{"id":21280,"date":"2014-04-02T09:10:23","date_gmt":"2014-04-02T07:10:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21280"},"modified":"2014-04-02T09:10:23","modified_gmt":"2014-04-02T07:10:23","slug":"hinweise-des-tages-2100","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21280","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21280#h01\">Tarifkonflikt im &ouml;ffentlichen Dienst ist beendet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21280#h02\">Einigkeit beim Energiegipfel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21280#h03\">Harald Schumann: Deutschlands Energiewende als Modell f&uuml;r die Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21280#h04\">Arbeitsmarkt im M&auml;rz 2014<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21280#h05\">Ulrike Herrmann: Verr&uuml;ckte B&ouml;rsianer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21280#h06\">Die Krise in Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21280#h07\">Lucas Zeise: Die Staatspleite inszenieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21280#h08\">Steigende Mietpreise: Wohngeld reformieren, Armutsrisiko mindern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21280#h09\">Mindestlohn gilt nicht f&uuml;r 180.000 Langzeitarbeitslose<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21280#h10\">20 Jahre Pflegeversicherung &ndash; Kein Grund sich auszuruhen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21280#h11\">Gutachten: Mehrwertsteuerreform belastet Geringverdiener<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21280#h12\">Kartellamt billigt Springer-Deal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21280#h13\">Gustav Horn:  Das gro&szlig;e Versagen: Wie sich die Wirtschaftswissenschaft &auml;ndern muss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21280#h14\">Leistung &ndash; Das Endstadium der Ideologie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21280#h15\">AfD: Die Wettbewerbspopulisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21280#h16\">Kommunalwahlen in der T&uuml;rkei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21280#h17\">Wahlen in der Slowakei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21280#h18\">Kommunalwahlen in Frankreich: Populismus ist ein Hilferuf!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21280#h19\">Parlamentswahlen in Ungarn &ndash; Viktor Orb&aacute;n, ein verdienter Sieger?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21280#h20\">Vor Fu&szlig;ball-WM in Brasilien: Polizei besetzt Favela-Siedlung in Rio<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21280#h21\">The Migrants&rsquo; Files: Die Toten vor Europas T&uuml;ren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21280#h22\">Proteste in Venezuela: Maduro bleibt h&ouml;chstens noch acht Wochen an der Macht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21280#h23\">Zu guter Letzt: Wie Putin<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21280&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Tarifkonflikt im &ouml;ffentlichen Dienst ist beendet<\/strong><br>\nDie 2,1 Millionen Angestellten von Bund und Kommunen bekommen deutlich mehr Geld. R&uuml;ckwirkend zum 1. M&auml;rz steigen ihre Monatsgeh&auml;lter um drei Prozent, mindestens aber um 90 Euro. Im kommenden Jahr gibt es nochmals 2,4 Prozent mehr. Darauf haben sich am Dienstag in Potsdam Arbeitgeber und Gewerkschaften des &ouml;ffentlichen Dienstes geeinigt.<br>\nDie Verg&uuml;tungen der Auszubildenden steigen demnach dieses Jahr um 40 Euro und 2015 um 20 Euro. Au&szlig;erdem wird der Urlaubsanspruch ab sofort f&uuml;r alle Besch&auml;ftigten einheitlich auf 30 Tage angehoben, f&uuml;r Auszubildende von 27 auf 28 Tage.<br>\nBesonders Geringverdiener profitieren von dem Abschluss: In den untersten Einkommensgruppen entspricht der Mindestbetrag von 90 Euro einem Einkommensplus bis zu 7,6 Prozent. Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re (CDU) will den Abschluss auch auf die Beamten des Bundes &uuml;bertragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/tarifeinigung-im-oeffentlichen-dienst-mehr-geld-fuer-muellmaenner\/9701028.html\">Handelsblatt<\/a> \n<p><strong>Dazu die Gewerkschaft ver.di: Tarifergebnis erreicht! 5,7 % mehr Geld. Mindestens 90 Euro.<\/strong><br>\nDie Entgelte steigen r&uuml;ckwirkend zum 1. M&auml;rz 2014 um 3,0 Prozent, mindestens aber um 90 Euro, und zum 1. M&auml;rz 2015 um weitere 2,4 Prozent. Die Ausbildungsverg&uuml;tungen werden entsprechend um 40 bzw. 20 Euro erh&ouml;ht. Der Urlaubsanspruch ab 2014 betr&auml;gt f&uuml;r alle Besch&auml;ftigten einheitlich 30 Tage. F&uuml;r die Auszubildenden steigt der Urlaubsanspruch von 27 auf 28 Tage, ihre &Uuml;bernahmegarantie wurde verl&auml;ngert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.verdi.de\/\">ver.di<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nat&uuml;rlich muss auch die Gewerkschaft das Verhandlungsergebnis positiv darstellen, aber die Forderung war nicht etwa 3,0 Prozent, mindestens aber 90 Euro, sondern ein Sockelbetrag von 100 Euro und zus&auml;tzlich 3,5 % mehr Lohn und Gehalt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Einigkeit beim Energiegipfel<\/strong><br>\nBund und L&auml;nder haben bei der Reform der &Ouml;kostrom-F&ouml;rderung weitgehende Einigkeit erzielt. Das erkl&auml;rte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Beratungen mit den Ministerpr&auml;sidenten im Bundeskanzleramt. Man sei entschlossen, die Kostendynamik zu brechen und zugleich einen verl&auml;sslichen Ausbaupfad bei den erneuerbaren Energien zu garantieren.<br>\nWirtschaftsminister Sigmar Gabriel sagte, man sei den L&auml;ndern bei der Windf&ouml;rderung entgegengekommen. So sollen sowohl die Ausbauziele f&uuml;r Windr&auml;der an Land h&ouml;her ausfallen als auch Standorte in Binnenl&auml;ndern st&auml;rker gef&ouml;rdert werden als urspr&uuml;nglich vorgesehen, wie L&auml;nder-Ministerpr&auml;sidenten und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel nach einem Spitzentreffen mitteilten. Auch bei Wind auf hoher See sollen die F&ouml;rders&auml;tze weniger stark gesenkt und mehr Anlagen beantragt werden k&ouml;nnen.<br>\nParallel zur Beratung der EEG-Reform muss Gabriel auch noch mit EU-Wettbewerbskommissar Joaqu&iacute;n Almunia eine Einigung &uuml;ber die von Br&uuml;ssel verlange K&uuml;rzung der Industrie-Rabatte finden. Rund 2100 Unternehmen kommen in diesem Jahr in den Genuss von 5,1 Milliarden Euro Entlastung bei den F&ouml;rderkosten, das belastet die Strompreise zus&auml;tzlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/eeg152.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> An den alten Vorschlag der SPD, um die Kostendynamik zu brechen, n&auml;mlich die Stromsteuer f&uuml;r den Normalkunden zu halbieren, denkt Gabriel offenbar nicht mehr. Daf&uuml;r werden immer mehr Unternehmen entlastet, von denen viele weder stromintensiv  noch unter internationalem Konkurrenzdruck stehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Harald Schumann: Deutschlands Energiewende als Modell f&uuml;r die Welt<\/strong><br>\nKeine der Prognosen im neuen Bericht des Weltklimarates &uuml;ber die Folgen eines ungebremsten Klimawandels ist wirklich neu. Aber die Botschaft der geballten Expertise von gut 2000 Wissenschaftlern aus 154 L&auml;ndern ist umso h&auml;rter. Es wird kein Entkommen geben. Es gibt keine Zweifel mehr am Ob, sondern nur noch am Wie der katastrophalen Umw&auml;lzungen, die unseren Nachfahren drohen, wenn es nicht gelingt, den Aussto&szlig; von Treibhausgasen drastisch zu mindern. Gemessen daran sind die Vorg&auml;nge im kleinen Deutschland rein physisch unbedeutend. Was immer die Deutschen bei der Verbrennung von Kohle, &Ouml;l und Gas einsparen, wird bis auf Weiteres allein der Zubau von Kohlekraftwerken in China mehr als ausgleichen. Doch die oft verbreitete Schlussfolgerung, darum k&ouml;nnte sich unser Land anspruchsvolle Klimaziele und die Energiewende sparen, ist kurzsichtig und falsch. Denn Deutschland ist bisher der einzige gro&szlig;e Industriestaat, der wenigstens versucht, die notwendigen Konsequenzen zu ziehen, ohne der Welt daf&uuml;r das Risiko von Atomkatastrophen aufzuzwingen. W&uuml;rde es hierzulande gelingen, ohne Wohlstandsverluste die Energieversorgung auf saubere Quellen und weniger Verbrauch umzustellen, dann w&auml;re das ein Modell, dem die Welt folgen k&ouml;nnte. Im ersten Schritt ist das schon gelungen. Gerade weil es die Deutschen gewagt haben, den privaten Bau von Solarstromanlagen zu f&ouml;rdern, sind diese nun so billig, dass sie dazu genutzt werden k&ouml;nnen, zig Millionen Menschen in den Armutsl&auml;ndern erstmals mit Strom zu versorgen, f&uuml;r den kein Diesel&ouml;l verbrannt wird. Und gerade weil Deutschland bei der Produktion von sauberem Strom so viel erreicht hat, wurde ausgerechnet das viel gescholtene China zum gr&ouml;&szlig;ten Nachahmer und betreibt schon jetzt ein Viertel aller Windkraftanlagen der Welt. Nicht zuf&auml;llig versprach Chinas Pr&auml;sident Xi Jinping daher jetzt beim Staatsbesuch, seine Regierung strebe eine &bdquo;nachhaltige Entwicklung&ldquo; an, weil es die Grenzen des Planeten erfordern. Dabei setze sie aber auf die Partnerschaft mit Deutschland. Umso best&uuml;rzender ist, dass beide [Merkel, Gabriel] nun dem Druck der alten Energieindustrien nachgeben und ohne Not den Umbau der Energieversorgung ausbremsen wollen. Dabei ist die Behauptung der Lobbyisten von gestern, der &Ouml;kostrom werde unbezahlbar, eine plumpe Propagandal&uuml;ge. &ndash; Wenn die Regierung Merkel stattdessen den Saboteuren der Energiewende nachgibt, verbaut sie nicht nur der deutschen Wirtschaft eine gro&szlig;e Chance. Sie zerst&ouml;rt auch eine wichtige Hoffnung f&uuml;r den Rest der Welt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/ipcc-bericht-zum-klimawandel-deutschlands-energiewende-als-modell-fuer-die-welt\/9695464.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> So sehr man Harald Schumanns genereller Botschaft zustimmen kann, sollte er doch etwas vorsichtiger sein mit Deutschland als Modell f&uuml;r die Welt. Das erinnert doch allzu sehr an das deutsche Wesen, an dem die Welt genesen soll. Zum anderen d&uuml;rften inzwischen auch andere L&auml;nder, wenn vielleicht auch nicht als staatspolitische Aussage, einiges zum Thema eingefallen sein. Nach Auffassung von Claudia Kempfert ist z.B. <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/weltspiegel\/sonntag\/energiekonzerne-und-oekostrom-claudia-kemfert-um-den-strom-wird-erbittert-gekaempft\/9684608.html\">D&auml;nemark bei der Produktion von &Ouml;kostrom viel weiter<\/a>. Wenn Frau Kempfert vom Modell f&uuml;r die Welt spricht kommt eine gewichtiges &ldquo;wenn &hellip; &ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: IPCC-Bericht: Kurs auf das Horrorszenario<\/strong><br>\nDem Abschlussbericht zum Klimawandel haben die beteiligten Regierungen einige Z&auml;hne gezogen: Viele Formulierungen sind deutlich abgeschw&auml;cht. So f&auml;llt unter den Tisch, dass viele Staaten mit ihren Anpassungsma&szlig;nahmen weit hinter den Zielen zur&uuml;ckbleiben; harte Zahlen zu Opfern (&ldquo;Hunderte von Millionen Menschen an den K&uuml;sten bedroht&rdquo;) sind verschwunden. Warnungen zu Ernteausf&auml;llen wurden relativiert, die mit Zahlen belegte Kritik an der Unterfinanzierung der Anpassung taucht nicht mehr auf und ein Absatz zum klimapolitischen Irrsinn der Biotreibstoffe ist ganz verschwunden. Und doch, die Wissenschaftler nahmen kein Blatt vor den Mund: &ldquo;Wir sind alle leichte Beute&rdquo;, warnte am Montag der US-Geowissenschaftler Michael Oppenheimer, einer der Leitautoren des IPCC-Berichts. &ldquo;In vielen F&auml;llen sind wir auf die Risiken des Klimawandels nicht vorbereitet&rdquo;, pflichtete ihm Vicente Barros bei, der argentinische Meteorologe und Chef der Arbeitsgruppe &ldquo;Anpassung&rdquo;. Und Saleemul Huq, Wissenschaftler aus Bangladesch und IPCC-Autor, zog ein bitteres Fazit: &ldquo;Die Dinge stehen schlechter, als wir sie 2007 vorhergesagt haben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2014%2F04%2F01%2Fa0093&amp;cHash=6881d9b7813562e2be7b30f0fc058a10\">taz<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu noch: <a href=\"http:\/\/www.ipcc-wg2.gov\/AR5\/\">Climate Change 2014: Impacts, Adaptation, and Vulnerability<\/a><\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nur als Hinweis darauf, dass es ein Magazin gibt, dass den Report anders als die meisten liest. Der Spiegel titelt:&nbsp; <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/natur\/klimabericht-des-klimarats-ipcc-die-folgen-des-klimawandels-a-961557.html\">Weltklimabericht: Uno sieht Fortschritte im Kampf gegen globale Erw&auml;rmung<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt im M&auml;rz 2014<\/strong>\n<ul>\n<li>5,302 Millionen &ldquo;Arbeitslosengeld-Empf&auml;nger\/innen&rdquo; (SGB III und SGB II)<\/li>\n<li>4,427 Millionen Arbeitslosengeld II-Empf&auml;nger\/innen &ndash; 54.000 (1,2%) weniger als im M&auml;rz 2013<\/li>\n<li>3,055 Millionen registrierte Arbeitslose  &ndash; 43.000 (1,4%) weniger als im M&auml;rz 2013<\/li>\n<li>Ver&auml;nderungsraten (registrierte Arbeitslose) in den L&auml;ndern (M&auml;rz 2013 &ndash; M&auml;rz 2014):<br>\nM&auml;nner und Frauen: &ndash;7,0% in Th&uuml;ringen bis +5,5% in Hamburg<br>\nFrauen &ndash;5,3% in Th&uuml;ringen bis +7,1% in Hamburg (Bund: -0,2%)<br>\nM&auml;nner: -8,4% in Sachsen bis +4,3% in Hamburg (Bund: -2,3%)<br>\nunter 25 Jahre: -15,6% in Sachsen bis +9,2% in Hamburg (Bund: -5,6%)<\/li>\n<li>66,4% der Arbeitslosen sind im Rechtskreis SGB II (Hartz IV) registriert <\/li>\n<li>Von den 3,055 Millionen Arbeitslosen waren 1,026  Millionen (33,6%) im Rechtskreis SGB III (bei den 156 Arbeitsagenturen!) und 2,029 Millionen (66,4%; M&auml;rz 2013: 65,4%)) im Rechtskreis SGB II (bei den 408 Jobcentern!) registriert.<\/li>\n<li>Als  Arbeitsuchende waren im M&auml;rz 2014 insgesamt 5,092 Millionen Frauen und M&auml;nner registriert, 10.000 (0,2%) weniger als im M&auml;rz 2013.<\/li>\n<li>Die von der Statistik der BA ermittelte  &bdquo;Unterbesch&auml;ftigung ohne Kurzarbeit&ldquo; betrug im M&auml;rz 2014 3,986  Millionen, 78.000 (1,9%) weniger als im M&auml;rz 2013.<\/li>\n<li>Nach vorl&auml;ufigen, hochgerechneten Daten hatten im M&auml;rz 2014 991.000 (arbeitslose und nicht arbeitslose) Frauen und M&auml;nner Anspruch auf das  beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld (SGB III) und  4,427 Millionen Anspruch auf Arbeitslosengeld II. Bereinigt um die Zahl der etwa 116.000 sog. Aufstocker\/Parallelbezieher (Bezug von Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II) hatten im M&auml;rz 2014 etwa 5,302 Millionen erwerbsf&auml;hige Frauen und M&auml;nner Anspruch auf Arbeitslosengeld  (SGB III) bzw. Arbeitslosengeld II, &bdquo;knapp 94.000 Menschen weniger&ldquo; als ein Jahr zuvor. (vgl. BA-Monatsbericht, S. 21 und ANBA 08\/2013; M&auml;rz 2013: 5,396 Millionen; eigene Berechnungen)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-kurzmitteilungen\/36-texte-biaj-kurzmitteilungen\/475-arbeitsmarkt-im-maerz-2014-laendervergleich-frauen-maenner-rechtskreise.html\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ)<\/a><br>\nQuelle: 2: <a href=\"http:\/\/statistik.arbeitsagentur.de\/Statischer-Content\/Arbeitsmarktberichte\/Monatsbericht-Arbeits-Ausbildungsmarkt-Deutschland\/Monatsberichte\/Generische-Publikationen\/Monatsbericht-201403.pdf\">Arbeitsagentur [PDF &ndash; 1.8 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ulrike Herrmann: Verr&uuml;ckte B&ouml;rsianer<\/strong><br>\nDie Finanzm&auml;rkte spielen wieder verr&uuml;ckt, wie sich derzeit an den B&ouml;rsen beobachten l&auml;sst. Die Aktien steigen, weil sich die Krise in Spanien verschlimmert und dort eine Deflation beginnt. Eine schlechte Nachricht gilt also pl&ouml;tzlich als gute Nachricht &ndash; wie kann das sein? Um zun&auml;chst bei der Deflation in Spanien zu bleiben: Es war politisch gewollt, dass die Preise fallen, denn das Mantra lautete, dass die Spanier &ldquo;wettbewerbsf&auml;higer&rdquo; werden sollten. Erst versp&auml;tet fiel den EU-Spitzen auf, dass eine Deflation extrem gef&auml;hrlich ist. Denn es wird unm&ouml;glich, Schulden zur&uuml;ckzuzahlen, wenn die Preise sinken. Zudem nimmt kein Unternehmer einen neuen Kredit auf, um zu investieren, wenn er sich ausrechnen kann, dass seine Ums&auml;tze k&uuml;nftig sinken, weil die Preise nachgeben. Eine Deflation ist der direkte Weg in eine Rezession.<br>\nDie Europ&auml;ische Zentralbank ist daher alarmiert &ndash; zumal nicht nur in Spanien eine Deflation droht, sondern auch die anderen Krisenl&auml;nder mit einem Preisverfall k&auml;mpfen. Selbst Deutschland wird schon angesteckt: Auch hier sinkt die Inflationsrate. Es ist also damit zu rechnen, dass die EZB Geld in die Wirtschaft pumpt, um die langfristigen Zinsen zu dr&uuml;cken und die Konjunktur anzukurbeln. Noch hat die EZB nichts entschieden, doch die Spekulanten sind optimistisch, dass die Geldspritze demn&auml;chst kommt. Auf diesen Geldsegen wird jetzt gewettet, denn er ist f&uuml;r Aktion&auml;re doppelt attraktiv: Wenn die Zinsen fallen, werden Dividenden vergleichsweise lukrativer &ndash; und wenn die Konjunktur tats&auml;chlich anziehen sollte, dann profitieren Unternehmen besonders. &ndash; Es klingt wie zwingende Logik und ist dennoch verkehrte Welt: Eine drohende Rezession wird in einen kommenden Boom umgedeutet. Das kann nur schiefgehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F03%2F31%2Fa0100&amp;cHash=5115ae8e12682fc0678f41fe3f3b49ff\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Krise in Europa<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gescheiterte Krisenpolitik und die Notwendigkeit eines anderen Europa<\/strong><br>\nGegen die Wirtschaftskrise setzen die EU-Kommission und die europ&auml;ischen Regierungen auf drastische Lohnsenkungen in S&uuml;deuropa, verbunden mit einer &bdquo;Flexibilisierung&ldquo; der Arbeitsm&auml;rkte. Erkl&auml;rtes Ziel ist es, die europ&auml;ischen Volkswirtschaften im Allgemeinen und die s&uuml;deurop&auml;ischen im Besonderen &bdquo;wettbewerbsf&auml;higer&ldquo; zu machen. Das ist klassische Angebotspolitik: Die Kosten f&uuml;r Arbeitgeber bzw. Unternehmen sollen gesenkt werden in der Hoffnung, auf diese Weise Investitionen, Wachstum und Besch&auml;ftigung zu f&ouml;rdern. Eine Strategie, die scheitern muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1320\">annotazioni<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Lesenswert. Patrick Schreiner  wieder einmal mit vielen interessanten Grafiken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Heiner Flassbeck: Europas Wirtschafts- und Sozialpolitik in der Krise &ndash; Europa braucht einen Neuanfang.<\/strong><br>\nReferat auf einer Veranstaltung vom DGB, IG Metall und ver.di in Kiel am 25. M&auml;rz 2014.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=H-y2nGNoBvM\">youtube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Lucas Zeise: Die Staatspleite inszenieren<\/strong><br>\nSieben Jahre nach Beginn der Krise ist die Dominanz des Finanzsektors in der Weltwirtschaft ungebrochen. Er mu&szlig; reduziert werden. Pl&auml;doyer f&uuml;r einen Schuldenschnitt: &ldquo;&hellip;Einen gemeinsamen Schuldenschnitt aller oder auch nur einer Mehrheit der Euro-Staaten k&ouml;nnte der Finanzsektor dagegen nicht &uuml;berstehen. Der Ausfall der bei weitem gr&ouml;&szlig;ten Schuldner h&auml;tte die sofortige Pleite des Bankensystems zur Folge. Das klingt wie ein Katastrophenszenario. Tats&auml;chlich aber bietet ein solcher Schritt, der auch rechtlich durchaus m&ouml;glich ist, die Gelegenheit, den Finanzmarkt neu zu ordnen. Die Staaten w&uuml;rden gleichzeitig mit dem Schuldenschnitt ganz wie 2008 die Garantie f&uuml;r die Einlagen der B&uuml;rger bei Banken (und Guthaben bei Versicherungen) &uuml;bernehmen. Die Garantie w&uuml;rde allerdings gestaffelt vorgenommen, &auml;hnlich wie die EU das im Fall Zypern als Diktat vorgenommen hatte. Damals wurden Einlagen bis zu 100000 Euro nicht, Betr&auml;ge dar&uuml;ber aber mit einem je nach Gr&ouml;&szlig;e unterschiedlichen Abschlag belastet. Die Garantie f&uuml;r die Bankeinlagen der B&uuml;rger w&uuml;rde deren Zahlungsf&auml;higkeit aufrechterhalten, das k&auml;me insofern einer begrenzten Rekapitalisierung der Banken gleich. &ndash; Ohne eine neue, systemgef&auml;hrdende Zuspitzung der Lage aber wird dergleichen nicht geschehen. Nur behaupte ich, dass die Verh&auml;ltnisse in diese Richtung treiben und dass ein solcher Schritt zeigt, wie die &Auml;ra des Neoliberalismus beendet werden kann, ohne die ansonsten geltende Logik des (staatsmonopolistischen) Kapitalismus entscheidend zu durchbrechen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/03-20\/043.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Auch wer Lucas Zeises Vorschlag nicht teilt, sollte sich auf diese Lekt&uuml;re einlassen und etwas Zeit mitbringen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Steigende Mietpreise: Wohngeld reformieren, Armutsrisiko mindern<\/strong><br>\nSteigende Mietpreise f&uuml;hren f&uuml;r immer mehr Menschen zur finanziellen &Uuml;berlastung. Der DGB fordert konkrete Ma&szlig;nahmen, um Geringverdiener und Hartz-IV-Empf&auml;nger zu entlasten. Denn mit den steigenden Mieten steigt auch das Armutsrisiko vieler Besch&auml;ftigter.<br>\nDie Preisentwicklung am Mietwohnungsmarkt verl&auml;uft unterschiedlich nach Neuvermietungen und Bestandsmieten. Insbesondere die Preise bei Neuvermietungen haben in den letzten Jahren stark angezogen. Im Jahr 2012 sind die Bestandsmieten insgesamt um 1,2 Prozent gestiegen, die Neuvertragsmieten (erstmalige Vermietungen und Wiedervermietungen) jedoch mit 3,3 Prozent fast dreimal so stark.<br>\nDabei verl&auml;uft die Entwicklung &ouml;rtlich sehr differenziert. Insbesondere in den gro&szlig;st&auml;dtischen Ballungsr&auml;umen ist der st&auml;rkste Preisanstieg festzustellen, wobei auch innerhalb eines Stadtgebietes die Entwicklung oft auseinander l&auml;uft. So sind die Mietpreise in Hamburg in den Jahren 2007 bis 2012 um &uuml;ber 21 Prozent gestiegen, in Berlin um knapp 20 Prozent und in M&uuml;nchen um knapp 15 Prozent. Vor dem Hintergrund, dass seit dem Jahr 2000 die Reall&ouml;hne um 0,7 Prozent gesunken sind, wird die gestiegene Belastung der Arbeitnehmerhaushalte mit Unterkunftskosten deutlich.<br>\nDie folgende Grafik (Daten von F+B-Wohnindex, u.a. auf Basis der &ouml;rtlichen Mietspiegel) zeigt die Entwicklung seit dem Jahr 2000 differenziert f&uuml;r alle Mieten und f&uuml;r Neuvermietungen auf. Dabei wird deutlich, dass bei den Neuvermietungen nicht &uuml;ber die gesamte Periode die Mieten gestiegen sind, aber in den letzten Jahren umso st&auml;rker. Die &ouml;rtlich gegenl&auml;ufige Entwicklung (insbesondere in strukturschwachen Regionen) hat in der Summe den Preisanstieg nur etwas d&auml;mpfen k&ouml;nnen.\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140402_hdt_01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140402_hdt_01_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++4e15694e-ab54-11e3-b498-52540023ef1a\">DGB<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Mindestlohn gilt nicht f&uuml;r 180.000 Langzeitarbeitslose<\/strong><br>\nDer ab 2015 geplante gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro soll nicht f&uuml;r die derzeit etwa eine Million Langzeitarbeitslosen gelten. Auf diesen Kompromiss hat sich Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles mit den anderen Ministerien verst&auml;ndigt. Regierungskreise best&auml;tigten gegen&uuml;ber FOCUS Online eine entsprechende Reutersmeldung. Arbeitgeber d&uuml;rfen demnach Langzeitarbeitslosen nach der Aufnahme einer neuen Besch&auml;ftigung sechs Monate lang weniger Gehalt zahlen als der gesetzliche Mindestlohn vorgibt. Von der Regelung sind die etwa 180.000 Arbeitslosen betroffen, die j&auml;hrlich in den Arbeitsmarkt zur&uuml;ckfinden. Im Jahr 2016 werde die Regelung auf den Pr&uuml;fstand gestellt und gegebenenfalls angepasst hie&szlig; es.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/union-einig-mindestlohn-soll-nicht-fuer-arbeitslose-gelten_id_3736455.html\">Focus<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>20 Jahre Pflegeversicherung &ndash; Kein Grund sich auszuruhen<\/strong><br>\n&hellip;Vor diesem Hintergrund ist eine Strukturreform in der Pflege, welche den aufgezeigten Entwicklungen wirkungsvoll begegnet, &uuml;berf&auml;llig. Es n&uuml;tzt nichts, wie bei der letzten Pflegereform 2013, allein mit geringf&uuml;gigen Leistungsverbesserungen an der Pflegewirklichkeit der Betroffenen vorbei zu reformieren. Es bedarf nicht nur mehr finanzieller Mittel, sondern vor allem neuer Ans&auml;tze und Ideen, um f&uuml;r alle Beteiligten, n&auml;mlich die Pflegebed&uuml;rftigen, ihre pflegenden Angeh&ouml;rigen sowie die professionell Pflegenden eine zufriedenstellende Situation zu erreichen&hellip;<br>\nDie schon f&uuml;r das Jahr 2011 angek&uuml;ndigte Strukturreform in der Pflege sollte neue Versorgungsmodelle beinhalten und die Umsetzung des neuen Pflegebed&uuml;rftigkeitsbegriffes zum Inhalt haben, damit Demenzkranke endlich gleichberechtigt in die Pflegeversicherung einbezogen werden k&ouml;nnen. Sowohl die Leistungen als auch die Entlohnung in der Pflege sind deutlich zu verbessern. Das daf&uuml;r ben&ouml;tigte Finanzkonzept muss den steigenden Finanzierungsbedarf in der Pflege entsprechend ber&uuml;cksichtigen.\n<p>Fasst man alle Ausgaben zusammen, so sind f&uuml;r die genannten Verbesserungen Mehrkosten von zun&auml;chst ca. 7 Milliarden Euro j&auml;hrlich bis zum Jahr 2030 zu erwarten. Eine solche Last ist jedoch bei einer solidarischen und parit&auml;tischen Finanzierung tragbar. Der notwendige Beitragsanstieg k&ouml;nnte damit auf 0,4 Prozentpunkte begrenzt werden, indem die private Pflegeversicherung in einem ersten Schritt in einen Finanzausgleich einbezogen, andere Einkunftsarten (z.B. Kapitaleinkommen) verbeitragt werden und der Steuerzuschuss erh&ouml;ht wird. Die Mehrbelastung von Durchschnittsverdienenden l&auml;ge somit bei lediglich 5,40 Euro im Monat. Daf&uuml;r k&ouml;nnte die Pflegeversicherung mit einem Beitragssatz unter 2,5 Prozent bis zum Jahr 2030 stabilisiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/++co++49b931ae-b681-11e3-b77f-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gutachten: Mehrwertsteuerreform belastet Geringverdiener<\/strong><br>\nMan wei&szlig; nicht, ob es der Esel im Stall von Bethlehem war, der Wolfgang Sch&auml;uble zu Weihnachten des Jahres 2011 auf den Gedanken brachte, dass die Sache mit der geplanten Mehrwertsteuerreform noch ein b&ouml;ses Ende nehmen k&ouml;nnte. So abstrus das geltende Recht mit der Unterscheidung zwischen nassem und trockenem Moos, toten und lebenden Eseln auch sein mochte, so sehr lief die regierende schwarz-gelbe Koalition aus Sicht des Bundesfinanzministers Gefahr, die Dinge noch zu verschlimmbessern. Statt also einen Gesetzentwurf vorzulegen, tat Sch&auml;uble etwas, was Politiker in einem solchen Fall gerne tun: Er gab ein Gutachten in Auftrag. Jetzt endlich, gut zwei Jahre und eine Koalition sp&auml;ter, liegt die Expertise auf dem Tisch &ndash; und der S&uuml;ddeutschen Zeitung vor. In der Studie befassen sich die bekannten &Ouml;konomen Wolfgang Wiegard und Christoph B&ouml;hringer gemeinsam mit Experten des Rheinisch-Westf&auml;lischen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (RWI) allerdings weniger mit den Kuriosit&auml;ten des geltenden Rechts. Vielmehr haben sie untersucht, wie sich unterschiedliche Reformkonzepte auf die Staatskasse und die Portemonnaies der B&uuml;rger auswirken w&uuml;rden. Zusammenfassend l&auml;sst sich sagen: Vier der f&uuml;nf untersuchten Varianten w&auml;ren f&uuml;r Bund und L&auml;nder ein gutes Gesch&auml;ft. Dagegen w&uuml;rden die Steuerzahler, allen voran die Geringverdiener, zus&auml;tzlich belastet: Lukrativ f&uuml;r den Staat, belastend f&uuml;r Geringverdiener. &ndash; Volkswirtschaftlich betrachtet h&auml;tte der Studie zufolge sowohl eine komplette als auch eine teilweise Abschaffung des erm&auml;&szlig;igten Satzes bei jeweils aufkommensneutraler Senkung des Regeltarifs positive Wachstumseffekte. Bliebe der reduzierte Steuersatz allerdings f&uuml;r Nahrungsmittel und Presseartikel bestehen, seien diese Effekte nur noch gering.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/gutachten-mehrwertsteuerreform-belastet-geringverdiener-1.1926281\">SZ<\/a> \n<p><strong><a href=\"http:\/\/www.rwi-essen.de\/media\/content\/pages\/publikationen\/rwi-projektberichte\/RWI-PB_Fiskalische-Auswirkungen-der-ermaessigten-USt_Kurzfassung.pdf\">Analyse der fiskalischen Auswirkungen des erm&auml;&szlig;igten Umsatzsteuersatzes in Deutschland unter Verwendung eines Simulationsmodells sowie der Wachstumseffekte von Straffungskonzepten (Endbericht &ndash; Kurzfassung) [PDF &ndash; 1.6 MB]<\/a><\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es l&auml;sst tief blicken, dass der Gr&uuml;nen-Finanzexperte Thomas Gambke den reduzierten Steuersatz f&uuml;r Nahrungsmittel und Presseartikel abschaffen m&ouml;chte. Die staatlichen Mehrerl&ouml;se in H&ouml;he von 8,4 Milliarden Euro k&ouml;nnten besser die f&uuml;r dringend ben&ouml;tigte Investitionen in die Bildung sowie in Stra&szlig;en, Schienen und Br&uuml;cken verwendet werden. &ndash; Sie sind halt doch die gr&uuml;ne FDP der Besserverdienenden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kartellamt billigt Springer-Deal<\/strong><br>\nDer 920-Millionen-Euro-Deal &uuml;ber den Verkauf von &bdquo;Berliner Morgenpost&ldquo;, &bdquo;H&ouml;rzu&ldquo; und anderen Springer-Titeln an die Essener Funke-Gruppe kann wahrscheinlich demn&auml;chst vollzogen werden. Das Bundeskartellamt hat nach einem neuen Vorschlag der beiden Medienh&auml;user keine Sorge mehr, dass es bei Fernsehzeitschriften zu einer zu starken Konzentration kommen k&ouml;nnte. Das teilten die Wettbewerbsh&uuml;ter am Montag in Bonn mit.<br>\nDem Verkauf der Zeitungen und Frauentitel hatte das Kartellamt schon zugestimmt. Da sich Funke bereiterkl&auml;rt hat, acht TV-Zeitschriften, darunter sowohl Springer- als auch Funke-Titel, an die Mediengruppe Klambt zu verkaufen, sind auch hier kartellrechtliche Hindernisse ausger&auml;umt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/medien\/verkauf--kartellamt-billigt-springer-deal,1473342,26712458.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gustav Horn:  Das gro&szlig;e Versagen: Wie sich die Wirtschaftswissenschaft &auml;ndern muss<\/strong><br>\nWarum sah keiner der Mainstream-&Ouml;konomen dies kommen? Die einfache Antwort findet sich in der Annahme der Mainstream-&Ouml;konomie, dass freie M&auml;rkte grunds&auml;tzlich stabil sind und folglich &ouml;konomische Krisen nicht Bestandteil der Standardtheorien und der entsprechenden empirischen Forschung sind. Mainstream-&Ouml;konomen fehlte somit das intellektuelle Handwerkszeug, um zu verstehen, was 2007 und 2008 und in der darauf folgenden Krise der Eurozone passierte.<br>\nDavid Collander (Collander et al. 2009) bezeichnete das als ein vollst&auml;ndiges moralisches Versagen der Wirtschaftswissenschaften. Die &Ouml;konomen wussten mit kleineren wirtschaftlichen Schwankungen umzugehen, waren aber nicht in der Lage, der Situation gerecht zu werden, als die Ereignisse wirklich besorgniserregend wurden. Dies ist der Hauptgrund, warum sich die Wirtschaftswissenschaft ver&auml;ndern muss. Zuk&uuml;nftige &Ouml;konomen sollten wissen, dass Krisen m&ouml;glich sind; sie sollten wissen, wenn Gefahr droht; und sie sollten wissen, wie man damit umgehen kann. Dieses Essay beschreibt ein paar Elemente einer solchen zuk&uuml;nftigen Wirtschaftswissenschaft&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/++co++6a6be52a-b5b6-11e3-a2e0-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Leistung &ndash; Das Endstadium der Ideologie<\/strong><br>\nDie heutige Gesellschaft gilt gemeinhin als Leistungsgesellschaft. Darauf k&ouml;nnen sich trotz konkurrierender soziologischer Termini wie Spa&szlig;gesellschaft, Singlegesellschaft, Risikogesellschaft, etc. alle einigen&hellip;<br>\nDie Rede von der Leistungsgesellschaft zeugt demnach nicht von einer Ver&auml;nderung der Produktionsbedingungen. Vielmehr handelt es sich um einen folgenschweren ideologischen Richtungswechsel, der vor allem in drei Momenten zu suchen ist.<br>\nMenschen in Callcentern, Zeitarbeitsfirmen oder im Niedriglohnsektor leiden nicht unter Leistungsdruck, sondern unter Ausbeutung&hellip;<br>\nDa Leistung angeblich berechenbar ist und in abstrakten Zahlen ausgedr&uuml;ckt werden kann, schafft sie eine Art Bollwerk gegen diesen Prozess der Entleerung, in dem konkrete Ph&auml;nomene wie etwa das gemeinsame Streben nach einer Utopie zusehends an Signifikanz verlieren und nur noch als Werbebotschaften taugen&hellip;<br>\nDrittens h&auml;lt die Rede von der Leistungsgesellschaft die Menschen im Spiel. Auch wenn politische Slogans wie &bdquo;Leistung muss sich wieder lohnen&ldquo; (FDP) oder &bdquo;Leistung muss sich lohnen&ldquo; (SPD und CDU) implizit eingestehen, zur Zeit sei dies keineswegs der Fall, halten sie doch die Illusion lebendig, es sei m&ouml;glich, innerhalb des Kapitalismus eine soziale Ordnung einzurichten, die auf Gerechtigkeit fu&szlig;t&hellip;<br>\nDer Leistungsbegriff ist abschlie&szlig;end betrachtet in keiner seiner m&ouml;glichen Formen dazu geeignet, Aussagen &uuml;ber die Arbeitsprozesse der heutigen Gesellschaft zu treffen oder eine Warte zur Verf&uuml;gung zu stellen, von der aus sie analytisch in den Blick genommen werden k&ouml;nnte. Seine Funktion kann niemals eine deskriptive (beschreibende) sein, da er immer schon ideologisch aufgeladen und mit den entsprechenden Diskursen fusioniert ist. Ihn zu benutzen, ob in affirmativer oder kritischer Absicht, bedeutet, ein St&uuml;ck jene Ideologie zu reproduzieren, die es zu kritisieren und dekonstruieren gilt, wenn der Weg in eine Gesellschaft geebnet werden soll, die sich durch die Qualit&auml;t des Lebens und der Beziehungen der in ihr lebenden Menschen definiert. Wer den Leistungsbegriff im Munde f&uuml;hrt, sollte sich die Worte Erich K&auml;stners ins Erinnerung rufen: &bdquo;Was auch immer geschieht: Nie d&uuml;rft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/++co++9dd5a776-b97f-11e3-989c-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>AfD: Die Wettbewerbspopulisten<\/strong><br>\nDie Eurokritiker bedienen sich auch g&auml;ngiger Chauvinismen, ihre Schlagkraft ziehen sie aber aus der Logik wirtschaftlicher Konkurrenz. Bernd Lucke repr&auml;sentiert als habilitierter &Ouml;konom wichtige Teile der Partei. Unter ihren Erstunterst&uuml;tzern befinden sich viele Wirtschaftsprofessoren, im Europawahlkampf stehen mit ihm und Hans-Olaf Henkel zwei Wirtschaftswissenschaftler an der Spitze. Es ist bemerkenswert, dass diesen personellen Besonderheiten bislang nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde. In der Tat sind die &Ouml;konomen in der Partei ein entscheidender Faktor. Denn die &ouml;konomische Vernunft verleiht der AfD eine argumentative Sto&szlig;richtung, die sie merklich von ihren politischen Mitbewerbern unterscheidet. Der Populismus der AfD ist ein Wettbewerbspopulismus. Ein Beispiel hierf&uuml;r ist die Forderung nach Aufl&ouml;sung der Eurozone. F&uuml;r die AfD-nahen &Ouml;konomen gilt die &ldquo;Eurokrise&rdquo; schlie&szlig;lich als Folge der unterschiedlichen Wettbewerbsf&auml;higkeiten der Staaten in der W&auml;hrungsunion. Folgerichtig wird im Europawahlprogramm &ldquo;eine W&auml;hrungsordnung, in der sich die W&auml;hrungen den unterschiedlichen &Ouml;konomien anpassen k&ouml;nnen&rdquo;, gefordert. Auch der vermeintliche Gegensatz zwischen einer Quotierung der Einwanderung und einem Wegfall der Residenzpflicht f&uuml;r Asylsuchende wirkt aus Perspektive der wirtschaftlichen Konkurrenz zwangsl&auml;ufig. Deutschland entsteht durch hoch qualifizierte Zuwanderer ein Wettbewerbsvorteil &ndash; Asylsuchende werden wirtschaftlich selbst f&uuml;r sich verantwortlich und entlasten hierdurch die &ouml;ffentlichen Haushalte. Kann sich die Partei somit, wie sie selbst betont, ganz des Vorwurfs des Rechtspopulismus entledigen? Wohl kaum. Denn erst der Wettbewerbspopulismus erm&ouml;glicht das B&uuml;ndnis zwischen chauvinistischen Rechtsau&szlig;en und b&uuml;rgerlicher Mitte. &ndash; Trotz dieser Unappetitlichkeiten wird der Verweis auf die populistische H&auml;sslichkeit der AfD oder der g&auml;ngige Rechtspopulismusvorwurf nicht ausreichen, um sich politisch mir ihr auseinanderzusetzen. Wie andere populistische Parteien vor ist auch die AfD ein Indikator daf&uuml;r, dass etwas nicht stimmt zwischen &ldquo;Volk&rdquo; und Regierenden. Ihrem flexiblen Wettbewerbspopulismus wird indes schwerer beizukommen sein als vergangenen dumpf nationalistischen Versuchen. Man darf hier&uuml;ber in Sorge geraten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F03%2F31%2Fa0098&amp;cHash=abe25114b94f31047431184a49ba7736\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Kommunalwahlen in der T&uuml;rkei<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&ldquo;In der T&uuml;rkei gilt eine andere politische Logik&rdquo; <\/strong><br>\n&hellip;auch die s&auml;kulare Opposition in der T&uuml;rkei hat auf den Wahlerfolg mit absoluter L&auml;hmung reagiert&hellip;Hier h&auml;tte man vielleicht mit Recht erwartet, dass die Wahlen gewisserma&szlig;en als Reinigungsbad der Politik einen klaren Wandel zur Folge gehabt h&auml;tten. Dazu ist es jedoch nicht gekommen&hellip;<br>\nDie t&uuml;rkische Wirtschaft setzt auf Erdogan als Anker der Stabilit&auml;t. Und die Menschen tun das auch. Zwar stehen die Korruptionsvorw&uuml;rfe im Raum, doch in Zeiten, in denen die Wirtschaft w&auml;chst, ist der W&auml;hler da pragmatisch. Denn vom Kuchen ist noch genug da. Erdogan ist es jedoch zugleich auch gelungen, die Wahlen, die ja eigentlich lediglich Kommunalwahlen waren, in ein Referendum &uuml;ber seine politische Zukunft zu verwandeln&hellip;<br>\nF&uuml;r viele T&uuml;rken verk&ouml;rpert er nach wie vor den t&uuml;rkischen Traum des Aufstiegs aus dem Istanbuler Armutsviertel hin an die Regierungsspitze. Das haben viele Beobachter in Deutschland aber auch in der T&uuml;rkei vielleicht nicht ausreichend ber&uuml;cksichtigt&hellip;<br>\nDer Wahlsieg ist nicht einer fehlenden W&auml;hlermobilisierung der Opposition zuzuschreiben. In der T&uuml;rkei herrscht Wahlpflicht. Und die Wahlbeteiligung lag bei &uuml;ber 80 Prozent&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/kurzinterview\/artikel\/in-der-tuerkei-gilt-eine-andere-politische-logik-334\/\">Internationale Politik und Gesellschaft (IPG)<\/a><\/li>\n<li><strong>Erdo&#287; an nach Kommunalwahl in T&uuml;rkei: Meister der Klientelpolitik<\/strong><br>\nWir gegen die: T&uuml;rkeis Premier Erdo&#287; an triumphiert nach der Kommunalwahl. Wie kann es sein, dass die B&uuml;rger trotz zahlreicher Skandale den Kurs der AKP-Regierung best&auml;tigen? Die Antwort liegt in der Art, wie Erdo&#287; an Politik macht. Zun&auml;chst ist eine Frage zu kl&auml;ren: Hat die AKP, die Partei von Erdo&#287; an, nun Stimmen gewonnen oder verloren? Das h&auml;ngt vom Blickwinkel ab. Verglichen mit der letzten Kommunalwahl im Jahr 2009 hat sich die Partei verbessert: Damals lag das Ergebnis bei 39 Prozent. Aber wenn man Erdo&#287; an beim Wort nimmt und die Wahl als eine Entscheidung &uuml;ber den Kurs der Regierung betrachtet, ergibt es mehr Sinn, das Ergebnis mit den Parlamentswahlen 2011 zu vergleichen. Die Zahl von damals: 49,9 Prozent. So gesehen hat Erdo&#287; an eine Niederlage erlitten &ndash; die f&auml;llt mit vier Prozentpunkten zwar moderat aus, aber sie ist sichtbar. &hellip;. Erdo&#287; ans Erfolg basiert auf einer zweigleisigen Klientelpolitik: Religion und &Ouml;konomie. In beiden Teilbereichen weist er klar benennbare Erfolge auf. Das t&uuml;rkische Wirtschaftswachstum hat sich zwar deutlich abgeschw&auml;cht, aber die T&uuml;rkei hat diesbez&uuml;glich einen Erfolgsmarathon hinter sich. 2010 und 2011 lag das Land in Sachen Wirtschaftswachstum auf Platz zwei hinter China. Diese Entwicklung hat vielen Menschen in der T&uuml;rkei zu bescheidenem Reichtum verholfen. Ein Wohlstand, der sich nicht zuletzt im Stadtbild von Istanbul und Ankara widerspiegelt &ndash; in den Vororten wohnen viele Erdo&#287; an-Anh&auml;nger (diese Karte zeigt, dass die AKP vor allem im Landesinneren gro&szlig;en R&uuml;ckhalt hat). In Sachen Religion wurden Imam-Hatip-Schulen, die islamische Religionsgelehrte ausbilden, in ihrer Stellung aufgewertet. Kopftuchtragende Frauen sind nun viel pr&auml;senter und auch in &ouml;ffentlichen &Auml;mtern und Schulen zu sehen, AKP-Politikerin Fatma Toru ist die erste B&uuml;rgermeisterin mit Kopftuch. &ndash; Erdo&#287; an hat aus diesen beiden Aspekten erfolgreich ein &ldquo;Wir gegen die&rdquo;-Gef&uuml;hl kreiert. Wir, das sind die AKP-W&auml;hler. Die, das sind alle anderen: Die Protestierenden im Gezi-Park, die G&uuml;len-Bewegung oder die &ldquo;Zinslobby&rdquo;, wie Erdo&#287; an sie nennt, die der t&uuml;rkischen Wirtschaft schaden will. Und da sind nat&uuml;rlich die Medien, die nur schlecht &uuml;ber Erdo&#287; an schreiben w&uuml;rden, die sozialen Netzwerke wie Twitter und Youtube, auf denen nur L&uuml;gen verbreitet w&uuml;rden &ndash; und deshalb blockiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/erdogan-nach-kommunalwahl-in-tuerkei-meister-der-klientelpolitik-1.1925710\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> In der Tat h&auml;tte ein derart belasteter Ministerpr&auml;sident nach unseren Ma&szlig;st&auml;ben schon l&auml;ngst zur&uuml;cktreten m&uuml;ssen. Aber die T&uuml;rkei ist immer noch ein Land im &Uuml;bergang in die Moderne. Die Furcht vor dieser Moderne speziell in ihrer kulturellen Auspr&auml;gung eint die Anh&auml;nger Erdo&#287; ans und l&auml;sst diese &uuml;ber das eklatante Defizit an Rechtsstaatlichkeit hinweg sehen bzw. diesen Mangel als solchen gar nicht wahrnehmen. Allerdings wird es sich f&uuml;r die Fortentwicklung des&nbsp; Landes bitter r&auml;chen, wenn die AKP auf die Tr&auml;ger der Modernisierung pfeift und den r&uuml;ckst&auml;ndigen Teil der Gesellschaft mit einer sonderbaren Reislamisierung des Landes bedient, die &uuml;berhaupt nichts mit einer geistigen Erneuerung des Islam zu tun hat. Der wirtschaftliche Erfolg des Landes ist labil. Machen wir uns nichts vor: Die T&uuml;rkei ist trotz anst&auml;ndiger Wachstumsraten in der Vergangenheit immer noch ein armes Land. Beim Pro-Kopf-Einkommen w&uuml;rde das Land im Vergleich zur EU gerade vor Rum&auml;nien und Bulgarien landen. Wahrscheinlich zu sp&auml;t wird die AKP merken, dass sie das Land in die Vertreter des modernen Sektors und des traditionellen Sektors spaltet. Es ist nicht m&ouml;glich, und das erfahren andere L&auml;nder auch, fortschrittliche Wissenschaft und Technologie zu &uuml;bernehmen, ohne sich von einer r&uuml;ckst&auml;ndigen Kultur zu verabschieden. Nat&uuml;rlich arbeitet ein Kopf unter einem Kopftuch genauso effizient wie ohne dieses Teil, aber wo das Kopftuch wie im Landesinneren der T&uuml;rkei immer noch der Frau eine dem Mann dienende Funktion zuweist, werden auf die Ressourcen der H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung verzichtet. Und nat&uuml;rlich sind die entsprechenden M&auml;nnerk&ouml;pfe auch nicht gerade die hellsten.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Wir k&ouml;nnten ein Vorbild sein<\/strong><br>\nAls im Sommer im Istanbuler Gezi-Park die Steine flogen, zeigte sich die T&uuml;rkei als gespaltene Nation. Auf der einen Seite: religi&ouml;se Traditionalisten. Auf der anderen junge Menschen, die sich als Europ&auml;er sehen. Wir haben die verfeindeten Lager an einem Tisch versammelt, um mit ihnen &uuml;ber die Sch&ouml;nheit ihrer Heimatstadt und die Brisanz der politischen Lage zu reden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/sz-magazin.sueddeutsche.de\/texte\/anzeigen\/40845\/1\/1\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Wahlen in der Slowakei<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&bdquo;Her mit den Oligarchen!&ldquo;<\/strong><br>\nIn ganz Zentral- und Osteuropa werden die etablierten Parteien abgestraft&hellip;<br>\nF&uuml;r Ficos Niederlage gibt es mehrere Gr&uuml;nde: Einer davon ist die niedrige Wahlbeteiligung. 50,5 Prozent der W&auml;hlerinnen und W&auml;hler gingen im zweiten Wahlgang an die Urnen. Im ersten Durchgang waren es nur etwas mehr als 45 Prozent gewesen. Robert Ficos Anh&auml;nger finden sich vor allem in den l&auml;ndlichen Regionen und geh&ouml;ren nicht zu den einkommensst&auml;rksten Schichten der Bev&ouml;lkerung. Kiska dagegen konnte in fast allen gr&ouml;&szlig;eren St&auml;dten das Rennen klar f&uuml;r sich entscheiden. Dort lag die Wahlbeteiligung erheblich h&ouml;her als in den l&auml;ndlichen Gebieten. Fico, eigentlich ein begnadeter Wahlk&auml;mpfer, hat es also nicht geschafft, seine Unterst&uuml;tzer in den l&auml;ndliche Gebieten auch nur ann&auml;hernd so zu mobilisieren, wie das noch bei den Parlamentswahlen vor einem Jahr gelang.<br>\nTeil des Problems: Viele Smer-SD-W&auml;hler wollten und wollen ihren Parteivorsitzenden und Ministerpr&auml;sidenten genau in diesen beiden Funktionen behalten &ndash; und nicht im eher repr&auml;sentativen Amt des Staatspr&auml;sidenten sehen. Die Angst vieler Sozialdemokraten vor einer Zeit nach Fico in der Partei- und in der Regierungsspitze war offenbar gr&ouml;&szlig;er als angenommen&hellip;<br>\nEs war und ist mehr die generelle Sehnsucht nach einer neuen Form politischer Gestaltung, die Kiska nach oben gesp&uuml;lt und Fico stellvertretend f&uuml;r das etablierte Parteiensystem abgestraft hat&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/rubriken\/soziale-demokratie\/artikel\/wahlen-in-der-slowakei-her-mit-den-oligarchen-333\/\">Internationale Politik und Gesellschaft (IPG)<\/a><\/li>\n<li><strong>Slowakei: Ein gekaufter Sieg und viele Verlierer<\/strong><br>\nUnd Politik l&auml;sst sich doch kaufen, mit einem Wahlkampf wie aus dem Marketing-Lehrbuch. Mit aufwendig produzierten Fernsehspots, Hochglanz-Anzeigen und Gro&szlig;fl&auml;chen-Plakaten &ndash; inhaltsleer, aber wirksam. Der politisch v&ouml;llig unerfahrene Million&auml;r Andrej Kiska hat es so zum h&ouml;chsten Amt im Staate gebracht im kleinen Euroland Slowakei. Zwei Jahre lang lief die Wahlkampfmaschinerie des Unternehmers. Zeit und Geld spielten keine Rolle. Daf&uuml;r immer wieder dieselben Parolen: keine Skandale, keine Vetternwirtschaft, keine Korruption. Mit Reichtum an die Macht &ndash; es ist ein Armutszeugnis f&uuml;r die etablierten Politiker in der Slowakei. Wie gro&szlig; der Frust in der Bev&ouml;lkerung ist, l&auml;sst sich an der Wahlbeteiligung ablesen. Obwohl in der Stichwahl ein dichtes Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet wurde, ist jeder zweite Wahlberechtigte gar nicht erst erschienen. Lieber raus auf die Datsche bei sch&ouml;nstem Fr&uuml;hlingswetter, anstatt die junge Demokratie aktiv mitzugestalten. Das ist die real existierende Gegenwart zwei Jahrzehnte nach dem Ende des Kommunismus in der Slowakei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/slowakei-ein-gekaufter-sieg-und-viele-verlierer.720.de.html?dram:article_id=281597\">Deutschlandradio<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Kommunalwahlen in Frankreich: Populismus ist ein Hilferuf!<\/strong><br>\nWenn die europ&auml;ische Linke den Populismus erfolgreich bek&auml;mpfen will, sollte sie sich zun&auml;chst &uuml;ber dessen Ursachen im Klaren sein. Die &uuml;blichen Erkl&auml;rungsmuster greifen jedoch viel zu kurz.<br>\nZun&auml;chst soll der Erfolg der Populisten eine reine Protestreaktion der W&auml;hler auf die empfundene Korrumpierung einer &laquo;verrotteten &raquo; politischen Elite sein&hellip; Doch dieser Erkl&auml;rungsansatz vermag in Bezug auf die L&auml;nder Nordeuropas nicht zu &uuml;berzeugen&hellip;<br>\nEbenso oft werden die Ablehnung von Einwanderung und der Diskurs &uuml;ber eine &laquo;nationale Pr&auml;ferenz&raquo; genannt, um die Erfolge populistischer Parteien zu erkl&auml;ren. In Wahrheit wird die Bedeutung der Fremdenfeindlichkeit von den Medien und den politischen Verantwortlichen auf der Linken &uuml;berbewertet&hellip;<br>\nSchlie&szlig;lich soll die Popularit&auml;t der Populisten das Resultat eines angeblichen &laquo;Rechtsrucks&raquo; der europ&auml;ischen Gesellschaften sein. Richtig ist, dass es weit verbreitete Abstiegs&auml;ngste und ein Gef&uuml;hl des Niedergangs des Einflusses unserer L&auml;nder in der Welt gibt. Diese Sorgen n&auml;hren einen R&uuml;ckzug auf sich selbst und die R&uuml;ckkehr zu konservativen Werten. Das Misstrauen gegen&uuml;ber dem Islam und die Ablehnung der Schwulenehe sind die deutlichsten Symptome dieser Entwicklung in Frankreich. Aber der kulturelle Neo-Konservativismus reicht als Erkl&auml;rung nicht aus, um das Ausma&szlig; des populistischen Ph&auml;nomens zu erkl&auml;ren&hellip;<br>\nDie progressiven Kr&auml;fte Europas m&uuml;ssen endlich zur Kenntnis nehmen, dass der Erfolg der Populisten der politische Ausdruck einer enormen Verunsicherung der europ&auml;ischen Gesellschaften ist. Diese Verunsicherung ist das Ergebnis von weitreichenden Ver&auml;nderungen der Existenzbedingungen der Menschen und der Unzul&auml;nglichkeit der Antworten, die von der Politik bislang darauf gegeben werden.<br>\nDie Krise hat die &ouml;konomische und soziale Destabilisierung der an sich wohlhabenden europ&auml;ischen Gesellschaften beschleunigt. &Uuml;berall beobachtet man eine wachsende Kluft zwischen Gewinnern der Globalisierung und deren Verlierern&hellip;<br>\nWeder rechte noch linke Regierungspolitik hat diese Kluft verringert, geschweige denn beseitigt. Es sind die vom Abstieg bedrohten, gerade noch zum System geh&ouml;renden Menschen, aus denen sich die W&auml;hler der Populisten rekrutieren. Sie haben das Gef&uuml;hl, dass der Staat und das herrschende Sozialmodell unf&auml;hig sind, sie zu sch&uuml;tzen und in den Ver&auml;nderungsprozessen zu begleiten. Weder gelingt es, den Wohlstand gerechter zu verteilen noch die Wirtschaft zu regulieren. Der Aufstieg der Populisten ist das Ergebnis der Unf&auml;higkeit der europ&auml;ischen Sozialstaaten, zu Gunsten der gerade noch systemintegrierten Mittel- und Unterschichten t&auml;tig zu werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/schwerpunkt-des-monats\/populismus-in-europa\/artikel\/detail\/populismus-ist-ein-hilferuf-331\/\">Internationale Politik und Gesellschaft (IPG)<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ich kann mich nur wiederholen: Es funktioniert halt nicht, dass erst die Konservativen scheitern und die Linke eine Alternative verspricht und dann das Gleiche macht wie die Konservativen und gleichfalls scheitert. Dann kommen zwar zun&auml;chst auch wieder die Konservativen ans Ruder, aber die Leute sehen keinen Sinn mehr, zur Wahl zu gehen oder sie w&auml;hlen die &bdquo;extreme Rechte&ldquo;. Das Verteufelte ist: Die Konservativen und vor allem die Kapitaleigent&uuml;mer k&ouml;nnen mit der &bdquo;extremen Rechten&ldquo; ziemlich gut leben. Der Faschismus hat gezeigt, dass er mit dem Kapitalismus ganz gut zurecht kommt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Parlamentswahlen in Ungarn &ndash; Viktor Orb&aacute;n, ein verdienter Sieger?<\/strong><br>\nAm 6. April 2014 wird in Ungarn ein neues Parlament gew&auml;hlt. Der Sieger steht bereits fest: Viktor Orb&aacute;n wird auch zuk&uuml;nftig als Ministerpr&auml;sident die Geschicke des Landes leiten. Ungleiche Wahlkampfetats, fehlender Medienpluralismus und ein auf das Regierungsb&uuml;ndnis ma&szlig;geschneidertes neues Wahlsystem lassen Zweifel daranaufkommen, dass es sich um einen fairen Wahlkampf handelt.<br>\nMit einer parlamentarischen Zweidrittelmehrheit im R&uuml;cken hat Viktor Orb&aacute;n Ungarn nach seinen Vorstellungen und ohne gro&szlig;e R&uuml;cksicht auf demokratische Gepflogenheiten umgestaltet. Seine unorthodoxe Wirtschaftspolitik hat die Armut im Land vergr&ouml;&szlig;ert. Dennoch konnte die zersplitterte progressive Opposition nicht ausreichend an Zustimmung gewinnen, um einen Regierungswechsel herbeizuf&uuml;hren.<br>\nEin Profiteur der gesellschaftlichen Spaltung des Landes in zwei Lager ist die rechtsextreme Jobbik-Partei. Sie wird vielleicht sogar ihr &Uuml;berraschungsergebnis der letzten Wahl von 16,7 Prozent noch steigern k&ouml;nnen und sich somit im ungarischen Wahlsystem fest etablieren.<br>\nWird der Regierungschef seinen bisherigen Kurs weiterverfolgen und damit langfristig die wirtschaftliche, soziale und gesellschaftliche Entwicklung aufs Spiel setzen?<br>\nWie soll die Europ&auml;ische Union darauf reagieren und stehen wir sogar vor einem europaweiten Abbau demokratischer und sozialer Errungenschaften?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id-moe\/10624.pdf\">Friedrich-Ebert-Stiftung Perspektive [PDF &ndash; 570 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Vor Fu&szlig;ball-WM in Brasilien: Polizei besetzt Favela-Siedlung in Rio<\/strong><br>\nBrasiliens Milit&auml;rpolizei &uuml;bernimmt die Kontrolle &uuml;ber ein weiteres Armenviertel: Mehr als tausend Einsatzkr&auml;fte haben eine Favela-Siedlung in der N&auml;he des Flughafens von Rio de Janeiro eingenommen. Damit soll eines der gef&auml;hrlichsten Viertel Brasiliens vor der Fu&szlig;ball-WM sicherer gemacht werden. Die Einnahme ist eine weiterer Schritt, um die Brennpunkte der Gewalt in Rio in den Griff zu bekommen. Seit 2008 wurden in 174 Favelas 38 Einheiten der sogenannten Befriedungspolizei (UPP) stationiert. Seit Jahresbeginn gerieten Mitglieder der UPP aber zunehmend ins Visier von Kriminellen. Dabei wurden acht Polizisten get&ouml;tet &ndash; vier in sogenannten befriedeten Distrikten. Vor wenigen Tagen erst war ein Polizist bei einer Schie&szlig;erei in einem Slum von Rio de Janeiro erschossen worden. Justizminister Eduard Cardozo k&uuml;ndigte daraufhin an, Soldaten zur Vertreibung der herrschenden Drogenbanden und anderer krimineller Gruppen einzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/vor-fussball-wm-in-brasilien-polizei-besetzt-favela-siedlung-in-rio-1.1925070\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das Wort &ldquo;besetzen&rdquo; sagt eigentlich alles. Es herrscht Krieg. Die Opferzahlen krimineller Gewalt in Brasiliens St&auml;dten, in Mexiko oder Venezuela sind durchaus vergleichbar mit den Zahlen in diversen b&uuml;rgerkriegs&auml;hnlichen Auseinandersetzungen z.B. im Irak oder auch in Schwarzafrika. Der &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.undp.org\/content\/undp\/en\/home\/presscenter\/pressreleases\/2013\/11\/12\/citizen-insecurity-thwarts-latin-america-s-development-says-undp.html\">Human Development Report for Latin America 2013-2014<\/a>&rdquo; verweist darauf, dass trotz anhaltendem Wirtschaftswachstum im vergangenen Jahrzehnt und sozialen Verbesserungen die Kriminalit&auml;t weiter gestiegen ist. Von 2000 bis 2010 seien in Lateinamerika &uuml;ber eine Million Menschen ermordet worden. Au&szlig;erdem habe sich die Zahl der Raub&uuml;berf&auml;lle in den letzten 25 Jahren verdreifacht. Der Report benennt Ungleichheit als eine zentrale Ursache. Dies sollte uns eine Warnung sein. &ndash; Leider konzentriert sich unsere Berichterstattung allzu sehr auf Anschl&auml;ge mit &ldquo;politischem&rdquo; Hintergrund. Dabei bedarf auch dieser heimliche Krieg unserer besonderen Aufmerksamkeit und Analyse.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>The Migrants&rsquo; Files: Die Toten vor Europas T&uuml;ren<\/strong><br>\nAuch wenn niemand hinschaut, kommen immer wieder Personen auf dem Weg nach Europa ums Leben. Bisher war es aber schwierig, wenn nicht gar unm&ouml;glich, eine verl&auml;ssliche &Uuml;bersicht &uuml;ber die Anzahl verungl&uuml;ckter Migranten zu erhalten. Eine Arbeitsgruppe europ&auml;ischer Journalisten unter Beteiligung der NZZ hat nun einen umfassenden und detaillierten Datensatz zu Todesf&auml;llen und Vermisstmeldungen zusammengestellt und der &Ouml;ffentlichkeit zug&auml;nglich gemacht. Die Untersuchung f&ouml;rderte ersch&uuml;tternde Zahlen zutage: Seit Anfang des Jahrhunderts sind &uuml;ber 23 000 Personen auf dem Weg nach Europa gestorben oder als vermisst gemeldet worden. Die Anzahl Todesf&auml;lle von Migranten auf dem Weg nach Europa ist damit viel h&ouml;her als bisher angenommen. Fr&uuml;here Sch&auml;tzungen gingen von 17 000 bis 19 000 Opfern seit den fr&uuml;hen neunziger Jahren aus. Bei allen Angaben d&uuml;rfte die wahre Anzahl, einschliesslich aller nicht dokumentierten F&auml;lle, noch einiges h&ouml;her liegen. Zur &Uuml;berpr&uuml;fung der Informationen nutzten die Journalisten &ouml;ffentlich zug&auml;ngliche Quellen &ndash; also beispielsweise Medienbeitr&auml;ge oder Regierungsdokumente &ndash;, um die Vorf&auml;lle zu verifizieren. Das gepr&uuml;fte Material wurde schliesslich in einer einzigen Datenbank aufgef&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/international\/auslandnachrichten\/die-toten-vor-europas-tueren-1.18272891\">NZZ<\/a>\n<p><strong>Dazu: <a href=\"http:\/\/www.detective.io\/detective\/the-migrants-files\">The Migrants&rsquo; Files<\/a><\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Seit Lampedusa hat Italien seine Flottenpr&auml;senz vor der K&uuml;ste verst&auml;rkt und mehr als mehr als 10.000 Fl&uuml;chtlinge, <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/fluechtlingsansturm-reisst-nicht-ab-italienische-marine-rettet-ueber-2000-personen\/9637548.html\">unter ihnen mehr als 1000 Kinder, aus Seenot gerettet<\/a>. Vor diesem Hintergrund d&uuml;rfte die Zahl der Opfer seit 2000 in der Tat um ein Betr&auml;chtliches h&ouml;her liegen. Wir sprechen bei weit weniger umgebrachten Zivilisten in einem Krieg von einem Massaker. Wie sollen wir dieses Massensterben nennen?<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140402_hdt_02.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140402_hdt_02_small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/international\/auslandnachrichten\/die-toten-vor-europas-tueren-1.18272891\">NZZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Proteste in Venezuela: Maduro bleibt h&ouml;chstens noch acht Wochen an der Macht<\/strong><br>\nDemonstranten liefern sich Schlachten mit der Polizei, es gibt Tote: Wie in der Ukraine eskaliert in Venezuela der Protest. Der Deutsche Heinz Dieterich war Berater des verstorbenen Machthabers Hugo Ch&aacute;vez &ndash; er h&auml;lt die Tage von Pr&auml;sident Maduro f&uuml;r gez&auml;hlt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/venezuela-sozialwissenschaftler-dieterich-ueber-die-proteste-a-956176.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Als ich das Interview Heinz Dieterich las, habe ich mich eigentlich mehr &uuml;ber seine &ouml;konomische Analyse der Pr&auml;sidentschaft Maduro ge&auml;rgert. Der Zustand des Landes ist weitgehend der wirtschaftspolitischen Inkompetenz des Chavismo generell geschuldet, zu der auch das Wirken Dieterichs beitrug. Dass das Ende so nah ist, h&auml;tte ich nicht gedacht. Nach den blutigen Protesten mit fast 40 Toten hat Amnesty International jetzt gewarnt, dass das Land Gefahr liefe, in einer Spirale der Gewalt zu versinken, wenn sich nicht alle politischen Kr&auml;fte, Regierung und Opposition, verpflichteten, die Menschenrechte und den Rechtsstaat zu respektieren. Leider muss festgestellt werden, dass laut Zeugenaussagen vor allem die Polizei <a href=\"http:\/\/www.amnesty.org\/en\/news\/venezuela-political-spiral-violence-threat-rule-law-2014-04-01\">f&uuml;r massive Gewaltanwendung, willk&uuml;rliche Festnahmen und Folter verantwortlich ist<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Wie Putin<\/strong>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140402_stuttmann.gif\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140402_stuttmann_small.gif\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikaturen\/kari_20140401_Vergleich_kol.gif\">Klaus Stuttmann<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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