{"id":2181,"date":"2007-03-15T10:12:07","date_gmt":"2007-03-15T09:12:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2181"},"modified":"2007-03-15T10:12:07","modified_gmt":"2007-03-15T09:12:07","slug":"hinweise-des-tages-350","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2181","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Vattenfall-Chef: Staatsanteil treibt den Strompreis in die H&ouml;he<\/strong><br>\nDer Chef des Energieversorgers Vattenfall, Klaus Rauscher, verteidigt sich gegen den Vorwurf, h&ouml;here Strompreise seien die Folge von Preisabsprachen der Stromkonzerne. Daf&uuml;r liege kein einziger Beweis auf dem Tisch, sagte er. F&uuml;r die steigenden Preise seien allein Steuern und Abgaben verantwortlich.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/idw_dlf\/600374\/drucken\/\">Deutschlandradio<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ein lesenswertes Interview, obwohl nicht gerade ein Musterbeispiel f&uuml;r kritischen Journalismus. Der Journalist des Deutschlandradio zeichnet mit Hingabe am Bild vom &bdquo;Kulturm&auml;zen, der etwas anders ist unter den knallharten oder als knallhart geltenden Strommanagern&ldquo;, sowie vom  &bdquo;kunstsinnigen, kulturengagierten Menschen&ldquo;, der &bdquo;Vorlesungen &hellip; an der Berliner Humboldt-Universit&auml;t zu Fragen von Management und Ethik&ldquo; h&auml;lt.<br>\nDer folgende Hinweis h&auml;tte dabei sicher gest&ouml;rt: &bdquo;Nach einem Bericht der &laquo;Berliner Zeitung&raquo; (Samstagausgabe) pr&uuml;ft neben dem RWE-Konzern auch das Unternehmen Vattenfall den Gang zum Verwaltungsgericht, falls das Bundesumweltministerium die beantragte Laufzeitverl&auml;ngerung f&uuml;r das Kernkraftwerk Brunsb&uuml;ttel ablehnt.&ldquo;<\/em><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.foerderland.de\/419+M59fb8dc799e.0.html\">foerderland.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Weder Sozialmissbrauch noch Leistungsexplosion<\/strong><br>\nDas Diakonische Werk der Evangelischen Kirche im Rheinland lie&szlig; eine Expertise zur These von der Kostenexplosion im SGB II erstellen. Das Ergebnis ist eindeutig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diakonie-rheinland.de\/dateien\/Seligmann_131206.pdf\">Diakonie Rheinland [PDF &ndash; 372 KB]<\/a><\/li>\n<li><strong>Leistungsh&ouml;he von Sozialhilfe und Arbeitslosengeld II: Lohnabstand bleibt gewahrt.<\/strong><br>\nDer Abstand der Grundsicherungsleistungen (Arbeitslosengeld II, Sozialgeld und Sozialhilfe) zu niedrigen Arbeitseinkommen ist ein Dauerthema in der Debatte um die Frage, ob die Leistungsh&ouml;he einen ausreichenden Anreiz zur Aufnahme einer Erwerbst&auml;tigkeit setzt. Immer wieder gibt es Forderungen, das Leistungsniveau und damit das offizielle Existenzminimum zu senken. Das vom Gesetzgeber festgelegte Lohnabstandsgebot kann jedoch in einen Gegensatz zum Grundsatz der Bedarfsdeckung im Sinne der Sicherstellung des Existenzminimums geraten. So ist es f&uuml;r kinderreiche Familien mit einem Alleinverdiener erheblich schwieriger, durch Erwerbst&auml;tigkeit ein existenzsicherndes Einkommen zu erreichen als f&uuml;r Alleinstehende, denn das Kindergeld reicht zur Deckung der Lebenshaltungskosten der Kinder nicht aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/grafik_aktuell.shtml\">Sozialpolitik aktuell<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Berater der EU <\/strong><br>\nDer Pr&auml;sident der EU-Kommission, Barroso, hat eine neue Beratergruppe zum Klimawandel einberufen. Einige Mitglieder sind Interessenvertreter der Erd&ouml;l- und Atomindustrie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2007\/03\/mehr-zu-den-beratern-der-eu\/\">Lobbycontrol<\/a><\/li>\n<li><strong>Die EU am 50. Jahrestag der R&ouml;mischen Vertr&auml;ge<\/strong><br>\nDie heutigen Herausforderungen k&ouml;nnen f&uuml;r die EU und ihre W&auml;hrungsunion existenzielle Bedeutung annehmen. Selbst ma&szlig;gebliche politische und wirtschaftliche Eliten bef&uuml;rworten angesichts dieser Situation eine &ouml;ffentliche Debatte &uuml;ber die Zukunft der Union, um ein neues Engagement f&uuml;r das &raquo;europ&auml;ische Projekt&laquo; zu erreichen. Das freilich hat f&uuml;r manchen unter diesen Entscheidungstr&auml;gern nur Alibifunktion. Insgesamt suchen die ma&szlig;geblichen wirtschaftlichen und politischen Eliten die Gesamtentwicklung der EU noch weiter als bisher in eine antisoziale, repressive und milit&auml;rische Richtung zu dr&auml;ngen.<br>\nVon Wilhelm Ersil,  Jg. 1928, Prof. Dr. habil., Potsdam; Fachgebiet: Europ&auml;ische Integration, Au&szlig;enpolitik der Bundesrepublik Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksnet.de\/drucksicht.php?id=2907\">Linksnet<\/a><\/li>\n<li><strong>Hartz IV l&auml;sst die Mieten steigen<\/strong><br>\nDer Umzug von Langzeitarbeitslosen in kleinere Wohnungen spart nicht Geld &ndash; langfristig kommt das eher teuer. Die erh&ouml;hte Nachfrage lasse die Preise von kleinen und billigen Wohnungen ansteigen, teilte der Immobilienverband Deutschland (IVD) unter Berufung auf eine Markt&uuml;bersicht f&uuml;r Nordrhein-Westfalen am Dienstag in Dortmund mit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/arbeitundberuf\/581933.html\">Netzeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Im schlimmsten Fall wird abgeschoben&rdquo;<\/strong><br>\nGeduldete Fl&uuml;chtlinge, die nicht arbeiten k&ouml;nnen, sind auch vom neuen Bleiberecht ausgeschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2007\/03\/14\/a0044.1\/text\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Briefmonopol f&auml;llt &ndash; Wettbewerb kommt &ndash; Briefe werden teurer<\/strong><br>\nDen Postkunden in Deutschland drohen h&ouml;here Portopreise. Nach Meinung von Fachleuten werden die n&auml;mlich nach der Aufhebung des Briefmonopols zum 1. Januar 2008 nicht wie erhofft sinken. &ldquo;Es ist gut m&ouml;glich, dass der Endverbraucher die Rechnung zahlen muss&rdquo;, sagt Mario Frusch, Deutschlandchef des freien Postdienstleisters TNT Post der ZEIT.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/zeus.zeit.de\/text\/online\/2007\/11\/post-porto\">Die Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Erz&auml;hlt man uns nicht immer, dass Privatisierung und Wettbewerb die Preise fallen l&auml;sst?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Stiftung Warentest: Rechtwidrige K&uuml;rzung von Erwerbsminderungsrenten<\/strong><br>\nMit aller Macht versuchen Deutsche Rentenversicherung Bund, die Bundesregierung und der Bundestag die nach einem Urteil des Bundessozialgerichts eigentlich f&auml;lligen Nachzahlungen in H&ouml;he von insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro zu verhindern. Versteckt im Entwurf f&uuml;r das Gesetz &uuml;ber die Rente mit 67 findet sich eine Regelung, die Nachzahlungen f&uuml;r die Vergangenheit ausschlie&szlig;t. Voraussichtlich tritt die Regelung Anfang Mai in Kraft. Allerdings ist sie wegen der R&uuml;ckwirkung m&ouml;glicherweise verfassungswidrig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stiftung-warentest.de\/online\/steuern_recht\/alles\/1511253\/1511253.html\">Stiftung Warentest<\/a><\/li>\n<li><strong>Doppelmoral<\/strong><br>\nAm 7. Februar dieses Jahres unterzeichneten die meisten europ&auml;ischen Regierungen &ndash; nicht aber die USA &ndash; die Internationale Konvention zum Schutz &ldquo;gegen das Verschwindenlassen&rdquo;, das die Nutzung geheimer Gef&auml;ngnisse f&uuml;r illegal erkl&auml;rt. Eine Woche sp&auml;ter billigte das Europaparlament in Stra&szlig;burg einen Bericht, der dieselben Regierungen beschuldigt, mit dem US-Geheimdienst CIA bei geheimen Entf&uuml;hrungen zusammengearbeitet zu haben.<br>\nInzwischen steht fest, dass die europ&auml;ischen Regierungen &uuml;ber die kriminelle Natur der Geheimfl&uuml;ge durchaus im Bilde waren. Und nicht immer dr&uuml;ckte man nur die Augen zu. Vor allem Polen und Rum&auml;nien stehen im Verdacht, auf ihrem Territorium &ldquo;Mini-Guant&aacute;namos&rdquo; eingerichtet zu haben, wo die in Pakistan, Afghanistan und anderswo Entf&uuml;hrten bis zum Weitertransport nach Guant&aacute;namo gefangen gehalten wurden.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2007\/03\/09.mondeText1.artikel,a0013.idx,0\">Le Monde diplomatique<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Und ausgerechnet Solana soll in diesem Jahr den Aachener Karlspreis erhalten. Dagegen formiert sich Widerstand.<\/em><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.kein-karlspreis-an-solana.de\/\">Kein Karlspreis an Solana<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>ver.di News: Zur Tarifrunde 2007,  den Unterschieden bei den Einkommen von Frauen und M&auml;nnern, ein aktueller Bericht vom Sozialstaatskongress des DGB, und die gewerkschaftlichen Reaktionen auf den Bundestagsbeschluss zur Rente mit 67<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.verdi-news.de\/abonnenten.html\">ver.di News<\/a><\/li>\n<li><strong>IMK\/WSI: Eine kritische Auseinandersetzung mit einem neueren Kombilohnkonzept<\/strong><br>\nDas von einer Forschergruppe um Prof. Dr. Peter Bofinger entwickelte <a href=\"http:\/\/www.smwa.sachsen.de\/set\/431\/gutachten_niedriglohnbereich.pdf\">Kombilohnmodell [PDF &ndash; 716 KB]<\/a> bessert die Situation auf dem Arbeitsmarkt kaum. W&uuml;rde es umgesetzt, entst&uuml;nden nur wenige neue Arbeitspl&auml;tze, w&auml;hrend viele Geringverdiener Einbu&szlig;en erleiden w&uuml;rden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) und des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI). Die beiden Forschungsinstitute in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung unterst&uuml;tzen aber den Bofinger-Ansatz, die Subventionen f&uuml;r Minijobs abzuschaffen, weil so die Verdr&auml;ngung regul&auml;rer Besch&auml;ftigung gestoppt werden k&ouml;nne. Zudem empfehlen IMK und WSI einen existenzsichernden Mindestlohn und auf begrenzte Zielgruppen zugeschnittene Lohnzusch&uuml;sse als sinnvolle Komponenten f&uuml;r eine Reform des Niedriglohnsektors.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_report_18_2007.pdf\">IMK Report [PDF &ndash; 204 KB]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2181","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2181","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2181"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2181\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2181"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2181"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2181"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}