{"id":21684,"date":"2014-05-12T08:49:18","date_gmt":"2014-05-12T06:49:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21684"},"modified":"2015-11-09T12:03:12","modified_gmt":"2015-11-09T11:03:12","slug":"hinweise-des-tages-2125","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21684","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (HR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21684#h01\">Verteilungsgerchtigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21684#h02\">Plan der Energie-Konzerne: Bund soll Abriss von Atom-Meilern finanzieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21684#h03\">Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21684#h04\">Snowden kann von Moskau aus nicht die volle Wahrheit sagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21684#h05\">Think-tank IZA: Teilerfolg f&uuml;r R&uuml;gemer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21684#h06\">Paul Krugman: Now That&rsquo;s Rich  &ndash;   Also, das ist wirklich reich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21684#h07\">Wirtschaftsweiser sieht EZB in der Pflicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21684#h08\">Reiche, h&ouml;rt auf unter Br&uuml;cken zu pennen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21684#h09\">Deutschlands Gesch&auml;ft mit dem Tod<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21684#h10\">Unabh&auml;ngige Wissenschaftler werden einfach abgeb&uuml;gelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21684#h11\">Alle Asylbewerber in den Knast?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21684#h12\">Entstehung und Entwicklung der &bdquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21684#h13\">Statt Deutschkurse f&uuml;r Ausl&auml;nder: &ldquo;auf Dauer eine andere T&auml;tigkeit suchen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21684#h14\">zu guter Letzt: lm Auftrag Ihrer Kanzlerin<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21684&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Verteilungsgerchtigkeit &ndash; Jens Berger &ndash; Zwischen Hartz IV, Mittelstand und Aldi-Milliarden<\/strong><br>\nDie &ldquo;nivellierte Mittelstandsgesellschaft&rdquo; der Nachkriegszeit war immer mehr Illusion als gesellschaftliche Realit&auml;t: Sp&auml;testens seit dem Fall der Mauer sprechen die Reichtumsunterschiede zwischen oben und unten klar f&uuml;r feudalistische Strukturen. Dabei k&ouml;nnen sich Unter- und Mittelschicht das wahre Ausma&szlig; der Verm&ouml;gensverh&auml;ltnisse schon gar nicht mehr vorstellen. In seinem Buch &ldquo;Wem geh&ouml;rt Deutschland&rdquo; bem&uuml;ht sich Jens Berger um ein wenig mehr Klarheit dar&uuml;ber, wer warum womit wieviel Geld &ldquo;verdient&rdquo; hat. Im SR 2-Interview spricht er &uuml;ber leistungsloses Einkommen, Steuerreformen, Bertolt Brecht und unbekannte Milliard&auml;re<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/sr-mediathek.sr-online.de\/index.php?seite=7&amp;id=25101\">SR2<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Heute erscheint mein neues Buch &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/dp\/3864890535?tag=derspiege-21&amp;camp=2906&amp;creative=19474&amp;linkCode=as4&amp;creativeASIN=3864890535&amp;adid=1DN60CD6K0G0M3MPWC6F&amp;&amp;\">Wem geh&ouml;rt Deutschland<\/a>&ldquo; im Handel.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Plan der Energie-Konzerne: Bund soll Abriss von Atom-Meilern finanzieren<\/strong><br>\nDie drei gro&szlig;en deutschen Energieversorger wollen ihre riskanten Atomgesch&auml;fte an den Bund abschieben: Wie der SPIEGEL berichtet, fordern die Konzerne eine staatliche Stiftung, die den Abriss der Meiler und die Lagerung des Atomm&uuml;lls finanziert.<br>\nDie Chefs der drei gro&szlig;en Energieversorger, Johannes Teyssen (E.on), Peter Terium (RWE) und Frank Mastiaux (EnBW), wollen ihr gesamtes deutsches Atomgesch&auml;ft inklusive der Atommeiler an den Bund &uuml;bertragen.<br>\nNach Informationen des SPIEGEL aus Konzern- und Regierungskreisen sollen die Meiler in eine &ouml;ffentlich-rechtliche Stiftung &uuml;bertragen werden. Diese soll die Atomkraftwerke bis zum endg&uuml;ltigen Ausstieg aus der Kernenergie im Jahr 2022 betreiben. Gleichzeitig soll die Stiftung f&uuml;r den milliardenteuren Abriss der Atomkraftwerke und die Lagerung der radioaktiven Abf&auml;lle verantwortlich sein.<br>\nGeh&ouml;ren soll diese &ldquo;Bad Bank&rdquo; f&uuml;r Atomkraftwerke dem Bund. Die Stromversorger wollen rund 30 Milliarden Euro an R&uuml;cklagen einbringen, die sie f&uuml;r Abriss und Entsorgung bislang bilden mussten. Der Staat soll im Gegenzug die gesamten Risiken &uuml;bernehmen, die heute noch bei den Stromkonzernen liegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/atomkraftwerke-energiekonzerne-fordern-bad-bank-vom-bund-a-968719.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Und wie bei den Bad Banken in der Finanzkrise bleiben die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger vermutlich auch auf diesen finanziellen Risiken sitzen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ukraine<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Spoos Presseschau<\/strong><br>\nEin kritischer Blick auf die Berichterstattung &uuml;ber die Ukraine und das Massaker in Odessa<br>\nEckart Spoo, langj&auml;hriger Redakteur bei der Frankfurter Rundschau und Herausgeber der Zweiwochenschrift Ossietzky, kommentiert die aktuelle Berichterstattung &uuml;ber die Ukraine.<br>\nF&uuml;r weltnetz.tv wirft er einen Blick in die auflagenst&auml;rksten Zeitungen Deutschlands &ndash; wie Frankfurter Rundschau, Bildzeitung, Welt oder Spiegel und analysiert, wie Verk&uuml;rzungen und einseitige Parteinahme letztlich zu Kriegshetze f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=RutCcE8e1-8\">weltnetz.tv via YouTube<\/a><\/li>\n<li><strong>Rebellion der Leser<\/strong><br>\nF&uuml;r ihre Berichterstattung &uuml;ber die Krise in der Ukraine m&uuml;ssen deutsche Medien viel Kritik einstecken. Zu einseitig, zu russlandkritisch hei&szlig;t es tausendfach in Leserkommentaren vieler Nachrichtenportale. Auch Medienexperten und Russlandkenner beklagen massive Fehler. Die Redaktionen geraten zunehmend unter Rechtfertigungsdruck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ukraine-berichterstattung-rebellion-der-leser.761.de.html?dram:article_id=285010\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Im imperialen Glanz&rdquo;<\/strong><br>\nRussland f&uuml;hle sich bedroht, sagte die Schriftstellerin Irina Liebmann im Deutschlandfunk. Putin wolle demonstrieren, dass sein Land noch immer ein &ldquo;Subjekt der Geschichte&rdquo; sei. Sie warnte davor, im Zuge der Ukrainekrise Russland weiter zu isolieren. Das k&ouml;nnte verheerende Folgen haben.<br>\nIn Russland h&auml;tten viele in der Bev&ouml;lkerung das Gef&uuml;hl, nicht richtig ernstgenommen zu werden, so die in Moskau lebende deutsche Schriftstellerin Irina Liebmann. Das k&auml;me zwar auch durch russische Staatspropaganda. Aber auch Russen in Deutschland klagten dar&uuml;ber, wie ihr Land dargestellt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/russische-politik-im-imperialen-glanz.694.de.html?dram:article_id=285038\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Einsatz gegen Separatisten: Ukrainische Armee bekommt offenbar Unterst&uuml;tzung von US-S&ouml;ldnern<\/strong><br>\nEs war ein eindeutig formuliertes Dementi. &ldquo;Unverantwortliche Blogger und ein Onlinereporter&rdquo; h&auml;tten &ldquo;Ger&uuml;chte&rdquo; verbreitet, wonach Angestellte der Firma Academi in der Ukraine im Einsatz seien. Das sei falsch und nichts mehr als ein &ldquo;sensationalistischer Versuch, eine Hysterie zu kreieren&rdquo;. So &auml;u&szlig;erte sich der US-Milit&auml;rdienstleister, ehemals unter dem Namen Blackwater zu unr&uuml;hmlicher Bekanntheit gelangt, am 17. M&auml;rz auf seiner Webseite.<br>\nDie staatliche russische Nachrichtenagentur &ldquo;Ria Novosti&rdquo; legte freilich am 7. April nach: Blackwater-K&auml;mpfer agierten in der Ostukraine &ndash; und zwar in der Uniform der ukrainischen Sonderpolizei &ldquo;Sokol&rdquo;. Eine unabh&auml;ngige Best&auml;tigung daf&uuml;r gab es nicht.<br>\nEin Zeitungsbericht legt nun nahe, dass an der Sache wom&ouml;glich doch etwas dran sein k&ouml;nnte: Laut &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo; werden die ukrainischen Sicherheitskr&auml;fte von 400 Academi-Elitesoldaten unterst&uuml;tzt. Sie sollen Eins&auml;tze gegen prorussische Rebellen rund um die ostukrainische Stadt Slowjansk gef&uuml;hrt haben. Demnach setzte der Bundesnachrichtendienst (BND) die Bundesregierung am 29. April dar&uuml;ber in Kenntnis. Wer die S&ouml;ldner beauftragt habe, sei noch unklar.<br>\nDie Informationen sollen vom US-Geheimdienst stammen und seien w&auml;hrend der sogenannten Nachrichtendienstlichen Lage, einer regelm&auml;&szlig;igen Besprechung unter Leitung von Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU), vorgetragen worden. An dem Treffen h&auml;tten auch die Pr&auml;sidenten der Nachrichtendienste und des Bundeskriminalamts, der Geheimdienstkoordinator des Kanzleramts und hochrangige Ministeriumsbeamte teilgenommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/ukraine-krise-400-us-soeldner-von-academi-kaempfen-gegen-separatisten-a-968745.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Der Westen wirft Ru&szlig;land seit Wochen und Monaten vor, in der Ukraine auch milit&auml;risch aktiv zu sein. Und nun stellt sich heraus, da&szlig; S&ouml;ldner des Westens in der Ukraine gegen sog. Separatisten im Einsatz sind. Offensichtlich ist in manchen westlichen Kreisen das Interesse an einem Kalten Krieg mit Ru&szlig;land gro&szlig;.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Snowden kann von Moskau aus nicht die volle Wahrheit sagen<\/strong><br>\nEr war der erste deutsche Politiker, der Edward Snowden in Russland traf. Jetzt fordert der Gr&uuml;nen-Abgeordnete Hans-Christian Str&ouml;bele im SZ.de-Interview, der NSA-Ausschuss m&uuml;sse Snowden nach Deutschland holen. Der Whistleblower sei in Russland &ldquo;immer in Gefahr&rdquo;, sein Asyl zu verlieren.<br>\nDer gr&uuml;ne Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Str&ouml;bele hat sich als einer der ersten der Sache Edward Snowdens angenommen. Schon im Oktober 2013 forderte er, den Whistleblower als Zeugen vor einem noch einzurichtenden Untersuchungsausschuss zur NSA-Aff&auml;re nach Deutschland einzuladen. Er selbst besuchte Snowden im vergangenen Jahr in Moskau. Str&ouml;bele ist der Stellvertreter von Konstantin von Notz im NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestags. Mehrfach gewann er f&uuml;r die Gr&uuml;nen das Direktmandat in Berlin-Kreuzberg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/hans-christian-stroebele-snowden-kann-von-moskau-aus-nicht-die-volle-wahrheit-sagen-1.1957616\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Str&ouml;bele erkennt offenbar in Deutschland immer noch ein &bdquo;Land mit demokratischen, rechtstaatlichen Verh&auml;ltnissen&ldquo;. Angesichts u.a. des Falles Mollath sowie des G&ouml;rg&uuml;l&uuml;-Falles und der schleppend aufzuarbeitenden Morde, die dem &bdquo;NSU&ldquo; zugeschrieben werden, ist das kaum zu glauben.<\/em><br>\n<em>Ein Aufenthalt f&uuml;r Snowden &bdquo;aus &uuml;berwiegendem politischen Interesse&ldquo; steht jedoch offensichtlich dem Interesse der Bundesregierung entgegen.<\/em><br>\n<em>Die Bundesregierung erstellte eine 27-seitige Stellungnahme, in der eine Einreise des Ex-US-Geheimdienstmitarbeiters und Whistleblowers Edward Snowden abgelehnt wurde. Das entscheidende Argument: M&ouml;gliche Gef&auml;hrdung des Staatswohls. Offenbar gelingt ihr damit ein Coup der Inszenierung bzw. Manipulation: Alle reden von dem Papier, seinen Verfassern und seinem Inhalt. Auch das Interview mit dem Verfassungschutz-Pr&auml;sidenten kann so gedeutet werden.<\/em><br>\n<em>Vielmehr k&ouml;nnte es jedoch so sein, dass der Historiker Foschepoth -nach Durchsicht vieler Dokumente- mit seinen Erkenntnissen richtig liegt. Der Historiker liefert eine plausible Erkl&auml;rung insbesondere f&uuml;r das Verhalten der Bundesregierung. Die NachDenkSeiten hatten mehrfach auf Foschepoths Forschungsergebnisse verwiesen; z.B. hier: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21309#h13\">In der hohlen Mitte des Grundgesetzes<\/a>.<\/em><br>\n<em>Foschepoth verweist stets u.a. auf Art. 38 des Zusatzabkommen zum NATO-Truppenstatut.<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n<em>&ldquo;[Schutz von Amts- und Staatsgeheimnissen; Aussagegenehmigung]<\/em><br>\n<em>(1) Ergibt sich im Verlauf eines strafrechtlichen oder nichtstrafrechtlichen Verfahrens oder einer Vernehmung vor einem Gericht oder einer Beh&ouml;rde einer Truppe oder der Bundesrepublik, dass ein Amtsgeheimnis eines der beteiligten Staaten oder beider oder eine Information, die der Sicherheit eines der beteiligten Staaten oder beider schaden w&uuml;rde, preisgegeben werden k&ouml;nnte, so holt das Gericht oder die Beh&ouml;rde vorher die schriftliche Einwilligung der zust&auml;ndigen Beh&ouml;rde dazu ein, dass das Amtsgeheimnis oder die Information preisgegeben werden darf. Erhebt die zust&auml;ndige Beh&ouml;rde Einwendungen gegen die Preisgabe, so trifft das Gericht oder die Beh&ouml;rde alle in ihrer Macht stehenden Ma&szlig;nahmen, einschlie&szlig;lich derjenigen, auf die sich Absatz (2) bezieht, um die Preisgabe zu verh&uuml;ten, vorausgesetzt, dass die verfassungsm&auml;&szlig;igen Rechte einer beteiligten Partei dadurch nicht verletzt werden.<\/em><br>\n<em>(2) Die Vorschriften des deutschen Gerichtsverfassungsgesetzes (&sect;&sect; 172 bis 175) &uuml;ber den Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit von Verhandlungen in strafrechtlichen und nichtstrafrechtlichen Verfahren und die Vorschriften der deutschen Strafprozessordnung (&sect; 15) &uuml;ber die M&ouml;glichkeit der &Uuml;bertragung von Strafverfahren an das Gericht eines anderen Bezirks werden in Verfahren vor deutschen Gerichten und Beh&ouml;rden, in denen eine Gef&auml;hrdung der Sicherheit einer Truppe oder eines zivilen Gefolges zu besorgen ist, entsprechend angewendet.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Nachgelesen werden kann es hier: <a href=\"http:\/\/www.abg-plus.de\/abg2\/ebuecher\/abg_all\/index.htm\">Zusatzabkommen zum NATO-Truppenstatut<\/a><\/em><br>\n<em>Mit anderen Worten: Die Bundesregierung -aber nicht lediglich sie, sondern die gesamte deutsche Exekutive und alle deutschen Gerichte (auch das eventuell von der gr&uuml;nen und\/oder linken Bundestagsfraktion angerufene Bundesverfassungsgericht)- ist zur Geheimhaltung verpflichtet, weil die USA (bzw. ihre Beh&ouml;rden) wohl kaum eine &ldquo;schriftliche Einwilligung&rdquo; f&uuml;r eine potentielle Preisgabe von Informationen durch Herrn Snowden geben wird. Und die deutsche &Ouml;ffentlichkeit darf &uuml;ber diese konkrete Geheimhaltung auf gar keinen Fall informiert werden, so der zweite Absatz des Artikels.<\/em><br>\n<em>Foschepoth hat seine Forschungsergebnisse in Buchform und Interviews ver&ouml;ffentlicht, in denen er auch Empfehlungen abgibt:<\/em><br>\n<em>&ldquo;ZEIT ONLINE: Die Bundesregierung sch&uuml;tzt nicht die Grundrechte der B&uuml;rger, sondern die Interessen der USA?<\/em><br>\n<em>Foschepoth: So ist es! Die Zusammenarbeit der Geheimdienste ist zur Staatsr&auml;son in Deutschland geworden. Wir werden beherrscht von einem gro&szlig;en nachrichtendienstlichen Komplex, der sich immer weiter ausbreitet, egal wer gerade regiert, und der kaum noch zu kontrollieren ist. Das ist ein zentrales Thema f&uuml;r den Rechtsstaat und die Zivilgesellschaft.<\/em><br>\n<em>ZEIT ONLINE: Was m&uuml;sste getan werden, um die &Uuml;berwachung zumindest einzuschr&auml;nken?<\/em><br>\n<em>Foschepoth: Zun&auml;chst m&uuml;sste man alle Gesetze durchforsten, in die amerikanische Interessen hineingespielt haben. So sind zum Beispiel gem&auml;&szlig; Artikel 38 des Zusatzabkommens zum Nato-Truppenstatut nicht nur die Exekutive, sondern auch die Gerichte verpflichtet, daf&uuml;r zu sorgen, dass ein amerikanisches Amtsgeheimnis oder eine entsprechende Information nicht preisgegeben wird. Dieses und vieles mehr m&uuml;sste bereinigt werden. Vor allem aber m&uuml;sste als Erstes die Grundgesetz&auml;nderung von 1968 zur&uuml;ckgenommen werden, die die fl&auml;chendeckende &Uuml;berwachung erm&ouml;glicht und die Gewaltenteilung aushebelt, bis heute. Das w&auml;re eine Legitimation f&uuml;r die Gro&szlig;e Koalition mit ihrer 80-Prozent-Mehrheit.&rdquo;, nachzulesen in &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2013-10\/nsa-uerberwachung-merkel-interview-foschepoth\/seite-2\">Die USA d&uuml;rfen Merkel &uuml;berwachen<\/a>&ldquo;<\/em><br>\n<em>Zumindest bisher deutet nichts darauf hin, dass die schwarz-rote Bundesregierung ihre Parlamentsmehrheit f&uuml;r Ma&szlig;nahmen in diese Richtung nutzen wird &ndash; im Gegenteil: Diese Bundesregierung inszeniert -auch mit diesem Gutachterpapier- im ganz gro&szlig;en Stil und lenkt von der deutschen Verpflichtung zur Geheimhaltung ab.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Think-tank IZA: Teilerfolg f&uuml;r R&uuml;gemer<\/strong><br>\nMeinungsfreiheit oder Maulkorb?<br>\nPressekammer des Landgerichts Hamburg zeigt wenig Verst&auml;ndnis f&uuml;r eine Klage des neoliberalen Vorreiters Prof. Dr. Klaus Zimmermann (IZA \/ Bonn).<br>\nWir freuen uns &uuml;ber die gro&szlig;e Resonanz, die das Verfahren gegen unseren Mitstreiter Werner R&uuml;gemer hervor gerufen hat. Die Presse berichtete, ein Europaabgeordneter und ein ver.di-Vorstandsmitglied wurden aktiv. Zum Gerichtstermin in Hamburg erschienen &uuml;ber 30 Besucher &ndash; mehr als der Saal fassen konnte.<br>\nDer Vergleichsvorschlag des Gerichts beinhaltet, dass wesentliche Aussagen &uuml;ber das Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) in Zunkunft unbehelligt get&auml;tigt werden d&uuml;rften, da sie von der im Grundgesetz verbrieften Meinungsfreiheit gedeckt sind.<br>\nWerner R&uuml;gemer schreibt zum Prozess:<br>\nGericht deutet weitgehende Klageabweisung an<br>\nDie Pressekammer des Landgerichts Hamburg hat in der Verhandlung am 9. Mai 2014 angedeutet, die Klage von Prof. Klaus Zimmermann (als gesch&auml;ftsf&uuml;hrender Direktor des Instituts zur Zukunft der Arbeit &ndash; IZA) in drei von vier Punkten zur&uuml;ck zu weisen.<br>\nVergleichsvorschlag des Gerichts<br>\nIch hatte in den Bl&auml;ttern f&uuml;r deutsche und internationale Politik und dann in der neuen rheinischen zeitung (nrhz.de) das Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA), dessen Direktor Zimmermann ist, als &bdquo;nicht unabh&auml;ngig&ldquo; und die Wissenschaft des IZA als &bdquo;nicht frei&ldquo; bezeichnet sowie das IZA als eine neue Art von Lobbyisten dargestellt.&#8232;Das Gericht unter der Vorsitzenden Richterin Simone K&auml;fer hat damit noch kein Urteil gef&auml;llt, sondern den beiden Prozessgegnern einen Vergleichsvorschlag gemacht. Er enth&auml;lt auch einen Formulierungszusatz im fraglichen Artikel und die Aufteilung der Verfahrenskosten mit 2\/3 f&uuml;r die Kl&auml;gerin IZA und 1\/3 f&uuml;r R&uuml;gemer und die neue rheinische zeitung. Bis zum 6. Juni haben die Parteien Zeit, sich f&uuml;r oder gegen den Vergleich zu entscheiden. Die Bl&auml;tter-Zeitschrift war nicht mehr betroffen, weil sie schon in der ersten Phase des Verfahrens eine Unterlassungs-Verpflichtung unterzeichnet und die IZA-Passage aus der Internet-Version des Artikels entfernt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/arbeitsunrecht.de\/iza_deep-lobbying-pressekammer-weist\/\">arbeitsunrecht in deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Als Hintergrundinformation zum Prozess sei hier noch einmal auf Wolfgang Liebs Artikel Zensur durch das Privatrecht &ndash; Wie das &bdquo;Gro&szlig;e Geld&ldquo; seine Kritiker vor Gericht <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21447\">zum Schweigen bringen will<\/a> verwiesen. Ein echter &bdquo;Teilerfolg&ldquo; ist hier &uuml;brigens nur mit M&uuml;he zu entdecken. Wenn Werner R&uuml;gemer 1\/3 der Prozesskosten tragen soll, ist dies genau das, was Zimmermann und Co. bezwecken &ndash; ein Maulkorb. W&auml;hrend Zimmermann und die IZA ihren Prozesskostenanteil aus der Portokasse bezahlen k&ouml;nnen, ist ein solcher Kostenbescheid f&uuml;r einen kleinen freien Journalisten ein Todesurteil. Hoffen wir, dass Werner R&uuml;gemer im eigentlichen Prozess Recht bekommt und ohne nennenswerten Schaden aus dieser widerw&auml;rtigen Geschichte herauskommt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Paul Krugman: Now That&rsquo;s Rich  &ndash;   Also, das ist wirklich reich<\/strong><br>\nDie neueste &ldquo;Reichenliste&rdquo; des Institutional Investor in seinem  Alpha Magazine, die Erhebung der 25 h&ouml;chst bezahlten Hedgefondsmanager, ist herausgekommen  &ndash;  und es zeigt sich, dass diese Typen eine Menge Geld verdienen. Was f&uuml;r eine &Uuml;berraschung!<br>\nAber bevor wir den Bericht als kalten Kaffee abtun, denken wir doch mal dar&uuml;ber nach, was es bedeutet, dass diese 25 M&auml;nner (ja, es sind alles M&auml;nner) im Jahr 2013 zusammen 21 Milliarden Dollar verdient haben. Und denken wir besonders daran, wie ihr Gl&uuml;ck eine ganze Reihe beliebter Legenden &uuml;ber die Einkommensungleichheit in Amerika widerlegt.<br>\nZun&auml;chst einmal, bei unserer modernen Ungleichheit geht es nicht um Hochschulabsolventen. Es geht um Oligarchen. Die Verteidiger der wachsenden Ungleichheit bem&uuml;hen sich fast immer, die gigantischen Einkommen der wirklich Reichen zu verschleiern, indem sie sie in der Menge der lediglich Wohlhabenden verstecken. Anstatt &uuml;ber das 1 Pozent oder 0,1 Prozent zu sprechen, reden sie von den steigenden Einkommen der College-Absolventen, oder vielleicht auch von den 5 Prozent an der Spitze. Ziel dieser Irref&uuml;hrung ist es, das Bild abzuschw&auml;chen, es so aussehen zu lassen, als redeten wir &uuml;ber normale akademisch gebildete Fachkr&auml;fte, die durch Ausbildung und Anstrengung aufsteigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/05\/09\/opinion\/krugman-now-thats-rich.html\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wirtschaftsweiser sieht EZB in der Pflicht<\/strong><br>\nDer derzeitige Kurs des Euro ist Peter Bofinger zu hoch. Der &Ouml;konom verlangt deshalb eine Intervention der EZB. Andere Experten sehen das Problem allerdings gelassener. Ihrer Meinung nach gibt es noch keinen Grund zur Besorgnis.<br>\nDer Wirtschaftsweise Peter Bofinger fordert geldpolitische Ma&szlig;nahmen, um den hohen Euro-Kurs zu dr&uuml;cken. Nach seiner Ansicht sollte die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) direkt am Devisenmarkt intervenieren. [&hellip;]<br>\nDie Gemeinschaftsw&auml;hrung war in den vergangenen Monaten immer teurer geworden. Auch in dieser Woche kratzte der Euro-Wechselkurs an der 1,40-Dollar-Marke. Besonders in S&uuml;deuropa und in Frankreich wird dies zunehmend als Hypothek f&uuml;r die Wettbewerbsf&auml;higkeit der Wirtschaft empfunden. Bofinger bezeichnet den Wechselkurs als &ldquo;absolut kontraproduktiv&rdquo;. Die Peripheriel&auml;nder versuchten m&uuml;hsam, wieder wettbewerbsf&auml;higer zu werden, indem sie etwa ihre Arbeitskosten senkten, so Bofinger &ndash; &ldquo;aber die Euro-St&auml;rke entwertet das alles wieder&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Wirtschaftsweiser-sieht-EZB-in-der-Pflicht-article12806806.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Der &bdquo;starke Euro&ldquo; ist keinesfalls ein neues Ph&auml;nomen und vor allem eine Folge der deutschen Export&uuml;bersch&uuml;sse. Die expansive Geldpolitik, die Bofinger fordert, w&auml;re zwar eine M&ouml;glichkeit, den Euro ein wenig zu verbilligen. Das Problem dabei ist nur, dass die anderen gro&szlig;en W&auml;hrungsr&auml;ume (Dollar, Pfund, Yen) kein Interesse an einer Aufwertung ihrer W&auml;hrung gegen&uuml;ber dem Euro haben. Auch in der Vergangenheit wurde auf expansive Geldpolitik von einer Notenbank stets mit weiterer expansiver Geldpolitik der anderen Notenbanken reagiert. Wenn alle abwerten, tritt jedoch auch nicht die gew&uuml;nschte Entwicklung ein. Mittel- bis langfristig w&auml;re es daher wesentlich sinnvoller, den Kurs des Euro durch einen Abbau der stetigen Export&uuml;bersch&uuml;sse Deutschlands abzuwerten.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140512_01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140512_01_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Reiche, h&ouml;rt auf unter Br&uuml;cken zu pennen!<\/strong><br>\nSo weit sind wir dann doch noch nicht. Noch nicht. Wir haben wenigstens noch Arbeitszeiten in Arbeitsvertr&auml;gen des Niedriglohnsektors stehen. In Gro&szlig;britannien diskutiert man mal wieder &uuml;ber so genannte &raquo;Null-Stunden-Arbeitsvertr&auml;ge&laquo;. Dabei handelt es sich um moderne Tagel&ouml;hner-Kontrakte, die keine Mindeststundenzahl und damit kein festes Einkommen garantieren. Schon vor einem Jahr versprach der britische Wirtschaftsminister diesbez&uuml;glich Nachbesserungen. Dabei handelte es sich aber um Placebos, wie sie f&uuml;r die neoliberale Wirtschaftspolitik typisch sind<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2014\/05\/reiche-hort-auf-unter-brucken-zu-pennen.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Deutschlands Gesch&auml;ft mit dem Tod<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat im vergangenen Jahr 43 Prozent mehr Exporte von Kleinwaffen genehmigt als noch 2012. Insgesamt betrug das Volumen 135,1 Millionen Euro, wie das ARD-Hauptstadtstudio unter Berufung auf mehrere Antworten der Bundesregierung auf Anfragen der Linksfraktion berichtete. Bereits 2012 war der Wert der genehmigten Ausfuhren doppelt so hoch wie im Vorjahr.<br>\nAllein f&uuml;r Saudi-Arabien seien im vergangenen Jahr f&uuml;nf Mal so viele Lieferungen von Kleinwaffen, Kleinwaffenteilen und Munition genehmigt worden wie noch 2012. Deren Wert betrug demnach 34,7 Millionen Euro. Auch f&uuml;r Oman verf&uuml;nffachten sich die Exporte, auf einen Wert von f&uuml;nf Millionen Euro.<br>\nDer Begriff &ldquo;Kleinwaffen&rdquo; umfasst den R&uuml;stungsexportberichten der Bundesregierung zufolge unter anderem Pistolen, Maschinenpistolen, leichte Maschinengewehre sowie voll- und halbautomatische Sturmgewehre. Der Export von Kleinwaffen ist international besonders umstritten, weil ihnen, verglichen mit schweren Waffen, weltweit mit Abstand die meisten Menschen zum Opfer fallen. Sie sind leicht illegal weiterzuverbreiten und tauchen daher auch immer wieder in Krisenregionen auf. (&hellip;)<br>\nDaher r&uuml;hrt auch die Kritik des Linken-Bundestagsabgeordnete Jan van Aken: &ldquo;So deutlich und schonungslos zeigt sich die Brutalit&auml;t der deutschen Au&szlig;enpolitik nur selten&rdquo;, sagte er der ARD. &ldquo;Exporte von Kleinwaffen bringen ganz direkt Tod und Leid &uuml;ber viele Menschen in der Welt.&rdquo;<br>\nDer Wert f&uuml;r 2013 ist nicht nur im Vergleich zu 2012, sondern auch verglichen mit den Vorjahren extrem hoch. Den Exportberichten zufolge waren neben 2012 bislang die Werte aus den Jahren 2009, 2008 und 2002 besonders hoch. Damals wurden Einzelgenehmigungen f&uuml;r den Export von Kleinwaffen in H&ouml;he von 70,4 Millionen, 68,9 Millionen und 61,6 Millionen Euro erteilt. Nach 2009 sank der Wert bis auf 37,9 Millionen Euro im Jahr 2011.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/export-von-kleinwaffen-deutschlands-geschaeft-mit-dem-tod-1.1956664\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Tausend Peitschenhiebe gegen das Recht<\/strong><br>\nEs w&auml;re ein sch&ouml;nes Thema f&uuml;r eine Magisterarbeit, vielleicht mit dem Titel: &ldquo;Der deutsche R&uuml;stungsexport im Lichte unterlassener Beschr&auml;nkungen&rdquo;. Deutschland geh&ouml;rt nach wie vor zu den gr&ouml;&szlig;ten Waffenverk&auml;ufern der Welt. Seit Jahr und Tag gibt es sehr berechtigte Forderungen, keine Waffen mehr an zwielichtige Regime zu liefern und das Exportverfahren generell transparenter zu machen. Ge&auml;ndert hat sich leider wenig.<br>\nWie n&ouml;tig das aber w&auml;re, beweist eine unsch&ouml;ne Zahl, welche die Bundesregierung nun herausr&uuml;ckte: Der Verkauf von Kleinwaffen aus Deutschland stieg 2013 um 43 Prozent, inklusive eines gro&szlig;en Postens an Gewehren und Maschinenpistolen f&uuml;r Saudi-Arabien.<br>\nDie SPD hat damals zwar noch nicht mitregiert, nun aber stellt sie in Sigmar Gabriel den Wirtschaftsminister und k&ouml;nnte all ihren fr&uuml;heren Klagen &uuml;ber den allzu freigiebigen Verkauf deutschen Schie&szlig;ger&auml;ts Taten folgen lassen. Gabriel freilich hat k&uuml;rzlich schon feinsinnige Betrachtungen angestellt, welche Waffen f&uuml;r die Saudis vielleicht doch ganz in Ordnung seien: Hauptsache, sie lie&szlig;en sich nicht gegen Zivilisten einsetzen.<br>\nSollte er das ernst meinen, d&uuml;rften k&uuml;nftig wenigstens keine Kleinwaffen ins Reich der Saudis mehr gehen und auch sonst nirgendwohin, wo man Menschenrechte mit F&uuml;&szlig;en tritt. In Saudi-Arabien wurde &uuml;brigens gerade ein Regimekritiker zu 1000 Peitschenhieben verurteilt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/deutsche-waffenexporte-tausend-peitschenhiebe-gegen-das-recht-1.1956614\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Wieder einmal ein Beispiel f&uuml;r die Flexibilit&auml;t der SPD-Spitze: Neben Gabriel beherrscht insbesondere Herr Oppermann die F&auml;higkeit zum Wandel; siehe dazu die ZDF-Sendung &bdquo;Berlin direkt&ldquo; &uuml;ber den Rollenwechsel der SPD in Richtung Gro&szlig;e Koalition: <a href=\"http:\/\/berlindirekt.zdf.de\/ZDF\/zdfportal\/programdata\/05168d08-0e1a-372c-b67c-60c95afe176a\/20230243\">Berlin direkt Sendung vom 03.11.2013<\/a> ab Minute 08:45.<\/em><br>\n<em>&Uuml;brigens: Beide stammen von der SPD Niedersachsen &ndash; Zufall?<\/em><br>\n<em>Was beide offensichtlich nicht begreifen: Sie verwechseln Politik mit Rollenspielen bzw. dem Beruf der Schauspielerei. Z.B. Film-oder Theater-Darsteller k&ouml;nnen ihre Rollen wechseln und mal den Guten, ein anderes Mal den B&ouml;sewicht miemen. In der Politik werden &Uuml;berzeugungen auch mit Personen verbunden. Wenn Politiker jedoch ihre &Uuml;berzeugungen &bdquo;an der politischen Windrichtung&ldquo; orientieren, kann es problematisch werden: Dann ist der Verdacht des politischen Opportunismus zum Greifen nahe.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Unabh&auml;ngige Wissenschaftler werden einfach abgeb&uuml;gelt<\/strong><br>\nIn der EU bahnt sich eine heikle Personalrochade an: Industrievertreter sollen die Lebensmittelbranche beaufsichtigen, warnt der gr&uuml;ne EU-Parlamentarier Martin H&auml;usling.<br>\nZEIT ONLINE: Herr H&auml;usling, am Mittwoch wurden sieben neue Mitglieder f&uuml;r den Verwaltungsrat der europ&auml;ischen Lebensmittelaufsicht EFSA nominiert &ndash; f&uuml;r Sie eine &ldquo;unertr&auml;gliche Entscheidung&rdquo;. Warum?<br>\nH&auml;usling: Wieder erh&auml;rtet sich der Verdacht, dass Lobbyinteressen die Arbeit der EFSA bestimmen und dass es keine industrieunabh&auml;ngige Aufsicht gibt. Diese N&auml;he zur Industrie darf es nicht geben. Die Beh&ouml;rde trifft weitreichende und wirtschaftlich bedeutungsvolle Entscheidungen. Die Lebensmittelaufsicht muss industriefern sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2014-05\/efsa-aufsicht-lobbyismus\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Alle Asylbewerber in den Knast?<\/strong><br>\nNeuer Gesetzentwurf der Bundesregierung sieht Inhaftierung quasi als Regel vor Fl&uuml;chtlingsorganisationen und Die Linke haben einen Gesetzentwurf aus dem Hause von Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re (CDU) heftig kritisiert. Geplant ist nach Medienberichten eine umfassende Reform des Bleibe- und Aufenthaltsrechts. Die Neuregelung soll daf&uuml;r sorgen, da&szlig; Asylbewerber ohne Aussicht auf ein Bleiberecht keine Chance haben, in der BRD unterzutauchen. Sie soll die gesetzliche Grundlage daf&uuml;r liefern, diese Menschen festzunehmen und schnellstm&ouml;glich abzuschieben. Die Organisation Pro Asyl spricht von einem &raquo;gigantischen Inhaftierungsprogramm&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/05-12\/007.php\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Von Haut aus verd&auml;chtig<\/strong><br>\nUnser Autor wurde Opfer von &raquo;Racial Profiling&laquo; &ndash; mal wieder<br>\nEs ist mittags und ich sitze in einem Fernbus, irgendwo zwischen Innsbruck und M&uuml;nchen. Im Halbschlaf merke ich, dass der Bus h&auml;lt und denke mir, dass wir wahrscheinlich in Garmisch-Partenkirchen sind. Pl&ouml;tzlich tippt jemand auf meine Schulter. W&auml;hrend ich die Augen &ouml;ffne, verlangt der Mann &ndash; ein Zivilpolizist &ndash; nach meinem Ausweis. W&auml;hrenddessen verlangt seine Kollegin selbiges von dem jungen Mann neben mir. Bevor ich ihm meinen Pass gebe, schaue ich um mich und merke, dass &raquo;wir&laquo; wieder einmal die Einzigen sind.<br>\n&raquo;Wir&laquo; &ndash; das sind Menschen, die &ndash; wie es Polizisten so sch&ouml;n ausdr&uuml;cken &ndash; ins &raquo;T&auml;terprofil&laquo; passen, Leute mit dunklerer Haar- und Hautfarbe. &raquo;Ach, schon wieder nur die Schwarzk&ouml;pfe? Das nennt man Racial Profiling. Dass das gesetzeswidrig ist, wissen Sie, oder?&laquo;, entgegne ich dem Beamten. Sichtlich &uuml;berrascht schaut er mich kurz an, bl&auml;ttert durch meinen Pass und gibt ihn mir wieder. Seiner weibliche Begleitung schien meine Aussage nicht gefallen zu haben. &raquo;Jaja, Profiling&laquo;, meckert sie vor sich her, w&auml;hrend sie weiterhin Fahrg&auml;ste kontrolliert, unter anderem ein afrikanisch aussehendes M&auml;dchen und ein paar andere &raquo;S&uuml;dl&auml;nder&laquo;. &raquo;Europ&auml;isch aussehende Menschen&laquo; waren von der Kontrolle nicht betroffen. Als ich die Polizistin nach ihrer Dienstnummer fragte, wurde ich schlicht und einfach ignoriert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/932534.html\">neues deutschland<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Entstehung und Entwicklung der &bdquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&ldquo;<\/strong><br>\nVortrag von Andreas Kemper am 24. April in Karlsruhe<br>\nDie &bdquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&ldquo; hat scheinbar aus dem Nichts fast den Sprung in den Bundestag geschafft. Der Einzug ins Europa-Parlament ist aktuell das erkl&auml;rte Ziel der Partei. Seit dem Jahreswechsel gibt es erhebliche innerparteiliche Richtungsk&auml;mpfe zwischen nationalliberalen und neoliberalen Kr&auml;fte, in denen es auch darum geht, welche Rolle hierbei Rechtspopulist*innen einnehmen. Der Soziologe Andreas Kemper stellt die Entstehung der AfD mit ihren Forderungen, Gruppen sowie Personen dar. Er geht dabei auch auf die internen Kontroversen (&bdquo;autorit&auml;re S&auml;uberungsaktion&ldquo; versus &bdquo;Befreiung von Querulanten\/ rechtsextre-men Zirkeln&ldquo;) ein.<br>\nAndreas Kemper (andreaskemper.wordpress.com) ver&ouml;ffentlichte &bdquo;Rechte Euro-Rebellion&ldquo; &uuml;ber die AfD sowie zusammen mit H. Weinbach eine Einf&uuml;hrung in das Thema Klassismus. Au&szlig;erdem publiziert er zum organisierten Antifeminismus\/ Maskulismus. Im Fr&uuml;hjahr ist seine Publikation &bdquo;Sarrazins Correctness. Zur Tradition der Menschen- und Bev&ouml;lkerungskorrekturen&ldquo; erschienen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freie-radios.net\/63439\">freie-radios.net<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Statt Deutschkurse f&uuml;r Ausl&auml;nder: &ldquo;auf Dauer eine andere T&auml;tigkeit suchen&rdquo;<\/strong><br>\nDer pl&ouml;tzliche F&ouml;rderstopp der berufsbezogenen Deutschkurse hat zu der Frage gef&uuml;hrt, ob es f&uuml;r die Lehrkr&auml;fte nicht sinnvoller ist, sich auf Dauer einen anderen Job zu suchen &ndash; Gedanken eines Lehrers von einem Integrationskurs. (&hellip;)<br>\nAls Lehrkraft sollte man sich &uuml;berlegen, welche alternativen Berufsm&ouml;glichkeiten es im Bereich der Sprachvermittlung gibt. Wer in staatlich gef&ouml;rderten Deutschkursen arbeitet und mit Hartz IV aufstocken muss, ist sogar per Gesetz dazu verpflichtet, sich aus seiner Notlage zu befreien, und daf&uuml;r ist jeder Job nach dem Gesetz zumutbar. Der Vorsitzende der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, Heinrich Alt, droht jedes Jahr damit, den freiberuflich arbeitenden Aufstockern das Hartz IV zu streichen: &bdquo;Hartz IV ist nun mal nicht daf&uuml;r erfunden worden, unrentable Gesch&auml;ftsmodelle dauerhaft durch die Allgemeinheit zu st&uuml;tzen&ldquo;.<br>\nDie GEW nimmt zu der Frage der alternativen Arbeitsm&ouml;glichkeiten eine unverst&auml;ndliche Haltung ein: Sie schreibt, dass es eine &bdquo;Verh&ouml;hnung&ldquo; der Lehrkr&auml;fte sei, wenn man ihnen empfehlen w&uuml;rde, sich nach anderen Arbeitsm&ouml;glichkeiten umzusehen, weil der Arbeitsmarkt f&uuml;r Geisteswissenschaftler angeblich so schlecht sei. Ein kritischer Kommentar auf den Beitrag der GEW findet sich hier: Der schwierige Umgang mit der GEW. Von der Bildungsgewerkschaft darf man einen noch viel kritischeren Umgang mit der schlechten Integrationspolitik erwarten. Die Bildungsangebote f&uuml;r MigrantInnen sind drittklassig. Diesem Thema hat die GEW bisher noch viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. (&hellip;)<br>\nMit heutigem Datum wurde von der migrationspolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Frau Da&#287;delen, berichtet, dass Forderungen nach einer Erh&ouml;hung der Haushaltsmittel f&uuml;r die Integrationskurse von der Regierung abgelehnt wurden: &bdquo;Nach Berechnungen des Innenministeriums fehlen allein f&uuml;r Integrationskurse knapp 46 Mio. und f&uuml;r Integrationsprojekte 9 Mio. Euro. Es ist skandal&ouml;s, dass die Finanzierung der notwendigen Integrationsma&szlig;nahmen entsprechend gestiegener Einwanderungszahlen dabei v&ouml;llig sachfremd von der Bereitschaft der L&auml;nder abh&auml;ngig gemacht werden sollen, Mittel f&uuml;r Bildungsaufgaben abzugeben&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, migrationspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag.&ldquo; Nun wird die Verantwortung f&uuml;r die bundesweiten Integrationskurse pl&ouml;tzlich auf die L&auml;nder abgeschoben. Erst vor zwei Wochen berichtete die Frankfurter Rundschau unter der &Uuml;berschrift &bdquo;M&uuml;ttern droht Ausschluss von Sprachkursen&ldquo;, dass die F&ouml;rdergelder f&uuml;r die Kinderbetreuung bei Integrationskursen gestrichen werden sollen. Bei einem so volatilen Bildungsmarkt, aus dem der Staat sich so weit wie m&ouml;glich raush&auml;lt, ist es f&uuml;r eine Lehrkraft nur sinnvoll, nach anderen Besch&auml;ftigungsm&ouml;glichkeiten Ausschau zu halten. Selbst in einem Call-Center hat man ein besseres und sichereres Einkommen als in den staatlichen Deutschkursen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2014\/05\/09\/statt-deutschkurse-auslaender-dauer-taetigkeit\/\">Migazin<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Im Auftrag Ihrer Kanzlerin<\/strong><br>\nHat die Bundesregierung nicht schon &ouml;fter unsere Lachmuskeln strapaziert? Viele Abgeordnete sind hervorragende Komiker und sollten ihr Talent nicht l&auml;nger in der Politik vergeuden &ndash; findet Simone Solga in ihrem neuen Solo-Programm. Nach der Sendung sieben Tage zum Nachh&ouml;ren!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/unterhaltungamwochenende\/simonesolga102.html\">WDR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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