{"id":22072,"date":"2014-06-17T08:51:47","date_gmt":"2014-06-17T06:51:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22072"},"modified":"2014-06-17T08:51:47","modified_gmt":"2014-06-17T06:51:47","slug":"hinweise-des-tages-2149","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22072","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22072#h01\">Was Friedrich K&uuml;ppersbusch zu Joachim Gauck einf&auml;llt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22072#h02\">TTIP- Sonderrechte f&uuml;r Konzerne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22072#h03\">Edward Snowden: Er ist nicht allein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22072#h04\">Occupy Frieden &ndash; Eine Befragung von Teilnehmer\/innen der &bdquo;Montagsmahnwachen f&uuml;r den Frieden&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22072#h05\">Fifa &ndash; Gro&szlig;konzern im Gewand eines Sportvereins<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22072#h06\">Verteilung: Am Ende gewinnt der Banker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22072#h07\">Are German Savers Being Expropriated?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22072#h08\">Prof. Dr. Manfred Kappeler: Anvertraut und ausgeliefert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22072#h09\">Fast jeder zweite Arbeitslose auf Helfersegment beschr&auml;nkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22072#h10\">Hugo Boss soll in der T&uuml;rkei und in Kroatien Armutsl&ouml;hne zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22072#h11\">Europas Gew&auml;sser erheblich mit Chemie belastet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22072#h12\">Deutschland steigt um<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22072#h13\">Sigmar Gabriel hat ein &ldquo;Geldproblem&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22072#h14\">Bildung war noch nie so nutzlos &ndash; wie in der Wirtschaftsredaktion der FAZ<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22072#h15\">Sloterdijk-Buch: Nach ihm die Sintflut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22072#h16\">Die WM-Teilnehmer in 12 Charts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22072#h17\">Das Letzte: Zu viel billiges Geld: Bundesbankchef warnt vor Immobilienblase in Deutschland<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22072&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Was Friedrich K&uuml;ppersbusch zu Joachim Gauck einf&auml;llt<\/strong><br>\nBundespr&auml;sident Gauck hat, diesmal in Norwegen, seine Forderung erneuert, Deutschland m&ouml;ge &bdquo;mehr Verantwortung &uuml;bernehmen&ldquo; und sich &bdquo;entsprechend seiner Bedeutung &hellip; den Einsatz milit&auml;rischer Mittel&ldquo; vorbehalten. Was sagt man dazu?<br>\nKrieg. Aber nur wenn man zur schwer erziehbaren Minderheit von circa 70 Prozent der Deutschen z&auml;hlt, die Kampfeins&auml;tze ablehnen. Gauck argumentiert, von &bdquo;deutschem Dominanzgebaren&ldquo; fr&uuml;herer Pr&auml;gung sei keine Rede mehr. Das wirft die Frage auf, in welchem gem&uuml;tlich tapezierten Paralleluniversum es unserem Staats&uuml;berhaupt gelungen ist, die Euro-Krise (&bdquo;deutsches Dominanzgebaren&ldquo;) zu verpassen.<br>\nUnd warum die tollpatschigen Russen deutsche Milit&auml;rs 800 Kilometer vor Moskau einfach nicht als Geste der Unterw&uuml;rfigkeit zu lesen verm&ouml;gen. &ndash; Gauck hatte fr&uuml;her beruflich mit einem dicken Buch zu tun, in dem ein gewisser &bdquo;Gott&ldquo; die Schuld &bdquo;bis ins vierte Glied&ldquo; verfolgt. Diese epochal begr&uuml;ndete Scheu der Deutschen vor kriegerischen Mitteln ist Gaucks Thema. Und er findet blumige Worte f&uuml;r seine simple Nachricht &bdquo;Nun stellt euch mal nicht mehr so an!&ldquo; Darin verfehlt er die Chance seines Amtes, wo n&ouml;tig zwischen Regierten und Regierung zum Dialog zu zwingen. Ein Bundespr&auml;sident hat nicht die Bev&ouml;lkerung auf die Linie der Regierung zu predigen. Und wenn er die bitter erworbene deutsche Friedensliebe noch mal als &bdquo;gl&uuml;ckss&uuml;chtig&ldquo; schm&auml;ht, kaufe ich ihm von meinem Ersparten ein Bobbycar. In der Milit&auml;rversion.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/weltspiegel\/tuecken-der-woche-was-friedrich-kueppersbusch-zu-joachim-gauck-einfaellt\/10046902.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein Wochenbeginn nach Hochw&uuml;rden Gaucks Geschmack. Erst in Norwegen eine kriegshetzerische Rede halten und dann weiter nach Ungarn um gemeinsam mit der dortigen nationalistischen und rassistischen Orb&aacute;n-Regierung den 25-j&auml;hrigen Jahrestag des Sturzes des Kommunismus zu feiern. Einen Bundespr&auml;sidenten der willf&auml;hriger die Interessen der herrschenden Eliten vertritt gab es in der Geschichte der Bundesrepublik wohl bisher noch nicht. Gauck zeigt wieder einmal in seiner zynischen Art, dass ihm Menschenleben nichts gelten. Man erinnere sich z.B. an seine Rede anl&auml;sslich seines Griechenlandbesuches als er die brutale Austerit&auml;tspolitik der Troika als alternativlose Notwendigkeit lobte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>TTIP- Sonderrechte f&uuml;r Konzerne<\/strong><br>\nDas geplante Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU sieht f&uuml;r Streitf&auml;lle zwischen Unternehmen und staatlichen Stellen Schiedsgerichte vor, die rechtskr&auml;ftige Urteile f&auml;llen d&uuml;rfen.<br>\nUS-Konzerne verklagen den deutschen Staat. Es geht um Milliarden. Um Geld der Steuerzahler. Das k&ouml;nnte bald Realit&auml;t sein. Andere F&auml;lle gibt es schon jetzt.<br>\nDas Atomkraftwerk Brunsb&uuml;ttel in Schleswig-Holstein. Stillgelegt nach dem Reaktorunfall in Fukushima. Ebenso wie Kr&uuml;mmel bei Hamburg. Folgen des deutschen Atomausstiegs. Beschlossen von Regierung und Parlament, getragen von der gro&szlig;en Mehrheit der Deutschen.<br>\nTrotzdem verklagt der schwedische Konzern Vattenfall, Betreiber der Anlagen, Deutschland auf Schadensersatz. Nicht etwa vor einem regul&auml;ren deutschen Gericht, sondern vor einem geheimen internationalen Schiedsgericht. Drei private Wirtschaftsanw&auml;lte f&auml;llen rechtlich bindende Entscheidungen. Unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit.<br>\nDas ist m&ouml;glich, weil Konzerne wie Vattenfall Sonderrechte genie&szlig;en. Grundlage: ein sogenannter Investorenschutzvertrag.<br>\nDeutschland hat &uuml;ber 130 solcher Vertr&auml;ge abgeschlossen. Urspr&uuml;nglich sollten Unternehmen so vor willk&uuml;rlichen Enteignungen gesch&uuml;tzt werden, etwa in L&auml;ndern ohne funktionierenden Rechtstaat oder Diktaturen. Davon ist jedoch nicht mehr viel &uuml;brig geblieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/sendung\/swr\/2014\/freihandelsabkommen_11_06_2014-100.html\">plusminus<\/a>\n<p><strong>Dazu passt: Argentinien muss Milliardensumme an US-Hedgefonds zahlen<\/strong><br>\nSchock f&uuml;r Argentinien: Im Rechtsstreit mit Gl&auml;ubigern &uuml;ber die Folgen seines Staatsbankrotts vor 13 Jahren hat das Land eine Schlappe vor dem Obersten Gerichtshof der USA hinnehmen m&uuml;ssen. Der Supreme Court wies eine Beschwerde gegen ein Urteil aus niedriger Instanz zur&uuml;ck, das Buenos Aires zu einer Zahlung von mindestens 1,3 Milliarden Dollar (960 Millionen Euro) an US-Investoren verpflichtet. Die Kl&auml;ger um den Hedgefonds NML Capital hatten sich geweigert, die 2005 und 2010 von Argentinien unterbreiteten Umschuldungsangebote anzunehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/folgen-des-staatsbankrotts-argentinien-muss-milliardensumme-an-us-hedgefonds-zahlen-1.2003798\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Edward Snowden: Er ist nicht allein<\/strong><br>\nIn New York arbeitet ein Team f&uuml;r Edward Snowden &ndash; der NSA-Whistleblower ist immer dabei im 19. Stock: Von Moskau aus steuert er einen Roboter mit Kamera. Unsere Reporterin war eine Woche dort. Und Snowden half ihr in einer schwierigen Situation: &ldquo;&hellip; Pl&ouml;tzlich, beim Versuch, Deutschland zu erkl&auml;ren, wird mir schwarz vor den Augen. Ich wache auf, mein Kopf liegt auf einen Sandsack gebettet, mein K&ouml;rper in der stabilen Seitenlage. Vom Computerbildschirm dringt eine ruhige Stimme. &bdquo;Die ersten Anf&auml;lle sind immer die schlimmsten&ldquo;, sagt Snowden. Ich habe Gl&uuml;ck: Snowden ist nicht nur Patriot oder Verr&auml;ter, er ist auch Epileptiker. Er hat sofort erkannt, was mit mir geschieht. Er sei selbst erst mit 28 Jahren diagnostiziert worden, erz&auml;hlt er nun. Als er vor einem guten Jahr aus den USA floh, informierte er seinen Arbeitgeber, dass er f&uuml;r ein paar Wochen wegen seiner Epilepsie in Behandlung m&uuml;sse. Dann entschuldigt sich Snowden noch daf&uuml;r, dass er mich dazu gebracht hat, auf den flackernden Bildschirm zu schauen. Das habe den Anfall ausgel&ouml;st. Ben Wizner bringt ein Glas Saft. Er ist jetzt sehr bewegt. Seit einem Jahr reist er, weil Snowden in Russland festsitzt. Spricht, wo Snowden keine Stimme hat. Seit einem Jahr ist er im wahrsten Sinne des Wortes Snowdens Handlanger. Gerade befolgte er dessen Skype-Ratschl&auml;ge und verhinderte so, dass ich gegen die metallenen Aktenschr&auml;nke seines Arbeitszimmers fiel. &bdquo;Das war Ed, wie ich ihn kenne. Das Mitgef&uuml;hl, die klare Stimme, die F&uuml;rsorge&ldquo;, sagt Wizner.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/edward-snowden-er-ist-nicht-allein\/10007710.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Occupy Frieden &ndash; Eine Befragung von Teilnehmer\/innen der &bdquo;Montagsmahnwachen f&uuml;r den Frieden&ldquo;<\/strong><br>\n[&hellip;] Insgesamt ergibt sich ein klareres, aber nicht von Widerspru&#776;chen freies Bild. Die Montagsmahnwachen sind eine m&auml;nnlich dominierte Bewegung der 25-40-J&auml;hrigen, fu&#776;r die das Internet das Schlu&#776;sselmedium ist. Es dient der Organisation und der Verbreitung und Bewertung von Informationen. Und es ist das Medium, u&#776;ber das die meisten Teilnehmer\/innen zu den Mahnwachen gefunden haben. Ein gro&szlig;er Teil von ihnen hatte vor den Mahnwachen keine Erfahrungen mit Stra&szlig;enprotesten, war aber bei Petitionen und Online-Protesten durchaus politisch aktiv. Parteipolitisch neigen viele zur LINKEN, aber auch die AfD findet hier u&#776;berdurchschnittlich viele Unterstu&#776;tzer\/innen. Zum einen gibt es einen deutlichen Wunsch nach Abgrenzung von der extremen Rechten und den Widerspruch zu der Darstellung als &bdquo;neurechte Bewegung&ldquo;. Zum anderen bestehen aber auch hohe Zustimmungsraten zu antisemitischen, antiamerikanischen und autorit&auml;ren Aussagen. Bei einer Minderheit der Teilnehmer\/innen finden sich rechtsextreme Einstellungsfragmente, die sich aber keineswegs zu einer konsistenten rechten Grundhaltung verdichten. Mehr als ein Drittel definiert sich als politisch links, w&auml;hrend 40 Prozent sich auf der Links-Rechts-Achse nicht einstufen wollen, weil sie diese Zuordnung fu&#776;r u&#776;berholt halten. [&hellip;]<br>\nVieles an den Montagsmahnwachen erinnert an die Occupy-Proteste von 2011: das rasche, fast unvermittelte Aufflammen der Bewegung, die Unsortierheit der Teilnehmer\/innen, das Fehlen und die Ablehnung fester politischer Bindungen und Strukturen, die Inszenierung von Spontaneit&auml;t, Gefu&#776;hlsausdruck und Unprofessionalit&auml;t, das Fernhalten aller Insignien bekannter Organisationen, das Fehlen konkreter gemeinsamer Ziele, die dominante Mobilisierung u&#776;ber neue Medien, insbesondere soziale Netzwerke im Internet. &Auml;hnlich wie bei Occupy erscheint es nicht  unwahrscheinlich, dass die Montagsmahnwachen durch ihre inneren Widerspru&#776;che und die fehlende strategische Orientierung an Attraktivit&auml;t verlieren. Dem entsprechen auch Eindru&#776;cke vom Geschehen auf der Bu&#776;hne, bei dem Authentizit&auml;t, Spontaneit&auml;t und politische Naivit&auml;t Hand in Hand gehen und gerade auch in diesen Momenten beklatscht werden. Allerdings verspricht die Abschottung nach au&szlig;en zugleich einen Zusammenhalt, der die Gruppe zu stabilisieren vermag; der aber zumindest bei einer Teilgruppe mit Ressentiments und einer autorit&auml;ren Option verbunden ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/protestinstitut.files.wordpress.com\/2014\/06\/occupy-frieden_befragung-montagsmahnwachen_protestinstitut-eu1.pdf\">Forschungsbericht der TU Berlin [PDF &ndash; 590 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Die Studie ist hoch interessant und bietet f&uuml;r Beobachter dieses gesellschaftlich Ph&auml;nomens einen ganzen Reigen interessanter Informationen. Es ist beispielsweise zugleich interessant als auch erschreckend, dass mehr als die H&auml;lfte der Befragen der These &bdquo;Amerika bzw. das amerikanische Milit&auml;r ist nur der Knu&#776;ppel der FED&ldquo; &uuml;berwiegend bzw. ganz zustimmen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Jeden Montag gegen alles<\/strong><br>\nSeit im Fr&uuml;hjahr die ersten Gr&uuml;ppchen auf dem Alexanderplatz auftauchten, mit ihren Friedensplakaten und den Slogans gegen Medien und Zentralbanken, versuchen sich Medien und Beobachter darin, die neuen Montagsmahnwachen zu verorten. Was sind das f&uuml;r Menschen, die bald in Dutzenden deutschen Innenst&auml;dten standen und politisch so gar nicht in die normalen Schemata passten? Es gab Berichte &uuml;ber beteiligte Rechtsradikale ebenso wie &uuml;ber stramm linke Aktivisten, nur &uuml;ber die vielen dazwischen gab es wenig. &Uuml;ber der Mitte klaffte ein gro&szlig;es Fragezeichen.<br>\nDiese L&uuml;cke versucht nun erstmals eine Studie zu schlie&szlig;en (hier als PDF). Eine Berliner Forschergruppe vom gerade entstehenden Institut f&uuml;r Protest- und Bewegungsforschung hat die Einstellungen der neuen Montagsdemonstranten abgefragt. Die Datenlage und Methodik ist eher d&uuml;rftig: Die Forscher haben auf einer Berliner Montagsmahnwache 1.000 Zugangscodes f&uuml;r eine Onlineumfrage verteilt, knapp ein Drittel hat mitgemacht. Die Ergebnisse sind also nicht repr&auml;sentativ, sondern nur eine  &ndash; wenn auch gro&szlig;e &ndash; Stichprobe, verzerrt zu denjenigen, die gerne online &uuml;ber ihren Aktivismus berichten wollten.<br>\nVon den Umfrageteilnehmern, die bei der letzten Wahl eine Stimme abgegeben haben, w&auml;hlten 42,6 Prozent die Linkspartei, 15,4 die Piraten und 12,8 die AfD. Erst danach folgen Gr&uuml;ne, CDU und SPD. Vierzig Prozent verorten sich links, 20 Prozent in der politischen Mitte, und nur zwei Prozent rechts. Das scheint der weit verbreiteten Zuschreibung zu widersprechen, dass die Proteste rechtsorientiert seien. Tats&auml;chlich best&auml;tigt die Umfrage, dass sowohl bei der Verharmlosung von NS-Verbrechen, als auch bei chauvinistischen und antisemitischen Ansichten die Teilnehmer niedrigere Zustimmungswerte haben als die Gesamtbev&ouml;lkerung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2014-06\/montagsdemonstrationen-umfrage-studie-teilnehmer\">Zeit<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Auch innerhalb der NachDenkSeiten wird die Position zu den sogenannten &ldquo;Mahnwachen f&uuml;r den Frieden&rdquo; kontrovers diskutiert. Die erw&auml;hnte Umfrage scheint aber zumindest die Unterstellungen, dabei handle es sich um eine rechte, gar antisemitische Bewegung in das Reich der Legenden zu verweisen. Die herablassende, unterstellende  Arroganz mit der sich aber die Mainstreamjournaille der Zeit  im obigen Artikel &uuml;ber die Montagsmahnwachen &auml;u&szlig;ert, reizt schon wieder dazu sich doch n&auml;her damit auseinanderzusetzen.<\/em><br>\n<em>Nachdem der Versuch diese sogenannten &ldquo;Mahnwachen f&uuml;r den Frieden&rdquo; in die rechtspopulistische und verschw&ouml;rungstheoretische Ecke zu dr&auml;ngen so nicht funktioniert hat, muss nun ein anderer Weg der Diffamierung  von Menschen, die sich kritisch mit den gesellschaftlichen Verh&auml;ltnissen in der &bdquo;marktkonformen&ldquo; Demokratie auseinandersetzen, gefunden werden. Mindestens eine naiv-totalit&auml;re Sehnsucht muss unterstellt werden sowie ein naiver Wunsch nach einer Gesellschaft ohne Widerspr&uuml;che und Konflikte. Aber kennt man so etwas nicht eher aus Diktaturen, das jenen, die Kritik an den bestehenden Machtverh&auml;ltnissen &uuml;ben, unterstellt wird, sie seihen nicht ganz richtig im Kopf? Wie kann man es auch wagen, Kritik an der besten aller (neoliberalen) Welten zu &uuml;ben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Fifa &ndash; Gro&szlig;konzern im Gewand eines Sportvereins<\/strong><br>\nHeftige Proteste begleiten den Beginn der Fu&szlig;ball-WM in Brasilien. Dabei kann nach den ersten Spielen zweifelsfrei ausgeschlossen werden, dass die Brasilianer Fu&szlig;ball nicht m&ouml;gen. Wird hier also ein internationales Sportgro&szlig;ereignis von Regierungsgegnern f&uuml;r innenpolitische Zwecke genutzt?<br>\nDie Proteste beziehen sich sehr konkret auf Entscheidungen und Ma&szlig;nahmen w&auml;hrend der WM-Vorbereitungen. So mussten mindestens 170 000 Menschen dem Neu- und Ausbau von Stadien, Stra&szlig;en, Flugh&auml;fen und anderen Infrastrukturma&szlig;nahmen weichen, Tausende Familien wurden f&uuml;r Jahre in einfachste H&uuml;tten ohne Strom und Wasser zwangsumgesiedelt, die im Volksmund als &ldquo;Mikrowellen&rdquo; bezeichnet werden, da sie sich bei Sonne unertr&auml;glich aufheizen. Jede R&auml;umung ist ein gravierender Eingriff in die Familienbiografien und rei&szlig;t Lebens- und Arbeitszusammenh&auml;nge auseinander.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/fifa-grosskonzern-im-gewand-eines-sportvereins-1.2000657\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Verteilung: Am Ende gewinnt der Banker<\/strong><br>\nDass Banken, insbesondere in Gro&szlig;britannien und den USA, bisweilen horrende Boni an einzelne Mitarbeiter zahlen, ist bekannt. Dass die Finanzbranche mit dieser Verg&uuml;tungspraxis ma&szlig;geblich zu einer gesellschaftlichen Schieflage beigetragen hat, zeigen Brian Bell und John Van Reenen. Die &Ouml;konomen von der Universit&auml;t Oxford und der London School of Economics haben untersucht, inwieweit die Verdienste von Bankern f&uuml;r die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich in Gro&szlig;britannien verantwortlich sind.* Ihr Ergebnis: Die Umverteilung zugunsten des reichsten Prozents der Briten seit 1999 ist zu mindestens zwei Dritteln Besch&auml;ftigten von Banken zugutegekommen. Auch die Finanzkrise scheint daran wenig ge&auml;ndert zu haben.<br>\nDie Umverteilung zugunsten der Banker k&ouml;nnte laut Bell und Van Reenen mit dem verzerrten Wettbewerb in der Finanzindustrie zusammenh&auml;ngen, der zu &ouml;konomisch unangemessenen Gewinnen f&uuml;hre. Manches deute darauf hin, dass implizite und explizite staatliche Garantien und Subventionen f&uuml;r jene Banken eine Rolle spielen, die &bdquo;too big to fail&ldquo; sind. Die beste L&ouml;sung w&auml;re es, diese Form des Marktversagens zu korrigieren &ndash; etwa durch eine Begrenzung der Gr&ouml;&szlig;e von Finanzinstituten. Unklar sei allerdings, inwieweit solche Reformen effektiv durchsetzbar sind. Als m&ouml;gliche Alternative nennen die Wissenschaftler h&ouml;here Steuern auf Bankgewinne, Boni oder hohe Einkommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/47388_47397.htm\">B&ouml;ckler Impuls<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Einmal mehr weist die Frage Thomas Pikettys in die richtige Richtung: Haben die F&auml;higkeiten der besten Manager so zugenommen, dass sie h&ouml;here L&ouml;hne rechtfertigen w&uuml;rden? &ldquo;F&uuml;r sehr hohe Einkommensempf&auml;nger gibt es da keine wissenschaftliche Evidenz.&rdquo; Nat&uuml;rlich ist die Frage bei Bankern eher makaber, haben sie doch dazu beigetragen, ganze Volkswirtschaften an die Wand zu fahren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Are German Savers Being Expropriated?<\/strong><br>\nThe German media reaction to the ECB rate cut is more than a bleak statement about the quality of economic journalism in Germany. One probably has to concede that it also well reflects the general state of mind and German psyche about Europe&rsquo;s common currency project and the havoc it has wreaked across the continent. There are some important lessons here for Germany&rsquo;s euro partners &ndash; and beyond.<br>\nFirst of all, these events once again highlight that in the German euro debate superficial morals prevail over any economic expertise. In Germany, saving is by its nature always virtuous. Savers, as creditors, occupy the moral high ground. Creditors are simply morally superior to debtors. In fact, debtors are suspected to be afflicted by some moral defect. As savers apparently have a moral right to get paid interest, the ECB&rsquo;s move is seen as expropriation; its decision to make the creditor pay what seems like a &ldquo;Strafzins&rdquo; (penalty interest rate) for lending to the debtor seems outright immoral.<br>\nWithin these pseudo-moralistic dimensions inspiring the German euro debate economic reasoning is conspicuous for its absence. It is somehow lost that there can be no creditor without any debtor. It is also lost that Germany as a nation can only run a current account surplus if other nations run deficits and pile up debts. So it has never entered the German national debate that Germany only managed to balance its public budget thanks to other countries&rsquo; willingness to borrow and spend on German exports. Instead, morally, it seems a clear-cut case that Germany has done everything right. If there is trouble in the system, it must be because of others&rsquo; failures and moral deficiencies.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.social-europe.eu\/2014\/06\/german-savers\/\">Social Europe<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Prof. Dr. Manfred Kappeler: Anvertraut und ausgeliefert<\/strong><br>\nVer&ouml;ffentlicht am 8. Juni. 2014<br>\nVortrag im Rahmen der Ethik-Vorlesung an der Hochschule Esslingen (Fakult&auml;t Soziale Ar&shy;beit) am 27.5.2014<br>\nStatt Hilfe und Unterst&uuml;tzung erfuhren sie Unrecht und Leid &ndash; Kinder und Jugendliche in der Heimerziehung der Vierziger-Siebzigerjahre. (&hellip;)<br>\nDazu ein Beispiel aus der j&uuml;ngsten Vergangenheit: In der &bdquo;Hausordnung&ldquo; von Heimen des Tr&auml;gers &bdquo;Haasen&shy;burg&ldquo;, die im vergangenen Herbst vom Landesjugendamt Brandenburg, nach anhaltender Kritik in den Medien und sehr langem Z&ouml;gern, geschlossen wurden, hei&szlig;t es:\n<blockquote><p>\n<em>&bdquo;Ich h&ouml;re auf alle Erzieher und Mitarbeiter der Haasenburg!<\/em><br>\n<em>Dem Erzieher gegen&uuml;ber antworte ich mit &gt;JA&lt; oder &gt;NEIN&lt; und nenne ihn beim Namen!<\/em><br>\n<em>Es herrscht angemessene Lautst&auml;rke in den Wohnr&auml;umen, der Schule, auf dem Gel&auml;nde und auf dem Pausenhof!<\/em><br>\n<em>Ich rede nicht &uuml;ber das Weglaufen und mache es auch nicht!<\/em><br>\n<em>Ich diskutiere nur in angemessenen Situationen, mit einem angemessenen Ziel in ausgemessenem Tonfall!<\/em><br>\n<em>Ich halte Distanz und habe keinen K&ouml;rperkontakt!<\/em><br>\n<em>Wenn die Jugendlichen wartend in der Reihe stehen, ist der Mund geschlossen und der Blick ist nach vorn gerichtet. Es wird ca. eine Arml&auml;nge Abstand zum Vordermann gehalten!<\/em><br>\n<em>Die Jugendlichen laufen erst dann los, wenn die Erzieher es sagen und nur so weit wie es gesagt wird!<\/em><br>\n<em>Die Jugendlichen laufen immer rechts neben dem Erzieher!<\/em><br>\n<em>W&auml;hrend der Dienstzeit ist der Mund geschlossen. Nach Arbeitsmaterial wird angemessen gefragt! (&hellip;)&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>\n<em>&bdquo;Ich habe die Regeln der Haasenburg gelesen und verstanden und ich bin bereit, sie w&auml;hrend meines Aufenthaltes einzuhalten. Verst&ouml;&szlig;e gegen die Regeln der Haasenburg haben Konsequenzen!&ldquo;.<\/em><br>\n(Zitiert in Sozial Extra 2\/2014, S. 51.)\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Alles was ich hier vorgetragen habe war, ich wiederhole es, zu jedem Zeitpunkt der Nachkriegsgeschichte der Jugendhilfe den Leitungen der Einrichtungen, den Verantwortlichen in Tr&auml;gern und Beh&ouml;rden, den zust&auml;ndigen PolitikerInnen bekannt. Genauer: Es h&auml;tte ihnen bekannt sein k&ouml;nnen und m&uuml;ssen, wenn sie das Schicksal der Heimkinder wirklich interessiert h&auml;tte, wie sie immer behaupteten. Dass die Mittel f&uuml;r die immer geforderte tiefgreifende Reform der Heimerziehung im boomenden Wirtschaftswunderland Bundesrepublik Deutschland, nicht bereitgestellt wurden, ist eine gesellschaftliche und historische Schuld, die mit dem Fonds Heimerziehung nicht hinreichend anerkannt und in der Hauptsache &ndash; der angemessenen Entsch&auml;digung der heute noch lebenden ehemaligen Heimkinder &ndash; mit den Leistungen des Fonds Heimerziehung nicht einmal im Ansatz abge&shy;golten wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.veh-ev.eu\/home\/vehevinf\/public_html\/uncategorized\/prof-dr-manfred-kappeler-anvertraut-und-ausgeliefert\/\">Verein ehemaliger Heimkinder e.V.<\/a><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Inobhutnahme und Neubeelterung durch Jugendamt und Familiengerichte f&uuml;r grundgesetzwidrig erkl&auml;rt<\/strong><br>\n&lsquo;Wir glauben ja, dass Sie Ihre Kinder lieben &hellip;&rsquo; = Menschenverachtende Farce !, meint Rechtsanwalt Thomas Saschenbrecker<br>\n&ldquo;Noch einmal hat das Bundesverfassungsgericht eine Inobhutnahme und Neubeelterung durch Jugendamt und Familiengerichte f&uuml;r grundgesetzwidrig erkl&auml;rt (1 BvR 2882\/13 vom 22.05.2014) Es damit einmal mehr der leiblichen Elternschaft den Vorrang vor Neubeelterungen durch &bdquo;soziale Eltern&ldquo; einger&auml;umt.<br>\nEine Hoffnung auch vieler Kollegen\/Kolleginnen von mir ist, dass den Eltern jetzt &uuml;berhebliche und perfide Belehrungen durch die Familiengerichte wie &bdquo;Wir glauben, dass Sie Ihre Kinder lieben, wir glauben auch, dass Ihre Kinder Sie lieben, aber gerade deshalb ist es das Beste, wenn Sie&acute;loslassen&acute; k&ouml;nnen und freiwillig auf Ihre Kinder verzichten&ldquo; erspart bleiben und ein Umdenken stattfindet.<br>\n&Auml;mter, Gutachter und Gerichte m&uuml;ssen wieder lernen, dass es f&uuml;r Kinder das Wichtigste ist, dass Sie bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen d&uuml;rfen. Denn so etwas wie wirkliche Liebe der Eltern, DER Grundstein f&uuml;r die sp&auml;tere positive Entwicklung, erfahren sie nicht in Heimen und meist auch nicht bei sozialen Eltern.&ldquo;<br>\nBundesverfassungsgericht &ndash; 1 BvR 2882\/13 &ndash;  Im Namen des Volkes<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.archeviva.com\/%EF%BB%BFinobhutnahme-und-neubeelterung-durch-jugendamt-und-familiengerichte-fuer-grundgesetzwidrig-erklaert\/\">Arche<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Das Bundesverfassungsgericht &ndash; Mehr Schutz f&uuml;r Kinder vor dem Totalverlust ihrer Familie<\/strong><br>\nAm 7. April 2014 beschloss die 1. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts einstimmig die Aufhebung eines Oberlandesgerichtsbeschlusses &uuml;ber den Entzug des elterlichen Sorgerechts und &uuml;ber die gegen den elterlichen Willen erfolgte Einweisung eines Kindes in ein Kinderheim.<br>\nEs wurden wesentliche Anordnungen zur richterlichen Sachverhaltsermittlungspflicht sowie zur Pr&uuml;fung einer m&ouml;glichen Anwendung &bdquo;milderer Mittel&ldquo; wie die Zuweisung eines den Eltern zu entziehenden Kindes an Gro&szlig;eltern oder andere nahe Verwandte getroffen.<br>\nDieser Beschluss, der seinen Ursprung im grundrechtlichen Argumentieren des Ettlinger Familienrechtsanwalts Thomas Saschenbrecker hat, ist bahnbrechend.<br>\nSeine Anwendung auf andere Sorgerechtsverfahren kann unz&auml;hligen Kindern und ihren Eltern wie anderen Anverwandten leidvolle, lebenslang schmerzende Trennungserfahrungen ersparen.<br>\nWenn k&uuml;nftig in einstweiligen Verfahren Kinder amtlich entzogen und von ihren Eltern getrennt werden sollen, muss f&uuml;r die richterliche Entscheidung folgende Passage aus dem Bundesverfassungsgerichtsbeschluss ber&uuml;cksichtigt werden:<br>\n&raquo;Weil bereits der vorl&auml;ufige Entzug des Sorgerechts einen erheblichen Eingriff in die Grundrechte der Eltern und des Kindes darstellt und weil schon die vorl&auml;ufige Herausnahme des Kindes aus der Familie Tatsachen schaffen kann, welche sp&auml;ter nicht ohne Weiteres r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen sind, sind grunds&auml;tzlich auch bei einer Sorgerechtsentziehung im Eilverfahren hohe Anforderungen an die Sachverhaltsermittlung zu stellen.Sie sind umso h&ouml;her, je geringer der m&ouml;glicherweise eintretende Schaden des Kindes wiegt und in je gr&ouml;&szlig;erer zeitlicher Ferne der zu erwartende Schadenseintritt liegt.&laquo;<br>\nDiese Aussage ist ungemein bedeutungsvoll, sieht man es an Familiengerichten doch nicht immer als selbstverst&auml;ndlich an, richterlicherseits pers&ouml;nliche objektive, neutrale und umfassende Sachverhaltsermittlungen zu betreiben. Beispielsweise teilte in einem konkreten Fall eine Familienrichterin dem um das Sorgerecht k&auml;mpfenden Vater mit, die Sachverhaltsermittlung sei nicht Sache des Familiengerichts, sondern des Strafgerichts. Immer wieder erleben Eltern, dass sich die erkennenden Richter\/innen stattdessen nahezu blind auf die Empfehlungen des Jugendamts verlassen. Und zwar ungeachtet dessen, ob oder dass diese Empfehlungen einer sorgf&auml;ltigen richterlichen Sachverhaltsermittlung wom&ouml;glich nicht standhalten w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.karin-jaeckel-autorin.de\/medien\/pdf\/Jugendamt_DasBundesverfassungsgerichtKindesentziehung_Sachverhaltsermittlg.pdf\">Dr. Karin J&auml;ckel [PDF &ndash; 98,1 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Offenbar kommen Kinder auch heutzutage noch recht schnell in den fragw&uuml;rdigen Genuss eines Heimaufenthaltes bzw. zu Pflegefamilien. Offensichtlich geschieht das nicht immer im Einklang mit den Gesetzen &ndash; insbesondere mit den verfassungsrechtlichen Regelungen.<\/em><br>\n<em>Welche Sch&auml;den bei den Kindern durch Entfernung von den leiblichen Eltern entstehen k&ouml;nnen, dar&uuml;ber scheinen sich -leider- viel zu oft weder die Mitarbeiterschaft von Jugend&auml;mtern, Verfahrensbeteiligte (wie z.B. Gutachterpersonen) noch Richterschaft ausreichend informiert zu haben.<\/em><br>\n<em>Erinnert sei in diesem Zusammenhang an die Worte Norbert Bl&uuml;ms insbesondere &uuml;ber Richter an Familiengerichten:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n<em>&ldquo;Am weitesten fortgeschritten ist die Aufweichung des Rechts hin zum flexiblen Konfliktmanagement an den Familiengerichten. Wenn es um Scheidung oder Sorgerecht geht, wird gelogen, dass sich die Balken biegen. Den Richter interessiert das wenig. &ldquo;Wir sind hier nicht im Strafgericht&rdquo;, ist eine oft gebrauchte richterliche Ausrede vor Familiengerichten. Selbst wenn Eid gegen Eid steht und nach den Gesetzen der Logik mindestens ein Meineid im Spiel ist, bleibt dies meist unaufgekl&auml;rt, weil offenbar die Wahrheit nicht interessiert. Das Pendel ist von der totalen Moralisierung der Scheidung ins andere Extrem umgeschlagen, in die moralfreie Zone. Daf&uuml;r mag es auch Gr&uuml;nde in der Richterqualifikation geben. &ldquo;Familienrichter haben eine hochgradig j&auml;mmerliche Ausbildung. Das Familienrecht spielt weder im Studium noch in der Referendarzeit eine gro&szlig;e Rolle, geschweige denn, dass es eine spezielle Ausbildung oder verpflichtende Fortbildung f&uuml;r angehende Familienrichter g&auml;be&rdquo;, behauptete der M&uuml;nsteraner Jurist Elmar Bergmann, und der muss es wissen, denn er war selbst fast 30 Jahre lang Familienrichter.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Kann hier nachgelesen werden: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2013\/27\/richter-kritik-justiz\/seite-2\">Berufsbedingt &uuml;berheblich<\/a>.<\/em><br>\n<em>Das Thema Heimkinder bzw. Fremdunterkunft scheint nicht lediglich ein Problem der Vergangenheit zu sein: Die Ereignisse in der Haasenburg und aktuelle Beschl&uuml;sse des Bundesgerichtshofs bzw. Bundesverfassungsgericht verdeutlichen das.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Fast jeder zweite Arbeitslose auf Helfersegment beschr&auml;nkt<\/strong><br>\n45 Prozent der Arbeitslosen in Deutschland sind lediglich f&uuml;r Helfer- und Anlernt&auml;tigkeiten ausreichend qualifiziert. Diesem Niveau entsprechen jedoch nur 14 Prozent der Arbeitspl&auml;tze. Das geht aus einer am Montag ver&ouml;ffentlichten Studie des  Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Besonders h&auml;ufig suchen arbeitslose Frauen und arbeitslose Ausl&auml;nder nach einfachen T&auml;tigkeiten.<br>\nNiedrig Qualifizierte sind besonders h&auml;ufig von Arbeitslosigkeit betroffen, weil Arbeitspl&auml;tze mit geringen Qualifikationsanforderungen &uuml;ber lange Zeit abgebaut wurden. Die Qualifikation vieler Arbeitsloser reiche nicht aus, um den steigenden Anforderungen der Betriebe gerecht zu werden, erkl&auml;ren die IAB-Forscher.<br>\nIn den Ruhrgebiets-St&auml;dten Gelsenkirchen, Herne, Duisburg, Recklinghausen, Dortmund und Oberhausen haben niedrig qualifizierte Arbeitslose besonders schlechte Perspektiven. Die Arbeitslosenquote f&uuml;r Helfer liegt hier bei &uuml;ber 40 Prozent.<br>\nAuch in Ostdeutschland ist die Arbeitsmarktlage f&uuml;r Helfer besonders ung&uuml;nstig: hier liegt die Arbeitslosenquote in diesem Segment bei fast 35 Prozent. Im westdeutschen Durchschnitt betr&auml;gt sie knapp 22 Prozent.<br>\nBessere Aussichten f&uuml;r Arbeitslose im Helfersegment gibt es vor allem in Bayern: im Landkreis Eichst&auml;tt beispielsweise liegt die Arbeitslosenquote f&uuml;r Helfer bei 5,2 Prozent, in weiteren 28 Kreisen bei unter zehn Prozent. In vier Kreisen Baden-W&uuml;rttembergs (Bodenseekreis, Hohenlohekreis, Enzkreis und Ravensburg) sowie in Wolfsburg sind die Aussichten mit einer Arbeitslosenquote von unter zehn Prozent ebenfalls g&uuml;nstiger. &bdquo;In prosperierenden Regionen ist der Arbeitsmarkt also auch f&uuml;r Personen mit geringen Qualifikationen aufnahmef&auml;hig&ldquo;, schreiben die IAB-Arbeitsmarktforscher. Hingegen st&uuml;nden in Regionen mit ung&uuml;nstiger Arbeitsmarktlage zu viele Geringqualifizierte zu wenig einfachen Arbeitspl&auml;tzen gegen&uuml;ber.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.iab.de\/de\/informationsservice\/presse\/presseinformationen\/kb1114.aspx\">IAB Pressemitteilung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/kurzber\/2014\/kb1114.pdf\">IAB Studie [PDF &ndash; 1.2 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die &Uuml;berschrift und einige Passagen dieser Pressemitteilung sollen den Eindruck erwecken, als gebe es eben nur 14 Prozent an Arbeitspl&auml;tzen, die dem &bdquo;Helferniveau&ldquo; entsprechen. Dass dies falsch ist, zeigt sich schon daran, dass die Arbeitslosenquote f&uuml;r Helfer dort wo es hohe Besch&auml;ftigung unter der allgemeinen Arbeitslosenquote liegt. Es ist doch bekannt, dass der Arbeitsmarkt bei guter Besch&auml;ftigungslage auch gering Qualifizierte &bdquo;aufsaugt&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Hugo Boss soll in der T&uuml;rkei und in Kroatien Armutsl&ouml;hne zahlen<\/strong><br>\nBillig produzieren, teuer verkaufen: Der Mode-Hersteller Hugo Boss steht nach SPIEGEL-Informationen in der Kritik. Sowohl in der T&uuml;rkei als auch in Kroatien sollen die L&ouml;hne des Mode-Konzerns weit unter dem Existenzminimum liegen.<br>\nDer Modekonzern Hugo Boss sieht sich mit unangenehmen Recherchen konfrontiert: Das internationale Netzwerk Clean Clothes Campaign hat die L&ouml;hne untersucht, die 50 f&uuml;hrende europ&auml;ische Bekleidungsmarken und Firmen den Mitarbeitern ihrer Zulieferer bezahlen. Dabei kam heraus, dass das Luxus-Label aus dem schw&auml;bischen Metzingen in der T&uuml;rkei und in Kroatien durchschnittlich monatliche Nettol&ouml;hne von gerade mal 308 bis 440 Euro zahlt &ndash; womit das Unternehmen weit hinter seine eigenen Sozialstandards zur&uuml;ckf&auml;llt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/hugo-boss-modekonzern-zahlt-in-der-tuerkei-und-in-kroatien-hungerloehne-a-975293.html\">SPON<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Europas Gew&auml;sser erheblich mit Chemie belastet<\/strong><br>\nSchon lange treiben keine Schaumberge mehr auf den Fl&uuml;ssen, und gerade erst hat die Europ&auml;ische Umweltagentur wieder Bestnoten f&uuml;r fast alle europ&auml;ischen Badestellen verteilt. Doch der sch&ouml;ne Schein tr&uuml;gt. Fast jedes zweite europ&auml;ische Gew&auml;sser ist durch Chemikalieneintr&auml;ge mittel- bis langfristig bedroht, und in mehr als jedem sechsten gef&auml;hrden Pestizide, Brandschutzmittel und andere Schadstoffe Wasserorganismen ganz akut. &ldquo;Unsere Ergebnisse deuten sehr darauf hin, dass die EU ihr Ziel, die Gew&auml;sserqualit&auml;t bis 2015 deutlich zu verbessern, nicht erreichen wird&rdquo;, sagt Ralf Sch&auml;fer von der Universit&auml;t Koblenz-Landau. Die &ouml;kologischen Risiken durch Chemikalien seien wesentlich h&ouml;her als bisher angenommen. Unter den akut gef&auml;hrlichen Chemikalien sind Pestizide am weitaus h&auml;ufigsten vertreten. Daneben spielen unter anderem auch Flammschutzmittel und organische Zinnverbindungen wie das Biozid Tributylzinn eine Rolle, das eigentlich verboten, aber noch als Schutzschicht auf Schiffsr&uuml;mpfen aufgetragen ist. Die Wirkung solcher Stoffe auf Algen und Wirbellose ist in hohen Konzentrationen oft t&ouml;dlich. Fische dagegen leiden vor allem an Wachstums- oder Fortpflanzungsst&ouml;rungen. Tats&auml;chlich, r&auml;umt Volker Mohaupt vom Umweltbundesamt ein, werden die Risiken durch Pestizide schon seit Jahren untersch&auml;tzt und vor allem in kleinen Gew&auml;ssern zu wenig &uuml;berpr&uuml;ft. zahlreiche aktuell verwendete, bedenkliche Chemikalien w&uuml;rden eben nicht oder nur sporadisch erfasst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wissen\/umweltmonitoring-europas-gewaesser-erheblich-mit-chemie-belastet-1.2002205\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Leider sieht es so aus, dass die Reduktion von Klimagasen letztlich nicht von Erfolg gekr&ouml;nt sein wird. Und die Welt &ndash; vor allem die Dritte Welt &ndash; muss sich mehr oder weniger darauf einstellen, mit dem &ldquo;Worst-Case Scenario &rdquo; zu leben. Aber dass wir in Europa es nicht schaffen, die &ouml;kologische Belastung unserer Gew&auml;sser mit Chemie in den Griff zu bekommen ist sch&auml;ndlich. (Sie spiegelt damit letztlich nur die &ouml;kologische Situation auf unseren Feldern wider) Da haben wir recht wirksame Vorschriften f&uuml;r die Industrie geschaffen bzw. haben viel Produktion in die Fl&uuml;sse Asiens ausgelagert, aber wir bekommen es nicht hin, die Schadstoffe im wesentlichen eines Sektors, der in Deutschland nicht einmal 1 Prozent zum BIP beitr&auml;gt, auf eine vertr&auml;gliches Ma&szlig; zu reduzieren: der Landwirtschaft. &ndash; &Auml;rgerlich auch, dass die Kommission nicht schon l&auml;ngst f&uuml;r die EU geregelt hat, wie und wie oft und welche Schadstoffe in Europas Gew&auml;ssern kontrolliert werden m&uuml;ssen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Deutschland steigt um<\/strong><br>\nDie Deutsche Bahn hat die Konkurrenz der Busse untersch&auml;tzt. Sie selbst ist zwar einer der gr&ouml;&szlig;ten Busunternehmer des Landes, f&auml;hrt diese Linien aber erg&auml;nzend zu ihren Z&uuml;gen vor allem auf grenz&uuml;berschreitenden Strecken &ndash; zum Beispiel zwischen N&uuml;rnberg und Prag, zum Bahntarif. Durch die neuen Fernbusse ist der Druck auf die Bahn, die im Fernverkehr kaum Konkurrenz kannte, enorm gewachsen. 20 Millionen Euro Umsatz sind ihr deswegen 2013 durch die Lappen gegangen, in diesem Jahr werden die Einbu&szlig;en doppelt so hoch sein. Weil die hohen Fixkosten bleiben, schlagen die Einnahmeverluste eins zu eins auf das Ergebnis durch. Nach wie vor gibt die Bahn sich zur&uuml;ckhaltend, was den Ausbau des eigenen Busgesch&auml;fts angeht. Aber sie reagiert prompt auf der Schiene: Auf der Strecke Berlin&ndash;Hamburg, auf der eine ICE-Tour ohne Rabatt 78 Euro kostet, hat sie sich ein neues Angebot ausgedacht: den IRE, eine Kombination aus Intercity und Regionalexpress. Der braucht zwar drei Stunden, kostet aber nur 19,90 Euro und ist damit gerade in der staureichen Sommerzeit eine Alternative zum billigen Bus. Das ist nicht alles: Um Kunden wieder vom Bus in den Zug zu bekommen, dehnt die Deutsche Bahn jetzt das Kontingent an Tickets zu Sonderpreisen aus. Sie k&ouml;nnen seit diesem Sonntag k&uuml;nftig bis einen Tag vor Reisebeginn gebucht werden, bisher musste sich der Bahnfahrer drei Tage vorher f&uuml;r einen Zug entscheiden, wenn er billiger reisen wollte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/fernbus-boom-deutschland-steigt-um-12991723.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das Gejammer der Bahnmanager angesichts der billigeren Konkurrenz durch die Fernbusse ist l&auml;cherlich &ndash; unbenommen der Frage ob das Verlagern von Fahrg&auml;sten auf die Stra&szlig;e &ouml;kologisch sinnvoll ist. Anstatt weiter der Wahnidee eines global agierenden Logistikkonzerns nachzujagen, sollte man sich im Bahnvorstand lieber auf die Rolle der Bahn als wichtiges Element der Daseinsvorsorge der B&uuml;rger besinnen. Ein Blick in die Schweiz auf die vielgelobte SBB schadet hier nicht.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu noch einmal: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21857#h15\">Betriebsst&ouml;rung &ndash; Macht die Bahn noch mobil?<\/a><\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eine Reportage bei der man nur mit dem Kopf sch&uuml;tteln kann. Lieber versenkt die Bahn und der Bund Milliarden in aberwitzige Gro&szlig;projekte wie Stuttgart 21 oder teure Hochgeschwindigkeitsstrecken, als f&uuml;r ein fl&auml;chendeckendes und gut ausgebautes Transportsystem in Deutschland zu sorgen.  All das auch wegen der Idee, die Bahn wie ein privatwirtschaftliches und rein profitorientiertes Unternehmen zu f&uuml;hren. Eigentlich ist es verr&uuml;ckt, wo die neoliberale Ideologie durchgesetzt wird, produziert diese nur Desaster, dennoch ist sie wirkm&auml;chtiger denn je. Und letztendlich ist die katastrophale Situation der Bahn auch eine Erblast des &ldquo;Supermanagers&rdquo; Mehdorn, der nun auch den Berliner Flughafen endg&uuml;ltig an die Wand fahren darf.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Sigmar Gabriel hat ein &ldquo;Geldproblem&rdquo;<\/strong><br>\nVor genau einem Jahr lag nach einem Disput mit Peer Steinbr&uuml;ck fast ein R&uuml;cktritt von SPD-Chef Gabriel in der Luft. Dann machte Gabriel vieles richtig und wurde zum uneingeschr&auml;nkten Taktgeber. Nun aber gibt es in der SPD wegen Gabriels Parteichef-Sal&auml;r Irritationen. Generalsekret&auml;rin Fahimi bezeichnet die Debatte als &ldquo;Witz&rdquo;.<br>\nNebenverdienste sind in der SPD sp&auml;testens seit Peer Steinbr&uuml;ck eine heikle Sache. Sigmar Gabriel ruft gern zum Ma&szlig; halten auf &ndash; hat nun aber ein &ldquo;Geldproblem&rdquo;, zumindest wird das bei einigen in seiner Partei als ein solches gesehen.<br>\nDenn anders als CDU-Chefin Angela Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer l&auml;sst sich der Vizekanzler seine Aufgabe als SPD-Vorsitzender trotz Regierungsamt weiter bezahlen, berichtet die &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo;. Das sorgt f&uuml;r Erstaunen.<br>\nInteressant ist ein Blick auf Gabriels Bundestagsseite, dort gibt er an, dass er nach der Vereidigung als Bundeswirtschaftsminister von Januar bis M&auml;rz kein zus&auml;tzliches Geld f&uuml;r den Nebenjob als SPD-Chef bekommen hat, seither aber einen Verdienst der Stufe 1 (1000 bis 3500 Euro), angeblich deutlich unter 2000 Euro. Vorg&auml;nger wie Franz M&uuml;ntefering hatten das Amt wegen der Verdienste als Abgeordneter ehrenamtlich ausge&uuml;bt. Zusammen mit dem Ministergehalt (rund 14 000 Euro) und der Abgeordnetendi&auml;t, die f&uuml;r Minister auf die H&auml;lfte reduziert ist (4126 Euro), k&auml;me er somit derzeit auf knapp 20 000 Euro im Monat. Kanzlerin Merkel liegt ohne zus&auml;tzliche Aufwandsentsch&auml;digungen bei rund 1000 Euro mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/politik\/deutschland\/umstrittener-doppel-verdienst-sigmar-gabriel-hat-ein-geldproblem-aid-1.4312470\">Rheinische Post<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Als Z&ouml;gling Schr&ouml;ders lernt Gabriel schnell. Ein hohes politisches Amt kann auch eine hervorragende Gelegenheit sein sich die eigenen Taschen ordentlich zuf&uuml;llen. Insbesondere nach dem Ausscheiden aus der aktiven politischen Arbeit. Aber soweit sind wir bei Gabriel ja noch nicht.<\/em><\/p>\n<p><strong>Wie man es richtig macht: Pofalla wechselt im Januar zur Bahn<\/strong><br>\nBahnchef R&uuml;diger Grube will sich am Mittwoch vom Aufsichtsrat gr&uuml;nes Licht f&uuml;r den Wechsel von Ex-Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) zur Bahn geben lassen. Pofalla soll ab Januar als Generalbevollm&auml;chtigter unterhalb des Vorstandes die Konzernkontakte zur Politik pflegen.<br>\nSp&auml;testens 2017, wenn der Vertrag von Konzernvorstand Gerd Becht (62) ausl&auml;uft, k&ouml;nnte Pofalla in den Vorstand nachr&uuml;cken und den von Becht verantworteten Bereich &ldquo;Compliance&rdquo; (also die Einhaltung von Regeln) sowie zus&auml;tzlich die neue Vorstandsaufgabe &ldquo;Regierungskontakte&rdquo; &uuml;bernehmen. Das erfuhr unsere Zeitung aus Aufsichtsratskreisen. Die Bahn kommentierte die Personalie nicht.<br>\nFormal ist der Aufsichtsrat nicht f&uuml;r Personalien unterhalb des Vorstandes zust&auml;ndig. Deshalb wird Grube ihn am Mittwoch auch nur &ldquo;informieren&rdquo;. Beschlie&szlig;en muss der Aufsichtsrat die Personalie erst, wenn Pofalla sp&auml;ter tats&auml;chlich in den Vorstand aufr&uuml;ckt und das Ressort neu zugeschnitten wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/wirtschaft\/unternehmen\/ronald-pofalla-wechselt-im-januar-zur-bahn-aid-1.4310557\">Rheinische Post<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bildung war noch nie so nutzlos &ndash; wie in der Wirtschaftsredaktion der FAZ<\/strong><br>\nPatrick Bernau leitet immerhin als &ldquo;verantwortlicher Redakteur f&uuml;r Wirtschaft Online&acute; die Online-Wirtschafts- und Finanzberichterstattung&rdquo; bei der FAZ. Und er ist ausgebildeter Volkswirt (siehe hier). Da ich der FAZ auf twitter folge, stie&szlig; ich auf folgenden Beitrag von ihm: &ldquo;Geld bringt weniger &ndash; Reichtum war noch nie so nutzlos&rdquo;. Schon beim &Uuml;berfliegen des Textes erschienen mir die Ausf&uuml;hrugen dieses leitenden Wirtschaftsredakteurs nicht eben schl&uuml;ssig. So twitterte ich ihm sogleich eine erste polemische Reaktion: &ldquo;Bei auch nur etwas realistischer Betrachtung, k&ouml;nnte man nicht viel eher schreiben: Bildung war noch nie so nutzlos?&rdquo; Weil Bernau zur&uuml;ckfragte, &ldquo;Wieso?&rdquo;, musste ich mir schon etwas mehr M&uuml;he geben, worauf sich eine kleine Diskussion entspann, die aber leider damit endete, dass Bernau die gestellten Fragen und Anmerkungen offensichtlich &uuml;berforderten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2014\/06\/fazpatrick-bernaudiskussion-warum-es-sich-lohnt-wirtschaft-und-gesellschaft-analyse-meinung-auch-auf-twitter-zu-folgen\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Sloterdijk-Buch: Nach ihm die Sintflut<\/strong><br>\nFutter f&uuml;r ein verrohtes B&uuml;rgertum: Mit seinem neuen Buch &ldquo;Die schrecklichen Kinder der Neuzeit&rdquo; entpuppt sich Peter Sloterdijk endg&uuml;ltig als Reaktion&auml;r und Ressentimentlieferant. Die W&auml;hler der AfD d&uuml;rften ihn daf&uuml;r feiern. &ldquo;Die schrecklichen Kinder der Neuzeit&rdquo; ist eine Kampfschrift f&uuml;r eine h&ouml;here Ordnung, die mit einer Beschw&ouml;rung der demutstiftenden Kraft der Urs&uuml;nde beginnt, es ist ein Buch in der Tradition reaktion&auml;rer Modernekritik, und das Hohnlachen des Herrenreiters hallt durch jede seiner Seiten, etwa wenn er &uuml;ber das Ancien Regime schreibt: &ldquo;Die sensibleren Menschen sp&uuml;rten, wie die Zeiten zu Ende gingen, in denen das Gl&uuml;ck der Privilegierten darin bestanden hatte, da&szlig; trotz des Auf und Ab der Verh&auml;ltnisse immer alles beim alten blieb.&rdquo; W&auml;ren nur alle an ihrer Stelle geblieben, so Sloterdijk, ein Freiheitsfeind in deutscher Tradition, h&auml;tten sich nur alle an den &ndash; im Zweifelsfall: g&ouml;ttlichen &ndash; Plan gehalten, w&auml;re nur, das ist das ultimative Klischee jedes ernsthaften Reaktion&auml;rs, die verdammte franz&ouml;sische Revolution nicht gewesen, die alles durcheinanderbrachte, weil sie dem Menschen den Kopf verdrehte und ihm suggerierte, er habe bestimmte Rechte, die ihm niemand verweigern d&uuml;rfe &ndash; dann w&auml;re die Welt heute nicht so knietief im Desaster.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/peter-sloterdijks-neues-buch-die-schrecklichen-kinder-der-neuzeit-a-974984.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Lassen wir einmal die Henker au&szlig;en vor, Georg Diez hat eine weitere Untiefe in der deutschen Geschichte der Dichter und Denker verortet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die WM-Teilnehmer in 12 Charts<\/strong><br>\nK&ouml;nnen wir bei Never Mind the Markets die Fussball-Weltmeisterschaft ignorieren? Nat&uuml;rlich nicht. Doch weil wir absolute Fussball-Agnostiker sind, massen wir uns nicht an, hier unseren Tipp abzugeben, wer dieses Jahr gewinnen wird. Wens interessiert: Die Kollegen von Five Thirty Eight haben hier basierend auf allen m&ouml;glichen Statistiken die Erfolgswahrscheinlichkeiten der einzelnen Teams berechnet. Demnach wird Brasilien mit einer Wahrscheinlichkeit von 45 Prozent das Turnier gewinnen. &ndash; In diesem Beitrag m&ouml;chten wir lieber einige Trivia anschauen. Nichts weiter als etwas Food for Thought, nicht immer ganz ernst gemeint. Quelle aller Informationen und Charts ist der Zuger Investmentspezialist Alexander Ineichen von Ineichen Research and Management, der in der Branche immer wieder mit erfrischenden Querdenker-Qualit&auml;ten auf sich aufmerksam macht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.fuw.ch\/nevermindthemarkets\/index.php\/34968\/die-wm-teilnehmer-in-12-charts\/\">Never Mind the Markets<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Zum Themas WM m&ouml;chte ich Ihnen eine Mail nicht vorenthalten, die ich am letzten Donnerstag vor Er&ouml;ffnung der WM von einem Leser erhielt:<\/em><\/p>\n<p><em><strong>H.B. schrieb:<\/strong> &bdquo;An dieser Stelle noch ein Hinweis f&uuml;r die sportlich interessierten NDS-Leser: wetten Sie nicht auf Spanien! In einer <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/leute\/a-973658.html\">Spon-Umfrage<\/a> unter diversen Prominenten setzt Hans-Werner Sinn auf Spanien als Weltmeister &ndash; und wir alle wissen, wie oft er mit seinen Prognosen richtig liegt&hellip;  Das ist in etwa so, als h&auml;tte Angela Merkel Spanien ihr vollstes Vertrauen ausgesprochen ;-)<\/em><\/p>\n<p><em>p.s.: Spanien hat hoch favorisiert am Freitag mit 1:5 gegen die Niederlande verloren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Letzte: Zu viel billiges Geld: Bundesbankchef warnt vor Immobilienblase in Deutschland<\/strong><br>\nBundesbankpr&auml;sident Jens Weidmann warnt vor der Forderung aus Frankreich und Italien,  den Euro gezielt abzuwerten, um der Wirtschaft in den Euro-Krisenl&auml;ndern zu helfen. &bdquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit l&auml;sst sich nicht durch eine Abwertung herbeif&uuml;hren, sie entsteht in den Unternehmen durch attraktive Produkte, die sich auf den M&auml;rkten behaupten&ldquo;, sagte Weidmann dem FOCUS.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/banken\/cc-bundesbankchef-warnt-vor-immobilienblase_id_3922212.html\">Focus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Diesen Satz sich bitte einmal auf der Zunge zergehen lassen. Was ist bitte das deutsche Lohn- und Sozialdumping anderes als eine interne Abwertung innerhalb der W&auml;hrungsunion?<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-22072","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22072","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=22072"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22072\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22075,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22072\/revisions\/22075"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=22072"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=22072"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=22072"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}