{"id":2131,"date":"2007-02-22T10:16:08","date_gmt":"2007-02-22T09:16:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2131"},"modified":"2007-02-22T10:16:08","modified_gmt":"2007-02-22T09:16:08","slug":"hinweise-des-tages-334","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2131","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Gegen die Steueroasen kann keine noch so hohe Unternehmensteuersenkung ankommen.<\/strong><br>\nDie Steuerberater interessieren sich f&uuml;r Malta, das seit 2004 der EU angeh&ouml;rt. Das &ldquo;Malta-Modell&rdquo; ist in einigen deutschen Konzernen ein stehender Begriff. Wer das Modell nutzt, kann seine Steuerlast auf gut vier Prozent dr&uuml;cken. Und der Europ&auml;ische Gerichtshof bietet daf&uuml;r noch rechtlichen Flankenschutz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/163576.html?nv=cd-topnews\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>US-Handelskammer wettert gegen chinesisches Arbeitsvertragsgesetz zur Verbesserung der Arbeitnehmerrechte<\/strong><br>\nMehr als 190.000 Zuschriften hatten Arbeitgeber nach der Lekt&uuml;re des ersten Entwurfs geschickt. Das Gesetz werde &ldquo;Chaos in den Arbeitsmarkt bringen&rdquo;, wetterte die amerikanische Handelskammer. Die Amerikaner stie&szlig;en sich vor allem am verbesserten K&uuml;ndigungsschutz. Die Gesetzgeber zogen die umstrittensten Klauseln zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/163544.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Interessant ist, dass dieselben Kr&auml;fte, die hier China als Drohung gegen die Arbeitnehmer einsetzen, dort Druck gegen die Einf&uuml;hrung von Arbeitnehmerrechten machen.<\/em><\/p>\n<p>Dazu auch:<br>\n<strong>Welthandelsorganisation WTO und Internationale Arbeitsagentur ILO kooperieren jetzt bei der kommentierenden Begleitung der Globalisierung<\/strong><br>\nZusammenfassung eines in der Pariser Tageszeitung Le Monde vom 21.2.2007 erschienen Berichts (Alain Faujas &bdquo;L&rsquo;OMC et l&rsquo;OIT travaillent d&eacute;sormais conjointement sur la mondialisation&ldquo;) von Gerhard Kilper.<\/p>\n<p>Die beiden bisher getrennte Wege gehenden internationalen Organisationen mit Sitz in Genf legten am 19.Februar 2007 ihren ersten gemeinsamen Globalisierungsbericht vor. Sie kommen darin zum Schluss, der mit der Globalisierung einher gehende, verst&auml;rkte internationale Warenaustausch sei dann positiv einzusch&auml;tzen, wenn er von der Politik  mit geeigneten Ma&szlig;nahmen in den Bereichen Besch&auml;ftigung, Bildung und Sozialpolitik begleitet werde.<br>\nDer Bericht hebt nicht &ndash; wie &uuml;blich &ndash; einseitig die Segnungen des Freihandels hervor (gr&ouml;&szlig;ere wirtschaftliche Effizienz oder Schaffung neuer Arbeitspl&auml;tze durch vermehrte internationale Arbeitsteilung), sondern stellt fest, allzu einfache Verallgemeinerungen bei der Herstellung eines Zusammenhangs zwischen Freihandel und Besch&auml;ftigung seien fehl am Platze. Und verst&auml;rkter internationaler Warenaustausch sei f&uuml;r die Arbeitnehmer nicht notwendig an sich eine gute Sache.<br>\nDie Autoren verweisen auf die gr&ouml;&szlig;er werdenden Schere bei der Einkommensverteilung und halten politische Begleit-Ma&szlig;nahmen f&uuml;r die Verlierer des wirtschaftlichen Strukturwandels f&uuml;r unerl&auml;sslich. Aufgabe der Politik sei es, daf&uuml;r zu sorgen, dass die von Unternehmens-Stilllegungen betroffenen Arbeitnehmer wieder in Arbeit und Lohn gebracht werden.<br>\nIn dem von den Autoren vorgeschlagenen Ma&szlig;nahmenkatalog wird &ndash; neben gr&ouml;&szlig;eren Anstrengungen in der Bildungspolitik &ndash; ausdr&uuml;cklich ein verst&auml;rkter Ausbau des sozialen Netzes und eine verst&auml;rkte (steuerliche) Redistributionspolitik zur Korrektur der sich spreizenden Einkommensverteilung gefordert. Die Politik habe durch geeignete, die Globalisierung begleitende Ma&szlig;nahmen ein neues Gleichgewicht zwischen der Sicherheit der Arbeitspl&auml;tze und &ouml;konomischer Effizienz herzustellen.<br>\nGuy Ryder, Generalsekret&auml;r des Weltgewerkschaftsbundes meint, die Regierungen t&auml;uschten ihre B&uuml;rger, wenn sie einfach nicht zur Kenntnis nehmen wollten, dass verst&auml;rkter internationaler Warenaustausch sehr wohl negative Auswirkungen auf die Einhaltung international anerkannter Arbeitsstandards habe. Der vorgelegte Bericht der beiden Organisationen f&uuml;hre den Regierenden anschaulich vor Augen, welche gesellschaftlichen Konsequenzen ein unzureichendes oder fehlendes soziales Netz in Zeiten der Globalisierung habe und wie sich Betriebst&auml;tten-Delokalisierungen (f&uuml;r die betroffenen Arbeitnehmer und ihre Familien) auswirkten.\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Bahnh&ouml;fe zu verkaufen<\/strong><br>\nDie Deutsche Bahn AG will 1800 &raquo;Visitenkarten von St&auml;dten und Gemeinden&laquo; ver&auml;u&szlig;ern.<br>\nTats&auml;chlich ist der Ausverkauf der Bahnh&ouml;fe eine Konkretisierung der Bahnprivatisierung. Er macht im &Uuml;brigen nur Sinn, wenn die Bahn sich aus der Fl&auml;che weitgehend zur&uuml;ckziehen will, was ebenfalls eine logische Folge ihrer Privatisierung ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/02-22\/012.php?print=1\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Verlottertes Netz<\/strong><br>\nAuf dem Weg an die B&ouml;rse spart die Bahn bei den Reparaturkosten, bem&auml;ngelt der Bundesrechnungshof<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/archiv.tagesspiegel.de\/drucken.php?link=archiv\/21.02.2007\/3096979.asp\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Krieg gegen die Intelligenz<\/strong><br>\noder: Warum f&uuml;r eine Verschlechterung des Studiums Studiengeb&uuml;hren n&ouml;tig sind<br>\nvon Wolfgang Essbach.<br>\nDie Universit&auml;t am Ende des Bologna-Prozesses ist in sich &ldquo;betriebswirtschaftlich tayloristisch durchgerechnet &hellip; jede Minute Arbeitszeit von den Studenten verrechnet.&rdquo; Die Folge: &ldquo;ein programmierter Schmalspurhorizont&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.soziologie.uni-freiburg.de\/fachschaft\/politik\/essbach_vortrag_03052005.php\">soziologie.uni-freiburg.de<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar Orlando Pascheit:<\/strong> Ein etwas &auml;lterer Text, dessen Fragestellung aber angesichts der Konzentration der Berichterstattung auf die Studiengeb&uuml;hren nicht unter den Tisch fallen sollte. Essbach fordert, &uuml;ber den Protest gegen die Studiengeb&uuml;hren nicht die grunds&auml;tzliche Verschlechterung des Studiums unter dem  Bologna-Regime zu vergessen. Der eigentliche Skandal sei, da&szlig; die Studenten &ldquo;f&uuml;r die Verschlechterung des Studiums Studiengeb&uuml;hren zahlen sollen&rdquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Verheizte Studiengeb&uuml;hren<\/strong><br>\nDie Beitr&auml;ge der Studenten sollen die Lehre verbessern. Tats&auml;chlich aber werden sie oft zweckentfremdet<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/archiv.tagesspiegel.de\/drucken.php?link=archiv\/21.02.2007\/3096164.asp\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) wurde vom deutschen Rat f&uuml;r Public Relations wegen kontinuierlicher Schleichwerbung in &ouml;ffentlich-rechtlichen Sendern ger&uuml;gt<\/strong><br>\nNach den Recherchen des NDR-Medienmagazins ZAPP, dokumentiert in der Zeitschrift MESSAGE 3\/2006, S. 43-47, hat die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) Fernsehbeitr&auml;ge bei den &ouml;ffentlich-rechtlichen Sendern ZDF, RBB und MDR inhaltlich und finanziell unterst&uuml;tzt. Dabei handelte es sich um die Sendungen &ldquo;Jobjournal&rdquo; (MDR), &ldquo;Arbeitsmarkt aktuell&rdquo; (rbb) und &ldquo;Volle Kanne Susanne&rdquo; (ZDF). Daf&uuml;r wurden von der BA in den Jahren 2004 und 2005 rund 350.000 Euro aufgewandt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/story.htx?nr=944752\">presseportal<\/a><\/li>\n<li><strong>Zum US-Raketenabwehrsystem<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Wie Kanzlerin und Au&szlig;enminister zur US-Raketenabwehr stehen: Sie moderat, er deutlicher. Aber insgesamt wird den Berlinern erst jetzt klar, wie kritisch dieser US-Alleingang ist.<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1079362&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/thema_des_tages&amp;em_ivw=fr_printtdt&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Das US-Raketenabwehrsystem w&uuml;rde die internationale Friedensordnung noch weiter destabilisieren<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1079361&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/thema_des_tages&amp;em_ivw=fr_printtdt&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Aus Angst vor Russland setzt das &ldquo;neue Europa&rdquo; auf die USA<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1079364&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/thema_des_tages&amp;em_ivw=fr_printtdt&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>US-Raketenabwehr und Bush`s Defizite<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1079363&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/thema_des_tages&amp;em_ivw=fr_printtdt&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1\">FR<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>In der SPD w&auml;chst der Widerstand gegen die geplante Reform der Unternehmensteuer. Grund sind unerwartet hohe Einbu&szlig;en f&uuml;r den Staat. Der DGB wirft der Regierung &ldquo;politische T&auml;uschung&rdquo; vor.<\/strong><br>\nStein des Ansto&szlig;es sind offizielle Berechnungen, denen zufolge die geplante Senkung der Unternehmensteuertarife vor allem in der Anfangszeit zu h&ouml;heren Ausf&auml;llen f&uuml;hren wird als angestrebt. Demnach kostet die f&uuml;r 2008 vorgesehene Reform den Staat im ersten Jahr knapp acht Milliarden Euro. In den Jahren 2009 und 2010 soll die Belastung auf 6,9 Milliarden Euro und 6,6 Milliarden sinken. Der Koalitionsausschuss hatte im vergangenen Jahr unter Beteiligung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) beschlossen, die Einnahmeausf&auml;lle auf f&uuml;nf Milliarden Euro zu begrenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_inc\/_globals\/print.php?em_cnt=1079287&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/aktuell&amp;em_ivw=fr_polstart&amp;em_client=fr&amp;em_site_color=1&amp;em_site_style=1&amp;em_site_template=1&amp;em_site_text=1%20\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Hysterische Experten in der Medienrepublik: Die &Ouml;konomen stellen sich auf einen l&auml;ngeren Aufschwung in Deutschland ein. Vor 18 Monaten sah das noch ganz anders aus.<\/strong><br>\n&bdquo;Entscheidend ist, dass sich eine &ouml;konomische Grundansicht durchgesetzt und bewahrheitet hat: Ohne steigende Nachfrage geht es nicht&ldquo;, analysierte J&uuml;rgen Kromphardt, fr&uuml;heres Mitglied des Sachverst&auml;ndigenrates.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/arbeitundberuf\/542874.html\">Netzzeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Michael R. Kr&auml;tke: Steuern und Grundrechte: Das Recht auf ein Existenzminimum<\/strong><br>\nLeider eignet sich das bedingungslose Grundeinkommen nicht f&uuml;r die Art der Reformpolitik, die in kapitalistischen Demokratien m&ouml;glich ist. Jeder radikale Bruch mit dem bestehenden System der Sozialleistungen und -transfers w&auml;re mit erheblichen Verlusten f&uuml;r eine Mehrheit von Lohnabh&auml;ngigen und Sozialleistungsempf&auml;ngern verbunden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/textsicht.php?id=2858\">linksnet<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2131","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2131","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2131"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2131\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2131"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2131"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2131"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}