{"id":21309,"date":"2014-04-07T09:02:00","date_gmt":"2014-04-07T07:02:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21309"},"modified":"2014-04-07T09:08:47","modified_gmt":"2014-04-07T07:08:47","slug":"hinweise-des-tages-2103","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21309","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (HR\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21309#h01\">Gro&szlig;e Koalition streitet &uuml;ber milit&auml;rpolitische Konsequenzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21309#h02\">V&ouml;lkerrecht &ndash; na und?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21309#h03\">Die Schlafwandler: Deutsche Medien in der Krim-Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21309#h04\">Der IWF und die Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21309#h05\">Die Krim und das Klima<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21309#h06\">Ein Sargnagel f&uuml;r den Petro-Dollar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21309#h07\">Robert von Heusinger: Das Gespenst der Deflation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21309#h08\">Fiskus ermittelt gegen Banken wegen dubioser Aktiendeals<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21309#h09\">Zehntausende protestieren gegen Krisenpolitik der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21309#h10\">Wer macht tats&auml;chlich die neoliberale Politik in der EU?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21309#h11\">Rente mit 63<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21309#h12\">Merkel will mehr mit Afrika handeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21309#h13\">In der hohlen Mitte des Grundgesetzes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21309#h14\">Berliner Gedankenspiele zur dritten Gewalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21309#h15\">Wie man die &Ouml;ffentlichkeit infiziert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21309#h16\">Vertuschung von gesundheitlichen Folgen der Atomkatastrophe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21309#h17\">Herr Kant und die Drittmittel: Zur &Ouml;konomisierung der Universit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21309#h18\">Henry-Kissinger-Stiftungsprofessur: &ldquo;Diese demonstrative Ehrung ist unakzeptabel&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21309#h19\">Uni L&uuml;beck verleiht jetzt Ehrendoktor an Schavan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21309#h20\">Orbans Durchmarsch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21309#h21\">TV-Tipp: Vorsicht Mafia<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21309#h22\">Zu guter Letzt: Christian Ehring zu Ausreden bei der Steuerhinterziehung<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21309&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gro&szlig;e Koalition streitet &uuml;ber milit&auml;rpolitische Konsequenzen<\/strong><br>\nNicht nur die Nato diskutiert dar&uuml;ber, wie sich das B&uuml;ndnis gegen&uuml;ber Russland verhalten soll &ndash; in der deutschen Regierungskoalition gibt es jetzt einen offenen Dissens dar&uuml;ber, ob die Krim-Krise grunds&auml;tzliche &Auml;nderungen in der deutschen Verteidigungspolitik bewirken soll. Der zust&auml;ndige Sprecher der SPD, Rainer Arnold, sagte dem SPIEGEL: &ldquo;Wir m&uuml;ssen dar&uuml;ber nachdenken, ob das unkontrollierte Absenken der Panzerflotte innerhalb der Nato richtig war.&rdquo;<br>\nHintergrund ist die Nato-interne Debatte um eine strategische Neuausrichtung des B&uuml;ndnisses, die sich an einer anhaltenden, auch milit&auml;rischen Konfrontation der Nato mit Russland orientieren soll. Sie wird, so verlautet es aus diplomatischen Kreisen, anders als bislang geplant im Zentrum des Nato-Gipfels der Staats- und Regierungschefs im September stehen.<br>\nDiskutiert wird unter anderem, die Bereitschaft der westlichen Land- und Luftstreitkr&auml;fte zu erh&ouml;hen. Zurzeit w&uuml;rde es 180 Tage dauern, bis die gro&szlig;e Masse verlegt und einsatzbereit w&auml;re. Diese Spanne k&ouml;nnte verk&uuml;rzt werden.<br>\nDas betr&auml;fe auch mindestens 10.000 Bundeswehrsoldaten. Arnold regte ferner an, dass &ldquo;Europa schnellstm&ouml;glich die gemeinsame Entwicklung einer Drohne auf den Weg bringen&rdquo; solle. Auch die Entscheidung, den &ldquo;Euro Hawk&rdquo; nicht anzuschaffen, sollte &ldquo;&uuml;berdacht&rdquo; werden. Der Vorsitzende der Unions-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, will sich dem widersetzen. Er sagte dem SPIEGEL: &ldquo;Die aktuelle Situation der Krim-Krise hat auf die R&uuml;stungsprojekte der Bundeswehr null Einfluss.&rdquo;<br>\nTats&auml;chlich aber arbeitet die Bundesregierung nach SPIEGEL-Informationen bereits an Pl&auml;nen, osteurop&auml;ische Nato-Staaten milit&auml;risch zu unterst&uuml;tzen. Bis Mitte April will Berlin weitere, auch milit&auml;rische Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die osteurop&auml;ischen Nato-Staaten in der Krim-Krise anbieten. Grund ist ein entsprechender Aufruf des Oberbefehlshabers des westlichen Milit&auml;rb&uuml;ndnisses Breedlove.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/krim-und-nato-bundesregierung-will-osteuropa-militaerisch-unterstuetzen-a-962811.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> In der heutigen Printausgabe des Spiegel wird dar&uuml;ber berichtet, wie die R&uuml;stungskonzerne bereits gro&szlig;e Chance wittern, bereits f&uuml;r tot gehaltene R&uuml;stungsprojekte neu zu beleben, u.a. neue Entwicklungsauftr&auml;ge f&uuml;r milit&auml;risches Flugger&auml;t, darunter auch de &bdquo;Tiger&ldquo;-Kampfhubschrauber, den Ersatz der &bdquo;Patriot&ldquo;-Abwehrraketen durch ein Raketenabwehrsystem namens &bdquo;Meads&ldquo;. Wir h&auml;tten die &bdquo;Abschreckungssprache zu sprechen verlernt&ldquo;, wird ein R&uuml;stungsmanager zitiert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>V&ouml;lkerrecht &ndash; na und?<\/strong><br>\nDer Westen wirft Russland bei der Besetzung der Krim V&ouml;lkerrechtsverletzung vor. Aber: Wen hat das V&ouml;lkerrecht interessiert, als Nato-Kampfflugzeuge den Kosovo und Irak zerbombten?<br>\nPutin verst&ouml;&szlig;t bei der Besetzung der ukrainischen Krim-Halbinsel gegen das V&ouml;lkerrecht &ndash; darin sind sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Pr&auml;sident Barack Obama einig. Selbst Altkanzler und Russland-Freund Gerhard Schr&ouml;der hat das eingesehen, obwohl er gleichzeitig die EU f&uuml;r ihren Umgang mit der Ukraine kritisiert.<br>\nGuter Westen, b&ouml;ses Russland? Oder doch eher: &ldquo;Ich mach mir die Welt, wie sie mir gef&auml;llt&rdquo;? Auch der Westen hat seit Wiedervereinigung mehrfach gegen das V&ouml;lkerrecht versto&szlig;en. Wenn es um macht- oder geopolitische Interessen geht, ist das V&ouml;lkerrecht anscheinend pl&ouml;tzlich egal oder wird mit den wildesten juristischen Begr&uuml;ndungen umgangen. Eine Zusammenstellung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/ausland\/krim-krise-kosovo-krieg-guantanamo-voelkerrecht-na-und-2095678.html\">stern.de<\/a>\n<p><strong>Dazu passt ganz aktuell: Drohnenkrieg &ldquo;Viele Angriffe sind einfach illegal&rdquo;<\/strong><br>\nEs gebe eine Pflicht, daf&uuml;r zu sorgen, dass vom Boden der Bundesrepublik keine v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffe vorgetragen w&uuml;rden, sagte der V&ouml;lkerrechtler Christian Tomuschat im DLF. Deshalb m&uuml;sse gekl&auml;rt werden, ob von Ramstein aus Drohnenangriffe gesteuert w&uuml;rden. Sonst machten sich Verantwortliche eventuell der Beihilfe zu Kriegsverbrechen schuldig&hellip;<br>\nGrie&szlig;: D&uuml;rfen die Amerikaner Ramstein zur Drohnen-Base machen?<br>\nTomuschat: Das ist wohl zu verneinen, denn auch nach den Abkommen, die abgeschlossen worden sind zwischen der Bundesregierung und den USA gilt selbstverst&auml;ndlich, dass das allgemeine V&ouml;lkerrecht zu beachten ist, vor allem das Kriegsrecht. Und nach den geltenden Normen des Kriegsrechtes sind viele der Drohnenangriffe einfach illegal, sind nicht zu rechtfertigen, weil dort Menschen angegriffen werden au&szlig;erhalb eines konkreten Kampfgeschehens, also au&szlig;erhalb eines bewaffneten Konfliktes. Und wie Sie schon gesagt haben sind vielfach Zivilisten auch ums Leben gekommen durch diese Drohnenangriffe. Die Amerikaner versuchen, diese Drohnenangriffe zu rechtfertigen mit dem Begriff des War on Terror, also des Krieges gegen den Terrorismus, aber das ist keine anerkannte Rechtsfigur. Die Amerikaner stehen insoweit ganz allein&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/drohnenkrieg-viele-angriffe-sind-einfach-illegal.694.de.html?dram:article_id=282093\">DLF<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Schlafwandler: Deutsche Medien in der Krim-Krise<\/strong><br>\n&hellip; es gab in den letzten Jahren wohl nur wenige Diskurse, in denen die Meinung zwischen den Gatekeepern und den B&uuml;rgern soweit auseinanderging wie in Bezug auf die Ukraine. W&auml;hrend die Artikel klar gen b&ouml;sen Putin weisen, ersch&ouml;pfen sich viele Leserkommentare in genau dem Gegenteil. Nicht Putin ist der B&ouml;se, man &auml;u&szlig;ert ein gewisses Verst&auml;ndnis und zweifelt an dem Treiben der eigenen Regierung. Umfragen deuten darauf hin, dass es sich hierbei keineswegs um Russen handelt, die im Auftrag von Putin die Kommentarspalten bev&ouml;lkern. Die &ouml;ffentliche Meinung, die B&uuml;rger dieses Landes, sind schlichtweg anderer Meinung und &auml;u&szlig;ern sie.<br>\nDie Reaktion auf diese andere Meinung der B&uuml;rger war im Politik-Bereich dieser Zeitung genau das, was man der Lesermeinung vorwarf. Verschw&ouml;rungstheorie, ge&auml;u&szlig;ert von Julian Staib. Aber auch andere Zeitungen zogen nach, zum Beispiels Jens Bisky in der S&uuml;ddeutschen. Das zeigt vor allem, dass man nicht bereit ist den Fehler bei sich selbst zu suchen. Und warum Worte wie &bdquo;Systemmedien&ldquo; in Mode sind. Es kommt nicht von ungef&auml;hr, dass die Bestsellerlisten B&uuml;chern f&uuml;hren, die davon handeln, dass Meinungen unterdr&uuml;ckt werden&hellip;<br>\nEs ist durchaus eine Ansage mit Gef&uuml;hl f&uuml;r die Realit&auml;t, wenn die Bev&ouml;lkerung sich w&uuml;nscht, die EU m&ouml;ge neutral agieren und Deutschland insbesondere eine Vermittlerrolle einnehmen.<br>\nDie Konsequenzen dieser Forderungen sind weitreichend. So m&uuml;sste die Europ&auml;ische Union, wollte sie dem gerecht werden, ihre Expansion nicht nur beschr&auml;nken, sondern einstellen. Sie m&uuml;sste ihre von Ausdehnung gepr&auml;gte Politik hin zu einer integrativen wandeln, oder anders formuliert, sich um ihr Inneres k&uuml;mmern&hellip;<br>\nDieses Anliegen der B&uuml;rger sollte nicht mit einer postheroischen Gesellschaft verwechselt werden. Der Kampf und seine Mittel haben sich in andere Sph&auml;ren verschoben und damit auch die &bdquo;Ultima Ratio des Krieges&ldquo; auf ein h&ouml;heres Gewaltma&szlig; gehoben. Umso wichtiger ist der Ruf nach Mitte und Ma&szlig;, die von den politischen Akteuren eingefordert werden. Das bedeutet auch, ein ma&szlig;volleres Umgehen mit der potenziellen Gewalt. Vielleicht wei&szlig; John Kornblum darum, und nutzt deshalb die aufr&uuml;hrende Kriegsrhetorik vergangener Tage. Es ist jedenfalls nicht zu &uuml;bersehen, dass die USA sehr viel daf&uuml;r tun, damit die Stimmung in Europa konfrontativ gegen&uuml;ber Russland bleibt. Es ist in ihrem Sinne, dass eine Emanzipation europ&auml;ischer Politik nicht stattfindet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blogs.faz.net\/wost\/2014\/04\/06\/die-schlafwandler-deutsche-medien-der-krim-krise-953\/\">FAZ<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein weiteres Mal: Hut ab vor der Selbstkritik und Kritik der FAZ.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der IWF und die Ukraine<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>5. Kolonne Moskaus?<\/strong><br>\nIn der aktuellen Politik wird viel dar&uuml;ber spekuliert, ob Vladimir Putin die Truppen in der Ost-Ukraine einmarschieren l&auml;sst, um dem russischen B&auml;ren noch ein St&uuml;ck Land einzuverleiben. Aber dazu gibt es bei der derzeitigen Politik des &raquo;Westens&laquo; keinen Anlass. Die Ukraine steht nicht erst seit dem Sturz der Regierung Janukowitsch am Rande des wirtschaftlichen und finanziellen Bankrotts.<br>\nSeit langem besteht eine schwelende Wirtschafts- und Gesellschaftskrise, die im Fr&uuml;hjahr in eine offene politische Krise umgem&uuml;nzt wurde. Als das Assoziierungsabkommen mit der EU im November 2013 ausgesetzt wurde, war bereits sieben Jahre lang daran gearbeitet worden und es lag seit einem Jahr unterschriftsreif vor. Neben den machtpolitischen Gr&uuml;nden um die Zugeh&ouml;rigkeit zur EU oder zu Russland haben auch die vom &raquo;Westen&laquo; gestellten politischen Bedingungen f&uuml;r die Auszahlung von Hilfskrediten zum Aussetzen des Assoziierungsvertrags beigetragen.<br>\nDer Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) hatte die Auszahlung neuer Gelder mit der Forderung von drastischen Sparauflagen verbunden. Diese Forderungen hatte die alte Regierung abgelehnt. Die EU ihrerseits hat die Bedingungen des IWF unterst&uuml;tzt und verlangt tiefgreifende Strukturreformen. Wir kennen dies aus der Austerit&auml;tspolitik der Troika in der Euro-Krise der vergangenen Wahlperiode gegen&uuml;ber den so genannten Programml&auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/der-iwf-5-kolonne-moskaus\/\">Sozailismus aktuell<\/a>\n<p><strong>Passend dazu:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><strong>IWF-Chefin: Russland bewahrte Ukraine vor Wirtschaftskatastrophe<\/strong><br>\nDie Chefin des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF), Christine Lagarde, hat die Bedeutung der russischen Finanzhilfe f&uuml;r die krisengebeutelte Ukraine betont.<br>\n&bdquo;Die ukrainische Wirtschaft war auf eine Katastrophe zugesteuert&ldquo;, sagte Lagarde in einem Interview des Fernsehsenders PBS. &bdquo;Ohne die Hilfe, die Russland vor einigen Monaten gew&auml;hrt hat, h&auml;tte sich die Ukraine ins Nirgendwo bewegt.&ldquo;<br>\nDer IWF sei keine Anstalt, die Geld gratis verteilt, sagte Lagarde weiter. Die Hilfen f&uuml;r die Ukraine w&uuml;rden an die Bek&auml;mpfung der Korruption, die Wiederherstellung des Finanzsystems und der Staatsverwaltung aber auch an Struktur- und andere Reformen gebunden sein.<br>\nRussland hatte Ende vergangenen Jahres der von einer Staatspleite bedrohten Ukraine 15 Milliarden US-Dollar Finanzhilfe zugesagt sowie den Gaspreis um ein Drittel gesenkt. Moskau wollte das Geld nicht direkt &uuml;berweisen, sondern f&uuml;r diese Summe ukrainische Eurobonds kaufen. Die ersten drei Milliarden Dollar wurden im Dezember in ukrainische Schuldpapiere investiert. Nach dem Februar-Umsturz in Kiew setzte Russland die Hilfe aus und strich den Gasrabatt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.ria.ru\/business\/20140403\/268200901.html\">RIANOVOSTI<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung HR:<\/strong> Frau Lagarde gibt demnach zu, dass die Ukraine ohne die Hilfe Russlands finanziell-&ouml;konomisch am Ende w&auml;re.<\/em><br>\n<em>Die Ukraine stand und steht also vor der Wahl, entweder g&uuml;nstig Energie und Finanzhilfen aus Russland oder an Bedingungen gekn&uuml;pfte Gelder aus dem Westen zu erhalten, die offenbar z.B. mit Einschnitten im ohnehin schwachen Sozialwesen verbunden sind.<\/em><br>\n<em>Offenbar gegen jede &ouml;konomische Vernunft sind nun in Kiew jene Kr&auml;fte an der Macht, die die Ukraine an den Westen binden wollen &ndash; obwohl es zu Lasten der eigenen Bev&ouml;lkerung geht, jedoch vermutlich auch zugunsten weniger Oligarchen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Krim und das Klima<\/strong><br>\nGazprom hat den Gaspreis f&uuml;r die Ukraine um 44 % angehoben. Das ist kein Aprilscherz. Drohen auch in Deutschland explodierende Gaspreise? Oder ist es nur Panikmache, dass Putin uns den Hahn demn&auml;chst zudrehen k&ouml;nnte? Jedenfalls verdeutlichen diese Spekulationen, dass fossile Brennstoffe nicht erst teuer werden k&ouml;nnten, wenn der Klimawandel richtig zu Buche schl&auml;gt. Deshalb bleiben Investitionen in Wind, Wasser, Sonne und Biomasse der langfristig richtige Weg. (&hellip;)<br>\nAber was passiert, wenn am Ende einer Kette gegenseitiger Wirtschaftssanktionen als Machtgeste doch ein kurzer Lieferstopp st&auml;nde? &Ouml;l- und Gaspreise w&uuml;rden steigen. Zwar gibt es genug Energie auf dem Weltmarkt. Gas k&ouml;nnten Norwegen oder Algerien kurzfristig liefern. Allerdings wird von norwegischer Seite moniert, dass die Rahmenbedingungen f&uuml;r eine Angebotsausweitung mangels klarer EU-Klimaziele nach 2020 derzeit nicht attraktiv sind. Keine Option ist hingegen, russische Lieferungen durch den Kauf amerikanischen Fl&uuml;ssiggases zu ersetzen. Es kann nicht importiert werden, weil die Planungen f&uuml;r den notwendigen Terminal zugunsten der Ostseepipeline eingestellt wurden. Energieimporte bergen also mindestens die Gefahr volatiler, eher h&ouml;herer Preise. Umso wichtiger ist ein Strategiewechsel, der den Energieverbrauch reduziert, die Wirtschaft erneuert und den Lebensstandard erh&auml;lt.<br>\nWeitere Argumente liefern die neuen Zukunftsszenarien des Weltklimarates: Sinkt der C02-Aussto&szlig; nicht, drohen Sch&auml;den in Billionenh&ouml;he und &auml;hnlich hohe Kosten, um die Folgen einzud&auml;mmen. Hungerkatastrophen, Wetterextreme und Konflikte um knappe Ressourcen werden wahrscheinlicher. Der Weltklimarat mahnt, beim Klimaschutz Tempo zu machen. Das ist hierzulande strittig, auch wenn der Ausbau der Erneuerbaren Energien Konsens ist. Ein richtiges Signal ist, dass Umweltministerin Hendricks jetzt die Programme f&uuml;r mehr Energieeffizienz und Geb&auml;udesanierungen vorantreibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++4fabaf0e-bbd8-11e3-ac4b-52540023ef1a\">DGB klartext<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ein Sargnagel f&uuml;r den Petro-Dollar<\/strong><br>\nRussland stellt das aktuelle Weltfinanzsystem infrage.<br>\nDie Meldung hat das Potenzial, das Weltfinanzsystem durcheinanderzuwirbeln: Russlands gro&szlig;e staatliche Exporteure wie Rosneft, Gazprom oder Rosoboronexport k&ouml;nnten bald ihr Gas, &Ouml;l und ihre Waffensysteme in Rubel verkaufen und nicht mehr in US-Dollar. Diese drei Unternehmen stehen f&uuml;r fast die H&auml;lfte des russischen Exports. Der &Uuml;bergang zur Rubel-Abrechnung im Au&szlig;enhandel d&uuml;rfte indes nicht einfach werden. So genie&szlig;t die russische Devise bislang kaum den Status einer Reservew&auml;hrung, in der Notenbanken ihre Devisenvorr&auml;te parken. Doch das kann sich schnell &auml;ndern und der Verfall des Rubels k&ouml;nnte gestoppt werden, wenn die Handelspartner mehr von Russlands Valuta brauchen. Unklar ist aber, ob die Abnehmer in Westeuropa oder China &uuml;berhaupt gewillt sind, die Vertr&auml;ge auf Rubel umzustellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wirtschaftsblatt.at\/home\/meinung\/kommentare\/1586515\/Ein-Sargnagel-fur-den-PetroDollar\">WirtschaftsBlatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Robert von Heusinger: Das Gespenst der Deflation<\/strong><br>\nIn all den Krisen, in all den Jahren kannten die Notenbanken der westlichen Welt nur eine rasch wirkende Medizin: Mehr billiges Geld! Sie druckten es, sie pumpten es in den Kreislauf, damit die Realwirtschaft, damit Jobs und Wohlstand nicht zu stark litten. Und jedes Mal ert&ouml;nten &ndash; zumindest in Deutschland &ndash; die gleichen Warnungen: Das f&uuml;hrt zur gro&szlig;en Inflation. Heute muss man fragen: Was ist schief gelaufen? Warum haben sie sich so grandios geirrt, die Herren Bundesbankpr&auml;sidenten Axel Weber und Jens Weidmann vorne weg, aber auch das Gros der Professoren und Wirtschaftsjournalisten? Sieben Jahre, nachdem die Schleusen in der Geldwirtschaft immer weiter ge&ouml;ffnet worden sind, betr&auml;gt die Inflation in Deutschland ein Prozent &ndash; und verfehlt damit klar das angestrebte Ziel der EZB, das bei knapp zwei Prozent liegt. In Euroland, dem es wirtschaftlich schlechter geht, misst die Preissteigerungsrate derzeit gar nur 0,5 Prozent. Die gr&ouml;&szlig;te volkswirtschaftliche Gefahr lautet f&uuml;r Europa derzeit Deflation, was genau das Gegenteil von Inflation ist, n&auml;mlich das Ph&auml;nomen fallender Preise &uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum. Was hilft gegen Deflation? Notenbanken k&ouml;nnen am Strick ziehen und die Inflation einfangen, sie k&ouml;nnen aber nicht am Strick schieben. Das kann nur die Wirtschaft selber, das Biest, in dem die Menschen optimistischer werden, Wachstum sich Bahn bricht, die Verbraucher lieber heute als morgen ihre Geld ausgeben, die Unternehmer sich lieber heute als morgen verschulden, um zu investieren. Nur so steigen die L&ouml;hne und dann die Preise. Erwarten die Menschen dagegen weiter fallende Preise, z&ouml;gern sie den Kauf, die Investition hinaus, was die Krise verst&auml;rkt.<br>\nKlar k&ouml;nnte die EZB noch einmal die Zinsen senken, um die Kreditaufnahme zu verbilligen. Doch der Leitzins liegt schon bei mickrigen 0,25 Prozent. Klar k&ouml;nnte die Notenbank negative Zinsen f&uuml;r die Einlagen der Banken auf den EZB-Konten einf&uuml;hren. Aber solange die Firmen nicht investieren wollen, so lange k&ouml;nnen die Banken auch kein Mehr an Krediten vergeben. Deshalb bleibt allen deutschen Bedenken und dem Verfassungsgericht zum Trotz, nur noch mehr Geld zu drucken, um Anleihen &uuml;ber Anleihen zu kaufen, in der Hoffnung, die Deflation doch noch zu verhindern. Diesen Weg haben zumindest Amerikaner und Briten fr&uuml;hzeitig eingeschlagen und sich damit erfolgreicher als die EZB gegen fallende Preise versichert. Ist die Deflation einmal da, ist es zu sp&auml;t. Das ist das Heikle. &ndash; Was in Euroland schief gelaufen ist? Die deutschen &Ouml;konomen, die in der Krise in Euroland den Ton angaben, haben mit den falschen Theorien hantiert. So aber haben sie zum einen die Nachfrageseite ausgeblendet und deshalb zu stark und zu fr&uuml;h auf Sparanstrengungen gepocht. Sie haben zum anderen verkannt, was es bedeutet, wenn die Bilanzen der Banken schrumpfen. So haben sie vor dem kleineren &Uuml;bel Inflation gewarnt und das schlimmere &Uuml;bel Deflation provoziert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/meinung\/leitartikel-zu-inflation-das-gespenst-der-deflation,10808020,26730812.html\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> In vielen Artikeln zur Deflationsmechanismen wird wie auch bei Robert von Heusinger als zentraler Mechanismus behauptet: &ldquo;Erwarten die Menschen dagegen weiter fallende Preise, z&ouml;gern sie den Kauf, die Investition hinaus, was die Krise verst&auml;rkt.&rdquo; Das klingt allzu rational, als ob eine Bev&ouml;lkerung, welche im siebten Jahr einer Rezession lebt, in aller Ruhe k&uuml;hl abw&auml;gend abwartet, bis der Preis stimmt. Dies gilt auf jeden Fall nicht f&uuml;r G&uuml;ter des t&auml;glichen Bedarfs. Und wenn ein K&uuml;hlschrank kaputt ist, wartet man nicht, bis dieser noch preisg&uuml;nstiger zu bekommen ist &ndash; wenn man sich eine Neuanschaffung &uuml;berhaupt leisten kann. Hier kommt man dem Problem schon n&auml;her. Denn in der Tat k&ouml;nnen Haushalte, die seit 2010 fast 40 Prozent ihrer Kaufkraft eingeb&uuml;&szlig;t haben, sich einiges nicht mehr leisten. Das betrifft den Besuch in einem Restaurant wie auch den Einkauf im n&auml;chsten Supermarkt. Es versteht sich, dass Unternehmen, die ihre Waren oder Dienstleistungen absetzen wollen, ihre Preise senken m&uuml;ssen. Inzwischen organisieren sich in Griechenland M&auml;rkte, auf denen Produzenten ihre Waren direkt, also den dazwischen geschalteten Handel, anbieten. Generell aber verfestigt sich eine Abw&auml;rtsspirale, solange, wie bisher, die Hauhaltseinkommen st&auml;rker fallen als die Preise. In dieser Spirale wird trotz sinkender Preise das Leben nicht billiger, sondern teurer. Wenn Heusinger meint, das die Menschen nur optimistischer werden m&uuml;ssten, damit Wachstum sich Bahn bricht, die Verbraucher lieber heute als morgen ihre Geld ausgeben, die Unternehmer sich lieber heute als morgen verschulden, um zu investieren, so greift diese Sicht zu kurz. Solange die Einkommen sinken, besteht kein Grund, optimistisch zu sein. Es ist das Troikaregime, das nicht im geringsten begriffen hat, in welchem Ausma&szlig; die diktierten Sparma&szlig;nahmen\/Einkommensk&uuml;rzungen, die Nachfrage einbrechen lie&szlig;en.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Fiskus ermittelt gegen Banken wegen dubioser Aktiendeals<\/strong><br>\nDer deutsche Fiskus ermittelt laut einem Pressebericht gegen dutzende Banken und Geldanlagefonds, die den Staat mit dubiosen Aktiendeals um einen Milliardenbetrag betrogen haben sollen. Bei den Finanzbeh&ouml;rden sind laut der &bdquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&ldquo; vom Samstag mehr als 50 Verfahren anh&auml;ngig. In mehr als zehn F&auml;llen seien wegen des Verdachts auf besonders schwerwiegende Steuerhinterziehung bereits Staatsanw&auml;lte eingeschaltet worden, berichtete die Zeitung nach einer Umfrage bei den Finanzministerien mehrerer Bundesl&auml;nder.<br>\nBetroffen sind demnach Geldinstitute wie die Hypo-Vereinsbank und die Landesbank Baden-W&uuml;rttemberg (LBBW). Die HSH Nordbank, die ebenso wie die LBBW dem Staat geh&ouml;rt, habe bereits 127 Millionen Euro an den Fiskus zur&uuml;ckgezahlt. Wegen des Steuergeheimnisses nannten die Ministerien aber keine Details. Laut der &bdquo;SZ&ldquo; untersuchen die Beh&ouml;rden schon seit l&auml;ngerem B&ouml;rsengesch&auml;fte, bei denen es bis 2012 aufgrund einer Gesetzesl&uuml;cke m&ouml;glich war, den Fiskus auszunehmen.<br>\nWie die Zeitung berichtete, lie&szlig;en sich Banken und deren Gesch&auml;ftspartner beim Handel von Aktien mit (Cum) und ohne (Ex) Dividendenanspruch eine nur einmal gezahlte Kapitalertragssteuer von den Finanz&auml;mtern mehrmals erstatten. Der Fiskus habe diese Deals sp&auml;t durchschaut, danach aber intensiv ermittelt. Nach Ansicht der Beh&ouml;rden war es illegal, die Gesetzesl&uuml;cke auszunutzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.verdacht-auf-steuerhinterziehung-fiskus-ermittelt-gegen-banken-wegen-dubioser-aktiendeals.a252ee98-0aee-4ed1-b061-645dbf8473be.html\">Stuttgarter Zeitung.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Zehntausende&nbsp;protestieren gegen Krisenpolitik der EU<\/strong><br>\nSie machten ihrem &Auml;rger &uuml;ber die europ&auml;ische Krisenpolitik Luft: In Br&uuml;ssel sind Zehntausende Gewerkschafter gegen Sparma&szlig;nahmen und Sozialabbau auf die Stra&szlig;e gegangen. Dabei blieb es nicht immer friedlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/zehntausende-demonstrieren-in-bruessel-gegen-europas-sparpolitik-a-962600.html#\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Anl&auml;sslich dieser Demonstration in Br&uuml;ssel schrieb G&uuml;nter Grzega folgenden Brief an den Chefredakteur des Ersten Deutschen Fernsehens:<\/em><\/p>\n<p><em>Herrn Thomas Baumann<\/em><br>\n<em>Chefredakteur Erstes Deutsches Fernsehen<\/em><\/p>\n<p><em>Sehr geehrter Herr Baumann,<\/em><br>\n<em>in der Samstagsausgabe der &ldquo;N&uuml;rnberger Nachrichten&rdquo; wurde &uuml;ber eine Gro&szlig;demonstration in Br&uuml;ssel mit 25 500 (Polizeiangabe) bzw. 50 000 (Angabe Deutscher Gewerkschaftsbund) TeilnehmerInnen gegen die Sparpolitik und den Sozialabbau in Europa berichtet. Dabei wurden bei Auseinandersetzungen mit der Polizei mindestens 27 Demonstranten verletzt.  Ich war sehr erstaunt, dass in der Tagesschau am Freitag, 4.4.14 um 20:00 Uhr keinerlei Meldung dar&uuml;ber erfolgte (ich konnte es nicht glauben und habe deshalb nochmals die Sendung in der Mediathek angeschaut). Normalerweise bringen die ARD-Nachrichten bei Demonstrationen solcher Gr&ouml;&szlig;e ausf&uuml;hrliche Berichte mit ernst in die Kamera blickenden ReporterInnen vor Ort. (Ich bin dies so gewohnt von den Berichten von den &ldquo;Maidan-Demos&rdquo;). Nach der Tagesschau kommt dann &uuml;blicher Weise ein Brennpunkt und in den folgenden Tagen wird in den Polit-Talkshows nochmals eingehend diskutiert. Was ist hier geschehen? Warum kam und kommt keine Meldung bzw. Sondersendung? Geschieht hier wirklich eine konzertierte Aktion des Stillschweigens der Mainstream-Medien auf Wunsch der derzeit herrschenden Politik der Unterst&uuml;tzung der neoliberalen Wirtschaftsideologie in Europa  oder war es einfach fachliches Versagen der zust&auml;ndigen Redaktion? Gerade die &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien m&uuml;ssten doch alles tun, um zu vermeiden, als Regierungs-Propagandasender verd&auml;chtigt zu werden. Bitte kl&auml;ren Sie mich auf!<\/em><br>\n<em>Herzlichen Dank f&uuml;r Ihre Bem&uuml;hungen.<\/em><br>\n<em>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/em><br>\n<em>G&uuml;nter Grzega, Treuchtlingen<\/em><br>\n<em>Vorstandsvorsitzender des Senats-Institut f&uuml;r gemeinwohlorientierte Politik (IGP) e. V.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Hinweis WL:<\/strong> Unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Krawalle bei Demonstration in Br&uuml;ssel&ldquo; hatte die Tagesschau einen Tag danach in ihrem Internetangebot <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/protest-in-bruessel100.html\">einen Text mit einigen Fotos<\/a>. Zumindest in ihren Internetauftritten waren f&uuml;r die allermeisten Medien nur die Rangeleien mit der Polizei ein Thema. Das Thema der Demonstration interessierte nur am Rande.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Don&rsquo;t blame me for the other guy &ndash; Wer macht tats&auml;chlich die neoliberale Politik in der EU?<\/strong><br>\nIm Mai wird ein neues EU-Parlament gew&auml;hlt und wir befinden uns daher mitten im Wahlkampf. Immerhin: Alle 5 Jahre werden europ&auml;ische Themen auch nationale, was ja eigentlich nicht schlecht ist. Weil wir uns aber gar so selten mit der EU besch&auml;ftigen, kommen manchmal ein paar Dinge durcheinander. Da wird dann ein bunter Cocktail aus Halb-Informationen verschiedener Quellen gemixt und als &bdquo;Neoliberalismus-Daiquiri&ldquo; zur politischen Happy Hour serviert. Bei dem kollektiven kribbelnden Schauer, der einen beim Genuss dieser Mixtur durchf&auml;hrt, kann und will man die einzelnen Zutaten dann gar nicht mehr so richtig auseinanderhalten. Aktuell wird europaweit von einigen B&uuml;rgermeistern gegen den vermeintlichen Angriff &bdquo;der&ldquo; EU auf den Sozialen Wohnbau gek&auml;mpft. Dieser Kampf wird formal wohl erfolgreich sein, denn bis dato macht die EU-Kommission keine Anstalten, sich in diesen Bereich einzumischen. Warum dann aber das Unbehagen mit der europ&auml;ischen Wirtschaftspolitik? Wo sitzen die &bdquo;bad guys&ldquo; der EU tats&auml;chlich?<br>\nVielleicht gleich zu Beginn: Es reicht nicht alleine die EU-Kommission zum Hort des neoliberalen Schreckens zu erkl&auml;ren, es sind schon ganz konkret die selbstgew&auml;hlten Regierungen &ndash; aber allen voran sind es in Kommission und Regierung die Finanzer, denen der Staat nicht klein genug sein kann! Und die haben &uuml;berproportional viel Macht &ndash; auf nationaler, wie auf EU-Ebene.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/dont-blame-me-for-the-other-guy\/#more-5291\">Arbeit &amp; Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Rente mit 63<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Matthias W. Birkwald: Aus einem Rentenpaket wird ein Rentenp&auml;ckchen!<\/strong><br>\nErste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs eines Gesetzes &uuml;ber Leistungsverbesserungen in der gesetzlichen Rentenversicherung (RV Leistungsverbesserungsgesetz) Drucksache 18\/909<br>\nSehr geehrter Herr Pr&auml;sident! Meine Damen und Herren!<br>\nFrau Nahles, Sie haben Ihr Rentenpaket vorgelegt, und ich sage: Ja, aber. In den vergangenen Jahrzehnten haben wir immer nur &uuml;ber Rentenk&uuml;rzungen diskutiert. Jetzt diskutieren wir endlich einmal &uuml;ber bessere Leistungen f&uuml;r Rentnerinnen und Rentner. Das findet die Linke gut.<br>\n(Beifall bei der LINKEN sowie bei Abgeordneten der SPD)<br>\nMit Ihrem Rentenpaket gehen Sie mehrere Schritte in die richtige Richtung, aber<br>\n(Zurufe von der SPD: Ah!)<br>\nin Ihrem Rentenpaket finden sich jetzt bitte gut aufpassen zwei Gerechtigkeitsl&uuml;cken, ein gro&szlig;er Konstruktionsfehler, ein Tropfen auf den hei&szlig;en Stein, eine Mogelpackung, eine zaghafte Verbesserung und eine offene Gro&szlig;baustelle. Das, meine Damen und Herren, findet die Linke schlecht.<br>\n(Beifall bei der LINKEN)<br>\nMeine &Uuml;berschrift f&uuml;r Ihr Rentenpaket lautet: Manches wird besser, aber nichts wird gut.<br>\nGehen wir die Punkte mal im Einzelnen durch: (&hellip;)<br>\nDeshalb wird das Rentenniveau weiter fallen das steht in Ihrem Gesetzentwurf drin: auf 43,7 Prozent im Jahr 2030. Das bedeutet: Von einer Rente von ehemals 1 000 Euro werden dann nur noch 810 Euro &uuml;brig bleiben. So wird aus Ihrem Rentenpaket ein Rentenp&auml;ckchen.<br>\n(Beifall bei der LINKEN)<br>\nDiese Abw&auml;rtsspirale muss gestoppt werden.<br>\nWir m&uuml;ssen die gesetzliche Rentenversicherung st&auml;rken, damit die Jungen, die heute in die Rentenkasse einzahlen, sp&auml;ter eine Rente erhalten, die zum Leben reicht. Die Linke fordert echte Ma&szlig;nahmen gegen Altersarmut. Au&szlig;erdem wollen wir das Rentenniveau wieder auf 53 Prozent anheben; das war das Niveau im Jahr 2000, bevor Schr&ouml;der und Riester die Rente ruiniert haben. Das Rentenniveau muss steigen, und zwar dauerhaft. Das w&auml;re generationengerecht; denn das nutzt den Jungen und den Alten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/reden\/rentenpaket-wird-rentenpaeckchen\/\">Die Linke<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Warum holte eigentlich G&uuml;nther Jauch f&uuml;r seine gestrige Sendung &uuml;ber die Rentenpolitik nicht Birkwald in seine Sendung, der wenigstens wei&szlig;, wor&uuml;ber er spricht. Stattdessen einen Unternehmensberater, der sich bestenfalls mit seiner pers&ouml;nlichen privaten Vorsorge besch&auml;ftigt hat, oder eine weidlich bekannte Verfechterin der Verl&auml;ngerung der Lebensarbeitszeit und schlie&szlig;lich &ndash; wohl als Vertreterin der jungen Generation gedacht &ndash; eine Jung-Journalistin der konservativen Rheinischen Post, die gerade ihr Volontariat hinter sich gebracht hat  und nicht viel mehr beitragen konnte, als die Propaganda der INSM nachzubeten. Siehe dazu nochmals &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21297\">Zum Himmel stinkende Propaganda der INSM &ndash; Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos liefert dazu den Mist<\/a>&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><strong>SPD weist Kritik an Rente mit 63 zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDie SPD hat Sorgen aus der Union zur&uuml;ckgewiesen, wonach es durch die geplante Rentenreform eine Welle von Fr&uuml;hverrentung geben werde. SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann unterstrich im Bericht aus Berlin, auch seine Partei wolle keine Fr&uuml;hverrentung. Bei der Rente mit 45 Besch&auml;ftigungsjahren gehe es auch gar nicht um Fr&uuml;hrentner, so Oppermann, sondern um Menschen, die &ldquo;schon mit 18 Jahren, manche schon mit 15 oder 16, begonnen haben, erwerbst&auml;tig&rdquo; zu sein.<br>\nEs werde sicherlich &ldquo;geeignete Regelungen&rdquo; geben, um einen Missbrauch zu verhindern, k&uuml;ndigte Oppermann an. &ldquo;Wir wollen, dass 45 Jahre harter Arbeit auch eine Wertsch&auml;tzung finden.&rdquo; Menschen, die 45 Jahre gearbeitet h&auml;tten, sollen &ldquo;abschlagsfrei in Rente gehen k&ouml;nnen&rdquo;. Diese Menschen h&auml;tten &ldquo;viel l&auml;nger gearbeitet als die meisten derjenigen, die regul&auml;r vielleicht nach 30 oder 35 Besch&auml;ftigungsjahren mit 65 bzw. 67 in Rente gehen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/oppermannrente100.html%20\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung HR:<\/strong> Es ist zu bef&uuml;rchten, dass die SPD-Spitze auch bei diesem Thema &ndash; &auml;hnlich der Diskussion &uuml;ber den Mindestlohn, der (so versprach es die SPD) fl&auml;chendeckend sein sollte &ndash; einknicken wird. Oppermanns Formulierung deutet das bereits an und die Medien verstehen das auch so.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Rente mit 63 &ndash; Anrechnung von Zeiten in Arbeitslosigkeit<\/strong><br>\nDie Diskussion der Gegner der Anrechnung von Arbeitslosenjahren zeigt die ganze Abgehobenheit und Unverfrorenheit der Parlamentarier&hellip;<br>\n Wenn es nach ihnen geht, sollen Arbeitslosenjahre nicht in die Berechnung des Renteneintrittsalters einbezogen werden&hellip;<br>\nWenn jetzt aber &ndash; wie der Deutschlandfunk in seinen Nachrichten meldet &ndash; der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Fuchs der &ldquo;Passauer Neuen Presse&rdquo; erkl&auml;rt, dass nur wer tats&auml;chlich 45 Jahre lang Beitr&auml;ge eingezahlt habe, abschlagsfrei mit 63 in den Ruhestand gehen k&ouml;nne, zeigt dies dar&uuml;ber hinaus, wie abgehoben und unverfroren die so argumentierenden Parlamentarier sind. Wenn es n&auml;mlich nach eingezahlten Beitr&auml;gen ginge, d&uuml;rften die Bundestagsabgeordneten gar keine Altersversorgung kassieren, die noch dazu so &uuml;ppig ausf&auml;llt, dass jedem normalen Arbeitnehmer schwindelig wird&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2014\/04\/rente-mit-63anrechnung-von-zeiten-in-arbeitslosigkeit-diskussion-der-gegner-der-anrechnung-von-arbeitslosenjahren-zeigt-die-ganze-abgehobenheit-und-unverfrorenheit-der-parlamentarier\/#sthash.BPgqUdas.dpuf\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Merkel will mehr mit Afrika handeln<\/strong><br>\nAcht der zehn am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften liegen in Afrika: Die Wirtschaft sieht dort ihre Chance. Auf dem EU-Afrika-Gipfel in Br&uuml;ssel pl&auml;diert Kanzlerin Merkel daf&uuml;r, den Handel auszubauen.<br>\nBundeskanzlerin Angela Merkel hat f&uuml;r einen Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen zu Afrika pl&auml;diert. Europa k&ouml;nne Afrika &uuml;ber mehr Handel, mehr Investitionen und mehr Hilfe zur Selbsthilfe unterst&uuml;tzen, sagte Merkel zum Auftakt eines zweit&auml;gigen EU-Afrika-Gipfels in Br&uuml;ssel. &bdquo;Der Schwerpunkt sollte darauf liegen, dass wir sagen, wir investieren in die Menschen, damit Afrika als selbstbewusster Kontinent selbst seine Probleme l&ouml;sen kann.&ldquo;<br>\nAn dem Gipfel nehmen &uuml;ber 80 Staats- und Regierungschefs aus Afrika und der EU teil. Die Wirtschaft betrachtet Afrika schon l&auml;nger als Chance: Im Schnitt wuchsen die Volkswirtschaften der afrikanischen Staaten von 2003 bis 2011 um 5,2 Prozent. Im Jahr 2012 befanden sich acht der zehn weltweit am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften in Afrika. Die afrikanische Entwicklungsbank sch&auml;tzt, dass die Sub-Sahara-L&auml;nder in diesem Jahr um 6,4 Prozent wachsen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/wirtschaftsbeziehungen-merkel-will-mehr-mit-afrika-handeln\/9707920.html\">Handelsblatt<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung HR:<\/strong> Wenn die Bundeskanzlerin wirklich m&ouml;chte, dass Afrika seine Probleme selber l&ouml;st, sollte sie u.a. daf&uuml;r sorgen, dass kein Billig-Fleisch mehr in den s&uuml;dlichen Nachbar-Kontinent exportiert wird.<\/em><br>\n<em>Es gibt afrikanische &Ouml;konomen, die die westliche Entwicklungshilfe als sch&auml;dlich und sinnlos begreifen: &bdquo;Mir geht es nicht um die Notfallhilfe, etwa nach einem Tsunami oder Erdbeben. Ich meine auch nicht das Geld von Spendenorganisationen &ndash; das sind relativ kleine Summen. Das Problem sind die Hilfen auf Regierungsebene, die in gro&szlig;em Ma&szlig;stab etwa von der Weltbank an afrikanische L&auml;nder vergeben werden. Die sollten gestrichen werden, denn sie haben die Armut nur versch&auml;rft. (&hellip;)Wir m&uuml;ssen den Au&szlig;enhandel st&auml;rken. Nicht mit Nordamerika oder Europa &ndash; diese M&auml;rkte sind gegen G&uuml;ter aus Afrika, etwa landwirtschaftliche Produkte, weitgehend abgeschottet. Ich w&uuml;rde auf den Handel mit L&auml;ndern wie China setzen, die brauchen Lebensmittel aus Afrika.&ldquo;, so Dambisa Moyo in einem FAZ-Interview vor fast genau 5 Jahren: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/im-gespraech-dambisa-moyo-wir-afrikaner-sind-keine-kinder-1590670.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\">Wir Afrikaner sind keine Kinder<\/a>&ldquo;<\/em><br>\n<em>Siehe dazu z.B. (Mi. 09.04.14, 21.45 Uhr auf Phoenix): <a href=\"http:\/\/www.phoenix.de\/content\/phoenix\/die_sendungen\/haehnchenreste_auf_reisen\/824223?datum=2014-04-06\">H&auml;hnchenreste auf Reisen<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>In der hohlen Mitte des Grundgesetzes<\/strong><br>\n65 Jahre Grundgesetz. Da wird es sch&ouml;ne Reden geben. Doch wegen der NSA hat die deutsche Verfassung inzwischen ein Loch in der Mitte. Nur eine wirklich wichtige Veranstaltung gibt es zum Jubil&auml;um &ndash; auch wenn sie nicht als Feierlichkeit ausgegeben wird.<br>\nZu Ostern verzehrt man gef&auml;rbte Eier; zu Weihnachten Stollen und Lebkuchen. Das passende Geb&auml;ck zum bevorstehenden 65. Jubil&auml;um des Grundgesetzes ist der Donut. Es handelt sich um einen handtellergro&szlig;en amerikanischen Krapfen, um ein rundes Ding aus Hefe- oder R&uuml;hrteig, das in der Mitte ein Loch hat. Dieser amerikanische Lochkrapfen ist ein Symbol f&uuml;r die deutsche Verfassung in den Zeiten von NSA: Das Grundgesetz, auf das so viele Deutsche so stolz sind, ist n&auml;mlich in der Mitte hohl; der US-Geheimdienst NSA hat es&nbsp;ausgeh&ouml;hlt.<br>\nIn dieser hohlen Mitte sitzt die National Security Agency der USA und greift auf s&auml;mtliche Kommunikationsdaten zu; die NSA forscht B&uuml;rger, Beh&ouml;rden, Unternehmen und Organisationen aus; und die NSA gedenkt nicht, damit aufzuh&ouml;ren. In der hohlen Mitte des Grundgesetzes arbeitet auch der US-Milit&auml;rst&uuml;tzpunkt Ramstein, &uuml;ber den der weltweite Drohnenkrieg der Amerikaner gesteuert wird. Ramstein Air Base am Rande des Pf&auml;lzerwalds ist ein Zentrum der US-Exekutionslogistik. Der drohnengesteuerte Tod in Afghanistan, Somalia oder Jemen hat also auch einen deutschen Absender. Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus, hei&szlig;t es im Grundgesetz &ndash; die US-Gewalt in und aus Deutschland ganz offensichtlich nicht; sie ist auch nicht an Recht , Gesetz und Verfassung&nbsp;gebunden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/nsa-affaere-in-der-hohlen-mitte-des-grundgesetzes-1.1929234\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung HR:<\/strong> Heribert Prantl kann im Wesentlichen zugestimmt werden &ndash; zumindest was den oberen Teil seines Kommentars betrifft.<\/em><br>\n<em>In der Causa &bdquo;Snowden&ldquo; erscheint er jedoch naiv: Denn nicht lediglich das Auslieferungsabkommen mit den USA existiert weiterhin und kann nicht mal eben au&szlig;er Kraft gesetzt werden. Auch andere Vertr&auml;ge und Gesetze bestehen.<\/em><br>\n<em>Unser Leser F.S.: weist daher zurecht auf das auf NachDenkSeiten oft zitierte &bdquo;Zeit&ldquo;-Interview mit dem Historiker Foschepoth hin: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/historiker-foschepoth-ueber-us-ueberwachung-die-nsa-darf-in-deutschland-alles-machen-1.1717216\">Die NSA darf in Deutschland alles machen<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: &bdquo;Da lachen die Amerikaner doch nur&ldquo;<\/strong><br>\nDer NSA-Untersuchungsausschuss will die Geheimdienstverstrickungen aufkl&auml;ren und unter anderem Edward Snowden h&ouml;ren. Doch der Historiker Josef Foschepoth, der die Ursachen der &Uuml;berwachung in der BRD analysiert hat, erwartet nicht viel von dem Gremium: Das eigentliche Problem k&ouml;nne er nicht l&ouml;sen<br>\nHerr Foschepoth, der NSA-Untersuchungsausschuss wurde mit den Stimmen aller Fraktionen im Bundestag eingesetzt. Eine solche Einhelligkeit gab es bislang nur einmal: beim NSU-Ausschuss. Stimmt Sie das nicht hoffnungsfroh?<br>\nGrunds&auml;tzlich ist ein solcher Untersuchungsausschuss wie jede ernsthafte Diskussion &uuml;ber die geheimdienstliche &Uuml;berwachung der Bev&ouml;lkerung zu begr&uuml;&szlig;en. Ein Interesse, die ganzen Geheimdienstverstrickungen wirklich aufzuarbeiten, gibt es allenfalls bei einer kleinen Minderheit. Da sind wir ganz schnell bei der Frage nach dem Zustand der Grundrechte in unserem Land. Gibt es das Grundrecht auf Unverletzlichkeit des Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis &uuml;berhaupt noch? Die gro&szlig;e Besch&auml;digung dieses Grundrechts geht zur&uuml;ck auf das Jahr 1968. Damals hatten wir &auml;hnliche politische Verh&auml;ltnisse wie heute. Eine winzige Opposition und eine Tankermehrheit der beiden Staatsparteien CDU und SPD von fast 90 Prozent. Und heute sind es nur ein paar Prozent weniger. Was wollen Sie da schon erwarten hinsichtlich der Fragen, wie rechtsstaatlich und wie souver&auml;n die Bundesrepublik heute ist? (&hellip;)<br>\nAlso glauben Sie nicht an einen Erfolg des Ausschusses?<br>\nNicht wirklich. Dieser Ausschuss ist ein weiteres Instrument, um das Problem vom Tisch zu kriegen, nicht um es zu kl&auml;ren, geschweige denn zu l&ouml;sen. Wenn Sie sich das Verh&auml;ltnis derer anschauen, die am liebsten alles unter Verschluss halten wollen und der wenigen, die aufkl&auml;ren m&ouml;chten, und dann ber&uuml;cksichtigen, dass selbst die winzige Opposition zwischen Gr&uuml;nen und Linken gespalten ist, erkennen Sie, dass der Ausschuss zu tief gehenden und neuen Erkenntnissen nicht f&auml;hig sein wird. (&hellip;)<br>\nSie behaupten sogar, dass die Bundesrepublik das am meisten &uuml;berwachte Land in Europa ist.<br>\nJa. Im Guardian gab es im vergangenen Jahr eine sch&ouml;ne Weltkarte. Darauf ist zu sehen, wie stark die NSA einzelne L&auml;nder &uuml;berwacht: von gr&uuml;n &ndash; sehr wenig &ndash; &uuml;ber gelb bis rot &ndash; sehr viel. In Europa gab es nur ein gelbes Land: Deutschland. Wegen der hier gewachsenen Strukturen ist die Bundesrepublik hervorragend geeignet f&uuml;r &Uuml;berwachung. F&uuml;r die alte Bundesrepublik gilt &Auml;hnliches, wie ich in meinem Buch &bdquo;&Uuml;berwachtes Deutschland&rdquo; gezeigt habe. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.cicero.de\/berliner-republik\/nsa-untersuchungsausschuss-ein-instrument-um-das-problem-vom-tisch-zu-kriegen-zu\">Cicero<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Berliner Gedankenspiele zur dritten Gewalt<\/strong><br>\nDer Innenminister traf sich mit wichtigen Staatsrechtlern beim Italiener und sprach &uuml;ber die Zukunft des Verfassungsgerichts. In Karlsruhe ist man nerv&ouml;s.<br>\nNur Routine? Bei einem Edelitaliener in der Berliner Friedrichstra&szlig;e hat sich am Mittwochabend Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re mit einigen ausgesuchten Staatsrechtslehrern getroffen. Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble, auch er von der CDU, wollte urspr&uuml;nglich auch kommen, denn er hat ein besonderes Interesse an dem Thema. Es ging bei der Unterredung um das Grundgesetz und das Bundesverfassungsgericht, genauer: um die zunehmende Entfremdung zwischen Berlin und Karlsruhe. Diese hat in Europa-Fragen schon Tradition. Doch mit dem Urteil des Zweiten Senats zur Verfassungswidrigkeit der Dreiprozenth&uuml;rde bei Europawahlen ist der bisher latente Berliner Unmut noch gr&ouml;&szlig;er geworden. Schon erw&auml;gen Union und SPD, die F&uuml;nfprozenth&uuml;rde bei Bundestagswahlen in das Grundgesetz zu schreiben, um weiteren Karlsruher Vorst&ouml;&szlig;en einen verfassungsrechtlichen Riegel vorzuschieben. In Berlin wirft man Karlsruhe schlicht Unverst&auml;ndnis vor. (&hellip;)<br>\nDoch hat insbesondere Bundesfinanzminister Sch&auml;uble, der am Mittwoch verhindert war, das Verfassungsgericht besonders im Blick. Ein Verfassungsrichter wiederum sagt: &bdquo;Dem traue ich alles zu.&ldquo;&hellip;<br>\nMit Sch&auml;uble w&auml;re der Abend also wohl spannender verlaufen. Dagegen zeigte sich Innenminister Thomas de Maizi&egrave;re im Gespr&auml;ch mit den Professoren dem Vernehmen nach gewohnt n&uuml;chtern und auch selbstkritisch, was die Rolle der Politik angeht. Schlie&szlig;lich sucht sie selbst ja oft den Weg nach Karlsruhe, um sich vom Verfassungsgericht an der Hand nehmen zu lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/bundesverfassungsgericht-berliner-gedankenspiele-zur-dritten-gewalt-12879093.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\">Frankfurter Allgemeine<\/a> \n<p><strong>Passend dazu: CDU will Rechte der Verfassungsrichter beschr&auml;nken<\/strong><br>\nAus Unmut &uuml;ber die j&uuml;ngsten Urteile des Bundesverfassungsgerichts will die F&uuml;hrung der CDU\/CSU-Fraktion im Bundestag k&uuml;nftig st&auml;rker auf die Auswahl von Kandidaten f&uuml;r die Richterposten achten. Entsprechende &Uuml;berlegungen stellten konservative Unionsabgeordnete um Fraktionschef Volker Kauder (CDU) am vergangenen Donnerstag bei einem Treffen des &ldquo;Xantener Kreises&rdquo; an. Die Unionsabgeordneten beklagten, dass Karlsruhe mit seinen Urteilen eine Liberalisierung der Gesellschaft vorantreibe und dabei die eigenen Zust&auml;ndigkeiten &uuml;berschreite. (&hellip;)<br>\nBesonders ver&auml;rgert waren einige Teilnehmer der Runde &uuml;ber den amtierenden Richter Peter Huber, zuvor CDU-Innenminister in Th&uuml;ringen. Huber ist Mitglied des Senats, der die Dreiprozenth&uuml;rde zur Europawahl gekippt hatte, was in der Union auf Emp&ouml;rung gesto&szlig;en war. Huber tue so, als h&auml;tte er nie etwas mit der Union zu tun gehabt, hie&szlig; es.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/vorab\/cdu-will-rechte-der-verfassungsrichter-beschraenken-a-962774.html\">Der Spiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung HR:<\/strong> Was die Unionsvertreter mehr oder weniger offen diskutieren, kommt einem Verfassungsbruch bedenklich nahe. Schlie&szlig;lich sind Richter &ndash; im Gegensatz z.B. zu Staatsanwaltschaft und Polizei &ndash; unabh&auml;ngig in ihren Entscheidungen. Hier entsteht jedoch der Eindruck als ob die CDU Personal f&uuml;r das h&ouml;chste deutsche Gericht aussucht und von diesem nach ihrer Ernennung Loyalit&auml;t zur Partei erwartet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wie man die &Ouml;ffentlichkeit infiziert<\/strong><br>\nDie angels&auml;chsischen Geheimdienste nutzen die sozialen Netzwerke f&uuml;r Propaganda. J&auml;hrlich treffen sich hunderte Agenten, um neuste Techniken zur Manipulation der &ouml;ffentlichen Meinung zu diskutieren.<br>\nErst in dieser Woche, schreibt der Journalist Glenn Greenwald in die Einleitung seiner neusten Enth&uuml;llung von Dokumenten aus dem Fundus von Edward Snowden, habe die Nachrichtenagentur Associated Press die &Ouml;ffentlichkeit &uuml;ber ein &bdquo;kubanisches Twitter&ldquo; informiert. Ein soziales Netzwerk, das rund 40.000 Nutzer hatte, ehe es im Herbst 2012 aus Geldnot eingestellt wurde. Betrieben wurde es von der USAID, der United States Agency for International Development, mit dem Ziel, Unruhen in Kuba zu provozieren.<br>\nDie amerikanische Regierung hatte sich dagegen entschieden, das Programm weiter zu f&uuml;hren. Auf die Enth&uuml;llung folgten auch Verschw&ouml;rungstheorien. Es wurde beispielsweise vermutet, dass ein geklontes Twitter gar nicht n&ouml;tig sei, um in der kubanischen Bev&ouml;lkerung Unmut &uuml;ber die eigene Regierung zu sch&uuml;ren &ndash; weil das mit dem echten Twitter ebenso zu bewerkstelligen sei. Einen Tag wurde die Diskussion so gef&uuml;hrt. Am Freitag griff Glenn Greenwald in die Debatte ein.<br>\n&bdquo;Diskussionen dar&uuml;ber, wie das Internet und insbesondere die sozialen Netzwerke ausgenutzt werden k&ouml;nnen, um heimlich politische Standpunkte, die westliche Interessen st&uuml;tzen zu s&auml;en oder sch&auml;dliche Informationen &uuml;ber Feinde zu verbreiten, finden sich immer wieder im Archiv der Snowden-Dokumente&ldquo;, schrieb er auf The Intercept. Dazu z&auml;hlen laut Greenwald unter anderem zuvor ver&ouml;ffentlichte Dokumente &uuml;ber die &bdquo;Sigdev&ldquo;-Einsatzgruppen des britischen GCHQ, deren Zielsetzung die Zerst&ouml;rung von Reputation und die Sabotage der &ouml;ffentlichen Meinung sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/snowden-dokumente-wie-man-die-oeffentlichkeit-infiziert-12881233.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a> \n<p><strong>Passend dazu: The &ldquo;Cuban Twitter&rdquo; Scam Is a Drop in the Internet Propaganda Bucket<\/strong><br>\nThis week, the Associated Press exposed a secret program run by the U.S. Agency for International Development to create &ldquo;a Twitter-like Cuban communications network&rdquo; run through &ldquo;secret shell companies&rdquo;&nbsp;in order to create the false appearance of being a privately owned operation. Unbeknownst to the service&rsquo;s Cuban users was the fact that &ldquo;American contractors were gathering their private&nbsp;data in the hope that it might be used for political purposes&rdquo;&ndash;specifically, to manipulate those users in order to foment dissent in Cuba and subvert its government. According to top-secret documents published today by The Intercept, this sort of operation is frequently discussed at western intelligence agencies, which have plotted ways to covertly use social media for&nbsp;&rdquo;propaganda,&rdquo; &ldquo;deception,&rdquo; &ldquo;mass messaging,&rdquo; and &ldquo;pushing stories.&rdquo;<br>\nThese ideas&ndash;discussions of how to exploit the internet, specifically social media, to surreptitiously disseminate viewpoints friendly to western interests and spread false or damaging information about targets&ndash;appear repeatedly throughout the archive of materials provided by NSA whistleblower Edward Snowden. Documents prepared by NSA and its British counterpart GCHQ&ndash;and previously published by The Intercept&nbsp;as well as some by NBC News&ndash;detailed several of those programs, including a unit devoted in part to &ldquo;discrediting&rdquo; the agency&rsquo;s enemies with false information spread online.<br>\nThe documents in the archive show that the British are particularly aggressive and eager in this regard, and formally shared their methods with their U.S. counterparts.&nbsp;One previously undisclosed top-secret document&ndash;prepared by GCHQ for the 2010 annual &ldquo;SIGDEV&rdquo; gathering of the &ldquo;Five Eyes&rdquo; surveillance alliance comprising the UK, Canada, New Zealand, Australia, and the U.S.&ndash;explicitly discusses ways to exploit Twitter, Facebook, YouTube, and other social media as secret platforms for propaganda.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/firstlook.org\/theintercept\/2014\/04\/04\/cuban-twitter-scam-social-media-tool-disseminating-government-propaganda\/\">The Intercept<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Vertuschung von gesundheitlichen Folgen der Atomkatastrophe<\/strong><br>\nDer heute vorgelegte Bericht des Komitees der Vereinten Nationen f&uuml;r die Folgen von Strahlung (UNSCEAR) spielt das wahre Ausma&szlig; der gesundheitlichen Folgen der Atomkatastrophe von Fukushima systematisch herunter. UNSCEAR behauptet in seinem 300-seitigen Abschlussbericht, dass&nbsp;&bdquo;keine signifikanten Ver&auml;nderungen k&uuml;nftiger Krebsraten zu erwarten sind, die mit der Strahlenexposition durch den Unfall in Verbindung gebracht werden k&ouml;nnen&ldquo;. &Auml;rzte und &Auml;rztinnen der IPPNW dagegen gehen in ihren Berechnungen von mehreren Zehntausend zus&auml;tzlichen Krebserkrankungen aus.<br>\nDa die Zahl der Krebserkrankungen in der japanischen Bev&ouml;lkerung aber ohnehin schon hoch ist, wird die Mehrzahl dieser F&auml;lle nicht kausal mit der Strahlenexposition in Verbindung zu bringen sein. Die Tatsache, dass eine Krebserkrankung keine Herkunftsbezeichnung tr&auml;gt und sich nie eindeutig auf eine einzelne Ursache zur&uuml;ckf&uuml;hren l&auml;sst, wird von der Atomindustrie und auch von UNSCEAR genutzt, um jegliche Kausalit&auml;t abzustreiten. Eine Taktik, wie man sie schon lange von der Tabakindustrie oder der Asbestwirtschaft kennt. &bdquo;Die Geschichte wiederholt sich. Wie damals nach der atomaren Katastrophe von Tschernobyl werden die Risiken f&uuml;r die Menschen in den kontaminierten Gebieten vertuscht, verharmlost und verschwiegen,&ldquo; kritisiert der stellvertretende Vorsitzende der IPPNW, Dr. Alex Rosen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ippnw.de\/startseite\/artikel\/f7d6f68152\/vertuschung-von-gesundheitlichen-fol.html\">IPPNW<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Herr Kant und die Drittmittel: Zur &Ouml;konomisierung der Universit&auml;t<\/strong><br>\nW&auml;hrend die Privatisierung der Forschung durch Geldmittel-Einwerbung in den USA l&auml;ngst auch kritisch gesehen wird, gewinnt sie in Deutschland weiter an Bedeutung. Sogenannte Drittmittel werden immer h&auml;ufiger zum Beleg f&uuml;r den Flei&szlig; der Dozenten und Professoren. Wem es nicht gelingt, Gelder bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft oder der Privatwirtschaft locker zu machen, dem haftet mittlerweile ein Makel an, so scheint es, er gilt als weniger effizient und auch als nicht so leistungsf&auml;hig. Gewiss, &ouml;konomische Mittel sind unverzichtbar, da Forschung Geld kostet, insbesondere bei den naturwissenschaftlichen F&auml;chern und den Ingenieuren, wohin die meisten Drittmittel flie&szlig;en. Problematisch wird es dann, wenn auch fragw&uuml;rdige Auftr&auml;ge aus der R&uuml;stungsindustrie angenommen werden. H&ouml;here Drittmittel k&ouml;nnen ein Beleg daf&uuml;r sein, dass Forschung qualitativer wird, sie m&uuml;ssen es aber nicht sein. Wenn wir zum Beispiel an Physiker wie Planck und Einstein denken oder an Mediziner wie Semmelweis und Sauerbruch, dann haben diese Au&szlig;ergew&ouml;hnliches mit geringerem &ouml;konomische Einsatz entdeckt oder geleistet, besonders auch aufgrund der Freir&auml;ume und der Kreativit&auml;t der Forscher. Besteht nicht die Gefahr durch Drittmittel, insbesondere wenn sie aus der Wirtschaft kommen, dass Wissenschaft immer weniger der kreativen Idee folgt, sondern den &ouml;konomischen Strategien und Bedingungen der Industrie? Gewinnorientierte Forschung ist leider nicht immer sehr einfallsreich. Das belegt die pharmazeutische Industrie hin und wieder, wenn scheinbar neue Medikamente nichts Neues leisten, wenn Altbekanntes in ein neues Gewand gekleidet wird. Immanuel Kant hat jahrelang nichts publiziert, um denken zu k&ouml;nnen, bevor er seine drei Kritiken zu ver&ouml;ffentlichen begann. Denken braucht Zeit, nicht nur in der Philosophie. Einstein hat auch viel nachgedacht, spielte zwischendurch Geige und hatte offenbar Bilder in seinem Kopf, aus denen dann seine Theorien entstanden. Die Drittmittel-Einwerbe-Praxis und die Begr&uuml;ndungen f&uuml;r Forschungsvorhaben lenken Professoren, Dozenten und Studenten davon ab, sich auch einmal zweckfrei &uuml;ber Ph&auml;nomene Gedanken zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/forschungsfoerderung-herr-kant-und-die-drittmittel.1005.de.print?dram:article_id=281749\">Deutschladradio<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Henry-Kissinger-Stiftungsprofessur: &ldquo;Diese demonstrative Ehrung ist unakzeptabel&rdquo;<\/strong><br>\nAn der Einrichtung eines Lehrstuhls zu Ehren des fr&uuml;heren US-Au&szlig;enministers Henry Kissinger an der Universit&auml;t Bonn gibt es heftige Kritik. Kissinger habe nachgewiesene Kriegsverbrechen zu verantworten, sagte der Politologe Klaus Meschkat im Deutschlandfunk.<br>\nThielko Grie&szlig;: An der Universit&auml;t Bonn soll eine Stiftungsprofessur entstehen, die seinen Namen tr&auml;gt, Henry Kissingers Namen. Finanziert werden soll diese Professur unter anderem vom Bundesverteidigungsministerium und vom Ausw&auml;rtigen Amt mit rund 300.000 Euro j&auml;hrlich, eine Professur f&uuml;r, wie es hei&szlig;t, internationale Beziehungen und V&ouml;lkerrechtsordnung, und im kommenden Wintersemester soll sie ihre Arbeit aufnehmen. Gegen den Namenspatron sperren sich aber das Studierendenparlament und rund 100 Professorinnen und Professoren, die zum Teil Attac nahestehen. Sie haben sich in einem offenen Brief ge&auml;u&szlig;ert. Einer der Unterzeichner ist der Soziologie Klaus Meschkat, zuletzt mit Lehrstuhl an der Universit&auml;t Hannover. Ich gr&uuml;&szlig;e Sie!&hellip;<br>\nGrie&szlig;: Kissinger schm&uuml;ckt ein Friedensnobelpreis. Warum soll sein Name also nicht einen Lehrstuhl schm&uuml;cken?<br>\nMeschkat: Ja, dieser Friedensnobelpreis ist ihm zuerkannt worden in der Zeit des Vietnamkriegs. Der Haken daran ist nur, dass damals der gleichzeitig mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Nordvietnamese ihn abgelehnt hat, und zwar auch deswegen, weil Kissinger damals in die Verl&auml;ngerung des Vietnamkriegs verstrickt war und verantwortlich war f&uuml;r die Bombenangriffe auf Nordvietnam und auf Laos und Kambodscha. Das hei&szlig;t also, ein Friedensnobelpreis muss ja, auch nachdem jetzt Obama ihn bekommen hat, doch auch nach seinem Inhalt immer gewichtet werden. Das hei&szlig;t also, der Widerstand gegen die Benennung der Professur richtet sich vor allen Dingen dagegen, dass Kissinger nachgewiesen Verbrechen, Kriegsverbrechen zu verantworten hat, und dass er auch Verbrechen gegen die Menschlichkeit wie bei den Putschen in Chile und in Argentinien beg&uuml;nstigt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kissinger-professur-diese-demonstrative-ehrung-ist.694.de.html?dram:article_id=282090\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Uni L&uuml;beck verleiht jetzt Ehrendoktor an Schavan<\/strong><br>\nIhren Doktortitel hat sie verloren, aber jetzt erh&auml;lt die ehemalige Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) eine weitere Ehrendoktorw&uuml;rde. Am 11. April will die Uni L&uuml;beck ihr den Dr. h.c. verleihen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wissen\/trotz-aberkanntem-titel-uni-luebeck-verleiht-jetzt-ehrendoktor-an-schavan\/9719368.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Daran mag man erkennen, was von einer Ehrendoktorw&uuml;rde zu halten ist: Man verschiebt ein paar Millionen Steuergelder und bekommt zum Dank den Doktorhut. So oder so &auml;hnlich l&auml;uft das meistens. Das sollten alle wissen, die vor einem Dr. h.c. in Ehrfurcht erstarren. Man sollte stets fragen: Was haben Sie daf&uuml;r gespendet?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Orbans Durchmarsch<\/strong><br>\nDer nationalistisch-populistische Regierungschef Viktor Orban steht in Ungarn vor einer triumphalen Wiederwahl. Er will unter anderem die Finanzt&ouml;pfe der EU &ldquo;voll aussch&ouml;pfen&rdquo;.<br>\nEs ist still geworden um Viktor Orban. Zumindest gilt das f&uuml;r die EU. In Br&uuml;ssel interessiert sich kaum noch jemand f&uuml;r den ungarischen Ministerpr&auml;sidenten, den seine Kritiker einst einen &bdquo;Totengr&auml;ber der Demokratie&ldquo; nannten. Das war 2011 und noch einmal 2013. Br&uuml;ssel drohte damals mit Sanktionen, weil der Rechtspopulist in Budapest mit seiner Zweidrittelmehrheit eine h&ouml;chst umstrittene Verfassung durchsetzte, das Wahlrecht zu seinen Gunsten &auml;nderte und die Unabh&auml;ngigkeit von Medien und Justiz aushebelte. Doch nun, da Orban vor einer triumphalen Wiederwahl steht, starrt Europa auf die Ukraine und l&auml;sst Ungarn rechts liegen.<br>\nAm Sonntag entscheiden rund acht Millionen B&uuml;rger &uuml;ber die Verteilung der 199 Sitze im Parlament von Budapest. Abstimmen d&uuml;rfen erstmals auch fast 250.000 Auslandsungarn, vor allem in Rum&auml;nien. So wollte es der Nationalist Orban. Bis heute wettert er regelm&auml;&szlig;ig gegen den Vertrag von Trianon, in dem Ungarn nach dem Ersten Weltkrieg zwei Drittel seines Staatsgebietes verlor. Die patriotische Offensive kommt gut an bei den stolzen Magyaren. Umfragen sagen Orbans Fidesz-Partei gut 50 Prozent der Listenstimmen voraus. Da jedoch mehr als die H&auml;lfte der Mandate an Direktkandidaten geht, ist auch eine erneute Zweidrittelmehrheit denkbar.<br>\nN&ouml;tig hat Orban die verfassungs&auml;ndernde Mehrheit nach eigener Einsch&auml;tzung nicht mehr. Die Voraussetzungen f&uuml;r eine &bdquo;strahlende Zukunft&ldquo; habe seine Regierung bereits geschaffen, r&uuml;hmte sich der Ministerpr&auml;sident am vergangenen Sonntag. &bdquo;Wir haben das Land modernisiert und aus einem Schrottauto einen Rennwagen gemacht&ldquo;, rief Orban seinen Anh&auml;ngern auf dem Budapester Heldenplatz zu. Fast eine halbe Million Menschen war gekommen, um die Attacken des 50-J&auml;hrigen auf &bdquo;die Legion der B&uuml;rokraten des Imperiums&ldquo; zu bejubeln. Gemeint war die EU.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/wahlen-in-ungarn-orbans-durchmarsch,1472596,26755360.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><strong>Dazu: Partei des Ministerpr&auml;sidenten liegt klar vorne<\/strong><br>\nViktor Orb&aacute;n ist Sieger der Parlamentswahl in Ungarn. Nach Ausz&auml;hlung von 84 Prozent der Stimmen erhielt seine Fidesz-Partei 44,8 Prozent&hellip;<br>\nLetzte Hochrechnungen sagten Fidesz auf dieser Basis 133 der 199 Sitze im Parlament voraus. Setzt sich der Trend fort, kann Orb&aacute;n sogar erneut mit der verfassungs&auml;ndernden Zweidrittelmehrheit im Parlament regieren. Das linke Oppositionsb&uuml;ndnis kommt derzeit auf 24,5 Prozent der Stimmen. Die antisemitische und rechtsextreme Jobbik-Partei folgt mit 21,4 Prozent. Um den Wiedereinzug ins Parlament bangen muss hingegen die Umweltpartei (LMP). Sie kam bislang lediglich auf weniger als f&uuml;nf Prozent der Stimmen. In Ungarn gilt aber die F&uuml;nf-Prozent-H&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2014-04\/ungarn-wahlen-hochrechnung\">Die Zeit Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>TV-Tipp: Vorsicht Mafia<\/strong><br>\nL&auml;ngst ist Deutschland unverzichtbar f&uuml;r die kriminellen Banden geworden. Und l&auml;ngst schon geht es nicht mehr nur um Drogen-, Menschen-, Waffenhandel oder Schutzgelderpressung. Die Mafia von heute ist subtiler, unsichtbarer geworden &ndash; und damit gef&auml;hrlicher denn je. Sie unterwandert ganze Bereiche der Gesellschaft, zum Beispiel die Bauwirtschaft. &bdquo;Es gibt hierzulande keine einzige Gro&szlig;baustelle, an der die Mafia nicht verdient,&rdquo; sagt ein deutscher Kriminalbeamter. &Uuml;ber Strohmannfirmen werde Geld gewaschen, werden Schwarzarbeiterkolonnen organisiert, Steuer- und Sozialabgaben in gigantischer H&ouml;he hinterzogen. In K&ouml;ln und Umgebung gelang es Polizei und Staatsanwaltschaft j&uuml;ngst ein Mafia-Netzwerk auszuheben &ndash; jetzt stehen vier Angeklagte vor Gericht, werden beschuldigt mit ihrer Bande &uuml;ber 20 Millionen Euro an Steuern und Sozialabgaben hinterzogen zu haben.<br>\nDie Autoren begeben sich auf Spurensuche, recherchieren gemeinsam mit Kollegen von Westdeutscher Allgemeiner Zeitung und Spiegel. Neben dem Film und den Zeitungsartikeln bieten ARD\/WDR, WAZ und Spiegel ein spezielles Dokumentationsangebot im Internet an.<br>\nSendetermin: Montag, den 7. April 2014, 20.15 &ndash; 21.00 Uhr in der ARD<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/reportage-dokumentation\/dokus\/sendung\/wdr\/vorsicht-mafia-100.html\">Das Erste<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Christian Ehring zu Ausreden bei der Steuerhinterziehung<\/strong><br>\n&bdquo;Selbstanzeige Rechtzeitig und komplett, eine tolle Erfindung. Man m&uuml;sste das Ausweiten.<br>\nWie oft hat man die Situation, man hat was getrunken, man will trotzdem gerne autofahren, man geht einfach zur Polizei und sagt Bescheid. Man  sagt zum Wachmeister: Ich sage es offen, ich bin stramm wie ein Haubitze. Sagt der Wachtmeister, gut das sie es gesagt  haben, dann ist ja alles in Ordnung.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/fernsehen\/unterhaltung\/mitternachtsspitzen\/indexmitternachtsspitzen100.html\">WDR Mitternachtspitzen, ab Minute 24,27 (auch andere Beitr&auml;ge sind nat&uuml;rlich gut)<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (HR\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-21309","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21309","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=21309"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21309\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21315,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21309\/revisions\/21315"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=21309"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=21309"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=21309"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}