{"id":21224,"date":"2014-03-28T08:50:46","date_gmt":"2014-03-28T07:50:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21224"},"modified":"2014-03-28T08:50:46","modified_gmt":"2014-03-28T07:50:46","slug":"hinweise-des-tages-2097","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21224","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21224#h01\">Ukraine unter dem Regime des Westens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21224#h02\">Dr. Seltsam liebt wieder die Bombe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21224#h03\">Konflikt mit Russland: Merkel stellt komplette Energiepolitik in Frage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21224#h04\">Freihandelsabkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21224#h05\">Die Ruhe in Europa ist nur vor&uuml;bergehend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21224#h06\">Der Mindestlohn nach Nahles<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21224#h07\">Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21224#h08\">Freiwillig zu Diensten? &Uuml;ber die Ausbeutung von Ehrenamt und Gratisarbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21224#h09\">Verdacht auf Prozessbetrug: Internes Dokument belastet offenbar Deutsche-Bank-Manager<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21224#h10\">Bolognas Traum von grenzenloser Mobilit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21224#h11\">T&uuml;rkische Regierung l&auml;sst Youtube sperren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21224#h12\">China verliert Streit um Seltene Erden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21224#h13\">Gro&szlig;e Dunkelziffer: Zahl der Hinrichtungen weltweit angestiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21224#h14\">Erster Weltkrieg: Der erste totale Krieg<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21224&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ukraine unter dem Regime des Westens<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Parlament billigt soziale Einschnitte<\/strong><br>\nDas Parlament&nbsp; stimmte am Abend im zweiten Anlauf f&uuml;r ein Gesetzespaket, das die Voraussetzung f&uuml;r die internationalen Milliarden-Hilfen ist.&nbsp; 246 Abgeordnete von 321 anwesenden Abgeordneten stimmten bei der live im Fernsehen &uuml;bertragenen Sitzung f&uuml;r soziale Einschnitte. Im ersten Versuch hatten nur 189 Abgeordnete daf&uuml;r votiert, n&ouml;tig gewesen w&auml;ren 226 Stimmen. Daraufhin war die Sitzung f&uuml;r mehr als eine Stunde unterbrochen worden.<br>\nDas Gesetz, das Regierungschef Arseni Jazenjuk eingereicht hatte, sieht h&ouml;here Abgaben etwa f&uuml;r Mineral&ouml;l, Alkohol, Tabak und h&ouml;here Renten sowie Subventionsk&uuml;rzungen vor. Zudem plant die prowestliche F&uuml;hrung den Abbau von Zehntausenden Stellen bei Beh&ouml;rden und Sicherheitsorganen. Insgesamt erhofft sich die Regierung mit den &Auml;nderungen allein in diesem Jahr Mehreinnahmen von mehr als 1,6 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/ukraine-parlament-billigt-reformen-iwf-hilft-mit-milliarden-32509638.html\">ZDF<\/a><\/li>\n<li><strong>Ukraine erh&ouml;ht Gaspreise f&uuml;r Bev&ouml;lkerung drastisch<\/strong><br>\nDie Ukraine will den Gaspreis f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung ab Mai drastisch um 50 Prozent erh&ouml;hen und damit die Voraussetzung f&uuml;r n&ouml;tige IWF-Kredite schaffen. Kiew hofft Medienberichten zufolge auf ein bis zu 20 Milliarden US-Dollar umfassendes Hilfsabkommen. In der Ukraine werden die Gaspreise seit Jahren vom Staat subventioniert. Die Regierung sieht darin auch einen Ausgleich f&uuml;r niedrige L&ouml;hne und Renten. Der IWF verlangt von Kiew aber angesichts steigender Staatsschulden ein Anheben der Preise auf &laquo;markt&uuml;bliches Niveau&raquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/ticker\/Ukraine-erhoeht-Gaspreise-fuer-Bevoelkerung-drastisch-article12543176.html\">n-tv<\/a><\/li>\n<li><strong>IWF spendiert 18 Milliarden Dollar<\/strong><br>\nDer Internationale W&auml;hrungsfonds und die Ukraine schlie&szlig;en ein Abkommen, das dem Krisenland eine Finanzhilfe von bis zu 18 Milliarden US-Dollar in Aussicht stellt. An die Hilfe sind jedoch Reformauflagen gekn&uuml;pft.<br>\nChristine Lagarde mahnt Kiew im Gegenzug zu Reformen. Christine Lagarde mahnt Kiew im Gegenzug zu Reformen.<br>\nDie pleitebedrohte Ukraine kann nach der russischen Annektierung der Krim auf eine schnelle internationale Milliardenhilfe z&auml;hlen. Der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) einigte sich mit Kiew vorl&auml;ufig auf ein zweij&auml;hriges Hilfsprogramm von 14 bis 18 Milliarden US-Dollar. Im Gegenzug soll die Ukraine mit Wirtschaftsreformen die Voraussetzungen f&uuml;r nachhaltiges Wachstum schaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/IWF-spendiert-18-Milliarden-Dollar-article12546691.html\">n-tv<\/a><\/li>\n<li><strong>Voraussetzung f&uuml;r wichtige IWF-Hilfen<\/strong><br>\nIm zweiten Anlauf hat das ukrainische Parlament ein Gesetzespaket angenommen, das als Voraussetzung f&uuml;r &uuml;berlebenswichtige IWF-Hilfen in Milliardenh&ouml;he gilt. 246 Abgeordnete von 321 anwesenden votierten am Donnerstag bei der live im Fernsehen &uuml;bertragenen Sitzung f&uuml;r soziale Einschnitte wie Steuererh&ouml;hungen und Subventionsk&uuml;rzungen. 226 Stimmen waren n&ouml;tig gewesen.<br>\nDer Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) will dem nahezu bankrotten Land bis zu 18 Milliarden US-Dollar Kredit (13,1 Milliarden Euro) zur Verf&uuml;gung stellen. Im Gegenzug fordert die Organisation aber Wirtschaftsreformen.<br>\nDas von Regierungschef Arseni Jazenjuk eingereichte Gesetz sieht unter anderem h&ouml;here Abgaben etwa f&uuml;r Mineral&ouml;l, Alkohol, Tabak und h&ouml;here Pensionen sowie Subventionsk&uuml;rzungen vor. Zudem plant die prowestliche F&uuml;hrung den Abbau von Zehntausenden Stellen bei Beh&ouml;rden und Sicherheitsorganen.<br>\nIm ersten Versuch hatten nur 189 Abgeordnete zugestimmt. Daraufhin war die Sitzung f&uuml;r mehr als eine Stunde unterbrochen worden. Insgesamt erhofft sich die Regierung mit den &Auml;nderungen allein in diesem Jahr Mehreinnahmen von rund 25 Milliarden Griwna (1,66 Milliarden Euro). Zudem votierten die Parlamentarier f&uuml;r &Auml;nderungen im Budget 2014, wodurch ebenfalls Einsparungen erwartet werden. (APA, 27.3.2014)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1395363473877\/Ukrainisches-Parlament-nahm-wichtiges-Reformpaket-an\">derStandard<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Dr. Seltsam liebt wieder die Bombe<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Dr. Seltsam ist heute online<\/strong><br>\nIn der Krim-Krise sieht man: Echtzeit-Journalismus ist schneller als die Reaktionszeit f&uuml;r einen Atomangriff. Er wird dadurch zur Waffe.<br>\nFrank Schirrmacher kritisiert in einem bemerkenswerten Artikel in der Printausgabe der FAZ die auch von <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21221\">Albrecht M&uuml;ller kritisierte<\/a> &bdquo;Selbstinszenierung&ldquo; des Journalismus durch Claus Kleber in seinem Interview mit dem Siemens-Chef <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek#\/beitrag\/video\/2121636\/Kaeser:-Gut,-wenn-man-im-Dialog-bleibt\">Joe Kaeser im heute journal des ZDF<\/a>. Diese Inquisition stelle alles in den Schatten, was man an Vaterlandsrhetorik aus dem wirklichen Kalten Kriege kannte. Hier verwandelte sich Journalismus in Politik. Kleber zeigte der deutschen Wirtschaft die rote Linie auf.<br>\nDie Art und Weise dieses Interviews sei auf den aktuellen &bdquo;Echtzeit-Eskalationsjournalismus&ldquo; zu &uuml;bertragen. Egal, ob es um Ritter Sport, Uli Hoene&szlig; oder gegen die Stiftung Warentest gehe, den Massenmedien gehe es nur noch um Kunden und Klicks und die verlangten Konflikt, Eskalation, Krise und Katastrophe.<br>\nDie Ukraine-Krise sei das erste europ&auml;ische Krisenereignis, das vollst&auml;ndig im Zeichen der neuen automatisierten Medien&ouml;konomie stehe.<br>\nQuelle: FAZ Printfassung vom 28. 03. 2014 S. 11\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Mit dieser Medienkritik und seinem Pl&auml;doyer f&uuml;r eine &bdquo;Entschleunigung&ldquo; des Journalismus bricht Schirrmacher ein Tabu, n&auml;mlich dass unter Journalisten das eherne Gesetz gilt, dass eine Kr&auml;he der anderen kein Auge aushackt.<\/em><br>\n<em>Die &bdquo;Echtzeit&ldquo;-Reaktion seiner Kolleginnen und Kollegen sind vorhersehbar. Dabei w&auml;re es im Interesse der R&uuml;ckgewinnung der journalistischen Glaubw&uuml;rdigkeit, wenn sich die Redakteure endlich einmal selbstkritisch mit ihrer Arbeit auseinandersetzten und damit vielleicht zu ihrer kritischen Instanz als &bdquo;vierte Gewalt&ldquo; zur&uuml;ckfinden k&ouml;nnten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>TV-Kritik: Anne Will: &bdquo;Der Westen hat Russland betrogen&ldquo; <\/strong><br>\nEpplers Hinweis, mit dem Herausl&ouml;sen des Kosovo aus Serbien habe der Westen Russland eine eigenm&auml;chtige Grenzneuziehung vorgemacht, konterte R&ouml;ttger mit dem Hinweis auf die exzeptionelle Notsituation wegen des vorangegangenen V&ouml;lkermords dort. Baring relativierte den Annexionsskandal zwar, indem er an die ihrerseits willk&uuml;rliche Schenkung der Krim an die Ukraine durch KP-Chef Chruschtschow erinnerte. Doch dann kaprizierte er sich auf die seiner Meinung nach hohlen Warnspr&uuml;che des Westens gegen&uuml;ber Moskau, die de facto einem Appeasement gleichk&auml;men.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/faz-net-fruehkritik\/tv-kritik-anne-will-der-westen-hat-russland-betrogen-12866221.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Das was Baring von sich gab war eigentlich grotesk. Dieser Mann scheint mit seinem politischen Weltbild vor drei&szlig;ig Jahren stehen geblieben zu sein. Er sieht die Sowjetunion, pardon, Russland schon wieder an der Grenze zu Polen stehen. Was in diesem Text und auch anderen kriegshetzenden Artikeln auff&auml;llt, ist das Argument, die Situation bez&uuml;glich der Separation des Kosovo und des v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffs auf Serbien sei nicht vergleichbar, da dort ein V&ouml;lkermord im Gange gewesen sei. Diese These des V&ouml;lkermords an der albanischen Bev&ouml;lkerungsmehrheit zieht sich durch alle Mainstreammedien. Ein weiterer Beleg f&uuml;r eine offenbar vorgegebene Sprachregelung. Dass etwa die damals im Kosovo operierende Guerilla der UCK auch von der Bundesrepublik unterst&uuml;tzt wurde und Serbien den Vorwand f&uuml;r milit&auml;risches Eingreifen lieferte, l&auml;sst man dazu gerne unter den Tisch fallen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Putin-&Auml;u&szlig;erung des Altkanzlers: Gr&uuml;ne wettern gegen Helmut Schmidt<\/strong><br>\nDer Gr&uuml;nen-Vorsitzende Cem &Ouml;zdemir kritisiert die &Auml;u&szlig;erungen von Altkanzler Helmut Schmidt in der Ukraine-Krise. &ldquo;Es bleibt Helmut Schmidt unbenommen, sich in Putin hineindenken zu wollen, aber man muss nicht gleich Verst&auml;ndnis f&uuml;r etwas zeigen, nur weil es innerhalb der Putin&rsquo;schen Logik stimmig ist&rdquo;, sagte &Ouml;zdemir SPIEGEL ONLINE. &ldquo;Ma&szlig;stab ist das internationale Recht und das hat Putin eindeutig verletzt.&rdquo; Schmidt hatte zuvor Verst&auml;ndnis f&uuml;r das Vorgehen des russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin gezeigt. Dieses sei &ldquo;durchaus verst&auml;ndlich&rdquo;, so der Altkanzler in der &ldquo;Zeit&rdquo;. Schmidt hatte zudem den Westen kritisiert. Die von der Europ&auml;ischen Union und den USA beschlossenen Sanktionen gegen Russland bezeichnet er als &ldquo;dummes Zeug&rdquo;. Sie h&auml;tten vor allem symbolische Bedeutung, &ldquo;aber sie treffen den Westen genauso wie die Russen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/ukraine-krise-gruene-kritisieren-helmut-schmidt-fuer-putin-verstaendnis-a-960951.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Muss man gleich &ldquo;emp&ouml;rt&rdquo; sein &uuml;ber die Meinung eines Andersdenkenden? Schon die Wortwahl von &Ouml;zdemir kann dem unbedarften Leser Angst machen. Dabei sind die &Auml;u&szlig;erungen des Altkanzlers doch auch nur ein Versuch, die Wogen zu gl&auml;tten. Aber gegen die &ldquo;Meinungsmacht&rdquo;, auf die schon gestern in den Nachdenkseiten hingewiesen wurde, ist wohl kein Kraut gewachsen. Auch die geradezu unertr&auml;glichen Versuche des Heute-Journal-Oberlehrers Kleber, alle Welt davon &uuml;berzeugen zu wollen, dass Russland und insbesondere Putin um jeden Preis in die Schranken gewiesen werden m&uuml;ssen, sind sicher nicht geeignet, dem Informationsauftrag zu entsprechen. Wie Kleber gestern Abend gegen 21.45 Uhr den Siemens-Vorsitzenden Joe Kaeser, der einen Termin mit Putin hatte, interviewte oder besser gesagt <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek#\/beitrag\/video\/2121636\/Kaeser:-Gut,-wenn-man-im-Dialog-bleibt\">blo&szlig; stellen wollte<\/a>, war ein mehr als typisches Beispiel f&uuml;r die Meinungsmanipulation, die uns allerorten begegnet. Kaeser lie&szlig; sich jedoch nicht von Kleber nieder machen und l&auml;chelte die Provokationen einfach weg. Wenn es ein Rezept gibt, Ignoranten wie Kleber zu begegnen, dann vielleicht dieses.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu passt:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Menschen, die miteinander reden, schie&szlig;en nicht aufeinander&rdquo;<\/strong><br>\nEx-NATO-General warnt vor falschen Signalen an Russland: Die aktuelle Funkstille im NATO-Russland-Rat sei vergleichbar mit der Situation 2008 nach dem Georgienkrieg, sagt Egon Ramms. Den Dialog wieder aufzunehmen, n&uuml;tze beiden Seiten, so der ehemalige General im Deutschlandradio Kultur.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/ukraine-krise-menschen-die-miteinander-reden-schiessen.1008.de.html?dram:article_id=281052\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Konflikt mit Russland: Merkel stellt komplette Energiepolitik in Frage<\/strong><br>\nAngela Merkel deutet eine m&ouml;gliche Abkehr von russischen Gaslieferungen an. Es werde eine &ldquo;neue Betrachtung der gesamten Energiepolitik&rdquo; geben, sagte die Bundeskanzlerin. Kanadas Premierminister Harper bietet sich bereits als Lieferant an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/krim-krise-merkel-stellt-bisherige-energiepolitik-infrage-a-961144.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Freihandelsabkommen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wagnis f&uuml;r wenig Wachstum<\/strong><br>\nBef&uuml;rworter der Transatlantischen Freihandels- und Investitionspartnerschaft werfen Kritikern Panikmache vor. Doch Erfahrungen mit vergleichbaren Abkommen zeigen: Die Warnungen sind berechtigt&hellip;<br>\n&Uuml;bertrieben wird in der Tat, und zwar systematisch und mitunter erstaunlich plump. So behauptet die EU-Kommission auf ihrer Internetseite, dass &bdquo;nach vollst&auml;ndiger Umsetzung dieses Abkommens (&hellip;) ein j&auml;hrliches Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent BIP&ldquo; zu erwarten sei. Abgesehen davon, dass es sich bei dem &bdquo;unabh&auml;ngigen Bericht&ldquo;, auf den sich die Kommission beruft, um eine von ihr in Auftrag gegebene Studie des Londoner Centre for Economic Policy Research (CEPR) handelt, sind die Zahlen falsch interpretiert. Bei einer sehr weitreichenden Liberalisierung erwartet das CEPR bis 2027 in der EU ein zus&auml;tzliches Wirtschaftswachstum von 0,48 Prozent &ndash; allerdings nicht j&auml;hrlich, sondern insgesamt. Das entspr&auml;che einem j&auml;hrlichen Effekt von gerade mal 0,03 Prozent.<br>\n&bdquo;Die Wachstumseffekte sind klein und der Besch&auml;ftigungszuwachs winzig&ldquo;, sagt Sabine Stephan vom IMK in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Die &Ouml;konomin hat die drei vorliegenden Studien zu den erwarteten Effekten der TTIP untersucht. Neben der des CEPR gibt es zwei Untersuchungen des Ifo-Instituts M&uuml;nchen &ndash; eine im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums, die andere im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Obwohl derartige Modellrechnungen lediglich mehr oder weniger wahrscheinliche Entwicklungen simulieren, werde der Eindruck erweckt, man h&auml;tte exakte und verl&auml;ssliche Berechnungen. Wie sehr die Ergebnisse von politischen Wunschvorstellungen beeinflusst sind, verdeutlichen die Jobprognosen: W&auml;hrend Bertelsmann 180&#8198;000 zus&auml;tzliche Arbeitspl&auml;tze sieht, kommt das Regierungsgutachten nur auf 25&#8198;000. Der Grund: In der Studie f&uuml;r die Bundesregierung verrechnet das Ifo Besch&auml;ftigungsauf- und -abbau, in der Bertelsmann-Studie hingegen nicht. Doch selbst bei den 180&#8198;000 neuen Jobs der Bertelsmann-Studie handelt es sich wieder um den Gesamteffekt; der Besch&auml;ftigungsaufbau pro Jahr bel&auml;uft sich auf weniger als 13&#8198;000 neue Jobs.<br>\nIn der Leitbranche Fahrzeugbau etwa k&ouml;nnten laut Bertelsmann 12&#8198;143 Arbeitspl&auml;tze entstehen &ndash; innerhalb von 15 Jahren. &bdquo;Wir sollten zwar jeden neuen Arbeitsplatz begr&uuml;&szlig;en, doch das Risiko der TTIP ist enorm hoch&ldquo;, sagt Beate Scheidt von der Abteilung Grundsatzfragen und Gesellschaftspolitik der IG Metall: &bdquo;Die geringen Effekte sind das Wagnis nicht wert.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/46154_46182.htm\">Magazin Mitbestimmung<\/a><\/li>\n<li><strong>Wie Konzerne Staaten vor sich hertreiben<\/strong><br>\nSie klagen gegen neue Gesetze, die ihr Gesch&auml;ft beeintr&auml;chtigen k&ouml;nnten; weil die Regierung ihnen Lizenzen entzieht oder Subventionen aberkennt oder wegen vermeintlicher Unregelm&auml;&szlig;igkeiten in &ouml;ffentlichen Ausschreibungen: Es gibt viele Gr&uuml;nde, aus denen Investoren vor ein internationales Schiedsgericht ziehen und Staaten verklagen &ndash; und immer mehr Unternehmen nutzen das Instrument. 58 neue Streitf&auml;lle hat die Konferenz der Vereinten Nationen f&uuml;r Handel und Entwicklung (Unctad) im Jahr 2012 gez&auml;hlt, mehr als je zuvor. Aktuellere Daten gibt es noch nicht.<br>\nZwei Drittel der Klagen richteten sich gegen Schwellen- oder Entwicklungsl&auml;nder. Das hat historische Gr&uuml;nde: Die Vertr&auml;ge, die den Klagen zugrunde liegen, waren urspr&uuml;nglich dazu gedacht, Investitionen aus Industriel&auml;ndern in Entwicklungsl&auml;ndern zu sch&uuml;tzen, da dort vermeintlich weniger Rechtssicherheit herrscht. Investitionsschutzvertr&auml;ge zwischen Industriel&auml;ndern gibt es noch nicht so lange.<br>\nInsgesamt hatte die Unctad Ende 2012 genau 514 F&auml;lle von Investorenklagen erfasst, schon abgeschlossene Verfahren inklusive. Deutsche Unternehmen geh&ouml;ren zu den h&auml;ufigsten Kl&auml;gern. Sie zogen insgesamt 27 Mal vor ein Schiedsgericht. Mehr schafften nur Konzernen aus den USA, die mit 123 Verfahren weit vorne liegen, aus den Niederlanden (50 F&auml;lle) und dem Vereinigten K&ouml;nigreich (30 F&auml;lle). An h&auml;ufigsten befasst sich das Internationale Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten ICSID mit den Klagen, ein Schiedsgericht der Weltbank. Andere laufen &uuml;ber UNCITRAL, eine Kommission der Vereinten Nationen.&nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2014-03\/investitionsschutz-klauseln-beispiele\">FAZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Ruhe in Europa ist nur vor&uuml;bergehend<\/strong><br>\nPaul De Grauwe, &Ouml;konomieprofessor an der LSE, &auml;ussert sich im Interview mit FuW &uuml;ber die tr&uuml;gerische Ruhe im Euroraum und glaubt, dass die Politiker die Augen vor der Realit&auml;t verschliessen: &rdquo; &hellip; Die EZB hat nicht nur Zeit gekauft. Manchmal werden Finanzm&auml;rkte von Angst und Panik beherrscht. Das kann einzelne L&auml;nder in eine schwierige Lage bringen. Die Zentralbank hat mit der Zusicherung von Liquidit&auml;t f&uuml;r Entspannung gesorgt. Die EZB hat mit ihrem OMT-Programm eine Katastrophe verhindert. Das war sehr wichtig. Aber nat&uuml;rlich m&uuml;ssen auch Reformen angepackt werden, um fundamentale Probleme zu beseitigen. In Portugal und Spanien etwa hat es viele Anpassungen gegeben, auch wenn die Staatsschulden nach wie vor sehr hoch sind. In Italien dagegen ist kaum etwas passiert, dennoch sind auch die Renditen italienischer Staatsanleihen gesunken. Insgesamt sind die M&auml;rkte zuversichtlicher mit Blick auf die Zukunft der Eurozone. &hellip; Eine Fiskalunion ist unausweichlich, damit die W&auml;hrungsunion funktionieren kann. &Ouml;konomen vertreten diese Ansicht seit dreissig Jahren. Europas Politiker verleugnen diese Tatsache heute, weil sich die Wirtschaftslage etwas entspannt hat. Die vorherrschende Meinung scheint zu sein, dass die eingeleiteten Reformen gen&uuml;gen, dazu geh&ouml;rt etwa die Bankenunion. Doch die Politiker leben in einer Scheinwelt. Ich glaube nicht, dass die bisherigen Anstrengungen ausreichen. Der Schritt zur Fiskalunion muss kommen, und dazu geh&ouml;ren auch Transferzahlungen. Diese Diskussion ist in manchen Staaten aber sehr schwierig. Eurobonds sind ebenfalls nur im Rahmen einer Fiskalunion denkbar. Auch diese Debatte ist verstummt. Im Moment verschliesst die Politik die Augen vor der Realit&auml;t. Die Ruhe ist aber nur vor&uuml;bergehend. &hellip; Der Abwicklungsmechanismus f&uuml;r marode Banken, wie er heute geplant ist, ist v&ouml;llig ungen&uuml;gend. Damit eine effektive Abwicklung m&ouml;glich ist, braucht es eine Fiskalunion. Nur dann verf&uuml;gt die Aufsichtsbeh&ouml;rde &uuml;ber gen&uuml;gend Handlungsbefugnis, um in Krisenzeiten schnell entscheiden zu k&ouml;nnen, etwa eine Bank zu schliessen oder zu rekapitalisieren. Die Beh&ouml;rde muss unabh&auml;ngig handeln k&ouml;nnen, aber das ist heute nicht der Fall. &hellip; Das Bundesverfassungsgericht hat das OMT-Programm in dieser Form f&uuml;r unrechtm&auml;ssig erkl&auml;rt und verlangt nun vom Europ&auml;ischen Gerichtshof, dass er Konditionen f&uuml;r das OMT festlegt. Erst dann will das deutsche Gericht dar&uuml;ber befinden. Die Gefahr ist, dass das OMT-Programm ausgehebelt wird. Dann k&ouml;nnte eine neue Krise drohen. Es ist ein gewagtes Vorgehen des Bundesverfassungsgerichts: Ein nationales Gericht erkl&auml;rt sich zum H&uuml;ter von europ&auml;ischem Recht. Das schafft ein verfassungsrechtliches Problem, und ich weiss nicht, wie der Europ&auml;ische Gerichtshof darauf reagieren wird. &hellip; Die EZB betreibt eine asymmetrische Geldpolitik. Obwohl sie ein Inflationsziel von knapp 2% anstrebt und die Teuerung seit einiger Zeit deutlich darunter liegt, handelt sie nicht. W&uuml;rde die Inflationsrate in &auml;hnlichem Ausmass &uuml;ber 2% steigen, w&auml;re die EZB l&auml;ngst aktiv geworden. &hellip; Technisch befinden wir uns heute nicht in einer Deflation: Die Teuerung im Euroraum ist positiv. Dennoch gibt es L&auml;nder, die sinkende Preise verzeichnen. Die grosse Gefahr ist, dass die niedrige Inflation die reale Schuldenlast erh&ouml;ht. Das ist vor allem f&uuml;r Peripheriel&auml;nder problematisch, wo die Schulden ohnehin nicht nachhaltig finanzierbar sind. &hellip; Es gibt heute eine riesige Diskrepanz zwischen dem, was Draghi und andere EZB-Mitglieder sagen, und dem, was sie tun. Die EZB schrumpft die Bilanz, dadurch gewinnt der Euro an Wert. Die Aufwertung des Euros will sie aber bek&auml;mpfen. Die Zentralbank verursacht mit ihrem Vorgehen die Situation, die sie verhindern will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fuw.ch\/article\/die-ruhe-in-europa-ist-nur-vorubergehend\/\">FuW<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> In zentralen Fragen bleibt Paul De Grauwe sehr allgemein &ndash; wie wohl in solchen Interviews nicht anders zu erwarten. Welche Reformen m&uuml;ssen angepackt werden? Haben nicht gerade die &ldquo;Anpassungen&rdquo; in der europ&auml;ischen Peripherie dazu gef&uuml;hrt, dass die &ldquo;Staatsschulden nach wie vor sehr hoch sind&rdquo;? Wie sollte eine Fiskalunion ausgestaltet sein? Usw.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der Mindestlohn nach Nahles<\/strong><br>\nAls Arbeitnehmer muss man die Beschl&uuml;sse der (Wirtschafts-)Politiker schon ganz genau im Auge behalten. Denn seitdem die Agenda 2010 ins Land ging, gibt es so viele Schliche und Maschen, um die Kosten f&uuml;r Arbeitskraft zu vergesellschaften, dass man an eine in sich geschlossene, logisch konstruierte und letztlich von wirtschaftlichen Einfl&uuml;ssen freie Reform gar nicht mehr glauben mag.<br>\nEs gibt mehr Teilzeit- und geringf&uuml;gige Stellen als je zuvor. Aufgefangen werden die Menschen, die von solchen Jobs ihr Leben nicht bestreiten k&ouml;nnen, von der Allgemeinheit: Sie landen als Aufstocker beim Jobcenter. Man kann als Arbeitgeber ganz offen mit diesem Missstand kalkulieren, die Menschen zu geringen L&ouml;hnen einstellen und den Rest aus den Sozialkassen aufbringen lassen. Das ist legal, auch wenn die Entscheidungstr&auml;ger, die f&uuml;r dieses System geworben und es installiert haben, diesbez&uuml;glich gerne mal von &raquo;unmoralischen Einzelf&auml;llen&laquo; sprechen.<br>\nMan kann es drehen und wenden wie man mag, alles was in den letzten Jahren so an Ver&auml;nderungen und Modifikationen am Arbeitsmarkt und im Sozialwesen geschah, war sofort mit vielf&auml;ltig in Kauf genommenen Grauzonen behaftet. Der Mindestlohn, wie ihn jetzt die Gro&szlig;e Koalition beabsichtigt, wird das n&auml;chste Konzept, das Nischen f&uuml;r derart halbseidene Schachz&uuml;ge einrichtet. Denn wenn Langzeitarbeitslose, die eine Arbeit ergreifen, auf befristete Zeit keinen Mindestlohn bekommen, dann gibt das Arbeitsministerium damit auch ganz ungeniert den Takt vor, wie man als &raquo;umsichtiger Unternehmer&laquo; planen muss, um die Personalkosten gering zu halten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/928288.der-mindestlohn-nach-nahles.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><strong>Dazu: Mindestlohn f&uuml;r alle, jetzt!<\/strong><br>\nNach wochenlangen Debatten liegt der Referentenentwurf f&uuml;r den Mindestlohn vor. Er sieht Ausnahmen f&uuml;r Langzeitarbeitslose und Besch&auml;ftigte unter 18 Jahren vor. Dagegen fordern DGB und seine Gewerkschaften: Der Mindestlohn muss f&uuml;r alle gelten &ndash; ausnahmslos f&uuml;r Jung und Alt, Minijobber und Arbeitslose, in allen Branchen und Regionen. Denn W&uuml;rde kennt keine Ausnahmen!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++aa8b627e-b5a3-11e3-b67b-52540023ef1a\">DGB<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Hartz IV<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Hartz IV entwertet Qualifikation<\/strong><br>\nWenn Arbeitslose den Beruf wechseln, um einen Job zu ergattern, m&uuml;ssen sie mit deutlichen Statuseinbu&szlig;en rechnen. Insbesondere f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger ist das ein Problem.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/46683_46732.htm\">Boeckler-Stiftung<\/a><\/li>\n<li><strong>Hartz-IV-Satz bleibt zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDer Hartz-IV-Regelsatz soll das soziokulturelle Existenzminimum sichern. Ob er das auch tut, ist zweifelhaft. Jedenfalls hat das angewandte Berechnungsverfahren eklatante Schw&auml;chen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/46683_46692.htm\">Boeckler-Stiftung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Freiwillig zu Diensten? &Uuml;ber die Ausbeutung von Ehrenamt und Gratisarbeit<\/strong><br>\nClaudia Pinl war Journalistin und Fraktionsmitarbeiterin der Gr&uuml;nen im Bundestag. Heute lebt und arbeitet sie als Publizistin und Autorin in K&ouml;ln. Ihr neuestes Buch befasst sich mit den 23 Millionen Ehrenamtlichen, die sich unbezahlt f&uuml;r das Gemeinwohl engagieren. Im Zeitalter der Globalisierung setzen wesentliche Teile des Sozial- und Bildungswesens und der kommunalen Infrastruktur aufs Ehrenamt als Dauerl&ouml;sung, weil sie kein Geld mehr f&uuml;r die origin&auml;ren Aufgaben des Wohlfahrtsstaates haben. Von den Ehrenamtlichen ist mindestens ein Drittel in Bereichen t&auml;tig, die bis vor kurzem als Teil der &ouml;ffentlichen Daseinsvorsorge galten, das heisst: sie sind billiger Ersatz f&uuml;r bezahltes Personal. Das &ouml;konomische Interesse am Ehrenamt wird verschleiert mit Rechtfertigungen wie: Das pers&ouml;nliche freiwillige Engagement produziert &ldquo;soziales Kapital&ldquo; und schafft damit gesellschaftliche Integration, es hilft den Helfenden, macht zufrieden, vermittelt neue Einsichten, schafft Kontakte. Die Autorin zerst&ouml;rt in ihrem im Frankfurter Nomen-Verlag erschienenen Buch &ldquo;Freiwillig zu Diensten? &Uuml;ber die Ausbeutung von Ehrenamt und Gratisarbeit&ldquo; das sch&ouml;ne Bild vom ehrenamtlichen Engagement. Sie appelliert an die Freiwilligen, nicht l&auml;nger den Ausputzer f&uuml;r politische Fehlentscheidungen zu machen.<br>\nBei&nbsp; einer &ouml;ffentlichen Veranstaltung am 8. Dezember 2013 in Frankfurt am Main der gemeinn&uuml;tzigen Vereine Business Crime Control e.V. und KunstGesellschaft e.V. stellte Claudia Pinl ihre Erkenntnisse und ihr Buch vor. Es moderiert Ulrike Holler.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/martin-betzwieser\/freiwillig-zu-diensten\">Der Freitag<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/businesscrimecontrol.podcaster.de\/BigBusiness-audio\/media\/Freiwillig_zu_Diensten.mp3\">Podcast von Business Crime Control (BCC) [Audio &ndash; mp3]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Verdacht auf Prozessbetrug: Internes Dokument belastet offenbar Deutsche-Bank-Manager<\/strong><br>\nDeutsche-Bank-Chef Fitschen steht unter Druck: Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen ihn und weitere aktive und ehemalige Spitzenkr&auml;fte.  Belastend wirkt laut einem Pressebericht vor allem ein internes Dokument der Bank. Demnach waren die Aussagen einiger Manager im Kirch-Prozess &ldquo;not helpful&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/deutsche-bank-gegen-kirch-dokument-bringt-fitschen-unter-druck-a-961020.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Deutsche Bank will Boni-Grenze erh&ouml;hen<\/strong><br>\nJetzt ist es fix: Die Deutsche Bank bittet ihre Aktion&auml;re um Zustimmung, die Obergrenze f&uuml;r Banker-Boni verdoppeln zu d&uuml;rfen. Wie die S&uuml;ddeutsche Zeitung aus Aufsichtsratskreisen erfuhr, hat das Gremium den Punkt in die Tagesordnung der Hauptversammlung aufgenommen. Hintergrund der Abstimmung &uuml;ber das Boni-System ist eine Regulierung der Europ&auml;ischen Union, die Banken vorschreibt, dass Boni ab diesem Jahr maximal so hoch sein d&uuml;rfen wie das Fixgehalt. Nur wenn es die Hauptversammlung ausdr&uuml;cklich beschlie&szlig;t, darf dieses Verh&auml;ltnis erh&ouml;ht werden. Dann darf die variable Verg&uuml;tung maximal doppelt so hoch sein wie das Fixgehalt. Diese M&ouml;glichkeit will die Deutsche Bank nun aussch&ouml;pfen. Aus Finanzkreisen ist zu h&ouml;ren, dass die Gro&szlig;investoren ihre Zustimmung bereits signalisiert haben. Damit gilt es als wahrscheinlich, dass die Bank mit ihrem Vorschlag auch durchkommt.<br>\nFinanzkreisen zufolge sind die Gro&szlig;investoren der Deutschen Bank mit der Erh&ouml;hung des Boni-Deckels einverstanden, weil ihnen eine Erh&ouml;hung der Fixgeh&auml;lter unattraktiv erscheint. Denn diese w&uuml;rde der Bank in schlechten Zeiten die Flexibilit&auml;t nehmen, die Personalkosten kurzfristig zu senken. Interessanterweise argumentiert die Finanzaufsicht Bafin ganz genauso. Sie pl&auml;diert daf&uuml;r, dass Gro&szlig;banken die Boni nicht abschaffen. W&uuml;rden Banken die EU-Regeln einfach umgehen, indem sie Boni in Fixgeh&auml;lter umwandeln, w&uuml;rde das einen Fixkostenblock schaffen, der in Krisenzeiten ein Risiko sei, sagte ein Sprecher der Bonner Beh&ouml;rde. Die Bafin geht sogar so weit, dass sie f&uuml;r bestimmte Mitarbeitergruppen variable Gehaltsbestandteile sogar aktiv einfordert. Das treffe auf Gesch&auml;ftsleiter und Risikotr&auml;ger bedeutender Institute zu, sagte ein Sprecher und verwies auf das Institutsverg&uuml;tungsgesetz. Dass die Banken den von der EU verordneten Bonus-Deckel umgehen, ist in Deutschland &ndash; anders als im EU-Ausland &ndash; nach Ansicht von Juristen fast unm&ouml;glich. In L&auml;ndern wie Gro&szlig;britannien dagegen zahlen einige Banken laut Medienberichten ihren Angestellten monatliche oder viertelj&auml;hrliche &bdquo;Sonderpr&auml;mien&ldquo; in bar oder in Aktien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jetzt.sueddeutsche.de\/texte\/anzeigen\/585711\/Deutsche-Bank-will-Boni-Grenze-erhoehen\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: &ldquo;Die Bafin geht sogar so weit, dass sie f&uuml;r bestimmte Mitarbeitergruppen variable Gehaltsbestandteile sogar aktiv einfordert. Das treffe auf Gesch&auml;ftsleiter und Risikotr&auml;ger bedeutender Institute zu, sagte ein Sprecher&rdquo;. D.h. doch nichts anderes, dass f&uuml;r diejenigen, die dar&uuml;ber entscheiden, wie weit eine Zockerei gehen darf, Anreize belassen werden sollen, voll in das Risiko zu gehen, um hohe Boni zu kassieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bolognas Traum von grenzenloser Mobilit&auml;t: Bei der studentischen Internationalisierung herrscht Nachholbedarf<\/strong><br>\nImmer mehr Studierende l&ouml;sen mit Hilfe eines Erasmus-Stipendiums das Ticket ins Ausland. Im Studienjahr 2012\/13 absolvierten 35.000 Hochsch&uuml;ler aus Deutschland einen Teil ihres Studiums oder ein Praktikum in einem der 33 europ&auml;ischen Teilnehmerl&auml;nder. F&uuml;r die Bundesregierung ist das eine &ldquo;Erfolgsgeschichte und ein ermutigendes Zeichen f&uuml;r die junge Generation in Europa&rdquo;. Ob der frohen Kunde sollte nicht vergessen werden: Bisher galt Bologna eher als Mobilit&auml;tsbremse und Deutschland selbst gl&auml;nzt nicht gerade mit einer herzlichen Willkommenskultur.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/Studieren\/art-1612-erasmus-international-mobil.php\">Studis Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>T&uuml;rkische Regierung l&auml;sst Youtube sperren<\/strong><br>\nNach der viel kritisierten Sperre des Kurzmitteilungsdienstes Twitter hat die t&uuml;rkische Regierung auch den Zugang zur Videoplattform Youtube blockiert. Offizieller Grund ist nach Angaben t&uuml;rkischer Medien vom Donnerstag die Ver&ouml;ffentlichung abgeh&ouml;rter Sicherheitsberatungen von Au&szlig;enminister Ahmet Davutoglu, Geheimdienstchef Hakan Fidan und einem Vertreter des t&uuml;rkischen Generalstabs, wie die T&uuml;rkei im B&uuml;rgerkriegsland Syrien weiter vorgehen sollte&hellip;<br>\nAn diesem Sonntag werden in der T&uuml;rkei die Kommunalparlamente gew&auml;hlt. Die Wahl gilt als wichtiger Test f&uuml;r die wegen Korruptionsvorw&uuml;rfen unter Druck geratene islamisch-konservative Regierung.<br>\nDie Telekombeh&ouml;rde ordnete die Blockade nur einen Tag nach einer einer juristischen Schlappe f&uuml;r die Regierung von Ministerpr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/zensur-tuerkische-regierung-laesst-youtube-sperren\/9679202.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>China verliert Streit um Seltene Erden<\/strong><br>\nIm Streit um Exportbeschr&auml;nkungen f&uuml;r Seltene Erden hat China eine Niederlage vor dem Schiedsgericht der Welthandelsorganisation (WTO) erlitten. F&uuml;r solche Exportbeschr&auml;nkungen fehle jegliche rechtliche Grundlage, stellte die WTO in Genf fest. Die Organisation gab damit einer Klage der Europ&auml;ischen Union, der USA und Japans Recht. China will das Urteil pr&uuml;fen<br>\n&ldquo;Die Souver&auml;nit&auml;t eines Landes &uuml;ber seine nat&uuml;rlichen Ressourcen erlaubt es ihm nicht, internationale M&auml;rkte oder die weltweite Verteilung von Rohstoffen zu kontrollieren&rdquo;, erkl&auml;rte die EU-Kommission zu dem Urteil der WTO. &Auml;hnlich &auml;u&szlig;erte sich der US-Handelsbeauftragte Michael Froman. Das chinesische Handelsministerium bedauerte dagegen die Einsch&auml;tzung der WTO. Die Volksrepublik hat nun 60 Tage Zeit, um Berufung einzulegen. Das Land k&uuml;ndigte bereits eine Pr&uuml;fung des Urteils an. Die USA, Europa und Japan hatten der Volksrepublik vorgeworfen, sich auf unfaire Weise Wettbewerbsvorteile zu verschaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/wto184.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><strong>Dazu: WTO-Entscheidung zu Chinas Exportbeschr&auml;nkungen Seltener Erden<\/strong><br>\nDie Welthandelsorganisation WTO hat einer Klage der USA, der EU und Japans gegen Chinas Exportbeschr&auml;nkungen f&uuml;r Seltene Erden, Wolfram und Molybd&auml;n stattgegeben.<br>\nDem entsprechenden Schiedsspruch der WTO vom Mittwoch zufolge verletzen die entsprechenden Exportbeschr&auml;nkungen der Volksrepublik China sowohl die WTO-Regeln als auch die mit der WTO-Mitgliedschaft verbundenen Verpflichtungen. In einer ersten Stellungnahme teilte das chinesische Handelsministerium mit, man sei dabei, den Schiedsspruch der WTO und die M&ouml;glichkeit eines Einspruchs dagegen zu pr&uuml;fen.<br>\nYang Guohua vom Handelsministerium sagte dazu in einem Exklusivinterview von Radio China International, China werde den WTO-Spruch gr&uuml;ndlich pr&uuml;fen und auswerten und danach gem&auml;&szlig; dem WTO-Verfahren zur L&ouml;sung von Streitigkeiten weiter vorgehen:<br>\n&bdquo;Nach dem WTO-Verfahren haben wir das Recht, innerhalb von 60 Tagen nach dem Erhalt des Schiedsspruches unseren Einspruch vorzulegen. &Uuml;ber den wird dann die Einspruchsbeh&ouml;rde innerhalb von drei Monaten zu entscheiden haben. Insofern haben wir es jetzt noch nicht mit einer endg&uuml;ltigen Entscheidung in diesem Fall zu tun. China hat noch das Recht, Einspruch zu erheben.&rdquo;<br>\nAngesichts des immer gr&ouml;&szlig;eren Drucks auf Ressourcen und Umwelt in den vergangenen Jahren hatte die chinesische Regierung die Regeln f&uuml;r Produkte mit schweren Umweltsverschmutzungen und hohem Energie- bzw. Ressourcenverbrauch kontinuierlich verst&auml;rkt und vervollst&auml;ndigt. Insofern entspr&auml;chen auch derartige Exportbeschr&auml;nkungen dem von der WTO bef&uuml;rworteten Ziel einer nachhaltigen Entwicklung und dienten einer koordinierten Entwicklung von Ressourcen, Umwelt und Bev&ouml;lkerung, so das Handelsministerium. China werde also auch weiterhin auf geeignete Weise mit seinen Ressourcen und Produkten daraus umgehen und einen fairen Wettbewerb sichern.<br>\nF&uuml;r den chinesischen WTO-Experten Liu Jingdong besteht die Aufgabe f&uuml;r China darin, rechtzeitig eine Politik f&uuml;r die entsprechenden Branchen zu erarbeiten und umzusetzen:<br>\n&bdquo;Sowohl die Einspruchsbeh&ouml;rde als auch die Expertengruppe der WTO haben Chinas Exportbeschr&auml;nkungen als Beitrag zum Umweltschutz gew&uuml;rdigt. Wir m&uuml;ssen aber dar&uuml;ber nachdenken, wie die Erarbeitung einer Politik mit deren Umsetzung koordiniert werden kann. Lokale Regierungen oder Unternehmen d&uuml;rfen auf keinen Fall heimlich Gegenma&szlig;nahmen gegen die Politik der Zentralregierung ergreifen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.cri.cn\/3071\/2014\/03\/27\/1s213925.htm\">CRI online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung C.R.:<\/strong> Ein Thema &ndash; unterschiedliche Sichtweisen, die bereits durch verschiedene &Uuml;berschriften zum Ausdruck gebracht werden: W&auml;hrend die deutsche &ldquo;Tagesschau&rdquo; China eindeutig als Verlierer eines Rechtsstreits ansieht, f&auml;llt die &Uuml;berschrift von &ldquo;China Radio International&rdquo; betont sachlich aus. Auff&auml;llig ist auch: Der Umweltschutz, auf den hierzulande angeblich viel Wert gelegt wird, ist im deutschen Medium lediglich kurz erw&auml;hnt worden, w&auml;hrend dieser Aspekt im chinesischen Medium deutlich herausgestellt worden ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gro&szlig;e Dunkelziffer: Zahl der Hinrichtungen weltweit angestiegen<\/strong><br>\n2013 war ein schlechtes Jahr f&uuml;r die Gegner der Todesstrafe. Laut Amnesty International fanden 14 Prozent mehr Hinrichtungen statt als 2012. Zugenommen hat die Anzahl der Exekutionen insbesondere in Iran und im Irak. In Indonesien, Kuwait, Nigeria und Vietnam wurden nach zum Teil mehrj&auml;hrigen Unterbrechungen 2013 wieder Hinrichtungen durchgef&uuml;hrt. Insgesamt kann die Menschenrechtsorganisation f&uuml;r 2013 weltweit 778 Exekutionen belegen. Auch die Anzahl der neu verh&auml;ngten Todesstrafen hat im Vergleich zum Vorjahr zugenommen. Todesurteile wurden 2013 laut Amnesty gegen 1925 Personen verh&auml;ngt. Die Organisation betont, dass es sich bei den Angaben um Mindestzahlen handelt, die Dunkelziffer sei weitaus gr&ouml;sser. Offizielle l&auml;nder&uuml;bergreifende Statistiken gibt es keine.<br>\nAllein in China d&uuml;rften 2013 mehrere tausend Hinrichtungen stattgefunden haben. Doch weil die genaue Anzahl in China Staatsgeheimnis ist, f&uuml;hrt Amnesty die Zahl seit 2009 nicht mehr in ihrer Statistik auf. Regierungsvertreter in Peking behaupten, diese Zahl sei seitdem r&uuml;ckl&auml;ufig, doch das liess sich nicht beweisen. Stattdessen geht Amnesty davon aus, dass in China noch immer mehr Personen exekutiert werden als in allen anderen L&auml;ndern zusammen &ndash; oft auch f&uuml;r Straftaten ohne Todesfolge, wie zum Beispiel Drogenhandel und Wirtschaftsdelikte. In Europa und Zentralasien waren erstmals seit 2009 keine Exekutionen mehr zu verzeichnen. Das einzige Land, das in dieser Region noch Hinrichtungen durchf&uuml;hrt, ist Weissrussland. Auf dem amerikanischen Doppelkontinent sind die USA das einzige Land, das Straft&auml;ter hinrichtet. Die USA sind auch einziges Mitglied der OSZE, das Exekutionen ausf&uuml;hrt. Zwar sinkt die Zahl der Hinrichtungen in den USA in den letzten Jahren kontinuierlich, und in verschiedenen Gliedstaaten kommt die Todesstrafe nicht mehr zur Anwendung. Dennoch wird in den USA noch immer fast eine Person pro Woche hingerichtet.Mindestens drei minderj&auml;hrige Delinquenten wurden in Saudiarabien mit dem Tod bestraft. Sie waren zum Zeitpunkt ihrer Straftat noch nicht vollj&auml;hrig. Amnesty International geht davon aus, dass auch in Iran und Jemen jugendliche Straft&auml;ter hingerichtet wurden. Die Hinrichtung von Personen, die zum Zeitpunkt ihrer Tat j&uuml;nger waren als 18 Jahre, wurde 1990 mit dem Inkrafttreten der Uno-Kinderrechtskonvention verboten. &ndash; Die Todesstrafe selbst verst&ouml;sst nicht gegen internationales Recht. Obwohl immer weniger L&auml;nder Todesurteile aussprechen oder zumindest keine Hinrichtungen mehr ausf&uuml;hren, beharren einige wenige auf dieser Art des Strafvollzugs. Das beweist auch ein Blick auf die Statistik: L&auml;sst man China ausser Acht, entfielen im Jahr 2013 80 Prozent der belegbaren Exekutionen auf nur drei L&auml;nder &ndash; Iran, den Irak und Saudiarabien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/international\/auslandnachrichten\/zahl-der-hinrichtungen-weltweit-angestiegen-1.18271213?extcid=Newsletter_27032014_Top-News_am_Morgen\">NZZ<\/a>\n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.amnesty-todesstrafe.de\/files\/ACT50-001-2014_bericht.pdf\">Death sentences and executions 2013 [PDF &ndash; ]<\/a><\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> In einer Zeit, in der antiamerikanische Tendenzen zunehmen, ist es besonders schmerzlich, darauf hinzuweisen m&uuml;ssen, dass die USA immer noch den barbarischen Akt der Todesstrafe praktizieren. Dabei ist diese Praxis vor allem symptomatisch daf&uuml;r, dass die amerikanische Gesellschaft darauf angewiesen ist, mit &uuml;ber zwei Millionen Gefangenen und weiteren zwei Millionen polizeilich kontrollierten Personen einen Sicherheitsstaat im Inneren zu installieren, um als soziales System zu &uuml;berleben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Erster Weltkrieg: Der erste totale&nbsp;Krieg <\/strong><br>\nDer Kriegsausbruch 1914 hatte etwas Zuf&auml;lliges, schreibt Historiker Jakob Tanner &ndash; doch der Zufall trifft eben den vorbereiteten Kopf. Gedanken &uuml;ber die &laquo;Leichen im Maschinenbetrieb&raquo; und die Schl&uuml;sse, die f&uuml;r heute zu ziehen w&auml;ren.<br>\n1912 ver&ouml;ffentlichte der deutsche Schriftsteller Wilhelm R. Lamszus einen popul&auml;ren Roman mit dem Titel &laquo;Das Menschenschlachthaus&raquo;. In diesen &laquo;Bildern vom kommenden Krieg&raquo;, wie der Untertitel lautete, prophezeite Lamszus mit gespenstischen Worten das pl&ouml;tzliche Durchdrehen kapitalistischer Fabriken in &laquo;grosse Schwungmaschinen&raquo; einer Massendestruktion. &laquo;Es ist, als ob der Tod die Sense auf das alte Eisen geworfen h&auml;tte, als ob er nun ein Maschinist geworden w&auml;re. Man ist vom Kleinbetrieb zum Grossbetrieb &uuml;bergegangen. Einst wars ein Reitertod, ein ehrlicher Soldatentod. Jetzt ist es ein Maschinentod! Von Technikern, von Maschinisten werden wir vom Leben zum Tode bef&ouml;rdert. Und wie man Kn&ouml;pfe und Stecknadeln im Grossbetrieb erzeugt, erzeugt man nun die Kr&uuml;ppel und die Leichen im Maschinenbetrieb.&raquo;<br>\nLamszus griff eine Vorstellung auf, die damals insbesondere in der Arbeiterbewegung weit verbreitet war. Statt eines klassischen Kabinettkriegs mit einem begrenzten Schlachtfeld wurde ein langer volkswirtschaftlicher Abnutzungskrieg bef&uuml;rchtet, begleitet von einer nie da gewesenen Gewalteskalation. Der Sozialist und Marx-Freund Friedrich Engels hatte bereits 1888 prognostiziert, in einem k&uuml;nftigen Krieg w&uuml;rden sich &laquo;acht bis zehn Millionen Soldaten untereinander abw&uuml;rgen&raquo;. 1893 erkl&auml;rte August Bebel, damals der wichtigste Kopf der deutschen Sozialdemokratie, im Reichstag, wenn nach einem Kriegsausbruch &laquo;endlich auf den Schlachtfeldern die Massenschl&auml;chtereien stattfinden, dann, meine Herren, haben Sie etwas geschaffen, an dem m&ouml;glicherweise Ihre ganze Gesellschaft mit einem Mal zu Grunde geht&raquo;. Beide Voraussagen sollten sich akkurat bewahrheiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/1412\/erster-weltkrieg\/der-erste-totale-krieg\">WOZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-21224","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21224","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=21224"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21224\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21227,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21224\/revisions\/21227"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=21224"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=21224"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=21224"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}