{"id":21857,"date":"2014-05-28T09:19:08","date_gmt":"2014-05-28T07:19:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21857"},"modified":"2014-05-28T11:27:31","modified_gmt":"2014-05-28T09:27:31","slug":"hinweise-des-tages-2137","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21857","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21857#h01\">Statistisches Bundesamt: Ein Drittel der Bev&ouml;lkerung kann sich unerwartete gr&ouml;&szlig;ere Anschaffungen nicht leisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21857#h02\">Europawahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21857#h03\">Copy &amp; Paste f&uuml;rs russische Vaterland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21857#h04\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21857#h05\">Spanien: Lohnkonkurrenz als Ausweg aus der Krise?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21857#h06\">Tour d&lsquo;Hollande: Die franz&ouml;sische Gratwanderung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21857#h07\">&raquo;Jedem seine Schei&szlig;e&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21857#h08\">Anders Wirtschaften mit Genossenschaften<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21857#h09\">Ver&auml;nderte Ausrichtung der grossen Notenbanken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21857#h10\">Lucas Zeise: Emir setzt auf Deutsche Bank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21857#h11\">TTIP: Mehr Einfluss f&uuml;r Konzerne?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21857#h12\">Warum brauchen wir in Europa eine souver&auml;ne W&auml;hrung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21857#h13\">VWL-Monokultur an den Hochschulen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21857#h14\">Global income distribution: From the fall of the Berlin Wall to the Great Recession<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21857#h15\">Die Story im Ersten: Betriebsst&ouml;rung &ndash; Macht die Bahn noch mobil?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21857#h16\">Wo Rauch ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21857#h17\">T&ouml;dliche Polizeikugeln &ndash; Wenn psychisch Kranke Opfer sind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21857#h18\">Bildungspaket von Bund und L&auml;ndern entpuppt sich als Mogelpackung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21857#h19\">&bdquo;Die Anstalt&ldquo; vom 27. Mai 2014<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21857&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Statistisches Bundesamt: Ein Drittel der Bev&ouml;lkerung kann sich unerwartete gr&ouml;&szlig;ere Anschaffungen nicht leisten<\/strong><br>\nEin Drittel der Bev&ouml;lkerung in Deutschland (33,4 %) lebte 2012 in privaten Haushalten, die nach eigener Einsch&auml;tzung nicht in der Lage waren, unerwartet anfallende Ausgaben aus eigenen Finanzmitteln zu bestreiten. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Ausgaben f&uuml;r gr&ouml;&szlig;ere Anschaffungen oder Reparaturen. Auf  Urlaubsreisen mussten knapp 22 % der Bev&ouml;lkerung aus finanziellen Gr&uuml;nden verzichten. Das sind Ergebnisse aus der EU-weit vergleichbaren Erhebung &uuml;ber Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) 2012. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, lagen die Anteile im EU-Durchschnitt mit 40,2 % (unerwartet anfallende Ausgaben) und 39,6 % (Urlaubsreisen) wesentlich h&ouml;her als in Deutschland.<br>\nF&uuml;r 8,2 % der Bev&ouml;lkerung Deutschlands war es 2012 dar&uuml;ber hinaus aus finanziellen Gr&uuml;nden nicht m&ouml;glich, mindestens jeden zweiten Tag eine Mahlzeit mit Fleisch, Gefl&uuml;gel oder Fisch beziehungsweise eine entsprechende vegetarische Mahlzeit einnehmen zu k&ouml;nnen (EU: 11,0 %).<br>\nUnter der *armutsgef&auml;hrdeten Bev&ouml;lkerung waren die finanziellen Schwierigkeiten besonders gro&szlig;: Fast drei Viertel (73,2 %) der Armutsgef&auml;hrdeten in Deutschland konnten unerwartet auftretende Ausgaben finanziell nicht aus eigener Kraft bew&auml;ltigen (EU: 71,7 %). Mehr als die H&auml;lfte (57,6 %) von ihnen konnte sich keine einw&ouml;chige Urlaubsreise leisten (EU: 70,4 %). Rund ein Viertel der Armutsgef&auml;hrdeten (24,8 %) musste aus finanziellen Gr&uuml;nden h&auml;ufiger auf vollwertige Mahlzeiten verzichten (EU: 25,9 %).<br>\n*Eine Person gilt nach der EU-Definition f&uuml;r EU-SILC als armutsgef&auml;hrdet, wenn sie &uuml;ber weniger als 60 % des mittleren Einkommens der Gesamtbev&ouml;lkerung verf&uuml;gt (Schwellenwert f&uuml;r Armutsgef&auml;hrdung). Referenzzeitraum f&uuml;r den Bezug der Einkommen ist bei EU-SILC das der Erhebung vorangegangene Kalenderjahr. Bei der Erhebung EU-SILC 2012 war dies das Einkommensjahr 2011. Staatliche Sozialleistungen sind in den Einkommen enthalten, Steuern und Sozialabgaben sind abgezogen. 2011 lag der Schwellenwert f&uuml;r eine allein lebende Person in Deutschland bei 980 Euro im Monat (11 757 Euro im Jahr), f&uuml;r zwei Erwachsene mit zwei Kindern unter 14 Jahren bei 2 058 Euro im Monat (24 690 Euro im Jahr). 16,1 % der Bev&ouml;lkerung in Deutschland waren im Jahr 2011 armutsgef&auml;hrdet (EU: 17 %). Das entsprach 13 Millionen Menschen in Deutschland und 85 Millionen Menschen in der gesamten Europ&auml;ischen Union.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2014\/05\/PD14_182_634.html;jsessionid=345167EA7D5C5D00C7CE9571D0FC748A.cae4\">destatis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wer sich &uuml;ber Deutschland hinaus informieren m&ouml;chte, findet diese Informationen unter der <a href=\"http:\/\/epp.eurostat.ec.europa.eu\/portal\/page\/portal\/income_social_inclusion_living_conditions\/data\/main_tables#Link%20zu%20Eurostat\">EU-Statistik &uuml;ber Einkommen<\/a>, soziale Eingliederung und Lebensbedingungen. So leben die meisten von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffenen Personen in Bulgarien (49,3 Prozent %) und Rum&auml;nien (41,7 %). Besonders hoch ist der Anteil auch in Lettland (36,2 %) und Griechenland (34,6 %), in Deutschland ist knapp jeder F&uuml;nfte (19,6 %) von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Europawahl<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Merkels AfD-Strategie wird zum Bumerang<\/strong><br>\nDer fulminante Erfolg der AfD bei der Europawahl k&ouml;nnte sich bei den anstehenden Landtagswahlen wiederholen. In der CDU ist man bereits alarmiert. Doch Angela Merkel schert das wenig. Kann das auf Dauer gut gehen?&hellip;<br>\nEs stehen drei Landtagswahlen an. In Sachsen (31. August), Brandenburg und Th&uuml;ringen (beide am 14. September) wird die AfD laut Umfragen wohl m&uuml;helos den Sprung in die L&auml;nderparlamente schaffen. Das sorgt f&uuml;r Unruhe in der CDU.<br>\nViele sind nicht einverstanden damit, wie die CDU-Bundesvorsitzende das Thema vom Tisch gewischt hat. Immer mehr Christdemokraten fordern von Merkel einen offeneren Umgang mit der AfD&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/richtungsstreit-in-der-union-merkels-afd-strategie-wird-zum-bumerang\/9957706.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Hier wird mal wieder ein Rechtsruck der CDU vorbereitet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gregor Gysi: &raquo;Ein Signal f&uuml;r ein sozialeres Europa&laquo;<\/strong><br>\nProzentual konnte DIE LINKE zwar nicht zulegen, aber mit einem Gewinn von 200.000 Stimmen und dem &Uuml;berspringen der Zwei-Millionen-Grenze kann man dennoch zufrieden sein, denn es ist diesbez&uuml;glich das beste Ergebnis, das DIE LINKE jemals bei den Europawahlen erzielte. Europaweit bin ich mit dem Wahlergebnis sehr zufrieden, denn die Linke konnte zehn Sitze hinzugewinnen. Unsere Schwesterpartei SYRIZA wurde st&auml;rkste Kraft in Griechenland, und auch in Italien und Spanien legten die Linken deutlich zu. Das ist ein Signal f&uuml;r ein sozialeres Europa&hellip;<br>\nBesorgniserregend sind die Wahlerfolge der EU-Gegner und Rechtspopulisten vor allem in Frankreich und in Gro&szlig;britannien. Die berechtigte Unzufriedenheit mit der gegenw&auml;rtigen neoliberalen EU-Politik konnten diese Parteien in eine generelle Ablehnung in der EU umm&uuml;nzen. In Frankreich gaben die W&auml;hlerinnen und W&auml;hler ihrer Unzufriedenheit und Entt&auml;uschung &uuml;ber die sozialdemokratische Politik von Pr&auml;sident Hollande einen kr&auml;ftigen Denkzettel, in Gro&szlig;britannien st&ouml;&szlig;t die EU-Mitgliedschaft schon traditionell auf Ablehnung bei einem beachtlichen W&auml;hlerpotenzial&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linksfraktion.de\/interview-der-woche\/ein-signal-sozialeres-europa\/\">Linksfraktion<\/a><\/li>\n<li><strong>&Uuml;berraschung in Italien: Wahltriumph von Matteo Renzi<\/strong><br>\nDer erst seit Ende Februar regierende italienische Ministerpr&auml;sident Matteo Renzi hat in den EU-Parlamentswahlen einen unerwartet grossen Triumph errungen. Seine Partei, der Partito Democratico (PD), erhielt 40,8 Prozent der Stimmen, was dem besten Resultat der Formation seit je entsprach. Renzis Partei &uuml;bertrumpfte die vom Genueser Satiriker Grillo angef&uuml;hrte Protestbewegung Movimento Cinque Stelle (M5S), die unter anderem ein Referendum gegen den Euro propagiert hatte, um fast 20 Prozentpunkte. Die Formation erhielt nur gerade 21,2 Prozent der Stimmen, nachdem das M5S in den letztj&auml;hrigen Parlamentswahlen noch einen Anteil von 25,6 Prozent errungen hatte und zur gr&ouml;ssten Partei aufgestiegen war. Offenkundig kam die jungdynamische Art des erst 39-j&auml;hrigen fr&uuml;heren B&uuml;rgermeisters von Florenz gut an. Unter anderem sagte Renzi der Staatsb&uuml;rokratie den Kampf an, und er versprach Steuersenkungen f&uuml;r die Lohnempf&auml;nger. Noch vor den Europawahlen sorgte er f&uuml;r eine erste Erh&ouml;hung des monatlichen Nettolohns der Unselbst&auml;ndigerwerbenden um 80 Euro. Gut anzukommen schienen auch Renzis Massnahmen zur Beschr&auml;nkung der Geh&auml;lter der Spitzenmanager staatlicher Unternehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/aktuell\/international\/auslandnachrichten\/wahltriumph-von-renzi-1.18310050\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man merkt es dem Korrespondenten der wirtschaftsliberalen NZZ an, wie unbehaglich er sich ob des Triumphs Matteo Renzis f&uuml;hlt. So spricht er z.B. nicht davon, dass Renzi &uuml;berzeugen konnte, sondern dass er &ldquo;ankam&rdquo;. Bei jemandem ankommen impliziert durchaus, dass man zwar ankommen kann, auch wenn man nichts geleistet hat. &Uuml;berdeutlich wird die Ablehnung von Renzis Vorhaben, dem bisherigen Austerit&auml;tskurs der EU nicht mehr folgen zu wollen. Aber vielleicht macht Renzi seinem Beinamen, der &ldquo;Verschrotter&rdquo;, alle Ehre. Und Renzi ist nicht allein. Leider besch&auml;ftigt sich Berlin mehr mit sich selbst, als dass die Parteien die Lage in Europa analysieren. Dabei springt es einem geradezu ins Auge: Im relativ behaglichen Nordeuropa haben sich nationalistische Anti-Europabewegungen etabliert, w&auml;hrend das krisengesch&uuml;ttelte S&uuml;deuropa zu Europa steht. S&uuml;deuropa hat begriffen, dass nicht Europa der Gegner ist, sondern eine bestimmte Europapolitik. Die Chefredakteurin der spanischen, linksliberalen El Huffington Post, Montserrat Dom&iacute;nguez, <a href=\"http:\/\/www.eurotopics.net\/de\/home\/medienindex\/media_articles\/archiv_article\/ARTICLE144054-Alte-Spielregeln-gelten-nicht-mehr\">bringt es auf den Punkt<\/a>: &ldquo;Die Zeichen stehen auf Erneuerung in Europa. Die Krise wirkt sich aus und schw&auml;cht die alten Parteien, w&auml;hrend neue mit aller Kraft aufsteigen. Extremisten und Rechtsnationalisten im Norden und eine radikalere Linke im S&uuml;den erzeugen eine neuartige Dynamik, die das Establishment ersch&uuml;ttert und deren politische Folgen unvorhersehbar sind. &hellip; Bei einem ersten Treffen der gro&szlig;en Parteien am heutigen Montag werden diese eruieren, inwiefern sie die zwar erneuerte aber geschw&auml;chte Mehrheit der europ&auml;ischen Konservativen geltend machen &hellip; k&ouml;nnen. Doch mit den neuen Akteuren verliert die alte Arithmetik ihre G&uuml;ltigkeit.&rdquo; Gerade in Spanien gleichen die Wahlen einem Wunder. So kam die vor wenigen Monaten gegr&uuml;ndete Podemos (&ldquo;Wir k&ouml;nnen&rdquo;), die sich gegen die wirtschaftliche Ungleichheit und die harten Sparma&szlig;nahmen der Regierung einsetzt, quasi aus dem Stand auf f&uuml;nf Sitze. Die aus mehreren Parteien zusammengesetzte Plurale Linke erreichte sechs Sitze (bisher zwei), die Zentrumspartei steigerte sich von einem auf vier Sitze. Sicher die regierende Volkspartei (PP) kommt immer noch auf 16 Abgeordnete im EU-Parlament, die Sozialisten (PSOE) auf 15. Nur was f&uuml;r ein Fall, vorher waren es 24 und 23 (Nat&uuml;rliche spielen auch diverse Korruptionsskandale eine Rolle). Immerhin, der Chef der oppositionellen Sozialisten Alfredo Rubalcaba k&uuml;ndigte seinen R&uuml;cktritt an. Viele Spanier erlebten &ldquo;harte Zeiten&rdquo;, sagte Rubalcaba und r&auml;umte ein: &ldquo;Und das geht schon eine ganze Weile so. Die schlechten Zeiten haben angefangen, als wir noch an der Regierung waren.&rdquo; Vielleicht gelingt k&ouml;nnen die neuen linken Politiker wie Renzi und Alexis Tsipras sogar auf einsichtige Politiker wie Rubalcaba in anderen Parteien hoffen und verhindern, was die &ldquo;taz&rdquo; <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Europawahl-Ergebnis\/!139196\/\">so beschreibt<\/a>: &ldquo;Doch so unterschiedlich die Dynamiken in den verschiedenen Teilen Europas sind, so gleich k&ouml;nnte ihr Resultat sein: &Uuml;berall, so ist zu bef&uuml;rchten, k&ouml;nnten sie den Trend entweder zur Gro&szlig;en Koalitionen bef&ouml;rdern &ndash; oder aber dazu, dass die gem&auml;&szlig;igt konservativen Kr&auml;fte offen die radikal Rechten umwerben.&rdquo; &ndash; Zurzeit bietet Juncker SP und Gr&uuml;nen breite Koalition an.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Copy &amp; Paste f&uuml;rs russische Vaterland<\/strong><br>\nIm Kommentarbereich des Ukraine-Live-Blogs auf ZEIT ONLINE l&auml;uft bereits eine emotionale Diskussion, als Nutzer &ldquo;Pommy&rdquo; sich einschaltet und die &ldquo;Doppelstandards&rdquo; des Westens moniert. Bei den Abstimmungen &uuml;ber die Abspaltung der Krim und im Osten des Landes seien gl&auml;serne Wahlurnen noch bem&auml;ngelt worden, bei der Pr&auml;sidentschaftswahl w&uuml;rden sie &ldquo;pl&ouml;tzlich positiv dargestellt&rdquo;. Ein gutes Dutzend Beitr&auml;ge hat &ldquo;Pommy&rdquo; bislang geschrieben, den ersten gerade mal am 19. Mai 2014. &ldquo;Die G7 ist Geschichte&rdquo;, erkl&auml;rt er etwa, das neue &ldquo;Power-Couple&rdquo; dagegen bestehe aus Russland und China. Aus welchem Antrieb heraus dieser anonyme Nutzer seine Kommentare verfasst, soll und wird hier nicht zu kl&auml;ren sein &ndash; mag sein, dass er sich seine Meinung g&auml;nzlich frei gebildet hat.<br>\n[&hellip;] Allerdings verdichten sich die Hinweise, dass der Kreml im Kampf um die &ouml;ffentliche Meinung aufger&uuml;stet hat. Soziale Netzwerke und Kommentarleisten wichtiger Medien sind im Visier der russischen Propaganda-Maschine. Vor allem in Deutschland, England und den USA hat eine Debatte &uuml;ber manipulierte Kommentare begonnen, doch so vielf&auml;ltig die Verdachtsmomente sind, so d&uuml;rftig sind die Beweise. Und nicht alle Wege f&uuml;hren nach Moskau.<br>\nF&uuml;r die extreme H&auml;ufung prorussischer Kommentare auf westlichen Medienseiten gibt es denn auch mehr als eine m&ouml;gliche Ursache. Die wichtigsten: vom Kreml organisierte Kommentaragenturen, vollautomatisierte Computerprogramme (Bots), unabh&auml;ngige patriotische Exilrussen und ganz und gar westeurop&auml;ische B&uuml;rger, die ihre gewohnten Nachrichtenportale f&uuml;r zu tendenzi&ouml;se Berichterstattung kritisieren. Etwas abseits stehen die Verschw&ouml;rungstheoretiker und Montagsdemonstranten &ndash; sie sind grunds&auml;tzlich antiwestlich gestimmt und nutzten den Ukraine-Konflikt lediglich als Aufh&auml;nger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/2014-05\/deutsche-medien-internet-trolle-bots-pro-russland\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die Art und Weise wie die ZEIT dieses an sich sehr interessante Thema angeht, ist h&ouml;chst unseri&ouml;s und tendenzi&ouml;s. Wie jedes andere Internetmedium mit Kommentarfunktion kann auch die ZEIT genauere Informationen &uuml;ber die Kommentatoren bei zeit.de ermitteln &ndash; dazu geh&ouml;ren z.B. die geographische Herkunft (&uuml;ber die IP-Adresse), die Sprache des benutzten Computersystems und diverse technische Feinheiten. Kurz: Sollten tats&auml;chlich Bots oder die Online-Truppen des Kreml bei zeit.de kritische Kommentare absetzen, so w&auml;re es f&uuml;r die Technikabteilung von zeit.de nicht sonderlich schwer, dies zu belegen. Da es offenbar keinen derartigen Beleg gibt, sollte man davon ausgehen, dass es sich bei den Kommentatoren eben nicht um solche Gruppen handelt. Was die ZEIT hier vollf&uuml;hrt, ist eine lupenreine Verschw&ouml;rungstheorie. Vielleicht sollte man sich im Hause Holtzbrinck einmal auf &bdquo;Ockhams Rasiermesser&ldquo; besinnen: Von mehreren m&ouml;glichen Erkl&auml;rungen desselben Sachverhalts ist die einfachste Theorie allen anderen vorzuziehen. Und die plausibelste Erkl&auml;rung der kritischen Kommentare ist nun einmal, dass die ZEIT-Leser mit dem dargebotenen Journalismus nicht einverstanden sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Generalbundesanwalt will nicht in NSA-Aff&auml;re ermitteln<\/strong><br>\nEs st&uuml;nden weder Zeugen noch belastende Dokumente zur Verf&uuml;gung: Der Lauschangriff des US-Geheimdienstes NSA auf Merkels Handy und die Sp&auml;haktionen gegen Bundesb&uuml;rger bleiben wohl strafrechtlich folgenlos. In der Regierung regt sich Unmut gegen Generalbundesanwalt Range&hellip;<br>\nAus Kreisen der Bundesanwaltschaft verlautet, weder wegen des vermuteten massenhaften Abh&ouml;rens deutscher Staatsb&uuml;rger noch wegen der jahrelangen &Uuml;berwachung eines Handys von Bundeskanzlerin Angela Merkel durch amerikanische Geheimdienste w&uuml;rden Ermittlungsverfahren eingeleitet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/abgehoertes-merkel-handy-generalbundesanwalt-will-nicht-in-nsa-affaere-ermitteln-1.1977054\">SZ<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.G.:<\/strong> Nach Lekt&uuml;re des Artikels kann nicht mit letzter Klarheit gesagt werden, ob Range tats&auml;chlich den Anfangsverdacht verneinen, oder aber  das Ermittlungsverfahren aus Opportunit&auml;tsgr&uuml;nden oder gar einer &ldquo;Beweisantizipation&rdquo; nicht betreiben will.<\/em><br>\n<em>Im Einzelnen:<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>Sollte tats&auml;chlich ein Anfangsverdacht f&uuml;r Straftaten im Zust&auml;ndigkeitsbereich des Generalbundesanwalts verneint werden, w&auml;re das kaum nachvollziehbar. Einschl&auml;gig d&uuml;rften Delikte zum Schutz von &ldquo;Staatsgeheimnissen&rdquo; (&sect;&sect; 93 ff. Strafgesetzbuch, StGB) sowie vor allem der Tatbestand des &sect; 99 StGB, die sog. Geheimdienstliche Agentent&auml;tigkeit, sein. Eine umfassende rechtliche Einordnung auf den NDS ist bereits erfolgt. Die Schwelle des Anfangsverdachts ist  denkbar niedrig, oder um mit dem Bundesverfassungsgericht zu sprechen: &bdquo;F&uuml;r die Aufnahme ihrer Ermittlungen gen&uuml;gen schon entfernte Verdachtsgr&uuml;nde, die es nach kriminalistischer Erfahrung als m&ouml;glich erscheinen lassen, dass eine verfolgbare Straftat vorliegt&ldquo; (BVerfG NJW 1994, 784). Es gen&uuml;gt also die blo&szlig;e M&ouml;glichkeit einer Straftat. Dass man nach all dem, was die Presse schon an belastbaren Indizien zu Tage gef&ouml;rdert hat, sogar diese blo&szlig;e M&ouml;glichkeit verneinen will, ist nicht nachvollziehbar.<\/em><\/li>\n<li><em>Sollte es um eine Einstellung aus Opportunit&auml;t gehen, insbesondere weil der Verfolgung &uuml;berwiegende &ouml;ffentliche Interessen entgegenstehen, w&auml;re das ebenfalls kaum nachzuvollziehen. Denn was politisch auf dem Spiel steht &ndash; intaktes politisches Klima zu den USA &ndash; ist nichts im Verh&auml;ltnis zu den Geheimhaltungsinteressen der Bundesrepublik, aber auch wirtschaftlichen Interessen und nat&uuml;rlich den Pers&ouml;nlichkeitsrechten und der informationellen Selbstbestimmung von  Millionen B&uuml;rgern, in die &ndash; wenn der Verdacht stimmt &ndash; auf schwere Weise eingegriffen wurde. Dann aber geht das Aufkl&auml;rungsinteresse vor!<\/em><\/li>\n<li><em>Sollte es schlie&szlig;lich um eine Art Vorwegnahme der Beweisbewertung im (gesetzlich nicht einmal geregelten) sog. Vorermittlungsverfahren gehen, w&auml;re das rechtsstaatlich ebenfalls schwer ertr&auml;glich. Denn herauszufinden, ob Zeugen (Snowden? Mitarbeiter deutscher Geheimndienste? Mitarbeiter von Telekommunikationsunternehmen, die etwas wissen?) zur Verf&uuml;gung stehen oder andere Beweismittel, ist gerade Zweck des Ermittlungsverfahrens, dessen Er&ouml;ffnung jetzt offenbar abgelehnt werden soll. Erst mit Er&ouml;ffnung des Ermittlungsverfahrens k&ouml;nnen Menschen &uuml;berhaupt als Zeugen vernommen werden; erst dann sind richterliche Vernehmungen, sind Vereidigungen m&ouml;glich; und erst dann hat die Staatsanwaltschaft umfassende Eingriffsbefugnisse &ndash; wie zur Beschlagnahme von Dokumenten und technischen Speichermedien &ndash; um die Ermittlung voranzutreiben. Nun im Vorstadium zu mutma&szlig;en, was das Ermittlungsverfahren bringen werde (oder besser: was nicht), um daraus Gr&uuml;nde f&uuml;r eine Ablehnung von Ermittlungen herzuleiten (sic!), stellt die Strafprozessordnung auf den Kopf&hellip;<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Wie man es dreht und wendet, diese Entscheidung wird kaum nachvollziehbar sein!<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Verschw&ouml;rung gegen die Freiheit<\/strong><br>\nBig Brother und seine Helfer<br>\nWir werden &uuml;berwacht, ausspioniert und abgeh&ouml;rt. Beinahe t&auml;glich gibt es Meldungen, dass unsere Daten nicht sicher sind. Sind wir zu nachl&auml;ssig oder Opfer eines gro&szlig;en Plans? Hat eine geheime Verschw&ouml;rung von Geheimdiensten, Milit&auml;rs, Wirtschaftsf&uuml;hrern und Politikern die gesamte Handy- und Internetkommunikation der Weltbev&ouml;lkerung im Visier? &Uuml;berzieht ein engmaschiges Netz der &Uuml;berwachung den gesamten Planeten au&szlig;erhalb von Recht und Gesetz?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/zdfzeit\/verschwoerung-gegen-die-freiheit-33279540.html\">ZDF<\/a>\n<p><em>Teil 2 der Dokumentation, &ldquo;Big Brother im Wei&szlig;en Haus&rdquo;, wird am Mittwoch, 28. Mai 2014, 22.45 Uhr, ausgestrahlt.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: &Uuml;berwachungswut trifft Datenhunger<\/strong><br>\nWer manipuliert uns? Und kooperieren Google, Facebook und Co. wirklich so eng mit den Geheimdiensten? Eine ZDF-Produktion macht die &bdquo;Verschw&ouml;rung gegen die Freiheit&ldquo; zum Thema.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/zdf-produktion-verschwoerung-gegen-die-freiheit-12959458.html\">FAZ<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Spanien: Lohnkonkurrenz als Ausweg aus der Krise?<\/strong><br>\nMit dem angeblichen Zweck internationale Wettbewerbsf&auml;higkeit wiederzugewinnen und Exporte zum Wachstumsmotor zu machen, &uuml;bten die Autorit&auml;ten in Br&uuml;ssel Druck aus, damit Arbeitsmarktreformen ,mit dem Ziel die Lohnst&uuml;ckkosten zu senken. So f&uuml;hrte die aktuelle spanische konservative Regierung Rajoy 2012 eine Arbeitsmarktreform mit t&ouml;dlichen Folgen f&uuml;r das Kollektivvertragsverhandlungssystem durch. &hellip; Abschlie&szlig;end l&auml;sst sich festhalten, dass der fortschreitende Prozess der Lohnsenkung nicht nur einen Ausweg aus der Krise im Interesse der Mehrheit behindert, sondern alte Probleme wie die ungleiche Einkommensverteilung vertieft. Die Bilanz dieser Strategie zeigt klar, dass sie nirgendwo hinf&uuml;hrt. Trotz ihres Scheiterns hinsichtlich der Schaffung von Besch&auml;ftigung und Wirtschaftswachstum, ist sie doch erfolgreich in ihrem letztendlichen Ziel, n&auml;mlich der substanziellen Ver&auml;nderung der der soziopolitischen Spielanordnung durch Erosion der Verhandlungsmacht der Gewerkschaften. Damit l&auml;sst sich ein neues wirtschaftspolitisches Modell vorantreiben, das durch die prinzipielle Abwesenheit sozialer Rechte gekennzeichnet ist. &ndash; Wie beispielsweise in Frankreich gerade zu sehen ist, besteht die Gefahr, dass dieses Modell nicht in den besonders krisengesch&uuml;ttelten peripheren &Ouml;konomien endet, sondern eine schrittweise Verallgemeinerung in ganz Europa droht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/lohnkonkurrenz-als-ausweg-aus-der-krise\/#more-5704\">Arbeit &amp; Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Tour d&lsquo;Hollande: Die franz&ouml;sische Gratwanderung<\/strong><br>\nIn der M&auml;rz-Ausgabe der &bdquo;Bl&auml;tter&ldquo; lobte Henrik Uterwedde die &bdquo;linke Angebotspolitik&ldquo; Fran&ccedil;ois Hollandes. Eine solche Reformpolitik wird jedoch allein den Unternehmen zugute kommen und Frankreich nur noch tiefer in die Krise f&uuml;hren, befindet Reinhard Blomert.<br>\nDie franz&ouml;sische Wirtschaft steckt in einer tiefen Krise. Zwar ist das franz&ouml;sische Bruttoinlandsprodukt seit 1991 st&auml;rker angewachsen als das deutsche; erst in den vergangenen Jahren konnte die deutsche Wirtschaft Boden gutmachen. Und auch bei den Staatsschulden steht Frankreich im Vergleich zu anderen gro&szlig;en EU-L&auml;ndern gut da. Allerdings ist die Arbeitslosenquote auf &uuml;ber zehn Prozent angestiegen, w&auml;hrend die Produktion erheblich zur&uuml;ckging. Au&szlig;erdem hat das Leistungsbilanzdefizit, wie in den meisten anderen L&auml;ndern der Eurozone auch, seit der Einf&uuml;hrung des Euros zugenommen &ndash; von einem &Uuml;berschuss von 2,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu einem Defizit von zuletzt etwa 2 Prozent.<br>\nAus diesem Grund sehen Kritiker die franz&ouml;sische Regierung unter Zugzwang und fordern Strukturreformen nach Vorbild der deutschen Agenda 2010. Dabei werden Stimmen laut, der Krise mit einer &bdquo;linken Angebotspolitik&ldquo; zu begegnen. Nur so lie&szlig;en sich die schwindende Wettbewerbsf&auml;higkeit, die wachsende Arbeitslosigkeit und die &ouml;ffentliche &Uuml;berschuldung Frankreichs effektiv bek&auml;mpfen.<br>\nAuch Henrik Uterwedde zeigte sich in der M&auml;rz-Ausgabe der &bdquo;Bl&auml;tter&ldquo; &uuml;berzeugt, dass Frankreich in erster Linie ein Angebotsproblem hat. Dies w&uuml;rde zwar durch die Konsumschw&auml;che im Euroraum verst&auml;rkt, &bdquo;aber eine Stimulierung der Nachfrage w&uuml;rde wenig helfen: Die franz&ouml;sischen Produzenten sind einfach nicht ausreichend in der Lage, darauf mit konkurrenzf&auml;higen Angeboten zu antworten.&ldquo;[1]<br>\nDoch es gibt per definitionem keine &bdquo;linke Angebotspolitik&ldquo;. Zum einen ist Wirtschaft ein Kreislaufprozess und hat mit &bdquo;links&ldquo; und &bdquo;rechts&ldquo; nichts zu tun. Sie formt sich vielmehr aus Angebot und Nachfrage, Kredit und Schulden, und die zwei Seiten jeder Bilanz m&uuml;ssen mittel- bis langfristig ausgeglichen sein. Zum anderen dient Angebotspolitik nicht der Ankurbelung der Besch&auml;ftigung, sondern reduziert die Kosten der Produktion. Sie kommt also vor allem der Kapitalseite zugute. Davon haben in den letzten Jahrzehnten auch die Finanzm&auml;rkte profitiert, w&auml;hrend zugleich die Rechte der Besch&auml;ftigten massiv beschnitten wurden. Die Angebotspolitik hat somit immer ein Gerechtigkeitsproblem, das man durch den Verweis auf &bdquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&ldquo; nicht ausblenden kann.<br>\nDie Bef&uuml;rworter einer &bdquo;linken Angebotspolitik&ldquo; lassen sich davon jedoch nicht beeindrucken. Sie treibt die gleiche Sorge um wie die neoliberalen Reformer, n&auml;mlich dass &ouml;ffentliche Ausgaben nicht mehr finanzierbar seien. Aus Sicht beider ist die rote Linie bereits &uuml;berschritten, wenn die Staatsschulden die vom Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakt willk&uuml;rlich gesetzte Grenze von drei Prozent des Bruttosozialprodukts &uuml;bersteigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2014\/mai\/tour-d%E2%80%98hollande-die-franzoesische-gratwanderung\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&raquo;Jedem seine Schei&szlig;e&laquo;<\/strong><br>\nWie Angela Merkels nationaler Egoismus die EU aufs Spiel setzt [&hellip;]<br>\nDenn 2008, als die Krise begann, war der Horizont der nationalen Regierungschefs in ihren Hauptst&auml;dten &auml;hnlich beschr&auml;nkt. Statt ein Gro&szlig;reinemachen in Europa anzugehen, fegte jeder ein bisschen vor der eigenen T&uuml;r, getrieben von unterschiedlichen nationalen Interessen. &bdquo;Jeder hat seine nationalen Banken gerettet wie fr&uuml;her seine Stahlwerke und die Autokonzerne. Jeder wollte seine Herrlichkeit behalten. In jedem verdammten Land haben die nationalen Aufseher das geduldet&ldquo;, sagt ein Euro-Sherpa an einem der Abende. &bdquo;Weil die Regierungen von dem Geld leben, das die Banken ihnen leihen&ldquo;, schiebt er hinterher. &bdquo;Keiner hat durchschaut, was auf dem Spiel steht.&ldquo; [&hellip;]<br>\nDeutschland ist ma&szlig;geblich daf&uuml;r verantwortlich, dass 2008 ein europ&auml;ischer Bankenrettungsfonds verhindert wird. Obwohl es einen seri&ouml;sen Vorschlag gibt, der noch dazu aus den Niederlanden kommt, einem Land, das Deutschland wirtschaftspolitisch traditionell nahesteht: Der konservative Ministerpr&auml;sident Jan Peter Balkenende l&auml;sst Ende September 2008 ein Papier des Finanzexperten Bernard ter Haar zirkulieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2014\/mai\/%C2%BBjedem-seine-scheisse%C2%AB\">Bl&auml;tter<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Anders Wirtschaften mit Genossenschaften<\/strong><br>\nLange Zeit galten Genossenschaften als kompliziert, teuer und etwas verstaubt. Noch heute ist es eher selten, dass in Ratgebern zur Unternehmensgr&uuml;ndung diese Rechtsform &uuml;berhaupt vorkommt. Aber in den aktuellen Diskussionen um enkeltaugliches und globalverantwortliches Wirtschaften, um Postwachstum und Klimaschutz, haben Genossenschaften mittlerweile wieder einen festen Platz. Mitunter wird aber recht Unterschiedliches darunter verstanden.<br>\nW&auml;hrend die einen sich mit der Rechtsform (eG) und ihren besonderen Anforderungen befassen, betonen andere den Genossenschaftsgedanken, der sich in verschiedenen Rechtsformen (z.B. GmbH, e.V., GbR) umsetzen kann. Zum Beispiel das Mietsh&auml;user Syndikat[1], das im Internationalen Jahr der Genossenschaften[2] 2012 den Klaus-Novy-Preis f&uuml;r Innovationen beim genossenschaftlichen Bauen und Wohnen[3] bekam. Beim Syndikat handelt es sich um einen wachsenden bundesweiten Zusammenschluss von derzeit etwa 80 Hausprojekten, die als Konstruktion aus GmbHs und Vereinen organisiert sind. Der Verbund soll sicherstellen, dass die H&auml;user nie wieder privatisiert werden k&ouml;nnen. Wohnraum soll keine Ware sein, aus der Investoren gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliche Rendite erzielen, sondern ein gutes und sicheres Zuhause. Das ist der klassische genossenschaftliche F&ouml;rdergedanke, wie er auch von etlichen Wohnungsbaugenossenschaften gelebt wird: Die Wirtschaft soll den Mitgliedern dienen und nicht der Profiterzielung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/27-2014\/++co++218c578c-e585-11e3-9df1-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ver&auml;nderte Ausrichtung der grossen Notenbanken<\/strong><br>\nBei den Notenbanken der USA und der Euro-Zone zeichnen sich &Auml;nderungen in der Geldpolitik ab. Sie gehen allerdings in unterschiedliche Richtungen. Bis vor kurzer Zeit konnten die Finanzm&auml;rkte aus dem Offenmarktausschuss (FOMC) der US-Notenbank vor allem die Botschaft h&ouml;ren, dass das extrem tiefe Zinsniveau noch lange Zeit anhalten werde, was f&uuml;r Anleger eine grosse Sicherheit bedeutete. Nun aber h&auml;ufen sich &Auml;usserungen, es sei an der Zeit, wegen der fortschreitenden Besserung der wirtschaftlichen Fundamentalwerte sich Gedanken &uuml;ber ein Ende der extrem lockeren Geldpolitik zu machen. So erwartet das FOMC-Mitglied William Dudley ein Abflauen der das wirtschaftliche Wachstum behindernden Gegenwinde &ndash; Bremswirkung der Finanzpolitik, hohe Verschuldung der Privathaushalte, Rezession in Europa. Auch m&uuml;sse man keine grossen Bedenken wegen der Entwicklung der Inflation haben. Die Gr&uuml;nde f&uuml;r eine &Auml;nderung der Nullzinspolitik zu einem fr&uuml;heren Zeitpunkt, als die M&auml;rkte bisher erwarteten, sieht Stephen Lewis von Monument Securities auf zwei Ebenen. Die neue Pr&auml;sidentin des US-Fed, Janet Yellen, teile nicht gleichermassen die Ansicht ihres Vorg&auml;ngers, Ben Bernanke, dass alles, was gut f&uuml;r Wall Street sei, auch der US-Wirtschaft helfe; sie achte zudem st&auml;rker auf die wirtschaftliche Entwicklung. Der zweite Aspekt sei eine zunehmende Anerkennung innerhalb der Notenbank der mit einer langen monet&auml;ren Lockerung verbundenen Risiken f&uuml;r die finanzielle Stabilit&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/uebersicht\/finanzportal\/veraenderte-ausrichtung-der-grossen-notenbanken-1.18309698\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Sicherlich hat die Wall Street die lockere Geldpolitik Bernankes in ihrem Sinne genutzt. Allerdings hat Bernanke dabei ausdr&uuml;cklich auf eine Belebung der Konjunktur und die unsichere Arbeitsmarktsituation (U6-Index) verwiesen. Janet Yellen hat bisher nicht erkennen lassen, dass sie diese Position Bernankes verwirft und die durchaus vorhandenen Risiken &uuml;ber die unsichere konjunkturelle Entwicklung stellt &ndash; &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.federalreserve.gov\/newsevents\/speech\/yellen20140416a.htm\">the path of the economy is uncertain<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Lucas Zeise: Emir setzt auf Deutsche Bank<\/strong><br>\nWarum investieren Kapitalisten und Feudalherren ins Investmentbanking? Dieses Gesch&auml;ft ist volatil, wie die B&ouml;rsenh&auml;ndler sagen: Zeiten satter Gewinne wechseln mit Jahren der D&uuml;rre. Vorbei diese Zeiten vor der Finanzkrise, als es s&uuml;&szlig;en Brei regnete und die Investmentbanker nur den L&ouml;ffel in die Luft halten mu&szlig;ten. Von welcher Seite man es auch immer betrachtet: F&uuml;r so viele Banken dieser Art wie fr&uuml;her ist kein Platz in der kapitalistischen Globalwirtschaft. Analyst Dieter Hein von &raquo;Fairresearch&laquo; schreibt in der FAZ: &raquo;Die Deutsche Bank k&auml;mpft seit einigen Jahren ums &Uuml;berleben.&laquo; Das ist &uuml;bertrieben. Denn das Institut erfreut sich weiterhin der Protektion des deutschen Staates. Dennoch hat Hein vom Standpunkt der Aktion&auml;re aus recht, wenn er eine gewisse Unausgewogenheit feststellt: Einer Aussch&uuml;ttung in den beiden Jahren 2012\/13 von 1,5 Milliarden Euro stehen Bonuszahlungen an die Investmentbanker von 6,3 Milliarden Euro gegen&uuml;ber. Bei der Hauptversammlung am Donnerstag konnten die Aktion&auml;re dar&uuml;ber abstimmen, ob diese Boni, anders als eine neue EU-Richtlinie vorschreibt, das Festgehalt &uuml;berschreiten d&uuml;rfen. Die Aktion&auml;re stimmten nat&uuml;rlich zu. Der Aufsichtsrat hatte eine externe Verg&uuml;tungskommission unter Vorsitz des fr&uuml;heren BASF-Chefs J&uuml;rgen Hambrecht eingesetzt, die eine &raquo;flexible&laquo; Regelung empfahl. Die Manager des Industriekapitals sind, wie man sieht, mit denen des Bankkapitals vollkommen einig. Um das Weiter so zu sichern, zapfen letztere auch besonders ergiebige Quellen an: das Privatverm&ouml;gen der Herrscherfamilie von Katar. Der Emir und seine Familie haben sich schon bei der FIFA und bei VW eingekauft, sie betreiben den Fernsehsender Al-Dschasira, sie haben mit Waffengewalt und viel Propaganda die libysche Regierung gest&uuml;rzt, den B&uuml;rgerkrieg gegen die syrische Regierung finanziert und zuletzt im Machtkampf in &Auml;gypten mit den Muslimbr&uuml;dern die Verliererseite gest&uuml;tzt. Eine noch engere Beziehung zur deutschen Gesch&auml;fts- und Politelite kann da von Vorteil sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/05-24\/044.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist schon eine seltsame Welt: Beim Einstieg Katars bei VW konnte man vielleicht noch von Unkenntnis des wahren Charakters des Regimes ausgehen. Inzwischen kritisieren wir Katar, wie es sich in Syrien massiv mit Geld und Waffen einmischt, radikale Muslimbr&uuml;der im ganzen Nahen Osten unterst&uuml;tzt. Da beklagen wir die an Sklaverei grenzenden Arbeitsbedingungen ausl&auml;ndischer Arbeiter beim Bau von WM-Stadien. Aber wir begr&uuml;&szlig;en die l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llige Kapitalerh&ouml;hung der Deutschen Bank durch eben dieses Emirat. Warum fragt niemand, welchen Einfluss das Emirat auf die Gesch&auml;fte der Bank nehmen k&ouml;nnte. Ist es so einfach: Geld stinkt nicht?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>TTIP: Mehr Einfluss f&uuml;r Konzerne?<\/strong><br>\nWenn Handelsbeschr&auml;nkungen fallen, winken neue Jobs und bessere Gesch&auml;fte f&uuml;r Unternehmen. Kritikern zufolge fallen diese Effekte bei dem geplanten Abkommen zwischen der USA und der EU nur gering aus. Sie bef&uuml;rchten vielmehr unerw&uuml;nschte Nebenwirkungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2014\/05\/19\/drk_20140519_1930_6d8c7499.mp3\">Deutschlandradio [Audio &ndash; mp3]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die vielstimmige Dokumentation l&auml;sst sich schlecht zusammenfassen. Wer m&ouml;chte, kann sie auch <a href=\"http:\/\/www.deutschlandradiokultur.de\/ttip-mehr-einfluss-fuer-konzerne.976.de.html?dram%3Aarticle_id=285805\">hier nachlesen<\/a>. Am Ende wird der Hoffnung Ausdruck verliehen, dass bei den EU-Wahlen &ldquo;m&ouml;glichst viele Kritiker ins Parlament gew&auml;hlt werden und das TTIP genauso scheitert wie das Multilaterale Investitionsschutzabkommen MAI vor 15 Jahren, mit dem sich Konzerne damals unter anderem denselben Rechtsstatus wie Nationalstaaten verschaffen wollten. Peter Fuchs: &ldquo;Historisch war es immer so, wenn diese weitreichenden konzernfreundlichen Projekte an das Licht der &Ouml;ffentlichkeit kamen, dann ging es denen wie Dracula. In der &Ouml;ffentlichkeit, im Licht des Tages fallen sie dann in sich zusammen, sterben ab, scheitern.&rdquo; Leider hat TTIP im EU-Wahlkampf nicht die erhoffte Initialz&uuml;ndung erfahren. Angesichts der sich anbahnenden EU-GroKo m&uuml;sste sich, wie damals Frankreich, ein gewichtiges EU-Land gegen das Handelsabkommen stellen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Warum brauchen wir in Europa eine souver&auml;ne W&auml;hrung?<\/strong><br>\nVerk&uuml;rzt gesagt argumentiere ich, da&szlig; im Fall einer zu geringen gesamtwirtschaftlichen Nachfrage der Staat durch die Ausweitung seiner Ausgaben die Wohlfahrt der Gesellschaft verbessern kann. Allerdings ist hierf&uuml;r ein Geldsystem n&ouml;tig, welches institutionell daf&uuml;r sorgt, da&szlig; die demokratisch gew&auml;hlte Regierung zus&auml;tzliches Geld ausgeben kann, wenn sie es beschlie&szlig;t. Nur ein solches Geldsystem schafft eine souver&auml;ne W&auml;hrung, und nur dadurch wird ein Staat zu einem souver&auml;nen Staat. Eine Nation ohne souver&auml;ne W&auml;hrung, wie die Mitgliedstaaten der Eurozone, hat weder Geld- noch Fiskalpolitik zur Verf&uuml;gung, um damit Wirtschaftskrisen zu bek&auml;mpfen. Ein kurzer Ausflug in die Lehrb&uuml;cher der Makro&ouml;konomie zeigt uns, wie dies normalerweise abl&auml;uft&hellip;<br>\nDie Krise in der Eurozone ist deshalb so kompliziert, weil es hier um die Verteilung der politischen Macht in Europa geht. Momentan ist Deutschland das m&auml;chtigste Land, da es aufgrund seiner Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse Forderungen gegen&uuml;ber den Handelspartnern aufgebaut hat und damit als Gl&auml;ubiger &uuml;ber die Zahlungen der Schuldner wacht. Eine Ver&auml;nderung der Regeln der EZB, welche die Souver&auml;nit&auml;t der Staaten wiederherstellt, w&uuml;rde einen Machtverlust bedeuten. Daher wurden Eurobonds von der Regierung Merkel als L&ouml;sungsweg abgelehnt. Allerdings haben die Krisenl&auml;nder damit keine Chance auf eine wirtschaftliche Erholung. Wie wir ja im Lehrbuch gesehen hatten, kann nur eine Erh&ouml;hung der Verschuldung kurzfristig zu h&ouml;heren Einkommen und mehr Besch&auml;ftigung f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/++co++068b64c0-e286-11e3-82b8-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>VWL-Monokultur an den Hochschulen?<\/strong><br>\nEinseitig, festgefahren, falsch &ndash; die Art und die Inhalte der an den Hochschulen gelehrten Wirtschaftswissenschaften sorgen zunehmend f&uuml;r Unmut unter Studierenden. In Deutschland begehrt das &bdquo;Netzwerk Plurale &Ouml;konomik&ldquo; gegen die Dominanz neoklassischer Modelle und Methoden auf und fordert eine R&uuml;ckkehr zur Theorienvielfalt&hellip;<br>\nDas Hauptproblem der VWL ist f&uuml;r uns tats&auml;chlich ihre Einseitigkeit. Im Studium tauchen fast nur neoklassische Theorien und quantitative Methoden auf. Auch die Interdisziplinarit&auml;t kommt viel zu kurz. Statt unsere vielf&auml;ltigen gesellschaftlichen Probleme aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten, werden alle Antworten aus sehr &auml;hnlichen Modellen abgeleitet, deren Aussagekraft zudem nur selten kritisch hinterfragt wird. Abseits davon findet eine Reflexion &uuml;ber den Zusammenhang aktueller Probleme mit den Theorien und Modellen des H&ouml;rsaals quasi nicht statt, im besten Fall werden aktuelle Geschehnisse auf eine &bdquo;aktuelle Stunde&ldquo; verschoben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/Studieren\/art-1644-plurale-oekonomik.php\">Studis Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Global income distribution: From the fall of the Berlin Wall to the Great Recession<\/strong><br>\nSince 1988, rapid growth in Asia has lifted billions out of poverty. Incomes at the very top of the world income distribution have also grown rapidly, whereas median incomes in rich countries have grown much more slowly. This column asks whether these developments, while reducing global income inequality overall, might undermine democracy in rich countries.<br>\nThe period between the fall of the Berlin Wall and the Great Recession saw probably the most profound reshuffle of individual incomes on the global scale since the Industrial Revolution. This was driven by high growth rates of populous and formerly poor or very poor countries like China, Indonesia, and India; and, on the other hand, by the stagnation or decline of incomes in sub-Saharan Africa and post-communist countries as well as among poorer segments of the population in rich countries.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.voxeu.org\/article\/global-income-distribution-1988\">VOX<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Story im Ersten: Betriebsst&ouml;rung &ndash; Macht die Bahn noch mobil?<\/strong><br>\nDie Deutsche Bahn macht Negativschlagzeilen: unp&uuml;nktlich, &uuml;berlastet, teuer &ndash; und jetzt auch noch mit verhagelter Bilanz. Bahnchef Grube braucht Geld, um fehlendes Personal einzustellen und um die Infrastruktur instand zu setzen. Rund 30 Milliarden Euro fehlen der Bahn, um br&ouml;selnde Br&uuml;cken, Schienen und Stellwerke zu erneuern, klagt Grube.<br>\nDie Schuldfrage<br>\nWer hat eigentlich Schuld am miserablen Bild der Bahn? Die Bahn von heute? Ex-Bahnchefs wie D&uuml;rr oder Mehdorn, die mal in die eine, mal in die andere Richtung steuerten? Oder die Politik, die der Deutschen Bahn nicht genug Finanzmittel bereit stellt und ihr eine klare Marschrichtung verordnet? Schlie&szlig;lich geh&ouml;rt die Deutsche Bahn zu hundert Prozent dem deutschen Staat. Doch zu gerne tauchen Politiker wie wechselnde Verkehrsminister ab, wenn die Bahn in die Kritik ger&auml;t. Benedikt Weibel, Ex-Schweizer Bahnchef und europ&auml;ischer Spitzen-Bahnmanager, meint die Antwort zu kennen. Es fehle an der Wertsch&auml;tzung f&uuml;r die Bahn seitens der Politik.<br>\nAnders in der Schweiz &ndash; dort wird pro Kopf f&uuml;nfmal so viel in das Bahnnetz investiert wie hier und in der P&uuml;nktlichkeitsstatistik l&auml;sst die Schweiz die Deutsche Bahn weit hinter sich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/reportage-dokumentation\/dokus\/sendung\/swr\/betriebsstoerung-macht-die-bahn-noch-mobil-100.html\">DasErste.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wo Rauch ist<\/strong><br>\nAuf welche Weise werden in Br&uuml;ssel Gesetze wie die Tabakrichtlinie geboren? Die B&uuml;rokraten regieren die EU, das denken viele Menschen. Im Hintergrund kommen aber noch andere Kr&auml;fte zum Tragen: eine Geschichte &uuml;ber Meinungsmacher, Macht und Milliarden. Karl-Heinz Florenz, 66 Jahre alt, Landwirtschaftsmeister vom Niederrhein und CDU-Abgeordneter im EU-Parlament, sitzt in seinem bushaltestellengro&szlig;en B&uuml;ro in Stra&szlig;burg. Zuerst will Florenz erz&auml;hlen, von Lobbyisten und deren ausgekl&uuml;geltem Spiel, missliebige Abgeordnete zu isolieren.  Das Ganze ist ein Paradebeispiel daf&uuml;r, wie in Europa Regeln f&uuml;r 506 Millionen B&uuml;rger entstehen. Immer mehr von dem, was den Alltag der Europ&auml;er pr&auml;gt, kommt aus Br&uuml;ssel &ndash; statt wie fr&uuml;her aus den nationalen Hauptst&auml;dten. Deshalb toben in Br&uuml;ssel und am Parlamentssitz Stra&szlig;burg st&auml;ndig neue Schlachten um Macht und Einfluss, Arbeitspl&auml;tze, Paragrafen und Grenzwerte. Und: Die Zahl der Lobbyisten hat sich multipliziert. Br&uuml;ssel ist mit 8000 gemeldeten Organisationen nach Washington der weltweit zweitgr&ouml;&szlig;te Lobbyplatz. Die Volkswirtschaften der 28 L&auml;nder der Europ&auml;ischen Union addieren sich zum gr&ouml;&szlig;ten Binnenmarkt der Welt. Bewacht wird dieser von der Europ&auml;ischen Kommission. Die Beh&ouml;rde ist die einzige Institution, die Gesetze vorschlagen darf. Diese gehen dann an das EU-Parlament und an die zust&auml;ndigen Fachminister in den 28 Hauptst&auml;dten &ndash; und an die Lobbyisten. &bdquo;Wenn es einen Preis g&auml;be f&uuml;r exzellente Lobbyarbeit, dann h&auml;tte den Philip Morris verdient&ldquo;, sagt Florenz &uuml;ber den US-Konzern. &bdquo;Die haben einen richtigen Apparat, mehr als 150 Leute, nicht nur in Br&uuml;ssel, auch in D&uuml;sseldorf oder Berlin. Philip Morris hat in einem 160-seitigen Dossier Abgeordnete rot gekennzeichnet, die sich besonders starrk&ouml;pfig zeigen. Florenz steht ganz oben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/kurse.fh-regensburg.de\/kurs_20\/kursdateien\/blog\/2014-05-17WoRauchist.pdf\">SZ via Fachhochschule Regensburg [PDF &ndash; 474 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>T&ouml;dliche Polizeikugeln &ndash; Wenn psychisch Kranke Opfer sind<\/strong><br>\nAm Vormittag des 28. Juni 2013 kommt es zu dem Vorfall, der auch international f&uuml;r Aufsehen sorgt: Im Zentrum Berlins erschie&szlig;t ein Polizist einen nackten Mann, der im Neptunbrunnen badet, mit einem Messer hantiert und sich f&uuml;r den Messias h&auml;lt. Ohne Warnschuss, gezielt in den Oberk&ouml;rper. Einen Kranken, der eigentlich Hilfe brauchte. Dennoch wird das Ermittlungsverfahren gegen den Sch&uuml;tzen schnell eingestellt. Begr&uuml;ndung: Notwehr. Kein Einzelfall. Alle zehn Tage schie&szlig;t in Deutschland ein Polizist gezielt auf einen Menschen, sagt die Statistik. Allein im letzten Jahrzehnt starben in Deutschland rund 80 Menschen durch Polizeikugeln. Was die offiziellen Zahlen nicht preisgeben: Rund zwei Drittel der Get&ouml;teten sind nicht etwa Schwerstkriminelle, sondern Verwirrte oder Menschen in psychischen Ausnahmesituationen. Viele dieser Opfer h&auml;tten nicht sterben m&uuml;ssen, wenn sich Polizisten angemessen verhalten h&auml;tten. Doch oft fehlt es an Erfahrung. Seit Jahren beklagen Polizeiwissenschaftler Ausbildungsdefizite, M&auml;ngel bei der F&auml;higkeit, Situationen richtig einzusch&auml;tzen, eine fehlende ausgefeilte Strategie im Umgang mit psychisch Kranken. Statt einge&uuml;bter Besonnenheit zeigten Beamte vielfach einen polizeitypischen Jagdtrieb, der Situationen erst eskalieren lasse. Das sich stets wiederholende Muster: Polizisten wollen einen &ldquo;Verwirrten&rdquo; stellen und erschie&szlig;en ihn schlie&szlig;lich in &ldquo;Notwehr&rdquo; &ndash; in einer Situation, in der die meisten Opfer laut Medizinern und Psychiatrieerfahrenen selbst in Panik sind und aus ihrer Sicht ebenfalls in Notwehr handeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/doku\/die_rbb_reporter\/beitraege\/toedliche-polizeikugeln.html\">rbb<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Sendung lief gestern 21:00 &ndash; 21:45. Sie d&uuml;rfte demn&auml;chst <a href=\"http:\/\/mediathek.rbb-online.de\/fernsehen\">in der Mediathek des rbb<\/a> stehen. <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/panorama\/beitrag\/2014\/05\/polizeikugeln-toeten-psychisch-kranke.html\">Ein Interview mit dem rbb-Reporter Norbert Siegmund hier<\/a>. Ein Text zum Thema mit Verweisen auf das Ausland ist <a href=\"https:\/\/www.thieme.de\/de\/psychiatrie-und-psychotherapie\/polizei-interventionen-55540.htm\">in der Zeitschrift Psychiatrische Praxis 2014; 41(01): 50-52 erschienen<\/a> &ndash; Ich m&ouml;chte einmal ganz naiv fragen: Was f&uuml;r eine Schie&szlig;ausbildung erhalten Polizisten?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Bildungspaket von Bund und L&auml;ndern entpuppt sich als Mogelpackung<\/strong><br>\nAnl&auml;sslich der Einigung von Bund und L&auml;ndern zur Finanzierung der Bildungsausgaben erkl&auml;rte Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende, am Dienstag in Berlin:<br>\n&bdquo;Das Bildungspaket von Bund und L&auml;ndern entpuppt sich mehr und mehr als Mogelpackung. Hier werden nicht sechs Milliarden zus&auml;tzlich in Bildung und Wissenschaft investiert, sondern in erster Linie Kosten der L&auml;nder an den Bund verschoben. Sei es bei der vollst&auml;ndigen &Uuml;bernahme des BAf&ouml;G durch den Bund oder einem h&ouml;heren Anteil an der Umsatzsteuer f&uuml;r die L&auml;nder &ndash; der Bund verteilt Blankoschecks. Ob die L&auml;nder diese Entlastung wirklich f&uuml;r mehr Bildungsinvestitionen nutzen, steht in den Sternen. Au&szlig;er vagen Absichtserkl&auml;rungen gibt es hier keine verbindlichen und vor allem &uuml;berpr&uuml;fbaren Zusagen. Die chronische Unterfinanzierung des Bildungssystems bleibt bestehen. Bildungspolitik f&uuml;r eine Bildungsrepublik sieht anders aus!<br>\nDie Gro&szlig;e Koalition l&auml;sst Studierende aus armen Familien weiter im Regen stehen. Die l&auml;ngst &uuml;berf&auml;llige Reform des BAf&ouml;G und die notwendige Erh&ouml;hung der Bedarfss&auml;tze und Freibetr&auml;ge soll nun erst Ende 2016 erfolgen. Zu diesem Zeitpunkt haben die Studierenden sechs Nullrunden hinter sich. Mehr als ein halbes Jahrzehnt wurde dann das BAf&ouml;G nicht den Lebenshaltungskosten angepasst. Das ist ein bildungspolitisches Armutszeugnis f&uuml;r die Gro&szlig;e Koalition.<br>\nEin erster Schritt in die richtige Richtung ist, dass die Regierung nun das Kooperationsverbot f&uuml;r die Hochschulen aufheben will. Damit wird ein Kardinalfehler der F&ouml;deralismusreform von 2006 zumindest in einem Punkt korrigiert. Die L&auml;nder sind jedoch mit dem Ausbau von guten Ganztagsschulen und der Umsetzung der Inklusion weiterhin finanziell komplett &uuml;berfordert. Es bleibt daher notwendig, dass Bund und L&auml;nder auch bei der F&ouml;rderung von Schulen zusammenarbeiten m&uuml;ssen. Das Kooperationsverbot muss f&uuml;r das gesamte Bildungswesen fallen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++940df5dc-e584-11e3-8d35-52540023ef1a\">DGB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die heutige Einigung besagt nichts mehr, als dass die BAf&ouml;G-Reform erneut verschoben wird, wie die Reform aussehen wird, ist v&ouml;llig offen. 2016 werden seit der letzten BAf&ouml;G-Erh&ouml;hung sechs Jahre vergangen sein, d.h. zwei Bachelor Generationen mussten ohne Erh&ouml;hung auskommen.<\/em><br>\n<em>Ob die L&auml;nder die Umbuchung der BAf&ouml;G-Finanzierung nicht zum Stopfen ihrer Haushaltsl&ouml;cher nutzen werden, ist eine offene Frage.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>&bdquo;Die Anstalt&ldquo; vom 27. Mai 2014<\/strong><br>\nDie Polit-Satire mit Max Uthoff und Claus von Wagner &ndash; sowie diesmal mit: Monika Gruber, Mathias Tretter und Philip Simon.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek#\/beitrag\/video\/2160036\/Die-Anstalt-vom-27-Mai-2014\">ZDF Mediathek<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-21857","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21857","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=21857"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21857\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21859,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21857\/revisions\/21859"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=21857"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=21857"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=21857"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}