{"id":21834,"date":"2014-05-26T09:04:08","date_gmt":"2014-05-26T07:04:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21834"},"modified":"2015-11-09T11:59:57","modified_gmt":"2015-11-09T10:59:57","slug":"hinweise-des-tages-2135","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21834","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (HR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21834#h01\">Die Ergebnisse der Europawahl 2014 in Deutschland &ndash; Wahlnachtbericht und erste Analyse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21834#h02\">Die Restauration der Oligarchen (IV)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21834#h03\">Militarisierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21834#h04\">Die M&auml;r vom Weltsozialamt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21834#h05\">Paul Krugman: Crisis of the Eurocrats  &ndash; Krise der Eurokraten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21834#h06\">Sparen, Konsum und Wohlstand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21834#h07\">L&auml;nder fordern Offenlegung von Steuermodellen globaler Konzerne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21834#h08\">Schweiz bem&uuml;ht sich aggressiv um Schranken f&uuml;r OECD-Steuertransparenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21834#h09\">&raquo;Wem geh&ouml;rt die Zeit?&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21834#h10\">Der mieseste Boss der Welt ist Amazon-Chef Bezos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21834#h11\">Sozialpolitische Chronik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21834#h12\">PEPP: Pauschalierende Entgelte bef&ouml;rdern Privatisierungswelle in der Psychiatrie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21834#h13\">Immer mehr Video&uuml;berwachung in Bayern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21834#h14\">&ldquo;Dagger-Komplex&rdquo;: Deutsche Steuerzahler finanzierten Ausbau von NSA-Standort<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21834#h15\">SPD-Finanzexpertin will 16 Prozent auf alles<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21834#h16\">AfD<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21834&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Ergebnisse der Europawahl 2014 in Deutschland &ndash; Wahlnachtbericht und erste Analyse<\/strong><br>\n[&hellip;] Bei der Europawahl 2014 haben die Parteien der deutschen Regierungskoalition gegen&uuml;ber der EPW 2009 vier Prozentpunkte hinzugewonnen. Dabei haben sich allerdings die St&auml;rkeverh&auml;ltnisse ver&auml;ndert: Die SPD gewinnt 6,5%-Punkte hinzu, die CDU bleibt mit -0,6% weitgehend stabil, w&auml;hrend die bayerische Regionalpartei CSU deutlich verliert &ndash; fast 2% und als einzige der drei regierenden Parteien auch absolute Stimmen (-330.000). Aus Sicht der Union kann formuliert werden: Mit Angela Merkel kann man Wahlen bestehen, mit Horst Seehofer nicht. Die Europawahl war im bayerischen Freistaat eine g&uuml;nstige Gelegenheit f&uuml;r einen Denkzettel an die Christsozialen &ndash; im Rest der Republik gab es hingegen kein Bed&uuml;rfnis f&uuml;r eine echte Denkzettelwahl. [&hellip;]<br>\nAuf der anderen Seite feiert die Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD) ihren ersten Wahlerfolg. Sie erh&auml;lt Proteststimmen und Stimmen aus den nationalliberal-konservativen, eher kleinb&uuml;rgerlichen Milieus. In der Mehrheit handelt es sich um parteipolitisch heimatlose wirtschaftsliberale und wertkonservative W&auml;hler\/-innengruppen. Sie vertrauten darauf, dass die eigene Leistungsf&auml;higkeit im europ&auml;ischen Marktwettbewerb belohnt wird und sehen durch die herrschende EU-Politik ihre auf den Wettbewerbsgedanken gest&uuml;tzten Ordnungsvorstellungen bedroht. Die parteipolitisch heimatlosen W&auml;hler\/-innen docken derzeit am National- und Wettbewerbspopulismus der AfD an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.benjamin-hoff.de\/article\/3826.die-ergebnisse-der-europawahl-2014-in-deutschland-8211-wahlnachtbericht-und-erste-analyse.html\">Benjamin-Immanuel Hoff \/ Horst Kahrs<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Restauration der Oligarchen (IV)<\/strong><br>\nMit der Wahl von Petro Poroschenko zum k&uuml;nftigen Pr&auml;sidenten der Ukraine n&auml;hert sich die Restauration der ukrainischen Oligarchen unter deutsch-amerikanischer Hegemonie ihrem Abschluss. Poroschenko ist mit einem Verm&ouml;gen von angeblich gut 1,6 Milliarden US-Dollar der vermutlich siebtreichste Mann des Landes; er kontrolliert mehrere ukrainische Konzerne. Schon vor ihm sind andere Oligarchen in dem prowestlich gewendeten Land in Amt und W&uuml;rden gekommen. So z&auml;hlen die Gouverneure der &ouml;konomisch bedeutenden Oblaste Donezk und Dnipropetrowsk zu den reichsten Ukrainern. Einen weiteren Oligarchen, dem enge Beziehungen zu Wladimir Putin nachgesagt werden, hat Poroschenko vor der Wahl in Wien konsultiert; der Mann darf die Stadt wegen eines US-Haftbefehls nicht verlassen. Die Absprachen mit ihm, die mutma&szlig;lich auch die Wahl in der Ukraine betrafen, werden geheimgehalten. Rinat Achmetow hingegen, der reichste Ukrainer, macht sich inzwischen unverzichtbar, indem er Schritte zur Stabilisierung der Ostukraine ergreift &ndash; in Abstimmung mit Berlin. Im prowestlich gewendeten Kiew enth&auml;lt die sich nun wieder festigende Oligarchen-Dominanz, gegen die die ersten Majdan-Proteste Sturm liefen, zus&auml;tzlich ein Element faschistischer Herrschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58876\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Militarisierung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Milit&auml;rische Reaktionen sind nicht gleich Kriegstreiberei<\/strong><br>\nAuch eine L&ouml;sung der Ukraine-Krise wird durch die Machtverh&auml;ltnisse der Beteiligten bestimmt: Dass Diplomatie nichts mit Gewalt zu tun haben darf, ist ein Trugschluss.<br>\nDass es keine &ldquo;milit&auml;rischen Alternativen&rdquo; zu &ldquo;diplomatischen&rdquo; oder &ldquo;politischen L&ouml;sungen&rdquo; g&auml;be, geh&ouml;rt zu den ebenso g&auml;ngigen wie &auml;rgerlichen Gemeinpl&auml;tzen der au&szlig;enpolitischen Debatte um die Ukraine-Krise in Deutschland. &Auml;rgerlich ist dieser Gemeinplatz nicht deshalb, weil er ganz falsch w&auml;re (das sind Gemeinpl&auml;tze selten), sondern weil er dem ernsthaften Nachdenken &uuml;ber Au&szlig;enpolitik im Wege steht. Tats&auml;chlich ist die angebliche Alternativlosigkeit der Diplomatie ein Beispiel f&uuml;r mangelhafte analytische Pr&auml;zision, vulgo: f&uuml;r Denkfaulheit.<br>\nNat&uuml;rlich k&ouml;nnte und sollte die Unabh&auml;ngigkeit der Ukraine nicht zum Preis eines Kriegs in Europa &ldquo;gerettet&rdquo; werden. Aber aus dieser Pr&auml;misse wird hierzulande h&auml;ufig und gerne die Unvereinbarkeit von diplomatischen und milit&auml;rischen Ma&szlig;nahmen konstruiert und jegliche Form von letzteren tabuisiert. Damit wird der Gemeinplatz gef&auml;hrlich bodenlos, ja vielleicht sogar bodenlos gef&auml;hrlich. Warum das so ist, wird deutlich, wenn man das Argument logisch zu Ende denkt: Dann w&auml;re n&auml;mlich die vollst&auml;ndige Abr&uuml;stung die beste M&ouml;glichkeit, politische L&ouml;sungen zu erm&ouml;glichen. (&hellip;)<br>\nKurzum: Nat&uuml;rlich gilt es, alles zu tun, um milit&auml;rische, um gewaltsame &ldquo;L&ouml;sungen&rdquo; von Konflikten zu vermeiden. Aber dass man ohne machtpolitische Schritte gute und nachhaltige L&ouml;sungen f&uuml;r Konflikte wie die in der Ukraine erreichen k&ouml;nne, ist ein Mythos. In der internationalen Politik muss sich ein Staat notfalls gegen andere Staaten verteidigen k&ouml;nnen, allein oder gemeinsam mit anderen. Die wichtigste Schlussfolgerung, die Europa aus der Ukraine-Krise ziehen sollte, hei&szlig;t deshalb: Die Europ&auml;ische Union muss Wege finden, ihren baltischen Mitgliedstaaten zu helfen, sich gegen etwaige russische Begehrlichkeiten und &Uuml;bergriffe wirksam zu verteidigen.<br>\nEs ist schlicht falsch und m&ouml;glicherweise gef&auml;hrlich, in der gegenw&auml;rtigen Krise jegliche Form der milit&auml;rischen Reaktion als Schritt in die Eskalation, ja als Kriegstreiberei zu brandmarken. Der Gemeinplatz, wonach es keine Alternative zu diplomatischen L&ouml;sungen gebe, sollte m&ouml;glichst rasch aus dem Verkehr gezogen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2014-05\/ukraine-krise-militaerische-alternativen#\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers W.F.:<\/strong> Der Gastbeitrag ist in der Reihe anderer Publikationen der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) zu sehen, die den Bundestag und die Bundesregierung in allen Fragen der Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik ber&auml;t.<\/em><br>\n<em>Bereits im M&auml;rz 2014 wurde von der SWP die Studie &ldquo;Zur Ethik milit&auml;rischer Gewalt&rdquo; ver&ouml;ffentlicht (Quelle: <a href=\"http:\/\/www.swp-berlin.org\/de\/publikationen\/swp-studien-de\/swp-studien-detail\/article\/ethik_militaerischer_gewalt.html\">swp-berlin<\/a>) ver&ouml;ffentlicht, die in der &ldquo;Folgerung: Wie die ethische Debatte belebt werden k&ouml;nnte&rdquo; m&uuml;ndet und fordert, die Begr&uuml;ndung und Beurteilung von milit&auml;rischen Eins&auml;tzen den Kriterien des &ldquo;gerechten Krieges&rdquo; zu unterwerfen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.M.:<\/strong> Bevorzugt nach diplomatischen &ndash; daher: friedlichen &ndash; L&ouml;sungen zu suchen, ist f&uuml;r Hanns Maull also ein &ldquo;Gemeinplatz&rdquo;, den man &ldquo;m&ouml;glichst rasch aus dem Verkehr&rdquo; ziehen sollte. Das r&uuml;ckt einige Aussagen der letzten Zeit in ein leider nicht ganz so neues Licht, denn diese Einrichtung ber&auml;t die Bundesregierung in au&szlig;enpolitischen Fragen. Wenigstens &ndash; und das sind gute Nachrichten f&uuml;r alle, die Frieden als ihren Interessen zuwiederlaufendes Konzept betrachten &ndash; sind milit&auml;rische Aktionen jetzt von der Wissenschaft legitimiert.<\/em><br>\n<em>Ein weiteres Argument liefert der Autor gleich mit, denn interessant ist auch, wie er den gerade von der Kanzlerin oft bem&uuml;hten Begriff der &ldquo;Alternativlosigkeit&rdquo; verwendet: &ldquo;Tats&auml;chlich ist die angebliche Alternativlosigkeit der Diplomatie ein Beispiel f&uuml;r mangelhafte analytische Pr&auml;zision, vulgo: f&uuml;r Denkfaulheit.&rdquo; Ein witziger, wenn auch wohl eher unbeabsichtigter Seitenhieb Richtung Kanzleramt. Hier wird m.E. die ganze Perversit&auml;t dieses Begriffs deutlich: entweder, eine politische Entscheidung ist alternativlos ODER sie ist ein Indikator f&uuml;r Denkfaulheit. Jetzt gilt es nur noch die Frage zu kl&auml;ren, wer letztendlich dar&uuml;ber bestimmt, wann welcher Fall eintritt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung H.R.:<\/strong> Dieser &bdquo;Zeit&ldquo;-Gastbeitrag vergleicht -auf sehr fragw&uuml;rdige Weise- die aktuelle Ukraine-Krise a) mit der Situation um die Tschechoslowakei von 1938 und b) mit den drei baltischen Staaten, die alle Nato-Mitglieder sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Von der Leyen plant Aufr&uuml;stung<\/strong><br>\nLange war offen, wer f&uuml;r Verteidigungsministerin von der Leyen den R&uuml;stungsbereich reformieren soll. Nun zeichnet sich eine L&ouml;sung ab. Die wahrscheinlichste Kandidatin kommt von McKinsey.<br>\nBei einer bedeutenden offenen Personalie in der Bundesregierung zeichnet sich eine L&ouml;sung ab. Wie die S&uuml;ddeutsche Zeitung erfuhr, gilt die Unternehmensberaterin Katrin Suder als Favoritin auf den offenen Staatssekret&auml;rs-Posten im Verteidigungsministerium.<br>\nDie Physikerin leitet derzeit das Berliner B&uuml;ro der Beratungsgesellschaft McKinsey. Als Staatssekret&auml;rin w&auml;re sie f&uuml;r den R&uuml;stungsbereich zust&auml;ndig, der bereits mehrere Verteidigungsminister in Bedr&auml;ngnis gebracht hat. Die Personalie gilt als Schl&uuml;sselentscheidung f&uuml;r Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU).<br>\nSie hatte im Februar den bisherigen R&uuml;stungs-Staatssekret&auml;r St&eacute;phane Beemelmans gefeuert und angek&uuml;ndigt, nun das R&uuml;stungswesen durch externe Berater durchleuchten zu lassen und dann zu reformieren. Bislang galt McKinsey als favorisiert in der Frage, welche Beratungsgesellschaft den entsprechenden Auftrag bekommen w&uuml;rde. Sollte Suder allerdings tats&auml;chlich Staatssekret&auml;rin werden, g&auml;lte es in Ministeriumskreisen als nicht mehr vermittelbar, wenn ihr ehemaliger Arbeitgeber dann noch den Auftrag erhielte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/posten-im-verteidiungsministerium-von-der-leyen-plant-aufruestung-1.1974147\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Mit dem gebotenen Hohn&rdquo;<\/strong><br>\nZeit-Herausgeber Josef Joffe &auml;u&szlig;ert sich zum Vorwurf der zu engen Vernetzung mit den Eliten, Medienwissenschaftler Uwe Kr&uuml;ger antwortet auf die Kritik Joffes<br>\nDass f&uuml;hrende Journalisten deutscher Leitmedien mit Lobbyverb&auml;nden verbandelt seien und eine entsprechend &auml;hnliche Meinung, insbesondere bei au&szlig;enpolitischen Fragen, vertreten, hatte man vor gar nicht langer Zeit noch als realit&auml;tsfremde Verschw&ouml;rungstheorie betrachtet. Wissenschaftler, die dazu forschten, wurden weitgehend ignoriert. Die ZDF-Satiresendung &ldquo;Die Anstalt&rdquo; hat mit einem Beitrag zum Thema nun Bewegung in die Debatte gebracht &ndash; und f&uuml;hrende Leitartikler (Leitartikler und Machteliten) erstmals zu Stellungnahmen und Rechtfertigungen gen&ouml;tigt.<br>\nZeit-Herausgeber Josef Joffe, bekannt f&uuml;r dezidiert pro-amerikanische Positionen und gut vernetzt in Elitenkreisen, wollte den investigativen Kabarettbeitrag so jedenfalls nicht auf sich sitzen lassen. Zum einen sandte er ein Unterlassungsbegehren ans ZDF (das laut Aussage einer Sprecherin des Senders gegen&uuml;ber Telepolis vom ZDF allerdings zur&uuml;ckgewiesen wurde), zum anderen formulierte er Anfang des Monats auch einen Beschwerdebrief, gerichtet direkt an den ZDF-Chefredakteur Peter Frey, und lie&szlig; diesen im P.S. wissen:<br>\n&ldquo;Nachdem bei der Zeit viele Protest- und K&uuml;ndigungsbriefe eingegangen sind, erlaube ich mir, diesen Einsendern eine Kopie dieses Schreibens zu schicken.&rdquo;<br>\nJoffe war offenkundig ver&auml;rgert und wollte seinen Unmut zumindest halb&ouml;ffentlich kundtun. So fand sein Brief &uuml;ber mehrere Ecken nun auch den Weg in die Telepolis-Redaktion. Was der Herausgeber der renommierten Wochenzeitung dort an Argumenten anf&uuml;hrt, l&auml;sst sich frei &uuml;bertragen so zusammenfassen: \n<ul>\n<li>bei den Think Tanks, mit denen man mehr oder minder eng verbunden sei, handle es sich nicht um &ldquo;Lobbys&rdquo;<\/li>\n<li>alles sei transparent, nichts werde verheimlicht<\/li>\n<li>es gebe keine einheitliche Meinung in diesen Institutionen, sondern kontroverse Debatten<\/li>\n<li>dass viele transatlantische Verb&auml;nde &ldquo;mehr R&uuml;stung&rdquo; forderten, sei so richtig wie selbstverst&auml;ndlich<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ein letztes Argument versieht Joffe mit der &Uuml;berschrift &ldquo;Eitelkeitsverweis&rdquo; und schreibt:<br>\nIch glaube f&uuml;r alle &ldquo;Ko-Konspiratoren&rdquo; zu sprechen, wenn ich mit dem gebotenen Hohn zur&uuml;ckweise, wir d&auml;chten und schrieben alle irgendwie gleich.<br>\nIm &Uuml;brigen solle sich das ZDF um Faktentreue bem&uuml;hen. Der Beitrag der &ldquo;Anstalt&rdquo; sei &ldquo;kein guter Journalismus&rdquo; und die ihm zugrundeliegende Dissertation des Medienwissenschaftlers Uwe Kr&uuml;ger (Journalismusforschung:&rdquo;Ganz auf Linie mit den Eliten&rdquo;) &ldquo;keine gute Wissenschaft&rdquo;.<br>\nTelepolis befragte Uwe Kr&uuml;ger nun zu diesen Aussagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/41\/41850\/1.html\">Telepolis<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Offensichtlich haben die ZDF-Sendung &ldquo;Die Anstalt&rdquo; und Herr Kr&uuml;gers Dissertation den &bdquo;Nagel auf den Kopf&ldquo; getroffen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die M&auml;r vom Weltsozialamt<\/strong><br>\nBei einer Frage in der ARD-Wahlarena platzte dem konservativen Kandidaten Jean-Claude Juncker fast der Kragen. Ein junger Zuschauer hatte gerade erkl&auml;rt, er sei nicht bereit, f&uuml;r seinen Nachbarn zu zahlen. Juncker wollte das so nicht stehen lassen. Er hatte bei der Frage einen &ldquo;Zwischenzungenschlag&rdquo; geh&ouml;rt. Ob der junge Mann denn prinzipiell nicht bereit sei zu Solidarit&auml;t, fragte der Luxemburger. Und dann: &ldquo;Es ist nicht so, dass die Tugendhaften im Norden Europas sitzen und die S&uuml;nder im S&uuml;den. Es ist einfach nicht so.&rdquo;<br>\nDas sa&szlig;.<br>\nJean-Claude Juncker ist der Spitzenkandidat der Europ&auml;ischen Volkspartei und als solcher vertritt er auch CDU und CSU. Letztere Partei ist ziemlich nerv&ouml;s angesichts der Umfragewerte der Alternative f&uuml;r Deutschland. &ldquo;Wer betr&uuml;gt, der fliegt&rdquo;, schallte es Anfang des Jahres von der CSU-Klausur in Kreuth. Die Christsozialen um Horst Seehofer gingen mit Stimmungsmache gegen EU-Zuwanderer auf W&auml;hlerfang. Plumper Populismus.<br>\nJuncker ist von den Christsozialen reichlich genervt, das war in den beiden Debatten im deutschen Fernsehen deutlich zu sp&uuml;ren. Die Kanzlerin hingegen hielt sich bislang vornehm zur&uuml;ck.<br>\nKurz vor der Europawahl gie&szlig;t sie allerdings nun selbst &Ouml;l ins Feuer. &ldquo;Die EU ist keine Sozialunion&rdquo;, sagte Angela Merkel der Passauer Neuen Presse. Klingt ein bisschen wie: &ldquo;Wir sind nicht das Weltsozialamt&rdquo; (AfD). Oder: &ldquo;Wir sind nicht das Sozialamt der Welt&rdquo; (NPD). (&hellip;)<br>\nDas klingt dramatisch. Fast so, als st&uuml;nde der deutsche Sozialstaat kurz vor dem Zusammenbruch, weil Hunderttausende Rum&auml;nen und Bulgaren nur davon tr&auml;umten, nach Deutschland auszuwandern und hier ein Leben in Luxus mit Sozialhilfe und Kindergeld zu f&uuml;hren.<br>\nDas sind die Fakten:\n<ul>\n<li>Tats&auml;chlich haben im Vorjahr in Deutschland lebende EU-B&uuml;rger Hartz-IV-Leistungen in H&ouml;he von etwa 1,7 Milliarden Euro bezogen; die Leistungen f&uuml;r Ausl&auml;nder insgesamt betrugen 6,7 Milliarden. Insgesamt waren Aufwendungen von 33,7 Milliarden Euro ausgewiesen. Bundesb&uuml;rger erhielten davon 26,8 Milliarden Euro. Das geht aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine parlamentarische Anfrage des Vize-Vorsitzenden der Unions-Bundestagsfraktion, Johannes Singhammer (CSU), hervor.<\/li>\n<li>Schon jetzt ist es so, dass Deutschland Zuwanderern aus anderen EU-Staaten, die keine Arbeit haben, Hartz-IV-Leistungen verweigern darf. EU-B&uuml;rger sind erst dann in Deutschland anspruchsberechtigt, wenn sie hier ihre Stelle verloren haben. Diese Auffassung ist der Generalanwalt beim Europ&auml;ischen Gerichtshof. Richtig ist, dass EU-B&uuml;rger Anspruch auf Hartz IV haben, wenn sie in Deutschland arbeiten und der Lohn nicht f&uuml;r das Existenzminimum ausreicht. Unter den vom Arbeitsministerium gelieferten Zahlen sind einige Aufstocker. Das aber hei&szlig;t: Diese B&uuml;rger zahlen in Deutschland Steuern und Sozialbeitr&auml;ge.<\/li>\n<li>Es stimmt, dass es in einigen Kommunen massive Probleme gibt. In Duisburg, Dortmund und Mannheim leben Migranten unter teils unmenschlichen Zust&auml;nden. Diese fallen durchs soziale Netz, haben, wie oben beschrieben, keinen Anspruch auf Sozialleistungen. Deswegen schlagen die Kommunen Alarm, denn sie bleiben auf den Kosten sitzen &ndash; zum Beispiel f&uuml;r &auml;rztliche Notfalldienste.<\/li>\n<li>Und ja, es gibt Sozialbetrug. Teilweise in Form von Firmen, die Menschen aus Bulgarien und Rum&auml;nien anlocken &ndash; mit dem Ziel der Scheinselbst&auml;ndigkeit. Das Kalk&uuml;l dahinter: Wenn eine Firma einen angeblich Selbst&auml;ndigen einsetzt, dann muss sie nichts an die Kranken- und Rentenversicherung abf&uuml;hren. Die Scheinselbst&auml;ndigen k&ouml;nnen auch unter Mindestlohn-Niveau bezahlt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das alles sind Probleme, die diskutiert werden und f&uuml;r die L&ouml;sungen gefunden werden m&uuml;ssen. Doch der Raum, den die Debatte um Sozialmissbrauch durch Zuwanderer aus &auml;rmeren EU-Staaten einnimmt, ist unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig. Hier zeigt sich die wahre Macht der Populisten, die bei der Europawahl starke Zugewinne verzeichnen k&ouml;nnten. In ihrem Einfluss auf den politischen Diskurs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/populismus-vor-der-europawahl-die-maer-vom-weltsozialamt-1.1971950\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Frau Merkel ist Bundeskanzlerin und zugleich Bundesvorsitzende einer angeblich christlichen Partei. Das Christentum steht -wie viele andere Religionen auch- u.a. f&uuml;r N&auml;chstenliebe und Solidarit&auml;t &ndash; insbesondere mit den Schw&auml;chsten von Gesellschaften.<\/em><br>\n<em>Merkels Intention scheint zu sein, die rechten Parteien mit deren oder &auml;hnlichen Parolen m&ouml;glichst klein halten zu wollen. Der Vorwurf der Volksverhetzung d&uuml;rfte nicht allzu weit sein.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: &raquo;Keine Sozialunion&laquo; darf nicht das Ende vom Lied sein<\/strong><br>\nEs stimmt, &raquo;die EU ist keine Sozialunion&laquo; &ndash; sie hat sich unter der Kuratel derer, die to big to fail sind, zu einer &raquo;Asozialunion&laquo; entwickelt. Sie stranguliert die Sozialwesen und salbadert vom Allheilmittel &raquo;Wettbewerb&laquo;, wo er nichts zu suchen hat. Dabei w&auml;re dieses hochgespielte Horrorszenario vom &raquo;vollen Boot&laquo; eine Chance, Europa endlich auch zu einer Union sozialer Standards zu formen.<\/p>\n<p>Man hat so viel von der Euro- und Europaretterin namens Merkel gelesen. Sie gehe mutig und forsch voran, setze neue Marken und forme den Kontinent neu. Warum geschieht das nicht auch jetzt? Wieso fordern das ihre Bewunderer jetzt nicht ebenfalls? Das Narrativ vom &Uuml;berfall Sozialkassen pl&uuml;ndernder Horden w&auml;re doch die Gelegenheit, Europa auf ein neues Level zu hieven. Ein Kontinent, der Union sein will und der so viel Ungleichheit aufweist, dem sollten doch alle, wirklich restlos alle B&uuml;rger, to big to fail sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2014\/05\/keine-sozialunion-darf-nicht-das-ende.html\">ad sinistram<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Paul Krugman: Crisis of the Eurocrats  &ndash; Krise der Eurokraten<\/strong><br>\nVor hundert Jahren zerfleischte Europa sich in dem Krieg, der eine Zeit lang der Gro&szlig;e Krieg genannt wurde  &ndash;  vier Jahre Tod und Zerst&ouml;rung in bis dahin unbekanntem Ausma&szlig;. Sp&auml;ter wurde der Konflikt dann allerdings in Erster Weltkrieg umbenannt  &ndash;  weil Europa ein Vierteljahrhundert sp&auml;ter das Gleiche noch einmal machte.<br>\nAber das ist schon lange her. Krieg ist schwer vorstellbar im heutigen Europa, das mit demokratischen Werten zusammengewachsen ist und sogar erste Schritte in Richtung politischer Einheit getan hat. W&auml;hrend ich dies schreibe, finden tats&auml;chlich in ganz Europa Wahlen statt, und es geht nicht um die Wahl nationaler Regierungen, sondern um die der Mitglieder des europ&auml;ischen Parlaments. Nat&uuml;rlich hat das europ&auml;ische Parlament nur sehr begrenzte Machtbefugnisse, aber seine blo&szlig;e Existenz ist ein Triumph f&uuml;r die europ&auml;ische Idee.<br>\nAber hier ist das Problem: Ein erschreckend hoher Anteil der Stimmen wird Erwartungen gem&auml;&szlig; an Rechtsextremisten gehen, die eben jenen Werten feindlich gegen&uuml;berstehen, die diese Wahl erst m&ouml;glich machen. Anders ausgedr&uuml;ckt: Unter den Hauptgewinnern in der Wahl Europas werden wohl die Leute sein, die in der Ukraine-Krise auf Vladimir Putins Seite stehen.<br>\nTats&auml;chlich ist das europ&auml;ische Projekt  &ndash;  die Friedensgarantie aufgrund von Demokratie und Wohlstand  &ndash;  in gro&szlig;en Schwierigkeiten; Der Kontinent hat zwar noch immer Frieden, aber es hapert mit dem Wohlstand und auf subtilere Art auch mit der Demokratie. Und wenn Europa ins Straucheln kommt, ist das nicht nur sehr schlimm f&uuml;r Europa, sondern f&uuml;r die ganze Welt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/05\/23\/opinion\/krugman-crisis-of-the-eurocrats.html\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Sparen, Konsum und Wohlstand<\/strong><br>\nSparen ist selbstverst&auml;ndlich. Plant man den Ankauf neuer Ger&auml;te oder Einrichtungsgegenst&auml;nde oder will man etwas f&uuml;r die Ausbildung der Kinder zur&uuml;cklegen, so wird man vom laufenden Einkommen nicht alles ausgeben und einen Teil f&uuml;r die Zukunft sparen. So weit, so gut. Aus gesamtwirtschaftlicher Sicht kann sich die Sache allerdings oft anders darstellen.<br>\nWenn alle privaten Haushalte mehr sparen, dann geht die Konsumnachfrage zur&uuml;ck, damit sinken die Produktion von G&uuml;tern und Dienstleistungen und das dabei erzielte Einkommen. Letztendlich werden die Haushalte bei einem geringeren Einkommen weniger sparen k&ouml;nnen als beabsichtigt. Kommt zum Sparen der Haushalte auch der Versuch der Unternehmen zu sparen, also die Kosten zu senken, und das Bestreben des Staates zu sparen, also das Budgetdefizit zu verringern, dann wird es gesamtwirtschaftlich bedenklich: Das Ergebnis ist ein Einbruch des Wohlstandes und der Besch&auml;ftigung, wie derzeit in Griechenland, Spanien, Portugal und anderen L&auml;ndern zu beobachten. (&hellip;)<br>\nBei hoher Arbeitslosigkeit und gesamtwirtschaftlicher Unterauslastung ist es sinnvoll, wenn die Haushalte insgesamt weniger sparen und mehr konsumieren. Bei den unteren Einkommensgruppen ist der Spielraum allerdings unmittelbar gering, da ohnehin kaum gespart und das gesamte Einkommen f&uuml;r die notwendigen Konsumg&uuml;ter ausgegeben wird. Ganz anders sieht es am oberen Ende der Verteilung aus: Hier wird oft der &uuml;berwiegende Teil des Einkommens gespart und noch dazu risikoreich auf den internationalen Finanzm&auml;rkten veranlagt.&#8232;Eine Umverteilung von den Bezieherinnen und Beziehern hoher Verm&ouml;genseinkommen zugunsten der unteren und mittleren Einkommensgruppen verringert so insgesamt die Ersparnisse, erh&ouml;ht die Konsumnachfrage und f&uuml;hrt zu mehr Einkommen und Besch&auml;ftigung. Ohne griffige Steuern auf Verm&ouml;gensbest&auml;nde, Verm&ouml;genseinkommen und den Finanzsektor ist diese gesamtwirtschaftlich notwendige Umverteilung nicht zu erreichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/sparen-konsum-und-wohlstand\/#more-5716\">Arbeit &amp; Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>L&auml;nder fordern Offenlegung von Steuermodellen globaler Konzerne<\/strong><br>\nDie Bundesl&auml;nder verlangen von der Bundesregierung einen nationalen Alleingang im Kampf gegen legale Steuertricks internationaler Konzerne.<br>\nDer Bundesrat forderte am Freitag in Berlin, die global agierenden Unternehmen sollten dazu verpflichtet werden, ihre auf mehrere L&auml;nder verteilte Steuerverpflichtungen offenzulegen. &ldquo;Die Finanzverwaltung k&ouml;nnte damit die legalen, jedoch unerw&uuml;nschten Gestaltungen fr&uuml;her als bisher erkennen und entsprechende Ma&szlig;nahmen auf Verwaltungsebene ergreifen oder Ma&szlig;nahmen gesetzgeberischer Art anregen&rdquo;, hei&szlig;t es in dem angenommenen Antrag Baden-W&uuml;rttembergs.<br>\nZwar sprechen sich die Bundesl&auml;nder f&uuml;r eine europaweit geltende Pflicht zur Offenlegung der Steuergestaltung aus. &ldquo;Da die Einf&uuml;hrung einer solchen Regelung nicht zeitnah realisierbar sein wird, muss hier zun&auml;chst eine nationale Regelung geschaffen werden&rdquo;, hei&szlig;t es in der Aufforderung an die Bundesregierung. Als einziges EU-Land hat bislang Gro&szlig;britannien eine Pflicht zur Ver&ouml;ffentlichung der Steuergestaltung eingef&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/domesticNews\/idDEKBN0E311820140523\">Reuters Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Schweiz bem&uuml;ht sich aggressiv um Schranken f&uuml;r OECD-Steuertransparenz<\/strong><br>\n&ldquo;Sind wir Schweizer alle Verbrecher?&rdquo; fragt das Poster. Die Antwort lautet Nein. Aber viele Schweizer Banker sind Verbrecher (siehe z.B. hier). Schweizer Steuerzahler m&uuml;ssen sogar teilweise die Kosten f&uuml;r die Strafe der Credit Suisse in den USA bezahlen (siehe hier), weil solche Strafzahlungen in der Schweiz vom zu versteuernden Gewinn abgezogen werden k&ouml;nnen. Das sorgt dort f&uuml;r spannenden Diskussionsstoff im Parlament. Die Credit Suisse bekannte sich k&uuml;rzlich schuldig, eine kriminelle Vereinigung gef&uuml;hrt zu haben und muss daf&uuml;r in den USA ca. 2.6 Milliarden US$ Strafe bezahlen.&#8232;Warum sollten k&uuml;nftig noch Rentenfonds, Staatsfonds oder gemeinn&uuml;tzige Stiftungen mit Steuervorteilen bei einem verurteilten Serienstraft&auml;ter wie Credit Suisse investieren d&uuml;rfen? Welches ist die zwingende Begr&uuml;ndung, um weiterhin Gesch&auml;fte mit Credit Suisse zu t&auml;tigen oder Portfolios &uuml;ber diese Bank zu strukturieren?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/steuergerechtigkeit.blogspot.de\/2014\/05\/schweiz-bemuht-sich-aggressiv-um.html\">blog steuergerechtigkeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&raquo;Wem geh&ouml;rt die Zeit?&laquo;<\/strong><br>\n1984 forderten die Gewerkschaften IG Druck und Papier und IG Metall die Verk&uuml;rzung der Wochenarbeitszeit von 40 auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich f&uuml;r alle. Drei Ziele standen im Mittelpunkt: Arbeitspl&auml;tze sichern und neue schaffen; Arbeitsbelastungen senken und Arbeit menschlicher machen &ndash; &raquo;mehr Zeit zum Leben, Lieben, Lachen&laquo;.<br>\n&raquo;Keine Minute unter 40 Stunden&laquo;, hielten die Arbeitgeber dagegen und erkl&auml;rten die Verk&uuml;rzung der Arbeitszeit zum Tabu.[1] Sch&uuml;tzenhilfe bekamen sie von der schwarz-gelben Bundesregierung und den b&uuml;rgerlichen Medien. Bundeskanzler Helmut Kohl t&ouml;nte, die Forderung nach der 35-Stunden-Woche sei &raquo;dumm, dreist und t&ouml;richt&laquo;. Es bahnte sich &raquo;die h&auml;rteste Tarifauseinandersetzung in der Geschichte der IG Metall&laquo; an (Ernst Eisenmann, damaliger Stuttgarter Bezirksleiter der IG Metall). (&hellip;)<br>\nAus der Besch&auml;ftigtenbefragung der IG Metall, an der sich mehr als eine halbe Million Besch&auml;ftigte der M+E-Industrie 2013 beteiligt haben,[3] wird unter anderem deutlich:\n<ul>\n<li>Zwischen den vertraglich vereinbarten Arbeitszeiten und der Arbeitszeitrealit&auml;t in den Betrieben klaffen erhebliche L&uuml;cken &ndash; nicht nur tempor&auml;r sondern dauerhaft. Nur ein knappes Drittel der Befragten, f&uuml;r die vertraglich die 35-Stunden-Woche gilt, arbeiten auch entsprechend, 63,9% hingegen l&auml;nger. Im Durchschnitt gilt nicht die 35- sondern die 40-Stunden-Woche.<\/li>\n<li>Die Besch&auml;ftigten der M+E-Industrie w&uuml;nschen sich k&uuml;rzere Arbeitszeiten. Das gilt bei Arbeitszeiten &uuml;ber 35 Wochenstunden (und insbesondere &uuml;ber 40); das gilt aber auch in Richtung reduzierter Vollzeit unter 35 Stunden pro Woche.<\/li>\n<li>Nahezu vier F&uuml;nftel (78%) der Befragten gibt an, mit Flexibilit&auml;t in der Arbeitszeit &raquo;gut&laquo; umgehen zu k&ouml;nnen. Allerdings sind davon &raquo;h&auml;ufig&laquo; bzw. &raquo;st&auml;ndig&laquo; nur deutlich weniger als ein Drittel oder ein Viertel der in der Umfrage erfassten Besch&auml;ftigten betroffen: von kurzfristigen &Auml;nderungen der Arbeitszeit 29%, von Arbeit au&szlig;erhalb der regul&auml;ren Arbeitszeit 22% und jederzeitiger Erreichbarkeit 12%. Doch es gibt relevante Besch&auml;ftigtengruppen, denen die ihnen abgeforderte Flexibilit&auml;t zum Teil erhebliche Probleme bereitet, insbesondere Schichtarbeiter, Angelernte und &auml;ltere Besch&auml;ftigte. Hinzu kommen Besch&auml;ftigte, bei denen Flexibilit&auml;tsforderungen mit gestiegenem Leistungsdruck einher gehen. (&hellip;)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/wem-gehoert-die-zeit\/\">Sozialismus aktuell<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der mieseste Boss der Welt ist Amazon-Chef Bezos<\/strong><br>\nDruck, Mobbing und &Uuml;berwachung: Schon lange steht der Versandh&auml;ndler Amazon wegen zweifelhafter Arbeitsbedingungen in der Kritik. Beim Treffen internationaler Gewerkschaften in Berlin wurde Konzernchef Jeff Bezos nun zum schlechtesten Arbeitgeber der Welt gekr&ouml;nt.<br>\nIn einer Abstimmung w&auml;hlten Mitglieder des Internationalen Gewerkschaftsbunds (IGB) den Amazon-Chef Jeff Bezos zum weltweit schlechtesten Arbeitgeber. Der Zusammenschluss der Gewerkschaften repr&auml;sentiert nach eigenen Angaben mehr als 180 Millionen Arbeitnehmer weltweit, mehr als 20.000 Personen hatten ihre Stimme abgegeben.<br>\nEs war die erste Abstimmung dieser Art &ndash; und sie ist IGB-Generalsekret&auml;r Sharan Burrow zufolge mehr als n&ouml;tig: &bdquo;Die Macht der Unternehmen ist au&szlig;er Kontrolle geraten&ldquo;, kommentierte Burrow das Wahlergebnis beim 3. Weltkongress der Gewerkschaften in Berlin. &bdquo;Die Regierungen beugen sich dieser Macht, wenn ihnen mit dem Abzug von Kapital gedroht wird.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/internationaler-gewerkschaftsbund-amazon-chef-jeff-bezos-ist-der-mieseste-boss-der-welt_id_3866517.html\">Focus Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Sozialpolitische Chronik<\/strong><br>\nSozialpolitische Chronik als PDF-File<br>\n1. Die wesentlichen &Auml;nderungen im Bereich des Arbeitsf&ouml;rderungsrechts seit 1969<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.portal-sozialpolitik.de\/sozialpolitische-chronik\">Portal Sozialpolitik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>PEPP: Pauschalierende Entgelte bef&ouml;rdern Privatisierungswelle in der Psychiatrie<\/strong><br>\nGefahren f&uuml;r Patienten und &ouml;ffentliche Tr&auml;ger<br>\nIn einer Anh&ouml;rung des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages zur Neuregelung des Entgeltsystems in psychiatrischen und psychosomatischen Krankenh&auml;usern am 21. Mai hat die geladene Sachverst&auml;ndige Dagmar Paternoga sich scharf gegen das augenblicklich noch vorgesehene &ldquo;Pauschalierende Entgeltsystem f&uuml;r Psychiatrie und Psychosomatik &ndash; PEPP&rdquo; ausgesprochen. &ldquo;Es besteht die Gefahr, dass insbesondere privatisierte Krankenh&auml;user versuchen werden, wenig lukrative, vor allem schwer psychisch Kranke in &ouml;ffentliche und gemeinn&uuml;tzige Krankenh&auml;user mit Versorgungsverpflichtung abzuschieben, und sich selbst vor allem auf erl&ouml;srelevante, gewinntr&auml;chtige Behandlungen zu konzentrieren&rdquo;, erkl&auml;rte die Koordinatorin des zivilgesellschaftlichen B&uuml;ndnisses &ldquo;Weg mit PEPP&rdquo;, die auch Mitglied des bundesweiten Rates von Attac ist. Die Psychotherapeutin und Sozialarbeiterin hat selbst mehrere Modellprojekte der Integrierten Versorgung und der Verbundkooperation geleitet.<br>\nSchon in den somatischen Krankenh&auml;usern hatten sich dramatische Steigerungen der Fallzahlen bei finanziell lukrativen Behandlungen gezeigt, nachdem dort zu Beginn des vergangene Jahrzehnts das Fallpauschalensystem DRG als Abrechnungsmodell eingef&uuml;hrt worden war. Da dies ein interessantes Gesch&auml;ftsmodell darstellt, ist innerhalb eines Jahrzehnts auch die Zahl der privatisierten Krankenh&auml;user extrem stark angestiegen, w&auml;hrend Krankenh&auml;user mit Pflichtversorgung meist finanzielle Probleme haben. Dieselbe Entwicklung f&uuml;rchten Experten nun auch f&uuml;r die Psychiatrie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/pepp-pauschalierende-entgelte-befoerdern-privatisierungswelle-in-der-psychiatrie-1\/?no_cache=1&amp;cHash=965f56e26337a24b11b15332669a465b\">attac<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Immer mehr Video&uuml;berwachung in Bayern<\/strong><br>\nBayerns Datenschutzbeauftragter Thomas Petri mahnt die Kommunen, jede Video&uuml;berwachung &auml;u&szlig;erst sorgf&auml;ltig zu pr&uuml;fen &ndash; denn nicht alle nehmen es damit so genau. (&hellip;)<br>\nBei Kontrollen st&ouml;&szlig;t Petris Beh&ouml;rde immer wieder auf kommunale &Uuml;berwachungen, die gegen Bestimmungen des bayerischen Datenschutzgesetzes versto&szlig;en: So haben die Datensch&uuml;tzer in diesem Jahr beispielsweise eine Schule veranlasst, zehn &Uuml;berwachungskameras abzuh&auml;ngen. Laut einer Statistik vom vergangenen Jahr &uuml;berwachen in Bayern mehr als 17.000 Kameras &ouml;ffentliche Pl&auml;tze und Einrichtungen. Kameras von Unternehmen und oder Privatleuten sind in dieser Statistik noch nicht enthalten.<br>\nViele Kommunen wollen mithilfe von Video&uuml;berwachung ihre Pl&auml;tze vor Vandalismus sch&uuml;tzen. Sie sind davon &uuml;berzeugt, dass Kameras den Ort sicherer machen. Die Stadt N&uuml;rnberg beispielsweise hat rund 250 Kameras im Einsatz, Tendenz steigend. Die meisten davon h&auml;ngen in Museen, um Kunstwerke zu sch&uuml;tzen. Aber auch Raubtiere im Zoo, die Kl&auml;ranlage oder die M&uuml;llverbrennung werden video&uuml;berwacht. Datensch&uuml;tzer Petri glaubt allerdings nicht daran, dass die &Uuml;berwachung immer ein gutes Mittel zur Gefahrenabwehr ist:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/nachrichten\/video-ueberwachung-bayern-100.html\">BR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Das erinnert an den Umgang mit dem Richtervorbehalt bei der telekommunikativen &Uuml;berwachung. Offenbar wird &uuml;bereifrig auf &bdquo;Experten&ldquo; geh&ouml;rt:<\/em><br>\n<em>&bdquo;Die Max-Planck-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass nur 24 Prozent der Richter-Beschl&uuml;sse durch Fakten untermauert seien. Die Studie der Universit&auml;t Bielefeld geht noch weiter. Die meisten Abh&ouml;rma&szlig;nahmen beruhten auf Anordnungen, die vermuten lassen, dass die Richter ihre Entscheidung nicht &ldquo;eigenst&auml;ndig&rdquo; treffen, so wie es das Bundesverfassungsgericht ausdr&uuml;cklich vorschreibt. Anders ausgedr&uuml;ckt: Die Beh&ouml;rden versto&szlig;en seit Jahren beim Anzapfen von Handys und Computern massiv gegen geltendes Recht.&ldquo;, so nachzulesen u.a. hier: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2013\/bestandsdaten-auser-kontrolle\/\">Bestandsdaten au&szlig;er Kontrolle<\/a>.<\/em><br>\n<em>&Auml;hnlich scheint es bei den kommunalen Video&uuml;berwachungen zu sein.<\/em><br>\n<em>&Uuml;brigens:<\/em><br>\n<em>Aktuelle Studien &uuml;ber Richter -auch &uuml;ber andere Rechtsgebiete- scheint es seitdem nicht zu geben. Dabei w&auml;ren grundlegende Untersuchungen und deren Ergebnisse z.B. &uuml;ber die gegenw&auml;rtigen Beziehungen von Richtern zu Gutachter-Personen (Fall Mollath) oder zur Mitarbeiterschaft des &Ouml;ffentlichen Dienstes (z.B. Jugend&auml;mter und Polizei) von Interesse.<\/em><br>\n<em>Vermutlich gibt es keine Studien bez&uuml;glich der Video&uuml;berwachungen. Falls es doch Studien geben sollte, w&auml;ren wir von den NachDenkSeiten f&uuml;r Hinweise dankbar.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&ldquo;Dagger-Komplex&rdquo;: Deutsche Steuerzahler finanzierten Ausbau von NSA-Standort<\/strong><br>\nIn der N&auml;he von Darmstadt betreibt der US-Geheimdienst NSA einen seiner wichtigsten Standorte in Europa. F&uuml;r den Ausbau des &ldquo;Dagger-Komplexes&rdquo; mussten in den vergangenen Jahren auch deutsche Steuerzahler aufkommen.<br>\nDie deutschen Steuerzahler haben geholfen, einen der wichtigsten Standorte der NSA in Europa aufzur&uuml;sten, den &ldquo;Dagger-Komplex&rdquo;. In den vergangenen zehn Jahren liefen Kosten in H&ouml;he von 858.000 Euro auf, wie das Bundesministerium f&uuml;r Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE erkl&auml;rte.<br>\nDer Gr&uuml;nen-Abgeordnete Hans-Christian Str&ouml;bele hatte sich nach den Bauma&szlig;nahmen und Kosten erkundigt und erste Hinweise erhalten. Der Geheimdienst-Experte kritisiert die Kosten&uuml;bernahme: &ldquo;Ich gehe davon aus, dass die Bundesregierung dadurch mit unseren Steuergeldern die dort ans&auml;ssige NSA finanzierte.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/nsa-standort-dagger-komplex-deutschland-zahlt-858-000-euro-a-971177.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>SPD-Finanzexpertin will 16 Prozent auf alles<\/strong><br>\nAuf Bier 7%, auf Mineralwasser 19% &ndash; an den Mehrwertsteuer-Dschungel traut die Politik sich nicht ran. Eine Abgeordnete hat eine neue Idee, doch die w&uuml;rde vor allem Lebensmittel teurer machen.<br>\nDie Vorsitzende des Finanzausschusses im Bundestag, Ingrid Arndt-Brauer (SPD), hat sich f&uuml;r eine radikale Mehrwertsteuerreform ausgesprochen. &bdquo;Ich bin f&uuml;r einen einheitlichen Mehrwertsteuersatz von 16 Prozent auf alle Produkte &ndash; ohne jede Ausnahme&ldquo;, sagte Arndt-Brauer der &bdquo;Welt am Sonntag&ldquo;. &bdquo;Wir haben bei der Mehrwertsteuer einen Wildwuchs: Mineralwasser 19 Prozent, Bier sieben Prozent &ndash; wie will man das erkl&auml;ren?&ldquo;<br>\nEs gehe ihr &ldquo;nicht um Entlastung und auch nicht um Mehreinnahmen&ldquo;, betonte Arndt-Bauer, sondern &bdquo;um Gerechtigkeit, um eine Vereinfachung des Steuersystems&ldquo;. Die regul&auml;re Mehrwertsteuer liegt derzeit bei 19 Prozent, der erm&auml;&szlig;igte Satz, der unter anderem f&uuml;r die meisten Lebensmittel gilt, bei sieben Prozent. Ein einheitlicher Steuersatz von 16 Prozent werde &bdquo;im Schnitt&ldquo; niemanden belasten und niemanden entlasten. Die meisten Verbraucher h&auml;tten einen sehr gemischten Konsum. &bdquo;Lebensmittel w&uuml;rden etwas teurer werden, aber die sind bei uns ohnehin gigantisch billig&ldquo;, betonte die SPD-Politikerin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/mehrwertsteuer-spd-finanzexpertin-will-16-prozent-auf-alles-12956858.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin M.M.:<\/strong> Also ich pers&ouml;nlich hatte &ldquo;Umfairteilen&rdquo; im Wahkampf der SPD ja etwas anders aufgefasst, aber wirklich &uuml;berraschend ist so ein Vorschlag nicht. Ich hoffe allerdings, dass das eine Einzelmeinung ist<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung H.R.:<\/strong> Frau Arndt-Bauer scheint ihre F&uuml;&szlig;e nicht mehr am Boden der Realit&auml;t zu haben. Es gehe ihr um Gerechtigkeit und Lebensmittel seien &bdquo;bei uns ohnehin gigantisch billig&ldquo;. Sie sollte mal ernsthaft Kontakt zu und Empathie mit finanziell Schwachen in Deutschland suchen bzw. entwickeln. Was meint sie wohl, weshalb sich die fragw&uuml;rdigen Tafeln seit mehr als 20 Jahren halten k&ouml;nnen? Kritische Informationen &uuml;ber die Tafeln sind u.a. hier zu finden:<\/em><br>\n<em><a href=\"http:\/\/www.aktionsbuendnis20.de\/\">Armgespeist. 20 Jahre Tafeln sind genug!<\/a><\/em><br>\n<em>&Uuml;brigens: Die Tafeln liefern auf ihrer <a href=\"http:\/\/www.tafel.de\/\">Internet-Startseite<\/a> ein schl&uuml;ssiges Argument f&uuml;r g&uuml;nstige Lebensmittelpreise:<\/em><br>\n<em>&bdquo;In Deutschland gibt es Lebensmittel im &Uuml;berfluss &ndash; und dennoch herrscht bei vielen Menschen Mangel.&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>AfD<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wahlkampffinanzierung der AfD wirft Fragen auf<\/strong><br>\nDie Wahlkampffinanzierung der Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD) soll nach dem Willen der Gr&uuml;nen Thema im Bundestag werden. Hintergrund ist das Eingest&auml;ndnis des fr&uuml;heren Industriepr&auml;sidenten und jetzigen Europa-Kandidaten der AfD, Hans-Olaf Henkel, der j&uuml;ngst erkl&auml;rt hatte, der Anti-Euro-Partei ein Darlehen von einer Million Euro gew&auml;hrt zu haben.<br>\nDer innenpolitische Sprecher der Gr&uuml;nen-Bundestagsfraktion, Volker Beck, sagte dazu Handelsblatt Online: &bdquo;Die AfD macht vor, was sie an der EU kritisiert: Deals mit der Wirtschaft in Hinterzimmern und keine Transparenz.&ldquo; Was wolle die AfD dann eigentlich noch in diesem Wahlkampf? &bdquo;Man sollte dies nach der Europawahl zum Anlass nehmen, um im Innenausschuss zu diskutieren, ob eine &Auml;nderung des Parteiengesetzes bei Fragen der Kreditvergaben notwendig w&auml;re&ldquo;, sagte Beck. &bdquo;Auch durch Kredite k&ouml;nnen Parteien in eine politische Abh&auml;ngigkeit geraten. Hiervon sollte der W&auml;hler erfahren.&ldquo;<br>\nHenkel hatte sein Darlehen an die AfD Ende April in einer &bdquo;pers&ouml;nlichen Erkl&auml;rung&ldquo; &ouml;ffentlich gemacht. Damit trat er Spekulationen entgegen, die AfD k&ouml;nnte mit der Annahme des Geldes gegen das Parteiengesetz versto&szlig;en haben. Diese waren aufgekommen, als der Kredit &ndash; zun&auml;chst in H&ouml;he von einer halben Million Euro &ndash; publik geworden war und ebenso die Tatsache, dass Henkel sich bei einer Abstimmung im Vorstand der Partei dar&uuml;ber der Stimme enthalten habe. Unbekannt war jedoch bisher, von wem das Darlehen stammt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/europawahl\/gruene-wollen-bundestag-einschalten-wahlkampffinanzierung-der-afd-wirft-fragen-auf\/9940846.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>AfD offenbar nicht unter Rechtfertigungsdruck<\/strong><br>\nEnde April ver&ouml;ffentlichte die Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD) ein Wahlplakat mit folgender Aussage: &ldquo;Es kann nicht sein, dass Polizeibeamte bei jeder Ma&szlig;nahme gegen straff&auml;llige Ausl&auml;nder unter Rechtfertigungsdruck geraten&rdquo;.<br>\nIn einem erl&auml;uternden Text dazu hei&szlig;t es, dass man in der AfD Sorge habe, es k&ouml;nne beim Verdacht auf rassistisch motiviertes Fehlverhalten von Polizisten zuk&uuml;nftig an die Stelle staatsanwaltlicher Ermittlungen ein neues Gremium treten, das als &ldquo;eine von der Staatsanwaltschaft losgel&ouml;ste Untersuchungs- und Anklagebeh&ouml;rde&rdquo; agieren w&uuml;rde.<br>\nIn dem entsprechenden Report der Europ&auml;ischen Kommission gegen Rassismus und Intoleranz, auf den sich die AfD bezieht und der im Februar 2014 ver&ouml;ffentlicht wurde, findet sich allerdings keine Zeile, die von Deutschland eine in solcher Weise gestaltete &ldquo;zweispurige&rdquo; Strafverfolgung gegen rassistisch orientierte Polizisten fordert.<br>\nDer eigentliche Skandal ist aber, dass sich die AfD in der &Ouml;ffentlichkeit und in der Presse f&uuml;r dieses Zitat &ldquo;Es kann nicht sein, dass Polizeibeamte &hellip;&rdquo; nicht rechtfertigen muss. Der SPIEGEL beispielsweise bringt (Ausgabe 20\/2014) eine sch&ouml;n bebilderte Home-Story mit Bernd Lucke, und zu der Frage, ob die AfD rechtspopulistisch sei, verweisen die Spiegel-Redakteure sorgenvoll auf einschl&auml;gige Kommentare, die Nutzer auf der AfD-Facebookseite eingestellt haben.<br>\nNein, dass Rechtspopulisten auf Facebook schwer ertr&auml;gliche Kommentare schreiben, kann man der AfD nicht vorwerfen. Aber dass die AfD mit ihrem Polizeibeamte-Plakat Prinzipien unseres Rechtsstaats in Frage stellt, das muss man ihr vorwerfen. Ich bin sicher, so viel Sensibilit&auml;t und Intelligenz hat die AfD auch, dass sie nicht auf den Gedanken k&auml;me, in dem oben genannten Zitat das Wort &ldquo;Ausl&auml;nder&rdquo; durch &ldquo;Juden&rdquo; zu ersetzen. Aber dieses Gedankenspiel verdeutlicht den Weg, auf den unter einem gl&uuml;cklicherweise arg hypothetischen Bundeskanzler Bernd Lucke die Rechtsordnung in Deutschland geraten k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/afd-offenbar-nicht-unter-rechtfertigungsdruck\/\">flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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