{"id":21800,"date":"2014-05-22T08:49:57","date_gmt":"2014-05-22T06:49:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21800"},"modified":"2014-05-22T08:49:57","modified_gmt":"2014-05-22T06:49:57","slug":"hinweise-des-tages-2133","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21800","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21800#h01\">Putin &auml;u&szlig;ert Zweifel an Legitimit&auml;t der Ukraine-Wahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21800#h02\">Wer bekommt Urlaubsgeld und was sehen die Tarifvertr&auml;ge vor?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21800#h03\">Netto zahlt Millionen-Strafe f&uuml;r Schein-Werkvertr&auml;ge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21800#h04\">Sebastian Dullien: Angela Merkel was right in the end, wasn&rsquo;t she?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21800#h05\">Die drohende Japanisierung Europas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21800#h06\">Europa, sie weben dein Leichentuch &hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21800#h07\">Der Goldesel der Investmentbanker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21800#h08\">Nobelpreistr&auml;ger Joseph E. Stiglitz: Unregulierte Banken haben Debakel verursacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21800#h09\">TTIP &ndash; Geheimsache Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21800#h10\">Wettbewerbspopulismus &ndash; Die Alternative f&uuml;r Deutschland und die Rolle der &Ouml;konomen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21800#h11\">Die ARD-&ldquo;Wahlarena&rdquo; zur Europawahl: Demokratie zum Davonrennen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21800#h12\">EU: Die impotente Atommacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21800#h13\">Erneuerbare Energien in Bayern: Kein Platz f&uuml;r Windr&auml;der<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21800#h14\">Gift im Spiel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21800#h15\">Zust&auml;nde wie im alten Rom<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21800#h16\">NSA-Ausschuss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21800#h17\">Umsturz in Libyen,Niedergang des Islamismus in Nordafrika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21800#h18\">Nigeria: Die Schmerzgrenze ist noch nicht erreicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21800#h19\">Shitstorms haben kaum negative Folgen f&uuml;r Unternehmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21800#h20\">S&uuml;dwestrundfunk:  Bratzler soll&rsquo;s bringen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21800#h21\">Teurer als die Wissenschaft erlaubt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21800#h22\">Zu guter Letzt: Oligarchen-Demokratie<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21800&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Putin &auml;u&szlig;ert Zweifel an Legitimit&auml;t der Ukraine-Wahl<\/strong><br>\nEs werde f&uuml;r Russland schwer, Beziehungen zu einer F&uuml;hrung aufzubauen, die an die Macht komme, w&auml;hrend im Osten gek&auml;mpft werde, sagte Putin am Mittwoch w&auml;hrend eines China-Besuchs in Shanghai&hellip;<br>\nPutin sagte, es w&auml;re logischer, vor einer Pr&auml;sidentenwahl ein Referendum &uuml;ber eine neue Verfassung abzuhalten. Auf der Basis dieser Verfassung sollte dann der Pr&auml;sident und das Parlament gew&auml;hlt werden. &ldquo;Es ist wichtig, die Beziehungen zwischen allen Regionen in der Ukraine herzustellen, nicht die Wahl als solche&rdquo;, sagte Putin. Die Menschen m&uuml;ssten sich als B&uuml;rger f&uuml;hlen k&ouml;nnen &ldquo;egal wo sie wohnen&rdquo;. Die neue ukrainische Verfassung sollte nach russischer Ansicht den Regionen mehr Autonomie geben, um die Rechte der russischsprachigen Bev&ouml;lkerung zu sch&uuml;tzen. In russischen Regierungskreisen waren bereits in der Vergangenheit Zweifel an der Legitimit&auml;t der Pr&auml;sidentenwahl laut geworden. Erst m&uuml;sse die Gewalt gestoppt sein und es einen Fahrplan zur L&ouml;sung des Konflikts geben, hie&szlig; es.<br>\nProrussische Separatisten wollen die Pr&auml;sidentenwahl am Sonntag in den &ouml;stlichen Teilen des Landes verhindern und streben eine Abspaltung von der Ukraine an. Die Regierung in Kiew wiederum setzt das Milit&auml;r ein, um die Kontrolle &uuml;ber das Gebiet wiederzuerlangen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/worldNews\/idDEKBN0E118N20140521\">Reuters<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wer bekommt Urlaubsgeld und was sehen die Tarifvertr&auml;ge vor? <\/strong><br>\n45 Prozent der Besch&auml;ftigten erhalten von ihrem Arbeitgeber ein Urlaubsgeld. Zu diesem Ergebnis kommt eine Online-Umfrage der Internetseite <a href=\"http:\/\/www.lohnspiegel.de\">www.lohnspiegel.de<\/a>, die vom Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der  Hans-B&ouml;ckler-Stiftung betreut wird. Rund 11.200 Besch&auml;ftigte haben sich an der Befragung beteiligt. Eindeutig profitieren die Besch&auml;ftigten von einer Tarifbindung ihres Arbeitgebers. Besch&auml;ftigte mit Tarifbindung erhalten zu 59 Prozent ein Urlaubsgeld, Besch&auml;ftigte ohne Tarifbindung dagegen nur zu 33 Prozent.<br>\nM&auml;nner bekommen h&auml;ufiger ein Urlaubsgeld (50 %) als Frauen (38 %). Im Westen f&auml;llt der Anteil h&ouml;her aus (48 %) als im Osten (32 %). In Kleinbetrieben unter 100 Besch&auml;ftigten gibt es seltener ein Urlaubsgeld (36 %) als in gr&ouml;&szlig;eren Betrieben &uuml;ber 500 Besch&auml;ftigten (56 %). Von den Besch&auml;ftigten mit einem geringen Monatsverdienst (unter 1.000 &euro;) erh&auml;lt nur ein Viertel (26 %) ein Urlaubsgeld, von den Besch&auml;ftigten mit hohem Gehalt (5.000 &ndash; 6.000 &euro;) dagegen gut die H&auml;lfte (53 %).<br>\nDie H&ouml;he der tariflich vereinbarten Urlaubsextras f&auml;llt je nach Branche sehr unterschiedlich aus: Zwischen 155 und 2.204 Euro bekommen Besch&auml;ftigte in der mittleren Verg&uuml;tungsgruppe in diesem Jahr als tarifliches Urlaubsgeld (ohne Ber&uuml;cksichtigung von Zulagen\/Zuschl&auml;gen, bezogen auf die Endstufe der Urlaubsdauer). Das zeigt die aktuelle Auswertung des WSI-Tarifarchivs f&uuml;r 22 Wirtschaftszweige (Stand: 20.4.2014).<br>\nAm wenigsten Geld f&uuml;r die Urlaubskasse bekommen Besch&auml;ftigte in der Landwirtschaft und im Steinkohlenbergbau. Die h&ouml;chsten Zahlungen erhalten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unter anderem in der Holz- und Kunststoffverarbeitung, in der Druckindustrie sowie in der Metallindustrie (Branchendaten siehe Grafik und Tabellen im Anhang auf den folgenden Seiten).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/pm_ta_2014_05_21.pdf\">WSI Tarifarchiv [PDF &ndash; 173 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Netto zahlt Millionen-Strafe f&uuml;r Schein-Werkvertr&auml;ge<\/strong><br>\nSie arbeiteten wie Festangestellte, bekamen aber nur Billigl&ouml;hne als Werksarbeiter. Der Discounter Netto schlie&szlig;t mit der Staatsanwaltschaft einen Deal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/billigloehne-netto-zahlt-millionen-strafe-fuer-schein-werkvertraege-1.1971546\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Sebastian Dullien: Angela Merkel was right in the end, wasn&rsquo;t she?<\/strong><br>\nWhile the euro periphery is still licking its wounds from the euro crisis, in Germany a new narrative of the crisis management of the past years is taking hold: self-congratulation for a supposedly great policy response to the crisis. In short, the new German view runs as follows: The euro crisis is over. The euro is saved. All this shows how successful the German-dominated crisis management has been &ndash; with its strong focus on austerity, balanced budgets, and strict &ldquo;nein&rdquo; to Eurobonds. And who has to be thanked for that, if not Angela Merkel? Wasn&rsquo;t it her who pushed tirelessly for this policy stance across Europe and helped teach the EU partners the virtues of fiscal and macroeconomic thriftiness? &ndash; Of course, whether you judge Merkel&rsquo;s policies a success depends on how you define the baseline. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ecfr.eu\/content\/entry\/commentary_angela_merkel_was_right_in_the_end_wasnt_she256\">European Council on Foreign Relations<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Manchem mag die Hervorhebung der deutschen Kanzlerin als Hauptverantwortliche als &uuml;bertriebene Zuspitzung erscheinen. Nat&uuml;rlich hatte sie Berater und nat&uuml;rlich stand und steht der wissenschaftliche Mainstream Deutschlands mehr oder weniger hinter ihr, letztlich aber hat sie allein in den diversen europ&auml;ische Spitzentreffen Deutschland vertreten. Philippe Legrain hat uns verraten, dass die Kommission, als er 2010 Berater von Kommissionspr&auml;sident Barroso wurde, keine Ahnung von der Finanz- und Schuldenkrise hatte. Die Kommission sei Frau Merkel blind gefolgt.<\/em><br>\n<em>Und wof&uuml;r stand nun Frau Merkel? Sebastian Dullien benutzt f&uuml;r die in Deutschland propagierte Erfolgsgeschichte der merkelschen Politik eine sch&ouml;ne Analogie aus der Medizin: Ein Patient kommt in die Notaufnahme einer Klinik mit einer Schnittwunde, deren Blutung er nicht stoppen kann. Der Arzt erkl&auml;rt, dass er nicht  auf das Standardverfahren mit Nadel und Faden zur&uuml;ckgreifen, sondern eine neue, experimentelle Behandlung anwenden m&ouml;chte. Die Hand schmerzt, ein alternatives Krankenhaus ist nicht vorhanden und er akzeptiert das neue Medikament. Der Patient f&auml;llt ins Koma und in den folgenden Monaten k&auml;mpfen die &Auml;rzte um sein &Uuml;berleben. Nach sechs Monaten erlangt er das Bewusstsein und nach weiteren Wochen kommt er in ein Rehabilitationszentrum, wo ihm gesagt wird, dass eine gute Chance habe, zu arbeiten und normal zu leben, und er die Hand nach f&uuml;nf bis zehn Jahren voll benutzen k&ouml;nne. &ndash; Nat&uuml;rlich, den &Auml;rzten des Krankenhauses geb&uuml;hrt Dank, dass sie das Leben gerettet haben. Aber w&uuml;rden Sie die Behandlung &ldquo;einen Erfolg&rdquo; zu nennen? Dullien bezweifelt es. Wer nicht?<\/em><br>\n<em>Dullien meint, dass in der Eurokrise schlimmere Politikergebnisse vorstellbar seien. Die Eurozone h&auml;tte auseinanderbrechen k&ouml;nnen. Im Vergleich zu diesem Ergebnis w&auml;re die europ&auml;ische Krisenbek&auml;mpfung in der Tat ein Erfolg gewesen. Aber sei dies der richtige Ma&szlig;stab? Dullien nimmt die USA zum Ma&szlig;stab und stellt eine kumulierte Abweichung des Ausgangspfades der Eurozone von 2010 bis 2013 von dem der USA in H&ouml;he von 950 Milliarden Euro fest. Und dies ist nicht das Ende, denn die Jahresproduktion in der Eurozone l&auml;uft jetzt auf einem niedrigeren Niveau.<\/em><br>\n<em>Dullien nennt u.a. als Grund daf&uuml;r, dass die schlechte wirtschaftliche Bilanz der Krisenbek&auml;mpfung nicht durchschaut werde, das Festhalten der deutschen Eliten und Medien am Ordoliberalismus. Dies sei ein anti-empirisches Konzept, das nicht aus den Daten einer chaotischen Realit&auml;t Schl&uuml;sse zulasse, sondern sich an Grunds&auml;tzen von richtig und falsch orientiere. Sie m&uuml;ssten nicht auf BIP und Arbeitslosendaten schauen, um zu beurteilen, ob eine Politik gut oder schlecht war? Die Deutschen w&uuml;ssten einfach, sie liegen mit ihrem Austerit&auml;tskurs richtig. Ist es nicht offensichtlich, dass Sparsamkeit besser ist als Verschwendung? (Man mag einiges anders sehen und Dullien geht m.E. mit den deutschen Eliten sehr milde um, aber die Analogie ist zu sch&ouml;n und ich wollte nur den englische Text verk&uuml;rzt referieren)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die drohende Japanisierung Europas<\/strong><br>\nDas unter den Erwartungen gebliebene Wirtschaftswachstum in der Euro-Zone im ersten Quartal 2014 hat nach an den M&auml;rkten weitverbreiteter Ansicht die Wahrscheinlichkeit neuer monet&auml;rer Lockerungsmassnahmen der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) erh&ouml;ht. Die konjunkturelle Erholung habe sich abgeschw&auml;cht, sei sogar festgefahren, betonen Kommentatoren. Zu den Strukturproblemen geh&ouml;rt der Prozess, den Analytiker und Kommentatoren als drohende &laquo;Japanisierung Europas&raquo; bezeichnen. Dieser Begriff beschreibt die Kombination einer s&auml;kularen Stagnation und eines deflation&auml;ren Trends in Europa, insbesondere in der Euro-Zone. Der gegenw&auml;rtige Zustand der Region ist der Lage Japans in den 1990er Jahren &auml;hnlich. Zahlreiche Parallelen werden gesehen: starke W&auml;hrung, sinkender Preistrend, k&uuml;nstlich am Leben gehaltene Zombie-Banken, anhaltender Deleveraging-Prozess, Aussenhandels&uuml;bersch&uuml;sse und institutionalisierter Widerstand gegen radikale monet&auml;re Massnahmen. Analytiker der Credit Suisse zeigen aber auch wichtige Unterschiede auf: In Japan stimulierten zus&auml;tzliche Regierungsausgaben Konsum, Investitionen und Bruttoinlandprodukt (BIP), w&auml;hrend in der Euro-Zone Staatsausgaben, Konsum und BIP flach blieben und die privaten Investitionen sich auf einem deutlich niedrigeren Niveau eingependelt haben.<br>\n Den st&auml;rksten Gegenwind f&uuml;r die Euro-Zone ortet Cullen Roche von der Orcam Financial Group in den monet&auml;ren Strukturen und meint damit den Zusammenschluss unterschiedlich strukturierter L&auml;nder in einen W&auml;hrungsraum ohne ausgleichendes Fiskalsystem, was die Geldpolitik &uuml;ber Geb&uuml;hr beanspruche. Die Euro-Zone tut sich jedenfalls schwerer als andere L&auml;nder, die Krise zu &uuml;berwinden, wie das Wachstum seit 2007\/08 zeigt. Die USA haben die vor der Krise erreichte Spitze des BIP l&auml;ngst &uuml;berschritten, Japan und Grossbritannien liegen leicht dar&uuml;ber oder nahe daran, w&auml;hrend die Euro-Zone einen weitgehend horizontalen Trend im negativen Bereich aufweist. &ndash; Der Nutzen der europ&auml;ischen Krisenpolitik wird verschiedentlich infrage gestellt. Zwar ist ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone verhindert worden, doch die Staatsverschuldung ist kr&auml;ftig gestiegen. Das Bankensystem und die gesamte Wirtschaft haben weiterhin ungel&ouml;ste Strukturprobleme.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/uebersicht\/finanzportal\/die-drohende-japanisierung-europas-1.18304975?extcid=Newsletter_19052014_Top-News_am_Morgen\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Europa, sie weben dein Leichentuch &hellip;<\/strong><br>\nDie Austerit&auml;tspolitik aus Br&uuml;ssel ist ein Leichenfledderer. Selten kann man das derart im wahrsten Sinne des Wortes behaupten wie jetzt im Fall der Madrider Universit&auml;t, die einige Leichen im Keller hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2014\/05\/europa-sie-weben-dein-leichentuch.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der Goldesel der Investmentbanker<\/strong><br>\nEs ist schon merkw&uuml;rdig: Das Investmentbanking beschert der Deutschen Bank regelm&auml;&szlig;ig hohe Verluste. Doch die beteiligten Banker entlohnt sie f&uuml;rstlich. Ein Gastbeitrag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/deutsche-bank-der-goldesel-der-investmentbanker-12947132.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Nobelpreistr&auml;ger Joseph E. Stiglitz: Unregulierte Banken haben Debakel verursacht<\/strong><br>\nJoseph E. Stiglitz, Nobelpreistr&auml;ger f&uuml;r &Ouml;konomie, hielt am Swiss International Finance Forum (SIFF) in Bern die Schlussrede. Gegen&uuml;ber dem Videoformat &laquo;Wirtschaft im Fokus&raquo; (<a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\">www.nzz.ch<\/a>) nahm er Stellung zu Fragen rund um die Rolle und die Zukunft der Bankenindustrie. &laquo;Wir haben gesehen, was passiert, wenn Banken unreguliert agieren. Es hat in einem Desaster geendet&raquo;, so Stiglitz. Er verwies auf die Erfolge des New-Deal- Programms nach der Grossen Depression in den USA. Das dort entstandene regulatorisches Rahmenwerk inklusive der Glass-Steagall Act h&auml;tten Amerika revolutioniert. &Uuml;ber Jahrzehnte, so Stiglitz, habe es keine grossen Bankenskandale gegeben. Dennoch sieht er auch die Gefahr der &Uuml;berregulierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/wirtschafts-und-finanzportal\/unregulierte-banken-fuehrten-zum-debakel-1.18306465?extcid=Newsletter_21052014_Top-News_am_Morgen\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Das Interview ist in Englisch.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>TTIP &ndash; Geheimsache Freihandel<\/strong><br>\nEs soll &bdquo;der gr&ouml;&szlig;te Wirtschaftsdeal der Geschichte&ldquo; werden, schw&auml;rmen Top-Manager in Deutschland und EU-Beamte in Br&uuml;ssel. Auch in Washington ist man sich sicher: Die geplante Freihandelszone zwischen der EU und den USA bringt f&uuml;r 800 Millionen Menschen mehr Jobs, Wachstum und Wohlstand. Doch je weiter die Verhandlungen voran schreiten, desto alarmierter und verunsicherter sind viele Beobachter. Nicht nur, dass das Handelsabkommen zwischen den Wirtschaftsgiganten USA und EU hinter verschlossenen T&uuml;ren ausgehandelt werde. Auch der Einfluss der Wirtschaft und insbesondere der gro&szlig;en Konzerne wachse durch den Riesendeal immens.<br>\nTats&auml;chlich geht es beim transatlantischen Freihandels-Abkommen &ndash; kurz TTIP genannt &ndash; nur am Rande um das, was klassischer Weise unter Freihandel verstanden wird: um die Abschaffung der ohnehin geringen Z&ouml;lle. Ins Visier geraten vor allem auch Standards, die alle Verbraucher betreffen: Wie k&uuml;nftig etwa Autos ausgestattet sein m&uuml;ssen, oder wie Lebensmittel hergestellt werden. Gerade im Agrarbereich liegen zwischen den USA und der EU bislang Welten.<br>\nEin besonders heikler Punkt ist der Investorenschutz, mit dem US-amerikanische Konzerne k&uuml;nftig europ&auml;ische Staaten verklagen und ihre Gesetzgebung unter Druck setzen k&ouml;nnten, sobald sie sich im Wettbewerb durch neue nationale Gesetze benachteiligt sehen.<br>\nUnd trotzdem: Der zust&auml;ndige EU-Handelskommissar wirbt f&uuml;r das Abkommen und sieht darin eine historische Chance f&uuml;r Europa. Doch f&uuml;r die Kritiker ist der Preis die bislang massivste Beschneidung von Demokratie und Verbraucherschutz. Was als harmloses Handelsabkommen daher komme, so eine prominente Stimme, sei nichts weniger als ein &bdquo;Staatsstreich in Zeitlupe&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/zdfzoom\/zdfzoom-geheimsache-freihandel-33169210.html\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Diese Sendung macht wieder auf erschreckende Weise das massive Demokratiedefizit der EU deutlich. Die Europ&auml;ische Kommission f&uuml;hrt die Verhandlungen &uuml;ber das TTIP mit einer unglaublichen R&uuml;cksichtslosigkeit gegen&uuml;ber den Interessen von Gewerkschaften, Verbrauchersch&uuml;tzern, sozialen Organisationen, sprich der &uuml;berragenden Mehrheit der B&uuml;rger. Die Interessen transnationaler Konzerne haben hier absolute Priorit&auml;t. Die Arroganz des Handelskommissars Karel De Gucht spricht dabei f&uuml;r sich. Man darf nicht vergessen, dass die Verhandlung eines Abkommens, das massive Auswirkungen auf das Leben der Menschen in der EU haben wird, ohne jegliche Beteiligung von deren Interessenvertretungen stattfindet. Weder die nationalen Parlamente, noch das Europ&auml;ische Parlament sind direkt an den Verhandlungen beteiligt. Das EU-Parlament darf dabei am Ende der Verhandlungen nur zustimmen oder ablehnen aber keinerlei &Auml;nderungen einbringen. Nationale Parlamente haben sogar keinerlei M&ouml;glichkeit der Beteiligung. Schon allein deswegen ist das TTIP abzulehnen. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wettbewerbspopulismus &ndash; Die Alternative f&uuml;r Deutschland und die Rolle der &Ouml;konomen<\/strong><br>\nDas Arbeitspapier 14 besch&auml;ftigt sich mit der Rolle der &Ouml;konomen in der Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD). Dabei steht ihre Rolle f&uuml;r die Programmatik der Partei, ihre ideologischen Grundannahmen und politischen Forderungen im Zentrum des Interesses.<br>\nNicht zuletzt soll auf diese Weise auch ein sch&auml;rferes Bild von der AfD, ihrem Verh&auml;ltnis zu anderen populistischen Akteuren in Deutschland und dem europ&auml;ischen Ausland der j&uuml;ngsten Vergangenheit entstehen. Wo liegen die Gr&uuml;nde f&uuml;r den Erfolg der AfD im Vergleich zu m&ouml;glichen Vorl&auml;ufern wie dem &bdquo;Bund freier B&uuml;rger&ldquo;, der im Gefolge einer fr&uuml;heren populistischen Regung entstand?<br>\nEs wird deutlich: Die AfD zeichnet sich durch eine Spielart des Populismus aus, den die Autoren Bebnowski und F&ouml;rster als &bdquo;Wettbewerbspopulismus&ldquo; bezeichnen. Das Parteiprogramm ist durch eine radikalisierte &ouml;konomische Logik charakterisiert, die das gesamte politische Denken und Handeln der Partei pr&auml;gt. Die Folge: Aus den &ouml;konomischen Ungleichgewichten der Eurozone wird eine nationalchauvinistisch unterlegte kulturelle Abwertung der &bdquo;Anderen&ldquo;. Dies trifft in den durch die Agenda 2010-Reformen verunsicherten Mittelschichten paradoxerweise auf Resonanz, obwohl die AfD in ihrem Programm f&uuml;r weitere harte soziale Einschnitte eintritt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.otto-brenner-shop.de\/publikationen\/obs-arbeitspapiere\/shop\/obs-arbeitspapier-nr-14-wettbewerbspopulismus.html\">Otto-Brenner-Stiftung Arbeitspapiere<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.otto-brenner-shop.de\/publikationen\/weitere-publikationen\/shop\/wettbewerbspopulismus-die-alternative-fuer-deutschland-und-die-rolle-der-oekonomen.html\">Die Studie &bdquo;Wettbewerbspopulismus &ndash; Die Alternative f&uuml;r Deutschland und die Rolle der &Ouml;konomen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die ARD-&ldquo;Wahlarena&rdquo; zur Europawahl: Demokratie zum Davonrennen<\/strong><br>\nAm kommenden Sonntag, 25. Mai, ist Europawahl. Europa, das ist irgendwie &ldquo;wichtig&rdquo;. Sagen alle Medien von ARD bis Bild-Zeitung&hellip;<br>\nAls Zuschauer lie&szlig; einen das Gef&uuml;hl nicht los, hier einer l&auml;hmend langweiligen Inszenierung von Gutb&uuml;rgertum und Euro-Besoffenheit beizuwohnen. Einen schlechteren Dienst k&ouml;nnen Medien und Politiker der Sache Europa nicht erweisen. Es ist diese inszenierte Br&auml;sigkeit, die den Eindruck vermittelt, dass der Club der Euro-Menschen im Raumschiff Br&uuml;ssel eh macht, was er will. Dieser Eindruck wird die Leute bei dieser Wahl vermutlich in Scharen davon abhalten, &uuml;berhaupt ein Kreuzchen zu machen oder sie werden eine Partei wie die AfD w&auml;hlen. Vermutlich noch nicht einmal, weil sie die AfD besonders toll finden. Sondern einfach nur, weil man verdammt nochmal wieder das Gef&uuml;hl haben will, eine Wahl zu haben. Ja, eine Wahl. Irgendeine Wahl. Die Wahl zwischen Jean-Claude Juncker und Martin Schulz ist n&auml;mlich keine Wahl.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2014\/05\/21\/die-ard-wahlarena-zur-europawahl-demokratie-zum-davonrennen\/?utm_campaign=NEWSLETTER_ABEND&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email\">MEEDIA<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Behauptung des Autors Stefan Winterbauer, dass Journalisten die beiden Kandidaten h&auml;tten mehr &bdquo;grillen&ldquo; k&ouml;nnen, halte ich allerdings f&uuml;r &ndash; zur&uuml;ckhalten gesagt &ndash; f&uuml;r &auml;u&szlig;erst optimistisch. Wo war denn der Grill bei den Kandidaten-Duellen bei der Bundestagswahl. Dass nur 2,25 Mio. am Dienstag im Ersten die &ldquo;Wahlarena&rdquo; mit den beiden Spitzenkandidaten Schulz und Juncker sehen wollten und die Sendung nur einen Marktanteil von 8,6% schaffte und im jungen Publikum der 14- bis 49-J&auml;hrigen <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2014\/05\/21\/bitter-kaum-interesse-an-europa-themen-bei-ard-und-zdf\/\">nur auf Marktanteile von 2,9% kam<\/a>, hat doch vor allem damit zu tun, dass die Menschen sich nicht f&uuml;r dumm verkaufen lassen. Sie wissen doch, dass die Krise in Europa keineswegs &uuml;berwunden ist, und die Krise ist sogar ihre Hauptsorge, keiner der in der Wahlarena befragten Kandidaten hat darauf jedoch eine Antwort und schon gar nicht eine Alternative zur herrschenden Linie der Troika anzubieten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>EU: Die impotente Atommacht<\/strong><br>\nZum Gr&uuml;ndungsmythos des vereinigten Europas geh&ouml;rt die F&ouml;rderung der Atomkraft. Noch heute sind alle EU-Staaten dazu verpflichtet. Falls aber der L&auml;ndernachbar mit seinen AKWs pfuscht, ist das f&uuml;r sie Pech. Zwar gibt es seit 2009 eine Richtlinie zur nuklearen Sicherheit; sie hat jedoch gerade mal drei Seiten. Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima 2011 lie&szlig; die EU-Kommission zwar s&auml;mtliche 145 Atommeiler in der EU stresstesten. Die Ergebnisse waren unterirdisch: 54 Reaktoren sind nicht ordentlich gegen Erdbeben gesichert. Doch die Behebung der M&auml;ngel ist f&uuml;r die Staaten freiwillig &ndash; obwohl der Anspruch an eine sichere Atomenergie zum Gr&uuml;ndungsmythos der EU geh&ouml;rt. Offiziell wird der Vertrag als wichtiges Instrument f&uuml;r die gemeinsame nukleare Sicherheit verkauft. Er regelt auch die Versorgung mit Kernmaterial f&uuml;r die Medizin. Doch Sanktionen gegen Staaten, die mit der nuklearen Aufsicht pfuschen, gibt es nicht. Das haben die EU-Mitgliedstaaten stets verhindert: L&auml;nder, die der Atomkraft entsagt haben &ndash; etwa Deutschland, Italien oder &Ouml;sterreich -, f&uuml;rchten einen zu atomfreundlichen Kurs in Br&uuml;ssel. In Frankreich oder Gro&szlig;britannien ist es andersherum. In den beiden Atomwaffenstaaten ist Atompolitik von jeher nationales Heiligtum. Also bleibt alles beim Alten: Das Euratom-Budget (im EU-Haushalt) von 2014 bis 2018 betr&auml;gt 1,6 Milliarden Euro. Die Gr&uuml;nen sch&auml;tzen daraus den deutschen Anteil auf 20 Prozent. Ein Teil des Geldes flie&szlig;t in den Forschungsreaktor Iter, der derzeit in Frankreich gebaut wird und ab 2026 Energie nicht durch Atomspaltung, sondern durch -fusion liefern soll. Der Rest geht in die Entsorgung von Atomm&uuml;ll und in die &ldquo;Sicherheitsforschung&rdquo;, &uuml;blicherweise ein EU-Bonmot f&uuml;r Reaktorforschung.Selbst der gr&uuml;ne Umweltminister von Baden-W&uuml;rttemberg, Franz Untersteller, m&ouml;chte keine Debatte &uuml;ber ein Ende von Euratom. Daf&uuml;r versucht er, die Bundesregierung zu einem h&auml;rtere Kurs in Br&uuml;ssel zu bewegen. Denn dort wird gerade eine neue Richtlinie zur Nuklearsicherheit verhandelt. Konkrete Vorgaben zur nuklearen Sicherheit gibt es nach wie vor keine &ndash; sonst m&uuml;ssten einige AKWs wahrscheinlich sofort vom Netz, etwa das haarstr&auml;ubendste Atomkraftwerk Europas im tschechischen Dukovany. Dessen Reaktoren sind nicht einmal durch einen zus&auml;tzlichen Sicherheitsbeh&auml;lter abgeschirmt, der bei einem Unfall das Allerschlimmste verhinderte. Einen solchen Schutz hatten sogar die zerst&ouml;rten Reaktoren im japanischen Fukushima &ndash; ohne sie w&auml;re Tokio heute wahrscheinlich unbewohnbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=hi&amp;dig=2014%2F05%2F16%2Fa0094&amp;cHash=3da0cf55bf95fe3c3a12326748860d5f\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Erneuerbare Energien in Bayern: Kein Platz f&uuml;r Windr&auml;der<\/strong><br>\nWenn es nach Bayerns Ministerpr&auml;sident Seehofer geht, d&uuml;rfen die L&auml;nder k&uuml;nftig den Mindestabstand zwischen Windr&auml;dern und Wohnh&auml;usern festlegen. Ein entsprechendes Gesetz ist schon in Arbeit und f&uuml;r Bayern hat sich Seehofer bereits eine Formel ausgedacht. Die w&uuml;rde den Bau neuer Anlagen allerdings praktisch unm&ouml;glich machen. Was Windr&auml;der betrifft, versteht Bayerns Regierung wirklich null Spa&szlig;. &ldquo;Bayern ist sch&ouml;n &ndash; und soll es bleiben&rdquo;, dichtete unl&auml;ngst die Staatskanzlei nach einer Sitzung des Kabinetts Seehofer. &ldquo;Das &uuml;ber Jahrhunderte gewachsene typisch bayerische Landschaftsbild wollen wir nicht auf dem Altar des energetischen F&ouml;rderwahns opfern.&rdquo; Des Weiteren ist noch von der Bayernhymne die Rede und von Juwelen des Freistaates, die es zu erhalten gelte. Im Kampf gegen Windm&uuml;hlen greift CSU-Chef Horst Seehofer gern zum ganz gro&szlig;en Besteck.<br>\nDie H&ouml;he eines Windrads bis zur Fl&uuml;gelspitze mal zehn &ndash; n&auml;her d&uuml;rfte es in Bayern k&uuml;nftig nicht an Siedlungen und H&auml;usern stehen, sofern Kommunen nichts anderes beschlie&szlig;en. Da moderne Windr&auml;der durchaus an die 200 Meter hoch sind, bedeutet das zwei Kilometer Abstand. Nun bekommen die Abgeordneten erstmals offizielle Zahlen &uuml;ber die Folgen dieser Vorgaben zu Gesicht. Ergebnis: H&ouml;he mal zehn hei&szlig;t Kahlschlag hoch zehn. Experten untersuchten, wie viel Landesfl&auml;che f&uuml;r neue Windr&auml;der bleibt, wenn ein Mindestabstand von zwei Kilometern gilt. Demnach st&uuml;nden mit Seehofers Formel 1,7 Prozent der Landesfl&auml;che zur Verf&uuml;gung &ndash; verglichen mit derzeit 19 Prozent. Weil aber M&uuml;hlen Wind brauchen, pr&uuml;fte das Bundesinstitut auch, an wie vielen dieser Standorte er &uuml;berhaupt ausreichend weht &ndash; die H&auml;lfte fiel damit raus. 0,86 Prozent Bayerns blieben &uuml;brig. Aber auch das nur bedingt, denn: &ldquo;Bei den verbleibenden Restfl&auml;chen handelt es sich &uuml;berwiegend um Waldgebiete&rdquo;, merkt das Institut an &ndash; zu knapp 70 Prozent. Windr&auml;der im Wald d&uuml;rften aber wohl kaum im Sinne des Juwelen-Erhalts sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/erneuerbare-energien-in-bayern-kein-platz-fuer-windraeder-1.1970840\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> W&uuml;rde einen nicht wundern, wenn der Rest der Republik zum Ausgleich demn&auml;chst den Spezis in Bayern das Endlager f&uuml;r unseren Atomm&uuml;ll verordnet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Gift im Spiel<\/strong><br>\nWer Fu&szlig;ballausr&uuml;stung kauft, riskiert, damit auch eine Reihe giftiger Chemikalien zu erwerben. Bei den untersuchten Produkten handelt es sich um T-Shirts, Fu&szlig;ballhandschuhe und -schuhe sowie einen Fu&szlig;ball der Firmen Adidas, Nike und Puma.  Insgesamt 33 Produkte lie&szlig; die Umweltorganisation testen, darunter 20 speziell f&uuml;r Kinder. S&auml;mtliche Produkte wurden im M&auml;rz in 16 verschiedenen L&auml;ndern eingekauft, darunter China, Deutschland und Gro&szlig;britannien. Das untersuchte Produkt mit dem h&ouml;chsten Gehalt einer PFC-Substanz ist ein Schuh des Herstellers Adidas. 14,5 Mikrogramm Perfluoroctans&auml;ure (PFOA) pro Quadratmeter Stoff enthielt das Produkt. Eine unmittelbare Gefahr sieht auch Greenpeace-Sprecherin Carolin Wahnbaeck nicht. Doch auch wenn niemand bef&uuml;rchten muss, durch das Tragen eines Fu&szlig;ballschuhs direkt unfruchtbar zu werden, seien die Substanzen durch die Anreicherung in Umwelt und Nahrungskette vom Trinkwasser in Schanghai bis zur Leber von Eisb&auml;ren fast &uuml;berall zu finden, ein Entkommen fast unm&ouml;glich.<br>\nDabei sind m&ouml;gliche Auswirkungen auf die Gesundheit der Endkunden nur ein Teil des Problems. Weitaus gr&ouml;&szlig;er sind die Risiken f&uuml;r Menschen und Umwelt in den Produktionsl&auml;ndern. Beispiel Nonylphenolethoxylat (NPE). Das ist ein Tensid, das in der Produktion etwa nach dem F&auml;rben von Baumwolle als Waschmittel eingesetzt wird. Was hier von dem Tensid noch in den Produkten festgestellt wird &ndash; bei den aktuell untersuchten Fu&szlig;ballschuhen waren es zwischen 1,2 und 40 Milligramm pro Kilogramm -, sind Greenpeace zufolge R&uuml;ckst&auml;nde. Sie wiesen aber darauf hin, dass die Substanz in der Produktion genutzt werde und das Gros der Chemikalien daher mit Industrieabfl&uuml;ssen in den Gew&auml;ssern der Herstellungsl&auml;nder lande.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2014%2F05%2F20%2Fa0045&amp;cHash=707f272fb7155d5a89954d7e1b8401fd\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wann endlich ziehen wir die Konsequenzen daraus, dass die vergifteten Fl&uuml;sse und B&ouml;den Chinas, um ein Beispiel zu nennen, die Kehrseite preiswerter Produkte sind, die alten Industriel&auml;nder konsumieren, die sich ob ihrer hohen Umweltstandards br&uuml;sten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zust&auml;nde wie im alten Rom<\/strong><br>\nVor eineinhalb Jahrzehnten erhielten mehrere Regionen in Italien umfassende Autonomierechte. Doch die Erfahrung zeigt, dass die Politik diese Kompetenzen oft schamlos missbraucht. Nun will Rom die Verfassung &auml;ndern. Die Skandalserie in Italiens Regionen nimmt kein Ende, und ihre Ausma&szlig;e wirken beeindruckend: Gegen 573 Abgeordnete laufen Ermittlungs- oder Gerichtsverfahren wegen Amtsmissbrauchs, Veruntreuung &ouml;ffentlicher Gelder, Korruption und Betrugs. In der Lombardei, im Latium, Piemont, auf Sardinien und in der Basilikata st&uuml;rzten die Regierungen &uuml;ber die Skandale. Sogar der Fraktionssprecher der Partei Italien der Werte, die unter der F&uuml;hrung von Ex-Staatsanwalt Antonio Di Pietro zur Moralisierung Italiens angetreten war, wurde verhaftet: Er hatte eine Million aus der Parteikasse zweckentfremdet und davon 100.000 Euro beim Gl&uuml;cksspiel verloren. Nun will sich der Staat wichtige Zust&auml;ndigkeiten zur&uuml;ckholen und den permanenten Kompetenzstreit beenden. Rom will sich mit einer Verfassungsnovelle die Bereiche Verkehr, Energie und Umweltschutz zur&uuml;ckholen. Die Regionen protestieren lautstark und warnen vor einer &ldquo;fatalen R&uuml;ckkehr zum Zentralismus&rdquo;: &ldquo;Was der Staat mit der einen Hand gibt, nimmt er sich mit der anderen&rdquo;, erregt sich Luca Zaia, Pr&auml;sident von Venetien, wo letzthin in einem umstrittenen Referendum die Losl&ouml;sung vom ungeliebten Staat gefordert worden war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000001327898\/Zustaende-wie-im-alten-Rom\">derStandard<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Titel beleidigt das alte Rom. Vor allem aber fragt man sich, wie Italien mit solchem Personal aus der Krise kommen will. Dabei sind die 573 Abgeordneten nur diejenigen, die aktenkundig geworden sind. Berlusconismus allerorten. Ist das noch das Europa der gemeinsamen Werte, zu denen wir z.B. die Ukraine missionieren wollen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>NSA-Ausschuss<\/strong><br>\n&ldquo;Nach Belieben erheben, auswerten, bevorraten&rdquo;<br>\nEin Gutachten f&uuml;r den NSA-Untersuchungsausschuss h&auml;lt die Abh&ouml;rpraxis des BND f&uuml;r verfassungswidrig. F&uuml;r das Anzapfen der Auslandskommunikation fehle die gesetzliche Grundlage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/datensicherheit-bnd-abhoerpraxis-verfassungswidrig-a-970935.html\">Spiegel-Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Umsturz in Libyen,Niedergang des Islamismus in Nordafrika<\/strong><br>\nDreimal hat der pensionierte General und Ghadhafi-Gegner schon versucht, auf den Gang der Dinge in Libyen Einfluss zu nehmen: im August 2013, im Februar 2014 und j&uuml;ngst am vergangenen Wochenende. Dieses Mal, so meint der tunesische Historiker und Islamismus-Experte Alaya Allani, k&ouml;nnte der Coup von Khalifa Haftar gelingen. Er ist &uuml;berzeugt, dass ein beachtlicher Teil der libyschen Bev&ouml;lkerung und das Gros der im Aufbau begriffenen Armee hinter Haftar stehen. F&uuml;r Allani ist klar, dass die Verschlechterung der Sicherheitslage in den vergangenen Wochen ausschlaggebend f&uuml;r Haftars Vorstoss war. &laquo;Er hat den Moment f&uuml;r opportun erachtet zu handeln&raquo;, sagt Allani im Telefongespr&auml;ch. Dabei hat der pensionierte General auf die Unterst&uuml;tzung der schwer bewaffneten Milizen von Zintan z&auml;hlen k&ouml;nnen. Diese halten nicht nur Seif al-Islam in Gewahrsam und kontrollieren im Auftrag der Regierung den Flughafen von Tripolis, sondern gelten auch als Verfechter einer liberalen Gesellschaftsordnung und Gegner der Islamisten. Allani ist &uuml;berzeugt, dass der Vorstoss mit der Reaktion der Bev&ouml;lkerung in der Hauptstadt Tripolis steht und f&auml;llt: &laquo;Gelingt es Haftar, Tripolis auf seine Seite zu ziehen, ist die Sache gelaufen.&raquo; Dabei gelte es eine Reihe von Hindernissen zu bew&auml;ltigen. So unterst&uuml;tzt etwa der Milit&auml;rgouverneur von Tripolis die gegenw&auml;rtige Regierung. Unklar ist auch, wie sich die B&uuml;rgergesellschaft &ndash; etwa das liberale B&uuml;rgertum und die Unternehmerverb&auml;nde &ndash; sowie die grossen St&auml;mme und deren Milizen zu Haftars Bewegung stellen werden. Allani geht davon aus, dass dieser auf breite und zunehmende Unterst&uuml;tzung z&auml;hlen kann und in diesen Tagen Verhandlungen sowohl mit der gegenw&auml;rtigen Regierung wie auch mit den Anf&uuml;hrern der m&auml;chtigsten St&auml;mme stattfinden. Die Einnahme der wichtigen Milit&auml;rbasis von Mitiga am vergangenen Montag sowie das &Uuml;berlaufen mehrerer Milizen und Armee-Einheiten h&auml;tten die Regierung unter Druck gesetzt.<br>\nSollte die Analyse des tunesischen Islamismus-Experten zutreffen, so h&auml;tte dies schwerwiegende Folgen f&uuml;r die Partei der Muslimbr&uuml;der und die jihadistischen Gruppierungen. Diese w&uuml;rden wohl schon bald ihre Basis in Libyen verlieren und m&uuml;ssten untertauchen oder fliehen. Da die Grenzen zu Algerien, Tunesien und &Auml;gypten weitgehend abgeriegelt sind, bliebe als Fluchtweg einzig die Route nach Niger und Tschad. Laut Allani gibt es Indizien, dass hochrangige Jihadisten auf der Flucht sind. Klar ist f&uuml;r Allani, dass der Handlungsspielraum f&uuml;r islamistische Parteien in ganz Nordafrika kleiner wird. Dass Haftars Initiative auf ausl&auml;ndische Unterst&uuml;tzung z&auml;hlen kann, steht f&uuml;r Allani ausser Frage. &Auml;gypten wolle unter keinen Umst&auml;nden, dass sein Nachbar Libyen von einer der Muslimbruderschaft nahestehenden Regierung gef&uuml;hrt werde oder sich extremistische Gruppierungen dort installierten. Auch Algerien hat seine offiziell geschlossenen Grenzen zu Libyen mit zus&auml;tzlichen Truppen verst&auml;rkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/international\/auslandnachrichten\/niedergang-des-islamismus-in-nordafrika-1.18306429\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Alaya Allani ist Professor f&uuml;r Zeitgeschichte  an der Universit&auml;t La Manouba\/ Tunis. Sein Spezialgebiet ist der &sbquo;moderate&rsquo; Islamismus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Nigeria: Die Schmerzgrenze ist noch nicht erreicht<\/strong><br>\nHeinrich Bergstresser ist Autor des Buches &raquo;Nigeria. Macht und Ohnmacht am Golf von Guinea&laquo; und hat unter anderem als Redakteur der Deutschen Welle viele Jahre &uuml;ber Nigeria berichtet. Im Gespr&auml;ch mit der Jungle World erkl&auml;rt er die extremen Gegens&auml;tze zwischen dem Norden und dem S&uuml;den des Landes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2014\/20\/49862.html\">Jungle World<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Endlich einmal ein Versuch, etwas differenzierter &uuml;ber Nigeria und auch Boko Haram zu berichten. <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/inhalt\/\">Jungle World widmet Nigeria und Boko Haram einen Schwerpunkt<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Shitstorms haben kaum negative Folgen f&uuml;r Unternehmen<\/strong><br>\nErst k&uuml;rzlich hat Burger King gezeigt, wie sehr &ouml;ffentliche Emp&ouml;rungswellen im Web &ndash; vulgo: Shitstorms &ndash; ein Unternehmen dazu bewegen k&ouml;nnen, seine Richtlinien oder sein Verhalten zu &auml;ndern. Das dies mittlerweile Regel geworden ist, belegt nun eine Studie einer Medienhochschule. Sie sagt aber auch: Nach Shitstorms sind &ldquo;keine nachhaltigen wirtschaftlichen Sch&auml;den&rdquo; zu bef&uuml;rchten&hellip;<br>\nDie meisten betroffenen Unternehmen h&auml;tten auf die Phasen massiver Kritik mit Anpassungen von Krisenpl&auml;nen und sogar Restrukturierungen ihrer Kommunikationsabteilungen reagiert.<br>\n&ldquo;Trotz der Heftigkeit der Kritik und der hohen medialen Aufmerksamkeit, mit denen die Unternehmen sich w&auml;hrend eines Shitstorms konfrontiert sahen, haben die betroffenen Unternehmen bislang kaum messbare Umsatz- oder Gewinneinbu&szlig;en noch einen nachweisbaren Glaubw&uuml;rdigkeitsverlust festgestellt&rdquo;, erkl&auml;rt Studienleiter Prof. Dr. Ralf Spiller. Shitstorms seien also von einer &ldquo;klassischen Unternehmenskrise&rdquo; deutlich zu unterscheiden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2014\/05\/21\/shitstorms-haben-kaum-nachhaltige-wirtschaftliche-folgen-fuer-unternehmen\/\">MEEDIA<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>S&uuml;dwestrundfunk:  Bratzler soll&rsquo;s bringen<\/strong><br>\nDer S&uuml;dwestrundfunk (SWR) bekommt eine neue Fernseh-Chefredaktion. Erster Anf&uuml;hrer wird der Mainzer Fritz Frey, zweiter der Stuttgarter Aufsteiger Clemens Bratzler. Er soll der starke TV-Mann in der schw&auml;bischen Landeshauptstadt werden, gef&ouml;rdert von der gr&uuml;n-roten Regierung&hellip;<br>\nReal ist die Geschichte l&auml;ngst gekl&auml;rt, nachdem sich Intendant Boudgoust auf Frey festgelegt hat, unter anderem aus Spargr&uuml;nden. Ein Chefredakteur ist billiger als zwei, und, so betont SWR-Sprecher Wolfgang Utz, sogar besser. Mit einer Stimme zu sprechen habe mehr Gewicht in der ARD, sagt er, besser jedenfalls, als immer das &ldquo;doppelte Lottchen&rdquo; zu spielen&hellip;.<br>\nAber wie das so ist bei &ouml;ffentlich-rechtlichen Anstalten, will nat&uuml;rlich auch die Politik ein W&ouml;rtchen mitreden. Dazu ist sie im Verwaltungsrat des S&uuml;dwestrundfunks zahlreich vertreten, viel zu zahlreich, wenn man nur das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum ZDF-Staatsvertrag zugrunde legt. Ein Drittel, so die roten Roben, darf h&ouml;chstens von der Politik gestellt werden. Beim SWR sieht&rsquo;s so aus: Drei kommen aus den Landesregierungen (Silke Krebs\/Gr&uuml;ne, Peter Friedrich\/SPD, Jochen Hartloff\/SPD), vier aus den Landtagen (Wolfgang Drexler\/SPD, G&uuml;nther-Martin Pauli\/CDU, Charlotte Schneidewind-Hartnagel\/Gr&uuml;ne, Daniel K&ouml;bler\/Gr&uuml;ne), einer aus dem Gemeindetag (Roger Kehle\/CDU-nahe), eine Landr&auml;tin (Theresia Riedmaier\/SPD) &ndash; macht zusammen neun. Von insgesamt 15.<br>\nIn diesem Klub wird &uuml;ber die Spitzenjobs entschieden, bisher streng nach der politischen Farbenlehre.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/pulsschlag\/164\/bratzler-soll-s-bringen-2210.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> In dieser Woche wieder neu in Kontext:Wochenzeitung u.a.:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Hingehen, w&auml;hlen!: Das Ansehen von Politikern und Politik befindet sich auf Talfahrt. Viele Leute erkennen darin nicht einmal mehr ein notwendiges &Uuml;bel und wollen deshalb am Wahlsonntag daheimbleiben. Doch damit wird nichts besser.<\/em><\/li>\n<li><em>Schnitt auf der S&uuml;nderstaffel: Das B&uuml;ndnis S&Ouml;S (Stuttgart &Ouml;kologisch Sozial) l&ouml;st Probleme ganz basisdemokratisch. Unliebsame Ratskandidaten werden einfach weg geschnitten. Und pl&ouml;tzlich sind die sch&ouml;nsten Italienerinnen fort.<\/em><\/li>\n<li><em>H&uuml;ter der Hausmacht: B&uuml;rgermeister und Gemeinder&auml;te &ndash; sie alle singen das hohe Lied der B&uuml;rgerbeteiligung. Am lautesten kurz vor Kommunalwahlen. Doch die Festung aus &ouml;rtlichen Honoratioren, aus Feuerwehrkommandant, Fraktions- und Vereinschefs wollen sie nicht schleifen.<\/em><\/li>\n<li><em>In Stuttgart tobt der Stra&szlig;enkampf: Am kommenden Wahlsonntag entscheiden die B&uuml;rger, welche Politiker und Parteien die Verkehrspolitik in den n&auml;chsten Jahren in der schw&auml;bischen Autostadt verantworten. Der Stuttgarter Asphalt ist seit Jahrzehnten ein politisches Streitobjekt.<\/em><\/li>\n<li><em>Stuttgart merkezinde yasamak: T&uuml;rken ohne deutschen Pass d&uuml;rfen kommenden Sonntag weder Gemeinder&auml;te noch Europaabgeordnete w&auml;hlen. Stattessen sind sie im Sommer aufgerufen, sich an der Pr&auml;sidentschaftswahl in der Heimat ihrer Eltern oder Gro&szlig;eltern zu beteiligen.<\/em><\/li>\n<li><em>Werber Rommel wiederentdeckt: &ldquo;Bezug &ndash; Das Projektmagazin&rdquo; ist eine Hochglanzpostille der Bahn und Propaganda-Blatt f&uuml;r Stuttgart 21. In der aktuellen Ausgabe instrumentalisieren die Blatt-Macher den verstorbenen Alt-Oberb&uuml;rgermeister Manfred Rommel.<\/em><\/li>\n<li><em>Stuttgart vernetzt: Fl&uuml;chtlinge sterben an den EU-Au&szlig;engrenzen, Fabriken brechen &uuml;ber Arbeitern zusammen und das geplante Freihandelsabkommen mit den USA droht, genmanipulierten Mais auf europ&auml;ischen Teller zu bringen. Eine Fotoreportage &uuml;ber die Antikapitalismus-Demo von Blockupy.<\/em><\/li>\n<li><em>Lumpen: Wetterer Peter Grohmann &uuml;ber deutsche R&uuml;stungsexporte, durch die sowohl Konzerne als auch geschmierte Parlamentarier immer reicher werden.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Am Samstag als Beilage zur taz.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Teurer als die Wissenschaft erlaubt<\/strong><br>\nUniversit&auml;t Konstanz bricht Lizenzverhandlungen mit Wissenschaftsverlag Elsevier ab<br>\nAufgrund der erheblichen Verteuerung der Leistungen des Wissenschaftsverlages Elsevier in den vergangenen Jahren beschlie&szlig;t die Universit&auml;t Konstanz, ihren Lizenzvertrag mit dem Gro&szlig;verlag f&uuml;r wissenschaftliche Fachzeitschriften nicht l&auml;nger fortzuf&uuml;hren. Elsevier war bereits 2012 wegen seiner aggressiven Preispolitik in die Schlagzeilen geraten, als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler international im Rahmen der Initiative &ldquo;The Cost of Knowledge&rdquo; zu einem Boykott dieses Verlages aufgerufen hatten.<br>\n&bdquo;F&uuml;r die Universit&auml;t Konstanz verschlechterte sich das Kosten-Nutzen-Verh&auml;ltnis mit Elsevier in den vergangenen Jahren erheblich. Aufgrund der geringen Verhandlungsbereitschaft des Verlages sehen wir keine andere M&ouml;glichkeit als den Abbruch der Verhandlungen&ldquo;, erkl&auml;rt Prof. Dr. Ulrich R&uuml;diger, Rektor der Universit&auml;t Konstanz.<br>\nFachzeitschriften bilden in der Wissenschaft eine unabdingbare Grundlage f&uuml;r den wissenschaftlichen Austausch. Der Bezug von Wissenschaftsjournalen ist daher essentiell f&uuml;r die Forschung und Lehre einer Universit&auml;t. &bdquo;Universit&auml;ten sind in gewisser Weise gezwungen, in Form von Abonnementgeb&uuml;hren ein Gut teuer zur&uuml;ckzukaufen, das eigentlich von ihren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern produziert wird&ldquo;, veranschaulicht Petra H&auml;tscher, Direktorin des Kommunikations-, Informations-, Medienzentrums (KIM) der Universit&auml;t Konstanz.<br>\nDer Gro&szlig;verlag Elsevier, der aktuell j&auml;hrlich mehr als 2.500 wissenschaftliche Zeitschriften publiziert, betrieb in den vergangenen Jahren eine erhebliche Preissteigerung. Der Durchschnittspreis einer bei Elsevier lizenzierten Zeitschrift lag an der Universit&auml;t Konstanz zuletzt bei 3.400 Euro pro Jahr und damit fast dreimal h&ouml;her als beim zweitteuersten gro&szlig;en Verlag. &bdquo;Die Universit&auml;t Konstanz kann und will bei dieser aggressiven Preispolitik nicht l&auml;nger mithalten und wird ein solches Vorgehen nicht unterst&uuml;tzen. Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, den Lizenzvertrag mit Elsevier durch alternative Beschaffungswege zu ersetzen&ldquo;, so Ulrich R&uuml;diger weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aktuelles.uni-konstanz.de\/presseinformationen\/2014\/28\/\">Uni Konstanz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Oligarchen-Demokratie<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140522_hwt_01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.harmbengen.de\/Zeitungscartoons.html\">Harm Bengen<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-21800","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21800","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=21800"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21800\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21803,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21800\/revisions\/21803"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=21800"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=21800"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=21800"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}