{"id":21240,"date":"2014-03-28T16:51:55","date_gmt":"2014-03-28T15:51:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21240"},"modified":"2014-03-28T16:51:55","modified_gmt":"2014-03-28T15:51:55","slug":"hinweise-des-tages-ii-147","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21240","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21240#h01\">Wie wird die CDU Timoschenko wieder los?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21240#h02\">31 % der Erd&ouml;l- und Erdgasimporte kommen aus Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21240#h03\">Frank Schirrmacher: Echtzeitjournalismus &ndash; Dr. Seltsam ist heute online<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21240#h04\">Die wahrhaften Putin-Versteher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21240#h05\">Nominallohnindex im Jahr 2013 um 1,4 % gestiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21240#h06\">Mehr als 100.000 Beteiligte zum Abschluss der zweiten Warnstreik-Welle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21240#h07\">Alternativer Gesch&auml;ftsbericht der DB AG 2013<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21240#h08\">Erstakademiker_innen aller Hochschulen, vereinigt euch!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21240#h09\">Nach Youtube-Sperre: Das ist eine Kriegserkl&auml;rung an die T&uuml;rkische Republik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21240#h10\">&Uuml;berwachtes Netz &ndash; Edward Snowden und der gr&ouml;&szlig;te &Uuml;berwachungsskandal der Geschichte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21240#h11\">Irak: Laut UNO 400.000 Menschen vertrieben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21240#h12\">Rezension: Thomas Piketty stellt die Fundamentalfrage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21240#h13\">SPD bek&auml;mpft den falschen Gegner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21240#h14\">ZDF-Politbarometer: 100-Tage-Bilanz: CDU\/CSU mit deutlich mehr Einfluss als SPD<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21240&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wie wird die CDU Timoschenko wieder los?<\/strong><br>\nJulia Timoschenko hat der CDU einiges zu verdanken. Nun will sie Pr&auml;sidentin werden und gleichzeitig Putin erschie&szlig;en. Die CDU versucht, sich so unauff&auml;llig wie m&ouml;glich zu distanzieren.<br>\nEs war ein pomp&ouml;ser Auftritt, der Julia Timoschenko in Dublin gew&auml;hrt wurde. Zuerst flackerten Bilder von ihr und von den Maidan-Demonstrationen zu dramatischer Musik an der Wand, dann applaudierte das Publikum minutenlang im Stehen, bevor die Ukrainerin &uuml;berhaupt ein Wort gesprochen hatte. Vor rund zwei Wochen war sie zu Gast beim Kongress der Europ&auml;ischen Volkspartei (EVP), einem Zusammenschluss konservativer Parteien. Im Publikum sa&szlig;en Spitzenpolitiker aus ganz Europa, auch von CDU und CSU. Timoschenko hielt eine kraftvolle Rede, die immer wieder von starkem Applaus unterbrochen wurde. Schon da war vielen klar, was sie nun auch offiziell verk&uuml;ndete: Timoschenko will Pr&auml;sidentin der Ukraine werden. In Dublin dankte sie explizit Angela Merkel und der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung f&uuml;r ihre Unterst&uuml;tzung.<br>\nTimoschenko verk&ouml;rperte die Hoffnung der europ&auml;ischen Konservativen auf eine demokratische Ukraine. Ihre m&auml;chtigen Freunde aus der EU spielten eine gewichtige Rolle f&uuml;r den Erfolg der Maidan-Demonstration. Doch nun wird mit jedem Tag deutlicher, was f&uuml;r eine zweifelhafte Figur Timoschenko ist. Die CDU muss sie absch&uuml;tteln.<br>\n&ldquo;Timoschenko denkt radikal und nationalistisch&rdquo;<br>\nAusl&ouml;ser ist das Telefonat Timoschenkos mit einem politischen Kontrahenten, in dem sie gegen den russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin hetzt: &ldquo;Ich bin selbst bereit, eine Kalaschnikow in die Hand zu nehmen und dem Dreckskerl in den Kopf zu schie&szlig;en&rdquo;, wetterte sie. &ldquo;Ich werde die ganze Welt erheben, sobald ich es kann, damit &ndash; verdammt &ndash; von Russland nicht einmal ein verbranntes Feld &uuml;brig bleibt.&rdquo; Das Telefonat wurde abgeh&ouml;rt und bei Youtube hochgeladen. Timoschenko behauptet zwar, dass einige Teile der Aufnahme eine Montage seien, bestreitet das Zitat aber nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Wie-wird-die-CDU-Timoschenko-wieder-los-article12548996.html\">n-tv<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>31 % der Erd&ouml;l- und Erdgasimporte kommen aus Russland<\/strong><br>\nIn der Rangliste der wichtigsten Handels&shy;partner Deutschlands lag Russ&shy;land 2013 auf dem 11. Platz. Der Wert der gehandelten Waren belief sich auf 76,5 Milliarden Euro. Deutschland exportierte Waren im Wert von 36,1 Milliarden Euro nach Russland: Wichtigste Exportg&uuml;ter waren Maschinen (23 %) sowie Kraftwagen und Kraftwagenteile (21 %).\n<p>Der Wert der Importe aus der Russischen F&ouml;deration lag bei 40,4 Milliarden Euro. Erd&ouml;l und Erdgas machten 72 % der Importe aus. Damit kamen rund 31 % der gesamten deutschen Erd&ouml;l- und Erdgasimporte aus Russland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Startseite.html\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Frank Schirrmacher: Echtzeitjournalismus &ndash; Dr. Seltsam ist heute online<\/strong><br>\nIn der Krim-Krise sieht man: Der Echtzeitjournalismus ist schneller als die Reaktionszeit f&uuml;r einen Atomangriff. Er setzt auf die Semantik der Eskalation und wird dadurch selbst zur Waffe&hellip;<br>\nEs ist eine Pointe der Geschichte, dass nun auch die politische und gesellschaftliche Kommunikation in diesen Lichtgeschwindigkeitsmodus wechseln. Wer Zeitpuffer f&uuml;r Hochgeschwindkeitsb&ouml;rsen verlangt, sollte nach den j&uuml;ngsten Erfahrungen auch &uuml;ber solche f&uuml;r Nachrichtenb&ouml;rsen nachdenken. &bdquo;Was Redaktionen beschlossen haben, vergelten und b&uuml;&szlig;en Nationen.&ldquo; Auch das stammt von Karl Kraus. Die Krim-Krise ist ein Grund, sich klarzumachen, dass die Welt nicht nach den Gesetzen von &bdquo;Homeland&ldquo; oder &bdquo;House of Cards&ldquo; funktioniert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/echtzeitjournalismus-dr-seltsam-ist-heute-online-12867571.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Hier also der Beitrag bei dem wir heute Morgen nur auf <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21224#h02\">die Printfassung hinweisen konnten<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die wahrhaften Putin-Versteher<\/strong><br>\nIn den deutschsprachigen Medien entwickelte sich die Krim-Krise zur One-Man-Show eines b&ouml;sen, b&ouml;sen Pr&auml;sidenten<br>\nMit der Eskalation des Ukraine-Konflikts setzen deutsche Journalisten zunehmend auf das stilistische Mittel der Personalisierung. Die Person des russischen Pr&auml;sidenten Wladimir Putin erscheint in der Presse stellvertretend f&uuml;r die gesamte russische Gesellschaft. Dabei zeichnen Journalisten seine Person ganz &uuml;berwiegend negativ und orientieren vielfach auf politikferne Eigenschaftsmerkmale. Die selben Redakteure, welche die Person des russischen Pr&auml;sidenten in den Mittelpunkt stellen und sich ausf&uuml;hrlich mit seiner Psyche besch&auml;ftigen, gehen inzwischen dazu &uuml;ber, Kritiker einer konfrontativen Russland-Politik, welche sich vergleichsweise st&auml;rker auf Sachargumente st&uuml;tzen, ausgerechnet als &ldquo;Putin-Versteher&rdquo; zu brandmarken.<br>\nIm M&auml;rz l&auml;sst sich in der personalisierten Konflikt-Berichterstattung ein neuer Trend erkennen, der die Hypothese von der beabsichtigten Zuordnung zur In- oder Outgroup, zum medialen Freund-Feind-Schema, ausdr&uuml;cklich best&auml;tigt. Ausgerechnet die Dissidenten der deutschen Au&szlig;enpolitik werden zunehmend als &ldquo;Putin-Versteher&rdquo; diffamiert und das, obwohl kaum einer der so Betitelten auf Putin bezogene Argumente anf&uuml;hrte. Im Gegenteil argumentieren die Vertreter einer auf Deeskalation gerichteten Verst&auml;ndigungspolitik im Vergleich zum politischen Mainstream &uuml;berdurchschnittlich sachbezogen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/41\/41351\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>Zum Beweis f&uuml;r die Diffamierung der &bdquo;Putin-Versteher&ldquo;: Deutschlands wichtigste Putin-Versteher<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/ausland\/wladimir-putin\/wer-ausser-helmut-schmidt-noch-den-kreml-in-der-krim-krise-versteht-35261410.bild.html\">Bild.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Und der <a href=\"http:\/\/www.kontroverse-politik.de\/index.php?article_id=292\">&bdquo;Milchbubi&rdquo; der &ldquo;Bild&rdquo;<\/a> darf sich mal so richtig blamieren: &bdquo;Durch die Rauchschwaden seiner Menthol-Zigaretten raunt Helmut Schmidt (95) bedeutsame Worte zur Weltlage. Allein, manchmal scheint der Rauch so dicht, dass selbst der Altkanzler nicht mehr durchblickt.<\/em><br>\n<em>Denn was altersweise daherkommt, ist bisweilen grober, Despoten-freundlicher Unfug. In letzter Zeit wirkt der Weltpolitiker Schmidt, als w&auml;re er zum Kontra-Indikator der Weltpolitik geworden: Von allem, was er sagt, ist meist das Gegenteil richtig&hellip;&ldquo;<\/em><br>\n<em>In der Liste der &bdquo;Gesuchten&ldquo; fehlt eigentlich nur Helmut Kohl, der  sogar in der Bild-Zeitung den <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/helmut-kohl\/mahnt-in-ukraine-krise-zu-besonnenheit-35030200.bild.html\">Umgang des Westens mit Russland kritisiert hat<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Nominallohnindex im Jahr 2013 um 1,4 % gestiegen<\/strong><br>\nNach den endg&uuml;ltigen Ergebnissen der Viertelj&auml;hrlichen Verdiensterhebung ist der Nominallohnindex in Deutschland im Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 % gestiegen&hellip;Eine niedrige Verdienstentwicklung in den nicht tarifgebundenen Betrieben und gesunkene Sonderzahlungen waren die beiden Hauptgr&uuml;nde f&uuml;r die relativ schwache Entwicklung der Nominall&ouml;hne. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, erh&ouml;hten sich die Verbraucherpreise in diesem Zeitraum mit 1,5 % etwas st&auml;rker als die Nominall&ouml;hne. Die Reall&ouml;hne sanken deshalb um 0,1 %.<br>\nDer Nominallohnindex spiegelt die Ver&auml;nderung der Bruttomonatsverdienste inklusive Sonderzahlungen der vollzeit-, teilzeit- und geringf&uuml;gig besch&auml;ftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wider. Er erfasst die Verdienstentwicklung bei gleicher Besch&auml;ftigtenstruktur wie im Vorjahr. Dabei wird sowohl die Verdienstentwicklung in tarifgebundenen als auch in nicht tarifgebundenen Betrieben beobachtet. In den tarifgebundenen Betrieben entsprach die Entwicklung der tats&auml;chlich gezahlten Bruttomonatsverdienste (ohne Sonderzahlungen) mit + 2,4 % der Tarifentwicklung (siehe hierzu Pressemitteilung Nr. 071 vom 28.02.2014). Die Verdienstentwicklung in den nicht tarifgebundenen Betrieben war mit + 0,8 % deutlich niedriger und schw&auml;chte das Gesamtergebnis merklich ab.<br>\nEin weiterer Grund f&uuml;r den vergleichsweise geringen Verdienstanstieg war der R&uuml;ckgang der h&auml;ufig erfolgsabh&auml;ngigen Sonderzahlungen. Rechnet man die Sonderzahlungen aus der Verdienstentwicklung heraus, so l&auml;ge der Anstieg mit + 1,8 % &uuml;ber der Entwicklung der Verbraucherpreise.<br>\nEin vollzeitbesch&auml;ftigter Arbeitnehmer verdiente in Deutschland im Jahr 2013 inklusive Sonderzahlungen durchschnittlich 45 523 Euro brutto. Die h&ouml;chsten Durchschnittsverdienste erhielten die Vollzeitbesch&auml;ftigten bei Banken und Versicherungen (65 675 Euro), in der Energieversorgung (62 589 Euro) sowie im Bereich Information und Kommunikation (61 250 Euro). Der niedrigste durchschnittliche Bruttojahresverdienst wurde im Gastgewerbe (25 286 Euro) gezahlt.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140328_hinweise_ii_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2014\/03\/PD14_116_623.html;jsessionid=52FD4B7B4ED20B64637F2101D9DDB35B.cae3\">Statistisches Bundesamt<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der praktische Informationsgehalt w&auml;re gr&ouml;&szlig;er gewesen, wenn das Statistische Bundesamt die &Uuml;berschrift gew&auml;hlt h&auml;tte: &bdquo;Reall&ouml;hne im Jahr 2013 um 0,1 Prozent gesunken&ldquo;. Wo soll eigentlich die steigende Binnennachfrage herkommen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Mehr als 100.000 Beteiligte zum Abschluss der zweiten Warnstreik-Welle<\/strong><br>\nIn der Tarifrunde f&uuml;r die rund 2,1 Millionen Besch&auml;ftigten im &ouml;ffentlichen Dienst von Bund und Kommunen sind heute 104.000 Kolleginnen und Kollegen dem Warnstreikaufruf der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) gefolgt. Damit beteiligten sich in dieser Woche insgesamt &uuml;ber 200.000 Besch&auml;ftigte an den Arbeitsniederlegungen der zweiten Warnstreikwelle&hellip;<br>\n&bdquo;Entscheidende Fragen, die in den Tarifverhandlungen im Zentrum stehen, sind offen, sind kontrovers&ldquo;, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske am Donnerstag&hellip;<br>\nver.di fordert f&uuml;r alle Tarifbesch&auml;ftigten Entgelterh&ouml;hungen von 100 Euro monatlich plus 3,5 Prozent, die unbefristete &Uuml;bernahme von Auszubildenden sowie eine Anhebung der Ausbildungsverg&uuml;tungen um 100 Euro pro Monat. Au&szlig;erdem geht es in den Verhandlungen um einen einheitlichen Urlaubsanspruch von 30 Arbeitstagen f&uuml;r alle, eine Nahverkehrszulage von 70 Euro sowie eine Erh&ouml;hung der Nachtschichtzulage in Krankenh&auml;usern auf 20 Prozent. ver.di will zudem einen Ausschluss sachgrundlos befristeter Arbeitsvertr&auml;ge im &ouml;ffentlichen Dienst erreichen. Ein Abschluss soll zeit- und inhaltsgleich auf die Beamtinnen und Beamten &uuml;bertragen werden.<br>\nDie Verhandlungen werden am kommenden Montag und Dienstag, 31. M&auml;rz\/1. April 2014, in Potsdam in der dritten Runde fortgesetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verdi.de\/presse\/pressemitteilungen\/++co++5de55f90-b5af-11e3-a983-5254008a33df\">ver.di<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Alternativer Gesch&auml;ftsbericht der DB AG 2013<\/strong><br>\nDer Deutschen Bahn AG hat es im vergangenen Jahr die Bilanz verhagelt. Das Jahresergebnis sank von 1,46 Milliarden Euro im Vorjahr auf nur noch 649 Millionen<br>\nEuro. Der Umsatz stagniert. Die Prognose f&uuml;r 2014 ist d&uuml;ster. Woran liegt es?\n<ul>\n<li>Die Bilanz ist so schlecht, weil das Netz zerbr&ouml;selt&hellip;<\/li>\n<li>Die Bilanz ist so schlecht, weil die DB AG Mittel aus dem Nahverkehr abzieht&hellip;<\/li>\n<li>Die Bilanz ist so schlecht, weil der G&uuml;terverkehr schw&auml;chelt&hellip;<\/li>\n<li>Die Bilanz ist so schlecht, weil Arriva floppt&hellip;<\/li>\n<li>Die Bilanz ist so schlecht, weil die DB AG mehr Leute einstellen muss&hellip;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Fazit: Die DB AG hat das Verkehrsmittel der Zukunft in der Hand und ruiniert es f&uuml;r die Klimakiller von gestern. Die Zahlenakrobatik der DB Bilanz will Rationalit&auml;t vort&auml;uschen. Die Irrationalit&auml;t gipfelt in Stuttgart 21, wo die DB AG mit gigantischen Summen im Ergebnis Bahnkapazit&auml;ten abbaut.<br>\nQuell: <a href=\"http:\/\/www.bahn-fuer-alle.de\/media\/docs\/2014\/AltGeschBer-2014.pdf\">Bahn f&uuml;r Alle [PDF &ndash; 1.1 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Erstakademiker_innen aller Hochschulen, vereinigt euch!<\/strong><br>\nErstakademiker_innen haben es nicht leicht an Hochschulen: Diese sind nicht auf sie eingestellt. Dabei hat diese Gruppe spezielle Probleme, auf die st&auml;rker eingegangen werden muss. Seit kurzer Zeit setzen sich verschiedene Initiativen wie Arbeiterkind.de f&uuml;r diese Gruppe ein. Doch wer ist eigentlich zust&auml;ndig?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wasbildetihrunsein.de\/2014\/03\/26\/erstakademiker_innen-aller-hochschulen-vereinigt-euch\/\">Was bildet ichr uns ein?<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Nach Youtube-Sperre: Das ist eine Kriegserkl&auml;rung an die T&uuml;rkische Republik<\/strong><br>\nDer t&uuml;rkische Au&szlig;enminister ist au&szlig;er sich: Nach Twitter sperren die Beh&ouml;rden in der T&uuml;rkei auch Youtube. Offenbar soll die Verbreitung eines abgeh&ouml;rten Gespr&auml;chs von Regierungsvertretern &uuml;ber einen Milit&auml;reinsatz in Syrien verhindert werden. Es geht offenbar um einen Mittschnitt, in dem mehrere M&auml;nner &ndash; mutma&szlig;lich der t&uuml;rkische Au&szlig;enminister Ahmet Davutoglu und Vertreter von Geheimdienst und Milit&auml;r &ndash; &uuml;ber einen Milit&auml;reinsatz in Syrien beraten. Au&szlig;erdem sollen die M&auml;nner dar&uuml;ber sprechen, ob notfalls ein Rechtfertigungsgrund daf&uuml;r geschaffen werden k&ouml;nnte. Man sei im Gespr&auml;ch mit Youtube und erw&auml;ge eine Aufhebung der Sperre, falls die Video-Plattform bereit sei, die betreffenden Aufnahmen zu l&ouml;schen, so die t&uuml;rkische Regierung. Ministerpr&auml;sident Recep Tayyip Erdo&#287;an nannte die Ver&ouml;ffentlichung des Mitschnittes sch&auml;ndlich. Die t&uuml;rkische Medienaufsicht verh&auml;ngte eine Nachrichtensperre f&uuml;r die Ausstrahlung des Gespr&auml;chs. SZ-Korrespondentin Christiane Schl&ouml;tzer in Istanbul best&auml;tigt, dass Youtube f&uuml;r viele Nutzer derzeit nicht zu erreichen ist. Auch Youtube-Mutter Google erkl&auml;rte, einige Nutzer in der T&uuml;rkei h&auml;tten keinen Zugang zu Youtube. Die t&uuml;rkischen Beh&ouml;rden hatten in der vergangenen Woche bereits den Kurzmitteilungsdienst Twitter gesperrt, der sich in der T&uuml;rkei gro&szlig;er Beliebtheit erfreut und unter anderem auch als politische Diskussionsplattform genutzt wird. Wie Youtube wurde auch Twitter dazu verwendet, Korruptionsvorw&uuml;rfe gegen die Regierung von Erdo&#287;an zu verbreiten. Der Regierungschef hatte erkl&auml;rt, Twitter gef&auml;hrde die nationale Sicherheit und verweigere die Zusammenarbeit mit den Beh&ouml;rden. In der T&uuml;rkei finden am Sonntag Kommunalwahlen statt. Erdo&#287;an und seine islamisch-konservative AKP sind durch die Korruptionsvorw&uuml;rfe geh&ouml;rig unter Druck geraten.Die Wahl gilt als wichtiges Stimmungsbarometer. F&uuml;r die Regierung ist sie der erste Test seit den Gezi-Demonstrationen des vergangenen Sommers. Das Wahlergebnis wird auch mitentscheidend f&uuml;r die Frage sein, ob sich der 60-j&auml;hrige Erdo&#287;an im August um das Pr&auml;sidentenamt bewerben wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/tuerkei-sperrt-youtube-das-ist-eine-kriegserklaerung-an-die-tuerkische-republik-1.1923325\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Leider geraten &uuml;ber die Ereignisse rund um die Ukraine nicht nur innenpolitische Fragen, sondern auch wichtige au&szlig;enpolitische Themenbereiche aus den Blickfeld: &Auml;gypten, Syrien, Israel\/Pal&auml;stina, Zentralafrikanische Republik (das andere Krisengebiete grenzt), S&uuml;dsudan, auch wieder Darfur und f&uuml;r Europa weitaus am wichtigsten die T&uuml;rkei. Falls die t&uuml;rkische Regierung tats&auml;chlich an einem Vorwand f&uuml;r einen Milit&auml;reinsatz in Syrien bastelt, ist die NATO und damit auch Deutschland weitaus eher betroffen als in der Causa Ukraine. Nat&uuml;rlich muss sich die T&uuml;rkei als das angegriffene Land pr&auml;sentieren. Damit k&ouml;nnten Artikel 4 und 5 des NATO-Vertrages greifen: &ldquo;Die Parteien werden einander konsultieren, wenn nach Auffassung einer von ihnen die Unversehrtheit des Gebiets, die politische Unabh&auml;ngigkeit oder die Sicherheit einer der Parteien bedroht ist.&rdquo; Und: &rdquo; &ldquo;Die Parteien vereinbaren, dass ein bewaffneter Angriff gegen eine oder mehrere von ihnen in Europa oder Nordamerika als ein Angriff gegen sie alle angesehen wird; &hellip;&rdquo;.<\/em><br>\n<em>Als Erkl&auml;rung bietet sich die innenpolitisch missliche Lage Tayyip Erdo&#287;ans vor den Kommunalwahlen und vor allem vor den Pr&auml;sidentschaftswahlen im August an. Auch wenn sich die Aufnahme der T&uuml;rkei in die EU schon aus &ouml;konomischen Gr&uuml;nden verbietet, d&uuml;rften die Ereignisse der letzten Monate zeigen, dass die T&uuml;rkei noch lange nicht reif f&uuml;r eine Mitgliedschaft in eine durchaus imperfekte EU ist. &ndash; Schlimm ist auch, dass die deutsche Politik offensichtlich nicht in der Lage ist, in mehreren Krisenherden gleichzeitig zu agieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&Uuml;berwachtes Netz &ndash; Edward Snowden und der gr&ouml;&szlig;te &Uuml;berwachungsskandal der Geschichte<\/strong><br>\nMarkus Beckdahl und Andre Meister haben in den vergangenen Jahren eine Vielzahl an Autorinnen und Autoren eingeladen, ihre Sicht auf die durch Edward Snowden ausgel&ouml;sten Entwicklungen zu reflektieren und zu &uuml;berlegen, welche Schl&uuml;sse aus den enth&uuml;llten Fakten zu ziehen sind.<br>\n&bdquo;Die Debatte darum darf nicht verstummen. Auf dem Spiel stehen Freiheit und Demokratie. Deswegen gibt es dieses Buch.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/wp-upload\/Ueberwachtes-Netz-Markus-Beckedahl-Andre-Meister.pdf\">Das Buch als PDF zum Download bei netzpolitik.org [PDF &ndash; 2.5 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Irak: Laut UNO 400.000 Menschen vertrieben<\/strong><br>\nVor der Gewalt im Westen des Irak sind laut UNO dieses Jahr 400.000 Menschen geflohen. Der Sondergesandte Mladenov informierte den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen &uuml;ber die Lage. Er betonte, die UNO m&uuml;sse rasch weitere Hilfen bereitstellen. Andernfalls k&ouml;nne man die Menschen, die vor den K&auml;mpfen in der Provinz Anbar fl&uuml;chteten, bald nicht mehr unterst&uuml;tzen. Im West-Irak haben islamistische Rebellen in den vergangenen Monaten stark an Einfluss gewonnen. Einige Gruppen wie die ISIS &ndash; Islamischer Staat im Irak und Syrien &ndash; operieren inzwischen auch &uuml;ber die L&auml;ndergrenzen hinweg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/irak-laut-uno-400-000-menschen-vertrieben.264.de.html?drn:news_id=340299\">DLF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Rezension: Thomas Piketty stellt die Fundamentalfrage<\/strong><br>\nDer franz&ouml;sische &Ouml;konom hat einen W&auml;lzer verfasst, in dem er den Kern der kapitalistischen Entwicklung untersucht und er warnt vor einer Spaltung der Gesellschaft. Piketty sieht im Wesentlichen zwei Treiber f&uuml;r die wachsende Ungleichheit in vielen L&auml;ndern. Sie werden durch die folgenden beiden Grafiken aus der Einleitung seines Buches verdeutlicht.\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140328_hinweise_ii_02.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140328_hinweise_ii_02_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140328_hinweise_ii_03.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140328_hinweise_ii_03_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/blog.tagesanzeiger.ch\/nevermindthemarkets\/index.php\/34470\/thomas-piketty-stellt-die-fundamentalfrage\/\">Piketty via NMTM<\/a><\/p>\n<p>Die erste Grafik zeigt am Beispiel der USA den Einkommensanteil der reichsten 10 Prozent in den 100 Jahren zwischen 1910 und 2010. Die Einkommensunterschiede werden von &Ouml;konomen oft mit der Nachfrage nach besonderen F&auml;higkeiten in Zeiten eines starken technologischen Wandels erkl&auml;rt (&laquo;Skill biased technological change&raquo;). Piketty h&auml;lt dagegen die Erkl&auml;rung f&uuml;r besser mit den Daten vereinbar, dass die Entwicklung vor allem den Einfluss von Topmanagern zeigt, die ihre Macht daf&uuml;r nutzen, sich selbst hohe Einkommen zuzuschanzen, ohne dass das mit einer messbaren Produktivit&auml;t von ihrer Seite erkl&auml;rt werden k&ouml;nnte. Obwohl diese Ursache von Ungleichheit vor allem die &ouml;ffentliche Debatte bestimmt und im Buch behandelt wird, h&auml;lt sie Piketty nicht f&uuml;r die wichtigste.<br>\nProblematischer ist f&uuml;r ihn eine Ungleichheit, die bestehende Verm&ouml;gensverh&auml;ltnisse und dadurch auch gesellschaftliche Macht- und Chancenverh&auml;ltnisse zementiert. Und deshalb setzt er beim Kapital an, dass er mit dem Verm&ouml;gensbestand gleich setzt, dabei aber an Personen gebundene Kapitalbegriffe wie &laquo;Humankapital&raquo; ausschlie&szlig;t. Die zweite Grafik zeigt am Beispiel von europ&auml;ischer Staaten das Verh&auml;ltnis des Kapitalbestands zum j&auml;hrlichen Gesamteinkommen. Ein Wert bei 700 Prozent bedeutet daher, dass in diesem Jahr der Kapitalbestand dem Siebenfachen des Gesamteinkommens in diesem Jahr entsprochen hat. Die Ungleichheit dieser Art erh&ouml;ht sich immer dann automatisch und die Besitzverh&auml;ltnisse zementieren sich, wenn s&auml;mtliche Einkommen aus dem Kapital &ndash;&nbsp; (ob sie nun als Zins, Profite, Renten, Dividenden, Kapitalgewinne usw. bezeichnet werden) prozentual st&auml;rker zunehmen als das Wachstum der Gesamtwirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.tagesanzeiger.ch\/nevermindthemarkets\/index.php\/34470\/thomas-piketty-stellt-die-fundamentalfrage\/\">NMTM<\/a><\/p>\n<p><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben bereits <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21202#h20\">auf diverse Besprechungen des Buches hingewiesen<\/a>. Die Rezension von Markus Diem Meier d&uuml;rfte die ausf&uuml;hrlichste sein. Sie stellt das Buch auch in den Zusammenhang bisheriger Forschung bis hin zu den Klassikern. Wie Paul Krugman findet er f&uuml;r das Forschungswerk Pikettys Worte gr&ouml;&szlig;ter Wertsch&auml;tzung: &ldquo;Meinem Eindruck nach ist sein Mammutwerk die wohl bisher beste Auseinandersetzung mit dem Thema, nicht zuletzt auch wegen dem reichen Schatz an Daten. Dabei ist es nicht n&ouml;tig, dass man jeder Schlussfolgerung von Piketty zustimmt. Das Buch wird kaum das letzte Mal in diesem Blog thematisiert.&rdquo; &ndash; Zu erinnern w&auml;re in diesem Zusammenhang auch auf die IWF-Studie: <a href=\"http:\/\/www.imf.org\/external\/pubs\/ft\/sdn\/2014\/sdn1402.pdf\">&ldquo;Redistribution, Inequality, and Growth&rdquo; [PDF &ndash; 1.8 MB]<\/a>, die <a href=\"http:\/\/blog.tagesanzeiger.ch\/nevermindthemarkets\/index.php\/34262\/eine-neue-sicht-auf-ungleichheit-und-umverteilung\/\">hier besprochen wird<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Dazu: Das Kapital ist zur&uuml;ck<\/strong><br>\nNie war unsere Gesellschaft so reich wie heute. Und manche sind eben reicher als die anderen. Der &Ouml;konom Thomas Piketty warnt im Interview, dass die Ungleichheit wieder so drastisch werden k&ouml;nnte wie zu feudalen Zeiten: &ldquo;Die Wachstumsraten werden nie wieder bei f&uuml;nf Prozent liegen wie in der Nachkriegszeit. So hohes Wachstum gibt es nur, wenn man alles kaputt gemacht hat &mdash; was hoffentlich nicht noch einmal passiert. Oder wenn man viel aufzuholen hat im Vergleich zu anderen L&auml;ndern. Beides hat Deutschland nach 1945 erlebt. Aber seit den 1980er Jahren ist die Produktivit&auml;t in Europa und den USA etwa gleich gro&szlig;, seitdem ist sie nur relativ wenig gewachsen. Das ist allerdings normal, historisch betrachtet. In den vergangenen 300 Jahren ist die Weltwirtschaft inflationsbereinigt im Schnitt um 1,6 Prozent j&auml;hrlich gewachsen. Die eine H&auml;lfte davon ist Bev&ouml;lkerungswachstum, die andere technischer Fortschritt, der die Produktivit&auml;t steigert. &hellip; Wenn man dieses scheinbar niedrige Wachstum f&uuml;r eine Generation durchrechnet, ist es nicht so wenig. Bei 1,5 Prozent &uuml;ber 30 Jahre entsteht ein Drittel der Wirtschaft neu. Das &auml;ndert den Arbeitsmarkt, die Produkte und Dienstleistungen. Jede Generation muss sich also auf eine erneuerte Struktur einstellen. Es braucht ein gutes Bildungssystem, um sicherzustellen, dass jeder in der neuen Arbeitswelt einen Job findet. Das zeigt schon, dass ein Wachstum von 1,5 pro Jahr Prozent ziemlich viel ist. &hellip; Die Verm&ouml;gen wachsen schneller als 1,5 Prozent. Historisch gesehen liegt die Wachstumsrate eher bei vier Prozent, wenn man die Ertr&auml;ge vor Abzug der Steuern betrachtet. F&uuml;r Immobilien und Grundst&uuml;cke liegt sie meist bei mehr als drei Prozent, f&uuml;r Finanzprodukte eher bei sechs oder sieben Prozent &ndash; also h&ouml;her als das gesamte Wirtschaftswachstum. Das haben wir in der Nachkriegszeit vergessen, weil die Wirtschaft so au&szlig;ergew&ouml;hnlich stark gewachsen ist. Das war im 18. und 19. Jahrhundert ganz anders. Die Wirtschaft ist weniger als ein Prozent gewachsen, das Verm&ouml;gen um vier, f&uuml;nf Prozent. In der Situation sind wir nun wieder. Das f&uuml;hrt zu Verm&ouml;gensungleichheit und l&auml;sst die Mittelklasse schrumpfen. Vor allem, weil es einfacher ist, eine hohe Rendite auf den globalen Finanzm&auml;rkten zu erzielen, wenn man bereits ein gro&szlig;es Verm&ouml;gen hat, das man breit anlegen kann. Die Reichsten k&ouml;nnen ihr Verm&ouml;gen meist &uuml;berdurchschnittlich steigern. Dagegen wird jemand, der 50 000 Euro hat, es kaum schaffen, daf&uuml;r f&uuml;nf Prozent Zinsen zu bekommen. Der kann froh sein, wenn er einen Inflationsausgleich bekommt. &hellip; Dabei ist es gut f&uuml;r eine Gesellschaft, wenn es viel Kapital gibt. Denn dazu geh&ouml;ren auch Technik und Maschinen, die uns produktiver machen. Und Kapital ist besser als Schulden. Europa redet dar&uuml;ber, dass wir unseren Kindern so viele Schulden hinterlassen. Aber die Wahrheit ist, dass wir ihnen mehr Verm&ouml;gen hinterlassen als jede andere Generation zuvor. &hellip; Der Wohlstand ist nicht richtig verteilt. Deswegen bin ich f&uuml;r eine progressive Verm&ouml;gensteuer, die steigt, je reicher jemand ist. Sie soll nicht die Leute treffen, die anfangen, Verm&ouml;gen anzuh&auml;ufen. Aber sobald man eine bestimmte Schwelle &uuml;berschritten hat, muss man zahlen. &hellip; Sie ist wie eine zivilisierte Form der Inflation. Die Inflation hilft zwar verschuldeten Staaten, ihre Kredite in den Griff zu bekommen. Aber sie vernichtet viel privaten Wohlstand, vor allem bei Menschen, die nur Ersparnisse auf dem Konto haben. B&uuml;rger dagegen, die Immobilien und Grundst&uuml;cke besitzen, verlieren gar nichts. Das ist Umverteilung in die falsche Richtung. Inflation ist also wie eine regressive Verm&ouml;gensteuer, die Arme st&auml;rker trifft als Reiche. Ich m&ouml;chte den gegenteiligen Effekt erreichen: Menschen mit weniger als 100 000 oder 200 000 Euro auf dem Sparbuch zahlen keine Verm&ouml;gensteuer. Bis 500 000 Euro oder eine Million Euro wird ein Prozent f&auml;llig, dar&uuml;ber zwei Prozent. Die Steuerlast behandelt dann jeden gem&auml;&szlig; seiner Zahlungsf&auml;higkeit. Diese Politik bevorzugt nicht diejenigen, die ihr Verm&ouml;gen in Immobilien gesteckt haben. &hellip; Die progressive Verm&ouml;gensteuer ist kein leichter Weg. Aber sie ist viel besser als andere Optionen. &hellip; Es ist also v&ouml;llig verr&uuml;ckt, dass Griechenland ohne R&uuml;ckendeckung die Steuern f&uuml;r Reiche erh&ouml;hen soll. So werden sie die Reichen nicht zum Zahlen bringen. Stattdessen privatisieren sie staatliches Eigentum, zu sehr niedrigen Preisen, weil sie es schnellstm&ouml;glich losschlagen. So kommen nun ausgerechnet die reichen Griechen, die keine Steuern zahlen, billig an Staatseigentum. Das ist genau das Gegenteil von dem, was passieren sollte. Und wir geben den Griechen daran die Schuld. Aber es ist auch unsere Schuld. &hellip; Wir brauchen eine Fiskalunion, aber die Europ&auml;er sollten nicht alle Steuern und staatlichen Ausgaben zusammenlegen. Dennoch sollten wir die Steuerpolitik, die grenz&uuml;bergreifende Gesch&auml;fte betrifft, eng koordinieren. Es ist sehr schwierig, sich darauf zu einigen, welche Unternehmensgewinne von der K&ouml;rperschaftsteuer eigentlich betroffen sein sollen &ndash; wir haben gerade 17 verschiedene Regeln dazu in der Euro-Zone. Als Konsequenz finden multinationale Konzerne immer einen Weg, weniger Steuern zu zahlen als die kleineren Firmen, indem sie ihre Gewinne verschieben und geringe Unterschiede in den Steuergesetzen ausspielen. Das ist unsinnig. Jedes Land verliert. Und es regt die &Ouml;ffentlichkeit auf, weil es so aussieht, als ob wir nur diejenigen mehr besteuern, die nicht mobil sind: Verbraucher und normale Arbeitnehmer. Das kann nicht so weitergehen, sonst werden die B&uuml;rger sich gegen europ&auml;ische Integration auflehnen. Das macht mir gro&szlig;e Sorgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/ungleichheitsforscher-thomas-piketty-das-kapital-ist-zurueck-1.1917835\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>SPD bek&auml;mpft den falschen Gegner<\/strong><br>\nDie Sozialdemokraten wollen unbedingt einen Personen-Wahlkampf f&uuml;hren. Die Europawahl wird zum Duell Martin Schulz gegen Jean-Claude Juncker hochgejazzt. Dabei hat Schulz eine viel m&auml;chtigere Gegnerin.<br>\nDer eigentliche Gegner von Schulz ist in diesem Wahlkampf nicht Juncker. Es ist Angela Merkel. Die Kanzlerin hat schon deutlich gemacht, dass die Frage des Kommissionspr&auml;sidenten keineswegs mit der Europawahl entschieden werde. Das Parlament w&auml;hle nicht automatisch den Spitzenkandidaten der st&auml;rksten Parteienfamilie. Sondern den Kandidaten, den die Staats- und Regierungschefs im Europ&auml;ischen Rat nominierten, hat sie Ende vergangenen Jahres noch verk&uuml;ndet. Im Rat haben die Konservativen eine Mehrheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/martin-schulz-bei-der-europawahl-spd-bekaempft-den-falschen-gegner-1.1923329\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>ZDF-Politbarometer: 100-Tage-Bilanz: CDU\/CSU mit deutlich mehr Einfluss als SPD<\/strong><br>\nZurzeit werden die gro&szlig;en Projekte der SPD zu Gesetzen &ndash; allen voran der Mindestlohn und die Rente mit 63. Eine deutliche Mehrheit in der Bev&ouml;lkerung findet das gut&hellip;<br>\nTrotz der aktuellen Pr&auml;senz dieser Themen ist eine eindeutige Mehrheit aller Befragten (56 Prozent) der Meinung, dass die CDU\/CSU in der Bundesregierung mehr Einfluss hat als die SPD (11 Prozent). 30 Prozent glauben, dass beide ungef&auml;hr gleich viel Einfluss haben. Besonders auff&auml;llig dabei ist, dass bei den SPD-Anh&auml;ngern sogar 60 Prozent der Meinung sind, dass die CDU\/CSU mehr Einfluss in der Regierung hat als die von ihnen pr&auml;ferierte Partei (11 Prozent; beide gleich 28 Prozent).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/meldung\/2699421\">presseportal<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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