{"id":21147,"date":"2014-03-20T17:04:58","date_gmt":"2014-03-20T16:04:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21147"},"modified":"2015-10-20T13:30:48","modified_gmt":"2015-10-20T11:30:48","slug":"die-neue-konfrontation-west-ost-wie-geht-es-vermutlich-weiter-gedanken-zur-ukraine-zu-putins-rede-vom-dienstag-zu-unseren-medien-etc-teil-i","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21147","title":{"rendered":"Die neue Konfrontation West-Ost. Wie geht es vermutlich weiter? Gedanken zur Ukraine, zu Putins Rede vom Dienstag, zu unseren Medien, etc. (Teil I)"},"content":{"rendered":"<p>Bis hierher und nicht weiter &ndash; das ist der Grundtenor der Rede des russischen Pr&auml;sidenten vom 18. M&auml;rz. Putin erl&auml;utert und begr&uuml;ndet, warum sich Russland betrogen f&uuml;hlt. Bei uns im Westen reagiert man mit Sanktionen und wie schon zuvor mit scharfmacherischen Redensarten. Ausnahmen gibt es auch. Aber die Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse haben sich in Richtung Konfrontation verschoben, einschlie&szlig;lich der Wiederbelebung des Konzepts der Abschreckung statt der Zusammenarbeit in einem gemeinsamen Europa und der daf&uuml;r notwendigen Vertrauensbildung und Abr&uuml;stung. Katalysator und Tr&auml;ger der neuen Konfrontation sind herausragende Personen von untereinander vernetzten Leitmedien und eine F&uuml;lle von Instituten, Vereinigungen, Stiftungen und PR Agenturen. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Russland f&uuml;hlt sich betrogen. Die Berechtigung dieses Eindrucks k&ouml;nnte man nach n&uuml;chterner Betrachtung des Geschehens seit 1990 einsehen.<\/strong><\/p><p>Der russische Pr&auml;sident hat in seiner Rede vom 19.3.2014 &ndash; <a href=\"http:\/\/www.chartophylakeion.de\/blog\/2014\/03\/18\/putins-rede-zum-beitritt-der-krim\/#.Uyk_rs6gmSp\">hier der Text<\/a> &ndash; skizziert, wie sich die Abl&auml;ufe nach dem Ende der Ost-West-Konfrontation im Jahr 1989\/1990 folgende aus russischer Sicht darstellen. Das entspricht &ndash; den Kern der Ergebnisse der Entspannungspolitik betreffend &ndash; dem, was ich konkret als Mitarbeiter von zwei Bundeskanzlern, die f&uuml;r die Vertrags- und Entspannungspolitik verantwortlich waren, und als Bundestagsabgeordneter von 1987 bis 1994 miterlebt habe. Die Russen konnten sich nach &Auml;u&szlig;erungen ma&szlig;geblicher westlicher Politiker darauf verlassen, dass die Konfrontation zwischen West und Ost ein Ende haben wird und man gemeinsam in einer europ&auml;ischen Friedensordnung leben kann und will. Dem widersprach dann, was im weiteren Verlauf mit NATO-Ausdehnung bis an die Grenze Russlands und st&auml;ndiger EU-Erweiterung, sozusagen als Vorhut der NATO-Ausdehnung, geschehen ist.<\/p><p>Mit dem Gef&uuml;hl des Betrogenseins wird die Einverleibung der Krim nicht rechtens und unproblematisch. Aber sie erscheint in einem anderen Licht. <\/p><p>Die Einverleibung der Krim ist rechtlich problematisch. Aber es ist ziemlich unglaubw&uuml;rdig, wenn nun L&auml;nder und Regierungen auf diesen Rechtsversto&szlig; hinweisen, die V&ouml;lkerrecht immer dann brechen, wenn es ihnen passt. Und die auch unrechtm&auml;&szlig;ig zu Stande gekommene Regierungen wie jene in Kiew anerkennen, ohne die rechtliche Lage gepr&uuml;ft zu haben.<\/p><p>Wir NDS-Macher  haben den Bruch des V&ouml;lkerrechts am Beispiel der Intervention im Irak und vor allem am Beispiel der milit&auml;rischen Intervention im Kosovo-Krieg kritisiert. Die westliche &Ouml;ffentlichkeit und ver&ouml;ffentlichte Meinung trug mehrheitlich keine Bedenken gegen dieses rechtswidrige Vorgehen vor.<\/p><p>Putin hat die Entwicklung des Verh&auml;ltnisses von Russland zur Ukraine und zur Krim und den Eindruck, betrogen worden zu sein, ausf&uuml;hrlich skizziert und diese Skizze mit Spott und Ironie, aber vor allem mit Fakten gew&uuml;rzt. Auch das macht die Rede lesenswert. Wenn Sie die Zeit dazu finden, dann sollten Sie das wirklich tun. Denn diese Rede sagt viel &uuml;ber die Zukunft Europas und dar&uuml;ber aus, wie wir mit dem wieder aufgebrochenen Ost-West-Konflikt umgehen sollten, wenn wir friedlich in Europa leben wollen. Es ist auch gut, die Rede gelesen zu haben oder sie sich anzuh&ouml;ren, wenn man die handelnden Personen in Russland und die Reaktion der Verantwortlichen im Westen richtig einsch&auml;tzen will.<\/p><p>Es sei angemerkt, dass es auch andere Stimmen gibt, auch unter den Lesern der NachDenkSeiten. Eine Leserin schrieb mir heute zur Putin Rede: &bdquo;Sie ist Propaganda von vorne bis hinten. Sch&ouml;ne Worte.&ldquo; &ndash; So kann man das auch sehen. Nach meiner Einsch&auml;tzung verbaut man sich damit eine wichtige Einsicht.<\/p><p><strong>Ist Putin verr&uuml;ckt?<\/strong><\/p><p>Putin wurde in den letzten Wochen in westlichen Medien als eine komische Figur und als nicht ganz zurechnungsf&auml;hig dargestellt. Das fand seinen vorl&auml;ufigen H&ouml;hepunkt in mancher Berichterstattung &uuml;ber die Olympiade in Sotschi und jetzt beispielsweise in einem Beitrag der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom vergangenen Sonntag. &Uuml;ber fast eine ganze Seite wird dort als Aufmacher des Feuilletons vom russischen Autor Nikolai Klimeniouk und unter der Dachzeile &bdquo;Krim-Krise aus russischer Sicht&ldquo; zu belegen versucht: &bdquo;Putin ist verr&uuml;ckt&ldquo;. So der Titel des Artikels und dann <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/krim-krise-aus-russischer-sicht-putin-ist-verrueckt-12848243.html\">hei&szlig;t es in der Anmoderation<\/a>: &bdquo;Ihr im Westen versucht, hinter Putins Handeln eine Strategie zu entdecken. Ihr fragt euch, was sein legitimes Interesse sein k&ouml;nnte. Wir Russen wissen, dass da der blanke Wahnsinn am Werk ist.&ldquo;<\/p><p>Nun, lesen Sie die Rede und pr&uuml;fen Sie den geistigen Gesundheitszustand des Vortragenden und machen Sie vor allem den Versuch, der Empfehlung des Autors zu folgen, keine Strategie in dieser Rede und der Politik der russischen Regierung und des russischen Pr&auml;sidenten zu sehen. Sie werden scheitern. In der Rede wird sehr wohl eine Strategie offen gelegt. Und wenn wir und unsere Regierenden nicht verr&uuml;ckt w&auml;ren, dann w&uuml;rden wir diese Rede und auch die ver&auml;nderte Strategie Russlands ernst nehmen und uns darauf einstellen, d.h. f&uuml;r Menschen, die in Frieden leben wollen: zu retten versuchen, was noch zu retten ist. D.h., sich in die Lage der anderen Seite zu versetzen und darauf das eigene Handeln abzustellen.<\/p><p><strong>Ma&szlig;gebliche Personen und Institutionen im Westen haben sich die M&uuml;he, sich in die Lage anderer zu &uuml;bersetzen, nicht gemacht. Sie machen weiter mit dem Aufbau der Konfrontation zwischen West und Ost.<\/strong><\/p><p>Die Europ&auml;ische Union beschlie&szlig;t Sanktionen, die teils l&auml;cherlich sind, teils in Russland wie hier schaden, in jedem Fall die Atmosph&auml;re vergiften, und jene in Moskau best&auml;tigen, die keine Alternative zum jetzigen neuen Kurs sehen. Die Bundeskanzlerin macht dabei mit. NATO-Generalsekret&auml;r Rasmussen sieht in dem Anschluss der Halbinsel Krim an Russland einen &laquo;Weckruf&raquo; f&uuml;r die transatlantische Gemeinschaft. &laquo;Dies ist die gr&ouml;&szlig;te Bedrohung f&uuml;r Europas Sicherheit und Stabilit&auml;t seit dem Ende des Kalten Krieges&raquo;, hie&szlig; es in einem Text des Nato-Chefs f&uuml;r eine Rede am 19.3. bei der Brookings Institution in Washington. Es gehe nicht nur um die Ukraine, sondern um den Versuch Russlands, &laquo;die Uhr zur&uuml;ckzudrehen&raquo;. Es wolle neue Grenzen auf den Karten ziehen, M&auml;rkte monopolisieren und Bev&ouml;lkerungen unterwerfen, berichtet die &bdquo;Welt&ldquo;. &laquo;Und Gewalt nutzen, um Probleme zu l&ouml;sen&raquo;, sagte Rasmussen laut dem Manuskript. &laquo;Russland hat seine Glaubw&uuml;rdigkeit und Verl&auml;sslichkeit als internationaler Akteur infrage gestellt.&raquo; Rasmussen spricht im Blick auf Moskau von &bdquo;globalen R&uuml;peln&ldquo;.  So kann man die Nachbarn in Europa auch sehen. Die Konsequenz wird sein, dass weiter ger&uuml;stet wird. Das ist vermutlich das, was NATO-Generalsekret&auml;r Rasmussen auch will und wozu er berufen ist<\/p><p>Die Konsequenz ist au&szlig;erdem, dass die Erweiterungspolitik der Europ&auml;ischen Union wie auch der NATO fortgef&uuml;hrt wird. Und besonders schlaue Leute wie das Kommissionsmitglied Oettinger verk&uuml;nden, wir im Westen k&ouml;nnten uns auch unabh&auml;ngig machen von den Gas- und &Ouml;llieferungen Russlands. Was als friedensstiftend gedacht war, n&auml;mlich die wirtschaftliche Abh&auml;ngigkeit voneinander, soll nun abgebaut werden<\/p><p>Dies alles ist das Gegenteil dessen, was getan werden m&uuml;sste, wollte man die Chance, zu einer Politik der Zusammenarbeit in einem einigen Europa zur&uuml;ckzukehren, &uuml;berhaupt noch irgendwo zu ergreifen versuchen. <\/p><p><strong>Wer die Rede Putins liest, wei&szlig;, dass daf&uuml;r im Westen eine politische Wende notwendig w&auml;re:<\/strong><\/p><ul>\n<li>Es w&auml;re n&ouml;tig, Vertrauen neu zu schaffen, wo dieses verloren gegangen ist. <\/li>\n<li>Es w&auml;re dazu notwendig, einzugestehen, dass es falsch ist und falsch war, Russland einzugrenzen und ihm mit NATO und EU immer n&auml;her zu r&uuml;cken, und<\/li>\n<li>dass es falsch sein wird, Destabilisierungspolitik auch gegen&uuml;ber Russland zu betreiben bzw. fortzusetzen.<\/li>\n<\/ul><p>Die Rede Putins enth&auml;lt einen bemerkenswert offenen Text zu diesem Thema. Ich zitiere:<\/p><blockquote><p>\n<em>&bdquo;Wir werden es mit Sicherheit auch mit &auml;u&szlig;eren Gegenman&ouml;vern zu tun bekommen, doch wir m&uuml;ssen f&uuml;r uns selbst entscheiden, ob wir dazu bereit sind, unsere nationalen Interessen konsequent zu verteidigen, oder ob wir sie mehr und mehr aufgeben und uns wer wei&szlig; wohin zur&uuml;ckziehen. <strong>Manche westlichen Politiker schrecken uns<\/strong> bereits nicht nur mit Sanktionen, sondern auch <strong>mit der Perspektive einer Versch&auml;rfung der inneren Probleme<\/strong>. Es w&auml;re interessant zu erfahren, was sie damit meinen: Aktivit&auml;ten einer gewissen &bdquo;F&uuml;nften Kolonne&ldquo; &ndash; also verschiedener &bdquo;Vaterlandsverr&auml;ter&ldquo; &ndash; <strong>oder rechnen sie damit, dass sie die soziale und wirtschaftliche Lage Russlands verschlechtern k&ouml;nnen und damit eine Unzufriedenheit der Menschen hervorrufen<\/strong>? Wir betrachten solche Verlautbarungen als unverantwortlich und offen aggressiv, und werden entsprechend darauf reagieren. Dabei werden wir selbst niemals nach einer Konfrontation mit unseren Partnern &ndash; weder in Ost, noch in West &ndash; streben; ganz im Gegenteil, wir werden alles Notwendige unternehmen, um zivilisierte, gutnachbarliche Beziehungen aufzubauen, so, wie es sich in der heutigen Welt geh&ouml;rt.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Entscheidend  ist, ob der Westen bereit wird sein, das Rollback und die daf&uuml;r eingeplante Destabilisierung aufzugeben.<\/strong><\/p><p>Es sieht nicht danach aus. Der Westen ist in dieser Frage gespalten, in einigen Variationen:<\/p><ul>\n<li>Es gibt jene, die das Ziel, die &bdquo;Kommunisten&ldquo;,  die sie dort immer noch wirken sehen, obwohl sie alles andere als Kommunisten sind, zu besiegen, eh nie aufgegeben haben.<\/li>\n<li>Es gibt jene, die Rechnungen offen haben wie die Polen, die Balten, die Tschechen und einige aus der ehemaligen DDR.<\/li>\n<li>Es gibt jene, die zur eigenen &Uuml;berh&ouml;hung die Konfrontation brauchen &ndash; je &uuml;bler der Gegner dargestellt wird und aussieht, umso mehr kann man sich als gl&auml;nzend darstellen.<\/li>\n<li>Es gibt finanzielle Interessen am milit&auml;rischen Konflikt jedenfalls an der Konfrontation, auch der milit&auml;rischen.<\/li>\n<li>Es gibt jene, die das Ende der Ost-West-Konfrontation nicht der Verst&auml;ndigungspolitik, sondern der Hochr&uuml;stung und der Destabilisierung im Osten zurechnen. Symbolhaft: Solidarnosc hat das Ende des Ost-West-Konflikts gebracht, nicht die Entspannungspolitik.<\/li>\n<\/ul><p><strong>Die Stimme der Vernunft gibt es, aber sie ist schwach<\/strong><\/p><p>Und dann gibt es jene, die das anders sehen, die sich noch daran erinnern, wie die Konfrontation war, und die den Kern der Entspannungspolitik, n&auml;mlich friedlich zusammenzuleben und zusammenzuarbeiten, ernst genommen haben. Bahr, Genscher, Kohl, Schr&ouml;der, Lafontaine, etc.. Sie kommen aus mehreren Parteien, aber sie sind alt oder wie Schr&ouml;der diskreditiert. Wir leben in der Gefahr, dass diese Generation, denen der Krieg, der kalte Krieg und die Methode der atomaren Abschreckung noch in den Knochen stecken, ausstirbt. <\/p><p>Und dennoch bleibt uns angesichts der Gefahren nichts anderes &uuml;brig, als in der j&uuml;ngeren Generation f&uuml;r diese Sicht der Dinge zu werben: wir wollen nicht zur&uuml;ck in die Ausgangssituation von 1948: Dort der b&ouml;se Russe, hier das gute Abendland. Und beide halten sich durch milit&auml;rische und letztendlich atomare Abschreckung so in Schach, dass der Friede erhalten bleibt. Das ist teuer, das ist riskant, das blockiert eine gedeihliche innere Entwicklung.<\/p><p>Ein Beispiel f&uuml;r eine differenziertere Betrachtung:<\/p><p><a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/verhaeltnis-eu-russland-gefahr-einer-spirale-nach-unten.694.de.html?dram:article_id=280378\"><strong>G&uuml;nter Verheugen<\/strong> im Deutschlandfunk vom 18.3.2014<\/a><br>\nAnmerkung: Bei ihm ist neben viel Zustimmung kritisch anzumerken, dass er die stimulierende Wirkung der EU-Erweiterung f&uuml;r die NATO Erweiterung und Konfrontation nicht sieht. Die EU-Erweiterung ohne Angebot der vollen Kooperation mit Russland hat immer den Beigeschmack der Abgrenzung und der Ausdehnung des Westens an die russische Grenze gehabt.<\/p><p>Ein weiteres Beispiel:<\/p><p><strong>Folker Hellmeyer<\/strong>, Bremer Landesbank.<\/p><p><a href=\"http:\/\/www.teleboerse.de\/analysen\/Wir-bezahlen-die-Rechnung-am-Ende-article12462696.html\">&Uuml;berraschend offene Worte<\/a> &uuml;ber Deutschlands Interessen und Deutschlands Verh&auml;ltnis zu den USA, zu Russland, zu China und zur Krimkrise.<br>\n&rdquo;Auf dem Schlachfeld d&uuml;rfen wir nicht l&auml;nger nur der Bauer (in den H&auml;nden der Amerikaner) sein!&rdquo;<br>\nDie Arme der Amerikaner reichen weit hinein bei uns. Aber sie werden k&uuml;rzer.<\/p><p><strong>Die Bef&uuml;rworter des Rollback und der Konfrontation haben seit 1990 Verst&auml;rkung bekommen.<\/strong><\/p><p>Es ist ja verst&auml;ndlich, dass die Polen, die Balten, die Tschechen, die Ungarn usw. nicht sonderlich begeistert sind von Russland und den Russen. Aber notwendig ist das nicht. Diese V&ouml;lker haben nicht nur schlechte Erfahrungen mit Russland gemacht, sondern auch mit den Deutschen.<\/p><p>Ihre Pr&auml;senz in EU und NATO hat die Gewichte verschoben, so dass sich heute vermutlich nur noch schwer eine Koalition bilden k&ouml;nnte, die &auml;hnlich wie in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts die Konfrontation des Schreckens &uuml;berwinden k&ouml;nnte und wollte. Weil wir nicht aufgepasst haben, weil wir die Versprechen gegen&uuml;ber den Russen gebrochen haben, sind wir zur Geisel von V&ouml;lkern geworden, die alte Feindschaften pflegen und wie zum Beispiel die Ukraine im Innern politische Kr&auml;fte haben, die man ohne &Uuml;bertreibung zu den Faschisten z&auml;hlen kann. Es ist ja kein Wunder, dass in der Ukraine von einigen Elementen immer noch die Freundschaft zur Wehrmacht und zu Nazi-Deutschland beschworen wird.<\/p><p>Diese Vertreter extremer Positionen wirken wie ein weit eingesteckter Pflock f&uuml;r Kr&auml;fte, die sich f&uuml;r demokratisch halten und dennoch zugleich ideologisch auf das Rollback eingeschworen sind. F&uuml;r diesen Zusammenhang symptomatisch ist das Wirken mancher Vertreterinnen und Vertreter der Gr&uuml;nen und ihrer Stiftung in der Ukraine. Dazu nur ein Beispiel. Es lag und liegt im Interesse der extremen Rechten, dass ihre Beteiligung auf dem Maidan wie auch an der neuen Regierung in Kiew heruntergespielt wird. Einzelne Pers&ouml;nlichkeiten der Gr&uuml;nen Partei wie auch die Heinrich-B&ouml;ll-Stiftung haben sich daf&uuml;r hergegeben. Ein guter Beleg daf&uuml;r ist dieses Dokument: &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.boell.de\/de\/2014\/02\/20\/euromaidan-freiheitliche-massenbewegung-zivilen-ungehorsams\">Euromaidan: Keine extremistische, sondern freiheitliche Massenbewegung<\/a>&ldquo; vom 20. Feb. 2014.<\/p><p><strong>In Deutschland und weltweit sind die Bef&uuml;rworter des Roll Back bestens organisiert. Sie beherrschen wichtige Medien und strahlen auf die anderen aus.<\/strong><\/p><p>Zun&auml;chst ist an dieser Stelle auf einige wenige Beispiele geballter Agitation in den letzten Tagen aufmerksam zu machen:<\/p><p>Ein Musterbeispiel war die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 16.3.:<\/p><p><strong>Es begann auf der ersten Seite der Zeitung mit dem Aufmacher; die Seite begann mit dem oberen Teil des hier abgebildeten Plakatsmotivs, ohne CDU und ohne Text:<\/strong><\/p><p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140320_darum_cdu.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p><p><strong>Dann folgte unter der Dachzeile &bdquo;Krim-Krise&ldquo; der Hauptartikel<\/strong> &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/krim-krise-moskau-nimmt-ukraine-in-die-zange-12848703.html\">Moskau nimmt Ukraine in die Zange<\/a>&ldquo;.<br>\nAuf der letzten Seite des ersten Produkts, also auch auf prominentem Platz, folgten zwei weitere Artikel zum Thema:<\/p><p>Erstens:<\/p><p><strong><a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/krim-krise-die-ukraine-gehoert-in-die-nato-12848515.html\">Die Ukraine geh&ouml;rt in die Nato<\/a><\/strong><\/p><p>15.03.2014 &middot; Die Allianz wollte Russland entgegenkommen. Doch Moskau nahm nicht die Hand, es zeigte seine Faust. In der Krim-Krise zeigt sich, dass die Strategie der Nato gescheitert ist. Ein Kommentar. <\/p><p>Von Thomas Gutschker<\/p><p>Und dann zweitens eine einzige Diffamierung der Linkspartei als f&uuml;nfte Kolonne Moskaus:<\/p><p><strong>Moskaus Partei<\/strong><br>\nVon Marie Katharina Wagner<br>\nFAS 16.3.2014 &uuml;ber Sahra Wagenknecht und die Linke<br>\n(Ohne Link)<\/p><p>Und dann folgte noch der zuvor schon erw&auml;hnte ganzseitige Artikel: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/krim-krise-aus-russischer-sicht-putin-ist-verrueckt-12848243.html\">Putin ist verr&uuml;ckt<\/a>&ldquo;.<\/p><p>Die FAS war nicht alleine. In den deutschen Medien von der FAZ bis zur S&uuml;ddeutschen Zeitung, von der Welt bis zur Taz wird mobil gemacht gegen Russland.<\/p><p><strong>Dahinter steckt ein Netz von einflussreichen Journalisten, eine gro&szlig; angelegte PR Arbeit, die sich in der Gr&uuml;ndung von Konferenzen, Institutionen, Stiftungen, PR Agenturen offenbaren.<\/strong><\/p><p>Davon in einem n&auml;chsten Artikel, vermutlich morgen als Teil II mehr..<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bis hierher und nicht weiter &ndash; das ist der Grundtenor der Rede des russischen Pr&auml;sidenten vom 18. M&auml;rz. Putin erl&auml;utert und begr&uuml;ndet, warum sich Russland betrogen f&uuml;hlt. Bei uns im Westen reagiert man mit Sanktionen und wie schon zuvor mit scharfmacherischen Redensarten. Ausnahmen gibt es auch. Aber die Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse haben sich in Richtung Konfrontation verschoben,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21147\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[105,169,22,123,20],"tags":[1542,466,915,259,260],"class_list":["post-21147","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuelles","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-europaische-union","category-kampagnentarnworteneusprech","category-landerberichte","tag-faz","tag-nato","tag-putin-wladimir","tag-russland","tag-ukraine"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21147","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=21147"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21147\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21150,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21147\/revisions\/21150"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=21147"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=21147"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=21147"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}