{"id":21964,"date":"2014-06-06T14:54:34","date_gmt":"2014-06-06T12:54:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21964"},"modified":"2014-06-10T08:12:16","modified_gmt":"2014-06-10T06:12:16","slug":"hinweise-des-tages-ii-154","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21964","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21964#h01\">Europa muss seine Beziehungen zu den USA neu justieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21964#h02\">Sevim Dagdelen, die Gr&uuml;nen und die Ukraine &ndash; Keine Einsicht nach Entgleisung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21964#h03\">Ukraine: &bdquo;Das Thema ist tot&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21964#h04\">Europa am D-Day-Jahrestag: Niedergang der Siegerm&auml;chte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21964#h05\">Der Westen als Schulmeister<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21964#h06\">Kanzlerhandy: Generalbundesanwalt Range begr&uuml;ndet Ermittlungen in der Abh&ouml;r-Aff&auml;re<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21964#h07\">Spanien: Rajoy k&uuml;ndigt milliardenschweres Konjunkturpaket an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21964#h08\">&bdquo;Die Sparideologie ist das &Uuml;bel&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21964#h09\">Gr&uuml;ne wollen Dispozinsen deckeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21964#h10\">Versch&auml;rft der Kapitalismus die Ungleichheit oder nicht? &ndash; Thomas Piketty vs. Peter Bofinger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21964#h11\">1 Million Sanktionen treffen vor allem junge Hartz IV Bezieher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21964#h12\">Volontariatsstelle nur f&uuml;r Frauen &ndash; Gerichtsurteil: &bdquo;taz&ldquo; diskriminiert M&auml;nner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21964#h13\">Zu guter Letzt: Intensiv-Station<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21964&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Europa muss seine Beziehungen zu den USA neu justieren<\/strong><br>\nDie EU darf sich nicht mehr einer Strategie made in Washington unterwerfen. Sie muss f&uuml;r ihre eigenen Interessen eintreten und auch Freunden klare Grenzen aufzeigen. [&hellip;]<br>\nHinter dem Wunsch, die Ukraine in euro-atlantische Strukturen zu integrieren und eine enge europ&auml;isch-russische Partnerschaft zu verhindern, verbirgt sich aber eine noch viel weitreichendere Grand Strategy, welche die USA seit dem Ende des Kalten Krieges verfolgt haben und die auf die Globalisierung der westlich gepr&auml;gten liberalen Ordnung sowie die Globalisierung der US-Hegemonie zur Sicherung dieser Weltordnung abzielt.<br>\nEuropa f&auml;llt in dieser Strategie die Rolle zu, &ldquo;Amerikas unverzichtbarer geopolitischer Br&uuml;ckenkopf auf dem eurasischen Kontinent&rdquo; zu sein. Da sich, so Brzezinski, &ldquo;mit jeder Ausdehnung des europ&auml;ischen Geltungsbereichs automatisch auch die direkte Einflusssph&auml;re der Vereinigten Staaten&rdquo; erweitert, ist Europa von zentraler geostrategischer Bedeutung f&uuml;r die USA und der wichtigste Bef&auml;higer Amerikas hegemonialer Bestrebungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/\/politik\/ausland\/2014-06\/europaeische-interessenpolitik\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Sevim Dagdelen, die Gr&uuml;nen und die Ukraine &ndash; Keine Einsicht nach Entgleisung<\/strong><br>\nWegen einer Verbalattacke gegen die Gr&uuml;nen-Fraktionschefin ist die Linken-Abgeordnete Sevim Dagdelen von ihrer F&uuml;hrung ger&uuml;gt worden. &Auml;rger um die Politikerin gibt es nicht zum ersten Mal. [&hellip;]<br>\nDie 38-j&auml;hrige Politikerin hatte im Plenum in einer Debatte &uuml;ber den Umgang mit Rechtsextremen in der Ukraine mit Bezug auf Gr&uuml;nen-Fraktionschefin Katrin G&ouml;ring-Eckardt von &ldquo;Verbrecher&rdquo; gesprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/sevim-dagdelen-die-gruenen-und-die-ukraine-keine-einsicht-nach-entgleisung\/10002270.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Was f&uuml;r ein kafkaesker Vorgang. Anstatt sich mit der &ndash; durchaus berechtigten &ndash;  Kritik von Sevim Dagdelen auseinanderzusetzen, &uuml;bt man lieber Kritik an Sevim Dagdelen. Der Beitrag von Dagdelen, um den es hier geht, k&ouml;nnen Sie in diesem <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/mediathek\/?isLinkCallPlenar=1&amp;action=search&amp;contentArea=details&amp;ids=3484996&amp;instance=m187&amp;categorie=Plenarsitzung&amp;destination=search&amp;mask=search\">Video<\/a> (ab 01:02:00) selbst verfolgen. Vor diesem Hintergrund ist vollkommen unverst&auml;ndlich, dass Gysi, Riexinger und Kipping nun Dagdelen in den R&uuml;cken fallen und sich von ihren &Auml;u&szlig;erungen distanzieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ukraine: &bdquo;Das Thema ist tot&ldquo;<\/strong><br>\nNachrichten aus der Ostukraine sind auf die hinteren Zeitungsseiten ger&uuml;ckt, deutsche Korrespondenten sind abgereist. Dabei ist die Lage weiter brisant, findet ostpol-Korrespondent Moritz Gathmann.<br>\n[&hellip;] Wer erfahren will, was im Osten des Landes passiert, der muss momentan auf russischsprachige, englische oder franz&ouml;sische Medien ausweichen. Informationen, die Regierungsvertreter Russlands, der Ukraine oder der Separatisten sowie die jeweiligen Medien &uuml;ber die Lage in den Gebieten verbreiten, sind derweil kaum zu gebrauchen. Die vergangenen Monate haben gezeigt: Im Propagandakrieg manipulieren beide Seiten schamlos Zahlen und Fakten.<br>\nAuch deshalb w&auml;ren Berichte aus erster Hand so wichtig. Denn die Lage in der Ostukraine ist derzeit so brisant wie nie: Am Montag attackierte die ukrainische Luftwaffe die Gebietsverwaltung der Stadt Lugansk mit Kampfflugzeugen, mehrere Menschen starben. [&hellip;]<br>\nNach dem klaren Ergebnis und der darauf folgenden zunehmend weicheren Rhetorik der russischen Seite &bdquo;ist das Thema tot&ldquo;, erkl&auml;rte mir j&uuml;ngst ein leitender Redakteur. Mit der Pr&auml;sidentschaftswahl ist also ein medialer Zyklus zu Ende gegangen. &bdquo;Die Ukraine ist jetzt nicht mehr das Thema, mit dem wir die Seiten eins bis drei f&uuml;llen&ldquo;, erkl&auml;rt auch Reinhard Veser, der in der F.A.Z.-Redaktion zust&auml;ndig f&uuml;r die Osteuropa-Berichterstattung ist. &bdquo;Aber wir haben noch viele Themen aus der Ukraine, f&uuml;r die wegen der aktuellen Berichterstattung kein Platz war&ldquo;, sagt er. Die werde man in den n&auml;chsten Wochen abarbeiten, aber eben nicht mehr auf den ersten Seiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ostpol.de\/beitrag\/3996-ukraine_warum_berichtet_niemand_mehr\">Ostpol<\/a>\n<p>passend dazu: <strong>Ostukraine: OSZE best&auml;tigt Luftangriff auf Gebietsverwaltung in Lugansk<\/strong><br>\nDie Organisation f&uuml;r Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat anerkannt, dass das Geb&auml;ude der Gebietsverwaltung Lugansk im Osten der Ukraine am vergangenen Montag aus der Luft angegriffen worden war. Das geht aus dem j&uuml;ngsten Bericht der Organisation hervor.<br>\n&bdquo;Die Situation in Lugansk &auml;ndert sich rasant. Am 2. Juni, etwa um 15.00 Uhr, wurde das besetzte Geb&auml;ude der &ouml;rtlichen Verwaltung von einer Rakete getroffen. Aufgrund von Beobachtungen einer Sondermission handelt es sich um ein von einem Flugzeug abgefeuertes Raketengeschoss. Die Zahl der Betroffenen ist nicht bekannt&ldquo;, hie&szlig; es in dem Bericht, in dem Angaben nach dem Stand von 17.00 Uhr MESZ (Montag) erfasst sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.ria.ru\/security_and_military\/20140603\/268670298.html\">RIA Novosti<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Seltsam, dass diese Meldung in keinem einzigen (!) gro&szlig;en deutschen Nachrichtenportal wiedergegeben wurde. Auch der <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/06-03\/001.php\">Angriff selbst<\/a> wurde hierzulande geflissentlich ignoriert. Es scheint so, als seien die deutschen Medien f&uuml;r s&auml;mtliche Taten blind, die von der Kiewer Zentralregierung begangen werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Europa am D-Day-Jahrestag: Niedergang der Siegerm&auml;chte<\/strong><br>\nFrankreich und Gro&szlig;britannien haben den Zweiten Weltkrieg gewonnen, die entscheidende europ&auml;ische Macht aber ist heute Deutschland. F&uuml;r die Statik der EU k&ouml;nnte das gef&auml;hrlich werden. [&hellip;]<br>\nIn Gro&szlig;britannien zirkulierte w&auml;hrend einer Wirtschaftskrise der Spruch, das Land habe zwar den Zweiten Weltkrieg gewonnen, den Frieden aber verloren. &Uuml;ber Deutschland l&auml;sst sich 70 Jahre nach dem D-Day wohl das Gegenteil sagen: Das Deutsche Reich hat den Krieg verloren, die Bundesrepublik aber den Frieden gewonnen. [&hellip;]<br>\nJe weniger Einfluss Cameron und Hollande in Europa haben, desto st&auml;rker werden die britischen und franz&ouml;sischen Populisten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/d-day-frankreich-und-grossbritannien-sind-am-in-der-krise-a-973714.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Sowohl Mitterand als auch Thatcher haben bereits am Vorabend der Wiedervereinigung bef&uuml;rchtet, dass dadurch das europ&auml;ische Gleichgewicht aus dem Lot geraten k&ouml;nnte. Ihnen wurde damals von deutscher Seite entgegengehalten, dass Deutschland aus der Vergangenheit gelernt habe und seine neue Macht verantwortungsvoll einsetzen w&uuml;rde, so dass ganz Europa von der neuen deutschen St&auml;rke profitieren w&uuml;rde. Dieses Versprechen hatte jedoch eine kurze Halbwertszeit.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der Westen als Schulmeister<\/strong><br>\nDie G 7 haben Benimmregeln aufgestellt, um Russland zum Wohlverhalten gegen&uuml;ber der Ukraine zu zwingen. Der Regierung in Kiew t&auml;ten sie auch gut.<br>\n[&hellip;] Doch zum einen verst&ouml;&szlig;t der Westen damit selbst gegen das V&ouml;lkerrecht. Es steht n&auml;mlich nirgendwo geschrieben, dass ein souver&auml;ner Staat die F&uuml;hrung eines anderen Staates anerkennen muss. Genau das verlangt die G 7 jedoch. Sie geriert sich als Schulmeisterin.<br>\nZum anderen tut der Westen immer noch so, als sei die Krise in der Ostukraine einzig und allein Russland zuzuschreiben. Tats&auml;chlich kommen weiter Waffen und K&auml;mpfer &uuml;ber die Grenze. Doch die tiefere Ursache des Konflikts liegt woanders: bei der Regierung in Kiew.<br>\nSie hat es vers&auml;umt, auf die B&uuml;rger im Osten ihres Landes zuzugehen. Sie verh&auml;lt sich nicht &bdquo;inklusiv&ldquo;, wie das mal mit der EU vereinbart war, sondern ausgesprochen aggressiv &ndash; mit einem Milit&auml;reinsatz, der immer mehr Tote fordert. Putin hat leider recht, wenn er darauf hinweist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-G7-und-Ukraine\/!139857\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Kanzlerhandy: Generalbundesanwalt Range begr&uuml;ndet Ermittlungen in der Abh&ouml;r-Aff&auml;re am 04.06.2014<\/strong><br>\nGeneralbundesanwalt Harald Range begr&uuml;ndet die Ermittlungen zur Abh&ouml;r-Aff&auml;re um das Handy von Bundeskanzlerin Angela Merkel<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=MB8qlrPePKo\">Phoenix via YouTube<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Man h&ouml;re und staune. Nun (Minute 0:05) spricht Range vom &bdquo;SNA-Komplex&ldquo;, wenn er den NSA-Komplex meint. Das ist schon ein gewaltiger Fortschritt. Vor einigen Monaten sprach Range in diesem Zusammenhang noch von der <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=vySPJKiSzPQ\">&bdquo;NASA&ldquo;<\/a>. Nun sage aber bitte niemand, dass der Mann inkompetent sei oder sich nicht ausreichend mit der Thematik besch&auml;ftigt habe. Immerhin handelt es sich bei Range um den Generalbundesanwalt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Spanien: Rajoy k&uuml;ndigt milliardenschweres Konjunkturpaket an<\/strong><br>\nSpaniens Regierung will mit einem Milliardenprogramm die Wirtschaft des Krisenlandes beleben. Das Vorhaben zur Ankurbelung der Konjunktur werde Investitionen im Gesamtwert von 6,3 Milliarden Euro freisetzen, k&uuml;ndigte Ministerpr&auml;sident Mariano Rajoy am Wochenende in Sitges bei Barcelona an. Davon werde der Staat 3,6 Milliarden Euro zur Verf&uuml;gung stellen. 2,7 Milliarden Euro sollten von privaten Investoren kommen. Das Vorhaben solle die Reindustrialisierung und die technologische Modernisierung f&ouml;rdern. In der Automobilbranche soll die Erneuerung des Fahrzeugparks steuerlich gef&ouml;rdert werden. Die staatlichen Zusch&uuml;sse zu dem Konjunkturprogramm bedeuteten keine Aufstockung der Ausgaben im Budget, teilte Rajoy auf einem Unternehmertreffen mit. Dies bedeutet, dass die Gelder aus Posten stammen sollen, die im Staatshaushalt bereits eingeplant sind. Der Regierungschef k&uuml;ndigte au&szlig;erdem an, dass im Rahmen einer f&uuml;r Juni geplanten Steuerreform die K&ouml;rperschaftssteuer f&uuml;r gro&szlig;e Unternehmen von 30 auf 25 Prozent gesenkt werde. Die Herabsetzung solle von 2015 an in zwei Phasen erfolgen. Der Steuersatz f&uuml;r kleine und mittlere Unternehmen solle bei 25 Prozent bleiben, berichtete die Zeitung El Pa&iacute;s unter Berufung auf das Finanzministerium. Die Regierung plant nach den Worten des Ministerpr&auml;sidenten zudem eine Reform, die zum Kampf gegen die Arbeitslosigkeit beitragen soll. Danach sollen die Arbeits&auml;mter modernisiert und die Berufsausbildung in Abstimmung mit den Regionalregierungen verbessert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/wirtschaft-in-spanien-rajoy-kuendigt-milliardenschweres-konjunkturpaket-an-1.1981765\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein recht seltsames Konjunkturprogramm. Die Gelder sollen aus Posten stammen, die im Staatshaushalt bereits eingeplant sind. D.h. dass an anderer Stelle im Haushalt gespart werden muss. Wo, im Bildungsbereich? Durch Verschiebungen innerhalb des Haushalts h&auml;tte man schon l&auml;ngst Gelder f&uuml;r die Reindustrialisierung des Landes freisetzen k&ouml;nnen. Aber der gr&ouml;&szlig;te Witz ist, dass die Regierung von einem Konjunkturprogramm von 6,3 Mrd. Euro spricht, aber selbst nur 3,6 Mrd. zur Verf&uuml;gung stellt, denn die restlichen 2,7 Mrd. sollen von Privatinvestoren kommen. Wie?  Indem die Unternehmenssteuer f&uuml;r gro&szlig;e Unternehmen von 30 auf 25 Prozent gesenkt wird. Ja, die Wirtschaft  ist im ersten Quartal immerhin nicht geschrumpft (BIP: +0,4), aber wird VW deshalb und wegen der Steuersenkung bei SEAT die Produktion ankurbeln? Bei einer Arbeitslosenquote von 25 Prozent? Das Ganze l&auml;uft doch wieder nur auf eine Steuersenkung &ndash; mal ganz platt gesagt &ndash; f&uuml;r die Reichen hinaus. Wodurch sollen denn die anfallenden Steuerausf&auml;lle ausgeglichen werden? Doch wahrscheinlich aus den bereitgestellten 3,6 Milliarden. Das soll ein Konjunkturpaket sein. Da erscheint doch das Vorhaben von Matteo Renzi in Italien, mit einer milliardenschweren Senkung der Einkommensteuer Konsum und Konjunktur anzukurbeln, aussichtsreicher. Immerhin hat Rajoy die Aufforderung des ach so klugen IWF, die Mehrwertsteuereinnahmen zu erh&ouml;hen, zur&uuml;ckgewiesen.<\/em><\/p>\n<p>Kein vern&uuml;nftiger Mensch bestreitet, dass Spanien Ma&szlig;nahmen zur Modernisierung und Reindustrialisierung n&ouml;tig hat. Was L&auml;nder wie Gro&szlig;britannien und Frankreich fordern, gilt erst recht f&uuml;r Griechenland, Portugal und Spanien. Nur h&auml;tten diese Ma&szlig;nahmen in der europ&auml;ischen Peripherie schon vor dem Beitritt in den europ&auml;ischen Binnenmarkt und die W&auml;hrungsunion getroffen werden m&uuml;ssen, bevor man sich ohne jedweden Schutz der gnadenlosen Konkurrenz  hochentwickelter kerneurop&auml;ischer Standorte stellte. Das h&auml;tte allerdings ein v&ouml;lliges Umdenken der europ&auml;ischen Wirtschaftswissenschaftler und Politiker erfordert, die bis heute meinen, der Aufholprozess weniger entwickelter Volkswirtschaften stelle sich im Konkurrenzdruck der M&auml;rkte quasi von selbst ein. Dass dies so nicht geht, sondern eine ganz andere Wirtschaftspolitik erfordert, wie Japan, S&uuml;dkorea, Taiwan und China (dieses Kapitel ist allerdings noch offen) vorexzerziert haben, zeigt folgender Beitrag:<\/p>\n<p><strong>Wie ein deutscher &Ouml;konom zum Star im Fernen Osten wurde<\/strong><br>\nWenn man eine Liste mit den zwanzig einflussreichsten &Ouml;konomieb&uuml;chern machen w&uuml;rde, dann m&uuml;sste man wohl zwingend folgende f&uuml;nf Werke auflisten:<\/p>\n<ul>\n<li>Adam Smith, The Wealth of Nations (1776)<\/li>\n<li>Karl Marx, Das Kapital, Band 1 (1867)<\/li>\n<li>John Maynard Keynes, General Theory of Employment, Interest and Money (1936)<\/li>\n<li>Paul A. Samuelson, Economics: An Introductory Analysis (1948)<\/li>\n<li>Milton Friedman\/Anna J. Schwartz, A Monetary History of the United States, 1867-1960 (1963)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Aber dann wird&rsquo;s schwierig. Welche weiteren Werke m&uuml;sste man unbedingt erw&auml;hnen? Es gibt keine objektiven Kriterien. Je nach Interesse f&auml;llt die Auswahl ganz anders ein. Mein Favorit ist ein Werk aus dem Jahre 1841: &laquo;Das nationale System der Politischen &Ouml;konomie&raquo; vom deutschen &Ouml;konomen Friedrich List (1789-1846). Darin argumentiert List, dass L&auml;nder, die sich wirtschaftlich entwickeln wollen, die einheimische Industrie in der Anfangsphase durch Protektionismus vom globalen Wettbewerb abschirmen m&uuml;ssen. Erst in einer fortgeschrittenen Phase sollten diese nachholenden L&auml;nder den Freihandel einf&uuml;hren. In der angels&auml;chsischen &Ouml;konomie figuriert die Idee unter dem Stichwort &ldquo;infant industry argument&rdquo; (infant = Kleinkind).<br>\nList entwickelte seine Theorie, als er sich im Exil in den Vereinigten Staaten befand (1825-34). Er sah, wie das junge Land seine Industrie seit der Unabh&auml;ngigkeit gegen die englische Konkurrenz gesch&uuml;tzt und ein schnelles Wachstum erzielt hatte. Zur&uuml;ck in Europa, setzte er sich f&uuml;r dieselbe Art der Wirtschaftspolitik ein. Sie stiess auf offene Ohren. Deutschland setzte im 19. Jahrhundert &ouml;fters protektionistische Massnahmen ein, um die Exportindustrie zu f&ouml;rdern. Oft waren es nicht einmal so sehr die Z&ouml;lle, sondern Exportsubventionen, billige Kredite oder garantierte staatliche Auftr&auml;ge, die Kostenvorteile brachten. Von Deutschland aus verbreitete sich Lists Idee nach Japan, das nach demselben Muster vorging: zuerst Schutz, dann Freihandel. Nach 1945 w&auml;hlten S&uuml;dkorea und Taiwan dieselbe Strategie. Bis heute sind diese drei ostasiatischen L&auml;nder die einzigen ausserwestlichen Staaten, die es geschafft haben, durch Industrialisierung das Wohlstandsniveau Westeuropas und Nordamerikas zu erreichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.tagesanzeiger.ch\/nevermindthemarkets\/index.php\/34721\/zu-unrecht-vergessen\/\">Never Mind the Markets<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&bdquo;Die Sparideologie ist das &Uuml;bel&ldquo;<\/strong><br>\nDie EZB-Entscheidungen zeigen f&uuml;r den &Ouml;konomen Heiner Flassbeck: In Deutschland m&uuml;ssen Preise und L&ouml;hne steigen, damit Europa gesunden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!139862\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gr&uuml;ne wollen Dispozinsen deckeln<\/strong><br>\nDie Banken sollen gezwungen werden, die Niedrigzinsen der EZB an die Kunden weiterzugeben. Die Gr&uuml;nen verlangen von der Bundesregierung eine Gesetzesinitiative. [&hellip;]<br>\nVerbraucher-Staatssekret&auml;r Gerd Billen hatte die Kreditwirtschaft aufgefordert, die Dispozinsen f&uuml;r das Konto-&Uuml;berziehen zu senken. Die Herabsetzung des Leitzinses auf das Rekordtief von 0,15 Prozent zeige, dass die Institute sich noch lange Zeit sehr billig Geld leihen k&ouml;nnten. &ldquo;Wenn Banken gleichzeitig f&uuml;r die Inanspruchnahme von Dispo-Krediten v&ouml;llig &uuml;berzogene Zinsen nehmen, ist das aus Sicht der Verbraucher unverst&auml;ndlich.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2014-06\/dispozinsen-gruene\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Der unumst&ouml;&szlig;liche Fakt, dass die Banken sich bei den Dispo-Zinsen ungeniert bedienen, zeigt, dass hier der Wettbewerb nicht funktioniert. Eine gesetzliche Deckelung w&auml;re ein Weg, hier Abhilfe zu verschaffen. Ein weiterer Weg w&auml;re eine Untersuchung des Bundeskartellamts, da die hohen Zinss&auml;tze sich nicht mehr kaufm&auml;nnisch rechtfertigen lassen. Hier liegt ein Fall vor, indem ein Monopol zu Lasten des Kunden missbraucht wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Versch&auml;rft der Kapitalismus die Ungleichheit oder nicht? &ndash; Thomas Piketty vs. Peter Bofinger<\/strong><br>\n[&hellip;] Den j&uuml;ngsten Angriff auf Piketty hat der Wirtschaftsweise Peter Bofinger unternommen. Er wirft Piketty im Spiegel-Interview vor, &ldquo;sich selbst ins Knie geschossen&rdquo; zu haben. Angeblich w&uuml;rden Pikettys Daten seine eigene Theorie widerlegen, nach der der Kapitalismus zu immer gr&ouml;&szlig;erer Verm&ouml;gensungleichheit f&uuml;hrt. Allerdings scheint sich eher Bofinger ins Knie geschossen zu haben als Piketty. Denn er hat den kleinen aber feinen Unterschied zwischen der Kapitalertragsrate vor und nach Steuern unterschlagen. Genau dieser Unterschied bildet aber den Dreh- und Angelpunkt f&uuml;r Pikettys gesamtes Argument &ndash; und dar&uuml;ber hinaus f&uuml;r nichts weniger als den Fortbestand der Mittelschichtsgesellschaft, wie wir sie kennen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2014\/06\/05\/verschaerft-der-kapitalismus-die-ungleichheit-oder-nicht-thomas-piketty-vs-peter-bofinger_7448\">ZEIT Herdentrieb<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>1 Million Sanktionen treffen vor allem junge Hartz IV Bezieher<\/strong><br>\nAuch im Jahr 2013 verh&auml;ngten die Jobcenter wieder &uuml;ber 1 Millionen Sanktionen gegen Hartz IV Empf&auml;nger, wie eine gemeinsame Anfrage von B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen und der Linken zeigte. Besonders in der Kritik stehen die Sanktionen gegen unter 25j&auml;hrige, da diese eventuell verfassungswidrig sind.<br>\nHartz IV Empf&auml;nger unter 25 Jahren droht bereits beim ersten Pflichtversto&szlig; eine vollst&auml;ndige Leistungsk&uuml;rzung, nur die Miete wird noch an den Vermieter &uuml;berwiesen, bei einem weiteren wird auch diese gestrichen. 56 Prozent aller Sanktionen werden gegen Personen unter 25j&auml;hrige verh&auml;ngt, 72 Prozent aufgrund von Meldevers&auml;umnissen &ndash; also weil die Personen einen Termin beim Jobcenter vers&auml;umen.<br>\nVerfassungswidrig sind die Sanktionen aufgrund der unterschiedlichen Behandlung im Vergleich zu &auml;lteren Hartz IV Empf&auml;nger. Die unterschiedliche Sanktionierung wurde unter Rot-Gr&uuml;n beschlossen, um j&uuml;ngeren Hartz IV Empf&auml;ngern st&auml;rkere Anreize zur Jobsuche zu geben, um es zynisch auszudr&uuml;cken, au&szlig;erdem k&ouml;nne bei dieser Altersgruppe von der Unterst&uuml;tzung durch die Eltern ausgegangen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diefreiheitsliebe.de\/allgemein\/1-million-junge-hartz\">Die Freiheitsliebe<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Volontariatsstelle nur f&uuml;r Frauen &ndash; Gerichtsurteil: &bdquo;taz&ldquo; diskriminiert M&auml;nner<\/strong><br>\nEine Volontariatsstelle sorgt f&uuml;r ungew&ouml;hnlichen &Auml;rger bei der &bdquo;taz&ldquo; und heizt das Thema Frauenquote neu an. Ein Mann hatte gegen die Ausschreibung, die sich ausschlie&szlig;lich an Frauen mit Migrationshintergrund richtete, geklagt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/medien\/volontariatsstelle-nur-fuer-frauen-gerichtsurteil-taz-diskriminiert-maenner\/9998362.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Intensiv-Station<\/strong><br>\nBissige Satire und hochkar&auml;tiges Kabarett mit G&auml;sten wie Christine Prayon, Florian Schroeder und Horst Evers sowie vielen anderen, dazu schwungvolle Live-Musik und kuriose O-T&ouml;ne: Alles das haben die Macher der Intensiv-Station, der NDR SatireShow, mit im Gep&auml;ck, wenn sie mit ihrem Monatsr&uuml;ckblick wieder auf Tour gehen. Diesmal sind die Satire-Chirurgen in der Empore in Bucholz zu Gast.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/fernsehen\/sendungen\/intensiv-station\/Die-Intensiv-Station-zu-Gast-in-Buchholz,sendung86074.html\">NDR<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-21964","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21964","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=21964"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21964\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21979,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21964\/revisions\/21979"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=21964"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=21964"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=21964"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}