{"id":2143,"date":"2007-02-27T15:18:40","date_gmt":"2007-02-27T14:18:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2143"},"modified":"2016-01-14T11:24:04","modified_gmt":"2016-01-14T10:24:04","slug":"opp-modelle-in-der-kritik-des-obersten-bayerischen-rechnungshofs-orh","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2143","title":{"rendered":"\u00d6PP-Modelle in der Kritik des Obersten Bayerischen Rechnungshofs (ORH)"},"content":{"rendered":"<p>&Uuml;ber die Irrwege der so genannten &Ouml;ffentlich Privaten Partnerschaften haben wir auf den NachDenkSeiten schon h&auml;ufig berichtet und auch dar&uuml;ber, dass sie den Steuerzahler teuer zu stehen kommen. Nun hat auch der Bayerische Rechnungshof zwei  &Ouml;PP-Bauma&szlig;nahmen untersucht und sie auf ihre Wirtschaftlichkeit im Vergleich zu einer konventionellen &ouml;ffentlichen Finanzierung und Durchf&uuml;hrung &uuml;berpr&uuml;ft. Ergebnis: &bdquo;Ein realistischer Kostenvergleich l&auml;sst keine Vorteile der &Ouml;PP-L&ouml;sung gegen&uuml;ber einer herk&ouml;mmlichen Verwirklichung erkennen.&ldquo;<br>\nChristine Wicht hat sich den Jahrsbericht 2006 daraufhin genauer angesehen.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>&Ouml;PP-Modelle in der Kritik des Obersten Bayerischen Rechnungshofs (ORH)<\/strong><\/p><p>von Christine Wicht<\/p><p>&Ouml;ffentlich Private Partnerschaft (&Ouml;PP) oder Private Public Partnership (PPP), die vertraglich geregelte langfristige Zusammenarbeit zwischen &ouml;ffentlicher Hand und der Privatwirtschaft, zeigt sich in der Praxis oftmals als teures Patentrezept. Mit der Begr&uuml;ndung, dass der &Ouml;ffentlichen Hand, mit diesem Modell bei knappen Kassen wieder finanzielle Freir&auml;ume geschaffen werden k&ouml;nnten, fand dieses Konzept Eingang in politische Gremien, wie Stadt-, Kreistage, Landtage und Bundestag. PPP wurde mit der Erwartung verbunden, &ouml;ffentliche Investitionen in Zusammenarbeit mit Akteuren aus der Privatwirtschaft effizienter und billiger als bisher realisieren zu k&ouml;nnen. So werden beispielsweise Bereiche des Stra&szlig;enbaus, Schulen, ja sogar Rath&auml;user zunehmend nach dem PPP- Konzept durchgef&uuml;hrt. Wirtschafts- und Finanzberater haben unterst&uuml;tzt von Lobbyistenverb&auml;nde haben auf dem Feld der &Ouml;PP neue profitable T&auml;tigkeitsfelder entdeckt.  Aufgrund klammer Kassen werden von Wirtschaftsexperten &Ouml;PP-Modelle als L&ouml;sung zur Sanierung maroder Haushaltskassen propagiert und deshalb von politischen Entscheidungstr&auml;gern gern angenommen. Nun zeigt <a href=\"http:\/\/www.orh.bayern.de\/files\/Jahresberichte\/2006\/JB-Zusammenfassung2006.pdf\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.orh.bayern.de\/files\/Jahresberichte\/2006\/JB-Zusammenfassung2006.pdf\">der aktuelle Bericht des Obersten Bayerischen Rechnungshofs [PDF &ndash; 777KB]<\/a> (ORH) von 2006  anhand zweier aktueller F&auml;lle, dass &Ouml;PP-Modelle nicht g&uuml;nstiger sind als konventionelle Modelle. Die Pr&uuml;fung der gesch&auml;tzten Kosten beider Varianten zeigt, dass in diesen F&auml;llen verschiedene Dinge miteinander verglichen wurden.  <\/p><p><strong>Folgende zwei Bauma&szlig;nahmen, die in der &Ouml;PP-Version durchgef&uuml;hrt wurden, hat der ORH in seinem Jahresbericht  2006  untersucht:<\/strong><\/p><ol>\n<li>Die Verlegung der Staatsstra&szlig;e 2309 bei Miltenberg\/Bayern, mit dem Bau einer Br&uuml;cke f&uuml;r 55 Mio. Euro. Die Ortsdurchfahrt von Miltenberg soll durch die 4,8 km lange Verlegung der Staatsstrasse 2309 entlastet werden. Dazu m&uuml;ssen eine 355m lange Br&uuml;cke &uuml;ber den Main und ein 340 m langer Tunnel gebaut werden. <\/li>\n<li>Die Flughafentangente Ost (FTO), M&uuml;nchen\/Erding, mit welcher eine leistungsf&auml;hige Nord-S&uuml;d-Verbindung zwischen den Autobahnen A 92 und A94 hergestellt werden soll. Die 27 km lange Strecke ist in sechs Bauabschnitte unterteilt, von welchen drei bereits fertig gestellt sind. Das &Ouml;PP-Projekt bezieht sich auf den Bauabschnitt 4, welcher 3,5 km lang ist. (Quelle: ORH-Jahresbericht S. 53)<\/li>\n<\/ol><p><strong>Der Wirtschaftlichkeitsvergleich<\/strong><\/p><p>Der Wirtschaftlichkeitsvergleich und das Ausschreibungsmanagement <a href=\"http:\/\/www.vbd-beratung.de\/erfahrungen_referenzliste.php\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.vbd-beratung.de\/erfahrungen_referenzliste.php\">wurden von der Firma VBD<\/a> vorgenommen. Das Unternehmen hat sich in der Vergangenheit auf <a href=\"http:\/\/www.attac-wtal.de\/hintergrund\/w_rue.html\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.attac-wtal.de\/hintergrund\/w_rue.html\">Cross-Border-Leasing<\/a> spezialisiert und nach der Einstellung dieses Steuersparmodells auf die Beratung von &Ouml;PP-Modellen konzentriert.  Hartmut Fischer von der VBD Beratungsgesellschaft f&uuml;r Beh&ouml;rden war au&szlig;erdem beteiligt an der Ausarbeitung des &Ouml;PP-Beschleunigungsgesetzes. Der ORH hat das Gutachten von VBD kritisch unter die Lupe genommen und dabei folgende gravierende M&auml;ngel festgestellt. Der ORH zitiert auf S. 56 das Bayerische Staatsministerium: <\/p><blockquote><p>Nach Berechnungen des Staatsministeriums der Finanzen w&auml;re die unmittelbare Kreditfinanzierung durch den Staat bei der St 2309 um 2,4 Mio. Euro bei gleichen Baukosten sogar um 3,1 Mio. Euro g&uuml;nstiger; bei der FTO l&auml;ge der Vorteil bei 0,19 bzw. 0,32 Mio. Euro. Die Verwaltung kommt dennoch in beiden F&auml;llen zu einem positiven Ergebnis zugunsten von &Ouml;PP.<\/p><\/blockquote><p><strong>&Ouml;PP-Eignungstest<\/strong><\/p><p>Vor der Realisierung der &Ouml;PP-Modelle h&auml;tte ein Eignungstest hinsichtlich der Projektphasen Planung, Bau, Finanzierung, Betrieb\/Erhaltung, Verwertung stattfinden sollen. Beide Pilotprojekte wurden jedoch ohne einen solchen Eignungstest veranschlagt. Diese Entscheidung wird damit begr&uuml;ndet, praktische Erfahrungen mit &Ouml;PP gewinnen zu wollen. Nach Ansicht des ORH h&auml;tte ein vorgeschalteter Eignungstest zu einem anderen Ergebnis f&uuml;hren m&uuml;ssen (Quelle: ORH-Jahresbericht S. 62). <\/p><p>Gesch&auml;tzte Kosten, bei konventioneller Projektrealisierung, verglichen mit den Ausschreibungsergebnissen der &Ouml;PP-Variante f&uuml;r die Staatsstra&szlig;e 2309 und die FTO (ORH-Bericht S. 55\/56):<\/p><p><strong>Baukosten<\/strong><\/p><p>Zur Kostenermittlung der konventionellen Variante des Baus der Staatsstra&szlig;e 2309 wurde ein mehrfacher Auf- und Abbau der Baustelle kalkuliert. Bei der &Ouml;PP-Variante veranschlagten die Gutachter der Firma VBD dagegen die effiziente Durchf&uuml;hrung der Bauma&szlig;nahme an einem St&uuml;ck. Des Weiteren wurden bei der &Ouml;PP-Variante  kosteng&uuml;nstige Sonderbauweisen ber&uuml;cksichtigt, die bei konventioneller Realisierung ebenso anwendbar w&auml;ren (Quelle: ORH-Jahresbericht S. 56\/57). <\/p><p>Bei der Kalkulation der FTO gingen die Gutachter f&uuml;r die &Ouml;PP-Variante von der kosteng&uuml;nstigeren Rahmenbauweise aus. Diese Methode w&auml;re bei konventioneller Technik genauso anwendbar, so dass dadurch kein Kostenvorteil f&uuml;r die &Ouml;PP-L&ouml;sung entstehen d&uuml;rfte. Die Verwaltung hat hier bei beiden Varianten die Kosten f&uuml;r eine Dauerz&auml;hlstelle einbezogen, obwohl diese nur bei der &Ouml;PP-Variante n&ouml;tig gewesen w&auml;re. Bei ehrlicher Betrachtung der Kalkulationselemente erg&auml;be sich gegen&uuml;ber dem errechneten Vorteil von 120.000,&ndash;  Euro gar ein Nachteil in H&ouml;he von 245.000,&ndash; Euro f&uuml;r das &Ouml;PP-Modell. Die Mehrkosten f&uuml;r den aufwendigeren Kompaktasphalt sind noch nicht einberechnet, dieses Material w&uuml;rde erst in der Erhaltungsphase Kostenvorteile bringen.<\/p><p><strong>Fazit des ORH:<\/strong><\/p><blockquote><p>W&auml;ren die Projekte konventionell vergleichbar und zum selben Zeitpunkt ausgeschrieben worden, so w&auml;ren &auml;hnliche Angebot zu erwarten gewesen. Die errechneten Kostenvorteile f&uuml;r &Ouml;PP sind daher unrealistisch.<\/p><\/blockquote><p><strong>Erhaltungskosten<\/strong><br>\nDie Kalkulation der Stra&szlig;ensanierungen der St 2309 sah bei konventioneller Variante zwei Sanierungen zu je 480.000,&ndash; Euro vor, die &Ouml;PP-Variante jedoch nur einen einmaligen Deckenbau in H&ouml;he von 690.000,&ndash; Euro. (Quelle: ORH-Jahresbericht S. 57). Der Vergleich der Erhaltungskosten der FTO ist &auml;hnlich kalkuliert, deshalb sieht der ORH keine Kostenvorteile f&uuml;r die &Ouml;PP-L&ouml;sung.<\/p><p><strong>Finanzierungskosten<\/strong><\/p><blockquote><p>&hellip;Der Auftraggeber finanziert s&auml;mtliche Bauleistungen vor. Er hat daf&uuml;r einen Kreditfachvertrag mit einer Bank geschlossen. W&auml;hrend der Bauzeit werden die nachgewiesenen Bauleistungen mit einem variablen Satz verzinst. Nach Abnahme und &Uuml;bergabe der Stra&szlig;e kann der Auftragnehmer vertragsgem&auml;&szlig; seine Werklohnforderung gegen&uuml;ber dem Staat einredefrei an die vorfinanzierende Bank abtreten. Der Staat refinanziert die Bau- und Finanzierungskosten &uuml;ber einen Zeitraum von zehn Jahren erstmals im Jahr der Abnahme der Bauleistungen (Teile A und B). Au&szlig;erdem verg&uuml;tet das Bauamt die Erhaltungsma&szlig;nahmen.<\/p><\/blockquote><p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.orh.bayern.de\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=303&amp;Itemid=206\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.orh.bayern.de\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=303&amp;Itemid=206\">orh.bayern.de<\/a><\/p><p>Da der Staat ein g&uuml;nstigeres Rating hat als jedes Baukonsortium, sind bei gleichem Finanzierungsbedarf die Finanzierungskosten bei der konventionellen Variante generell g&uuml;nstiger als bei der &Ouml;PP-Variante und somit ein Nachteil f&uuml;r die &Ouml;PP-L&ouml;sung.<\/p><p><strong>Insolvenzrisiko<\/strong><br>\nSollte das Bauunternehmen w&auml;hrend der Bauphase insolvent werden, entst&uuml;nden dem Staat keine zus&auml;tzlichen Kosten, so die Argumentation f&uuml;r die &Ouml;PP-Variante. Die private Vorfinanzierung f&uuml;hrt nicht zu direkten Zahlungen der Stra&szlig;enbauverwaltung, der Staat muss erst nach Abnahme der Bauleistungen zahlen. Der Staat tr&auml;gt die Verantwortung f&uuml;r eine Neuausschreibung, was einen Zeitverlust, Mehraufwand und erh&ouml;hte Kosten f&uuml;r das Bauamt bedeuten w&uuml;rde (ORH-Bericht S. 61)<\/p><p><strong>Erhaltungsrisiko<\/strong><br>\nErhaltungsma&szlig;nahmen werden bei konventioneller Realisierung oftmals aufgrund knapper Haushaltsmittel verschoben. Der &Ouml;PP-Auftragsnehmer habe, so die Argumentation, gr&ouml;&szlig;ere zeitliche Dispositionsfreiheit, der Staat sei dagegen finanziell eingeengt. Nach Auffassung des ORH entfiele der Vorteil, wenn die f&uuml;r notwendige Erhaltungsma&szlig;nahmen erforderlichen Haushaltsmittel f&uuml;r die Erhaltung so bereitst&uuml;nden, wie sie die Bauverwaltung den Unternehmen in den &Ouml;PP-Vertr&auml;gen zugesichert hat (ORH-Bericht S. 61).<\/p><p><strong>Fazit des ORH:<\/strong> <\/p><blockquote><p>Im Ergebnis f&uuml;hrt somit auch die Risikobewertung nicht zu Vorteilen f&uuml;r &Ouml;PP, die die Mehrkosten aus der privaten Kreditfinanzierung ausgleichen k&ouml;nnten.<\/p><\/blockquote><p><strong>Der ORH fasst das Ergebnis seiner Pr&uuml;fungen wie folgt zusammen:<\/strong><\/p><blockquote><p>Ein realistischer Kostenvergleich l&auml;sst keine Vorteile der &Ouml;PP-L&ouml;sung gegen&uuml;ber einer herk&ouml;mmlichen Verwirklichung erkennen. Kostenersparnisse entstehen, wenn ohne zeitliche Streckung gebaut werden kann. Dies w&auml;re auch nach der konventionellen Methode m&ouml;glich gewesen. Gleiches gilt f&uuml;r die Kostenvorteile bei der Vergabe an Generalunternehmer gegen&uuml;ber einer Aufteilung in Fachlose gem&auml;&szlig; den Mittelstandsrichtlinien. Jedes &Ouml;PP-Vorhaben begr&uuml;ndet wie eine unmittelbare Kreditaufnahme auch langfristige finanzielle Belastungen f&uuml;r die Zukunft und engt den k&uuml;nftigen Handlungsspielraum entsprechend ein. <\/p><\/blockquote><p>(ORH-Bericht S. 62)<\/p><p><strong>Erfahrungen der bayerischen Stra&szlig;enbauverwaltung mit &Ouml;PP-Modellen<\/strong><\/p><p>Bereits im Jahr 1994 konnte die bayerische Stra&szlig;enbauverwaltung Erfahrungen mit dem Bau von zwei Staatsstra&szlig;en durch private Vorfinanzierungen sammeln. In beiden F&auml;llen hatte der ORH erhebliche Mehrkosten festgestellt (Quelle: ORH-Bericht 1997 Tnr.23). Daraufhin ersuchte der Landtag  in einem Landtagsbeschluss vom 24. April 1998 die Staatsregierung <\/p><blockquote><p>&hellip; eine private Vorfinanzierung &ouml;ffentlicher Investitionen auf besonders begr&uuml;ndete Ausnahmef&auml;lle zu beschr&auml;nken&hellip;.<\/p><\/blockquote><p>(LT-Drucksache 13\/10947 Nr. 2 d, Quelle: ORH Jahresbericht 2006, Seite 54). Der Bayerische Rechnungshof hat die aktuellen Projekte der Staatsstra&szlig;e in Miltenberg und der FTO als Sackgasse beschrieben, da sich der Vertrag auf Qualit&auml;tsanforderungen beschr&auml;nke und bautechnische Details fehlen. Bereits am 5.5.2006 stellte der Oberste Bayerische Rechnungshof folgende Anforderungen an &Ouml;PP-Modelle:<\/p><ul>\n<li>Bei &Ouml;PP-Projekten treten andere laufende Ausgaben an die Stelle von Zins- und Tilgungslasten und belasten k&uuml;nftige Haushalte in gleicher oder &auml;hnlicher Weise.<\/li>\n<li>Nur nachgewiesene und haushaltswirksame Effizienzgewinne k&ouml;nnen zur Haushaltsentlastung beitragen.<\/li>\n<li>&Ouml;PP-Projekte, die sich die &ouml;ffentliche Hand konventionell finanziert nicht leisten kann, darf sie sich ebenso wenig alternativ finanziert leisten.<\/li>\n<li>Erst nach Feststellung der Notwendigkeit eines Projekts darf und muss gepr&uuml;ft werden, ob das Projekt f&uuml;r eine &Ouml;PP-Realisierungsvariante geeignet ist.<\/li>\n<li>Die Wirtschaftlichkeit eines Projekts muss in jedem Einzelfall und &uuml;ber die gesamte Laufzeit hinweg (Lebenszyklusansatz) nachgewiesen sein.<\/li>\n<li>Zwischen der &ouml;ffentlichen Hand und dem privaten Partner ist eine angemessene und wirtschaftliche Risikoverteilung vorzunehmen.<\/li>\n<li>Die &ouml;ffentliche Hand darf sich durch &Ouml;PP-Projekte nicht aus dem Vergaberecht &bdquo;stehlen.&ldquo;<\/li>\n<li>Die Komplexit&auml;t von &Ouml;PP-Projekten stellt besonders hohe Anspr&uuml;che an die Vertragsgestaltung. Fehlerhafte Vertr&auml;ge haben unmittelbare Auswirkung auf die Wirtschaftlichkeit des Projekts.<\/li>\n<li>&Ouml;PP-Projekte sind w&auml;hrend ihrer gesamten Vertragslaufzeit im Haushalt klar darzustellen. Die Belastung k&uuml;nftiger Haushalte muss eindeutig erkennbar sein.<\/li>\n<li>Die Pr&uuml;fungsrechte der Rechnungsh&ouml;fe sind sicherzustellen.<\/li>\n<li>Im kommunalen Bereich handelt es sich bei &Ouml;PP-Projekten h&auml;ufig um kredit&auml;hnliche Gesch&auml;fte, die in fast allen L&auml;ndern der Genehmigung der Kommunalaufsichtsbeh&ouml;rde bed&uuml;rfen. <\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.orh.bayern.de\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=256&amp;Itemid=40\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.orh.bayern.de\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=256&amp;Itemid=40\">Von staatlicher Seite sollten Mindestanforderungen f&uuml;r &Ouml;PP-Projekte vorgegeben werden<\/a>.<\/li>\n<\/ul><p>Dennoch plant der Freistaat Bayern weitere Projekte in &Ouml;PP-Zusammenarbeit auszuf&uuml;hren. Dazu z&auml;hlen die Sanierung der Mainbr&uuml;cken in Bergrheinfeld, Segnitz, Klingenberg und Volkach. Das von den privaten Investoren vorgeleistete Kapital wird vom Freistaat in 10 Jahresraten zur&uuml;ckgezahlt. Innenminister Beckstein hat sich bez&uuml;glich der &Ouml;PP-Projekte dahingehend ge&auml;u&szlig;ert, dass die Anzahl begrenzt bleiben m&uuml;sse. Politische Entscheidungstr&auml;ger w&auml;ren besser beraten, &Ouml;PP-Projekte k&uuml;nftig durch von wirtschaftlichen Interessen freien und unabh&auml;ngigen Experten kontrollieren zu lassen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&Uuml;ber die Irrwege der so genannten &Ouml;ffentlich Privaten Partnerschaften haben wir auf den NachDenkSeiten schon h&auml;ufig berichtet und auch dar&uuml;ber, dass sie den Steuerzahler teuer zu stehen kommen. Nun hat auch der Bayerische Rechnungshof zwei &Ouml;PP-Bauma&szlig;nahmen untersucht und sie auf ihre Wirtschaftlichkeit im Vergleich zu einer konventionellen &ouml;ffentlichen Finanzierung und Durchf&uuml;hrung &uuml;berpr&uuml;ft. Ergebnis: &bdquo;Ein realistischer<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2143\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[160,144],"tags":[847,413,613],"class_list":["post-2143","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-markt-und-staat","category-private-public-partnership","tag-rechnungshof","tag-schlanker-staat","tag-strassenbau"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2143","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2143"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2143\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":30191,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2143\/revisions\/30191"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2143"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2143"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2143"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}