{"id":21887,"date":"2014-06-02T08:54:48","date_gmt":"2014-06-02T06:54:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21887"},"modified":"2015-11-09T11:58:46","modified_gmt":"2015-11-09T10:58:46","slug":"hinweise-des-tages-2139","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21887","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (HR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21887#h01\">Vorwurf Sozialmissbrauch &ndash; Schmarotzen auf Deutsch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21887#h02\">Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21887#h03\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21887#h04\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21887#h05\">IWF fordert einen besseren Kapitalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21887#h06\">Cutting Back on Carbon  &ndash; Kohlendioxid reduzieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21887#h07\">Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) zwischen der EU und den USA &ndash; Fakten und Informationen, h&auml;ufig gestellte Fragen und Antworten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21887#h08\">Das Statistische Bundesamt, die Presse und &bdquo;unerwartete gr&ouml;&szlig;ere Anschaffungen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21887#h09\">Renten im freien Fall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21887#h10\">Wie viel braucht der Mensch zum Leben?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21887#h11\">Nur jeden zweiten Tag ein warmes Essen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21887#h12\">Betriebsst&ouml;rung &ndash; Macht die Bahn noch mobil?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21887#h13\">Europawahl<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21887&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Vorwurf Sozialmissbrauch &ndash; Schmarotzen auf Deutsch<\/strong><br>\nArbeitsmigranten, die in Deutschland Hartz IV abgreifen? Von wegen. Sozialmissbrauch findet nicht bei ihnen statt, sondern bei deutschen Unternehmen.<br>\nDie Europawahl hat es gezeigt: Politiker in Deutschland versuchen mit Stichworten wie &bdquo;Armutsmigration&ldquo; oder &bdquo;Sozialmissbrauch&ldquo; zu punkten. &bdquo;Wer betr&uuml;gt, der fliegt&ldquo;, hatte die CSU griffig formuliert. Gemeint waren vor allem Arbeitsmigranten aus osteurop&auml;ischen Staaten.<br>\nKurz vor der Europawahl entschied Angela Merkel, ebenfalls diese Karte zu ziehen. Europa, so die Kanzlerin in einem Zeitungsinterview, sei keine Sozialunion und man wolle kein Hartz IV f&uuml;r EU-B&uuml;rger zahlen, die sich allein zum Zwecke der Arbeitssuche in Deutschland aufhalten.<br>\nAnzeige<br>\nSozialmissbrauch, so wird insinuiert, findet auf Seiten der Wanderarbeiter statt. Mit der Realit&auml;t hat diese Sicht auf die Dinge allerdings wenig zu tun. Es gibt noch eine andere Art, wie die Sache mit dem Sozialmissbrauch zu sehen ist. Die nimmt jene Unternehmen in den Blick, die durch sozialen Missbrauch an Wanderarbeitern Profit machen; Unternehmen, die in Deutschland ans&auml;ssig sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Vorwurf-Sozialmissbrauch\/!139468\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Russland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>F&uuml;r Frieden und Freiheit<\/strong><br>\nDeutsche Au&szlig;enpolitiker &auml;u&szlig;ern sich zustimmend zur j&uuml;ngsten Eskalation der Kriegshandlungen in der Ostukraine durch das Kiewer Umsturzregime. Es sei &ldquo;klar, dass Kiew &hellip; wieder aktiv werden musste&rdquo;, erkl&auml;rt etwa Wolfgang Ischinger, ein einflussreicher deutscher Diplomat und Leiter der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz. Ministerpr&auml;sident Arsenij Jazenjuk, dessen Regierung die aktuellen Artillerie- und Luftangriffe auf ostukrainische St&auml;dte verantwortet, ist am gestrigen Donnerstag als Redner bei der Verleihung des Aachener &ldquo;Karlspreises&rdquo; aufgetreten und in den deutschen Medien entsprechend gew&uuml;rdigt worden. Der designierte ukrainische Pr&auml;sident, der Oligarch Petro Poroschenko, will Kiew in ein &ldquo;Sicherheitsb&uuml;ndnis&rdquo; mit dem Westen f&uuml;hren und in K&uuml;rze den wirtschaftlichen Teil des EU-Assoziierungsabkommens unterzeichnen. Die n&ouml;tigen Vorbereitungen haben in der Ukraine l&auml;ngst begonnen: Austerit&auml;tsma&szlig;nahmen sind in die Wege geleitet worden, die etwa die Arbeitslosigkeit massiv in die H&ouml;he treiben und dramatische Preissteigerungen zur Folge haben werden. Deutsche Industriekreise hingegen bereiten sich auf eine Welle der Wirtschaftsexpansion in das Land vor. Sollte es Kiew gelingen, die Ostukraine mit milit&auml;rischen Mitteln unter Kontrolle zu bekommen, deuten sich damit neue Konflikte an: Die Interessen der expandierenden deutschen Industrie &uuml;berschneiden sich mit denjenigen der ukrainischen Oligarchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58879\">german-foreign-policy.com<\/a><\/li>\n<li><strong>Einlaufverbot erhitzt die Gem&uuml;ter<\/strong><br>\nDas Einlaufverbot f&uuml;r die russische Marine hat eine heftige Debatte um den Charakter der Kieler Woche ausgel&ouml;st. Sie stehe zwar f&uuml;r V&ouml;lkerverst&auml;ndigung, liege aber &bdquo;nicht v&ouml;llig abseits des Weltgeschehens&ldquo;, erkl&auml;rte Oberb&uuml;rgermeister Ulf K&auml;mpfer (SPD). Viele Kieler &auml;u&szlig;erten dagegen deutliche Kritik an der Entscheidung der Bundesregierung.<br>\nF&uuml;r die 150 russischen Soldaten der neuen Fregatte &bdquo;Boiky&ldquo; w&auml;re der 20. Juni ein H&ouml;hepunkt in ihrem Bordleben gewesen. An diesem Tag sollten sie im Kieler Tirpitzhafen festmachen &ndash; p&uuml;nktlich zum Auftakt der Kieler Woche. Doch die Ukraine-Krise wirft ihre Schatten auch auf die Festwoche. Wie berichtet hat das Ausw&auml;rtige Amt der russischen Marine die Erlaubnis zum Einlaufen in deutsche Hoheitsgew&auml;sser verweigert, obwohl sie eine offizielle Einladung der Stadt Kiel erhalten hatte.<br>\nKiels Oberb&uuml;rgermeister K&auml;mpfer &auml;u&szlig;erte Verst&auml;ndnis f&uuml;r den einmaligen Vorgang: &bdquo;Wenn das Au&szlig;enministerium das so entschieden hat, steht es mir nicht zu, dar&uuml;ber zu urteilen&ldquo;, erkl&auml;rte er auf einer Pressekonferenz zur Kieler Woche. Da es sich um Milit&auml;rschiffe handele, spiele die Krise bei der Entscheidung &bdquo;nat&uuml;rlich eine Rolle&ldquo;. Im Gegensatz dazu seien im Zivilbereich keine &Auml;nderungen bekannt. &bdquo;Der Russland-Stand aus unserer Partnerstadt Kaliningrad ist beim Internationalen Markt vertreten&ldquo;, betonte K&auml;mpfer.<br>\nOffen blieb gestern die Frage, ob die &bdquo;Kruzenshtern&ldquo; ebenfalls von einem Verbot betroffen sein k&ouml;nnte. Der Gro&szlig;segler geh&ouml;rt nicht zur russischen Marine, untersteht aber dem Fischereiministerium und ist im Staatsbesitz Russlands. Die Agentur Inmaris, die das Schiff in Deutschland betreut, pr&uuml;ft die Lage und will sich heute dazu &auml;u&szlig;ern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kn-online.de\/Lokales\/Kiel\/Kieler-Woche\/Kieler-Woche-2014\/Kieler-Woche-Verbot-fuer-Russen-erhitzt-die-Gemueter\">Kieler Nachrichten<\/a>\n<p><strong>dazu: Offener Brief f&uuml;r russische Marine bei Kieler Woche<\/strong><br>\nDer Kieler Probst Thomas Lienau-Becker hat sich f&uuml;r die Teilnahme der russischen Marine an der Kieler Woche ausgesprochen. In einem offenen Brief forderte er Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) auf, die Teilnahme zu genehmigen, wie der Kirchenkreis Altholstein am Mittwoch mitteilte. Vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise hatte die von der Stadt eingeladene Fregatte &bdquo;Boiky&ldquo; von den deutschen Beh&ouml;rden keine Einlaufgenehmigung bekommen. &bdquo;Dadurch wird die kostbare Gelegenheit vertan, in einer politisch angespannten Zeit die Basis in den deutsch-russischen Beziehungen zu st&auml;rken&ldquo;, schrieb Probst Lienau-Becker dem Au&szlig;enminister. Gerade die Kieler Woche trage viel zur Verst&auml;ndigung zwischen V&ouml;lkern und Nationen bei. &bdquo;Aus diesem Grunde bin ich erschrocken und entsetzt &uuml;ber die Entscheidung des Ausw&auml;rtigen Amts, einem Schiff der russischen Marine keine Genehmigung zur Teilnahme an der Kieler Woche zu erteilen.&ldquo; (&hellip;)<br>\nAuf die Einladung der Stadt Kiel hin hatte die russische Marine schon im April beim Ausw&auml;rtigen Amt eine diplomatische Freigabe f&uuml;r das Kriegsschiff &bdquo;Boiky&ldquo; beantragt, wie Fregattenkapit&auml;n Peter Sikora vom Kieler-Wochen-Arbeitsstab erkl&auml;rte. &bdquo;Diese Genehmigung wurde auch zun&auml;chst erteilt, ist jetzt aber wieder zur&uuml;ckgezogen worden.&ldquo; Sikora wurde dar&uuml;ber am Freitag informiert und wollte die Ausladung nicht kommentieren. &bdquo;Aber f&uuml;r den Gastgeber ist es nat&uuml;rlich immer schade, wenn ein Teilnehmer nicht kommen kann. Die Kieler Woche bedeutet f&uuml;r uns Gedanken- und Meinungsaustausch und kommt der internationalen Verst&auml;ndigung zu Gute.&ldquo; Der Kapit&auml;n konnte sich an keinen anderen Fall erinnern, in dem einem Kriegsschiff die Einlaufgenehmigung f&uuml;r die Kieler Woche wieder entzogen worden w&auml;re. (&hellip;)<br>\nDas Treffen von Marineschiffen aus verschiedenen Nationen geh&ouml;rt zum festen Bestandteil der Kieler Woche, die in diesem Jahr vom 21. bis 29. Juni stattfindet. Dann werden Marineschiffe unter anderem aus den USA, Gro&szlig;britannien, Polen, Estland, Litauen, D&auml;nemark, Algerien und den Niederlanden erwartet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.shz.de\/lokales\/kiel\/offener-brief-fuer-russische-marine-bei-kieler-woche-id6685046.html\">shz.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Putin schmiedet Pakt f&uuml;r 170 Millionen Verbraucher<\/strong><br>\nVon einer &ldquo;Sensation&rdquo; sprechen russische Staatsmedien, einen &ldquo;historischen Moment&rdquo; nennen es Pr&auml;sident Putin und die Staatschefs aus Kasachstan und Wei&szlig;russland. In Astana begr&uuml;nden die drei die Eurasische Wirtschaftsunion. Putin wirft der EU vor, den Verbund absichtlich zu meiden.<br>\nEine neue Sowjetunion wie zu Zeiten des Kalten Krieges soll die Eurasische Wirtschaftsunion nicht werden. Das beteuern ihre Gr&uuml;ndungsv&auml;ter beinahe im Chor &ndash; Kremlchef Wladimir Putin, der als letzter Diktator Europas gescholtene wei&szlig;russische Pr&auml;sident Alexander Lukaschenko und Kasachstans autorit&auml;rer Staatschef Nursultan Nasarbajew.<br>\nDoch f&uuml;r viele im Westen sieht es genau danach aus, dass unter F&uuml;hrung Moskaus mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der totalit&auml;ren Sowjetunion nun ein neues Imperium entstehen soll. Der Phantomschmerz &uuml;ber den Verlust des Gro&szlig;machtstatus sitzt vor allem in Russland tief &ndash; daher nun auch diese Antwort auf den vor allem in der Ukraine-Krise als Vormachtstreben kritisierten Kurs der Europ&auml;ischen Union.<br>\nZiel der mit einem 700 Seiten dicken Vertrag besiegelten Gemeinschaft sei der freie Verkehr von Waren, Dienstleistungen und Arbeitskr&auml;ften, beteuern drei Staatschefs, vielleicht k&uuml;nftig auch eine W&auml;hrungsunion. Auch Kasachen und Wei&szlig;russen beherrschten Russisch, das sei ein wichtiges Bindeglied, meint Putin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/eurasische-wirtschaftsunion-putin-schmiedet-pakt-fuer-millionen-verbraucher-1.1978978\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Wenn Russland, Kasachstan und Wei&szlig;russland ihre Zollunion zu einer Wirtschaftsunion ausbauen, ist dies laut S&uuml;ddeutscher also ein Zeichen daf&uuml;r, dass &bdquo;mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der totalit&auml;ren Sowjetunion ein neues Imperium entstehen soll&ldquo;. Was w&uuml;rde die S&uuml;ddeutsche eigentlich schreiben, wenn ihre russischen Kollegen den Ausbau der EU als Zeichen daf&uuml;r deuten w&uuml;rden, dass &bdquo;fast sieben Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch des totalit&auml;ren Dritten Reich ein neues Imperium entstehen soll&ldquo;?<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Ukraine, Moldau und Georgien sollen in die EU<\/strong><br>\nEU-Kommissar Stefan F&uuml;le sieht in der Erweiterung das &ldquo;m&auml;chtigste Instrument&rdquo; zur Umgestaltung Osteuropas. Die europ&auml;ische Perspektive f&uuml;r die drei L&auml;nder sei der beste Anreiz f&uuml;r Reformen.<br>\nNach Gr&uuml;ndung der Eurasischen Wirtschaftsunion durch drei fr&uuml;here Sowjetrepubliken hat sich EU-Erweiterungskommissar Stefan F&uuml;le langfristig f&uuml;r eine Vollmitgliedschaft der Ukraine, aber auch der Republik Moldau und von Georgien in der EU ausgesprochen. F&uuml;le sagte der &ldquo;Welt&rdquo;: &ldquo;Wenn wir Ernst damit machen wollen, die L&auml;nder in Osteuropa zu transformieren, dann m&uuml;ssen wir auch ernsthaft das m&auml;chtigste Instrument, das wir haben, zur Umgestaltung nutzen: die Erweiterung.&rdquo;<br>\nDie europ&auml;ische Perspektive, so F&uuml;le weiter, sei trotz aller Bedingungen, die damit verbunden sind, der beste Anreiz f&uuml;r die n&ouml;tigen Reformen in Osteuropa. &ldquo;Vor wenigen Monaten haben die EU-Mitgliedsl&auml;nder erkl&auml;rt, dass das Assoziierungsabkommen mit der Ukraine nicht das endg&uuml;ltige Ziel unserer gegenseitigen Zusammenarbeit ist. Ich denke, diese Haltung sollte auch f&uuml;r jene &ouml;stlichen Nachbarl&auml;nder gelten, die ebenfalls ein Assoziierungsabkommen mit der EU unterschreiben werden wie Georgien und Moldau.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article128540032\/Ukraine-Moldau-und-Georgien-sollen-in-die-EU.html\">Die Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Eine erneute Erweiterung der EU birgt zahlreiche Risiken und w&auml;re vermutlich in mehrfacher Hinsicht &auml;u&szlig;erst ung&uuml;nstig:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em>Die (u.a. &ouml;konomischen, politischen und sozialen) Probleme innerhalb der EU erscheinen bereits jetzt als sehr bzw. zu gro&szlig; &ndash; das Ergebnis bei der Wahl zum Europ&auml;ischen Parlament hat das verdeutlicht;<\/em><\/li>\n<li><em>Eine langfristige Konfrontation mit Ru&szlig;land w&auml;re zu bef&uuml;rchten.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Vertritt zumindest dieser EU-Kommissar wirklich noch die Interessen der EU und seiner Mitgliedsstaaten (insbesondere Deutschland) oder verfolgt Herr F&uuml;le andere, eigene Interessen?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Transatlantische Untertanen<\/strong><br>\nAnfang des Jahres klang das alles noch ganz forsch: Der alte und neue Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re polterte, die &Uuml;berwachung durch die amerikanischen und britischen Geheimdienste sei ohne Ma&szlig;, die Aufkl&auml;rung unzureichend. Nach Einsetzung des NSA-Untersuchungsausschusses h&auml;tte er seinen Worten Taten folgen lassen und sich an der mangelnden Aufkl&auml;rung beteiligen k&ouml;nnen. Doch schon im vergangenen Monat lie&szlig; er verk&uuml;nden, sein Ministerium liefere Informationen zur Aufhellung der Geheimdienstmachenschaften nur unter Vorbehalt. Nun, anl&auml;sslich seines letzten Washington-Besuches, stellte der deutsche Verfassungsminister klar, dass er Snowden als Verr&auml;ter ansehe, Deutschland ihn an die Vereinigten Staaten ausliefern w&uuml;rde und es ansonsten Wichtigeres g&auml;be.<br>\nW&auml;hrenddessen k&ouml;nnen sich die Parlamentarier, die Regierenden und die anderen &Uuml;berwachten die j&uuml;ngsten Aussagen Edward Snowdens im NBC-Interview ansehen, in dem er klarmacht, dass er keineswegs der kleine Angestellte am digitalen Wegesrand war, sondern selbst Verfahren und digitale Werkzeuge entwickelt hat und auch als Dozent an der Geheimdienstlerausbildung beteiligt war. Seine Einblicke waren gr&ouml;&szlig;er, als seine vormaligen Chefs bei CIA und NSA uns weismachen wollen. Der Versuch Sensburgs, den Zeugen Snowden als &bdquo;irrelevant&ldquo; zu klassifizieren, spielt in derselben Liga wie die Anwandlung des damaligen Kanzleramtsministers Ronald Pofalla, den NSA-Skandal f&uuml;r amtlich &bdquo;beendet&ldquo; zu erkl&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/aus-dem-maschinenraum\/nach-abhoeraffaere-und-snowden-transatlantische-untertanen-12963873.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a><\/li>\n<li><strong>BND plant Echtzeit&uuml;berwachung<\/strong><br>\nDer BND entdeckt die sozialen Netzwerke. Laut Recherchen von NDR, WDR und &ldquo;SZ&rdquo; plant der Nachrichtendienst eine Echtzeit&uuml;berwachung von Twitter, Facebook und Co. Die Initiative ist Teil eines 300-Millionen-Euro-Programms des Auslandsgeheimdienstes.<br>\nDer BND will seine digitalen &Uuml;berwachungsprogramme deutlich ausbauen. Bis 2020 sollen f&uuml;r eine sogenannte Strategische Initiative Technik (SIT) 300 Millionen Euro ausgegeben werden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der &Uuml;berwachung der sozialen Netzwerke in Echtzeit. Das geht aus mehreren Papieren hervor, die NDR,WDR und &ldquo;S&uuml;ddeutscher Zeitung&rdquo; vorliegen.<br>\nBez&uuml;glich der &Uuml;berwachungsprogramme orientiert sich der BND explizit an den technischen M&ouml;glichkeiten der amerikanischen NSA und des britischen GCHQ. Als neues Feld hat der BND die sozialen Netzwerke entdeckt und ein Projekt mit dem Titel &ldquo;Echtzeitanalyse von Streaming-Daten&rdquo; aufgelegt. So sollen k&uuml;nftig Programme eingesetzt werden, die Daten aus sozialen Plattformen in Echtzeit auswerten k&ouml;nnen. Damit soll es m&ouml;glich sein, etwa Stimmungen in der Bev&ouml;lkerung ausl&auml;ndischer Staaten sofort in BND-Lagebilder einflie&szlig;en zu lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/bnd-sozialenetzwerke100.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Stalking als Standortvorteil<\/strong><br>\nDer &raquo;Bundesnachrichtendienst&laquo; will offenbar soziale Netzwerke &raquo;in Echtzeit&laquo; oder &raquo;live&laquo; aussp&auml;hen. Diese Meldung liest sich nun &uuml;berall wie ein datenschutztechnischer Fortschritt. &raquo;In Echtzeit&laquo; &ndash; ist das dann &uuml;berhaupt ein Abgreifen von Datens&auml;tzen? Aus dieser Gang von Spionen wird jetzt ein Rudel von Stalkern. So richtig &raquo;&Uuml;berwachung&laquo; ist das doch gar nicht mehr, oder?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2014\/06\/stalking-als-standortvorteil.html\">ad sinistram<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>BKA startet Online-Abgleich von Fingerabdr&uuml;cken mit US-Beh&ouml;rden<\/strong><br>\nIn zwei Wochen will das Bundeskriminalamt (BKA) trotz der NSA-Aff&auml;re mit Tests zur Weitergabe sensibler personenbezogener Informationen &uuml;ber Deutsche an die USA beginnen. Die Opposition fordert den Stopp des Vorhabens.<br>\nDie Umsetzung eines umstrittenen Abkommens zwischen Deutschland und der USA zum Austausch etwa von Fingerabdr&uuml;cken und DNA-Proben zur verbesserten Strafverfolgung l&auml;uft auf Hochtouren. Das BKA starte am 12. Juni mit ersten Tests f&uuml;r den biometrischen Datenabgleich, erkl&auml;rte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums gegen&uuml;ber der Frankfurter Rundschau. Wann eine st&auml;ndige Abfragem&ouml;glichkeit implementiert werden k&ouml;nne, sei noch offen. Im April war das Innenressort davon ausgegangen, dass mit der &ldquo;Aufnahme des Wirkbetriebs&rdquo; im zweiten Halbjahr 2014 zu rechnen sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/BKA-startet-Online-Abgleich-von-Fingerabdruecken-mit-US-Behoerden-2211897.html?wt_mc=nl.ho\">heise online<\/a><\/li>\n<li><strong>NSA sammelt Millionen Fotos<\/strong><br>\nDie NSA greift laut neuesten Snowden-Enth&uuml;llungen Massen an Bildern aus dem Internet ab, um sie mit Gesichtserkennungssoftware zu pr&uuml;fen. Der US-Geheimdienst hoffe, mit Hilfe der Technologie das Auffinden von Zielpersonen rund um die Welt zu revolutionieren, schrieb die &ldquo;New York Times&rdquo;.<br>\nLaut Unterlagen aus dem Jahr 2011 sammelt die NSA t&auml;glich Millionen Bilder, davon h&auml;tten rund 55.000 eine f&uuml;r Gesichtserkennung geeignete Qualit&auml;t. Genauso jage der Dienst der Spur von Fingerabdr&uuml;cken und anderen biometrischen Daten hinterher, hie&szlig; es unter Berufung auf Papiere aus dem Fundus des Informanten Edward Snowden.<br>\nDie wichtigste Gesichtserkennungssoftware der NSA trage den Namen &ldquo;Tundra Freeze&rdquo; und kann laut dem Beispiel in einem Dokument eine Person auch erkennen, wenn sie sich die Haare abrasiert. Zugleich wird an anderer Stelle einger&auml;umt, dass B&auml;rte das Programm verwirren k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/snowden-nsa100.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Ein recht prominenter Vertreter, der sich bereits vor etwa 10 Jahren aus &auml;hnlichen Motiven weigerte, in die USA einzureisen, ist der italienische Philosoph Giorgio Agamben; nachzulesen u.a. hier: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2004\/01\/17\/nyregion\/in-protest-professor-cancels-visit-to-the-us.html\">In Protest, Professor Cancels Visit To the U.S.<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Verfassungsgericht verwirft Sparbeschl&uuml;sse in Portugal<\/strong><br>\nDie Regierung im Krisenland Portugal muss nach einer Entscheidung des Verfassungsgerichts eine neue Deckungsl&uuml;cke im Haushalt 2014 schlie&szlig;en. Die Richter hatten mehrere Sparbeschl&uuml;sse der Mitte-Rechts-Regierung von Ministerpr&auml;sident Pedro Passos Coelho f&uuml;r illegal erkl&auml;rt. Die Zeitung &bdquo;P&uacute;blico&ldquo; bezifferte die dadurch entstehende Haushaltsl&uuml;cke auf mehr als 1,1 Milliarden Euro, das Konkurrenzblatt &bdquo;Di&aacute;rio de Not&iacute;cias&ldquo; sprach von 750 Millionen Euro. Das Verfassungsgericht sah in drei von vier angefochtenen Sparma&szlig;nahmen im Haushalt f&uuml;r 2014 einen Versto&szlig; gegen die Verfassung. Dazu geh&ouml;rten K&uuml;rzungen im &ouml;ffentlichen Dienst bei den Geh&auml;ltern von &uuml;ber 675 Euro im Monat, die Besteuerung von Arbeitslosen- und Krankengeld sowie Einschr&auml;nkungen bei der Hinterbliebenenrente. Experten bef&uuml;rchten nun, dass eine weitere Gesundung der Wirtschaft ebenso gef&auml;hrdet werden k&ouml;nnte wie der mit der EU vereinbarte Abbau des Haushaltsdefizits. Es soll in diesem Jahr auf 4,0 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und 2015 auf 2,5 Prozent der Wirtschaftsleistung gesenkt werden. 2013 lag das Defizit bei 4,9 Prozent. Die Regierung k&ouml;nnte nun andere Sparma&szlig;nahmen suchen oder Steuern erh&ouml;hen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/haushalt-2014-verfassungsgericht-verwirft-sparbeschluesse-in-portugal\/9973634.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wenige Stunden nach Verk&uuml;ndigung des Urteils hatten die Kommunisten (PCP) einen Misstrauensantrag gegen die Mitte-Rechts-Regierung eingereicht. Er wurde mit  123 zu 89 Stimmen abgewiesen. Die PCP hatte den Antrag damit begr&uuml;ndet, dass die Sparpolitik zu einer Verarmung weiter Teile der Bev&ouml;lkerung gef&uuml;hrt habe. Zweifellos hat diese Art von &ldquo;Sparpolitik&rdquo; letztlich im Jahr 2013 zu einer Arbeitslosenquote von &uuml;ber 18 Prozent gef&uuml;hrt. Geradezu absurd ist der Vorschlag auf die so erh&ouml;hten Ausgaben f&uuml;r Arbeitslose eine Steuer zu erheben. Die jetzt vorgebrachte Argumentation, dass damit der Abbau des Haushaltsdefizits gef&auml;hrdet sei, geht am Wesentlichen vorbei. Das Defizit fiel  2013 vor allem wegen einmaliger Privatisierungserl&ouml;se, genauso wie es im Jahre 2012 wegen sehr viel geringeren Privatisierungen auf 6,4 Prozent angestiegen war. Jetzt wird &uuml;berlegt, die Mehrwertsteuer von 23 auf 25 Prozent zu erh&ouml;hen. Ein Schlag f&uuml;r die 2,5 Millionen Menschen, die in Portugal an der Armutsgrenze leben. Schade, dass Portugal seit Beginn der Krise im Kampf gegen Steuerhinterziehung so wenig effizient vorgeht. Man sch&auml;tzt, dass jeder vierte erwirtschaftete Euro dem Staat vorenthalten wird. Man kann nur hoffen, dass der sich zuletzt abzeichnende Erfolg im Kampf gegen Steuerparadiese auch Portugal zugutekommt. Zurzeit befindet das Land wieder auf dem Weg in Rezession. Das BIP ist im ersten Quartal 2014 um 0,7 Prozent geschrumpft. Keine guten Aussichten f&uuml;r den Arbeitsmarkt, noch f&uuml;r den von der EU geforderten Abbau des Haushaltdefizits. Dabei lenkt die Konzentration auf das Haushaltdefizit nur von der Gesamtverschuldung in H&ouml;he von 129 Prozent ab.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Konjunkturprogramm: Spaniens Regierungschef plant Steuersenkungen<\/strong><br>\nSpaniens Ministerpr&auml;sident Mariano Rajoy hat ein milliardenschweres Konjunkturprogramm angek&uuml;ndigt. Er reiht sich damit ein in die Riege der europ&auml;ischen Politiker, die weniger strikt sparen wollen.<br>\nSpaniens Ministerpr&auml;sident Mariano Rajoy hat ein Konjunkturpaket angek&uuml;ndigt, mit dem er Arbeitspl&auml;tze schaffen will. Das Programm sieht Kredite an kleine und mittlere Unternehmen vor, ferner Investitionen in Forschung, Energieeffizienz sowie in Transport und Produktion. Das gesamte Paket soll ein Volumen von 6,3 Milliarden Euro haben. Davon sollen 2,7 Millionen Euro von privaten Investoren kommen. Au&szlig;erdem will Rajoy die K&ouml;rperschaftsteuer f&uuml;r Unternehmen von 30 auf 25 Prozent senken. Das Reformprojekt soll am kommenden Freitag vom Kabinett in Madrid verabschiedet werden. (&hellip;)<br>\nMit seiner Ank&uuml;ndigung reiht sich Rajoy in eine Riege von europ&auml;ischen Politikern ein, die ebenfalls ihre Sparanstrengungen zur&uuml;ckfahren wollen. Anfang April hatte der neuernannte franz&ouml;sische Finanzminister Michel Sapin angek&uuml;ndigt, den mit der EU-Kommission vereinbarten Fahrplan f&uuml;r den Abbau des franz&ouml;sischen Haushaltsdefizits neu zu verhandeln.Ein Vorhaben, das auch EU-Parlamentspr&auml;sident Martin Schulz unterst&uuml;tzt. Der italienische Premierminister Matteo Renzi will ebenfalls mit einer milliardenschweren Senkung der Einkommensteuer Konsum und Konjunktur ankurbeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/spanien-will-konjunkturprogramm-statt-sparkurs-a-972696.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung R.S.:<\/strong> Man setzt immer noch auf angebotsseitige Ma&szlig;nahmen, obwohl die Nachfrageseite das schwache Glied ist.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>IWF fordert einen besseren Kapitalismus<\/strong><br>\nDer Internationale W&auml;hrungsfonds ist scheinbar alarmiert &uuml;ber das &ldquo;noch immer ungel&ouml;ste Too-big-to-fail Problem&rdquo;, das aber auch er zuspitzt Immer wieder kritisiert der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) zum Teil berechtigt Vorg&auml;nge und benennt wie die IWF-Chefin Christine Lagarde in London in dieser Woche gravierende Probleme. So machte sie sich die Kritik zu eigen, dass die Schere zwischen Arm und Reich auseinandergehe und deutete an, dass es Gegenwind bei der Bankenreform von der Bankenlobby g&auml;be. Doch darf vermutet werden, dass diese Kritik nur dazu dienen soll, um den IWF glaubw&uuml;rdiger zu machen, der schlie&szlig;lich in der Krise fatale Fehler gemacht hat. Denn die IWF-Programme haben zur Verarmung von breiten Schichten in den Krisenl&auml;ndern gef&uuml;hrt und das Problem, dass Banken &ldquo;too big to fail&rdquo; sind, hat sich unter seiner Kontrolle zugespitzt. (&hellip;)<br>\nSpanien ist diese Woche auch ein gutes Beispiel daf&uuml;r geworden, wie der IWF weiter auf die falschen Rezepte setzt, die aber seine Zuh&ouml;rer auf der Londoner Konferenz erneut beg&uuml;nstigen sollen. Denn anders als bei der Bankenreform wurden in den von der Troika kontrollierten L&auml;ndern die Arbeitsmarktreformen durchgezogen, der K&uuml;ndigungsschutz geschliffen, L&ouml;hne und Renten genauso gek&uuml;rzt wie Arbeitslosengelder und Sozialleistungen. Steuern und Abgaben wurden aber massiv angehoben, um die Bankenrettungen bezahlen zu k&ouml;nnen. (&hellip;)<br>\nUnd klar ist auch, dass die Steuerbelastung in Spanien mit 32% deutlich unter dem europ&auml;ischen Durchschnitt von 40% liegt. Man kann sich leicht ausmalen, welchen Druck eine weitere Absenkung die Unternehmenssteuern auf andere L&auml;nder mit h&ouml;heren Steuern haben wird, wenn Spanien neben Lohndumping auch dar&uuml;ber seine Wettbewerbsf&auml;higkeit verbessert. Und ohnehin zahlen spanische Unternehmen l&auml;ngst schon wenig Steuern. Umso gr&ouml;&szlig;er sie sind, umso weniger Steuern bezahlen sie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/41\/41908\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Cutting Back on Carbon  &ndash; Kohlendioxid reduzieren<\/strong><br>\nIn der n&auml;chsten Woche soll die Environmental Protection Agency (die amerikanische Umweltschutzbeh&ouml;rde) neue Richtlinien zur Begrenzung der Erderw&auml;rmung bekanntgeben. Wir kennen die Einzelheiten zwar noch nicht, aber gegen den Umweltschutz eingestellte Gruppierungen reden schon von enormen Kosten und wirtschaftlichem Verh&auml;ngnis. Glauben Sie ihnen nicht. Unser gesamtes bisheriges Wissen l&auml;sst darauf schlie&szlig;en, dass wir die Treibhausgasemissionen bei nur geringer Belastung der Wirtschaft stark senken k&ouml;nnen.<br>\nFragen Sie doch blo&szlig; die United States Chamber of Commerce (die amerikanische Handelskammer).<br>\nAlso gut, das ist nicht unbedingt das, was die Chamber of Commerce mit ihrem am Mittwoch ver&ouml;ffentlichten Bericht sagen wollte. Sie beabsichtigte zweifelsohne, den Eindruck zu erwecken, die neuen Richtlinien der Environmental Protection Agency w&uuml;rden verheerenden Schaden anrichten. Konzentriert man sich aber mehr auf den Inhalt als auf die Rhetorik des Berichts, dann erkennt man, dass die Zahlen erstaunlich niedrig sind trotz aller Versuche der Handelskammer, die Fakten zu drehen  &ndash;  wie ich sp&auml;ter zeigen werde, &uuml;berbewertet der Bericht h&ouml;chstwahrscheinlich die tats&auml;chlichen Kosten des Klimaschutzes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/05\/30\/opinion\/krugman-cutting-back-on-carbon.html\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) zwischen der EU und den USA &ndash; Fakten und Informationen, h&auml;ufig gestellte Fragen und Antworten<\/strong><br>\n[&hellip;] 2. Wieso sind die TTIP-Verhandlungen nicht &ouml;ffentlich?<br>\nW&uuml;rden die europ&auml;ischen Verhand-lungsziele, Verhandlungsstrategien und R&uuml;ckfallpositionen vorab ver&ouml;ffentlicht, w&auml;ren sie wertlos.<br>\nHohe Transparenz des Verhandlungs-prozesses ist f&uuml;r die Bundesregierung ein wichtiges Anliegen. Nur so ist eine m&ouml;glichst breite Akzeptanz des ausverhandelten Abkommens gew&auml;hrleistet. Bei Verhandlungen &uuml;ber ein Freihandelsabkommen geht es immer um divergierende Wirtschaftsinteressen auf einer Vielzahl von Gebieten. Durch Geben und Nehmen muss jeweils ein Ausgleich gefunden werden. Damit die Verhandlungen erfolgreich verlaufen, bedarf es grunds&auml;tzlich einer gewissen Vertraulichkeit &ndash; so wie allgemein bei Vertragsverhandlungen &uuml;blich. W&uuml;rden die europ&auml;ischen Verhandlungsstrategien und R&uuml;ckfallpositionen vorab ver&ouml;ffentlicht, k&ouml;nnte der Verhandlungspartner daraus Nutzen ziehen. Das w&uuml;rde den deutschen und europ&auml;ischen Interessen in den Verhandlungen mit den USA schaden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bmwi.de\/BMWi\/Redaktion\/PDF\/Publikationen\/transatlantische-handels-und-investitionspartnerschaft-ttip,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf\">Bundesministerium f&uuml;r Wirtschaft und Energie [PDF &ndash; 948 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Gabriels Bundesministerium publiziert &bdquo;Fakten und Informationen&ldquo; zum Freihandelsabkommen und rechtfertigt darin die mangelnde Transparenz.<\/em><br>\n<em>Noch vor wenigen Tagen\/Wochen hatte Gabriel selbst verk&uuml;ndet, dass keine Informationen zum Abkommen vorl&auml;gen, Unverst&auml;ndnis f&uuml;r Unterschriften gegen das Abkommen ge&auml;u&szlig;ert und mehr Transparenz &uuml;ber TTIP gefordert:<\/em><br>\n<em>In der ZDF-Sendung &bdquo;Berlin direkt&ldquo; vom 11.05.2014 sagte Gabriel sinngem&auml;&szlig;, dass noch keine Inhalte &uuml;ber die TTIP-Verhandlungen vorl&auml;gen und ein Bef&uuml;rworten bzw. Ablehnen nicht m&ouml;glich sei; kann hier erneut gesehen werden: Gabriel: &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/kanaluebersicht\/368#\/beitrag\/video\/2152032\/Gabriel:-%22Mehr-Transparenz-schaffen%22\">Mehr Transparanz schaffen<\/a>&ldquo;<\/em><br>\n<em>Dieses Gabriel-Interview hat zur Satire geradezu herausgefordert. Und so kam es auch: Durch die BR-Sendung &bdquo;quer&ldquo;; kann hier erneut gesehen werden: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/mediathek\/video\/sendungen\/quer\/140515-quer-thema-ttip-100.html#tab=bcastInfo&amp;jump=tab\">Freihandelsabkommen. Zustimmen bevor es die Chinesen tun?<\/a><\/em><br>\n<em>Die &bdquo;quer&ldquo;-Macher offenbaren die Flexiblit&auml;t und rhetorische Wandlungsf&auml;higkeit von Herrn Gabriel auf eindrucksvolle Weise.<\/em><br>\n<em>Ist Herr Gabriel nun f&uuml;r mehr Transparanz bei den TTIP-Verhandlungen oder will er, dass die Verhandlungen weiterhin im Geheimen stattfinden?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Das Statistische Bundesamt, die Presse und &bdquo;unerwartete gr&ouml;&szlig;ere Anschaffungen&ldquo;<\/strong><br>\nDienstag vergangener Woche hat das Statistische Bundesamt eine Pressemitteilung ver&ouml;ffentlicht, derzufolge sich &bdquo;ein Drittel der Bev&ouml;lkerung&ldquo; hierzulande &bdquo;unerwartete gr&ouml;&szlig;ere Anschaffungen nicht leisten&ldquo; k&ouml;nne. In der gleichen PM wurde dieser hohe Wert relativiert, indem man darauf verwies, der entsprechende Wert l&auml;ge in der EU mit &uuml;ber 40 Prozent noch &bdquo;wesentlich h&ouml;her als in Deutschland&ldquo;. Viele Medien griffen die PM auf, und die meisten davon &uuml;bernahmen unhinterfragt diese Interpretation. Also alles harmlos? Eine genauere Betrachtung der Zahlen legt eine andere Interpretation nahe: Nicht in Deutschland ist alles gut, sondern in Europa haben Armut und Elend massiv zugenommen.<br>\nDie wesentlichen Aussagen der Pressemitteilung, bezogen auf den eben genannten Sachverhalt, lauten:<br>\n33,4 Prozent der Deutschen lebten 2012 in Haushalten, die nach eigener Einsch&auml;tzung nicht in der Lage waren, unerwartet anfallende Ausgaben mit eigenem Geld zu bestreiten.<br>\nIm EU-Durchschnitt lag dieser Wert bei 40,2 Prozent.<br>\nDamit sei der EU-Wert &bdquo;wesentlich h&ouml;her&ldquo; als der f&uuml;r Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1390\">annotazioni<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Renten im freien Fall<\/strong><br>\nDie SPD hat ihr Ziel aufgegeben, f&uuml;r eine zukunftssichere Altersversorgung zu streiten. Die Zeche zahlen die J&uuml;ngeren und viele Frauen<br>\nDas Rentenpaket mit der Rente ab 63 wird am 1. Juli in Kraft treten. Dank ihrer &uuml;berw&auml;ltigenden Mehrheit konnte sich die Gro&szlig;e Koalition die elf Abweichler von der CDU\/CSU spielend leisten. Dass die Gr&uuml;nen gegen das Gesetzespaket stimmten und sich Die Linke enthielt, hat an dem parlamentarischen Durchmarsch nat&uuml;rlich nichts ge&auml;ndert. F&uuml;r die von der 63er-Regelung beg&uuml;nstigten M&auml;nner (die Mehrheit) sowie die M&uuml;tter, deren Kinder vor 1992 geboren sind, ist dies eine gute Botschaft.<br>\nDie Kosten von 9 bis 11 Milliarden Euro im Jahr m&uuml;ssen jedoch die Beitragszahler schultern, die zum &uuml;berwiegenden Teil niemals in den Genuss dieser Verbesserungen kommen werden. Gleichzeitig m&uuml;ssen die &Auml;lteren mit weiteren Verschlechterungen ihrer Renten rechnen: Der Generationenkonflikt wird also angeheizt. Niemand darf sich wundern, dass das Vertrauen in die Rentenversicherung weiter schwindet. Die n&auml;chsten Rentenreformen kommen bestimmt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F05%2F30%2Fa0085&amp;cHash=1c07a206d0546d19d072bf4e34826755\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wie viel braucht der Mensch zum Leben?<\/strong><br>\nDie Frage nach der angemessenen H&ouml;he des sozio-kulturellen Existenzminimums ist auch vier Jahre nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts nicht abschlie&szlig;end gekl&auml;rt. In der Diskussion kommt dem Verfahren der Berechnung des Grundsicherungsniveaus ein zentraler Stellenwert zu.<br>\nDie gesetzlich ver&auml;nderten Vorgaben zur Bestimmung des Grundsicherungsniveaus wurden in einem mit Mitteln der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung gef&ouml;rderten Forschungsvorhaben unter methodischen, inhaltlichen und verfassungsrechtlichen Gesichtspunkten analysiert. Der Zusammenhang zwischen Regelsatzniveau und der Entwicklung der Einkommensverteilung stand dabei ebenso im Zentrum, wie auch normative Setzungen auf Verteilungsergebnisse quantifiziert und kritisch diskutiert wurden. Interessierte sind eingeladen, sich an der Diskussion um ein angemessenes Grundsicherungsniveau zu beteiligen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/28733_46100.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Nur jeden zweiten Tag ein warmes Essen<\/strong><br>\nSie m&uuml;ssen mit weniger als 980 Euro monatlich leben, ihre Zukunftsaussichten sind schlecht: Laut einer Studie ist jeder f&uuml;nfte Jugendliche in Deutschland arm oder von Armut bedroht. Gr&uuml;nde, Folgen und m&ouml;gliche Auswege.<br>\nEs ist oft nur die Schuhmarke, die entscheidet, ob man ein &ldquo;Langweiler, ein Loser oder ein potenzieller Freund&rdquo; ist, wie es Klaus Farin, Gr&uuml;nder des Berliner Archivs f&uuml;r Jugendkulturen, ausdr&uuml;ckt. Und der coole Auftritt kostet Geld. W&auml;hrend Jugendliche einerseits zwei Milliarden Euro pro Jahr f&uuml;r ihr Handy, f&uuml;rs Telefonieren und Simsen ausgeben k&ouml;nnen, gibt es andererseits jene 1,8 Millionen zwischen 15 und 24 Jahren, die in Armut leben. F&uuml;r die Bundesarbeitsgemeinschaft katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) hei&szlig;t das: Die Chancen auf ein selbstbestimmtes Leben und gesellschaftliche Teilhabe sind ungleich verteilt. Beim Katholikentag in Regensburg stellt die BAG an diesem Freitag ihren &ldquo;Monitor Jugendarmut&rdquo; vor:<br>\nVon den etwa 8,8 Millionen jungen Menschen zwischen 15 und 24 Jahren in Deutschland ist etwa jeder f&uuml;nfte arm oder von Armut bedroht. In der Gesamtbev&ouml;lkerung ist nur jeder sechste Deutsche betroffen. Die BAG KJS hat Statistiken und Studien verschiedenster Institute f&uuml;r ihren Bericht zur Lage der Jugend ausgewertet. Als armutsgef&auml;hrdet gilt, wer als allein lebende Person weniger als 980 Euro monatlich zur Verf&uuml;gung hat. In Hartz-IV-Gemeinschaften lebten 2013 8,9 Prozent der Jugendlichen zwischen 15 und 25 Jahren, fast 780 000, wie das Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe errechnet hat. Laut Bundesagentur f&uuml;r Arbeit sind fast 40 Prozent der jugendlichen Hartz-IV-Bezieher schon mindestens vier Jahre darauf angewiesen. Das gilt als dauerhafte Armut und er&ouml;ffnet schlechte Zukunftsaussichten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/jugendarmut-in-deutschland-nur-jeden-zweiten-tag-ein-warmes-essen-1.1978436\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Betriebsst&ouml;rung &ndash; Macht die Bahn noch mobil?<\/strong><br>\nDie Deutsche Bahn macht Negativschlagzeilen: unp&uuml;nktlich, &uuml;berlastet, teuer &ndash; und jetzt auch noch mit verhagelter Bilanz. Bahnchef Grube braucht Geld, um fehlendes Personal einzustellen und um die Infrastruktur instand zu setzen. Rund 30 Milliarden Euro fehlen der Bahn, um br&ouml;selnde Br&uuml;cken, Schienen und Stellwerke zu erneuern, klagt Grube. Wer hat eigentlich Schuld am miserablen Bild der Bahn? Die Bahn von heute? Ex-Bahnchefs&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/tv\/Reportage-Dokumentation\/Betriebsst%C3%B6rung-Macht-die-Bahn-noch-mo\/Das-Erste\/Video?documentId=21553488&amp;bcastId=799280\">ARD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Insgesamt ein interessanter Film. Gut ist z.B. die Konfrontation der Deutschen Bahn mit den Kommentaren des ehemaligen Bahnchefs der Schweiz; etwas sonderbar, den fr&uuml;heren Bahnchef Ludewig zu kritischen Kommentaren einzuladen. Er war auch nur wenig besser als der Bahn-Zerst&ouml;rer Mehdorn.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Europawahl<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>EU-Wahl: Das Ende der Europ&auml;ischen Union<\/strong><br>\nDie europ&auml;ischen Eliten versagen, aber die Medien interessiert nur das Kr&auml;useln auf der Oberfl&auml;che der Macht. Kein Wort &uuml;ber Inhalte, kein Wort &uuml;ber die Gr&uuml;nde dieses Wahlergebnisses &ndash; stattdessen panisches Vorw&auml;rts. In den Abgrund.<br>\nWenn die Historiker sp&auml;ter mal verstehen wollen, wie die EU eigentlich gescheitert ist, verraten von den Eliten und nicht von der Bev&ouml;lkerung, dann werden sie diese Tage studieren, Ende Mai 2014: Als die Willk&uuml;r und die L&uuml;gen unertr&auml;glich wurden und die Pappkonstruktion der EU sich in all ihrer sch&auml;bigen Wackeligkeit zeigte.<br>\nAm Montag taten ja noch fast alle so, als sei nichts gewesen, diese Wahl ein Hagelsturm aus dem Nirgendwo, ein Fr&uuml;hlingsgewitter, das vor&uuml;berzieht, sie wollten ihre Papierh&uuml;te aufsetzen und weiterwursteln &ndash; w&auml;hrend sich die franz&ouml;sische Demokratie gerade in ihre Bestandteile zerlegt mit dem Triumph des Front National und der Korruption von Sarkozys UMP und einem an&auml;mischen Sozialisten als Pr&auml;sidenten, da redeten sie in den Zeitungen, wie immer, &uuml;ber innenpolitische Scharaden und das Postengeschacher, diese Ersatzbefriedigung eines sinnentleerten politischen Journalismus.<br>\nBesonders bei ARD und ZDF wirkte es diese Woche endg&uuml;ltig so, als s&auml;&szlig;en dort ein paar bezahlte EU-Politkommissare, die die Nachrichten schreiben: Speziell nervend wie immer Udo van Kampen, hechelnd im Tonfall, Br&uuml;ssel sei voll von Ger&uuml;chten, wer wird was, es geht ums &ldquo;Tableau&rdquo; &ndash; alles wie immer, seufzte auch Claus Kleber pseudokritisch, wie kann es aber auch anders sein, wenn die Medien einfach das in diesen Tagen fast klischeehaft zynische Spiel der Politik mitspielen und sich damit gleich selbst mit &uuml;berfl&uuml;ssig machen. (&hellip;)<br>\nRolf-Dieter Krause von der ARD immerhin hat es mal gereicht, er nannte Angela Merkels wirklich historischen Stunt eine Schande &ndash; zu dumm aber auch, dass die &ldquo;m&auml;chtigste Frau der Welt&rdquo; so wenig von demokratischen Prinzipien h&auml;lt und lieber mit Vertr&auml;gen wedelt und sich langsam nicht mal mehr die M&uuml;he macht zu verbergen, wie l&auml;stig es ihr ist, sich f&uuml;r ihr Zaudern und Taktieren auch noch &ouml;ffentlich rechtfertigen zu m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/eu-am-ende-kolumne-von-georg-diez-a-972524.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><strong>J&uuml;rgen Habermas im Gespr&auml;ch &ndash; Europa wird direkt ins Herz getroffen<\/strong><br>\nDer Philosoph J&uuml;rgen Habermas ist alarmiert: Sollten die Regierungschefs Europas bei der Wahl des Kommissionspr&auml;sidenten das W&auml;hlervotum tats&auml;chlich missachten, sieht er das als einen Angriff auf die Demokratie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/juergen-habermas-im-gespraech-europa-wird-direkt-ins-herz-getroffen-12963798.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Schade um die F&uuml;nf Sterne<\/strong><br>\nNigel Farage und Beppe Grillo: Diese beiden h&auml;tte man sich bis vor wenigen Tagen kaum als gl&uuml;ckliches Paar vorstellen m&ouml;gen. Farage machte seinen Weg, indem er eine Klientel vom harten rechten Rand der britischen Konservativen bediente, ihre Feindschaft gegen Immigranten ebenso wie gegen die EU nach Kr&auml;ften anstachelte. Grillo dagegen hatte in den ersten Jahren seines politischen Wirkens auf ganz andere Themen gesetzt, auf &Ouml;kologie ebenso wie auf Argumente, die eher links beliebt sind &ndash; Grundeinkommen f&uuml;r alle, Kampf gegen Hochgeschwindigkeitsstrecken oder gegen die Aufr&uuml;stung der italienischen Luftwaffe. Zugleich aber traf Grillo sich schon damals wenigstens in einem Punkt mit Europas Rechtspopulisten: Mit der Selbstinszenierung seiner Bewegung als das &ldquo;ganz andere&rdquo;, mit einem Tea-Party-Sound, der Italiens Politikern versprach, sie erlebten gerade &ldquo;die letzten Tage von Pompeji&rdquo;. &ndash; Grillo hat das Verdienst, die italienischen Verh&auml;ltnisse zum Tanzen gebracht zu haben &ndash; und er heftete sich immer die Medaille an die Jacke, eine starke Rechte von Italien ferngehalten zu haben. Jetzt schickt er sich an, den Job des Rechtsauslegers selbst zu &uuml;bernehmen. Seine Anh&auml;nger h&auml;tten Besseres verdient.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F05%2F30%2Fa0088&amp;cHash=c0883ef9df7a3db8fd4a111a0d1af03c\">taz<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2014%2F05%2F30%2Fa0059&amp;cHash=5d3888c72d74cab444d703886e5cd812\">Rechte suchen nach Verb&uuml;ndeten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Michael Braun, der es eigentlich besser wissen m&uuml;sste, unterschl&auml;gt, dass Beppe Grillo schon l&auml;ngst einen Rechtsschwenk gemacht hat. Unter Berlusconi wurde 2009 das Legge Bossi-Fini genannte Immigrationsgesetz noch einmal versch&auml;rft, indem der Straftatbestand der illegalen Einwanderung eingef&uuml;hrt wurde. Entgegen Richtlinien der EU, die die Ausweisung, aber nicht die Inhaftierung von &ldquo;Illegalen&rdquo; erlaubt, konnten diese nun bis zu 18 Monate in sogenannten Identifikations- und Abschiebezentren  festgehalten werden. Als ausgerechnet zwei Senatoren der F&uuml;nf-Sterne-Bewegung im Senat eine Mehrheit f&uuml;r die Abschaffung des Straftatbestands illegaler Einwanderung geschaffen hatten, r&uuml;gte Grillo diese &ouml;ffentlich und wies darauf hin, dass die Abschaffung nicht zum Programm des M5S geh&ouml;re. Auf Grillos Blog wurde die Frage aufgeworfen, wie viele &ldquo;clandestini&rdquo; (immigrati clandestini = illegale Einwanderer) Italien wohl aufnehmen k&ouml;nne, wo doch jeder achte Italiener schon nichts zu essen habe. Das war im Herbst letzten Jahres. &ndash; Man mag hoffen, dass die Entscheidung der W&auml;hler Grillos nicht auf Fremdenfeindlichkeit beruhte, allerdings waren die Umfragwerte Grillos vor diesem Schwenk auf einen Tiefpunkt. Bereits bei den italienischen Kommunalwahlen im Mai letzten Jahres hatte die F&uuml;nf-Sterne-Bewegung die H&auml;lfte ihres Stimmenanteils von den Parlamentswahlen (25 Prozent) verloren. Zu vermuten ist, dass der Rechtsschwenk wieder f&uuml;r erneuten Zulauf sorgte. Die Allianz mit Nigel Farage ist dann nur folgerichtig.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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