{"id":21701,"date":"2014-05-13T08:53:28","date_gmt":"2014-05-13T06:53:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21701"},"modified":"2014-05-13T08:53:28","modified_gmt":"2014-05-13T06:53:28","slug":"hinweise-des-tages-2126","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21701","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21701#h01\">Wem geh&ouml;rt Deutschland?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21701#h02\">Atomausstieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21701#h03\">Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21701#h04\">Sammelt alles, schn&uuml;ffelt alles aus, nutzt alles aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21701#h05\">Neue Steuer-Schlupfl&ouml;cher f&uuml;r Amazon, Apple und Ikea<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21701#h06\">Gespr&auml;che unter &bdquo;guten Freunden&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21701#h07\">EU versch&auml;rft Entsenderichtlinie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21701#h08\">Osteurop&auml;ische Arbeitskr&auml;fte in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21701#h09\">Klimabericht zensiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21701#h10\">Reiche Kommunen h&auml;ngen klamme St&auml;dte und Gemeinden ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21701#h11\">Weltkriegsveteranen bauten geheime Armee auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21701#h12\">DFB neutralisiert &ldquo;Kein Fu&szlig;ball den Faschisten&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21701#h13\">Kabinett best&auml;tigt Schavan als Botschafterin im Vatikan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21701#h14\">&bdquo;Sarrazin ist kein Intelligenzforscher&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21701#h15\">Warum ich nicht mehr f&uuml;r die TAZ schreibe<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21701&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wem geh&ouml;rt Deutschland?<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Kapital ungerecht?<\/strong><br>\nMit insgesamt 5,15 Billionen Euro ist das private Geldverm&ouml;gen in Deutschland so hoch wie noch nie. Allerdings ist in keinem Land der Euro-Zone der Reichtum so ungleich verteilt wie bei uns, wo vor vielen Jahren mal die soziale Marktwirtschaft erfunden wurde und Ludwig Erhard &bdquo;Wohlstand f&uuml;r alle&ldquo; versprochen hatte. Mittlerweile werden die Reichen immer reicher und die Armen immer &auml;rmer. &bdquo;Diese Entwicklung war vorauszusehen, ja, sie war geplant&ldquo;, schreibt der Journalist Jens Berger in seinem neuen Buch &bdquo;Wem geh&ouml;rt Deutschland?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/swr2\/programm\/sendungen\/kontext\/swr2-kontext-kapital-ungerecht\/-\/id=4352076\/did=13170300\/nid=4352076\/1gbwuzm\/index.html\">SWR<\/a><\/li>\n<li><strong>Wem geh&ouml;rt Deutschland?<\/strong><br>\n220.000 Euro m&uuml;sste jeder deutsche Haushalt auf seinem Konto haben. Zumindest ist das der Durchschnittswert. Aber das meiste Verm&ouml;gen verteilt sich auf wenige Konten. Und dabei ist die Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland gr&ouml;&szlig;er als irgendwo sonst in der Euro-Zone. Aber wem geh&ouml;rt denn nun Deutschland und wer sind die wahren Machthaber?<br>\nAntworten darauf sucht der Journalist und Blogger Jens Berger in seinem neuen Buch &bdquo;Wem geh&ouml;rt Deutschland&ldquo;. Es erscheint heute im Westend Verlag und wir sprechen dar&uuml;ber mit dem Autor Jens Berger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.radioeins.de\/programm\/sendungen\/der_schoene_morgen\/_\/verteilung-der-besitzverhaeltnisse-in-deutschland.html\">radioeins<\/a>\n<p><em>Jens Berger:  <a href=\"http:\/\/www.westendverlag.de\/buecher-themen\/programm\/wem-gehoert-deutschland-jens-berger.html\">Wem geh&ouml;rt Deutschland? Die wahren Machthaber und das M&auml;rchen vom Volksverm&ouml;gen<\/a> <\/em><br>\n<em>Westend Verlag, 256 Seiten, 17,99 Euro ISBN: 978-3-86489-053-6<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Atomausstieg<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Was E.on und Co. mit ihren Atommeilern verdient haben<\/strong><br>\nEs war schon lange klar, dass da einiges auf E.on und Co. zukommen w&uuml;rde. Die R&uuml;ckstellungen, die die Kraftwerksbetreiber f&uuml;r den Abriss ihrer 17 Atommeiler gebildet haben, haben nach Angaben der Bundesregierung inzwischen insgesamt 35,8 Milliarden Euro erreicht (Stand Ende 2013). Doch selbst diese enorme Summe gilt als knapp bemessen, wenn es darum geht, alle Spuren der Kernkraft in Deutschland zu beseitigen.<br>\n&ldquo;Im Gro&szlig;en und Ganzen m&uuml;sste das f&uuml;r die Bauarbeiten ausreichen&rdquo;, sagt Wolfgang Irrek, der an der Hochschule Ruhr West den Markt f&uuml;r Energiedienstleistungen erforscht. Die Kosten f&uuml;r die Zwischen- und Endlagerung der verstrahlten Abf&auml;lle und das Risiko eines Unfalls w&auml;hrend der Arbeiten sei damit allerdings in keiner Weise abgedeckt.<br>\nDass die Kosten im Einzelfall erheblich h&ouml;her liegen k&ouml;nnen, wissen die Experten der Bundesregierung nur zu gut. Allein f&uuml;r Abbruch und Entsorgung zweier Atomanlagen aus der ehemaligen DDR in Greifswald und Rheinsberg kalkuliert das Bundesforschungsministerium inzwischen mehr als 3,2 Milliarden Euro. Keine Frage: Das Risiko, dass die knapp 36 Milliarden Euro an R&uuml;ckstellungen nicht ausreichen, ist hoch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/atomkraft-was-eon-und-co-mit-ihren-atomeilern-verdienten-a-968941.html\">SPON<\/a><\/li>\n<li><strong>Pokern am Abgrund<\/strong><br>\nJahrzehntelang verdienten die Kernkraftbetreiber gutes Geld mit ihren Reaktoren. Jetzt aber ist die Atomkraft wie ein schwarzes Loch, das Unmengen Geld verschluckt. Ein Klotz am Bein. Auch Vattenfall hat schon versucht, den Klotz loszuwerden. Nach Informationen der S&uuml;ddeutschen Zeitung diente sein Europa-Chef Tuomo Hatakka potenziellen Abnehmern die Meiler Kr&uuml;mmel und Brunsb&uuml;ttel an &ndash; samt milliardenschwerer Mitgift: Den R&uuml;ckstellungen, die Vattenfall f&uuml;r R&uuml;ckbau und Entsorgung gebildet hatte. Doch keiner griff zu.<br>\nOffiziell erkl&auml;rt Vattenfall nun, man habe sich gar nicht trennen wollen. Stattdessen wollen nun auch die drei anderen Betreiber &ndash; RWE, Eon und EnBW &ndash; das Kapitel Atomkraft in Deutschland rasch hinter sich lassen. Etwa in einer &ouml;ffentlich-rechtlichen Stiftung, die dann der Bund zu verwalten h&auml;tte. Vor Monaten schon sollen RWE-Chef Peter Terium und Eon-Chef Johannes Teyssen in Berlin Pl&auml;ne ausgelotet haben, wie sie die Milliardenkosten dem Steuerzahler &uuml;bertragen k&ouml;nnten. Der Plan: Reaktoren weg, Risiken weg.<br>\nIn der Vergangenheit hat diese Methode gar nicht mal so schlecht funktioniert. Schlie&szlig;lich hatte urspr&uuml;nglich vor allem der Bund die Konzerne zur Atomkraft gedr&auml;ngt, viele Mittel waren da recht. Es gab zinsg&uuml;nstige Kredite, schnelle Genehmigungsverfahren &ndash; und zur Not wurden die Risiken von der Allgemeinheit &uuml;bernommen. Beispiel Niederaichbach: In der Gemeinde bei Landshut baute in den Sechzigerjahren der Bayernwerk-Konzern, ein Eon-Vorl&auml;ufer, eines der ersten deutschen AKWs. Doch der Reaktor funktionierte nicht richtig, anderthalb Jahre nach der Inbetriebnahme ging er wieder vom Netz. Der teure R&uuml;ckbau aber wurde flugs zum Forschungsvorhaben deklariert &ndash; die Steuerzahler standen daf&uuml;r gerade.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/ausstieg-aus-der-atomkraft-pokern-am-abgrund-1.1959319\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eigentlich kann man den Energiekonzernen keinen Vorwurf machen. Versuchen diese doch nur das nachzumachen was durch die Banken vorgelebt wurde, Gewinne privatisieren, Verluste und Kosten sozialisieren. Und bei den Banken hat das ja auch wunderbar funktioniert. Man darf ziemlich sicher sein, dass dies in der &bdquo;marktkonformen&ldquo; Demokratie auch bei den Energiekonzernen schon funktionieren wird. Man darf aber gespannt sein mit welcher fadenscheinigen Begr&uuml;ndung die Bundesregierung den B&uuml;rger die Kosten aufb&uuml;rden wird. Nat&uuml;rlich erst wenn etwas Gras &uuml;ber die Angelegenheit gewachsen ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Aufbruch ins Wunderland<\/strong><br>\nDeutschlands Stromkonzerne wollten urspr&uuml;nglich gar keine Atomenergie. Doch die Politik dr&auml;ngte &ndash; und zahlte alles [&hellip;]<br>\nDoch ausgerechnet die Energiewirtschaft, welche die Reaktoren betreiben und nat&uuml;rlich auch bezahlen soll &ndash; sie mauert. Sie sieht keinen Grund, ihren Kraftwerkspark dem atomaren Experiment zu opfern. Denn die Gesch&auml;fte gehen gut, Kohle und &Ouml;l stehen &uuml;berreichlich und billig zur Verf&uuml;gung, die Kraftwerkskapazit&auml;ten sind ausreichend dimensioniert. Warum soll sie sich einer unbekannten Technik ausliefern? [&hellip;]<br>\n1962 beginnen AEG und General Electric mit dem Bau eines 237-Megawatt-Demonstrationsreaktors im schw&auml;bischen Gundremmingen. Die Konzerne lassen sich das Projekt vergolden. Von 300 Millionen Mark Baukosten muss der Staat nach langem Tauziehen zwei Drittel bezahlen. RWE und Bayernwerk als Betreiber denken nicht daran, sich f&uuml;r die nationale Aufgabe der Atomkraft einspannen zu lassen. So wird Gundremmingen zum ersten gro&szlig;en S&uuml;ndenfall einer bis heute staatlich gem&auml;steten Technik, die in den n&auml;chsten Jahren und Jahrzehnten Abermilliarden an Zuwendungen verschlingt. Greenpeace lie&szlig; vom Forum f&uuml;r &ouml;kologische und soziale Marktwirtschaft alle Subventionen f&uuml;r die Kernenergie von den f&uuml;nfziger Jahren bis 2008 ermitteln. Danach flossen nach heutiger W&auml;hrung 165 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2010\/40\/Atomenergie-Stromkonzerne\/komplettansicht\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Der Artikel stammt aus dem Jahr 2010, enth&auml;lt jedoch zahlreiche Informationen, die man heute oft vergebens sucht und die von der Politik systematisch verdr&auml;ngt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ukraine<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Robert Skidelsky &ndash; Kennans Rache<\/strong><br>\nBis zum Zusammenbruch der Sowjetunion folgte auf jede kurze Entspannungsphase ein neuer Aufr&uuml;stungszyklus. Dies alles hatte einen Geschmack von Irrsinn und l&auml;sst den beunruhigenden Gedanken zur&uuml;ck, die Nato habe das Leben der Sowjetunion vielleicht dadurch verl&auml;ngert, dass sie ihr einen Feind geliefert hat, der an die Stelle von Nazideutschland treten konnte.<br>\nUm zu verstehen, wie die Russen heute &uuml;ber die Ukraine denken, muss man die Ereignisse durch diese Brille sehen. Nach seinem &bdquo;Sieg&ldquo; im Kalten Krieg hat der Westen den schweren Fehler gemacht, Russland keinerlei Art von regionaler Hegemonie zu gew&auml;hren &ndash; nicht einmal in L&auml;ndern wie der Ukraine oder Georgien, die einst Teil des historischen russischen Staates waren.<br>\nStattdessen hat der Westen unter der Fahne von Humanit&auml;t und Menschenrechten aktiv versucht, die ehemals sowjetischen Staaten aus dem russischen Herrschaftsbereich heraus zu l&ouml;sen. Viele von ihnen waren nur zu gern bereit, dem Einfluss des Kremls zu entkommen. Die Nato erweiterte sich Richtung Osten nach Zentraleuropa in den ehemaligen sowjetischen Block hinein und mit der Aufnahme von Estland, Lettland und Litauen sogar in die ehemalige Sowjetunion selbst. 1996 warnte der 92-j&auml;hrige Kennan, die Expansion der Nato in das ehemalige Sowjetgebiet sei ein &bdquo;strategischer Fehler potenziell epischen Ausma&szlig;es&ldquo;. [&hellip;]<br>\nDas bedeutet, mit den Russen zu reden und ihnen zuzuh&ouml;ren. Die Russen haben ihre Ideen zur L&ouml;sung der Krise vorgestellt. Allgemein ausgedr&uuml;ckt stellen sie sich eine &bdquo;neutrale&ldquo; Ukraine nach finnischem Modell mit einem f&ouml;deralen Staatswesen nach Schweizer Vorbild vor.<br>\nSolche Vorschl&auml;ge sind vielleicht zynisch oder nicht durchf&uuml;hrbar. Aber anstatt in moralistische Emp&ouml;rung &uuml;ber die russischen Aktionen zu verfallen, sollte der Westen sie umgehend pr&uuml;fen, ausloten und verfeinern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.capital.de\/meinungen\/kennans-rache.html\">Capital<\/a><\/li>\n<li><strong>The West Marches East, Part 1: The U.S.-NATO Strategy to Isolate Russia<\/strong><br>\nIn early March of 2014, following Russia&rsquo;s invasion of Crimea in Ukraine, the New York Times editorial board declared that Russian President Vladimir Putin had &ldquo;stepped far outside the bounds of civilized behavior,&rdquo; suggesting that Russia should be isolated politically and economically in the face of &ldquo;continued aggression.&rdquo;<br>\nJohn Kerry, the U.S. Secretary of State, lashed out at Russia&rsquo;s &rdquo;\tincredible act of aggression,&rdquo; stating that: &ldquo;You just don&rsquo;t in the 21st century behave in 19th century fashion by invading another country on [a] completely trumped up pre-text.&rdquo; Indeed, invading foreign nations on &ldquo;trumped up pre-texts&rdquo; is something only the United States and its allies are allowed to do, not Russia! What audacity! [&hellip;]<br>\nIndeed, Russia can only be said to be an &ldquo;aggressive&rdquo; and &ldquo;imperial&rdquo; power so long as one accepts the unrelenting hypocrisy of U.S. and Western leaders. After all, it was not Russia that invaded and occupied Afghanistan and Iraq, killing millions. It is not Putin, but rather Barack Obama, who has waged a &ldquo;global terror campaign,&rdquo; compiling &ldquo;kill lists&rdquo; and using flying killer robots to bomb countries like Afghanistan, Pakistan, Iraq, Yemen, Libya, Somalia, and even the Philippines, killing thousands of people around the world. It is not Putin, but rather, Barack Obama, who has been sending highly-trained killers\tinto over 100 countries around the world at any given time, waging a &ldquo;secret war&rdquo; in most of the world&rsquo;s nations. It was not Russia, but rather the United States, that has supported\tthe creation of &ldquo;death squads&rdquo; in Iraq, contributing to the mass violence, civil war and genocide that resulted; or that has been destabilizing Pakistan, a nuclear-armed nation, increasing the possibility of nuclear war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hamptoninstitution.org\/west-marches-east-part-one.html#.U3CVLF5q5Mi\">The Hampton Institute<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Sammelt alles, schn&uuml;ffelt alles aus, nutzt alles aus<\/strong><br>\nDer Journalist Glenn Greenwald hat Edward Snowden geholfen, den NSA-Skandal scheibchenweise ans Licht zu bringen. Morgen wird es wohl neue Schlagzeilen geben &ndash; denn Greenwalds Buch erscheint. Es hat alles, was einen spannenden Roman ausmacht, meint unsere Rezensentin. Die schiere M&ouml;glichkeit der &Uuml;berwachung scheine die Verantwortlichen dazu zu bringen, jedes Ma&szlig; zu verlieren.<br>\nDieses Buch ist das, was die Angelsachsen einen Page-Turner nennen: ein Buch, das man nicht aus der Hand legen mag, bis man es ausgelesen hat. Es besitzt alles, was einen spannenden Roman ausmacht: es gibt Helden und Schurken, es geht um Macht und Moral und um die Frage: was hat das alles mit mir zu tun?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/greenwalds-buch-die-globale-ueberwachung-sammelt-alles.1310.de.html?dram:article_id=285155\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em>Glenn Greenwald: Die globale &Uuml;berwachung. Der Fall Snowden, die amerikanischen Geheimdienste und die Folgen, <\/em><br>\n<em>Droemer Verlag, 368 Seiten, 19,99 Euro ISBN: 978-3-426-27635-8<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Neue Steuer-Schlupfl&ouml;cher f&uuml;r Amazon, Apple und Ikea<\/strong><br>\nEigentlich wollen Europas Regierungen gemeinsam gegen die Steuertricks der Konzerne vorgehen. Doch nun fallen einige Staaten den anderen in den R&uuml;cken &ndash; und f&uuml;hren sogar neue Schlupfl&ouml;cher ein.<br>\nDer 6. September 2013 war f&uuml;r Angela Merkel ein Tag der Abwechslung. Stundenlang hatte die Kanzlerin beim Gipfeltreffen der 20 f&uuml;hrenden Industrie- und Schwellenl&auml;nder in St. Petersburg vergeblich um eine gemeinsame Position zum Syrien-Konflikt gerungen. Da tat es gut, dass am Abend bei einem Glas Wein wenigstens Wolfgang Sch&auml;uble einen Erfolg verk&uuml;nden konnte: Die G-20-Finanzminister h&auml;tten beschlossen, berichtete der Ressortchef, sich von international t&auml;tigen Konzernen in Steuerfragen nicht mehr gegeneinander ausspielen zu lassen. Mit den Gewinnverschiebereien zulasten des Fiskus m&uuml;sse Schluss sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/steuerflucht-von-konzernen-neue-steuer-schlupfloecher-fuer-amazon-apple-und-ikea-1.1958476\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Gespr&auml;che unter &bdquo;guten Freunden&ldquo;<\/strong><br>\nNoch ist der Widerstand gegen das geplante europ&auml;isch-amerikanische Freihandelsabkommen (TTIP) nicht verklungen, schon sind nun Verhandlungen &uuml;ber ein weiteres umstrittenes Abkommen bekanntgeworden. Seit 2012 wird &uuml;ber einen internationalen Vertrag zum Handel mit Dienstleistungen (Trade in Services Agreement, TISA) hinter verschlossenen T&uuml;ren verhandelt.<br>\nUnter Federf&uuml;hrung der USA und der EU begannen insgesamt 50 L&auml;nder den neuerlichen Verhandlungsprozess. Unter diesen &bdquo;wirklich guten Freunden von Dienstleistungen&ldquo;, wie sie sich selbst nennen, sind 23 WTO-Mitglieder darunter Australien, Chile, Kanada, die Schweiz, Japan und die EU. Diese repr&auml;sentieren mehr als zwei Drittel des globalen Handels mit Dienstleistungen.<br>\nOffenbar ist den USA dieses Abkommen auch von der Reihenfolge her wichtiger als das TTIP, wie aus einem Schreiben der EU-Kommission hervorgeht. Die aktuelle Verhandlungsrunde startete vergangenen Montag in Genf. Kritiker schlagen Alarm, bef&uuml;rchten sie doch, dass TISA &uuml;ber das umstrittene bisherige GATS-Abkommen noch weit hinausgeht.<br>\nIm Fokus stehen bei TISA die weitere Deregulierung und Liberalisierung von &ouml;ffentlichen Dienstleistungen wie etwa die Gesundheits-, Wasser- und Energieversorgung, Bildung und &ndash; trotz der nicht lange zur&uuml;ckliegenden Finanzkrise &ndash; der Finanzsektor. Es wird aber ausdr&uuml;cklich im Vertragsentwurf festgehalten, dass die Bereiche jederzeit ausgeweitet werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/orf.at\/stories\/2228120\/2228147\/\">ORF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>EU versch&auml;rft Entsenderichtlinie<\/strong><br>\nIm Kampf gegen Minil&ouml;hne und Sozialdumping versch&auml;rft die EU die Regeln zur Entsendung von Arbeitern ins Ausland. Das Europaparlament verabschiedete gestern [16.4.2014] abschlie&szlig;end eine entsprechende Neufassung der sogenannten Entsenderichtlinie aus den Jahr 1996. Vorgesehen sind striktere Auflagen f&uuml;r Unternehmen, die Arbeitnehmer in ein anderes Land entsenden. Ziel ist es, klar zwischen einer &bdquo;echten Entsendung&ldquo; von Arbeitern und einer Umgehung der geltenden Bestimmungen zu unterscheiden &ndash; etwa durch Briefkasten-Firmen, die in L&auml;ndern mit einem schwachen Arbeits- und Sozialschutz gegr&uuml;ndet werden. Auch wurde die Definition von Scheinselbstst&auml;ndigkeit klarer gefasst. Grund f&uuml;r die neuen Vorschriften waren Klagen &uuml;ber Missbrauch und Niedrigl&ouml;hne etwa in der Baubranche. Betroffen sind rund 1,2 Millionen Arbeitnehmer, die in der EU zeitweilig in andere Mitgliedstaaten geschickt werden.<br>\nDer in monatelangen, harten Verhandlungen zwischen Unterh&auml;ndlern des Parlaments und der 28 EU-Staaten ausgehandelte Kompromiss enth&auml;lt zwar eine Minimalliste nationaler Kontrollma&szlig;nahmen. Jedes Land kann aber wie bisher weitgehend selbst &uuml;ber seine Kontrollen entscheiden. Die Forderung nach einem EU-weiten System f&uuml;r eine gemeinsame Haftung von Hauptauftraggebern und Subunternehmern, etwa f&uuml;r unbezahlte L&ouml;hne, f&uuml;r alle Branchen, fand keine Mehrheit. Die Neuregelung enth&auml;lt eine solche Gesamthaftung nur f&uuml;r das Baugewerbe. Damit werde es auch in Zukunft keine &bdquo;effektiven Instrumente gegen die massive Ausbeutung entsandter Arbeitnehmer geben&ldquo;, kritisierte die SPD-Politikerin Jutta Steinruck. Ziel sei es gewesen, diese Form der &bdquo;modernen Sklaverei&ldquo; abzuschaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weser-kurier.de\/startseite_artikel,-EU-verschaerft-Entsenderichtlinie-_arid,830112.html\">Weserkurier<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Leider wurde die Neufassung der NDS-Lesern wohl bekannten Entsenderichtlinie aus den Jahr 1996 in den Medien kaum diskutiert. Frank Schmidt-Hullmann von der IG Bau ist davon zeugt, dass die Ausbeutung ausl&auml;ndischer Bauarbeiter durch die neue Entsenderichtlinie nicht bek&auml;mpft wird:<\/em><\/p>\n<p><strong>Die neue Richtlinie ist eine Mogelpackung<\/strong><br>\nNiedrige L&ouml;hne, miese Unterbringung, Ausbeutung auf der ganzen Linie. Auf bis zu 80 Prozent aller Baustellen in Deutschland, sch&auml;tzt die IG Bau, wird betrogen. Die EU wollte das &auml;ndern und macht alles nur noch schlimmer. Schmidt-Hullmann beklagte, dass die osteurop&auml;ischen L&auml;nder wie Polen eine sch&auml;rfere europ&auml;ische Regelung verhindert h&auml;tten. Dort habe sich eine kriminelle Industrie entwickelt, die die Arbeiter auf Umwegen &uuml;ber Briefkastenfirmen um ihre Mindestl&ouml;hne bringe. So sei es durchaus &uuml;blich, den Arbeitern bei Auslandseins&auml;tzen Geld f&uuml;r Reise und Unterkunft vom Mindestlohn abzuziehen &ndash; eine zum Beispiel nach deutschem Recht illegale Praxis. &ldquo;Es muss ohne Wenn und Aber das Arbeitsort-Prinzip gelten, es sei denn, die mitgebrachten Bedingungen sind g&uuml;nstiger f&uuml;r die Besch&auml;ftigten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/morgenecho\/bauarbeiter104.html\">WDR 5<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Osteurop&auml;ische Arbeitskr&auml;fte in Deutschland<\/strong><br>\nEtwa 1,2 Millionen Zuwanderer aus den ost- und s&uuml;dosteurop&auml;ischen EU-L&auml;ndern leben in Deutschland. Rund 500.000 haben einen Fulltime-Job, jeder zweite im Niedriglohnsektor. Wie viele von ihnen von deutschen Arbeitgebern betrogen oder ausgebeutet werden, dazu gibt es keine Statistiken. Erzwungene Schwarzarbeit, Scheinselbstst&auml;ndigkeit oder illegale Akkord-L&ouml;hne geh&ouml;ren zum Alltag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/beschaeftigung-in-der-grauzone-osteuropaeische.724.de.html?dram:article_id=284945\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Klimabericht zensiert<\/strong><br>\nDer j&uuml;ngste UN-Klimareport ist in wichtigen Passagen gek&uuml;rzt und verw&auml;ssert worden. Bei den Verhandlungen hinter verschlossenen T&uuml;ren vor gut einem Monat in Berlin entfernten Regierungsdelegationen aus politischen Gr&uuml;nden umfangreiche Textteile und Grafiken aus dem wichtigsten Teil der Studie, der &ldquo;Zusammenfassung f&uuml;r Entscheidungstr&auml;ger&rdquo; (SPM). Das belegen Aussagen von Teilnehmern der Verhandlungen sowie Dokumente, die der taz vorliegen. Die Forscher hatten erw&auml;hnt, wie mangelhaft der Klimaschutz trotz der Vorgaben des Kioto-Protokolls bislang vorangekommen ist, dass Schwellenl&auml;nder wie Indien, China und Brasilien nicht zum Klimaschutz verpflichtet sind und dass sich alle Staaten geeinigt haben, ab 2020 ein bindendes Abkommen zu schlie&szlig;en. Solche Selbstverst&auml;ndlichkeiten stie&szlig;en aber bei vielen Schwellen- und Entwicklungsl&auml;ndern auf Widerstand. Von eineinhalb Seiten Text blieb in der Endfassung nur noch eine magere halbe Seite &uuml;brig. Ebenso zensiert wurden drei Grafiken, die den Zusammenhang zwischen h&ouml;heren Einkommen und steigenden Emissionen von Klimagasen zeigen. Vor allem Staaten wie China, Indien oder Brasilien legen demnach rasant bei ihren Emissionen zu. Auch hier intervenierte nach Informationen von Teilnehmern in den vertraulichen Sitzungen eine gro&szlig;e Gruppe um China, Indien, die Philippinen, Katar und die Malediven und versteckte die Darstellungen in der wenig gelesenen &ldquo;Technischen Zusammenfassung&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2014%2F05%2F08%2Fa0091&amp;cHash=10e34deb09e374901aa6e6149a398e4a\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wer glaubt eigentlich noch daran, dass es zu einer global abgestimmten Drosselung der Klimagase kommen wird? Und wer kann es den Schwellen- und Entwicklungsl&auml;ndern vergelten, unseren &ldquo;way of life&rdquo; anzustreben. Wie heuchlerisch ist die Aufforderung der alten Industriel&auml;nder, die Schwellenl&auml;nder sollten eine h&ouml;here Klimaschutzverpflichtung &uuml;bernehmen. Konsumieren wir doch zu einem gro&szlig;en Teil, was in Schwellenl&auml;ndern wie China produziert wird. Fast jede Woche geht in China ein neuer Kohlemeiler in Betrieb. Allein in den vergangenen zehn Jahren ist die weltweite F&ouml;rderung von Kohle fast unbemerkt von der &Ouml;ffentlichkeit um knapp 60 Prozent gewachsen. Die Nachfrage nach Kohle stieg damit fast doppelt so stark an wie die nach Erdgas und viermal so stark wie die nach Erd&ouml;l. Und Deutschland: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/schmutzige-energie-zu-viel-kohle-zu-viel-gift-1.1959268\">Ausdr&uuml;cklich beklagt die IEA in ihrem globalen Bericht auch die Renaissance der Kohle im Energiewendeland Nummer eins<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Reiche Kommunen h&auml;ngen klamme St&auml;dte und Gemeinden ab<\/strong><br>\nDeutsche Kommunen haben im vergangenen Jahr dringend notwendige Investitionen in H&ouml;he von 118 Milliarden Euro unterlassen. Diese Summe h&auml;tte in Infrastruktur wie Stra&szlig;en oder Schulen gesteckt werden m&uuml;ssen, teilte die staatliche F&ouml;rderbank KfW mit. Sie befragte Experten aus 378 St&auml;dten und Gemeinden sowie aus 101 Landkreisen.<br>\nDie Gemeinden haben demnach vergangenes Jahr gut 25 Milliarden Euro in die Hand genommen und damit etwa Stra&szlig;en gebaut, Br&uuml;cken erneuert, Schulen modernisiert und Kitapl&auml;tze geschaffen. Dennoch stehen Deutschlands Kommunen laut KfW weiter vor einem gigantischen Investitionsstau. Zwar sank der R&uuml;ckstand bei den Investitionen laut der Umfrage im vergangenen Jahr um zehn Prozent, doch KfW-Chefvolkswirt J&ouml;rg Zeuner sieht dennoch Handlungsbedarf. &ldquo;Von Entwarnung kann keine Rede sein&rdquo;, sagte er. Denn finanziell angeschlagene Gemeinden w&uuml;rden zunehmend abgeh&auml;ngt. &ldquo;Die schwachen Kommunen sind eher schw&auml;cher geworden. Die Schere zwischen den Kommunen geht weiter auf&rdquo;, sagte Zeuner.<br>\nDie meisten Ausgaben fehlen laut der Umfrage im Bereich Stra&szlig;en und in der Verkehrsstruktur. Hier wird der R&uuml;ckstand auf 31 Milliarden Euro beziffert. Im Schulbereich m&uuml;ssten demnach 24 Milliarden Euro investiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/investitionen-in-infrastruktur-kommunen-sparen-sich-kaputt-a-968944.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Da muss man sich doch sehr wundern, dass aktuell schon wieder von Steuerentlastungen schwadroniert wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Weltkriegsveteranen bauten geheime Armee auf<\/strong><br>\nRund 2000 ehemalige Offiziere der deutschen Wehrmacht und der Waffen-SS betrieben nach Informationen des SPIEGEL ab 1949 den Aufbau einer Armee von rund 40.000 Mann. Die Aktion fand hinter dem R&uuml;cken von Bundesregierung und &Ouml;ffentlichkeit statt. Hauptorganisator war der sp&auml;tere Heeresinspekteur der Bundeswehr, Albert Schnez. Waffen sollten im Ernstfall aus Best&auml;nden der Bereitschaftspolizei kommen; ein Mitstreiter von Schnez hatte Zugriff darauf, weil er im Innenministerium arbeitete.<br>\nDas Netzwerk von Schnez warb Spenden bei Unternehmen ein, besprach mit Speditionen, welche Fahrzeuge diese zur Verf&uuml;gung stellen konnten, und betrieb einen sogenannten Abwehrapparat. Dieser bespitzelte angeblich oder tats&auml;chlich linke B&uuml;rger und Politiker wie den sp&auml;teren SPD-Fraktionschef Fritz Erler.<br>\nDie konspirative Schnez-Truppe wollte sich den SPIEGEL-Informationen zufolge bei einem sowjetischen Angriff zun&auml;chst ins Ausland absetzen und dann von dort aus die Bundesrepublik freik&auml;mpfen. Zugleich bereitete sie sich auf einen Einsatz im Inland gegen Kommunisten vor, f&uuml;r den Fall eines B&uuml;rgerkriegs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/veteranen-von-wehrmacht-und-ss-gruendeten-laut-bnd-geheime-armee-a-968727.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>DFB neutralisiert &ldquo;Kein Fu&szlig;ball den Faschisten&rdquo;<\/strong><br>\n&ldquo;Kein Fu&szlig;ball den Faschisten&rdquo; &ndash; dieser Spruch schm&uuml;ckt die Gegengerade am Millerntor in Hamburg. Au&szlig;er, wenn die DFB-Nationalmannschaft gastiert, um im Stadion des FC St. Pauli zu trainieren.<br>\nHeute ist nur noch &ldquo;Kein Fu&szlig;ball&rdquo; zu lesen, der Rest wurde versteckt. Grund: &ldquo;Laut dem Pressesprecher der Nationalmannschaft gilt f&uuml;r alle DFB-Veranstaltungen, dass keine politischen Statements zu sehen sein d&uuml;rfen. Daher wurde der Teil von &ldquo;Kein Fu&szlig;ball den Faschisten&rdquo; neutralisiert.&rdquo; Das teilte mir der Pressesprecher des FCSP auf Anfrage mit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.publikative.org\/2014\/05\/12\/dfb-neutralisiert-kein-fussball-den-faschisten\/\">publikative.org<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Damit zeigt der DFB, wie &bdquo;wichtig&ldquo; f&uuml;r ihn der Kampf gegen Rechts ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Kabinett best&auml;tigt Schavan als Botschafterin im Vatikan<\/strong><br>\nDie 58-j&auml;hrige Katholikin wird die erste Frau auf diesem Posten sein. Die Besonderheit liegt allerdings anderswo: In Deutschland ist es ziemlich ungew&ouml;hnlich, dass Politiker auf Botschafterstellen wechseln. Hinzu kommt, dass Schavan nach dem Verlust des Doktortitels wegen einer teilweise abgeschriebenen Dissertation streng genommen auch keinen Hochschulabschluss mehr hat. Sie hatte 1980 ihr Studium mit &ldquo;Direktpromotion&rdquo; abgeschlossen. Im Ausw&auml;rtigen Amt gab es deshalb einiges Murren &uuml;ber die Personalie, auf die sich Union und SPD insgeheim schon bei ihren Koalitionsverhandlungen im vergangenen Herbst verst&auml;ndigt hatten. Offiziell begr&uuml;ndet wurde die Ernennung auch damit, dass Schavan eine &ldquo;engagierte und profilierte Katholikin&rdquo; sei. Zudem l&auml;sst sich bei beiden Kritikpunkten darauf verweisen, dass es in der j&uuml;ngeren deutschen Diplomatie vergleichbare F&auml;lle gab, auch im Vatikan. Zwischen 1995 und 1997 war dort bereits der CDU-Politiker Philipp Jenninger als Botschafter t&auml;tig, der sein Amt als Bundestagspr&auml;sident wegen einer umstrittenen Rede zur deutschen NS-Vergangenheit verloren hatte. Und was den fehlenden Hochschulabschluss abgeht: Der gr&uuml;ne Au&szlig;enminister Joschka Fischer ernannte seinerzeit auch schon Leute zu Botschaftern, die die Universit&auml;t nicht zu Ende gebracht hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/politik\/deutschland\/kabinett-bestaetigt-schavan-als-botschafterin-im-vatikan-aid-1.4222963\">RP Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man mag zum Papsttum kritisch stehen, der Papst bleibt das geistliche Oberhaupt von &uuml;ber einer Milliarde Menschen und er gilt selbst dar&uuml;ber hinaus als moralische Instanz, der man Aufmerksamkeit schenkt. Insofern ist es seitens der Kanzlerin &auml;u&szlig;erst stillos, eine Frau, die bis zuletzt in einem geradezu peinlichen Ausma&szlig; um ihren ermogelten Titel k&auml;mpfte, als &ldquo;engagierte und profilierte Katholikin&rdquo; als Botschafterin in den Vatikan zu schicken. F&uuml;r den gl&auml;ubigen Katholiken ist dieser Akt nicht nur eine Beleidigung des irdischen Stellvertreter Jesu Christi, sondern f&uuml;r jeden, der sich redlich bem&uuml;ht, nicht der &ldquo;Superbia&rdquo; zu verfallen, eins der sieben Hauptlaster katholischer Morallehre, der Frau Schavan leider bis heute nicht zu entsagen versucht. (Ich m&ouml;chte ausdr&uuml;cklich betonen, dass ich selbst zumindest periodisch manchem Laster verfallen bin, Menschen kenne und sch&auml;tze, denen es nicht anders geht. Aber eine Frau, die so uneinsichtig, sowenig selbstreflexiv mit sich selbst umgeht, w&auml;re f&uuml;r jedes &ouml;ffentliche Amt eine Zumutung.)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&bdquo;Sarrazin ist kein Intelligenzforscher&ldquo;<\/strong><br>\nDer Soziologe und Anarchist Andreas Kemper (* 11. April 1963) arbeitet zu den Themenschwerpunkten Bildungsbenachteiligung, Klassismus und antifeministische M&auml;nnerrechtsbewegung. Er ist Autor u.a. von &bdquo;Rechte Euro-Rebellion: Alternative f&uuml;r Deutschland und Zivile Koalition e. V.&ldquo; (edition assemblage, M&uuml;nster 2013) und &bdquo;Sarrazins Correctness: Ideologie und Tradition der Menschen- und Bev&ouml;lkerungskorrekturen&ldquo; (Unrast, M&uuml;nster 2014). &Uuml;ber seine neuen Werke, Direkte Demokratie, Anarchismus, AfD, Sarrazin und antifaschistische Perspektiven sprachen mit ihm Graswurzelrevolution-Redakteur Bernd Dr&uuml;cke, GWR-Mitherausgeber Matthias Schmidt und GWR-Praktikant Volkan.1 (&hellip;)<br>\nBernd Dr&uuml;cke: Kannst Du genaueres zum Inhalt Deines neuen Buches &bdquo;Sarrazins Correctness&ldquo; sagen?<br>\nAndreas Kemper: Ich gehe kurz im ersten Kapitel auf Sarrazins Thesen ein. Im zweiten Teil er&ouml;rtere ich seine Korrektionslinien. Vor hundert Jahren gab es in Deutschland Korrektionsanstalten, &bdquo;correction camps&ldquo; im Englischen, da kamen Landstreicher, Prostituierte, Alleinerziehende, Kinder, die von zuhause abgehauen sind, straff&auml;llig gewordene Jugendliche usw. rein. Die sollten alle korrigiert werden. Das ist quasi ein Vorl&auml;ufer des Hartz IV-Systems mit seiner Verfolgungsbetreuung. Die geht dem Sarrazin nicht weit genug. Er sagt, dass die Arbeitslosen noch viel st&auml;rker an die Kandare genommen werden m&uuml;ssten. In den Korrektionsanstalten wurde damals festgestellt, dass sich die Menschen gar nicht beliebig korrigieren lie&szlig;en, also wurde gefolgert, dass sie komplett falsch, dekadent seien. Also m&uuml;sse man zu Bev&ouml;lkerungskorrekturen greifen. Daraus hat sich die Rassenhygiene entwickelt. Das ist ein flie&szlig;ender &Uuml;bergang, den auch Sarrazin vollzogen hat. Urspr&uuml;nglich hat er klassistisch gegen die Unterschichten gehetzt. Dann kam er pl&ouml;tzlich auf den Trichter, dass es bei einigen gar nicht ginge, die seien bildungsunf&auml;hig. Auch die beste Schule k&ouml;nne ein dummes Kind nicht klug machen, da m&uuml;ssten wir daf&uuml;r sorgen, dass die gar nicht erst geboren werden. Das ist die Eugenik.<br>\nBernd Dr&uuml;cke: Du warst jahrelang Wikipedia-Mitarbeiter und bist ins Visier der Rechten geraten, die rechte Wochenzeitung Junge Freiheit hat 2009 ein ganzseitiges &bdquo;Portr&auml;t&ldquo; &uuml;ber Dich gebracht: &bdquo;Wissen ist Macht. Ein Klassenk&auml;mpfer plustert im Online-Lexikon sein Gefieder auf: Fallbeispiel eines Wikipedia-Autoren&ldquo;. Wie waren da die Hintergr&uuml;nde?<br>\nAndreas Kemper: Ich konnte damals aufzeigen, dass ein Wissenschaftler, der bei Wikipedia mitgearbeitet hat, Volkmar Weiss, der B&uuml;cher zur Rassenhygiene herausgegeben hat, wo es um Vererbung von Intelligenz usw. ging, in Wikipedia manipuliert und verschiedene Accounts angelegt hat. Das habe ich herausgefunden. Wir sind mit unseren unterschiedlichen Einstellungen sofort aufeinander zugerast wie zwei Dampflokomotiven, er ist aus Wikipedia rausgeflogen. Ich bin kein Administrator, ich konnte das nicht entscheiden, sondern nur zeigen, dass er manipuliert hat &ndash; das wurde &uuml;berpr&uuml;ft, es wurde best&auml;tigt, er ist rausgeflogen. Dann hat er gegen mich eine Kampagne gestartet, er hat beim Institut f&uuml;r Soziologie angerufen, ob ich &uuml;berhaupt dort studieren w&uuml;rde, meine Intelligenz w&uuml;rde gar nicht ausreichen f&uuml;r eine Dissertation.<br>\nDann gab es pl&ouml;tzlich einen Artikel in der Jungen Freiheit, diesem neurechten Blatt mit rechtsextremen Tendenzen, wo ich pathologisiert werden sollte. Das passt doch ganz gut in das Schema der Korrektionsanstalten. Und der Autor, der da &uuml;ber mich geschrieben hat, war auch der erste, der erkannt hat, dass Sarrazin sich im eugenischen Fahrwasser bewegt. Die benennen das nat&uuml;rlich viel direkter als es Sarrazin lieb ist. Sarrazin hat auch tats&auml;chlich von dem Volkmar Weiss abgeschrieben, also von diesem Wissenschaftler, mit dem ich bei Wikipedia Probleme hatte. Und Sarrazin ist ja alles, nur kein Intelligenzforscher, der hat alles &uuml;bernommen, zum Teil wortw&ouml;rtlich abgeschrieben. Sarrazin hat zwar sp&auml;ter gesagt, dass er Weiss nur zitiert h&auml;tte, wenn es um die DDR gegangen w&auml;re. Aber das stimmt nicht. Da gab es pl&ouml;tzlich ein tempor&auml;res &bdquo;B&uuml;ndnis&ldquo; zwischen mir und diesem Volkmar Weiss, weil wir beide gesagt haben, dass Sarrazin sich sehr wohl bei ihm bedient h&auml;tte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/de\/artikel\/31157\">Linksnet<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Warum ich nicht mehr f&uuml;r die TAZ schreibe<\/strong><br>\nAnfang 2014 bestellte die TAZ bei mir eine Reportage &uuml;ber die Familienangeh&ouml;rigen von Arnaldo Otegi, dem Generalsekret&auml;r der baskischen Linkspartei SORTU. Im Februar wurde der Text von der Reportagen-Redaktion mit dem Hinweis, er sei nicht nah genug an den Personen und man erfahre nichts &uuml;ber &bdquo;ihre Lebensl&uuml;gen&ldquo;, abgelehnt. Eine &Uuml;berarbeitung wurde mir nicht vorgeschlagen, ein Ausfallhonorar nicht angeboten. Auch auf zwei Anschreiben an die Chefredaktion hat die TAZ nicht regiert.<br>\nBei mir verfestigt sich damit der Eindruck, dass es in der TAZ handfeste Formen von politischem Ausschluss und Zensur gibt. [&hellip;]<br>\nIch wei&szlig;, dass sich einige RedakteurInnen in der TAZ sehr um gesellschaftskritischen Journalismus bem&uuml;hen. Das kann aber nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass die TAZ oft die Funktion aus&uuml;bt, rechte Positionen in der Linken durchzusetzen. So werden Milit&auml;rinterventionen stark gemacht, die Spaltung von Linken in &bdquo;vern&uuml;nftige Moderate&ldquo; und &bdquo;durchgeknallte Fundamentalisten&ldquo; forciert, soziale Bewegungen diskreditiert usw.<br>\nBislang habe ich versucht, zumindest gelegentlich auch in der Zeitung kritische Gegenpositionen zu formulieren. Aber die Tatsache, dass sich die TAZ selbst den einfachsten Auseinandersetzungen um kontroverse Texte und Themen entzieht, zeigt mir, dass das keinen Sinn mehr hat.<br>\nAus diesem Grund habe ich mich entschieden, f&uuml;r die TAZ auch keine anderen, inhaltlich &bdquo;unverf&auml;nglicheren&ldquo; Texte mehr zu liefern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.raulzelik.net\/kritik-literatur-alltag-theorie\/435-warum-ich-nicht-mehr-fuer-die-taz-schreibe-11-5-2014\">Raul Zelik<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-21701","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21701","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=21701"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21701\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21704,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21701\/revisions\/21704"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=21701"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=21701"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=21701"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}