{"id":21422,"date":"2014-04-15T08:17:04","date_gmt":"2014-04-15T06:17:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21422"},"modified":"2014-04-15T08:17:04","modified_gmt":"2014-04-15T06:17:04","slug":"hinweise-des-tages-2109","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21422","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21422#h01\">Griechische Staatsanleihen: Does return to markets signal end of Greek crisis?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21422#h02\">Russland-Bashing<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21422#h03\">Zensus 2011: Mit den neuen Einwohnerzahlen ergibt sich kein neues Bild &uuml;ber die Altersstruktur der Bev&ouml;lkerung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21422#h04\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21422#h05\">Fragen an den Autor &ndash; W. Hetzer, Euro-Party<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21422#h06\">Paul Krugman &ndash; Three Expensive Milliseconds<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21422#h07\">Aus der Lobby<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21422#h08\">TTIP &ndash; Bundesrat muss Freihandelsabkommen zustimmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21422#h09\">Lohnentwicklung &ndash; Brosamen reichen nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21422#h10\">Wenn Menschen nicht von ihrer Arbeit leben k&ouml;nnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21422#h11\">Wohnungsnot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21422#h12\">Im Sumpf der Subventionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21422#h13\">Weltklimabericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21422#h14\">Hochschulr&auml;te &ndash; Wer bewacht die Hochschulbewacher?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21422#h15\">Durchsuchung an Privathochschule EBS: Ermittler sp&uuml;ren versickerten Millionen nach<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21422#h16\">Eine kleine Dekonstruktion des Bertelsmannschen Bildungsbegriffes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21422#h17\">Gerhard Schick: Machtwirtschaft &ndash; nein danke!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21422&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Griechische Staatsanleihen: Does return to markets signal end of Greek crisis?<\/strong><br>\nThe recent popularity of peripheral bonds with global investors goes hand in hand with the efforts to talk up confidence in the Greek economic recovery narrative. But to what degree is that confidence warranted? Do certain macro-economic indicators back up such optimism in terms of the real economy outlook? Let&rsquo;s look at three key factors.\n<ul>\n<li>If the presumed economic recovery is to be sustainable over time it will need to manifest itself in the export sector. However, the facts do not suggest that an export-led recovery is emerging in Greece. Rather, the opposite is the case. In 2013 exports registered an annual decline of 0.2 percent. When oil products are excluded the drop was even larger, reaching 2.2 percent.<\/li>\n<li>Aggregate demand is frequently cited as an early indicator of an economic turnaround taking place. But again, if we look at the data originating from the Hellenic Statistical Agency (ELSTAT), turnover of Greece&rsquo;s retail trade index fell by 4.3 per cent in January and volume eased by 1.9 percent.<\/li>\n<li>A third indicator for an economic recovery would be credit creation by banks for the real economy, in particular SMEs in dire need of working capital. For more than three years the credit contraction in the Greek economy has been deepening, with lending volumes to private households and corporates reaching -4 percent in February 2014.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.macropolis.gr\/?i=portal.en.the-agora.1091&amp;itemId=1091#sthash.VSaAJnwa.JGLUcl4b.dpuf\">Macro Polis<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Niels Kadritzke:<\/strong> Die Zusammensetzung der Nachfrage sieht laut Bloomberg wie folgt aus:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Almost half of the 3 billion euros ($4.2 billion) of five- year bonds issued on Thursday went to investors from the U.K., 7 percent stayed in Greece and about another third was snapped up by investors from the rest of Europe, according to a statement late Thursday from the Athens-based ministry. Hedge funds bought a third of the bonds and asset managers accounted for 49 percent of the investor base, according to the statement.<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Macropolis (vom 12.04.) analysiert die Zusammensetzung nach Branchen:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>The Greek buyers mostly involves insurance companies since Greek banks and pension funds were exempted from the transaction.<br>\nAsset managers accounted for 49 percent of the investor base, hedge funds for 33 percent, banks for 14 percent and pension and insurance funds for 4 percent. The Wall Street Journal reported that Blackrock, Invesco and Legal &amp; Genral were among the top fund management companies that participated in the issue.<br>\nThe high rate of participation from hedge funds, which are more likely sell the paper in the short-term than other investors, means there could be increased volatility on the secondary market in the near future.<\/p><\/blockquote>\n<p>Dazu: <strong>F&uuml;nf  Anmerkungen zum &bdquo;Erfolg&ldquo; der griechischen Bonds<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Bedeutet die erfolgreiche Ausgabe einer 5-Jahres-Anleihe eine &bdquo;vollst&auml;ndige R&uuml;ckkehr auf die M&auml;rkte&ldquo;? Nein. Sie bedeutet nur einen ersten kleinen Schritt zur (Wieder)Herstellung eines Marktes f&uuml;r griechische Staatsanleihen, und zwar mittels etappenweiser Ausgabe von Bonds unterschiedlicher Laufdauer, sodass die M&auml;rkte unser Land irgendwann (wieder) &bdquo;einpreisen&ldquo; k&ouml;nnen. Wobei das langfristige Ziel ist, wieder in der Lage zu sein, unsere Schulden aus eigenen Kr&auml;ften zu bedienen. Am Donnerstag erfolgte der erste, eher technische Schritt in diese Richtung &ndash; von vorwiegend symbolischer Bedeutung. Der Weg bis zu einer &bdquo;Selbst&auml;ndigkeit&ldquo;  (der &ouml;ffentlichen Finanzen, NK) ist noch weit und h&auml;ngt von vielen Faktoren ab.<\/li>\n<li>Die M&auml;rkte haben &bdquo;entschieden&ldquo;, uns wieder Kredite zu geben: erstens weil wir zu einer &Uuml;bereinkunft mit der Troika gekommen sind, zweitens weil wir viele von deren Forderungen umgesetzt haben, drittens weil sie (die Troika, NK) verst&auml;ndnisvoll auf unsere Bitte reagiert hat, die Umsetzung der &uuml;brigen Forderungen bis nach den Europawahlen aufzuschieben, und viertens weil sie (die Finanzminister der Eurozone, NK)  uns zuvor (am 1. April) die Tranche von 8,3 Milliarden Euro bewilligt hat. Kurzum: Die M&auml;rkte haben uns Geld gegeben, weil wir eingewilligt haben, das Sparprogramm weiterhin umzusetzen. Die Botschaft an die M&auml;rkte war also nicht: &bdquo;Gebt uns Kredite, damit wir zum Lebenshaltungsniveau von vor 2010 zur&uuml;ckkehren k&ouml;nnen&ldquo;, oder &bdquo;um wieder das Griechenland zu werden, das ihr von fr&uuml;her kennt&ldquo;. H&auml;tte man ihnen diese Botschaft vermittelt, dann h&auml;tten sie uns nichts geliehen.<\/li>\n<li>Bedeutet die erfolgreiche Bond-Auktion, dass die M&auml;rkte unsere Staatsverschuldung als tragf&auml;hig beurteilt haben? Nein. Die M&auml;rkte sahen schlicht die Chance einer au&szlig;ergew&ouml;hnlich profitablen und sicheren Kapitalanlage. Warum sicher? Nicht etwa, weil die Anleihen nach englischem Recht begeben wurden &ndash; etwas anderes war nach dem haircut (also dem PSI vom Februar 2012) auch gar nicht m&ouml;glich -, sondern: weil wir erstens von der Troika gest&uuml;tzt werden, weil wir zweitens bis 2022 keine anderen Zahlungsverpflichtungen haben (f&uuml;r die kleineren Summen, die wir dem IWF schulden, wird uns der IWF selbst wieder kreditieren) , und drittens und vor allem, weil 85 Prozent unserer Schulden gegen&uuml;ber anderen Staaten bestehen. Das hei&szlig;t: Die Zinsen, die uns die M&auml;rkte jetzt in Rechnung stellen, beziehen sich nur auf 15 Prozent unserer Staatsschulden  (der gro&szlig;e Rest jenseits des Marktes unterliegt viel g&uuml;nstigeren Konditionen, was Zinssatz und Laufzeit betrifft, NK).<\/li>\n<li>Deshalb ist es irref&uuml;hrend, die jetzt erzielten Zinss&auml;tze (f&uuml;r griechische Bonds) mit denen von 2010 zu vergleichen. 2010 waren unsere s&auml;mtlichen Schulden (Staatspapiere) in privaten H&auml;nden und wurden auf den M&auml;rkten gehandelt. Was &uuml;brigens heute noch f&uuml;r etwa 90 Prozent der irischen und der portugiesischen Schulden gilt. Die Zinsen, also die Bewertung der Risiken, ist eine andere, wenn 85 deiner Schulden in den H&auml;nden anderer Staaten liegen, das hei&szlig;t nicht (am Markt, NK) verhandelt werden; sie f&auml;llt also v&ouml;llig anders aus, als wenn deine s&auml;mtlichen Schulden auf den M&auml;rkten bewertet werden.<\/li>\n<li>Der Vergleich mit Portugal und Irland ist auch aus substantiellen Gr&uuml;nden irref&uuml;hrend. Die Bedingungen auf den Finanzm&auml;rkten sind f&uuml;r diese L&auml;ndern deutlich besser, weil unsere fundamentalen Daten erheblich schlechter sind: In Griechenland stieg die Arbeitslosenquote seit Beginn der Krise von 12,6 auf 27,3 Prozent, in Irland dagegen lag sie bei 13,9 Prozent und betr&auml;gt heute 13,1 Prozent; in Portugal stieg sie lediglich von 12 auf 16,5 Prozent. In Griechenland gingen die Investitionen (seit Krisenbeginn) um 40 Prozent zur&uuml;ck, in Irland nur um 6 Prozent und in Portugal um 30 Prozent. In Griechenland ist das Bruttoinlandsprodukt (seit 2009) um 22 Prozent geschrumpft, in Portugal nur um 4,4 Prozent,  in Irland hat das BIP dagegen seit Krisenbeginn um 4,6 Prozent zugelegt. Die Exporte der beiden L&auml;nder haben zugenommen, in Griechenland sind sie auch in den letzten 12 Monaten (nochmals) um 2,8 Prozent zur&uuml;ckgegangen, was ein b&ouml;ses Vorzeichen f&uuml;r die weitere Entwicklung unserer Zahlungsbilanz ist.<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>Fazit:<\/strong> Wenn die im Lande praktizierte Politik keinen Ausweg aufzeigt, ist eine erfolgreiche Anleihe auf den Finanzm&auml;rkten kein Grund zum Jubeln.<br>\nQuelle: Kostas Kallitzis, in Kathimerini vom 13. April 2014, &Uuml;bertragung von Niels Kadritzke<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Russland-Bashing<\/strong><br>\nDie anti-russische Ausrichtung in der Formierung der &ouml;ffentlichen Meinung hat in Deutschland eine lange Tradition. Sie begann Ende des 19. Jahrhunderts, nachdem Bismarck gegangen worden war, &bdquo;feierte&ldquo; einen H&ouml;hepunkt w&auml;hrend des Ersten Weltkrieges und wurde nach der russischen Oktoberrevolution zus&auml;tzlich anti-kommunistisch aufgeladen. Der Gipfel wurde unter der Federf&uuml;hrung des &bdquo;Reichsministers f&uuml;r Volksaufkl&auml;rung und Propaganda&ldquo; erreicht. Nachdem die deutschen Herrenmenschen 1945 ihre bedingungslose Kapitulation hinnehmen mussten, blieb ein betr&auml;chtlicher Teil des Konstrukts im Kalten Krieg Bestandteil der antikommunistischen Staatspropaganda in der BRD, auch wegen des hohen Anteils der Sowjetunion an diesem Sieg. Auch als die UdSSR verabschiedet war, verschwand diese ideologische Kampflinie nicht, sondern nahm wieder ihre alte, anti-russische Gestalt an. Und mit der haben wir es bis heute zu tun.<br>\nDas ist das Hintergrundrauschen, das zu ber&uuml;cksichtigen ist, wenn man die derzeitigen Aufwallungen in den Medien gegen Putin einordnen will. International orchestriert auch von den &uuml;blichen Verd&auml;chtigen des Geheimdienst-Medien-Komplexes aus den USA. Nun ist nat&uuml;rlich nicht jeder Zeitgenosse mental in der Lage, sich von solcher Konditionierung frei zu machen. Mancher vermutet denn gar post-sowjetische Nostalgie oder alte Ost-Seilschaften, wenn jemand versucht, gegen diese ideologische Kampfstimmung Front zu machen. Selbst Helmut Schmidt, sonst hochgelobter Staatspolitiker i. R., musste sich als Russen-Versteher beschimpfen lassen, ebenso Peter Scholl-Latour oder Klaus von Dohnanyi.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2014\/04\/voraussetzungen-28677.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a>\n<p>Dazu passt: <strong>Merkel macht Russland f&uuml;r Unruhen verantwortlich<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat erstmals klar Position zu den Unruhen in der Ostukraine bezogen. Berlin habe Hinweise darauf, dass Moskau die Proteste in Donezk, Luhansk, Charkiw und anderen Orten steuere, sagte Regierungssprecherin Christiane Wirtz.<br>\n&ldquo;Vieles deutet darauf hin, dass die in der Ostukraine aktiven bewaffneten Gruppen Unterst&uuml;tzung aus Russland erhalten&rdquo;, sagte Wirtz in Berlin. &ldquo;Wenn man sich das Auftreten, die Uniformierung und die Bewaffnung einiger dieser Gruppen ansieht, kann es sich kaum um spontan aus Zivilisten gebildete Selbstverteidigungskr&auml;fte handeln.&rdquo;<br>\n&Auml;hnlich &auml;u&szlig;erte sich die stellvertretende Sprecherin des Ausw&auml;rtigen Amts, Sawsan Chebli. Es gebe &ldquo;zahlreiche Quellen, die darauf hindeuten, dass Russland auch eine Rolle spielen kann bei den Ausschreitungen&rdquo;, sagte sie. Die Bundesregierung erhalte t&auml;glich fundierte und differenzierte Meldungen der OSZE-Mission in der Ostukraine.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/ukraine-deutschland-macht-russland-fuer-unruhen-verantwortlich-a-964308.html#js-article-comments-box-pager\">SPON<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &bdquo;Berlin habe Hinweise darauf &hellip; Vieles deutet darauf hin &hellip;&ldquo; Nach handfesten Beweisen h&ouml;rt sich das nicht an. Aber waren die USA und EU nicht auch in den Maidan-Aufstand involviert, der die Ukraine &uuml;berhaut erst in das heutige Chaos gest&uuml;rzt hat? Ist es nicht so, dass der Westen jetzt einfach die eigene Medizin zu schmecken bekommt? Aber halt, was der &bdquo;Westen&ldquo; darf, darf ein Wladimir Putin noch lange nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Zensus 2011: Mit den neuen Einwohnerzahlen ergibt sich kein neues Bild &uuml;ber die Altersstruktur der Bev&ouml;lkerung<\/strong><br>\nVon den knapp 6,2 Millionen Ausl&auml;nde&shy;rinnen und Ausl&auml;ndern in Deutschland stellten zum Zensusstichtag 9. Mai 2011 T&uuml;rkinnen und T&uuml;rken mit 1,5 Millionen (24,4 %) die gr&ouml;&szlig;te Gruppe dar, gefolgt von knapp 490 000 (7,9 %) Italiener&shy;innen und Italienern. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, betrug die Anzahl der Ein&shy;wohner mit polnischer Staats&shy;angeh&ouml;rig&shy;keit rund 380 000 (6,2 %), mit griechischer Staats&shy;angeh&ouml;rig&shy;keit gut 250 000 (4,1 %) und mit kroatischer Staats&shy;angeh&ouml;rig&shy;keit knapp 210 000 (3,4 %). Diese Zahlen beruhen auf dem Zensus 2011.<br>\nNachdem das Statistische Bundesamt (Destatis) bereits im Mai 2013 ver&ouml;ffentlicht hatte, dass die Ein&shy;wohner&shy;zahl Deutschlands am 9. Mai 2011 um rund 1,5 Millionen Ein&shy;wohner niedriger war als bis zu diesem Zeitpunkt auf Basis der Bev&ouml;lkerungsfortschreibung angenommen, liegen nun aus dem Zensus 2011 auch endg&uuml;ltige demografische Grunddaten in fachlich und regional tiefer Gliederung vor. Diese Ergebnisse st&uuml;tzen sich im Wesentlichen auf die Angaben aus den statistisch bereinigten Melderegistern. Mit ihnen sind tief gehende Analysen &uuml;ber die Differenzen zu den alten Strukturdaten aus der bisherigen Bev&ouml;lkerungsfortschreibung m&ouml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zensus2011.de\/SharedDocs\/Aktuelles\/Ergebnisse\/PM_Destatis.html?nn=3065474\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung <a href=\"http:\/\/www.luegen-mit-zahlen.de\/\">Gerd Bosbach<\/a>:<\/strong> Entdramatisierende Nachrichten zur demografischen Entwicklung sind scheinbar unerw&uuml;nscht.<br>\nSo &uuml;berschrieb das Statistische Bundesamt letzten Donnerstag die Bekanntgabe genauerer Zensusdaten mit der Zwischen&uuml;berschrift:<br>\n&ldquo;Mit den neuen Einwohnerzahlen ergibt sich kein neues Bild &uuml;ber die Altersstruktur der Bev&ouml;lkerung.&rdquo;<br>\nMein schneller Blick auf die Daten (inkl. kurzer Rechnungen) ergab f&uuml;r die Altersgruppe 90 Jahre und &auml;lter:<br>\nBisher angenommen: 628 Tsd., nach Zensus 550 Tsd., also &uuml;ber 14% weniger! (Prozentangabe in Bezug auf die tats&auml;chliche Zahl)<br>\nBerechnungen\/Sch&auml;tzungen zu Pflege- und Rentenausgaben m&uuml;ssen also nach unten korrigiert werden.<br>\nZustande gekommen ist die hohe Abweichung durch fr&uuml;here Fehler in den Melderegistern, die bei Menschen ohne Steuerkarte seltener auffielen.<br>\nDer Blick auf die Geschlechter zeigt auch Spannendes:<br>\nDie Anzahl der real vorhandenen M&auml;nner 90+ wurde um  43% &uuml;bersch&auml;tzt (angenommen: 163 Tsd., real: 114 Tsd.), bei den Frauen betrug die &Uuml;bersch&auml;tzung dagegen &ldquo;nur&rdquo; 6,5%.<br>\nF&uuml;r Gesamtbev&ouml;lkerung wurden 1,6 Millionen mehr angenommen als vorhanden. Das entspricht -2%.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Es geht nur um die Macht<\/strong><br>\nSchon lange bevor Edward Snowden ihn mit der Ver&ouml;ffentlichung seiner NSA-Dokumente beauftragte, war Glenn Greenwald ein prominenter politischer Journalist. Heute ist er, neben der Filmemacherin Laura Poitras, der wichtigste Vertraute Snowdens. Seine Artikel &uuml;ber das &Uuml;berwachungssystem des Geheimdienstes ver&ouml;ffentlichte er zun&auml;chst im &bdquo;Guardian&ldquo;, seit kurzem beim Online-Dienst &bdquo;The Intercept&ldquo;. Vergangene Woche war Greenwald in Berlin, wo er die Er&ouml;ffnungsrede bei der Verleihung des &bdquo;Reemtsma Liberty Awards&ldquo; hielt.<br>\nFAZ: Herr Greenwald, in dieser Woche nahm der NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestags seine Arbeit auf. Er begann damit, die Frage zu diskutieren, ob es hilfreich w&auml;re, Edward Snowden &uuml;ber die Rolle deutscher Geheimdienste im NSA-Skandal zu befragen. W&auml;re es hilfreich?<br>\nGreenwald : Es w&auml;re unglaublich unverantwortlich, die Spionage der NSA in Deutschland zu untersuchen, ohne den Menschen zu befragen, der mehr dar&uuml;ber wei&szlig; als jeder andere auf diesem Planeten. Man muss sich dar&uuml;ber im Klaren sein, dass nur ein winziger Teil der Dokumente, die er uns gegeben hat, bisher ver&ouml;ffentlicht wurde. Au&szlig;erdem verf&uuml;gt er &uuml;ber enorm viele Informationen, weil er fast ein Jahrzehnt in diesem Bereich gearbeitet hat, Informationen, die nicht einmal wir haben. Wer diese Informationen nicht pr&uuml;ft, kann nicht von einer ernsthaften Untersuchung sprechen.<br>\nFAZ: Aber wei&szlig; er so viel? In einem Statement vor dem europ&auml;ischen Parlament erkl&auml;rte er, er werde nur &uuml;ber die Dateien sprechen, die bereits ver&ouml;ffentlicht wurden. Hat er &uuml;berhaupt noch Zugang zu den Dokumenten?<br>\nGreenwald: Nat&uuml;rlich kennt er das Material. Aber vor allem hat er ein viel besseres Verst&auml;ndnis davon, was die NSA tut, als wir Journalisten. Er wei&szlig; weit mehr als das, was schon ver&ouml;ffentlicht wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/ueberwachung\/glenn-greenwald-ueber-edward-snowden-die-nsa-und-neue-enthuellungen-12892691.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Big Data und die politischen Folgen<\/strong><br>\nWenn &uuml;ber den Abh&ouml;rskandal der NSA und anderer Dienste geschrieben wird, dann vor allem aus Sicht der Einschr&auml;nkung respektive Aush&ouml;hlung der Grund- und B&uuml;rgerrechte. Die deutsche Politik nahm diese Besch&auml;digung der Demokratie erst wirklich ernst, nachdem auch Merkels Handy ausgesp&auml;ht wurde. Schlimm genug!<br>\nEine andere Dimension der ungebremsten Datensammlung kommt dagegen erst z&ouml;gerlich zur Sprache &ndash; und besteht in einem direkten Angriff auf Politik und Demokratie. Infrage gestellt werden die (bisherige) Funktionsweise politischer Strukturen und deren Inhalte, wie sie sich &uuml;ber Jahrhunderte herausgebildet haben und uns heute (noch) gel&auml;ufig sind. Mit anderen Worten &ndash; der Angriff richtet sich gegen die menschlich betriebene, vernunftgeneigte und widerspr&uuml;chliche Art und Weise, Politik zu gestalten.<br>\nHier kommt Big Data ins Spiel &ndash; die mit hoher Geschwindigkeit erfolgende maschinelle Sammlung und Verarbeitung exorbitanter Datenmengen aus vielf&auml;ltigen Quellen zur &ndash; urspr&uuml;nglich &ndash; wirtschaftlichen Nutzung. Heute r&uuml;ckt der politische Nutzen oder besser Missbrauch immer st&auml;rker in den Mittelpunkt, ohne erstere zu vernachl&auml;ssigen. Es geht dabei neben Erfassung und Speicherung um Verteilung, statistische Analyse und vor allem das Korrelieren dieser Datenberge, deren Volumen heute in Zettabyte (gleich 1021 Byte gleich 1.000.000.000.000.000.000.000 Byte) beziffert wird. Bei diesen Daten sind nicht, wie man meinen k&ouml;nnte, prim&auml;r die Inhalte der abgesaugten Meldungen von Interesse, sondern die Verbindungs- oder sogenannten Metadaten &ndash; also beispielsweise Telefonnummern, IP-Adressen von Computern und Verbindungszeiten. Wer die Metadaten besitzt, wei&szlig;, wer wann mit wem kommuniziert hat. Zum Zielobjekt kann jede Person aufgrund des eigenen Facebook-Profils, eigener oder fremder (!) E-Mails und Telefonate werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2014\/04\/big-data-und-die-politischen-folgen-28680.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Gewinner der BigBrotherAwards 2014<\/strong><br>\nDie ungl&uuml;cklichen Preistr&auml;ger der 14. BigBrotherAwards finden Sie hier.<br>\nDer BigBrotherAward 2014 in der Kategorie Politik geht an das Bundeskanzleramt f&uuml;r geheimdienstliche Verstrickungen in den NSA-&Uuml;berwachungsskandal sowie unterlassene Abwehr- und Schutzma&szlig;nahmen. Dem Bundeskanzleramt obliegen die oberste Fachaufsicht &uuml;ber den Auslandsgeheimdienst BND sowie die Kooperation der drei Bundesgeheimdienste untereinander und mit anderen Dienststellen im In- und Ausland. Die bundesdeutschen Geheimdienste arbeiten eng mit dem v&ouml;lker- und menschenrechtswidrig agierenden US-Geheimdienst NSA und anderen Diensten zusammen. BND und Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz sind an &Uuml;berwachungsinstrumenten, Sp&auml;hprogrammen und Infrastrukturen der NSA beteiligt. Alte wie neue Bundesregierung haben mit Massenausforschung und Digitalspionage verbundene Straftaten und B&uuml;rgerrechtsverst&ouml;&szlig;e nicht abgewehrt: Sie haben es str&auml;flich unterlassen, die Bundesb&uuml;rger und von Wirtschaftsspionage betroffene Betriebe vor weiteren feindlichen Attacken zu sch&uuml;tzen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/digitalcourage.de\/blog\/2014\/die-gewinner-der-bigbrotherawards-2014\">digitalcourage<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Fragen an den Autor &ndash; W. Hetzer, Euro-Party<\/strong><br>\nDr. Wolfgang Hetzer, &ldquo;Die Euro-Party ist vorbei. Wer bezahlt die Rechnung? Ist die europ&auml;ische Krise &uuml;berwunden? Welches Europa wollen wir? Regiert das grosse Geld?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/sr-mediathek.sr-online.de\/index.php?seite=7&amp;id=15794&amp;pnr=0\">SR2<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Paul Krugman &ndash; Three Expensive Milliseconds<\/strong><br>\nFour years ago Chris Christie, the governor of New Jersey, abruptly canceled America&rsquo;s biggest and arguably most important infrastructure project, a desperately needed new rail tunnel under the Hudson River. Count me among those who blame his presidential ambitions, and believe that he was trying to curry favor with the government- and public-transit-hating Republican base.<br>\nEven as one tunnel was being canceled, however, another was nearing completion, as Spread Networks finished boring its way through the Allegheny Mountains of Pennsylvania. Spread&rsquo;s tunnel was not, however, intended to carry passengers, or even freight; it was for a fiber-optic cable that would shave three milliseconds &mdash; three-thousandths of a second &mdash; off communication time between the futures markets of Chicago and the stock markets of New York. And the fact that this tunnel was built while the rail tunnel wasn&rsquo;t tells you a lot about what&rsquo;s wrong with America today.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/04\/14\/opinion\/krugman-three-expensive-milliseconds.html?partner=rssnyt&amp;emc=rss&amp;_r=1\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Aus der Lobby<\/strong><br>\nDie aktuelle wirtschaftliche Misere in Europa ist ein politisches Desaster, weil sie einer falschen Antwort auf die Krise geschuldet und somit selbst verschuldet ist. Besonders pikant ist der Umstand, dass das konjunkturelle Tief mit einer europaweiten &ouml;ffentlichen Investitionsoffensive verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig einfach in den Griff zu bekommen w&auml;re. Doch abseits dieser akuten konjunkturellen Probleme gibt es strukturelle &ouml;konomische Herausforderungen in Europa, die tiefer reichen. Probleme, die nicht mit einem gro&szlig;en Konjunkturpaket zu l&ouml;sen sind, sondern nur mit der Restrukturierung ganzer Wirtschaftsbereiche. Probleme, deren L&ouml;sungen vermeintliche nationale Interessen von gro&szlig;en Mitgliedstaaten tangieren. Probleme, deren L&ouml;sung an den m&auml;chtigsten Lobbys Europas scheitern: der deutschen Exportlobby, der britischen Finanzlobby und der franz&ouml;sischen Energielobby.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.theeuropean.eu\/nikolaus-kowall\/8290-nationale-wirtschaftslobbys-behindern-europaeischen-fortschritt\">The European<\/a>\n<p>dazu: <strong>The fire power of the financial lobby<\/strong><br>\nIn total the financial industry spends more than &euro;120 million per year on lobbying in Brussels and employs more than 1700 lobbyists. The financial industry lobbied the post-crisis EU regulation via over 700 organisations and outnumbered civil-society organisations and trade unions by a factor of more than seven, with an even stronger dominance when numbers of staff and lobbying expenses are taken into account. In sum the financial lobby is massively outspending other (public) interests in terms of EU lobbying, by a factor of more than 30.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/corporateeurope.org\/financial-lobby\/2014\/04\/fire-power-financial-lobby\">Corporate Europe Observatory<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Aufwand von 120 Mio. Euro steht in keinem Verh&auml;ltnis zu den Milliardengewinnen, die ein effektive Regulierung zunichte machen w&uuml;rde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>TTIP &ndash; Bundesrat muss Freihandelsabkommen zustimmen<\/strong><br>\nDas Freihandelsabkommen TTIP, das die USA und die EU bis 2015 abschlie&szlig;en wollen, gilt ohnehin schon als das gr&ouml;&szlig;te transatlantische Verhandlungsprojekt seit Gr&uuml;ndung der Nato. Doch tats&auml;chlich sind die H&uuml;rden noch viel h&ouml;her als angenommen. Denn neben dem Bundestag soll auch der Bundesrat dem TTIP zustimmen m&uuml;ssen.<br>\nDas Bundeswirtschaftsministerium begr&uuml;ndet seine Einsch&auml;tzung damit, dass &ldquo;auch Verfahrensregelungen zu L&auml;nderzust&auml;ndigkeiten vor allem im Bereich des Berufsrechts&rdquo; in dem Freihandelsabkommen ber&uuml;hrt sind. So schreibt es das Ministerium in der Antwort auf eine Anfrage der Gr&uuml;nen-Bundestagsfraktion.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/freihandelsabkommen-ttip-bundesrat-muss-zustimmen-a-964309.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Lohnentwicklung &ndash; Brosamen reichen nicht<\/strong><br>\nKnapp 80 Milliarden Euro weniger, in 12 Jahren &ndash; diese Zahl muss man sich mal ganz langsam vergegenw&auml;rtigen: 80.000.000.000! Dieser Summe sind die Besch&auml;ftigten in Deutschland von der Jahrtausendwende bis zum Jahr 2012 verlustig gegangen, wenn man die Entwicklung der Lohnquote betrachtet. Sie beziffert den Anteil aller L&ouml;hne, Geh&auml;lter und Besoldungen am Volkseinkommen inklusive der Arbeitgeberbeitr&auml;ge zur Sozialversicherung. Lag die Quote im Jahr 2000 noch bei rund 72 Prozent, ist sie im Jahr 2012 auf 67 Prozent gesunken. Und in dem Bereich bewegt sie sich auch heute noch.<br>\nAn der Entwicklung der Einkommen l&auml;sst sich ablesen, dass hierzulande seit Jahren einiges schief verl&auml;uft. W&auml;hrend n&auml;mlich die Einkommen aus Verm&ouml;gen und Unternehmert&auml;tigkeit im selben Zeitraum real um 40 Prozent gestiegen sind, waren die Einkommen der Besch&auml;ftigten ab 2000 zun&auml;chst r&uuml;ckl&auml;ufig und erst seit 2010 steigen sie wieder verhalten an.<br>\nSch&ouml;ner wird das Bild auch nicht dadurch, dass Deutschland zwar inzwischen eine Million weniger Arbeitslose hat, aber daneben auch knapp zwei Millionen weniger Vollzeitarbeitsstellen. Tats&auml;chlich gewachsen ist in diesen zw&ouml;lf Jahren ein gigantischer Niedriglohnsektor mit circa 7 Millionen Besch&auml;ftigten in Leiharbeit, Minijobs, Teilzeit, geringf&uuml;giger Besch&auml;ftigung, 1-Euro-Jobs und prek&auml;rer Selbstst&auml;ndigkeit.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140415_01.gif\" alt=\"Lohnentwicklung\" title=\"Lohnentwicklung\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.verdi.de\/themen\/geld-tarif\/tarifrunde-oed-2014\/++co++cf0294b4-9245-11e3-83e5-5254008a33df\">verdi<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Tarifrunde f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Dienst ist zwar inzwischen abgeschlossen, aber die von verdi pr&auml;sentierten Zahlen bez&uuml;glich der Entwicklung Lohnquote und der Arbeitnehmerentgelde lohnen einer Betrachtung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wenn Menschen nicht von ihrer Arbeit leben k&ouml;nnen<\/strong><br>\nImmer mehr Menschen, die im Hotel- und Gastst&auml;ttengewerbe, im Discounter, bei Zustelldiensten, Sicherungsfirmen oder in einer Reinigungskolonne arbeiten, h&auml;ngen nicht nur im Niedriglohnsektor fest, sie erhalten auch keine gesellschaftliche Wertsch&auml;tzung ihrer Arbeit mehr. Und politisch bleiben sie  bis heute ohne Stimme. Arbeits- und Lebensverh&auml;ltnisse, &uuml;ber die wir bisher  vor allem aus journalistischen Reportagen  erfuhren, werden inzwischen von Soziologen genauer untersucht. Die Wissenschaftler sprechen von einem neuen Dienstleistungsproletariat. Auf einer Tagung am Hamburger Institut f&uuml;r Sozialforschung haben sie j&uuml;ngst ihre Erkenntnisse vorgestellt und diskutiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2014\/03\/27\/dlf_20140327_2010_74eb5dd7.mp3\">Deutschlandradio [MP3]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wohnungsnot<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Mietpreisbremse bringt mehr Schaden als Nutzen<\/strong><br>\nLaut einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) &uuml;berwiegen langfristig deutlich die Nachteile der von der Bundesregierung geplanten Mietpreisbremse &ndash; sowohl f&uuml;r Vermieter als auch f&uuml;r Mieter. &bdquo;Die Mietpreisbremse behandelt die Symptome, nicht die Krankheit&ldquo;, sagen die DIW-&Ouml;konomen Konstantin Kholodilin und Dirk Ulbricht. Sinnvoller w&auml;re es, das Problem an der Wurzel zu  l&ouml;sen und das Angebot zu erweitern &ndash; also mehr Wohnungen zu bauen. Dazu muss der Wohnungsbau billiger werden. Erreichen kann man dies in einer Niedrigzinsphase, wie wir sie derzeit haben, vor allem durch eine verst&auml;rkte Ausweisung brachliegender innerst&auml;dtischer Fl&auml;chen als Bauland, und zwar unter der Bedingung, dass die Investoren auch preiswerte Wohnungen anbieten. Dar&uuml;ber hinaus sollten lokale Preisstatistiken f&uuml;r mehr Transparenz auf dem Wohnungsmarkt sorgen.<br>\nBetrachtet man ganz Deutschland, so waren die Mietpreissteigerungen in den letzten zehn bis f&uuml;nfzehn Jahren moderat. Unter Ber&uuml;cksichtigung der Inflationsrate sind die Mieten teilweise sogar gesunken. Starke Mietsteigerungen scheinen eher ein Problem in Metropolen wie Berlin, Hamburg oder M&uuml;nchen und in Universit&auml;tsst&auml;dten zu sein. Dort stagnierte der Wohnungsbau, w&auml;hrend die Bev&ouml;lkerung durch Zuz&uuml;ge stetig wuchs. Doch liegt keine Notlage vor, die einen staatlichen Eingriff in den Wohnungsmarkt rechtfertigen w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/de\/diw_01.c.442495.de\/themen_nachrichten\/mietpreisbremse_bringt_mehr_schaden_als_nutzen.html\">DIW<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> W&auml;hrend deutsche Gro&szlig;st&auml;dte wie M&uuml;nchen, Frankfurt oder Hamburg mit einem katastrophalen Mangel an bezahlbaren Wohnraum k&auml;mpfen, kennt man in Wien, mit mehr als 1,7 Millionen Einwohner gr&ouml;&szlig;te Stadt &Ouml;sterreichs und zweitgr&ouml;&szlig;te Stadt des deutschen Sprachraums, diese Problematik nicht. Der wesentliche Grund, die Stadt Wien investiert jedes Jahr rund 550 Millionen Euro in den &ouml;ffentlichen Wohnungsbau. Eine Summe die &uuml;ber dem Betrag liegt, der in der gesamten Bundesrepublik daf&uuml;r aufgewendet wird. Aber anstatt den &ouml;ffentlichen Wohnungsbau zu f&ouml;rdern werden hier zu Lande lieber 17 Milliarden Euro an Mietzusch&uuml;ssen gew&auml;hrt und so letztendlich in die Taschen privater Vermieter und oft genug auch von Spekulanten umgeleitet. Hauptsache der Ideologie des freien Marktes, der ja alles besser regelt, ist wieder einmal gen&uuml;ge getan worden.<br>\nDie sogenannte Studie des DIW entspricht genau dieser Marktideologie, genau wissend, dass damit die Problematik, zu wenig preiswerter Wohnraum, nicht gel&ouml;st wird. Wie der freie Markt die Problematik des bezahlbaren Wohnraums l&ouml;st kann in M&uuml;nchen besichtigt werden. Der Immobilienteil etwa der S&uuml;ddeutschen Zeitung quillt &uuml;ber von Anzeigen f&uuml;r Luxuswohnungen. Angebote f&uuml;r den Normalverdiener sucht man hingegen vergeblich. Der Marktlogik entspricht dies absolut. Weshalb sollte ein Investor anstatt nach maximaler Rendite zu streben auch Wohnraum f&uuml;r Menschen mit kleinen Geldbeutel bauen? Fazit: Das recht auf ein Dach &uuml;ber dem Kopf ist so grundlegend, dass dieser Bereich nicht dem Profitstreben privater Investoren und Spekulanten &uuml;berlassen werden kann. Nochmals, die Stadt Wien macht vor wie es auch anders geht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Unsoziales Wohnen &ndash; Teure Mieten durch Privatisierung<\/strong><br>\nPrivatisierung von Sozialwohnungen, Umwandlung in teure Eigentumswohnungen &ndash; das Leben in Deutschlands Innenst&auml;dten wird mehr und mehr zum Privileg der Besserverdienenden. Beispiel M&uuml;nchen: Hier werden g&uuml;nstige Wohnungen so saniert, dass sie danach oft im Luxussegment liegen.<br>\nDadurch ver&auml;ndern sich die Strukturen ganzer Bezirke. K&ouml;nnen Milieuschutz und Umwandlungsverbote diesen Trend noch stoppen? Haben deutsche Gro&szlig;st&auml;dte den Kampf um bezahlbaren Wohnraum aufgegeben? Welche Verantwortung haben Kommunen, Bund und L&auml;nder, was ist in den vergangenen Jahrzehnten vers&auml;umt worden?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/frontal-21\/themen-der-frontal21-sendung-vom-8.-april-2014-32626622.html\">ZDF<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Wiener Gemeindebau<\/strong><br>\nEr galt als Paradebau des kommunalen Wohnbaus im &ldquo;roten Wien&rdquo; der Zwischenkriegszeit: der Karl-Marx-Hof. Heute ist er Reiseziel architekturinteressierter Touristen aus der ganzen Welt.<br>\nSein soziales Wohnungsbaukonzept war in der von Wohnungsnot gezeichneten Zwei-Millionen-Stadt Wien revolution&auml;r: Erstmals gab es flie&szlig;end Wasser in der eigenen Wohnung und eine Toilette; es gab Arztpraxen, B&auml;der, eine Bibliothek und eine M&uuml;tterberatungsstelle, ein Kino und eine W&auml;scherei. International bekannt wurde dieses &ldquo;Versailles der Arbeiter&rdquo; als Symbol des Widerstands gegen den Austrofaschismus. Der Arbeiteraufstand im Februar 1934 wurde blutig niedergeschlagen. Damals z&auml;hlte der Wohnblock der Moderne 5.500 Bewohner.<br>\nHeute sind es nur noch halb so viele. Die &ldquo;rote Fahne&rdquo; wird nur noch selten gehisst, die Zahl der rechten W&auml;hler nimmt zu. Pl&ouml;tzlich ist von einem Ausl&auml;nderproblem die Rede, die Stimmung wird aggressiver, statt sozialen Miteinanders gibt es immer mehr soziale Vereinsamung. Doch f&uuml;r die wenigen Mieter der ersten Stunde ist der Karl-Marx-Hof einfach nur Heimat &ndash; selbst wenn er kein rotes Bollwerk mehr ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/karl-marx-im-hinterhof-der-wiener-gemeindebau.922.de.html?dram:article_id=275850\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Im Sumpf der Subventionen<\/strong><br>\nDie Machtstrukturen im politischen System der repr&auml;sentativen Demokratie mit all ihren Verzerrungen und Verkrustungen haben sich Verlauf vieler Jahrzehnte verfestigt: Eine Reform an Haupt und Gliedern scheint nicht mehr m&ouml;glich. Denn die Selbstzerst&ouml;rungstendenzen der repr&auml;sentativen Demokratien sind so &uuml;berm&auml;chtig, dass sie sich auch dann gegen das System wenden, wenn alle Akteure von dem edlen Willen beseelt sind, sich ihnen mit Macht entgegenzustemmen. Der gute Wille und hehre Absichten allein k&ouml;nnen die selbstzerst&ouml;rerische Eigendynamik nicht mehr aufhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/41\/41495\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein schwacher Artikel von Wolfgang J. Koschnick auf Telepolis, der auch als Propaganda-Artikel bei der INSM oder bei der FDP erscheinen k&ouml;nnte. Hier wird die Subventionitis angeprangert, ohne konkret zu werden, welche Subventionen zu streichen w&auml;ren. Nat&uuml;rlich darf der EU-subventionierte Skilift auf Bornholm nicht fehlen. Es wird die Milchm&auml;dchenrechnung aufgemacht, dass (angeblich) 164 Milliarden f&uuml;r Subventionen ausgegeben w&uuml;rden (welche?) und dieser Betrag h&ouml;her liege als die Einnahmen aus der Lohn- und veranlagten Einkommensteuer. Nat&uuml;rlich darf das libert&auml;re Argument nicht fehlen, dass der Steuerzahler besser wisse, was er mit dem ihm vom Staat abgekn&ouml;pften Geld anfangen k&ouml;nnte.<br>\nTypisch daf&uuml;r dass hier alles, wie Kraut und R&uuml;ben durcheinander geht, ist die Kritik an der M&uuml;tter-Rente und an der Rente mit 63. Man mag diese &bdquo;Reformen&ldquo; <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/41\/41246\/1.html\">mit guten Gr&uuml;nden kritisieren<\/a>, aber daraus einfach eine Subvention zu machen, zeigt mit welcher Sto&szlig;richtung Koschnick argumentiert. Schlie&szlig;lich werden diese &bdquo;Reformen&ldquo; (leider) aus der Rentenkasse und nicht aus Steuermitteln finanziert. Koschnick ist sich auch nicht zu schade, als Beleg f&uuml;r seine Thesen, Auftragsstudien der &bdquo;staatsfeindlichen&ldquo; INSM oder des erzliberalen  Finanzwissenschaftlichen Forschungsinstituts der Universit&auml;t K&ouml;ln (Fifo) heranzuziehen.<br>\nEin bisschen mehr Abstand zu neoliberalen Think-Tanks h&auml;tte man sich gew&uuml;nscht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Weltklimabericht<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Der F&uuml;nfte IPCC-Sachstandsbericht. Beitrag der IPCC-Arbeitsgruppe 3: Klimaschutz<\/strong><br>\nDer dritte Teil des F&uuml;nften IPCC-Sachstandsbericht wurde vom 7. bis 11. April 2014 in Berlin verabschiedet. Der Bericht zeigt &ouml;konomische, technologische und politische Ma&szlig;nahmen zur Minderung des Klimawandels auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.de-ipcc.de\/de\/200.php\">IPCC<\/a><\/li>\n<li><strong>Neuer Energiemix k&ouml;nnte Erderw&auml;rmung noch bremsen<\/strong><br>\nHaupttriebkraft des Klimawandels bleibt dem j&uuml;ngsten Bericht zufolge, den der IPCC am Sonntag in Berlin ver&ouml;ffentlicht hat, die Energieerzeugung. Neben der generell steigenden Energienachfrage machen die Wissenschaftler den wachsenden Anteil von Kohlekraftwerken am Energiemix f&uuml;r weltweit steigende CO2-Emissionen verantwortlich. Sie empfehlen daher eine schnelle und deutliche Verschiebung von Investitionen: weg von der F&ouml;rderung und Verbrennung von Kohle, Gas und &Ouml;l, hin zu klimafreundlichen Energien. Eine Kernbotschaft des in Berlin vorgestellten Berichts ist, dass dieser Wechsel nicht so teuer ist, wie viele Menschen vermuten. Nach IPCC-Berechnungen schl&auml;gt er bei einem Wirtschaftswachstum von 1,6 bis 3 Prozent im Jahr mit einem Minus von rund 0,06 Prozentpunkten zu Buche. &ldquo;Es kostet nicht die Welt, den Planeten zu retten&rdquo;, sagte Ottmar Edenhofer, Co-Vorsitzender des aktuellen IPCC-Berichts.<br>\nAllerdings bleibe lediglich ein Zeitfenster des n&auml;chsten Jahrzehnts und maximal der n&auml;chsten zwei Dekaden, um zu moderaten Kosten reagieren zu k&ouml;nnen, mahnte Edenhofer. Von dem international vereinbarten Ziel, die Erderw&auml;rmung im Vergleich zu vor der Industrialisierung auf h&ouml;chstens zwei Grad zu begrenzen sind die Staaten dem Bericht zufolge weit entfernt. Zwischen 2000 und 2010 gab es laut IPCC den st&auml;rksten Emissionsanstieg der vergangenen 30 Jahre. Machten die Staaten weiter wie bisher, gebe es eine Erw&auml;rmung von voraussichtlich 3,7 bis 4,8 Grad bis zum Jahr 2100. Das Zwei-Grad-Ziel sei gleichwohl noch erreichbar, allerdings m&uuml;sste sich daf&uuml;r der Anteil emissionsfreier oder emissionsarmer Energiequellen von derzeit etwa 30 Prozent bis 2050 auf mehr als 80 Prozent erh&ouml;hen, die Treibhausgas-Emissionen m&uuml;ssten bis zum Ende des Jahrhunderts auf nahezu Null gebracht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/weltklimabericht-neuer-energiemix-koennte-erderwaermung-noch-bremsen-1.1936265\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Im Grunde wissen wir seit mehr als einem Vierteljahrhundert, warum und wie uns die globale Erw&auml;rmung treffen wird &ndash; von einigen wissenschaftlichen Pr&auml;zisierungen in der Folgezeit einmal abgesehen. Die ausgebliebene politische Umsetzung dieser Erkenntnisse l&auml;sst eigentlich nur den pessimistischen Schluss zu: Auch in den n&auml;chsten zwei Dekaden wird eine global abgestimmte, politische Reaktion ausbleiben. Es verbleibt nur noch eines: Sich darauf einzustellen, dass das Kind in den Brunnen gefallen sein wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Vom Klimawandel zum Klimahandel<\/strong><br>\n[&hellip;] IPPC-Vize Edenhofer fordert deswegen jetzt Energiesteuern und einen ordentlichen Preis f&uuml;r Kohlendioxidemissionen. Das hat man doch in den letzten 20 Jahren schon das ein oder andere Mal geh&ouml;rt. Die Nachricht kommt wohl zu sp&auml;t f&uuml;r Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, der grad bei der EU-Kommission unter lautem Jubelgeschrei der deutschen Industrie deren Befreiung von der &Ouml;kostromumlage durchgesetzt hat. Und der Mann war auch mal Umweltminister &ndash; er wei&szlig;, was er tut. Und dass die Preise f&uuml;r CO2-Emissionen v&ouml;llig am Boden liegen und das europ&auml;ische Emissionshandelssystem zum Subventionstrog f&uuml;r die grossen Energieerzeuger mutierte, ist bekannt. Wo also sehen angesichts der dynamischen Realit&auml;t Wissenschaftler und teilweise Umweltsch&uuml;tzer die &bdquo;gute Nachricht&ldquo;? Darin, dass Klimaschutz irgendwie bezahlbar w&auml;re und sich schon irgendwer finden wird, der den geringen Obulus abdr&uuml;ckt?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/129213\/vom-klimawandel-zum-klimahandel\">Der Spiegelfechter<\/a>\n<p>passend dazu: <strong>Deutsche Kohlekraftwerke steigern CO2-Austo&szlig;<\/strong><br>\nDie CO2-Emissionen sind im Jahr 2013 erneut angestiegen. Allein die 30 gr&ouml;&szlig;ten Kraftwerke haben insgesamt 239 Millionen Tonnen CO2 ausgesto&szlig;en. Dies entspricht einem Anteil von 25 Prozent an den gesamten deutschen Treibhausgasemissionen.<br>\nIm Vergleich zum Jahr 2012 sind die Emissionen der 30 gr&ouml;&szlig;ten Kraftwerke um 11 Millionen Tonnen oder fast f&uuml;nf Prozent angestiegen. Unter den 30 gr&ouml;&szlig;ten CO2-Emittenten sind neun Braunkohlekraftwerke, die f&uuml;r Emissionen von 157 Millionen Tonnen CO2 im Jahr 2013 verantwortlich waren. Allein die Emissionen des Kraftwerks Boxberg stiegen im Jahr 2013 um 21 Prozent oder 3,3 Millionen Tonnen CO2 an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oeko.de\/aktuelles\/2014\/deutsche-kohlekraftwerke-steigern-co2-austoss\/\">&Ouml;ko-Institut<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Hochschulr&auml;te &ndash; Wer bewacht die Hochschulbewacher?<\/strong><br>\nIm ersten Beitrag wurden bereits die Ideen, die den Hochschulr&auml;ten zugrunde liegen erl&auml;utert, und einige grundlegende Probleme angeschnitten. Hier wird insbesondere auf die Legitimit&auml;t der Hochschulr&auml;te und auf die Besetzung dieser eingegangen. Lukas Daubner blickt am Ende darauf, wie es mit den Hochschulr&auml;ten weitergehen soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wasbildetihrunsein.de\/2014\/04\/14\/wer-bewacht-die-bewacher-warum-gibt-es-eigentlich-hochschulraete-und-wer-kontrolliert-ihre-arbeit\/\">Was bildet ihr uns ein?<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Durchsuchung an Privathochschule EBS: Ermittler sp&uuml;ren versickerten Millionen nach<\/strong><br>\nSechs Staatsanw&auml;lte in drei Wohnungen und an zwei Uni-Standorten &ndash; die Privathochschule EBS in Wiesbaden und Oestrich-Winkel kommt nicht zur Ruhe. Bei den Hausdurchsuchungen diese Woche ging die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main dem Verdacht nach, f&uuml;nf &ndash; teilweise ehemalige &ndash; Mitarbeiter der European Business School h&auml;tten &ouml;ffentliche F&ouml;rdermittel zweckwidrig verwendet. &ldquo;Gemeinschaftlicher Betrug zum Nachteil des Landes Hessen&rdquo; lautet der Vorwurf in dem Ermittlungsverfahren. Konkret geht es nach Angaben der Staatsanwaltschaft um mindestens 1,6 Millionen Euro, deren Verbleib ungekl&auml;rt ist.<br>\nInsgesamt hatte das Land Hessen 24,7 Millionen Euro zugesagt, damit die EBS eine juristische Fakult&auml;t gr&uuml;nden und so zur Voll-Universit&auml;t werden konnte. Das Geld wurde fast komplett ausgezahlt &ndash; und bei der EBS in den Jahren 2009 bis 2012 zum Teil wohl dazu benutzt, um L&ouml;cher im maroden Haushalt der Hochschule zu stopfen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/ebs-durchsuchung-der-privathochschule-wiesbaden-nach-betrugsvorwurf-a-963887.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> So ist es halt das business der privaten Business Schools.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Nach der neoliberalen Ideologie ist ja privat immer besser als staatlich. Einen fundierten Beleg gerade f&uuml;r den Bereich der Privat-Hochschulen haben die Freunde des freien Marktes bisher nicht erbringen k&ouml;nnen. W&auml;hrend etwa die private Hochschule &ldquo;Humboldt-Viadrina School of Governance&rdquo; in Berlin inzwischen insolvent ist, kann die Bremer Jakobs University, die den Anspruch erhebt die zuk&uuml;nftige Elite auszubilden, nur dank best&auml;ndiger Zusch&uuml;ssen aus dem &ouml;ffentlichen Haushalt des Landes Bremen &uuml;berleben. Auch die oben erw&auml;hnte  European Business School scheint ohne hohe Zuwendungen des Landes Hessen nicht eigenst&auml;ndig existieren zu k&ouml;nnen. Das ist eigentlich skandal&ouml;s, da dies geschieht w&auml;hrend gleichzeitig an staatlichen Hochschulen oft der Putz von den W&auml;nden der H&ouml;rs&auml;le br&ouml;ckelt oder ganze Fachbereich als Sparma&szlig;nahem einfach dicht gemacht werden. Umso mehr als diese &bdquo;Eliteschmieden&ldquo; soziale Selektion durch exorbitante Studiengeb&uuml;hren und strengen Auswahlverfahren betreiben aber das Geld des gemeinen Volkes &uuml;ber &ouml;ffentliche Zuwendungen doch gerne annehmen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Eine kleine Dekonstruktion des Bertelsmannschen Bildungsbegriffes<\/strong><br>\nMit dem ausgesprochen erhellenden Beitrag von Helmut Ebert (Rheinische Friedrich-Wilhelms Universit&auml;t Bonn) liegt nun eine Analyse mit der Methodik der Frame-Semantik vor, die die bisherigen kritischen Einsch&auml;tzungen nicht nur best&auml;tigt, sondern auch vertieft und sogar &uuml;bertrifft. Die Stiftung, so k&ouml;nnte man pointieren, greift auf unsere intellektuellen Grundmodelle (Frames) zu und versucht dort Bedeutungsverschiebungen vorzunehmen. Wer nicht bemerkt, was die trojanischen Heilsvokabeln der Stiftung tats&auml;chlich transportieren, l&auml;uft Gefahr zu einem Frame-Insassen zu werden, dem zwar unbenommen bleibt, sich zu jeglichem Thema vermeintlich frei zu &auml;u&szlig;ern, der aber gleichzeitig zum unfreiwilligen Erf&uuml;ller und Multiplikator der semantischen Umprogrammierung wird. Die Methodik Eberts legt die strategische Zubereitung der Stiftungstexte offen und liefert dadurch eine Erkl&auml;rung f&uuml;r die Erfahrung von Fremdheit und Missverst&auml;ndnissen in bildungspolitischen Dialogen, wo Kritiker zwar Ph&auml;nomene und Argumente vorweisen k&ouml;nnen, aber trotzdem kein Geh&ouml;r finden, weil Gespr&auml;chspartner nur Frame-konsistente Informationen aufnehmen k&ouml;nnen (&rsaquo;Kritik bitte nur konstruktiv, ergebnisorientiert und zielf&uuml;hrend!&lsaquo;). In politischer Hinsicht ist die Strategie des Frame Governance, also des Regierens durch die Etablierung und Kontrolle der inneren Modelle in hohem Ma&szlig;e bedenklich, da nicht nur die &Ouml;ffentlichkeit, Lehrer und Professorinnen, sondern auch Journalisten und Politiker von diesen Transformationen ihrer kulturellen Grundorientierungen betroffen sind. B&ouml;se gesagt: Meinungsfreiheit und Demokratie verk&uuml;mmern zu beil&auml;ufigen Oberfl&auml;chenph&auml;nomenen, wenn die Herrschaft &uuml;ber die Frames ebenso clandestin wie autorit&auml;r durch Akteure anonymer Steuerungseliten &uuml;bernommen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bildung-wissen.eu\/fachbeitraege\/kleine-dekonstruktion-des-bertelsmannschen-bildungsbegriffes.html\">Gesellschaft f&uuml;r Bildung und Wissen<\/a>\n<p>Die ganze Analyse von H. Ebert als PDF: H. Ebert: <a href=\"http:\/\/bildung-wissen.eu\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/Ebert_Bertelsmann-Bildung.pdf\">Dekonstruktion des Bertelsmannschen Bildungsbegriffs<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Gerhard Schick: Machtwirtschaft &ndash; nein danke!<\/strong><br>\nEin Auszug aus dem am 13. Februar 2014 im Campus Verlag erschienenen Buch von Gerhard Schick, &ldquo;Machtwirtschaft &ndash; nein danke! &ndash;<br>\nF&uuml;r eine Wirtschaft, die uns allen dient&ldquo;&hellip;<br>\nWer sich nicht auf Verschw&ouml;rungstheorien verlassen, sondern fundiert analysieren will, was in den globalen M&auml;rkten insgesamt geschieht, muss nach neuen Ans&auml;tzen suchen. F&uuml;ndig wird man dabei an der Eidgen&ouml;ssischen Technischen Hochschule (ETH) in Z&uuml;rich (1), deren Forscher sich ein objektives Bild von der angeblichen Weltherrschaft transnationaler Unternehmen machen wollten. Und da wird das gesamte Desaster einer Fehlentwicklung deutlich&hellip;<br>\nAus einer Datenbank mit 30 Millionen Wirtschaftsakteuren identifizierten sie 43060 transnational operierende Unternehmen. In einem zweiten Schritt kl&auml;rten sie die dazugeh&ouml;rigen Besitzverh&auml;ltnisse. Ergebnis: Die Kontrolle &uuml;ber das Netzwerk ist noch wesentlich ungleicher verteilt als das Verm&ouml;gen innerhalb des Netzwerks. Damit schafft es eine Gruppe von nur 147 Unternehmen, von den Autoren &raquo;Supereinheit&laquo; getauft, durch Anteilsverflechtungen die Kontrolle &uuml;ber sage und schreibe knapp 40 Prozent der Unternehmenswerte aller transnationalen Konzerne weltweit (!) auszu&uuml;ben. Das ist der Kern der Machtwirtschaft. 0,3 Prozent kontrollieren 40 Prozent &ndash; eine unglaubliche Macht! Noch unheimlicher wird es, da diese 147 nicht etwa in Konkurrenz zueinander stehen, sondern sich fast vollst&auml;ndig auch selbst kontrollieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2014\/04\/exklusiver-buchauszug-fur-wirtschaft-und-gesellschaft-analyse-meinung-machtwirtschaft-nein-danke-von-gerhard-schick\/#sthash.wBRZjmC8.dpuf\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-21422","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21422","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=21422"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21422\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21427,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21422\/revisions\/21427"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=21422"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=21422"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=21422"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}