vermieden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/sport\/urteil-gegen-uli-hoeness-groesse-im-fallen-1.1912690\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Es ist vermutlich Hoene&szlig; erste vern&uuml;nftige Entscheidung seit Bekanntwerden seiner Steuerhinterziehung. Und das offensichtlich &ndash; Prantl nennt da gute Gr&uuml;nde &ndash; nicht uneigenn&uuml;tzig.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Demokratische statt unternehmerischer Hochschule!<\/strong><br>\nUnter dem Motto &ldquo;F&uuml;r eine demokratische Hochschulverfassung und eine Hochschule in gesellschaftlicher Verantwortung&rdquo; hat am 10. M&auml;rz der NRW Landesverband der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft mit 50 erstunterzeichnenden Professoren eine Unterschriftensammlung f&uuml;r eine tiefgreifende &Uuml;berarbeitung des vorliegenden Entwurf eines Hochschulzukunftsgesetz NRW gestartet. Mit gleichem Anliegen wenden sich heute sechs zivilgesellschaftliche und hochschulnahe Organisationen und Initiativen mit einem offenen Brief an die NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze.<br>\nBeide Aktionen sind scharf abgegrenzt gegen den<br>\nw&uuml;tenden Protest, der gleich nach Ver&ouml;ffentlichung der Gesetzesvorlage von Hochschulleitungen und aus Wirtschafskreisen vorgetragen wurde.<br>\nDieser Protest dient ausschlie&szlig;lich der Wahrung von Privilegien und lukrativen Handlungsspielr&auml;umen, die 2007 nach Vorarbeit der Bertelsmann Stiftung durch den damaligen FDP-Minister Pinkwart mit dem so genannten Hochschulfreiheitsgesetz entstanden waren.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/attac-bildung-erziehung.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/PM-z_offBrief_oEinldg_13.3..pdf\">Pressmitteilung attac Bildung [PDF &ndash; 195 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/attac-bildung-erziehung.de\/wp-content\/uploads\/2011\/07\/Offener-Brief13.3..pdf\">Offener Brief [PDF &ndash; 210 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Lohnt ein Studium?<\/strong><br>\nBislang hat es sich ausgezahlt, einen Hochschulabschluss zu haben, aber das k&ouml;nnte sich mit der Akademikerschwemme und einem ver&auml;nderten Arbeitsmarkt &auml;ndern<br>\nAllgemein gilt die Devise, dass diejenigen, die studieren, ein h&ouml;heres Einkommen erzielen und weniger arbeitslos sind als diejenigen, mit einer niedrigeren Ausbildung. Je besser qualifiziert, desto sicherer ist also die Karriere. Auch deswegen sollen immer mehr Menschen auf die Universit&auml;ten gehen, versprochen wird die Bildungspr&auml;mie.<br>\nDie Bildungspr&auml;mie hat es lange gegeben, was auch gerade die Studie Lebensverdienste nach Qualifikationen. Bildung lohnt sich ein Leben lang des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung herausstellte. Knapp zusammengefasst k&ouml;nnen &ldquo;Hochschulabsolventen durchschnittlich bis zum 2,7-Fachen dessen verdienen, was Personen ohne beruflichen Abschluss erhalten&rdquo;.<br>\nArno Kl&ouml;nne hatte schon darauf hingewiesen, dass dies in der Vergangenheit so war, als sichere und gut bezahlte Ganztagsjobs die Regel f&uuml;r Akademiker waren. Aber auch hier werden prek&auml;re Lebensbedingungen mit befristeter Besch&auml;ftigung, Teilzeit- oder Leiharbeit h&auml;ufiger. Dazu kommt die Akademikerschwemme (Bringt ein Uni-Examen 2,3 Millionen Euro?).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/41\/41206\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Gr&uuml;ne, habt ihr sie noch alle?<\/strong><br>\nEs hei&szlig;t die Gr&uuml;nen seien erwachsen geworden. Eine Gr&uuml;ne will Ex-Kanzler Redeverbot erteilen. Eine andere begibt sich mittels Fotomontage auf niedriges Niveau.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/asansoerpress35\/gruene-habt-ihr-sie-noch-alle\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Fotomontage mit Wagenknecht vor russischen Truppen scheint auf dem Mist des Sprechers <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/ukraine-krise-umstrittenes-wagenknecht-plakat-setzt-gruenen-spitze-zu\/9622070.html\">der Europagruppe Gr&uuml;ne im Europ&auml;ischen Parlament Reinhard B&uuml;tikofer gewachsen zu sein<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Labour-Politiker Tony Benn gestorben<\/strong><br>\nTony Benn geh&ouml;rte zu den wichtigsten K&ouml;pfen des linken Fl&uuml;gels der Labour-Partei. Auch machte er sich als Redner und Friedensaktivist einen Namen. Nach schwerer Krankheit ist er mit 88 Jahren gestorben&hellip;<br>\nIn den vergangenen Jahren hatte Benn sich in der Friedensbewegung engagiert und war unter anderem Pr&auml;sident der Organisation &bdquo;Stop the War coalition&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/grossbritannien-labour-politiker-tony-benn-gestorben\/9616668.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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