{"id":21245,"date":"2014-03-31T07:58:38","date_gmt":"2014-03-31T06:58:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21245"},"modified":"2015-11-09T12:26:50","modified_gmt":"2015-11-09T11:26:50","slug":"hinweise-des-tages-2098","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21245","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21245#h01\">Der neue Ost-West-Konflikt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21245#h02\">Was f&uuml;r deutsche Konzerne in Russland auf dem Spiel steht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21245#h03\">Schiefergas: Obama sagt EU-Spitzen Energiedeal zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21245#h04\">Tonaufnahme legt t&uuml;rkische Angriffspl&auml;ne auf Syrien nahe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21245#h05\">Heiner Flassbeck: Aufwertung des Euro als Problem &ndash; oder die Virtuosit&auml;t des Bundesbankpr&auml;sidenten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21245#h06\">Der interne Kampf um Europas Bankenrettung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21245#h07\">Jetzt auch noch Deflation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21245#h08\">Minister M&uuml;ller vor dem EU-Afrika-Gipfel: Keinerlei Entwicklungsgelder f&uuml;r milit&auml;rische Aktionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21245#h09\">EU kann Milit&auml;rmission in Zentralafrika einsetzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21245#h10\">Was Alice, Theo und Uli falsch gemacht haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21245#h11\">Das schier unendliche Warten auf einen Arzttermin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21245#h12\">Smart City &ndash; Nachhaltigkeit digital leicht gemacht?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21245#h13\">Garzweiler II-Entscheidung: BUND sieht Teilerfolg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21245#h14\">Aufruf: Unsere Bahn muss wieder unter demokratische Kontrolle!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21245#h15\">AfD flirtet mit britischen Europa-Gegnern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21245#h16\">Volksvertreter und Lobbyisten in Personalunion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21245#h17\">Politik ist weit weg von Probleml&ouml;sung und Verl&auml;sslichkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21245#h18\">Wer braucht das schon alles?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21245#h19\">Paul Krugman: Amerikas Tradition der Besteuerung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21245#h20\">Zu guter Letzt: Aus &bdquo;Bild&rdquo; wird &bdquo;Bald&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21245&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Der neue Ost-West-Konflikt<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Joschka Fischer: Europa, bleibe hart!<\/strong><br>\nDie EU muss anerkennen, dass sie nicht nur eine Wirtschaftsunion, sondern auch ein machtpolitischer Akteur ist. Wenn sie Putin jetzt nachgibt, dient sie nicht dem Frieden. Dann ermutigt sie Russlands Pr&auml;sidenten, den n&auml;chsten Schritt zu tun.<br>\nLange, viel zu lange ist der Westen Illusionen &uuml;ber Putins Russland aufgesessen. Diese Illusionen sind jetzt auf der Krim geplatzt. Dabei h&auml;tte man es schon seit Langem besser wissen k&ouml;nnen, ja m&uuml;ssen. Denn Wladimir Putin verfolgt seit seiner ersten Amtszeit als russischer Pr&auml;sident die Wiedererlangung des Weltmachtstatus f&uuml;r Russland als sein strategisches&nbsp;Ziel.<br>\nDazu benutzte er die Energieexporte, um die mit dem Ende der Sowjetunion verloren gegangenen Gebiete nach und nach zur&uuml;ckzuholen. Im Zentrum dieser Strategie stand und steht die Ukraine, denn ohne diese ist sein Ziel nicht zu erreichen. Es geht also keineswegs nur um die Krim. Das n&auml;chste Ziel Wladimir Putins ist die Ostukraine &ndash; und damit verbunden die anhaltende Destabilisierung der gesamten&nbsp;Ukraine.<br>\nVor unseren Augen vollzieht sich der Umsturz der postsowjetischen Staatenordnung in Osteuropa, am Kaukasus und in Zentralasien. Gro&szlig;machtpolitik sowie das Denken in Einflusszonen und den machtpolitischen Spielen des 19. Jahrhunderts drohen das Selbstbestimmungsrecht der V&ouml;lker, die Unverletzlichkeit der Grenzen, die Herrschaft des Rechts und demokratische Grundprinzipien&nbsp;abzul&ouml;sen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/ukraine-krise-europa-bleibe-hart-1.1924571\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Joschka Fischer kam einmal von den Gr&uuml;nen und die Wurzeln der Gr&uuml;nen lagen auch in der Friedensbewegung. Dieser Gastbeitrag zeigt, wie sehr sich die Gr&uuml;nen inzwischen von Friedensbewegten zu Kriegstreibern gewandelt haben. Wir entsinnen uns ja noch zu gut daran, wie Fischer mit dem uns&auml;glichen Ausspruch &bdquo;Nie wieder Auschwitz&ldquo;  die den (v&ouml;lkerrechtswidrigen) Milit&auml;reinsatz gegen Serbien gerechtfertigt hat. Fischer pl&auml;diert f&uuml;r eine Konfrontation der EU mit Putins Russland. Er h&auml;lt ausschlie&szlig;lich Putin Machtstreben und das Denken in Einflusszonen vor, gerade so als ob es die Nato-Beitritte der osteurop&auml;ischen Staaten oder die Pl&auml;ne f&uuml;r Raketenabwehrsysteme des Westens nicht gegeben h&auml;tte.<\/em><br>\n<em>Mir dr&auml;ngt sich bei diesem &bdquo;Gastbeitrag&ldquo; Fischers folgendes Bild auf:<\/em><br>\n<em>Fischer bekommt einen Anruf von seiner Freundin Madeleine Albright, mit der ihn eine merkw&uuml;rdige Obsession und mit der Beratungsfirma &bdquo;Albright Stonebridge Group&ldquo; er mit seiner Firma &bdquo;Joschka Fischer and Company&ldquo; er auch in gesch&auml;ftlicher Verbindung steht.<\/em><br>\n<em>Albright sagt Fischer: Joschka, Du musst Dich zu Putin &auml;u&szlig;ern. Die Krise um die Ukraine und die Sorge um die Gaslieferungen aus Russland k&ouml;nnten ja auch Deine Gesch&auml;fte mit der Nabucco-Pipeline bef&ouml;rdern. Das Gas aus der kaspischen Region k&ouml;nnte doch wieder interessant werden.<\/em><br>\n<em>Fischer antwortet Albright: Madeleine, Du hast ja Recht, aber ich bin so besch&auml;ftigt, ich habe keine Zeit einen Artikel zu schreiben. Darauf Albright: Kein Problem, morgen hast Du einen Entwurf f&uuml;r eine Text von meiner Consulting-Firma, Du brauchst ihn nur noch zu autorisieren.<\/em><br>\n<em>Eine gro&szlig;e Zeitung, die ihn abdruckt, wirst Du ja leicht finden. Sonst telefoniere ich einfach mit meinem Freund Stefan Kornelius, von der S&uuml;ddeutschen.<\/em><br>\n<em>Diese Geschichte ist nat&uuml;rlich frei erfunden, aber realistisch.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gorbatschow: &ldquo;Krim-Referendum ist ein freudiges Ereignis&rdquo;<\/strong><br>\nDer Friedensnobelpreistr&auml;ger ist der Ansicht, dass man in den die Krim betreffenden Fragen einen Kompromiss finden m&uuml;sse. &bdquo;Der Westen, Russland und die Ukraine m&uuml;ssen verstehen, dass wir in einer gro&szlig;en, aber engen Welt leben. Im Grunde genommen leben wir in einem gro&szlig;en Dorf, und alle, die darin wohnen, sind voneinander abh&auml;ngig und f&uuml;reinander verantwortlich. Man muss lernen, in einer globalisierten Welt zu leben&rdquo;, sagt Gorbatschow und f&uuml;gt hinzu: &bdquo;Die einzelnen L&auml;nder sind immer st&auml;rker miteinander verbunden, und wer das au&szlig;er Acht l&auml;sst, ist ein Dummkopf.&rdquo;&hellip;<br>\n&bdquo;Als der Kalte Krieg zu Ende ging, gab es viele, die eine neue Weltordnung forderten, vor allem die US-Amerikaner. Schlie&szlig;lich hat die USA aber eine andere Politik gew&auml;hlt: Sie sind bei ihrer Haltung, Amerika sei allen anderen V&ouml;lkern &uuml;berlegen, geblieben. Zun&auml;chst hat das auch funktioniert, getreu dem Motto: Warum sollen wir etwas &auml;ndern? Wenn wir bleiben, wie wir sind, ordnet die Welt sich uns unter und wir sind die einzige Supermacht. Gott selbst hat uns schlie&szlig;lich dazu gemacht! Und die Amerikaner sind mit diesen Gedanken in die Zukunft gegangen und haben sich vor der ganzen Welt blamiert. Die anderen L&auml;nder haben die US-Politik nicht akzeptiert.&rdquo;<br>\nMichail Gorbatschow mahnt: &bdquo;Die US-Amerikaner m&uuml;ssen unbedingt diese Komplexe &uuml;berwinden und ihre eigene Perestroika durchf&uuml;hren. Vor ihnen liegt ein langer Weg. Aber so etwas ist nicht einfach und braucht seine Zeit. Ich selbst habe die Perestroika der Sowjetunion 25 Jahre lang geplant.&rdquo;<br>\nDoch auch der russische Pr&auml;sident Wladimir Putin steht in seiner Kritik, obwohl er ihn anfangs unterst&uuml;tzt habe&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.rbth.com\/politik\/2014\/03\/20\/gorbatschow_krim-referendum_ist_ein_freudiges_ereignis_28609.html\">Russia Beyond the Headlines<\/a><\/li>\n<li><strong>The U.S. has treated Russia like a loser since the end of the Cold War.<\/strong><br>\nJack F. Matlock Jr., ambassador to the U.S.S.R. from 1987 to 1991, is the author of &ldquo;Reagan and Gorbachev: How the Cold War Ended.&rdquo;&hellip;<br>\nThe common assumption that the West forced the collapse of the Soviet Union and thus won the Cold War is wrong . The fact is that the Cold War ended by negotiation to the advantage of both sides.<br>\nAt the December 1989 Malta summit, Mikhail Gorbachev and President George H.W. Bush confirmed that the ideological basis for the war was gone, stating that the two nations no longer regarded each other as enemies . Over the next two years, we worked more closely with the Soviets than with even some of our allies. Together, we halted the arms race, banned chemical weapons and agreed to drastically reduce nuclear weapons. I also witnessed the raising of the Iron Curtain, the liberation of Eastern Europe and the voluntary abandonment of communist ideology by the Soviet leader. Without an arms race ruining the Soviet economy and perpetuating totalitarianism, Gorbachev was freed to focus on internal reforms.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.washingtonpost.com\/opinions\/who-is-the-bully-the-united-states-has-treated-russia-like-a-loser-since-the-cold-war\/2014\/03\/14\/b0868882-aa06-11e3-8599-ce7295b6851c_story.html\">Washington Post<\/a><\/li>\n<li><strong>Obama states Kosovo left Serbia only after referendum, but there was NO referendum at all<\/strong><br>\nBarack Obama&rsquo;s speech on Ukrainian crisis seems to have left the public confused as he claimed that Kosovo broke away from Serbia &ldquo;after a referendum&rdquo;. But attentive listeners quickly pointed Obama&rsquo;s gaps in history &ndash; there was no referendum in Kosovo.<br>\nPresident Obama was speaking Wednesday at The Center for Fine Arts in the heart of Brussels, Belgium, and was telling the youth crowd mostly about Russian-Ukrainian conflict over the strategic Crimean Peninsula.<br>\nHe lashed out at Russia for &ldquo;violation of international law, its assault on Ukraine&rsquo;s sovereignty and territorial integrity.&rdquo;<br>\nObama recalled the conflict around Kosovo and NATO&rsquo;s involvement, making a counter-argument to Russia officials&rsquo; statements, in which they cited Kosovo independence from Serbia in 2008 as the precedent.<br>\nHe said: &ldquo;And Kosovo only left Serbia after a referendum was organized not outside the boundaries of international law, but in careful cooperation with the United Nations and with Kosovo&rsquo;s neighbors. None of that even came close to happening in Crimea.&rdquo;<br>\nIn fact, &ldquo;none of that even came close to happening&rdquo; in Kosovo either.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/rt.com\/news\/obama-kosovo-russia-mistake-705\/\">RT<\/a><\/li>\n<li><strong>Niemals vergessen<\/strong><br>\nSerbien erinnert an den NATO-Angriffskrieg vor 15 Jahren und beklagt: Keiner der Verantwortlichen hat sich entschuldigt, keiner musste sich f&uuml;r das T&ouml;ten verantworten&hellip;<br>\nIgnoriert von den deutschen Medien hat Serbien in dieser Woche an den Beginn des NATO-Krieges vor 15 Jahren erinnert. Man mu&szlig; geschichsvergessen, ignorant oder Rassist sein, wenn mit Blick auf das russische Vorgehen auf der Krim von einem Ende des friedlichen Europas schwadroniert und das V&ouml;lkerrecht bem&uuml;ht wird, wie dies dieser Tage in den TV-Talkshows der Fall ist&hellip;<br>\n2300 Luftangriffe hat der westliche Milit&auml;rpakt damals geflogen, auf Donau-Br&uuml;cken, Fabriken, Kraftwerke, Kliniken, Schulen und Wohnh&auml;user. 22000 Tonnen Sprengstoff sind eingesetzt worden, zudem 1300 Marschflugk&ouml;rper und 37000 Streubomben&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/03-29\/003.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Teufelspakt f&uuml;r die Ukraine<\/strong><br>\nSchon in den Weltkriegen setzte sich Deutschland f&uuml;r die Unabh&auml;ngigkeit des Landes ein. Das macht Russland misstrauisch.<br>\nMan muss kein &ldquo;Russlandversteher&rdquo; sein, wie er so gerne karikiert wird (siehe ZEIT Nr. 13\/14), und schon gar keine Sympathie f&uuml;r Putins gewaltsame Inbesitznahme der Krim hegen, um sich &uuml;ber die deutsche Emp&ouml;rung zu wundern. Die Krim war nie integraler Bestandteil der Ukraine, sie ist ihr erst 1954 in einer selbstherrlichen Geste von Nikita Chruschtschow zugeschlagen worden, und er konnte dies umso leichter tun, als die Ukraine wie auch die &uuml;brigen Teilrepubliken der Sowjetunion eher den Charakter von Verwaltungseinheiten hatten, die mit einer nationalen Identit&auml;t mehr oder weniger k&uuml;nstlich ausgestattet worden waren.<br>\nDazu muss man allerdings die zugrunde liegende Politik der sogenannten Korenisazija (Einwurzelung) verstehen. Sie entstand in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts, als es den gerade erst siegreichen Sowjets darum ging, die Revolution in den Regionen zu verankern, indem man sie zu eigenen Republiken erkl&auml;rte. Man huldigte damit ihren kulturellen Besonderheiten (manchmal erfand man sie auch) und setzte nebenbei ein Zeichen gegen das, was man den gro&szlig;russischen Imperialismus der Zaren nannte. Aber weder die Ukraine noch Wei&szlig;russland, noch irgendeine der neu geschaffenen Entit&auml;ten waren jemals als souver&auml;ne Staaten gedacht worden. Dass sie heute als solche auftreten und akzeptiert werden, ist vor allem eines: ein Missverst&auml;ndnis der ehemaligen sowjetischen Nationalit&auml;tenpolitik. Aber auch sie konnte eine nicht russische Identit&auml;t der Ukraine nur aus dem Westen des Landes herleiten, dessen Besitz zwischen Polen, &Ouml;sterreich-Ungarn und Russland mehrfach wechselte. Kiew und der Osten waren immer russisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2014\/14\/ukraine-unabhaengigkeit\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Chinesischer Staatspr&auml;sident spielt beim au&szlig;enpolitischen Intrigantenstadl des Westens nicht mit<\/strong><br>\nWeil sich China in den Vereinten Nationen zur Frage des Referendums &uuml;ber die Zugeh&ouml;rigkeit der Krim enthalten hat, machte sich &ldquo;der Westen&rdquo; offensichtlich Hoffnungen, nun auch mit Hilfe Chinas Russland weiter isolieren zu k&ouml;nnen. Ich habe dieser Einsch&auml;tzung von Anfang an nicht allzu gro&szlig;e Bedeutung beigemessen. Au&szlig;er, dass sie ein weiterer Beleg daf&uuml;r ist, wie &ldquo;der Westen&rdquo; seit der Aufl&ouml;sung des alten Ost-West-Konflikts Au&szlig;enpolitik betreibt. Begonnen mit der Nato-Ausdehnung an die russischen Grenzen und dem damit einhergehenden Versto&szlig; gegen zuvor getroffene Vereinbarungen mit Russland bis hin zum aktuellen, offenen au&szlig;enpolitischen Intrigantenstadl nicht nur gegen Russland, sondern gegen jeden, der daf&uuml;r pl&auml;diert, auf Dialog zu setzen und einen Weg aus der Krise zu finden, der allen Seiten gerecht wird und entsprechend auch die Fehler &ldquo;des Westens&rdquo; mit ber&uuml;cksichtigt, wie auch die Chancen, die sich durch ein Abr&uuml;cken des Konfrontationskurses gegen Russland bieten. (&hellip;)<br>\nWenn Xi Jinping stattdessen sagt, China habe eine &ldquo;offene Haltung zu allen Konzepten, die dazu dienen, die Lage zu beruhigen&rdquo;, kann man nur hoffen, dass dies &ldquo;den Westen&rdquo; endlich aufwachen l&auml;sst. Dass Putin und Obama danach erneut miteinander gesprochen und weitere Gespr&auml;che vereinbart haben, ist zumindest ein Hoffnungsschimmer. Sollten die Gespr&auml;che von beiden Seiten ernsthaft auf Deeskalation setzen und nach einem Weg aus der Krise suchen, der allen Seiten gerecht wird, einen Kompromiss im besten Sinne also, k&ouml;nnte die Welt, vor allem aber die unmittelbar von der Krise betroffenen Menschen endlich wieder aufatmen. Davor ist aber angesichts des aufgebauten Feindbildes wohl nicht so schnell auszugehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2014\/03\/chinesischer-staatsprasident-spielt-beim-westlichen-ausenpolitischen-intrigantenstadl-nicht-mit\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Thorsten Hild ist zuzustimmen.<\/em><br>\n<em>Nur als Erg&auml;nzung:<\/em><br>\n<em>Wichtiger als die G8-Treffen, von denen die restlichen sieben Staaten Russland soeben ausgeschlossen haben, sind die G20-Treffen und insbesondere die Treffen im UN-Sicherheitsrat, deren st&auml;ndiges Mitglied Russland ist. In diesem Gremium sind einstimmige Beschl&uuml;sse f&uuml;r Entscheidungen notwendig.<\/em><br>\n<em>China ist -auch in j&uuml;ngster Vergangenheit- nicht selten als Bedrohung in deutschen Medien dargestellt worden; z.B. <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/militaerbuendnis-china-und-russland-naehern-sich-strategisch-an-a-959430.html\">Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Russland: Chinas Schatten &uuml;ber der Ukraine<\/a>. Kann es sein, dass China sich auch deshalb gegen&uuml;ber dem deutschen Ansinnen reserviert verh&auml;lt?<\/em><br>\n<em>Abgesehen davon: Weshalb sollte sich ein Land wie China in einen Konflikt hineinziehen lassen, wenn es Gesch&auml;fte mit beiden Seiten anstrebt und machen kann?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Nato-Generalsekret&auml;r pl&auml;diert f&uuml;r Osterweiterung<\/strong><br>\nNato-Generalsekret&auml;r Rasmussen spricht sich daf&uuml;r aus, weitere Staaten in das Milit&auml;rb&uuml;ndnis aufzunehmen. Darunter w&auml;ren auch L&auml;nder in direkter Nachbarschaft Russlands.<br>\nDer scheidende Nato-Generalsekret&auml;r Anders Fogh Rasmussen hat sich daf&uuml;r ausgesprochen, die Erweiterung des Nato-B&uuml;ndnisses fortzusetzen. Der Beitritt osteurop&auml;ischer Staaten sei &ldquo;eine der gro&szlig;en Erfolgsgeschichten unserer Zeit&rdquo;, schrieb Rasmussen in einem Beitrag f&uuml;r die Welt am Sonntag. &ldquo;Die Aufgabe jedoch ist noch nicht erf&uuml;llt.&rdquo; Jeder europ&auml;ische Staat, der in der Lage sei, die Grunds&auml;tze der Allianz zu f&ouml;rdern und zur Sicherheit des nordatlantischen Gebietes beizutragen, k&ouml;nne sich um eine Mitgliedschaft bewerben.<br>\nRasmussen zufolge streben Bosnien-Herzegowina, Mazedonien, Georgien und Montenegro eine Mitgliedschaft an. Diese L&auml;nder arbeiteten an den notwendigen Reformen, und die Nato unterst&uuml;tze sie dabei. Zuletzt waren im Jahr 2009 Albanien und Kroatien dem B&uuml;ndnis beigetreten.<br>\nZur Ukraine schrieb Rasmussen, die Partnerschaft mit dem Land sei &ldquo;stetig st&auml;rker geworden&rdquo;. Russland warf er erneut &ldquo;eine Verletzung der territorialen Integrit&auml;t und Souver&auml;nit&auml;t der Ukraine&rdquo; vor. Die Krise stelle die Grunds&auml;tze infrage, auf die das moderne Europa gegr&uuml;ndet sei. Der D&auml;ne h&ouml;rt Ende September als Nato-Generalsekret&auml;r auf. Sein Nachfolger soll der langj&auml;hrige norwegische Regierungschef Jens Stoltenberg werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2014-03\/rasmussen-nato-ukraine\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.B.:<\/strong> Was Rasmussen hier vertritt, genau d a s ist der Fehler.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die dubiosen Aktivit&auml;ten des Altkanzlers Schr&ouml;der im Sinne Putins<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Enf5NJEaVVo&amp;feature=player_embedded\">ARD Report Mainz<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=985\">Von der ersten Stunde an<\/a> haben wir auf den NachDenkSeiten kritisiert, dass Gerhard Schr&ouml;der kurz nach seiner Wahlniederlage den Job bei einer Gazprom-Tochter angenommen hat. Das wurde damals von der ARD und anderen Leitmedien kaum thematisiert. Jetzt wo Schr&ouml;der einmal nicht seine Agenda 2010 lobt, sondern das politische Vorgehen des &bdquo;Westens&ldquo; gegen&uuml;ber Russland, wird mit einem ziemlich &uuml;blen nachgestellten Film &uuml;ber ein Treffen in der Russischen Botschaft Anfang M&auml;rz zwischen Schr&ouml;der, dem Vorsitzenden des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft, des russischen Botschafters und dem Ehemaligen Direktor des Berthold-Beitz-Zentrums Alexander Rahr Stimmung gemacht.<\/em><br>\n<em>Man hat eigentlich keine einzige gesicherte Information, daf&uuml;r umso mehr Interview-Partner, die &uuml;ber Schr&ouml;der spekulieren und ihn pl&ouml;tzlich zum Lobbyisten abstempeln.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Was f&uuml;r deutsche Konzerne in Russland auf dem Spiel steht<\/strong><br>\nDie Wirtschaft d&uuml;rfe f&uuml;r die Belange der Politik nicht instrumentalisiert werden, finden manche. Kaesers Auftritt &ndash; ein willkommenes Signal gegen Sanktionen. Aus Sicht der Konzernlenker kann man das verstehen, denn in dem einstigen Boomland steht f&uuml;r sie viel auf dem Spiel &ndash; wie folgende Tabelle zeigt:&hellip;<br>\n(Siehe die Tabelle)<br>\nAllein die Ums&auml;tze der Dax-Konzerne in dem einstigen Boomland beliefen sich im Jahr 2012 auf mindestens 21,5 Milliarden Euro, wie die Unternehmensberatung EAC Consulting k&uuml;rzlich in einer Studie feststellte. Insgesamt macht das Russlandgesch&auml;ft bis zu 7,5 Prozent des gesamten Konzernumsatzes aus.<br>\nBei Firmen au&szlig;erhalb des Dax ist die Abh&auml;ngigkeit teils noch weit h&ouml;her. Die Knauf-Gruppe etwa erwirtschaftet rund 20 Prozent ihres Konzernumsatzes von rund f&uuml;nf Milliarden Euro in Russland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/krim-krise-in-russland-geht-es-fuer-deutsche-wirtschaft-um-viel-a-961304.html\">Spiegel Online<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ist es nicht auffallend: Wenn es um Sozialabbau, um Lohnsenkungen, um Privatisierung von &ouml;ffentlichen Einrichtungen, kurz um die Durchsetzung des gesamten neoliberalen Programms (z.B. S&uuml;deuropa, bald auch in der Ukraine) geht, dann ist das ein Gebot der M&auml;rkte und es geht um die Durchsetzung der &bdquo;marktkonformen Demokratie&ldquo;.<\/em><br>\n<em>Wenn es aber um die  geopolitische Verteidigung oder Erweiterung der Einflusssph&auml;re geht, dann spielen die M&auml;rkte offenbar keine Rolle mehr, dann gilt das &bdquo;Primat der Politik&ldquo;, koste es noch so viel Wirtschaftswachstum oder Arbeitspl&auml;tze. Es geht dann auch nicht mehr um &bdquo;Globalisierung des wirtschaftlichen Austauschs&ldquo;, es sei denn die Globalisierung erfolgt nach den politischen Prinzipien der westlichen Welt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Schiefergas: Obama sagt EU-Spitzen Energiedeal zu<\/strong><br>\nUSA und EU r&uuml;cken in der Krise mit Russland enger zusammen. Pr&auml;sident Obama sichert den Partnern die Lieferung von Schiefergas zu<br>\nBr&uuml;ssel &ndash; Der US-Pr&auml;sident lie&szlig; die zwei Pr&auml;sidenten der wichtigsten europ&auml;ischen Institutionen lange warten: Genau 22 Minuten standen sich Herman Van Rompuy, Chef des Rates, und sein Kollege in der EU-Kommission, Jos&eacute; Manuel Barroso, am Mittwoch die Beine in den Bauch, au&szlig;er Protokoll sozusagen. Erst mit dieser Versp&auml;tung rollte Barack Obama zu Mittag in seiner supergepanzerten Limousine &ldquo;The Beast&rdquo; beim Eingangsbereich des Ratsgeb&auml;udes in Br&uuml;ssel vor. F&uuml;r ihn war der Besuch beim EU-USA-Gipfel der erste &uuml;berhaupt in der EU-Hauptstadt seit seiner Wahl im November 2008. (&hellip;)<br>\nNeu akzentuiert wurde aber, dass die USA mit den Europ&auml;ern jetzt ein neues Kapitel der gemeinsamen Energiepolitik aufschlagen wollen mit dem Ziel, dass Europa von russischem Gas unabh&auml;ngiger wird. Obama sagte Van Rompuy und Barroso zu, dass die Europ&auml;er mit Schiefergaslieferungen aus den USA rechnen k&ouml;nnten. Bereits kommende Woche soll diese Frage bei einem Treffen der G-7-Energieminister vertieft werden.<br>\nDer US-Pr&auml;sident schlug vor, dass die Energiefrage ein essenzieller Teil der Verhandlungen &uuml;ber ein Freihandelsabkommen (TTIP) werden solle. Wenn es ein solches gebe, werde die Vergabe von Lizenzen zur Lieferung von Fl&uuml;ssiggas durch US-Unternehmen einfacher. Er mahnte von den Europ&auml;ern aber auch ein, dass sie selber wesentlich mehr tun m&uuml;ssten f&uuml;r die eigene Energieversorgung und -gewinnung. Sie m&uuml;ssten selber die &ldquo;Diversifizierung vorantreiben&rdquo;, um von Russland unabh&auml;ngiger zu werden. Worin das bestehe, sprach er nicht aus. Aber f&uuml;r die USA ist klar, dass Schiefergas auch in Europa gef&ouml;rdert werden muss &ndash; ebenso wie die Nuklearenergie.<br>\nDie Verhandlungen zu TTIP sollen jedenfalls z&uuml;gig weitergef&uuml;hrt werden, erkl&auml;rte der US-Pr&auml;sident. Er teile die Sorge in Europa vor einer Schw&auml;chung von Konsumentenrechten oder Umweltstandards, sagte er. So etwas wolle er selber nicht unterschreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1395363329295\/Schiefergas-Obama-sagt-EU-Spitzen-Energiedeal-zu\">derStandard.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> So wie Putin sagt, er m&uuml;sse das machen, was die russischen B&uuml;rger von ihm erwarten (<a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=urGLJlEECIc\">Ich, Putin &ndash; Ein Portrait<\/a>), so ergeht es vermutlich auch Obama im Hinblick auf die US-amerikanischen B&uuml;rger und ihre Erwartungen.<\/em><br>\n<em>K&uuml;rzlich sagte Obama, er wolle kein TTIP-Abkommen mit Nachteilen f&uuml;r die Nutzer unterzeichnen. Aber welche meint er eigentlich &ndash; die in der EU (und insbesondere Deutschland mit seinen angeblich hohen Verbraucherstandards) oder in den USA?<\/em><\/p>\n<p>\t<strong>Dazu passt: &ldquo;Wir m&uuml;ssen die Energiewende planbarer machen&rdquo;<\/strong><br>\nKurz vor dem Energiegipfel im Kanzleramt dr&auml;ngt Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel die Bundesl&auml;nder auf eine Einigung im Streit um die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). &ldquo;Wir m&uuml;ssen uns entscheiden. Wir bauen die Erneuerbaren Energien weiter in hohem Ma&szlig;e aus. Aber man muss auch aufpassen, dass uns die Kosten nicht weglaufen und dass wir mit der Netzentwicklung hinterherkommen&rdquo;, sagte Gabriel im Bericht aus Berlin.<br>\nDie Energiewende werde in Deutschland derzeit ein wenig chaotisch betrieben. &ldquo;Wir m&uuml;ssen sie planbarer machen&rdquo;, sagte Gabriel.<br>\nSympathie zeigte Gabriel f&uuml;r eine Senkung der Stromsteuer wie sie Niedersachsens Ministerpr&auml;sident Stefan Weil gefordert hat. Diese sei eine alte Forderung der SPD, die die Union und Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble aber nicht mitmachten. Der Hinweis von Weil sei berechtigt. &ldquo;Angesichts der hohen Strompreise &uuml;berall in Europa und der sehr niedrigen in den USA, in Russland, in China und anderswo m&uuml;ssen wir schauen, wie wir das wieder in ein internationales Gleichgewicht bringen&rdquo;, sagte Gabriel. (&hellip;)<br>\nMit Blick auf die Krim-Krise und die schwierigen Beziehungen zu Russland betonte Gabriel erneut, dass Deutschland keine Wirtschaftssanktionen wolle. &ldquo;Aber wir m&uuml;ssen auch dem russischen Pr&auml;sidenten zeigen, dass die Politik die er betreibt, die an die imperiale Politik des letzten Jahrhunderts erinnert, dass wir die nicht akzeptieren k&ouml;nnen.&rdquo; Man d&uuml;rfe nicht den Eindruck erwecken, dass sich Europa seiner Werte nicht bewusst sei, und dass man sich diese wie Pfeffers&auml;cke abkaufen lasse, sagte Gabriel.<br>\nBereits am Freitag hatte Gabriel erkl&auml;rt, dass es zum Import von Erdgas aus Russland nach seine Ansicht &ldquo;keine vern&uuml;nftige Alternative&rdquo; gibt. In der &ldquo;Neuen Osnabr&uuml;cker Zeitung&rdquo; warnte Gabriel aber auch vor &ldquo;Panikmache&rdquo; und &uuml;bergro&szlig;er Furcht vor einem eventuellen Lieferstopp Moskaus. (&hellip;)<br>\nZum Besuch von Siemens-Chef Jo Kaeser bei Russlands Wladimir Pr&auml;sident Putin &auml;u&szlig;erte sich Gabriel kritisch. &ldquo;Ich fand den Auftritt ein bisschen schr&auml;g&rdquo;, sagte Gabriel mit Blick auf das Buhlen um Auftr&auml;ge aus Russland. Kaeser hatte am Mittwoch bei einem Treffen mit Russlands Pr&auml;sident Wladimir Putin in Moskau erkl&auml;rt, man setze auf eine langfristige Wertepartnerschaft. Dies hatte f&uuml;r einige Kritik an Siemens und seinem Konzernchef gesorgt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/gabriel-bab100.html\">tagesschau.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Was genau versteht Gabriel eigentlich unter &bdquo;Werte&ldquo;, die die EU verteidigen m&uuml;sse? Auff&auml;llig an dem Interview ist der f&uuml;r Gabriel typische Zickzack-Kurs: Mal sollen Unternehmen selber entscheiden, ob sie mit dem Schiefergas aus den USA arbeiten wollen, dann jedoch &ndash; wenn Siemens sich offensichtlich anders entschieden hat &ndash; findet der Vizekanzler das Treffen des Siemens-Chef mit dem russischen Pr&auml;sidenten &bdquo;ein bisschen schr&auml;g&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Tonaufnahme legt t&uuml;rkische Angriffspl&auml;ne auf Syrien nahe<\/strong><br>\nDie T&uuml;rkei hat das bei Youtube verbreitete Gespr&auml;ch zwischen dem Au&szlig;enminister und dem Geheimdienstchef best&auml;tigt. Dort geht es um einen Vorwand f&uuml;r eine t&uuml;rkische Intervention in Syrien. Der Inhalt sei jedoch &bdquo;verf&auml;lscht&ldquo; worden&hellip;<br>\nDie von Unbekannten heimlich angefertigte Tonaufnahme einer Diskussion &uuml;ber Vorw&auml;nde f&uuml;r eine Milit&auml;roperation war am Donnerstag auf der Videoplattform Youtube hochgeladen worden. Kurz darauf war Youtube in der T&uuml;rkei gesperrt worden; die Sperre war auch am Freitag noch in Kraft&hellip;<br>\nZu h&ouml;ren sind auf der Aufnahme vier M&auml;nner bei einer Besprechung in den R&auml;umen des Au&szlig;enministeriums in Ankara: Au&szlig;enminister Davutoglu, Geheimdienstchef Hakan Fidan, der stellvertretende t&uuml;rkische Generalstabschef Yasar G&uuml;ler und Feridun Sinirlioglu, der als Staatssekret&auml;r im Au&szlig;enministerium das besondere Vertrauen seines Ministers sowie Erdogans genie&szlig;t, und der wiederholt bei besonders heiklen Missionen eingesetzt wurde, so bei der (letztlich gescheiterten) &bdquo;Fu&szlig;balldiplomatie&ldquo; zwischen der T&uuml;rkei und Armenien&hellip;<br>\nIm Kern geht es um &Uuml;berlegungen, eine milit&auml;rische Intervention der T&uuml;rkei in Nordsyrien zum Kampf gegen radikale Islamisten durch einen fingierten Raketenangriff auf t&uuml;rkisches Territorium zu rechtfertigen&hellip;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/youtube-mitschnitt-tonaufnahme-legt-tuerkische-angriffsplaene-auf-syrien-nahe-12868697.html\">FAZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/im-wortlaut-einen-vorwand-koennen-wir-liefern-12868947.html\">Im Wortlaut &bdquo;Einen Vorwand k&ouml;nnen wir liefern&ldquo;<\/a> &ndash; Das ver&ouml;ffentlichte Gespr&auml;ch bringt Ankara in die Bredouille. FAZ.NET dokumentiert eine Stelle im Wortlaut, in der es um einen fingierten Raketenangriff auf t&uuml;rkisches Territorium geht &ndash; um damit ein milit&auml;risches Eingreifen in Nordsyrien zu rechtfertigen.<br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/youtube-mitschnitt-ueber-militaerintervention-das-gespraech-mit-deutschen-untertiteln-12868834.html\">FAZ.Net Das Gespr&auml;ch mit deutschen Untertiteln<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es w&auml;re interessant, zu erfahren, wie sich die Bundesregierung zu solchen Informationen stellt und wie sie das Risiko einsch&auml;tzt, dass Deutschland mit seinen in der T&uuml;rkei stationierten &bdquo;Patriot&ldquo;-Raketen unvermittelt in eine milit&auml;rische Auseinandersetzung hineingezogen wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Aufwertung des Euro als Problem &ndash; oder die Virtuosit&auml;t des Bundesbankpr&auml;sidenten<\/strong><br>\nAufwertung ist ein Problem. Sagen jedenfalls in der Welt und im Manager-Magazin eine Reihe von Experten. &ldquo;In den letzten zw&ouml;lf Monaten hat sich die Einheitsw&auml;hrung gegen&uuml;ber dem US-Dollar um fast 10 Prozent verteuert&rdquo;, wird etwa Bernd Hartmann, Leiter Investment Research &amp; Advisory der Liechtensteiner VP Bank zitiert. &ldquo;Deutsche Produkte sind damit f&uuml;r viele Kunden aus den Schwellenl&auml;ndern weitaus teurer geworden. Der einstige Segen, in Form von starken Handelsbeziehungen mit den aufstrebenden Volkswirtschaften, erweist sich f&uuml;r die deutschen Konzerne derzeit als Fluch.&rdquo; Hingewiesen wird auch darauf, dass Siemens und Linde heftig &uuml;ber die Aufwertung des Euro klagen.<br>\nDas ist erstaunlich. Wo doch die einen die ganze Zeit betonen, Preise h&auml;tten mit dem Au&szlig;enhandel eigentlich nichts zu tun, und die anderen sagen, die deutschen Exporterfolge w&auml;ren Folge der hohen deutschen Produktivit&auml;tszuw&auml;chse, der enormen Qualit&auml;t deutscher Exportprodukte sowie deren monopolartiger Unersetzlichkeit, nicht aber der im Vergleich dazu geringen deutschen Lohnsteigerungen. Zehn Prozent Aufwertung tun den deutschen Unternehmen weh? Aber zwanzig Prozent interner deutscher Abwertung durch Lohndumping in den ersten zehn Jahren der W&auml;hrungsunion sollen ihnen nicht massiv geholfen haben? Weil die Produkte ja ohnehin so &uuml;berlegen waren? Warum sind die Produkte, die seit 1999 um zwanzig Prozent billiger wurden, jetzt aber um zehn Prozent teurer werden, nicht immer noch so &uuml;berlegen, dass ihnen ein so kleiner Preissprung nichts ausmacht?<br>\nMan sieht: Die Argumente werden immer so hingedreht, wie es gerade n&uuml;tzlich ist. Weil derzeit Lohnverhandlungen sind, ist es opportun, &uuml;ber hohe Kosten zu klagen. Wenn die anderen Europ&auml;er &uuml;ber niedrige deutsche Kosten klagen, sagt man, die Kosten h&auml;tten gar nichts mit dem eigenen Erfolg zu tun. Ein aktuelles Beispiel f&uuml;r diese Art von virtuosem Umgang mit Fakten liefert der Pr&auml;sident der Deutschen Bundesbank, Jens Weidmann. In einem Vortrag in Kiel sagte er k&uuml;rzlich, dass die hohen Kosten der anderen in der Eurozone entscheidend zu den Ungleichgewichten beigetragen h&auml;tten. Dass die niedrigen deutschen Kosten damit auch etwas zu tun haben k&ouml;nnten, erw&auml;hnt er nicht. Weil in Deutschland hohe Arbeitslosigkeit herrschte, die Alterung drohte und die Deutschen deshalb viel sparten, musste es seiner Meinung nach einfach so kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/aufwertung-des-euro-als-problem-oder-die-virtuositaet-des-bundesbankpraesidenten\/\">flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der interne Kampf um Europas Bankenrettung<\/strong><br>\nEZB-Chef Mario Draghi ist in der Bankenwelt beheimatet. Protokolle der EU-Gipfeltreffen belegen, wie er bei der Kontrolle der europ&auml;ischen Finanzinstitute einen Konflikt mit der m&auml;chtigsten Regierungschefin der EU, Angela Merkel, austrug und verlor&hellip;<br>\nBeim EU-Gipfel im Juni 2013 will Draghi eine Antwort auf die Frage, was im Fall des Implodierens einer Bank passiert, wenn die Bankenrettungsfonds noch nicht funktionieren und die Staaten &uuml;berfordert sind. Springt Europa ein, wenn die Kernschmelze des Finanzsystems droht? Die Backstops stehen pl&ouml;tzlich im Mittelpunkt der Gipfeldiskussion. Merkel lehnt Draghis Vorschlag ab. Sie m&ouml;chte verhindern, dass die Kollegen Staatschefs den Europ&auml;ischen Stabilit&auml;tsmechanismus (ESM) schon vor der Installierung der zentralen Aufsicht durch die EZB als letzte Rettung f&uuml;r Bankenunf&auml;lle betrachten. Merkel h&auml;lt die deutschen Banken f&uuml;r ausreichend abgesichert. Draghi geht es darum, f&uuml;r die unsichere Phase des &Uuml;bergangs von der nationalen Aufsicht zur Kontrolle durch die EZB alle europ&auml;ischen Instrumente in Stellung zu bringen&hellip;<br>\nMerkel l&auml;sst sich nicht umstimmen. Eine solche Konfrontation auf offener B&uuml;hne vor allen anderen Regierungschefs ist selten. Merkel und Draghi sind sonst bem&uuml;ht, Meinungsverschiedenheiten hinter den Kulissen zu bereinigen. Im Wahljahr 2013 will Merkel jede Andeutung vermeiden, dass der ESM, in dem auch deutsche Steuergelder stecken, zur Hilfe an Banken verwendet werden k&ouml;nnte. Draghi hat die unsichere Lage der Banken in den s&uuml;dlichen L&auml;ndern im Auge und hofft, durch ein grunds&auml;tzliches Bekenntnis zur gegenseitigen Hilfe der Gefahr einer Destabilisierung zu begegnen&hellip;.<br>\nResigniertes Schlusswort. Noch einmal warnt Draghi: &bdquo;Sollte es keine Referenz zu Backstops im Text geben, w&uuml;rde die &Ouml;ffentlichkeit glauben, dass es keine geben werde. Dies w&uuml;rde Unsicherheit schaffen.&ldquo; Hollandes Hinweis erm&ouml;glicht den Ausweg. Merkel und Draghi akzeptieren beide, dass von &bdquo;nationalen backstops&ldquo; die Rede ist. Etwas resigniert das Schlusswort von EZB-Pr&auml;sident Draghi: &bdquo;Okay, dann eben national backstops&lsquo;.&ldquo; Wenn diese nicht ausreichend seien, k&ouml;nne man f&uuml;r ein volles ESM Programm optieren&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/wirtschaft\/international\/1583836\/Der-interne-Kampf-um-Europas-Bankenrettung\">Die Presse.com<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Jetzt auch noch Deflation<\/strong><br>\nIn Spanien fallen die Preise. Und immer neue faule Kredite werden bekannt: Jetzt sind die privaten Autobahnen pleite und m&uuml;ssen vom Staat &uuml;bernommen werden. (&hellip;)<br>\nJetzt sollen auch die privaten Autobahnen mit &ouml;ffentlichen Geldern &uuml;bernommen werden: &Uuml;ber 4 Milliarden Euro will die Regierung ausgeben, um die Mautstra&szlig;en in Madrid und am Mittelmeer zu &bdquo;renationalisieren&ldquo;. Sie wurden in den Jahren des Booms von gro&szlig;en Baukonzernen gebaut, werden aber jetzt in der Krise von den Spaniern kaum genutzt. Die Mauteinnahmen decken die Zinsen nicht mehr. Der Staat will die Stra&szlig;en &uuml;bernehmen, um damit indirekt die Gl&auml;ubigerbanken zu retten.<br>\nDie kirchliche Caritas kritisiert diese Politik der Konservativen. Nach einer neuen Studie ist Spanien gleich nach Rum&auml;nien das europ&auml;ische Land mit der h&ouml;chsten Kinderarmut. Und 700.000 Haushalte haben keinerlei Einkommen. &bdquo;Mit 2,6 Milliarden Euro k&ouml;nnte diese Situation behoben werden. Das ist deutlich weniger, als die &Uuml;bernahme der Autobahnen kostet&ldquo;, beschwert sich die Caritas.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Krise-in-Spanien\/!135816\/\">taz.de<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Spanien rutscht in die Deflation<\/strong><br>\nIn Spanien sind die Preise gefallen und haben damit neue Furcht vor einer Deflation in der Eurozone gesch&uuml;rt. Die f&uuml;r europ&auml;ische Vergleichszwecke harmonisierte Teuerungsrate fiel im M&auml;rz auf minus 0,2 Prozent. Das teilte das Statistikamt in Madrid mit. Es ist der niedrigste Wert seit Oktober 2009.<br>\nEZB in Sorge<br>\nDie unter die Null-Linie gefallene Teuerungsrate in Spanien d&uuml;rfte bei der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) Sorge ausl&ouml;sen. Die EZB kommt am Donnerstag zu ihrer Ratssitzung zusammen. Experten erwarten allerdings keine weitere Senkung des historisch niedrigen Leitzinsniveaus von 0,25 Prozent.<br>\nDennoch ist der Preisauftrieb in der Eurozone weit niedriger, als der EZB lieb sein kann. Am Montag stehen die Zahlen f&uuml;r die Inflationsrate des gesamten Euroraums an. Experten rechnen mit einer Teuerungsrate von nur noch 0,6 Prozent, womit das Ziel der EZB von knapp zwei Prozent sehr weit verfehlt wird. EZB-Chef Mario Draghi sieht den Euroraum vor einer l&auml;ngeren Phase niedriger Inflation, bef&uuml;rchtet jedoch keinen Preisverfall auf breiter Front.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/spanien726.html\">tagesschau.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Eine Leserin der NachDenkSeiten bringt es auf den Punkt: &bdquo;Was bittesch&ouml;n soll den bei dieser Wirtschaftspolitik sonst rauskommen? Noch besser ist der Titel des dazugeh&ouml;rigen Feeds. Der ist n&auml;mlich mit &ldquo;Spanien rutscht &uuml;berraschend in die Deflation&rdquo; betitelt.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Minister M&uuml;ller vor dem EU-Afrika-Gipfel: Keinerlei Entwicklungsgelder f&uuml;r milit&auml;rische Aktionen<\/strong><br>\n&hellip;Ganz wichtig sei zudem ein Migrationskonzept. &ldquo;Es gen&uuml;gt nicht, Z&auml;une hoch zu ziehen gegen afrikanische Fl&uuml;chtlinge. Es fehlt ein abgestimmtes europ&auml;isches Fl&uuml;chtlings- und Migrationskonzept, das gezielt Lebensperspektive in den L&auml;ndern schafft, in denen die Menschen sich aufmachen, aus Not und Elend nach Europa zu fl&uuml;chten&rdquo;, betonte M&uuml;ller. Das alles sei st&auml;rker gefragt &ldquo;als schweres milit&auml;risches Ger&auml;t&rdquo;. Es gebe f&uuml;r Europa keinerlei milit&auml;rische Option in Afrika. Vielmehr m&uuml;sse die Afrikanische Union so gest&auml;rkt werden, dass sie die Probleme bei B&uuml;rgerkriegen und Krisen in Afrika &ldquo;eigenst&auml;ndig l&ouml;sen kann&rdquo;&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/pm\/6351\/2700452\/lvz-minister-mueller-vor-dem-eu-afrika-gipfel-keinerlei-entwicklungsgelder-fuer-militaerische\">na presseportal<\/a> \n<p><strong>Dagegen allerdings:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>EU kann Milit&auml;rmission in Zentralafrika einsetzen<\/strong><br>\nDie etwa 1.000 Soldaten starke EU-Milit&auml;rmission zur Stabilisierung der Zentralafrikanischen Republik kann eingesetzt werden. Bei einer Truppenstellerkonferenz habe es erhebliche Fortschritte gegeben, teilte ein Sprecher der EU-Au&szlig;enbeauftragten Catherine Ashton am Samstagabend in Br&uuml;ssel mit. (&hellip;)<br>\nDeutschland hatte angek&uuml;ndigt, sich st&auml;rker an der Truppe zu beteiligen als bisher geplant. Neben einem Sanit&auml;tsflugzeug und zehn Soldaten in den Hauptquartieren in Zentralafrika und Griechenland sollen auch zwei gemietete Transportflugzeuge des Typs Antonow (AN-124) zur Verf&uuml;gung gestellt werden. Das hatten Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) erkl&auml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kleinezeitung.at\/nachrichten\/politik\/3589443\/eu-kann-militaermission-zentralafrika-einsetzen.story\">Kleine Zeitung<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Und noch ein Projekt im Rahmen von &bdquo;Mehr Verantwortung Deutschlands in der Welt&ldquo;. Auch hier ist der Ausgang und R&uuml;ckzug nicht sicher.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Was Alice, Theo und Uli falsch gemacht haben<\/strong><br>\n&Uuml;ber 28,5 Millionen Euro zu wenig Steuern hat der Wurstfabrikant und Fu&szlig;ballmanager Uli Hoene&szlig; an den Staat &uuml;berwiesen und sich daf&uuml;r 3,5 Jahre Haft ohne Bew&auml;hrung eingehandelt. Ob dieser Betr&auml;ge k&ouml;nnen die Publizisten Alice Schwarzer und Theo Sommer nur vor Neid erblassen, bei denen blieb die Steuerschuld im sechsstelligen Peanuts-Bereich. Was aber f&uuml;r den ehemaligen ZEIT-Chef immerhin schon eine Bew&auml;hrungsstrafe nach sich zog.<br>\n&bdquo;Sechsstelliger Peanuts-Bereich&ldquo;? Wenn man &uuml;berhaupt schon von Peanuts reden kann. Sogar die 28,5 dem Staat entgangenen Hoene&szlig;-Millionen wirken bescheiden im Vergleich zu den Einbu&szlig;en durch die kreative Steuergestaltung vieler IT- und Internet-Konzerne.<br>\nEtwa Google: Durch den Insidern unter dem sch&ouml;nen Namen &bdquo;Double Irish with a Dutch Sandwich&ldquo; bekannten Steuertrick hat der Internet-Konzern 2012 8,8 Milliarden Euro Lizenzzahlungen auf die Bermudas verschoben, zu einem Steuersatz von 5 Prozent. In der Fachwelt wird die Ersparnis auf mindestens 2 Milliarden gesch&auml;tzt.<br>\nOder Amazon: Der Medien- und Cloud-Computing-Anbieter zahlte 2012 in Gro&szlig;britannien Steuern in H&ouml;he von 2,4 Millionen Pfund, bei einem Umsatz von 4,3 Milliarden. Obendrein erhielt die Bezos-Company 2,5 Millionen Pfund Investitionsbeihilfen.<br>\nIn beiden F&auml;llen wurde weder betrogen noch hinterzogen, die multinationalen Konzerne nutzten nur die Steuergesetze. Laut einer OECD-Untersuchung zahlen diese Multis gerade einmal 5 Prozent Steuern auf ihre Gewinne. Kleinere Firmen dagegen, vom mittelst&auml;ndischen Softwarehaus &uuml;ber das regionale Beratungsunternehmen bis hin zum Hauptstadt-Start-up, m&uuml;ssen laut OECD-Bericht in der Regel ein Drittel ihres Gewinns abf&uuml;hren. Und k&ouml;nnen ein Lied davon singen, wie gnadenlos die Finanz&auml;mter bei Liquidit&auml;tsengp&auml;ssen reagieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/ix\/artikel\/Was-Alice-Theo-und-Uli-falsch-gemacht-haben-2153363.html\">heise online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Das schier unendliche Warten auf einen Arzttermin<\/strong><br>\nPrivatpatienten erhalten einer neuen Studie zufolge deutlich schneller einen Termin beim Arzt als diejenigen, die gesetzlich versichert sind. Experten fordern nun eine zentrale Terminvergabe.<br>\nEs ist ein lang gehegter Verdacht vieler Patienten, der jetzt durch eine Befragung best&auml;tigt wird. Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung m&uuml;ssen tats&auml;chlich l&auml;nger auf einen Termin beim Arzt warten als Privatversicherte. Mehr als die H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung hat in den vergangenen zwei Jahren mindestens einmal sehr lange auf einen Termin beim Arzt gewartet. Immerhin 35 Prozent sogar mehrmals in diesem Zeitraum.<br>\nDas sind Ergebnisse einer repr&auml;sentativen Befragung des Instituts f&uuml;r Demoskopie Allensbach f&uuml;r den Finanzberater MLP, der auch private Krankenversicherungen vermittelt. Der &ldquo;MLP Gesundheitsreport&rdquo; wird am Dienstag vorgestellt und liegt der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo; in Ausz&uuml;gen vor.<br>\nDie Ergebnisse der Marktforscher belegen, dass Privatpatienten in Deutschland deutlich schneller einen Termin beim Arzt bekommen. W&auml;hrend 57 Prozent der gesetzlich Versicherten schon einmal sehr lange auf einen Termin warten mussten, war es unter den Privatversicherten nur ein Drittel.<br>\nNoch dramatischer ist der Unterschied bei den Patienten, die sich h&auml;ufiger f&uuml;r einen Termin gedulden mussten. Immerhin 38 Prozent der gesetzlich Versicherten mussten mehr als einmal auf einen Termin warten, w&auml;hrend es bei den Privatversicherten nur 15 Prozent waren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article126352214\/Das-schier-unendliche-Warten-auf-einen-Arzttermin.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Insbesondere bei SPD, Gr&uuml;nen und Linken gibt es seit einigen Jahren Ideen zur grundlegenden Ver&auml;nderung des Krankenkassensystems (Stichwort B&uuml;rgerversicherung). Rein rechnerisch gibt es daf&uuml;r eine Mehrheit im Deutschen Bundestag. Aber anstatt endlich aus den Ideen schl&uuml;ssige Konzepte und &bdquo;N&auml;gel mit K&ouml;pfen&ldquo; zu machen, wird -insbesondere von Seiten der SPD-Spitze- die sachliche Zusammenarbeit abgelehnt und die B&uuml;rger m&uuml;ssen sich weiterhin in Geduld &uuml;ben und d&uuml;rfen in fast regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden in Medien mitverfolgen, wie schlecht es inzwischen um das deutsche Gesundheitswesen bestellt ist.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Streik wegen geplanter Reformen: Chaos vor Notapotheken in Griechenland<\/strong><br>\nIn Griechenland sollen Medikamente k&uuml;nftig auch in Superm&auml;rkten verkauft werden &ndash; aus Protest gegen die Neuregelung sind viele Apotheker des Landes in den Streik getreten.<br>\nLange Warteschlangen, w&uuml;tende B&uuml;rger: Weil viele Apotheker gegen geplante Reformen streiken, sind in Athen nur 36 von 3800 Apotheken ge&ouml;ffnet &ndash; bei 3,5 Millionen Anwohnern. Vor den Filialen spielen sich deshalb teils chaotische Szenen ab, berichtet das griechische Fernsehen. &ldquo;Die Situation ist tragisch&rdquo;, sagte ein aufgebrachter Mann, der seit zwei Stunden in einer langen Schlange vor einer Apotheke im Zentrum Athens wartete.<br>\nVertreter des Verbandes der griechischen Apotheken erkl&auml;rten, &ldquo;wir werden solange k&auml;mpfen, bis die Regierung einlenkt&rdquo;. Grund f&uuml;r den Streik sind Neuregelungen zur Liberalisierung des Berufsstandes. So sollen k&uuml;nftig auch Medikamente in Superm&auml;rkten verkauft werden k&ouml;nnen, erstmals sollen auch Apothekenketten erlaubt sein. Bislang sind Apotheken lizenziert: Nur jeweils ein Apotheker darf eine Apotheke betreiben. Zudem ist die Anzahl der Lizenzen limitiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/streik-in-griechenland-chaos-vor-notapotheken-a-961398.html\">Spiegel Online<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> War Chile fr&uuml;her ein &bdquo;Test-Labor&ldquo; f&uuml;r neoliberale Erkenntnisse der &bdquo;Chicago-Boys&ldquo; (<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Chicago_Boys\">Chicago Boys<\/a>), so k&ouml;nnte nun Griechenland ein &bdquo;Labor&ldquo; f&uuml;r neoliberale Experimente innerhalb der EU sein. K&ouml;nnte es sein, dass in Deutschland lebenden Patienten &auml;hnliches bl&uuml;ht?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Smart City &ndash; Nachhaltigkeit digital leicht gemacht?<\/strong><br>\nDie Smart City gilt derzeit als innovatives Stadtkonzept. Viele St&auml;dte wollen smart werden. Doch reicht dieser Ansatz aus um soziale, &ouml;kologische und &ouml;konomische Herausforderungen der Zukunft zu meistern?<br>\nSt&auml;dte im Wachstum<br>\nDer Begriff Smart City taucht meist im Zusammenhang mit wachsenden St&auml;dten und deren Zukunftsf&auml;higkeit auf. Bis 2050 sollen bis zu 70% der Menschen in St&auml;dten leben, schon jetzt sind es bereits die H&auml;lfte. Sch&auml;tzungen zufolge verbrauchen sie zwischen 60 und 80% der weltweit produzierten Energie und emittieren 75% der Treibhausgase.<br>\nAuch Wien steht hier vor gro&szlig;en Aufgaben. 2013 lebten 1.748.757 Menschen in der Bundeshauptstadt. Laut Bev&ouml;lkerungsprognose der Statistik Austria wird Wien 2030 die Zweimillionen-Marke &uuml;berschreiten. Die anwachsende Bev&ouml;lkerung, der daraus resultierende steigende Bedarf und der zunehmende Ressourcenverbrauch stellen massive Herausforderungen f&uuml;r Politik, Stadtplanung und Verwaltung dar.<br>\nIn den letzten Jahren scheinen st&auml;dtische Verwaltungs- und Politikebenen verst&auml;rkt auf Smart-City- Konzepte zu setzen. So sind Kopenhagen, Amsterdam, Wien und seit kurzem auch Berlin vermeintliche Smart Cities. Die Ans&auml;tze und Strategien, die verfolgt werden, sind unterschiedlich, doch der Grundtenor lautet: Um zukunftsf&auml;hig zu sein, m&uuml;ssen St&auml;dte smarte Konzepte entwickeln. Zu den Eckpfeilern geh&ouml;ren meist Energie- und Ressourceneffizienz, moderne Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT), intelligente Vernetzung, Mobilit&auml;t und Governance.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/smart-city-nachhaltigkeit-digital-leicht-gemacht\/#more-5219\">Arbeit &amp; Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Garzweiler II-Entscheidung: BUND sieht Teilerfolg<\/strong><br>\nJetzt muss Landesregierung Braunkohlenausstiegsszenario vorlegen<br>\nAls &bdquo;Teilerfolg des langj&auml;hrigen Widerstands gegen Garzweiler II&ldquo; wertete der NRW-Landesverband des Bund f&uuml;r Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die heute von der Landesregierung angek&uuml;ndigte Verkleinerung des Tagebaus Garzweiler II. Damit w&uuml;rden erstmals in Deutschland die Abbaugrenzen eines genehmigten Braunkohlentagebaus zur&uuml;ck genommen.<br>\n&bdquo;Die positive Entscheidung kann leider nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass weitere etwa 1.600 Menschen ihre Heimat f&uuml;r einen schon heute komplett &uuml;berfl&uuml;ssigen Tagebau verlieren sollen&ldquo;, sagte der BUND-Landesvorsitzende Holger Sticht. Ein fr&uuml;heres Abbauende unter Aussparung der Ortschaften Keyenberg, Kuckum, Unter- und Oberwestrich sowie Berverath sei aus energie- und klimaschutzpolitischen Gr&uuml;nden geboten.<br>\nMit der Verschonung von Holzweiler und seinen urspr&uuml;nglich etwa 1.300 Einwohnern k&ouml;nnte das urspr&uuml;nglich geplante Abbaufeld um mindestens ein Viertel verkleinert werden. Etwa 300 Millionen Tonnen Kohle blieben damit im Untergrund. Dadurch w&uuml;rde &nbsp;in etwa die gleiche Menge an Kohlendioxid-Emissionen vermieden. Allerdings reicht das nach Ansicht des BUND bei weitem nicht aus, um die langfristigen Klimaschutzziele der Landesregierung zu erf&uuml;llen. Mit dem j&auml;hrlichen Aussto&szlig; von etwa 100 Millionen Tonnen CO2 sei die rheinische Braunkohle f&uuml;r ein Drittel aller Treibhausgasemissionen Nordrhein-Westfalens verantwortlich.<br>\n&bdquo;Wir brauchen eine neue Leitentscheidung zur Braunkohlenpolitik und ein klares Ausstiegsszenario bis sp&auml;testens 2045&ldquo;, forderte Dirk Jansen, Gesch&auml;ftsleiter des BUND. &bdquo;Auch die Braunkohlenpl&auml;ne Hambach und Inden m&uuml;ssen auf den Pr&uuml;fstand.&ldquo; Trotz der Verkleinerung von Garzweiler II verf&uuml;ge RWE dann noch immer &uuml;ber etwa 2,8 Milliarden Tonnen Braunkohle in den Tagebaufeldern Hambach, Inden und Garzweiler. Es sei klimaschutzpolitisch nicht zu verantworten, diese weiterhin zu Lasten von Mensch und Umwelt zu verfeuern. In der heutigen Entscheidung sieht der BUND aber einen &ndash; wenn auch zaghaften &ndash; Einstieg in den Ausstieg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bund-nrw.de\/nc\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/artikel\/garzweiler-ii-entscheidung-bund-sieht-teilerfolg\/?tx_ttnews[backPid]=3371&amp;cHash=69b174b547f9498b5378dd289e860fa4\">BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Aufruf: Unsere Bahn muss wieder unter demokratische Kontrolle!<\/strong><br>\nLiebe Freundinnen und Freunde der &ouml;ffentlichen Daseinsvorsorge,<br>\n2014 j&auml;hrt sich die Bahnreform zum 20 Mal. Bahnreform bedeutet unter anderem: zwei Jahrzehnte formelle Privatisierung der Bahn, 20 Jahre lang Deutsche Bahn AG.&nbsp;Die Folgen treten t&auml;glich zutage, von A wie Arbeitsplatzabbau bis Z wie Zugausfall. Wir rufen die Bundesregierung anl&auml;sslich dieses traurigen Jubil&auml;ums auf, die Bahn-Privatisierung r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen und die Bahn unter demokratische Kontrolle zu bringen!<br>\nWir fordern:<br>\nDie DB AG muss aufgel&ouml;st und die Bahn unter &ouml;ffentlichem Recht neu gegr&uuml;ndet werden!<br>\nDie Bahn geh&ouml;rt uns, wir wollen sie demokratisch kontrollieren und steuern!<br>\n<a href=\"http:\/\/www.gemeingut.org\/bahnaufruf_unterzeichnen\">Jetzt den Aufruf unterzeichnen<\/a>!<br>\nIhre Unterschriften planen wir am 23. Juni, dem Tag des &ouml;ffentlichen Dienstes, im Rahmen einer &ouml;ffentlichkeitswirksamen Aktion an&nbsp; Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Verkehrsminister Alexander Dobrindt zu &uuml;bergeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gemeingut.org\/2014\/03\/unsere-bahn-muss-wieder-unter-demokratische-kontrolle\/\">GiB<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Die Bahn in Bedr&auml;ngnis<\/strong><br>\n(1) Das B&uuml;rgerbegehren Storno 21 gr&uuml;ndet sich darauf und das Verwaltungsgericht Stuttgart (17.07.13) sowie Justizminister Stickelberger (LandtagsDrs. 15\/616) haben es anerkannt: Mit der Kostensprengung des Finanzierungsvertrags &bdquo;bricht die Gesch&auml;ftsgrundlage weg&ldquo;. Zum Weiterbau von &bdquo;Stuttgart 21&ldquo; w&auml;re daher eine neue Finanzierungsvereinbarung &uuml;ber die Baukosten, den Risikopuffer und die Finanzierungsbeitr&auml;ge der Projektpartner notwendig.<br>\nMit der pl&ouml;tzlich zwei Jahre fr&uuml;her als angek&uuml;ndigt gezogenen? Sprechklausel? wird die akute Bedr&auml;ngnis der Bahn &ndash; Verantwortlichen sichtbar: Sie brauchen Milliarden-Anteile Euro f&uuml;r Mehrkosten, worauf sie sehr wahrscheinlich keinen Anspruch haben. Lassen sich Land und Stadt &ndash; um das Projekt zu f&ouml;rdern &ndash; finanziell erpressen?<br>\nZweifellos ist die Bahn in Not, weil ihr Aktienrecht und Strafrecht das l&auml;ngst unwirtschaftliche Projekt verbieten. Aber die Partner zu Geiseln erniedrigen oder auf jahrelange Prozesse &uuml;ber die fraglichen Milliardenanteile zu setzen, ist unverantwortlich: Der B&uuml;rgerentscheid &uuml;ber den Ausstieg aus S 21 ist der politisch sinnvolle Ausweg und das B&uuml;rgerbegehren Storno 21 damit aktueller denn je.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kopfbahnhof-21.de\/\">K21<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung CR:<\/strong> Auf den Seiten von &bdquo;K21&ldquo; finden Sie weitere interessante Hinweise der Kopfbahnhof-Bef&uuml;rworter.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>AfD flirtet mit britischen Europa-Gegnern<\/strong><br>\nDer britische Rechtspopulist Nigel Farage ist am Donnerstag (27.03.14) bei einer Veranstaltung von Euro-Gegnern in K&ouml;ln aufgetreten. Marcus Pretzell, NRW-Spitzenkandidat der &ldquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&rdquo; (AfD), schloss dabei eine Zusammenarbeit mit Farage nicht mehr aus. AfD-Bundeschef Lucke geht dazu auf Distanz.<br>\nDie Euro-kritische Partei &ldquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&rdquo; (AfD) &ouml;ffnet sich langsam f&uuml;r eine Kooperation mit britischen Rechtspopulisten. Der umstrittene Vorsitzende der United Kingdom Independent Partei (UKIP), Nigel Farage, trat am Donnerstagabend (27.03.2014) auf einer Veranstaltung der AfD-Jugendorganisation in K&ouml;ln auf. Farage sprach vor mehreren hundert Zuh&ouml;rern. Der NRW-Spitzenkandidat der AfD f&uuml;r die Europawahl, der Bielefelder Anwalt Marcus Pretzell, sagte am Rande der Veranstaltung im Gespr&auml;ch mit dem WDR-Fernsehen, eine Zusammenarbeit mit der UKIP im k&uuml;nftigen EU-Parlament sei &ldquo;nicht ausgeschlossen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/themen\/politik\/sp_europawahl\/afdkoeln100.html\">WDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Volksvertreter und Lobbyisten in Personalunion<\/strong><br>\nWenn im Bundestag hinter verschlossenen T&uuml;ren &uuml;ber Energiethemen beraten wird, sitzen Lobbyisten von Vattenfall und der Biospritwirtschaft mit am Tisch. Auch im Gesundheitsausschuss wirkt ein &Auml;rztefunktion&auml;r an der Gesetzgebung mit. Denn einige Abgeordnete sind Volks- und Interessenvertreter in Personalunion. Vier Beispiele:\n<ul>\n<li>Norbert Schindler: Biosprit- und Agrarlobbyist<br>\nSchindlerwird bezahlt von: u.a. Verband der Bioethanolwirtschaft, dem BioethanolUnternehmen Crop&shy;Energies, Bauernverband  Nebeneink&uuml;nfte seit der Bundestagswahl: mind. 59.000 &euro;<br>\nsitzt im Energieausschuss<\/li>\n<li>Ulrich Freese: Kohlelobbyist<br>\nFreese wird bezahlt von: Vattenfall<br>\nJahresbez&uuml;ge: mehrere zehntausend &euro;<br>\nsitzt im Energieausschuss<\/li>\n<li>Rudolf Henke: &Auml;rztelobbyist<br>\nRudolf Henkewird bezahlt von: u.a. Marburger Bund, Bundes&auml;rztekammer<br>\nNebeneink&uuml;nfte seit der Bundestagswahl: mind. 73.500 &euro;<br>\nist stellvertretender Vorsitzender des Gesundheitsausschusses<\/li>\n<li>Axel Knoerig<br>\nAxel Knoerig wurde bezahlt von: Deutsche Telekom<br>\nwar bis zu seinem Einzug in den Bundestag Lobbyist<br>\nAussicht auf R&uuml;ckkehr zur Telekom<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.abgeordnetenwatch.de\/blog\/2014-03-28\/volksvertreter-und-lobbyisten-personalunion\">abgeordnetenwatch.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Politik ist weit weg von Probleml&ouml;sung und Verl&auml;sslichkeit<\/strong><br>\nNur 15 Prozent glauben zu wissen, wof&uuml;r die EU steht, nur 13 Prozent attestieren ihr Probleml&ouml;sungsf&auml;higkeit&hellip;<br>\n&hellip;nur jeder dritte Wahlberechtigte von der Partei, die er bei der Nationalratswahl gew&auml;hlt hat, wei&szlig;, wof&uuml;r sie steht&hellip;<br>\nWenn man eine Partei wie SP&Ouml; oder &Ouml;VP gew&auml;hlt hat, die mit einer anderen zusammenarbeitet, die in vielen Punkten etwas ganz anderes will, dann kann man sich eben nicht auf die versprochene Linie verlassen. Und Probleml&ouml;sungskompetenz wird solchen Koalitionspartnern erst recht nicht zugebilligt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1395363645597\/Politik-ist-weit-weg-von-Problemloesung-und-Verlaesslichkeit\">derStandard<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das sind  zwar Befunde f&uuml;r &Ouml;sterreich, doch sie d&uuml;rften in Deutschland  nicht wesentlich anders ausfallen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Wer braucht das schon alles?<\/strong><br>\nEin Tante-Emma-Laden nur mit dem N&ouml;tigsten tut&rsquo;s heute nicht mehr, der &Uuml;berfluss kennt keine Grenzen. Der Luxus darf nicht zu weit gehen, w&auml;hrend andere hungern.<br>\nUnter dem Titel &ldquo;Freie und Delikatessenstadt Hamburg&rdquo; berichtet das Hamburger Abendblatt von der Feinkostmode, die immer apartere Bl&uuml;ten treibt. Hummer t&ouml;tet man nicht mehr in kochendem Wasser, sondern mit einem &Uuml;berdruckverfahren. Das Fleisch bleibt folglich roh, und man kann Carpaccio daraus machen, worauf die Welt ja lange hat warten m&uuml;ssen.<br>\nWer sich noch an die alten L&auml;den erinnert, der wei&szlig;, dass man dort zwischen vier oder f&uuml;nf Sorten Wurst und ein paar K&auml;sevariationen w&auml;hlen konnte, zwischen Wei&szlig;brot und Schwarzbrot, saurer und s&uuml;&szlig;er Sahne und noch ein paar anderen Lebensmitteln. Mehr brauchte (und braucht) man letztlich nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/2014-03\/luxus-greiner-fuenf-vor-acht\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Amerkung unseres Lesers B.S.:<\/strong> Ein an sich nicht ernst zu nehmender Artikel, der jedoch sehr sch&ouml;n die geistige Beschr&auml;nktheit der deutschen Mainstream-Journaille demonstriert. &ldquo;Jenseits aller Moral w&auml;re es jedoch ein Gebot der Klugheit, die Luxuria nicht zu weit zu treiben und daf&uuml;r zu sorgen, dass der Abgrund zwischen unten und oben nicht allzu tief wird&rdquo;, schlie&szlig;t Ulrich Greiner seinen Artikel. Als w&auml;ren es die Luxusausgaben der Wohlhabenden, deretwegen die Schere zwischen Arm und Reich sich immer weiter &ouml;ffnet &ndash; und nicht etwa die ungerechte Einkommens- und Verm&ouml;gensverteilung. Es ist wahrlich traurig, dass in wirtschaftlichen Dingen derart beschr&auml;nkte Personen meinen, ihre Erkenntnisse zu &ouml;konomischen Fragen kundtun zu m&uuml;ssen, und dass gro&szlig;e Zeitungen f&uuml;r solch naives Geschwurbel eine Plattform bieten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Paul Krugman: Amerikas Tradition der Besteuerung<\/strong><br>\nDas Thema Ungleichheit gewinnt immer gr&ouml;&szlig;ere Bedeutung im &ouml;ffentlichen Diskurs Amerikas, aber gleichzeitig gibt es w&uuml;tenden Widerstand von rechts. Einige Konservative behaupten, die Konzentration auf Ungleichheit sei unklug, denn eine Besteuerung hoher Eink&uuml;nfte werde das amerikanische Wirtschaftswachstum beeintr&auml;chtigen. Einige berufen sich auf Fairness und sagen, Leute sollten behalten d&uuml;rfen, was sie einnehmen. Und wieder andere gebrauchen hier das Wort un-amerikanisch  &ndash;  schlie&szlig;lich haben wir doch immer Menschen gefeiert, die Reicht&uuml;mer erworben haben, sagen sie, und die Behauptung, einige Leute kontrollierten einen zu gro&szlig;en Teil des Reichtums,  verletze unsere nationale Tradition&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/03\/28\/opinion\/krugman-americas-taxation-tradition.html?_r=0\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Aus &bdquo;Bild&rdquo; wird &bdquo;Bald&rdquo;<\/strong><br>\nDie Bildzeitung sch&uuml;rt bislang vor allem Vorurteile gegen die VerliererInnen des Wirtschaftssystems: gegen Fl&uuml;chtlinge, GriechInnen, Arbeitslose&hellip;<br>\nEine solche &bdquo;Bild-Zeitung&rdquo; gab es noch nie:<br>\nZur Aktionswoche Anfang April erscheint die &bdquo;Bald&rdquo;, eine Zeitung, die (fast) so aussieht als k&auml;me sie aus dem Hause Springer. Sie hat etwas zu feiern: Denn sie erscheint am 1. April und jubelt &uuml;ber die Einf&uuml;hrung der Verm&ouml;gensteuer, die Erhebung einer europaweit koordinierten Verm&ouml;gensabgabe und konsequentere Besteuerung hoher Einkommen und Erbschaften. Fiktion. Aber eine, f&uuml;r die es sich zu streiten lohnt.<br>\nLokal Aktive k&ouml;nnen die Zeitung beim B&uuml;ndnis bestellen &ndash; und bei den Aktionswochen, im Wahlkampf oder bei Veranstaltungen vor Ort verteilen!<br>\nBitte hier bestellen: <a href=\"mailto:koordination@umfairteilen.de\">koordination(at)umfairteilen.de<\/a><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/umfairteilen.de\/\">umfairteilen<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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