{"id":21808,"date":"2014-05-23T09:03:11","date_gmt":"2014-05-23T07:03:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21808"},"modified":"2014-05-26T09:11:43","modified_gmt":"2014-05-26T07:11:43","slug":"hinweise-des-tages-2134","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21808","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21808#h01\">Mutiert die Sendung Tagesthemen zur Propagandasendung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21808#h02\">Europawahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21808#h03\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21808#h04\">IMK: Investitionsstau bedroht Wachstum &ndash; Netto-Investitionen der Euro-Staaten 2013 erstmals im Minus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21808#h05\">Hinter verschlossenen T&uuml;ren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21808#h06\">Europ&auml;ischer Gerichtshof &ndash; Deutschland darf EU-Ausl&auml;ndern Hartz-IV verweigern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21808#h07\">Debatte &uuml;ber Sozialmissbrauch: Merkel entdeckt den Seehofer in sich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21808#h08\">Ein dickes Knie f&uuml;r die Wettbewerbsf&auml;higkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21808#h09\">Rentenreform beginnt am Arbeitsmarkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21808#h10\">Jedes vierte Kind im Ruhrgebiet ist arm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21808#h11\">1 Million Euro seit der Bundestagswahl: Gauweiler ver&ouml;ffentlicht neue Nebeneink&uuml;nfte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21808#h12\">&Uuml;ber f&uuml;nf Millionen Studienanf&auml;nger bis 2025 kosten 27 Milliarden Euro extra f&uuml;r die Hochschulen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21808&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Mutiert die Sendung Tagesthemen zur Propagandasendung?<\/strong><br>\nAm 20. Mai 2014 moderierte Tagesthemenmoderatorin Caren Miosga einen Sendebeitrag &uuml;ber die Ukraine an. Zehntausende, so die Moderation, seien einem Aufruf des Oligarchen Achmetow gefolgt, um gegen eine Spaltung der Ukraine zu demonstrieren.<br>\nVon einer Nachrichtensendung eines &Ouml;ffentlich Rechtlichen Senders darf man ein gewisses Ma&szlig; an Wahrheit und Klarheit erwarten. Interessant ist, dass der Reporter vor Ort keine Zahl nennt. Warum wohl? Auch der Bildausschnitt auf die Demonstranten ist geschickt gew&auml;hlt.<br>\nBerichterstattung a la DDR-Fernsehen?<br>\nSehen Sie selbst. Seri&ouml;ser Journalismus geht anders.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/aristoblog.de\/2014\/05\/mutiert-die-sendung-tagesthemen-zur-propagandasendung\/\">Aristo Blog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Der Tagesthemen-Beitrag ist ein handfester Skandal, der eigentlich nicht folgenlos bleiben kann. Abseits von der offensichtlichen Manipulation ist jedoch auch die journalistische Schlagrichtung im Fall Achmetow mehr als bedenklich. Bis vor kurzem geh&ouml;rte Achmetow f&uuml;r die westlichen Medien &ndash;  wie selbstverst&auml;ndlich &ndash; zu den &bdquo;b&ouml;sen Oligarchen&ldquo;, da er als enger Verb&uuml;ndeter des ehemaligen Pr&auml;sidenten Janukowitsch galt. Der Umstand, dass Achmetows wundersamer Aufstieg vom Bergarbeitersohn und Einzelhandelskaufmann zum reichsten Ukrainer von Entwicklungen <a href=\"http:\/\/www.rumafia.com\/person.php?id=1963\">begleitet war<\/a>, die selbst f&uuml;r post-sowjetische Verh&auml;ltnisse fragw&uuml;rdig sind, spielt da schon keine Rolle mehr. Nun hat Achmetow offenbar Sorge, in der Ostukraine von den Separatisten vom Hof gejagt zu werden und seine milliardenschweren Stahl- und Kohlewerke zu verlieren. Daher spannt er seine Arbeiter als eine Art Privatarmee f&uuml;r seine Interessen ein. Und da seine Interessen in diesem Punkt zum Teil deckungsgleich mit den westlichen Interessen sind, gilt Achmetow in den westlichen Medien pl&ouml;tzlich als &bdquo;guter Oligarch&ldquo;. Welch wundersamer Wandel. Dabei eignet sich das Beispiel Achmetow vorz&uuml;glich, um den Niedergang der &bdquo;Euro-Maidan-Revolution&ldquo; zu verdeutlichen. Anfangs gingen die Demonstranten f&uuml;r eine transparente Politik, die die Interessen der B&uuml;rger und nicht die Interessen der Oligarchen verflogt, auf den Maidan. Nun haben die Oligarchen die Bewegung &uuml;bernommen und eine fragw&uuml;rdige Person wie Achmetow, der noch vor wenigen Wochen auf dem Maidan als Ausgeburt der H&ouml;lle galt, wird zum Hoffnungstr&auml;ger aufgebaut. Arme Ukraine, kann man da nur sagen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Europawahl<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wenn die Parteien im Europa-Wahlkampf &bdquo;Chancen&ldquo; schaffen wollen&hellip;<\/strong><br>\nDerzeit sind die Stra&szlig;en und Pl&auml;tze wieder voll mit Wahlplakaten, diesmal zur Europawahl. Wie &uuml;blich sind die inhaltlichen Aussagen bescheiden. CDU, SPD und FDP versprechen dort unter anderem &bdquo;Chancen&ldquo; &ndash; auf den ersten Blick ein wohlklingender, vermeintlich nichtssagender Begriff wie viele andere auch. Und doch ein Begriff, bei dem ein zweiter Blick lohnt.<br>\nInsgesamt sind es neun Wahlplakate, in denen die Parteien behaupten, den Menschen in Europa &bdquo;Chancen&ldquo; zu verschaffen. Ich verzichte aus Urheberrechtsgr&uuml;nden auf bildliche Darstellungen an dieser Stelle, durch entsprechende Google-Recherchen und auf den Webseiten von CDU, SPD und FDP lassen sich die Plakate aber schnell finden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.maskenfall.de\/?p=5198\">masekenfall.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Parteien brauchen mehr Mut f&uuml;r eine Finanzmarktreform<\/strong><br>\nAngesichts der zentralen Rolle eines gesunden Finanzsystems f&uuml;r die Gesamtwirtschaft bleiben die Parteienvorschl&auml;ge f&uuml;r Finanzmarktreformen in wichtigen Punkten schwach. Zu diesem Schluss kommen die Stiftung World Future Council (WFC) und die NGO Weltwirtschaft, &Ouml;kologie und Entwicklung (WEED) in einer Auswertung der Europawahlprogramme von CDU\/CSU, SPD, Linken, Gr&uuml;nen, FDP und Piraten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.euractiv.de\/sections\/finanzen-und-wirtschaft\/die-parteien-brauchen-mehr-mut-fuer-eine-finanzmarktreform-302317\">euractiv.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Wahlprogramme der Parteien zur Europawahl<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.abgeordnetenwatch.de\/eu\/wahlprogramme\">abgeordnetenwatch.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Staat muss Grundrechte sichern<\/strong><br>\nDer Staat hat die Pflicht, die B&uuml;rger vor Verletzungen der Freiheitsrechte durch ausl&auml;ndische Geheimdienste zu sch&uuml;tzen und deshalb deren Vorgehen zu unterbinden: Vor dem Untersuchungsausschuss, der den Sp&auml;hskandal um den US-Nachrichtendienst NSA wegen der massenhaften &Uuml;berwachung von B&uuml;rgern, Unternehmen und Politikern bis hin zu Kanzlerin Angela Merkel durchleuchten soll, erkl&auml;rte der ehemalige Verfassungsgerichts-Pr&auml;sident Hans-J&uuml;rgen Papier am Donnerstag, der Staat m&uuml;sse f&uuml;r grundrechtswahrende informationstechnologische Strukturen sorgen.<br>\nWolfgang Hoffmann-Riem appellierte an die Regierung, in Br&uuml;ssel das deutsche Interesse an wirksamen Regeln zum Datenschutz, etwa bei Vertr&auml;gen der EU mit den USA, mit Nachdruck zur Geltung zu bringen. Diplomatische Leisetreterei reiche nicht aus, sagte der Ex-Verfassungsrichter.<br>\nAus Sicht des Mannheimer Rechtsprofessors Matthias B&auml;cker wird die Glaubw&uuml;rdigkeit der Kritik an der NSA dadurch untergraben, dass der deutsche Bundesnachrichtendienst (BND) seinerseits im Ausland die Telekommunikation nahezu schrankenlos &uuml;berwachen d&uuml;rfe. Papier, Hoffmann-Riem und B&auml;cker waren nicht als Zeugen, sondern als Sachverst&auml;ndige geladen, die den NSA-Skandal unter dem Blickwinkel des hiesigen Verfassungsrechts erhellen sollten.<br>\nUnter Verweis auf das Karlsruher Urteil zur Vorratsdatenspeicherung betonte Papier, dass hierzulande das Sammeln und Speichern von Daten ohne konkreten Verdacht auf schwere Straftaten im Einzelfall strikt untersagt sei. Eine Ausnahme gelte nur f&uuml;r die strategische Aufkl&auml;rung durch den BND. Die Grundrechte der B&uuml;rger m&uuml;ssten vom Staat auch gegen&uuml;ber ausl&auml;ndischen Einrichtungen gesch&uuml;tzt werden, die in der Bundesrepublik in Freiheitsrechte eingriffen, erl&auml;uterte der Jurist. Ebenso d&uuml;rften deutsche Stellen Daten, die ihnen von ausl&auml;ndischen Geheimdiensten &uuml;berlassen werden, nur auf der Grundlage hiesigen Rechts nutzen. Gleiches gelte f&uuml;r die &Uuml;bermittlung von hierzulande erfassten Daten an ausl&auml;ndische Nachrichtendienste, wobei der Staat daf&uuml;r Sorge tragen m&uuml;sse, dass die Nutzung dieser Erkenntnisse im Ausland nach deutschen Standards erfolge.<br>\nPapier pl&auml;dierte f&uuml;r sch&auml;rfere Strafvorschriften im Fall von widerrechtlicher Datenaussp&auml;hung. Sinnvoll w&auml;re auch der Wechsel vom Tatortprinzip zum Schutzprinzip, so dass deutsches Recht auch bei der Verletzung von Grundrechten deutscher B&uuml;rger im Ausland greifen w&uuml;rde. &Uuml;berdies solle man Telekommunikationsunternehmen eine konsequente Datensicherung auferlegen, und zwar auch Firmen mit Sitz im Ausland, die hierzulande t&auml;tig sind.<br>\nHoffmann-Riem unterstrich, dass der einzelne B&uuml;rger nicht in der Lage sei, den Schutz seiner freien Kommunikation durchzusetzen und dass es deshalb die Aufgabe des Staats sei, die Integrit&auml;t informationstechnischer Systeme zu gew&auml;hrleisten. Deshalb sei der Staat auch gefordert, wenn Ausl&auml;nder in der Bundesrepublik gegen Gesetze verstie&szlig;en, schlie&szlig;lich sei Spionage verboten. Beim Datenschutz fehle jedoch bislang die Bereitschaft, beklagte der ehemalige Karlsruher Richter, das Potenzial des Grundgesetzes voll zu nutzen. Aus Sicht des Sachverst&auml;ndigen steht beim Internet der Freiheitsschutz im Vordergrund. Allerdings stammten die entsprechenden Normen noch aus der Postkutschenzeit, n&ouml;tig sei der Einbau eines globalen Grundrechtsschutzes in die Verfassung. Auf internationaler Ebene werde der Schutz einer freien Kommunikation nicht sehr effizient wahrgenommen, was etwa f&uuml;r Kontrollen durch die Vereinten Nationen gelte. In der EU leiste der britische Geheimdienste Widerstand, obwohl er an die Grundrechtsnormen der EU und des Europarats gebunden sei, monierte Hoffmann-Riem.<br>\nScharfe Kritik vor allem an der Auslandsaufkl&auml;rung des BND &auml;u&szlig;erte B&auml;cker. Es sei kein erfreulicher Zustand, wenn der NSA das vorgeworfen werde, was dem BND erlaubt sei. Nach Auffassung des Wissenschaftlers ist die weitreichende &Uuml;berwachung des Datenverkehrs im Ausland durch den deutschen Geheimdienst eigentlich rechtswidrig, da dieses Vorgehen im Prinzip unter deutsche Gesetze falle. Tats&auml;chlich existierten f&uuml;r die Erfassung von Telekommunikationsdaten durch den BND im Ausland aber nahezu keine rechtlichen H&uuml;rden. Einschr&auml;nkungen gebe es nur wegen der begrenzten technischen und personellen Kapazit&auml;ten des BND, so B&auml;cker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2014_05\/-\/280794\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><strong>Bundesregierung best&auml;tigt Datentauschring von BKA, Europol, Interpol und US-Milit&auml;r zu &ldquo;identifizierten ausl&auml;ndischen Terroristen&rdquo;<\/strong><br>\nVor zwei Monaten war bereits berichtet worden, wie das US-Milit&auml;r mithilfe von Interpol Datensammlungen einrichtet. Verarbeitet werden Informationen &uuml;ber &ldquo;Aufst&auml;ndische&rdquo; etwa im Irak und Afghanistan. Auch die EU-Polizeiagentur Europol und das Bundeskriminalamt (BKA) sind in diesen zivil-milit&auml;rischen Datentausch eingebunden. Zun&auml;chst geht es darum, vom Milit&auml;r gesammelte Informationen an internationale Beh&ouml;rden sowie an Europol zu verteilen. Allerdings werden bei den teilnehmenden Polizeien auch Anfragen vorgenommen, was diese &uuml;ber die Betroffenen gespeichert haben. Wurden etwa bei Europol &ldquo;Bez&uuml;ge zu Deutschland festgestellt&rdquo;, sei jeweils eine Anfrage an das BKA &uuml;ber dort vorhandene, weitere Informationen erfolgt. Dies hatte die Bundesregierung bereits im M&auml;rz geschildert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2014\/bundesregierung-bestaetigt-datentauschring-von-bka-europol-interpol-und-us-militaer-zu-identifizierten-auslaendischen-terroristen\/\">netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<li><strong>Juristen werfen BND Verfassungsbruch vor<\/strong><br>\nOhrfeige f&uuml;r die Bundesregierung: Drei hochrangige Juristen &ndash; darunter zwei ehemalige Verfassungsrichter &ndash; werfen dem Bundesnachrichtendienst vor, gegen das Grundgesetz zu versto&szlig;en. Neue Gesetze m&uuml;ssten her. Und der Bau einer NSA-Abh&ouml;rzentrale verhindert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/nsa-untersuchungsausschuss-juristen-werfen-bnd-verfassungsbruch-vor-1.1972477\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>IMK: Investitionsstau bedroht Wachstum &ndash; Netto-Investitionen der Euro-Staaten 2013 erstmals im Minus<\/strong><br>\n2013 lagen die &ouml;ffentlichen Investitionen der Euro-Staaten erstmals niedriger als die Abschreibungen. Europas Staaten zehren also von der Substanz &ndash; so wie Deutschland seit 2003. Damit vergeben sie die beste Chance, aus der Krise herauszuwachsen. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, das europ&auml;ische Statistikdaten ausgewertet hat.<br>\nDer &uuml;brige Euroraum hat mit Deutschland gleichgezogen &ndash; in einer unr&uuml;hmlichen Hinsicht: Die durchschnittlichen Nettoinvestitionen der Euro-Staaten sind unter die Nulllinie gerutscht. Das geht aus einer aktuellen Berechnung des IMK hervor. Damit sind die anderen Teilnehmer der W&auml;hrungsunion auf den deutschen Kurs eingeschwenkt, kommentiert Dr. Katja Rietzler, IMK-Expertin f&uuml;r Finanzpolitik.<br>\nIn Deutschland reichen die f&uuml;r Infrastruktur bereitgestellten Mittel schon seit 2003 nicht mehr aus, um wenigstens den Verschlei&szlig; an Stra&szlig;en oder Geb&auml;uden auszugleichen. Technisch formuliert: Die Abschreibungen sind h&ouml;her als die Bruttoinvestitionen, die Nettoinvestitionen also negativ. Seit 2009 geht es nun auch in der restlichen W&auml;hrungsunion steil bergab. 2013 war der ganze Euroraum, selbst ohne Deutschland, zum ersten Mal im Minus. Im Vergleich zu  2009 sind die Nettoinvestitionen im Euroraum insgesamt um 73 Milliarden Euro zur&uuml;ckgegangen. Dies sei die direkte Folge der nicht zuletzt von der deutschen Regierung eingeforderten Sparprogramme, erkl&auml;rt Rietzler.<br>\nDabei beraube sich die Politik des wirkungsvollsten Instruments, Europas Wirtschaft wieder in Gang zu bringen und die Massenarbeitslosigkeit im S&uuml;den zu bek&auml;mpfen, sagt die Wissenschaftlerin. &Uuml;ber 100 internationale Untersuchungen hat das IMK k&uuml;rzlich ausgewertet. Diese &ouml;konomischen Studien zeigten deutlich, wie &ouml;ffentliche Investitionen das Wachstum anregen: Wenn der Staat einen Euro investiert, steige die Wirtschaftsleistung insgesamt um 1,30 Euro bis 1,80 Euro. Der Effekt von Steuersenkungen ist nach IMK-Expertisen dagegen deutlich geringer.<br>\nAls nicht nur nutzlos, sondern nachweislich sch&auml;dlich betrachtet Rietzler die von der EU verordnete Austerit&auml;tspolitik: &ldquo;Der brachiale Sparkurs in den europ&auml;ischen Krisenl&auml;ndern ist gescheitert.&rdquo; Wenngleich regelm&auml;&szlig;ig von wachstumsfreundlicher Konsolidierung die Rede sei, fielen die Investitionen der Sparpolitik meist zuerst zum Opfer. Das gelte im &uuml;brigen Euroraum wie in Deutschland. H&auml;tte man hierzulande seit 2003 wenigstens den Substanzverlust ausgeglichen, k&ouml;nnte das Bruttoinlandsprodukt heute um 30 bis 50 Milliarden Euro h&ouml;her liegen.<br>\nEntsprechend urteilt das IMK: &ldquo;Bei einem ganz zentralen Problem des Landes, n&auml;mlich dem in &uuml;ber einem Jahrzehnt aufgelaufenen Investitionsstau&rdquo;, bleibe auch die schwarz-rote Regierungskoalition bislang eine L&ouml;sung schuldig. Mit einem klaren Kurswechsel w&uuml;rde Deutschland nach Ansicht der Wirtschaftsexperten aber nicht nur sich selbst, sondern auch anderen Euro-L&auml;ndern einen Dienst erweisen. Und zwar in zweifacher Hinsicht: durch eine St&auml;rkung der europ&auml;ischen Binnennachfrage sowie als nachahmungsw&uuml;rdiges Vorbild.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/2728_47283.htm\">IMK<\/a>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140523_01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140523_01_th.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/hbs_showpicture.htm?id=47280&amp;chunk=1\">Infografik zum Download im B&ouml;ckler Impuls<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Hinter verschlossenen T&uuml;ren<\/strong><br>\nGeheimniskr&auml;merei &ndash; welche Geheimniskr&auml;merei? Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) versteht nicht, was die vielen Kritiker der geplanten Freihandelsabkommen mit den USA und Kanada umtreibt. &bdquo;Die Heimlichkeit ist einer der Mythen, die &uuml;ber die Verhandlungen gen&auml;hrt werden&ldquo;, betonte Merkels Sprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin.<br>\nWirklich? Vertrauliche Regierungsdokumente, die der Frankfurter Rundschau vorliegen, ergeben ein anderes Bild. Es handelt sich um interne Berichte, in denen die St&auml;ndige Vertretung, eine Art Botschaft der Bundesrepublik in Br&uuml;ssel, &uuml;ber Verhandlungen mit der EU-Kommission und den anderen EU-L&auml;ndern berichtet. Und um Anweisungen, die sie von Berlin f&uuml;r diese Verhandlungen erh&auml;lt. Daraus wird deutlich: Nicht nur die &Ouml;ffentlichkeit, Nichtregierungsorganisationen und Oppositionsparteien, die Gewerkschaften und Umweltverb&auml;nde f&uuml;hlen sich schlecht informiert. Nicht einmal die Bundesregierung wei&szlig; Bescheid, was die EU-Kommission so genau treibt. Und hinter verschlossenen T&uuml;ren beklagt sie das deutlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/freihandelsabkommen-ttip-hinter-verschlossenen-tueren,1472780,27197200.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Europ&auml;ischer Gerichtshof &ndash; Deutschland darf EU-Ausl&auml;ndern Hartz-IV verweigern<\/strong><br>\nDeutschland muss Zuwanderern aus der EU kein Hartz-IV zahlen, wenn sie nur wegen der Sozialleistungen ins Land kommen. Diese Einsch&auml;tzung eines Gutachters k&ouml;nnte den Prozess am Europ&auml;ischen Gerichtshof entscheiden&hellip; Diese Ansicht hat am Dienstag ein wichtiger Gutachter beim Europ&auml;ischen Gerichtshof (EuGH) vertreten. Damit k&ouml;nne der Staat Missbrauch und &bdquo;eine gewisse Form von Sozialtourismus&ldquo; verhindern und die Systeme vor &Uuml;berlastung sch&uuml;tzen, schreibt der Generalanwalt des h&ouml;chsten EU-Gerichts in Luxemburg&hellip;<br>\nZul&auml;ssig sei dies nach europ&auml;ischem Recht f&uuml;r EU-B&uuml;rger, die ausschlie&szlig;lich nach Deutschland k&auml;men, um Sozialhilfe zu beziehen oder einen Job zu suchen. Der Gutachter best&auml;tigt damit eine zentrale Regel im deutschen Sozialgesetzbuch &uuml;ber den Ausschluss von EU-Zuwanderern von Hartz-IV-Leistungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/europaeischer-gerichtshof-deutschland-darf-eu-auslaendern-hartz-iv-verweigern\/9919218.html\">Handelsblatt<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu nochmals Helga Spindler <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21125\">&bdquo;Warum ist eigentlich die Zuwanderung direkt in ein soziales F&uuml;rsorgesystem in Europa und in Deutschland so unklar und missverst&auml;ndlich geregelt?&ldquo;<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Debatte &uuml;ber Sozialmissbrauch: Merkel entdeckt den Seehofer in sich<\/strong><br>\nHorst Seehofer und seine CSU werden die Worte der Kanzlerin mit Genugtuung zur Kenntnis genommen haben. &ldquo;Die EU ist keine Sozialunion&rdquo;, sagt Angela Merkel. Das ist so etwas wie die Light-Version dessen, was die Schwesterpartei vor einigen Wochen zum angeblich massenhaften Sozialmissbrauch durch zugewanderte EU-B&uuml;rger verbreitete. &ldquo;Wer betr&uuml;gt, der fliegt&rdquo;, so klang das bei der Schwesterpartei.<br>\nMerkel war die Sch&auml;rfe im Ton damals unangenehm. Kurz vor der Europawahl aber beginnt auch sie zu seehofern &ndash; auf ihre Art. Vor einer Woche im &ldquo;FAZ&rdquo;-Interview ging das zwischen ziemlich viel Ukraine und Russland noch unter. Also legt die Kanzlerin mit Bedacht nach. &ldquo;Wir wollen Hartz IV nicht f&uuml;r EU-B&uuml;rger zahlen, die sich allein zur Arbeitssuche in Deutschland aufhalten&rdquo;, sagt sie der &ldquo;Passauer Neuen Presse&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/sozialmissbrauch-merkel-im-europawahlkampf-auf-den-spuren-der-csu-a-971059.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wo Merkel recht hat, hat sie recht. Dass aus Merkels Perspektive die EU keine Sozialunion ist k&ouml;nnen die B&uuml;rger Spaniens, Portugals und Griechenlands bestimmt sofort unterschreiben. Abgesehen davon geht es politisch nat&uuml;rlich kaum sch&auml;biger. Wieder werden den B&uuml;rgern S&uuml;ndenb&ouml;cke pr&auml;sentiert um von den Folgen der &ldquo;marktkonformen&rdquo; Demokratie, oder anders ausgedr&uuml;ckt, vor den Folgen eines brutales Lohn- und Sozialdumping zur St&auml;rkung der exportorientierten Industrie, abzulenken, die Merkel ja in der ganzen EU durchsetzen will. So greift die reine Emp&ouml;rung der Opposition und die Unterstellung reinen wahltaktischen Kalk&uuml;ls zu kurz. Merkel wollte nie ein soziales Europa, sondern eine EU in der die Interessen der herrschenden Eliten im Vordergrund stehen. Klugerweise Positioniert sich Merkel nie &ouml;ffentlich dazu. Hierzu findet man beim Bauchredner der &ouml;konomischen Eliten, Hochw&uuml;rden Gauck, dann die entsprechenden Statements.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Die Bundeskanzlerin hat &ldquo;Angst&rdquo; als Wahlkampfthema erkannt. Missbrauch m&uuml;sse bek&auml;mpft werden; da waren sich auch in der <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/annewill\/videos\/annewill4020.html\">ARD-Sendung &ldquo;Anne Will&rdquo;<\/a> alle einig: Gl&uuml;hbirnen-Verbot und Euro-Rettung &ndash; Was hat uns Europa in den vergangenen Jahren gebracht?<br>\nZurecht wies Frau Wagenknecht (ab ca. 06:30 und ca. 08:10 min) u.a. auf die realen Arbeitsverh&auml;ltnisse hin, die in der Tat das eigentliche Problem f&uuml;r die Erzeugung von &Auml;ngsten darstellen und hat einen passenden Vergleich zum Missbrauch durch Steuerhinterziehung (ca. 160 Milliarden Euro pro Jahr!) angestellt.<br>\nDas verdeutlicht: Ein Missbrauch durch zugewanderte EU-B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger ist der Rede nicht wert &ndash; der durch Steuerhinterziehung existiert jedoch in einem enormen Ausma&szlig;. Leider unternimmt auch diese Merkel-Regierung kaum etwas bzw. nichts zur Bek&auml;mpfung von realen, sich finanziell sehr stark auswirkenden Missbrauch.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ein dickes Knie f&uuml;r die Wettbewerbsf&auml;higkeit<\/strong><br>\nDer Niedriglohnsektor ist nur die besonders dunkle Seite des deutschen &raquo;Arbeitsmarktwunders&laquo;. Es gibt auch Arbeitnehmer, die nicht unterhalb des Existenzminimums verdienen und trotzdem arm dran sind.<br>\nUnterhalb des Knies baut sich eine Art zweite Kniescheibe auf. Der Arzt sagte ihm, dass das Knochensubstanz sei, die sich dort absetze. Und er erkl&auml;rte au&szlig;erdem, dass man das operieren m&uuml;sse. Aber mein Vetter sagte &raquo;Nein&laquo;, momentan gehe es nicht. Er arbeite n&auml;mlich seit mehr als einem Jahr &uuml;ber den Umweg eines Leiharbeitgebers in einem gro&szlig;en Automobilwerk und erhofft sich endlich eine Festanstellung. Bislang verl&auml;ngerte man nur immer seinen Vertrag viertelj&auml;hrlich. Und bei Krankheit, sagte er mir am Wochenende, geben Leihfirma und Entleiher ihren Arbeitern zwei Wochen. Dauert es l&auml;nger, erfolgt die K&uuml;ndigung. Ein Kollege von ihm hatte einen Bandscheibenvorfall und sollte operiert werden. Man hat ihm gleich gesagt, dann m&uuml;sse er mit der K&uuml;ndigung rechnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/933787.ein-dickes-knie-fuer-die-wettbewerbsfaehigkeit.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Rentenreform beginnt am Arbeitsmarkt<\/strong><br>\nDie diskutierten Rentenreformen allein werden Altersarmut nicht verhindern k&ouml;nnen. Um Besch&auml;ftigte k&uuml;nftig vor zu niedrigen Renten zu sch&uuml;tzen, m&uuml;ssten auch der Arbeitsmarkt neu geordnet und das Rentenniveau neu diskutiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/47261_47276.htm\">B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Jedes vierte Kind im Ruhrgebiet ist arm<\/strong><br>\nW&auml;hrend die Kinderarmut bundesweit in den vergangenen sieben Jahren langsam abgenommen hat, bleibt die Lage im Ruhrgebiet prek&auml;r: 2013 lebte jedes vierte Kind in materieller Armut. Die Daten zu diesen Befunden und veranschaulichendes Kartenmaterial stellte Thomas Groos vom Zentrum f&uuml;r interdisziplin&auml;re Regionalforschung (ZEFIR) der Ruhr-Universit&auml;t Bochum zusammen. Grundlage der Berechnungen sind Zahlen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit vom Juni 2013.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news583437\">Informationsdienst Wissenschaft (idw)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>1 Million Euro seit der Bundestagswahl: Gauweiler ver&ouml;ffentlicht neue Nebeneink&uuml;nfte<\/strong><br>\nSeit November hat der Abgeordnete Peter Gauweiler an keiner namentlichen Abstimmung teilgenommen, auch sonst ist er im Bundestag wenig aktiv. Um einiges ernster nimmt der CSU-Politiker seine Nebent&auml;tigkeit: Bereits in den ersten Monaten der Legislaturperiode hat er als Anwalt rund 1 Million Euro nebenher verdient &ndash; wahrscheinlich sogar sehr viel mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.abgeordnetenwatch.de\/blog\/2014-05-20\/1-millionen-euro-seit-der-bundestagswahl-gauweiler-legt-neue-nebeneinkunfte-offen\">abgeordnetenwatch.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&Uuml;ber f&uuml;nf Millionen Studienanf&auml;nger bis 2025 kosten 27 Milliarden Euro extra f&uuml;r die Hochschulen<\/strong><br>\nNach neuen Berechnungen des Forschungsinstituts f&uuml;r Bildungs- und Sozial&ouml;konomie (FiBS) wird die Zahl der Studienanf&auml;nger und -anf&auml;ngerinnen von gut 506.000 im vergangenen Jahr auf 406.500 im Jahr 2025 sinken. &bdquo;Noch vor wenigen Jahren, 2011, haben die Studienanf&auml;ngerzahlen in Deutschland ein historisches Hoch erlebt. Nachdem sich auch im vergangenen Jahr &uuml;ber eine halbe Million Erstsemester an den Hochschulen eingeschrieben haben, werden die Zahlen in den kommenden Jahren geringer. In den n&auml;chsten rund zehn Jahren sinken die Studienanf&auml;ngerzahlen um ein F&uuml;nftel,&ldquo; sagt Dr. Dieter Dohmen, der Direktor des FiBS. &bdquo;Vergleicht man diese Zahlen mit der Anfang Mai ver&ouml;ffentlichten KMK-Prognose, dann liegen unsere Berechnungen um rund zehn Prozent darunter.&ldquo; Der Bildungs&ouml;konom ist sich sicher, dass die neuen Erkenntnisse erhebliche Implikationen f&uuml;r den n&auml;chsten Hochschulpakt haben. &bdquo;Bund und L&auml;nder m&uuml;ssen jetzt neu verhandeln: F&uuml;r den laufenden Hochschulpakt m&uuml;ssen einerseits insgesamt &uuml;ber 500.000 zus&auml;tzliche Erstsemesterpl&auml;tze finanziert werden, andererseits ben&ouml;tigen die Hochschulen im Zeitraum bis 2025 &uuml;ber 27 Milliarden Euro extra, wenn die Studienberechtigten auch in den kommenden Jahren gute M&ouml;glichkeiten zur Aufnahme und Durchf&uuml;hrung eines Studiums haben sollen.&ldquo;&hellip;<br>\n&hellip;&ldquo; Nach unseren Berechnungen betr&auml;gt die fiskalische Rendite eines Hochschulstudiums 26 Prozent. Das hei&szlig;t, dass Bund, L&auml;nder, Kommunen und Sozialversicherungen erheblich von der hohen Nachfrage nach Studienpl&auml;tzen und einem erfolgreichen Studienabschluss profitieren. Schlie&szlig;lich ist die Arbeitslosenrate unter Akademikern und Akademikerinnen von 2,4 Prozent extrem niedrig.&ldquo;<br>\nEinen so genannten Akademisierungswahn erkennt der Bildungsexperte jedoch nicht. Angesichts solcher Diskussionen verweist er vielmehr auf weitere, zeitgleich anstehende Herausforderungen f&uuml;r die Bildungspolitik: &bdquo;Es gibt Handlungsfelder, wie etwa das Ausbildungssystem, die ebenso angegangen werden sollten. Damit dieser Studien-Boom, der f&uuml;r den Bedarf an H&ouml;chstqualifizierten im Arbeitsmarkt wichtig ist, nicht zu Problemen im Ausbildungssystem f&uuml;hrt, m&uuml;ssen beispielsweise massive Anstrengungen unternommen werden, das Bildungsniveau insgesamt zu verbessern und unter Anderem die Zahl der funktionalen Analphabeten zu reduzieren. Schlie&szlig;lich verl&auml;sst derzeit jeder f&uuml;nfte Jugendliche in Deutschland die Schule, ohne richtig lesen, schreiben und rechnen zu k&ouml;nnen, und findet deshalb keinen Ausbildungsplatz. Es w&auml;re ein Armutszeugnis f&uuml;r das Land der Dichter und Denker, f&uuml;r unser Bildungssystem mit den vielen Reformen in den letzten Jahren, wenn es nicht gel&auml;nge, diesen Anteil deutlich zu reduzieren und damit die Teilhabe an der Gesellschaft aller zu erm&ouml;glichen. Dar&uuml;ber hinaus werden alle jungen Menschen auch als qualifizierte Besch&auml;ftigte gebraucht. Zudem sind Unternehmen und Wirtschaftsverb&auml;nde gefordert, das Ausbildungssystem so weiterzuentwickeln, dass es auch f&uuml;r Abiturientinnen und Abiturienten noch attraktiver wird&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fibs.eu\/\">FiBS<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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