{"id":21914,"date":"2014-06-04T09:58:47","date_gmt":"2014-06-04T07:58:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21914"},"modified":"2019-07-31T12:33:36","modified_gmt":"2019-07-31T10:33:36","slug":"schwaches-wachstum-und-deflationsgefahr-im-euroraum-letzte-hoffnung-ezb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21914","title":{"rendered":"Schwaches Wachstum und Deflationsgefahr im Euroraum \u2013 letzte Hoffnung EZB?"},"content":{"rendered":"<p>Nach den entt&auml;uschenden (vorl&auml;ufigen) Wachstumsraten des BIP in der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion (EWU) <a href=\"http:\/\/epp.eurostat.ec.europa.eu\/cache\/ITY_PUBLIC\/2-15052014-AP\/DE\/2-15052014-AP-DE.PDF\">im ersten Quartal 2014 [PDF &ndash; 148 KB]<\/a> &ndash; das saisonbereinigte BIP stieg in der Eurozone insgesamt nur um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal &ndash; und dem erneut schwachen Anstieg der Preise (<a href=\"http:\/\/epp.eurostat.ec.europa.eu\/cache\/ITY_PUBLIC\/2-15052014-BP\/DE\/2-15052014-BP-DE.PDF\">die j&auml;hrliche Inflationsrate lag im April 2014 bei 0,7 Prozent und bei nur 0,5 Prozent im M&auml;rz [PDF &ndash; 119 KB]<\/a>) d&uuml;rfte auch notorischen Optimisten klar sein, dass von einer durchgreifenden Verbesserung der Lage in der Eurozone keine Rede sein kann.[<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21914#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] Da die Inflationsrate im Euroraum inzwischen weit entfernt von der Zielmarke der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) von nahe 2 Prozent j&auml;hrlich und schon seit mehreren Monaten im Bereich unter 1,0 Prozent liegt, den die EZB als &bdquo;Gefahrenzone&ldquo; einstuft, da zudem in einigen Eurol&auml;ndern (Griechenland, Zypern, Portugal, Slowakei) das Preisniveau bereits f&auml;llt, erh&ouml;ht sich der Druck auf die Zentralbank, &uuml;ber &bdquo;unkonventionelle&ldquo; geldpolitische Ma&szlig;nahmen nachzudenken, zumal auch die Aufwertung des Euro in den letzten eineinhalb Jahren Probleme bereitet.[<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21914#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] Von <strong>G&uuml;nther Grunert<\/strong>[<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21914#foot_9\" name=\"note_9\">*<\/a>].<br>\n<!--more--><br>\nTats&auml;chlich werden offenbar in der EZB verschiedene geldpolitische Instrumente diskutiert, mit denen die Gefahr einer allgemeinen Deflation abgewendet werden soll. So best&auml;tigte Peter Praet, Mitglied des Direktoriums der EZB, k&uuml;rzlich <a href=\"http:\/\/www.ecb.europa.eu\/press\/inter\/date\/2014\/html\/sp140515_1.de.html\">in einem Interview mit der Wochenzeitung &bdquo;Die Zeit&ldquo;<\/a>, dass die EZB &bdquo;eine Reihe von Dingen&ldquo; vorbereite und eine &bdquo;Kombination von Ma&szlig;nahmen&ldquo; erw&auml;ge.<\/p><ol>\n<li><strong>M&ouml;gliche Reaktionen der Europ&auml;ischen Zentralbank<\/strong>\n<p>Aber was kann die EZB in dieser Situation tun? Bei einem Leitzins von 0,25 Prozent ist ihr Spielraum inzwischen eng geworden. Zwar ist vorstellbar, dass die Zentralbank noch einmal nach unten geht und einen Leitzins von beispielsweise 0,15 oder 0,1 Prozent setzt, auch, um den Euro f&uuml;r Anleger weniger attraktiv zu machen und damit die Kapitalzufl&uuml;sse zu bremsen, die zu einer Verteuerung der Gemeinschaftsw&auml;hrung f&uuml;hren. Dass eine solche weitere Zinssenkung die Banken dazu veranlassen wird, deutlich mehr Kredite zu vergeben, damit die Wirtschaft anzukurbeln und den Preisauftrieb zu erh&ouml;hen (bei gesteigerter Nachfrage k&ouml;nnen die Unternehmen h&ouml;here Preise durchsetzen), glaubt wohl die EZB selbst nicht, denn sonst w&uuml;rde sie nicht &uuml;ber weitere Ma&szlig;nahmen nachdenken.<\/p>\n<p>Praet selbst nennt als eine weitere Option, &bdquo;den Banken erneut f&uuml;r einen l&auml;ngeren Zeitraum Geld (zu) leihen, m&ouml;glicherweise gegen Auflagen&ldquo;. Im Gespr&auml;ch ist bei der EZB ein negativer Einlagenzins: Bislang konnten Banken &uuml;bersch&uuml;ssiges Geld bei der EZB &bdquo;parken&ldquo;, d.h. kurzfristig zu einem festen Zins anlegen. Dieser Einlagenzins liegt allerdings seit November letzten Jahres bereits bei null Prozent. Jetzt k&ouml;nnte die EZB in einem weiteren Schritt negative Zinsen, d.h. Strafgeb&uuml;hren auf das bei ihr &bdquo;geparkte&ldquo; Banken-Geld einf&uuml;hren. Dahinter steht die Hoffnung, dass die Banken dann ihre Kreditvergabe ausweiten, da sie keinerlei Anreiz mehr haben, Geld bei der Zentralbank zu halten.<\/p>\n<p>Die meisten der m&ouml;glichen Ma&szlig;nahmen, &uuml;ber die jetzt in den Medien spekuliert wird, zielen darauf, die Liquidit&auml;t des Bankensystems zu erh&ouml;hen. Dazu geh&ouml;rt eine Senkung der Mindestreserves&auml;tze (die Mindestreservepflicht regelt, dass die Gesch&auml;ftsbanken eine bestimmte Mindesteinlage, die sich aus den jeweiligen Kundeneinlagen der Banken ergibt, bei der EZB hinterlegen m&uuml;ssen), eine Ausstattung der F&ouml;rderbanken mit zus&auml;tzlicher Liquidit&auml;t (dies betrifft speziell die Europ&auml;ische Investitionsbank EIB, die sich seit dem Jahr 2009 bei der EZB Geld leihen kann, um es dann weiterzureichen) oder die Akzeptanz geringerer Sicherheiten durch die EZB (wenn sich die Banken bei der Zentralbank Zentralbankgeld ausleihen wollen).<\/p>\n<p>F&uuml;r denkbar wird auch eine zielgerichtete Liquidit&auml;tsspritze f&uuml;r die Banken gehalten, bei der gew&auml;hrleistet sein muss, dass das Geld tats&auml;chlich in Form von Krediten an die Wirtschaft weiterflie&szlig;t und nicht etwa zum Erwerb von Staatsanleihen der Heimatl&auml;nder der Geldh&auml;user verwendet wird. Denn aus letzterem erg&auml;ben sich reine, weil risikolose, Zinsgeschenke an die Banken, die kaum zu einer Belebung der Wirtschaft beitragen, es sei denn, die entsprechenden Staatskredite w&uuml;rden in &ouml;ffentliche Ausgaben f&uuml;r Konsum (incl. Sozialtransfers) und Investitionen flie&szlig;en und nicht in erster Linie in die Bedienung der Altschulden. Denn nur aus Konsum und Investitionen ergibt sich eine Nachfragesteigerung im Inland, w&auml;hrend die Bedienung der Altschulden in der Summe haupts&auml;chlich den im Ausland sitzenden Gl&auml;ubigern zugute kommt.<\/p>\n<p>Die radikalste geldpolitische Ma&szlig;nahme w&auml;re zweifellos der massenhafte Kauf von Anleihen (speziell Staatsanleihen) durch die EZB nach dem Vorbild der US-Notenbank Fed, auch &bdquo;Quantitative Easing&ldquo; (Quantitative Lockerung) genannt. Wenngleich bei der EZB laut Peter Praet auch dar&uuml;ber diskutiert wurde, d&uuml;rfte die Zentralbank bei ihrer n&auml;chsten Beratung am 5. Juni noch vor diesem Instrument zur&uuml;ckschrecken. Es k&ouml;nnte aber &ndash; wie Praet sagt &ndash; dann zum Einsatz kommen, &bdquo;wenn sich die Konjunktur und die Inflation in der Euro-Zone deutlich schlechter entwickeln als von uns erwartet.&ldquo; Da das Quantitative Easing (QE) die weitreichendste (und damit potenziell effektivste) geldpolitische Ma&szlig;nahme darstellt, die der EZB noch zur Verf&uuml;gung steht, soll dieses Verfahren im n&auml;chsten Abschnitt genauer analysiert und bewertet werden. Es geht mithin um die Frage, ob die EZB mit einem QE-Programm tats&auml;chlich noch ein wirkungsvolles &bdquo;letztes&ldquo; geldpolitisches Mittel in ihrem Arsenal h&auml;tte, um das schwache Wachstum &ndash; vor allem im s&uuml;dlichen Euroraum &ndash; zu beleben und die Gefahr einer Deflation einzud&auml;mmen, wenn sich alle anderen Ma&szlig;nahmen als unzureichend erweisen sollten.<\/p><\/li>\n<li><strong>Quantitative Easing<\/strong>\n<p>Das Quantitative Easing wird meist dann angewendet (so z. B. in den USA und Japan), wenn der Leitzins schon in die N&auml;he von null Prozent gesunken und die Geldpolitik damit weitgehend &bdquo;ausgereizt&ldquo; ist. Beim QE kauft die Zentralbank in gro&szlig;em Umfang Anleihen &ndash; vor allem auch lang laufende Staatsanleihen &ndash; an, um damit die Kurse dieser Papiere nach oben zu treiben und folglich ihre Marktrenditen zu senken. Dahinter steht die Erwartung, dass schlie&szlig;lich die langfristigen Zinsen allgemein fallen und daher die Kreditnachfrage von Unternehmen und privaten Haushalten ansteigt. Von Bef&uuml;rwortern der Ma&szlig;nahme wird zudem h&auml;ufig behauptet, dass QE den Gesch&auml;ftsbanken, deren Kreditvergabe offenbar durch einen Mangel an Bankreserven ins Stocken geraten ist, zus&auml;tzliche Liquidit&auml;t bereitstellt. Unter Bankreserven sind die Einlagen der Gesch&auml;ftsbanken bei der Zentralbank zu verstehen. Zusammen mit dem Bargeld (dem gesamten Bestand an umlaufenden Banknoten und M&uuml;nzen) bilden sie die sog. Geldbasis, die auch als Zentralbankgeld, &bdquo;high powered money&ldquo; oder M0 bezeichnet wird. Kauft eine Zentralbank auf dem Sekund&auml;rmarkt Staatsanleihen, so schreibt sie den Gesch&auml;ftsbanken die entsprechenden Geldbetr&auml;ge auf den Reservekonten der Banken bei der Zentralbank gut. Verf&uuml;gten die Banken &uuml;ber mehr Reserven &ndash; so die Argumentation &ndash; werde dies zu einer erh&ouml;hten Kreditgew&auml;hrung an den privaten Sektor f&uuml;hren und somit Investitionen und Wachstum f&ouml;rdern.[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]<\/p>\n<p>Aber wie realistisch sind solche Vorstellungen? Zumindest die zuletzt genannte Behauptung l&auml;sst sich nicht aufrechterhalten, da sie von der falschen Annahme ausgeht, dass die Banken Reserven ben&ouml;tigten, bevor sie Kredite vergeben k&ouml;nnten und dass QE diese Reserven bereitstelle. In vielen traditionellen &Ouml;konomie-Lehrb&uuml;chern wird immer noch die M&auml;r vom sog. &bdquo;Geldsch&ouml;pfungsmultiplikator&ldquo; verbreitet, nach der das Bankensystem eine urspr&uuml;ngliche Reservenaufstockung (also jeden Euro an neuen Reserven, der einer Bank zuflie&szlig;t) in ein Vielfaches an neuen Einlagen umwandelt. Ist etwa der Geldsch&ouml;pfungsmultiplikator = 10, k&ouml;nnten die Banken aus jeder zus&auml;tzlichen Geldeinheit an Reserven, die dem Bankensystem zugef&uuml;hrt wird, letztlich zehn Geldeinheiten an zus&auml;tzlichen Einlagen &bdquo;sch&ouml;pfen&ldquo; &ndash; aber auch nicht mehr. Der Multiplikator &uuml;bertr&auml;gt damit Ver&auml;nderungen in der Geldbasis (der Summe aus Bankreserven und Bargeld) in Ver&auml;nderungen der Geldmenge. Da die Zentralbank die Geldbasis kontrollieren k&ouml;nne, sei sie folglich in der Lage, die Geldmenge zu steuern.<\/p>\n<p>Diese Vorstellung h&auml;lt weder einer empirischen noch einer theoretischen &Uuml;berpr&uuml;fung stand. G&auml;be es tats&auml;chlich einen kausalen Zusammenhang zwischen der Geldbasis und der Geldmenge, der durch den beschriebenen Geldsch&ouml;pfungsmultiplikator vermittelt w&auml;re, m&uuml;sste dieser Multiplikator stabil sein. Nur dann w&auml;re es auch der Zentralbank m&ouml;glich, die Geldmenge &uuml;ber eine Ver&auml;nderung der Geldbasis zu steuern. Wie aus Abbildung 1 hervorgeht, ist der Geldsch&ouml;pfungsmultiplikator (errechnet als das Verh&auml;ltnis der Geldmenge M1 zur Geldbasis) aber weder in den USA noch in der Eurozone stabil und deshalb kein sinnvolles Instrument, die Entwicklung der Geldmenge vorherzusagen.<\/p>\n<p><em>Abbildung 1: Sch&auml;tzungen des Geldsch&ouml;pfungsmultiplikators (M1\/Geldbasis), USA und Euroraum, verschiedene Zeitr&auml;ume<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140605_schwaches_wachstum_und_deflationsgefahr.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p><em>Quelle: Mitchell 2014, EZB, US Federal Reserve<\/em><\/p>\n<p>Auf theoretischer Ebene kommt hinzu, dass die Bef&uuml;rworter des QE von einer falschen Vorstellung ausgehen, wie Banken arbeiten. Mainstream-&Ouml;konomen sehen Banken als Institutionen, die Einlagen einwerben, um Reserven aufzubauen, die sie dann ausleihen.[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>] Aus dieser Sichtweise folgt, dass eine Bank, die nicht gen&uuml;gend Reserven hat, auch keinen Kredit gew&auml;hren kann. Dies ist jedoch keine zutreffende Beschreibung der Funktionsweise von Banken. Reserven k&ouml;nnen nur zwischen Banken verliehen werden, da Kunden keinen Zugang zu den Reservekonten bei der Zentralbank haben (McLeay et al. 2014, S. 16). Gesch&auml;ftsbanken ben&ouml;tigen Reserven, um Zahlungen untereinander durchf&uuml;hren (und um Bargeldbed&uuml;rfnisse ihrer Kunden befriedigen) zu k&ouml;nnen. Dar&uuml;ber hinaus m&uuml;ssen sie entsprechend der jeweiligen Mindestreservepflicht ein bestimmtes Mindestguthaben auf ihrem Zentralbankkonto halten.<\/p>\n<p>Die Kreditvergabe der Banken ist aber nie durch einen Mangel an Reserven beschr&auml;nkt (vgl. auch Mitchell 2009). Banken gew&auml;hren Kredite an jeden kreditw&uuml;rdigen Kunden, den sie finden k&ouml;nnen, ohne sich zun&auml;chst darum zu k&uuml;mmern, wie viele Finanzmittel sie auf ihren Reservekonten haben.[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>] Sie wissen, dass sie sich, wenn sie knapp an Reserven sind, untereinander auf dem Interbankenmarkt Geld leihen, Wertpapiere endg&uuml;ltig (&bdquo;outright&ldquo;) oder f&uuml;r eine festgesetzte Zeitperiode (im Rahmen sog. &bdquo;befristeter Transaktionen&ldquo;) an die Zentralbank verkaufen oder notfalls &uuml;ber die Spitzenrefinanzierungsfazilit&auml;t kurzfristige Kredite bei der Zentralbank aufnehmen k&ouml;nnen.[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>] Bei der Spitzenrefinanzierungsfazilit&auml;t haben die Banken jederzeit die M&ouml;glichkeit, sich kurzfristig bei der Zentralbank Geld zu besorgen. Bei dieser Form der Geldsch&ouml;pfung existieren keine quantitativen H&ouml;chstgrenzen, solange die Banken &uuml;ber ausreichende Sicherheiten in Form von Wertpapieren verf&uuml;gen. Der Nachteil ist allerdings, dass diese Kredite f&uuml;r kurzfristige Liquidit&auml;t teurer als die g&auml;ngigen Zentralbankkredite sind.<\/p>\n<p>Sicherlich spielt auf der Ebene der einzelnen Gesch&auml;ftsbank der &bdquo;Preis der Reserven&ldquo; eine Rolle in der Entscheidung der Kreditabteilung, Geldmittel zu verleihen. Aber die Reserveposition an sich ist nicht von Bedeutung. Solange f&uuml;r eine Bank die Zinsspanne zwischen ihrem Verleihzinssatz und dem Zinssatz f&uuml;r die Spitzenrefinanzierungsfazilit&auml;t ausreichend gro&szlig; ist, wird sie Kredite vergeben.<\/p>\n<p>Die Zentralbank, die das Monopol zur Sch&ouml;pfung von Zentralbankgeld besitzt, kann den Banken nicht einfach ihren &bdquo;Kredithahn zudrehen&ldquo;, sondern muss die Banken und dadurch die Wirtschaft insgesamt stets mit der erforderlichen Liquidit&auml;t versorgen. T&auml;te sie dies nicht, w&uuml;rde sie nicht nur die Banken in Zahlungsprobleme st&uuml;rzen, sondern letztlich die gesamte &Ouml;konomie massiv destabilisieren. Das &bdquo;Diskontfenster&ldquo; der Zentralbank muss f&uuml;r die Banken immer ge&ouml;ffnet sein, wie dies in der Spitzenrefinanzierungsfazilit&auml;t institutionalisiert ist (Heine\/Herr 2013, S. 367).[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>]<\/p>\n<p>Anders als die Bef&uuml;rworter des QE meinen, erh&ouml;ht also der Aufbau von Bankreserven nicht die F&auml;higkeit der Banken, Kredite zu vergeben. In Wahrheit schaffen Kredite Depositen (auf die die Kreditnehmer dann zugreifen k&ouml;nnen), die dann Reserven erzeugen &ndash; und nicht umgekehrt.[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>] Der Grund, weshalb die Gesch&auml;ftsbanken in Europa im Moment sehr zur&uuml;ckhaltend in der Vergabe von Krediten sind, ist, dass sie nicht gen&uuml;gend Kunden finden, die nach ihrer &Uuml;berzeugung kreditw&uuml;rdig sind. Im derzeitigen wirtschaftlichen Klima haben sich die Kreditrichtlinien der Banken f&uuml;r die Gew&auml;hrung von Krediten deutlich versch&auml;rft, verglichen mit den lockeren Standards von vor der Krise. Erstaunlicherweise scheint die Schnittmenge der Kommentatoren hoch zu sein, die einerseits eine vergleichsweise vorsichtigere Kreditvergabe der Banken bef&uuml;rworten (die Banken sollen ihre Bilanzen &bdquo;in Ordnung&ldquo; bringen), andererseits dagegen Liquidit&auml;tsengp&auml;sse sehen, die es mit einer weiteren Lockerung der Geldpolitik zu beheben gelte.<\/p>\n<p>H&ouml;chst verwunderlich aber ist vor allem, dass Theorien, die mit einem Geldsch&ouml;pfungsmultiplikator arbeiten und das Kreditgesch&auml;ft der Banken durch ihre Reserven beschr&auml;nkt sehen, immer noch weit verbreitet sind, obwohl diese Vorstellungen schon seit langer Zeit kritisiert werden (siehe auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15854\">hier<\/a>) &ndash; angefangen beim fr&uuml;heren Wirtschaftsnobelpreistr&auml;ger James Tobin &uuml;ber Autoren der Bank f&uuml;r Internationalen Zahlungsausgleich (der Zentralbank der Zentralbanken) bis hin zu einer erst k&uuml;rzlich erschienenen Studie der Bank of England, der britischen Zentralbank (Tobin 1963; Disyatat 2010; Borio\/Disyatat 2009; McLeay et al. 2014). Festzuhalten bleibt jedenfalls, dass es in der realen Welt weder zutrifft, dass die Kreditvergabe durch die (von der Zentralbank festgesetzte) Menge an verf&uuml;gbaren Reserven begrenzt wird, noch, dass ein h&ouml;herer Reservebestand die Banken veranlasst, mehr Kredite zu gew&auml;hren.<\/p>\n<p>Aber auch die m&ouml;gliche Senkung der langfristigen Zinsen durch QE (wenn die verst&auml;rkten Ank&auml;ufe von lang laufenden Staatsanleihen durch die Zentralbank zu steigenden Anleihekursen und damit zu sinkenden Anleiherenditen f&uuml;hren, in deren Gefolge die langfristigen Zinsen allgemein fallen, s.o.) d&uuml;rfte nur eine sehr begrenzte Wirkung auf die konjunkturelle Entwicklung haben. Warum sollten die Unternehmen in den Euro-Krisenl&auml;ndern Kredite aufnehmen, wenn sie weiterhin flaue Ums&auml;tze erwarten? Unternehmen fragen nur dann Kredite f&uuml;r Investitionen nach, wenn sie davon ausgehen, dass die von ihnen produzierten Konsum- oder Kapitalg&uuml;ter von privaten Haushalten und anderen Unternehmen gekauft werden. Es ist aber wenig wahrscheinlich, dass sie aus einer Situation der Unterauslastung der Kapazit&auml;ten heraus ihre Investitionen erh&ouml;hen, wenn der vorhandene Kapitalstock vollst&auml;ndig ausreicht, die aktuelle (r&uuml;ckl&auml;ufige) Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen zu befriedigen.<\/p>\n<p>Was f&uuml;r die Unternehmen gilt, trifft in &auml;hnlicher Weise f&uuml;r die Konsumenten zu. Warum sollten letztere verst&auml;rkt Kredite aufnehmen, wenn sie in einer Situation anhaltender Unterbesch&auml;ftigung um ihre Arbeitspl&auml;tze f&uuml;rchten m&uuml;ssen oder bereits arbeitslos sind und ihre Einkommenserwartungen daher gedr&uuml;ckt sind? Hinzu kommt, dass in einigen Euro-Krisenl&auml;ndern zahlreiche private Haushalte und Unternehmen immer noch hochverschuldet sind und alle Anstrengungen darauf richten, ihre Ersparnisse zu erh&ouml;hen bzw. Schulden zur&uuml;ckzuzahlen (was die private Nachfrage weiter schw&auml;cht) &ndash; und an neuen Krediten folglich wenig interessiert sind.<\/p>\n<p>Die hier ge&auml;u&szlig;erte Skepsis bezieht sich nat&uuml;rlich gleicherma&szlig;en auf die anderen, oben genannten geldpolitischen Ma&szlig;nahmen, die darauf abzielen, die Liquidit&auml;t des Bankensystems zu erh&ouml;hen resp. die Kreditvergabe der Banken durch einen noch niedrigeren Leitzins, geringere Sicherheiten etc. zu f&ouml;rdern. Da die Zentralbank weder den Geldinstituten befehlen darf, wieder mehr Kredite zu vergeben, noch die Unternehmen und privaten Haushalte dazu zwingen kann, Kredite aufzunehmen, sind ihre Einflussm&ouml;glichkeiten eng begrenzt.<\/p><\/li>\n<li><strong>Fazit<\/strong>\n<p>Welche geldpolitischen Instrumente die EZB am 5. Juni auch immer beschlie&szlig;en mag &ndash; das schwache Wachstum und die Deflationsgefahr im Euroraum lassen sich damit nicht beseitigen. Notwendig w&auml;ren eine sofortige Beendigung der rezessionsf&ouml;rdernden &bdquo;Sparprogramme&ldquo; in den Euro-Krisenl&auml;ndern und eine expansive Fiskalpolitik im gesamten Euroraum; Forderungen, die angesichts der Vorgaben des Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakts und deren Versch&auml;rfung im Sixpack, Twopack und Fiskalpakt keine Realisierungschance haben.<\/p>\n<p>Es bleibt damit allein die Lohnpolitik, ohne deren fundamentale Ver&auml;nderung die Deflationsrisiken in Europa kaum abzuwenden sein werden. Konkret bedeutet dies eine Orientierung der Lohnpolitik in der EWU an der &bdquo;goldenen Lohnregel&ldquo; (Rate des nominalen Stundenlohnzuwachses = Rate des Stundenproduktivit&auml;tswachstums + Zielinflationsrate der EZB), allerdings in differenzierter Form: In Deutschland w&auml;ren &uuml;ber mehrere Jahre Lohnabschl&uuml;sse oberhalb, in den wettbewerbsschw&auml;cheren Eurol&auml;ndern etwas unterhalb der goldenen Lohnregel erforderlich, aber &ndash; und das ist wichtig &ndash; immer &uuml;ber Null. Da ein enger und stabiler Zusammenhang zwischen Lohnst&uuml;ckkosten- und Preisniveauentwicklung besteht, w&uuml;rde eine solche Lohnpolitik nicht nur die auseinandergelaufene Wettbewerbsf&auml;higkeit der Eurol&auml;nder wieder angleichen, sondern gleichzeitig die Deflationsgefahr im Euroraum bannen (Spiecker 2014). <\/p>\n<p>Es ist leider kaum vorstellbar, dass diese naheliegende und wirksame Ma&szlig;nahme zur Verhinderung einer deflation&auml;ren Entwicklung und zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstum in der EWU in absehbarer Zeit zur Anwendung gelangen wird.<\/p><\/li>\n<\/ol><p><strong>Literatur<\/strong><\/p><ul>\n<li><strong>Borio, C.\/ Disyatat, P.<\/strong> (2009): Unconventional monetary policies: an appraisal, in: BIS Working Papers, No. 292, November<\/li>\n<li><strong>Disyatat, P.<\/strong> (2010): The bank lending channel revisited, in: BIS Working Papers, No. 297, Februar<\/li>\n<li><strong>Heine, M.\/Herr, H.<\/strong> (2013): Volkswirtschaftslehre &ndash; Paradigmenorientierte Einf&uuml;hrung in die Mikro- und Makro&ouml;konomie, M&uuml;nchen<\/li>\n<li><strong>Kaldor, N.<\/strong> (1986): The Scourge of Monetarism, Second Edition, Oxford<\/li>\n<li><strong>McLeay, M.\/Radia, A.\/Thomas, R.<\/strong> (2014): <a href=\"http:\/\/www.bankofengland.co.uk\/publications\/Documents\/quarterlybulletin\/2014\/qb14q1prereleasemoneycreation.pdf\">Money creation in the modern economy, in: Quarterly Bulletin 2014  Q1, S.14-27 [PDF &ndash; 111 KB]<\/a>; letzter Zugriff: 24.05.2014 <\/li>\n<li><strong>Minsky, H. P.<\/strong>  (1986):  Stabilizing an Unstable Economy, New Haven and London<\/li>\n<li><strong>Mitchell, B.<\/strong> (2009): <a href=\"http:\/\/bilbo.economicoutlook.net\/blog\/?p=1623\">Money multiplier and other myths<\/a>; letzter Zugriff: 24.05.2014<\/li>\n<li><strong>Mitchell, B.<\/strong> (2014): <a href=\"http:\/\/bilbo.economicoutlook.net\/blog\/?p=27609\">Options for Europe &ndash; Part 68<\/a>; letzter Zugriff: 24.05.2014 <\/li>\n<li><strong>Spiecker, F.<\/strong> (2014): <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/deflation-verhindern-aber-wie\/\">Deflation verhindern &ndash; aber wie?, flassbeck-economics, 25. April<\/a>; letzter Zugriff: 24.05.2014<\/li>\n<li><strong>Tobin, J.<\/strong> (1963): Commercial Banks as Creators of &ldquo;Money&rdquo;, in: Carson, D. (ed.), Banking and Monetary Studies, Homewood, S. 408-419<\/li>\n<\/ul><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] F&uuml;r wertvolle Anregungen zu diesem Beitrag m&ouml;chte ich mich wiederum sehr herzlich bei Friederike Spiecker bedanken.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Die lautstarken Klagen &uuml;ber die Euro-St&auml;rke auf Seiten der Arbeitgeber in Deutschland m&uuml;ssen allerdings erstaunen, hatten diese doch immer wieder betont, dass die deutsche Exportst&auml;rke keineswegs auf lohnbedingten Niedrigpreisen, sondern ganz entscheidend auf &bdquo;nicht-preislichen&ldquo; Faktoren (Qualit&auml;t, Zuverl&auml;ssigkeit etc.) beruhe. Wenn dies stimmt, d&uuml;rfte die wechselkursbedingte Verteuerung der Exportprodukte eigentlich nicht so stark ins Gewicht fallen.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Beim QE versucht die Zentralbank in erster Linie, Staatsanleihen von Nicht-Banken-Finanzunternehmen wie Versicherungen oder Pensionsfonds zu kaufen. Da z. B. ein Pensionsfonds kein Reservekonto bei der Zentralbank unterh&auml;lt, tritt dann die Gesch&auml;ftsbank, bei der er ein Bankkonto h&auml;lt, als Vermittler auf. Die Bank des Pensionsfonds schreibt dem Pensionsfonds im Austausch gegen die Staatsanleihen einen entsprechenden Geldbetrag auf dessen Konto gut. Die Zentralbank kauft dann die Staatsanleihen auf, indem sie der Bank des Pensionsfonds auf deren Konto bei der Zentralbank Reserven gutschreibt. Letztendlich findet nur ein &bdquo;Asset-Tausch&ldquo; (Bankreserven f&uuml;r Staatsanleihen) statt, der die Nettofinanzposition des Privatsektors nicht ver&auml;ndert.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Ganz anders etwa der US-amerikanische &Ouml;konom Hyman Minsky, der mit Recht feststellt: &bdquo;Banks are important exactly because they do not operate under the constraint of a money lender &ndash; banks do not need to have money on hand in order to lend money. This flexibility of banks means that projects that need funds over an extended period of time can arrange for such funds to be available as needed&rdquo; (Minsky 1986, S. 249).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Banken vergeben als Kredite nicht das Geld, das sie zuvor von irgendwelchen Sparern erhalten haben. Vielmehr schaffen sie es &bdquo;aus dem Nichts&ldquo;. Gew&auml;hrt eine Gesch&auml;ftsbank A einem Kunden einen Kredit, so schreibt sie ihm den entsprechenden Betrag auf dessen Girokonto gut (sie braucht dazu weder vorherige Depositen noch Bargeld im Tresor). Damit ist Giralgeld entstanden, &uuml;ber das der Kunde verf&uuml;gen kann. Nat&uuml;rlich ist die Bank durch die &bdquo;Geldsch&ouml;pfung&ldquo; nicht &bdquo;reicher&ldquo; geworden: Sie hat jetzt zwar in ihrer Bilanz auf der Aktivseite eine Kreditforderung gegen den Kunden, dem steht aber in gleicher H&ouml;he auf der Passivseite die Einlage des Kunden als Verbindlichkeit gegen&uuml;ber. Wie aber kommen jetzt die Reserven ins Spiel?<br>\nNehmen wir in einem stark vereinfachenden Beispiel an, der Kunde der Bank A &uuml;berweist die Geldsumme, die er als Kredit erhalten hat und die ihm auf seinem Girokonto gutgeschrieben wurde, an einen Autoh&auml;ndler, der sein Bankkonto bei einer anderen Bank B hat. Bank B schreibt dem Autoh&auml;ndler den Betrag auf dessen Girokonto gut. Das Depositum wird folglich von Bank A zu Bank B transferiert, zusammen mit den Reserven, die Bank A verwendet, um die Transaktion auszugleichen. Es w&auml;re Bank A aber nicht m&ouml;glich, alle Transaktionen auf diese Weise abzuwickeln, denn ihr w&uuml;rden bei weiteren Kreditvergaben am Ende die Reserven ausgehen. Also wird Bank A versuchen, umgekehrt neue Depositen (und Reserven) einzuwerben, um damit neue Kredite zu flankieren.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] Banken sind bei der Refinanzierung ihres Forderungsbestands also nicht auf Depositen der privaten Haushalte angewiesen. Doch sind Depositen normalerweise die &bdquo;billigste&ldquo; Verbindlichkeit. Ist eine Bank nicht in der Lage, Depositen anzuwerben, so ist sie damit nicht grunds&auml;tzlich in ihrer Kreditvergabe eingeschr&auml;nkt, aber die Gew&auml;hrung eines Kredits ist dann weniger profitabel.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] Der britische &Ouml;konom Nicholas Kaldor hat dies wie folgt auf den Punkt gebracht: &bdquo;But the Central Bank cannot close the &lsquo;discount window&lsquo; without endangering the solvency of the banking system; they must maintain their function as a &lsquo;lender of last resort&lsquo;&ldquo; (Kaldor 1986, S. 25).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] Wie bereits erw&auml;hnt, ist eine weit verbreitete Sichtweise, dass Banken nur Intermedi&auml;re sind, die die Depositen ausleihen, die ihnen die Sparer anvertraut haben. Danach werden also Depositen in der Regel durch die Sparentscheidungen von privaten Haushalten geschaffen und die Banken verleihen diese bestehenden Einlagen dann an Kreditnehmer. Diese Auffassung ist jedoch in sich nicht konsistent: Wenn sich n&auml;mlich die Haushalte dazu entschlie&szlig;en, mehr Geld auf Bankkonten zu sparen, gehen diese Einlagen zulasten von Einlagen, die ansonsten an Unternehmen zur Bezahlung von Waren und Dienstleistungen gegangen w&auml;ren. Sparen erh&ouml;ht also nicht automatisch die Depositen bei den Banken. Tats&auml;chlich ignoriert die Reduzierung der Banken auf blo&szlig;e Intermedi&auml;re das Faktum, dass in der Realit&auml;t in einer modernen Geldwirtschaft Gesch&auml;ftsbanken Buchgeld schaffen. Es ist mithin nicht so, dass Banken Depositen erhalten, wenn Haushalte sparen, und diese dann ausleihen &ndash; vielmehr erzeugt die Kreditvergabe Depositen. Das ist die umgekehrte Reihenfolge von der, die immer noch in vielen Lehrb&uuml;chern beschrieben wird.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;*<\/a>] Grunert, G&uuml;nther, Dr., geb. 1955, ist an den Berufsbildenden Schulen der Stadt Osnabr&uuml;ck am Pottgraben vor allem im Bereich Berufs- und Fachoberschule Wirtschaft t&auml;tig. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Makro&ouml;konomie, internationale Wirtschaftsbeziehungen, Arbeitsmarkt.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach den entt&auml;uschenden (vorl&auml;ufigen) Wachstumsraten des BIP in der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion (EWU) <a href=\"http:\/\/epp.eurostat.ec.europa.eu\/cache\/ITY_PUBLIC\/2-15052014-AP\/DE\/2-15052014-AP-DE.PDF\">im ersten Quartal 2014 [PDF &ndash; 148 KB]<\/a> &ndash; das saisonbereinigte BIP stieg in der Eurozone insgesamt nur um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal &ndash; und dem erneut schwachen Anstieg der Preise (<a href=\"http:\/\/epp.eurostat.ec.europa.eu\/cache\/ITY_PUBLIC\/2-15052014-BP\/DE\/2-15052014-BP-DE.PDF\">die j&auml;hrliche Inflationsrate lag im April 2014 bei<\/a><\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21914\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[134,137,30],"tags":[1187,507,1030,637],"class_list":["post-21914","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-finanzen-und-waehrung","category-steuern-und-abgaben","category-wirtschaftspoliik-und-konjunktur","tag-deflation","tag-ezb","tag-geldmenge","tag-staatsanleihen"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21914","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=21914"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21914\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":53865,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21914\/revisions\/53865"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=21914"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=21914"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=21914"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}