{"id":21875,"date":"2014-05-30T09:04:50","date_gmt":"2014-05-30T07:04:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21875"},"modified":"2014-05-30T09:04:50","modified_gmt":"2014-05-30T07:04:50","slug":"hinweise-des-tages-2138","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21875","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21875#h01\">Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21875#h02\">Europawahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21875#h03\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21875#h04\">Warum behaupten sich die neoliberalen Ideen so hartn&auml;ckig?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21875#h05\">Schw&auml;chelnde Wirtschaft: EU-Firmen beklagen schlechtere Gesch&auml;fte in China<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21875#h06\">Strafzinsen &ndash; Wenn Sparen geahndet wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21875#h07\">Es geht doch &hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21875#h08\">Al-Sisi: Blasser Triumph f&uuml;r &Auml;gyptens starken Mann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21875#h09\">Der stabile Dax, der das instabile Europa gut vertr&auml;gt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21875#h10\">Neue Feindsender?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21875#h11\">Zum Tod von Hans-Peter D&uuml;rr &ndash; Der Unbequeme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21875#h12\">Schweiz: Neuenburg f&uuml;hrt als erster Kanton einen Mindestlohn ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21875#h13\">Harald Schumann &ndash; Merkels Politik nutzt nur dem Kapital<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21875&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ukraine<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wolfgang Bittner &ndash; L&uuml;gen, Hetze, Drohungen<\/strong><br>\nSchlugen wir die Zeitung auf, sprangen uns monatelang Putin-Karikaturen entgegen und Leitartikel gei&szlig;elten tagt&auml;glich die angeblich kriegsl&uuml;sternen Russen. H&auml;me, Unterstellungen und L&uuml;gen auch in Radio- und Fernsehsendungen. Im Deutschlandfunk wurde gefragt &bdquo;Ist Putin noch zu stoppen?&ldquo; oder wir erfuhren: &bdquo;Russland sch&uuml;rt den Konflikt.&ldquo; NDR-Weltbilder kl&auml;rte uns &uuml;ber die &bdquo;Psyche von Wladimir Putin&ldquo; auf, der sich laut ZDF als &bdquo;der neue Zar&ldquo; f&uuml;hlt und den Prinz Charles mit Hitler verglich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201405283110\/politik\/welt\/die-ukraine-usa-eu-russland-krise.html\">Hintergrund<\/a><\/li>\n<li><strong>Kalter Krieg 2.0<\/strong><br>\nDie D&auml;monisierung Putins und der Kampf Russlands um die Ukraine zeigen, dass der geopolitischen Verschnaufpause nur ein kurzer Sommer beschieden war. Der B&auml;r zeigt wieder Krallen, Teil V<br>\nDas Bild hat f&uuml;r Furore und politische Missstimmung gesorgt, in Berlin, in den Medien und in der Regierungskoalition. Gerhard Schr&ouml;der, Vorsitzender des Aktion&auml;rsausschusses der Nord Stream AG, eines Unternehmens, das die gleichnamige Ostsee-Pipeline betreibt und vom russischen Staatskonzern Gazprom dominiert wird, feierte Ende April seinen 70. Geburtstag in St. Petersburg nach und umarmte demonstrativ lachend und mitten in der Ukraine-Krise, Vladimir Putin, seinen &ldquo;alten&rdquo; und &ldquo;engen Freund&rdquo;, wie der &ldquo;Spiegel&rdquo; s&uuml;ffisant anmerkte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/41\/41895\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Europawahl<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>So stark sind die EU-Skeptiker von links und rechts<\/strong><br>\nBei der Europawahl haben EU-Skeptiker triumphiert. Mit ihrer Anti-Haltung k&ouml;nnen sie die Arbeit im Parlament behindern. Wo sind die Extremen besonders stark? Die &Uuml;bersicht.<br>\nSie wollen den Euro abschaffen, die Grenzen dichtmachen oder gar die ganze Europ&auml;ische Union sprengen: EU-feindliche Parteien haben in vielen L&auml;ndern bei der Europawahl Erfolge erringen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/europawahl-eu-skeptiker-von-links-und-rechts-im-ueberblick-a-972294.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das ist wirklich frech, ein starkes St&uuml;ck Propaganda. Im Artikel werden recht(sextrem)e Parteien, die definitiv gegen die EU und\/oder den Euro und\/oder Ausl&auml;nder auftreten, durcheinander geworfen mit linken Parteien, die eben gerade nicht &ldquo;den Euro abschaffen, die Grenzen dichtmachen oder gar die ganze Europ&auml;ische Union sprengen&rdquo;. Prominenteste Beispiele sind sicher die SYRIZA, die sich immer wieder *f&uuml;r* die EU und den Euro ausgesprochen hat (aber gegen Merkels Austerit&auml;tspolitik), und die niederl&auml;ndische SP. Letztere schreibt z. B. auf ihrer <a href=\"http:\/\/www.sp.nl\/standpunten\/cd_63\/standpunt_over_europese_unie_superstaat_nee_samenwerken_ja.html\">Homepage<\/a>: &ldquo;De Europese Unie brengt ons al ruim 50 jaar vrede en welvaart. Samenwerking in Europa is ook broodnodig om mondiale problemen aan te pakken zoals klimaatveranderingen en grensoverschrijdende criminaliteit. Samen sta je sterker.&rdquo; (&hellip;) &ldquo;Die EU bringt uns allen seit rund 50 Jahren Frieden und Wohlfahrt. Die Zusammenarbeit in Europa ist auch zwingend notwendig, um weltweite Probleme wie die Klimaver&auml;nderung und grenz&uuml;berschreitende Kriminalit&auml;t anzupacken. Zusammen ist man st&auml;rker&rdquo;, um anschlie&szlig;end die neoliberale und unsoziale Entgleisung der EU zu beklagen. (Die SP ist durchaus f&uuml;r das Zur&uuml;ckholen von Kompetenzen aus der EU in die Niederlande und gegen die ungebremste Erweiterung der EU ein, nicht aber f&uuml;r die Aufl&ouml;sung der EU.) Hauptsache, der SPIEGEL hat mal wieder rechts und links als gleicherma&szlig;en &ldquo;Extreme&rdquo; und &ldquo;Radikale&rdquo; in einen Topf geworfen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Reaktion auf Le-Pen-Wahlsieg: Frankreichs Regierung stoppt Einwanderer-Wahlrecht<\/strong><br>\nNach dem Sieg des rechtsextremen Front National (FN) von Marine Le Pen bei der Europawahl r&uuml;ckt Frankreichs Regierung vom geplanten Wahlrecht f&uuml;r Nicht-EU-B&uuml;rger auf Kommunalebene ab. Das Vorhaben habe nun keine Aussicht auf Erfolg mehr, sagte Innenminister Bernard Cazeneuve dem Fernsehsender LPC. Pr&auml;sident Fran&ccedil;ois Hollande hatte eine entsprechende Gesetzes&auml;nderung in seinem Pr&auml;sidentschaftswahlkampf vor zwei Jahren in Aussicht gestellt. Davon profitiert h&auml;tten vor allem die in Frankreich lebenden Marokkaner und Algerier. Nun fehle es aber an R&uuml;ckhalt in der Politik, sagte Cazeneuve, der Hollandes Sozialistischer Partei (PS) angeh&ouml;rt. Der FN, der vor allem Einwanderungsgegner zu seinen Anh&auml;ngern z&auml;hlt, begr&uuml;&szlig;te die Kehrtwende: Dies sei ein &ldquo;sch&ouml;ner Effekt&rdquo; des Votums, sagte Vize-FN-Chef Florian Philippot.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/frankreich-regierung-legt-migranten-wahlrecht-nach-le-pen-sieg-auf-eis-a-972411.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Schlimm genug, dass Frankreichs Sozialisten keinen Weg aufzeigen konnten, wie die Deindustrialisierung Frankreichs gestoppt werden k&ouml;nnte. Schlimm genug, dass sie keinen Kontrapunkt zur Europapolitik der deutschen Regierung setzen konnte. Jetzt knickt sie auch noch in Rekordgeschwindigkeit vor der Front National ein. Es best&auml;tigt sich, dass die gr&ouml;&szlig;te Gefahr nicht von den rechtsextremen Parteien selbst ausgeht, sondern von der &Uuml;bernahme rechtsextremer, angeblich erfolgreicher Thematik durch die anderen Parteien.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bernd Riexinger: &ldquo;Die SPD versucht sich an mickrigen Korrekturen&rdquo;<\/strong><br>\nBei Europa- und Kommunalwahlen von der Politkonkurrenz am rechten Rand ausgestochen, mit einem Vorsto&szlig; zu einem Untersuchungsausschuss zu Stuttgart 21 auf die Nase gefallen und immer im Einsatz f&uuml;r eine gerechtere Gesellschaft. Im Kontext:Interview spricht Linke-Parteivorsitzender Bernd Riexinger &uuml;ber Strategien gegen Rechtspopulismus, seinen Clinch mit den Gr&uuml;nen, Putin-Versteher und mafi&ouml;se Strukturen in Russland &ndash; und wie das Projekt Politikwechsel doch noch gelingen kann, wenn 2017 wieder ein Bundestag gew&auml;hlt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/macht-markt\/165\/die-spd-versucht-sich-an-mickrigen-korrekturen-2224.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Erhard Eppler: Erdbeben in Europa<\/strong><br>\nNach den erdrutschartigen Erfolgen der Europagegner kann es nur einen Weg f&uuml;r die EU geben. Europa muss sich enger zusammenschlie&szlig;en. Nur so kann der drohende Verfall der Staatengemeinschaft gestoppt werden&hellip;<br>\nPolitische Erdbeben fanden in Frankreich und Gro&szlig;britannien statt. Nur jeder Siebte hat in Frankreich die Partei gew&auml;hlt, die in der Nationalversammlung eine Mehrheit hat und den Pr&auml;sidenten wie den Ministerpr&auml;sidenten stellt. Nat&uuml;rlich kommt jetzt der Ruf nach Neuwahlen. Und ebenso sicher dessen Ablehnung. Unruhige Zeiten. Und auf der britischen Insel wird die EU es mit einer Tory-Regierung zu tun haben, die wei&szlig;, dass sie keine Chance auf Wiederwahl hat, wenn sie nicht unabl&auml;ssig, in London wie in Br&uuml;ssel, deutlich macht: Britain first. Mehr als einen gemeinsamen Markt wollten die Briten nie. In den n&auml;chsten f&uuml;nf Jahren wird sich entscheiden, ob sie in einem Europa bleiben, das mehr will, genauer: mehr wollen muss&hellip;<br>\nBis zum &Uuml;berdruss haben wir, zumal in der Ukrainekrise, geh&ouml;rt, Europa sei eine Wertegemeinschaft. Wo aber werden die Werte, die in einer Gesellschaft gelten, deutlicher als in der Steuerpolitik und der Sozialpolitik? Sicher, die Sozialsysteme haben alle eine verschiedene Geschichte, daraus ergeben sich individuelle Rechtsanspr&uuml;che, &uuml;ber die niemand hinweggehen kann. Aber gemeinsame Mindeststandards w&uuml;rden einer Wertegemeinschaft gut anstehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/denkbuehne\/165\/erdbeben-in-europa-2222.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Hier die aktuelle Ausgabe der <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/\">Kontext:Wochenzeitung<\/a> am Samstag auch als Beilage zur taz.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>E-Mail-&Uuml;berwachung landet vor Gericht<\/strong><br>\nDie Datensammelpraxis des Bundesnachrichtendienstes (BND) wird ein Fall f&uuml;r das Bundesverfassungsgericht. Der Berliner Anwalt Niko H&auml;rting k&uuml;ndigte am Mittwoch eine Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe an, nachdem er am Bundesverwaltungsgericht mit einer Klage gegen die sogenannte strategische Fernmelde&uuml;berwachung gescheitert war.<br>\nH&auml;rting h&auml;lt die &Uuml;berwachung von internationalem E-Mail-Verkehr durch den deutschen Auslandsgeheimdienst f&uuml;r v&ouml;llig &uuml;berzogen und unrechtm&auml;&szlig;ig. Auch Verfassungsrechtler haben bereits Einw&auml;nde gegen die Praxis des Nachrichtendienstes erhoben. Der BND ist neben Verfassungsschutz und Milit&auml;rischem Abschirmdienst (MAD) einer von drei deutschen Nachrichtendiensten. Er ist f&uuml;r die Auslandsaufkl&auml;rung zust&auml;ndig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/datensammelpraxis-des-bundesnachrichtendienstes-e-mail-ueberwachung-landet-vor-gericht,1472596,27294856.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>Interview im US-Fernsehen: Edward Snowden erkl&auml;rt sich zum Patrioten<\/strong><br>\nEs liegt nun bald ein Jahr zur&uuml;ck, dass die Welt erstmals von den ma&szlig;losen Sp&auml;haktivit&auml;ten der NSA erfuhr. Und nat&uuml;rlich von Edward Joseph Snowden, der da blass und jung in einem Hongkonger Hotelzimmer Auskunft gab &uuml;ber seinen Coup: &ldquo;Mein Name ist Ed Snowden, ich bin 29 Jahre alt.&rdquo; Diese Videoaufzeichnung soll ihm anfangs nicht recht behagt haben. Schlie&szlig;lich, so meinte er damals, gehe es um die Sache, nicht um die Person.<br>\nSeither jedoch ist Snowdens Schicksal ebenso zur Geschichte geworden wie seine Enth&uuml;llungen. Und mittlerweile, so steht zu vermuten, liegt ihm durchaus an dem Bild, das sich die Leute da drau&szlig;en von ihm machen. Vor allem die Leute daheim. So konnte NBC in der Nacht auf Donnerstag das erste gro&szlig;e Snowden-Interview im US-Fernsehen ausstrahlen; Moderator Brian Williams war f&uuml;r die einst&uuml;ndige Sendung in Snowdens tempor&auml;res Asyl nach Russland gereist.<br>\nDa sitzen sie sich dann gegen&uuml;ber, der Journalist mit der stets in Falten gezogenen Stirn, dem nach vorn geschobenen Unterkiefer &ndash; und der Whistleblower, breitbeinig im Stuhl verrutscht, mit dem ewig blaugrauen Hemd unterm dunklen, zu gro&szlig;en Anzug. Unter anderem wegen der &ldquo;Weitergabe nachrichtendienstlicher Informationen an nichtautorisierte Personen&rdquo; wird er von den US-Beh&ouml;rden gesucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/edward-snowden-im-interview-mit-nbc-whistleblower-als-patriot-a-972350.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Ist eine &ldquo;anlasslose, fl&auml;chendeckende Speicherung von Daten&rdquo; mit dem deutschen Grundgesetz vereinbar?<\/strong><br>\nWie sich ein ehemaliger Verfassungsrichter im NSA-Untersuchungsausschuss an seine eigenen Urteile nicht mehr erinnern will<br>\n&ldquo;Ohrfeige f&uuml;r die Bundesregierung&rdquo; &ndash; titelte am 22. Mai die S&uuml;ddeutsche: &ldquo;Drei hochrangige Juristen &ndash; darunter zwei ehemalige Verfassungsrichter &ndash; werfen dem Bundesnachrichtendienst vor, gegen das Grundgesetz zu versto&szlig;en.&rdquo; Neben Matthias B&auml;cker (Staatsrechtler) und dem Ex-Verfassungsrichter Wolfgang Hoffmann-Riem befand im NSA-Untersuchungsausschuss auch der ehemalige Pr&auml;sident des Verfassungsgerichts, Hans-J&uuml;rgen Papier, dass die Abh&ouml;rpraktiken des Bundesnachrichtendienstes in Teilen verfassungswidrig seien.<br>\nBegr&uuml;ndung: Der BND nutze Daten, die ihm unter anderem vom US-Geheimdienst NSA &uuml;bermittelt werden. Der aber sauge t&auml;glich millionenfach Daten aus dem Internet ab, auch von deutschen Staatsb&uuml;rgern. Eine &ldquo;anlasslose, fl&auml;chendeckende Speicherung von Daten&rdquo; sei aber mit dem deutschen Grundgesetz nicht vereinbar und die Verwendung solcher Daten durch deutsche Beh&ouml;rden &ldquo;unzul&auml;ssig&rdquo;, so Papier. Dass sich die Dienste gegenseitig nicht rechtm&auml;&szlig;ig gewonnene Daten zuschustern d&uuml;rfen, sei &ldquo;in meinen Augen nicht tragbar&rdquo; (Papier).<br>\nDie Bundesregierung hingegen steht auf dem Standpunkt, dass es dem BND gesetzlich erlaubt sei, auch im Ausland Telefonate oder Emails anlasslos und fl&auml;chendeckend auszusp&auml;hen, etwa mit der &ldquo;Staubsaugermethode&rdquo;, bei der nach bestimmten Worten gesucht wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/41\/41896\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Privacy under attack: the NSA files revealed new threats to democracy<\/strong><br>\nIn the third chapter of his History of the Decline and Fall of the Roman Empire, Edward Gibbon gave two reasons why the slavery into which the Romans had tumbled under Augustus and his successors left them more wretched than any previous human slavery. In the first place, Gibbon said, the Romans had carried with them into slavery the culture of a free people: their language and their conception of themselves as human beings presupposed freedom. And thus, says Gibbon, for a long time the Romans preserved the sentiments &ndash; or at least the ideas &ndash; of a freeborn people. In the second place, the empire of the Romans filled all the world, and when that empire fell into the hands of a single person, the world was a safe and dreary prison for his enemies. As Gibbon wrote, to resist was fatal, and it was impossible to fly.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/technology\/2014\/may\/27\/-sp-privacy-under-attack-nsa-files-revealed-new-threats-democracy\">The Guardian<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Warum behaupten sich die neoliberalen Ideen so hartn&auml;ckig?<\/strong><br>\nDas kl&auml;gliche Scheitern der neoliberalen Politikangebote wirft die Frage auf, weshalb diese so hartn&auml;ckig die europ&auml;ische Politik beherrschen und ob es daraus einen Ausweg gibt. Trotz der Wirtschaftskrise, die die USA und Europa 2008 mit voller Wucht traf, haben die politischen Eliten kaum einen Versuch unternommen, die neoliberalen Ideen zu hinterfragen, die zu einem gro&szlig;en Teil f&uuml;r die Blasen und deren Platzen verantwortlich sind. Genauso wenig haben sie realisiert, wie &uuml;bertrieben die &bdquo;Great Moderation&ldquo; tats&auml;chlich war. Ganz im Gegenteil, die neoliberalen Ideen erscheinen weiterhin als alternativlos. Die Re-Regulierungen im Finanzbereich, wo die Krise begann, bleiben in besch&auml;mender Weise ungeeignet. Die einzigen Ideen, die verfolgt werden, sind neoliberal, entweder zugunsten weiterer &sbquo;marktf&ouml;rdernder&rsquo; Regulierungen oder sie folgen noch mehr dem &bdquo;Laissez-faire&ldquo;-Prinzip. Das gr&ouml;&szlig;te R&auml;tsel stellt jedoch die Krisenreaktion der Eurozonen-L&auml;nder dar, die sich durch Austerit&auml;tspolitiken der Marktdisziplin unterworfen haben und dadurch selbst zu niedrigem oder gar keinem Wachstum verdammt sind. Dagegen waren die Vereinigten Staaten wirtschaftlich erfolgreicher, obwohl sie gespalten sind in republikanische Fundamentalisten, die Austerit&auml;tspolitiken fordern, und eine pragmatischere politische F&uuml;hrung, die eine Wachstumspolitik verfolgt.<br>\nUnsere Frage ist also: Wie k&ouml;nnen wir die Hartn&auml;ckigkeit neoliberaler Ideen erkl&auml;ren? Warum haben diese Ideen nicht nur seit den 1980er Jahren &uuml;berlebt, sondern sind auch noch dominant geblieben? Der Neoliberalismus bef&ouml;rdert den Glauben an einen auf weltweiten Freihandel und Kapitalmobilit&auml;t gest&uuml;tzten Marktwettbewerb, flankiert durch einen marktfreundlichen, begrenzten Staat, der Arbeitsmarktflexibilit&auml;t f&ouml;rdert, die Abh&auml;ngigkeit von Wohlfahrtsleistungen zu reduzieren versucht und die Bereitstellung &ouml;ffentlicher G&uuml;ter kommerzialisiert. Die Losungen eines solchen Neoliberalismus lauten: Liberalisierung, Privatisierung, Deregulierung und eine Delegation an nicht demokratisch kontrollierte Institutionen, wie z.B. &sbquo;unabh&auml;ngige&rsquo; Regulierungsstellen oder Zentralbanken. Wichtige Kriterien sind individuelle Verantwortlichkeit, Wettbewerb und die zentrale Rolle der Marktallokation. Das neoliberale Mantra pr&auml;sentiert den Staat als ein best&auml;ndiges Problem und den Markt als die L&ouml;sung &ndash; sogar jetzt noch, trotz der Tatsache, dass die M&auml;rkte und nicht der Staat f&uuml;r die Krise verantwortlich waren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/24-2013\/++co++c9b84526-67f2-11e3-8e2b-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Schw&auml;chelnde Wirtschaft: EU-Firmen beklagen schlechtere Gesch&auml;fte in China<\/strong><br>\nDie China-Euphorie europ&auml;ischer Unternehmen ist verschwunden. Immer mehr Firmen klagen &uuml;ber d&uuml;stere Gesch&auml;ftsaussichten im einstigen Hoffnungsland. F&uuml;r sie sind die &ldquo;goldenen Zeiten&rdquo; schon vorbei.<br>\nDie Rentabilit&auml;t der China-Gesch&auml;fte ist laut Umfrage gesunken. Ein Drittel der Befragten erkl&auml;rte, dass ihre Gewinnspannen in dem Land sogar unter dem globalen Durchschnitt ihres Unternehmens l&auml;gen.<br>\nDie Studie nennt vor allem drei Gr&uuml;nde f&uuml;r die d&uuml;stere Stimmung:\n<ul>\n<li>Ein schw&auml;cheres Wirtschaftswachstum: Die Zeiten, in denen die chinesische Volkswirtschaft mit zehn Prozent pro Jahr wuchs, sind offenbar vorbei. 2013 waren es gerade mal noch 7,7 Prozent, f&uuml;r das laufende Jahr hofft die Regierung auf 7,5 Prozent.<\/li>\n<li>Steigende L&ouml;hne: L&auml;ngst ist China kein reiner Billigstandort mehr. Mit dem Wachstum der vergangenen Jahre stiegen auch die Anspr&uuml;che der Arbeiter. Zudem hat die Regierung in Peking den Mindestlohn bereits mehrmals erh&ouml;ht, um den Konsum zu st&auml;rken. F&uuml;r westliche Konzerne hei&szlig;t das: Arbeitskr&auml;fte werden teurer.<\/li>\n<li>Die Konkurrenz durch staatliche Konzerne, die in China oft leichteren Marktzugang haben als ausl&auml;ndische Unternehmen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/china-europaeische-firmen-beklagen-schlechtere-geschaefte-a-972376.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Anspruchshaltung und das Gejammer der Konzerne sind unglaublich. Ein Wirtschaftswachstum von 7,5 Prozent gen&uuml;gt nicht, ein Mindestlohn von 180 Euro in Peking bzw. <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/china-hebt-mindestlohn-in-peking-und-shanghai-an-12874015.html\">210 Euro in Shanghai<\/a>, bei den &uuml;blichen Arbeitszeiten also ca. 1 Euro pro Stunde, sind schon zu teuer und, oh Gott, nur noch bei 2\/3 der befragten Unternehmen ist die Gewinnspanne h&ouml;her als im globalen Durchschnitt &ndash; das sind wahrlich &ldquo;d&uuml;stere Aussichten&rdquo;, nachdem sich die Firmen anscheinend in den letzten Jahren oder Jahrzehnten in China dumm und dusselig verdient haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Strafzinsen &ndash; Wenn Sparen geahndet wird<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Zentralbank plant, Einlagen von Kreditinstituten k&uuml;nftig mit Strafzinsen zu belegen. So sollen Banken gezwungen werden, ihr Geld restlos in den Wirtschaftskreislauf zu pumpen. Das ist ein gef&auml;hrliches Signal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/strafzinsen-wenn-sparen-geahndet-wird-1.1971871\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Offenbar muss man von der Sache nicht viel verstehen, um f&uuml;r den Wirtschaftsteil der SZ zu schreiben. Eine Kostprobe:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Zudem ist zweifelhaft, dass der Strafzins f&uuml;r Banken viel bewirken wird. Im Ernstfall legen Institute die Extrakosten auf den Kreditnehmer um.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Welche Extrakosten denn, wenn das Geld an Kreditnehmer verliehen wird, anstatt zu einer negativen Rendite bei der Zentralbank zu lagern? Diese Extrakosten sollen gerade der Anreiz sein, dass das Geld bis auf die Mindestreserve verliehen wird, anstatt bei der Zentralbank nutzlos liegen zu lassen.<\/em><br>\n<em>Hier das K&ouml;stlichste:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Die Welt hat damals mehr Geld ausgegeben, als sie es sich leisten konnte.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Ja, da stellt sich sofort die Frage: Wenn die (unsere) Welt mehr Geld ausgegeben hat, als sie es sich leisten konnte, welche Welt hat es denn bekommen? Mars? Da hat einer wohl nicht verstanden, dass wenn jemand auf der Welt Geld ausgibt, bekommt es ein anderer auf der Welt. Die Welt als Ganzes kann also nicht mehr ausgeben, als sie es sich leisten kann. Das ist ein so einfacher Zusammenhang, dass man sich wirklich fragen muss, wie es sein kann, dass die SZ jemanden schreiben l&auml;sst, der das nicht begreift. Das ist einfach zu dumm, um wahr zu sein.<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Bei einem Zins nahe null verlieren die W&auml;hrungsh&uuml;ter die Kontrolle &uuml;ber die Geldnachfrage.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Das ist richtig, aber nicht in dem Sinne, wie der Autor meint. Die Zentralbank kann bei einem Zins nahe null die Geldnachfrage nicht erh&ouml;hen, denn weiter kann sie die Zinsen nicht senken. Wird die Geldnachfrage zu hoch, kann sie aber immer die Zinsen erh&ouml;hen. Das ist ja gerade der Grund, weshalb Deflation schwer zu bek&auml;mpfen ist, w&auml;hrend die ZB ohne gr&ouml;&szlig;ere Probleme die Inflation bek&auml;mpfen kann.<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;Nun aber die Hortung von Geld auch noch zu bestrafen, w&uuml;rde diese Hilflosigkeit nur unterstreichen.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Die Hortung von Geld ist das Schlimmste, was einer Volkswirtschaft passieren kann. Denn das bedeutet, dass Produkte nicht gekauft werden, die erzeugt werden, was zu einem Abbau von Investitionen f&uuml;hrt, was den Verlust von Arbeitspl&auml;tzen nach sich zieht. Hier hat der Autor schon wieder nicht verstanden, dass man nur Geld verdienen kann, wenn ein anderer es ausgibt.<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;F&uuml;r die Sparer sind Nullzinsen &ndash; und schon gar ein Strafzins &ndash; doppelt gef&auml;hrlich. Ihre Altersvorsorge wird durch die niedrigen Zinsen empfindlich geschm&auml;lert. Zudem senden Zentralbanker das gef&auml;hrliche Signal aus, hemmungsloses Prassen sei dem vern&uuml;nftigen Umgang mit den eigenen Mitteln vorzuziehen. Das Gegenteil ist richtig. Sparen ist wichtig. Es muss sich zumindest ein wenig lohnen.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Hier hat der Autor sich nicht eine ganz einfache Frage gestellt: Wer soll die Zinsen Zahlen? Zahlt sie die Banken, weil sie sich freuen, das Geld anderer lagern zu d&uuml;rfen? Nein, nat&uuml;rlich nicht, die Schuldner zahlen sie. Aber wer zahlt sie dann, wenn es keine Schuldner gibt? Der liebe Gott?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Es geht doch &hellip;<\/strong><br>\nAngesicht der t&auml;glichen Flut an Negativmeldungen freut man sich doch umso mehr &uuml;ber positive Nachrichten, so rar diese auch sind.<br>\nSo zum Beispiel die Notiz aus Paraguay, dass der deutsche Unternehmer Heribert R&ouml;del &uuml;ber 14 000 Hektar illegal in Besitz genommenen Landbesitz an die eigentlichen Eigent&uuml;mer zur&uuml;ckgeben muss.<br>\nZu Zeiten der Milit&auml;rdiktatur des deutschst&auml;mmigen Generals Alfredo Stroessner (1954 bis 1989) hatte Regimefreund Heribert R&ouml;del rund 600 Indigene gewaltsam von ihrem Land vertreiben lassen. Seine Firmen Kansol S.A., Roswell und C&iacute;a betrieben auf den Farmen Santa Elisa und Mich&iacute; Viehzucht und Ackerbau.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aussengedanken.de\/es-geht-doch\/\">AussenGedanken<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Al-Sisi: Blasser Triumph f&uuml;r &Auml;gyptens starken Mann<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here &auml;yptische Milit&auml;rchef Abdelfattah al-Sisi ist laut inoffiziellen Ergebnissen mit gro&szlig;er Mehrheit zum Pr&auml;sidenten gew&auml;hlt worden. Die vom Machtapparat erhoffte Begeisterungswelle blieb aber aus: Stattdessen muss Sisis Lager die magere Wahlbeteiligung erkl&auml;ren. Sisi selbst hatte deshalb immer eine historisch hohe Beteiligung als Ma&szlig;stab f&uuml;r seine Legitimit&auml;t eingefordert. Als sich abzeichnete, dass der Zustrom m&auml;&szlig;ig war, hat die Wahlkommission noch einen dritten Tag angeh&auml;ngt. Beide Kandidaten haben Beschwerde eingelegt. Kreise aus dem Sisi-Lager hatten die Forderung nach Verl&auml;ngerung lautstark erhoben. Aber weder Anreize mit freien Tagen und l&auml;ngeren &Ouml;ffnungszeiten, noch Androhungen von Strafen oder Beschimpfungen von Nichtw&auml;hlern als Vaterlandsverr&auml;ter konnten den Trend umkehren. Die Beteiligung der Pr&auml;sidentschaftswahlen von 2012, aus denen der Islamist Morsi in der zweiten Runde als Sieger hervorgegangen war, wurde nicht erreicht.<br>\nOffenbar hat der Boykottaufruf der von der Armee im vergangenen Sommer entmachteten Muslimbr&uuml;der gewirkt. In ihren Hochburgen in Ober&auml;gypten war die Beteiligung besonders niedrig. Zudem gingen nur wenige Mitglieder der erzkonservativen al-Nour-Partei zu den Urnen, obwohl sich ihre F&uuml;hrung hinter Sisi gestellt hatte. Aber auch Revolutionsgruppen waren gegen die autorit&auml;ren Tendenzen Sisis aufgetreten. Die gro&szlig;en Abwesenden an dieser Wahl waren insbesondere die Jungen. Sie sind drei Jahre nach der Revolution frustriert und entt&auml;uscht, dass ihre Generation bei der Neugestaltung der politischen Institutionen &uuml;bergangen wird und sich wieder alte Mubarak-Kader in den Vordergrund dr&auml;ngen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000001642347\/Sisi-mit-93-Prozent-zum-Praesidenten-Aegyptens-gewaehlt\">derStandard.at<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Anscheinend haben sich unsere Medien von der Propaganda der staatlich kontrollierten Medien &Auml;gyptens beeindrucken lassen. Sonst h&auml;tten sie nicht die Botschaft weitgehend &uuml;bernommen, dass Abdelfattah al-Sisi von der Mehrheit der Bev&ouml;lkerung getragen sei. Dabei musste jedem klar sein, dass all die W&auml;hler, die seinerzeit Mursi in das Amt brachten, nicht verschwunden sein konnten. Es d&uuml;rfte einer der gr&ouml;&szlig;ten Fehler des fr&uuml;heren &auml;gyptischen Milit&auml;rchefs sein, dass er nicht einen Weg f&uuml;r moderate Muslimbr&uuml;der, sondern stattdessen einen Krieg gegen alle Muslimbr&uuml;der er&ouml;ffnete, als ob das alle militante Islamisten gewesen w&auml;ren. Praktisch die H&auml;lfte &ndash; wenn nicht mehr- der B&uuml;rger &Auml;gyptens haben die Wahl Sisis boykottiert. Was wird wohl geschehen, wenn der zum Heilsbringer stilisierte neue Pr&auml;sident scheitert? Und eigentlich kann er nur scheitern, denn die Probleme &Auml;gyptens sind zu gro&szlig; als dass sei auch nur mittelfristig gel&ouml;st werden k&ouml;nnten. Dann stehen er und das Milit&auml;r allein da. Das Protestpotential deutet sich schon in dieser Wahl an.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der stabile Dax, der das instabile Europa gut vertr&auml;gt<\/strong><br>\nDer Rechtsruck bei der Europawahl ist f&uuml;r die B&ouml;rse offenbar kein Grund zur Sorge. Die M&auml;rkte reagierten nicht negativ darauf und der Dax stieg sogar auf ein neues Allzeithoch. Seltsam, denn auf Wahlen hat die B&ouml;rse schon oft ganz anders reagiert.<br>\nZuletzt war das nach der Bundestagswahl so. Damals ging der Dax mit einem Minus aus dem Handel. &raquo;Die offene Ausgestaltung der k&uuml;nftigen Bundesregierung verunsichere die W&auml;hler&laquo;, schrieb die &raquo;Frankfurter Allgemeine&laquo; einen Tag nach der Wahl. Oder gesagt: Die strukturelle linke Mehrheit, die in jenen Tagen das Land besch&auml;ftigte, bereitete den M&auml;rkten tiefe Sorge. Die m&ouml;gliche rot-rot-gr&uuml;ne Mehrheit verursachte eine kleine Panik. Auch Immobilienwerte verloren damals. Und H&auml;ndler best&auml;tigten, dass gegen die bef&uuml;rchtete Mietpreisbremse eine Bekr&auml;ftigung der schwarz-gelben Regierung n&ouml;tig gewesen w&auml;re. Die potenziell linke Mehrheit hat aber alles zunichte gemacht und mittels Mietpreisbremse Profiteinbu&szlig;en angedeutet. &Uuml;berraschend war das damals &uuml;brigens nicht. Schon Tage vor der Wahl gab es Berichte, die ein solches Szenario in Aussicht stellten. &raquo;B&ouml;rsianer warnen vor Rot-Rot-Gr&uuml;n&laquo;, konnte man in mehreren Tageszeitungen lesen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2014\/05\/der-stabile-dax-der-das-instabile.html\">Ad Sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Neue Feindsender?<\/strong><br>\nZeit Online misst bei seinem Ethik-Kodex offenbar weiterhin mit zweierlei Ma&szlig;. Und auch andere Medien haben derzeit Probleme mit der Transparenz. Was ist los mit der Presse?<br>\nDie Irritationen um Zeit Online (Chaos bei Zeit Online: Mal gilt der Ethik-Kodex, mal gilt er nicht) rei&szlig;en nicht ab. Nun wurde ein weiterer Fall bekannt, der deutlich macht: Autoren, die auch f&uuml;r russische Medien arbeiten, sind unerw&uuml;nscht, Amerika-N&auml;he aber ist kein Problem. Es scheint, als falle es mancher Redaktion dieser Tage schwer, noch zwischen vern&uuml;nftig und unangemessen, zwischen ethisch und hysterisch zu unterscheiden. W&auml;hrend der Ansturm der kritischen Leserkommentare zur Russland-Berichterstattung der Leitmedien nicht abrei&szlig;t, sorgt man sich dort verst&auml;rkt um politische Einflussnahme &ndash; allem Anschein nach jedoch recht einseitig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/41\/41588\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Zum Tod von Hans-Peter D&uuml;rr &ndash; Der Unbequeme<\/strong><br>\nEr war ein Sch&uuml;ler von Werner Heisenberg, hat seine Doktorarbeit bei Edward Teller, dem Vater der Wasserstoffbombe, geschrieben. Der Querdenker und Tr&auml;ger des alternativen Nobelpreises ist im Alter von 84 Jahren gestorben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/physik-chemie\/zum-tod-von-hans-peter-duerr-der-unbequeme-12947079.html\">FAZ<\/a>\n<p>dazu: <strong>Eins-zu-Eins, Der Talk in memoriam Hans-Peter D&uuml;rr<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cdn-storage.br.de\/iLCpbHJGNL9zu6i6NL97bmWH_-bG\/_-OS\/5-8c5yvP\/140521_2205_Eins-zu-Eins-Der-Talk_In-memoriam-Hans-Peter-Duerr-Physiker.mp3\">BR [Audio, MP3]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Schweiz: Neuenburg f&uuml;hrt als erster Kanton einen Mindestlohn ein<\/strong><br>\nZehn Tage nach der wuchtigen Ablehnung der Mindestlohn-Initiative des Gewerkschaftsbundes hat der Kanton Neuenburg eine kantonale Lohnuntergrenze von 20 Franken pro Stunde eingef&uuml;hrt. Neuenburg ist der erste Kanton mit Mindestlohn, der Kanton Jura zieht bald nach. [&hellip;]<br>\nMit dem Mindestlohn von 20 Franken verdient ein Arbeitnehmer im Kanton Neuenburg bei 40 Arbeitsstunden pro Woche 3467 Franken. Bei 41 Stunden sind es 3553 Franken und bei einer 42-Stunden-Woche bel&auml;uft sich der Mindestlohn auf 3640 Franken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tageswoche.ch\/de\/2014_22\/schweiz\/659686\/Neuenburg-f%C3%BChrt-als-erster-Kanton-einen-Mindestlohn-ein.htm\">Tageswoche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> 20 Franken sind 16,40 Euro. 3467 Franken sind 2840 Euro.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Harald Schumann &ndash; Merkels Politik nutzt nur dem Kapital<\/strong><br>\nThomas Pikettys Buch trifft offensichtlich einen Nerv. Die Reichen werden reicher und die Armen &auml;rmer. Doch die Politik macht alles nur noch schlimmer. Angela Merkels Krisenpolitik nutzt dem Kapital &ndash; und die Rettung des Euro bezahlen am Ende die Armen. [&hellip;]<br>\nIn der Folge beginnen in einem Land nach dem anderen die Preise zu fallen, was endg&uuml;ltig jede Investition erstickt. Bizarrerweise wollen EZB-Chef Mario Draghi und seine Direktoren nun mit Notstandsma&szlig;nahmen wie einem Strafzins auf Zentralbankeinlagen genau die Deflation bek&auml;mpfen, die sie selbst durch ihre Politik herbeigef&uuml;hrt haben. Aber das wird nicht reichen. N&ouml;tig w&auml;ren vielmehr das Ende der Lohnsenkungspolitik und eine Entschuldung der Krisenl&auml;nder, damit deren Regierungen wieder handlungsf&auml;hig werden. Ginge es nach Piketty, dann w&auml;re eine EU-weit erhobene Abgabe auf gro&szlig;e Verm&ouml;gen daf&uuml;r das Mittel der Wahl. Im deutschen Kanzleramt sind seine Ideen allerdings noch nicht angekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/europas-krisenpolitik-merkels-politik-nutzt-nur-dem-kapital\/9967406.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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