{"id":21138,"date":"2014-03-20T08:42:56","date_gmt":"2014-03-20T07:42:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21138"},"modified":"2014-03-20T08:43:08","modified_gmt":"2014-03-20T07:43:08","slug":"hinweise-des-tages-2091","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21138","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21138#h01\">Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21138#h02\">Ein&auml;ugigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21138#h03\">Ein neuer Wilhelminismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21138#h04\">Deflationsgefahr im Euroraum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21138#h05\">Hangout mit Br&uuml;ssel und die EU ohne Austerit&auml;tspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21138#h06\">Andreas Fischer-Lescano: &bdquo;Diese neoliberale Politik ist unvereinbar mit den Menschenrechten&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21138#h07\">OECD-Bericht: Wie die Krise das Leben der Menschen ver&auml;ndert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21138#h08\">8,50 Euro pro Stunde sch&uuml;tzen Vollzeitbesch&auml;ftigte nicht vor &raquo;Hartz IV&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21138#h09\">Sanktionen im SGB II. Verfassungsrechtliche Legitimit&auml;t, &ouml;konomische Wirkungsforschung und Handlungsoptionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21138#h10\">Sachgrundlose Befristung bleibt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21138#h11\">Alle Telefonate eines Landes gespeichert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21138#h12\">Chemiewaffen in Syrien &ndash; Giftiges Geheimnis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21138#h13\">Deutschland liefert Kampfdrohnen-Teile an USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21138#h14\">Insider: Hoene&szlig; hatte 400 Millionen auf Geheimkonto<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21138#h15\">&ldquo;Noch immer werden Dinosaurier gebaut&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21138#h16\">Gr&uuml;ne kritisieren Hochschulpolitik von SPD-Ministerin Svenja Schulze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21138#h17\">Streit um neues NRW-Hochschulgesetz &ndash; Nur ein bisschen weniger neoliberal?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21138#h18\">Studentischer Richtungsstreit &ndash;  Der Dachverband fzs wehrt sich gegen Kritik<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21138&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ukraine<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Verprellt der IWF die Ukraine?<\/strong><br>\nEin Regierungschef, der angesichts einer stagnierenden Wirtschaft eine Wahl gewinnen will, muss das Wachstum ankurbeln. Dies ist eines der grundlegendsten Prinzipien moderner Politik. Und doch scheint der Westen, der seinen Verb&uuml;ndeten in der ukrainischen &Uuml;bergangsregierung zum Sieg bei den Wahlen am 25. Mai verhelfen will, das vergessen zu haben. Stattdessen werden Pl&auml;ne gemacht, der Ukraine das umfassendste Sparpaket aufzuerlegen, das Osteuropa je gesehen hat. So gewinnt man keine Wahlen. Es ist Zeit, den IWF zu erinnern, dass momentan politische Stabilit&auml;t oberste Priorit&auml;t haben muss &ndash; und nicht eine Menge kontroverser Reformen. Der IWF versucht schon seit langem, der Ukraine eine Vielzahl wirtschaftlicher &bdquo;Reformen&ldquo;. aufzun&ouml;tigen. Einige davon sind vern&uuml;nftig, andere nicht &ndash; und die bisherige Erfolgsbilanz des IWF in der Ukraine ist schwach. Einige der Reformen, zu deren Umsetzung der IWF die Ukraine bewegen wollte &ndash; zum Beispiel die Privatisierung des Rentensystems &ndash; wurden bereits in anderen L&auml;ndern ausprobiert und dort verworfen. Der IWF liegt nicht immer richtig. Sein gr&ouml;&szlig;ter blinder Fleck in Bezug auf die Ukraine sind heute Verbrauchersubventionen und Transferleistungen. In einem kalten Land, wo ein Gro&szlig;teil der Bev&ouml;lkerung Heizsubventionen zum &Uuml;berleben braucht und es massiver Investitionen bedarf, um die Energieeffizienz zu erh&ouml;hen, ist ein abrupter Subventionsentzug gegen&uuml;ber den Haushalten politisch undenkbar. Keine Regierung, die pl&ouml;tzlich die Heizsubventionen senkt, wird &uuml;berleben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/mitchell-a--orenstein-says-that-the-west-should-not-demand-austerity-until-after-the-may-election\/german\">Project Syndicate<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Artikel betont immer wieder, dass man solche Ma&szlig;nahmen nicht vor Wahlen, sondern erst danach umsetzen solle. Als ob man z.B. nach den Wahlen, einfach so Renten k&uuml;rzen k&ouml;nnte, von denen, wie im Artikel ausgef&uuml;hrt, nicht nur Rentnerinnen &ndash; die M&auml;nner werden erst gar nicht so alt -, sondern deren Familien leben. Der Erfolg des IWF ist, was Ihren Einsatz in Entwicklungsl&auml;ndern betrifft, seit Jahrzehnten blamabel gering. Umso trauriger, dass EU, die in der Vergangenheit gerne auf den Erfahrungsschatz des IWF, verwies, inzwischen den Lehrmeister in seinen schlechtesten Austerit&auml;tsprogrammen &uuml;bertrifft. So ist denn von der EU leider wenig an Hilfestellung f&uuml;r die Ukraine zu erwarten. Die jetzt beschlossene, total &uuml;bersch&auml;tzte Unterzeichnung des politischen Teils des EU-Assoziierungsabkommens mit der Ukraine ist nichts anderes als Propagandaget&ouml;se. Der politische Teil ist eigentlich ein Witz, selbst zwischen den jetzigen Mitgliedern l&auml;sst die Zusammenarbeit in der Au&szlig;enpolitik, in Justiz- und Grundrechtsfragen viel zu w&uuml;nschen &uuml;brig. Die unterschiedlichen Positionen in der Au&szlig;enpolitik sind evident. In Justiz- und Grundrechtsfragen hat sich die EU z.B. im Falle Berlusconis oder Orban als sehr flexibel erwiesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Manchmal bedarf es einer glaubw&uuml;rdigen Drohung<\/strong><br>\nDie Situation zwischen Russland und der Ukraine droht zu eskalieren. Mit dem Ausgang des Referendums pro Anschluss werden von russischer Seite Fakten geschaffen, denen die Ukraine nichts entgegenzusetzen hat au&szlig;er einem noch schnelleren Anschluss des verkleinerten Staates an den Westen. Wir wollen nicht die ganze Geschichte wieder aufrollen, aber es kann keinen Zweifel geben, dass der Westen grandiose Fehler im Umgang mit der Ukraine und Russland gemacht hat. Jeder halbwegs informierte Au&szlig;enpolitiker h&auml;tte wissen m&uuml;ssen, dass man nicht einfach die Ukraine insgesamt aus dem Einflussbereich Russlands bewegen kann, ohne dass Russland sich zumindest darauf besinnt, dass die Krim russisches Kernland war und unter v&ouml;llig anderen Umst&auml;nden (n&auml;mlich unter denen einer funktionierenden Sowjetunion) in den f&uuml;nfziger Jahren der Ukraine zugesprochen worden war. Au&szlig;erdem sollte man bedenken, dass Russland nach dem deutschen Mauerfall in Hinblick auf seinen Gro&szlig;machtstatus enorme Zugest&auml;ndnisse an den Westen gemacht und beispielsweise der raschen und vollst&auml;ndigen Integration der baltischen Staaten in die EU zugestimmt hat. (&hellip;)<br>\nErstaunlich an der Sache ist, wie leicht der Westen sich zu &bdquo;eskalierenden&ldquo; Sanktionen bereit zeigt, nachdem er erkennen muss, dass er in der Sackgasse steckt. Offenbar glaubt man im Westen daran, dass bestimmte Menschen oder Systeme von ihrem aggressiven Verhalten anderen gegen&uuml;ber erst dann ablassen, wenn sie den Eindruck gewinnen, dass ihnen ernsthaft entgegen getreten wird. Das ist in diesem Fall fast l&auml;cherlich, weil es viel zu viele westliche Wirtschaftsinteressen gibt, als dass man aus Richtung Westen wirklich glaubw&uuml;rdig und ernsthaft drohen k&ouml;nnte. Au&szlig;erdem sind &ndash; so bitter das f&uuml;r die dortigen Menschen sein mag &ndash; weder die Krim noch die Ukraine f&uuml;r den Westen wichtig genug, um daf&uuml;r hohe Risiken einzugehen. (&hellip;)<br>\nWer jetzt in Deutschland so leicht &uuml;ber abgestufte Sanktionen gegen Russland redet, braucht sich nicht zu beschweren, wenn eines Tages diese Taktik gegen unser Land verwendet wird. N&auml;mlich dann, wenn Deutschland nicht rechtzeitig merkt, dass es besser w&auml;re, auch &uuml;ber eigene Fehler und eine grundlegende &Auml;nderung seines Kurses und des Umgangs mit anderen Nationen nachzudenken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/manchmal-bedarf-es-einer-glaubwuerdigen-drohung\/\">flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ein&auml;ugigkeit<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gewaltsamer &Uuml;bergriff auf TV-Direktor in der Ukraine<\/strong><br>\nMitglieder des ukrainischen Parlaments sind in Kiew in das B&uuml;ro des Direktors des staatlichen Fernsehsenders NTKU eingedrungen und haben Alexander Panteleymonow zur Unterzeichnung einer R&uuml;cktrittserkl&auml;rung gezwungen.<br>\nDie Eindringlinge geh&ouml;ren der rechtspopulistischen ukrainischen Swoboda-Partei an.<br>\nSie warfen dem TV-Direktor die Fernseh&uuml;bertragung der Unterzeichnung des Vertrages &uuml;ber die Eingliederung der Krim in die russische F&ouml;deration und die Unterst&uuml;tzung des russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin vor.<br>\nDie Parlamentsmitglieder zwangen Panteleymonow unter Einsatz k&ouml;rperlicher Gewalt an dessen Schreibtisch.<br>\nAnschlie&szlig;end musste der TV-Direktor eine R&uuml;cktrittserkl&auml;rung unterschreiben.<br>\nDie Swoboda-Mitglieder filmten ihren eigenen gewaltsamen &Uuml;bergriff und ver&ouml;ffentlichten die Aufnahmen anschlie&szlig;end im Internet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.euronews.com\/2014\/03\/19\/gewaltsamer-uebergriff-auf-tv-direktor-in-der-ukraine\/\">euronews<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der Anf&uuml;hrer der Attacke auf den TV-Direktor, der die Putin-Rede ausstrahlen lie&szlig;,  <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/ukraine-tv-chef-mit-schlaegen-zum-ruecktritt-gezwungen-a-959711.html\">Igor Miroschnitschenko, ist Mitglied des Parlamentsausschusses f&uuml;r Pressefreiheit<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu passt:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Westen ist auf dem rechten Auge blind<\/strong><br>\nOb der franz&ouml;sische Au&szlig;enminister Laurent Fabius nicht doch ein bisschen arg verharmlosend formulierte, als er die mit drei Ministern in der ukrainischen &Uuml;bergangsregierung vertretene Partei &bdquo;Swoboda&ldquo; als &bdquo;nur ein bisschen weiter rechts als die anderen Parteien&ldquo; bezeichnete?&hellip;<br>\nEs war der ehemalige EU-Kommissar und Sozialdemokrat G&uuml;nter Verheugen, der soeben in einem Interview mit dem Deutschlandfunk in aller Deutlichkeit darauf aufmerksam machte, aus welchem Holz die Swoboda-Anh&auml;nger geschnitzt sind: &bdquo;Die sind getrieben von Russen-Hass, von Juden-Hass und Polen-Hass. Es ist schierer Nationalismus, &uuml;berzogener, exzessiver Nationalismus. Sie rufen nach Atomwaffen f&uuml;r die Ukraine. Sie halten auch die Europ&auml;ische Union &uuml;brigens nicht f&uuml;r ein erstrebenswertes Ziel, sondern f&uuml;r ein k&uuml;nstliches Gebilde, das sowieso zum Absterben verurteilt ist.&ldquo;&hellip;<br>\n&hellip; wenn westliche Regierungen die damit einhergehenden Gefahren kleinreden oder bewusst ignorieren, ist erst recht niemandem gedient. Au&szlig;er eben den Extremisten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/andere-meinung\/swoboda-partei-in-der-ukraine-der-westen-ist-auf-dem-rechten-auge-blind\/9641206.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Arno Kl&ouml;nne: &ldquo;Der Osten&rdquo; in deutschen Politikerk&ouml;pfen<\/strong><br>\nWie Stellungnahmen im neuen Kalten Krieg zustande kommen<br>\nGegen die russische Regierungspolitik die &ldquo;harte Tour&rdquo; fahren, wie es einflussreiche deutsche Publizisten fordern? &ldquo;Besonnen&rdquo; reagieren, wozu die meisten Wirtschaftsexperten hierzulande raten? Auch die westliche Geopolitik kritisch in den Blick nehmen, was keineswegs nur linke Analysten empfehlen? Da haben es diejenigen, in deren Hand die professionelle Politik liegt, nicht leicht. Welchen Ratschl&auml;gen sollen sie folgen? Auf welche Gef&uuml;hle und Interessen im eigenen Land sollen sie R&uuml;cksicht nehmen? Was an externen &ldquo;Vorgaben&rdquo; ist zu beachten?&hellip;<br>\nDie Bespiele verweisen darauf, dass ostpolitische Auftritte der Politprominenz in der Bundesrepublik mit den Realit&auml;ten im Osten Europas nicht zusammenh&auml;ngen m&uuml;ssen. Sie bed&uuml;rfen auch nicht vertiefter Kenntnisse in &ouml;stlicher politischer Geographie. Dass dies der gesellschaftlichen Entwicklung und dem Schicksal der Bev&ouml;lkerung in der Ukraine, auf der Krim und in Russland gut bekommen wird, ist nicht anzunehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/41\/41278\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>Dazu passt:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><strong>Putin vs. Obama eine linguistische Analyse<\/strong><br>\nZielsetzung dieser Arbeit ist es, auf pragmalinguistischer Grundlage nachzuweisen, dass in der deutschen Presse die angemessene Objektivit&auml;t in der Darstellung des amerikanischen Pr&auml;sidenten Barack Obama und russischen Staatsf&uuml;hrers Wladimir Putin nicht gem&auml;&szlig; publizistischer Richtlinien eingehalten, und die Meinung der Leser nach eigenem Gutd&uuml;nken beeinflusst wird.<br>\nDazu war es notwendig, einen politischen Anlass zu finden, zu dem beide Politiker Stellung beziehen. Die Darstellung des Raketenabwehrschirmes in Europa in den Printmedien ist hierf&uuml;r geeignet, da die Beurteilung dieses Gegenstandes durch die Medien die jeweilige Sichtweise der beiden Politiker zu eben diesem Thema in einem entsprechend positiven<br>\nbeziehungsweise negativen Licht erscheinen l&auml;sst.<br>\nStellvertretend f&uuml;r das liberale Spektrum in Deutschland wurde die S&uuml;ddeutsche Zeitung ausgew&auml;hlt. Die konservative Ausrichtung wird durch die Frankfurter Allgemeine Zeitung repr&auml;sentiert.<br>\nAnhand ausgew&auml;hlter Artikel dieser zwei Leitmedien wurde auf den drei Ebenen Wort, Satz und Text analysiert, mit welchen sprachlichen Mitteln die Verfasser versuchen, ihre pers&ouml;nliche Wertung entweder verdeckt oder offen auszudr&uuml;cken. Die Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung best&auml;tigen die These der tendenzi&ouml;sen Berichterstattung und sollen dazu beitragen, einen neuen Forschungszweig aus der Verbindung von Medien- und Sprachwissenschaften zu schaffen, der sich mit der Rolle der Medien in der Kriegsvorbereitung besch&auml;ftigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.medienverantwortung.de\/wp-content\/uploads\/2009\/07\/2014-Zwingli_BA_Putin-Obama.pdf\">Bachelor-Arbeit von Mirjam Zwingli, Hochschule f&uuml;r angewandte Sprachen &ndash; Fachhochschule des Sprachen &amp; Dolmetscher Instituts M&uuml;nchen &uuml;ber Institut f&uuml;r Medienverantwortung [PDF &ndash; 2.8 MB]<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Hart aber unfair&rdquo; &ndash; Plasbergs Propagandashow<\/strong><br>\nMontag Abend talkte (diskutieren kann man sowas nicht nennen) Frank Plasberg unter dem tendenzi&ouml;sen und suggestiven Titel: &ldquo;Eiszeit im Fr&uuml;hling &ndash; m&uuml;ssen wir Angst vor Russland haben?&rdquo;&hellip;<br>\nEs dauerte 15 Sekunden bis Plasberg dem russischen Gast das erste Mal ins Wort fiel &ndash; und so ging es weiter. W&auml;hrend die vier Vertreter der westlichen NATO-Doktrin von Zwischenfragen weitestgehend ungest&ouml;rt, die bekannte westliche Sicht der Dinge darlegen konnten, sah sich Rodionov mit st&auml;ndigen Unterbrechungen konfrontiert.<br>\nBesonders perfide waren Kameraeinstellungen, die regelm&auml;&szlig;ig einen maskierten russischen &ldquo;Heckensch&uuml;tzen&rdquo; in Rodionovs R&uuml;cken platzierten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/propagandaschau\/hart-aber-unfair201d-plasbergs-propagandashow\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Zur Erinnerung: Rede Putins am 25.09.2001 im deutschen Bundestag<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=zFhpsNtPKcI\">YouTube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ein neuer Wilhelminismus<\/strong><br>\nDas au&szlig;enpolitische Establishment Berlins will neue &ldquo;Rufe&rdquo; nach &ldquo;deutscher F&uuml;hrung&rdquo; im eskalierenden Konflikt mit Russland vernommen haben. &ldquo;Nicht von der EU, noch nicht einmal so richtig von den Vereinigten Staaten&rdquo; werde diese &ldquo;F&uuml;hrung&rdquo; erhofft, sondern von Berlin, berichtet ein Teilnehmer des j&uuml;ngsten &ldquo;Bergedorfer Gespr&auml;chskreises&rdquo; der Hamburger &ldquo;K&ouml;rber-Stiftung&rdquo; unter Bezug auf die dortige Debatte. An ihr hatten sich au&szlig;er Vertretern der deutschen Au&szlig;enpolitik auch Experten aus weiteren EU-Staaten beteiligt und die Ansicht erkennen lassen, &ldquo;die Hauptrolle in Europa&rdquo; falle &ldquo;einfach Deutschland zu&rdquo;. W&auml;hrend die PR-Kampagne f&uuml;r eine aggressivere deutsche Weltpolitik fortdauert, melden sich im au&szlig;enpolitischen Establishment inzwischen auch vorsichtigere Stimmen zu Wort. Die &ldquo;deutsche Macht&rdquo;, die heute immer wieder beschworen werde, d&uuml;rfe nicht &uuml;bersch&auml;tzt werden, hei&szlig;t es etwa. Ein einstiger Chefredakteur der Wirtschaftszeitung &ldquo;Handelsblatt&rdquo; wirft der Berliner Au&szlig;enpolitik ausdr&uuml;cklich einen &ldquo;neuen Wilhelminismus&rdquo; vor. Ganz wie im sp&auml;ten deutschen Kaiserreich werde das Machtstreben &ouml;ffentlich in einer Weise begleitet, die &ldquo;auftrumpfend und abkanzelnd&rdquo; zugleich sei; das habe sich bereits in der Auseinandersetzung um die Euro-Krise gezeigt. Die Berliner Kompromisslosigkeit sei fatal; Deutschland solle sich stattdessen &ldquo;von der Idee verabschieden, alle anderen in Europa m&uuml;ssten sich &auml;ndern&rdquo; &ndash; nur die Deutschen nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58826\">German-Foreign-Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Deflationsgefahr im Euroraum<\/strong><br>\nDie schwache Preisentwicklung im Euroraum gibt Anlass zur Sorge vor einer m&ouml;glichen Deflation. Vor allem die kurz- und mittelfristigen Inflationserwartungen der M&auml;rkte, die in den letzten Monaten weiter gesunken sind, und auch die Prognosen der EZB sprechen f&uuml;r eine lange Phase mit sehr niedrigen Inflationsraten, die deutlich unter dem Ziel der EZB liegen. &bdquo;Die Gefahr einer sich selbst verst&auml;rkenden Deflationsspirale ist bei lang anhaltend niedrigen Inflationsraten durchaus real&ldquo;, sagen Kerstin Bernoth, Marcel Fratzscher und Philipp K&ouml;nig vom Deutschen Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Der Handlungsspielraum der Europ&auml;ischen Zentralbank ist in der derzeitigen Lage sehr beschr&auml;nkt, da die konventionelle Geldpolitik ausgesch&ouml;pft ist. Die EZB sollte deshalb &uuml;ber unkonventionelle Ma&szlig;nahmen nachdenken, zu denen eine erh&ouml;hte Liquidit&auml;tsvergabe, ein negativer Einlagezins, und auch ein aktives Anleihenankaufprogramm geh&ouml;ren. &bdquo;Die EZB sollte mit diesen Ma&szlig;nahmen sehr vorsichtig umgehen, da sie auch Risiken enthalten, und diese dann nutzen, wenn sie notwendig sind. Wir m&uuml;ssen diese Optionen offen diskutieren und sorgsam abw&auml;gen&ldquo;, betont Marcel Fratzscher. Philipp K&ouml;nig unterstreicht: &bdquo;Es ist in erster Linie auch die Wirtschaftspolitik in der Pflicht, nun entschieden zu handeln.&ldquo; Deshalb sollten jetzt nicht nur in den Krisenl&auml;ndern, sondern auch in Deutschland solche Reformen umgesetzt werden, die Wachstum und Investitionen nachhaltig f&ouml;rdern, um ein Abrutschen des gesamten Euroraums in eine Deflation zu verhindern.<br>\nZur Wahrung der Preisstabilit&auml;t strebt die EZB eine Inflationsrate von zwei Prozent an. Seit knapp einem Jahr liegt die Inflationsrate im Euroraum jedoch deutlich darunter. Auch in den gr&ouml;&szlig;eren Kernl&auml;ndern des Euroraums sind die Inflationsraten sehr niedrig; in Deutschland ist sie j&uuml;ngst auf 1,2 Prozent gesunken. In den Krisenl&auml;ndern liegt die Inflationsrate noch niedriger und Griechenland und Zypern befinden sich bereits in der Deflation. Die schwache Preisentwicklung ist nicht nur auf fallende Energie- und Lebensmittelpreise zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. In den Krisenl&auml;ndern m&uuml;ssen hohe Schuldenst&auml;nde abgebaut werden und Preise sowie L&ouml;hne zur Steigerung der Wettbewerbsf&auml;higkeit sinken. Da dieser notwendige Anpassungsprozess innerhalb des Euroraums noch nicht abgeschlossen ist, ist auch in absehbarer Zeit mit einer ged&auml;mpften Nachfrage und Preisentwicklung zu rechnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/sixcms\/detail.php?id=diw_01.c.440726.de\">DIW Pressemitteilung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Hangout mit Br&uuml;ssel und die EU ohne Austerit&auml;tspolitik<\/strong><br>\nIch war zu einem Hangout mit Br&uuml;ssel eingeladen, auf dem es eigentlich um Wege aus der europ&auml;ischen Krise gehen sollte. Die Veranstaltung entwickelte sich allerdings g&auml;nzlich anders.<br>\nWer sich die Debatte antun m&ouml;chte, kann das jetzt hier tun (wobei ich glaube, dass diese Live-Fassung demn&auml;chst gegen einen Zusammenschnitt ausgetauscht wird).<br>\nInteressant: Laut Werner Langen von der Europ&auml;ischen Volkspartei gibt es in Europa keine Austerit&auml;tspolitik!<br>\nV&ouml;llig neue Erkenntnisse also.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/\">Spiegelfechter<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Andreas Fischer-Lescano: &bdquo;Diese neoliberale Politik ist unvereinbar mit den Menschenrechten&ldquo;<\/strong><br>\nEin Interview mit Andreas Fischer-Lescano &uuml;ber die K&uuml;rzungspolitik in Europa und ihre rechtlichen Grundlagen. Andreas Fischer-Lescano ist Rechtswissenschaftler und Professor an der Universit&auml;t Bremen mit den Forschungsschwerpunkten &Ouml;ffentliches Recht, Europarecht, V&ouml;lkerrecht, Rechtstheorie und Rechtspolitik.<br>\n&hellip;inwiefern die Austerit&auml;tspolitik in die Menschenrechte eingreift, haben mittlerweile schon zahlreiche internationale Organisationen festgestellt. Berichte der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), des Europ&auml;ischen Sozialausschusses, des UN-Sozialausschusses und j&uuml;ngst auch ein im Auftrag des Europ&auml;ischen Menschenrechtskommissars angefertigter Bericht kritisieren die Auswirkungen dieser Politik als unvereinbar mit den Menschenrechten. Die Sparpolitik verletzt das Recht auf Gesundheit, das Recht auf das sozio&ouml;konomische Existenzminimum, die Tarifautonomie, die Bildungsfreiheit. Allerdings ist es bislang so, dass sich die Berichte und Rechtsverfahren nicht gegen die Troika unmittelbar, sondern gegen die Nationalstaaten gerichtet haben, die die Sparma&szlig;nahmen umzusetzen haben. Es ist aber meines Erachtens an der Zeit, einmal die Menschenrechtsbindungen der Troika selbst herauszuarbeiten. Es ist ineffektiv, wenn man nur auf der staatlichen Umsetzungsebene ansetzt. Die Troika agiert derzeit weitgehend unkontrolliert. Das gilt es zu &auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1288\">annotazioni<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>OECD-Bericht: Wie die Krise das Leben der Menschen ver&auml;ndert<\/strong><br>\n&ldquo;Sie kriegen weniger Kinder, gehen seltener zum Arzt, werden unzufriedener: Ein Bericht der OECD zeigt die Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise. Die zentralen Ergebnisse im &Uuml;berblick&hellip;.<br>\nW&auml;hrend der Krisenjahre von 2008 bis 2011 bekamen die Menschen in mehr als zwei Dritteln der OECD-L&auml;nder &ndash; unter anderem in Griechenland, Portugal und Spanien &ndash; weniger Kinder&hellip;<br>\nIn Spanien beispielsweise stieg die Scheidungsrate ab 2009 wieder &ndash; nachdem sie mehrere Jahre gesunken war&hellip;<br>\nVor allem in Griechenland, Italien, Portugal und Spanien, aber auch in den USA sank die Lebenszufriedenheit. Die Deutschen hingegen gaben an, zufriedener zu sein als noch vor 2007 und liegen damit knapp vor dem OECD-Durchschnitt&hellip;<br>\nIn Griechenland sind die Gesundheitsausgaben pro Kopf 2010 und 2011 jeweils um elf Prozent gefallen &ndash; von 2000 bis 2009 waren diese noch durchschnittlich um f&uuml;nf Prozent gewachsen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/oecd-bericht-wie-die-krise-das-leben-der-menschen-veraendert-1.1915680\">SZ<\/a>\n<p><strong>Siehe dazu: Society at a Glance 2014: OECD Social Indicators  (Gesellschaft auf einen Blick 2014)<\/strong><br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/els\/societyataglance.htm\">OECD<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/berlin\/soc_glance-2014-sum-de.pdf\">Deutschsprachige Zusammenfassung [PDF &ndash; 263 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>8,50 Euro pro Stunde sch&uuml;tzen Vollzeitbesch&auml;ftigte nicht vor &raquo;Hartz IV&laquo;<\/strong><br>\nViele glauben, dies reiche rechnerisch aus, damit kinderlose Alleinstehende in Vollzeit aus der Leistungsberechtigung nach SGB II (&raquo;Hartz IV&laquo;) herauswachsen k&ouml;nnen. Diese Hoffnung wird sich nicht erf&uuml;llen. Wie eine Auswertungen der Grundsicherungsstatistik durch die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) f&uuml;r die Bundestagsfraktion DIE LINKE belegt, k&auml;men &uuml;ber 40 Prozent aller Singles im &raquo;Hartz-IV&laquo;-Bezug selbst dann nicht &uuml;ber das Grundsicherungsniveau hinaus, wenn sie eine Vollzeitbesch&auml;ftigung zu einem Stundenlohn von 8,50 Euro h&auml;tten. Die Ursache: Der anvisierte Mindestlohn ist schon heute zu niedrig, um die steigenden Mieten und Heizkosten (KdU) zu decken. Die n&auml;mlich d&uuml;rften bei Mindestl&ouml;hnern mit Vollzeitjob nicht mehr als 345 Euro betragen. Tats&auml;chlich aber liegen sie im Westen bei fast jedem zweiten Single mit &raquo;Hartz-IV&laquo;-Bezug &uuml;ber diesem Grenzwert&hellip;<br>\nEin Stundenlohn von 8,50 Euro ergibt bei einer durchschnittlichen tariflichen Wochenarbeitszeit von 37,7 Stunden (Vollzeit) ein Monats-Brutto von 1.388 Euro. Bei Steuerklasse I\/0 gehen hiervon 352 Euro an Lohnsteuer und Sozialbeitr&auml;gen ab &ndash; unterm Strich verbleibt also ein Monats-Netto in H&ouml;he von 1.036 Euro.<br>\nDem gegen&uuml;ber steht der SGB-II-Bedarf von Alleinstehenden. Er setzt sich zusammen aus dem monatlichen Regelbedarf (Stufe 1) von derzeit 391 Euro sowie den Kosten f&uuml;r Unterkunft und Heizung; zu ber&uuml;cksichtigen ist zudem ein Erwerbst&auml;tigen-Freibetrag von 300 Euro, der nicht auf die Grundsicherung angerechnet wird.<br>\nZieht man vom Nettolohn (1.036 Euro) den Regelbedarf (391 Euro) sowie den Erwerbst&auml;tigenfreibetrag (300 Euro) ab, so verbleibt ein Rest von 345 Euro. Diese 345 Euro stecken den Spielraum ab f&uuml;r die Kosten der Unterkunft und Heizung: Liegen die Wohnkosten oberhalb von 345 Euro, so k&ouml;nnen Alleinstehende die &raquo;Hartz-IV&laquo;-Abh&auml;ngigkeit mit einem Mindestlohn von 8,50 Euro nicht &uuml;berwinden. Sie h&auml;tten trotz Vollzeitjob weiterhin Anspruch auf aufstockende Leistungen der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.portal-sozialpolitik.de\/info-grafiken\/wo-der-mindestlohn-nicht-reicht\">Portal Sozialpolitik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Sanktionen im SGB II. Verfassungsrechtliche Legitimit&auml;t, &ouml;konomische Wirkungsforschung und Handlungsoptionen<\/strong><br>\nEine systematische und umfassende Analyse von Sanktionen und ihren Wirkungen existiert bisher nicht &hellip; Zugespitzt lassen sich folgende Positionen und Argumentationsmuster erkennen: Kritikerinnen und Kritiker stellen das verfassungsrechtlich gebotene Existenzminimum ins Zentrum ihrer Argumentation und lehnen Sanktionsma&szlig;nahmen als Angriff auf die W&uuml;rde des Menschen ab&hellip;<br>\nBef&uuml;rworterinnen und Bef&uuml;rworter argumentieren mit einem &bdquo;berechtigten staatlichen Interesse&ldquo; an der Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben und verweisen auf die Pflicht der Leistungsempf&auml;ngerinnen und -empf&auml;nger, an der Beendigung des Leistungsbezugs und der Eingliederung in den Arbeitsmarkt aktiv mitzuwirken&hellip;<br>\nAuch in der Wahrnehmung und Beurteilung der Sanktionspraxis in den Jobcentern sowie den Auffassungen &uuml;ber eine sinnvolle und wirksame Ausgestaltung von Sanktionsma&szlig;nahmen gehen die Meinungen deutlich auseinander. Je nach Blickwinkel erscheinen entweder die Leistungsempf&auml;nger oder die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Jobcentern in einem negativen Licht&hellip;<br>\n&hellip; So weisen beispielsweise eine Reihe von Untersuchungen nach, dass Sanktionen im SGB II  Auswirkungen auf die Besch&auml;ftigungsaufnahme haben. Allerdings w&auml;re es verk&uuml;rzt, dies schon als Beleg f&uuml;r den &bdquo;Erfolg&ldquo; von Sanktionen zu werten.<br>\nDie vertiefte Analyse l&auml;sst nicht nur einen l&uuml;ckenhaften Forschungsstand zu bestimmten Fragen erkennen, sondern nicht selten zudem eine ausschlie&szlig;lich auf quantitative Wirkungen verengte Forschungsperspektive. Sogenannte &bdquo;nicht-intendierte&ldquo; Effekte wie z. B. gesundheitliche Folgen, Verschuldung oder R&uuml;ckzug vom Arbeitsmarkt werden eher selten in die Untersuchungen einbezogen. Diese verengte Perspektive schr&auml;nkt nicht nur die Interpretationsm&ouml;glichkeiten, sondern auch die Ableitung von Konsequenzen f&uuml;r die Gesetzgebung und die Verwaltungspraxis erheblich ein. &Uuml;ber Alternativen zu Sanktionen &ndash; so der Eindruck aus den vorliegenden Befunden &ndash; wird kaum nachgedacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/wiso\/10601.pdf\">Expertise von Oliver Ehrentraut, Anna-Marleen Plume, Sabrina Schmutz, Reinhard Sch&uuml;ssler im Auftrag der Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung [PDF &ndash; 511 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Sachgrundlose Befristung bleibt<\/strong><br>\nAuch k&uuml;nftig ist es Arbeitgebern m&ouml;glich, Besch&auml;ftigte ohne Begr&uuml;ndung befristet einzustellen. Die Fraktion Die Linke konnte sich mit ihrem Gesetzentwurf (18\/7) zur Abschaffung der sachgrundlosen Befristung nicht durchsetzen. Am Mittwochvormittag lehnte der Ausschuss f&uuml;r Arbeit und Soziales die Vorlage mit den Stimmen von CDU\/CSU und SPD ab. Die Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen enthielt sich.<br>\nDer Gesetzentwurf der Linken zielt darauf ab, im Teilzeit- und Befristungsgesetz die M&ouml;glichkeit der Befristung ohne Sachgrund zu streichen. &bdquo;Eine Befristung darf nur zul&auml;ssig sein, wenn es f&uuml;r sie einen sachlichen Grund gibt&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Entwurf. Die Abgeordneten begr&uuml;nden ihren Vorsto&szlig; damit, dass im Jahr 2012 bereits 44 Prozent aller Neueinstellungen befristet erfolgten. Da davon besonders junge Menschen betroffen seien, w&uuml;rde ihnen die Chance genommen, ihr Leben auf der Grundlage eines unbefristeten Arbeitsverh&auml;ltnisses mit einer gewissen Sicherheit planen zu k&ouml;nnen. &bdquo;Auch aus arbeitsrechtlicher Perspektive sind befristete Arbeitsverh&auml;ltnisse hochproblematisch, da sie den K&uuml;ndigungsschutz aush&ouml;hlen&ldquo;, schreiben die Abgeordneten&hellip;<br>\nSie wies darauf hin, dass der Anteil der sachgrundlosen Befristungen an allen Befristungen allein von 2012 bis 2013 um vier Prozent gestiegen sei.<br>\nDie Gr&uuml;nen sprachen sich zwar ebenfalls f&uuml;r die Abschaffung der sachgrundlosen Befristung aus. Es gebe gen&uuml;gend andere M&ouml;glichkeiten, Besch&auml;ftigte flexibel einzustellen, so das Argument der Fraktion. Ihre Enthaltung begr&uuml;ndete sie damit, dass sie bei Unternehmensgr&uuml;ndungen die sachgrundlose Befristung erhalten wolle, und dies in der Vorlage der Linken nicht entsprechend ber&uuml;cksichtigt werde.<br>\nDie SPD-Fraktion betonte, sie habe sich in ihrem Wahlprogramm ebenfalls f&uuml;r die Abschaffung der sachgrundlosen Befristung ausgesprochen. Aus Gr&uuml;nden der Koalitionsr&auml;son mit der Union werde die Fraktion nun jedoch gegen den Entwurf stimmen. Angesichts aktueller Zahlen &uuml;ber den hohen Anteil derjenigen Besch&auml;ftigten, die aus so einem Arbeitsverh&auml;ltnis &uuml;bernommen werden, sei diese Position auch zu rechtfertigen, hie&szlig; es aus der Fraktion.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2014_03\/2014_138\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Alle Telefonate eines Landes gespeichert<\/strong><br>\nFast t&auml;glich wird &uuml;ber Aussp&auml;haktionen des US-Geheimdienst NSA berichtet. Doch die neuesten Recherchen der &ldquo;Washington Post&rdquo; verbl&uuml;ffen &ndash; selbst angesichts all dessen, was bereits bekannt geworden ist. Demnach schneiden die USA Telefonate eines ganzen Landes mit&hellip;<br>\nDie &ldquo;Washington Post&rdquo; schreibt von einem Programm namens &ldquo;Mystic&rdquo;, das in der Lage sei, alle Telefongespr&auml;che eines nicht n&auml;her genannten Landes aufzunehmen und zu speichern, f&uuml;r 30 Tage. Danach w&uuml;rden alte Gespr&auml;che gel&ouml;scht, um Platz f&uuml;r neue Aufnahmen zu schaffen &ndash; so seien immer die letzten 30 Tage an Telefongespr&auml;chen gespeichert &ndash; und zwar zu 100 Prozent&hellip;<br>\nEine Anwendung namens &ldquo;Retro&rdquo; erlaube es der NSA n&auml;mlich, die gespeicherten Telefonate auch r&uuml;ckwirkend zu durchsuchen &ndash; was dem Geheimdienst die Ausforschung von Personen erlaubt, die zum Zeitpunkt des Gespr&auml;ches noch gar nicht von Interesse waren. Das sei wie eine Zeitmaschine, zitiert die &ldquo;Washington Post&rdquo; einen Manager des Programms&hellip;<br>\nF&uuml;r die Obama-Regierung k&ouml;nnte das unangenehm werden. Bislang hatte der Pr&auml;sident &uuml;ber die NSA-&Uuml;berwachungsprogramme gesagt: &ldquo;Bei Telefongespr&auml;chen h&ouml;rt niemand zu. Was die Geheimdienste tun, ist: Sie schauen auf Verbindungsdaten und darauf, wie lange ein Gespr&auml;ch dauern. Sie schauen nicht auf Namen, und nicht auf Inhalte.&rdquo;<br>\n&hellip; denn er h&auml;tte die Unwahrheit gesagt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/nsa-skandal120.html\">Tagesschau.de<\/a>\n<p><strong>Dazu: Die L&uuml;ge von den Metadaten<\/strong><br>\nVon wegen &ldquo;nur Metadaten&rdquo;: Forscher der Universit&auml;t Stanford haben selbst getestet, was Verbindungsdaten alles &uuml;ber Menschen offenbaren. Mit dem Ergebnis hatten selbst die Wissenschaftler &ldquo;nicht gerechnet.&rdquo;<br>\nDie vermeintlich anonymen Metadaten gaben Geheimnisse preis, die man wohl kaum einer staatlichen Datenbank anvertrauen will. Und man kann davon ausgehen, dass noch umso mehr zu erfahren ist, je l&auml;nger der Beobachtungszeitraum und je gr&ouml;&szlig;er die Zahl der Anschl&uuml;sse ist. Kein Wunder also, dass die NSA milliardenfach Verbindungsdaten &uuml;ber mindestens f&uuml;nf Jahre hinweg speichert. &ldquo;Wer die Nadel finden will, ben&ouml;tigt einen Heuhaufen&rdquo;, sagte einmal der scheidende NSA-Chef Keith Alexander.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/telefonueberwachung-durch-geheimdienste-die-luege-von-den-metadaten-1.1916548\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Chemiewaffen in Syrien &ndash; Giftiges Geheimnis<\/strong><br>\nDeutsche Unternehmen haben das Regime in Syrien mit Bauteilen und Stoffen f&uuml;r Waffenfabriken beliefert. Das zeigt nach Informationen von SZ und NDR ein vertraulicher Bericht der Organisation f&uuml;r das Verbot chemischer Waffen. Die Namen dieser Firmen aber werden nicht ver&ouml;ffentlicht.<br>\nGeliefert wurden teflonbeschichtete Reaktoren, Schl&auml;uche, Container, Kontrollventile, Steuerungsanlagen, eine Chemiewaschanlage und 2400 Tonnen der Schwefels&auml;ure Thionylchlorid, die zur Sarin-Produktion genutzt werden kann&hellip;<br>\nDas Ausw&auml;rtige Amt hat die OPCW-Liste dem Generalbundesanwalt &uuml;bermittelt, und der pr&uuml;ft, ob strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet werden. Die Verj&auml;hrungsfrist ist kompliziert. Sie beginnt erst nach Herstellung der Kriegswaffe und dauert zehn Jahre. Theoretisch also k&ouml;nnte da noch was sein &ndash; realististisch ist das nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/chemiewaffen-in-syrien-giftiges-geheimnis-1.1916449\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &bdquo;Die Bundesregierung hat erg&auml;nzende teils als Verschlusssache &bdquo;Vertraulich&ldquo; und teils als Verschlusssache &bdquo;Geheim&ldquo; eingestufte Informationen zu &bdquo;gelieferten G&uuml;tern, Jahresangaben sowie Angaben, inwieweit Lieferungen aus Deutschland erfolgten&ldquo; in der Geheimschutzstelle des Deutschen Bundestages hinterlegt &ndash; nicht aber &bdquo;Namen betroffener deutscher Unternehmen oder Angaben betreffend einzelne Lieferungen aus anderen Staaten&ldquo;. Begr&uuml;ndet wird dies in der Antwort unter anderem mit dem Schutz der Grundrechte Dritter, also etwa betroffener Unternehmen und ihrer Besch&auml;ftigten, sowie mit dem Schutz der nachrichtendienstlichen Zusammenarbeit und damit der Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland&ldquo;, <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2014_03\/2014_136\/03.html\">so hei&szlig;t es in der Antwort der Bundesregierung auf keine Kleine Anfrage der LINKEN.<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Deutschland liefert Kampfdrohnen-Teile an USA<\/strong><br>\nF&uuml;r Kampfdrohnen der US-Armee, die gegen mutma&szlig;liche Terroristen in Pakistan und Jemen eingesetzt werden, haben auch deutsche Firmen wichtige Teile geliefert. Das geht aus einer Antwort auf eine Abgeordnetenanfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor.<br>\nDemnach wurden im Jahr 2010 Propeller und noch im Jahr 2013 Regler f&uuml;r die US-Kampfdrohne vom Typ MQ-1 Predator (&ldquo;Raubtier&rdquo;) geliefert. Dar&uuml;ber hinaus seien f&uuml;r andere US-Drohnen wichtige Teile wie zum Beispiel Motoren geliefert worden. Der Drohnenkrieg der USA wird seit langem von Menschenrechtsorganisationen massiv kritisiert. Denn allein in Pakistan sollen Sch&auml;tzungen zufolge mehr als 3000 Menschen, darunter viele Zivilisten, get&ouml;tet worden sein. Auch deutsche Staatsb&uuml;rger sind durch US-Drohnen ums Leben gekommen.<br>\nDie Bundesregierung hat sich in der Vergangenheit bei der Bewertung von gezielten T&ouml;tungen durch die USA zur&uuml;ckgehalten, den Export von entscheidenden Teilen f&uuml;r die Drohnen aber offenbar genehmigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/aktuell\/drohnen175.html\">Das Erste, Panorama<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Insider: Hoene&szlig; hatte 400 Millionen auf Geheimkonto<\/strong><br>\nDie wahre Dimension des Falls sei in dem Verfahren vergangene Woche nicht aufgekl&auml;rt worden, sagte ein Insider in einem Interview mit dem Hamburger Magazin &bdquo;Stern&ldquo;. &ldquo;Die tats&auml;chlichen Betr&auml;ge, um die es geht, konnte die Justiz gar nicht nachvollziehen. Die meisten Kontounterlagen sind ja erst kurz vor Prozessbeginn vorgelegt worden.&rdquo; Hoene&szlig; war in dem Prozess wegen Steuerhinterziehung zu einer Strafe von dreieinhalb Jahren verurteilt worden.<br>\nTats&auml;chlich sei es im Fall Hoene&szlig; um h&ouml;here Betr&auml;ge gegangen als bislang bekannt. &ldquo;Er hatte zeitweise Werte von 600 Millionen Schweizer Franken auf seinem Konto&rdquo; &ndash; also ungef&auml;hr 400 Millionen Euro. &ldquo;Das Verm&ouml;gen schwankte kr&auml;ftig. Da gab es auch kurzfristig Ausschl&auml;ge in zweistelliger Millionenh&ouml;he.&rdquo; In dem Prozess hatte der Richter den H&ouml;chststand auf rund 150 Millionen Euro beziffert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/steuern\/steuerprozess_uli_hoeness\/weiter-raetsel-um-schweizer-konto-insider-hoeness-hatte-400-millionen-auf-geheimkonto_id_3701126.html\">Focus<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&ldquo;Noch immer werden Dinosaurier gebaut&rdquo;<\/strong><br>\nMit seinem &ldquo;Labor f&uuml;r vision&auml;re Architektur&rdquo; entwirft der Stuttgarter Architekt Tobias Wallisser die St&auml;dte der Zukunft: Ein alternatives Konzept f&uuml;r den Stuttgarter Hauptbahnhof (S 21) ebenso wie das futuristische Zentrum einer Co2-neutralen Retortenstadt in der W&uuml;ste Abu Dhabis.<br>\nWas uns ma&szlig;los ge&auml;rgert hat, war die Vorstellung, dass Stuttgart 21 Fortschritt bedeutet und als Fortschrittsverweigerer gilt, wer dagegen ist. Es geht aber eben nicht darum, ob man f&uuml;r oder gegen Zukunft ist. Die Fragen m&uuml;ssen lauten: Um welche Zukunft geht es uns? Was ist uns in der Zukunft wichtig? Und: Ist ein futuristisches Bild automatisch ein zukunftsf&auml;higes Konzept? S 21 zeigt, dass man auch heute noch einen Dinosaurier bauen kann. Das Konzept ist von vorgestern&hellip;<br>\nF&uuml;r uns war die Gleisfl&auml;che nie ein Problem. Die Gleisfl&auml;che eines Kopfbahnhofs k&ouml;nnte sogar einen Vorteil darstellen, wenn wir das gro&szlig;e Dach dar&uuml;ber zur Energieerzeugung nutzen. Unten drunter h&auml;tten wir die M&ouml;glichkeit, andere Verkehrssysteme anzubinden: Busse, Carsharing, U-Bahn und so weiter. Es w&auml;re doch toll, wenn ein Bahnhof als Mobilit&auml;tsknotenpunkt Zugang zu m&ouml;glichst vielen Verkehrssystemen bietet und Energie erzeugt. So w&uuml;rde er Technologie und einen bewussten Umgang mit der Natur zusammen bringen. Das muss doch der Anspruch sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/macht-markt\/155\/noch-immer-werden-dinosaurier-gebaut-2088.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein Experiment bei Kontext: Jungjournalisten der Reportageschule Reutlingen haben die Ausgabe 155 komplett &uuml;bernommen.<\/em><br>\n<em>Kontext:Wochenzeitung am Samstag als Beilage  zur taz.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Gr&uuml;ne kritisieren Hochschulpolitik von SPD-Ministerin Svenja Schulze<\/strong><br>\nIm Dauerstreit um das geplante &bdquo;Hochschulzukunftsgesetz&ldquo; von NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD) sind die Gr&uuml;nen &uuml;berraschend auf Distanz zum Koalitionspartner gegangen&hellip;<br>\nKonkret wenden sich die Gr&uuml;nen vor allem gegen das Ansinnen des Ministeriums, den weitgehend autonomen Hochschulen k&uuml;nftig &bdquo;Rahmenvorgaben&ldquo; machen zu wollen. Wenn &uuml;berhaupt, m&uuml;ssten solche Rahmenvorgaben vom Landtag beschlossen werden, f&uuml;hrte Seidl im Gespr&auml;ch mit unserer Zeitung aus. Zudem wollen die Gr&uuml;nen die Wissenschaftsministerin nicht wie geplant erm&auml;chtigen, Hochschulmittel in Konfliktf&auml;llen einzufrieren. &bdquo;Die finanzielle Planungssicherheit der Hochschulen darf nicht gef&auml;hrdet werden&ldquo;, sagte Seidl.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.derwesten.de\/politik\/gruene-kritisieren-hochschulpolitik-von-spd-ministerin-svenja-schulze-id9134484.html#plx1190620791\">Der Westen<\/a>\n<p><strong>Dazu: NRW-Gr&uuml;ne: Hochschulgesetz ist noch nicht ausverhandelt <\/strong><br>\nAus unserer Sicht sind weitere &Auml;nderungen am Entwurf des neuen Hochschulgesetzes notwendig. Rahmenvorgaben sollte es lediglich unter einem Parlamentsvorbehalt geben. Au&szlig;erdem darf die finanzielle Planungssicherheit der Hochschulen nicht dadurch gef&auml;hrdet werden, dass das Ministerium eine Option erh&auml;lt, Mittel einzubehalten. Wir sehen au&szlig;erdem keinen Anlass, dass die ASten zus&auml;tzlich einen Haushaltsbeauftragten einstellen m&uuml;ssen. Zudem wollen wir, dass der Senat weiter gest&auml;rkt und die beabsichtigte neue Regelung zur Exmatrikulation gestrichen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gruene-fraktion-nrw.de\/presse\/service\/pressemitteilungen\/pmdetail\/nachricht\/seidl-hochschulgesetz-ist-noch-nicht-ausverhandelt.html\">Fraktion der Gr&uuml;nen NRW<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Was nun Frau Seidl? &bdquo;Rahmenvorgaben&ldquo; oder &bdquo;Rahmenvorgaben&ldquo; nur unter Parlamentsvorbehalt? Soll also die Nichterf&uuml;llung der hochschulvertraglichen Vereinbarungen ohne Einfluss auf den Landeszuschuss sein? Will man nun die &bdquo;unternehmerische Hochschule&ldquo; mit ihrem &bdquo;Hochschulrat&ldquo; oder will man das Selbstverwaltungsorgan &bdquo;Senat&ldquo; st&auml;rken und wenn ja, gegen&uuml;ber wem? Gegen&uuml;ber der Hochschulleitung oder gegen&uuml;ber dem Hochschulrat? <\/em><br>\n<em>Warum kann man so etwas in einer Koalition nicht intern besprechen. Warum schielt man auf die Europa-Wahl und macht Stimmung bei den Rektoren und <a href=\"http:\/\/gruene-fraktion-nrw.de\/aktuell\/sliderdetail\/nachricht\/gruene-hochschultour-2014.html\">macht dazu gleich noch eine Hochschultour<\/a>. Wenn die Gr&uuml;nen mit ihrer Unterst&uuml;tzung der Kritik der Hochschulleitungen nicht die Rechnung ohne die Hochschulangeh&ouml;rigen machen!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Streit um neues NRW-Hochschulgesetz &ndash; Nur ein bisschen weniger neoliberal?<\/strong><br>\nIn Nordrhein-Westfalen wird seit Wochen &uuml;ber den Entwurf eines neuen Hochschulgesetzes gezofft. Die Unichefs sorgen sich publikumswirksam um die Wissenschaftsfreiheit und bangen insgeheim um das Leitbild der &ldquo;unternehmerischen Hochschule&rdquo;. Und mit Bekanntwerden ihrer Gehaltszuschl&auml;ge in j&uuml;ngeren Jahren sehen sie obendrein die &ldquo;Autonomie&rdquo; bei der eigenen Bezahlung gef&auml;hrdet. Inzwischen l&auml;sst sich auch Kritik von links an der Regierungsvorlage vernehmen. Im Interview mit Studis Online erkl&auml;rt Bildungsexperte Torsten Bultmann, worum es dabei geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/art-1611-streit-um-nrw-hochschulgesetz.php\">Studis Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Studentischer Richtungsstreit &ndash;  Der Dachverband fzs wehrt sich gegen Kritik<\/strong><br>\nZu teuer, reformunwillig und zu links: Bisher kam Fundamentalkritik am &ldquo;Freien Zusammenschluss von Studierendenschaften&rdquo; vor allem vom RCDS. Jetzt beschloss die Uni Bremen den Austritt und ein &ldquo;Netzwerk&rdquo; sucht nach Alternativen zum Verband&hellip;<br>\nK&uuml;rzlich trat eine Frauenbeauftragte des Verbandes erbost zur&uuml;ck, weil sie dort ein &bdquo;m&auml;nnlich dominantes Kommunikationsverhalten&ldquo; erlebt habe. Und die Universit&auml;t Bremen beschloss gleich den kompletten Austritt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wissen\/studentischer-richtungsstreit-der-dachverband-fzs-wehrt-sich-gegen-kritik\/9628744.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-21138","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21138","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=21138"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21138\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21142,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21138\/revisions\/21142"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=21138"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=21138"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=21138"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}