{"id":21117,"date":"2014-03-18T08:36:27","date_gmt":"2014-03-18T07:36:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21117"},"modified":"2014-03-18T08:36:27","modified_gmt":"2014-03-18T07:36:27","slug":"hinweise-des-tages-2089","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21117","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21117#h01\">Krim-Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21117#h02\">Harald Schumann: Was sind Europas Gesetze wert?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21117#h03\">Hoene&szlig;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21117#h04\">Wer viel hat, dem wird gegeben &ndash; Deutschlands Steuergeschenke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21117#h05\">Englands f&uuml;nf reichste Familien besitzen mehr als die &auml;rmsten 20 Prozent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21117#h06\">Prognose-Ranking<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21117#h07\">OMT-Programm und eine irref&uuml;hrende Wirtschaftstheorie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21117#h08\">Joseph Stiglitz: Das Versagen unserer Eliten, zu Lasten der Mehrheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21117#h09\">Europ&auml;ische Kommission: Makro&ouml;konomische Ungleichgewichte &ndash; Deutschland 2014<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21117#h10\">Arbeitsk&auml;mpfe: Es gibt mehr Konflikte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21117#h11\">Befristung: Geteiltes Echo bei Experten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21117#h12\">Kein Verzicht auf Sanktion bei ALG II<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21117#h13\">Hartz will sich wieder &ldquo;n&uuml;tzlich machen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21117#h14\">Preise steigen im Februar nur um 0,7 Prozent: Euro-Zone rutscht in Richtung Deflation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21117#h15\">Billigarbeitskr&auml;fte f&uuml;r China<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21117#h16\">Bayernwahl: Die Landschaftspfleger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21117#h17\">Populisten und Urbane &ndash; Journalismus und Medien in Orb&aacute;ns Ungarn<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21117&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Krim-Krise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Diese&nbsp;Russen und Ukrainer werden bestraft<\/strong><br>\n&Uuml;berl&auml;ufer, Krim-Politiker, Putin-Berater: Die EU und USA wollen mit Sanktionen die Verantwortlichen f&uuml;r das Krim-Referendum bestrafen. Welche Russen und Ukrainer sind betroffen? Der &Uuml;berblick.<br>\nBr&uuml;ssel\/Washington &ndash; Die EU und die USA haben nach dem Referendum auf der Krim wie angedroht weitere Sanktionen verh&auml;ngt. Auch enge Mitarbeiter von Russlands Pr&auml;sident Wladimir Putin werden bestraft.<br>\nDie EU-Au&szlig;enminister einigten sich in Br&uuml;ssel auf eine Liste von 21 Personen, gegen die Einreiseverbote verh&auml;ngt und deren Konten gesperrt werden. Washington bestraft elf Personen mit diesen Ma&szlig;nahmen. Getroffen werden sollen diejenigen, die f&uuml;r das Referendum auf der Krim verantwortlich zeichnen. Die Zielpersonen im &Uuml;berblick.<br>\nEU-Sanktionen wurden gegen 13 Russen und acht Krim-Politiker verh&auml;ngt:&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/krim-krise-sanktionen-treffen-janukowitsch-rogosin-axjonow-und-co-a-959250-druck.html\">Spiegel Online<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Ein Bericht von der Karnevalsitzung der EU-Au&szlig;enminister in Br&uuml;ssel. Der Sanktionsbeschluss ist so d&auml;mlich wie das Gremium. Dieses hat den Ernst der Lage nicht erfasst. Das belegt der Beschluss. Schauen Sie sich die Personen an, deren Konten und Reisem&ouml;glichkeiten beschr&auml;nkt werden. Sie werden das als gro&szlig;e Ehre betrachten.<\/em><br>\n<em>Und &uuml;berhaupt: Das Denken in Kategorien des &bdquo;Bestrafens&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Deutschland steht eine gro&szlig;e Entscheidung bevor<\/strong><br>\nW&auml;hrend die Welt am vergangenen Freitag nach London blickte, wo sich die Au&szlig;enminister der USA und Russlands &uuml;ber Stunden berieten, ohne irgendetwas zu erreichen, traf sich Kanzlerin Angela Merkel in M&uuml;nchen mit den Chefs der wichtigsten Wirtschaftsverb&auml;nde. Im Anschluss erkl&auml;rten die, ja, bei einem Konflikt mit Russland st&uuml;nde im Extremfall ein bilaterales Handelsvolumen von 76 Milliarden Euro im Jahr auf dem Spiel. Und ja, 400 000 Arbeitspl&auml;tze in Deutschland hingen am Gesch&auml;ft mit Russland. &bdquo;Aber V&ouml;lkerrecht geht &uuml;ber alles&ldquo;, sagte Ulrich Grillo, Pr&auml;sident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie. Arbeitgeberpr&auml;sident Ingo Kramer stellte klar, dass die Unternehmer hinter der Bundesregierung stehen, wenn es um Sanktionen geht. &bdquo;Da hilft Kraftmeierei der Wirtschaft nicht.&ldquo;<br>\nDas sind neue T&ouml;ne. Sie bedeuten, dass Regierung und Wirtschaft der nach den USA, China und Japan viertgr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaft der Welt gemeinsam Opfer in Kauf nehmen. Gut m&ouml;glich, dass sich irgendwann nicht mehr so viele Bundesb&uuml;rger f&uuml;r Sanktionen aussprechen, wenn tats&auml;chlich erste Jobs verloren gehen und wenn die Preise f&uuml;r Strom und Heizw&auml;rmepreise steigen, weil Gas aus teureren Quellen beschafft werden muss. Die Stimmung k&ouml;nnte kippen, wenn der Bundesfinanzminister Steuern erh&ouml;ht, weil ihm wom&ouml;glich ein paar Milliarden aus dem Russlandgesch&auml;ft fehlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/kommentar-zur-krim-krise-deutschland-steht-eine-grosse-entscheidung-bevor\/9624044.html%20\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &Uuml;ber die Behauptung des Pr&auml;sidenten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie Ulrich Grillo, dass V&ouml;lkerrecht &uuml;ber alles geht, darf herzhaft gelacht werden. Seit wann schert sich das Kapital um V&ouml;lker-  und Menschenrechte? Hier kann man lesen wie hoch der Wahrheitsgehalt dieser Floskeln ist: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/industrie\/milliarden-deal-rwe-gibt-dea-zuschlag-an-russischen-oligarchen\/9623700.html\">RWE gibt Dea-Zuschlag an russischen Oligarchen.<\/a><\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu sehr passend<\/strong><\/p><\/li>\n<li><strong>Schlafwandler 2014<\/strong><br>\n&ldquo;Mit uns kann man reden &ndash; aber die Russen schicken Soldaten.&rdquo; Dieses Selbstbild des Westens ist falsch und gef&auml;hrlich. In Wahrheit steuern wir gegen&uuml;ber Russland seit 1989 einen Kurs der Konfrontation &ndash; wo wird das enden?<br>\nDer Ost-West-Konflikt lebt wieder auf. Aber die Kalten Krieger sitzen nicht im Kreml. Sondern in Washington, in Br&uuml;ssel und in Berlin. Seit 1989 steuert der Westen einen Kurs der Konfrontation gegen&uuml;ber Russland. Leichtsinn oder Kalk&uuml;l? Die Politik des Westens ist von sonderbarer Geschichtslosigkeit. Wir laden den russischen B&auml;ren zum Tanz. Aber wir k&ouml;nnen nicht sicher sein, dass wir dem kontinentalen Krieg f&uuml;r immer entkommen sind.<br>\nGregor Gysi hat in der vergangenen Woche im Bundestag eine wichtige Rede gehalten. Er sagte, im Umgang mit Russland haben Nato und EU falsch gemacht, was sie falsch machen konnten. Gorbatschows &ldquo;Gemeinsames Haus Europa&rdquo; und der Plan einer neuen Sicherheitsarchitektur jenseits von Nato und Warschauer Pakt? Der Westen nahm das nicht ernst. Das Versprechen, die Nato nicht an die russische Westgrenze auszudehnen? Der Westen hat es gebrochen. Die russische Sorge vor den Abwehrraketen, die in Osteuropa stationiert werden sollen? Der Westen hat sich dar&uuml;ber hinweggesetzt. Putins Angebot einer Freihandelszone von Lissabon bis Wladiwostok? Der Westen reagierte mit Schulterzucken. Und dann Barrosos Forderung an die Ukraine, sich zwischen Russland und der EU zu entscheiden&hellip; Ein letzter, schwerer diplomatischer Fehler&hellip;<br>\nWarum macht der Westen das? Es gibt nur eine Antwort: Hybris. &ldquo;Weil Sie glaubten, solche Sieger im Kalten Krieg zu sein, dass alle alten Ma&szlig;st&auml;be f&uuml;r Sie nicht mehr gelten&rdquo;, rief Gysi in Richtung der Regierungsb&auml;nke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/referendum-pro-russland-jakob-augstein-ueber-den-konflikt-auf-der-krim-a-959058.html\">SPON<\/a><\/li>\n<li><strong>Was macht Europa falsch?<\/strong><br>\nDer ehemalige EU-Erweiterungskommissar, G&uuml;nter Verheugen, hat vor einer Zusammenarbeit mit der neuen Regierung in Kiew gewarnt. Darin, dass die Rechte Partei Swoboda dort nun mit an der Macht ist, sieht er den eigentlichen Grund f&uuml;r die aktuelle Eskalation der Krise. &ldquo;Das Problem liegt eigentlich gar nicht in Moskau oder bei uns. Das Problem liegt ja in Kiew, wo wir die erste europ&auml;ische Regierung des 21. Jahrhunderts haben, in der Faschisten sitzen&rdquo;, sagte Verheugen am Montag im Interview mit dem WDR 5 Morgenecho.<br>\nDamit &uuml;bt Verheugen starke Kritik an der Politik der Bundesregierung. Die hatte die neue ukrainische F&uuml;hrung schnell an anerkannt und finanzielle Unterst&uuml;tzung zugesagt: &ldquo;Die Regierung der Gro&szlig;en Koalition, hat dem schweren Fehler, den die fr&uuml;here Regierung bereits gemacht hat, einen weiteren noch schwereren hinzugef&uuml;gt&rdquo;, so der SPD-Politiker.<br>\nVerheugen ist zudem &uuml;berzeugt: Noch ist es nicht zu sp&auml;t, um den Konflikt zwischen Russland und dem Westen zu l&ouml;sen. &ldquo;Es kommt jetzt darauf an sehr besonnen und sehr ruhig zu reagieren, und auf jeden Fall zu verhindern, dass eine Eskalation von Sanktionen in Gang gesetzt wird, an deren Ende dann tats&auml;chlich ein neuer Kalter Krieg stehen w&uuml;rde&rdquo;, sagte Verheugen. Stattdessen m&uuml;sse die EU auf die russische Regierung zugehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/morgenecho\/interviewverheugen100.html\">WDR<\/a><\/li>\n<li><strong>Svoboda and the History of Ukrainian Nationalism<\/strong><br>\nDESVARIEUX: So, as we mentioned before, Per, we have two contesting narratives here. We have Ukrainian as protests as right-wing extremists, and the ouster of Yanukovych as sort of this U.S.-backed coup, and also the characterization of the uprising as a popular protest. But we also have the facts, and the fact is that the right-wing nationalist party in Ukraine, Svoboda, has claimed seats in the Ukrainian transitional government, including deputy prime minister and the deputy secretary of national security. Can you talk about the ideology of the party and its history? And how much influence do they really have?<br>\nRUDLING: Svoboda is a party which is based primarily in western Ukraine, in primarily the regions that before 1940, 1939, were part of Poland, and they grew out of a tradition of Ukrainian [incompr.] nationalism. They particularly identify with the Organization of Ukrainian Nationalists, which was active during World War II and before World War II. It&rsquo;s a party which is regional but claim to be all national&ndash;the exact term of the party is the all-Ukrainian party, Svoboda. But it is very regionally based. It belongs to the far-right on the European perspective. It&rsquo;s a member of the so-called Alliance of European National Parties and movements. That means it works closely with parties such as the British National Party in Britain, Jobbik in Hungary, in Sweden a small party called the Nationaldemokraterna (the National Democrats). And what they do want is they promote a policy on ethnic grounds. They are seeing Ukrainians being downtrodden in their own country, and they want to introduce, for instance, a nationality paragraph in the passport or reintroduce the nationality paragraph in the passport. They want to elevate the status of Ukrainian language to the only official language, something which they did succeed, reversing that law a couple of weeks ago. It&rsquo;s a party which belong on the far-right political spectrum. But politically, economically, it&rsquo;s sort of middle-of-the-road. Like many far-right parties, what makes them extreme is not economic policies but sort of this sort of identity politics which they employ. And Svoboda has found its heroes and idols particularly in the very divisive World War II era, and they celebrate in particular the leader of the Organization of Ukrainian Nationalists Stepan Bandera, who during World War II led the movement, which was involved in atrocities, primarily against the sizable Polish minority in West Ukraine, but also involved in crimes or persecution of Jews and other minorities.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/therealnews.com\/t2\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=31&amp;Itemid=74&amp;jumival=11568\">the real news<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Harald Schumann: Was sind Europas Gesetze wert?<\/strong><br>\nDemaskiert: Wie schon im Fall Mubarak oder Ben Ali ist mit dem Sturz des ukrainischen Kleptokraten Janukowitsch peinlich deutlich geworden, dass Europas Gesetze zur Bek&auml;mpfung der Geldw&auml;sche nichts bringen. Trotzdem sperrt sich Finanzminister Sch&auml;uble gegen die n&ouml;tige Reform.<br>\nAls alles zu sp&auml;t war, sollte es schnell gehen. Am 5. M&auml;rz, elf Tage nach der Flucht des gest&uuml;rzten ukrainischen Pr&auml;sidenten Viktor Janukowitsch, hielten es die Finanzminister der EU doch noch f&uuml;r angebracht, ihm und seinen Komplizen &bdquo;ab sofort&ldquo; die Konten in Europa zu sperren und ihre Besitzt&uuml;mer zu beschlagnahmen. 37 Milliarden Euro, zwei Drittel eines Jahresbudgets der Ukraine, seien aus der Staatskasse w&auml;hrend Janukowitschs Amtszeit gestohlen worden, hatte die &Uuml;bergangsregierung enth&uuml;llt.<br>\nGleichzeitig kam heraus, welche Reicht&uuml;mer der Ex-Pr&auml;sident und sein Gefolge angeh&auml;uft hatten. Allein Sohn Alexander, eigentlich Zahnarzt, soll es &uuml;ber krumme Gesch&auml;fte mit dem Staat zu rund einer halben Milliarde Euro gebracht haben, die er &uuml;ber Firmen in &Ouml;sterreich, Gro&szlig;britannien und der Schweiz verwalten lie&szlig;. Genauso hielten es der Innen- und der Justizminister sowie mindestens 14 weitere Komplizen.<br>\nDumm nur, dass auf den bekannten Konten der R&auml;uber kaum noch etwas zu holen ist. Nicht nur verga&szlig;en die EU-Dilettanten die Namen der Ehefrauen all jener Janukowitsch-Freunde auf die Liste der Personen zu setzen, deren Besitz &bdquo;eingefroren&ldquo; werden sollte. Zudem hatten diese wochenlang Zeit, ihre Beute in neue Verstecke zu verschieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/geldwaesche-und-diktatoren-was-sind-europas-gesetze-wert\/9623816.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Hoene&szlig; <\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Doch nur ein Fu&szlig;ballpr&auml;sident<\/strong><br>\nHoene&szlig; f&auml;llt tief, weil er sich &uuml;berh&ouml;ht hat. Er f&auml;llt aber auch tief, weil er &uuml;berh&ouml;ht wurde. Der Spiegel beschrieb ihn als eine Art wahren Kanzler. Talk-Sendungen rissen sich um ihn. Fans verg&ouml;tterten ihn. Kritik an Hoene&szlig; galt als Hass und Neid.<br>\nAber Uli Hoene&szlig; ist eben auch nur ein Fu&szlig;ballpr&auml;sident.<br>\nEin Fu&szlig;ballpr&auml;sident wie, wenn auch erfolgreicher, viele andere: mit erotischem Verh&auml;ltnis zum Geld und doppeltem moralischen Boden. Innerhalb des FC Bayern war er der g&uuml;tige Vater. Doch Konkurrenten verdr&auml;ngte er mit Ellenbogen, dickem Portemonnaie und Schlawinertricks. Zwei Beispiele: Sebastian Deisler lockte er mit einem geheimen Millionen-Darlehen nach M&uuml;nchen. Von Leo Kirch lie&szlig; er sich die Zusage zu einem TV-Vertrag mit 40 Millionen Mark heimlich erstatten. Andere sagen: Er lie&szlig; sich bestechen. Und den Eindruck der wahren Reue hinterlie&szlig; er bei seiner Selbstanzeige nicht.<br>\nMan sah bei Hoene&szlig; nie so genau hin. Man tut es noch immer nicht, selbst nach diesem Prozess, der schwindelerregende Summen ans Licht gebracht hat, und der Fragen aufdr&auml;ngt: Wie kommt Hoene&szlig; an so viele Millionen? War das Insider-Handel? Was wurde noch damit finanziert? Gibt es eine Verbindung zu Bayern M&uuml;nchen, wie lief der Deal mit Adidas? Dessen ehemaliger Chef lieh Hoene&szlig; die Millionen zum Zocken, im Anschluss stieg Adidas bei den Bayern ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/sport\/2014-03\/uli-hoeness-bayern-muenchen-gefaengnis\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Vielleicht hat Hoene&szlig; die Strafe ja auch so schnell akzeptiert, da vielleicht doch noch einige Leichen im Keller liegen? Es ist schon ein recht seltsamer Vorgang, dass der damalige Adidas-Boss Robert Louis-Dreyfus Hoene&szlig; einfach so 20 Millionen, damals noch D-Mark, auf ein privates Konto bei der Schweizer Vontobel-Bank zur freien Verf&uuml;gung und als angeblichen Grundstock f&uuml;r Hoene&szlig;&lsquo; Zockerei &uuml;berwies. Die weiteren dazugeh&ouml;rigen Kontobewegungen, die Zu- und Abfl&uuml;sse waren aber nicht Gegenstand des Verfahrens gegen Hoene&szlig;. Eine Aufkl&auml;rung dazu wird es mit dem Anschluss des Verfahrens wohl nie mehr geben. Und dann darf man sicher auch fragen weshalb die Konten des FC Bayern stets so prall gef&uuml;llt sind, so dass man sich jeden beliebigen Spieler einfach kaufen kann?<\/em><br>\n<em>Es bleibt ebenso festzuhalten, dass trotz des betr&auml;chtlichen &ouml;ffentlichen Aufsehens, welches der Fall Hoene&szlig; hervorgerufen hat, sich an dem politisch gewollten laxen Umgang mit Steuerbetrug erst einmal nichts &auml;ndern wird. Bundesweit gibt es 2750 Steuerfahnder bei einem Bedarf von 5000. Und so wird ein mittelgro&szlig;er Betrieb in Bayern nur etwa alle 20 Jahre gepr&uuml;ft. Gerade im Gro&szlig;raum M&uuml;nchen, wo viele Unternehmen ihren Sitz haben, ist dabei der Personalfehlbestand besonders hoch. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zweifel an seiner Version<\/strong><br>\nSichere Gewinne im Devisenhandel sind f&uuml;r Laien kaum m&ouml;glich. Das n&auml;hrt den Verdacht, dass das Vontobel-Konto von Uli Hoene&szlig; auch anderen Gesch&auml;ften diente.<br>\nAm Ende des Prozesses gegen den Pr&auml;sidenten des FC Bayern und Wurstfabrikanten Uli Hoene&szlig; bleibt das Bild eines Zockers, der prim&auml;r mit Devisengesch&auml;ften mal Gewinne, mal Verluste gemacht hat. G., ein ehemaliger Revisor und sp&auml;terer Banker, glaubt nicht an diese Darstellung: &laquo;F&uuml;r einen Hoene&szlig; ist es in diesem Markt unm&ouml;glich, aus 20 Millionen Mark zeitweise 150 Millionen Euro zu machen. Das ist v&ouml;llig absurd.&raquo;<br>\nAndere sehen es genauso. Der langj&auml;hrige Banker L. mit gro&szlig;er Erfahrung in Anlagefragen sagt: &laquo;Ich habe mit Devisen selten Geld verdient.&raquo; Es gebe auch kaum Devisenfonds, die eine gute Rentabilit&auml;t ausweisen k&ouml;nnten. L. zieht den Vergleich zum Gl&uuml;cksspiel: &laquo;Wenn Sie mich fragen, ob man im Kasino Geld verdienen kann, lautet meine Antwort: Ich habe dort immer nur Geld verloren.&raquo; Aber nat&uuml;rlich gebe es jene Leute, die beim Roulette auf die Sieben setzen und damit gewinnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/ipad\/wirtschaft\/Zweifel-an-seiner-Version\/story\/23486985\">Tagesanzeger<\/a><\/li>\n<li><strong>Man kann Hoene&szlig; als Sozialschmarotzer sehen<\/strong><br>\nIst die Strafe f&uuml;r Uli Hoene&szlig; angemessen? Ja, sagt der Moralphilosoph Julius Sch&auml;like und erkl&auml;rt den Unterschied zwischen moralischer Schuld und sozialem Schaden.<br>\nZEIT ONLINE: Nach einem schweren Raub&uuml;berfall drohen drei Jahre Gef&auml;ngnis. 3,5 Jahre hat Uli Hoene&szlig; bekommen. Wiegt Steuerhinterziehung auch moralisch schwerer?<br>\nJulius Sch&auml;like: Nein, aber bei der Strafzumessung geht es nicht allein um die moralische Schuld, sondern auch um das Gemeinwohl. Steuerhinterziehung ist sozial sch&auml;dlich, der Staat muss sich wehren und Anreize schaffen, Steuern ordnungsgem&auml;&szlig; zu zahlen.<br>\nZEIT ONLINE: Warum m&uuml;ssen Steuerhinterzieher hart bestraft werden?<br>\nJulius Sch&auml;like: Die Sanktionen sollen Menschen motivieren, ihren moralischen Pflichten nachzukommen, also ihren fairen Beitrag f&uuml;r die Gesellschaft zu leisten. Es ist weitgehend akzeptiert, dass der Staat Steuern auch deshalb erhebt, damit er soziale Ziele realisieren kann. Das funktioniert grundlegend durch Umverteilung, das hei&szlig;t: Bessergestellte finanzieren Leistungen f&uuml;r Schlechtergestellte. Dadurch entsteht ein soziales Netz und im Idealfall Chancengleichheit, zum Beispiel bei der Bildung. Au&szlig;erdem wird die Ungleichheit ged&auml;mpft, auch dies ist ein moralisch wichtiges Ziel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2014-03\/hoeness-interview-moralphilosophie\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><strong>Doppelmoral im Profifu&szlig;ball<\/strong><br>\nDoch beides, Ehrenrettung und Schlusspunkt genauso wie die verniedlichende Fu&szlig;ballrhetorik und die unz&auml;hligen Kalauer zu dem Thema haben am Ende einen Effekt, der nicht gut zu hei&szlig;en ist &ndash; und der viel &uuml;ber unsere Gesellschaft und deren Mechanismen aussagt.<br>\nDenn am Fall Hoene&szlig; l&auml;sst sich &ndash; geradezu idealtypisch &ndash; eine gesellschaftliche Doppelmoral aufzeigen: Auf der einen Seite das &uuml;berbordende Interesse, das keine Grenzen kennt &ndash; auch im Privaten nicht. Demgegen&uuml;ber steht in aller &Ouml;ffentlichkeit, eine Ignoranz hinsichtlich aller strukturellen und ernsthaften Probleme, die ebenfalls beispiellos ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/hoeness-fall-doppelmoral-im-profifussball.858.de.html?dram:article_id=280161\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wer viel hat, dem wird gegeben &ndash; Deutschlands Steuergeschenke<\/strong><br>\n&Uuml;ber das eigene Geld zu reden, ist in Deutschland nicht gern gesehen. Den Autoren Sascha Adamek und Martin Hahn gelang es in monatelanger Recherche erstmals, zwei gro&szlig;e Konzerne, Headhunter und leitende Angestellte f&uuml;r einen Film &uuml;ber eine neue Art des Geldverdienens zu gewinnen: Arbeitgeber zahlen die Kita-Beitr&auml;ge, bezuschussen Rentenversicherungen, Fitnessclub-Besuche und Reisen &ndash; alles steuerfrei f&uuml;r den Arbeitnehmer.<br>\nDer schicke Dienstwagen samt Tankkarte f&uuml;r ganz Europa inklusive privater Nutzung f&uuml;r die ganze Familie ist obendrein extrem steuerbeg&uuml;nstigt, so dass leitende Angestellte bis zu 2000 Euro steuerfrei im Monat &bdquo;geldwert&ldquo; dazu verdienen k&ouml;nnen, &bdquo;so viel wie manch ein anderer im Monat verdient&ldquo;, sagt ein Headhunter.<br>\nDabei geht es um Vorteile, von denen &bdquo;normale&ldquo; Familien nur tr&auml;umen k&ouml;nnen. Familie Matzke aus Essen-Kettwig zum Beispiel: Katja Matzke kann ihrem Beruf nur am Samstag nachgehen, solange die kleine Tochter noch keinen Kita-Platz hat. Den Platz zahlt die Familie aus eigener Tasche ebenso wie ihr Auto. Allein f&uuml;r Benzin gibt Ingo Matzke, Leiter einer Betreuungseinrichtung der AWO f&uuml;r schwererziehbare Jugendliche, gut 3600 Euro im Jahr aus. Die R&uuml;ckerstattung aus der steuerlich absetzbaren Pendlerpauschale beschert ihm davon gerade mal 350 Euro im Jahr zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/fernsehen\/dokumentation_reportage\/die-story\/sendungen\/deutschlands-steuergeschenke100.html\">WDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Englands f&uuml;nf reichste Familien besitzen mehr als die &auml;rmsten 20 Prozent<\/strong><br>\nDie &auml;rmsten 20 Prozent &ndash; 12,6 Millionen Menschen &ndash; h&auml;tten gemeinsam ein Verm&ouml;gen von 28,1 Milliarden Pfund, berichtete der &bdquo;Guardian&ldquo; am Montag vorab aus dem Oxfam-Bericht. Die f&uuml;nf reichsten Familien k&auml;men auf 28,2 Milliarden Pfund.<br>\nAngef&uuml;hrt wird die Liste von der Familie des Herzogs von Westminster, Gerald Cavendish Grosvenor. Der britische Aristokrat und seine Familie kommen auf ein Verm&ouml;gen von 7,9 Milliarden Pfund, sie haben umfangreichen Grundbesitz in den Londoner Nobelstadtteilen Mayfair und Belgravia in der N&auml;he des Buckingham Palasts, au&szlig;erdem in Schottland und Spanien.<br>\nAuf Platz zwei folgen die Br&uuml;der Simon und David Reuben, die mit dem Handel von Altmetallen angefangen haben. Zu gro&szlig;em Reichtum gelangten sie dann durch den Kauf von Aluminium-H&uuml;tten in Russland nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Heute besitzen sie laut dem Bericht 6,9 Milliarden Pfund. Zu ihrem Besitz geh&ouml;ren unter anderem 850 Pubs in Gro&szlig;britannien. Die weiteren Pl&auml;tze belegen die Br&uuml;der Srichand and Gopichand Hinduja (6 Milliarden Pfund), die Cadogan-Familie (4 Milliarden) und die Familie des britischen Fu&szlig;ballclub-Besitzers Mike Ashley (3,3 Milliarden) die ihr Geld mit dem Handel von Sportartikeln verdient hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/arm-und-reich-oxfam-englands-fuenf-reichste-familien-besitzen-mehr-als-die-aermsten-20-prozent-12850846.html\">FAZ<\/a> \n<p><strong>Dazu: Britain&rsquo;s five richest families worth more than poorest 20%<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/business\/2014\/mar\/17\/oxfam-report-scale-britain-growing-financial-inequality\">TheGuardian<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu noch: <a href=\"http:\/\/oxfamilibrary.openrepository.com\/oxfam\/bitstream\/10546\/314152\/1\/mb-a-tale-of-two-britains-inequality-uk-170314-en.pdf\">A Tale of Two Britains: Inequality in the UK [PDF &ndash; 78.8 KB]<\/a><\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Prognose-Ranking<\/strong><br>\nDie Konjunktur treffsicher vorherzusagen ist schwer, aber nicht unm&ouml;glich. Das Handelsblatt hat nachrechnen lassen. Ergebnis: Die Bundesbank lag mit ihren Prognosen f&uuml;r 2013 am besten &ndash; Schlusslicht ist eine Landesbank.<br>\nF&uuml;r die ehrgeizige deutsche Wirtschaft war das Jahr 2013 eines, das man am liebsten schnell vergessen sollte: Nur 0,4 Prozent Wirtschaftswachstum standen am Ende zu Buche. Sieht man einmal vom Horrorjahr 2009 ab, dann war das Jahr das schw&auml;chste der letzten Dekade&hellip;<br>\nDass es ganz so arg kommen w&uuml;rde, hatten die meisten Konjunkturforscher nicht kommen sehen. Im Dezember 2012 rechneten sie im Schnitt immerhin noch mit 0,7 Prozent &ndash; und manche nannten sogar weit &uuml;ber ein Prozent. Nicht so die Bundesbank: Beim Konjunkturteam der Notenbank war man sich relativ sicher, dass das folgende Jahr schwach w&uuml;rde &ndash; schlie&szlig;lich war die Stimmung in der Wirtschaft im Sp&auml;therbst 2012 immer schlechter geworden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur\/nachrichten\/prognose-ranking-weidmann-ist-der-beste-hellseher\/9584946.html\">Handelsblatt<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Tatsache bleibt aber, dass alle Institute viel zu hoch lagen, auch die Bundesbank. Besonders peinlich f&uuml;r die &bdquo;Wirtschaftsweisen&ldquo;, die mit 1,9 Punkten im Ranking ziemlich unten landeten. Noch mehr daneben lag die Gemeinschaftsdiagnose mit 2,4 Punkten. Es fragt sich wirklich, warum f&uuml;r diese beiden Gutachten noch Geld der Steuerzahler ausgegeben werden sollte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>OMT-Programm und eine irref&uuml;hrende Wirtschaftstheorie <\/strong><br>\nPaul de Grauwe befasst sich in einem lesenswerten Artikel (&bdquo;Economic theories that influenced the judges of Karlsruhe&ldquo;) in voxeu mit der Wirtschaftstheorie, die hinter der (v.a. in der deutschen Politik anschaulich artikulierten) Ablehnung des EZB-Programms zum Ankauf von Staatsanleihen im Euro-Raum steckt.<br>\nZur Erinnerung: Das deutsche Verfassungsgericht hat neulich das OMT-Programm mit dem EU-Recht f&uuml;r unvereinbar erkl&auml;rt. Das Urteil lautet: Die EZB &uuml;berschreitet mit der Massnahme das Mandat der EWU.<br>\nDie Karlsruher Richter legen dar, dass die EZB im Rahmen des OMT-Programms Staatsanleihen kauft, um die Renditen dieser Papiere zu senken. Da die Renditen das Ausfallrisiko dieser Staatsanleihen durch den Markt reflektieren, heisst es laut Gerichtsentscheid, dass die EZB damit in das Marktgeschehen eingreift, wenn sie versucht, die Renditen durch Anleihek&auml;ufe zu verringern. Die EZB stellt sich laut Karlsruhe gegen den Markt und betreibe dadurch keine Geldpolitik, sondern Wirtschaftspolitik und &uuml;berschreite deshalb ihr Mandat.<br>\nDe Grauwe bemerkt, dass diese Ansicht (efficient market theory) vor der Finanzkrise weit verbreitet war, aber seither ihre Attraktivit&auml;t verloren hat. Es wird nun im Allgemeinen akzeptiert, dass die Finanzm&auml;rkte nicht vollkommen sind und die zugrunde liegenden wirtschaftlichen Grundlagen nicht angemessen widerspiegeln k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/acemaxx-analytics-dispinar.blogspot.de\/2014\/03\/omt-programm-und-eine-irrefuhrende.html\">acemaxx-analytics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Joseph Stiglitz: Das Versagen unserer Eliten, zu Lasten der Mehrheit<\/strong><br>\nAuf beiden Seiten des Atlantiks d&uuml;rfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr deutlich st&auml;rker steigen als 2013. Doch bevor jene politischen F&uuml;hrer, die sich nach 2008 f&uuml;r die Sparpolitik entschieden, den Champagner aufmachen und sich gegenseitig zuprosten, sollten sie pr&uuml;fen, wo wir derzeit stehen &ndash; und sich den nahezu irreparablen Schaden vergegenw&auml;rtigen, den ihre Politik angerichtet hat. Denn logischerweise geht jeder Abschwung irgendwann zu Ende. Das Kennzeichen guter Politik ist allerdings, dass sie den Abschwung erfolgreich k&uuml;rzer und weniger tief macht, als er es sonst gewesen w&auml;re. Das Kennzeichen der von vielen Regierungen verfolgten Sparpolitik dagegen ist, dass sie den Abschwung ohne Not deutlich vertiefte und verl&auml;ngerte, mit lang anhaltenden Folgen.<br>\nBereits kurz nach Ausbruch der globalen Finanzkrise warnte ich, dass, sofern nicht die richtigen Strategien umgesetzt w&uuml;rden, es zu einer Malaise japanischen Stils kommen k&ouml;nnte &ndash; mit niedrigem Wachstum und nahezu stagnierenden Einkommen auf Jahre hinaus. Doch obwohl die politischen F&uuml;hrungen auf beiden Seiten des Atlantiks behaupteten, sie h&auml;tten aus dem Fall Japan gelernt, machten sie prompt einige derselben Fehler. Inzwischen warnt selbst ein fr&uuml;herer Spitzenvertreter der US-Regierung, der &Ouml;konom Larry Summers, vor einer langfristigen Stagnation.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2014\/maerz\/das-versagen-unserer-eliten-zu-lasten-der-mehrheit\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a> <\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Europ&auml;ische Kommission: Makro&ouml;konomische Ungleichgewichte &ndash; Deutschland 2014<\/strong><br>\nDie vertiefte &Uuml;berpr&uuml;fung hat gezeigt, dass es f&uuml;r den deutschen Leistungsbilanz&uuml;berschuss nicht nur eine Erkl&auml;rung gibt, sondern dass binnenwirtschaftliche Entwicklungen einer der Hauptgr&uuml;nde f&uuml;r den anhaltend hohen Leistungsbilanz&uuml;berschuss Deutschlands sind. Es ist das Zusammenspiel verschiedener Faktoren und Entwicklungen in Deutschland selbst, weltweit und bei seinen Partnern des Euro-W&auml;hrungsgebiets, die die Spar- und Investitionsmuster der Binnenwirtschaft beeinflusst haben und schlie&szlig;lich zu diesem &Uuml;berschuss gef&uuml;hrt haben. &Uuml;ber einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren haben diese Faktoren die Ersparnisse der privaten Haushalte erh&ouml;ht, das Wachstum des Verbrauchs ged&auml;mpft und gleichzeitig die Investitionen der Unternehmen gebremst und ihre Nettoersparnisse in die H&ouml;he getrieben. Bei den Entwicklungen im &ouml;ffentlichen Sektor f&auml;llt auf, dass sich die &ouml;ffentlichen Investitionen auf anhaltend niedrigem, abnehmendem Stand befinden. Im Ergebnis hat dies zu einer verhaltenen Binnennachfrage und einem schw&auml;cheren Wachstum gef&uuml;hrt als mit einem ausgewogeneren Wachstumsmuster h&auml;tte erreicht werden k&ouml;nnen.<br>\nDie Verbrauchs- und Investitionsmuster der privaten Haushalte spiegelten auch eine ungew&ouml;hnlich ged&auml;mpfte Binnennachfrage wider, insbesondere in den Jahren vor der Krise. Die au&szlig;erordentlich geringen Zuw&auml;chse beim verf&uuml;gbaren Einkommen bremsten das Wachstum des privaten Verbrauchs. Schuld daran waren die hohe Arbeitslosigkeit, eine erhebliche Lohnzur&uuml;ckhaltung und der R&uuml;ckgang der insgesamt geleisteten Arbeitsstunden. Diese Entwicklungen sind auch vor dem Hintergrund der Lage Deutschlands nach der Wiedervereinigung und entsprechender politischer Ma&szlig;nahmen zu sehen. &Auml;nderungen beim Sozialversicherungssystem und steuerliche Anreize f&uuml;hrten dazu, dass die privaten Haushalte verst&auml;rkt R&uuml;cklagen bildeten. Gleichzeitig erh&ouml;hte sich vor dem Hintergrund zunehmender Einkommensungleichheit das vorsorgliche Sparen, was auch Ausdruck von Unsicherheit ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.axel-troost.de\/article\/7687.makrooekonomische-ungleichgewichte-deutschland-2014.html\">Axel Troost<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> NachDenkSeiten-Leserinnen und &ndash;Leser wissen, dass wir uns die angebotstheoretische Begr&uuml;ndung der EU-Kommission  f&uuml;r die andauernden Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse nicht  zu Eigen machen. Es waren eben nicht die erh&ouml;hten Ersparnisse der privaten Haushalte (welcher Haushalte eigentlich), die den Verbrauch ged&auml;mpft haben usw. Aber immerhin werden auch in diesem Bericht die niedrigen &ouml;ffentlichen Investitionen  und die au&szlig;erordentlich geringen Zuw&auml;chse beim verf&uuml;gbaren Einkommen und die &bdquo;Lohnzur&uuml;ckhaltung&ldquo; kritisiert. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Arbeitsk&auml;mpfe: Es gibt mehr Konflikte<\/strong><br>\nSozialforscher Heiner Dribbusch &uuml;ber Arbeitsk&auml;mpfe in Deutschland und Vorst&ouml;&szlig;e, das Streikrecht in Frage zu stellen: &ldquo;&hellip; Besch&auml;ftigte sind immer weniger bereit, Verschlechterungen ihrer Arbeitsbedingungen hinzunehmen. &hellip; Das Streikgeschehen hat sich von der Industrie- in den Dienstleistungsbereich verschoben. Dort gibt es viel h&auml;ufiger Konflikte als in der Industrie. 2013 gab es insgesamt knapp 220 Arbeitsk&auml;mpfe, von denen allein 169 im Organisationsbereich der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di stattfanden. &hellip; Die Tariflandschaft ist dort sehr zersplittert. Ein Beispiel: Fr&uuml;her galt f&uuml;r fast alle Krankenh&auml;user der Tarifvertrag des &ouml;ffentlichen Dienstes. Heute sind viele Kliniken privatisiert oder Klinikbereiche ausgelagert und viele private Klinikbetreiber wollen keinen Tarifvertrag mehr abschlie&szlig;en. Deswegen gibt es mehr Konflikte und Streiks. &hellip; Weder haben sich in den letzten Jahren neue Berufsgewerkschaften gegr&uuml;ndet, noch streiken die alten Berufsgewerkschaften der &Auml;rzte, Lokf&uuml;hrer oder Piloten mehr. Sie streiken sogar seltener als die DGB-Gewerkschaften. Trotzdem wird oft das Gegenteil behauptet, um f&uuml;r eine gesetzlich erzwungene Tarifeinheit zu werben. Die aber w&auml;re gef&auml;hrlich &ndash; nicht nur f&uuml;r die Berufsgewerkschaften, die man so ausbremsen will. &hellip; Weil eine gesetzlich verordnete Tarifeinheit ohne Einschr&auml;nkung des Streikrechts kaum vorstellbar ist. Dabei geht es keineswegs nur um die Berufsgewerkschaften. &hellip; Ins Visier der Arbeitgeber sind spektakul&auml;re Streiks wie in Frankfurt am Main geraten, wo das Sicherheitspersonal vor Kurzem den Flughafen weitgehend lahm gelegt hat. Da geht es nicht um eine kleine Berufsgewerkschaft und gut verdienende Arbeitnehmer, sondern um Besch&auml;ftigte, die in Ver.di organisiert sind. Und die sich, wie auch schon im letzten Jahr in Nordrhein-Westfalen oder Hamburg, zum ersten Mal erfolgreich im Niedriglohnsektor organisieren. Da w&uuml;nschen sich Arbeitgeber Zwangsschlichtungen oder Abk&uuml;hlungsphasen. Lauter Dinge, die Streiks wirkungsloser und Arbeitnehmer schw&auml;cher machen w&uuml;rden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2014%2F03%2F14%2Fa0126&amp;cHash=286a5fe9ae48e999708df0d3aad21ddb\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Etwas verwirrend ist die Aussage Dribbuschs, dass die Zahl der Konflikte zugenommen habe. W&auml;hrend er beim WSI 2013 von <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/2877_46220.htm\">einem R&uuml;ckgang der Streiks, der Streikenden und der Zahl der ausgefallenen Arbeitstage berichtet<\/a>. Allerdings ist Konflikt nicht gleich Streik.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Befristung: Geteiltes Echo bei Experten<\/strong><br>\nDie Forderung der Fraktion Die Linke nach einer Abschaffung der sachgrundlosen Befristung st&ouml;&szlig;t bei Experten auf ein geteiltes Echo. In der &ouml;ffentlichen Anh&ouml;rung des Ausschusses f&uuml;r Arbeit und Soziales am Montagnachmittag zu einem entsprechenden Gesetzentwurf (18\/7) der Linken votierten vor allem Arbeitgeberverb&auml;nde aber auch das Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gegen die im Entwurf enthaltenen Vorschl&auml;ge.<br>\nDarin hatten die Abgeordneten argumentiert, dass im Jahr 2012 bereits 44 Prozent aller Neueinstellungen befristet erfolgten. Da davon besonders junge Menschen betroffen seien, w&uuml;rde ihnen die Chance genommen, ihr Leben auf der Grundlage eines unbefristeten Arbeitsverh&auml;ltnisses mit einer gewissen Sicherheit planen zu k&ouml;nnen. &bdquo;Auch aus arbeitsrechtlicher Perspektive sind befristete Arbeitsverh&auml;ltnisse hochproblematisch, da sie den K&uuml;ndigungsschutz aush&ouml;hlen&ldquo;, begr&uuml;nden die Abgeordneten ihre Initiative. Sie verlangen deshalb, im Teilzeit- und Befristungsgesetz die M&ouml;glichkeit der Befristung ohne Sachgrund zu streichen. &bdquo;Eine Befristung darf nur zul&auml;ssig sein, wenn es f&uuml;r sie einen sachlichen Grund gibt&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Entwurf.<br>\nRoland Wolf von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde argumentierte stattdessen, dass sachgrundlose Befristungen kein Massenph&auml;nomen seien. F&uuml;r viele Arbeitnehmer seien sie aber unverzichtbar f&uuml;r den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt, und f&uuml;r die Wirtschaft seien sie wichtig, um auf schwankende Auftragslagen zu reagieren.<br>\nChristian Hohendanner vom Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) verwies zwar auf den starken Anstieg befristeter Arbeitsverh&auml;ltnisse. So habe sich die Zahl befristeter Arbeitsvertr&auml;ge von 2001 bis 2011 von 1,7 auf 2,7 Millionen und die Zahl sachgrundloser Befristungen von 2001 bis 2013 von 550.000 auf 1,3 Millionen erh&ouml;ht. Er w&uuml;rdigte jedoch die &bdquo;Br&uuml;ckenfunktion&ldquo; dieser Besch&auml;ftigung&hellip;<br>\nUnterst&uuml;tzung erfuhr der Gesetzentwurf dagegen von Gewerkschaftsseite. F&uuml;r den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) verwies Helga Nielebock auf die &bdquo;&auml;u&szlig;erst negativen Wirkungen&ldquo; sachgrundloser Befristungen: &bdquo;Wer ohne Zukunftsperspektive einen Arbeitsvertrag eingeht, von dem er nicht wei&szlig;, ob er l&auml;nger als zwei Jahre besteht, schr&auml;nkt sich im Konsum ein und nimmt Arbeitsbedingungen hin, die mit gesetzlichen oder tariflichen Vorschriften nicht zu vereinbaren sind.&ldquo; Zudem seien die besch&auml;ftigungspolitischen Wirkungen, die man sich mit diesem Instrument versprochen habe, nicht eingetroffen, mahnte sie.<br>\nReingard Zimmer, Professorin f&uuml;r Arbeitsrecht an der Universit&auml;t Hamburg, forderte ebenfalls die Abschaffung der sachgrundlosen Befristung. Erstens k&ouml;nne von einem Ausnahmecharakter hier keine Rede sein. Zweitens hebele dieses Instrument den Sonderk&uuml;ndigungsschutz aus, betonte Zimmer. So ende der Arbeitsvertrag mit Ablauf der vereinbarten Zeit auch bei schwangeren Frauen, die mit einem unbefristeten Vertrag bis zum Ablauf von vier Monaten nach der Entbindung dem absoluten K&uuml;ndigungsschutz unterliegen. Auch befristet Besch&auml;ftigte, die in den Betriebsrat gew&auml;hlt werden, gen&ouml;ssen diesen Sonderk&uuml;ndigungsschutz nicht, so Zimmer.<br>\nNadine Zeibig, Arbeitsrechtlerin und Anw&auml;ltin aus D&uuml;sseldorf, verwies auf Forschungsergebnisse, die belegen, dass sachgrundlose Befristungen nicht zu zus&auml;tzlicher Besch&auml;ftigung gef&uuml;hrt haben, sondern im Gegenteil unbefristete Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse ersetzen. Sie w&uuml;rden au&szlig;erdem weder benachteiligte Besch&auml;ftigtengruppen sp&uuml;rbar in den ersten Arbeitsmarkt integrieren noch eine Br&uuml;cke in unbefristete Arbeitsverh&auml;ltnisse darstellen. Deshalb sei die Abschaffung der sachgrundloses Befristung absolut gerechtfertigt, schlussfolgerte Zeibig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2014_03\/2014_133\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Sieht man einmal von den Arbeitgeberverb&auml;nden ab, scheint des Echo der Experten so geteilt nicht gewesen zu sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kein Verzicht auf Sanktion bei ALG II<\/strong><br>\nEin g&auml;nzlicher Verzicht auf Sanktionen beim Arbeitslosengeld II (ALG II) wird von der Bundesregierung abgelehnt. Es g&auml;be dann keine M&ouml;glichkeit mehr, darauf hinzuwirken, dass diejenigen, die die Leistungen in Anspruch nehmen wollten, &bdquo;auch zur Mitwirkung verpflichtet sind&ldquo;, sagte die Parlamentarische Staatssekret&auml;rin im Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales, Gabriele L&ouml;sekrug-M&ouml;ller (SPD), am Montag w&auml;hrend einer &ouml;ffentlichen Sitzung des Petitionsausschusses. Es werde erwartet, dass Termine wahrgenommen und Unterlagen beigebracht werden. Ebenso, dass auf Angebote zur Weiterbildung regiert wird und Vorschl&auml;ge zur Besch&auml;ftigung angenommen werden, sagte L&ouml;sekrug-M&ouml;ller. &bdquo;Unser Sozialgesetzbuch erwartet eigene Anstrengungen&ldquo;, betonte sie.<br>\nIn der w&auml;hrend der Sitzung diskutierten &ouml;ffentlichen Petition wird hingegen die Abschaffung von Sanktionen und Leistungseinschr&auml;nkungen beim ALG II gefordert. Nach Aussage der Petentin Inge Hannemann werden Menschen durch Leistungsk&uuml;rzungen in existenzielle Not &ndash; &bdquo;bis hin zur Obdachlosigkeit&ldquo; &ndash; getrieben. &bdquo;In einem so reichen Sozialstaat wie wir einer sind, darf so etwas nicht mehr passieren&ldquo;, sagte sie. Zudem h&auml;tten Sanktionen ihren Erfahrungen nach auch keinen positiven Effekt, so Hannemann, die selbst Mitarbeiterin in einem Jobcenter ist. Es sei ein Skandal, dass die Jobcenter in die Rolle von Erziehungsberechtigten f&uuml;r Vollj&auml;hrige gedr&auml;ngt w&uuml;rden. Au&szlig;erdem versto&szlig;e die Sanktionierung gegen die durch das Grundgesetz gew&auml;hrte Sicherung des gesetzlich festgelegten soziokulturellen Existenzminimums, befand die Petentin und verwies auf Urteile des Bundesverfassungsgerichts, in denen festgelegt worden sei, dass das Existenzminimum &bdquo;zu jeder Zeit und in jedem Fall sichergestellt werden muss&ldquo;.<br>\nAus Sicht der Parlamentarischen Staatssekret&auml;rin versto&szlig;en die Sanktionsregelungen jedoch weder gegen das Grundrecht auf Gew&auml;hrleistung eines menschenw&uuml;rdigen Existenzminimums noch gegen das Recht auf k&ouml;rperliche Unversehrtheit. Auch die freie Wahl des Berufs sei gew&auml;hrleistet und der Gleichheitsgrundsatz gewahrt. Das habe das Bundesverfassungsgericht best&auml;tigt, so L&ouml;sekrug-M&ouml;ller. &bdquo;Unser Recht ist hier ganz seri&ouml;s ausgef&uuml;llt.&ldquo; Dennoch, so die SPD-Politikerin weiter, seien die Bundesregierung ebenso wie das Parlament bereit, sich die Entwicklung permanent anzuschauen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2014_03\/2014_132\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/Mediathek\/index.jsp?action=search&amp;ids=3200880&amp;instance=m187&amp;mask=search&amp;contentArea=details\">Bundestag Mediathek<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Hartz will sich wieder &ldquo;n&uuml;tzlich machen&rdquo;<\/strong><br>\nDass Hartz IV eine Chiffre f&uuml;r Armut geworden ist, ber&uuml;hre ihn, sagte Hartz Ende 2013 in einem Interview mit der SZ. Er wisse, dass er deshalb noch immer Menschen polarisiere.<br>\nDies h&auml;lt den 72-J&auml;hrigen aber nicht davon ab, sich weiter seinem Lieblingsthema zu widmen &ndash; dem Kampf gegen die Arbeitslosigkeit. Der Saarl&auml;nder steht dabei schon l&auml;nger in Kontakt mit Wissenschaftlern der franz&ouml;sischen Denkfabrik &ldquo;En Temps R&eacute;el&rdquo;. Gerade hat er mit anderen Fachleuten ein Buch mit dem Titel &ldquo;Wege aus der Langzeitarbeitslosigkeit&rdquo; ver&ouml;ffentlicht. Au&szlig;erdem gab es ein informelles Treffen mit Frankreichs Pr&auml;sidenten Fran&ccedil;ois Hollande. Prompt schlugen die Linken und Gewerkschaften in Frankreich Alarm, obwohl die Regierung in Paris dementieren lie&szlig;, Hartz als Berater engagiert zu haben.<br>\nIn Gro&szlig;britannien haben die f&uuml;nf reichsten Familien mehr Verm&ouml;gen als die &auml;rmsten 20 Prozent der Bev&ouml;lkerung zusammen. Das errechnete die Hilfsorganisation Oxfam in einem Bericht, den sie am Montag in London vorstellte.<br>\nHartz jedenfalls will sich wieder &ldquo;n&uuml;tzlich machen&rdquo;. In Deutschland kehrt er deshalb sogar vor&uuml;bergehend auf die gro&szlig;e B&uuml;hne zur&uuml;ck. In Saarbr&uuml;cken hat er mit anderen Mitstreitern den nach eigenen Angaben &ldquo;ersten europ&auml;ischen Kongress&rdquo; organisiert, der L&ouml;sungen f&uuml;r die Jugendarbeitslosigkeit in Europa erarbeiten soll. &hellip;<br>\nSein Thema: &ldquo;Was ist aus den deutschen Arbeitsmarktreformen &uuml;bertragbar in Europa? Das 6-Punkte-Konzept der Europatriates.&rdquo; Wie schon zu seiner Zeit als Reformer gibt es darin wieder typische Hartz-Begriffe wie den &ldquo;Job-Floater&rdquo; oder das &ldquo;Ausbildungszeitwertpapier&rdquo;. Als Partner der Veranstaltung werden mehrere Universit&auml;ten genannt &ndash; und der alte Arbeitgeber von Hartz, Volkswagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/kampf-gegen-jugendarbeitslosigkeit-in-der-eu-hartz-will-sich-wieder-nuetzlich-machen-1.1914217\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Diese Meldung muss man wirklich zweimal lesen um sie glauben zu k&ouml;nnen. Dieser Mann, dessen Name f&uuml;r eine der  tiefgreifendsten gesellschaftliche Ver&auml;nderung ist, wie sie die Bundesrepublik seit ihrer Gr&uuml;ndung erlebt hat, der f&uuml;r die Verarmung von Millionen Menschen mitverantwortlich ist, m&ouml;chte seine abstrusen Ideen nun europaweit verbreiten. Die  Verelendung weiter Teile der Bev&ouml;lkerung in Griechenland, Portugal und Spanien reicht offenbar noch nicht. Gerade die neoliberale Austerit&auml;tspolitik in diesen L&auml;ndern ist hauptverantwortlich f&uuml;r die dort grassierende hohe Jugendarbeitslosigkeit. Hartz m&ouml;chte diese also mit noch mehr Neoliberalismus bek&auml;mpfen. Das einzige wirklich n&uuml;tzliche was Hartz tun k&ouml;nnte, ist einfach die Klappe zu halten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Preise steigen im Februar nur um 0,7 Prozent: Euro-Zone rutscht in Richtung Deflation<\/strong><br>\nDie Inflation war im Februar extrem gering. Das ist gef&auml;hrlich &ndash; und erh&ouml;ht den Druck auf die Europ&auml;ische Zentralbank. In Griechenland, Zypern und Portugal sinken die Preise, und das schon seit l&auml;ngerer Zeit. Im gesamten Euroraum lag die Inflationsrate im Februar nur noch bei 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das ist wenig, liegt aber noch einmal unter der ersten Sch&auml;tzung von 0,8 Prozent. Die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) strebt als Zielmarke f&uuml;r stabile Preise eine Inflationsrate von knapp unter zwei Prozent an. &ndash; Fallende Preise k&ouml;nnen eine gef&auml;hrliche Entwicklung in einer Volkswirtschaft in Gang setzen. Rechnen Verbraucher und Unternehmen damit, dass gr&ouml;&szlig;ere Anschaffungen und Investitionen immer billiger werden, schieben sie sie vor sich her, denn es k&ouml;nnte ja noch billiger werden. Das k&ouml;nnte die Gesamtnachfrage auf Dauer dr&uuml;cken &ndash; ein Szenario, das vor allem die s&uuml;dlichen Euro-L&auml;nder f&uuml;rchten, deren Wirtschaftsleistung im Zuge von Reformanstrengungen kaum vorankommt.<br>\nDie EZB hatte bei ihrer j&uuml;ngsten Sitzung Anfang M&auml;rz nichts getan, um den geringen Preisauftrieb zu beschleunigen. Wom&ouml;glich muss sie den Leitzins von 0,25 Prozent aber noch einmal senken, oder mit anderen Mitteln daf&uuml;r sorgen, dass zus&auml;tzliches Geld in den Wirtschaftskreislauf kommt und die Preise nicht verfallen. &bdquo;Deflationsgefahr ist etwas sehr Reales&ldquo;, hatte Marcel Fratzscher, Pr&auml;sident des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW), k&uuml;rzlich gemahnt. Er r&auml;t seinem Ex-Arbeitgeber EZB, nun im gro&szlig;en Stil Anleihen zu kaufen, um die Kreditvergabe in S&uuml;deuropa wieder anzukurbeln. Geldpolitische Hardliner wie die Bundesbank oder das Kieler Institut f&uuml;r Weltwirtschaft halten davon wenig. Ihnen geht die Politik der Notenbank schon jetzt zu weit; zus&auml;tzliches Geld wollen sie auf keinen Fall in die M&auml;rkte pumpen. EZB-Chef Mario Draghi h&auml;lt sich noch zur&uuml;ck. Die Gefahr einer Deflation sei &bdquo;sehr limitiert&ldquo;, hatte er Anfang des Monats gesagt. Vergangene Woche signalisierte er aber, &uuml;ber den gestiegenen Euro-Kurs besorgt zu sein. Wom&ouml;glich bereitet er die Finanzm&auml;rkte bald auf eine neue &Uuml;berraschung vor &ndash; mit dem niedrigen Preisanstieg vom Februar hat er ein Argument mehr.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/preise-steigen-im-februar-nur-um-0-7-prozent-euro-zone-rutscht-in-richtung-deflation\/9629606.html\">Tagesspiegel<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/epp.eurostat.ec.europa.eu\/cache\/ITY_PUBLIC\/2-17032014-AP\/DE\/2-17032014-AP-DE.PDF\">eurostat: J&auml;hrliche Inflation im Euroraum auf 0,7% gesunken [PDF &ndash; 280 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Erfreulich, dass auch Mainstreammedien das Thema Deflation entdecken. Wer das Thema vertiefen m&ouml;chte, sei auf den Aufsatz von Markus Diem Meier verwiesen: &ldquo;<a href=\"http:\/\/blog.fuw.ch\/nevermindthemarkets\/index.php\/34341\/iwf-vs-ezb\/\">IWF vs. EZB<\/a>&ldquo;. Der IWF betont, dass es wie in Japan f&uuml;r ein entschiedenes Handeln zu sp&auml;t sein k&ouml;nnte, sollte eine Deflationsspirale einmal in Gang kommen. Sorge bereitet dem IWF auch die ungleiche Verteilung der Inflationsrate innerhalb der Eurozone. Ebenso meint der IWF, dass die positiven Meldungen zur Konjunktur nur relativ zu den letzten Jahren positiv ausfalle, absolut gesehen gelte das nicht. Res&uuml;mierend meint Diem Meier: &ldquo;Gut m&ouml;glich, dass Mario Draghi und andere bei der EZB das gar nicht so anders sehen und vor allem wegen dem internen Widerstand die Kritik abgewehrt haben. Darauf w&uuml;rde hindeuten, dass Draghi, wie andere Vertreter der Notenbank nicht m&uuml;de werden, zu betonen, dass die EZB durchaus noch weitere Ma&szlig;nahmen zur Verf&uuml;gung hat. Und wie eingangs erw&auml;hnt: Draghi hat zur Kritik an der Geldpolitik explizit klargemacht, dass er der Analyse des IWF nur im Augenblick widerspreche.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Billigarbeitskr&auml;fte f&uuml;r China<\/strong><br>\nSeit zwei Jahren produziert die Firma Huajian Shoe in &Auml;thopien f&uuml;r den US-Markt. Die Schuhe sind f&uuml;r Marken wie Tommy Hilfiger oder Guess. Es wird viel geklebt. Einen Schutz aber tragen nur die wenige Arbeiter. Mittlerweile schaffen sie 7.000 Paar am Tag. Produktionsleiter ZuDong Ma ist zufrieden. Nur mit der Kommunikation hapert es noch ein bisschen: &ldquo;Wir verst&auml;ndigen uns mit H&auml;nden und F&uuml;&szlig;en. Aber ich kann auch einige einfache W&ouml;rter in der lokalen Sprache hier: tollo tollo hei&szlig;t schnell schnell  und Ali Baba hei&szlig;t du Dieb.&rdquo;<br>\nDie Fabrik sieht genauso aus wie die Zentrale in China. &ldquo;Verantwortung durch P&uuml;nktlichkeit&rdquo;, steht auf Bannern oder &ldquo;Leistung durch Konzentration&rdquo;.&rdquo;Uns ist das wichtig. F&uuml;r unsere Firma geh&ouml;ren diese Leits&auml;tze zur Kultur. Wir hoffen, dass etwas davon h&auml;ngen bleibt wenn die Arbeiter die Schilder anschauen&rdquo;, erkl&auml;rt Nara Zhou. Die 24-J&auml;hrige ist gerade neu und die rechte Hand vom Chef.<br>\nKulturrevolution in &Auml;thiopien. Die Chinesen nennen es Entwicklungshilfe. Sie h&auml;tten ja nur 120 Landsleute mitgebracht, als Aufseher, aber 3.500 Arbeitspl&auml;tze geschaffen.<br>\nZum Beispiel f&uuml;r Eden: Die 22-J&auml;hrige ist gelernte Schuhmacherin. Das Handwerk hat Tradition in &Auml;thiopien. Einen Job hatte sie vorher nicht, denn Arbeitslosendquote liegt hier bei mindestens 40 Prozent.<br>\nEden arbeitet zehn Stunden am Tag, sechs Tage die Woche. 45 Dollar im Monat reichen selbst in &Auml;thiopien kaum zum Leben. Allein die Miete kostet 15 Dollar. Zum Leben bleibt dann eine Dollar am Tag. &ldquo;Ich &uuml;berlebe, aber mir eine Zukunft aufbauen kann ich damit nicht. Dabei arbeite ich so viel. Das ist nicht fair&rdquo;, sagt Eden. Fleisch zum Essen kann sie sich nicht leisten. Ein Paar Schuhe kosten im Laden doppelt so viel wie das was Eden im Monat verdient. Das Absurde: Ihr Gehalt liegt sogar noch &uuml;ber dem &auml;thiopischen Mindestlohn. Genau deshalb steht die Schuhfabrik hier, denn die L&ouml;hne in China sind mittlerweile zu hoch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/politik-weltgeschehen\/weltspiegel\/sendung\/ndr\/2014\/schuhfabrik-100.html\">DasErste<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Bayernwahl: Die Landschaftspfleger<\/strong><br>\nIn keiner anderen Partei sind Provinzf&uuml;rsten so m&auml;chtig. Wenn die Bayern am Sonntag B&uuml;rgermeister und Landr&auml;te w&auml;hlen, stimmen sie auch &uuml;ber das neue Gesicht der CSU ab.&nbsp; &ldquo;Fr&uuml;her hatten wir einen K&ouml;nig, heute haben wir die Landr&auml;te&rdquo;, sagt Horst Seehofer manchmal. Der CSU-Chef kennt diese K&ouml;nige. Jede andere Partei besetzt ihren Vorstand mit Ministerpr&auml;sidenten und Landeschefs. Die CSU existiert nur in Bayern, also bestimmen die Provinzf&uuml;rsten ihre F&uuml;hrungsetage. Sechs Kommunalpolitiker sitzen im Vorstand und entscheiden &uuml;ber die gro&szlig;en Fragen der Partei, Bayerns &ndash; und der Republik. &ndash; Wenn die Bayern an diesem Sonntag neue B&uuml;rgermeister und Landr&auml;te w&auml;hlen, stimmen sie also auch &uuml;ber das Gesicht der CSU ab. Sie k&ouml;nnen sich f&uuml;r CSU-Kandidaten entscheiden, die Windr&auml;der planen und auf dem Christopher Street Day mitmarschieren. Diese Kandidaten haben es bisher schwer mit ihrer Partei. Sie k&ouml;nnen aber auch f&uuml;r CSU-Kandidaten stimmen, die Politik machen, als s&auml;&szlig;e noch immer Franz Josef Strau&szlig; in der Staatskanzlei. Mit diesen Kandidaten hat es die Partei inzwischen schwer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2014%2F03%2F15%2Fa0158&amp;cHash=200bee0cacc9cacfc5b221565ab9d8cf\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Kommunalwahlen in Bayern sind zwar entschieden. Aber der Artikel f&uuml;hrt ganz gut in die Befindlichkeit der CSU ein. &ndash; Sicherlich sind in Bayern zun&auml;chst einmal die Stichwahlen abzuwarten, aber der von Seehofer angepeilte Wiederaufstieg der CSU zu alter Gr&ouml;&szlig;e ist nicht gelungen. Vor allem die st&auml;dtische Bev&ouml;lkerung sieht sich bzw. Bayern nicht mehr selbstverst&auml;ndlich in der CSU repr&auml;sentiert. Das liegt letztlich auch an Seehofer selbst. Die SZ schrieb: &ldquo;Das ist bitter f&uuml;r Seehofer, den Parteimodernisierer, der seine CSU j&uuml;nger, weiblicher, liberaler machen wollte. Es ist aber auch die Quittung daf&uuml;r, <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/kommunalwahl-in-bayern-seehofer-stoesst-an-grenzen-1.1914097\">dass Seehofer im Zweifel stets bereit war, seine eigenen Ziele zu unterlaufen<\/a>.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Populisten und Urbane &ndash; Journalismus und Medien in Orb&aacute;ns Ungarn<\/strong><br>\nGleich nach ihrer Macht&uuml;bernahme machte sich die nationalkonservative Regierung von Viktor Orb&aacute;n daran, die ungarischen Medien unter ihre Kontrolle und auf ihre politische Linie zu bringen. Das europ&auml;ische Ausland reagierte mit Entr&uuml;stung.<br>\nDabei hat die G&auml;ngelung des &ouml;ffentlichen Rundfunks und Fernsehens im Nachwende-Ungarn eine traurige Tradition. Das politische Lagerdenken in den Printmedien begann sogar schon nach dem Ersten Weltkrieg: Damals wie heute stehen sich national-konservative &ldquo;Populisten&rdquo; und links-liberale &ldquo;Urbane&rdquo; unvers&ouml;hnlich gegen&uuml;ber, oft auf Kosten einer unabh&auml;ngig-kritischen Berichterstattung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/pressefreiheit-populisten-und-urbane.922.de.html?dram:article_id=278105\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein Bericht &uuml;ber die Situation des Journalismus in Ungarn, der daran erinnert, dass in einem EU-Mitglied eine autorit&auml;re Regierung an der Macht ist, welche die Pressefreiheit mit F&uuml;&szlig;en tritt. Dies wird aber in Berlin und Br&uuml;ssel nicht einmal mit einem Schulterzucken quittiert und offenbart die Verlogenheit der deutschen und europ&auml;ischen Au&szlig;enpolitik. Oder Hat man schon jemals davon geh&ouml;rt, dass die EU die ungarische Opposition gegen das Orban-Regine unterst&uuml;tzt? Hat man je von einem Treffen von Steinmeier mit ungarischen Orban-Gegnern geh&ouml;rt?<\/em><br>\n<em>In der Ukraine hingegen hat man pl&ouml;tzlich, nach der Ablehnung des Assoziierungsabkommen durch Janukowitsch, die demokratischen Defizite seiner Regierung entdeckt und deren Sturz tatkr&auml;ftig vorangetrieben. Und wie man sich in Ungarn genauso wenig daran st&ouml;rt, dass im ungarischen Parlament die faschistische und offen antisemitische Jobbik sitzt und gelegentlich mit Orbans Fidesz kooperiert, st&ouml;rt man sich genauso wenig in der Ukraine daran, dass mit der Svoboda nun in Kiew Ultranationalisten in Schl&uuml;sselpositionen sitzen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(JK\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-21117","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21117","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=21117"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21117\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21120,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21117\/revisions\/21120"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=21117"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=21117"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=21117"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}