{"id":2117,"date":"2007-02-15T10:02:20","date_gmt":"2007-02-15T09:02:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2117"},"modified":"2007-02-15T10:02:20","modified_gmt":"2007-02-15T09:02:20","slug":"hinweise-des-tages-329","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2117","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>UNICEF: Kinder in Deutschland leben schlechter als in vielen EU-Staaten<\/strong><br>\nEin UNICEF-Bericht analysiert die Situation von jungen Menschen in 21 Industriestaaten &ndash; Deutschland bleibt erneut weit hinter den Erwartungen zur&uuml;ck.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=24646&amp;mode=print\">Telepolis<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.unicef.de\/4263.html\">Unicef-Studie<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar:<\/strong> Interessant ist ein Vergleich der Berichterstattung in den Leitmedien SPIEGEL und FAZ. Der SPIEGEL blendet die materiellen Ursachen f&uuml;r die unbest&auml;ndigen Lebensbedingungen vieler Kinder aus; zu dieser Frage hei&szlig;t es auff&auml;llig knapp: &bdquo;Der Studie zufolge entscheidet nicht die Wirtschaftsleistung eines Staates allein &uuml;ber die materielle Situation von Kindern.&ldquo;<\/em><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,466304,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/p>\n<p><em>Die FAZ hingegen erw&auml;hnt das mancherorts hohe Armutsrisiko nicht nur ausdr&uuml;cklich, sondern weist zus&auml;tzlich auf das &Uuml;bel der deutschen Kleinstaaterei hin: &bdquo;Studienleiter Bertram bezweifelt, dass die besonders kinderunfreundlichen Bundesl&auml;nder Bremen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin aus eigener Kraft Lebensbedingungen wie in anderen Bundesl&auml;ndern schaffen k&ouml;nnen.&ldquo;<\/em><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub61EAD5BEA1EE41CF8EC898B14B05D8D6\/Doc~EB7ADA34FB710481CA1979D1688505952~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Studenten : Studiert schnell, arbeitet, kriegt Kinder!<\/strong><br>\nLebensplanung mit der Bundesbildungsministerin: Die Baf&ouml;G-Novelle speist die Studenten mit Redensarten und einer weiteren Nullrunde ab. Gefragt sind k&uuml;nftig schnell studierende Mehrfachjobber mit Familiensinn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360\/Doc~E7D93D3E98882480F9ED81E8C6DFEEC7F~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Scheibchenweiser Ausverkauf<\/strong><br>\nUnl&auml;ngst ist ein interner Entwurf f&uuml;r ein Gesetz zur Bahn-Privatisierung bekannt geworden. Es droht die bislang gr&ouml;&szlig;te Verschleuderung &ouml;ffentlichen Eigentums. F&uuml;r die Zukunft wichtig ist ein struktureller Unterschied: W&auml;hrend die bisherigen Zahlungen des Bundes an die Schiene in ein Unternehmen flossen, das sich komplett in Bundeseigentum befindet, w&auml;hrend also der Bund die Verwendung dieser Mittel kontrollieren k&ouml;nnte (und dies nicht tut!), werden zuk&uuml;nftig vergleichbar gro&szlig;e Summen an Unternehmen flie&szlig;en, in denen private Investoren den entscheidenden Einfluss haben. Diese j&auml;hrlich rund 15 Milliarden Euro werden der Alimentierung privater Investoren dienen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/02-15\/021.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Peter Bofinger: &laquo;Der Aufschwung hat keine Breite&raquo;<\/strong><br>\nEr werde nach wie vor vorwiegend vom Export getragen und nicht vom Binnenkonsum. Ohne den Verkauf von Autos habe sich der Einzelhandel seit dem zweiten Halbjahr 2005 kaum ver&auml;ndert. Der Aufschwung k&ouml;nne sich nur dann fortsetzen, wenn er auf eine breite Basis gestellt werde, so der Fachmann. Dazu m&uuml;ssten die L&ouml;hne steigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/532810.html\">Netzeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Lebensstandard sch&uuml;tzen<\/strong><br>\nVladimir Spidla, tschechischer EU-Kommissar f&uuml;r Besch&auml;ftigung, soziale Angelegenheit und Chancengleichheit, &uuml;ber die Angst vor dem Abstieg und die Chancen der Mittelschicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/zeus.zeit.de\/text\/online\/2007\/07\/interview-spidla\">ZEIT<\/a>\n<p><strong>Kommentar von Orlando Pascheit:<\/strong><em> Wie Spidla richtig sagt, in der Sozialpolitik funktioniert Europa subsidi&auml;r. Deutschland hat eine hohe Flexibilit&auml;t der Arbeitnehmer, man muss das nicht immer am Arbeitsrecht festmachen, aber an der sozialen Sicherheit wird kr&auml;ftig abgebaut. Gemessen an D&auml;nemark ist das neue Wunderwort Flexicurity (eine Kombination aus einfachem Einstellen und Entlassen von Arbeitern, gro&szlig;er Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Arbeitslose und einer aktiven Arbeitsmarktpolitik; KR) in Europa eine Luftblase mit einer Tendenz zum Platzen. Da helfen auch keine billigen Vergleiche mit dem Rest der Welt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Schutzschilde gegen feindliche &Uuml;bernahmen<\/strong><br>\nDas deutsche VW-Gesetz ist keine Ausnahme. In ganz Europa sichern sich Staaten ihren Einfluss in Konzernen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2007\/02\/14\/a0063.1\/textdruck\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Unternehmen brauchen Kontrolle<\/strong><br>\nDas Ende des VW-Gesetzes treibt die Liberalisierungen voran. Doch bisher kann sich die Europ&auml;ische Union nicht mal auf gemeinsame Standards f&uuml;r Steuern und Sozialleistungen einigen. Darum sollte gelten: Solange es keine neuen Regeln zu &ouml;ffentlicher Kontrolle f&uuml;r Unternehmen gibt, muss von weiteren Liberalisierungen bestehender Einschr&auml;nkungen abgesehen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2007\/02\/14\/a0152.1\/textdruck\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Arbeitslosengeld-Ausgaben (Alg I und II) der BA und des Bundes im Januar 2007:<\/strong><br>\n748 Millionen Euro weniger als im Januar 2006.<br>\nSGB III- und SGB II-(Hartz IV)-Ausgaben 2006:<br>\n4,8 Milliarden Euro weniger als in den Haushalten von BA, Bund und Kommunen geplant<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/070215_hinw8.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) [pdf &ndash; 92KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>EU: Produktplatzierung im Fernsehen weitgehend erlaubt<\/strong><br>\nDie neue EU-Richtlinie f&uuml;r Audiovisuelle Medien, die die bisherige Fernsehrichtlinie abl&ouml;st, bleibt formal tats&auml;chlich beim grunds&auml;tzlichen Produktplatzierungs-Verbot. Daf&uuml;r l&auml;sst sie gro&szlig;z&uuml;gige Ausnahmen zu: Wirklich tabu bleiben nur Nachrichten- und Informationsformate sowie das Kinderprogramm. F&uuml;r den gr&ouml;&szlig;ten Teil des TV-Angebots &ndash; Unterhaltung, Show, Sport, Serien und Fernsehfilme &ndash; ist gekennzeichnetes Product Placement aber k&uuml;nftig erlaubt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2007\/02\/14\/a0198.1\/textdruck\">taz<\/a>\n<p><strong>Anmerkung WL:<\/strong> <em>Was jetzt schon penetrant ist (vgl. z.B. die Werbung f&uuml;r die private Vorsorge in der ZDF-Doku-Fiction &bdquo;Aufstand der Alten&ldquo;), wird in Zukunft noch aufdringlicher. K&uuml;nftig wird man anhand der dort erscheinenden Produkte r&uuml;ckschlie&szlig;en k&ouml;nnen, welche Botschaft die Werbetreibenden im Programm selbst vermitteln wollen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bundesregierung: Von Hedge Fonds gehen Risiken f&uuml;r den Kapitalmarkt aus<\/strong><br>\nHedgefonds geh&ouml;ren seit Jahren zu den am st&auml;rksten wachsenden Branchen innerhalb des Finanzsektors. Damit einhergehend hat sich der Einfluss der Hedgefonds-Branche auf die Finanzm&auml;rkte und ihre Relevanz f&uuml;r die Finanzstabilit&auml;t betr&auml;chtlich erh&ouml;ht. Nicht zuletzt angesichts des hohen Anlagevolumens (nach brancheninternen Sch&auml;tzungen rund 1 400 Mrd. US-Dollar) stellt sich dabei insbesondere die Frage nach m&ouml;glichen systemischen Risiken, die von Hedgefonds f&uuml;r die internationale Finanzstabilit&auml;t ausgehen k&ouml;nnen. So kann die Insolvenz eines gro&szlig;en (oder zeitgleich mehrerer kleinerer), stark mit Fremdkapital gehebelten Hedgefonds andere Finanzmarktakteure (insbesondere Banken) unmittelbar beeintr&auml;chtigen und letztlich auch die Stabilit&auml;t der internationalen Finanzm&auml;rkte gef&auml;hrden. Ein systemisches Risiko f&uuml;r das Finanzsystem kann dar&uuml;ber hinaus auch durch ein gleichgerichtetes Anlageverhalten bei Hedgefonds entstehen. Bei abrupten Erwartungs&auml;nderungen und Marktumschw&uuml;ngen k&ouml;nnten im Falle eines gleichzeitigen R&uuml;ckzugs von Hedgefonds Markttrends verst&auml;rkt und die Marktliquidit&auml;t beeintr&auml;chtigt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dip.bundestag.de\/btd\/16\/043\/1604301.pdf\">Bundestagsdrucksache [pdf &ndash; 112KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Finanzdienstleister AWD erzielt Rekordumsatz<\/strong><br>\nDie Deutschen schlie&szlig;en immer mehr Vertr&auml;ge zur Altersvorsorge ab. Davon profitiert der Finanzdienstleister AWD: Im vergangenen Jahr erzielte das Unternehmen einen Rekordumsatz von 727 Millionen Euro &ndash; 15 Prozent mehr als im Vorjahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,466256,00.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>Anmerkung:<\/strong> <em>Die Kampagne zahlt sich aus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Baf&ouml;G: Das Nullrunden-Prinzip<\/strong><br>\nF&uuml;r Schavan, daraus macht sie keinen Hehl, ist das Baf&ouml;g ein Auslaufmodell. Schlecht nur, wenn die Alternativen der Studienfinanzierung bislang mickrig ausfallen: Trotz Mahnung des Bundesverfassungsgerichts kommen gerade einmal zwei Prozent aller Studierenden in den Genuss eines Stipendiums. Das Angebot an Studienkrediten wiederum stiftet derweil mehr Verwirrung als finanzielle Sicherheit. Mit beiden Instrumenten bleibt es ein Wunschtraum, die politisch anvisierten 40 Prozent eines Jahrgangs ins Studium zu bringen. Jeder kann studieren, egal was die Eltern auf dem Konto haben? Ein Modell daf&uuml;r wurde vor 36 Jahren geboren. Das Baf&ouml;g!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare_aus_der_zeitung\/?em_cnt=1075069%20\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Gewerkschaftsrechte in den USA<\/strong><br>\nDer Versuch, Gewerkschaftsgruppen zu gr&uuml;nden, hat Tausende Aktivisten den Job gekostet. Solche &raquo;diskriminierenden Entlassungen&laquo; sind zwar illegal, doch die Strafen sind gering, und es ist kaum m&ouml;glich, eine Wiedereinstellung gerichtlich zu erzwingen. Die j&uuml;ngst von den Demokraten im Repr&auml;sentantenhaus eingebrachte Gesetzesvorlage &raquo;Em-ployee Free Choice Act&laquo; (EFCA) soll das &auml;ndern. Vorgesehen ist es, die Bildung einer Gewerkschaftsvertretung auf Betriebsebene erheblich zu vereinfachen und illegale Entlassungen h&auml;rter zu bestrafen. Eine Mehrheit von 230 Abgeordneten im Repr&auml;sentantenhaus unterst&uuml;tzt die Gesetzesvorlage, die Abstimmung ist f&uuml;r das Fr&uuml;hjahr geplant.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/seiten\/2007\/07\/9373.php?print=1\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><strong>Entscheidet das Bundesverfassungsgericht den &Ouml;konomenstreit &uuml;ber nachfrage- oder angebotsorientierte Wirtschaftspolitik?<\/strong><br>\n&Uuml;ber all diesen Er&ouml;rterungen schwebte im gl&auml;sernen Verhandlungssaal am Karlsruher Schlosspark sogar die noch viel grunds&auml;tzlichere Frage, ob die &bdquo;Ankurbelungspolitik&ldquo; des l&auml;ngst verstorbenen &Ouml;konomen Keynes, also die antizyklische Ausgabenpolitik, nicht eigentlich aus dem Grundgesetz gestrichen werden sollte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1\/Doc~E47E73A8040004522B811BAE83231635A~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a> <\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2117","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2117","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2117"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2117\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2117"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2117"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2117"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}