{"id":21983,"date":"2014-06-10T09:13:52","date_gmt":"2014-06-10T07:13:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21983"},"modified":"2015-11-09T11:56:40","modified_gmt":"2015-11-09T10:56:40","slug":"hinweise-des-tages-2144","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21983","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (HR\/JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21983#h01\">Das Fu&szlig;ball-Imperium &ndash; Die Gesch&auml;fte der FIFA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21983#h02\">Konfrontationspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21983#h03\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21983#h04\">Der gute Oligarch?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21983#h05\">Die ungel&ouml;ste Eurokrise &ndash; Zwischenfazit und Ausblick anl&auml;sslich der Europawahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21983#h06\">Lehren aus der Schuldenkrise: Br&uuml;ssel will Reformeifer in Krisenl&auml;ndern anstacheln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21983#h07\">Ein erb&auml;rmlicher Aufruf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21983#h08\">Thomas Piketty im Interview &ndash; &ldquo;Die Mittelklasse schrumpft weiter&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21983#h09\">Paul Krugman: On Inequality Denial &ndash;  &Uuml;ber das Leugnen der Ungleichheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21983#h10\">Lebte schon Jesus im Kapitalismus?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21983#h11\">Bank of America droht 12-Milliarden-Dollar-Strafe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21983#h12\">Moderne Schuldknechtschaft &ndash; Knebelvertr&auml;ge f&uuml;r ausl&auml;ndische Pflegekr&auml;fte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21983#h13\">Gute Arbeit und Kapitalismuskritik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21983#h14\">Zeitungsaustr&auml;ger unter Druck &ndash; Mindestlohn nur f&uuml;r die Schnellsten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21983#h15\">Stoppt Karlsruhe Ausnahmen vom Mindestlohn?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21983#h16\">&bdquo;Von der Leyen hat keine Ahnung vom Milit&auml;r&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21983#h17\">Gr&uuml;ne wollen um ehemalige FDP-W&auml;hler werben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21983#h18\">Griechische Unis im freien Fall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21983#h19\">Zu guter Letzt: Fl&auml;chendeckende Ausnahmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21983#h20\">Das Letzte &ndash; Demokratie ist &uuml;berbewertet<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21983&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Das Fu&szlig;ball-Imperium &ndash; Die Gesch&auml;fte der FIFA<\/strong><br>\nDie Bosse der FIFA sind die wahren Herrscher des Balls. Denn w&auml;hrend es auf dem Platz um Sieg oder Niederlage geht, steht die FIFA vor jedem Wettbewerb als Sieger bereits fest. Der Verein mit dem Machtbewusstsein eines milliardenschweren Unternehmens erwirtschaftet gigantische Gewinne. An der Spitze des Volkssports Nummer eins thront eine Riege von Funktion&auml;ren, die den Fu&szlig;ball als Gesch&auml;ft sieht und in ihrer eigenen Welt lebt, auf Trauminseln, in Luxushotels und VIP-Logen.<br>\nKritiker werfen den Oberen der FIFA vor, ein dekadentes Leben zu f&uuml;hren, auf Kosten von Millionen Fans, die bei Weltmeisterschaften vor verschlossenen T&uuml;ren stehen. &bdquo;Die FIFA l&auml;sst sich die WM in Brasilien mit Millionen von Steuergeldern finanzieren. Mit Geld, das in unserem Land an allen Ecken und Enden fehlt. Dieses Spektakel d&uuml;rfen wir dann auch noch vor dem Fernseher verfolgen. Und dann wundern sich Blatter &amp; Co., dass wir auf die Barrikaden gehen&ldquo;, erz&auml;hlt Diego Silva, Ex-Spieler vom Kult-Verein Flamengo Rio de Janeiro, als er ZDFzoom-Reporter Markus Harm durch eine Favela von Rio f&uuml;hrt.<br>\nWie das Regieren bei der FIFA abl&auml;uft, zeigt der Kongress, der einmal im Jahr abgehalten wird. Dort kommen alle Abgeordneten aus den &uuml;ber 200 Mitgliedsl&auml;ndern zusammen und feiern ihre Art der Demokratie. Pr&auml;sident Sepp Blatter leitet die Veranstaltung. Es kam noch nie vor, dass einer seiner Antr&auml;ge oder Vorschl&auml;ge abgelehnt wurde. Kein Wunder: Die Abgeordneten fahren Luxus-Limousinen, wohnen in 5-Sterne Hotels, bekommen stattliche Tagess&auml;tze f&uuml;r ihre Anwesenheit. Der letzte Kongress fand auf Mauritius statt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/zdfzoom\/zdfzoom-das-fussball-imperium-32510712.html\">ZDF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Konfrontationspolitik<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Idee des Westens: Vision und Realit&auml;t<\/strong><br>\nDie Krise in der Ukraine eskaliert derzeit nicht nur geographisch, sondern auch ideologisch &ndash; und zwar auch in unseren Breiten. Im 25. Jahr nach der Zeitenwende von 1989 werden wieder die alten Gr&auml;ben bezogen: auf der einen Seite die Apologeten der Nato, die in erstaunlichem Kurzschluss den Westen mit dem transatlantischen Verteidigungsb&uuml;ndnis gleichsetzen; auf der anderen Seite ein Teil der Linken, der am liebsten mit der Kritik an Nato und Kapitalismus auch den Westen in G&auml;nze beerdigen w&uuml;rde.<br>\nDie gr&ouml;&szlig;te Gefahr besteht somit darin, dass zwischen den beiden Kontrahenten auch die &bdquo;Idee des Westens&ldquo; zerrieben wird &ndash; n&auml;mlich der Anspruch auf universelle G&uuml;ltigkeit von Demokratie und Menschenrechten. Wie aber funktioniert das fatale Zusammenspiel der beiden Lager genau?<br>\nVon den Verfechtern des transatlantischen B&uuml;ndnisses werden derzeit mit Verve die Feindbilder des Kalten Krieges reaktiviert &ndash; hier der b&ouml;se Osten, da der gute Westen, hier die US-gef&uuml;hrte Nato als Hort von Freiheit und Menschenrechten, dort das ewig gestrige Russland. Das alte Weltbild der Kalten Krieger stimmt wieder; ihr sehns&uuml;chtiger Ruf seit 1989 &ndash; &bdquo;Gebt uns ein Feindbild!&ldquo; &ndash; wurde endlich erh&ouml;rt. &bdquo;Putin sei Dank&ldquo;, bringt es Klaus-Dieter Frankenberger, transatlantischer Chefstratege der FAZ, auf den Punkt. Und &bdquo;Bild&ldquo; jubiliert: &bdquo;Es ist fast wie fr&uuml;her: Der Feind im Osten schwei&szlig;t den Westen fest zusammen.&ldquo;<br>\nGleichzeitig werden erstaunliche Wunschbilder des Westens als geopolitischer Akteur gezeichnet. &bdquo;Zeit&ldquo;-Herausgeber Josef Joffe, der eben noch f&uuml;r eine machtvolle, milit&auml;rbewehrte &bdquo;Kultur der Kriegsf&auml;higkeit&ldquo; pl&auml;diert hatte, verortet nun allein Putin &bdquo;im 19. Jahrhundert, im Zeitalter der Machtpolitik&ldquo;. Der Westen, zumal Europa, befinde sich dagegen &bdquo;im 21. Jahrhundert. Clausewitz ist tot, der Krieg ist nicht mehr Instrument der Politik. Rivalen messen sich auf dem Markt, nicht auf dem Schlachtfeld. In dieser Arena herrschen Regeln und Vertr&auml;ge, ihr Sinn ist der gemeinsame Gewinn.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2014\/juni\/die-idee-des-westens-vision-und-realitaet\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><strong>Treffen der Rechten in Wien &ndash; Eurasische Internationale<\/strong><br>\nRechte Politiker aus Russland, Frankreich und &Ouml;sterreich gedenken des Wiener Kongresses. Und suchen die N&auml;he zu Putins Russland. Ganz vorn mit dabei: die FP&Ouml; und der Front National.<br>\nDas Palais Liechtenstein in Wien lockt Besucher mit pr&auml;chtigen S&auml;len voller Kunst aus Renaissance und Barock. Wer bereit ist, ein entsprechendes S&uuml;mmchen hinzulegen, der kann das Stadtpalais auch f&uuml;r seine Veranstaltungen buchen. Am vergangenen Wochenende traf dort eine schillernde Gesellschaft zusammen, um, so der angegebene Anlass, des Wiener Kongresses zu gedenken, der vor 200 Jahren nach den Napoleonischen Kriegen Europa neu geordnet hat. Teilgenommen haben russische Vordenker einer &bdquo;eurasischen&ldquo; Ordnung und Politiker von Rechtsparteien aus Mittel- und Westeuropa.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/europa\/treffen-der-rechten-in-wien-eurasische-internationale-12972620.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>dazu: Gipfeltreffen mit Putins f&uuml;nfter Kolonne<\/strong><br>\nIn Wien berieten die F&uuml;hrer der russischen Eurasien-Bewegung mit westeurop&auml;ischen Rechtspopulisten, Aristokraten und Unternehmern &uuml;ber die Rettung Europas vor Liberalismus und Schwulenlobby. [&hellip;]<br>\nStargast der Versammlung war Alexander Dugin, 56-j&auml;hriger Publizist aus Moskau, Mitbegr&uuml;nder der Nationalbolschewistischen Partei und Chefideologe der Eurasischen Bewegung. Dugin propagiert ein europ&auml;isch-asiatisches B&uuml;ndnis unter F&uuml;hrung Russlands. Seine Ideen waren bei der Rede des russischen Pr&auml;sidenten Putin nach der Annexion der Krim ebenso bemerkbar wie bei der Gr&uuml;ndung der Eurasischen Union von Russland, Weissrussland und Kasachstan Ende Mai. In einer TV-Ansprache im April schlug Dugin vor, Europa auf friedlichem Weg zu einem russischen Protektorat zu machen und es damit vor Homoehen, Pussy Riot und vor sich selbst zu sch&uuml;tzen: &laquo;Wir m&uuml;ssen Europa erobern und anschliessen.&raquo; Fest stehe, so Dugin weiter, &laquo;dass uns eine prorussische f&uuml;nfte Kolonne in Europa unterst&uuml;tzt. Das sind europ&auml;ische Intellektuelle, die ihre Identit&auml;t st&auml;rken wollen.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/ausland\/europa\/Gipfeltreffen-mit-Putins-fuenfter-Kolonne\/story\/30542701\">Tagesanzeiger<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> In der russophoben Stimmung scheint den Medien der politische Kompass abhanden gekommen zu sein. Es  ist noch gar nicht so lange her, da wurde das &bdquo;andere Russland&ldquo; mit den russischen &bdquo;Nationalbolschewisten&ldquo; in den deutschen Medien als <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/116\/das_andere_russland\">Oppositionsbewegung zu Putin gefeiert<\/a>. Wie heute in der Ukraine ignorierte man damals, dass dieses Oppositionsb&uuml;ndnis nicht nur als wirtschaftsliberalen Pro-Westlern (z.B. Garri Kasparow), sondern auch aus mehr als unappetitlichen Rechtsextremen wie Limonow und Dugin bestand und in Russland vor allem R&uuml;ckhalt aus rechtsextremen Kreisen hatte. Was damals die &bdquo;guten Rechtsextremen&ldquo; waren, die gegen Putin demonstrierten, sind heute die &bdquo;b&ouml;sen Rechtsextremen&ldquo;, deren Thesen Putin vermeintlich aufgreift &ndash; Putins f&uuml;nfte Kolonne. &Uuml;berfl&uuml;ssig zu erw&auml;hnen, dass dies grober Unfug ist. Es ist richtig, dass Dugin und Co. auch in der Duma und im Kreml durchaus Anh&auml;nger haben. Putin geh&ouml;rt jedoch nicht dazu. Sein engerer Kreis, die Silowiki, sind vielmehr ausgemachte politische Gegner der russischen Rechtsextremen. Die gro&szlig;e Gefahr ist jedoch, dass die Rechtsextremen durch die momentane Konfrontationspolitik des Westens gest&auml;rkt werden und dann in der Tat Einfluss gewinnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>NATO-&Uuml;bung: Flugsicherung in halb Europa lahmgelegt<\/strong><br>\n&ldquo;Gr&ouml;&szlig;te Katastrophe der j&uuml;ngeren Luftfahrtgeschichte ohne Folgen&rdquo;: Zivile Fluglotsen in &Ouml;sterreich, Deutschland, Tschechien und der Slowakei waren mehrere Stunden &ldquo;blind&rdquo;.<br>\nDonnerstag wurde der Albtraum jedes Fluglotsen wahr: Die Flieger verschwanden von den Radarschirmen, obwohl sie noch in der Luft waren. Und das nicht nur bei der Austro Control in Wien, sondern auch bei den Flugsicherungszentralen in Karlsruhe, Prag und Bratislava. Die zivilen Flugsicherungen verwenden ein Sekund&auml;rradar. Mit Empfangsanlagen werden die Funksignale der Transponder (Signalgeber, Anm.) der Flugzeuge empfangen. So wei&szlig; der Fluglotse immer &uuml;ber Kurs, Flugh&ouml;he und Geschwindigkeit Bescheid. Donnerstag um 14 Uhr verschwanden pl&ouml;tzlich immer mehr Flieger vom Bildschirm. Manche tauchten kurzfristig wieder auf, um abermals zu verschwinden. (&hellip;)<br>\nDas Blackout dauerte bis 17 Uhr. In den Nachbarl&auml;ndern soll es sogar bis 19 Uhr 30 angehalten haben. Die Luftraum&uuml;berwachung des Bundesheeres funktionierte klaglos weiter. &ldquo;Wir waren davon nicht betroffen, weil wir sowohl &uuml;ber ein Prim&auml;rradar als auch ein Sekund&auml;rradar verf&uuml;gen,&rdquo; erkl&auml;rt dazu Oberst Michael Bauer vom Verteidigungsministerium. Gemeint ist jene aktive Radar-Komponente, die auch Flugzeuge ohne Transponder erkennt. Doch die milit&auml;rischen Fluglotsen d&uuml;rfen dem Geschehen am Himmel nur zuschauen und bei Gefahr im Verzug Abfangj&auml;ger losschicken. F&uuml;r die Verkehrsleitung sind sie nicht zust&auml;ndig.<br>\nVerursacher<br>\nEine &Uuml;berpr&uuml;fung der Systeme der Austro Control, so Pohanka, habe ergeben, dass kein technischer Fehler vorgelegen sei. Also muss die St&ouml;rungsursache au&szlig;erhalb liegen.<br>\nNachforschungen des Bundesheeres fand in Ungarn einen hochgradig Verd&auml;chtigen: Die NATO. Denn in Ungarn lief zu diesem Zeitpunkt eine &ldquo;EloKa&rdquo;-&Uuml;bung. Das ist das K&uuml;rzel f&uuml;r elektronische Kampff&uuml;hrung. Dazu geh&ouml;rt auch die F&auml;higkeit, die elektronischen Systeme des Gegners zu st&ouml;ren. Die Milit&auml;rs fanden heraus, dass diesmal das Blockieren von Transpondern auf dem &Uuml;bungsplan stand. Und da d&uuml;rfte ein Offizier wohl irrt&uuml;mlich den &ldquo;roten Knopf&rdquo; gedr&uuml;ckt haben, was dann zur tats&auml;chlichen Blockade im Luftraum f&uuml;hrte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/kurier.at\/chronik\/oesterreich\/nato-uebung-flugsicherung-in-halb-europa-lahmgelegt\/69.226.057\">Kurier<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin C.P.:<\/strong> Laut der ersten (Kurier-)Meldungen betrug der Ausfall mehrere Stunden, n&auml;mlich von 14.00-18.00h (&Ouml;sterreich) bzw. 14.00-19.00h (&ouml;sterreichisches Ausland, also u.a Deutschland).<\/em><br>\n<em>(Urspr&uuml;ngliche Quellen, nochmals: <a href=\"http:\/\/www.bvz.at\/nachrichten\/bgld\/chronik-gericht\/art79581,542843\">BVZ<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.austrianwings.info\/2014\/06\/stundenlanger-radarausfall-bei-mehreren-europaeischen-flugsicherungen\/\">austriawings<\/a>, <a href=\"http:\/\/kurier.at\/chronik\/oesterreich\/nato-uebung-flugsicherung-in-halb-europa-lahmgelegt\/69.226.057\">Kurier.at<\/a>)<\/em><br>\n<em>Die aktuellen Meldungen verlauten dagegen inzwischen &ndash; unisono &ndash; auf 25min (Ausfall).<\/em><br>\n<em>(Quellen: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000001862681\/Oesterreichs-Luftsicherung-am-Donnerstag-lahmgelegt\">derStandard.at<\/a>, <a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/panorama\/oesterreich\/3818026\/Osterreichs-Luftsicherung-fur-25-Minuten-lahmgelegt\">diePresse.com<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.bvz.at\/nachrichten\/bgld\/chronik-gericht\/art79581,542843\">BVZ<\/a>)<\/em><br>\n<em>Erkl&auml;rungen f&uuml;r die zeitlichen Diskrepanz von 3,5 &ndash; 4,5 Stunden kann es eigentlich nur zwei geben: Entweder die ersten Meldungen des Kurier waren komplett falsch, oder der Vorfall soll jetzt, da er insgesamt kaum mehr verheimlicht werden kann, herunter gespielt werden und die Pressemeldungen wurden dementsprechend inzwischen &ldquo;auf Linie gebracht&rdquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Ein Jahr Snowden: Die sabotierte Aufkl&auml;rung<\/strong><br>\nAm 6. Juni liegen die ersten Enth&uuml;llungen der NSA-Total&uuml;berwachung genau ein Jahr zur&uuml;ck. Seitdem verging kaum eine Woche ohne neue Meldungen &uuml;ber die Aussp&auml;haktionen westlicher Geheimdienste. Inzwischen wissen wir, dass allen voran der US-amerikanische Milit&auml;rgeheimdienst NSA und das britische GCHQ weltweit nahezu die gesamte elektronische Kommunikation ausspionieren. Nie zuvor in der Geschichte hat es einen derart umfangreichen und systematischen Angriff auf die Privatsph&auml;re gegeben.<br>\nDas eigentlich &Uuml;berraschende aber ist, dass dieser Angriff bislang keine nennenswerten politischen Folgen gezeitigt hat &ndash; weder in den USA noch in der EU. Und auch die Bundesregierung hat von Anfang an eine Strategie des Verschleppens betrieben. Daran hat sich bis heute, trotz eines Wechsels des &bdquo;kleineren&ldquo; Koalitionspartners, nichts ge&auml;ndert.<br>\nDamit ist der NSA-Skandal l&auml;ngst auch Ausdruck einer politischen Bankrotterkl&auml;rung der Regierung Merkel &ndash; und zwar in dreierlei Hinsicht: Erstens hat diese gezielt die parlamentarische Kontrolle der Geheimdienste blockiert; infolgedessen hat sie zweitens ihre eigene politische Legitimit&auml;t eingeb&uuml;&szlig;t; und drittens hat die Bundesregierung der demokratischen &Ouml;ffentlichkeit nachhaltigen Schaden zugef&uuml;gt.<br>\nDie langfristigen Folgen sind dramatisch: Die NSA-Aff&auml;re untergr&auml;bt n&auml;mlich nicht nur das ohnehin geringe Vertrauen in die Nachrichtendienste und in den Schutz unserer Privatsph&auml;re, sondern l&auml;ngst auch in die demokratischen Prozesse und Institutionen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2014\/juni\/ein-jahr-snowden-die-sabotierte-aufklaerung\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Snowden und wir &ndash; B&uuml;rger im absoluten Staat<\/strong><br>\nEdward Snowden ist weder Held noch Verr&auml;ter &ndash; er ist schlicht ein B&uuml;rger, der getan hat, was getan werden musste. Seine Enth&uuml;llungen waren Notwehr angesichts einer Abw&auml;rtsspirale demokratischer Legitimit&auml;t.<br>\nEdward Snowden ist der Modellb&uuml;rger des 21. Jahrhunderts, weil er f&uuml;r sich und f&uuml;r seine Zeit eine Moral definiert hat, die sich gegen die Interessen des Staates oder gleich gegen die Interessen eines staatlich-industriellen &Uuml;berwachungskomplexes stellt.<br>\nWas ist Freiheit? Was ist Verantwortung? Was ist Selbstbestimmung? Was ist ein Staat, der sich &uuml;ber den Willen und das Wesen des Einzelnen erhebt? Ein Staat, der den Alltag unter Verdacht stellt? Ein Staat, der wie ein permanenter Gerichtsprozess funktioniert, bei dem der B&uuml;rger, der nichts von seiner Anklage wei&szlig;, st&auml;ndig seine Unschuld beweisen soll?<br>\nWas also ist ein Staat, der sich absolut setzt? Und was tut man gegen so einen Staat?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/edward-snowden-und-die-demokratie-kolumne-von-georg-diez-a-973830.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Regierungsbeh&ouml;rden k&ouml;nnen Telefonate live mith&ouml;ren<\/strong><br>\nDer Mobilfunkanbieter Vodafone geht ein Jahr nach Beginn des NSA-Skandals in die Offensive. Das Unternehmen stellt an diesem Freitag einen umfassenden Bericht* zur Telefon&uuml;berwachung vor. S&uuml;ddeutsche.de stellt das Dokument hier online zur Verf&uuml;gung. Darin beschreibt das Unternehmen, in welchem Ausma&szlig; Regierungsbeh&ouml;rden in den 29 Staaten, in denen das Unternehmen t&auml;tig ist, auf Telekommunikationsdaten und Gespr&auml;chsinhalte zugreifen.<br>\nRegierungsbeh&ouml;rden in &ldquo;einer kleinen Zahl von Staaten&rdquo; haben demnach die M&ouml;glichkeit, sich &uuml;ber geheime Zug&auml;nge live in Telefongespr&auml;che einzuschalten. In den betroffenen L&auml;ndern h&auml;tten die Regierungsbeh&ouml;rden ihre Kabel direkt an das Vodafone-Netzwerk angeschlossen, hei&szlig;t es. Um Telefonate abzuh&ouml;ren, m&uuml;ssten die Beh&ouml;rden in diesen L&auml;ndern daher auch keine Anfragen an das Unternehmen stellen. Vodafone habe somit keine Handhabe dar&uuml;ber, wer wie abgeh&ouml;rt wird. Um welche Staaten es sich dabei handelt, teilte Vodafone nicht mit.<br>\nErst im Mai hatte Vodafone-Konkurrent Telekom einen &auml;hnlichen Transparenzbericht vorgelegt. Dieser f&uuml;hrte vor allem Statistiken auf: Demnach haben Justiz- und Sicherheitsbeh&ouml;rden im vergangenen Jahr 49 796 Anschl&uuml;sse &uuml;berwacht. Vodafone nennt diese Zahlen nun auch.<br>\nIn manchen L&auml;ndern sollen die staatlichen Beh&ouml;rden dem Bericht zufolge auch in der Lage sein, den Aufenthaltsort von Vodafone-Kunden nachzuverfolgen. Vodafone listet in dem Bericht f&uuml;r jedes Land die Zahl der Regierungsanfragen auf. Allerdings reglementieren die meisten Staaten die Ver&ouml;ffentlichung solcher Zahlen, wodurch sich das Ausma&szlig; der &Uuml;berwachung in den einzelnen Staaten nur schwer vergleichen l&auml;sst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/vodafone-bericht-zur-ueberwachung-regierungsbehoerden-koennen-telefonate-direkt-abhoeren-1.1989155\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Kaum Kompetenz, kaum Akzeptanz<\/strong><br>\nEin vertraulicher Bericht des Bundesrechnungshofs teilt gegen das Nationale Cyber-Abwehrzentrum aus. Offenbar sind dort weder ausreichende Kompetenzen geb&uuml;ndelt, noch gibt es eine klare Arbeitsstruktur. Einige der beteiligten Beh&ouml;rden scheinen das Projekt bereits aufgegeben zu haben. (&hellip;)<br>\nDas NCAZ wurde vor drei Jahren unter Federf&uuml;hrung des Bundesamts f&uuml;r Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gegr&uuml;ndet und sollte eigentlich die beh&ouml;rden&uuml;bergreifende Abwehr- und Informationsstelle f&uuml;r elektronische Angriffe und Gefahren werden. Dazu wurden in einem ehemaligen St&uuml;tzpunkt des Bundesnachrichtendienstes in Bonn zehn Planstellen geschaffen. (&hellip;)<br>\nIn dem Bericht spricht sich der Bundesrechnungshof &uuml;berraschend deutlich gegen die Struktur des NCAZ aus. Das Zentrum sei aktuell &ldquo;nicht geeignet, die &uuml;ber die Beh&ouml;rdenlandschaft verteilten Zust&auml;ndigkeiten und F&auml;higkeiten bei der Abwehr von Angriffen aus dem Cyberraum zu b&uuml;ndeln&rdquo;.<br>\nZu den st&auml;ndigen Vertretern im NCAZ geh&ouml;rt neben dem federf&uuml;hrenden BSI das Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz und das Bundesamt f&uuml;r Bev&ouml;lkerungshilfe und Katastrophenschutz (BBK). Zus&auml;tzlich sind der Milit&auml;rische Abschirmdienst, der Bundesnachrichtendienst, das Bundes- und das Zollkriminalamt, sowie die Bundespolizei als assoziierte Mitglieder im NCAZ gef&uuml;hrt.<br>\nDer Bundesrechnungshof kritisiert zudem, dass es dem NCAZ an Expertise mangelt, obwohl alle wichtigen Beh&ouml;rden vertreten seien. Das Zentrum k&ouml;nne nicht nur seine Aufgabe der Gefahrenabwehr nicht ausreichend wahrnehmen, sondern finde selbst &ldquo;als Informationsplattform nur geringe Akzeptanz&rdquo;. (&hellip;)<br>\nDer Bericht ist eine schwere Schelte f&uuml;r das Bundesinnenministerium. Der ehemalige Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich hatte das NCAZ 2011 er&ouml;ffnet und dabei hohe Erwartungen gesch&uuml;rt. &ldquo;Wir m&uuml;ssen Schutzempfehlungen zur Cyber-Sicherheit herausgeben, bevor sie angreifen&rdquo;, erkl&auml;rte der Minister damals. &ldquo;Machtstrukturen im Bereich der organisierten Kriminalit&auml;t und des Terrorismus vernetzen sich und bereiten ebenfalls Cyber-Angriffe vor.&rdquo; Darauf werde das neue Zentrum reagieren und die Sicherheit der Bundesrepublik und ihrer kritischen Infrastruktur verteidigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/cyber-100.html\">tagesschau.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Vodafone best&auml;tigt Abh&ouml;r-Leitungen und geheime R&auml;ume<\/strong><br>\nDer NSA-Skandal zieht nun weitere Kreise. Vodafone hat als erster Mobilfunkanbieter die Existenz von geheimen R&auml;umen einger&auml;umt, in denen Regierungsorganisationen problemlos Gespr&auml;che von Vodafone-Kunden abh&ouml;ren k&ouml;nnen. Anfang Mai hatte die Telekom bereits einen Transparenzbericht ver&ouml;ffentlicht und die &Uuml;berwachung von Anschl&uuml;ssen best&auml;tigt.<br>\nVodafone best&auml;tigt Existenz von Abh&ouml;rr&auml;umen<br>\nIn seinem Transparenzbericht hat der britische Mobilfunkkonzern Vodafone heute erstmals die Existenz von Abh&ouml;r-Leitungen best&auml;tigt. In einigen der insgesamt 29 L&auml;nder in denen Vodafone aktiv ist, soll es entsprechende geheime R&auml;ume mit verborgenen Leitungen geben, die Geheimdiensten das Abh&ouml;ren und Aufzeichnen von Gespr&auml;chen und Datenverbindungen erm&ouml;glicht. In sechs L&auml;ndern sei Vodafone sogar zum Lauschangriff verpflichtet.<br>\nNach Angaben von Vodafone habe man in den meisten L&auml;ndern die vollst&auml;ndige Kontrolle &uuml;ber die technische Infrastruktur, durch die eine legale &Uuml;berwachung durch Geheimdienste und Beh&ouml;rden durchgef&uuml;hrt werden k&ouml;nne. Die geheimen Leistungen seien mit dem Vodafone-Netzwerk verbunden, hei&szlig;t es im Bericht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mobilfunk-talk.de\/news\/169348-vodafone-bestaetigt-abhoer-leitungen-und-geheimen-raeume\">Mobilfunk-Talk.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin M.G.:<\/strong> Allein dieser Bericht MUSS ausreichen f&uuml;r einen anf&auml;nglichen Tatverdacht zur Ermittlung des massenhaften Aussp&auml;hens der B&uuml;rger. Sogar mit einem konkreten Tatverd&auml;chtigen, Vodafone, der hier sich der Beihilfe beschuldigt.<\/em><br>\n<em>Herr Maas, Herr Range! Machen Sie endlich Ihren Job f&uuml;r den Sie bezahlt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der gute Oligarch?<\/strong><br>\nK&auml;mpfe im eigenen Land, die Krim scheint verloren, die Wirtschaft liegt am Boden: Der neue ukrainische Pr&auml;sident Poroschenko steht vor schier unl&ouml;sbaren Aufgaben. Wer ist der Mann, der im Laufe seiner politischen Karriere schon oft die Seiten wechselte?<br>\nPoroschenko, der laut &ldquo;Forbes&rdquo; &uuml;ber ein Verm&ouml;gen von rund einer Milliarde Euro verf&uuml;gen soll, war einer der wichtigsten Geldgeber der Maidan-Bewegung: Der 48-J&auml;hrige ist der einzige Oligarch, der sich offen hinter die pro-europ&auml;ische Bewegung auf dem Maidan gestellt hatte, die monatelang in Kiew demonstrierte und den Sturz von Pr&auml;sident Viktor Janukowitsch herbeif&uuml;hrte.<br>\nPoroschenko gilt als &ldquo;guter Oligarch&rdquo;, der beteuert, er habe sich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion nicht billig Staatseigentum unter den Nagel gerissen, sondern seinen Reichtum selbst erarbeitet. Inzwischen z&auml;hlen nicht nur der S&uuml;&szlig;warenhersteller Roschen zum Imperium des &ldquo;Schokoladenbarons&rdquo;, sondern auch Automobil- und Busfabriken, eine Werft und ein Fernsehsender, der live vom Maidan berichtete.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/poroschenko-portraet-100.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Macht &ldquo;Schokoladenk&ouml;nig&rdquo; Poroschenko sein Geld wirklich mit Schokolade?<\/strong><br>\nDer Oligarch besitzt unter anderem das Maschinenbau-, Werft- und R&uuml;stungsunternehmen Leninska Kuznya. Hier eines der &ldquo;Konfekte&rdquo; dieses Unternehmens des &ldquo;Schokoladenk&ouml;nigs&rdquo;, zitiert aus dem Army Guide: (&hellip;)<br>\nPoroschenko hat sich &uuml;brigens gegen die Einstellung des B&uuml;rgerkriegs in der Ostukraine ausgesprochen. Interessant ist jedoch auch die Lage der Unternehmensstandorte des &ldquo;Schololadenk&ouml;nigs&rdquo;. (&hellip;)<br>\nWie man sieht, befinden sich die Standorte des Poroschenko-Unternehmens auch ganz wesentlich in der Ostukraine sowie auf der Krim. Honi soit qui mal y pense.<br>\nIn der Tradition geht es weiter; nur bei aktuellen Projekten ohne russische, daf&uuml;r mit europ&auml;ischen Waffen, siehe den Lexikon-Eintrag in der ukrainischen Wikipedia (Link geht auf Google Translate).<br>\nBeim neuen Mehrzweckkriegsschiff-Projekt kommt die Artillerie von Rheinmetall Air Defence AG aus Deutschland, die Topedos von EuroTorp, einer franz&ouml;sisch-italienischen Kooperation, die Raketen sind Exocet aus Frankreich, genau wie die Abwehrbewaffnung. Die Hubschrauber sind NH90 von NHIndustries, einer Kooperation von Frankreich, Italien, Deutschland und der Niederlande.<br>\nWie praktisch, dass der Besitzer der Hersteller-Firma gleichzeitig urkainischer Pr&auml;sident ist &ndash; &ldquo;Schokoladenk&ouml;nig&rdquo; Poroschenko! Er ist eben ein idealer Partner des Westens.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.fdik.org\/2014-06\/s1402149304\">b&acute;s weblog<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Offensichtlich hat die &bdquo;tagesschau&ldquo; hier schlecht recherchiert oder einige Informationen bewusst nicht erw&auml;hnt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die ungel&ouml;ste Eurokrise &ndash; Zwischenfazit und Ausblick anl&auml;sslich der Europawahl<\/strong><br>\nIn diesem Denkansto&szlig; des Instituts Solidarische Moderne (ISM) ziehen die AutorInnen eine Zwischenbilanz nach fu&#776;nf Jahren Eurokrise. Sie fu&#776;hren dem deutschen Publikum vor Augen, welche enormen Opfer die Austerita&#776;tspolitik den Menschen in den Krisenstaaten bisher abverlangt hat. Damit zeigen sie, dass die andauernde Austerita&#776;tspolitik die reale Gefahr birgt, Europa in eine deflationa&#776;re Abwa&#776;rtsspirale zu lenken. An Hand der Privatisierungspolitik in Griechenland wird exemplarisch aufgezeigt, dass die Politik der Troika bisher die Chance verpasst, die Wirtschaft der Krisenstaaten (wie Europas u&#776;berhaupt) auf den langfristig unumga&#776;nglichen Pfad der sozial-o&#776;kologischen Transformation zu lenken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.solidarische-moderne.de\/de\/article\/415.die-ungeloeste-eurokrise.html\">Institut<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Lehren aus der Schuldenkrise: Br&uuml;ssel will Reformeifer in Krisenl&auml;ndern anstacheln<\/strong><br>\nKaum flaut die Eurokrise ab, erlahmt in den ersten L&auml;ndern der Reformeifer. In Br&uuml;ssel hofft man nun, dass ein Lieblingsprojekt von Angela Merkel neuen Auftrieb bekommt: EU-Staaten sollen sich gegenseitig bei ihren Reformen antreiben.<br>\nIn Euroraum gibt es eine bedenkliche Entwicklung. Weil sich die Wirtschaftskrise beruhigt, schwindet der politische Wille zur Sparsamkeit und Strukturreformen. Stattdessen nutzen viele Krisenstaaten die niedrigen Zinsen, um schon wieder neue Schulden zu machen &ndash; in der Hoffnung, so die Konjunktur anzukurbeln.<br>\nSo will Spanien am Freitag ein milliardenschweres Konjunkturpaket beschlie&szlig;en, es enth&auml;lt Kredite f&uuml;r Unternehmen und staatliche Investitionen in Transport und Produktion. Frankreich will den mit der EU-Kommission vereinbarten Fahrplan f&uuml;r den Abbau seines Haushaltsdefizits neu verhandeln. Italien plant eine Senkung der Einkommensteuer, um Konsum und Konjunktur anzukurbeln.<br>\nHinter dem Verhalten steckt ein altes Problem. Regierungen neigen dazu, Reformen zu verschleppen, weil sie den Schlagabtausch mit Lobbyisten scheuen, oder weil sie f&uuml;rchten, dass ihre Popularit&auml;t unter sozialen Einschnitten leidet. Im Euroraum ist das besonders problematisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/reformen-deutschland-will-teamwork-zwischen-eu-staaten-staerken-a-973358.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Fast schon unkontrollierte Hetze im schlimmster SPIEGEL-&ldquo;Deutschland-braucht-Reformen&rdquo;-Manier der Jahre 1994 ff., diesmal f&uuml;r die anderen EU-Staaten. &ldquo;Reformen&rdquo; &ndash; sprich radikaler Sozialabbau und brutale Lohnsenkungen &ndash; m&uuml;ssen auch gegen Widerst&auml;nde durchgef&uuml;hrt werden? Staatsschulden sind das Grund&uuml;bel? Das hat der SPIEGEL also aus der letzten Europawahl und aus dem wirtschaftlichen Totalabsturz der s&uuml;dlichen EU-Staaten &ldquo;gelernt&rdquo;? Wirklich??? Und der SPIEGEL hat immer noch nicht gelernt, dass die Austerit&auml;tspolitik nicht &ldquo;vor&uuml;bergehend&rdquo;, sondern dauerhaft zu Arbeitslosenraten von &uuml;ber 25% und jahrelanger Rezession f&uuml;hren? Wahnsinn.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die Blindheit der politischen Verantwortlichen ist erschreckend. Das abschneiden des rechtsextremen Front National bei der Europawahl in Frankreich scheint niemanden aufgeweckt zu haben. Weiter mit Vollgas in Richtung Merkels &bdquo;marktkonformer&ldquo; Demokratie und weiter in Richtung Abgrund.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ein erb&auml;rmlicher Aufruf<\/strong><br>\nDas hat noch gefehlt: So genannte Intellektuelle schreiben einen Aufruf f&uuml;r Jean-Claude Juncker als Chef der EU-Kommission. Darunter die &Ouml;konomen Hans-Werner Sinn und Gustav Horn und der Philosoph J&uuml;rgen Habermas (zu Habermas Verst&auml;ndnis von Europas Krise siehe zuletzt hier). Und sie haben sich beim Verfassen und Unterzeichnen dieses Aufrufs sicherlich unheimlich erhaben gef&uuml;hlt, der Demokratie einen bedeutenden Dienst erwiesen zu haben. Es ist aber einfach nur erb&auml;rmlich.<br>\nJuncker hat die soziale Katastrophe, die sich in Griechenland, Spanien, Portugal, Italien, Irland, in der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion insgesamt abspielt, &uuml;ber Jahre in f&uuml;hrender Funktion mit verantwortet. Er war von 2005 bis 2013 Vorsitzender der Euro-Gruppe. Anstatt die Bedingungen zu benennen, die zur &Uuml;berwindung der Massenarbeitslosigkeit beitragen k&ouml;nnen, die jenes erschreckende Europawahlergebnis hervorgebracht hat (niedrige Wahlbeteiligung; Erfolge rechtsextremer Parteien), ja, auch beherzt dar&uuml;ber zu streiten, sich auseinanderzusetzen, verirren sich die Damen und Herren &Ouml;konomen, Philosophen und Juristen im Dickicht der Parteien und Institutionen, auf die sie ohnehin keinen Einfluss haben. &Uuml;ber die &ouml;konomische und soziale Lage verlieren sie kein Wort. Das ist nicht nur l&auml;cherlich, das ist auch eine intellektuelle und moralische Bankrotterkl&auml;rung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2014\/06\/kommentar-ein-erbarmlicher-aufruf\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Thomas Piketty im Interview &ndash; &ldquo;Die Mittelklasse schrumpft weiter&rdquo;<\/strong><br>\nDer &Ouml;konom Thomas Piketty hat mit seinem Buch &ldquo;Das Kapital im 21. Jahrhundert&rdquo; die Reichtumsdebatte neu entfacht. Ein Gespr&auml;ch &uuml;ber wachsende Ungleichheit, niedrige Leitzinsen und eine progressive Verm&ouml;genssteuer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/thomas-piketty%E2%80%94die-mittelklasse-schrumpft-weiter-,1472780,27372008.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Paul Krugman: On Inequality Denial &ndash;  &Uuml;ber das Leugnen der Ungleichheit<\/strong><br>\nVor einiger Zeit habe ich einen Artikel mit dem Titel &ldquo; Die Reichen, die Rechten und die Fakten&rdquo; ver&ouml;ffentlicht, in dem ich die politisch motivierten Bem&uuml;hungen beschrieb, etwas zu leugnen, das ganz offensichtlich ist  &ndash;  n&auml;mlich den starken Anstieg der Ungleichheit in Amerika, speziell, was die oberste Spitze der Einkommensskala betrifft. Es wird Sie wahrscheinlich nicht wundern, dass ich auf ziemlich viel Missbrauch statistischen Materials durch Leute in wichtigen Positionen gesto&szlig;en bin.<br>\nAuch wird es Sie nicht &uuml;berraschen, wenn ich Ihnen sage, dass sich inzwischen nicht viel ge&auml;ndert hat.  Nicht nur bestreiten die &uuml;blichen Verd&auml;chtigen weiterhin das Offensichtliche, sie kommen auch immer noch mit den gleichen l&auml;ngst diskreditierten Argumenten: Die Ungleichheit steigt nicht wirklich; Also sch&ouml;n, sie steigt, aber das macht nichts, weil wir eine so starke soziale Mobilit&auml;t haben; &Uuml;berhaupt ist das gut, und wer sagt, es sei problematisch, ist ein Marxist.<br>\nAber das Jahr, in dem ich den Artikel ver&ouml;ffentlicht habe, mag Sie &uuml;berraschen: 1992.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/06\/02\/opinion\/krugman-on-inequality-denial.html?_r=0\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Lebte schon Jesus im Kapitalismus?<\/strong><br>\nUnser Wirtschaftssystem mache die Reichen immer reicher, behauptet Thomas Piketty &ndash; und wird daf&uuml;r gefeiert. Doch an entscheidenden Stellen blendet er eine wichtige Gr&ouml;&szlig;e aus: Die Steuern.<br>\nSelten ist ein Buch so &uuml;bersch&auml;tzt worden wie Kapital im 21. Jahrhundert von Thomas Piketty. Der als Star&ouml;konom und Meisterdenker gefeierte Franzose behauptet darin, der Kapitalismus mache die Reichen fast automatisch immer reicher. Nur neue, drastische Steuern k&ouml;nnten das verhindern. Mit dieser Botschaft sorgt Piketty f&uuml;r Furore. Manche sehen in ihm einen neuen Marx, also jemanden, der das Denken einer ganzen Epoche &auml;ndern k&ouml;nnte &ndash; wobei das bei Marx ja nicht unbedingt zum Guten war. Doch so wuchtig Pikettys Thesen daherkommen, so d&uuml;nnbeinig sind die Argumente darunter. Manche erscheinen geradezu bizarr.<br>\nDas betrifft nicht nur ein paar Statistikreihen, bei denen die Financial Times dem Forscher vorwirft, er habe mit den Zahlen geschludert. Nein, das ganze Gedankengeb&auml;ude ist wackelig. Im neuen Marx steckt viel Murks (wie es bei Karl ja nicht anders war).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2014\/24\/thomas-piketty-kapitalismus-im-21-jahrhundert\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wir wiederholen uns nur ungern, aber hier gilt wieder einmal getroffene Hunde bellen laut. Piketty hat die Neoliberalen offenbar  voll erwischt. Und so f&uuml;hlt sich auch das neoliberale Propagandaorgan f&uuml;r die gehobenen St&auml;nde, die Zeit, berufen, sich ebenfalls am Piketty-Bashing  zu beteiligen.<\/em><br>\n<em>Die Argumentation des Zeit-Wirtschaftsredakteurs Rudzio kann dabei schwachbr&uuml;stiger nicht sein. Daf&uuml;r soll billige Polemik &bdquo;(Im neuen Marx steckt viel Murks &hellip;..&ldquo;) fundierte Argumente  ersetzen.  Rudzios st&auml;rkstes Argument, er  wirft Piketty vor, dass er in einigen Grafiken eine Entwicklung bis ins Jahr 2200 antizipiert. Solche langfristigen Prognosen sind sicher nicht unproblematisch, nur wenn es um die Durchsetzung der neoliberalen Agenda geht sind Rudzio &amp; Co weniger penibel. Liebstes Argument der Neoliberalen, wenn es wieder einmal um Rentenk&uuml;rzungen und Verl&auml;ngerung der Lebensarbeitszeit geht, ist die demographische Entwicklung. Hier wird dann auch schon einmal mit der Bev&ouml;lkerungsentwicklung bis ins Jahr 2050 argumentiert. Aber das ist nat&uuml;rlich wieder etwas ganz anderes. Eine weitere Quintessenz der &bdquo;Kritik&ldquo;, zu Beginn des 20.Jahrhunderts waren die Verm&ouml;gensverteilung und die sozialen Gegens&auml;tze noch schlimmer als nun zu Beginn des 21.Jahrhunderts. Damit ist Pikettys Arbeit f&uuml;r Rudzio v&ouml;llig konterkariert. Eine weitere Auseinandersetzung nicht notwendig. Aber allein daf&uuml;r, dass Pikettys Buch derart die Wut der Neoliberalen entfacht hat, ist es lesenswert.<\/em><br>\n<em>Nur am Rande, laut einer Studie der britischen Hilfsorganisation Oxfam  besitzen allein 85 Superreiche das gleiche Verm&ouml;gen wie die arme H&auml;lfte der Weltbev&ouml;lkerung &ndash; immerhin 3,5 Milliarden Menschen. Die These Pikettys, dass sich im Kapitalismus der Reichtum immer mehr in den H&auml;nden weniger konzentriert ist so selbstverst&auml;ndlich kompletter Unsinn.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu noch einmal: <a href=\"http:\/\/www.oxfam.de\/news\/140121-85-milliardaere-besitzen-so-viel-aermere-haelfte-weltbevoelkerung-zusammen\">85 Milliard&auml;re besitzen so viel wie die &auml;rmsten 3,5 Milliarden<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>Und: Profit from Crisis &ndash; Why capitalists do not want recovery, and what that means for America<\/strong><br>\nCan it be true that capitalists prefer crisis over growth? On the face of it, the idea sounds silly. According to Economics 101, everyone loves growth, especially capitalists. Profit and growth go hand in hand. When capitalists profit, real investment rises and the economy thrives, and when the economy booms the profits of capitalists soar. Growth is the very lifeline of capitalists. &hellip;<br>\nThe old slogan &ldquo;what&rsquo;s good for GM is good for America&rdquo; now rings hollow. Capitalists seek not utility through consumption but more power through redistribution. And they achieve their goal not by raising investment and fueling growth, but by allowing unemployment to rise and jobs to become scarce. Clearly, we are not &ldquo;all in the same boat.&rdquo; There is a distributional struggle for power, and this struggle is not a mere &ldquo;sociological&rdquo; issue. It is the center of our political economy, and we need a new theoretical framework to understand it.<br>\nSecond, macroeconomic policy, whether old or new, cannot offset the aggregate consequences of this distributional struggle. Not by a long shot. Till the late 1970s, the budget deficit was small, yet America boomed. And why? Because progressive taxation, transfer payments and social programs made the distribution of income less unequal. By the early 1980s, this relationship inverted. Although the budget deficit ballooned and interest rates fell, economic growth decelerated. New methods of upward redistribution have caused the share of the Top 1% to zoom, making stagnation the new norm.<br>\nThird, and finally, Washington can no longer hide behind the bush. On the one hand, the concentration of America&rsquo;s income and assets, having been boosted by large post-crisis bailouts and massive quantitative easing, is now at record levels. On the other hand, long-term unemployment remains at post-war highs while job growth is at a standstill. Eventually, this situation will be reversed. The only question is whether it will be reversed through a new policy trajectory or through the calamity of systemic crisis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/rwer.wordpress.com\/2014\/04\/30\/profit-from-crisis-why-capitalists-do-not-want-recovery-and-what-that-means-for-america\/\">Real World Economics Review<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Bank of America droht 12-Milliarden-Dollar-Strafe<\/strong><br>\nDie Bank of America muss im Streit &uuml;ber Altlasten aus der Finanzkrise laut dem Wall Street Journal mit einer Strafe von mindestens zw&ouml;lf Milliarden Dollar (rund acht Milliarden Euro) rechnen. Die Summe sei zur Beilegung des Verfahrens zum Umgang mit faulen Hypothekenkrediten f&auml;llig, berichtete die Zeitung unter Berufung auf mit den Verhandlungen vertrauten Personen. Neben dem Justizministerium in Washington sind daran mehrere Bundesstaaten beteiligt. Mindestens f&uuml;nf Milliarden Dollar d&uuml;rften voraussichtlich f&auml;llig werden, um Hausbesitzern bei der Abzahlung ihrer Darlehen zu helfen.<br>\nEin Sprecher der Bank lehnte eine Stellungnahme ab. Zuletzt war die US-Bank JPMorgan Chase in einem &auml;hnlichen Vergleich zu einer Rekordzahlung von 13 Milliarden Dollar verpflichtet worden.<br>\nDie Bank of America muss bereits mehr als neun Milliarden Dollar daf&uuml;r zahlen, dass sie den staatlichen Immobilienfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac fragw&uuml;rdige Hypothekenpapiere verkaufte, die nach dem Crash am US-Wohnungsmarkt drastisch an Wert verloren. Bei der Bank of America summierten sich Strafen und Vergleiche seit 2009 auf mehr als 25 Milliarden Dollar, errechnete die Financial Times. Die Bank hatte sich das Gros der Probleme durch den Kauf der Investmentbank Merrill Lynch und des Immobilienfinanzierers Countrywide eingefangen.<br>\nAuch andere Banken sind bereits zu Strafzahlungen verpflichtet worden, weil sie beim Verkauf von Hypothekenpapieren Risiken verschleiert haben sollen. Die Deutsche Bank etwa muss 1,9 Milliarden Dollar zahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2014-06\/bank-of-america-finanzkrise-hypotheken\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK.<\/strong> Das erstaunliche daran ist, dass die Banken solche Summen offenbar ohne mit der Wimper zu zucken bezahlen k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Moderne Schuldknechtschaft &ndash; Knebelvertr&auml;ge f&uuml;r ausl&auml;ndische Pflegekr&auml;fte<\/strong><br>\nSie arbeiten sieben Tage die Woche, oft mehr als zw&ouml;lf Stunden und erfahren erst kurz vorher, wohin es geht. Ausl&auml;ndische Pflegekr&auml;fte sind meist bei gro&szlig;en Firmen f&uuml;r Intensivpflege angestellt &ndash; zu extrem schlechten Konditionen. Doch wer seinen Vertrag vorzeitig k&uuml;ndigen will, zahlt drauf, so wie Nerea Gonzalez. &ldquo;Ich verbringe zw&ouml;lf Stunden ohne Pause mit den Patienten. Dann werde ich f&uuml;r zw&ouml;lf Stunden von einem Kollegen abgel&ouml;st. Sieben Tage lang wechseln wir uns ab. Manche Patienten liegen im Koma, andere sind an Atmungsger&auml;te angeschlossen. Es ist oft so stressig, dass ich in meiner zw&ouml;lf Stundenschicht nicht einmal zum Essen komme.&rdquo; Seit acht Monaten ist Nerea Gonzalez in Deutschland. Sie ist eine von rund 300.000 Pflegekr&auml;ften aus S&uuml;d- und Osteuropa, die hier schwer kranke und alte Menschen pflegen. Das deutsche Unternehmen GIP, Gesellschaft f&uuml;r medizinische Intensivpflege, hat sie angeworben und vermittelt sie wie Leiharbeiter an pflegebed&uuml;rftige Menschen. &ldquo;Zu Beginn der Arbeitswoche packe ich morgens fr&uuml;h meinen Koffer und reise irgendwohin &ndash; dorthin, wo ich gerade gebraucht werde. Ich wei&szlig; nicht, was mich erwartet. Ich muss alles selber organisieren. Wo ist das Hotel? Wie weit ist die Wohnung der Patienten entfernt? Gibt es medizinische Informationen vom behandelnden Arzt? Wenn man kaum Deutsch spricht, k&ouml;nnen sich diese simplen Fragen schnell zu un&uuml;berwindbaren H&uuml;rden auswachsen. Oft haben die Familien auch eine Liste von Dingen, die ich machen muss.&rdquo; Manchmal muss Nerea auch die Wohnung putzen, auf Kinder aufpassen, einkaufen oder den Hund ausf&uuml;hren. Ohne staatliche Kontrolle ist der Weg von der Pflegekraft zur Putzfrau ein kurzer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2014\/06\/06\/dlf_20140606_1423_276f4f28.mp3\">Deutschlandradio [Audio &ndash; mp3]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Also liebe SPD, der Mindestlohn, ist nur das Mindeste, was es anzugehen gilt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gute Arbeit und Kapitalismuskritik<\/strong><br>\nInwieweit muss Gute Arbeit als ein &bdquo;gegentendenzielles Projekt&ldquo; angelegt sein?&hellip;<br>\nMan kann also zusammenfassen: Gute Arbeit &ndash; und das ist auch demokratische Arbeit &ndash; kann eine Antwort auf die Arbeitskraftgef&auml;hrdung durch die Zumutungen des Finanzmarktkapitalismus sein. Und sie birgt das Potential, &uuml;ber die Anspr&uuml;che an demokratischer Entscheidung weitere Perspektiven zu erschlie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/27-2014\/++co++7f00060e-d872-11e3-805d-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Zeitungsaustr&auml;ger unter Druck &ndash; Mindestlohn nur f&uuml;r die Schnellsten<\/strong><br>\nDas Mindestlohngesetz soll allen Arbeitnehmern einen Stundenlohn von 8,50 Euro garantieren. Doch der Gesetzentwurf von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles hat einen gravierenden Sch&ouml;nheitsfehler: Arbeitgeber k&ouml;nnen auch weiter nach Leistung bezahlen. Wer die Leistung nicht bringt, muss selbst sehen, wie er trotzdem an seine 8,50 Euro pro Stunde kommt.<br>\nZimmerm&auml;dchen, Kellner und Taxifahrer &ndash; sie und viele andere Besch&auml;ftigte der Niedriglohn-Branchen k&ouml;nnen sich freuen, wenn sp&auml;testens ab Anfang 2017 der gesetzliche Mindestlohn greift. 8,50 Euro die Stunde soll dann fl&auml;chendeckend gelten. Doch das Gesetzesvorhaben, auf das Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles sehr stolz ist, hat einen gravierenden Sch&ouml;nheitsfehler: Es ist n&auml;mlich weiterhin zul&auml;ssig, auch St&uuml;ckl&ouml;hne zu zahlen!  Auf diese Weise k&ouml;nnten Tausende Zeitungsaustr&auml;ger am Ende trotzdem um ihren Mindestlohn gebracht werden!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/kontraste\/archiv\/kontraste-vom-05-06-2014\/zeitungsaustraeger-unter-druck-mindestlohn-nur-fuer-die-schnellsten.html\">RBB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Stoppt Karlsruhe Ausnahmen vom Mindestlohn?<\/strong><br>\nDie Koalition hat das Mindestlohngesetz auf den parlamentarischen Weg gebracht. Union und SPD wollen nun &uuml;ber weitere Ausnahmen von einem allgemeinen Mindestlohn in H&ouml;he von 8,50 Euro verhandeln.<br>\nEinig sind sie sich, dass es f&uuml;r Jugendliche unter 18, wiederbesch&auml;ftigte Langzeitarbeitlose und Praktikanten besondere Regeln geben soll.<br>\nLinke-Parteichefin Katja Kipping sagte voraus, dass das Gesetz aus diesem Grund vom Verfassungsgericht gestoppt wird. &ldquo;Die Diskriminierung von Jugendlichen und Erwerbslosen widerspricht dem Gleichbehandlungsgebot des Grundgesetzes&rdquo;, erkl&auml;rte Kipping.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/politik\/deutschland\/stoppt-karlsruhe-ausnahmen-vom-mindestlohn-aid-1.4292243\">RP Online<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Attacke gegen Nahles: Union pocht auf Ausnahmen beim Mindestlohn<\/strong><br>\nDas Machtwort von Andrea Nahles findet kein Geh&ouml;r. Vertreter der CDU fordern weiter Ausnahmen beim Mindestlohn, obwohl die Bundesarbeitsministerin solche gerade erst kategorisch abgelehnt hatte.<br>\nGerade erst hat Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) Ausnahmen beim geplanten Mindestlohn kategorisch abgelehnt &ndash; die Forderungen aus der Union rei&szlig;en dennoch nicht ab. &ldquo;Es muss noch Erg&auml;nzungen und Differenzierungen geben&rdquo;, sagte CDU-Partei- und Fraktionsvize Thomas Strobl der &ldquo;Welt&rdquo;. Vor allem Sonderregelungen f&uuml;r Erntehelfer seien n&ouml;tig.<br>\nDas Gesetz f&uuml;r den Mindestlohn soll am 4. Juli vom Bundestag verabschiedet werden und ab dem 1. Januar 2015 gelten. Ausnahmen in einzelnen Branchen sollen bis Ende 2016 erlaubt bleiben. &Uuml;ber die genaue Ausgestaltung dieser Ausnahmen gibt es seit Wochen Zoff.<br>\nMindestlohn-Kritiker in der Unionsfraktion hatten zuletzt immer wieder Ausnahmen von der Lohnuntergrenze gefordert. Peter Ramsauer (CSU) pl&auml;dierte in der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo; f&uuml;r &ldquo;massive Ver&auml;nderungen&rdquo;. F&uuml;r Rentner, Praktikanten und studentische Hilfskr&auml;fte d&uuml;rfe der Mindestlohn ebenso wenig gelten wie f&uuml;r Zeitungsaustr&auml;ger. Unionsfraktionsvize Michael Fuchs (CDU) will au&szlig;erdem Ausnahmen f&uuml;r Saisonarbeiter und Erntehelfer.<br>\nNahles lehnt Ausnahmen ab, Deutschland als st&auml;rkste Wirtschaftsnation Europas k&ouml;nne einen einheitlichen &ldquo;Mindestlohn verkraften&rdquo;. Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer hat ebenfalls deutlich gemacht, dass er Ausnahmen allenfalls bis Ende 2016 f&uuml;r m&ouml;glich h&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/mindestlohn-union-pocht-auf-ausnahmen-a-974110.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Der fl&auml;chendeckende, gesetzliche Mindestlohn war zentrales Thema der SPD bei der letzten Bundestagswahl und vor Eintritt in diese Koalition mit den Unionsparteien. Mittlerweile ist er -mit Zustimmung der Spitze der Bundes-SPD- l&ouml;chrig wie mancher K&auml;se (Jusos). Dass UnionsvertreterInnen versuchen w&uuml;rden, m&ouml;glichst viele Ausnahmen auszuhandeln, m&uuml;sste der SPD-Spitze bekannt gewesen sein.<\/em><br>\n<em>Nicht wenige in der Arbeitnehmerschaft k&ouml;nnten sich von der SPD verraten f&uuml;hlen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&bdquo;Von der Leyen hat keine Ahnung vom Milit&auml;r&ldquo;<\/strong><br>\nKinderbetreuung, Teilzeitarbeit und Wohlf&uuml;hl-Stuben: Ursula von der Leyen will die Bundeswehr familienfreundlich machen. Doch Ex-Generalinspekteur Harald Kujat l&auml;sst daran kein gutes Haar: Von der Leyen f&uuml;hre die Bundeswehr &bdquo;wie ein Hausfrau&ldquo; &ndash; und habe keine Ahnung vom Milit&auml;r.<br>\nDer ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat, hat die Attraktivit&auml;tsoffensive von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) als &bdquo;grotesk&ldquo; bezeichnet. &bdquo;Da sind echte Laien am Werk. Von der Leyen hat ganz offensichtlich keine Ahnung vom Milit&auml;r&ldquo;, sagte Kujat FOCUS. Die Ministerin komme ihm vor, &bdquo;wie eine gute Hausfrau, die ihre Kinder versorgt&ldquo;.<br>\nVon der Leyen solle sich lieber um die wirklich wichtigen Dinge k&uuml;mmern. &bdquo;Soldaten brauchen eine vern&uuml;nftige Ausr&uuml;stung. Das macht den Soldatenberuf sicherer und damit attraktiv.&ldquo; F&uuml;r die Idee der Ministerin, F&uuml;hrungspositionen k&uuml;nftig auch mit Teilzeitstellen zu besetzen, hat der General a.D. kein Verst&auml;ndnis. &bdquo;Ein Kompaniechef kann nicht halbtags f&uuml;hren&ldquo;, sagte Kujat. &bdquo;Die Verantwortung eines Vorgesetzten ist nicht teilbar&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/scharfe-kritik-an-der-verteidigungsministerin-kujat-zu-focus-von-der-leyen-hat-ganz-offensichtlich-keine-ahnung-vom-militaer_id_3885139.html\">Focus Online<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Zur&uuml;ck zur Landesverteidigung<\/strong><br>\nPeter Gauweiler stellt die deutsche Sicherheitspolitik der vergangenen Jahre infrage. Laut Manuskript sagte der CSU-Vize bei der Bundeswehr, Auslandseins&auml;tze wie in Afghanistan seien nicht vom Grundgesetz gedeckt. Er stellt sich damit gegen seine eigene Partei.<br>\nF&uuml;r den stellvertretenden CSU-Vorsitzenden Peter Gauweiler sind Auslandseins&auml;tze der Bundeswehr wie in Afghanistan nicht vom Grundgesetz gedeckt. In einer Rede an der Bundeswehr-Universit&auml;t in Hamburg sagte Gauweiler am Mittwoch laut Manuskript, die Bundeswehr m&uuml;sse sich auf den Auftrag der Landesverteidigung beschr&auml;nken.<br>\nEr wandte sich gegen Bundespr&auml;sident Joachim Gauck, der Anfang des Jahres gefordert hatte, Deutschland m&uuml;sse mehr Verantwortung in der Welt &uuml;bernehmen, notfalls auch mit milit&auml;rischen Mitteln. &Auml;hnlich hatten sich Au&szlig;enminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) ge&auml;u&szlig;ert.<br>\n&ldquo;Wir m&uuml;ssen den ,Verteidigungsauftrag&rsquo; unserer Armee wieder vom Kopf auf die F&uuml;&szlig;e stellen&rdquo;, hei&szlig;t es im Manuskript f&uuml;r Gauweilers Rede. &ldquo;Die Umwidmung der Bundeswehr in eine Interventionsarmee war ein Tabubruch&rdquo;, der mit der &ldquo;historischen und verfassungspolitischen Motivation des Grundgesetzes nicht &uuml;bereinstimmt&rdquo;, so der Text weiter. &ldquo;Der Einsatz von mehr milit&auml;rischer Gewalt ist f&uuml;r Deutschland kein Mittel, mehr Verantwortung in der Welt zu &uuml;bernehmen.&rdquo; (&hellip;)<br>\nGauweiler setzt sich in seinem Manuskript auch mit dem ver&auml;nderten Verteidigungsbegriff der Nato auseinander. Hier k&ouml;nne man nur &ldquo;von einer krassen Fehlentwicklung sprechen&rdquo;, die das Bundesverfassungsgericht nicht verhindert habe. Eins&auml;tze wie der in Afghanistan, also &ldquo;fernab des euro-atlantischen Raums&rdquo;, entspr&auml;chen nicht mehr jenen Voraussetzungen, unter denen der Bundestag einst dem Nato-Beitritt zugestimmt habe. Der &ldquo;regionale Bezugsrahmen der Nato&rdquo; werde &ldquo;ins Unendliche ausgedehnt&rdquo;, hei&szlig;t es im Text.<br>\nGauweiler stellt auch das Konzept der humanit&auml;ren Intervention infrage, also des milit&auml;rischen Eingreifens im Fall schwerer Menschenrechtsverletzungen. V&ouml;lkerrechtler, die solche Eins&auml;tze rechtfertigten, halte er &ldquo;f&uuml;r die Wegbereiter der Kriege der Zukunft&rdquo;. Auch diese Art der Intervention sei nicht mit dem Grundgesetz vereinbar, so sein Redemanuskript. &ldquo;Wer das will, muss eine neue Verfassung schaffen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/gauweiler-rede-bei-der-bundeswehr-zurueck-zur-landesverteidigung-1.1988409\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Gr&uuml;ne wollen um ehemalige FDP-W&auml;hler werben<\/strong><br>\nLandespolitiker der Gr&uuml;nen fordern, dass ihre Partei liberal werden m&uuml;sse. Sie wollen in der politischen Mitte jene L&uuml;cke f&uuml;llen, die die FDP hinterlassen hat.<br>\nDie Gr&uuml;nen wollen sich k&uuml;nftig als liberale Partei in der politischen Mitte positionieren. Dazu haben mehrere Landespolitiker der Partei aufgerufen. &ldquo;Wir sollten die liberale Partei in Deutschland sein, denn eine relevante andere gibt es nicht mehr&rdquo;, sagte der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.<br>\nDie Gr&uuml;nen seien eine tolerante und nicht zuletzt liberale Partei, sagte Al-Wazir weiter. &ldquo;Damit k&ouml;nnen wir sicher auch einen Teil der fr&uuml;heren FDP-Klientel ansprechen, die sich entt&auml;uscht von der FDP abwendet.&rdquo;<br>\nDer bayerische Gr&uuml;nen-Landesvorsitzende Dieter Janecek wirbt ebenfalls daf&uuml;r, dass seine Partei liberaler wird. &ldquo;Die Gr&uuml;nen sollten den Abgang der FDP nutzen, endlich konsequent f&uuml;r echten Wettbewerb einzutreten und dem Staatsdirigismus der gro&szlig;en Koalition Einhalt gebieten&rdquo;, sagte Janecek. Die Partei m&uuml;sse &ldquo;&Ouml;kologie und &Ouml;konomie vers&ouml;hnen, die f&uuml;hrende Stimme sein f&uuml;r Freiheit und Selbstbestimmung&rdquo;, so Janecek weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2014-06\/gruene-liberalismus-fdp\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Sp&auml;testens nach der schwarz-gr&uuml;nen Koalition in Hessen sollte es doch eigentlich keinerlei Illusionen &uuml;ber die Gr&uuml;nen mehr geben. Dass dann aus dieser Ecke Forderungen kommen, die Gr&uuml;nen in eine FDP mit Biosiegel zu verwandeln sollte nicht weiter &uuml;berraschen. Die besserverdienende Klientel haben die Gr&uuml;nen ja schon. Wie man allerdings darauf kommt die marktradikale FDP als Partei der politischen Mitte zu klassifizieren ist ein R&auml;tsel, dass vermutlich nur Al-Wazir l&ouml;sen kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Griechische Unis im freien Fall<\/strong><br>\nIm Zuge der Finanzkrise hat die Regierung in Athen mit eisernem Besen auch an den griechischen Universit&auml;ten gekehrt: Professoren und Dozenten haben knapp die H&auml;lfte ihres Einkommens verloren. In Bibliotheken und Labors fehlt es an Material, Doktoranden bekommen keine Stipendien mehr. Tausende Studierende und Lehrende verlassen wegen der schlechten Bedingungen ihre Heimat, das Land verliert seine gr&ouml;&szlig;ten Talente. Beobachter warnen deshalb vor einem Kollaps des Hochschulsystems. &ldquo;Die Situation der griechischen Universit&auml;ten ist dramatisch: Budget- und Personalk&uuml;rzungen um bis zu 50 Prozent &ndash; sowohl im wissenschaftlichen wie im administrativen Bereich &ndash; bei gleichzeitig steigenden Studierendenzahlen machen einen regul&auml;ren Universit&auml;tsbetrieb in vielen Bereichen praktisch unm&ouml;glich&rdquo;, sagt etwa Professor Dieter Lenzen, Vizepr&auml;sident der Hochschulrektorenkonferenz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2014\/06\/07\/dlf_20140607_1405_638231e6.mp3\">Deutschlandradio [Audio &ndash; mp3]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Der Deutschlandfunk bietet <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/schwerpunktthema-griechische-unis-im-freien-fall.1180.de.html?dram:article_id=288490\">hier<\/a> ein Schwerpunkt zum Thema Hochschulen in Griechenland.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Fl&auml;chendeckende Ausnahmen<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140610_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.harmbengen.de\/Zeitungscartoons.html\">Harm Bengen Zeitungscartoons<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Das Letzte &ndash; Demokratie ist &uuml;berbewertet<\/strong><br>\nDas Ansehen des Freihandels ist so mies wie noch nie. Gl&uuml;hende K&auml;mpfer f&uuml;r den unbehinderten Tausch von G&uuml;tern und Dienstleistungen waren die Deutschen zwar noch nie. Doch inzwischen wird Freihandel von vielen mit Unterdr&uuml;ckung der Freiheit durch multinationale (sprich: amerikanische) Konzerne gleichgesetzt, welche unsere kulturellen Besonderheiten aus nacktem Profitinteresse einebnen wollen. Der Freihandel, so die g&auml;ngige Meinung, schadet der Freiheit der B&uuml;rger, tilgt alles, was uns lieb und teuer ist &ndash; namentlich Umwelt- und Verbraucherschutz und nat&uuml;rlich unsere deutsche Kultur. G&auml;be es eine Volksabstimmung, eine Mehrheit hierzulande spr&auml;che sich gegen den Freihandel aus. [&hellip;]<br>\nZwar ist es jedem Land prinzipiell unbenommen, mit demokratischen Mehrheiten einen strammen Merkantilismus einzuf&uuml;hren, hohe Importz&ouml;lle und saftige Exportsubventionen zu erlassen und Bildung, Kultur oder Industrie mit Staatsgeld zu p&auml;ppeln.<br>\nL&auml;nder, die Freihandelsabkommen schlie&szlig;en, haben sich indessen irgendwann einmal davon &uuml;berzeugen lassen, dass der ungehinderte Verkehr von Waren, Dienstleitungen oder Arbeitnehmern am Ende allen Vorteile bringt. Demgegen&uuml;ber verzerren Subventionen und als Umwelt- oder Verbraucherschutz getarnte Handelsbarrieren den Wettbewerb und f&uuml;hren zu Wohlfahrtsverlusten f&uuml;r alle. Nicht um diktatorische Beschr&auml;nkung demokratischer Selbstbestimmung geht es, sondern um vertraglich zwischen Staaten verabredete demokratische Selbstbindung im Versprechen, einander diese wirtschaftlichen Freiheiten ohne Einschr&auml;nkung zu g&ouml;nnen. Solche Vertr&auml;ge setzen in der Tat der Demokratie Grenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/kommentar-zum-freihandelsabkommen-demokratie-ist-ueberbewertet-12978142.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wer wieder einmal einen tiefen Einblick in das Demokratieverst&auml;ndnis der Neoliberalen haben m&ouml;chte wird mit Hanks Kommentar auf das beste bedient. F&uuml;r Hank ist Demokratie lediglich eine durch &ldquo;zuf&auml;llige Mehrheiten&rdquo; gekennzeichnete &ldquo;Klientelwirtschaft&rdquo; und wird damit klar &uuml;berbewertet. Eigentlich ist dies ein bemerkenswerter Kommentar, der Leiter der Wirtschafts- und Finanzredaktion einer der gr&ouml;&szlig;ten deutschen Tageszeitungen bringt seine Verachtung f&uuml;r die demokratische Verfassung der Bundesrepublik unverhohlen zum Ausdruck.<\/em><br>\n<em>Besonders seltsam der Versuch zwischen Rechtsstaat und Demokratie einen Antagonismus zu konstruieren. Ist es nicht vielmehr so, dass Rechtsstaat und Demokratie einander bedingen? Wie soll man sich einen Rechtsstaat ohne Demokratie vorstellen?<\/em><br>\n<em>Nach Hank sind also Beschl&uuml;sse eines in freier, gleicher und geheimer Wahl legitimierten Parlaments niedriger anzusetzen als die Profitinteressen von &ldquo;Investoren&rdquo;. Der von Hank verwendete Begriff der Enteignung ist dabei relativ. Angenommen ein demokratisch gew&auml;hltes Parlament beschlie&szlig;t ein umweltgef&auml;hrdendes Produktionsverfahren zu verbieten, dies k&ouml;nnte f&uuml;r einen &ldquo;Investor&rdquo; bedeuten, dass sich die, mit dem alten umweltsch&auml;dlichen, aber billigeren Produktionsverfahren erreichten Renditen nicht mehr realisieren lassen, der &bdquo;Investor&ldquo;  f&uuml;hlt sich enteignet. Dagegen kann eine demokratisch herbeigef&uuml;hrte Entscheidung nat&uuml;rlich keinen Bestand haben.<\/em><br>\n<em>Hank vergisst bei seinem hohen Lied auf den Rechtsstaat allerdings zu erw&auml;hnen, dass bez&uuml;glich des TTIP und anderer bilateraler Investitionsschutzabkommen bei Streitigkeiten um Investorenrechte nicht unabh&auml;ngige Gerichte entscheiden sondern geheim tagende Schiedsgerichte. Dieses Schiedsgericht unterscheidet sich von regul&auml;ren Gerichten nicht nur dadurch, dass es keine fest zugeordnete und beamtete Richter gibt, diese werden von den Streitparteien f&uuml;r das jeweilige Verfahren berufen, sondern auch dadurch, dass alle Verhandlungen grunds&auml;tzlich unter dem Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit stattfinden,  dass die Entscheidungen absolut bindend sind und gegen ein Urteil eines Schiedsgerichtes keinerlei Rechtsmittel vor einer h&ouml;heren Instanz eingelegt werden kann. Wenn das Hanks Vorstellungen von einem Rechtsstaat sind, sind diese mindestens genau so fragw&uuml;rdig wie dessen Vorstellung von Demokratie.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Unter der &Uuml;berschrift &ldquo;Demokratie ist &uuml;berbewertet&rdquo; w&uuml;rde man in einer staatstragenden Zeitung einen sarkastischen Kommentar zu (tats&auml;chlichen oder bef&uuml;rchteten) Demokratiebeschr&auml;nkungen (gerne auch in China oder Kuba) erwarten. Stattdessen schreibt Hank eine Apologetik, die den Freihandel ernsthaft gemeint &uuml;ber die Demokratie stellt und dem demokratischen Rechtsstaat nur noch die kartell- und wettbewerbsrechtliche Aufsicht &uuml;ber einen m&ouml;glichst freien Markt zubilligt &ndash; und nebenbei noch &uuml;bersieht, dass Schr&ouml;der und Merkel im Namen der Wettbewerbsf&auml;higkeit jetzt seit 15 Jahren eine astrein merkantilistische Politik mit &ldquo;hohe[n] Importz&ouml;llen und saftige[n] Exportsubventionen&rdquo; betrieben haben bzw. betreiben.<\/em><br>\n<em>Wenn ein solcher Kommentar nicht demokratie- und verfassungsfeindlich ist, wei&szlig; ich es auch nicht.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Macht ohne Rechenschaft: Der globale Lobbyismus<\/strong><br>\nEs gibt Formen der Macht, die keinerlei Rechenschaftspflicht unterliegen, &uuml;ber deren Aktivit&auml;ten niemandem Bericht erstattet werden muss und die schwer zu durchschauen sind. Aus diesem Grund f&auml;llt es ebenso schwer, ihnen entgegenzuwirken. Weil diese illegitime Macht oft unterschwellig daherkommt, ist sie schwer zu greifen. Sie hei&szlig;t nicht &bdquo;Macht&ldquo;, resultiert nicht aus f&ouml;rmlichen Beschl&uuml;ssen und wird von denen, die sich ihr &ndash; wissentlich oder nicht &ndash; unterwerfen, h&auml;ufig gar nicht als Unterdr&uuml;ckung wahrgenommen. Die illegitime Macht, von der ich hier spreche, meint nicht Tyranneien, Diktaturen, autorit&auml;re Einparteiensysteme, afrikanische Statthalter oder dergleichen. Im Folgenden geht es um die Macht der ganz gro&szlig;en Konzerne, wobei ich, dem Sprachgebrauch der Vereinten Nationen folgend, die Bezeichnung &bdquo;transnationale Konzerne&rdquo; oder TNC der Rede von &bdquo;multinationalen&rdquo; Konzernen oder &bdquo;Multis&rdquo; (MNC) vorziehe.<br>\nDie Liste der Beispiele f&uuml;r illegitime Machtaus&uuml;bung w&auml;chst unaufh&ouml;rlich und k&ouml;nnte viel l&auml;nger ausfallen als im vorliegenden Artikel. Nichtsdestotrotz hoffe ich veranschaulichen zu k&ouml;nnen, dass und wie illegitime Konzernmacht mittlerweile auf jeder Ebene der Regierungst&auml;tigkeit zunehmend Platz greift, die internationale Sph&auml;re eingeschlossen; dass sie der Demokratie schweren Schaden zuf&uuml;gt und unsere L&auml;nder, unseren Lebensalltag ver&auml;ndert, ganz besonders, wenn wir in westlichen Demokratien leben.<br>\nTats&auml;chlich l&auml;sst sich empirisch belegen, dass illegitime Machtaus&uuml;bung um sich greift und dass die Demokratie allm&auml;hlich der Infektion durch die neoliberale Ideologie erliegt. Immer mehr Funktionen einer legitimen Regierungsaus&uuml;bung gehen an nicht legitimierte, nicht gew&auml;hlte, undurchsichtige Akteure und Organisationen &uuml;ber. Dies geschieht auf allen Ebenen, der nationalen ebenso wie der regionalen und der internationalen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2014\/juni\/macht-ohne-rechenschaft-der-globale-lobbyismus\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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