{"id":2183,"date":"2007-03-17T11:21:58","date_gmt":"2007-03-17T10:21:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2183"},"modified":"2016-01-10T13:50:04","modified_gmt":"2016-01-10T12:50:04","slug":"stuttgart-institute-of-management-and-technology-schon-wieder-eine-private-elitehochschule-pleite","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2183","title":{"rendered":"Stuttgart Institute of Management and Technology: Schon wieder eine private Elitehochschule pleite"},"content":{"rendered":"<p>Die private Universit&auml;t Witten-Herdecke wurde j&uuml;ngst <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2007\/02\/08\/a0110.1\/text\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.taz.de\/pt\/2007\/02\/08\/a0110.1\/text\">vom Gesundheitskonzern SRH vor der Pleite bewahrt<\/a>, die &ldquo;International University Bremen&rdquo; (IUB) musste j&uuml;ngst <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/24\/24615\/1.html\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/24\/24615\/1.html\">von der Kaffeer&ouml;ster- Stiftung Jacobs gerettet werden<\/a>, <a href=\"?p=255\">der Gr&ouml;&szlig;enwahn der &bdquo;European School of Management and Technology&ldquo;<\/a> (ESMT) im ehemaligen DDR-Staatsratsgeb&auml;ude Berlin ist l&auml;ngst an der Realit&auml;t zerplatzt. Und nun wird auch die <a href=\"http:\/\/www.business-school-map.de\/simt.0.html\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.business-school-map.de\/simt.0.html\">&bdquo;Eliteeinrichtung&ldquo;<\/a> des <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/studium\/0,1518,472048,00.html\">Stuttgart Institute of Management and Technology (SIMT) verramscht<\/a>: F&uuml;r einen symbolischen Euro &uuml;bernahm die Steinbeis-Gruppe des akademischen Multi-Unternehmers Professor Johann L&ouml;hn aus Stuttgart die F&uuml;hrung. &Uuml;ber 20 Millionen Euro staatlicher und privater Mittel flossen &ndash; viel Geld f&uuml;r eine private Universit&auml;t, die nach neun Jahren lediglich 281 Absolventen vorzeigen kann.<br>\n<!--more--><\/p><blockquote><p>Man muss sich die Selbstanpreisungen der Eliteeinrichtung SIMT einfach einmal auf der Zunge zergehen lassen:<br>\nDas Stuttgart Institute of Management and Technology (SIMT) ist eine internationale Business School und Weiterbildungseinrichtung der Steinbeis-Hochschule Berlin (SHB). Die Business School SIMT wurde 1998 auf Initiative mehrerer Unternehmen, unter ihnen Bosch, DaimlerChrysler, Hewlett-Packard, Siemens und Trumpf, gegr&uuml;ndet. Als Graduate School of Management bietet SIMT postgradual ein praxis- und teamorientiertens Programm zum Master of Business Administration (MBA) auf Englisch an, welcher staatlich und international anerkannt ist und ein optionales Austauschprogramm mit den renommierten internationalen Partneruniversit&auml;ten des SIMT einschlie&szlig;t. &Uuml;ber das Vollzeit- und Teilzeit-MBA-Studium hinaus bietet SIMT Programme im Bereich Management Development \/ Executive Education f&uuml;r das mittlere und gehobene Management deutscher und internationaler Unternehmen an. Diese Weiterbildungsangebote im Bereich Managementwissen sind praxisorientiert und umfassen F&uuml;hrungskr&auml;fteseminare f&uuml;r die SIMT Partnerfirmen, welche im Rahmen eines &ldquo;Management Education Network&rdquo; gemeinsam eine Corporate University realisieren, dar&uuml;ber hinaus tailor-made (firmenspezifische) Programme sowie offene Seminare (2 Tage) zu bedarfsorientierten Managementthemen, zur gezielten Weiterbildung und Mitarbeiterqualifizierung.<br>\nSIMT ist eine der f&uuml;hrenden Management Schools in Deutschland und hat Platz 20 in Europa im internationalen Ranking der Global Top 100 Business Schools erreicht (MBA Career Guide London 2004, QS Research). Seine postgradualen MBA-Studieng&auml;nge und seine Management Development Programme machen SIMT zu der internationalen Management School auf Universit&auml;tsniveau der Region Stuttgart mit starker Verbindung <a href=\"http:\/\/www.simt.de\/SIMT.simt.0.html\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.simt.de\/SIMT.simt.0.html\">zur Wirtschaft und Wissenschaft<\/a>.<\/p><\/blockquote><p><strong>Warum entpuppen sich die bombastischen Ank&uuml;ndigungen &uuml;ber die von der Wirtschaft gesponserten &bdquo;Spitzenhochschulen&ldquo; immer wieder als Gr&ouml;&szlig;enwahn? <\/strong><\/p><p>Da es immer dieselben Gr&uuml;nde sind erlaube ich mir, einen <a href=\"?p=255\">fr&uuml;heren Beitrag<\/a> zu diesem Thema zu wiederholen:<br>\nDie Gr&uuml;nde sind: Die staatlichen Hochschulen sind zu gut. Kein noch so karrieres&uuml;chtiger Student gibt teures Geld aus, wenn er an den staatlichen Hochschulen eine vergleichbare Leistung bekommt. Kein Unternehmen steckt auf Dauer Geld in eine Ausbildung, wenn die Gefahr besteht, dass die Ausgebildeten zum Konkurrenten abwandern.<br>\nEin Strategiewechsel zeichnet sich ab: Durch unmittelbare Einflussnahme auf die Hochschulpolitik und die Hochschulen lassen sich die Interessen der Wirtschaft fl&auml;chendeckender und kosteng&uuml;nstiger durchsetzen als durch die langfristige Finanzierung von wenigen privaten Hochschulen. Die Ausbreitung der neoklassischen Lehrmeinungen an den deutschen wirtschaftswissenschaftlichen Fakult&auml;ten beweist den durchschlagenden Erfolg dieser Strategie.<\/p><p><strong>Private Hochschulen &ndash; minimaler Anteil, maximale &Ouml;ffentlichkeitsarbeit<\/strong><\/p><p>In Deutschland gibt es laut dem neuesten Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz 88 staatliche, 16 kirchliche, &uuml;berwiegend staatlich finanzierte und 15 private staatlich anerkannte Universit&auml;ten. Von den insgesamt 1.361.951 Studierenden an wissenschaftlichen Hochschulen (also ohne Fachhochschulen) studieren 6.904 an privaten Hochschulen, das ist gerade mal ein halbes Prozent. Ber&uuml;cksichtigt man noch, dass unter den privaten auch solche Hochschulen sind, die von wohlt&auml;tigen Organisationen getragen werden, bleibt nur noch ein verschwindend kleiner Teil von Studierenden &uuml;brig, der an den &uuml;berwiegend von der Wirtschaft getragenen wissenschaftlichen Hochschulen studiert. Selbst wenn man nur die Studierenden der Wirtschaftswissenschaften nimmt &ndash; denn die meisten dieser privaten Universit&auml;ten bilden ausschlie&szlig;lich Betriebswirte aus -, d&uuml;rfte der Anteil der an privaten &bdquo;Schools&ldquo; Studierenden allenfalls zwischen 1 und 2 Prozent &ndash; eher aber niedriger &ndash; liegen.<br>\nBl&auml;ttert man jedoch die Wissenschaftsseiten der Tages- oder Wochenzeitungen und vor allem der Wirtschaftszeitungen durch, so muss man den Eindruck gewinnen, dass die von der Wirtschaft getragenen &bdquo;Business&ldquo; oder &bdquo;Management Schools&ldquo; nicht nur geradezu wie Pilze aus dem Boden schie&szlig;en, sondern mehr noch, dass an ihnen das deutsche Hochschulwesen wieder genesen werde.<br>\nKein Wunder: &Uuml;ber die staatlichen Hochschulen h&ouml;rt man seit Jahrzehnten nicht viel anderes, als dass sie &bdquo;Mittelma&szlig;&ldquo;, &bdquo;im Kern verrottet&ldquo; (Peter Glotz), &bdquo;mit dem Latein am Ende&ldquo; (SPIEGEL) oder einfach &bdquo;krank&ldquo; sind.<br>\nWahre Jubelberichte hingegen kann man immer wieder &uuml;ber solche Hochschulen lesen, die sich gerne mit modernen englischen K&uuml;rzeln schm&uuml;cken, wie E.A.P f&uuml;r European School of Management (Berlin), IUB f&uuml;r International University of Bremen, IU f&uuml;r International University in Germany (Bruchsal), BLS f&uuml;r Bucerius Law School (Hamburg), GISM f&uuml;r German international School of Management and Administration (Hannover), EBS f&uuml;r European Business School (Oestrich-Winkel) oder ESMT f&uuml;r European School of Management and Technology (Berlin).<br>\nWenn man der &uuml;berwiegenden Berichterstattung &uuml;ber diese im Laufe der letzten zehn Jahre gegr&uuml;ndeten Hochschulen und vor allem den hochschuleigenen Werbebrosch&uuml;ren Glauben schenkt, dann kann man nur noch an H&ouml;lderlin denken und den Eindruck gewinnen, dass von diesen selbst ernannten &bdquo;Elite&ldquo;-Hochschulen endlich &bdquo;das Rettende naht&ldquo;.<\/p><p><strong>Das Beispiel der ESMT Berlin<\/strong><\/p><p>Eine besonders feine Hochschul-Adresse sollte die European School of Management and Technology (ESMT) werden. Wie bei all diesen &bdquo;Schools&ldquo; wird nat&uuml;rlich nur auf Englisch gelehrt; deshalb gelten sie von vornherein als &bdquo;international&ldquo;, mindestens aber &bdquo;european&ldquo;. Die ESMT wurde sogleich als &bdquo;Super-Business-School&ldquo; gehandelt, als &bdquo;Schule mit globalem Anspruch und einem europ&auml;ischen Geist im Herzen Europas&ldquo;. An dieser Managerschule geht es nicht nur um ein Studium oder um wissenschaftliche Weiterbildung f&uuml;r einen ordentlichen akademischen Beruf &ndash; nein, es geht um &bdquo;Learning for Leading&ldquo;. Ziel der Ausbildung in der ESMT ist nicht etwa nur die Bef&auml;higung zu selbst&auml;ndigem wissenschaftlichen Arbeiten, nein, der &bdquo;klare Schwerpunkt ist Leadership&ldquo; oder wenigstens &bdquo;Career Transition&ldquo;. Dort sollen auch nicht mehr mittelalterlich anmutende &bdquo;Seminare&ldquo;, sondern &bdquo;executive education programs&ldquo; angeboten werden. Studienpl&auml;ne werden zu &bdquo;Open Enrollment-Programs&ldquo; und Studieng&auml;nge werden nach &bdquo;degree programs&ldquo; unterschieden. So hei&szlig;t es, f&uuml;r jedermann nachlesbar, im Internet-Auftritt der ESMT.<br>\nNat&uuml;rlich geh&ouml;rt zu dem &bdquo;path to leadership&ldquo; das passende bauliche Ambiente. Daf&uuml;r war in M&uuml;nchen die Wappenhalle im ehemaligen Flughafengeb&auml;ude Riem, im Rheinland das Schloss Gracht bei Erftstadt und als &bdquo;Headquarter&ldquo; und &bdquo;the futur esmt campus&ldquo; das fr&uuml;here Staatsratsgeb&auml;ude auf der Museumsinsel in Berlin-Mitte gerade gut genug. &ldquo;Fr&uuml;her wurden dort Eliten f&uuml;r die DDR ausgebildet, heute f&uuml;r die Weltpolitik. Wir bewegen uns also immer vorw&auml;rts, der Zukunft zugewandt&rdquo;, merkte dazu der Berliner Wissenschaftssenator Thomas Flierl &ndash; gewollt oder ungewollt &ndash; ironisch an.<br>\nDie Cr&egrave;me de la Cr&egrave;me der deutschen Wirtschaft hat sich als Stifter eines &bdquo;deutschen Harvard&ldquo; zusammengefunden. Im &bdquo;Foundation Board&ldquo; sitzen Top-Manager: Dr. Henning Schulte-Noelle (Chairmann of th Supervisory Board of Allianz AG), Dr. Rolf Breuer (Chairman of th Supervisory Board of Deutsche Bank AG), Dr. Ulrich Hartmann (Chairman of the Supervisory Board of E.ON AG), Prof. J&uuml;rgen E. Schrempp (Chairman of the Management Board of DaimlerChrysler AG). Zu den weiteren 25 Top-Unternehmen, die diese Top-Elite-Einrichtung tragen, geh&ouml;ren noch die Siemens AG, die Lufthansa, BMW, die Hertie-Stiftung, die Deutsche Telekom, der Axel Springer Verlag, die Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG, die Bundesvereinigung der Deutschen Industrie e.V., die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverb&auml;nde e.V., die Deutsche Post WorldNet AG, EADS N.V., die KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft, die MAN AG, McKinsey&amp;Company Inc., die M&uuml;nchner R&uuml;ckversicherungs AG, die Robert Bosch GmbH, die Ruhrgas AG, die RWE AG, die SAP AG, die Schering AG und The Boston Consulting Group GmbH.<br>\nDr. Gerhard Cromme (Chairman of the Supervisory Board of ThyssenKrupp AG) hat den Vorsitz im Supervisory Board der ESMT inne.<br>\nEindrucksvoller, gr&ouml;&szlig;er, globaler, mit gr&ouml;&szlig;erer &ouml;konomischer Potenz geht es jedenfalls in Deutschland kaum noch, um eine Hochschule aufzubauen, die den Anspr&uuml;chen unserer Global Player endlich entspricht und die in der Weltliga mitspielen kann. <\/p><p><strong>50.000 &euro; Studiengeb&uuml;hr p.a. &ndash; Zum Welterfolg fehlen nur noch die Studenten <\/strong><\/p><p>Und weil ja nichts wert ist, was nichts kostet, m&uuml;ssen die Studierenden dieser &bdquo;bedeutendsten Lehr- und Forschungseinrichtung auf dem Kontinent&ldquo; es sich schon was kosten lassen, um zu den &bdquo;High Potentials&ldquo; aufzusteigen, n&auml;mlich 50.000 Euro im Jahr. Das ist mehr, als in Stanford oder Harvard an Studiengeb&uuml;hren auf den Tisch gebl&auml;ttert werden muss, viel mehr als an der London School of Economics und sehr viel mehr als an der renommierten Uni St. Gallen.<br>\nZum absoluten Welterfolg fehlt dieser Elite-Hochschule eigentlich nur noch eine winzige Kleinigkeit: Es fehlen die Studierenden. Zwar gab es in M&uuml;nchen und K&ouml;ln seit 2002 f&uuml;r rund 750 F&uuml;hrungskr&auml;fte einige Seminarprogramme, aber ein erster MBA-Studiengang ist &ndash; obwohl die Hochschule seit November 2001 Schlagzeilen macht und die Berliner Gr&uuml;ndung mit allem Pomp im Beisein des Bundespr&auml;sidenten schon im Oktober 2002 gefeiert wurde &ndash; nach mehrfachem Hinausschieben erst f&uuml;r Januar 2006 mit 30 bis 50 Teilnehmern angek&uuml;ndigt worden.<br>\nWenn es denn dazu kommt!<br>\nDenn SPIEGEL ONLINE meldet am 28. Mai 2005 unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Studienabbruch des ESMT- Pr&auml;sidenten&ldquo;, dass der Chef des Management Boards, der britische Professor f&uuml;r Strategie und Marketing Derek F. Abell, sein Amt aufgibt. Sein Traum vom Aufbau eines &bdquo;Harvard an der Spree&ldquo; scheint wohl geplatzt zu sein; vielleicht muss er auch den S&uuml;ndenbock f&uuml;r die Pannenserie beim Aufbau spielen.<br>\nHinter den gro&szlig; gefeierten &bdquo;Milestones&ldquo; des ESMT verbergen sich n&auml;mlich eine Serie von Peinlichkeiten. <\/p><p><strong>Die Gr&uuml;ndungsphase<\/strong><\/p><ul>\n<li>Das begann schon mit der Renovierung des Staatsratsgeb&auml;udes. Das Land Berlin muss zwar bei seinen staatlichen Hochschulen Betr&auml;ge in dreistelliger Millionenh&ouml;he einsparen und massiv Studienpl&auml;tze abbauen (von derzeit 135.000 Studierenden auf 85.000), aber f&uuml;r die wenigen erlesenen Elite-Studenten hatte der Senat immer noch 24 Millionen Euro &uuml;brig. Berlin kaufte das Staatsratsgeb&auml;ude vom Bund, um es der ESMT kostenlos und mietfrei zu &uuml;berlassen. Aber schon die gesch&auml;tzten Sanierungskosten von mehr als 25 Millionen Euro waren den unternehmerischen Stiftern offenbar zu viel. Erst nach &ouml;ffentlichem Protest gab der Aufsichtsratsvorsitzende Cromme seine Forderung auf, dass die Herrichtung des Geb&auml;udes Aufgabe des Eigent&uuml;mers, also des Landes Berlin sei. Eine ziemlich undurchschaubare Zwischenfinanzierung &uuml;ber Immobilienfonds musste gefunden werden.<\/li>\n<li>Eine Spitzenhochschule braucht aber nicht nur schicke Geb&auml;ude, sondern vor allem Spitzenpersonal. Von 30, ja sogar von 60 Wissenschaftlern mit internationalem Ruf und weiteren 20 Gastprofessoren war urspr&uuml;nglich die Rede. Im Oktober 2003 hielt der ESMT-Pr&auml;sident nur noch 20 Vollzeitprofessuren f&uuml;r ein MBA-Vollstudium f&uuml;r n&ouml;tig. Inzwischen m&uuml;ssen noch weniger ausreichen; gestartet werden soll mit 10 Dozenten, darunter sind inklusive Pr&auml;sident und Dekan Wulff Plinke &ndash; sage und schreibe &ndash; sechs Professoren. Drei davon sollen aus Ungarn, Mexiko und Russland kommen. Einer der auserw&auml;hlten Spitzenforscher muss aber zuvor noch die erste wissenschaftliche H&uuml;rde &ndash; seine Promotion &ndash; &uuml;berwinden, bevor er zum Elite-Hochschullehrer werden kann. Allerdings sind sich auch die auserw&auml;hlten Professoren noch nicht sicher, ob sie kommen wollen, laut SPIEGEL haben sie bisher nur eine Absichtserkl&auml;rung unterschrieben. &bdquo;Ob das reicht, um MBA-Kandidaten aus aller Welt zu &uuml;berzeugen&ldquo; fragt B&auml;rbel Schwertfeger im Unispiegel vom 13. April 2005 nicht ganz zu unrecht. &Uuml;ber jeden wirtschaftswissenschaftlichen Fachbereich mit einer so kleinen Zahl von Professoren an der kleinsten staatlichen Hochschule w&uuml;rde die Zunft nur hohnlachen.<\/li>\n<li>Auch das Stiftungskapital von urspr&uuml;nglich geplanten 100 Millionen Euro brachten die Konzerne bisher nicht zusammen. Das EMFT spricht derzeit von einer &bdquo;zugesagten Kapitalausstattung von 78 Millionen Euro&ldquo;. Das w&auml;ren gut gerechnet 4, maximal 5 Millionen Budget pro Jahr &ndash; Inflationsschutz f&uuml;r den Kapitalstock einmal au&szlig;er Acht gelassen. Ein l&auml;cherlicher Betrag f&uuml;r eine Hochschule. Eine solche Summe d&uuml;rften die Mitglieder des Stiftungskuratoriums im Durchschnitt locker als Jahreseinkommen kassieren. Professor Hans N. Weiler von der Stanford University in Kalifornien rechnet in der ZEIT (43\/2002) vor, dass die Stanford Business School, an der sich das ESMT doch so gern orientieren m&ouml;chte, j&auml;hrlich &uuml;ber 90 Millionen Dollar verf&uuml;gt. Gar nicht erst davon zu reden, &uuml;ber welche Haushaltvolumina staatliche Universit&auml;ten verf&uuml;gen k&ouml;nnen. Bei den Managementseminaren kamen 2004 statt der geplanten vier Millionen knappe 700.000 Euro herein. Laut Abells Bericht an den Aufsichtsrat lagen die Verluste aus dem operativen Gesch&auml;ft bei 1,5 Millionen Euro. F&uuml;r 2005 rechnet der scheidende Pr&auml;sident mit einem Nettomittelverbrauch von 5,8 Millionen Euro.<br>\nMan darf gespannt sein, ob dieser Betrag dargestellt werden kann. In seinem &bdquo;President`s Report&ldquo;, der dem SPIEGEL vorliegt, beklagte Abell schon im Dezember 2004, dass zwei Drittel der Sponsoren &bdquo;praktisch inaktiv&ldquo; seien und das Projekt nur &bdquo;halbherzige Unterst&uuml;tzung&ldquo; erfahre. &bdquo;Aus Angst vor einem Gesichtsverlust k&uuml;ndigten sie ihre Unterst&uuml;tzung zwar nicht offen auf, &uuml;bten aber eine Art stillen Boykott&ldquo;, schreibt der SPIEGEL. Selbst das Handelsblatt spricht inzwischen von einem &bdquo;grandiosen Flop&ldquo;.<\/li>\n<\/ul><p><strong>Der Staat als Ausfallb&uuml;rge<\/strong><\/p><p>&bdquo;Das Engagement der deutschen Wirtschaft garantiert, dass die Sache ein Erfolg wird&ldquo; erkl&auml;rte Gerhard Cromme noch im Jahre 2002. Niemand brauchte sich zu wundern, wenn auch das ESMT im n&auml;chsten Jahr die Hand nach weiterer Staatshilfe aufhielte. So war es in Bremen, wo die IUB von Anfang an &uuml;ber 200 Millionen vom verarmten Bremen abstaubte, so war es in Baden-W&uuml;rttemberg, und so war es in Witten-Herdecke, wo das Land NRW inzwischen ein Drittel der Kosten f&uuml;r die &bdquo;private Universit&auml;t&ldquo; tr&auml;gt. Wie selbstverst&auml;ndlich sacken diese &bdquo;privaten&ldquo; Hochschulen schon seit l&auml;ngerem staatliche Hochschulbauf&ouml;rdermittel in Millionenh&ouml;he ein. Angesichts der geringen Studierendenzahl sind die Studierenden an der &bdquo;privaten&ldquo; Universit&auml;t Witten-Herdecke pro Kopf inzwischen die teuersten Studierenden f&uuml;r das Land NRW geworden. (Nimmt man einmal die Kunst- und Musikhochschulen aus.) <\/p><p><strong>Warum entpuppten sich die bombastischen Ank&uuml;ndigungen immer wieder als Gr&ouml;&szlig;enwahn?<\/strong><\/p><p>Warum kommen die meisten der von der Wirtschaft gesponserten, privaten Hochschulen nicht auf die Beine? <\/p><p>Es ist immer die gleiche Schrittfolge:<\/p><ul>\n<li>Angesichts der Schlechtrederei der staatlichen Hochschulen gab es immer wieder unternehmerische Initiativen, einen Stachel ins Fleisch des &ouml;ffentlichen Hochschulwesens zu treiben. Man wollte einen Wettbewerb zwischen kommerziellen und staatlich finanzierten Hochschulen inszenieren und die Vorz&uuml;ge der Privatisierung beweisen.<\/li>\n<li>Im Gegensatz zu den staatlichen Universit&auml;ten, die st&auml;ndig nur ihre Misere beklagen, betreiben die privaten ein aufw&auml;ndiges PR- und Marketing-Programm. Die Medien, die ja mehr oder weniger darauf programmiert sind, alle &ouml;ffentlichen Einrichtungen herunterzureden, greifen die Werbespr&uuml;che der privaten Neugr&uuml;nder begierig auf und feiern sie als vorbildliche Eliteeinrichtungen.<\/li>\n<li>Nachdem sich die Unternehmer als Stifter kr&auml;ftig von Politik und Medien haben feiern lassen, verl&auml;sst sie meist die Begeisterung. Nur mit ein paar Millionen und einigen schicken Geb&auml;uden kann man halt keine Elite-Universit&auml;t schaffen.<\/li>\n<li>Die Wirtschaft zieht ihr finanzielles Engagement nach relativ kurzer Zeit zur&uuml;ck oder friert es ein. Die nun einmal gegr&uuml;ndete, private Hochschule zwingt mit der Androhung des Konkurses oder der Abwanderung in ein anderes Bundesland den Staat in eine Ausfallb&uuml;rgschaft.<\/li>\n<\/ul><p><strong>Was sind die Gr&uuml;nde, warum die meisten privaten Hochschulen in Deutschland nicht zu Erfolgsmodellen werden?<\/strong><\/p><ul>\n<li>Der Hauptgrund ist: Es gibt kaum einen Bedarf und damit keinen Markt f&uuml;r die private Konkurrenz. Die staatlichen Hochschulen sind &ndash; entgegen ihrem Ruf &ndash; schlicht zu gut. &bdquo;Sie brauchen an Qualit&auml;t, Internationalit&auml;t und Profilierung keinen Vergleich zu scheuen, sind von soliden und dauerhaften Forschungskapazit&auml;ten wissenschaftlich untersetzt und weisen in ihrer Hochschullehrerschaft ein hohes Ma&szlig; an Kontinuit&auml;t auf&ldquo;, sagt einer, der es eigentlich wissen m&uuml;sste, n&auml;mlich Hans N. Weiler, Professor an der Stanford University in Kalifornien.<\/li>\n<li>Auch die karrieres&uuml;chtigsten Studierenden fragen sich, warum sie horrende Studiengeb&uuml;hren f&uuml;r eine Ausbildung zahlen sollen, die sie an fast jeder wirtschaftswissenschaftlichen Fakult&auml;t einer &ouml;ffentlichen Universit&auml;t besser oder in &auml;hnlicher Qualit&auml;t erheblich preisg&uuml;nstiger bekommen.<\/li>\n<li>Warum sollten Unternehmen f&uuml;r die Aus- oder Weiterbildung von &bdquo;High Potentials&ldquo; Geld auf den Tisch legen, wenn die Gefahr besteht, dass die Absolventen dieser &bdquo;Eliteausbildung&ldquo; zum Konkurrenten abwandern oder abgeworben werden? Das ist &uuml;brigens eines der wichtigsten Argumente daf&uuml;r, dass Bildung nach unserem Grundverst&auml;ndnis eine &ouml;ffentlich zu verantwortende Aufgabe darstellt. F&uuml;r die &bdquo;Gro&szlig;en&ldquo; unter den Wirtschaftsunternehmen ist es doch billiger und risiko&auml;rmer, ihre eigenen Jungmanager durch betriebliche Fortbildung oder gar wie DaimlerChrysler durch &bdquo;Betriebs-Universit&auml;ten&ldquo; fit f&uuml;r h&ouml;here Aufgaben zu machen.<\/li>\n<\/ul><p><strong>Der Strategiewechsel: Statt der Gr&uuml;ndung von privaten Hochschulen die &bdquo;Privatisierung&ldquo; der staatlichen Hochschulen<\/strong><\/p><p>Der entscheidende Grund f&uuml;r das nachlassende, finanzielle Engagement der Wirtschaft f&uuml;r private Hochschulen ist allerdings ein ganz anderer:<br>\n&bdquo;Was als hochschulpolitische Strategie einmal sinnvoll gewesen sein mag, n&auml;mlich durch private Gr&uuml;ndungen Reformbereitschaft im &ouml;ffentlichen Hochschulwesen zu wecken, ist l&auml;ngst &uuml;berholt&ldquo; meint Stanford-Professor Weiler. Selbst der unternehmereigene Stifterverband f&uuml;r die Deutsche Wissenschaft bewertet den &bdquo;Mehrwert&ldquo; der privaten Business-Schools im Vergleich zu den &ouml;ffentlichen Hochschulen als &bdquo;relativ bescheiden&ldquo;. Reinhard Mohn, der Bertelsmann-Patriarch, einst Hauptmotor und wichtigster Geldgeber der privaten Universit&auml;t Witten-Herdecke, hat den Strategiewechsel schon vor einiger Zeit vollzogen: Er stellte seine Zahlungen an diese Hochschule ein und lenkt sein Geld lieber in das Centrum f&uuml;r Hochschulentwicklung (CHE) der Bertelsmann-Stiftung. Er hat erkannt, dass durch die &bdquo;Beratungsleistungen&ldquo; und die unmittelbare Einflussnahme auf die Hochschulpolitik und auf die staatlichen Hochschulen die Interessen der Wirtschaft viel besser und fl&auml;chendeckender umgesetzt werden k&ouml;nnen als durch einen aussichtslosen Wettbewerb einiger privaten Hochschulen mit ihren viel potenteren, staatlichen Konkurrenten. &ldquo;Es ist zu bef&uuml;rchten, dass die Auswirkungen der ESMT auf die deutsche Hochschullandschaft eher gering bleiben werden&rdquo;, fasst Erik Otto vom CHE zusammen. Es k&ouml;nne sein, &bdquo;dass schon in wenigen Jahren niemand mehr von der ESMT rede.&rdquo;<br>\nIm &uuml;brigen haben die Unternehmen die Erfahrung gemacht, dass sie mit einigen Stiftungsprofessuren (nat&uuml;rlich unter der Auflage, dass diese nach wenigen Jahren vom Staat &uuml;bernommen werden) das wissenschaftliche Profil und die wissenschaftliche Ausrichtung einer wirtschaftswissenschaftlichen Fakult&auml;t viel direkter und mit der einmaligen Bereitstellung von etwa drei Millionen Euro viel kosteng&uuml;nstiger nach ihren Interessen beeinflussen und sogar bestimmen k&ouml;nnen als &uuml;ber den langen, teuren und unsicheren Weg der Gr&uuml;ndung und langfristigen Finanzierung einer privaten Hochschule. <\/p><p>Die Erfolge dieses hochschulpolitische Strategiewechsel der Wirtschaft sind un&uuml;bersehbar:<\/p><ul>\n<li>Alle Hochschul-&bdquo;Reformer&ldquo; sprechen inzwischen von &bdquo;Wettbewerb&ldquo;, von &bdquo;betriebswirtschaftlicher Effizienz&ldquo;, von &bdquo;Hochschulmanagement&ldquo;, von &bdquo;Anreizstrukturen&ldquo; und vom Studium als &bdquo;privatem Investment&ldquo;.<\/li>\n<li>Unter dem Stichwort Autonomie wird die staatliche Verantwortung eingeschr&auml;nkt. Den Leitungsgremien der Hochschulen werden externe &bdquo;Hochschulr&auml;te&ldquo; als m&auml;chtige Entscheidungsorgane, quasi als &bdquo;Aufsichtsr&auml;te&ldquo;, zur Seite gestellt, in denen &uuml;blicherweise die IHK oder regionale Unternehmensvertreter das Sagen haben.<\/li>\n<li>Hochschulsponsoring oder Public Private Partnership gelten als besonders chic.<\/li>\n<li>\nEs gilt geradezu als Beleg f&uuml;r die Reformbereitschaft, wenn Hochschulen sich als verl&auml;ngerte Werkb&auml;nke der Wirtschaft definieren.<\/li>\n<\/ul><p>Doch es werden nicht nur (privat-)unternehmerische Betriebs- und Managementstrukturen auf die staatlichen Hochschulen &uuml;bertragen, auch die erkenntnisleitenden Interessen in den einzelnen Wissenschaften werden zunehmend von wirtschaftlichen Interessen gepr&auml;gt. Auf die Wirtschaftswissenschaften hat dieser Effekt schon voll durchgeschlagen. Der fr&uuml;here, pluralistische Wettstreit zwischen eher nachfrageorientierten und eher angebotsorientierten Schulen ist nahezu uniform zugunsten der Angebotstheoretiker entschieden, der Neokeynesianismus ist fast komplett von der Neoklassik verdr&auml;ngt worden. Die Mikro&ouml;konomie bzw. die Betriebswirtschaftslehre haben gegen&uuml;ber der Makro&ouml;konomie oder der &bdquo;National&ouml;konomie&ldquo; bzw. den &bdquo;Staatswissenschaften&ldquo; weitgehend obsiegt. Die mathematische (&bdquo;rein wissenschaftliche&ldquo;) Modellzimmerei hat gemessen am internationalen Standard die empirische Wirtschaftsforschung an die Wand gedr&auml;ngt.<br>\nWozu sollte also die Wirtschaft noch private Business oder Management Schools aufbauen oder finanzieren, wenn es ihr zu gelingen scheint, die etablierten, staatlich finanzierten Hochschulen zu &bdquo;privatisieren&ldquo;? <\/p><p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/jobundberuf\/0,1518,357938,00.html\">Kopflose Elite-Uni, Studienabbruch des ESMT-Pr&auml;sidenten<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/service.spiegel.de\/digas\/archiv?SC=VOLLTEXTSUCHE&amp;msgclass=warning&amp;msg=Ihre+Suche+ergab+0+Treffer.+Bitte+suchen+Sie+erneut.\">Am Tropf der Unternehmen, B&auml;rbel Schwertfeger<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/zeus.zeit.de\/text\/archiv\/2002\/43\/200243_c-esmt.xml\">Universum statt Nische! Hans N. Weiler<\/a><br>\nQuelle 4: <a href=\"http:\/\/www.esmt.org\/en\/home\">esmt.org<\/a><br>\nQuelle 5: <a href=\"http:\/\/www.hochschulkompass.de\/\">hochschulkompass.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die private Universit&auml;t Witten-Herdecke wurde j&uuml;ngst <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2007\/02\/08\/a0110.1\/text\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.taz.de\/pt\/2007\/02\/08\/a0110.1\/text\">vom Gesundheitskonzern SRH vor der Pleite bewahrt<\/a>, die &ldquo;International University Bremen&rdquo; (IUB) musste j&uuml;ngst <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/24\/24615\/1.html\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/24\/24615\/1.html\">von der Kaffeer&ouml;ster- Stiftung Jacobs gerettet werden<\/a>, <a href=\"?p=255\">der Gr&ouml;&szlig;enwahn der &bdquo;European School of Management and Technology&ldquo;<\/a> (ESMT) im ehemaligen DDR-Staatsratsgeb&auml;ude Berlin ist l&auml;ngst an<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2183\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[17,28],"tags":[232,231,561,234],"class_list":["post-2183","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hochschulen-und-wissenschaft","category-privatisierung","tag-bertelsmann","tag-che","tag-privatschulen","tag-studiengebuehren"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2183","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2183"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2183\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":30109,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2183\/revisions\/30109"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2183"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2183"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2183"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}