{"id":21347,"date":"2014-04-10T09:08:15","date_gmt":"2014-04-10T07:08:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21347"},"modified":"2019-03-18T11:57:49","modified_gmt":"2019-03-18T10:57:49","slug":"hinweise-des-tages-2106","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21347","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL) weiterlesen<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21347#h01\">DGB: Wir brauchen eine Ausbildungsgarantie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21347#h02\">Lohndumping-Urteil: 1,54 Euro Stundenlohn sind keine Ausbeutung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21347#h03\">Arbeitsverweigerern soll Hartz IV gestrichen werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21347#h04\">Satte Dividende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21347#h05\">Antwort der Bundesregierung: Auswirkungen der Rente mit 63<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21347#h06\">B&uuml;rgerrechtler fordern politische Abkehr von Vorratsdatenspeicherung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21347#h07\">Abschuss entf&uuml;hrter Flugzeuge: Realit&auml;tsfremd, &uuml;berfl&uuml;ssig und verfassungsrechtlich fragw&uuml;rdig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21347#h08\">Finanz-Lobby: Banken-Lobby beherrscht Br&uuml;ssel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21347#h09\">Rede zur Finanzwelt: Gauck, der Banker-Versteher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21347#h10\">Steuerausf&auml;lle durch Aktiendeals: Kubicki kritisiert &ldquo;Gesinnungsstrafrecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21347#h11\">Geheime-Liste: Worauf die Schufa achtet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21347#h12\">Schon wieder &ndash; Neues Gesch&auml;ftsmodell mit US-Immobilien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21347#h13\">Mappus wehrt sich gegen &bdquo;Rufmord&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21347#h14\">Glossar zur &Ouml;konomisierung von Bildung geht online<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21347#h15\">Albrecht M&uuml;ller gratuliert Kontext:Wochenzeitung &ndash; Gegen die gro&szlig;en Meinungsmacher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21347#h16\">Regierungsamtliche Vokative &ndash; &Uuml;ber die Stellungnahmen  zur Krim<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21347#h17\">Venezuela, Land ohne Mitte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21347#h18\">Niels Kadritzke: Eine m&uuml;hselige Nachbarschaft &ndash; Griechen, Albaner und die Last der Geschichte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21347#h19\">Ruanda: Genozid im Giftschrank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21347#h20\">War Ankara in den Giftgas-Angriff verwickelt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21347#h21\">Zu guter Letzt: Das EuGH-Urteil<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21347&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>DGB: Wir brauchen eine Ausbildungsgarantie<\/strong><br>\nZu dem heute im Bundeskabinett beschlossenen Berufsbildungsbericht 2014 sagte Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende, am Dienstag in Berlin:<br>\n&bdquo;Der Ausbildungsmarkt befindet sich in einer handfesten Krise: Trotz einer robusten Konjunktur und steigender Schulabg&auml;ngerzahlen haben wir 2013 einen historischen Tiefstand bei neuen Ausbildungsvertr&auml;gen erreicht. Die Zahl der abgeschlossenen Vertr&auml;ge sank mit 530.700 auf den niedrigsten Wert seit 1977 &ndash; und damals wurden nur die westdeutschen Bundesl&auml;nder gez&auml;hlt. Nur noch gut jeder f&uuml;nfte Betrieb bildet aus. Von 816.000 ausbildungsreifen Bewerbern haben nur 530.700 einen Ausbildungsplatz bekommen. Somit ging rund jeder dritte Jugendliche bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz leer aus. Gleichzeitig konnten 33.500 Ausbildungspl&auml;tze nicht besetzt werden.<br>\nDiese Zahlen zeigen: Es gibt massive Verwerfungen auf dem Ausbildungsmarkt. Einzelne Branchen haben gro&szlig;e Schwierigkeiten, ihre Ausbildungspl&auml;tze zu besetzen. Dies gilt insbesondere f&uuml;r das Hotel- und Gastst&auml;ttengewerbe sowie das B&auml;cker- und Fleischerhandwerk. Gerade in dieser Branche aber findet man auch die schlechtesten Ausbildungsbedingungen. Fast jeder zweite Ausbildungsvertrag wird hier vorzeitig aufgel&ouml;st. Branchen, die f&uuml;r Jugendliche wieder attraktiv werden wollen, m&uuml;ssen ihnen gute Ausbildungsbedingungen, eine bessere Bezahlung und gute Perspektiven bieten&hellip;\n<p>Laut Berufsbildungsbericht gibt es rund 21.000 unversorgte Bewerber, die in der Tat komplett ohne Angebot geblieben sind.<\/p>\n<p>Hinzu kamen 2013 noch 62.500 junge Menschen, die von der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) als &bdquo;ausbildungsreif&ldquo; eingestuft wurden und trotzdem in Ersatzma&szlig;nahmen wie Praktika, Einstiegsqualifizierungen und berufsvorbereitenden Ma&szlig;nahmen geparkt wurden. Diese Jugendlichen haben der BA aber angezeigt, dass sie aktuell noch einen Ausbildungsplatz suchen. Um ein realistischeres Bild der Lage auf dem Ausbildungsmarkt zu bekommen, m&uuml;ssten zumindest diese Jugendlichen als unversorgt eingestuft werden. Damit sind allein 2013 insgesamt 83.500 Bewerber ohne Ausbildungsplatz geblieben &ndash; und das bei 33.500 offenen Pl&auml;tzen. Schon nach dieser Statistik &uuml;bersteigt die Nachfrage das Angebot an Ausbildungspl&auml;tzen um mehr als das Doppelte.<\/p>\n<p>Zus&auml;tzlich haben 106.640 Jugendliche den Bewerberstatus erhalten, konnten aber trotzdem keinen Ausbildungsvertrag unterzeichnen. Sie wurden ebenfalls in Ma&szlig;nahmen geparkt, haben der BA aber nicht angezeigt, dass sie unmittelbar noch einen Ausbildungsplatz suchen. Es ist davon auszugehen, dass diese Jugendlichen ihren Ausbildungswunsch f&uuml;r das laufende Jahr nur aufgeschoben haben. Das hei&szlig;t: Auch diese Jugendlichen sind noch nicht ad&auml;quat versorgt.<\/p>\n<p>Im Ausbildungsjahr 2013 gab es zudem 95.620 junge Bewerber, deren Verbleib aus Sicht der BA unbekannt ist.<\/p>\n<table width=\"99%\" style=\"margin-bottom: 10px\">\n<tr>\n<td>Junge Menschen mit Ausbildungsvertrag<\/td>\n<td>530.714<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Bewerber\/innen in Ma&szlig;nahmen\/&Uuml;bergangsbereich mit Vermittlungsauftrag<\/td>\n<td>62.530<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Bewerber\/innen in Ma&szlig;nahmen\/&Uuml;bergangsbereich ohne Vermittlungsauftrag<\/td>\n<td>106.640<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Bewerber\/innen, deren Verbleib nicht bekannt ist<\/td>\n<td>95.622<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Offiziell unversorgte Bewerber\/innen<\/strong><\/td>\n<td>21.034<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>INSGESAMT AUSBILUNGSINTERESSIERTE<\/strong><\/td>\n<td>816.540<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>Insgesamt haben von den 816.540 jungen Menschen, die 2013 ein ernsthaftes Interesse an einer Ausbildung hatten und als &bdquo;ausbildungsreif&ldquo; deklariert wurden,  lediglich 530.714 einen Ausbildungsvertrag unterschrieben. Damit haben nur 65,0 Prozent dieser jungen Menschen einen Ausbildungsplatz gefunden. Dies ist trotz robuster Konjunktur gegen&uuml;ber dem Jahr 2010 (68,3 Prozent) ein deutlicher R&uuml;ckgang. Die Integrationskraft des dualen Systems l&auml;sst nach.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++69146a12-bf0c-11e3-b32f-52540023ef1a\">DGB<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bmbf.de\/de\/berufsbildungsbericht.php\">Berufsbildungsbericht 2014<\/a><\/p>\n<p><em>Dazu passt:<\/em><\/p>\n<p><strong>Fachkr&auml;ftemangel bek&auml;mpfen, Wettbewerbsf&auml;higkeit sichern<\/strong><br>\nViele deutsche Unternehmen sehen im Fachkr&auml;ftemangel ein Risiko f&uuml;r ihre wirtschaftliche Entwicklung. Um gegenzusteuern, setzen sie vor allem auf die Ausbildung eigenen Nachwuchses. Dieses Engagement k&ouml;nnte durch die Einf&uuml;hrung eines fl&auml;chendeckenden Mindestlohns ab 18 Jahren in Gefahr geraten, f&uuml;rchtet der DIHK.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/inx.odav.de\/inxmail22\/d\/d.pdf?q000euh000bpxo00d0000000000000000cgykoj03\">DIHK<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung HR:<\/strong> Diesem Lobbyverband im Interesse von Arbeitgebern ist offenbar nichts zu dreist; ein Beispiel: Durch einen Mindestlohn von 8,50 Euro w&uuml;rden Schulabg&auml;nger einen Monatslohn von 1500 Euro erhalten &ldquo;statt eine perspektivisch viel lohnendere Ausbildung mit einer niedrigeren Ausbildungsverg&uuml;tung zu absolvieren&rdquo;.<br>\nDie Arbeitgeber k&ouml;nnten dem ja einen Riegel vorschieben, in dem sie die Ausbildungsverg&uuml;tung erh&ouml;hen und in den Mindestlohn miteinbeziehen.<br>\n&Uuml;brigens: Um einen Monatslohn von 1500 Euro zu erhalten, muss die junge Arbeitnehmerschaft &ndash; bei einem Mindestlohn von 8,50 Euro &ndash; w&ouml;chentlich rund 45 Stunden arbeiten &ndash; Brutto.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Lohndumping-Urteil: 1,54 Euro Stundenlohn sind keine Ausbeutung<\/strong><br>\nEin Stundenlohn von 1,54 Euro kann rechtens sein. Das hat nun ein Arbeitsgericht entschieden. Das Gericht argumentierte, die B&uuml;rokr&auml;fte eines Anwalts h&auml;tten den Lohn freiwillig akzeptiert&hellip;<br>\nDie L&ouml;hne seien durchaus sittenwidrig, urteilte das Gericht. Der Anwalt habe aber nicht ausbeuterisch gehandelt: Die zwei Besch&auml;ftigten h&auml;tten auf eigenen Wunsch unter diesen Konditionen angefangen, um wieder Fu&szlig; auf dem Arbeitsmarkt zu fassen. Zus&auml;tzlich hatten beide Aufstockerleistungen vom Staat erhalten, um &uuml;berleben zu k&ouml;nnen. Das Jobcenter wollte von dem Anwalt Sozialleistungen in H&ouml;he von 4100 Euro zur&uuml;ckhaben.<br>\nIm Prozess ging es um die Frage, ob der Anwalt die Besch&auml;ftigten ausgenutzt habe und ein &ldquo;krasses Missverh&auml;ltnis&rdquo; zwischen geleisteter Arbeit und monet&auml;rer Gegenleistung vorliege. Der Anwalt argumentierte, dass den beiden geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigten in seiner Kanzlei die Qualifikation f&uuml;r einen h&ouml;heren Lohn fehle, um ihnen mehr Geld zu zahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/lohndumping-urteil-1-54-euro-stundenlohn-sind-keine-ausbeutung-a-963466.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Arbeitsverweigerern soll Hartz IV gestrichen werden<\/strong><br>\nWer sich hartn&auml;ckig vor der Arbeit dr&uuml;ckt und Termine mit dem Jobcenter einfach ignoriert, soll k&uuml;nftig h&auml;rter bestraft werden. Die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit hat daf&uuml;r Vorschl&auml;ge ausgearbeitet.<br>\nDie Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) will unwillige Hartz-IV-Empf&auml;nger k&uuml;nftig h&auml;rter bestrafen. Laut neuen Pl&auml;nen der Agentur sollen sie kein Geld mehr bekommen, wenn sie mehrmals Termine beim Jobcenter vers&auml;umen oder die Arbeit verweigern. Werden Termine beim Jobcenter verpasst, soll der Hartz-IV-Empf&auml;nger innerhalb von sieben Wochen noch zwei weitere Einladungen erhalten; werden auch diese Termine verpasst, sollen die Geldleistungen &bdquo;bis zur pers&ouml;nlichen Meldung&ldquo; beim Jobcenter gestrichen werden.<br>\nEine Sprecherin der Agentur best&auml;tigte gegen&uuml;ber FAZ.NET entsprechende Pl&auml;ne, &uuml;ber die zuvor &bdquo;Bild&ldquo; berichtet hatte. Die BA habe f&uuml;r die Bund-L&auml;nder-Arbeitsgruppe ein 63-Seiten-Papier verfasst.<br>\nOb die Vorschl&auml;ge umgesetzt werden, muss nun die Politik entscheiden. Die Agentur beklagt, dass sie einigen unwilligen Hartz-IV-Empf&auml;ngern &bdquo;hinterher laufen muss&ldquo;, weil sie einfach nicht erreichbar seien. Bisher werden s&auml;umige Hartz-IV- Empf&auml;nger bei sogenannten &bdquo;Meldeverst&ouml;&szlig;en&ldquo; in einem gestuften Verfahren sanktioniert: Verpasst ein Hilfeempf&auml;nger grundlos einen Termin mit seinem Betreuer im Jobcenter, droht ihm zun&auml;chst eine K&uuml;rzung seiner Hartz-IV-Leistung um zehn Prozent. Bei zwei vers&auml;umten Terminen innerhalb eines Jahres m&uuml;sse er mit einer 20-prozentigen K&uuml;rzung, beim dritten vers&auml;umten Termin mit einer 30-prozentigen K&uuml;rzung rechen. Aber auch das gehe nur, nachdem bei der Person angefragt worden sei, warum sie die Termine nicht wahrnehme, sagte eine Sprecherin.<br>\nMit dem neuen Plan will die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit zu der sch&auml;rferen Regelung zur&uuml;ckkehren, die bereits fr&uuml;her einmal gegolten hat. Es sei nicht die Absicht, Hartz-IV-Empf&auml;nger unn&ouml;tig zu drangsalieren. Wer sich beim Jobcenter melde und eine vern&uuml;nftige Entschuldigung f&uuml;r verpasste Termine habe, der soll sein Geld auch r&uuml;ckwirkend wieder ausbezahlt bekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/plan-der-bundesagentur-arbeitsverweigerern-soll-hartz-iv-gestrichen-werden-12885276.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung HR:<\/strong> Weshalb ist die alte Regelung eigentlich nicht mehr in Kraft? Was ist eine &ldquo;vern&uuml;nftige Entschuldigung f&uuml;r verpasste Termine&rdquo;? Wie sollen bei lediglich 757.498 Stellen und 257.875 Ausbildungsstellen die 3.130514 Bewerber (Stand: 09.04.2014) erfolgreich vermittelt werden?<br>\nSolche und &auml;hnliche Fragen k&ouml;nnten sich auch die Mitarbeiter -insbesondere die in den h&ouml;heren Etagen- der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit stellen und dann die entsprechend abgeleiteten Forderungen an die Politik richten anstatt ewig die eigene &ldquo;Kundschaft&rdquo; unter Druck zu setzen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Satte Dividende<\/strong><br>\nDaimler sch&uuml;ttet so viel Geld an Aktion&auml;re aus wie noch nie. Grundlage sind Effizienzsteigerung und Kostensenkung zu Lasten der Besch&auml;ftigten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/04-10\/040.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Antwort der Bundesregierung: Auswirkungen der Rente mit 63<\/strong><br>\nEine Zunahme &auml;lterer Leistungsbezieherinnen und Leistungsbezieher von Arbeitslosengeld im  Zuge von Fr&uuml;hverrentungsma&szlig;nahmen ist nicht zu erwarten&hellip; Die Altersgrenze f&uuml;r den fr&uuml;hestm&ouml;glichen Zugang in eine Altersrente bleibt unver&auml;ndert. Einer Fr&uuml;hverrentungspraxis wirken auch die bestehenden Regelungen im Recht der Arbeitsf&ouml;rderung entgegen: Unter anderem ist der Bezug von Arbeitslosengeld mit deutlichen finanziellen Einbu&szlig;en verbunden. Im Falle einer vorwerfbar herbeigef&uuml;hrten Arbeitslosigkeit ruht ein Anspruch auf Arbeitslosengeld f&uuml;r die Dauer einer Sperrzeit von regelm&auml;&szlig;ig zw&ouml;lf Wochen; dar&uuml;ber hinaus wird die Dauer des Anspruchs um ein Viertel gek&uuml;rzt.<br>\nWird ein Arbeitsverh&auml;ltnis vorzeitig, das hei&szlig;t ohne Einhaltung der ma&szlig;geblichen K&uuml;ndigungsfrist, unter Zahlung einer Abfindung beendet, f&uuml;hrt dies zu einem zeitweisen Ruhen des Anspruchs auf Arbeitslosengeld. Im Falle eines Ruhens wegen Abfindung von mehr als einem Monat sind Arbeitslose zudem gezwungen, die Beitr&auml;ge zur Krankenversicherung selbst zu tragen&hellip;.\n<p>Im parlamentarischen Verfahren ist zu pr&uuml;fen, ob und wie Fr&uuml;hverrentung durch eine verfassungskonforme Regelung verhindert werden kann. In jedem Fall sollen ab dem Jahr 2018 die Auswirkungen der Rente ab 63, insbesondere die Inanspruchnahme und die Erf&uuml;llung der Zugangsvoraussetzungen durch Zeiten des Arbeitslosengeldbezugs, evaluiert werden&hellip;<\/p>\n<p>Es wird davon ausgegangen, dass im Einf&uuml;hrungsjahr insgesamt rund 200.000 Personen von der neuen Regelung profitieren und dass rund ein Viertel ohne diese Regelung einen sp&auml;teren Rentenzugang gew&auml;hlt h&auml;tte. Der gesamte Altersrentenzugang 2014 d&uuml;rfte rund 700.000 Personen betragen (bis zum Jahr 2030 demografisch bedingter Anstieg auf rund 850.000 Personen). Im Zeitverlauf wird mit  einer Zunahme der Beg&uuml;nstigten auf gut drei Millionen Personen bis zum Jahr 2030 gerechnet. Anf&auml;nglich &uuml;berwiegt der Anteil an den Mehrausgaben, der auf vorgezogene Renten entf&auml;llt (rund 75 Prozent). Dieser Anteil entwickelt sich im Zeitablauf r&uuml;ckl&auml;ufig, zum einen, weil die Kosten infolge der wegfallenden Abschl&auml;ge &uuml;ber die neu zugehenden Renten im Rentenbestand kumulieren, zum  anderen, weil die Altersgrenze f&uuml;r den abschlagsfreien Rentenzugang stufenweise auf das vollendete 65. Lebensjahr angehoben wird. Langfristig stellen die  Mehrkosten infolge der wegfallenden Abschl&auml;ge den &uuml;berwiegenden Teil der Kosten f&uuml;r die Regelung dar (knapp 70 Prozent)&hellip;<\/p>\n<p>W&uuml;rden bei den Zugangsvoraussetzungen zur abschlagsfreien Rente ab 63 Jahren &ndash; neben Pflichtbeitr&auml;gen f&uuml;r eine versicherte Besch&auml;ftigung oder T&auml;tigkeit und Ber&uuml;cksichtigungszeiten &ndash; alle Zeiten des Bezugs von Arbeitslosengeld und von Arbeitslosengeld II (einschlie&szlig;lich Zeiten des Bezugs von Arbeitslosenhilfe) ber&uuml;cksichtigt aber auf f&uuml;nf Jahre begrenzt, w&uuml;rden anf&auml;nglich rund 220.000 Personen von der Ma&szlig;nahme profitieren. Die Kosten w&auml;ren entsprechend um rund 10 Prozent h&ouml;her als im Gesetzentwurf ausgewiesen. <\/p>\n<p>Nach dem Entwurf eines Gesetzes &uuml;ber Leistungsverbesserungen in der gesetzlichen Rentenversicherung sollen Zeiten des Arbeitslosengeldbezugs, nicht jedoch Zeiten des Arbeitslosengeld-II-Bezugs f&uuml;r die Wartezeit von 45 Jahren f&uuml;r die abschlagsfreie Rente ab 63 Jahren ber&uuml;cksichtigt werden. Sinn der abschlagsfreien Altersrente ab 63 Jahren f&uuml;r besonders langj&auml;hrig Versicherte ist es, auch unter Ber&uuml;cksichtigung von Zeiten der kurzfristigen Arbeitslosigkeit, eine besonders langj&auml;hrige rentenversicherte Besch&auml;ftigung mit entsprechender Beitragszahlung zu privilegieren&hellip;<\/p>\n<p>W&uuml;rden Zeiten der Arbeitslosigkeit insgesamt (also Zeiten des Bezugs von Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II sowie Zeiten der Arbeitslosigkeit ohne Leistungsbezug) f&uuml;r die Wartezeit von 45 Jahren f&uuml;r die Rente ab 63 Jahren ber&uuml;cksichtigt, w&auml;re aus Sicht der Bundesregierung kein sachlicher Grund f&uuml;r eine unterschiedliche Behandlung mit anderen Anrechnungszeiten (beispielsweise der Zeit eines Hochschulstudiums oder einer Krankheit ohne Leistungsbezug) ersichtlich. Ein solcher Grund w&auml;re aber erforderlich, um eine solche Ungleichbehandlung vor Artikel 3 Absatz 1 des Grundgesetzes zu rechtfertigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/18\/009\/1800955.pdf\">Deutscher Bundestag [PDF &ndash; 235 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>B&uuml;rgerrechtler fordern politische Abkehr von Vorratsdatenspeicherung<\/strong><br>\nNach dem Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs, der die Unvereinbarkeit der EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung mit europ&auml;ischen Grundrechten festgestellt hat, fordern die im Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung (AK Vorrat) zusammengeschlossenen B&uuml;rgerrechtler den endg&uuml;ltigen Verzicht auf diese Form der Massen&uuml;berwachung.\n<p>Als geradezu absurd bezeichnet der AK Vorrat die bekundete Absicht der Bundesregierung, trotz dieses Urteils z&uuml;gig die Wiedereinf&uuml;hrung der Protokollierung der Verbindungsdaten aller Telefonate, Emails und Internetnutzungen anzugehen. &ldquo;Es gibt jetzt keine Verpflichtung mehr, diese Form der &Uuml;berwachung in Deutschland wiedereinzuf&uuml;hren,&rdquo; sagt Kai-Uwe Steffens vom Arbeitskreis. Werner H&uuml;lsmann vom AK Vorrat erg&auml;nzt: &ldquo;Angesichts der nicht nachgewiesenen Wirkung und sch&auml;dlichen Nebenwirkungen der Vorratsdatenspeicherung, gebieten es die Grunds&auml;tze der Rechtsstaatlichkeit, die B&uuml;rger vor der Totalprotokollierung zu sch&uuml;tzen.&rdquo;<\/p>\n<p>&ldquo;Vorratsdatenspeicherung ist auch ein wesentlicher Teil der NSA-Spionageprogramme,&rdquo; erg&auml;nzt Ingo J&uuml;rgensmann. &ldquo;Die Bundesregierung muss ihre Kr&auml;fte jetzt dazu einsetzen, die Menschen im Land vor diesen Angriffen auf ihre fundamentalen Rechte zu sch&uuml;tzen, statt ihnen mit der gleichen Form von &Uuml;berwachung auch noch in den R&uuml;cken zu fallen.&rdquo;<\/p>\n<p>Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung ruft dazu auf, am Samstag, den 12. April in K&ouml;ln gegen die drohende Wiedereinf&uuml;hrung der Vorratsdatenspeicherung durch die schwarz-rote Bundesregierung und gegen Massen&uuml;berwachung zu demonstrieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vorratsdatenspeicherung.de\/content\/view\/739\/1\/lang,de\/\">Stoppt die Vorratsdatenspeicherung<\/a><\/p>\n<p><em>Dagegen:<\/em><\/p>\n<p><strong>Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) h&auml;lt trotz des EuGH-Urteils eine anlasslose Vorratsdatenspeicherung f&uuml;r notwendig<\/strong><br>\nArmbr&uuml;ster: Ich verstehe das schon. Sie meinen, wir sollen diese Daten schon speichern, bevor diese Leute &uuml;berhaupt in Erscheinung getreten sind, dass wir hinterher darauf zur&uuml;ckgreifen k&ouml;nnen. Aber genau da sagen die Richter ja, das ist anlasslos und deshalb eigentlich nicht mit geltendem Recht vereinbar.<\/p>\n<p>Herrmann: Wir sind schon der Meinung, dass dies notwendig ist, dass wir nat&uuml;rlich auch solche Daten f&uuml;r einen sehr &uuml;berschaubaren Zeitraum wie drei Monate entsprechend auf Vorrat speichern m&uuml;ssen. Das ist auch nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts mit der deutschen Rechtsordnung vereinbar. Und wir m&uuml;ssen deswegen jetzt auch nicht auf eine neue Richtlinie aus Br&uuml;ssel warten. Wir haben die eigene Gesetzgebungskompetenz in der Bundesrepublik Deutschland und davon muss jetzt auch Gebrauch gemacht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/vorratsdatenspeicherung-wir-brauchen-ein-rechtsstaatlich.694.de.html?dram:article_id=282371\">Deutschlandfunk<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Abschuss entf&uuml;hrter Flugzeuge: Realit&auml;tsfremd, &uuml;berfl&uuml;ssig und verfassungsrechtlich fragw&uuml;rdig<\/strong><br>\nDie jetzt bekannt gewordene Absicht der Gro&szlig;en Koalition, das Grundgesetz (GG) zu &auml;ndern, um die Bek&auml;mpfung von terroristischen Luftangriffen im Inneren durch die Bundeswehr m&ouml;glich zu machen, ist nach Auffassung des Vorsitzenden der Humanistischen Union Werner Koep-Kerstin &bdquo;ein weiterer Tabubruch, mit dem die verfassungsrechtliche Trennung von Polizei und Milit&auml;r, von innerer und &auml;u&szlig;erer Sicherheit immer unsch&auml;rfer wird&ldquo;.\n<p>Die neue Initiative f&uuml;ge sich in die Politik der Bundesregierung, &bdquo;von bisher bew&auml;hrten Grunds&auml;tzen eines verfassungsrechtlichen und friedenspolitischen Konsenses abzur&uuml;cken&ldquo;, erkl&auml;rte Koep-Kerstin. So sehe der Koalitionsvertrag auch eine Aufweichung des sog. Parlamentsvorbehaltes bei Auslandseins&auml;tzen vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.humanistische-union.de\/nc\/aktuelles\/aktuelles_detail\/back\/aktuelles\/article\/realitaetsfremd-ueberfluessig-und-verfassungsrechtlich-fragwuerdig-die-neuerlichen-plaene-der-grosse\/\">Humanistische Union<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Finanz-Lobby: Banken-Lobby beherrscht Br&uuml;ssel<\/strong><br>\nBanken, Versicherungen und Fondsgesellschaften legen sich in Br&uuml;ssel m&auml;chtig ins Zeug, um Einfluss auf die Finanzgesetzgebung zu nehmen. Das ist seit langem klar. Doch genauere Untersuchungen dar&uuml;ber, wie m&auml;chtig die Finanzlobby in der EU-Hauptstadt ist, gab es bislang nicht. Das hat die Organisation Corporate Europe Observatory (CEO) nun mit einer Studie nachgeholt, die der FR vorliegt. Mit erschreckenden Ergebnissen.<br>\nCEO hat ermittelt, dass mehr als 700 Unternehmen &ndash; Finanzinstitute, aber auch Verb&auml;nde, Kanzleien oder Beratungsfirmen &ndash; mit mindestens 1700 Lobbyisten unterwegs sind, um die Interessen der Finanzlobby durchzudr&uuml;cken. Jedem Beamten in der Europ&auml;ischen Kommission, der sich mit Finanzthemen besch&auml;ftige, st&uuml;nden somit vier Lobbyisten gegen&uuml;ber. Am m&auml;chtigsten sei die britische Finanzlobby. Dagegen gebe es nur etwa 150 Gewerkschaften, Verbraucherorganisationen und Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs).<br>\nDie allerdings haben oft kein oder nur wenig Personal, das sich ausschlie&szlig;lich um Finanzthemen k&uuml;mmert. Stattdessen m&uuml;ssen die Mitarbeiter h&auml;ufig mehrere verschiedene Themen bearbeiten. Selbst die gro&szlig;en Organisationen haben nur begrenzte Ressourcen: So hat der europ&auml;ische Dachverband der nationalen Verbraucherschutzverb&auml;nde BEUC 33 Mitarbeiter in Br&uuml;ssel von denen drei Finanzthemen beackern.<br>\nBei der Finanzierung haben die gesellschaftsnahen Organisationen ohnehin keine Chancen gegen die Finanzindustrie. Nach konservativen Berechnungen von CEO gibt diese in Br&uuml;ssel alleine f&uuml;r die Geh&auml;lter ihrer Lobbyisten jedes Jahr 123 Millionen Euro aus. Die Gewerkschaften, Verbraucherschutzorganisationen und NGOs dagegen zahlen ihren f&uuml;r Finanzthemen zust&auml;ndigen Mitarbeitern weniger als vier Millionen Euro. Das Ungleichgewicht sei eklatanter als in allen anderen Branchen, so CEO.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/finanz-lobby-banken-lobby-beherrscht-bruessel,1472780,26796076.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Rede zur Finanzwelt: Gauck, der Banker-Versteher<\/strong><br>\nJ&uuml;rgen Fitschen konnte sein Gl&uuml;ck kaum fassen, als er nach Joachim Gauck die B&uuml;hne betrat. Der Applaus der 800 Banker hallte noch nach. Einige Funktionstr&auml;ger in den ersten Reihen waren sogar aufgestanden, um den Bundespr&auml;sidenten mit Standing Ovations zu feiern. Und auch Fitschen rang sichtlich nach Worten, um Gaucks Rede geb&uuml;hrend zu w&uuml;rdigen. Der Bundespr&auml;sident habe &ldquo;uns aus dem Herzen gesprochen&rdquo;, jubelte der Co-Chef der Deutschen Bank und Pr&auml;sident des Deutschen Bankenverbands schlie&szlig;lich. Er sp&uuml;re &ldquo;viel Unterst&uuml;tzung und Vertrautheit mit Ihrem Umgang mit unserem Thema&rdquo;.<br>\nIn der Tat: In seiner mit Spannung erwarteten Rede auf dem Deutschen Bankentag hatte Gauck die leidgeplagten Bankerseelen gestreichelt. Es war eine Mischung aus wohl dosierter Kritik und ganz viel Verst&auml;ndnis. Sicher, &ldquo;einige Banken und einige Mitarbeiter&rdquo; h&auml;tten sich eine Menge zuschulden kommen lassen, konstatierte Gauck. &ldquo;Da war viel fehlgeleitete Kreativit&auml;t im Spiel&rdquo; &ndash; was er ja fr&uuml;her auch schon kritisiert habe.<br>\nDoch inzwischen habe sich &ldquo;viel getan&rdquo;. Viele Banken h&auml;tten Fehler eingestanden, neue Gesch&auml;ftsmodelle entwickelt und sich ethischen Fragen gestellt. &ldquo;Kein Zweifel: Die Branche befindet sich im Wandel.&rdquo; Das ist exakt der Duktus, den die Banker mittlerweile selber pflegen, wenn es um die Aufarbeitung ihrer unr&uuml;hmlichen Vergangenheit geht: Fehler eingestehen und den Wandel versprechen.<br>\nDass es diesmal viel sanfter zuging, h&auml;ngt zum einen damit zusammen, dass Gauck einen deutlich wirtschaftsfreundlichen Kurs f&auml;hrt als seine Vorg&auml;nger. Erst im Januar hatte er sich in einer Rede gegen staatliche &Uuml;berregulierung ausgesprochen und den deutschen Neoliberalismus verteidigt. &ldquo;Freiheit in der Gesellschaft und Freiheit in der Wirtschaft geh&ouml;ren zusammen&rdquo;, hatte Gauck damals gesagt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/rede-gauck-schont-die-banken-a-963442.html\">SPON<\/a>\n<p><em>Dazu passt:<\/em><\/p>\n<p><strong>Wirkungslose Kontrolle &ndash; Banken zocken weiter<\/strong><br>\nIn der Finanzkrise 2008 stand die Welt am Abgrund. In den vergangen f&uuml;nf Jahren wollten Bundesregierung und EU-Kommission die Finanzindustrie an die kurze Leine legen. Das politische Versprechen: Nie wieder sollen Steuerzahler f&uuml;r Kasino-Kapitalismus und Zockerei bezahlen. &ldquo;Jedes Finanzmarktprodukt, jeder Finanzplatz und jeder Teilnehmer m&uuml;ssen einer Regulierung unterworfen werden&rdquo;, versprach Bundeskanzlerin Merkel bei jeder sich bietenden Gelegenheit.<br>\nDoch die m&auml;chtige Lobby der Finanzindustrie hat es geschafft, viele der neuen Regeln aufzuweichen &ndash; bei Eigenkapital, EU-Rettungsschirm und im Reich der Schattenbanken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/frontal21.zdf.de\/ZDF\/zdfportal\/programdata\/f66838f5-a8fb-3da8-aa23-7a6accf45314\/20287375?doDispatch=1#\">ZDF<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Steuerausf&auml;lle durch Aktiendeals: Kubicki kritisiert &ldquo;Gesinnungsstrafrecht<\/strong><br>\nZuerst war Wolfgang Kubicki &uuml;ber die Banken emp&ouml;rt, die mit dubiosen Aktiendeals den Staat jahrelang um viele Milliarden Euro betrogen haben sollen. Der FDP-Politiker aus Kiel sprach von &ldquo;ungeheuerlichen&rdquo; Vorg&auml;ngen. Beim Handel von Aktien mit (Cum) und ohne (Ex) Dividendenberechtigung haben Geldinstitute und Fonds offenbar gezielt die Finanzbeh&ouml;rden get&auml;uscht und sich Kapitalertragssteuern, die nur ein Mal an den Fiskus abgef&uuml;hrt wurden, von diesem mehrmals erstatten lassen. Solche Gesch&auml;fte erf&uuml;llten &ldquo;ohne jeden Zweifel den objektiven und subjektiven Tatbestand der Steuerhinterziehung&rdquo;, schimpfte der Freidemokrat Mitte 2013. Damals war bekannt geworden, dass auch die staatliche HSH Nordbank bei solchen Deals mitgemischt hatte. Miteigner der HSH ist das Land Schleswig-Holstein, dort steht Kubicki der FDP-Fraktion im Landtag vor und redet gerne Klartext. &ldquo;Eine Bank, die von sich behauptet, ihr sei die Tragweite dieser Gesch&auml;fte nicht klar gewesen, muss sich fragen lassen, ob sie &uuml;berhaupt gesch&auml;ftsf&auml;hig ist.&rdquo;<br>\nJetzt ist Kubicki wieder emp&ouml;rt, dieses Mal aber &uuml;ber den Staat, der hart vorgeht gegen die Betreiber derartiger Cum-Ex-Deals. Das sei &ldquo;Gesinnungsstrafrecht&rdquo;. Der Politiker hat in seinem Hauptjob als Anwalt inzwischen einen Mandanten, gegen den die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft wegen Steuerhinterziehung in einem besonders schweren Fall ermittelt. Es geht um Transaktionen bei der Hypo-Vereinsbank (HVB). Kubicki sagt, er habe sich als Verteidiger intensiv eingearbeitet in das Thema und nunmehr erkannt, was da wirklich gelaufen sei. Steueroptimierung bei Cum-Ex-Gesch&auml;ften sei bis 2012 nicht verboten gewesen. &ldquo;Der Bund hat aus mir unerfindlichen Gr&uuml;nden zehn Jahre gebraucht, um diese Steuerl&uuml;cke zu schlie&szlig;en.&rdquo; Die Politik sei selbst schuld an dem Malheur. Mehrere Regierungen, egal welcher Couleur, h&auml;tten versagt und k&ouml;nnten das jetzt nicht auf Banken und andere Beschuldigte abw&auml;lzen. Man m&uuml;sse zwischen Moral und Strafrecht trennen. &ndash; Der Fiskus ermittelt bundesweit in mehr als 50 F&auml;llen, mehr als zehn davon sind mittlerweile auch bei diversen Staatsanwaltschaften anh&auml;ngig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/steuerausfaelle-durch-aktiendeals-kubicki-kritisiert-gesinnungsstrafrecht-1.1931136\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Unabh&auml;ngig davon, wie das Verfahren beim Bundesfinanzhof (BFH) in M&uuml;nchen ausgeht, liefert Wolfgang Kubicki ein weiteres Beispiel daf&uuml;r, wie das Eigeninteresse Ansichten und Einsichten eines Menschen in ganz au&szlig;erordentlichem Ma&szlig;e ver&auml;ndern bzw. bestimmen kann. Wir erleben in abgeschw&auml;chter Form bei uns selbst, was wir f&uuml;r einen Aufwand an Verstandesleistung betreiben, wenn wir uns z.B. bei einem Fehler herausreden wollen. Die Hoffnung, dass durch Argumente Fehler, Fehlmeinungen aufzeigt werden k&ouml;nnten, ist deshalb oft von vornherein zum Scheitern verurteilt, weil wir zu wenig ber&uuml;cksichtigen, dass Interessen im Spiel sind. Was haben wir uns nicht alles an zum Teil kunstvollen, k&uuml;hnen Gedankenkonstruktionen bieten lassen m&uuml;ssen, wenn Arbeitgeber uns den Sinn von Lohnzur&uuml;ckhaltung oder wenn Reiche uns den Sinn niedriger Steuers&auml;tze klar machen wollten. Nicht zuletzt ist die Entlarvung von Meinungsmache nichts anderes als die Aufdeckung von Interessen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Geheime-Liste: Worauf die Schufa achtet<\/strong><br>\nWie lange existiert ein Bankkonto oder eine Adresse, wie viele Kreditanfragen stellt ein Verbraucher und wie viele Bankkonten oder fr&uuml;here Anschriften hat er? Das sind die Informationen, auf die Deutschlands gr&ouml;&szlig;te Auskunftei, die Schufa, offenbar am meisten achtet. Auf einer NDR Info vorliegenden, geheimen Schufa-Liste stehen sie ganz oben &ndash; als am h&auml;ufigsten in die Verbraucherbewertungen einbezogenen Variablen. Weitaus seltener werden demnach Daten wie das Lebensalter, die H&auml;ufigkeit von Krediten oder ihre Laufzeit mit in den so genannten Scorewert einberechnet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/info\/programm\/sendungen\/reportagen\/schufa147_page-1.html\">NDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Schon wieder &ndash; Neues Gesch&auml;ftsmodell mit US-Immobilien<\/strong><br>\nDie Preise f&uuml;r Eigenheime steigen! Die Baukonjunktur springt wieder an! Die Krise ist &uuml;berwunden! Seit einiger Zeit bejubeln die Medien in den USA die wundersame Wiederauferstehung der Immobilienm&auml;rkte. Was sich hinter dem ganzen Tamtam verbirgt, erf&auml;hrt man nicht. In der Branche breitet sich seit knapp zwei Jahren eine komplett neue Strategie des schnellen Reichtums aus.\n<p>Heimlich, still und leise haben Hedgefonds und Private-Equity-Unternehmen inzwischen ein wahres Imperium von Mietimmobilien angeh&auml;uft. In Atlanta schnappen sie sich viktorianische Anwesen aus dem 19. Jahrhundert, in Chicago verklinkerte Bungalows und in Phoenix, Arizona, Villen im spanischen Kolonialstil. Insgesamt haben diese zahlungskr&auml;ftigen Investoren mehr als 200 000 kosteng&uuml;nstige, vorwiegend zwangsversteigerte H&auml;user aufgekauft.<\/p>\n<p>Die an der Wall Street ausgel&ouml;ste Immobilienkrise hat seit Herbst 2007 mehr als 10 Millionen Menschen um ihr Wohneigentum gebracht. Dadurch ist ein paradoxes Problem entstanden: W&auml;hrend Millionen leerstehender H&auml;user, die in Bankbesitz &uuml;bergegangen sind, die Vorst&auml;dte verwaisen lassen und die Kriminalit&auml;tsrate in die H&ouml;he treiben, sind Millionen obdachlos gewordener US-B&uuml;rger auf der Suche nach einer sicheren Unterkunft.<\/p>\n<p>Zum Gl&uuml;ck hat man an der Wall Street jetzt eine L&ouml;sung gefunden: Die neuen Investoren bieten den ehemaligen Eigent&uuml;mern die Chance, in ihre zwangsverkauften H&auml;user zur&uuml;ckzuziehen &ndash; als Mieter. Als Vehikel dient dabei ein neuer Typ verbriefter Wertpapiere, der allerdings das ganze Konzept in die Luft sprengen k&ouml;nnte. Wie schon einmal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2014\/04\/11\/a0007.text\">Le Monde diplomatique<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Lesen Sie in der <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/.aktaus\">neuen Ausgabe von Le Monde diplomatique<\/a> u.a. auch:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Wahltheater in Algerien von Jean-Pierre S&eacute;r&eacute;ni<\/em><\/li>\n<li><em>Die Vernunft des Orakels von Bruno Preisend&ouml;rfer<\/em><\/li>\n<li><em>Zeugen und Erzeugen Ein Blick in die Zukunft der menschlichen Reproduzierbarkeit von Jacques Testart<\/em><\/li>\n<li><em>Zentralafrika erstickt am Hass von Simone Schlindwein<\/em><\/li>\n<li><em>Warten in Ouargla Der S&uuml;den Algeriens hat &Ouml;l, aber keine Jobs f&uuml;r junge Leute von Pierre Daum<\/em><\/li>\n<li><em>Tunesiens kleines Gl&uuml;ck von Serge Halimi<\/em><\/li>\n<li><em>Stadien der Freundschaft, China baut in Afrika eine Fu&szlig;ballarena nach der anderen von Elliot Ross<\/em><\/li>\n<li><em>Schwergewichte aus Donezk &ndash; Die Revolution in der Ukraine ist eher ein Oligarchenwechsel von Jean-Arnault D&eacute;rens und Laurent Geslin<\/em><\/li>\n<li><em>Europa, aber richtig &ndash; Pl&auml;doyer f&uuml;r ein einzigartiges Projekt von &Eacute;tienne Balibar<\/em><\/li>\n<li><em>Die Verteidigung Ungarns von Corentin L&eacute;otard<\/em><\/li>\n<li><em>Albaniens neues Gesicht Bunte H&auml;user, Tourismus und Investitionen von Justus von Daniels<\/em><\/li>\n<li><em>Aufruhr in Kambodscha Lehrer, M&ouml;nche, Arbeiterinnen und Bauern setzen die Regierung unter Druck von Philippe Revelli<\/em><\/li>\n<li><em>Spione im Wei&szlig;en Haus von William Greider<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Ab Donnerstag im Kiosk, am Freitag als Beilage zur taz<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Mappus wehrt sich gegen &bdquo;Rufmord&ldquo;<\/strong><br>\nDie gr&uuml;n-rote Landesregierung in Baden-W&uuml;rttemberg wirft dem fr&uuml;heren Ministerpr&auml;sidenten Mappus vor, das harte Vorgehen der Polizei gegen Stuttgart-21-Gegner angeordnet zu haben. Der CDU-Politiker spricht von &bdquo;Rufmord&ldquo;&hellip;.<br>\nZuvor hatten die F.A.Z. und andere Medien einen Bericht der Regierung von Ministerpr&auml;sident Winfried Kretschmann (Gr&uuml;ne) zu einem zweiten Untersuchungsausschuss des Landtags &ouml;ffentlich gemacht. Darin legt die Landesregierung nahe, dass Mappus selbst einen Polizeieinsatz gegen Stuttgart-21-Gegner am 18. August 2010 angeordnet habe. Bei einem sp&auml;teren Polizeieinsatz am 30. September 2010 wurden 34 Polizisten und 130 Demonstranten verletzt, einige von ihnen schwer. In einem ersten Untersuchungsausschuss zu diesem Einsatz hatte Mappus im Dezember 2010 vehement in seiner Aussage den Vorwurf bestritten, das harte Vorgehen der Polizei wenige Monate vor der Landtagswahl am 27. M&auml;rz 2011 angeordnet zu haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/stuttgart-21-polizeieinsatz-mappus-wehrt-sich-gegen-vorwurf-der-regierung-12886157.html\">FAZ.Net<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Glossar zur &Ouml;konomisierung von Bildung geht online<\/strong><br>\nDas &bdquo;Glossar zur &Ouml;konomisierung von Bildung&rdquo; (GLOEB) ist online. Das Kooperationsprojekt von Max-Tr&auml;ger-Stiftung und Professor Dr. Thomas H&ouml;hne von der Helmut Schmidt Universit&auml;t Hamburg hat zum Ziel, die umfassenden Ver&auml;nderungen im gesamten Bildungssystem, die unter dem Stichwort &bdquo;&Ouml;konomisierung&rdquo; beschrieben werden, kritisch unter die Lupe zu nehmen.<br>\nDas GLOEB ist mit den ersten Stichworten wie &ldquo;Bildungsstandards&rdquo;, &ldquo;Elite&rdquo; oder &ldquo;Kompetenz&rdquo; nach l&auml;ngerer Vorbereitung online gegangen. Die Texte werden von einem Kollektiv bzw. Netzwerk von Autorinnen und Autoren verfasst. Sie sollen nicht nur informieren und anregen, sondern k&ouml;nnen auch in Unterricht, Seminaren, Weiterbildung usw. genutzt werden.<br>\nDas Glossar ist als work in progress konzipiert, so dass weitere Stichworte in den kommenden Monaten dazukommen werden. Zuk&uuml;nftig wird noch ein Blog zugeschaltet, in dem bildungpolitische Ereignisse beobachtet und kommentiert werden sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/Page25752.html\">GEW<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Albrecht M&uuml;ller gratuliert Kontext:Wochenzeitung &ndash; Gegen die gro&szlig;en Meinungsmacher<\/strong><br>\n&ldquo;Kontext, unser David!&rdquo;, so m&ouml;chte man gerne ausrufen angesichts der dreij&auml;hrigen Aufkl&auml;rungsarbeit der Kollegen von Kontext. Wir von www.nachdenkseiten.de gratulieren von Herzen gerne. Wir w&uuml;nschen Kontext (und uns) den gemeinsamen Erfolg, am Ende der Tage den Goliath, also die gro&szlig;en Meinungsmacher im Land und ihre Spezies in den gro&szlig;en &Auml;mtern und Konzernen zu besiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/denkbuehne\/158\/gegen-die-grossen-meinungsmacher-2130.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Auch diese Woche wieder eine Reihe interessanter Beitr&auml;ge in Kontext:Wochenzeitung, am Samstag als Beilage zur taz:<\/em><\/p>\n<p><em><strong>2021 oder 2022?:<\/strong> Wird Stuttgart 21 sp&auml;ter fertig? 2021 oder 2022. Dar&uuml;ber streiten sich Projektsprecher Wolfgang Dietrich und die &ldquo;Stuttgarter Zeitung&rdquo; jetzt vor dem Oberlandesgericht. Politisch pikant: Der Vorsitzende Richter Matthias Haag ist ein bekennender S-21-Bef&uuml;rworter.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Warten auf Willkommen:<\/strong> In landesweit elf &ldquo;Welcome Centern&rdquo; sollen Einwanderer nach Baden-W&uuml;rttemberg freundlich begr&uuml;&szlig;t werden &ndash; aber nur jene, die f&uuml;r die hiesige Wirtschaft &ldquo;n&uuml;tzlich&rdquo; sind.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Kretsches Brieffreunde:<\/strong> Ministerpr&auml;sident Winfried Kretschmann hat in der vergangenen Ausgabe f&uuml;r Kontext zur Feder gegriffen. Seine Antwort auf Gangolf Stockers &ldquo;Wutbrief&rdquo; (&ldquo;Der Landesvater steht mir bis zum Hals!&rdquo;) hatte viele und vielf&auml;ltige Reaktionen zur Folge.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Krieg dem Kriege:<\/strong> Im Sommer 1914 wagten es nur wenige, gegen die allgemeine Kriegsbegeisterung im Deutschen Reich anzuk&auml;mpfen. Eine Hochburg der Kriegsgegner war Stuttgart, und dort die linken Sozialdemokraten. Als Sprachrohr fungierte die SPD-Parteizeitung &ldquo;Schw&auml;bische Tagwacht.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>D&eacute;j&agrave;-vu an der Isar:<\/strong> In M&uuml;nchen steht ein Hofbr&auml;uhaus. Und auch der Plan, die Innenstadt f&uuml;r eine zweite S-Bahn-Strecke zu untertunneln. Rund l&auml;uft das nicht. <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/macht-markt\/158\/deja-vu-an-der-isar-2129.html\">&Auml;hnlichkeiten mit Stuttgart 21 sind mehr als zuf&auml;llig.<\/a><\/em><\/p>\n<p><em><strong>Es steht viel zu viel auf dem Spiel:<\/strong> Hochschreiben? Gr&ouml;&szlig;er machen als es ist, jenes H&auml;uflein von f&uuml;nf- oder sechshundert, das am Samstagnachmittag auf dem Stuttgarter Marktplatz gegen den Bildungsplan 2015 demonstrierte? Oder dar&uuml;ber hinweg sehen? Sicher nicht! Nur Informierte k&ouml;nnen erkennen, wie viel auf dem Spiel steht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Regierungsamtliche Vokative &ndash; &Uuml;ber die Stellungnahmen  zur Krim<\/strong><br>\nEin prominenter deutscher Jurist &uuml;bt scharfe Kritik an gegen Russland gerichteten &Auml;u&szlig;erungen der Bundesregierung zur Krim-Krise. Wie Reinhard Merkel, Jura-Professor an der Universit&auml;t Hamburg, erkl&auml;rt, m&uuml;sse die Behauptung, Russland habe die Krim &ldquo;annektiert&rdquo; oder dort einen &ldquo;Landraub&rdquo; begangen, klar zur&uuml;ckgewiesen werden: Sie sei nicht nur v&ouml;lkerrechtlich falsch, sondern auch hochgef&auml;hrlich, weil Annexionen gew&ouml;hnlich mit Krieg beantwortet w&uuml;rden. Merkel r&auml;t, in der Krim-Krise dringend &ldquo;den regierungsamtlichen Vokativen von Berlin bis Washington zu misstrauen&rdquo;. W&auml;hrenddessen spitzt sich die Situation in der Ukraine weiter zu. Die illegal ins Amt gelangte Regierung beginnt eine &ldquo;Lustration&rdquo; (&ldquo;Reinigung&rdquo;), deren Ziel es ist, Anh&auml;nger der Partei des gest&uuml;rzten Pr&auml;sidenten Janukowitsch von &ouml;ffentlichen Posten zu entfernen; die Rede ist von &ldquo;Tausenden&rdquo;. Zugleich erhalten ukrainische Oligarchen, gegen deren Herrschaftspraktiken sich die fr&uuml;hen Maidan-Proteste richteten, neue &Auml;mter; die von Deutschland aufgebaute Partei UDAR des Ex-Boxers Witali Klitschko hat anstelle ihrer chancenlosen F&uuml;hrungsfigur einen Milliard&auml;r zu ihrem Kandidaten f&uuml;r die Pr&auml;sidentenwahl ernannt. Gegen die Proteste der zunehmend marginalisierten prorussischen Bev&ouml;lkerungsteile r&uuml;cken inzwischen faschistische Kr&auml;fte vor, deren Gewaltpotenzial sich die von Berlin unterst&uuml;tzte Maidan-Opposition schon bei Janukowitschs Sturz zunutze machte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58843\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Venezuela, Land ohne Mitte<\/strong><br>\nDie Studenten k&auml;mpfen f&uuml;r die Demokratie, sagen die einen. Die anderen glauben, der Sozialismus des 21. Jahrhunderts m&uuml;sse gegen einen Rechtsputsch verteidigt werden. Meinungen gibt es viele, Analysen kaum. Doch worum geht es wirklich? Und was bedeutet der Chavismus f&uuml;r Lateinamerika?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2014\/04\/11.mondeText1.artikel,a0055.idx,21\">Le Monde dipolmatique<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Niels Kadritzke: Eine m&uuml;hselige Nachbarschaft &ndash; Griechen, Albaner und die Last der Geschichte<\/strong><br>\nUm die Beziehungen zwischen den beiden Staaten zu diagnostizieren, seien &ldquo;eher die F&auml;higkeiten eines Psychiaters als die eines Diplomaten gefragt&rdquo;. Was Alexandros Mallias, ehemals griechischer Botschafter in Albanien, vor zwei Jahren &uuml;ber die Probleme zwischen Athen und Tirana sagte, gilt im Grunde f&uuml;r das Verh&auml;ltnis Griechenlands zu all seinen Nachbarn. Und dar&uuml;ber hinaus f&uuml;r die meisten bilateralen Beziehungen in S&uuml;dosteuropa, aus mitteleurop&auml;ischer Sicht oft absch&auml;tzig &ldquo;der Balkan&rdquo; genannt. Was Mallias meinte, ist die &Uuml;berfrachtung der nationalen Sichtweisen durch Erinnerungen, die stark auf historische Kriege fixiert sind&hellip;<br>\nIm heutigen S&uuml;dosteuropa, dessen Staaten ausnahmslos der Europ&auml;ischen Union angeh&ouml;ren oder den EU-Beitritt anstreben, sind territoriale Forderungen anachronistisch geworden. Aber die alten Tr&auml;ume und Traumata sind noch als Schatten pr&auml;sent, der auch auf die aktuellen Beziehungen zwischen den Nachbarl&auml;ndern Albanien und Griechenland f&auml;llt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2014\/04\/11.mondeText1.artikel,a0048.idx,17\">Le Monde diplomatique<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Ruanda: Genozid im Giftschrank<\/strong><br>\nVor 20 Jahren wurden innerhalb von 100 Tagen &uuml;ber 800.000 Ruander abgeschlachtet. Und zwar unter den Augen der Welt&ouml;ffentlichkeit. Die UN hatte Truppen vor Ort, war aber unf&auml;hig, einzugreifen. Auf die Bitten des kanadischen Blauhelmkommandanten General Rom&eacute;o Dallaire, die Truppenst&auml;rke aufzustocken, um dem Gemetzel ein Ende setzen zu k&ouml;nnen, reagierten die westlichen Nationen mit Teilabzug. Dallaire wurde zum Zuschauer degradiert. Auch Deutschland schaute zu. Dieter H&ouml;lscher war zwischen 1991 und April 1994 Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Ruanda. &Uuml;ber die Ereignisse im April 1994 zeigte er sich hinterher v&ouml;llig &uuml;berrascht: Er habe zwar zuvor von einzelnen &Uuml;bergriffen geh&ouml;rt, aber das Ausma&szlig; der Katastrophe so nicht erwartet. Das ist schlicht und einfach gelogen. Dieter H&ouml;lscher und der deutschen Botschaft in Kigali wurden immer wieder Informationen zugetragen, die auf eine drohende Eskalation hinwiesen. Die Bundesrepublik Deutschland hatte Augen und Ohren im ganzen Land.<br>\nDeutschland war gut vernetzt in Ruanda. Der Deutsche Entwicklungsdienst DED und die Gesellschaft f&uuml;r Technische Zusammenarbeit GTZ waren im ganzen Land sehr aktiv. Die Bundeswehr unterhielt bereits seit 1976 enge Kontakte: Ruanda war Empf&auml;ngerland im Rahmen des Ausstattungshilfeprogramms der Bundesregierung f&uuml;r ausl&auml;ndische Streitkr&auml;fte, eine Beratergruppe der Bundeswehr war vor Ort und arbeitete eng mit dem ruandischen Milit&auml;r zusammen. Das Bundesland Rheinland-Pfalz war seit Mitte der 1980er Jahre Partnerland f&uuml;r Ruanda. Ein Partnerschaftsb&uuml;ro in der Hauptstadt Kigali koordinierte die vielfachen Projekte im ganzen Land, bei denen rheinland-pf&auml;lzische Gemeinden direkt mit ruandischen Partnergemeinden zusammenarbeiteten. &Uuml;ber all diese direkten Kontakte wussten die deutschen Beh&ouml;rden genau, was vor sich ging: Das Ausw&auml;rtige Amt, das Bundesministerium f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ), das Bundesverteidigungsministerium, das Innenministerium in Rheinland-Pfalz. Ihnen wurden regelm&auml;&szlig;ig Informationen &uuml;ber Massaker, Diskriminierungen, Menschenrechtsverletzungen &uuml;bermittelt. Man beschwichtigte, man &uuml;bersah, man verharmloste, man versteckte sich hinter einer nichtexistenten europ&auml;ischen Linie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F04%2F07%2Fa0076&amp;cHash=470ee38ab682cb7caebd78bf85168be3\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> 20 Jahre danach h&auml;ufen sich in den Medien die Berichte zum Genozid in Ruanda. Dieser Artikel weist darauf hin, dass auch das offizielle Deutschland wegschaute und verdr&auml;ngte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>War Ankara in den Giftgas-Angriff verwickelt?<\/strong><br>\n&ldquo;Nun pr&auml;sentiert der amerikanische Enth&uuml;llungsreporter Seymour Hersh in einem Beitrag in der &laquo;London Review of Books&raquo; einen anderen Schuldigen f&uuml;r das Massaker: Nicht Assad habe das Gas eingesetzt, sondern syrische Rebellen der radikalislamistischen Al-Nusra-Front. Und erhalten h&auml;tten sie den chemischen Kampfstoff vom t&uuml;rkischen Geheimdienst.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/ausland\/naher-osten-und-afrika\/War-Ankara-in-den-GiftgasAngriff-verwickelt\/story\/30962921\">Tagesanzeiger<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Das EuGH-Urteil<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikatur.php?l=int\">Klaus Stuttmann<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL) weiterlesen<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-21347","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21347","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=21347"}],"version-history":[{"count":16,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21347\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":50255,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21347\/revisions\/50255"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=21347"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=21347"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=21347"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}