{"id":21441,"date":"2014-04-17T09:03:00","date_gmt":"2014-04-17T07:03:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21441"},"modified":"2014-04-17T09:03:00","modified_gmt":"2014-04-17T07:03:00","slug":"hinweise-des-tages-2111","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21441","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21441#h01\">Ukraine \/ Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21441#h02\">Den USA droht bereits der n&auml;chste Blowback<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21441#h03\">EWU steigert Leistungsbilanz&uuml;berschuss innerhalb eines Jahres um 64 Prozent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21441#h04\">Finanzm&auml;rkte: Die tr&uuml;gerische Euphorie in der Euro-Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21441#h05\">Michael Dauderst&auml;dt\/Cem Keltek: Crisis, Austerity and Cohesion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21441#h06\">Zur (Weiter-)Entwicklung des deutschen Alterssicherungsmodells &ndash; Eine, zwei oder drei S&auml;ulen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21441#h07\">Thorsten Schulte: Mindestl&ouml;hne und Sozialstandards in Europa &ndash; Konturen einer Europ&auml;ische Mindestlohnpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21441#h08\">Aufstocker profitieren nur eingeschr&auml;nkt vom Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21441#h09\">Arbeitnehmer&uuml;berlassung in Hessen &ndash; Sprungbrett in regul&auml;re Besch&auml;ftigung, Vermeidung von Arbeitslosigkeit oder gefangen in der Leiharbeitsfalle?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21441#h10\">Junge Menschen im Alter von unter 25 Jahren in SGB II-Bedarfsgemeinschaften &ndash; 2013<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21441#h11\">Nach Zalando-Recherche Ermittlungen gegen RTL-Reporterin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21441#h12\">Selbstbewusster Sigmar Gabriel: Ein bisschen Kanzler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21441#h13\">Fast zu Tode verwaltet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21441#h14\">Zahl der Selbstanzeigen hat sich verdreifacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21441#h15\">Mathias D&ouml;pfner: Warum wir Google f&uuml;rchten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21441#h16\">&ldquo;Der Flughafen m&uuml;sste uns auf Knien danken&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21441#h17\">Stabilisierung in der Krise: &Ouml;konomische Entwicklung und Wirtschaftspolitik unter den Linksregierungen Lateinamerikas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21441#h18\">Viktor Orb&aacute;ns Alleinherrschaft ist best&auml;tigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21441#h19\">Aufrufe zum Ostermarsch<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21441&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ukraine \/ Russland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Krise in der Ostukraine: Ukrainische Soldaten wechseln mit Panzern die Seiten<\/strong><br>\nDutzende ukrainische Soldaten haben offenbar mit mehreren Panzern die Seiten gewechselt. Mit russischer Flagge und der Fahne der Region Donezk fahren die Bewaffneten durch die Stra&szlig;en von Kramatorsk und Slawjansk.<br>\nDie ukrainischen Soldaten sollen in der Ostukraine eigentlich f&uuml;r Ruhe sorgen &ndash; doch ihre Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die neue Regierung in Kiew schwindet. In Kramatorsk haben am Mittwochmorgen sechs Panzer der ukrainischen Armee die Seiten gewechselt.<br>\nMit russischer Flagge und der Fahne der Region Donezk fuhren sie unter den erstaunten Blicken der Bev&ouml;lkerung durch die Stadt. Ein paar Menschen jubelten ihnen zu.<br>\n&ldquo;Wir haben seit Wochen nichts Vern&uuml;nftiges zu essen bekommen, Kiew hat uns vergessen. Jetzt reicht es uns&rdquo;, rief einer der Soldaten. &ldquo;Wir sind das Volk&rdquo;, rief ein anderer. Auf jedem der alten Panzer sa&szlig;en rund ein Dutzend ukrainische Soldaten. An ihrer Uniform trugen manche die orange-schwarze Schleife, das Sankt-Georgs-Band. Die Soldaten signalisieren damit, dass sie die autonomen Republik Donezk bef&uuml;rworten und die neue Regierung in Kiew ablehnen.<br>\nDiese hatte am Dienstag eine &ldquo;Anti-Terror-Aktion&rdquo; gegen die Separatisten in der Ostukraine begonnen, die in mehreren St&auml;dten &ouml;ffentliche Geb&auml;ude, darunter auch Polizeiwachen, besetzt haben.<br>\nDie ukrainische Regierung meldete am Dienstag, der Flughafen von Kramatorsk sei zur&uuml;ckerobert worden. Doch die aus Kiew geschickten Soldaten wurden von einer w&uuml;tenden Menschenmenge belagert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/ukraine-panzer-der-ukrainischen-armee-wechseln-seiten-a-964690.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &bdquo;Keine gute Entwicklung&ldquo; meinte Thomas Roth in seinem Tendenzbericht in den gestrigen <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/sendung\/tt5402.html\">Tagesthemen<\/a>. Sollten den die ukrainischen Soldaten einfach mit ihren Panzern auf die Demonstranten schie&szlig;en? Man mag auch die russische Seite kritisieren, aber kann denn das Milit&auml;r eine L&ouml;sung sein? Unfassbar unkritisch auch der Bericht &uuml;ber das Milit&auml;rspektakel der NATO in den Tagesthemen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kritik an ARD und ZDF &ndash; Ein wenig K&ouml;penick in der Ukraine<\/strong><br>\nDer gr&uuml;n gekleidete Mann ist am Montag Abend in zahlreiche deutsche Wohnzimmer geflimmert. Sowohl die ARD als auch das ZDF strahlten in ihren Nachrichtensendungen einen Beitrag aus, in dem ein russischer Oberstleutnant einer Gruppe von ukrainischen Polizisten erkl&auml;rt, wer k&uuml;nftig Herr im Hause sei. &bdquo;Wenn es noch Zweifel gab, ob russische Milit&auml;rs hier aktiv sind, dann sind die jetzt ausger&auml;umt&ldquo; hie&szlig; es dazu von ZDF-Korrespondent Armin Coerper. Bei der Tagesschau kommentierte Golineh Atai zur&uuml;ckhaltender: &bdquo;Dass ein Offizier sich so filmen l&auml;sst ist eher ungew&ouml;hnlich&ldquo;.<br>\nWie wahr. &bdquo;Wir haben uns zu korrigieren und zu entschuldigen&ldquo; erkl&auml;rte Tags darauf Claus Kleber im &bdquo;heute journal&ldquo;. Die Szene habe zwar genau so stattgefunden, der Mann sei aber kein Offizier gewesen, sondern &bdquo;ein russischer Hauptmann von K&ouml;penick&ldquo;. Allerdings ein so &uuml;berzeugender, dass es gelungen sei Polizisten wie Berichterstatter gleicherma&szlig;en zu narren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.kritik-an-ard-und-zdf-ein-wenig-koepenick-in-der-ukraine.02d9f875-b3bd-4bba-aaed-018b545a09eb.html\">Stuttgarter Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die B&ouml;sen sind eben immer die Russen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Allensbach-Umfrage: Ein gef&auml;hrliches Land<\/strong><br>\nBis vor kurzem hatte eine Mehrheit der Deutschen eine gute Meinung &uuml;ber Russland und Wladimir Putin. Das &auml;ndert sich gerade dramatisch. Unterschiede gibt es zwischen Ost- und Westdeutschen.<br>\nDie deutsch-russischen Beziehungen sind nach dem Eindruck der B&uuml;rger auf einem Tiefpunkt angekommen. Nur noch 15 Prozent sehen die Beziehungen als intakt an, 76 Prozent halten das Verh&auml;ltnis zwischen beiden L&auml;ndern f&uuml;r gest&ouml;rt. Dies bedeutet eine erdrutschartige Ver&auml;nderung. Ende des vorigen Jahrzehnts zogen noch 55 Prozent eine positive Bilanz der deutsch-russischen Beziehungen, nur 33 Prozent empfanden das Verh&auml;ltnis beider L&auml;nder als gest&ouml;rt. Unter dem Eindruck der Ereignisse verst&auml;rkt sich auch die Neigung, zu Russland auf Distanz zu gehen. Immer weniger B&uuml;rger halten es f&uuml;r sinnvoll und wichtig, mit Russland eng zusammenzuarbeiten. Vor f&uuml;nf Jahren z&auml;hlten noch 55 Prozent der B&uuml;rger Russland zu den L&auml;ndern, mit denen eine m&ouml;glichst enge Kooperation angestrebt werden sollte. In den Jahren danach ging die Unterst&uuml;tzung kontinuierlich zur&uuml;ck. Zurzeit halten es nur noch 32 Prozent f&uuml;r opportun, m&ouml;glichst enge Beziehungen zu Russland anzustreben&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/allensbach-umfrage-zum-russlandbild-der-deutschen-12897404.html\">FAZ.NET<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.E.:<\/strong> Der mediale Dauerbeschuss wirkt. Ausz&uuml;ge: Gestern Abend auf Arte eine Diskussion zu Europa in der vertreten wird, der Konflikt mit Russland sei &ndash; da rein wertebasiert &ndash; identit&auml;tsstiftend f&uuml;r Europa. Der Demokratiehort Europa gegen das Reich der Finsternis. Der gr&uuml;ne Herr Schulz aus dem Europaparlament hat in einem Interview mit dem Deutschlandfunk klare Beweise, dass Russland hinter den Unruhen in der Ost-Ukraine steckt. An was nochmal erinnert uns diese klare Beweislage? Der Deutschlandfunk berichtet von einer Spamattacke auf Facebook mit dem Vorwurf einseitiger Berichterstattung gegen Russland und f&uuml;r die USA, die die Krise anheizten. Der Deutschlandfunk wei&szlig;, dass diese Aktion  ein Angriff rechtsradikaler Kreise war und die Kritik an der Berichterstattung Ausdruck von Antiamerikanismus. Mit der (m&ouml;glicherweise zutreffenden) Identifikation des Urhebers ist die Sache erledigt. Wer die Russlandberichterstattung und den bedingungslosen Schulterschluss mit den USA kritisiert,  ist Antiamerikaner und damit ist die Berichterstattung einwandfrei. Wenn nicht alles t&auml;uscht, wird hier unter deutscher Dominanz in Europa das alte Spiel der Erzeugung und Mobilisierung au&szlig;enpolitischer Ressentiments als sozialer Kitt nach innen gegeben. Und dennoch wundert man sich &uuml;ber die Folgerichtigkeit: Erst den Sozialstaat schleifen und dann den inneren Konflikt nach au&szlig;en ablenken: Nation Building der sog. besseren Kreise in Europa. Und das Problem der &bdquo;freien Presse&ldquo; und aller Kan&auml;le: Sie emotionalisieren prozyklisch statt antizyklisch zur Raison zu rufen. Eine ganze Gesellschaft wird vors&auml;tzlich in Schwingung versetzt. Und unsereins muss k&hellip;.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Den USA droht bereits der n&auml;chste Blowback<\/strong><br>\nOb Wladimir Putins dreister Zugriff auf die Krim oder der B&uuml;rgerkrieg in Syrien: Barack Obama tue zu wenig, ja leichtfertig verspiele der laue Pr&auml;sident die amerikanische Rolle als globale Ordnungsmacht, behaupten Kritiker im republikanischen und insbesondere im neokonservativen Lager. Dabei ist h&ouml;chste Vorsicht geboten: Immerhin zeigt ein Blick auf Washingtons Aussenpolitik seit 1980, dass milit&auml;rische Interventionen oder klandestine Aktionen von CIA und US-Sonderkr&auml;ften nicht selten zu massiven Rohrkrepierern gediehen. Sie erzeugten &laquo;Blowback&raquo;, so ein Begriff aus dem internen CIA-Sprachgebrauch. &laquo;Blowback&raquo;, das sind die unbeabsichtigten Folgen einer Politik, die auf den Handelnden zur&uuml;ckschl&auml;gt. Erstmals verwendet wurde das Wort 1954 in einem geheimen Bericht der CIA &uuml;ber den von Washington und London gesteuerten Coup gegen das nationalistische Mossadegh-Regime im Iran. Der daraus resultierende Blowback war historisch besonders bedeutsam: Die CIA-Aktion in Teheran gipfelte in der R&uuml;ckkehr des verhassten Schah und inspirierte die islamische Revolution von 1979. Blowback signalisiere &laquo;ein Versagen, die sekund&auml;ren und terti&auml;ren Konsequenzen von Aktionen durchzudenken&raquo;, sagt Paul Pillar, ehemals stellvertretender Leiter der Terrorabwehrabteilung bei der CIA.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/ausland\/naher-osten-und-afrika\/Den-USA-droht-bereits-der-naechste-Blowback\/story\/13497757\">Tagesanzeiger<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Kurz aber pr&auml;gnant wird auf unbeabsichtigten Nebenfolgen der Intervention im Iran, in Afghanistan, im Irak, in Syrien und in Libyen eingegangen. &ndash; Die Frage stellt sich, ob wir (Deutschland), die anderen EU-Staaten oder auch Russland in der gedanklichen Durchdringung sekund&auml;rer und terti&auml;rer Konsequenzen einer Aktion viel weitsichtiger sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>EWU steigert Leistungsbilanz&uuml;berschuss innerhalb eines Jahres um 64 Prozent<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) hat &hellip; die Zahlungsbilanzdaten f&uuml;r den Monat Februar ver&ouml;ffentlicht. Daraus l&auml;sst sich errechnen, dass die Europ&auml;ische W&auml;hrungsunion (EWU) gegen&uuml;ber Vorjahresmonat ihren Leistungsbilanz&uuml;berschuss mit dem Rest der Welt um 95 Mrd. Euro (63,6%) gesteigert hat. Der Anteil des Leistungsbilanz&uuml;berschusses am Bruttoinlandsprodukt stieg im selben Zeitraum von 1,6 auf 2,6 Prozent (+63%).<br>\nWie die Graphik der EZB unten zeigt, geht der Leistungsbilanz&uuml;berschuss (hier monatlich) der EWU seit geraumer Zeit steil nach oben&hellip;<br>\nDieses Rezept, das Deutschland seit der Agenda 2010 konsequent verfolgt, konnte seine Wirkung nur entfalten, weil gerade andere L&auml;nder der EWU dem deutschen Beispiel nicht folgten und entsprechende Leistungsbilanzdefizite in Kauf nahmen. Gegen&uuml;ber dem Rest der Welt aber steht der Wechselkurs&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2014\/04\/ewu-steigert-leistungsbilanzuberschuss-innerhalb-eines-jahres-um-64-prozent\/#sthash.bD7DWUc6.dpuf\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Finanzm&auml;rkte: Die tr&uuml;gerische Euphorie in der Euro-Krise<\/strong><br>\nIst die Euro-Krise abgehakt? Aus Sicht der Investoren und der Politik ist sie es. Dabei sind die Probleme in Griechenland, Spanien oder Italien gr&ouml;&szlig;er denn je. Wie in den drei&szlig;iger Jahren ist auch jetzt die Demokratie in Gefahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/euro-krise-kein-ende-in-griechenland-spanien-italien-a-964729.html\">Spiegel-Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Michael Dauderst&auml;dt\/Cem Keltek: Crisis, Austerity and Cohesion<\/strong><br>\nEurope&rsquo;s high inequality, systematically underestimated by the EU, has been falling for many years thanks to catch-up growth in the poorer countries and despite often increasing inequality within member states. Crisis and austerity have curbed this development, however.<br>\nAfter inequality rose again during the great recession of 2009 and the subsequent brief recovery things are now going sideways in the context of generally weak growth.<br>\nInequality in Europe has two dimensions: \n<ul>\n<li>differences between the now 28 member states of the European Union (EU) measured in terms of per capita income;<\/li>\n<li>differences within countries, measured by the ratio between the incomes of the richest and the poorest quintiles of the population (quintile ratio S80\/S20)&hellip;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Both forms of inequality provide only a partial perspective on the development of inequality in the EU asa whole, however&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/10672.pdf\">Friedrich-Ebert-Stiftung Perspective April 2014 [PDF &ndash; 1.5 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Zur (Weiter-)Entwicklung des deutschen Alterssicherungsmodells &ndash; Eine, zwei oder drei S&auml;ulen?<\/strong><br>\nDas so genannte Drei-S&auml;ulen-Modell der Alterssicherung ist in der Gesellschaft nie im Sinne der Erfinder angenommen worden und scheint zudem derzeit politisch an Bedeutung zu verlieren. Die Pl&auml;ne der Gro&szlig;en Koalition zielen derzeit auf eine Reform der GRV &ndash; allerdings bei Weitem nicht so grundlegend wie von vielen Kritikern der Reformen 2001ff. gefordert &ndash; und eine St&auml;rkung der bAV. Ein konsistentes Gesamtssystem der Alterssicherung existiert derzeit nicht und ein stimmiges System aus zwei S&auml;ulen l&auml;sst sich zwar abstrakt formulieren, scheint aber derzeit im politischen Raum nicht diskutiert zu werden.<br>\nKonsistente und sozialpolitisch sinnvolle Modelle des Alterssicherungssystems lassen sich offensichtlich derzeit nur unter Annahme eines Bruchs in der Politik vorstellen: Als Bruch mit der bisherigen Politik der Schw&auml;chung der GRV oder als Bruch mit den geschw&auml;chten, aber noch vorhandenen Grundprinzipien der GRV, als Experiment mit ungewissem Ausgang. Sozialpolitisch w&uuml;nschenswert ist eine GRV mit starken Elementen des sozialen Ausgleichs, durch die auch Phasen der Nicht-Erwerbsarbeit innerhalb der Logik der GRV honoriert werden. Als &raquo;Plan B&laquo; w&auml;re eine Alterssicherung zu diskutieren, die auf dem Prinzip des Einwohnerrechts basiert und das Ziel des Statuserhalts an die Tarifparteien auslagert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/heft_nr_4_april_2014\/detail\/artikel\/eine-zwei-oder-drei-saeulen\/\">Sozialismus.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Thorsten Schulte: Mindestl&ouml;hne und Sozialstandards in Europa &ndash; Konturen einer Europ&auml;ische Mindestlohnpolitik<\/strong><br>\nPowerpoint-Folien eines Vortrags auf dem Bundeskongress der Arbeitsgemeinschaft f&uuml;r Arbeitnehmerfragen am 5. April 2014 in Leipzig<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/media.boeckler.de\/Sites\/A\/Online-Archiv\/13257\">WSI [PDF &ndash; 1.7 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Aufstocker profitieren nur eingeschr&auml;nkt vom Mindestlohn <\/strong><br>\nDurch den geplanten Mindestlohn in H&ouml;he von 8,50 Euro werden etwa 60.000 Aufstocker nicht mehr auf Hartz IV angewiesen sein. Das geht aus einer am Mittwoch ver&ouml;ffentlichten Studie des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Von den insgesamt 1,3 Millionen Aufstockern wird demnach nur ein vergleichsweise kleiner Teil den Hartz-IV-Bezug aufgrund des Mindestlohns beenden k&ouml;nnen.<br>\nDa die Aufstocker mehrheitlich weniger als 22 Stunden in der Woche arbeiten, werden die meisten von ihnen auch nach der Einf&uuml;hrung des Mindestlohns von 8,50 Euro weiter Hartz IV ben&ouml;tigen. Der durchschnittliche Stundenlohn der Aufstocker liegt mit rund 6,20 Euro zwar deutlich unter dem geplanten Mindestlohn, der Einkommenszuwachs reicht aber bei den meisten Aufstockern nicht aus, um von Hartz IV unabh&auml;ngig zu werden. Hinzu kommt: Der &uuml;berwiegende Teil des Lohnzuwachses wird auf die Hartz-IV-Bez&uuml;ge angerechnet, das verf&uuml;gbare Nettoeinkommen der Aufstocker steigt im Durchschnitt lediglich um zehn bis zw&ouml;lf Euro.<br>\nDer Staat wird durch den Mindestlohn dagegen deutliche Minderausgaben an Hartz IV und Mehreinnahmen an Steuern und Sozialversicherungsbeitr&auml;gen erzielen, soweit keine gr&ouml;&szlig;eren Arbeitsplatzverluste durch den Mindestlohn eintreten. Geht man davon aus, dass die Besch&auml;ftigung unver&auml;ndert bleibt, senkt der Mindestlohn die Ausgaben f&uuml;r Hartz IV um j&auml;hrlich 700 bis 900 Millionen Euro. Mehr Ausgaben bei Wohngeld und Kinderzuschlag reduzieren die Einsparungen, sodass die Transferausgaben insgesamt um 500 bis 650 Millionen Euro zur&uuml;ckgehen. Hinzu kommen Mehreinnahmen bei den Sozialversicherungsbeitr&auml;gen und der Einkommenssteuer in H&ouml;he von vier bis sechs Milliarden Euro, denen allerdings Mindereinnahmen bei den Unternehmenssteuern entgegenstehen.&nbsp; Unterm Strich ergibt sich eine Entlastung der &ouml;ffentlichen Haushalte zwischen knapp 2,2 und gut drei Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/kurzber\/2014\/kb0714.pdf\">IAB [PDF &ndash; 350 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.Q.:<\/strong> In dem Zusammenhang mit den vielen Ausnahmen beim Mindestlohn ist eine ganz besonders interessant, weil bei ihr n&auml;mlich doppelt verdient wird:<br>\n&ndash; Kein voller Mindestlohn bei voriger &nbsp;l&auml;ngerer Arbeitslosigkeit<br>\nDer Hintergrund d&uuml;rfte das seit vielen Jahren bekannte Argument der sogenannten Arbeitgeberverb&auml;nde sein, dass der neue Mitarbeit nach l&auml;ngerer Arbeitslosigkeit erst einmal wieder an die Arbeitswelt herangef&uuml;hrt werden m&uuml;sse, also seinen Biorhythmus anpassen m&uuml;sse, sich daran gew&ouml;hnen m&uuml;sse, t&auml;glich fr&uuml;h aufzustehen und mindestens 8 Stunden am Tag volle Leistung zu erbringen.<br>\nWeiterhin habe Wissen eine Halbwertszeit, je l&auml;nger die Arbeitslosigkeit, desto mehr w&uuml;rde von dem einst Erlernten vergessen.<br>\nDas bedeutet: Im Vergleich zu anderen Mitarbeitern ist der &bdquo;Neue &bdquo; weniger produktiv und dann kann man ihm nat&uuml;rlich auch keinen gro&szlig;z&uuml;gigen Mindestlohn von Anfang an zahlen. Dass dies von Berufsbild zu Berufsbild nat&uuml;rlich sehr unterschiedlich ist, liegt wohl auf der Hand.<br>\nWas die Unternehmen aber zus&auml;tzlich zur Verweigerung des Mindestlohnes tun, wird in der &Ouml;ffentlichkeit nicht diskutiert:<br>\nDas SGB III bietet den sog. Arbeitgebern die M&ouml;glichkeit, &sect;88 -90 SBG III, bei aufgrund der Arbeitslosigkeit geminderter, tats&auml;chlicher wie behaupteter (!) Minderleistung einen sogenannten Eingliederungszuschuss(EGZ) zu erhalten.<br>\nDie sog. Arbeitgeber &nbsp;verweigern Herrn oder Frau M den Mindestlohn mit der Begr&uuml;ndung des erh&ouml;hten Einarbeitungsbedarfs sowie der aktuell mangelnden Produktivit&auml;t UND beantragen gleichzeitig &nbsp;bei der Arbeitsagentur (BA) f&uuml;r Herrn M einen Eingliederungszuschuss, gerne wird vor dem &nbsp;beginnenden &nbsp;Arbeitsverh&auml;ltnis auch noch ein Praktikum zum unentgeltlichen gegenseitigen Kennenlernen vereinbart.<br>\nDas geht dann so: Der f&uuml;r Herrn M zust&auml;ndige Arbeitsvermittler, selber f&uuml;r 2 Jahre befristet besch&auml;ftigt und unter hohem Vermittlungsdruck stehend, wird Herrn M eine Trainingsma&szlig;nahme mit integriertem Praktikum anbieten. Die Trainingsma&szlig;nahme soll ihn k&ouml;rperlich wie kognitiv auf den Arbeitsalltag vorbereiten, ganz wichtig ist das Praktikum. Das kann nach dem SGB III nur maximal 4 Wochen lang sein. Innerhalb einer Trainingsma&szlig;nahme kann es aber durchaus auch 2 Monate betragen.<br>\nVor Ende des Praktikums fragt dann der sog Arbeitgeber schon mal beim Amt an, wie es denn mit einem EGZ (Eingliederungszuschuss) stehe, man k&ouml;nne sich auch eine &uuml;ber die Zeit des Praktikums hinausgehende Zusammenarbeit vorstellen.<br>\nDer Arbeitsvermittler ist hoch erfreut, Herr M ist seit 11 Monaten &nbsp;arbeitslos, er muss ganz dringend aus der Arbeitslosenstatistik verschwinden, das tut er &uuml;brigens bereits mit Beginn der Trainingsma&szlig;nahme, da er dann nach den Kriterien des SGB III nur noch arbeitsuchend ist und somit bereits in der Arbeitslosenstatistik nicht mehr auftaucht (!).<br>\nNur, wenn er jetzt aus der Ma&szlig;nahme zur&uuml;ckkommt, ist er direkt wieder Teil der Arbeitslosenstatistik. Ob der Arbeitsvermittler nach 2 Jahren eine weitere Befristung mit Sachgrund erh&auml;lt, h&auml;ngt sehr stark von seiner Vermittlungsquote ab. Und die wird seitens seines Teamleiters mithilfe eines sehr engmaschigen Controlingsystems t&auml;glich sehr genau beobachtet.<br>\nAlso ist er hocherfreut &uuml;ber den Anruf der Firma bei welcher Herr M gerade sein Praktikum absolviert. Er sendet der Firma ein Formular zu in welchem diese begr&uuml;nden muss, warum Herr M noch nicht ohne F&ouml;rderung eingestellt werden kann, weiterhin pr&uuml;ft der Arbeitsvermittler, ob Herr M innerhalb der letzten 4 Jahre bereits sozialversicherungspflichtig bei der neuen Firma besch&auml;ftigt war oder mit dem Inhaber verwandt.<br>\nNun kann und wird die neue Firma in dem Fragebogen zu den Gr&uuml;nden der Minderleistung angeben, es muss etwas plausibel klingen, was sie will.<br>\nDer Arbeitsvermittler wird dies nicht nachpr&uuml;fen k&ouml;nnen (schon rein zeitlich nicht). Da formal Alles soweit stimmt ist er im Rahmen der aktuellen Direktive der BA gro&szlig;z&uuml;gig (was die zeitliche F&ouml;rderung betrifft), vielleicht kann man mit dieser Firma ja noch ein weiteres &bdquo;Gesch&auml;ft&ldquo; machen und gew&auml;hrt der Firma f&uuml;r 6 Monate Lohnkostenzusch&uuml;sse in H&ouml;he von 30 % des Arbeitgeber(!)-Bruttos, sollte diese ihn vor Ende der damit verkn&uuml;pften Weiterbesch&auml;ftigungsfrist von 6 Monaten nach Ablauf des EGZ F&ouml;rderzeitraumes ohne wichtigen Grund wieder k&uuml;ndigen, muss sie den EGZ zur&uuml;ckzahlen.<br>\nIch habe w&auml;hrend meiner T&auml;tigkeit als Arbeitsvermittler nie erlebt, dass ein EGZ zur&uuml;ckgezahlt werden musste, nicht einmal davon geh&ouml;rt. Die Unternehmen geben als Grund der K&uuml;ndigung: Betriebsbedingt an, wer soll das nachpr&uuml;fen, ob der Umsatz entgegen der Erwartung die letzten 2 Monate gesunken ist.<br>\nDie BA hat durch den seit Mitte letzten Jahres erfolgten Personalabbau von 16.000 Mitarbeitern auch gar kein ausreichendes Personal um solch komplexe Sachverhalte tats&auml;chlich zu pr&uuml;fen.<br>\nDas nicht tarifgebundene Unternehmen selber zahlt Herrn M 8,30 &euro; Brutto, Herr M m&uuml;sse das verstehen, er habe ja w&auml;hrend des Praktikums selber gesehen, wie viel er im Vergleich zu dort bereits seit 8 Jahren besch&auml;ftigten noch aufholen m&uuml;sse. Auch sitzt Herr M in der Falle. Er ist seit 11 Monaten arbeitslos, nach &sect;140 SGB III ist er nun gezwungen auch zur H&ouml;he seines aktuellen Arbeitslosengeldes I jede ihm zumutbare T&auml;tigkeit anzunehmen. Betr&auml;gt das Arbeitslosengeld z.B. 990 &euro; im Monat, bei 8,30 &euro; kommt er auf 1328 &euro; Brutto, Netto bei Lohnsteuerklasse 1 auf 994 Euro.<br>\nLehnt er das &bdquo;Angebot&ldquo; ab, werden ihm Leistungen gestrichen, bei 990 &euro; ALG I ist das bereits sehr schmerzhaft, wenn 30 % fehlen! Denn damit liegt er dann bereits unter dem ihm zustehenden Hartz-IV- (ALG2)Satz, welcher das offizielle Existenzminimum darstellt !!!<\/em><\/p>\n<p>Am allerliebsten wird der EGZ von Zeitarbeitsunternehmen genutzt. In der Stadt in welcher ich lebe, existieren mittlerweile mindestens 380 Zeitarbeitsfirmen. Von 13 Stellenangeboten f&uuml;r Gas-Wasser-Installateure auf den Jobb&ouml;rsen-Seiten der BA sind 12 von Zeitarbeitsunternehmen! Welchem Globalisierungsdruck untersteht ein &ouml;rtlich gebundenes Gas- und &nbsp;Wasser-Handwerksunternehmen?<\/p>\n<p>Gerade die Zeitarbeitsunternehmen werden gro&szlig;z&uuml;gigst mit EGZ eingedeckt, &uuml;ber sie kann der Arbeitsvermittler auch ohne Praktikum schnell Punkte machen und er nutzt es ausgiebig. Die Zeitarbeitsunternehmen verdienen mit geringem Aufwand so richtig herrlich. Zahlen sie Herrn M nach EGZ Tarif, falls sie &uuml;berhaupt tariflich organisiert sind, die Mehrzahl ist es nicht, also z.B. 8,30 &euro; f&uuml;r den Helfer mit Erfahrung (Zumutbarkeit macht`s m&ouml;glich), stellen sie dem sie beauftragenden Unternehmen ca. 21 &euro; + pro Arbeitsstunde in Rechnung und erhalten von der BA zus&auml;tzlich noch 30 % zum Arbeitgeber(!)-Brutto dazu, das liegt ca. 20% &uuml;ber dem Arbeitnehmer-Brutto.<br>\nWas f&uuml;r ein Reibach mit wenig Aufwand ! Eine Zeitarbeitsfirma hat die B&uuml;romiete, das Gehalt der B&uuml;rokauffrau, maximal 1.500 &euro; Brutto, den auf Provision sowie Minifestgehalt laufenden Disponenten, der holt die Auftr&auml;ge rein, als Kosten. Das war`s.<br>\nMit den betriebsbedingten K&uuml;ndigungen sind die Zeitarbeitsunternehmen immer aus dem Schneider.<br>\nWie gut, dass es zus&auml;tzlich zu CDU und FDP, von denen man heutzutage nichts Anderes mehr erwartet, auch noch die Partei der Genossen der Bosse gibt, damit dieses lukrative Spiel weitergeht.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Arbeitnehmer&uuml;berlassung in Hessen &ndash; Sprungbrett in regul&auml;re Besch&auml;ftigung, Vermeidung von Arbeitslosigkeit oder gefangen in der Leiharbeitsfalle?<\/strong><br>\nIn diesem IAB-Regional untersuchen wir, ob und inwieweit die Aufnahmeeines Leiharbeitsverh&auml;ltnisses in Hessen den anschlie&szlig;enden Wechsel in ein Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis au&szlig;erhalb dieser Branche (regul&auml;re Besch&auml;ftigung) erm&ouml;glicht. Zu diesem Zweck werden die Erwerbsverl&auml;ufe von Personen, die sich im Zeitraum von 2000 bis<br>\n2004 in Hessen arbeitslosgemeldet haben, f&uuml;r einen maximalen Zeitraum von f&uuml;nf Jahren untersucht. Mit Hilfe statistischer Verfahren vergleichen wir die Wahrscheinlichkeit von Personen, die ein Leiharbeitsverh&auml;ltnis begonnen haben, zu einem sp&auml;teren Zeitpunkt in einem regul&auml;ren Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis besch&auml;ftigt zu sein, mit anderweitig vergleichbaren Personen, die zun&auml;chst arbeitslos geblieben sind.<br>\nZentrale Ergebnisse sind, dass die Wahrscheinlichkeit, eine regul&auml;re Besch&auml;ftigung zu haben, f&uuml;r Leiharbeitnehmer im Anschluss nicht signifikant h&ouml;her ist; ein Sprungbrett in regul&auml;re Besch&auml;ftigung ist Leiharbeit demzufolge nicht. Die Wahrscheinlichkeit, eine regul&auml;re Besch&auml;ftigung zu finden, ist aber genauso wenig signifikant geringer. Also finden sich auch keine Hinweise, dass Leiharbeiter in ihrer Branche gefangen sind. Dennoch sind Personen, die aus Arbeitslosigkeit ein Leiharbeitsverh&auml;ltnis begonnen haben, in ihrem weiteren Erwerbsverlauf h&auml;ufiger in einem Leiharbeitsverh&auml;ltnis besch&auml;ftigt, so dass sie auch insgesamt h&auml;ufiger besch&auml;ftigt sind. Damit geht das Ergebnis einher, dass Leiharbeit die Wahrscheinlichkeit zuk&uuml;nftiger Arbeitslosigkeit deutlich reduziert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/regional\/H\/2014\/regional_h_0114.pdf\">IAB [PDF &ndash; 510 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Typisch f&uuml;r die Haltung des IAB: Egal welches prek&auml;re Arbeitsverh&auml;ltnis auch immer, Hauptsache nicht mehr in der Arbeitslosenstatistik des Arbeitgebers des IAB, der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Junge Menschen im Alter von unter 25 Jahren in SGB II-Bedarfsgemeinschaften &ndash; 2013<\/strong><br>\nIm Jahresdurchschnitt lebten 2013 insgesamt 2,404 Millionen junge Menschen im Alter von unter 25 Jahren in SGB II-Bedarfsgemeinschaften (Hartz IV). Gemessen an den insgesamt 19,426 Millionen jungen Menschen im entsprechenden Alter (Ende 2012) betrug die SGB II-Quote in dieser Altersgruppe (u25) 12,4 Prozent im Bundesdurchschnitt.<br>\nIn den L&auml;ndern reichte diese SGB II-Quote (u25) von 27,9 Prozent in Berlin und 23,8 Prozent in Bremen (Land) bis 6,4 Prozent in Baden-W&uuml;rttemberg und 5,3 Prozent in Bayern.<br>\n1,627 Millionen dieser jungen Menschen im Alter von unter 25 Jahren in SGB II- Bedarfsgemeinschaften waren unter 15 Jahre alt. Gemessen an den insgesamt 10,649 Millionen Kindern in diesem Alter (Ende 2012) betrug die SGB II-Quote in dieser Altersgruppe (u15) 15,3 Prozent im Bundesdurchschnitt.<br>\nIn den L&auml;ndern reichte diese SGB II-Quote (u15) von 33,7 Prozent in Berlin und 30,9 Prozent in Bremen (Land) bis 8,2 Prozent in Baden-W&uuml;rttemberg und 7,0 Prozent in Bayern.<br>\nZur Altersgruppe 15 bis unter 25 Jahre z&auml;hlten 777.000 der jungen Menschen in SGB II-Bedarfsgemeinschaften. Gemessen an den insgesamt 8,777 Millionen jungen Menschen in dieser Altersgruppe (Ende 2012) betrug die SGB II-Quote in dieser Altersgruppe (15-24) 8,9 Prozent im Bundesdurchschnitt.<br>\nIn den L&auml;ndern reichte diese SGB II-Quote (15-24) von 20,5 Prozent in Berlin und 16,3 Prozent in Bremen (Land) bis 4,2 Prozent in Baden-W&uuml;rttemberg und 3,4 Prozent in Bayern.<br>\nVon den 777.000 jungen Menschen im Alter von 15 bis unter 25 Jahren in SGB II- Bedarfsgemeinschaften galten etwa 750.000 als erwerbsf&auml;hig im Sinne des SGB II (Sozialgesetzbuch Zweites Buch &ndash; Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende). 26.789 wurden in der amtlichen Statistik der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende als nicht erwerbsf&auml;hig<br>\ngez&auml;hlt.<br>\nVon den insgesamt durchschnittlich 777.000 Jugendlichen (15 bis unter 25 Jahre) in SGB II-Bedarfsgemeinschaften (2013) waren 265.000 15 bis unter 18 Jahre alt und 512.000 18 bis unter 25 Jahre.<br>\nDie SGB II-Quoten in diesen Altersgruppen betrugen 2013 im Bundesdurchschnitt 11,0 Prozent (15-17) bzw. 8,0 Prozent (18-24).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2014-04-16_junge-menschen-in-sgb2-bedarfsgemeinschaften-jd-2013.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) [PDF &ndash; 35 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Nach Zalando-Recherche Ermittlungen gegen RTL-Reporterin<\/strong><br>\nNach verdeckten Recherchen beim Online-Modeh&auml;ndler Zalando hat die Erfurter Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen des Verdachts auf Verrat von Gesch&auml;fts- und Betriebsgeheimnissen gegen eine RTL-Reporterin aufgenommen. Die Journalistin hatte drei Monate im Erfurter Zalando-Logistikzentrum gearbeitet&hellip;<br>\nDie Reporterin warf Zalando in der Sendung &bdquo;Extra&ldquo; vor, Angestellte massiv unter Druck gesetzt und gegen das Arbeitsrecht versto&szlig;en zu haben. Mitarbeiter sollen &uuml;berwacht und bis an die Grenzen der k&ouml;rperlichen Belastbarkeit gebracht worden sein. Eine Zalando-Sprecherin wies die Vorw&uuml;rfe zur&uuml;ck&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/medien\/nach-zalando-recherche-ermittlungen-gegen-rtl-reporterin\/9774550.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Selbstbewusster Sigmar Gabriel: Ein bisschen Kanzler<\/strong><br>\nAngela Merkel ist im Urlaub, Sigmar Gabriel kostet seine Rolle als Vizekanzler aus. Der SPD-Chef pr&auml;sentiert sich als selbstbewusster Allrounder &ndash; und wird seiner Chefin immer &auml;hnlicher. (&hellip;)<br>\nGabriel gibt sich staatstragend. &ldquo;Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem soliden Aufschwung&rdquo;, meint er. Oder: &ldquo;Klar ist, dass Deutschland keine Angst davor hat, einer weiteren Eskalation deutlich entgegenzutreten.&rdquo; Da klingt der Vizekanzler beinahe wie seine Chefin. Mit der er, wie Gabriel betont, trotz Urlaubs in engem Kontakt steht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/vizekanzler-sigmar-gabriel-springt-fuer-angela-merkel-ein-a-964558.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em>Passend dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Gute Aussichten f&uuml;r Deutschlands Wirtschaft<\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaft kann mit einem kr&auml;ftigen Aufschwung rechnen. Das geht aus der Fr&uuml;hjahrsprognose des Bundeswirtschaftsministeriums hervor &bdquo;Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem soliden Aufschwung&rdquo;, best&auml;tigte Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) am Dienstag.&#8232;<br>\n&bdquo;Vor Deutschland liegen zwei wirtschaftlich erfolgreiche Jahre.&nbsp; Das Bruttoinlandsprodukt wird in diesem Jahr um 1,8 Prozent und 2015 um 2,0 Prozent zulegen&ldquo;, so Sigmar Gabriel bei der Vorlage der Fr&uuml;hjahrs-Konjunkturprognose in der Bundespressekonferenz. Damit h&auml;lt der Bundeswirtschaftsminister an der Prognose von Mitte Februar fest, als der Jahreswirtschaftsbericht vorgelegt wurde. &#8232;(&hellip;)<br>\nDie Arbeitnehmer seien es auch, die vom dauerhaften Aufschwung profitieren w&uuml;rden, erg&auml;nzte Gabriel: &bdquo;Die verf&uuml;gbaren Einkommen der privaten Haushalte bekommen einen Aufw&auml;rtsschub! 2014 sollen die Haushalte um 2,9 Prozent und 2015 um 3,3 Prozent erneut kr&auml;ftig anziehen. Die guten Tarifabschl&uuml;sse, der Mindestlohn und die besseren Rentenleistungen w&uuml;rden bei einer moderaten Teuerungsrate dazu f&uuml;hren, dass die Kaufkraft steigt und die B&uuml;rger mehr Geld in der Tasche haben, erl&auml;uterte Gabriel die guten Zahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spd.de\/119064\/20140415_fruehjahrsprognose_wirtschaftsbericht.html\">SPD<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung HR:<\/strong> Kaum hat die SPD-Spitze den Koalitionsvertrag mit den Unionsparteien ausgehandelt und ist gerade einmal kaum mehr als 100 Tage an der Regierung, sieht sie die Welt offenbar durch eine rosarote Brille.<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>Die &Ouml;konomischen Aussichten klangen vor wenigen Monaten -im Bundestagswahlkampf- noch ganz anders. Da war beispielsweise noch die Rede von: &ldquo;Wir wollen ein Land, in dem Hungerl&ouml;hne und Armut im Alter zur Vergangenheit geh&ouml;ren.&rdquo; und &ldquo;Die SPD tritt an, Deutschland besser und gerechter zu regieren. Besser, weil die jetzige Bundesregierung zu viele Chancen verspielt, die wir in unser aller Interesse nutzen m&uuml;ssen. Und gerechter, weil der Graben zwischen Arm und Reich bei uns immer breiter und tiefer geworden ist &ndash; eine Schieflage, die unseren wirtschaftlichen Erfolg und unsere Demokratie bedroht.&rdquo;; nachzulesen hier: <a href=\"http:\/\/www.spd.de\/95466\/regierungsprogramm_2013_2017.html\">Das WIR entscheidet.<\/a><br>\nDie SPD hatte ein &ldquo;Zukunftspaket&rdquo; &uuml;ber 80 Milliarden Euro beschlossen, um z.B. a) mehr Geld in Bildung und Wissenschaft zu investieren und b) 125.000 Arbeitspl&auml;tze zu schaffen. Von &ldquo;h&ouml;here Steuern f&uuml;r Spitzenverdiener&rdquo; war auch die Rede; nachlesbar u.a. hier: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/bundestagswahl-spd-legt-zukunftspaket-ueber-milliarden-euro-auf-1.1712217\">SPD legt Zukunftspaket &uuml;ber 80 Milliarden Euro auf<\/a>.<\/em><\/li>\n<li><em>Herr Gabriel sollte vorsichtig mit Prognosen sein &ndash; noch ist die Zukunft nicht vorhersehbar. Wieso ausgerechnet die Arbeitnehmerschaft vom angeblich &ldquo;dauerhaften Aufschwung&rdquo; profitieren w&uuml;rde, bleibt schleierhaft: Reall&ouml;hne 2013 um 0,2 % gesunken. <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2014\/02\/PD14_058_623.html\">Korrekturen in der Tabelle in den Jahren 2009, 2011 und 2012<\/a>.<br>\nMit dieser Regierung bleibt Deutschland weit unter seinen M&ouml;glichkeiten: Es wird lediglich verwaltet, aber nicht gestaltet.<br>\nDiese Erkenntnis nach etwas mehr als 100 Regierungstagen ist bitter. Wieder einmal d&uuml;rfte insbesondere die SPD die W&auml;hlerschaft entt&auml;uschen. Eventuelle Fortschritte sind wohl erst nach einer erneuten Wahl m&ouml;glich &ndash; mit dieser SPD-Spitze ist das allerdings sehr fraglich.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Fast zu Tode verwaltet<\/strong><br>\nNach Drama um schwer gesch&auml;digtes Fl&uuml;chtlingskind in Bayern: Gericht verurteilt drei Heimangestellte wegen unterlassener Hilfeleistung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/04-17\/033.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zahl der Selbstanzeigen hat sich verdreifacht<\/strong><br>\nAngst vor Strafverfolgung und steigender Druck auf Geldinstitute haben im ersten Quartal zu einem deutlichen Anstieg der Selbstanzeigen gef&uuml;hrt: Die Zahl hat sich im Schnitt verdreifacht. In NRW stellten sich besonders viele reuige Steuers&uuml;nder.<br>\nDies geht aus einer Umfrage der &ldquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&rdquo; (SZ) bei den Landes-Finanzministerien hervor. Demnach gingen in den ersten drei Monaten des Jahres rund 13.000 Selbstanzeigen bei den Finanz&auml;mtern ein. Im gleichen Zeitraum 2013 war es nur ein Drittel.<br>\nBesonders stark war der Anstieg im bev&ouml;lkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen. Hier gab es mit 2656 Selbstanzeigen gleich f&uuml;nf Mal so viele wie im Vorjahresquartal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/steuern-recht\/steuerhinterziehung-zahl-der-selbstanzeigen-hat-sich-verdreifacht\/9771030.html\">WirtschaftsWoche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Mathias D&ouml;pfner: Warum wir Google f&uuml;rchten<\/strong><br>\nZum ersten Mal bekennt hier ein deutscher Manager die totale Abh&auml;ngigkeit seines Unternehmens von Google. Was heute die Verlage erleben, ist ein Vorbote: Bald geh&ouml;ren wir alle Google. Ein Offener Brief an Eric Schmidt.<br>\nGoogle ist nicht nur die gr&ouml;&szlig;te Suchmaschine der Welt, sondern mit Youtube auch die gr&ouml;&szlig;te Video-Plattform (die gleichzeitig die zweitgr&ouml;&szlig;te Suchmaschine ist), mit Chrome der gr&ouml;&szlig;te Browser, mit Gmail der meistgenutzte E-Mail-Dienst und mit Android das gr&ouml;&szlig;te Betriebssystem f&uuml;r mobile Ger&auml;te. Ihr Artikel weist zu Recht darauf hin, welche fabelhaften Impulse Google f&uuml;r das Wachstum der Digital&ouml;konomie gegeben hat. Im Jahr 2013 hat Google vierzehn Milliarden Dollar Gewinn gemacht. Ich ziehe vor dieser herausragenden unternehmerischen Leistung den Hut.<br>\nIn Ihrem Text weisen Sie auf die Vermarktungskooperation zwischen Google und Axel Springer hin. Auch wir haben uns dar&uuml;ber gefreut. Der eine oder andere Leser hat das nun aber so interpretiert, dass Axel Springer offenbar schizophren sei: Einerseits ist Axel Springer Teil einer europ&auml;ischen Kartellklage gegen Google und streitet mit dem Konzern &uuml;ber die Durchsetzung des deutschen Leistungsschutzrechts, das den Inhalte-Diebstahl verbietet, andererseits profitiert Axel Springer nicht nur von dem durch Google entstehenden Traffic, sondern auch bei der Vermarktung von Restpl&auml;tzen seiner Online-Werbung von Googles Algorithmus. Das stimmt. Man kann das schizophren nennen. Oder liberal. Oder, und das ist die Wahrheit, um es mit einem Lieblingswort unserer Bundeskanzlerin zu sagen: alternativlos&hellip;<br>\nWir kennen keine Alternative, die auch nur ansatzweise vergleichbare technologische Voraussetzungen zur automatisierten Werbevermarktung bietet. Und wir d&uuml;rfen auf diese Einnahmequelle nicht verzichten, weil wir das Geld dringend f&uuml;r technologische Zukunftsinvestitionen brauchen&hellip;<br>\nGoogle ist das Paradebeispiel eines marktbeherrschenden Unternehmens. Google definiert mit siebzig Prozent Weltmarktanteil die Infrastruktur im Internet. Die n&auml;chstgr&ouml;&szlig;te Suchmaschine ist mit 16,4 Prozent Baidu in China &ndash; und das deshalb, weil China eine Diktatur ist und den freien Zugang zu Google verbietet. Danach kommen Suchmaschinen mit Marktanteilen von maximal sechs Prozent. Es sind Scheinwettbewerber&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/mathias-doepfner-warum-wir-google-fuerchten-12897463.html\">FAZ.NET<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&ldquo;Der Flughafen m&uuml;sste uns auf Knien danken&rdquo;<\/strong><br>\nVor Kurzem noch forderte er eine zweite Start- und Landebahn, Kostenpunkt mindestens 600 Millionen Euro, weil angeblich immer mehr Menschen in die Luft gehen. Doch jetzt fehlen dem Stuttgarter Airport Flieger und Flugg&auml;ste: Flughafenchef Georg Fundel ist unsanft auf dem Boden der Tatsachen gelandet &ndash; der Traum vom grenzenlosen Wachstum ausgetr&auml;umt. Wie kaum ein anderer verk&ouml;rpert Fundel den Gr&ouml;&szlig;enwahn, mit dem prestigebehaftete Infrastrukturprojekte hierzulande meist in den Sand gesetzt werden.<br>\nWenn&rsquo;s schiefl&auml;uft, dann sind immer die anderen schuld&hellip;<br>\nAktuell erwartet selbst Fundel 2014 einen weiteren R&uuml;ckgang der Passagiere und Flugbewegungen in Stuttgart. &ldquo;Jetzt wird immer deutlicher, dass der Flughafen in seinem Wachstumswahn mit seinen Prognosen dramatisch danebenlag und dass die Schutzgemeinschaft, wie auch viele kluge Gutachter, diese Stagnation voraussahen&rdquo;, kritisiert Steffen Siegel, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Filder, die Selbstgef&auml;lligkeit des Airportmanagements. Ohne den Widerstand der Schutzgemeinschaft, vieler B&uuml;rger und Kommunen auf den Fildern h&auml;tte man heute gigantische Baustellen und eine zweite Betonpiste quer &uuml;ber fruchtbarste Filderfelder, erw&auml;hnt er. &ldquo;Der Flughafen m&uuml;sste uns auf Knien danken, dass wir ihn vor diesem teuren, zerst&ouml;rerischen und v&ouml;llig sinnlosen Projekt bewahrt haben&rdquo;, sagt Siegel. Doch an seine Luftnummern erinnert sich der Flughafenchef anscheinend nicht mehr. &ldquo;Nirgends ist auch nur ein zartes Wort der Entschuldigung von den Verantwortlichen gegen&uuml;ber der Filderbev&ouml;lkerung zu h&ouml;ren, die durch ihren jahrelangen, zeit- und nervenraubenden Widerstand den Flughafen vor einem nie wieder gut zu machenden Fehltritt bewahrt hat und die Filder vor weiterer Zerst&ouml;rung&rdquo;, so Siegel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/pulsschlag\/159\/der-flughafen-muesste-uns-auf-knien-danken-2153.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a>\n<p><strong>Hinweis:<\/strong> <em>In der neuen Ausgabe der Kontext:Wochenzeitung wieder spannende Themen, u.a.:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>S-VM 2021:<\/strong> Interview mit dem viel kritisierten gr&uuml;nen Verkehrsminister Winfried Hermann &uuml;ber das Leben als vielgepr&uuml;gelter Problemb&auml;r, den &uuml;blen Ton im Landtag und was es mit seinem neuen Nummernschild S-VM 2021 auf sich hat.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Der S-21-Sprecher schie&szlig;t wieder:<\/strong> Der Streit zwischen der Stuttgarter Zeitung und dem S 21-Projektsprecher Wolfgang Dietrich vor dem Stuttgarter OLG schien beigelegt. Bis einer wieder quer schoss.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Zwei Zeitungen im Brustring:<\/strong> Selbst die Kanzlerin musste ran, als Stuttgarter Medien vergangenen Freitag die Aktion &ldquo;Jetzt Wei&szlig;-Rot!&rdquo; starteten. Die Idee: R&uuml;ckenwind f&uuml;r den VfB im Kampf ums &Uuml;berleben in der Bundesliga. Doch schon der Auftakt floppte.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Geht&rsquo;s nicht eine Nummer kleiner?:<\/strong> Die Gr&uuml;nen wollten vom Justizministerium nur Auskunft, ob bei den Ermittlungen rund um den &ldquo;Schwarzen Donnerstag&rdquo; alles mit rechten Dingen zugeht. F&uuml;r CDU und FDP Grund genug, den Fragestellern &ldquo;massive Einflussnahme auf die Strafjustiz&rdquo; vorzuwerfen.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>SS-Fans ohne Kranzabwurfstelle:<\/strong> Erfolg auf der ganzen Linie! Die SS-Gedenksteine an der G&ouml;tzenburg in Jagsthausen, dem Wohnsitz von Altbundespr&auml;sident Roman Herzog (Kontext berichtete), gibt es nicht mehr.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Kind des Genozids:<\/strong> Drei Jahre war Betty Ndayisaba alt, als 1994 der Genozid in Ruanda ausbrach. Heute ist Ndayisaba Anfang zwanzig. Was macht eine solche Geschichte mit einer jungen Frau?<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Kein-Plan-Wirtschaft:<\/strong> Gro&szlig;e Unterrichtsreformen finden nur alle zehn, zw&ouml;lf Jahre statt. Es ist eine gro&szlig;e Chance f&uuml;r eine Landesregierung. Fort&uuml;ne geh&ouml;re dazu, sagt Ministerpr&auml;sident Winfried Kretschmann. Und jede Menge Dilettantismus.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Ostern. Western.:<\/strong> Jesus lebt, aber Lenin ist tot. Und heute ist nur noch die Wurst rot. Meint unser Wetterer &nbsp;Peter Grohmann.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Ostermarsch? Ostern marsch, marsch!:<\/strong> Die Osterm&auml;rsche, im Jahr 1960 erstmals in der Bundesrepublik gegen atomare Bewaffnung in Ost und West veranstaltet, verlieren seit Jahren an Zulauf. Stattdessen gehen die Menschen w&auml;hrend der Osterfeiertage lieber &ldquo;zum Vergn&uuml;gen&rdquo; ins Gr&uuml;ne. Eine Fotoreportage.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Am Samstag als Beilage zur taz.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Stabilisierung in der Krise: &Ouml;konomische Entwicklung und Wirtschaftspolitik unter den Linksregierungen Lateinamerikas<\/strong><br>\nL&auml;sst man die letzten 15 Jahre der wirtschaftlichen Entwicklung Lateinamerikas &ndash; als relativer Einheit &ndash; Revue passieren, so fallen deutlich vier voneinander differierende Subperioden auf: a) die krisenhafte Phase, die in den beiden letzten Jahren des vorangegangenen Jahrhunderts begann und erst 2002\/2003 &uuml;berwunden wurde, b) die dann beginnende, bis zum Jahr 2008 anhaltende Phase eines hohen Wachstums des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von durchschnittlich f&uuml;nf bis sechs Prozent, c) die zu konstatierenden R&uuml;ckschl&auml;ge infolge des Einwirkens der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise (2008\/2009) sowie d) die zun&auml;chst rasche und deutliche Erholung mit Wachstumsraten wie in der Vorkrisenzeit (2010\/2011), welche dann von 2012 an infolge der verallgemeinerten weltwirtschaftlichen Schw&auml;che in ein moderates Wachstum &uuml;berging. Jede dieser Subperioden hatte besondere Charakteristika sowohl im internen wie im externen Sektor (binnen- wie au&szlig;enwirtschaftlich, jW) wie auch hinsichtlich der die &ouml;konomische Entwicklung begleitenden oder sie konterkarierenden Wirtschaftspolitik, insbesondere seitens der Linksregierungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/04-11\/042.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Sicherlich ist es sinnvoll, dass die &ldquo;junge Welt&rdquo; Begrifflichkeiten, die Dieter Boris, der seit langem die wirtschaftliche Entwicklung Lateinamerikas beobachtet, wohl vertraut sind (externe Schocks, Portfolioinvestitionen, heterodox), auch dem normalen Leser (in Klammern) erl&auml;utert, aber leider hat sich gerade in diesen Erl&auml;uterungen ein nicht unwesentlicher Fehler eingeschlichen. Dieter Boris schreibt: &ldquo;Allerdings haben sich die einseitigen Abh&auml;ngigkeitsverh&auml;ltnisse insofern etwas relativiert, als die meisten lateinamerikanischen L&auml;nder ihre regionale Exportstruktur in den letzten Jahren erheblich diversifiziert haben&rdquo;. Gemeint ist, dass die Exportdestinationen sich ver&auml;ndert haben. Boris schreibt dann ja auch, dass der Handel mit den USA r&uuml;ckl&auml;ufig war, mit der EU stagnierte, w&auml;hrend der Handel mit Asien, wie auch der S&uuml;d-S&uuml;d-Handel anstieg. Die junge Welt erl&auml;utert, dass mit dieser Diversifizierung die Umstellung auf neue  Produktions- und Produktbereiche gemeint seien. Das w&auml;re nat&uuml;rlich zu sch&ouml;n, aber leider dominieren immer noch Rohstoffe im weitesten Sinne den Export. Wenn man die Exportstruktur Brasiliens anschaut, das mit anderen aufstrebenden Volkswirtschaften  zu den BRICS-Staaten geh&ouml;rt, so haben von 2007 -2011 vor allem die SITC-Warengruppen 2+4 (Rohstoffe &ndash; ausgenommen Nahrungsmittel und mineralische Brennstoffe; Tierische und pflanzliche &Ouml;le, Fette und Wachse) und die Warengruppen SITC 0+1 (Nahrungsmittel und lebende Tiere; Getr&auml;nke und Tabak) zugelegt, w&auml;hrend der Export des modernen Sektors SITC 7 (Maschinen und Fahrzeuge) sehr viel weniger zunahm. 2013 sind Rohstoffe (im weitesten Sinne) sogar auf einen Anteil von 60 Prozent am Gesamtexport angestiegen. Boris legt zwar gro&szlig;en Wert darauf, dass in L&auml;ndern wie Argentinien, Brasilien, Uruguay, Ecuador, Venezuela der Anstieg der Reall&ouml;hne, die drastische Erh&ouml;hung der Minimall&ouml;hne, die Zunahme formeller Arbeitsverh&auml;ltnisse und die Verbesserung der gewerkschaftlichen Verhandlungsposition f&uuml;r die starke Binnenkonjunktur verantwortlich sei, aber die Frage ist, inwiefern die Entwicklung der Rohstoffpreise nicht eine wesentliche Voraussetzung dieser Entwicklung war.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Viktor Orb&aacute;ns Alleinherrschaft ist best&auml;tigt<\/strong><br>\nUngarns Premier Viktor Orb&aacute;n wird wieder mit einer Zweidrittelmehrheit regieren k&ouml;nnen. Das wurde nach Ausz&auml;hlung der Briefwahlstimmen best&auml;tigt. Die Koalition Fidesz\/KDNP hat demnach 133 der 199 Sitze gewonnen. Aus 44,36 Prozent der g&uuml;ltigen Stimmen wurden dank neuem Wahlgesetz 66,83 Prozent der Mandate. Die sozialistische MSZP und ihre Verb&uuml;ndeten kommen auf 38 Mandate, die rechtsextreme Jobbik eroberte 23 Sitze, die gr&uuml;ne LMP 5. &ndash; Viktor Orb&aacute;n wird also in den kommenden Jahren Opposition vor allem von der faschistischen Jobbik zu sp&uuml;ren bekommen, die als einzige Partei deutliche Zugewinne erzielen konnte. So ist es wohl kein Zufall, wenn die Budapester Ger&uuml;chtek&uuml;che im k&uuml;nftigen Kabinett des Ministerpr&auml;sidenten einen Rechtsruck ausmacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2014%2F04%2F16%2Fa0040&amp;cHash=2d7354fd9c8294a8dcce0784768832b0\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Damit kann Viktor Orb&aacute;n weiterhin im Alleingang die Verfassung &auml;ndern. Allerdings d&uuml;rften die wichtigsten Ver&auml;nderungen bereits realisiert sein. Allerdings wird Orb&aacute;n sich in den n&auml;chsten Jahren nicht allein mit einer Antiglobalisierungsrhetorik oder der Rede von der Fremdbestimmung durch die EU begn&uuml;gen k&ouml;nnen. F&uuml;r stagnierende L&ouml;hne, steigende Kosten f&uuml;r Wasser und Energie oder die Verschuldung Hunderttausender in Fremdw&auml;hrungen bei schw&auml;chelndem Forint m&uuml;ssen reale L&ouml;sungen gefunden werden. Leider zeichnet sich keine Neuerfindung der Linken in Ungarn ab.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Aufrufe zum Ostermarsch<\/strong>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.ostermarsch-ruhr.de\/aufruf.html\">Ostermarschaufruf Rhein Ruhr 2014<\/a><br>\nNATO- und EU-Kriege stoppen, Atomkraft\/waffen abschaffen &ndash; F&uuml;r eine zivile EU!<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.muenchner-friedensbuendnis.de\/Ostermarsch-Muenchen-2014\">Ostermarsch M&uuml;nchen 2014<\/a><br>\nF&uuml;r ein soziales Europa &ndash; keine EU-Milit&auml;rmacht, keine Bundeswehr-Eins&auml;tze<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.friedenskooperative.de\/termine.htm\">Netzwerk Friedenskooperative, Veranstaltungen und Aktionen<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(RS\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-21441","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21441","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=21441"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21441\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21444,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21441\/revisions\/21444"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=21441"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=21441"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=21441"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}