{"id":22026,"date":"2014-06-12T08:39:31","date_gmt":"2014-06-12T06:39:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22026"},"modified":"2014-06-12T08:39:31","modified_gmt":"2014-06-12T06:39:31","slug":"hinweise-des-tages-2146","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22026","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22026#h01\">Verfassungsschutz weitet Zusammenarbeit mit US-Geheimdiensten aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22026#h02\">Waffenlieferungen f&uuml;r 5,8 Milliarden Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22026#h03\">WSI: Anreiz f&uuml;r &ldquo;Dreht&uuml;reffekte&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22026#h04\">Kontra Datenschutz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22026#h05\">Warum Wohnen immer teurer wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22026#h06\">BfR sieht keine Gesundheitsgefahr f&uuml;r Verbraucher durch US-Chlorh&uuml;hnchen Wissenschaftler f&uuml;r Chlor-Behandlung von Gefl&uuml;gelfleisch auch in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22026#h07\">Folgenreicher Wahlsieg f&uuml;r die Tea Party<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22026#h08\">Willkommen in der Wirklichkeit, lieber Herr M&uuml;nchau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22026#h09\">Aktienm&auml;rkte: Tr&uuml;gerische Ruhe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22026#h10\">EnBW-Deal, Bilanz des Untersuchungsausschusses und wie die CDU damit umgeht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22026#h11\">Mit dem Zweiten wirbt man besser<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22026#h12\">10 Jahre BILDblog.de: BILD hat ein besonderes Verh&auml;ltnis von Gr&ouml;&szlig;e, Wirkung und Verantwortungslosigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22026#h13\">Mensa war gestern: Hungernde Studierende protestieren nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22026#h14\">Allensbachstudie: Studienbedingungen 2014<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22026&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Verfassungsschutz weitet Zusammenarbeit mit US-Geheimdiensten aus<\/strong><br>\nDer Verfassungsschutz hat seine Zusammenarbeit mit amerikanischen Geheimdiensten in den vergangenen Jahren ausgebaut &ndash; und sich dabei offenbar auch von den Snowden-Enth&uuml;llungen nicht bremsen lassen. Wie aus geheimen Regierungsdokumenten hervorgeht, die SZ, WDR und NDR einsehen konnten, ist die Zahl der Datens&auml;tze, die der Verfassungsschutz an US-Dienste &uuml;bermittelt hat, erheblich gestiegen. Im Jahr 2013 schickte der Verfassungsschutz 1163 Datens&auml;tze an die Amerikaner. Allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres waren es bereits etwa 400. In den vergangenen vier Jahren hat sich die Zahl damit fast verf&uuml;nffacht. Bei den &uuml;bermittelten Daten soll es sich unter anderem um Handynummern, Reisebewegungen und Aufenthaltsorte verd&auml;chtiger Personen handeln.<br>\nDas Pikante daran: Der Verfassungsschutz ist Deutschlands Inlandsgeheimdienst, er arbeitet also nur auf deutschem Boden. Es liegt also nahe, dass der Dienst in Deutschland erhobene Daten an die Amerikaner weitergibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/spionage-verfassungsschutz-weitet-zusammenarbeit-mit-us-geheimdiensten-aus-1.1995426\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Die Geheimdienste unterscheiden sich offenbar von Nation zu Nation kaum. F&uuml;r diese Organisationen ist jeder verd&auml;chtig und was technisch m&ouml;glich ist wird auch umgesetzt. Umso wichtiger ist eine demokratische-parlamentarische Kontrolle der Geheimdienste. Daran scheinen die Regierungen dies und jenseits des Atlantiks aber nur m&auml;&szlig;iges Interesse zu haben. Im Zeitalter sich immer weiter versch&auml;rfender sozialer Gegens&auml;tze und einer immer rasanteren Verm&ouml;genskonzentration ist die Total&uuml;berwachung der B&uuml;rger wohl auch ganz im Sinne der herrschenden Finanzeliten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Waffenlieferungen f&uuml;r 5,8 Milliarden Euro<\/strong><br>\nDie schwarz-gelbe Bundesregierung hat im vergangenen Jahr ihrer Amtszeit die deutschen R&uuml;stungsexporte in L&auml;nder au&szlig;erhalb von EU und Nato auf eine Rekordh&ouml;he gesteigert.<br>\nWie aus dem am Mittwoch vorgestellten R&uuml;stungsexportbericht f&uuml;r das Jahr 2013 hervorgeht, legte der Anteil von Exporten in sogenannte Drittstaaten im Vergleich zum Vorjahr von 55 auf 62 Prozent zu. Unter den Empf&auml;ngern der R&uuml;stungsg&uuml;ter sind mit Algerien, Katar, Saudi-Arabien und Indonesien L&auml;nder, deren menschenrechtliche Situation problematisch ist.<br>\nDer Gesamtwert der genehmigten R&uuml;stungsexporte stieg um 23 Prozent auf rund 5,8 Milliarden Euro (2012: 4,7 Milliarden). Gemessen an den deutschen Gesamtexporten im Jahr 2013 von rund 1,1 Billionen Euro machen R&uuml;stungsexporte allerdings nur einen Anteil von rund einem halben Prozent aus.<br>\nBundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), dessen Haus f&uuml;r Ausfuhrgenehmigungen zust&auml;ndig ist, hat eine Kehrtwende hin zu einer weit restriktiveren Genehmigungspraxis angek&uuml;ndigt. Vor allem den Export von Panzern und Kleinwaffen wolle er einschr&auml;nken, erkl&auml;rte er.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/ruestungsexportbericht-waffenlieferungen-fuer-5-8-milliarden-euro\/10022004.html\">Tagesspiegel<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bmwi.de\/BMWi\/Redaktion\/PDF\/Publikationen\/ruestungsexportbericht-2013,property=pdf,bereich=bmwi2012,sprache=de,rwb=true.pdf\">R&uuml;stungsexportbericht 2013, BMWI [PDF &ndash; 2,3 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &bdquo;R&uuml;stungsexporte sind kein Mittel der Wirtschaftspolitik. Sie sind ein Instrument der Sicherheitspolitik&ldquo; schreibt der zust&auml;ndige Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel im Vorwort  zum R&uuml;stungsexportbericht 2013. Man braucht also nur die sicherheitspolitischen Leitlinien zu ver&auml;ndern, um k&uuml;nftig mehr R&uuml;stungsexporte zu legitimieren. Und wenn z.B. Dank des Sch&uuml;rens des Ukraine-Konfliktes die NATO-Staaten wieder mehr Geld f&uuml;r R&uuml;stung ausgeben, dann steigt auch der Export. Zumindest k&ouml;nnte man dann den R&uuml;ckgang des Wertes der Ausfuhrgenehmigungen von 45% (2012) auf 38% (2013) wieder etwas ausgleichen. Die Ausfuhren an sog. Drittl&auml;nder also nicht EU-, NATO- und NATO-gleichgestellte L&auml;nder nahmen n&auml;mlich seit 2012 von 55% auf 62% zu &ndash; vor allem nach Algerien, Katar, Saudi-Arabien und Indonesien.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Merkels Mordsgesch&auml;fte<\/strong><br>\nBundesregierung ver&ouml;ffentlicht R&uuml;stungsexportbericht. Deutsche Waffenschmieden d&uuml;rfen sich &uuml;ber klingelnde Kassen freuen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/06-12\/061.php\">junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>WSI: Anreiz f&uuml;r &ldquo;Dreht&uuml;reffekte&rdquo;<\/strong><br>\nMindestlohn-Ausnahme schlecht f&uuml;r Arbeitsmarktchancen von Langzeitarbeitslosen und das Tarifsystem<br>\nLangzeitarbeitslose sollen sechs Monate lang kein Anrecht auf den Mindestlohn haben. Das kann ihre Arbeitsmarktchancen verschlechtern und das Tarifsystem schw&auml;chen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/14_47472.htm\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Kontra Datenschutz<\/strong><br>\nM&uuml;ssen chronisch Kranke ihre Leidensgeschichte dem Jobcenter mitteilen? Das Amt wei&szlig; es nicht genau. Doch einer Hamburgerin wurde die Grundsicherung gesperrt\n<p>M&uuml;ssen chronisch kranke Hartz-IV-Bezieher ihre &Auml;rzte gegen&uuml;ber Jobcentern von der Schweigepflicht entbinden und Frageb&ouml;gen zur Krankengeschichte ausf&uuml;llen? Nein, meint neben der Bundesbeauftragten f&uuml;r Datenschutz auch das Jobcenter &raquo;team.arbeit&laquo; Hamburg auf jW-Nachfrage. Trotzdem strich das Amt der 45j&auml;hrigen Sabine Schulze (Name ge&auml;ndert) die komplette Leistung, weil sie diese Papiere nicht eingereicht hatte (siehe jW vom 2. Juni 2014). Seit 1. Juni sitzt die Frau nun ohne Geld da, f&uuml;rchtet &raquo;Hunger und Obdachlosigkeit&laquo;. Jobcentersprecherin Kirsten Maa&szlig; versuchte jetzt, das Vorgehen ihrer Beh&ouml;rde zu rechtfertigen. Aus den widerspr&uuml;chlichen Angaben schlau zu werden, ist jedoch kaum m&ouml;glich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/06-12\/042.php\">junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Warum Wohnen immer teurer wird<\/strong><br>\nIn vielen deutschen Gro&szlig;st&auml;dten w&auml;chst der Protest gegen &uuml;berteuerte Mieten, die mit der sogenannten Gentrifizierung, der Aufwertung von Stadtvierteln, einhergehen. Das Kr&auml;fteverh&auml;ltnis von Vermietern und Mietern ger&auml;t immer st&auml;rker in die Schieflage. Der Soziologe Andrej Holm wirft der Politik Versagen vor. Laut Statistik sind die Mieten seit den 90er-Jahren um 62 Prozent gestiegen. Dagegen hat sich laut Statistischen Bundesamt das durchschnittliche Haushaltseinkommen im selben Zeitraum nur um 46 Prozent erh&ouml;ht. Das hei&szlig;t, der Anteil, der f&uuml;r die Miete aufgewendet werden muss, steigt &uuml;berproportional. Ein Grund f&uuml;r diese r&uuml;ckl&auml;ufige F&ouml;rderpolitik ist der Spardruck der &ouml;ffentlichen Hand, der allerdings stark politisch motiviert ist. &ldquo;Das hat etwas mit einer ideologischen Verschiebung in gesellschaftlichen Diskursen zu tun. Also, dass die Rolle des Staates in vielen Bereichen zur&uuml;ckgedr&auml;ngt werden sollte. Und sich die &Uuml;berzeugung durchgesetzt hat, dass private Initiativen und Marktmechanismen Probleme besser l&ouml;sen k&ouml;nnen. Und die Wohnungspolitik hat auch f&uuml;r die politischen Akteure in Wahlfunktionen an Attraktivit&auml;t verloren. Weil die Effekte der Wohnungspolitik so langfristig sind. Dass man im Prinzip im Laufe einer Wahlperiode sozusagen seine Erfolge gar nicht vorweisen kann. Das hei&szlig;t, dass die Wohnungspolitik auch im politischen Spektrum an den Rand gedr&uuml;ckt wurde f&uuml;r viele Jahre. &hellip; &ldquo;Das Pestel-Institut hat festgestellt, dass &uuml;ber vier Millionen Sozialwohnungen in Deutschland insgesamt fehlen. Da hilft die Mietpreisbremse wenig. Und auch die von der Bundesregierung und vielen Landesregierungen favorisierten Neubauprogramme richten sich erst mal vor allen Dingen an den h&ouml;herpreisigen Bestand. Also das hei&szlig;t, wir haben zwar eine politische Reaktion auf die Wohnungskrise in vielen St&auml;dten. Aber eine, die im Moment gar nicht in der Lage ist, eine L&ouml;sung herbei zu bringen. &hellip; &ldquo;Niemand, der freiwillig Geld aus &ouml;konomischer Perspektive investiert, verzichtet auf die mindestens durchschnittliche Verzinsung seines Eigenkapitals. Das hei&szlig;t, man muss also mindestens die Durchschnittsmiete erreichen, um eine Wohnung sinnvoll darstellen zu k&ouml;nnen. Und eine durchschnittliche, also ein durchschnittlicher Preis f&uuml;r Mietwohnungen nutzt aber denen, die unterdurchschnittliche Einkommen haben relativ wenig. Und diese L&uuml;cke, die muss vom Staat gef&uuml;llt werden oder von anderen &ouml;ffentlichen Tr&auml;gern.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2014\/06\/05\/dlf_20140605_2010_657eafc8.mp3\">Deutschlandfunk [Audio &ndash; mp3]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>BfR sieht keine Gesundheitsgefahr f&uuml;r Verbraucher durch US-Chlorh&uuml;hnchen Wissenschaftler f&uuml;r Chlor-Behandlung von Gefl&uuml;gelfleisch auch in Deutschland<\/strong><br>\nBisher galten US-Chlorh&uuml;hnchen in der Debatte um das Freihandelsabkommen mit den USA (TTIP) als Schreckgespenst f&uuml;r Verbraucher. Doch Experten des Bundesinstituts f&uuml;r Risikobewertung (BfR) fordern in REPORT MAINZ jetzt eine Versachlichung der Debatte.<br>\n&ldquo;Das Chlorh&uuml;hnchen ist nach unserer Auffassung nicht gesundheitssch&auml;dlich f&uuml;r den Verbraucher&rdquo;, erkl&auml;rte Prof. L&uuml;ppo Ellerbroek, Fachgruppenleiter Lebensmittelhygiene und Sicherheitskonzepte des BfR. &ldquo;Wir bewerten das genauso wie die Europ&auml;ische Lebensmittelsicherheitsbeh&ouml;rde EFSA, die in zahlreichen Gutachten festgestellt hat, dass aus den Substanzen, die bei diesem Verfahren benutzt werden, keine gesundheitlichen Gefahren f&uuml;r den Verbraucher resultieren. Und dieser Auffassung schlie&szlig;t sich auch das Bundesinstitut f&uuml;r Risikobewertung an.&rdquo;<br>\n&ldquo;Das deutsche Huhn ist auf keinen Fall ges&uuml;nder als das US-Chlorhuhn. Das muss man ganz deutlich sagen. Ganz im Gegenteil: Wir m&uuml;ssen leider feststellen, dass wir ein massives Keimproblem auf deutschem Gefl&uuml;gel haben&rdquo;, betonte Prof. Ellerbroek. &ldquo;Wir stellen jedes Jahr wieder fest, dass wir einen sehr hohen Anteil an Campylobacter und Salmonellen als krank machende Erreger auf dem Gefl&uuml;gel haben, und bislang ist es auch der Gefl&uuml;gelindustrie nicht in ausreichendem Ma&szlig;e gelungen, den Trend umzukehren.&rdquo;<br>\nDie Behandlung von Gefl&uuml;gelfleisch mit Chlorverbindungen in den USA hingegen sei eine effektive Methode, um die Keimbelastung auf dem Gefl&uuml;gelfleisch deutlich zu reduzieren und damit Erkrankungen wegen Keimen zu verhindern.<br>\nDeswegen spricht sich BfR-Experte Prof. L&uuml;ppo Ellerbroek daf&uuml;r aus, auch in Deutschland die Behandlung von Gefl&uuml;gelfleisch mit Chlorverbindungen als zus&auml;tzliche Ma&szlig;nahme erg&auml;nzend zu hohen Erzeugungsstandards einzuf&uuml;hren: &ldquo;Es gibt keinen Grund, warum man dem Verbraucher diese Ma&szlig;nahme vorenthalten sollte oder m&uuml;sste. Sondern es gibt vielmehr gewichtige Gr&uuml;nde, dass man dieses Verfahren auch anwendet, denn wir d&uuml;rfen kein geeignetes Mittel auslassen, um den Verbraucher vor gesundheitlichen Risiken zu sch&uuml;tzen&rdquo;, erkl&auml;rte Prof. Ellerbroek. &ldquo;Auch wenn das eine ungewohnte Ma&szlig;nahme f&uuml;r uns ist und wir uns daran auch gew&ouml;hnen m&uuml;ssen, z&auml;hlt sie zu den Ma&szlig;nahmen, mit denen wir den Verbraucher sch&uuml;tzen k&ouml;nnen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/report\/chlorhuhn\/-\/id=233454\/did=13320470\/nid=233454\/18p75mh\/index.html\">SWR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Die ganze Diskussion um das Chlorhuhn war schon immer eine Scheindiskussion. Die eigentlichen Gefahren von TTIP liegen ganz woanders. Es ist vor allem der sog. Investorschutz mit seinem geheimen Schiedsgerichten, der die gr&ouml;&szlig;te Gefahr f&uuml;r die Verbraucher und f&uuml;r die Demoktatie darstellen. Es wird Zeit, die Diskussion um das Chlorhuhn zu beenden und &uuml;ber diese Schiedsgerichte zu diskutieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Folgenreicher Wahlsieg f&uuml;r die Tea Party<\/strong><br>\nWashington. So etwas hat Amerika noch nicht gesehen: Erstmals in der Geschichte der USA ist ein Fraktionsf&uuml;hrer im Kongress in den parteiinternen Vorwahlen gescheitert. Der seit dem Jahr 2000 amtierende Eric Cantor verlor am Montag gegen David Brat, den Kandidaten der rechtspopulistischen Tea Party, den Wettstreit um die republikanische Kandidatur f&uuml;r die Kongresswahl im November.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/politik\/aussenpolitik\/3819665\/Folgenreicher-Wahlsieg-fur-die-Tea-Party?_vl_backlink=\/home\/politik\/aussenpolitik\/index.do\">Die Presse<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Das ist der Kampf zwischen der Tea-Party und den &ldquo;Mainstream&rdquo; Republikanern. Sen. Mitch McConnell von Kentucky, Minderheitsf&uuml;hrer im Senat, der 2010 erkl&auml;rte, dass die h&ouml;chste Priorit&auml;t der Republikaner sei, Obamas Pr&auml;sidentschaft auf eine einzige Amtszeit zu beschr&auml;nken, gewann neulich gegen einen Tea-Party-Kandidat. Jetzt hat Cantor gegen einen Tea-Party-Herausforderer verloren.<\/em><br>\n<em>Das Perfide an dem Ganzen ist, dass McConnell und Cantor als Mainstream gelten, denn sie sind selbst reaktion&auml;r.<\/em><br>\n<em>Die ganze Sache mit den Herausforderungen von der Tea-Party ist f&uuml;r Demokraten ziemlich zwiesp&auml;ltig. Einerseits ist es f&uuml;r die Demokraten vom Vorteil, einen Tea-Party-Kandidaten als Gegner zu haben, denn die Tea-Party-Leute sind in den meisten Bezirken doch zu radikal, um gew&auml;hlt werden zu k&ouml;nnen. (Ob das in Richmond der Fall ist, wei&szlig; ich nicht &ndash; im Nord-Virginia w&auml;re das aber auf jeden Fall so.) Aber es ist be&auml;ngstigend, dass diese Leute &uuml;berhaupt ernstgenommen werden. Andererseits kann man mit Leuten wie McConnell und Cantor auch keine Politik machen, also Cantor ist kein Verlust, der Tea-Party-Sieger aber noch weniger ein Gewinn.<\/em><br>\n<em>Siehe dazu <a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2014\/06\/11\/fall-of-an-apparatchik\/?module=BlogPost-Title&amp;version=Blog%20Main&amp;contentCollection=Opinion&amp;action=Click&amp;pgtype=Blogs&amp;region=Body\">Paul Krugman<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Willkommen in der Wirklichkeit, lieber Herr M&uuml;nchau<\/strong><br>\nWolfgang M&uuml;nchau, Kolumnist bei Spiegel-Online und in der Financial Times, brauchte ein neues Buch, um zu erkennen, was seit langem f&uuml;r jeden offensichtlich ist, der keine neoklassischen Scheuklappen tr&auml;gt. Das Buch (&bdquo;House of Debt&ldquo; von Atif Milan und Amir Sufi von den Universit&auml;ten Princeton und Chicago) handelt von der amerikanischen Hauspreiskrise und ihren Folgen und beschreibt, so einige Besprechungen, die ich angesehen habe, dass es vor allem die &Uuml;berschuldung der privaten Haushalte war, die eine rasche Belebung der Wirtschaft nach dem Ende der Finanzkrise verhinderte. Weit weniger wichtig war, wie in Europa oft behauptet, ein Versagen des Bankensystems, eine Kreditklemme oder eine zu wenig expansive Geldpolitik. Wolfgang M&uuml;nchau verweist in dem Zusammenhang zu Recht auch auf Richard Koo (mit dem zusammen ich das Buch &bdquo;Handelt jetzt&ldquo; gemacht habe). Richard Koo machte schon vor langer Zeit klar, dass in Zeiten, in denen die privaten Haushalte versuchen, mehr zu sparen, die Unternehmen versuchen, ihre Bilanzen in Ordnung zu bringen, in dem sie weniger Schulden aufnehmen, sich nicht auch noch der Staat in Sparversuchen ergehen kann, ohne die Gesamtwirtschaft schwer zu sch&auml;digen.<br>\nWer flassbeck-economics liest, kennt all diese Argumente und er wei&szlig; zudem, dass es nicht nur der Versuch der Unternehmen ist, ihre Bilanzen in Ordnung zu bringen (das war f&uuml;r eine kurze Zeit nach der Krise sicher der Fall), sondern dass es insbesondere nach der Finanzkrise die schiere Macht der Unternehmen ist, die angesichts der neuen Dimension der Arbeitslosigkeit die Verteilungssituation zu ihren Gunsten direkt bestimmen k&ouml;nnen (wir haben das hier zum ersten Mal aufgegriffen). Dass sich dann die Staaten, die unf&auml;hig sind, die Unternehmen in die Schranken zu weisen, auch selbst noch wie M&uuml;nchhausen aus dem Sumpf ziehen wollen, indem sie verzweifelt versuchen, Schulden zu reduzieren, wird als eines der gr&ouml;&szlig;ten &ouml;konomischen Missverst&auml;ndnisse in die Geschichte eingehen. Und dass die viertgr&ouml;&szlig;te Industrienation der Erde versuchte, das Verschuldungsproblem dadurch zu l&ouml;sen, dass sie immer gr&ouml;&szlig;ere Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse auft&uuml;rmte, also die f&uuml;r ihr Sparen notwendige Verschuldung auf andere L&auml;nder verschob, wird als gr&ouml;&szlig;te Dummheit eines einzelnen Staates gebrandmarkt werden.<br>\nWolfgang M&uuml;nchau kommt in seinem Artikel zu dem Schluss: &bdquo;Wenn sich diese Ergebnisse (die von Milan und Sufi, HF) auch bei uns best&auml;tigen sollten, dann hie&szlig;e das: Wir machen in Europa so ziemlich alles falsch.&ldquo; Herzlichen Gl&uuml;ckwunsch, Herr M&uuml;nchau, Sie haben verstanden!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/willkommen-in-der-wirklichkeit-lieber-herr-muenchau\/\">Flassbeck-Economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Aktienm&auml;rkte: Tr&uuml;gerische Ruhe<\/strong><br>\nSorglosigkeit dominiert weiterhin die Stimmung der Investoren: Die Volatilit&auml;t an den Aktienm&auml;rkten ist am Freitag auf den niedrigsten Stand seit sieben Jahren gefallen. Die Grafik von BoA Merrill Lynch zeigt den Vix-Index (rote Kurve), der die implizite Volatilit&auml;t auf den S&amp;P 500 misst und als &laquo;Angstbarometer&raquo; gilt: Er notiert nur noch knapp &uuml;ber dem Niveau von 2007, bevor die Finanzkrise wenig sp&auml;ter die Weltwirtschaft aus den Fugen warf. Die koordinierte, expansive Politik der Zentralbanken in den vergangenen Jahren hat massgeblich zu dieser Stimmung beigetragen. W&auml;hrend der Weltwirtschaftskrise haben sie mit Liquidit&auml;tsspritzen das Funktionieren des Finanzsystems sichergestellt und damit die Kontrolle &uuml;ber die M&auml;rkte &uuml;bernommen. Durch die Interventionen sind die Notenbankbilanzen &ndash; US-Notenbank, Europ&auml;ische Zentralbank (EZB), Bank of Japan (BoJ), Bank of England (BoE) und Schweizerische Nationalbank (SNB) &ndash; inzwischen kumuliert auf &uuml;ber 11 Bio. $ gewachsen (blaue Kurve).<br>\nDie Geldschwemme treibt die Aktienkurse von Rekord zu Rekord. Glaubt man dem Vix, gehen die Marktteilnehmer davon aus, dass die Situation bis auf weiteres so komfortabel bleiben wird. Doch die warnenden Stimmen mehren sich und erinnern an die Vorkrisenzeit im Jahr 2007: Die tiefen Zinsen und das Gef&uuml;hl von Sicherheit k&ouml;nnten die Grundlage f&uuml;r leichtfertige Investitionen schaffen. Dreht die Stimmung, droht ein b&ouml;ses Erwachen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fuw.ch\/article\/der-chart-des-tages-316\/\">FuW<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der <a href=\"http:\/\/www.thewealthreport.net\/resources\/thewealthreport2014.pdf\">Global Wealth Report 2014 [PDF &ndash; 16,8 MB]<\/a> weist darauf hin, dass das pers&ouml;nliche Aktienverm&ouml;gen in vielen L&auml;ndern der Haupttreiber des privaten Wohlstands sei. Wie es aussieht, k&ouml;nnte jetzt der Wendepunkt der sechsj&auml;hrigen Aktienhausse erreicht sein: Wenn die Stimmung in solchen M&auml;rkten derart optimistisch ist, droht gr&ouml;&szlig;te Gefahr. Es ist m&uuml;&szlig;ig, &uuml;ber den Anlass des Absturzes zu spekulieren. Dies ist eine rein gef&uuml;hlsm&auml;&szlig;ige Einsch&auml;tzung. Vielleicht nicht ganz, denn eigentlich m&uuml;sste bei einer so  gro&szlig;en Zuversicht, dass alles bestens l&auml;uft, auch die Nachfrage z.B. der institutionellen Anleger riesengro&szlig; sein. Dies scheint aber nicht der Fall zu sein, denn das Volumen an den Aktienm&auml;rkten geht <a href=\"http:\/\/marktdaten.fuw.ch\/detail\/stocks\/timeseries?ID_NOTATION=255248\">seit 2011 im Trend zur&uuml;ck<\/a>. Geringe Volumina sind aber ein Indiz, dass die gro&szlig;en institutionellen Investoren wie z.B. Hedge Funds nicht in gro&szlig;em Stil eingestiegen sind, sondern eher verkaufen. Bei geringen Volumina k&ouml;nnen aber auch geringe K&auml;ufe die Kurse nach oben treiben, bis &hellip;. &ndash; Ich pers&ouml;nlich w&uuml;rde es durchaus begr&uuml;&szlig;en, wenn die Verm&ouml;gen der Superreichen einen Schnitt erfahren w&uuml;rden, aber es w&uuml;rde mich sehr betr&uuml;ben, wenn normalen Leuten wie vielleicht einigen NDS-Lesern ihre kleinen Aktienpakete dahinschmelzen w&uuml;rden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>EnBW-Deal, Bilanz des Untersuchungsausschusses und wie die CDU damit umgeht<\/strong><br>\nDie CDU im Landtag versucht sich von jeder Mitverantwortung f&uuml;r den milliardenschweren R&uuml;ckkauf der EnBW-Aktien reinzuwaschen: Nach 30 Monaten Untersuchungsausschuss schiebt die Fraktion Ex-Ministerpr&auml;sident Stefan Mappus die alleinige Schuld zu. Dabei hatte jeder einzelne CDU-Abgeordnete die Transaktion bereitwillig abgesegnet&hellip;<br>\nIn der CDU-Fraktion ist der Heilbronner Abgeordnete und Rechtsanwalt Alexander Throm in die Rolle des Freisprechers geschl&uuml;pft. Drei Gr&uuml;nde nennt er daf&uuml;r, warum der Kurzzeitregierungschef den R&uuml;ckkauf von 45,01 Prozent am Karlsruher Energieversorger f&uuml;r 4,7 Milliarden Euro ganz allein zu verantworten haben soll: Er habe die Ministerialverwaltung &ldquo;komplett ausgeschaltet&rdquo; und auf deren Sachverstand verzichtet, der Zeitraum von 13 Tagen sei zu kurz gew&auml;hlt gewesen f&uuml;r eine seri&ouml;se Abwicklung, und Mappus habe das Heft des Handelns aus der Hand gegeben, um seinen langj&auml;hrigen Freund, den Banker Dirk Notheis, frei schalten und walten zu lassen. &ldquo;Notheis war die zentrale Figur&rdquo;, hei&szlig;t es im 74 Seiten starken Abschlussbericht der CDU, &ldquo;er steuerte das Geschehen zentral.&rdquo;<br>\nSch&ouml;n aus-, aber zu kurz gedacht. Gerade an der Figur Notheis, dem ehemaligen Deutschlandchef von Morgan Stanley und Weggef&auml;hrten vieler CDUler seit gemeinsamen Zeiten in der Jungen Union, wird deutlich, wie die blinde Begeisterung von damals vergessen gemacht werden soll&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/macht-markt\/167\/ein-guter-coup-ein-gutes-geschaeft-2252.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Mit dem Zweiten wirbt man besser<\/strong><br>\nBei den &Ouml;ffentlich-Rechtlichen boomen Marken- und Warentests zur besten Sendezeit. Einen Quotenerfolg fuhr j&uuml;ngst das ZDF mit einem Schnellrestaurant-Test ein: &Uuml;ber drei Millionen Zuschauer verfolgten das &ldquo;gro&szlig;e Duell&rdquo; zwischen den umsatzst&auml;rksten Hamburgerketten&hellip;<br>\nAnders als fr&uuml;her tun die Sender nichts Verbotenes, wenn sie Produkte oder Marken in Fernsehfilmen, Dokumentationen oder Shows in den Vordergrund r&uuml;cken. Seit 2010 er&ouml;ffnet eine EU-Richtlinie die M&ouml;glichkeit zur Produktplatzierung. &ldquo;Deutschland hat diese Richtlinie in nationales Recht umgesetzt, ohne es tats&auml;chlich zu m&uuml;ssen&rdquo;, erl&auml;utert Thorsten Giebel, Koordinator Programm und Werbung bei den Landesmedienanstalten. Offenbar wollte die damalige schwarz-gelbe Bundesregierung den Privatsendern eine neue Einnahmequelle verschaffen. Denn diese d&uuml;rfen jedes Mal kassieren, wenn etwa Getr&auml;nkeflaschen in Daily Soaps rumstehen oder Reiseveranstalter Traumurlaube in Spielshows ausloben. Den &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender sind dagegen laut Rundfunkstaatsvertrag nur unentgeltliche Produktplatzierungen gestattet, etwa durch &Uuml;berlassung von Fahrzeugen bei &ldquo;Tatort&rdquo;-Produktionen. Diese Vorgabe gilt jedoch nur f&uuml;r Eigen- und nicht f&uuml;r Fremdproduktionen. Konkret erlauben die ZDF-eigenen Werberichtlinien die Erw&auml;hnung oder Darstellung von Produkten nur, &ldquo;wenn und soweit sie aus journalistischen oder k&uuml;nstlerischen Gr&uuml;nden, insbesondere der realen Umwelt, zwingend erforderlich ist&rdquo;&hellip;<br>\nNichtsdestotrotz geh&ouml;rt es bei den &Ouml;ffentlich-Rechtlichen zum Alltag, dass Geld und Sachleistungen von Unternehmen auch au&szlig;erhalb der festen Werbezeiten flie&szlig;en. So kommen Sportereignisse, Daily Soaps und Quizshows heute nicht mehr ohne Sponsoren aus, die f&uuml;r Werbespots und Logo-Platzierung bezahlen oder Gewinnspiel-Preise stellen. Ob bei Verbrauchermagazinen auch die Testkandidaten in die Kasse greifen, bleibt eine Gretchenfrage&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/macht-markt\/167\/mit-dem-zweiten-wirbt-man-besser-2255.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> In der neuen Ausgabe der Kontext:Wochenzeitung wieder eine Reihe interessanter Beitr&auml;ge u.a. Die Untert&uuml;rkheim-Aff&auml;re, Der Autobauer Daimler erwirtschaftet im Ersten Weltkrieg enorme Profite; Dualer Schwindel von Sp&auml;th bis Kretschmann, statt Export der dualen Ausbildung, Import von Fachkr&auml;ften&hellip;<\/em><br>\n<em>Kontext:Wochenzeitung erscheint mittwochs ab null Uhr und samstags als Beilage der bundesweit erscheinenden Wochenendausgabe der taz (Sonntaz).<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>10 Jahre BILDblog.de: BILD hat ein besonderes Verh&auml;ltnis von Gr&ouml;&szlig;e, Wirkung und Verantwortungslosigkeit<\/strong><br>\nSeit zehn Jahren betreibt das &ldquo;BILDblog&rdquo; gepflegte Kollegenschelte &ndash; vor allem in Richtung der BILD-Zeitung. Das Besondere an der BILD sei das allt&auml;gliche Grenzen&uuml;berschreiten, Fehlermachen und Ignorieren von Pers&ouml;nlichkeitsrechten, erkl&auml;rt BILDblog-Gr&uuml;nder Stefan Niggemeier im Gespr&auml;ch mit dem Deutschlandfunk. Das habe sich seit zehn Jahren nicht ver&auml;ndert, so Niggemeier, der immer noch als Autor bei dem Watchblog dabei ist. Dass auch viele Journalisten glauben w&uuml;rden, was in der BILD-Zeitung steht und es dann abschreiben, sei ein weiteres Problem. BILDblog-Gr&uuml;nder Stefan Niggemeier im Gespr&auml;ch mit Christoph Sterz &uuml;ber die Relevanz des Blogs, die Entwicklung der Medienberichterstattung und die Abschreibementalit&auml;t vieler Journalisten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2014\/06\/07\/dlf_20140607_1715_fe0758f9.mp3\">Deustchlandradio [Audio &ndash; mp3]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Mensa war gestern: Hungernde Studierende protestieren nicht<\/strong><br>\nBund und L&auml;nder haben sich k&uuml;rzlich auf ein &raquo;Bildungspaket&laquo; geeinigt. Der Bund soll mit sechs Milliarden Euro die Kosten f&uuml;r das Baf&ouml;g &uuml;bernehmen. Die notwendige Erh&ouml;hung der Bedarfss&auml;tze und Freibetr&auml;ge soll aber erst 2016 erfolgen.  Dabei g&auml;be es zumindest aus studentischer Sicht einen viel plausibleren Grund f&uuml;r die sofortige Erh&ouml;hung des Baf&ouml;g: die Bek&auml;mpfung der wachsenden studentischen Armut. Wie in der vergangenen Woche in den Medien berichtet wurde, sind es neben Fl&uuml;chtlingen vor allem Studierende, die im vergangenen Jahr vermehrt das Angebot der Essenstafeln in Anspruch nahmen. Wie aber gehen die Studierenden mit ihrer Verarmung um? Empirische Erkenntnisse zu dieser Frage gibt es nicht. Allerdings hat sich in den vergangenen Jahren gezeigt, dass Spr&ouml;sslinge der Mittelschicht, die von Armut bedroht sind, keineswegs automatisch zu solcher Solidarit&auml;t bereit sind. H&auml;ufig sympathisieren sie mit rassistischen und sozialchauvinistischen Bewegungen, die gegen Gruppen und Personen mobil machen, die in der gesellschaftlichen Rangordnung noch weiter unten stehen. Die vergangenen Jahre waren an den Universit&auml;ten eine protest&shy;arme Zeit. &ndash; Ein gutes Beispiel f&uuml;r Studierendenproteste lie&szlig; sich in j&uuml;ngster Zeit an der Londoner Universit&auml;t beobachten. Dort solidarisierten sich Studentinnen und Studenten mit prek&auml;r besch&auml;ftigten Putzkr&auml;ften am Campus. Erfreulich w&auml;re es, wenn sich zumindest ein Teil der Studierenden auch in Deutschland &auml;hnlich engagierte &ndash; gegen die Ver&shy;armung und Vertafelung der Gesellschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2014\/23\/50001.html\">Jungle World<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein Satz ist ein wenig verwirrend: &ldquo;Die Tatsache, dass in den Jahren, in denen eine wachsende Zahl Studierender die Tafeln aufsuchte, die Protestbereitschaft abgenommen hat, k&ouml;nnte ein Hinweis auf den Mangel an Solidarit&auml;t sein.&rdquo; Der Autor verwechselt in seinem Eifer, die mangelnde Solidarit&auml;t der Studenten herauszuarbeiten, einiges. Ist es nicht so, dass in dem Augenblick, in dem die Lage der Studenten sich dem des allgemeinen Prekariats ann&auml;hert, diese genauso wie die vielen, die ihre Zeit im schlichten Existenzkampf verbrauchen, kaum noch Energie und Zeit zum Protest haben?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Allensbachstudie: Studienbedingungen 2014<\/strong><br>\n61 Prozent der heutigen Bachelor-Studenten planen, im Anschluss an den Bachelor noch einen Master-Abschluss zu machen. Lediglich 19 Prozent haben dies nicht vor, 20 Prozent sind noch unsicher.\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140612_hwt_01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140612_hwt_01_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Dass ein Bachelor-Abschluss aus Sicht vieler Studierender f&uuml;r den Arbeitsmarkt nicht qualifizierend genug ist, zeigt sich besonders deutlich in den Begr&uuml;ndungen der Studierenden, warum sie einen Master-Abschluss machen (wollen): 73 Prozent von ihnen geben zu Protokoll, dass sie sich mit einem Master bessere Karriere- und Verdienstm&ouml;glichkeiten erhoffen; ebenso viele erwarten, dadurch bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben. Immerhin zwei Drittel der Studenten m&ouml;chten mit einem Master-Abschluss auch Wissen vertiefen oder sich innerhalb ihres Studienfachs spezialisieren&hellip;<br>\nDie weit verbreitete Skepsis gegen&uuml;ber dem Wert des Bachelor-Abschlusses zeigt sich auch in den Antworten der Studierenden auf die Frage, ob ein Bachelor-Abschluss in der Regel ausreichend auf das Berufsleben vorbereitet oder nicht. Lediglich 23 Prozent der Studierenden halten einen Bachelor-Abschluss f&uuml;r ausreichend berufsqualifizierend, 54 Prozent sind vom Gegenteil &uuml;berzeugt. Interessanterweise sehen Bachelor-Studenten, die im Anschluss an ihren Bachelor keinen Master-Abschluss planen, dies kaum positiver. Auch von ihnen meint lediglich jeder Dritte, dass ein Bachelor-Abschluss ausreichend auf das Berufsleben vorbereitet, nahezu jeder Zweite (49 Prozent) hat daran erhebliche Zweifel&hellip;<br>\nLediglich jeder f&uuml;nfte Studierende ist &uuml;berzeugt davon, dass Arbeitgeber den Bachelor-Abschluss f&uuml;r qualifizierend genug erachten, 53 Prozent widersprechen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sts-kd.de\/reemtsma\/Studie-Lang-Allensbach-2014h.pdf\">Langfassung der Allensbach Studie im Auftrag des Reemtsma Begabtenf&ouml;rderungswerks [PDF &ndash; 4.1 MB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.sts-kd.de\/reemtsma\/Summary_Allenbachstudie.pdf\">Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse [PDF &ndash; 854 K]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Entgegen aller <a href=\"http:\/\/www.bmbf.de\/de\/3336.php\">Erfolgsmeldungen &uuml;ber die Einf&uuml;hrung des Bachelors<\/a> ist die Wahrnehmung der Studierende eine andere.<\/em><br>\n<em>Angesichts des Wunsches von &uuml;ber 60 Prozent der Bachelor-Studierenden im Anschluss daran ein Master-Studium aufzunehmen, ist es umso wichtiger, dass die bestehenden Barrieren abgebaut werden.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(RS\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-22026","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22026","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=22026"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22026\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22029,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22026\/revisions\/22029"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=22026"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=22026"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=22026"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}