{"id":21387,"date":"2014-04-14T09:09:20","date_gmt":"2014-04-14T07:09:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21387"},"modified":"2014-04-14T09:09:20","modified_gmt":"2014-04-14T07:09:20","slug":"hinweise-des-tages-2108","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21387","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (HR\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21387#h01\">Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21387#h02\">Die Pirsch des Leoparden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21387#h03\">Keine Spur von Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit: Die Forderung der Polizei-Gewerkschaften nach der Vorratsdatenspeicherung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21387#h04\">NSA-Untersuchungsausschuss: Snowden! Snowden! Snowden!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21387#h05\">Verlor Deutschland nach der deutschen Wiedervereinigung an internationaler Wettbewerbsf&auml;higkeit?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21387#h06\">Tarifliche Lohnstrukturanalyse: Gro&szlig;e Unterschiede zwischen Branchen und Regionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21387#h07\">Sozialverband: Hatz gegen Rente mit 63<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21387#h08\">Produktivit&auml;t schl&auml;gt Demografie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21387#h09\">Studie zur Zeitarbeit &ndash; Zeitarbeit ist kein Sprungbrett<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21387#h10\">Betriebliche Rahmenbedingungen und Vereinbarkeit &ndash; ein Widerspruch in sich?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21387#h11\">Die Care-Revolution: Was ist uns F&uuml;rsorge wert?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21387#h12\">Klinik&auml;rzte leiden unter betrieblichen Zielvorgaben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21387#h13\">Jonglieren mit erneuerbaren Energien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21387#h14\">EZB und Bank of England wollen ABS-Markt neues Leben einhauchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21387#h15\">Griechenland-Anleihen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21387#h16\">EU-Kommission plant Maulkorb f&uuml;r Kontrollbeh&ouml;rden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21387#h17\">Der IKEA-Steuervermeidungsdschungel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21387#h18\">&ldquo;Die &lsquo;Tagesschau&rsquo; ist grausam parteilich&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21387#h19\">ZDF gibt einseitige, PR-geleitete Berichterstattung zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21387#h20\">Obamas letzte Wahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21387#h21\">Hochkonjunktur der Gef&auml;ngnisindustrie<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21387&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ukraine<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gewalt mit Ansage in der Ostukraine-Krise: Ohnm&auml;chtige EU?<\/strong><br>\nDer ukrainische Innenminister Arsen Awakow von der Vaterlandspartei Julia Timoschenkos hat einen &bdquo;Anti-Terror-Einsatz&ldquo; gegen prorussische Separatisten in der ostukrainischen Stadt Slawjansk angeordnet. Es hat dort laut Pressemeldungen bei Auseinandersetzungen bereits Tote und Verletzte gegeben.<br>\nSowohl die ukrainische &Uuml;bergangsregierung als auch die USA und die NATO erheben gegen&uuml;ber Russland seit Beginn der Proteste in der Ostukraine immer wieder den Vorwurf, diese zu sch&uuml;ren oder gar zu steuern. Eindeutige Belege daf&uuml;r haben sie bis heute allerdings nicht pr&auml;sentiert. Es handelt sich nach wie vor um Verd&auml;chtigungen, die Moskau stets zur&uuml;ckgewiesen hat. Gleichwohl wiederholen speziell die USA in kurzen Abst&auml;nden unter Androhung weiterer Sanktionen die Forderung an Russland, die Situation in der Ostukraine nicht weiter zu eskalieren, sondern etwas zu Deeskalation zu unternehmen.<br>\nDie ukrainische Regierung und insbesondere auch die US-Regierung setzen in der Ukraine-Krise folglich fortlaufend ihre Anschuldigungen gegen&uuml;ber Russland in einer f&uuml;r andere und insbesondere auch f&uuml;r die ukrainische Bev&ouml;lkerung nicht nachvollziehbaren Weise mit Tatsachen gleich und handeln auf dieser Grundlage.<br>\nWeder die ukrainische noch die US-Regierung haben bisher aktiv dazu beigetragen, durch Schaffung von Transparenz und die Lieferung nachpr&uuml;fbarer Informationen bez&uuml;glich der von ihnen erhobenen Vorw&uuml;rfe gegen Russland zu einer Deeskalation der Krise in der Ukraine und insbesondere in der Ostukraine beizutragen.<br>\nDieser Mangel an Transparenz und Information, der nach wie vor u.a. auch bez&uuml;glich der Morde an Demonstranten und Polizisten auf dem Maidan vom 20. Februar nicht behoben wurde, sch&uuml;rt in der gegenw&auml;rtig ohnehin angespannten Atmosph&auml;re das immer st&auml;rker offen gezeigte Misstrauen gegen&uuml;ber der &Uuml;bergangsregierung. Dieses zu einem Terrorakt zu erkl&auml;ren und mit Gewalt dagegen vorzugehen, ist ein politischer Offenbarungseid und mit einer Demokratie, die die Ukraine sein will, unvereinbar&hellip;<br>\nEuropa l&auml;sst sich von der &Uuml;bergangsregierung vorf&uuml;hren.<br>\nDer Regierung Jazenjuks muss, weil die USA es offensichtlich nicht tun, von der EU ebenso wie allen anderen Beteiligten unmissverst&auml;ndlich klar gemacht werden, dass Gewalt keine L&ouml;sung darstellt und seitens der Europ&auml;er Konsequenzen nach sich zieht. Das ist mit Blick auf den Zusammenhalt der Ukraine ein dringend notwendiger Schritt und w&uuml;rde die EU endlich auch in die Lage versetzen, die Vermittlerrolle im Konflikt effektiv wahrzunehmen. Nur die EU kann als Vermittler in der Ukraine und zwischen den USA und Russland agieren.<br>\nDie Ukraine ist ein Nachbar der EU nicht der USA. Eine Destabilisierung in den Nachbarl&auml;ndern der EU ist nicht im Interesse der EU. Die Behauptung, dass allein Russland die Ukraine destabilisiert, ist sp&auml;testens seit dem heute von der Regierung in Kiew verf&uuml;gten &bdquo;Anti-Terror&ldquo;-Einsatz gegen die Bev&ouml;lkerung in der Ostukraine widerlegt. Es war vorhersehbar, dass es dazu kommen w&uuml;rde und ist dennoch nicht verhindert worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/gewalt-mit-ansage-in-der-ostukraine-krise-ohnmaechtige-eu\/\">Querschuesse<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung HR:<\/strong> Derzeit kann von einer Ermahnung an die derzeitigen Machthaber in Kiew durch die EU und Deutschland nicht die Rede sein. Das Gegenteil ist der Fall: Insbesondere die deutsche Politik sieht in Putin\/Russland den Schuldigen &ndash; so &auml;u&szlig;erten sich Bundesau&szlig;enminister Steinmeier im ARD-&ldquo;Bericht aus Berlin&ldquo;; hier zu sehen: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/steinmeier-ukraine110.html%20\">&ldquo;Wann, wenn nicht jetzt?&rdquo;<\/a> sowie der CDU-Politiker und Vorsitzende des Ausw&auml;rtigen Ausschusse, R&ouml;ttgen in der ZDF-Sendung &bdquo;Berlin direkt&ldquo;; hier zu sehen: <a href=\"http:\/\/berlindirekt.zdf.de\/ZDF\/zdfportal\/programdata\/05168d08-0e1a-372c-b67c-60c95afe176a\/20289623?doDispatch=2\">R&ouml;ttgen: &ldquo;Putin steckt dahinter&rdquo;<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Passend dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Folgen westlichen Wortbruchs<\/strong><br>\nUkraine\/Russland Erster Teil eines Blicks in Zeitschriften, die sich in ihren aktuellen Ausgaben mit den Ereignissen in der Ukraine, den Ursachen, Folgen und Zusammenh&auml;ngen besch&auml;ftigen<br>\nIn Kiew gab es weder eine Revolution noch einen Putsch. Das erkl&auml;rte am 8. April 2014 in Berlin der ukrainische Soziologe Volodymyr Ishchenko. Er bezeichnete die Proteste auf dem Kiewer Maidan-Platz und den Sturz des Pr&auml;sidenten Wiktor Janukowitsch als Volksaufstand. Der Soziologe vom Zentrum f&uuml;r Gesellschaftsanalyse der Nationalen Universit&auml;t Kiew hatte auf einer Veranstaltung des Linkspartei-nahen Berliner Bildungsvereins &bdquo;Helle Panke&ldquo; &uuml;ber &bdquo;Die extreme Rechte in der Ukraine&ldquo; gesprochen. Die Partei &bdquo;Swoboda&ldquo; und den &bdquo;Rechten Sektor&ldquo; als faschistisch zu bezeichnen w&auml;re &uuml;bertrieben. Sie seien zwar gef&auml;hrliche antidemokratische und fremdenfeindliche Kr&auml;fte, die gegen Minderheiten seien, aber keine Faschisten, meinte Ishchenko. Das obwohl er beschrieb, wie sich diese und andere rechtsextreme Organisationen offen mit faschistischer Symbolik pr&auml;sentieren und nicht nur auf ukrainische Nationalisten wie Stepan Bandera beziehen, sondern ebenso auf die Ideologien des italienischen und des deutschen Faschismus. (&hellip;)<br>\nDer Autor erinnert daran, dass der &bdquo;Moskauer Staat&ldquo; nach 1991 &bdquo;von der Sowjetunion zur Russischen F&ouml;deration schrumpfte&ldquo; und dabei &bdquo;den Zerfallsprozess des eigenen Imperiums bemerkenswert umsichtig gemeistert&ldquo; habe. Der damalige sowjetische Verzicht &bdquo;sowohl auf bremsenden Druck als auch auf eine bewaffnete Intervention&ldquo; habe zudem die Ver&auml;nderungen in Osteuropa seit 1989 erm&ouml;glicht, bis hin zur Aufl&ouml;sung der Organisation des &bdquo;Warschauer Vertrages&ldquo;. Doch der Westen habe darauf nur reagiert, in dem er das Bild von der feindlichen Supermacht in Moskau konservierte und versuchte, &bdquo;die asymetrische Machtverteilung des geschichtlichen Augenblicks auf Dauer festzuschreiben&ldquo;. Mutz kritisiert, dass Russland &bdquo;nie einen gleichwertigen Platz im Gef&uuml;ge europ&auml;ischer Sicherheit&ldquo; erhielt, obwohl der Westen das Gegenteil immer wieder beteuerte. Moskau habe nicht einmal die Zusage bekommen, dass die NATO die ehemalige sowjetische Westgrenze nicht &uuml;berschreite. Die NATO-Russland-Akte von 1997 sei da nur ein Trostpflaster ohne rechtliche Bindung gewesen. F&uuml;r den Autor ist klar: &bdquo;Ohne eine Ber&uuml;cksichtigung der russischen Erfahrungen speziell der letzten 25 Jahre wird eine L&ouml;sung der dramatischen Krise um die Ukraine nicht gelingen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/hans-springstein\/die-folgen-westlichen-wortbruchs\">der Freitag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Pirsch des Leoparden<\/strong><br>\nIn welchem Umfang muss die Regierung das Parlament informieren, wenn sie zum Beispiel Leopard-Panzer exportiert? Das Verfassungsgericht pr&uuml;ft den Wunsch von Gr&uuml;nen und Linken nach mehr Transparenz.<br>\nMassendemonstrationen finden im prosperierenden, von der SPD mitregierten Deutschland kaum noch statt. Blockierende und okkupierende Wall-Street-Gegner locken trotz liebevollster Medienbetreuung meist nur eine Handvoll Unerm&uuml;dlicher an, ebenso Proteste gegen R&uuml;stungsexporte. So waren es vielleicht hundert Aktivisten, die Ende Februar dem Aufruf der &laquo;Aktion Aufschrei &ndash; Stoppt den Waffenhandel&raquo; folgten und vor dem Bundestag gegen die deutschen R&uuml;stungsexporte protestierten. Star der Veranstaltung war der gr&uuml;ne Abgeordnete Hans-Christian Str&ouml;bele, der seit Jahren f&uuml;r mehr Transparenz bei diesem Gesch&auml;ft k&auml;mpft. (&hellip;)<br>\nNeben den juristischen gibt es auch politische Reformschritte. Sozialdemokraten waren zwar schon immer eifrige Waffenexporteure und haben auch, als sie noch mit den Gr&uuml;nen regierten, gerne R&uuml;stungsg&uuml;ter geliefert. Nun allerdings behaupten sie, mehr Transparenz ins Gesch&auml;ft bringen zu wollen. Sie haben vorgeschlagen, den allj&auml;hrlichen Bericht &uuml;ber die R&uuml;stungsexporte zuhanden des Parlaments fr&uuml;her zu ver&ouml;ffentlichen und halbj&auml;hrlich durch einen Zwischenbericht zu erg&auml;nzen. Sp&auml;testens zwei Wochen nach einem Genehmigungsentscheid des Bundessicherheitsrats soll das Parlament wissen, was in welcher Quantit&auml;t exportiert wird und wohin es geht. Dass diese Ma&szlig;nahmen den Gr&uuml;nen und der Linkspartei nicht gen&uuml;gen, versteht sich. Die Gr&uuml;nen wollen, dass der Bundestag in heiklen F&auml;llen bereits vorab &uuml;ber geplante Gesch&auml;fte informiert wird, die Linken stellen trocken fest, bei der Kontrolle der Waffenexporte selber strebe der SPD-Vorschlag &laquo;gar keine&raquo; Ver&auml;nderung an. Tats&auml;chlich sollen auch k&uuml;nftig weder der Name des deutschen Lieferbetriebs noch der Wert des Gesch&auml;fts publik gemacht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/international\/auslandnachrichten\/die-pirsch-des-leoparden-1.18282618\">Neue Z&uuml;rcher Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung HR:<\/strong> Mit der Bezeichnung &bdquo;Sozialdemokraten&ldquo;, die gerne R&uuml;stungsg&uuml;ter liefern w&uuml;rden und eifrige Waffenexporteure seien, tut die NZZ vielen Sozialdemokraten unrecht: Besser w&auml;re es zwischen Sozialdemokraten und der derzeitigen SPD-Spitze, die das Parteibuch der deutschen Sozialdemokratie quasi als Trittbrett nutzt, zu differenzieren.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe allerdings:<\/em><\/p>\n<p><strong>Keine &bdquo;Leos&ldquo; f&uuml;r die Saudis<\/strong><br>\nNach einem Bericht in Bild am Sonntag soll eines der gr&ouml;&szlig;ten Waffengesch&auml;fte der deutschen R&uuml;stungsindustrie geplatzt sein. Die Bundesregierung werde dem umstrittenen Export nicht zustimmen. Wirtschaftsminister Gabriel soll sich intern gegen eine Panzerlieferung positioniert haben. Der vom saudischen K&ouml;nigshaus Kauf von vorerst 150, letztlich bis zu 800 &bdquo;Leos&ldquo; werde jedoch in Lizenz in Spanien gebaut und dort gebe es kaum Kritik an dem Waffenexport.  Die Spanier brauchten allerdings f&uuml;r den Panzer-Export nach Saudi-Arabien die Zustimmung der Deutschen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/bild-plus\/politik\/inland\/leopard-2\/keine-leos-fuer-die-saudis-35485460,view=conversionToLogin.bild.html\">Bild am Sonntag Printfassung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man muss allerdings bef&uuml;rchten, dass dar&uuml;ber in der Regierung das letzte Wort noch nicht gesprochen ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Keine Spur von Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit: Die Forderung der Polizei-Gewerkschaften nach der Vorratsdatenspeicherung<\/strong><br>\nAnlass f&uuml;r ein Freudenfest war es nicht gerade f&uuml;r die Polizisten-Gewerkschaften, dieses Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs zur Vorratsdatenspeicherung. Wird darin doch deutlich festgestellt, dass die Vorratsdatenspeicherung &ldquo;einen Eingriff von gro&szlig;em Ausma&szlig; und besonderer Schwere in die Grundrechte auf Achtung des Privatlebens und auf den Schutz personenbezogener Daten [beinhaltet], der sich nicht auf das absolut Notwendige beschr&auml;nkt&rdquo;. Der Europ&auml;ische Gerichtshof erkl&auml;rt die EU-Richtline von 2006 zur Vorratsdatenspeicherung daher r&uuml;ckwirkend und ohne &Uuml;bergangsregelung f&uuml;r ung&uuml;ltig.<br>\nAuch wenn die Urteilsbegr&uuml;ndungen sich durchaus unterscheiden: Das Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs f&uuml;hrt zum gleichen Ergebnis, wie das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom M&auml;rz 2010 gegen das deutsche Gesetz zur Umsetzung dieser EU-Richtlinie. Das Gesetz sei verfassungswidrig und die entsprechenden Umsetzungsvorschriften nichtig.<br>\nHatten sich die Bef&uuml;rworter einer umfassenden Vorratsdatenspeicherung aus den Kreisen der konservativen Politik, der Polizeibeh&ouml;rden und der Polizisten-Gewerkschaften seit 2010 noch darauf berufen, dass die (seinerzeit noch geltende) EU-Richtlinie umzusetzen sei und damit gedroht, dass Deutschland andernfalls eine Strafzahlung zu entrichten habe (, die im &Uuml;brigen nie gezahlt wurde), so entf&auml;llt dieses Argument inzwischen. Nach aktueller Rechtslage gibt es weder auf EU-Ebene, noch in Deutschland ein g&uuml;ltiges Gesetz f&uuml;r eine Vorratsdatenspeicherung.<br>\nAus Sicht von GDP (Gewerkschaft der Polizei), DPolG (Deutsche Polizeigewerkschaft) und BDK (Bund Deutscher Kriminalbeamter) ein herber R&uuml;ckschlag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.polygon.de\/2014\/04\/13\/pis_vds_polgw\/5926\">Polygon<\/a>\n<p><em>Siehe allerdings:<\/em><\/p>\n<p><strong>Nach EuGH-Urteil: Regierung verzichtet auf Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung<\/strong><br>\nDie schwarz-rote Koalition will den jahrelangen Streit um die Vorratsdatenspeicherung beenden und in dieser Legislaturperiode auf ein entsprechendes Gesetz verzichten. Weder Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) noch Justizminister Heiko Maas (SPD) h&auml;tten ein Interesse, nach dem Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs (EuGH) dieses heikle Thema vor der n&auml;chsten Bundestagswahl noch einmal anzufassen, hei&szlig;t es in Kreisen des Regierungsb&uuml;ndnisses.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/vorratsdatenspeicherung-regierung-verzichtet-auf-neues-gesetz-a-964155.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe jedoch: Die SPD-L&auml;nderinnenminister hatten diese Woche in einer &ldquo;Berliner Erkl&auml;rung&rdquo; ihre Position bekr&auml;ftigt, dass sie &ldquo;eine angemessene Mindestspeicherung zur Verfolgung schwerster Kriminalit&auml;t&rdquo; f&uuml;r notwendig halten. Dies werde mit dem EuGH-Urteil auch &ldquo;nicht grunds&auml;tzlich als rechtswidrig&rdquo; angesehen. Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re (CDU) wolle zun&auml;chst die Folgen des EuGH-Urteils auch mit anderen EU-Staaten er&ouml;rtern, <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Schwarz-rot-will-angeblich-kein-neues-Gesetz-zur-Vorratsdatenspeicherung-auflegen-2169205.html\">hie&szlig; es<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>NSA-Untersuchungsausschuss: Snowden! Snowden! Snowden!<\/strong><br>\nAufkl&auml;rung? Verdr&auml;ngung! Was der NSA-Untersuchungsausschuss zurzeit anstellt, verletzt nachhaltig das Vertrauen in die Demokratie. Lasst uns vor dem Bundestag tanzen und Rechenschaft fordern. (&hellip;)<br>\nNoch mal zur Erinnerung: Edward Snowden und Edward Snowden allein ist es zu verdanken, dass die Welt von den &Uuml;berwachungsaktivit&auml;ten der NSA erfahren hat, seine Enth&uuml;llungen haben ihn die Freiheit gekostet und der &Ouml;ffentlichkeit klargemacht, wie sehr die Freiheit generell bedroht ist.<br>\nEs ist logisch, dass man mit ihm, dem Whistleblower, dem Helden, der zentralen Figur in dieser Aff&auml;re spricht &ndash; es sei denn, man ist Abgeordneter einer der beiden gro&szlig;en Demokratieverhinderungsparteien.<br>\nDann spricht man lieber von der Profilierungssucht einzelner Ausschussmitglieder, weil das eben der eitle, kleine Horizont ist, den man f&uuml;r die Welt h&auml;lt. Dann tritt man als Ausschussvorsitzender gleich zu Beginn des Ausschussverfahrens zur&uuml;ck, weil man nicht will, dass Snowden, der Grund, warum es diesen Ausschuss &uuml;berhaupt gibt, als Zeuge geh&ouml;rt wird. (&hellip;)<br>\nIch werde also bald um den Bundestag tanzen und rufen: Snowden! Snowden! Snowden! Und lade alle dazu ein, das Gleiche zu tun.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/nsa-ausschuss-snowden-und-us-spionage-georg-diez-fordert-aufklaerung-a-963896.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung HR:<\/strong> Die Annahme allerdings, Snowden k&ouml;nne mal eben nach Deutschland kommen und dem Untersuchungsausschuss als Zeuge f&uuml;r Rede und Antwort zur Verf&uuml;gung stehen, ist ziemlich naiv. Denn es gibt neben Vertr&auml;gen zur Geheimhaltung auch das Auslieferungsabkommen mit den USA.<br>\nWer Snowden nach Deutschland ein- oder vorladen m&ouml;chte, sollte u.a. diese Umst&auml;nde mit bedenken und sowohl die deutsche &Ouml;ffentlichkeit als auch den potentiellen Zeugen Snowden vor seiner Reise nach Deutschland &uuml;ber diese Sachverhalte aufkl&auml;ren. Alles andere erscheint verantwortungslos: Es w&auml;re wohl nicht im Interesse Deutschlands, wenn Herr Snowden an die USA ausgeliefert werden m&uuml;sste.<\/em><\/p>\n<p><em>Passend dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Wucht des Misstrauens<\/strong><br>\nWer l&uuml;gt, wer sagt die Wahrheit? Ungenannte Quellen behaupten, dass die NSA die Heartbleed-L&uuml;cke schon seit zwei Jahren kannte und auch ausnutzte. Der US-Geheimdienstchef l&auml;sst umgehend dementieren. Doch die Vorw&uuml;rfe k&ouml;nnten Amerikas Auslandsgeheimdienst in seine bislang gr&ouml;&szlig;te Krise st&uuml;rzen.<br>\nKein Beweis existiert, nur die Aussagen zweier &ldquo;mit der Angelegenheit vertrauter Personen&rdquo;. Und ein scharfes Dementi aus dem B&uuml;ro des Nationalen Geheimdienstdirektors. Doch der Vorwurf ist in der Welt, und er wiegt schwer: Die NSA soll nicht nur seit mindestens zwei Jahren vom j&uuml;ngst gefundenen Heartbleed-Bug gewusst haben, sie soll ihn sogar zur Spionage ausgenutzt&nbsp;haben.<br>\nSo hat es der Bloomberg-Journalist Michael Riley aufgeschrieben und damit nicht nur Fragen aufgeworfen, sondern Abgr&uuml;nde aufgerissen. Sollten seine beiden nicht genannten Quellen die Wahrheit gesagt haben, w&auml;re die NSA nicht nur besch&auml;digt; sie w&auml;re in ihrer jetzigen Form wom&ouml;glich der Existenzberechtigung&nbsp;beraubt.<br>\n&ldquo;Wir besch&uuml;tzen die Informationen und die Informationstechnologien, die f&uuml;r die US-Interessen essenziell sind.&rdquo; So hat die NSA eines ihrer zentralen Ziele formuliert (pdf). Doch der Heartbleed-Bug im Verschl&uuml;sselungssystem OpenSSL gef&auml;hrdete potenziell Millionen Amerikaner, Tausende Online-Gesch&auml;fte und sogar die Informationen auf Regierungsseiten, die mit der Technik arbeiten. Die NSA h&auml;tte also die Privatsph&auml;re und Datensicherheit ihrer eigenen B&uuml;rger massiv gef&auml;hrdet, um mit der L&uuml;cke ihrem Spionagegesch&auml;ft&nbsp;nachzugehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/nsa-und-die-heartbleed-luecke-wucht-des-misstrauens-1.1935920\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a><\/p>\n<p><em>Passend dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Bundeskanzleramt erh&auml;lt Big Brother Award<\/strong><br>\n&ldquo;F&uuml;r geheimdienstliche Verstrickungen&rdquo;: Wegen unterlassener Schutzma&szlig;nahmen vor der NSA-&Uuml;berwachung pr&auml;miert der Verein Digitalcourage in diesem Jahr das Bundeskanzleramt. Die &Uuml;berraschung der diesj&auml;hrigen Awardverleihung: Auch Snowden ist unter den Preistr&auml;gern.<br>\nEtwas haben das Bundeskanzleramt, das Reiseunternehmen Meinfernbus und die Elektronikfirma LG gemeinsam: Sie sind alle Preistr&auml;ger des Big Brother Awards 2014, der in Bielefed verliehen wurde. Die Auszeichnung erhalten Beh&ouml;rden und Unternehmen, die B&uuml;rgerrechte verletzen und Datenmissbrauch betreiben. Preisstifter ist der deutsche Verein Digitalcourage, der sich seit Ende der 1980er Jahre f&uuml;r Datenschutz&nbsp;einsetzt.<br>\nIn diesem Jahr geht die Auszeichnung in der Kategorie Politik an das Bundeskanzleramt &ndash; &ldquo;f&uuml;r geheimdienstliche Verstrickungen in den NSA-&Uuml;berwachungsskandal sowie unterlassene Abwehr- und Schutzma&szlig;nahmen&rdquo;. Die alte und die neue Bundesregierung h&auml;tten die B&uuml;rgerrechtsverst&ouml;&szlig;e von deutschen und anderen Geheimdiensten nicht abgewehrt, so die Begr&uuml;ndung des&nbsp;Vereins&hellip;<br>\nZum ersten Mal in seiner Geschichte verleiht der Verein dieses Jahr auch einen Positiv-Preis: Die neue Auszeichnung namens &ldquo;Julia und Winston Award&rdquo; &ndash; benannt nach den Hauptpersonen aus George Orwells Roman &ldquo;1984&rdquo; &ndash; geht an den Whistleblower Edward Snowden&hellip;<br>\nDotiert ist der Preis mit einer Million &ndash; allerdings nicht Euro, sondern Aufklebern, auf denen Asyl f&uuml;r Snowden gefordert wird und die in ganz Deutschland verteilt werden&nbsp;sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/negativpreis-fuer-datensuender-bundeskanzleramt-erhaelt-big-brother-award-1.1935896\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung HR:<\/strong> Wie hatte es Volker Pispers in den WDR &bdquo;Mitternachtsspitzen&ldquo; sinngem&auml;&szlig; ausgedr&uuml;ckt: Die Deutschen h&auml;tten mehr Angst vor Pferdefleisch in der Lasagne und der Linken als vor der totalen &Uuml;berwachung durch die NSA. Und Merkel wisse von der NSA-&Uuml;berwachung &uuml;berhaupt nichts &ndash; nur dass die Informationen &uuml;ber sie auf gar keinen Fall in die &Ouml;ffentlichkeit gelangen d&uuml;rften; erneut anzusehen ist es hier: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=J0SJJQyYNCE\">Das Verr&uuml;ckte an der NSA mit Volker Pispers &ndash; Mitternachtsspitzen 16.11.2013 &ndash; Bananenrepublik<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Verlor Deutschland nach der deutschen Wiedervereinigung an internationaler Wettbewerbsf&auml;higkeit?<\/strong><br>\nDer Einbruch der deutschen Leistungsbilanz nach der deutschen Wiedervereinigung und das ein Jahrzehnt lang anhaltende Defizit, das diese Bilanz anschlie&szlig;end aufwies (vgl. Abbildung 1), hat die Vorstellung begr&uuml;ndet, Deutschland habe im Zuge der Wiedervereinigung an Wettbewerbsf&auml;higkeit verloren. Denn ein Land, das sich im Ausland netto verschuldet, verkauft dorthin offenbar weniger G&uuml;ter, als es von dort bezieht, ist also an den internationalen M&auml;rkten nicht so erfolgreich wie andere. Das muss an der mangelnden Wettbewerbsf&auml;higkeit liegen, jedenfalls dann, wenn der Saldo l&auml;ngere Zeit im negativen Bereich verharrt. Sollte man meinen. Aber stimmt das im Fall Deutschlands wirklich? Und warum sollte diese historische Betrachtung einen Beitrag auf flassbeck-economics wert sein, wo sich doch alles mittlerweile in Wohlgefallen aufgel&ouml;st und das Defizit in einen satten &Uuml;berschuss verwandelt hat? (&hellip;)<br>\nNun, die Betrachtung der historischen Fakten lohnt sich allemal, wenn aus ihnen Schlussfolgerungen gezogen oder gar wirtschaftspolitische Empfehlungen entwickelt werden. Und dass das im Fall des deutschen Leistungsbilanzdefizits in der zweiten H&auml;lfte der 1990er Jahre getan worden ist und heute in der R&uuml;ckschau immer noch getan wird, steht au&szlig;er Frage. Die Vorstellung vom Verlust an internationaler Wettbewerbsf&auml;higkeit lieferte n&auml;mlich in Verbindung mit den hohen Arbeitslosenzahlen die Begr&uuml;ndung f&uuml;r die deutsche Lohnmoderation und die Agenda 2010. Die Mehrzahl der deutschen &Ouml;konomen, sehr pointiert der Sachverst&auml;ndigenrat, die Deutsche Bundesbank, die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) bis hin zur EU-Kommission (von den deutschen Regierungen unter Helmut Kohl, Gerhard Schr&ouml;der und Angela Merkel ganz zu schweigen) haben alle betont und tun das bis heute, dass Deutschland keine andere Wahl hatte, sich &uuml;ber Lohnmoderation und die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes aus der hohen Arbeitslosigkeit sozusagen herauszuarbeiten.<br>\nDabei setzte die Lohnzur&uuml;ckhaltung, wie erst j&uuml;ngst in einer Studie von vier &Ouml;konomen analysiert wurde, nicht erst mit der Agenda 2010 unter dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der 2003 ein, sondern schon Mitte der 1990er Jahre. Damals wurde zwischen den Tarifparteien und der Regierung verabredet, den Problemen am Arbeitsmarkt dadurch zu Leibe zu r&uuml;cken, dass man einen Teil der Produktivit&auml;tssteigerung nicht in den L&ouml;hnen an die Besch&auml;ftigten weitergebe, sondern f&uuml;r die Steigerung der Besch&auml;ftigung &lsquo;reserviere&rsquo; und &Ouml;ffnungsklauseln in die Fl&auml;chentarifvertr&auml;ge aufnehme. Damit begann die konkrete Umsetzung des jahrelang ge&auml;u&szlig;erten Credos des Sachverst&auml;ndigenrates, der, als die Erfolge dann zehn Jahre lang ausblieben, nicht seine Diagnose und Therapie in Frage stellte, sondern st&auml;ndig eine h&ouml;here Dosis seiner Medizin, d.h. noch mehr Lohnzur&uuml;ckhaltung und noch mehr Flexibilisierung, empfahl.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/verlor-deutschland-nach-der-deutschen-wiedervereinigung-an-internationaler-wettbewerbsfaehigkeit\/\">flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Tarifliche Lohnstrukturanalyse: Gro&szlig;e Unterschiede zwischen Branchen und Regionen<\/strong><br>\nEs gibt nicht &bdquo;den&ldquo; Tarifvertrag in Deutschland: Die Tarifvertragslandschaft und die tariflichen Verg&uuml;tungsstrukturen weisen nach wie vor sehr gro&szlig;e Unterschiede auf. Die Differenzierung nach Branchen, Regionen, Besch&auml;ftigtengruppen, Zahl der Verg&uuml;tungsgruppen und schlie&szlig;lich H&ouml;he und Abstufung der Tarifverg&uuml;tung spiegelt die unterschiedlichen tarifpolitischen Traditionen wider und zeigt die F&auml;higkeit der Tarifparteien, die konkreten Bedingungen in den Wirtschaftszweigen kollektivvertraglich zu regeln, erkl&auml;rt Dr. Reinhard Bispinck, Leiter des WSI-Tarifarchivs. &bdquo;Diese Vielfalt wird durch einen einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn abgesichert, weil er extremes Dumping verhindert. Oberhalb des Grenzwertes gibt es einen gro&szlig;en Spielraum f&uuml;r tarifvertragliche Gestaltung&ldquo;, sagt der Wissenschaftler. Das zeigt auch eine Dokumentation der tariflichen Verg&uuml;tungstabellen f&uuml;r &uuml;ber 30 Branchen. Das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung hat sie jetzt auf seiner Internetseite www.tarifvertrag.de online verf&uuml;gbar gemacht.<br>\nBundesweit einheitliche Branchentarifvertr&auml;ge sind die Ausnahme. Sie bestehen z. B. im Bankgewerbe oder im Versicherungsgewerbe und enthalten jeweils auch nur eine einzige Verg&uuml;tungstabelle.<br>\nTarifvertr&auml;ge, die (lediglich) zwischen West- und Ostdeutschland differenzieren, bestehen beispielweise im Bauhauptgewerbe, wo allerdings zus&auml;tzlich f&uuml;r Berlin ein gesonderter Tarifvertrag existiert.<br>\n&Uuml;berwiegend gibt es in den Branchen jeweils gesonderte Tarifvertr&auml;ge f&uuml;r die Bundesl&auml;nder bzw. verschiedene Regionen, die auch Unterschiede bei Lohn und Gehalt aufweisen. In der Metallindustrie bestehen 21 regionale Tarifgebiete, im Hotel- und Gastst&auml;ttengewerbe 18, im Einzelhandel 16, im privaten Transport- und Verkehrsgewerbe 16, in der Papier verarbeitenden Industrie 12 und in der S&uuml;&szlig;warenindustrie 9 Tarifgebiete.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/14_46865.htm\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a>\n<p><em>Passend dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Tarifliche Lohn-, Gehalts- und Entgelttabellen 2013<\/strong><br>\nWieviele tarifliche Verg&uuml;tungsgruppen gibt es in den einzelnen Branchen und Tarifgebieten und wie hoch fallen die L&ouml;hne, Geh&auml;lter und Entgelte aus? Hier informieren wir &uuml;ber die tariflichen Grundverg&uuml;tungen (ohne Zulagen, Zuschl&auml;ge und Sonderzahlungen) f&uuml;r 33 Wirtschaftszweige.<br>\nBer&uuml;cksichtigt werden die Tarifl&ouml;hne f&uuml;r gewerbliche Besch&auml;ftigte, die Tarifgeh&auml;lter f&uuml;r die (kaufm&auml;nnischen) Angestellten und die Tarifentgelte, die einheitlich f&uuml;r alle Besch&auml;ftigten gelten.<br>\nZu Beginn informiert ein &Uuml;bersichtsblatt &uuml;ber die Zahl der tariflichen Verg&uuml;tungsgruppen in den einzelnen (regionalen) Tarifgebieten. Durch eine farbliche Markierung (von tiefrot bis gr&uuml;n) wird auf einen Blick deutlich, wo die Tarifverg&uuml;tungen (noch) im Niedriglohnbereich von unter 8,50 &euro; oder gar unter 7,50 &euro; liegen und wo sie 10 &euro; und mehr betragen. Daran anschlie&szlig;end folgen f&uuml;r jedes Tarifgebiet die Tariftabellen mit den Stundenl&ouml;hnen und den Monatsverg&uuml;tungen.<br>\nDie Informationen werden als PDF-Datei angeboten. Die Daten befinden sich auf dem Stand von&nbsp;Dezember 2013.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/wsi-tarifarchiv_4829.htm\">WSI Tarifarchiv<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sozialverband: Hatz gegen Rente mit 63<\/strong><br>\nDer Sozialverband Deutschland (SoVD) hat vor &bdquo;weiteren Scharfmachereien&ldquo; gegen Rentnerinnen und Rentner gewarnt. In einem Gespr&auml;ch mit unserer Zeitung&ldquo; kritisierte Pr&auml;sident Adolf Bauer Aktionen der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und Proteste der Arbeitgeber gegen die abschlagsfreie Rente mit 63.<br>\nDie Hatz auf die &uuml;berf&auml;llige Reform der Rentenpolitik m&uuml;sse umgehend beendet werden. &bdquo;Wer die &uuml;berf&auml;lligen Renten-Verbesserungen als ungerecht oder verantwortungslos verh&ouml;hnt, spielt mit dem Feuer&ldquo;, betonte Bauer mit Blick auf die heutige Sitzung des Bundeskabinetts zu diesem Thema. Morgen wird sich der Bundestag damit befassen. Es sei schon erstaunlich, mit welchem Aufwand davor gewarnt werde, Menschen zu helfen, die ihr Leben lang hart gearbeitet h&auml;tten, erkl&auml;rte der Pr&auml;sident des Sozialverbands. Er sprach von einem &bdquo;merkw&uuml;rdigen Verst&auml;ndnis von Generationengerechtigkeit&ldquo;.<br>\nEs stehe au&szlig;er Frage, dass auch die verl&auml;ngerte Zurechnungszeit bei der Erwerbsminderungsrente, die Reform der M&uuml;tterrente und die Anhebung des Reha-Deckels dringend geboten seien. &bdquo;Wer eine Erwerbsminderungsrente bezieht, der m&ouml;chte gerne arbeiten, kann es jedoch nicht mehr&ldquo;, unterstrich Bauer. Das Rentenpaket ist nach seinen Worten erst der Anfang f&uuml;r weitere Reformen in der Alterssicherung. Denn bisher seien Ma&szlig;nahmen der Bundesregierung gegen die Altersarmut nicht in Sicht. &bdquo;Dies erst im Jahr 2017 in Angriff zu nehmen w&auml;re zu sp&auml;t&ldquo;, betonte der Pr&auml;sident des Sozialvervbands.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.noz.de\/deutschland-welt\/politik\/artikel\/463940\/sozialverband-hatz-gegen-rente-mit-63\">Neue Osnabr&uuml;cker Zeitung<\/a>\n<p><em>Passend dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Ein emp&ouml;rter Arbeiter<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/eusters.soup.io\/post\/417839525\/Applaus\">Eusters Suppe<\/a><\/p>\n<p><em>Passend dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Produktivit&auml;t schl&auml;gt Demografie<\/strong><br>\nDie deutsche Bev&ouml;lkerung wird immer &auml;lter. Wird unser Sozialsystem an der &Uuml;beralterung der Gesellschaft zerbrechen? Keineswegs. Denn die Politik kann die negativen Auswirkungen abfedern, sagen Experten. Und zwar ohne daf&uuml;r nur die Schw&auml;cheren zu belasten.<br>\nDie immer &auml;lter werdende Bev&ouml;lkerung belastet die Sozialsysteme. Immer weniger Junge m&uuml;ssen immer mehr Rentner aushalten, der Wirtschaft fehlt qualifiziertes Personal, denn in Deutschland werden immer weniger Kinder geboren. Das ist das demografische Schreckensszenario, das in Deutschland h&auml;ufig gezeichnet&nbsp;wird.<br>\nEiner Allensbach-Studie zufolge, die Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) auf dem Demografiegipfel in Berlin pr&auml;sentierte, betrachten zwei Drittel der 20- bis 34-J&auml;hrigen den demografischen Wandel als ernsthaftes Problem (69 Prozent). Mehr als die H&auml;lfte macht sich sogar richtig Sorgen deswegen (56&nbsp;Prozent).<br>\nViele junge Erwachsene rechnen mit Einschr&auml;nkungen bei der staatlichen Vorsorge und mehr Zwang zur Eigenvorsorge sowie mit zus&auml;tzlichen Belastungen durch h&ouml;here Steuern und Abgaben (60 Prozent). Positive Entwicklungen erwarten hingegen nur wenige. Gerade einmal etwas mehr als ein F&uuml;nftel (23 Prozent) verspricht sich beispielsweise durch die demografischen Ver&auml;nderungen mehr Chancen am&nbsp;Arbeitsmarkt. (&hellip;)\n<p>Die sozialen Sicherungssysteme stehen seit dem Aufkommen der Demografiedebatte um die Jahrtausendwende im Fokus. Hartz IV, Rente mit 67 und die St&auml;rkung privater Alterssicherungen &ndash; all diese Ma&szlig;nahmen wurden mit Blick auf die demografischen Verschiebungen durchgedr&uuml;ckt, oft gegen massiven Widerstand. Die jeweilige Regierung und die Wirtschaft sprachen von unabwendbaren Ma&szlig;nahmen, Gewerkschaften, Linkspartei und andere Kritiker von einer gigantischen Umverteilung zu Lasten der&nbsp;Arbeitnehmer.<br>\nEiner der Kritiker ist der Statistik-Professor Gerd Bosbach. &ldquo;Die Gesellschaft k&ouml;nnte spielend aus dem wachsenden Wohlstand die wachsende Altenzahl finanzieren&rdquo;, sagt der empirische Sozialforscher von der Fachhochschule in Remagen. Bedingung sei allerdings, dass die Steigerung der Arbeitsproduktivit&auml;t pro Stunde und damit des Wohlstands nicht nur in die Taschen der Betriebe und Konzerne wandere, sondern auch an die Besch&auml;ftigten weitergegeben werde. Dann k&ouml;nnten die Arbeitnehmer sogar noch einen deutlich h&ouml;heren Rentenversicherungsbeitrag zahlen als jetzt &ndash; und h&auml;tten trotzdem mehr Geld in der Tasche, sagt Bosbach (die Modellrechnung dazu findet sich unter anderem hier). Oder ganz knapp formuliert: &ldquo;Produktivit&auml;t schl&auml;gt&nbsp;Demografie.&rdquo;<\/p>\n<p>Auch Anette Fasang sieht in der Altersstruktur der Bev&ouml;lkerung nicht das zentrale Kriterium f&uuml;r ein funktionierendes Sozialsystem. &ldquo;Ein Rentensystem braucht nicht unbedingt mehr Kinder, ein Rentensystem braucht Beitragszahler&rdquo;, sagt die Juniorprofessorin. Sie leitet am Wissenschaftszentrum Berlin f&uuml;r Sozialforschung die Projektgruppe &ldquo;Demografie und Ungleichheit&rdquo;. Potenzial sieht Fasang noch bei einem h&ouml;heren Renteneinstiegsalter &ndash; allerdings nicht pauschal, sondern abgestimmt &ldquo;auf Branchen und&nbsp;Belastungen&rdquo;. (&hellip;)<br>\nDoch auch anderswo her k&ouml;nnen k&uuml;nftige Beitragszahler kommen. &ldquo;Wir haben drei Millionen Arbeitslose, f&uuml;nf Millionen Stellensuchende und mehr als sechs Millionen Menschen, die angeben, mehr arbeiten zu wollen&rdquo;, sagt Bosbach. Von einem &ldquo;demografisch bedingten Arbeitskr&auml;ftemangel&rdquo; sei die Wirtschaft weit&nbsp;entfernt.<br>\nDefizite gebe es an ganz anderen Stellen: &ldquo;Es mangelt an guten, unbefristeten Stellen und qualifizierten Ausbildungsm&ouml;glichkeiten&rdquo;, sagt der Wissenschaftler. Das derzeit beklagte Fehlen von &Auml;rzten oder Pflegern sei keineswegs die Folge mangelnden Interesses an diesen Berufen, sondern schlicht die Folge fehlender Studien- oder Fachschulpl&auml;tze. &Auml;hnliches hatte Sozialwissenschaftler Stefan Sell auf SZ.de auch im Fall der h&auml;nderingend gesuchten Erzieher und Erzieherinnen konstatiert.<br>\n&ldquo;Im Bildungsbereich besteht unbedingt Handlungsbedarf&rdquo;, sagt auch Fasang. Als hervorstechende und wachsende Gruppe nennt sie die der alleinerziehenden M&uuml;tter. Diese h&auml;tten oft nur eine geringe Bildung, hier m&uuml;sse die Politik gezielt&nbsp;f&ouml;rdern.<br>\nEinig sind sich Fasang und Bosbach auch in diesem Punkt: Bevor Politik und Gesellschaft sich dar&uuml;ber Gedanken machen, wie die Geburtenrate zu steigern sei, m&uuml;ssten sie erst einmal f&uuml;r die bestehenden Kinder gute Bedingungen schaffen. &ldquo;Ob Krippen- oder Kindergartenpl&auml;tze, gute Schulen oder Hochschulen &ndash; wir haben in keinem Bereich ann&auml;hernd genug Kapazit&auml;t f&uuml;r die jetzigen Kinder. Was soll das dann, diese Zahl unbedingt noch steigern zu wollen&rdquo;, &auml;rgert sich&nbsp;Bosbach.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/chancen-des-wandels-produktivitaet-schlaegt-demografie-1.1934635\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung HR:<\/strong> Die Leserschaft der NachDenkSeiten wei&szlig; schon lange, dass die Diskussion &uuml;ber den sog. demografischen Wandel eine Scheindebatte ist, die dem Zweck dient, den (noch) vorhandenen Wohlfahrtsstaat und seine Leistungen noch weiter abzusenken.<br>\nViele Leistungen sind &ndash; leider &ndash; bereits mit diesem Scheinargument herabgesenkt worden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Studie zur Zeitarbeit &ndash; Zeitarbeit ist kein Sprungbrett<\/strong><br>\nEine Studie zeigt: Nur wenige Zeitarbeiter finden Besch&auml;ftigung in einem regul&auml;ren Job. Die meisten bleiben Leiharbeiter. Die Ergebnisse sind brisant: Denn Politik wie Arbeitgeber sagen der Zeitarbeit h&auml;ufig eine Br&uuml;ckenfunktion nach, die die Zeitarbeit laut Studie nicht hat.<br>\nDie drei Experten des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) der Arbeitsagentur Hessen haben die Berufsbiografien von Menschen verglichen, die sich arbeitslos gemeldet und im ersten Jahr nach ihrer Meldung bei einer Zeitarbeitsfirma angefangen haben oder eben nicht. In der Gruppe jener, die als Leiharbeiter anheuerten, &bdquo;konnten wir keine erh&ouml;hte Wahrscheinlichkeit f&uuml;r die Aufnahme einer regul&auml;ren Besch&auml;ftigung feststellen&ldquo;, so Garloff. Zeitarbeit sei also weder eine Br&uuml;cke in regul&auml;re Jobs noch gebe es einen Klebeeffekt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/studie-zur-zeitarbeit-zeitarbeit-ist-kein-sprungbrett,1472780,26826242.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Betriebliche Rahmenbedingungen und Vereinbarkeit &ndash; ein Widerspruch in sich?<\/strong><br>\nDie Vereinbarkeit von Beruf und Kinderbetreuung ist nach wie vor eine gro&szlig;e Herausforderung, die trotz des Trends in Richtung aktiver Vaterschaft, Papamonate und leichter Erh&ouml;hung des M&auml;nneranteils an der Elternkarenz, noch immer vorwiegend Frauen betrifft bzw. Frauen eher erm&ouml;glicht wird. In einer Studie von L&amp;R Sozialforschung im Auftrag der AK Wien zeigen sich nun die tats&auml;chlichen institutionellen und vor allem betrieblichen Rahmenbedingungen, mit denen berufst&auml;tige Eltern konfrontiert sind: Eine (fehlende) Vereinbarkeitsunterst&uuml;tzung auf betrieblicher Ebene, geschlechtsspezifische intrapartnerschaftliche Einkommens- und Arbeitsteilung sowie begrenzte institutionelle Kinderbetreuungsm&ouml;glichkeiten &ndash; drei Seiten derselben Medaille.<br>\n&nbsp;Er Vollzeit (und &Uuml;berstunden) &ndash; sie Teilzeit (und Kinderbetreuung): das Eineinhalb-VerdienerInnen-Modell als gelebte Praxis<br>\nDie Vereinbarkeit von Beruf und Familie findet in &Ouml;sterreich typischerweise vor folgendem Hintergrund statt: Nach der Geburt des Kindes\/der Kinder erfolgt eine l&auml;ngere Erwerbsunterbrechung von vor allem der Frau, die daran anschlie&szlig;end in Teilzeit besch&auml;ftigt ist, w&auml;hrend der Mann relativ ungebrochen eine Vollzeit-T&auml;tigkeit aus&uuml;bt bzw. h&auml;ufig sogar noch mehr &Uuml;berstunden leistet als vor der Geburt des Kindes\/der Kinder. Ebenso wie beispielsweise in Deutschland oder Belgien gestaltet sich das geschlechtstypische Erwerbsarbeitsteilungsarrangement von Eltern in &Ouml;sterreich mittlerweile vorwiegend als &bdquo;Eineinhalb-VerdienerInnen-Modell&ldquo;. Dieses ist in &Ouml;sterreich besonders ausdifferenziert: M&uuml;tter arbeiten &uuml;berwiegend in Teilzeit-Modellen, die unter 20 Stunden Wochenarbeitszeit vorsehen, w&auml;hrend V&auml;ter oft von &uuml;berlangen Arbeitszeiten mit regelm&auml;&szlig;iger &Uuml;berstundenleistung betroffen sind. Als &bdquo;Faustregel&ldquo; zeigt sich hier: Je k&uuml;rzer die Erwerbsarbeitszeit der M&uuml;tter, desto h&auml;ufiger die Betroffenheit von (vielen) &Uuml;berstunden bei den V&auml;tern. Die Hauptzust&auml;ndigkeit der Frauen f&uuml;r Kinderbetreuung und Haushalt ist die andere Seite des &bdquo;Eineinhalb-VerdienerInnen-Modells&ldquo;.<br>\nSchiefe intrapartnerschafliche Verteilungen: Nur bei 6% der Haushalte gibt es eine egalit&auml;re Einkommensverteilung<br>\nBestehende Einkommensunterschiede und intrapartnerschaftliche Schieflagen werden so weiter verst&auml;rkt: Fast die H&auml;lfte der befragten Frauen gab an, ein Einkommen unter 1.301 Euro zu verdienen, w&auml;hrend dies auf lediglich 4 % der befragten M&auml;nner zutraf. Die Unterschiede sind jedoch nicht ausschlie&szlig;lich durch Teilzeit verursacht, denn auch 8 % der vollzeitbesch&auml;ftigten Frauen fielen in diese Niedriglohngruppe. Die intrapartnerschaftliche Einkommensverteilung wird dementsprechend nur von einer sehr geringen Zahl der Befragten (6%) als egalit&auml;r eingestuft. Diese Rahmenbedingungen haben weitreichende Auswirkungen auf die Aufteilung von Betreuungs- und Erwerbsarbeit zwischen M&auml;nnern und Frauen, aber auch hinsichtlich deren &bdquo;Verhandlungsmacht&ldquo; gegen&uuml;ber dem Betrieb.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/betriebliche-rahmenbedingungen-und-vereinbarkeit-ein-widerspruch-in-sich\/\">Arbeit &amp; Wirtschaft<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung HR:<\/strong> Diese Ergebnisse f&uuml;r &Ouml;sterreich d&uuml;rften vergleichbar mit denen in Deutschland sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Care-Revolution: Was ist uns F&uuml;rsorge wert?<\/strong><br>\nFrauen verdienen nicht nur weniger als M&auml;nner, sondern sind auch nach wie vor f&uuml;r den Gro&szlig;teil der Reproduktionsarbeit zust&auml;ndig: f&uuml;r den Haushalt, die Kindererziehung und die Pflege Angeh&ouml;riger. Um diese sexistische Arbeitsteilung zu beenden, braucht es eine radikale Neubewertung f&uuml;rsorglicher Arbeit, fordert Sebastian D&ouml;rfler.<br>\nDer erste Vorsto&szlig; der neuen Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig war einer jener Momente, in denen das Wort &bdquo;Reform&ldquo; kurzzeitig seinen krisenbehafteten Schrecken ablegte und eine fast schon vergessene Bedeutung annahm: die &bdquo;Reform&ldquo; als kleiner Schritt in die richtige Richtung.<br>\nSchwesig hatte Anfang Januar vorgeschlagen, eine 32-Stunden-Woche f&uuml;r Eltern bei steuerfinanziertem Lohnausgleich einzuf&uuml;hren. F&uuml;r kurze Zeit schien es, als n&auml;hme endlich jemand ernst, dass die Familie ein Ort ist, an dem Kinder erzogen und Angeh&ouml;rige gepflegt werden m&uuml;ssen &ndash; und dass es daf&uuml;r auch Zeit sowie eine finanzielle Absicherung braucht.<br>\nDoch die Freude &uuml;ber den Reformvorschlag w&auml;hrte nur kurz. Denn bereits einen Tag darauf kassierte Regierungssprecher Steffen Seibert den Vorsto&szlig; Schwesigs als &bdquo;pers&ouml;nlichen Debattenbeitrag&ldquo; wieder ein. Bei ihrer ersten Bundestagsrede konnte die neue Familienministerin dann nurmehr auf Pl&auml;ne f&uuml;r eine flexiblere Elternzeit, das &bdquo;Elterngeld plus&ldquo; sowie ein R&uuml;ckkehrrecht von Teil- auf Vollzeit verweisen &ndash; Ma&szlig;nahmen, die die Familien nicht wesentlich entlasten, sondern vor allem dazu dienen, die Menschen bei famili&auml;ren &bdquo;Ausf&auml;llen&ldquo; schnell wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren.<br>\nDass Schwesig derart schnell ausgebremst wurde, &uuml;berrascht mit Blick auf den Koalitionsvertrag der Gro&szlig;en Koalition allerdings kaum. Als eigener Ordnungspunkt kommt die Familienpolitik in diesem nicht einmal vor; das Thema rangiert stattdessen als Unterpunkt zweiter Ordnung im Kapitel &bdquo;Zusammenhalt der Gesellschaft&ldquo;. Das jedoch beschreibt ihre Funktion im Rahmen der schwarz-roten Reformvorhaben recht treffend, Schwesigs gescheiterter Vorsto&szlig; d&uuml;rfte da ein Ausrei&szlig;er bleiben.<br>\nDer Grund f&uuml;r diese politische Haltung liegt auf der Hand: Die Bundesregierung will die Ausgaben f&uuml;r die Sozial- und Gesundheitssysteme k&uuml;rzen und verlagert daher nur allzu gerne die sogenannte Care-Arbeit in die Familien. &bdquo;Die Familien sind das Herzst&uuml;ck unserer Gesellschaft&ldquo;, betonte Kanzlerin Angela Merkel denn auch in ihrer letzten Regierungserkl&auml;rung. Insbesondere bei der Pflege Angeh&ouml;riger komme den Familien eine zentrale Bedeutung zu: &bdquo;Sie gehen dabei oft bis an die Grenzen ihrer Kr&auml;fte, nicht selten dar&uuml;ber hinaus. Sie sind die stillen Helden unserer Gesellschaft.&ldquo;[1]<br>\n&raquo;Neben dem neuen Job warten immer noch ein Haushalt, die Kinder und vielleicht noch der Opa darauf, versorgt zu werden.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2014\/april\/die-care-revolution-was-ist-uns-fuersorge-wert\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Klinik&auml;rzte leiden unter betrieblichen Zielvorgaben<\/strong><br>\nStetig sich versch&auml;rfender Kostendruck und anspruchsvolle &ouml;konomische Zielvorgaben machen leitenden Krankenhaus&auml;rzten das Leben schwer. Das zeigt eine Umfrage unter internistischen F&uuml;hrungskr&auml;ften.<br>\nImmer mehr Mediziner &ldquo;f&uuml;hlen sich mit den strikten Sparvorgaben der kaufm&auml;nnischen Gesch&auml;ftsleitungen alleine gelassen&rdquo;, fasst die DGIM die Resultate einer Mitgliederbefragung im Herbst 2013 zusammen.<br>\nDaran beteiligt hatten sich mehr als 600 F&uuml;hrungskr&auml;fte internistischer Fachabteilungen &ndash; Ordinarien, Ober&auml;rzte und Chef&auml;rzte. Demnach best&auml;tigten 75 Prozent der Befragten, dass ihnen die kaufm&auml;nnische Klinikleitung &ldquo;ehrgeizige betriebswirtschaftliche Leistungsvorgaben&rdquo; mache.<br>\nEbenso hoch war der Anteil derjenigen, denen nach eigener Auskunft &ldquo;im Beruf betriebswirtschaftliche Steuerung abverlangt wird&rdquo;. (&hellip;)<br>\nDoch damit sind viele offenkundig &uuml;berfordert. Geeignete Steuerungsinstrumente, um die &ouml;konomischen Vorgaben zu erreichen, &ldquo;scheinen h&auml;ufig im Klinikalltag zu fehlen&rdquo;, sagt der Sachverst&auml;ndige Thomas Kapitza aus M&uuml;nchen, der an der DGIM-Befragung konzeptionell beteiligt war.<br>\nZumal, wie DGIM-Generalsekret&auml;r Professor Ulrich F&ouml;lsch erg&auml;nzt, die kaufm&auml;nnischen Ziele &ldquo;immer schwieriger zu erreichen sind, weil sich die Schere zwischen Kosten und Erl&ouml;sen zunehmend spreizt&rdquo;.<br>\nWenig &uuml;berraschend, dass es auch um das Verh&auml;ltnis zwischen &auml;rztlicher und kaufm&auml;nnischer Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung ziemlich schlecht bestellt ist.<br>\n60 Prozent der befragten &auml;rztlichen F&uuml;hrungskr&auml;fte f&uuml;hlten sich nur &ldquo;unzureichend an Entscheidungen der kaufm&auml;nnischen Gesch&auml;ftsleitung beteiligt&rdquo;, rund die H&auml;lfte monierte, dass zwischen Medizinern und Controllern &ldquo;keine partnerschaftliche Zusammenarbeit existiert&rdquo;. Woraus F&ouml;lsch die Forderung ableitet: Die kaufm&auml;nnische Seite muss die Pflicht haben, die &Auml;rzte effizient in Entscheidungsprozesse einzubeziehen&rdquo;.<br>\nMit der &Ouml;konomisierung der station&auml;ren Medizin befasste sich Mitte voriger Woche auch der Gesundheitsausschuss des Bundestages.<br>\nBei einer Expertenanh&ouml;rung wurde deutlich, dass nach wie vor viele Kliniken fragw&uuml;rdige Bonus-Vertr&auml;ge mit Chef&auml;rzten abschlie&szlig;en, was immer wieder Bef&uuml;rchtungen n&auml;hrt, medizinisch unbegr&uuml;ndete Leistungsausweitung zu f&ouml;rdern.<br>\nIm Zuge des Krebsfr&uuml;herkennungs- und -registergesetzes hatte die schwarz-gelbe Koalition im April 2013 auch einen neuen Paragrafen 136a ins Sozialgesetzbuch V eingef&uuml;gt, wonach einzelleistungsbezogene Boni in Vertr&auml;gen mit leitenden Klinik&auml;rzten k&uuml;nftig ausgeschlossen sein sollen. Dazu wurden Bundes&auml;rztekammer und Deutsche Krankenhausgesellschaft verpflichtet, passende Empfehlungen zu formulieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aerztezeitung.de\/praxis_wirtschaft\/klinikmanagement\/article\/858692\/umfrage-klinikaerzte-leiden-betrieblichen-zielvorgaben.html\">&Auml;rzteZeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Jonglieren mit erneuerbaren Energien<\/strong><br>\nDas Kabinett hat am 8.4.2014 den von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel vorgelegten Entwurf zur Reform des Erneuerbaren Energie Gesetzes (EEG) gebilligt. Die Reform des EEG ist ein Kernanliegen der gro&szlig;en Koalition. Minister Gabriel stand unter gro&szlig;em Druck, musste er doch verschiedene Interessen ber&uuml;cksichtigen.<br>\nDie der Bundesl&auml;nder, die jeweils spezifische Ausgangspositionen hinsichtlich der Bedeutung der erneuerbaren Energien besitzen, die der EU-Kommission, die im Vorfeld harte Kritik an den Ausnahmen f&uuml;r bestimmte Industrieunternehmen ge&uuml;bt hatte, und die der energieintensiven Industrieunternehmen, die ihre Wettbewerbspositionen gef&auml;hrdet sahen.<br>\nDas Ziel, mit dieser Reform gleichzeitig die Strompreise zu senken, wird nicht erreicht werden. Die EEG-Umlage wird weiter steigen, d.h. insbesondere die privaten Haushalte werden daher mit weiteren Preissteigerungen zu rechnen haben. Aber die normalen Konsumenten standen auch gar nicht im Mittelpunkt von Gabriels Strategie.<br>\nVon Anfang an ging es um eine Entlastung der Industrie &raquo;im internationalen Wettbewerb&laquo;, und um den Schutz der damit verbundenen Arbeitspl&auml;tze. Das Drohszenario, das in diesem Zusammenhang aufgebaut wurde, erinnert an die sp&auml;ten 1990er Jahre, als im Zusammenhang mit der Globalisierung die Verlagerung von Arbeitspl&auml;tzen ins Ausland prognostiziert wurde.<br>\nDie Gleichung hei&szlig;t also: Lieber eine h&ouml;here Stromrechnung in Kauf nehmen als den Verlust hunderttausender Arbeitspl&auml;tze und die Wettbewerbsf&auml;higkeit der deutschen Unternehmen riskieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/jonglieren-mit-dem-eeg\/\">Sozialismus aktuell<\/a>\n<p><em>Passend dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Einigung ist &ldquo;ein wichtiger Schritt&rdquo;<\/strong><br>\nEric Schweitzer zur besonderen Ausgleichsregelung<br>\nSchweitzer: &ldquo;Die Ergebnisse der Gespr&auml;che in Br&uuml;ssel sind ein wichtiger Schritt hin zu Planungs- und Investitionssicherheit f&uuml;r die deutsche Industrie. Jenseits aller noch offenen Detailfragen und f&uuml;r manche Unternehmen auch schmerzhaften Regelungen hat sich die Bundesregierung in den letzten Monaten zu Recht intensiv f&uuml;r den Wirtschafts- und Arbeitsstandort Deutschland eingesetzt.<br>\nDenn Deutschland kann die Energiewende nur stemmen, wenn Unternehmen wettbewerbsf&auml;hig und Arbeitspl&auml;tze hierzulande sicher bleiben. Eine Schw&auml;chung des Industriestandorts Deutschland w&uuml;rde hingegen nicht nur Arbeitspl&auml;tze kosten, sondern mittelbar auch Umweltschutz und Verbraucherinteressen schaden.<br>\nDie jetzt erreichte L&ouml;sung dient zus&auml;tzlich dem Ziel der EU, Europa als Industriestandort zu st&auml;rken. Die Kommission muss allerdings dringend auf R&uuml;ckzahlungsforderungen verzichten, denn die Unternehmen m&uuml;ssen darauf vertrauen k&ouml;nnen, dass deutsche Gesetze verbindlich sind.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dihk.de\/presse\/meldungen\/2014-04-08-schweitzer-eeg\">DIHK<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung HR:<\/strong> Dass sich dieser Lobbyverband mit dieser Einigung im energiepolitischen Bereich zufrieden zeigen kann, ist verst&auml;ndlich: Es gehe u.a. um den europ&auml;ischen und insbesondere deutschen Wirtschaftsstandort.<br>\nDass die SPD-Spitze sich ebenfalls zufrieden &auml;u&szlig;ert, verdeutlicht deren offensichtlich nicht vorhandene Beziehung zu ihrer Stamm-W&auml;hlerklientel: Die Arbeitnehmerschaft. Sie wird diese Einigung teuer bezahlen m&uuml;ssen.<\/em><\/p>\n<p><em>Passend dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Sonne und Wind statt Fracking oder Putins Gas<\/strong><br>\nDie alten Energietr&auml;ger werden immer noch grandios &uuml;bersch&auml;tzt<br>\nDeutschland ist von Putins Gas so abh&auml;ngig wie Putin von deutschem Geld und von der deutschen Wirtschaft. Ein scharfer Sanktionskurs gegen&uuml;ber Russlands Ukraine-Politik sei nicht m&ouml;glich, weil uns Putin sonst den Gashahn zudreht, hei&szlig;t es in Berlin. Einen Gaskrieg mit Russland k&ouml;nnen und wollen wir also nicht riskieren. Naheliegend w&auml;re es, die Energiewende mit heimischer Sonne, heimischem Wind, heimischer Bioenergie, heimischer Wasserkraft und heimischer Erdw&auml;rme zu forcieren. Die L&ouml;sung liegt direkt vor der Haust&uuml;r.<br>\nDoch stattdessen wird in Berlin zunehmend eine andere &ldquo;L&ouml;sung&rdquo; diskutiert, die noch vor einem Jahr niemand so richtig wollte: Gasgewinnung durch Fracking. Also durch Einpressen von Chemie-Wasser-Cocktails in die Erde.<br>\nNicht nur CDU-Politiker wie der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Michael Fuchs und CSU-Politiker wie Peter Ramsauer favorisieren die Fracking-Option, auch Energieminister Sigmar Gabriel zeigt sich seit neuestem &ldquo;interessiert&rdquo;, &ldquo;man muss das neu beurteilen&rdquo; wird er in der TAZ zitiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/41\/41480\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der FDP-Europaabgeordnete Lambsdorff fordert inzwischen sogar schon wieder eine Verl&auml;ngerung der Laufzeit f&uuml;r Atomkraftwerke. Meldung im DLF: Der FDP-Europa-Politiker Lambsdorff tritt daf&uuml;r ein, die Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke auf den Pr&uuml;fstand zu stellen. Der Spitzenkandidat f&uuml;r die Europawahl sagte der Zeitung &ldquo;Die Welt&rdquo;, wenn es notwendig sei, die Zeiten zu verl&auml;ngern, um die Grundlastversorgung sicherzustellen, dann m&uuml;sse man dar&uuml;ber reden. Er habe zwar Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Entscheidung der vorigen Bundesregierung, den Atomausstieg wegen der Katastrophe von Fukushima zu beschleunigen. Aber inzwischen habe ja auch Japan die Entscheidung f&uuml;r einen Ausstieg zur&uuml;ckgenommen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>EZB und Bank of England wollen ABS-Markt neues Leben einhauchen<\/strong><br>\nEuropas f&uuml;hrende Notenbanken wollen den in Verruf geratenen Verbriefungsmarkt wiederbeleben. In einem am Freitag ver&ouml;ffentlichten Papier schlagen die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) und die Bank of England (BoE) vor, k&uuml;nftig zwischen &ldquo;hochqualitativen&rdquo; und weniger hochwertigen Verbriefungen zu unterschieden. Damit soll insbesondere die schwache Kreditvergabe an kleine und mittlere Unternehmen in Gang gebracht werden, unter der insbesondere s&uuml;deurop&auml;ische L&auml;nder leiden.<br>\nDie Initiative richtet sich auf forderungsbesicherte Wertpapiere (Asset Backed Securities, ABS). Das sind Anleihen, die mit verschiedenen Arten von Kreditforderungen wie Hypotheken, Unternehmens- oder Verbraucherdarlehen abgesichert sein k&ouml;nnen. Als Sicherheiten werden regelm&auml;&szlig;ig Forderungen gegen mehrere Schuldner verwendet, weswegen auch von &ldquo;Kreditpaketen&rdquo; die Rede ist. Die Papiere sind in der US-Hypothekenkrise stark in Verruf geraten, weil die verwendeten Sicherheiten reihenweise ausgefallen sind und die Wertpapiere in der Folge massiv an Wert verloren haben.<br>\nIn ihrem Papier verweisen die Notenbanken darauf, dass die Ausfallquoten in den USA wesentlich h&ouml;her als in Europa gewesen seien. Von 2007 bis 2013 seien in Europa im Schnitt lediglich 1,5 Prozent aller Papiere ausgefallen. In einzelnen Bereichen seien die Ausf&auml;lle sogar noch geringer gewesen. In den USA habe die entsprechende Ausfallquote mit 18,4 Prozent hingegen deutlich h&ouml;her gelegen. Dennoch hat auch der Ruf europ&auml;ischer ABS seither stark gelitten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/agenturmeldungen\/adhoc\/roundup-ezb-und-bank-of-england-wollen-abs-markt-neues-leben-einhauchen-12892036.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Griechenland-Anleihen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Teurer Erfolg<\/strong><br>\nIm Spiegel (Printfassung) wird berichtet, dass entgegen der &ouml;ffentlich bekundeten Freude die R&uuml;ckkehr Griechenlands an die Finanzm&auml;rkte mit Sorge betrachtet werde. Weitere Anleihen w&uuml;rden die Finanzierungskosten des Landes erheblich  steigern. Die jetzt begebene anleihe koste den griechischen Staat 105 Millionen Euro im Jahr mehr, als wenn Mittel des europ&auml;ischen Rettungsfonds in Anspruch genommen worden w&auml;ren. &Uuml;ber die gesamte Laufzeit der Anleihe summierten sich die Mehrkosten auf &uuml;ber eine halbe Milliarde Euro. Grund: Auf die Anleihe m&uuml;sse Athen knapp 5%, auf ESM-Mittel nur rund 1,5% zahlen. Nach wie vor l&auml;gen 80% der griechischen Staatsschulden bei EZB, IWF und Euro-Rettungsschirm.<br>\nDie neue Anleihe machte nicht einmal 1% der Staatsschulden aus. Ein Drittel der Anleihek&auml;ufer machten Hedge-Fonds aus, die schnell wieder aussteigen d&uuml;rften, wenn Zweifel auftr&auml;ten, dass die Troika Griechenland nicht weiter unterst&uuml;tzen sollte.<br>\nQuelle: Spiegel (Printfassung S. 75)<\/li>\n<li><strong>Preisabfrage gef&auml;llig?<\/strong><br>\nPassend zum Besuch der deutschen Kanzlerin hat Athen wieder eine Anleihe auf dem Kapitalmarkt platziert. Doch sind die daf&uuml;r erbrachten Vorleistungen vertretbar? (&hellip;)<br>\nUnd noch ein Ph&auml;nomen verdient Beachtung: Als Griechenland im Fr&uuml;hjahr 2010 vom internationalen Kapitalmarkt verschwand, lag sein Gesamtschuldenstand noch bei 120 Prozent des BIP. Ausgerechnet jetzt &ndash; bei um mehr als 50 Prozent gewachsenen Verbindlichkeiten &ndash; gelingt die R&uuml;ckkehr. Was hei&szlig;t das? Ganz einfach, ein Land ist nicht erledigt oder pleite, wenn es an seinen Schulden erstickt, sondern wenn es keine Kredite mehr bekommt. Und wann werden die verweigert? Immer dann, wenn kein Vertrauen besteht, dass sie auch zur&uuml;ckgezahlt werden. Das bedeutet in der Konsequenz, w&auml;re Griechenland schon vor vier Jahren von den kollektiven Haftungsgarantien der Euro-Gemeinschaft aufgefangen worden, die es heute gibt, w&auml;re dieser akute Krisenfall nicht einfacher, aber f&uuml;r alle Beteiligten sehr viel billiger geworden. Schuld daran, dass es anders kam, tr&auml;gt vor allem Kanzlerin Merkel. Deren Z&ouml;gern im April 2010 &ndash; u.a. mit R&uuml;cksicht auf Landtagswahlen in NRW &ndash; war ein Fehler, der zu einer Katastrophe h&auml;tte f&uuml;hren k&ouml;nnen. Und in gewisser Weise auch gef&uuml;hrt hat, nimmt man den Verlust an sozialen Standard in der griechischen Gesellschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lutz-herden\/preisabfrage-gefaellig\">der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Zockerbremse gel&ouml;st<\/strong><br>\nSpekulanten in Stimmung, B&uuml;rger in Wut: Griechenlands Regierung feiert &raquo;erfolgreiche R&uuml;ckkehr&laquo; an Finanzm&auml;rkte. Ein Hasardspiel<br>\nKein Witz: Die Regierenden in Athen machen wieder neue Schulden und &raquo;feiern&laquo; das sogar. &raquo;Das Ereignis des Tages ist die feierliche R&uuml;ckkehr Griechenlands an die M&auml;rkte&laquo;, teilte der fr&uuml;here Finanzminister und derzeitige Vizepremier Evangelos Venizelos am Donnerstag der Welt mit. Fast scheint es, als glaubten die Mitglieder der Koalition aus Nea Dimokratia und PASOK selbst, dass es ein wichtiger Ausweis neuer Stabilit&auml;t sei, neue Verbindlichkeiten gegen&uuml;ber &raquo;privaten Investoren&laquo; einzugehen. (&hellip;)<br>\nMindestens zwei Verdachtsmomente stehen im Raum: Die Staatsr&auml;son Konzern-Europas (EU) gebietet es unmittelbar vor wichtigen Europa-Wahlen, ein Ende der Krise in Aussicht zu stellen. In den Augen vieler Gutgl&auml;ubiger k&ouml;nnte das &raquo;neuen Vertrauen der M&auml;rkte&laquo; in den bisherigen Pleitestaat Besserung signalisieren. Zudem halten es Regierungen kapitalistischer Staaten immer f&uuml;r eine gute Idee, Anlegern etwas zum Verdienen zu geben.<br>\nDas Timing des neuen &raquo;Marktganges&laquo; war auch f&uuml;rs diplomatische Parkett h&ouml;chst willkommen. Am heutigen Freitag wird die deutsche Bundeskanzlerin in Athen vorbeischauen. Beim letzten Besuch war sie vielen Griechen nicht willkommen, es gab heftige Proteste. Selten war ein &raquo;Retter&laquo; so unbeliebt wie die Regierungschefin des gr&ouml;&szlig;ten Geldgebers.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/04-11\/036.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung HR:<\/strong> Der Zeitpunkt so kurz vor der Europawahl wirkt bereits verd&auml;chtig: Mehr Schein als Sein. Hier k&ouml;nnte ein neues bodenloses Fass ge&ouml;ffnet worden sein &ndash; zum Wohle von Anlegern und Spekulanten. Der EZB-Chef hatte ja eine &bdquo;Rettung um jeden Preis&ldquo; versprochen. Siehe dazu z.B.: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/maerkte-in-jubelstimmung-ezb-chef-draghi-verspricht-rettung-um-jeden-preis\/6923978.html\">EZB-Chef Draghi verspricht Rettung um jeden Preis<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Griechenland: Die programmierte Wiederauferstehung<\/strong><br>\nMerkel in Athen: Wie der Aufschwung zu Ostern und wegen der Ukraine-Krise herbeigebetet werden soll.<br>\n&ldquo;Wir m&uuml;ssen uns auch auf andere Probleme, wie die Ukraine konzentrieren.&rdquo; Mit diesen Worten erkl&auml;rte die Kanzlerin offen und ehrlich, wieso die griechische Staatsfinanzkrise nun endlich vorbei sein soll. Bundeskanzlerin Angela Merkel weilte am Freitag f&uuml;r knapp sechs Stunden in Athen. Ihre Stippvisite fand genau einen Tag nach ihrem vierzehnj&auml;hrigen Jubil&auml;um als CDU-Vorsitzende und einen Tag nach Griechenlands R&uuml;ckkehr zu den Finanzm&auml;rkten statt. Grund zum Feiern?&hellip;<br>\nEin Wunder muss her, damit es mit dem verk&uuml;ndeten Ende der Krise auch kommt, wie es aus Politikermund bereits erkl&auml;rt wurde. Glaubt man der griechischen Regierung ist es bereits passiert. Zweifler sehen indes nur ein weiteres Potemkinsches Dorf.<br>\n&ldquo;Wieso soll es gut sein, dass sich ein Land mit 4,95 Prozent Zinsen Geld auf dem freien Markt leiht, w&auml;hrend es vom Europ&auml;ischen Rettungsschirm viel niedrigere Zinsen bekommt&rdquo;, wollte bei der abschlie&szlig;enden Pressekonferenz im Megaron Maximou ein Kollege von der S&uuml;ddeutschen Zeitung wissen. Nichts anderes fragt die griechische Opposition, die an der demonstrativen Feierlaune der Regierung nur Schlechtes finden kann&hellip;<br>\nEs sei, erkl&auml;rte die Kanzlerin, ein Schritt zu mehr Selbst&auml;ndigkeit. Selbst&auml;ndig k&ouml;nnten sich die Griechen dann um ihre eigenen Probleme k&uuml;mmern und die EU h&auml;tte, wie erw&auml;hnt, mehr Ressourcen, um sich der Ukraine anzunehmen. Samaras hingegen betete erneut seine Erfolgsgeschichten herunter. Seine Regierung, meint er, habe das Unm&ouml;gliche geschafft, und Griechenland &uuml;ber den Berg gebracht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/41\/41492\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Todesursache: Euro-Krise<\/strong><br>\nMit ihrer heutigen Griechenland-Reise will Bundeskanzlerin Angela Merkel der wegen ihrer Sparprogramme scharf kritisierten Athener Regierung f&uuml;r die anstehenden Europa- und Kommunalwahlen den R&uuml;cken st&auml;rken. W&auml;hrend die CDU-Politikerin Athen &ldquo;Erfolge&rdquo; bei seinen drastischen Ausgabenk&uuml;rzungen bescheinigt, zeigen sich die negativen Folgen des von Berlin oktroyierten Austerit&auml;tskurses immer offensichtlicher. Besonders im Gesundheitsbereich stellt sich die Lage dramatisch dar. So haben die Streichungen auf diesem Sektor einer neuen Studie zufolge zu einer besorgniserregenden Unterversorgung gef&uuml;hrt. Die Bundesregierung indes lobt Athen nicht nur f&uuml;r die bisher getroffenen Ma&szlig;nahmen, sie wirkt als &ldquo;Domain Leader&rdquo; auch aktiv am Umbau des Gesundheitssystems mit. Die bundeseigene Entwicklungshilfe-Agentur GIZ beteiligt sich vor Ort mit 15 Mitarbeitern an dem Umstrukturierungsprozess, der unter anderem die Einf&uuml;hrung h&ouml;chst umstrittener &ldquo;Fallpauschalen&rdquo;, Ver&auml;nderungen im Krankenhausmanagement und eine Neuorganisation des Krankenversicherungssystems vorsieht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58844\">german-foreign-policy.com<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung HR:<\/strong> Griechenland scheint das Experimentier-Labor innerhalb der EU zu sein. Das Elend der Griechen ist auch eine Folge des Austerit&auml;tskurses, der insbesondere von Deutschland verlangt wird. Auch der Regierungswechel von schwarz-gelb zu schwarz-rot hat daran nichts ge&auml;ndert.<br>\nDie &Auml;u&szlig;erungen der Bundeskanzlerin wirken auf gro&szlig;e Teile der griechischen Bev&ouml;lkerung vermutlich wie Zynismus.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>EU-Kommission plant Maulkorb f&uuml;r Kontrollbeh&ouml;rden<\/strong><br>\nUnter dem Deckmantel einer Verbesserung der Lebensmittelsicherheit bereitet die Europ&auml;ische Kommission einen &bdquo;Maulkorb&ldquo; f&uuml;r Kontrollbeh&ouml;rden vor: Relevante Informationen k&ouml;nnten demnach nicht mehr an die Verbraucher weitergereicht werden, da eine umfassende &bdquo;Geheimhaltungspflicht&ldquo; eingef&uuml;hrt werden soll. Das Europaparlament debattiert am Montag (14. April) &uuml;ber den Entwurf zur Novellierung der EU-Kontrollverordnung.<br>\nNach dem Pferdefleischskandal des vergangenen Jahres hatten die EU angek&uuml;ndigt, k&uuml;nftig f&uuml;r mehr Transparenz in der Lebensmittelkette zu sorgen, die Lebensmittel&uuml;berwachung zu verbessern und ein &bdquo;Fr&uuml;hwarnsystem&ldquo; einzurichten, um Lebensmittelbetr&uuml;gern das Handwerk zu legen. Der aktuelle Entwurf der Kontrollverordnung wird genau das Gegenteil bewirken und tr&auml;gt die Handschrift der Lebensmittelindustrie. (&hellip;)<br>\nEin solches Gesetz w&uuml;rde mit Sicherheit dazu f&uuml;hren, dass es k&uuml;nftig weniger Lebensmittelskandale gibt &ndash; weil die &Ouml;ffentlichkeit von den Skandalen gar nicht erst erfahren w&uuml;rde.<br>\nKonkret hei&szlig;t es im Gesetzentwurf der Europ&auml;ischen Kommission, dass Beh&ouml;rden die Ergebnisse von Lebensmittelkontrollen nicht publik machen d&uuml;rfen, wenn dies &bdquo;den Schutz der gesch&auml;ftlichen Interessen&ldquo; von Unternehmen &bdquo;beeintr&auml;chtigen&ldquo; w&uuml;rde. Zwar soll eine Abw&auml;gung stattfinden, ob das &ouml;ffentliche Interesse den kommerziellen Interessen &uuml;berwiegt &ndash; im Zweifel k&ouml;nnten sich die Beamten aus Sorge vor Klagen jedoch immer f&uuml;r die Geheimhaltung entscheiden. Eine &auml;hnliche Formulierung hat im deutschen Verbraucherinformationsgesetz jahrelang dazu gef&uuml;hrt, dass Beh&ouml;rden selbst Gesetzesverst&ouml;&szlig;e meist nicht ver&ouml;ffentlicht haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.foodwatch.org\/de\/informieren\/informationsgesetz\/aktuelle-nachrichten\/eu-kommission-plant-maulkorb-fuer-kontrollbehoerden\/\">foodwatch<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Der IKEA-Steuervermeidungsdschungel<\/strong><br>\nR&auml;tselst du noch oder blickst du schon durch?<br>\nIKEA nutzt alle m&ouml;glichen Steuertricks: hinter dem blau-gelben Logo verbirgt sich ein wahrer Dschungel aus Stiftungen, Lizenzrechten, eigener Bank, privaten Gewinntransfers und anderen dubiosen Machenschaften. Deswegen hat die Attac-Kampagne &ldquo;Konzernbesteuerung&rdquo; den M&ouml;belkonzern aufs Korn genommen. In einem 30-seitigen Dossier dokumentieren wir die IKEA-Steuertricks. F&uuml;r den 12. April hat die Kampagne zudem Protestaktionen bei Ikea-Einrichtungsh&auml;usern in europ&auml;ischen St&auml;dten angek&uuml;ndigt.<br>\nHintergrund: So trickst IKEA die Finanz&auml;mter aus<br>\nIn keinem anderen Land kaufen die Menschen so begeistert IKEA-M&ouml;bel wie in Deutschland. Der Besuch in den gro&szlig;en Filialen am Rande der St&auml;dte wird schnell zum ganzt&auml;gigen Familienausflug. Doch der sch&ouml;ne Schein tr&uuml;gt: Der schwedische M&ouml;belriese vermeidet erfolgreich Steuern.<br>\nJede IKEA-Werbung betont die schwedische Herkunft der M&ouml;bel zum Zusammenschrauben. Tats&auml;chlich ist IKEA aus Steuergr&uuml;nden mit zentralen Gesellschaften in den Niederlanden, mit seiner Bank in Luxemburg, mit einer seiner Stiftungen in Liechtenstein angesiedelt. Der Firmenpatriarch geh&ouml;rt zu den reichsten Menschen der Welt und lebt in der Schweiz. (&hellip;)<br>\nIm Mai sind Europawahlen. Wir klagen die Steuertrickser_innen an und fordern von den Regierungen, von Europ&auml;ischer Kommission und dem Parlament, der Gewinnverschiebung endlich einen Riegel vorzuschieben! Das Modell, das wir stark machen, hei&szlig;t Gesamtkonzernsteuer oder Unitary Tax. Anders als heute &uuml;blich w&uuml;rde damit jeder Konzern als eine Einheit betrachtet und m&uuml;sste alle Aktivit&auml;ten s&auml;mtlicher T&ouml;chter in allen L&auml;ndern offenlegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/teaser-detailansicht\/news\/warum-bezahlt-starbucks-keine-steuern\/?no_cache=1&amp;cHash=76550355b069a10fba0783c163c445a7\">attac<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>&ldquo;Die &lsquo;Tagesschau&rsquo; ist grausam parteilich&rdquo;<\/strong><br>\nNeues Outfit, neue Bildersprache: Die &auml;lteste ARD-Sendung, die &ldquo;Tagesschau&rdquo;, soll zeitgem&auml;&szlig;er werden. L&auml;ngst &uuml;berf&auml;llig, sagt ein Experte. Denn die jetzige Sendung habe nichts mit Journalismus zu tun.<br>\nSie zieht demn&auml;chst in ein neues Studio um, auch inhaltlich soll sich einiges &auml;ndern. Zu Details will sich der federf&uuml;hrende NDR bislang nicht &auml;u&szlig;ern. Doch ist so ein Format &uuml;berhaupt reformf&auml;hig? Fragen an den Autor und Journalisten Walter von Rossum. 2007 hat er den Mythos &ldquo;Tagesschau&rdquo; in seinem Buch &ldquo;Wie man in 15 Minuten die Welt unbegreiflich macht&rdquo; demontiert.<br>\nDie Welt: Herr von Rossum, ist die &ldquo;Tagesschau&rdquo; ein alter Hut?&rdquo;<br>\nWalter von Rossum: Ein uralter Hut. Leider gibt es &uuml;berhaupt keine kritische Kultur der Auseinandersetzung mit dem, was sie sendet. Dabei produziert die &ldquo;Tagesschau&rdquo; reihenweise Enten, Als-ob-Meldungen. Sie ist grausam parteilich. Mit aufregendem Journalismus hat das nichts zu tun. Das ist eine Ritualveranstaltung, in der die Welt zum Standbild gefriert.<br>\nDie Welt: Die ARD stellt sich die Frage nach dem alten Hut selber augenzwinkernd in einem Werbespot &ndash; und k&uuml;ndigt damit eine Reform der Sendung an. Wo sehen Sie die gr&ouml;&szlig;ten Schwachstellen?<br>\nvon Rossum: Ich glaube, dass die ARD jetzt nur auf Quotentiefen reagiert und nicht auf eine journalistische Frage. Die Leute, die das machen, sind journalistische Schichtarbeiter. Dabei k&ouml;nnte Journalismus irre aufregend sein, wenn wir uns vor die Welt stellen und fragen w&uuml;rden: Was passiert hier eigentlich?<br>\nDie Welt: Aber das passiert doch auf anderen Sendepl&auml;tzen in der ARD. Legen Sie die Latte f&uuml;r die &ldquo;Tagesschau&rdquo; nicht ein bisschen zu hoch an?<br>\nvon Rossum: Aber diesen Auftrag gibt sich die &ldquo;Tagesschau&rdquo; doch selber. Dass bestimmte Ereignisse so gemeldet werden, dass der Zuschauer sie einordnen kann. Und das kann er nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article126879589\/Die-Tagesschau-ist-grausam-parteilich.html\">Die Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>ZDF gibt einseitige, PR-geleitete Berichterstattung zu<\/strong><br>\nGeorge Soros und Anh&auml;nger des fr&uuml;heren ukrainischen Faschistenf&uuml;hrers Stephan Bandera betreiben gemeinsam &bdquo;Informationspolitik&ldquo; in Sachen Ukraine. Der geb&uuml;hrenfinanzierte Rundfunk scheint diese Form der Zuarbeit sehr zu sch&auml;tzen&hellip;<br>\nJ&uuml;ngste Umfragen zeigen zudem, dass auch in der deutschen Gesamtbev&ouml;lkerung der &uuml;berwiegende Grundtenor in der Berichterstattung der f&uuml;hrenden Medien in Deutschland nicht auf ungeteilte Zustimmung trifft. So lehnen 84 Prozent der Deutschen eine milit&auml;rische Unterst&uuml;tzung der Ukraine durch die NATO ab. Auch sind fast alle Befragten (92 Prozent) gegen einen Abbruch der politischen Beziehungen zu Russland. Und fast die H&auml;lfte will die Ukraine &uuml;berhaupt nicht in der EU sehen.<br>\nNun enth&uuml;llte die Wochenzeitung &bdquo;Freitag&ldquo;, dass der Eindruck, in zahlreichen deutschen Medien und dabei auch im geb&uuml;hrenfinanzierten &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk w&uuml;rde einseitig &uuml;ber die Ereignisse in der Ukraine berichtet, auch einer n&auml;heren Betrachtung standh&auml;lt.<br>\nSo gibt das ZDF zu, Pressematerial eines so genannten &bdquo;PR-Netzwerkes gegen russische Propaganda&ldquo; zu nutzen, das die umstrittene neue, euronationalistische Regierung im Kiew mittels einer Image-Kampagne unterst&uuml;tzen soll&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dtj-online.de\/ukraine-zdf-berichterstattung-24382\">Deutsch-t&uuml;rkisches Journal<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Obamas letzte Wahl<\/strong><br>\nAuch wenn angesichts der Krise in der Ukraine die Schreibtischgener&auml;le den &uuml;blichen Machtphantasien fr&ouml;nen und die Republikaner beharrlich &uuml;ber die &bdquo;Passivit&auml;t&ldquo; und die &bdquo;Schw&auml;che&ldquo; des Pr&auml;sidenten zetern: Au&szlig;en- und Milit&auml;rpolitik lassen die amerikanische &Ouml;ffentlichkeit in Wirklichkeit ziemlich kalt &ndash; ganz gleich, ob in Gestalt des &bdquo;Antiterrorkrieges&ldquo;, der Konflikte in Syrien und der Ukraine, der immerw&auml;hrenden Blockade im Verh&auml;ltnis zwischen Israel und den Pal&auml;stinensern, der ziemlich ernsten Spannungen zwischen China und Japan oder des Streits mit Venezuela. Die Niederlagen in Afghanistan und im Irak haben die Amerikaner kriegsm&uuml;de gemacht. So erkl&auml;rt sich auch die Unlust, in Sachen Ukraine oder Iran milit&auml;risch zu intervenieren. Die Abkehr der &Ouml;ffentlichkeit von au&szlig;enpolitischen Fragen entspringt weniger dem Kopf als dem Bauch, doch geht sie einher mit Umfragemehrheiten, die auf den Vorrang innenpolitischer Aufgaben pochen.<br>\nDabei bedeutet der neue Plan zur K&uuml;rzung der R&uuml;stungsausgaben und zur Reorganisation der US-Streitkr&auml;fte durchaus eine Z&auml;sur, zumal er Vorkehrungen f&uuml;r eine m&ouml;gliche Auseinandersetzung mit China beinhaltet, weshalb fast alle Flugzeugtr&auml;gerverb&auml;nde erhalten bleiben sollen. Dennoch sind es prim&auml;r die Wirtschaft und die Zukunft des amerikanischen Sozialstaats, womit sich die &Ouml;ffentlichkeit und die meinungsbildenden Eliten derzeit besch&auml;ftigen. Die Wahlen im kommenden November, bei denen ein Drittel des Senats, das gesamte Repr&auml;sentantenhaus, einige sehr wichtige Gouverneursposten und viele einzelstaatliche Parlamente neu bestimmt werden, nehmen die Kr&auml;fte der Parteien und ihrer journalistischen Begleiter voll in Anspruch. Schlie&szlig;lich h&auml;ngt von ihrem Ausgang ma&szlig;geblich ab, wie die letzten zwei Jahre der Pr&auml;sidentschaft Obamas verlaufen werden.\n<p>Offiziell liegt die Arbeitslosigkeit jetzt bei rund sieben Prozent, nach realistischeren Berechnungen bel&auml;uft sie sich wahrscheinlich auf etwa zehn oder sogar elf Prozent. Die neue F&uuml;hrung der Federal Reserve &ndash; mit Janet Yellen, einer amerikanischen Sozialdemokratin, an der Spitze &ndash; ist im Hinblick auf Tiefenwirkung und Dauerhaftigkeit der wirtschaftlichen Erholung skeptisch genug, um die Niedrigzinspolitik der US-Bundesbank erst einmal beizubehalten. Die schlimmste Phase der Rezession mag hinter den Amerikanern liegen, aber sie k&ouml;nnten nun vor einer langen Periode der Stagnation und niedriger Wachstumsraten stehen. Die Menschen sp&uuml;ren das, trotz der j&uuml;ngsten Belebung des Aktienmarkts, die den Nominalwert vieler Pensionsr&uuml;cklagen erh&ouml;ht hat. Die Arbeitslosen, darunter viele Gutausgebildete und beruflich Qualifizierte, haben immer noch M&uuml;he, Zugang zum Arbeitsmarkt zu finden. Besonders jungen Menschen aller Qualifikationsstufen macht zu schaffen, wie schwer es ist, Besch&auml;ftigung zu finden. Die Aussicht auf eine prek&auml;re Zukunft bleibt &ndash; als Fakt wie als Furcht &ndash; weiterhin dominant.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund hat der Pr&auml;sident f&uuml;r sich lautstark die Rolle eines Demokraten der New-Deal-Tradition wiederentdeckt. W&uuml;rde er &ndash; erneut &ndash; wirtschaftspolitische Kompromisse mit den Republikanern schlie&szlig;en, h&auml;tte er wohl auch keine Chance, die Klientel der Demokraten f&uuml;r die Wahlteilnahme im November zu mobilisieren. Die Demokratische Partei hat sich daher halbherzig auf das immerw&auml;hrende Projekt ihres linken Fl&uuml;gels besonnen: auf die Erhaltung von Social Security und Medicare ohne Leistungsk&uuml;rzungen, auf Investitionen in Bildung, Infrastruktur und Umwelt sowie einen wesentlich erh&ouml;hten Mindestlohn. Der Vorwurf orthodoxer &Ouml;konomen und ihrer Zahlmeister aus Wirtschaftskreisen, dies werde zu unertr&auml;glichen Haushaltsdefiziten f&uuml;hren, zieht inzwischen nicht mehr recht: Die wirtschaftliche Belebung hat n&auml;mlich schon dazu beigetragen, die Defizite zu vermindern. Allerdings fehlt es immer noch an einer mitrei&szlig;enden Vision, auf welche der Pr&auml;sidentschaftswahlkampf sich gr&uuml;nden k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2014\/april\/obamas-letzte-wahl\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Hochkonjunktur der Gef&auml;ngnisindustrie<\/strong><br>\nIn den USA sa&szlig;en 2012 knapp 2,5 Millionen Gefangene in Haftanstalten ein. Nach UNO-Angaben war das ein Viertel aller Gefangenen der Welt. Kein Staat steckt derzeit mehr seiner B&uuml;rger in den Knast, weder in absoluten Zahlen noch im Verh&auml;ltnis zur Bev&ouml;lkerung&hellip;<br>\nDie Entwicklung spricht B&auml;nde. Z&auml;hlte man 1974 in USA-Gef&auml;ngnissen ungef&auml;hr eine halbe Million Insassen, so waren es nur zehn Jahre sp&auml;ter bereits 1,5 Millionen&hellip;<br>\nZwar stimmt es, da&szlig; das kapitalistische System immer mehr Menschen kriminalisiert, doch das ist nur ein Teil der Wahrheit. Der zeitgen&ouml;ssische Kapitalismus ist n&auml;mlich an der Potenzierung vermeintlicher Kriminalit&auml;t interessiert, da die private Gef&auml;ngnisindustrie st&auml;ndig Nachschub ben&ouml;tigt. Deshalb besitzt das System die perverse Eigenschaft, die Zahl angeblicher T&auml;ter vervielfachen zu k&ouml;nnen.<br>\nDerzeit bedeutendster &bdquo;Anbieter&ldquo; im Lager der Gef&auml;ngnisindustriellen ist die Corrections Corporation of America (CCA), der die &bdquo;Frankfurter Rundschau&ldquo; bescheinigt, 17.500 Angestellte und 90.000 &bdquo;Kunden&ldquo; zu haben. Der Jahresumsatz des Unternehmens belief sich 2010 auf 1,7 Milliarden Dollar. Ein boomendes Gesch&auml;ft, das allein von Bestrafung lebt! Je mehr Menschen hinter Gittern sind und je l&auml;nger sie dort bleiben, desto mehr Kasse macht die CCA. Man nennt sie sp&ouml;ttisch auch das &bdquo;Hilton der privaten Gef&auml;ngnisindustrie&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/politik-im-spiegel.de\/hochkonjunktur-der-gefngnisindustrie\/\">Politik im Spiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (HR\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-21387","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21387","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=21387"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21387\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21391,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21387\/revisions\/21391"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=21387"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=21387"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=21387"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}