{"id":2127,"date":"2007-02-21T09:24:41","date_gmt":"2007-02-21T08:24:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2127"},"modified":"2007-02-21T09:24:41","modified_gmt":"2007-02-21T08:24:41","slug":"hinweise-des-tages-333","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2127","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Die Legende von der heiligen Ursula<\/strong><br>\nFamilienfreundlich? Von der Leyen nimmt Kindern Milliarden weg. In der &Ouml;ffentlichkeit v&ouml;llig vergessen sind die Januar-Beschl&uuml;sse des vergangenen Jahres: Die Streichung der Eigenheimzulage, K&uuml;rzung der Pendlerpauschale, Beschr&auml;nkung des Kindergelds nur bis zum 25. Lebensjahr und die Mehrwertsteuererh&ouml;hung &ndash; unterm Strich kinderbedingte Mehrkosten von weit &uuml;ber zehn Milliarden Euro. Rechnet man noch die Streichung der Familienzulagen im &ouml;ffentlichen Dienst dazu, sind es weitere vier Milliarden Euro Minus. Dem stehen die verbesserte steuerliche Anerkennung von Kinderbetreuungskosten und das Elterngeld mit Mehrkosten von insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro gegen&uuml;ber. Also ein sattes Minus f&uuml;r alle Familien. Hinzu kommen die massiven K&uuml;rzungen bei nicht(voll) erwerbst&auml;tigen, armen oder kinderreichen Eltern und Studenten durch das Elterngeld.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/archiv.tagesspiegel.de\/drucken.php?link=archiv\/20.02.2007\/3093887.asp\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Diese Aufrechnung ist richtig, aber ansonsten enth&auml;lt der Beitrag einige Ungereimtheiten. Wenn man auf den Betrag von 184 Milliarden Euro &bdquo;Familienf&ouml;rderung&ldquo; kommen will, muss man schon ziemlich viel zusammenz&auml;hlen: von steuerlichen Ma&szlig;nahmen, &uuml;ber familienbezogene Ma&szlig;nahmen bei den Sozialversicherungssystemen (Rente, Krankenversicherung), die ja schlie&szlig;lich nicht der Staat, sondern die Beitragszahler finanzieren, &uuml;ber Sozialhilfe, Schul- oder Kindergartenbau bis hin zum Baf&ouml;G oder den Leistungen von Arbeitgebern etc.<br>\nRichtig ist allerdings, dass die Bereitstellung von mehr Kitas eine Mogelpackung darstellt, wenn die Mittel vorher von den Familien abkassiert werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Arbeitsmarktreform: Wer hat, dem wird gegeben<\/strong><br>\nDurch den gesunkenen Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung erzielen die wirtschaftlich starken Ballungszentren in Westdeutschland die gr&ouml;&szlig;ten direkten Einkommensgewinne. Der R&uuml;ckgang bei den Ausgaben f&uuml;r die aktive Arbeitsmarktpolitik betrifft hingegen vor allem die strukturschwachen Regionen. Da von diesen Ermessensleistungen ostdeutsche Regionen besonders profitierten, wirkt sich dort die r&uuml;ckl&auml;ufige Ausgabenentwicklung auch am st&auml;rksten aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/kurzber\/2007\/kb0407.pdf\">Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit [PDF &ndash; 1.5 MB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Ist die Erwerbst&auml;tigenstatistik des Bundesamtes f&uuml;r Statistik noch aussagekr&auml;ftig?<\/strong><br>\nNach den neuesten vorl&auml;ufigen Berechnungen erh&ouml;ht sich die Zahl der Erwerbst&auml;tigen gegen&uuml;ber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 452 000 Personen oder 1,2% auf 39,7 Millionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/presse\/deutsch\/pm2007\/p0650031.htm\">Bundesamt f&uuml;r Statistik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Der Sachverst&auml;ndige R&uuml;rup und der Chefvolkswirt der Dresdner Bank, Heise, jubeln. Man muss sich allerdings fragen, ob die Zahlen des Bundesamtes &uuml;berhaupt noch etwas aussagen. Nur an einer Stelle wird die Statistik etwas transparenter, so wird im Dienstleistungsbereich ein Anstieg von 1,6% gemeldet, aber einger&auml;umt, dass zu diesem Gesamtergebnis auch das Wachstum der den unternehmens&shy;nahen Dienstleistungen zugeh&ouml;rigen Zeitarbeitsbranche beitrug.<br>\nWie hoch ist jedoch der Anteil ehemals nicht sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigter, die jetzt als geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigte zu den Erwerbst&auml;tigen gez&auml;hlt werden? Welchen Anteil machen sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte im Niedriglohnbereich oder mit Zeitarbeitsvertr&auml;gen aus?<br>\nNur mit solchen Angaben k&ouml;nnte man sich ein einigerma&szlig;en gesichertes Urteil bilden, ob die Zunahme der Zahl der Erwerbst&auml;tigen tats&auml;chlich etwas mit der Konjunktur zu tun hat oder ob es sich nur um eine Umverteilung der Arbeit von Vollerwerbst&auml;tigkeiten in prek&auml;re Arbeitsverh&auml;ltnisse handelt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Referendare wehren sich gegen Lohnraub<\/strong><br>\nPropagieren die Politiker in der &Ouml;ffentlichkeit auch noch so h&auml;ufig eine Verbesserung der Bildungslandschaft, tats&auml;chlich handeln sie genau umgekehrt: Der neue Tarifvertrag der L&auml;nder (TV-L) bedeutet nach Angaben der Kritiker f&uuml;r Lehramtsanw&auml;rter Gehaltseinbu&szlig;en von bis zu 1000 Euro netto im Monat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/02-20\/016.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Schwere Vorw&uuml;rfe gegen die Bahn<\/strong><br>\nEinem Bericht zufolge soll der Konzern bei der Instandhaltung seines Schienennetzes sparen und notwendige Reparaturen in den vergangenen Jahren verschleppt haben. Die &ldquo;Hannoversche Allgemeine Zeitung&rdquo; hatte unter Berufung auf einen Bericht des Bundesrechnungshofes geschrieben, der Betriebszustand des Gleisnetzes habe sich stark verschlechtert. Einige der angef&uuml;hrten M&auml;ngel seien sicherheitsrelevant.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/artikel\/0,2828,467505,00.html\">Manager Magazin<\/a><\/li>\n<li><strong>EADS: Industriepolitische Passivit&auml;t muss ein Ende haben<\/strong><br>\nDer wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Herbert Schui, sagte, dass das EADS-Sanierungsprogramm &ldquo;Power 8&rdquo; nichts mit den Problemen bei der Produktion des A380 zu tun habe. Das sei nur eine Ausrede. &ldquo;Das Sanierungsprogramm geht auf eine Studie von Goldman Sachs zur&uuml;ck, die bereits am 26. September 2006 vorgestellt wurde. Es geht dabei schlicht um Lohnk&uuml;rzungen. 10.000 Stellen sollen gestrichen, die Arbeitszeit der verbleibenden Besch&auml;ftigten verl&auml;ngert und die Werke Nordenham, Varel, M&eacute;aulte und Saint Nazaire sollen verkauft und zu Billig-Zulieferern gemacht werden&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linkszeitung.de\/content\/view\/93244\/1\/\">Linkszeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Niedrige Flugpreise sind eine &laquo;S&uuml;nde&raquo;<\/strong><br>\nDie Steuerfreiheit f&uuml;r Kerosin ist eine &laquo;S&uuml;nde&raquo;, klagt der Chef des Umweltbundesamtes im Interview mit Netzeitung.de. Wegen h&ouml;herer Preise w&uuml;rde der Flugverkehr nicht zusammenbrechen, meint Andreas Troge: &bdquo;Wir k&ouml;nnen jenen, die sich das Fliegen nicht leisten k&ouml;nnen, nicht erkl&auml;ren, warum der einzelne Autofahrer f&uuml;r die wenigen Tonnen CO2, die er emittiert, nicht nur Mineral&ouml;l-, sondern auch &Ouml;kosteuer zahlt, die Flugg&auml;ste aber nicht.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/wirtschaft\/ratgeber\/542292.html\">Netzeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Besser als die schadstoffbezogene Kfz-Steuer w&auml;re ein klares Verbot von Spritfressern.<\/strong><br>\nW&auml;hrend sich ein Porschefahrer ohne weiteres ein paar hundert Euro Aufschlag leisten kann, wird die Mobilit&auml;t f&uuml;r den Fahrer eines alten Golfs zum finanziellen Problem.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/thema_des_tages\/?em_cnt=1078306\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die Debatte um eine schadstoffbezogene Kfz-Steuer ist wohl eher ein Ablenkungsman&ouml;ver der Bundesregierung von der EU-Forderung nach Schadstoffgrenzwerten. Die Kfz-Steuer als Fixkostenbelastung (d.h. unabh&auml;ngig von der Fahrleistung) ist doch ohnehin nur noch am Leben, weil diese Steuer den L&auml;ndern zukommt. Viel effektiver w&auml;re es, nur die variablen Kosten beim Autoverkehr, also den Spritverbrauch, zu belasten. Dann w&uuml;rden Vielfahrer und Spritschleudern zu den Umwelt- und Ressourcenbelastungen herangezogen, die sie verursachen.<br>\nDie Vorschl&auml;ge des Bundesverkehrsministers sind eher ein Konjunkturprogramm f&uuml;r die Automobilindustrie zur Anschaffung von steuerg&uuml;nstigeren Neuwagen.<\/em><br>\nSiehe dazu auch: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/thema_des_tages\/?em_cnt=1078302\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Michael M&uuml;ller: &Ouml;kologie ist eine Fortentwicklung der Idee einer sozialen Demokratie<\/strong><br>\n&hellip;denn sie geht ebenfalls von der Idee der Solidarit&auml;t, Gerechtigkeit und Zukunftsverantwortung aus. Wenn diese These stimmt, brauchen wir heute v&ouml;llig andere Instrumente. Jene der sozialen Demokratie waren hohes Wachstum plus Nationalstaat. In globalen Zeiten ist Letzteres schon mal weitgehend weggefallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2007\/02\/20\/a0161.1\/textdruck\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> &bdquo;Wir leben immer mehr in Teilwelten mit einer Partiallogik&ldquo;, meint M&uuml;ller. Genau dieser Partiallogik scheint der neue Umweltstaatsekret&auml;r verfallen zu sein, denn gerade dadurch, dass er die &Ouml;kologie gegen Wohlfahrt, Arbeit, Sozialvertr&auml;glichkeit, und wirtschaftliche Leistungskraft ausspielen m&ouml;chte, geht die von ihm postulierte &bdquo;Rationalit&auml;t der Gesamtentwicklung&ldquo; verloren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Rolf Linkohr als Sonderberater des EU-Energiekommissars entlassen<\/strong><br>\nDer ehemalige SPD-Europaabgeordnete und Direktor der Beratungsfirma Centre for European Energy Strategy (C.E.R.E.S.) Rolf Linkohr ist von seinem Posten als Sonderberater des EU-Energiekommissars entlassen worden. Sein Beratervertrag wurde als beendet erkl&auml;rt, nachdem er eine schriftliche Anfrage von Anti-Korruptions-Kommissar Siim Kallas nicht fristgerecht beantwortet hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2007\/02\/rolf-linkohr-als-sonderberater-des-eu-energiekommissars-entlassen\/\">Lobbycontrol<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Zur Vorgeschichte siehe <a href=\"?p=2053\">Hinweis Nr. 7 vom 26. Januar 2007<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>In der Mitte brodelt es<\/strong><br>\nResignation und R&uuml;ckzug: Damit reagiert die gebeutelte Mitte der Gesellschaft auf Abstiegs&auml;ngste, Sozialreformen und die allgegenw&auml;rtige &Ouml;konomisierung. Sie hat fast alles akzeptiert, was ihr abverlangt wurde &ndash; und sieht sich doch als eigentliche Verliererin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,467140,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar:<\/strong> Franz Walter, Professor f&uuml;r Politikwissenschaft an der Universit&auml;t G&ouml;ttingen, be&auml;ugt die verunsicherte Mittelschicht. Und was kommt dabei heraus? Hier einige f&uuml;r die Qualit&auml;t des Artikels durchaus repr&auml;sentative Beispiele:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li>&bdquo;Als Verbraucher, die jederzeit &uuml;ber preisg&uuml;nstige und qualitativ gepr&uuml;fte Angebote in den Superm&auml;rkten, Fachl&auml;den und Reiseb&uuml;ros der Republik Bescheid wissen, halten sich Mitte-Menschen f&uuml;r unschlagbar.&ldquo;<\/li>\n<li>&bdquo;Um Haus, Wohnung und Familie ranken sich &uuml;berhaupt die Aktivit&auml;ten der Menschen in der b&uuml;rgerlichen Mitte.&ldquo;<\/li>\n<li>&bdquo;Auch im ganz modernen Milieu der &ldquo;Experimentalisten&rdquo; benutzt man in der Freizeit gerne das Rad. Doch ist es dort nicht die gem&uuml;tliche Fahrradtour, die begeistert, sondern harte Berg- und Gel&auml;ndetouren mit dem Mountainbike.&ldquo;<\/li>\n<li>&bdquo;Das Projekt- und Praktikumshopping bei niedriger Entlohnung macht allm&auml;hlich m&uuml;de beziehungsweise nerv&ouml;s.&ldquo;<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Die Suche nach Substanz schl&auml;gt weitgehend fehl. Eine Trivialit&auml;t reiht sich an die andere, nirgendwo ist auch nur der Ansatz zu einer Analyse zu entdecken, wie und wodurch es zu dieser Verunsicherung gekommen ist. .<br>\n&Uuml;ber den Autor hei&szlig;t es in Wikipedia: &bdquo;Walter ist in der Politikwissenschaft nicht unumstritten. Kritiker bem&auml;ngeln, dass sein Bem&uuml;hen um ein breites Publikum mindestens teilweise auf Kosten der Wissenschaftlichkeit seiner Beitr&auml;ge gehe, was sich etwa durch fehlende oder nur schlecht erkennbare Theoriebildung &auml;u&szlig;ere. Bei Walter verschwimme die Grenze zwischen im strengeren Sinne wissenschaftlichen Arbeiten und journalistischen Aufs&auml;tzen.&ldquo;  (Quelle: <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Franz_Walter\">Wikipedia<\/a>) Bei diesem Artikel muss man sogar Letzteres in Frage stellen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Gedanken sind frei&hellip; oder doch nicht?<\/strong><br>\nRichard Wilk hat einmal gesagt, dass die &Ouml;konomen die Hohepriester unserer Zeit seien, weil sie den &ouml;ffentlichen Diskurs und die getroffenen Entscheidungen mit ihren Lehren pr&auml;gen.<br>\nWie auf der Webseite von PAECON, dem Netzwerk f&uuml;r eine post-autistische, also pluralistisch orientierte Wissenschaft, dargelegt wird, dominieren eine Handvoll von Universit&auml;ten das &ouml;konomische Denken. Alle diese Universit&auml;ten sind von der RAND-Corporation &ndash; einem Thinktank des Pentagons, finanziert worden und sie rekrutieren ihr Personal haupts&auml;chlich untereinander.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.paecon.net\/StrangeHistory.htm\">www.paecon.net<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Das gen&uuml;gt sicher nicht als entscheidende Erkl&auml;rung f&uuml;r die totale Dominanz der angebotsorientierten Lehre in Deutschland, ist aber allemal eine interessante Hintergrundinformation.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Hermann Ploppa:  &bdquo;Die Macher hinter den Kulissen &ndash; Wie INSM, Atlantik-Br&uuml;cke, Aspen-Institute und &auml;hnliche Netzwerke Deutschland heimlich regieren&ldquo;<\/strong><br>\nDiese Studie bietet keine bahnbrechenden neuen Erkenntnisse. Sie stellt vielmehr die wichtigsten Befunde der letzten Jahre zu einem Menu zusammen f&uuml;r Leute, die sich um den Fortbestand unserer Kultur und Zivilisation gro&szlig;e Sorgen machen, und die dar&uuml;ber nachdenken, wie man das Solidarische Prinzip, das unserer Verfassung und unserer Gesellschaftsordnung immer noch zugrunde liegt, nicht nur retten, sondern auch ausbauen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gesellschaft-und-visionen.de\/PDF\/Wirtschaft\/Vortrag%20INSM.pdf\">Gesellschaft und Visionen.de [PDF &ndash; 172 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Im Netz entdeckt: Japans dritter Weg<\/strong><br>\n&Uuml;ber Robert Lockes &ldquo;Japan, Refutation of neoliberalism&rdquo;, der beschreibt, wie Japan manche der Probleme l&ouml;st, vor denen wir heute stehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/sozialliberal.wordpress.com\/2007\/02\/18\/im-netz-entdeckt-japans-dritter-weg\/\">Sozialliberal blog<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar:<\/strong> Robert Locke beschreibt ein Japan, das es so nicht mehr gibt: &bdquo;Banking is extremely regulated in Japan, enabling regulators at the Ministry of Finance (MOF) to crack down on any bank at any time they see it doing something they don&rsquo;t want it to. So the banks are subject to the whim of the government, which then controls the economy by controlling how the banks allocate all this capital.&rdquo;<br>\nTats&auml;chlich hatte sich in Japan ein Machtkampf zwischen der Bank of Japan und dem Ministry of Finance (MOF) ereignet, der mit der Niederlage des Ministeriums und der Unabh&auml;ngigkeit der Bank of Japan endete. In der Folge wurden der Kapitalmarkt liberalisiert, die &Uuml;berkreuz-Beteiligungen der Unternehmen abgebaut, die Macht der Aktion&auml;re gest&auml;rkt und die Wirtschaft insgesamt dereguliert (siehe <a href=\"?p=109\">&bdquo;Princes of the Yen: Japan&rsquo;s Central Bankers and the Transformation of the Economy&ldquo; von Richard A. Werner<\/a>).<br>\nZutreffend sind Lockes Ausf&uuml;hrungen insofern, als Staatsbeamte bis in die Siebziger Jahre die Verwendung von Ressourcen (vor allem von Kapital und Rohstoffen) kontrollierten und auf diese Weise Lenkungsfunktionen aus&uuml;ben konnten. Das ist mit neoliberalem Gedankengut v&ouml;llig unvereinbar, hat den wirtschaftlichen Aufstieg Japans aber keineswegs behindert, sondern im Gegenteil die koordinierte Eroberung von Exportm&auml;rkten erm&ouml;glicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>EZB-Neubau: Ein Euro-Kr&uuml;ppel<\/strong><br>\nBank und Architekten haben sich durchgesetzt: Der geplante EZB-Neubau in Frankfurt wird die Gro&szlig;markthalle, Elsaessers kubistisches Meisterwerk, &uuml;berragen, durchbohren und verkr&uuml;ppeln. Womit endlich die wahre Bedeutung jenes quietschbunten Denkmals deutlich wird, das seit der W&auml;hrungsumstellung auf dem zentralen Willy-Brandt-Platz der Frankfurter City Europas Finanzen huldigt: Nicht Gemeinsinn, Piet&auml;t oder &Auml;sthetik regiert das Bau- und Denkmalwesen dieser Stadt, sondern der Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubEBED639C476B407798B1CE808F1F6632\/Doc~E3875B6E35E944C87972A84759E4A821F~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Merkw&uuml;rdigkeiten aus dem Wei&szlig;en Haus<\/strong><br>\nHat der fr&uuml;here Stabschef des Wei&szlig;en Hauses Libby gelogen, um Aktivit&auml;ten der Regierung gegen einen Kriegskritiker zu decken? Sein Strafverfahren gab seltene Einblicke in das ansonsten gut abgeschirmte R&auml;derwerk der Machtzentrale.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0\/Doc~E5D4DCBC4331149909D59FDBBA0A7797C~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Hedge-Fonds kaufen sich die amerikanische Politik<\/strong><br>\nIhre Motive sind klar &ndash; und politisch. Die USA, so Paul Singers erzkonservative Philosophie, seien gut beraten mit ihren globalen Alleing&auml;ngen und m&uuml;ssten sich vor &ldquo;internationalen Organisationen und Allianzen&rdquo; weiter h&uuml;ten. Giuliani sei derjenige, der das am strammsten durchziehen w&uuml;rde &ndash; erst recht jetzt, &ldquo;in der Fr&uuml;hphase eines existenziellen Kampfes mit radikalen Elementen pan-nationaler Islamisten&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,467314,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2127","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2127","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2127"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2127\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2127"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2127"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2127"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}