{"id":21578,"date":"2014-04-30T08:50:17","date_gmt":"2014-04-30T06:50:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21578"},"modified":"2014-04-30T08:50:17","modified_gmt":"2014-04-30T06:50:17","slug":"hinweise-des-tages-2118","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21578","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21578#h01\">Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21578#h02\">Replik auf Bundespr&auml;sidenten: Erdogan attackiert &ldquo;Pastor&rdquo; Gauck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21578#h03\">Falsche Sch&auml;tzungen: Deutschland ist weniger alt als gedacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21578#h04\">Noch nie war Athen so bankrott wie heute<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21578#h05\">Das Risiko einer Deflation in Europa steigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21578#h06\">Frankreich &ndash; Nationalversammlung beschlie&szlig;t 50-Milliarden-Sparpaket<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21578#h07\">Ungeliebte Gerechtigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21578#h08\">Der Schwindellohn kommt. Oder auch nicht: Ausnahmen w&uuml;rden gesetzlichen Mindestlohn verfassungswidrig machen.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21578#h09\">Einzelhandel: Besuche in der Kampfzone<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21578#h10\">Sodom und Gomorrha?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21578#h11\">Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21578#h12\">ThyssenKrupp Marine Systems: Gesch&auml;fte wie geschmiert?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21578#h13\">Japans Ex-Ministerpr&auml;sident: Ich glaubte den L&uuml;gen der Atomlobby<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21578#h14\">Korruption: Mauer des Schweigens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21578#h15\">Nachwuchswissenschaftler: Eine unglaubliche Verschwendung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21578#h16\">Zukunftswerkstatt Schule &ndash; eine erste Zwischenbilanz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21578#h17\">Demokratie als Antiutopie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21578#h18\">Gekaufte Spiele<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21578&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ukraine<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Kritik an Sellering wegen Russland-Reise<\/strong><br>\nEine Russland-Reise von Mecklenburg-Vorpommerns SPD-Ministerpr&auml;sident Erwin Sellering sorgt f&uuml;r Kritik. Der Vorsitzende des Ausw&auml;rtigen Ausschusses des Europ&auml;ischen Parlaments, der CDU-Politiker Elmar Brok, sagte mit Blick auf den Ukraine-Konflikt, die Reise sei zum jetzigen Zeitpunkt ein falsches Signal. Man k&ouml;nne nicht &raquo;business as usual&laquo; machen und auf Feierstunden gehen, w&auml;hrend die USA weitere Sanktionen gegen russische Regierungsmitglieder verh&auml;ngen. Der Fraktionsvorsitzende der Gr&uuml;nen im Schweriner Landtag, J&uuml;rgen Suhr, forderte kritische Worte des Regierungschefs in Russland, gerade vor dem Hintergrund der Geiselnahme westlicher Milit&auml;rbeobachter in der Ostukraine durch als prorussisch bezeichnete Kr&auml;fte. &Auml;hnlich &auml;u&szlig;erte sich der Generalsekret&auml;r der FDP im Nordosten, Johannes Weise.<br>\nDer Linkenpolitiker Peter Ritter nannte die Reise, zu der Sellering am Montagmorgen aufgebrochen war, dagegen richtig und sinnvoll. Nach seiner Landung in St. Petersburg verteidigte auch Sellering seine Reise. &raquo;Ich finde es wichtig, auch in schwierigen Zeiten den Kontakt nach Russland zu halten&laquo;, sagte er nach Angaben von Regierungssprecher Andreas Timm. &raquo;Es gibt seit vielen Jahren eine gute Partnerschaft zwischen Mecklenburg-Vorpommern und dem Gebiet rund um St. Petersburg.&laquo; Russland sei ein wichtiger Wirtschaftspartner f&uuml;r den Nordosten. &raquo;Und ich denke, dass funktionierende regionale Partnerschaften in schwierigen Situationen zum wechselseitigen Verst&auml;ndnis beitragen k&ouml;nnen.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/931416.kritik-an-sellering-wegen-russland-reise.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung HR:<\/strong> Im Kontext mit der Ukraine-Krise erweist sich der EU-Parlamentarier Brok mal wieder als offenbar Unbelehrbarer und zur Deeskalation nicht f&auml;higer Politiker; erinnert sei z.B. an seinen Auftritt in der ARD-Sendung &ldquo;Anne Will&rdquo;: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/das-erste\/anne-will\/putins-kampf-um-die-krim-wie-hilflos-ist-der-westen?documentId=20018754\">Putins Kampf um die Krim &ndash; Wie hilflos ist der Westen?<\/a>.<\/em><br>\n<em>Wann, wenn nicht jetzt w&auml;re f&uuml;r ihn ein richtiger Zeitpunkt f&uuml;r eine Reise nach Ru&szlig;land, bei der auch Gespr&auml;che mit russischen Regierungsvertretern oder Pr&auml;sident Putin gef&uuml;hrt werden k&ouml;nnten? Vermutlich gibt es f&uuml;r Hardliner wie Brok niemals den richtigen Zeitpunkt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Was tun?<\/strong><br>\nM&uuml;ssen Europa und die USA jetzt milit&auml;rische St&auml;rke zeigen, weil Putin sich durch Diplomatie nicht beeindrucken l&auml;sst?<br>\nZugespitzt hei&szlig;t das: Wladimir Putin will nicht nur die Weltordnung aus den Angeln heben, auch die EU solle in den Orkus bef&ouml;rdert werden. (&hellip;) Alle EU-Staaten sollten gemeinsam beschlie&szlig;en, den Verteidigungshaushalt um mindestens ein Drittel anzuheben, parallel zum Aufstocken konventioneller Streitkr&auml;fte und technologischer Innovationen. Das w&uuml;rde in Moskau zur Kenntnis genommen werden. (&hellip;) Totr&uuml;sten ohne Tote.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Debatte-Militaerische-Antwort-auf-Putin\/!137534\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Reagan scheint inzwischen Ghostwriter bei der taz geworden zu sein.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Replik auf Bundespr&auml;sidenten: Erdogan attackiert &ldquo;Pastor&rdquo; Gauck<\/strong><br>\nDer Staatsbesuch von Joachim Gauck in der T&uuml;rkei ist pl&ouml;tzlich von scharfen T&ouml;nen gepr&auml;gt. Der Deutsche hatte vor Gefahren f&uuml;r die Demokratie gewarnt &ndash; jetzt reagiert ein w&uuml;tender Premier Erdogan.<br>\nDie Kritik des deutschen Staatsoberhaupts will der t&uuml;rkische Premier Recep Tayyip Erdogan nicht auf sich sitzen lassen. Der Regierungschef wirft Joachim Gauck vor, sich mit seiner Warnung &uuml;ber die Demokratiedefizite in die inneren Angelegenheiten der T&uuml;rkei eingemischt zu haben.<br>\n&ldquo;Ich habe dem deutschen Staatspr&auml;sidenten gesagt, dass wir seine Einmischung in die inneren Angelegenheiten unseres Landes niemals dulden werden&rdquo;, sagte Erdogan am Dienstag nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu. Mit Blick auf die aus seiner Sicht belehrenden Worte des fr&uuml;heren Pfarrers Gauck f&uuml;gte Erdogan bei einer Fraktionssitzung seiner Partei AKP in Ankara hinzu: &ldquo;Der deutsche Staatspr&auml;sident denkt wohl, er sei immer noch ein Pastor.&rdquo;<br>\n&ldquo;Zu uns sagt er was anderes, und an der Odt&uuml; (Technische Universit&auml;t des Nahen Ostens) sagt er dann ganz merkw&uuml;rdige Dinge&rdquo;, so Erdogan in einer live vom Fernsehen &uuml;bertragenen Rede.<br>\nBei seinem zweist&uuml;ndigen Treffen mit Gauck habe der Bundespr&auml;sident Dinge angesprochen, die ihm offenbar in Deutschland eingefl&uuml;stert worden seien. Obwohl die t&uuml;rkische Seite diese Fehlinformationen mit &ldquo;konkreten Beispielen&rdquo; entkr&auml;ftet habe, sei der Staatschef hingegangen und habe dieselben Dinge &ouml;ffentlich gesagt. Erdogan sagte zu Gaucks Vergangenheit als Geistlicher: &ldquo;Aus diesem Verst&auml;ndnis heraus schaut er auf die Dinge. Das geht nicht. Das ist h&auml;sslich.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/tuerkei-erdogan-attackiert-pastor-gauck-a-966734.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung HR:<\/strong> Die Situation in der T&uuml;rkei ist nicht optimal und kann in zahlreichen Bereichen kritisiert werden. Die &ouml;ffentliche Form der Kritik durch Herrn Gauck erscheint jedoch weder gl&uuml;cklich gew&auml;hlt noch ratsam zu sein, denn eine Antwort des t&uuml;rkischen Ministerpr&auml;sidenten war vorhersehbar und auch diese Form der Reaktion war zu erwarten.<\/em><br>\n<em>Der Bundespr&auml;sident ist oberster Repr&auml;sentant des deutschen Staates. Vermutlich in Absprache mit unserer Bundeskanzlerin Merkel (und wohl auch der SPD-Spitze) hat er seine Kritik an den Verh&auml;ltnissen in der T&uuml;rkei ge&auml;u&szlig;ert. Anders als der t&uuml;rkische Regierungschef Gauck implizit unterstellt, nicht eine politische, sondern eine religi&ouml;se Rolle zu spielen, kann daher davon ausgegangen werden, dass Gauck sich sehr wohl seiner Funktion im politischen System Deutschlands bewu&szlig;t ist.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.B.:<\/strong> Ich glaube f&uuml;r Herrn Gauck w&auml;re es eine gute M&ouml;glichkeit gewesen sich f&uuml;r die Unf&auml;higkeit der deutschen Justiz, bei der Verfolgung rechter M&ouml;rder, zu entschuldigen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Falsche Sch&auml;tzungen: Deutschland ist weniger alt als gedacht<\/strong><br>\n&bdquo;Entdramatisierende Nachrichten zur demografischen Entwicklung sind scheinbar unerw&uuml;nscht.&ldquo; Auf diesen Nenner bringt der Koblenzer Sozialforscher Gerd Bosbach die j&uuml;ngsten Mitteilungen des Statistischen Bundesamtes zur Bev&ouml;lkerungsentwicklung in Deutschland. Dem Amt zufolge brachte die Bev&ouml;lkerungsz&auml;hlung von 2011 &bdquo;kein neues Bild &uuml;ber die Altersstruktur der Bev&ouml;lkerung&ldquo;. Bosbach sieht das ganz anders. Die Prognosen &uuml;ber k&uuml;nftige Pflege- und Rentenausgaben m&uuml;ssten aufgrund der neuen Daten &bdquo;nach unten korrigiert werden&ldquo;, sagte er dem Tagesspiegel. Die Zahl der &uuml;ber 89-J&auml;hrigen liege um gut 14 Prozent niedriger als bisher angenommen. Zustande gekommen seien die hohen Abweichungen durch Fehler in den Melderegistern, sagt Bosbach. Viele Migranten etwa kehrten nach dem Arbeitsleben wieder in ihre Heimatl&auml;nder zur&uuml;ck, ohne sich vorher in Deutschland abzumelden.<br>\nF&uuml;r Bosbach, der selber lange beim Statistischen Bundesamt gearbeitet und ein Buch mit dem Titel &bdquo;L&uuml;gen mit Zahlen&ldquo; geschrieben hat, haben die zu hoch gegriffenen Annahmen aber auch System. &bdquo;Ohne die Furcht vor dem demografischen Wandel w&auml;ren die Arbeitgeber unter einer SPD-Regierung niemals aus der parit&auml;tischen Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung rausgekommen&ldquo;, sagt er. Und das Versicherungsgewerbe profitiere von m&ouml;glichst d&uuml;steren Prognosen &ndash; mit dem Verkauf staatlich gef&ouml;rderter Riester-Renten ebenso wie mit den neu auf den Markt gebrachten Offerten f&uuml;r zus&auml;tzliche private Pflegeabsicherung (Pflege-Bahr).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/falsche-schaetzungen-deutschland-ist-weniger-alt-als-gedacht\/9818114.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Noch nie war Athen so bankrott wie heute<\/strong><br>\nDie EU l&uuml;ge die Menschen in Europa an, sagt Yanis Varoufakis. Die Bankenunion sei ein Witz, die Situation in Griechenland verheerend: &rdquo; &hellip; Nie war Griechenland so bankrott wie heute. Das Land hat 320 Milliarden Euro Schulden, genauso viel wie 2010. Aber das griechische BIP ist seither um 40 Milliarden Euro geschrumpft. Der einzige Grund, warum Investoren dieses Mal die Papiere gekauft haben, ist, dass sie indirekt von Berlin und Frankfurt, also der deutschen Regierung und der EZB, garantiert werden. Man will mit dieser Aktion nur vor den Wahlen im Mai den Sieg &uuml;ber die Krise erkl&auml;ren. &hellip; Es gibt verschiedene Arten von gescheiterten Staaten. Schaut man im Kontext der EU auf Griechenland, dann ist das so. Zwei von drei Haushalten k&ouml;nnen Schulden an die Steuerbeh&ouml;rde nicht begleichen. 3,5 Millionen arbeitende Griechen m&uuml;ssen 1,3 Millionen Arbeitslose und 4,5 Millionen nicht arbeitende Griechen erhalten. Zwei von drei Unternehmen k&ouml;nnen Kredite nicht zur&uuml;ckbezahlen, eine Million Haushalte schulden den Energieunternehmen Geld. &hellip; Man muss sich der Wahrheit stellen. Griechenland ist bankrott. Das war es schon vor Jahren. Anstatt dieses Problem anzugehen, hat Europa die Insolvenz verschleppt und dem Land den gr&ouml;&szlig;ten Kredit der Geschichte gegeben. Griechenland muss aufh&ouml;ren, die Schulden zur&uuml;ckzubezahlen, und Wege finden, wie es die Wirtschaft wieder stabilisiert. Das ist der einzige Weg, um sich aus dieser Lage zu befreien. &hellip;. Das Problem Griechenlands &ndash; zu hohe Schulden, zu geringe Investitionen, einen insolventen Bankensektor &ndash; haben und hatten viele L&auml;nder in Europa. Es macht keinen Sinn, das Problem Griechenland separat zu behandeln. Zweitens gibt es in Europa einen Berg von Geld, der zwischen Banken hin- und hergeschoben wird und die Finanzm&auml;rkte anheizt. Den muss man f&uuml;r produktive Investitionen nutzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1397521690935\/Oekonom-Nie-war-Athen-so-bankrott-wie-heute\">derStandard.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Gut, dass es noch &Ouml;konomen wie Yanis Varoufakis gibt, die sich mit guten Argumenten gegen die seit einiger Zeit grassierende Kampagne stellen, die Situation in Griechenland sch&ouml;nzureden. Wer mehr von Yanis Varoufakis lesen will, dem sei u.a. das zweiteilige Interview (<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21256\">Teil 1<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21258\">Teil 2<\/a>) empfohlen, dass Roger Strassburg und ich Ende November letzten Jahres mit ihm gef&uuml;hrt haben und das immer noch brandaktuell ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Das Risiko einer Deflation in Europa steigt<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) ist bereit, ihre Bilanz massiv auszuweiten und Anleihen auf dem Kapitalmarkt aufzukaufen, sollte die Inflationsrate im Euroraum l&auml;nger als erwartet zu tief ausfallen. Seit EZB-Chef Mario Draghi Anfang des Monats diese Erkl&auml;rung abgegeben hat, verhalten sich die Anleihenm&auml;rkte so, als ob der 66-j&auml;hrige Notenbanker den Startschuss f&uuml;r die Aufk&auml;ufe bereits gegeben h&auml;tte. Die Renditen sind markant gesunken. Investoren rechnen offenbar damit, dass das Bondsegment bald gest&uuml;tzt wird. Aber wie gross ist die Deflationsgefahr tats&auml;chlich? Im M&auml;rz ist die Inflationsrate von 0,7 auf 0,5% gefallen. Nach dem &uuml;berraschenden R&uuml;ckgang unter 1% im Oktober, auf den die EZB mit einer Leitzinssenkung reagiert hatte, hatten sich die Konsumpreise seitw&auml;rts bewegt. Dass sie nun ein weiteres Mal so deutlich tiefer ausgefallen sind, erinnert an die Ereignisse vom Herbst. Auch die Kernrate ohne die volatilen Energiepreise liegt nun mit 0,8% deutlich tiefer. Minusinflation herrschte im M&auml;rz, abgesehen von Griechenland und Zypern, auch in Portugal und Spanien. Inflation in der EurozoneIn Italien blieb die Teuerungsrate im Plus &ndash; mit 0,3% aber nur knapp. Was die Situation erschwert: In den wirtschaftlich prosperierenden L&auml;ndern ist sie nicht hoch genug, um den Euro-Durchschnitt an das Inflationsziel der EZB von knapp 2% heranzuf&uuml;hren. Deutschlands Konsumpreise liegen nur 1% &uuml;ber dem Vorjahreswert.<br>\nDie EZB hat &uuml;ber die Jahre ihre Methodik zur Messung von Inflationserwartungen verbessert. Aber sie kann nur messen, was es zu messen gibt: Nach eigenen Angaben kalkuliert sie die Break-even-Inflation allein anhand deutscher und franz&ouml;sischer Anleihen. Vor Jahren schrieb sie dazu als Rechtfertigung: &laquo;Angesichts der (&hellip;) geringen und stabilen Renditeabst&auml;nde zwischen den Staatsanleihen im Euro-W&auml;hrungsgebiet d&uuml;rften deutsche Anleiherenditen die Zinsentwicklung im Euroraum insgesamt (&hellip;) hinreichend gut abbilden.&raquo; Davon kann heute keine Rede mehr sein. Dass die Haus&ouml;konomen trotzdem an der Methode festhalten, legt nahe, dass sie die Teuerungserwartung doch nicht so realit&auml;tsgetreu im Euroraum abbilden, wie die EZB behauptet. Es steht viel auf dem Spiel. Die r&uuml;ckl&auml;ufigen Preise in den hoch verschuldeten wachstumsschwachen L&auml;ndern spiegeln die negativen Einkommensaussichten f&uuml;r Familien und Unternehmen. Setzt sich diese Erwartung erst einmal fest, geschieht genau das, wovor Wirtschaftshistoriker warnen: Die gesamtwirtschaftliche Nachfrage nimmt immer mehr ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fuw.ch\/article\/das-risiko-einer-deflation-in-europa-steigt\/\">FuW<\/a>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140430_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.fuw.ch\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/S21_C_Inflation_AN.jpg\">FuW<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Frankreich &ndash; Nationalversammlung beschlie&szlig;t 50-Milliarden-Sparpaket<\/strong><br>\n50 Milliarden Euro bis 2017: Das franz&ouml;sische Parlament hat den Sparpl&auml;nen der Regierung unter Pr&auml;sident Hollande zugestimmt. Doch die Abstimmung spiegelt die Uneinigkeit der Sozialisten wider.<br>\nDie franz&ouml;sische Nationalversammlung hat den Pl&auml;nen der sozialistischen Regierung zugestimmt, bis 2017 rund 50 Milliarden Euro einzusparen. F&uuml;r den Plan stimmten am Dienstagabend 265 Abgeordnete, dagegen 232. Es gab 67 Enthaltungen.<br>\nMit dem Sparplan versucht Frankreich, die Staatsverschuldung wieder unter die EU-Obergrenze von drei Prozent der Wirtschaftsleistung zu dr&uuml;cken. Die Regierung unter Pr&auml;sident Fran&ccedil;ois Hollande versucht damit, bis 2015 wieder die strengen EU-Sparvorgaben einzuhalten. Gleichzeitig sollen Unternehmen und Haushalte entlastet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/frankreich-nationalversammlung-beschliesst-milliarden-sparpaket-1.1947346\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> W&auml;hrend die europ&auml;ische Wirtschaftskrise immer noch andauert, sorgt nun &ndash; auch auf Druck aus Berlin und Br&uuml;ssel &ndash; die franz&ouml;sische Regierung daf&uuml;r, die zweitgr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft der Eurozone durch K&uuml;rzungen abzuw&uuml;rgen. Die Folgen d&uuml;rften klar sein. Wieder einmal zeigt sich, dass die &bdquo;Eurokrise&ldquo; nicht vom Himmel gefallen ist, sondern offenbar politisch geduldet, wenn nicht sogar gewollt ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ungeliebte Gerechtigkeit<\/strong><br>\nWettbewerbskommissar Joaqu&iacute;n Almunia will untersuchen, ob Weltkonzerne in EU-L&auml;ndern zu Unrecht so wenig Steuern zahlen.  Einige L&auml;nder sind dar&uuml;ber wenig erfreut. Luxemburg will, dass der Europ&auml;ische Gerichtshof (EuGH) pr&uuml;ft, ob Almunia damit seine Kompetenzen &uuml;berschreitet. Anlass f&uuml;r Almunias Initiative war der Verdacht, dass einige EU-Staaten es zumindest dulden, wenn bestimmte globale Konzerne zu wenig Steuern zahlen. Ende 2013 bat die Kommission deshalb Luxemburg, die Niederlande, Irland, Belgien und Gro&szlig;britannien schriftlich um steuerrechtliche Informationen. Namen von Unternehmen wurden nicht genannt. Doch die Auswahl der L&auml;nder legt nahe, dass Google, Facebook, Amazon, Apple und Co gemeint sind. Laut Bloomberg soll etwa Google seine Steuerlast binnen drei Jahren um &uuml;ber 3 Milliarden US-Dollar reduziert haben, indem es Bereiche nach Irland auslagerte und dortige Steuerschlupfl&ouml;cher ausnutzte. &ldquo;Die Konzerne handeln v&ouml;llig legal&rdquo;, sagt Almunia. Deshalb kn&ouml;pft er sich Nationalstaaten vor, die mit diesen Steuerverg&uuml;nstigungen locken. Konkret geht es etwa darum, ob sogenanntes tax ruling, das Raum f&uuml;r Sonderbehandlungen bietet, gleichzusetzen ist mit staatlichen Beihilfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2014%2F04%2F28%2Fa0086&amp;cHash=3d5e48851c1127ae69e073b2e5706a65\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Konkret geht es um Tax Rulings und Patentboxen. Beim Tax Ruling teilt die Steuerverwaltung einem Unternehmen oder einer Person im Voraus mit, wie hoch die Steuerlast ausfallen wird. Die EU-Kommission sieht in solcher Steuerpraxis eine versteckte staatliche Hilfe. Desweiteren geht es um Steuererleichterungen f&uuml;r Einnahmen aus intellektuellem Eigentum. Solche Steuerpraktiken kommen gerade Konzernen wie Google, Facebook, Amazon, Apple sehr entgegen. Beides ist in der EU an sich nicht verboten, doch geht die Kommission dem Verdacht nach, dass &uuml;ber solche Konstrukte einzelnen Unternehmen in Verletzung der Staatshilfe-Regeln selektive Vorteile gew&auml;hrt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Der Schwindellohn kommt. Oder auch nicht: Ausnahmen w&uuml;rden gesetzlichen Mindestlohn verfassungswidrig machen.<\/strong><br>\nDer gesetzliche Mindestlohn kann noch scheitern. Zu diesem Schlu&szlig; kommt ein Rechtsgutachten, das die DGB-nahe Hans-B&ouml;ckler-Stiftung am Dienstag vorlegte. Die Arbeitsrechtler Ulrich Preis und Daniel Ulber f&uuml;hren darin aus, da&szlig; der Gesetzentwurf zum Mindestlohn zwar verfassungsgem&auml;&szlig; sei, da die Bundesregierung damit ihrer &raquo;staatlichen Schutzpflicht f&uuml;r die strukturell unterlegene Partei eines Arbeitsvertrags&laquo; nachkomme. Allerdings sei die geplante Ausnahme f&uuml;r Jugendliche unter 18 Jahren problematisch, &raquo;weil sie unseri&ouml;se Arbeitgeber geradezu anreizen d&uuml;rfte, einfache T&auml;tigkeiten (zum Beispiel Regaleinr&auml;umer) in Teilzeit (neben dem Schulunterricht) an Minderj&auml;hrige zu vergeben&laquo;. Zudem w&uuml;rden die Verfassungsbedenken einer Altersdiskriminierung nicht geringer, wenn etwa das entsprechende Alter auf 21 Jahre hochgesetzt werde. &Auml;hnliches gelte f&uuml;r die Nichtgew&auml;hrung des Mindestlohns f&uuml;r Rentner. Werde die Zahl der Ausnahmen gr&ouml;&szlig;er und l&ouml;chriger, stehe das ganze Gesetz auf der Kippe. Au&szlig;erdem mache die Einf&uuml;hrung zahlreicher Differenzierungen die &Uuml;berwachung teurer.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/m\/2014\/04-30\/052.php\">junge Welt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/gf_gutachten_preis_2014_04.pdf\">Gutachten zur Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit eines Mindestlohns [PDF &ndash; 169 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Einzelhandel: Besuche in der Kampfzone<\/strong><br>\n&bdquo;Es gibt unz&auml;hlige M&ouml;glichkeiten, das Recht auf einen Betriebsrat zu hintertreiben&ldquo;, sagt ver.di-Sekret&auml;r Peter K&ouml;nig, der im Handel &uuml;ber 100 BR-Gr&uuml;ndungen begleitet hat. Der Ruf nach Verbindlichkeit [verbindliche Vorgabe an Unternehmen, Betriebsr&auml;te w&auml;hlen zu lassen] von Betriebsratswahlen wird lauter. &ndash; Ein Fazit der 2012 durchgef&uuml;hrten Befragung des WSI in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung lautet: Verhinderungsstrategien gegen die Gr&uuml;ndung von Betriebsr&auml;ten sind &bdquo;deutlich mehr als eine Fu&szlig;note&ldquo; in den Beziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern; besonders betroffen seien kleine und mittelgro&szlig;e sowie inhabergef&uuml;hrte Unternehmen und als Branche der Handel. Wobei auch im Handel die gel&auml;ufigste Obstruktionstaktik, die Einsch&uuml;chterung von Kandidaten, &uuml;berdurchschnittlich oft zu beobachten sei, ebenso das &bdquo;Herauskaufen&ldquo; von Kandidaten, indem Vorteile versprochen werden f&uuml;r zur&uuml;ckgezogene Kandidaturen. &bdquo;So m&uuml;ssen Arbeitgeber im Einzelhandel so lange nicht auf direkt konfrontative Ma&szlig;nahmen wie die K&uuml;ndigung von Kandidaten und Wahlvorstandsmitgliedern zur&uuml;ckgreifen, wie sie ihr Ziel bereits durch Einsch&uuml;chterung oder die Gew&auml;hrung von Verg&uuml;nstigungen erreichen&ldquo;, schreiben die WSI-Wissenschaftler Martin Behrens und Heiner Dribbusch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/46154_46161.htm\">Magazin Mitbestimmung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Sodom und Gomorrha?<\/strong><br>\nDie Bankbranche kommt nicht zur Ruhe. Ein Skandal folgt dem anderen. Beh&ouml;rden ermitteln weltweit gegen ein gutes Dutzend Grossbanken, die Referenzzinsen wie den Libor manipuliert haben sollen. Gleichzeitig verdichten sich die Hinweise, dass zahlreiche Institute an den Devisenm&auml;rkten geschummelt haben. In den USA befreit sich derweil eine Bank nach der anderen &ndash; auch UBS (UBSN 18.28 1.78%) und Credit Suisse (CSGN 28 1.97%) &ndash; mit milliardenschweren Vergleichen vom Vorwurf, in der Zeit vor der Finanzkrise verbriefte Hypothekarkredite minderer Qualit&auml;t verkauft zu haben. Die Buss- und Ablasszahlungen werden in die Dutzende von Milliarden gehen. Alles in allem: ein Bild der Misere, der Dauerkrise. Aussenstehende erhalten das Gef&uuml;hl, in der Finanzwelt habe ein regelrechtes Sodom und Gomorrha geherrscht. Was ist bloss aus den Grossbanken geworden?<br>\nUnter n&auml;herer Betrachtung wird klar, dass sich die Finanzbranche &ndash; und besonders die Grossbanken &ndash; in zwei grundlegenden Eigenheiten von den meisten anderen Industriezweigen unterscheidet: erstens durch zementierte Konkurrenzstrukturen und zweitens durch eine F&uuml;lle fragw&uuml;rdiger bis sch&auml;dlicher Anreize im System. Zu den Strukturen: Die Grossbanken bewegen sich in einer weitgehend abgeschotteten Welt, in der alle von relativ komfortablen Gewinnmargen leben. Zwar herrscht unter den Mitspielern ein durchaus harter Konkurrenzkampf, aber die Einstiegsh&uuml;rden f&uuml;r neue Wettbewerber sind prohibitiv hoch. Es kam zu etlichen Grossfusionen, aber die Anzahl junger, wilder, frecher Herausforderer betrug in all diesen Jahren: null. In den meisten anderen Branchen w&auml;ren derart inzestu&ouml;se Verh&auml;ltnisse undenkbar. Die Erkenntnis der herrschenden Strukturen f&uuml;hrt zum zweiten Problemkreis, zu den sch&auml;dlichen Anreizen. Quer durch die Hierarchiestufen der Banken gibt es Anreize, die zumindest das Potenzial haben, unlauteres Verhalten oder die Inkaufnahme unbotm&auml;ssig hoher Risiken zu f&ouml;rdern: H&auml;ndler bzw. Teams werden oft nach dem Volumen bezahlt, das sie bewegen. Auch die Boni der Kundenberater im Private Banking werden meist daran gemessen, wie viel Neugeld sie anziehen und wie hohe Kommissionseinnahmen sie mit den bestehenden Anlagegeldern erzielen. Ob das alles im Interesse der Kunden ist, spielt eine untergeordnete Rolle. Auf Ebene des Top-Managements spielt oft ein weiterer fragw&uuml;rdiger Anreiz: So ist etwa die wichtigste Einzelkomponente f&uuml;r die Bemessung des Bonus f&uuml;r den CEO der Credit Suisse die Eigenkapitalrendite. Dabei ist hinl&auml;nglich bekannt, dass diese Kenngr&ouml;sse eine Funktion des Verschuldungsgrads in der Bilanz ist und damit dem Management der Anreiz gegeben wird, die Bank mit m&ouml;glichst wenig Eigenkapital auszustatten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fuw.ch\/article\/sodom-und-gomorrha\/\">FuW<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein lesenswerter Beitrag. Irritierend allerdings, dass Mark Dittli als st&auml;rkstes Allheilmittel auf die Macht des freien Marktes setzt: &ldquo;mehr Wettbewerb von branchenfremden Neueinsteigern, die den Status quo angreifen.&rdquo; Und dann noch Google als neue Bank, als Transformator in eine &ldquo;neue Welt.&rdquo; Erstaunlich, dass Dittli bei dieser Formulierung nicht Huxleys &ldquo;Sch&ouml;ne neue Welt&rdquo; in den Sinn kam.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon<\/strong><br>\nAudio-Mitschnitt: Aufzeichnung einer &ouml;ffentlichen Veranstaltung mit dem Fernsehjournalisten Peter Onneken am 06.04.2014 in Frankfurt am Main.<br>\nMillionen bestellen beim Online-H&auml;ndler Amazon ihre Waren. Um p&uuml;nktlich auszuliefern, bedarf es vieler H&auml;nde. Die aber geh&ouml;ren &uuml;berwiegend Leiharbeitern aus ganz Europa, die f&uuml;r ein paar Wochen in enge Unterk&uuml;nfte gepfercht werden und von Sicherheitsfirmen &uuml;berwacht werden, denen man sofort k&uuml;ndigen kann, wenn es weniger Arbeit gibt. Sie m&uuml;ssen f&uuml;r einen geringen Stundenlohn im Akkord arbeiten und meistens schweigen, weil sie Angst haben und Entlassung bef&uuml;rchten. Diese bedr&uuml;ckende Atmosph&auml;re der Ausbeutung machte eine ARD-Dokumentation &ldquo;Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon, moderne Sklaverei und Abzocke&rdquo; von Diana L&ouml;bl und Peter Onneken deutlich, f&uuml;r die die Autoren mehrfach ausgezeichnet wurden, die international beachtet wurde und Konsequenzen f&uuml;r die Sicherheitsfirma und ein Touristikunternehmen hatte.<br>\nPeter Onneken berichtet von der langen Recherche, den Schwierigkeiten bei den Aufnahmen, &uuml;ber das Schweigen der Verantwortlichen und die einstweilige Verf&uuml;gung, mit der man die Autoren einsch&uuml;chtern wollte. Die Frage ist aber auch: Hat die Dokumentation die Situation der Leiharbeiter ver&auml;ndert?<br>\nEs moderiert Ulrike Holler.<br>\nDie Veranstalter Business Crime Control e.V. und KunstGesellschaft e.V. machten eine Tonaufzeichnung der Veranstaltung und stellen sie als Download im mp3-Format auf der Online-Plattform &ldquo;Podcaster&rdquo; zur Verf&uuml;gung. Zu Beginn der Veranstaltung wird die ARD-Dokumentation ARD-Dokumentation &ldquo;Ausgeliefert! Leiharbeiter bei Amazon, moderne Sklaverei und Abzocke&rdquo; gezeigt; hier blenden wir die Tonaufzeichnung aus urheberrechtlichen Gr&uuml;nden aus. Sie k&ouml;nnen die Dokumentation hier anschauen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/martin-betzwieser\/ausgeliefert-leiharbeiter-bei-amazon\">Der Freitag<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/businesscrimecontrol.podcaster.de\/BigBusiness-audio\/media\/Ausgeliefert__Leiharbeit_bei_Amazon.mp3\">Business Crime Control &uuml;ber Podcaster (Audio-Podcast, ca. 1 Stunde, 12 Minuten) [mp3 &ndash; ca. 25 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>ThyssenKrupp Marine Systems: Gesch&auml;fte wie geschmiert?<\/strong><br>\nDie Firma ThyssenKrupp Marine Systems, eine Tochter von ThyssenKrupp, dominiert den Weltmarkt f&uuml;r konventionelle U-Boote. Markt&uuml;berlegenheit durch deutsche Technik? die story zeigt, mit welchen Methoden deutsche Werften, mit der Bildung immer neuer Konsortien, U-Boote weltweit verkaufen. Beispiel Portugal: &Uuml;ber Vermittler und mit Bestechungsgeldern durch Vertriebsfirmen an Politiker und Milit&auml;rs und mit Versprechen von lukrativen Gegengesch&auml;ften f&auml;delte das damalige &bdquo;German Submarine Consortium&ldquo; den Verkauf von zwei U-Boote nach Portugal ein. Ministerpr&auml;sident Portugals war bei der Unterzeichnung des Vertrags 2004 Jos&eacute; Manuel Barroso &ndash; der heutige Pr&auml;sident der EU Kommission. 2010 wurde nach Lieferung ein Milliardenbetrag f&auml;llig, der mit zum finanziellen Zusammenbruch der portugiesischen Staatsfinanzen beitrug. Portugal musste mit Notkrediten gest&uuml;tzt werden, f&uuml;r die heute auch der deutsche Steuerzahler haftet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www1.wdr.de\/mediathek\/video\/sendungen\/die_story\/videogeschaeftewiegeschmiert102.html\">WDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Japans Ex-Ministerpr&auml;sident: Ich glaubte den L&uuml;gen der Atomlobby<\/strong><br>\n[&hellip;]  Vor 10 Jahren haben sie [ Filz aus Politik und Atomindustrie] alles kontrolliert, nicht nur die Wirtschaft. Wer als Professor gegen Atomenergie war, ist von der Uni geflogen. Als Schauspieler sind Sie aus dem Fernsehen geflogen, als Politiker aus dem Mainstream. Momentan geht es wieder in diese Richtung. Das hat einen simplen Grund: Wir haben eine Industrie, die &ouml;ffentliche Auftr&auml;ge umsetzt, also Stra&szlig;en, Br&uuml;cken, Schulen oder H&auml;fen baut. Sie hatte sehr gro&szlig;en Einfluss auf die Politik. Weil Japan hoch verschuldet ist, gehen die Investitionen im &ouml;ffentlichen Sektor zur&uuml;ck, die Industrie verliert ihren Einfluss wieder. Das nutzen Energiekonzerne wie Tepco, sie werden wieder zur einflussreichsten Lobbygruppe. Sie finanzieren wieder die Universit&auml;ten, die Massenmedien, das Fernsehen, sie bauen sogar Fu&szlig;ballstadien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2014%2F04%2F28%2Fa0092&amp;cHash=b9ddf356f71888630b07afe23cf976ee\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Korruption: Mauer des Schweigens<\/strong><br>\nDie EU erteilt L&auml;ndern wie Griechenland gerne Lektionen in Sachen Korruption. Dabei ist Br&uuml;ssel selbst nicht &uuml;ber jeden Betrugsverdacht erhaben. Dies zeigt eine neue Studie von &ldquo;Transparency International&rdquo; (TI). Es gebe zwar zahlreiche Vorschriften, um Korruption zu verhindern. Allerdings w&uuml;rden sie oft nicht umgesetzt. Das Hauptproblem sei der &ldquo;ausufernde Lobbyismus&rdquo;, so die Vorsitzende der deutschen TI-Sektion, Edda M&uuml;ller. Lobbyisten sorgen in Br&uuml;ssel regelm&auml;&szlig;ig f&uuml;r Wirbel. Mal sichert Energiekommissar G&uuml;nther Oettinger dem VW-Konzern zu, strengere Umweltvorschriften zu verhindern. Mal &uuml;bernehmen Europaabgeordnete reihenweise und ungepr&uuml;ft &Auml;nderungsvorschl&auml;ge von Wirtschaftslobbyisten und schreiben daraus umstrittene EU-Gesetze.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2014%2F04%2F25%2Fa0053&amp;cHash=c2283887539ad7806b6678708676e37c\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Bevor wir Deutsche in beliebter Manier mit dem Finger auf die EU zeigen, sollten wir zur Kenntnis nehmen, <a href=\"http:\/\/www.transparency.de\/14-04-24_EU-IS-Bericht.2480.0.html?&amp;contUid=5643\">dass TI auch schreibt<\/a>: &ldquo;In manchen Bereichen sind die Regeln und ihre Anwendung in Europa besser als in Deutschland. So m&uuml;ssen die Protokolle der Ausschusssitzungen des Europ&auml;ischen Parlamentes mit dem Abstimmungsverhalten der Abgeordneten ver&ouml;ffentlicht werden. Die Ver&ouml;ffentlichung von Dokumenten im Rahmen eines Gesetzgebungsverfahren ist umfassender als hierzulande.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Nachwuchswissenschaftler: Eine unglaubliche Verschwendung<\/strong><br>\n&bdquo;Absurd&ldquo;, dieses Wort f&auml;llt immer wieder, wenn Anne Kr&uuml;ger von den Arbeitsbedingungen an der Hochschule erz&auml;hlt. Die promovierte Soziologin, aktives Mitglied der Gewerkschaft GEW, ist ebenfalls wissenschaftliche Mitarbeiterin an der HU &ndash; und hat k&uuml;rzlich eine Stelle ergattert, wie es sie, so sagt sie, &bdquo;eigentlich nicht mehr gibt&ldquo;. Befristet zwar, aber immerhin auf sechs Jahre. Und Vollzeit. &bdquo;Alle in der Wissenschaft beneiden mich darum&ldquo;, sagt die 32-J&auml;hrige. &bdquo;Aber wenn ich au&szlig;erhalb der Uni dar&uuml;ber spreche, schaue ich in verst&auml;ndnislose Gesichter.&ldquo; Es ist ja auch schwer zu begreifen. Denn anders als in der freien Wirtschaft k&ouml;nnen Wissenschaftler bis zu zw&ouml;lf Jahre lang befristet besch&auml;ftigt werden, f&uuml;r jeweils sechs Jahre vor und nach der Doktorarbeit. In beliebig vielen und beliebig kurzen Teilst&uuml;cken. Und wer es danach nicht auf einen der raren Professorenposten schafft, muss gehen. Trotz aller Erfahrung und aller erworbenen Meriten. Einzige Alternative: Jobs in Forschungsprojekten, die durch Drittmittel finanziert werden, etwa von Stiftungen. Dann sind sogar noch weitere Kettenbefristungen erlaubt, im Prinzip endlos. &bdquo;Absurd&ldquo;, sagt Anne Kr&uuml;ger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/46892_46900.htm\">Magazin Mitbestimmung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zukunftswerkstatt Schule &ndash; eine erste Zwischenbilanz<\/strong><br>\nWie kann man Schule ver&auml;ndern? Beim Jungen Bildungskongress 2014 wurde in einer Zukunftswerkstatt dar&uuml;ber diskutiert. Die Probleme sind bekannt, aber die Teilnehmenden kamen zu teilweise innovativen L&ouml;sungsvorschl&auml;gen. Unsere Berichterstatterin Clara Woopen mit einem ersten Zwischenbericht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wasbildetihrunsein.de\/2014\/04\/28\/zukunftswerkstatt-schule-eine-erste-zwischenbilan\/\">Was bildet ihr uns ein?<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Demokratie als Antiutopie<\/strong><br>\nAuf dem Literaturfestival auf dem Monte Verit&agrave; in der Schweiz ging es in diesem Jahr um &ldquo;Utopien und D&auml;monen&rdquo;. Neben anderen Schriftstellern hat der Journalist und Publizist Fran A. Meyer einen Vortrag &uuml;ber die &ldquo;Demokratie als Antiutopie&rdquo; gehalten: &ldquo;K&ouml;nnte es denn sein wir dass wir mitten in einer dieser Utopien leben? Dass eine Utopie unseren Alltag bestimmt? Dass diese Utopie uns sogar umf&auml;ngt, wie ein Kokon? Wenn es so w&auml;re, lie&szlig;e sich erkl&auml;ren, warum wir die utopische Wirklichkeit nicht erkennen k&ouml;nnen. Wir sind Teil von ihr. &hellip; Welche Utopie meine ich? Ich meine die Utopie von der Herrschaft der &Ouml;konomie. Und wenn ich sage, dass sie uns wie ein Kokon umgibt, dann meine ich eine umfassende Herrschaft, eine totale, vielleicht schon totalit&auml;re Herrschaft durch die &Ouml;konomie &hellip;&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2014\/04\/27\/dlf_20140427_1705_94f71425.mp3\">DLF [Audio &ndash; mp3]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Gekaufte Spiele<\/strong><br>\nGewinner und Verlierer stehen schon fest &ndash; Kriminelle und menschenrechtswidrige &Ouml;konomie am Beispiel Brasilien<br>\nEinladung zur &ouml;ffentlichen Fachtagung<br>\nam Samstag, den 17. Mai 2014 von 10 bis 18 Uhr in Frankfurt am Main<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wp1132115.server-he.de\/images\/Anhang\/2014\/Brasilien-Programm.pdf\">Business Crime Control e.V. [PDF &ndash; 211 KB]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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