{"id":21303,"date":"2014-04-04T17:02:33","date_gmt":"2014-04-04T15:02:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21303"},"modified":"2015-11-09T12:25:30","modified_gmt":"2015-11-09T11:25:30","slug":"hinweise-des-tages-ii-148","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21303","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21303#h01\">ARD-DeutschlandTrend: Mehrheit gegen starke NATO-Pr&auml;senz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21303#h02\">Ramstein: Schaltzentrale im Drohnenkrieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21303#h03\">Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21303#h04\">NSA-Untersuchungsausschuss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21303#h05\">Kampf gegen Steuerhinterziehung: Milliarden-Betrug mit manipulierten Kassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21303#h06\">Cyberkriminalit&auml;t: Fahnder entdecken 18 Millionen gestohlene E-Mail-Passw&ouml;rter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21303#h07\">EU-Parlament stimmt f&uuml;r Netzneutralit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21303#h08\">Verfassungsbeschwerden der Atomkraftwerks-Betreiber<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21303#h09\">Krebsrisiko nach Fukushima nicht erh&ouml;ht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21303#h10\">Nach den Kommunalwahlen in Frankreich, einem Streik im &ouml;ffentlichen Dienst und einer Entscheidung der Notenbank (EZB)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21303#h11\">Paul Krugman: Jobs and Skills and Zombies  &ndash;  Jobs, Qualifikationen und Zombies<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21303#h12\">Der gro&szlig;e Bluff &ndash; was der Krieg der USA gegen den Terror gebracht hat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21303#h13\">Griechischer Generalsekret&auml;r muss gehen &ndash; Als Antikommunist sterben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21303#h14\">Wahlen in Afghanistan: Technokrat im Paschtunengewand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21303#h15\">Wahlen: Spurensuche unter Ungarns Grenzg&auml;ngern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21303#h16\">US-Geheimdienst unter Druck &ndash; Senatsbericht legt Foltermethoden der CIA offen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21303#h17\">USA griffen kubanische Regierung an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21303#h18\">Portugal: Eine Tombola f&uuml;r ehrliche Steuerzahler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21303#h19\">Zentralafrikanische Republik: Chaos und lynchender Mob<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21303#h20\">Demonstration gegen Massen&uuml;berwachung am 12. April in K&ouml;ln<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21303&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>ARD-DeutschlandTrend: Mehrheit gegen starke NATO-Pr&auml;senz<\/strong><br>\nDie Deutschen lehnen mehrheitlich eine st&auml;rkere NATO-Milit&auml;rpr&auml;senz in Osteuropa ab. Zugleich sch&auml;tzt eine gro&szlig;e Mehrheit im ARD-DeutschlandTrend die politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit in der EU &ndash; gerade in Krisenzeiten&hellip;<br>\n49 Prozent der Befragten im DeutschlandTrend wollen eine Bundesrepublik, die eine &ldquo;mittlere Position zwischen dem westlichen B&uuml;ndnis und Russland&rdquo; einnimmt. 45 Prozent sehen sie als festen Teil des Westens&hellip;<br>\nDie NATO-Entscheidung, mehr milit&auml;rische Pr&auml;senz in den &ouml;stlichen Mitgliedsstaaten zu zeigen, wird mehrheitlich abgelehnt. Nur 40 Prozent finden die st&auml;rkere Sicherung des Luftraums durch Flugzeuge der NATO-L&auml;nder richtig. 53 Prozent lehnen diesen Weg ab&hellip;<br>\nZwei Drittel (65 Prozent) wollen generell mehr gemeinsame Politik der EU-L&auml;nder. 70 Prozent w&uuml;nschen sich sogar, dass die EU &ldquo;au&szlig;enpolitisch st&auml;rker in Erscheinung&rdquo; tritt&hellip;<br>\nSchulz ist in Deutschland der popul&auml;rere Politiker, die Union aber ganz unbestritten die st&auml;rkste politische Kraft. In der Sonntagsfrage zur Europawahl liegt sie stabil bei 40 Prozent. Die SPD holt auf, gewinnt zwei Punkte gegen&uuml;ber dem Vormonat, erreicht aber auch damit nur 28 Prozent. Die Gr&uuml;nen geben nach auf 9 Prozent (-2), die Linke ist stabil bei 7 Prozent. Die AfD steht bei 6 Prozent (+1) und die FDP bei 3 Prozent (-1).<br>\n73 Prozent finden, dass die Rentenpolitik der Bundesregierung alles in allem in die richtige Richtung geht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/deutschlandtrend2202.html\">Tagesschau.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ramstein: Schaltzentrale im Drohnenkrieg<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Deutschland: Schaltzentrale im Drohnenkrieg<\/strong><br>\nDie US-Basis in Ramstein spielt eine weit bedeutendere Rolle im weltweiten Drohnen-Krieg der USA als bislang bekannt. Nach Recherchen von NDR, WDR und S&uuml;ddeutscher Zeitung werden auf der Milit&auml;rbasis Live-Bilder der v&ouml;lkerrechtlich umstrittenen Drohneneins&auml;tze analysiert und mit nachrichtendienstlichen Erkenntnissen abgeglichen. Zudem wird Ramstein als Relaisstation genutzt, um Steuerungsbefehle an die weltweit operierende Drohnenflotte zu &uuml;bermitteln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/archiv\/2014\/drohnen177.html\">Das Erste Panorama<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Was wusste die Bundesregierung &uuml;ber Ramstein<\/strong><br>\nDie Antworten der Bundesregierung<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/archiv\/2014\/drohnen189.html\">NDR Panorama<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Immer flie&szlig;en die Daten &uuml;ber Ramstein&rdquo;<\/strong><br>\nOhne den St&uuml;tzpunkt in Rheinland-Pfalz w&auml;re der Drohnenkrieg des US-Milit&auml;rs nicht m&ouml;glich. Der ehemalige Drohnenpilot Brandon Bryant wirft der Bundesregierung Naivit&auml;t im Umgang mit den Amerikanern vor: Sein Land missbrauche das Vertrauen der Deutschen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/us-drohnenkrieg-immer-fliessen-die-daten-ueber-ramstein-1.1929160\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Tod kommt auch aus Ramstein<\/strong><br>\nGeplante US-Drohnenfl&uuml;ge zwischen den Truppen&uuml;bungspl&auml;tzen Grafenw&ouml;hr und Hohenfels hatten zuletzt im Dezember 2013 die dortigen Bewohner in Aufregung versetzt. Denn schlie&szlig;lich handelt es sich bei Drohnen nicht um Verteidigungs-, sondern um Angriffswaffen. Und Deutschland ist bei deren Einsatz im Ausland kr&auml;ftig beteiligt, wie dies die Journalisten Christian Fuchs und John Goetz in ihrem Buch &bdquo;Geheimer Krieg&ldquo; und der gleichnamigen Filmdokumentation (NDR: Panorama) nach zweij&auml;hriger investigativer Recherchearbeit nachwiesen. Ein notwendiger wie verst&ouml;render Beitrag in Zeiten weitgehender Hofberichterstattung. F&uuml;r ihre TV-Dokumentation wurden sie f&uuml;r den Grimme-Preis vorgeschlagen.<br>\n Ein US-Kriegskommando in Stuttgart befehligt Killerdrohnen, um mutma&szlig;liche Terroristen im Ausland zu killen &ndash; mit be&auml;ngstigender deutscher Unterst&uuml;tzung und un&uuml;berschaubaren Geheimdienstkooperationen zwischen USA und Deutschland.<br>\nEin Ausschnitt aus der Lesung vom 25. M&auml;rz 2014 mit Christian Fuchs, die von der Deutschen Friedensgesellschaft, dem Friedensbildungswerk K&ouml;ln und dem K&ouml;lner Friedensforum organisiert wurde, er&ouml;ffnet verabscheuungsw&uuml;rdige Tiefen deutscher Politik in der bedingungslosen Beteiligung an der US-amerikanischen &ldquo;Sicherheitsarchitaktur&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/r-mediabase.eu\/frieden\/frieden\/der-tod-kommt-auch-aus-ramstein\">r-media base<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ukraine<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Axel Troost: Austerit&auml;tskurs f&uuml;r die Ukraine<\/strong><br>\nEs ist absurd, die LINKE als Russland- oder Putin-Versteher anzugreifen, wenn selbst der Au&szlig;enminister Steinmeier (SPD) einr&auml;umt, dass die EU die Ukraine indirekt in die Arme Russlands getrieben habe. Auch SPD-Politiker wie Ex-Kanzler Schmidt und Schr&ouml;der kritisierten die Verhandlungsf&uuml;hrung der EU beim letztlich geplatzten Kooperationsabkommen mit der Ukraine.<br>\nFakt ist, dass die EU und der IWF seit Jahren in einem Integrationswettbewerb der Ukraine &ndash; entweder Assoziierung mit der EU oder Eurasische Zollunion &ndash; eine aktive Rolle gespielt haben. Eine kritische Betrachtung dieser Aktivit&auml;t f&uuml;hrte zum Feindbild der &ldquo;Russland-Versteher&rdquo; mit entsprechend hysterischen Kommentaren vor allem von Seiten der GR&Uuml;NEN&hellip;<br>\nNeben dieser Ausrichtung der Au&szlig;en- und Wirtschaftspolitik erleben wir jetzt in der Ukraine die Neuauflage einer neoliberalen Rosskur. Die Ukraine steht vor dem &ouml;konomischen Kollaps und soll sich gesund sparen.<br>\nDie EU organisiert &uuml;ber den IWF ein finanzielles Hilfspaket in H&ouml;he von 14 bis 18 Milliarden US-Dollar, das mit weiteren &ldquo;Gebern&rdquo; auf ca. 27. Mrd. Dollar anwachsen soll. Die Gegenleistung ist &ndash; wie schon an den s&uuml;deurop&auml;ischen Krisenl&auml;ndern erprobt &ndash; ein hartes Sanierungsprogramm, das vor allem die privaten Haushalte trifft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.axel-troost.de\/article\/7731.austeritaetskurs-fuer-die-ukraine.html\">Axel Troost<\/a><\/li>\n<li><strong>Debatte Ukraine und EU &ndash; Mieses &ouml;konomisches Dilemma<\/strong><br>\nVon der k&uuml;chenpsychologischen Behandlung der Krimkrise sollte man abr&uuml;cken und zur Fehleranalyse &uuml;bergehen. Besonders seitens der EU.<br>\nWenn der deutsche Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) pl&ouml;tzlich erkl&auml;rt, &bdquo;wir werden unsere &ouml;stlichen Nachbarn nicht in Entweder-oder-Entscheidungen dr&auml;ngen&ldquo;, deutet er zumindest an, wo in der Vergangenheit der Fehler gesteckt haben k&ouml;nnte. Denn Entweder-oder war tats&auml;chlich bislang das Motto der EU-Strategie gegen&uuml;ber der Ukraine. In der EU wollte man die Ukraine zwar nicht haben, aber sie sollte mit ihren 46 Millionen Konsumenten an den europ&auml;ischen Markt gebunden werden, bevor ein Russland-zentriertes Gegenmodell, die eurasische Zollunion, Form annehmen konnte.<br>\nIn den vielen Jahren der Verhandlung &uuml;ber das EU-Assoziierungsabkommen hat sich Europa aber offensichtlich nie bem&uuml;&szlig;igt gesehen, einmal herauszuarbeiten, ob und inwiefern die Westanbindung der Ukraine mit besonderen Handelsbeziehungen zu Russland vereinbar w&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Debatte-Ukraine-und-EU\/!136139\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>NSA-Untersuchungsausschuss<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&Uuml;berraschungen m&ouml;glich<\/strong><br>\nAuch wenn sich die Geheimdienste GCHQ und NSA sicher nicht in die Karten schauen lassen werden: Der Untersuchungsausschuss zur Spionage-Aff&auml;re k&ouml;nnte neue Erkenntnisse bringen, kommentiert Gudula Geuther. Der erste Streit unter den Ausschussmitgliedern ist ein gutes Zeichen.<br>\nSchon in seiner n&auml;chsten Sitzung will der gerade mal eingesetzte Untersuchungsausschuss &uuml;ber einen der heikelsten Punkte entscheiden: Wie, wann, vor allem: Wo soll Edward Snowden vernommen werden? Heikel ist das, weil es die Frage des Aufenthalts f&uuml;r den Whistleblower neu aufwirft. Die Eile der Opposition ist verst&auml;ndlich: Im Juli l&auml;uft Snowdens Asyl in Russland aus. Die Vernehmung kann die Opposition verlangen, Schutz in Deutschland nicht. Da den die Bundesregierung nicht will, ist die Entscheidung wohl vorgezeichnet. Aber in der Auseinandersetzung zeigt sich mehr als Anteilnahme f&uuml;r eine Person.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/nsa-untersuchungsausschuss-ueberraschungen-moeglich.720.de.html?dram:article_id=281981\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em>Passend dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Snowden soll als Zeuge aussagen<\/strong><br>\nEdward Snowden soll als Zeuge im NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestages aussagen. Gr&uuml;ne und Linke beantragen in der ersten Sitzung eine Einladung des ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiters. Auch die SPD signalisiert Zustimmung.<br>\nDer neue NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestags wird voraussichtlich den ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden als Zeugen vorladen. Gr&uuml;ne und Linke beantragten in der ersten Sitzung des Gremiums, den im russischen Exil lebenden Informanten, einzuladen.<br>\nBereits w&auml;hrend der n&auml;chsten Sitzung in der kommenden Woche soll der Antrag beschlossen werden, sagte die Linke-Obfrau Martina Renner. Snowden sei ein zentraler Zeuge und k&ouml;nne sicherlich wertvolle Tipps liefern, welche weiteren Zeugen geh&ouml;rt werden sollten, sagte sie dem Radiosender WDR5. Sie pochte auf eine pers&ouml;nliche Vernehmung statt einer schriftlichen Befragung.<br>\nAuch von der SPD hie&szlig; es, Snowden sei ein geeigneter Zeuge. Christian Flisek, der SPD-Obmann im Ausschuss, sagte im Deutschlandfunk: &ldquo;Er selber ist jemand, der nat&uuml;rlich auch als Zeuge in Betracht kommt.&rdquo; Es sei aber noch offen, wie er befragt werde. &ldquo;Das muss nicht zwingend eine Ladung nach Berlin sein.&rdquo;<br>\nLinke und Gr&uuml;ne verf&uuml;gen jedoch mit jeweils einem Mitglied in dem achtk&ouml;pfigen Ausschuss &uuml;ber gen&uuml;gend Stimmen, um auch allein Zeugenbefragungen durchsetzen zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/nsa-untersuchungausschuss-snowden-soll-als-zeuge-aussagen-1.1928803\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung HR:<\/strong> Der Historiker Josef Foschepoth, der Zugang zu deutschen Quellen hatte, <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/historiker-foschepoth-ueber-us-ueberwachung-die-nsa-darf-in-deutschland-alles-machen-1.1717216\">kommt zu diesem Ergebnis<\/a>: &ldquo;Die NSA darf in Deutschland alles machen&rdquo;. Notwendig sind Ver&auml;nderungen von Vertr&auml;gen und Gesetzen. Dazu scheint diese Bundesregierung jedoch nicht bereit zu sein.&nbsp;So ist z.B. in Art. 38 des Zusatzabkommens zum Nato-Truppenstatut, das auch T&auml;tigkeiten von Geheimdiensten einschlie&szlig;t, geregelt, dass Deutschlands Exekutive und Gerichte dazu verpflichtet sind, Sorge daf&uuml;r zu tragen, kein US-Amtsgeheimnis preiszugeben; z.B. <a href=\"http:\/\/www.abg-plus.de\/abg2\/ebuecher\/abg_all\/index.htm\">hier nachzulesen<\/a>: Artikel 38 [Schutz von Amts- und Staatsgeheimnissen; Aussagegenehmigung]. U.a. deshalb ist zu vermuten, dass auch die deutsche &Ouml;ffentlichkeit nichts Wesentliches erfahren wird und das Ganze im Sande verlaufen wird.<br>\nDie pers&ouml;nliche Vernehmung von Edward Snowden ist daher eher unwahrscheinlich. Ihm ist von einer Einreise nach Deutschland abzuraten, denn auch das Auslieferungsabkommen zwischen Deutschland und den USA ist (zumindest noch) in Kraft.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Kampf gegen Steuerhinterziehung: Milliarden-Betrug mit manipulierten Kassen<\/strong><br>\nSteuerbetrug mit Registrierkassen ist offenbar ein Massenph&auml;nomen. Ob Restaurant, Friseur oder Apotheke: Mit manipulierten Kassen werden in Deutschland jedes Jahr bis zu zehn Milliarden Euro hinterzogen. NRW-Finanzminister Walter-Borjans will den Sumpf nun trockenlegen&hellip;<br>\nDer Trick ist ganz leicht. 20 Euro hat der Kioskbesitzer an diesem Morgen eingenommen und in seiner Kasse registriert. Mit einem Schl&uuml;ssel stellt er die elektronische Kasse nun auf Storno. Der n&auml;chste Kunde zahlt f&uuml;nf Euro &ndash; doch das Geld wird nun nicht zu den Einnahmen addiert, sondern davon abgezogen. Statt 25 Euro stehen in der Kassen-Bilanz 15 Euro. Die Differenz bleibt unversteuert. Der Kioskbesitzer rechnet sich f&uuml;rs Finanzamt arm&hellip;<br>\n&ldquo;Wir werden den massenhaften Betrug nicht l&auml;nger hinnehmen&rdquo;, sagt Walter-Borjans am Donnerstag (03.04.2014) in D&uuml;sseldorf. Weil in Deutschland immer noch sehr viel bar bezahlt werde, habe der Betrug Konjunktur. Viele Branchen seien betroffen, weniger die gro&szlig;e Handelsketten als kleine Betriebe und Selbstst&auml;ndige. &ldquo;Es ist eine gro&szlig;e Gruppe von Betr&uuml;gern, die den Nimbus des ehrlichen Kaufmanns besch&auml;digt&rdquo;, sagt der Minister.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/themen\/wirtschaft\/steuerhinterziehung224.html\">WDR<\/a>\n<p><em>Siehe dazu den OECD-Bericht:<\/em><\/p>\n<p><strong>Umsatzverk&uuml;rzung mittels elektronischer Kassensysteme: Eine Bedrohung f&uuml;r die Steuereinnahmen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/ctp\/crime\/Sales_suppression_German_website.pdf\">OECD [PDF &ndash; 3 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Cyberkriminalit&auml;t: Fahnder entdecken 18 Millionen gestohlene E-Mail-Passw&ouml;rter<\/strong><br>\nDie Staatsanwaltschaft Verden ist auf einen Datensatz von 18 Millionen E-Mail-Adressen samt Passw&ouml;rtern gesto&szlig;en. Betroffen sind alle gro&szlig;en deutschen Provider. Manche Konten werden offenbar aktuell missbraucht&hellip;<br>\nF&uuml;r geknackte Zugangsdaten gibt es einen florierenden Schwarzmarkt, etwa zur Versendung von Spam-Mails. Je nachdem wie umfangreich die Datenpakete sind, k&ouml;nnen die potentiellen Angreifer auch weit mehr damit anfangen. Sie k&ouml;nnen etwa in soziale Netzwerke eindringen, auf Kosten ihrer Opfer im Internet einkaufen und Bankkonten pl&uuml;ndern.<br>\nVon dem neuen Datenklau sind alle gro&szlig;en deutschen E-Mail-Provider und mehrere internationale Anbieter betroffen. Die Staatsanwaltschaft im nieders&auml;chsischen Verden best&auml;tigt den Datenfund. Es sei ein &ldquo;Bestand von rund 18 Millionen E-Mail-Adressen mit zugeh&ouml;rigen Passw&ouml;rtern&rdquo; sichergestellt worden, so Sprecher Lutz Gaebel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/e-mail-passwoerter-gestohlen-18-millionen-datensaetze-a-962419.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>EU-Parlament stimmt f&uuml;r Netzneutralit&auml;t<\/strong><br>\nDas EU-Parlament hat heute in den entscheidenden Abstimmungen f&uuml;r Netzneutralit&auml;t gestimmt. Das ist ein gro&szlig;er Erfolg, mit dem wir ehrlich gesagt nicht gerechnet haben. Wir haben trotzdem bis zur letzten Minute daf&uuml;r gek&auml;mpft und sind jetzt weitgehend gl&uuml;ckliche Sieger. Ich sage weitgehend, weil es nat&uuml;rlich bessere Regeln mit noch weniger Schlupfl&ouml;cher geben k&ouml;nnte, aber es uns auch darum ging, Mehrheiten zu organisieren.<br>\nDer Verordnungstext enth&auml;lt weiterhin L&uuml;cken, die den Telekommunikationsunternehmen die Auslagerung von beliebten Online-Inhalten auf kostenpflichtige Spezialdienste erlauben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2014\/eu-parlament-stimmt-fuer-netzneutralitaet\/\">Netzpolitik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Verfassungsbeschwerden der Atomkraftwerks-Betreiber &ndash; Keine rechtliche Grundlage f&uuml;r Entsch&auml;digungsanspr&uuml;che<\/strong><br>\nBundesverfassungsgericht m&ouml;chte in diesem Jahr &uuml;ber die Verfassungsbeschwerden der Atomkraftwerksbetreiber gegen die 13. Atomgesetz-Novelle entscheiden, mit der der Atomausstieg beschlossen wurde. Die Energiekonzerne verlangen vom Staat und somit von den Steuerzahlern offenbar bis zu 15 Milliarden Euro Schadenersatz. Nach Auskunft des Gerichts ist noch nicht entschieden, ob es eine m&uuml;ndliche Verhandlung geben wird oder nicht. In einem Schreiben an das Bundesverfassungsgericht hat die atomkritische &Auml;rzteorganisation IPPNW heute ihre Auffassung dargelegt, wonach die Entsch&auml;digungsanspr&uuml;che von E.On, RWE und Vattenfall zur&uuml;ckzuweisen sind.<br>\nIn der Begr&uuml;ndung weist die IPPNW darauf hin, dass die 13. Atomgesetznovelle in enger Abstimmung mit den Atomkraftwerksbetreibern beschlossen wurde. Statt den Atomausstieg vollumf&auml;nglich zu begr&uuml;nden, belie&szlig; es der Gesetzgeber aber bei der offenkundig mit den Atomkraftwerksbetreibern ausgehandelten knappen Begr&uuml;ndung, man habe nach Fukushima eine &bdquo;Neubewertung der Kernenergie&ldquo; vorgenommen.<br>\nAuf eine detailliertere, sicherheitstechnische Begr&uuml;ndung wurde im Gesetzestext verzichtet, obwohl aber der Entscheidung begr&uuml;ndete Zweifel an der Sicherheit der stillgelegten Anlagen zugrunde lagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ippnw.de\/startseite\/artikel\/462bbd5fb4\/keine-rechtliche-grundlage-fuer-ents.html\">IPPNW<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Krebsrisiko nach Fukushima nicht erh&ouml;ht<\/strong><br>\nDrei Jahre nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima hat ein UN-Komitee ausgeschlossen, dass durch die Strahlung das Krebsrisiko f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung gestiegen ist. Das steht in einem jetzt ver&ouml;ffentlichten Bericht des Komitees der Vereinten Nationen f&uuml;r die Folgen von Strahlung (UNSCEAR).<br>\nIn dem rund 300 Seiten umfassenden Abschlussbericht gehen die Experten davon aus, dass sich die Strahlung kaum auf die Gesundheit von Menschen ausgewirkt hat. Als Hauptgrund daf&uuml;r nannten die Wissenschaftler die rasche Evakuierung der Region rund um das Atomkraftwerk.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/krebsgefahr-fukushima100.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leser S.E.:<\/strong> Ich war letztes Jahr f&uuml;r einige Zeit in der Schweiz und hatte damals einen Print-Zeitungsartikel in die H&auml;nde bekommen, der sich genau mit diesem UNSCEAR-Bericht befasst. Nun hat sich herausgestellt, dass genau die Bef&uuml;rchtungen dieses Artikels vom 03.10.2013 wahr geworden sind:<\/em><\/p>\n<blockquote><p><strong>Verstrahlt &ndash; und das ganz ohne Folgen?<\/strong><br>\nDas Uno-Gremium aus StrahlenexpertInnen Unscear legt einen Bericht &uuml;ber die gesundheitlichen Auswirkungen der Radioaktivit&auml;t vor, die nach der AKW-Katastrophe in Fukushima ausgetreten ist. Die Ergebnisse erstaunen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/1340\/akw-katastrophe-fukushima\/verstrahlt-und-das-ganz-ohne-folgen\">woz.ch<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><em>Leider ist der Artikel der Tagesschau nur eine einfache Wiedergabe bzw. Meldung. Ich h&auml;tte mir gew&uuml;nscht, dass von Seiten der ARD auch darauf hingewiesen wird, dass es zum Teil erhebliche Kritik an diesem Bericht gibt.<br>\nAch, und noch etwas: Wenn ich durch die Kommentare unter dem ARD-Artikel richtig informiert worden bin, dann wird UNSCEAR durch die WHO gef&uuml;hrt oder beauftragt. Und diese hat eine interessante Vereinbarung mit der internationalen Atomenergie-Organisation:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Chapter III: WHO<br>\nArticle 1 insbesonders Absatz 3<br>\nAccordingly, in all cases where either organization proposes to initiate a program or activity on a subject in which the other organization has or may have a substantial interest, the first party shall consult the other before adopting the program or initiating the activity.<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Eine kleine Zwischenbilanz: nach den Kommunalwahlen in Frankreich, einem Streik im &ouml;ffentlichen Dienst und einer Entscheidung der Notenbank (EZB)<\/strong><br>\nKommentierte Presseschau von Volker Bahl vom 3.4.2014<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/politik\/eu-politik\/eu-verfassung\/eine-kleine-zwischenbilanz-nach-den-kommunalwahlen-in-frankreich-einem-streik-im-offentlichen-dienst-und-einer-entscheidung-der-notenbank-ezb\/\">LabourNet Germany<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Paul Krugman: Jobs and Skills and Zombies  &ndash;  Jobs, Qualifikationen und Zombies<\/strong><br>\nVor einigen Monaten ver&ouml;ffentlichten der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer von JPMorgan Chase Jamie Dimon  und Marlene Seltzer, die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin von Jobs for the Future in Politico, einen Artikel mit dem Titel &ldquo;Die Qualifikationskluft schlie&szlig;en&rdquo;. Sie begannen mit der bedeutungsschweren Aussage: &ldquo;Zur Zeit sind fast 11 Millionen Amerikaner arbeitslos. Gleichzeitig gibt es jedoch 4 Millionen offene Stellen&rdquo;  &ndash;  und bewiesen damit angeblich, dass &ldquo;zwischen den Qualifikationen, die Arbeitsuchende derzeit haben, und denen, die Arbeitgeber brauchen, eine Kluft&rdquo; besteht.<br>\nTats&auml;chlich gibt es bei einer sich st&auml;ndig wandelnden Wirtschaft immer einige offene Stellen, auch wenn einige Leute arbeitslos sind, und der derzeitige Stand offener Stellen ist im Verh&auml;ltnis zur Zahl der Arbeitslosen bedeutend niedriger als normal. Indessen haben mehrere sorgf&auml;ltige Untersuchungen keinerlei Beweise daf&uuml;r gefunden, dass unzureichende Qualifikation die Erkl&auml;rung f&uuml;r die hohe Arbeitslosigkeit ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/03\/31\/opinion\/krugman-jobs-and-skills-and-zombies.html\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der gro&szlig;e Bluff &ndash; was der Krieg der USA gegen den Terror gebracht hat<\/strong><br>\nEs ist Zeit, den gro&szlig;en Bluff eines bevorstehenden terroristischen Weltuntergangs zu beenden. Bushs &bdquo;Antiterrorkrieg&ldquo; war ein alles in den Schatten stellender Terroranschlag auf die muslimische Welt&hellip;<br>\nDer sogenannte islamistische Terrorismus wird hierzu als gigantische existenzielle Dauerbedrohung f&uuml;r die westliche Zivilisation dargestellt. Doch die offen zug&auml;nglichen Terrorismus-Zahlen von Global Terrorism Database, einem vom US-Heimatschutzministerium gef&ouml;rderten &bdquo;Exzellenz-Zentrum&ldquo;, best&auml;tigen diesen Alarmismus nicht&hellip;<br>\nInsgesamt bedrohen &bdquo;gew&ouml;hnliche Morde&ldquo; und organisierte Kriminalit&auml;t den Westen erheblich mehr als der Terrorismus. Von 1970 bis 2012 wurden in den USA und Westeuropa 8131 Menschen durch die verschiedensten Arten von Terrorismus get&ouml;tet. Das ist viel. Doch mehr als eine Million starben durch &bdquo;gew&ouml;hnlichen Mord&ldquo;. Wir leben nicht im Zeitalter des Terrorismus, sondern im Zeitalter einer gigantischen Irref&uuml;hrung der &Ouml;ffentlichkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik\/gastbeitrag-der-grosse-bluff---was-der-krieg-der-usa-gegen--den-terror-gebracht-hat,10808018,26742752.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Griechischer Generalsekret&auml;r muss gehen &ndash; Als Antikommunist sterben<\/strong><br>\nEin Vertrauter des griechischen Ministerpr&auml;sidenten muss zur&uuml;cktreten &ndash; wegen seiner N&auml;he zur rechtsextremen Partei Goldene Morgenr&ouml;te.<br>\nAngeblich wollte der Regierungschef selbst seinen Ohren und Augen nicht mehr trauen: In einem offenbar heimlich aufgenommenen Videoausschnitt erscheint der Generalsekret&auml;r der Regierung, Panagiotis Baltakos, ein enger Mitarbeiter von Regierungschef Antonis Samaras, im gem&uuml;tlichen Beisammensein mit dem Abgeordneten der rechtsextremen Partei Goldene Morgenr&ouml;te Ilias Kassidiaris, der wegen &bdquo;Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation&ldquo; unter Anklage steht.<br>\nDas Gespr&auml;ch klingt beunruhigend: Durch Suggestivfragen von Kassidiaris l&auml;sst sich Baltakos zu eher absch&auml;tzigen &Auml;u&szlig;erungen &uuml;ber den Ministerpr&auml;sidenten dr&auml;ngen und kritisiert das laufende Strafverfahren.<br>\nMehr noch: Die Regierung h&auml;tte bei der Justiz interveniert, damit die Goldene Morgenr&ouml;te ins Gef&auml;ngnis kommt, und auch politisch mache das Ganze keinen Sinn, erkl&auml;rt Baltakos: Samaras sei &bdquo;ein gro&szlig;b&uuml;rgerlicher Mann&ldquo; und glaube im Ernst, dass die Goldene Morgenr&ouml;te nach der Strafverfolgung auf 2 Prozent der Stimmen bei einer Wahl zurechtgestutzt werde, sagt Baltakos.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!136128\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wahlen in Afghanistan: Technokrat im Paschtunengewand<\/strong><br>\nZum dritten Mal seit der Vertreibung der Taliban finden n&auml;chste Woche in Afghanistan Pr&auml;sidentschaftswahlen statt. Hamid Karzai darf kein drittes Mal antreten. Zu den aussichtsreichsten Bewerbern geh&ouml;rt der ehemalige Finanzminister Ashraf Ghani, der sich f&uuml;r diese Wahl erstaunlich gewandelt hat. Ashraf Ghani bei einer Fernsehdebatte der afghanischen Pr&auml;sidentschaftskandidaten &ndash; beredt wie eh und je und doch erstaunlich anders. Mit Vollbart, in Pluderhosen, Kaftan und Turban, in der Hand eine islamische Gebetskette, gab sich der 65-J&auml;hrige in diesem Wahlkampf volksnah, patriotisch und fromm und betonte seine paschtunische Herkunft, indem er auch den Stammesnamen Ahmadzai nutzte. Ganz anders als 2009, als Ashraf Ghani stets glattrasiert, mit Anzug und Schlips als Modernisierer auftrat und nicht nur Konkurrenten seine intellektuelle &Uuml;berlegenheit sp&uuml;ren lies. Die Quittung damals: chancenlose drei Prozent der Stimmen. Vor allem auf dem Lande, im paschtunisch-dominierten S&uuml;den Afghanistans, kam der im Westen ausgebildete Politologe &uuml;berhaupt nicht an. Sein Imagewechsel hat diese Ressentiments offenbar weitgehend beseitigt.<br>\nManchen passt nicht, dass seine libanesische Frau Christin ist &ndash; Ghanis Konkurrenten weisen gern darauf hin, dass sie die erste nicht-muslimische First Lady Afghanistans w&auml;re. Ein wichtiges Gegenargument in dem zutiefst konservativen Land. Andere sind best&uuml;rzt, dass ausgerechnet Ashraf Ghani, der stets dem Rechtsstaat das Wort geredet hat, sich f&uuml;r diese Wahl einen dubiosen Vize-Kandidaten ausgesucht hat, n&auml;mlich den ethnischen Usbeken Abdul Rashid Dostum, dem schwere Menschenrechtsvergehen zur Last gelegt werden. Es ist noch gar nicht lange her, dass Ashraf Ghani den fr&uuml;heren Kriegsf&uuml;rsten als M&ouml;rder bezeichnet hat. Nun sagt er, man m&uuml;sse die afghanische Realit&auml;t akzeptieren. &ldquo;Frieden kann es nicht unter Laborbedingungen geben&rdquo;, begr&uuml;ndet Ghani seinen Meinungswandel. &ldquo;Damit wir uns auss&ouml;hnen k&ouml;nnen, m&uuml;ssen wir einander annehmen. Dann erst k&ouml;nnen wir uns auf den weiteren Weg einigen.&rdquo; Weil das Kandidatenfeld mit acht Bewerbern gro&szlig; ist, z&auml;hlt jede Stimme. Und weil der Paschtune Ghani nicht nur auf das Votum seiner Volksgruppe setzen kann, soll der Usbekenf&uuml;hrer Dostum die Stimmen seiner Ethnie liefern. In Afghanistan regiert nach wie vor Patronage die Politik. Nicht Parteien, sondern Lokalf&uuml;rsten bestimmen das Wahlverhalten, mit ihrer Autorit&auml;t k&ouml;nnen sie Loyalit&auml;ten in Form von Stimmen einfordern. Immerhin rang Dostum sich zu einem beispiellosen Schritt durch und bat auf Facebook um Entschuldigung f&uuml;r in der Vergangenheit erlittenes Unrecht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2014\/03\/29\/dlf_20140329_1338_7e81c17d.mp3\">Deutschlandradio [MP3]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nicht nur Hyperrealisten werden sich fragen, ob diese Wahlen &uuml;berhaupt noch Sinn haben. Es ist nicht ganz von der Hand zu weisen, dass nach Abzug der Hauptkontingente der ISAF Chaos und B&uuml;rgerkrieg &uuml;ber Afghanistan hereinbrechen werden. Ohne den Faktor Taliban zu ber&uuml;cksichtigen, lassen schon die &Auml;u&szlig;erungen von Abdullah Abdullah&nbsp;und anderen Kandidaten, dass sie sich bereits jetzt f&uuml;r den einzigen legitimen Sieger halten und die Abstimmung im Falle einer Niederlage f&uuml;r gef&auml;lscht erkl&auml;ren und <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/wahl-in-afghanistan-kriegsfuersten-auf-stimmenfang-12872924.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\">anfechten werden<\/a>, Schlimmes bef&uuml;rchten. Und da sind nat&uuml;rlich noch die Taliban. Die Sicherheitslage ist &auml;u&szlig;erst prek&auml;r. Monatlich sterben etwa 400 afghanische Soldaten, Tendenz steigend. Viele wechseln die Seiten. Die Taliban versuchen mit allen Mitteln, die Wahlen ins Leere laufen zu lassen. Wahlg&auml;nger werden bedroht und nat&uuml;rlich haben die Taliban die Kandidaten und ihre Mitarbeiter im Visier. Zurzeit bedrohen sie vor allem Ausl&auml;nder, die sie durch Mordanschl&auml;ge zwingen wollen, Afghanistan zu verlassen (Letzte Meldung: die <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/afghanistan-deutsche-kriegsfotografin-niedringhaus-erschossen-a-962545.html\">Ermordung der deutsche Kriegsfotografin Anja Niedringhaus in Ostafghanistan<\/a>). Nach dem Anschlag auf dem hemmungslos brutalen Anschlag auf das &bdquo;Serena-Hotel&ldquo; reisten etliche UN-Mitarbeiter und ausl&auml;ndische Wahlbeobachter sofort ab. Auch viele Mitarbeiter ausl&auml;ndischer NGOs und Hilfsorganisationen warten nur auf eine <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/afghanistan-wahlen-im-schatten-des-terrors-seite-all\/9709752-all.html#hcf-add-comment-id\">Gelegenheit, das Land zu verlassen<\/a>. &ndash; Dennoch zeigt das Interesse an diesen Wahlen, dass die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung hofft, ihre Regierung auf friedliche Art und Weise bestimmen zu k&ouml;nnen. Neben dem neuen Pr&auml;sidenten werden die zw&ouml;lf Millionen Afghanen auch 34 Provinzr&auml;te neu w&auml;hlen. 2406 Kandidaten und 308 Kandidatinnen bewerben sich um die insgesamt 458 Sitze, von denen 20 Prozent f&uuml;r Frauen reserviert sind. Die Hoffnung stirbt zuletzt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wahlen: Spurensuche unter Ungarns Grenzg&auml;ngern<\/strong><br>\nAm 6. April 2014 w&auml;hlt Ungarn eine neue Regierung und Volksvertretung. Nichts deutet auf einen Wechsel von F&uuml;hrung und Kurs der Fidesz-Partei unter Ministerpr&auml;sident Viktor Orb&aacute;n hin. Eine Kurs&auml;nderung zum Beispiel in Richtung von mehr demokratischer Rechtsstaatlichkeit und sozialer Gerechtigkeit nach westeurop&auml;ischer Lesart oder Distanz zu v&ouml;lkisch grundierten Interessen. In deren Fokus im magyarischen Selbstverst&auml;ndnis mit zunehmender Bedeutung die insgesamt 2,5 Millionen Ungarn stehen, die nach dem &ldquo;Schandvertrag&rdquo; von Trianon seit 1920 &ldquo;im Ausland&rdquo; leben, in vormals ungarischen Gebieten: vor allem in Rum&auml;nien, Serbien, der Slowakei und der Ukraine. Sie k&ouml;nnen seit Januar 2011 die ungarische Staatsb&uuml;rgerschaft bekommen &ndash; samt Wahlrecht. Mithin d&uuml;rfen in diesem Jahr erstmals &uuml;ber eine halbe Million stimmberechtigter Auslandsungarn &uuml;ber Geschicke und Zukunft Ungarns mitbestimmen. &ndash; Was d&uuml;rfen sie &ndash; von Budapest &ndash; erwarten? Was erhofft sich Orb&aacute;ns Budapest? Rumor im Karpatenbecken? Auf Europas &ldquo;Backstage&rdquo;?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2014\/04\/01\/dlf_20140401_1915_796b72e9.mp3\">Deutschlandradio [MP3]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Dieses verdammte V&ouml;lkische vom Balkan bis nach Russland! Und dennoch muss sich Westeuropa darauf einrichten. Da, wo die EU Einfluss hat, br&auml;uchte sie nur mehr Wert auf das wirkliche Wohl der Bev&ouml;lkerung legen, statt die Austerit&auml;tsprogramme des IWF zu &uuml;bertreffen suchen. Ach ja, ich verga&szlig;: Die EU ist keine soziale Union. Sie ist ein Binnenmarkt zur M&auml;stung des Kapitals. (Ich k&ouml;nnte das auch feinsinnig in der Sprache der &Ouml;konomie ausf&uuml;hren, aber heute reicht&rsquo;s mir).<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>US-Geheimdienst unter Druck &ndash; Senatsbericht legt Foltermethoden der CIA offen<\/strong><br>\nI n der Aff&auml;re um die Verh&ouml;rtechniken der CIA ger&auml;t der US-Geheimdienst zunehmend unter Druck. Der Geheimdienstausschuss des US-Senats stimmte am Donnerstag f&uuml;r eine teilweise Ver&ouml;ffentlichung seines Untersuchungsberichts &uuml;ber CIA-Foltermethoden nach dem 11. September 2001. Die mit elf zu drei Stimmen getroffene Entscheidung erm&auml;chtigt die demokratische Ausschussvorsitzende Dianne Feinstein, eine 400-seitige Kurzfassung des insgesamt 6300 Seiten umfassenden Berichts samt Schlussfolgerungen und Empfehlungen dem Wei&szlig;en Haus zu &uuml;bergeben.<br>\nDie einflussreiche Senatorin Feinstein erkl&auml;rte, der Bericht zeige eine &ldquo;Brutalit&auml;t&rdquo;, die &ldquo;im vollst&auml;ndigen Widerspruch zu den Werten unserer Nation&rdquo; stehe. Mehr als hundert Gefangene seien brutalen Verh&ouml;ren ausgesetzt gewesen. W&ouml;rtlich f&uuml;gte sie hinzu: &ldquo;So etwas tun Amerikaner nicht.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/us-geheimdienst-unter-druck-senatsbericht-legt-foltermethoden-der-cia-offen-2101165.html\">stern.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>USA griffen kubanische Regierung an<\/strong><br>\nMit Hilfe des Textnachrichten-Projekts &bdquo;ZunZuneo&ldquo; wollten die USA Kubaner zum Widerstand gegen ihre kommunistische Regierung ermutigen&hellip;<br>\nDas Projekt dauerte mehr als zwei Jahre und hatte Zehntausende Teilnehmer. &bdquo;ZunZuneo&ldquo; war ein Versuch der USA, die Macht der kommunistischen Regierung in Kuba zu untergraben. Mithilfe eines Kommunikationsnetzes sollte zun&auml;chst ein kubanisches Publikum aus mehrheitlich jungen Leuten aufgebaut werden, anschlie&szlig;end sollten diese zum Widerstand gegen den Staat ermutigt werden, wie die Nachrichtenagentur AP erfuhr. Ob das Wei&szlig;e Haus etwas von dem Unterfangen wusste, das &uuml;ber geheime Tarnfirmen und ausl&auml;ndische Banken gesteuert wurde, ist unklar.<br>\nDas vor ein paar Jahren gestartete Textnachrichten-Projekt war ein Versuch, die Kontrolle der kubanischen Beh&ouml;rden &uuml;ber das Internet mit einer einfachen sozialen Medienplattform zu umgehen. Seine Nutzer waren sich allerdings weder bewusst, dass es von einer US-Beh&ouml;rde mit Verbindungen zum State Department kreiert worden war, noch dass amerikanische Unternehmen pers&ouml;nliche Informationen &uuml;ber sie sammelten, die vielleicht eines Tages f&uuml;r politische Ziele n&uuml;tzlich sein k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!136107\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Portugal: Eine Tombola f&uuml;r ehrliche Steuerzahler<\/strong><br>\nDie portugiesische Regierung verlost unter Steuerzahlern ein Jahr lang w&ouml;chentlich ein Auto. Damit will sie Verbraucher belohnen, die beim Bezahlen von Konsumg&uuml;tern oder Dienstleistungen ihre Steuernummer angegeben haben, und so die Schattenwirtschaft bek&auml;mpfen. Die Beobachtungsstelle f&uuml;r Steuerflucht an der Universit&auml;t Porto sch&auml;tzt den Wirtschaftsanteil, der steuerlich nicht erfasst ist, auf 26,7 Prozent. Anders ausgedr&uuml;ckt: Wenn Portugal die Schattenwirtschaft in den Wirtschaftskreislauf integrieren w&uuml;rde, h&auml;tte der Staat im vergangenen Jahr kein Defizit, sondern einen Haushalts&uuml;berschuss von &uuml;ber einem Prozent eingefahren. Dass die Regierung die Steuerflucht bek&auml;mpfen will, findet Jorge Morgado, der Pr&auml;sident des gr&ouml;&szlig;ten portugiesischen Verbraucherverbandes DECO, eigentlich gut: &ldquo;Die Portugiesen haben seit Langem ein schlechtes Verh&auml;ltnis zur Steuerplicht. Und es gibt weiterhin eine Menge Leute, die keine Steuern zahlen wollen. Das muss sich &auml;ndern. Wir m&uuml;ssen die Menschen erziehen &ndash; im b&uuml;rgerlichen Sinne. Sie m&uuml;ssen dazu bewegt werden, freiwillig Steuern zu zahlen. Wir m&uuml;ssen ihnen erkl&auml;ren, dass ein gut funktionierender Staat mit guten Sozialleistungen, Bildungseinrichtungen und einer ordentlichen Gesundheitsversorgung auf ihre Steuern angewiesen ist.&rdquo; -In den vergangenen Jahren aber ist die Schattenwirtschaft in Portugal weiter gewachsen. Das liege auch an der Krise und der harten Sparpolitik der Regierung, sagt Jorge Morgado: &ldquo;Die Steuerlast hat extrem zugenommen, vor allem die privaten Haushalte sind davon betroffen. Und gleichzeitig hat die Qualit&auml;t der &ouml;ffentlichen Dienstleistungen stark abgenommen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2014\/04\/03\/dlf_20140403_0924_e366c7b5.mp3\">Deutschlandradio [MP3]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Zentralafrikanische Republik: Chaos und lynchender Mob<\/strong><br>\nDerzeit flammt die Gewalt in der rohstoffreichen, aber v&ouml;llig verarmten Zentralafrikanischen Republik erneut auf. Mehr als 7.000 afrikanische und franz&ouml;sische Soldaten bekommen die Lage nicht in den Griff. Das Elend wird immer gr&ouml;&szlig;er. Frieden und Sicherheit haben die knapp f&uuml;nf Millionen Einwohner der Zentralafrikanischen Republik eigentlich nie gekannt. Doch seit dem letzten Putsch vor einem Jahr eskaliert die Lage. Jeder F&uuml;nfte ist auf der Flucht vor den K&auml;mpfen zwischen christlichen und muslimischen Rebellen. Besonders auf dem Land herrscht Chaos, sagt John Ging, der UN-Koordinator f&uuml;r humanit&auml;re Hilfe. &ldquo;Die Leute sagen, sie haben zwei M&ouml;glichkeiten. Entweder sie verstecken sich im Busch und sterben an Hunger und Krankheiten. Oder sie gehen in ihre D&ouml;rfer zur&uuml;ck und werden von den Milizen ermordet. Sie haben alles verloren, das Ausma&szlig; der Zerst&ouml;rung ist unvorstellbar.&rdquo;<br>\nDie Ursachen f&uuml;r die Spirale der Gewalt sind vielschichtig. Es ist nicht nur ein Konflikt zwischen Religionen, sondern auch zwischen verschiedenen Volksgruppen, zwischen Ackerbauern und Viehz&uuml;chtern. Ein Verteilungskampf unter Opfern in einem Land ohne rechtsstaatliche Strukturen, aber reich an Bodensch&auml;tzen. Beide Seiten meinen, dass ihnen das gr&ouml;&szlig;ere Leid angetan worden sei und sie deshalb Rache &uuml;ben m&uuml;ssten, sagt der F&uuml;hrer der muslimischen Gemeinschaft, Omar Kobine Layama. &ldquo;Der Konflikt in der Zentralafrikanischen Republik ist nicht religi&ouml;s. Unsere Gemeinden sind zwischen die Fronten von Milizen und Rebellen geraten, die um die Macht k&auml;mpfen. Wir wollen nicht, dass Religion missbraucht wird, um das Land in eine Katastrophe zu f&uuml;hren.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2014\/03\/29\/dlf_20140329_1354_32bc82dd.mp3\">Deutschlandradio [MP3]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> So wichtig die Vorg&auml;nge rund um die Ukraine sind, real gestorben wird anderswo. In der Zentralafrikanischen Republik sind mindestens tausend Menschen get&ouml;tet worden und etwa eine Million sind auf der Flucht, ein F&uuml;nftel der Bev&ouml;lkerung. Ich bin weder landeskundig noch ein Milit&auml;r und kann deshalb&nbsp; nicht einsch&auml;tzen, ob eine st&auml;rkere milit&auml;rische Intervention das Morden beenden k&ouml;nnte. Viele NDS-Leser teilen wahrscheinlich die Auffassung der Linkspartei, dass deutsches Milit&auml;r nur der Landesverteidigung dienen darf. Nat&uuml;rlich kennen wir alle Beispiele f&uuml;r den Missbrauch humanit&auml;rer Gr&uuml;nde f&uuml;r Interventionen mit ganz anderen Absichten. Aber wie war das z.B. mit Ruanda? Haben wir, hat nicht die ganze Welt in diesem Fall versagt? Meine These w&auml;re: Nur weil ein Herr Gauck &ldquo;Interessen mit grundlegenden Werten&ldquo; zu verbinden sucht, hei&szlig;t das nicht, dass wir keine Gr&uuml;nde haben k&ouml;nnten, bei einem V&ouml;lkermord &ndash; oder bei den Nichtenden wollenden Massakern in der Zentralafrikanischen Republik zu intervenieren. Der UN-Beauftragte f&uuml;r humanit&auml;re Eins&auml;tze, John Ging, sprach nach seinem Aufenthalt in der Zentralafrikanischen Republik von der Saat, die da sei f&uuml;r einen V&ouml;lkermord. Die Verh&auml;ltnisse in dem Land enthielten alle Elemente von Gewalt, wie sie fr&uuml;her in Ruanda ausge&uuml;bt worden seien. Auch Amnesty fordert ein &ldquo;sofortiges Eingreifen&rdquo;. Wie gesagt ich bin weder landeskundig noch ein Milit&auml;r und wei&szlig; nicht, ob ein mehr an milit&auml;rischer Intervention etwas bringen w&uuml;rde. M&ouml;chte aber dazu anstiften, dar&uuml;ber nachzudenken. Als Einf&uuml;hrung m&ouml;chte ich auf den <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/kurzinterview\/artikel\/nicht-jeder-auslandseinsatz-ist-gleich-ein-afghanistan-287\/\">Text von Jair van der Lijn<\/a> &uuml;ber &ldquo;wahre und wahrgenommene Risiken von Auslandseins&auml;tzen&rdquo; hinweisen, der zwar nicht die zentrale Frage stellt, aber ein guter Ausgangspunkt ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Demonstration gegen Massen&uuml;berwachung am 12. April in K&ouml;ln<\/strong><br>\nDas B&uuml;ndnis #StopWatchingUs K&ouml;ln ruft f&uuml;r Samstag, den 12.04.2014 zu einer Gro&szlig;demonstration in K&ouml;ln auf, um gegen die anlasslose &Uuml;berwachung der Bev&ouml;lkerung zu protestieren. Wir fordern unsere Volksvertreter auf, jegliche Massen&uuml;berwachung abzulehnen und ihre Unvereinbarkeit mit den Grundprinzipien eines freiheitlich orientierten Rechtsstaates anzuerkennen. Zudem verlangen wir Asyl f&uuml;r den Whistleblower Edward Snowden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cologne.stopwatchingus.info\/demo-12-april.html\">#StopWatchingUs<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Am 08.04. wird der EuGH sein Urteil zur Vorratsdatenspeicherung verk&uuml;nden.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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