{"id":22081,"date":"2014-06-18T08:44:59","date_gmt":"2014-06-18T06:44:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22081"},"modified":"2014-06-18T14:31:08","modified_gmt":"2014-06-18T12:31:08","slug":"hinweise-des-tages-2150","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22081","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22081#h01\">Der Banker &ndash; Master of the Universe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22081#h02\">Todenh&ouml;fer stellt Gauck als &ldquo;Dschihadisten&rdquo; dar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22081#h03\">Irak: Wenn Stabilit&auml;t kommen soll, muss Premier Maliki gehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22081#h04\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22081#h05\">Schulden an Hedgefonds: Argentinien will nicht zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22081#h06\">Christoph Butterwegge &ndash; Deshalb werden die Ursachen von Armut in Deutschland verschwiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22081#h07\">Gesunde Arbeit: Herausforderungen und Regelungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22081#h08\">Anhaltender Verfall der Infrastruktur &ndash; Die L&ouml;sung muss bei den Kommunen ansetzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22081#h09\">Neue Friedensbewegung oder Querfront?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22081#h10\">Schattenseiten der wirtschaftlichen Erfolgsgeschichte: Brasilien im Abseits?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22081#h11\">Mahner f&uuml;r die Wiedergutmachung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22081#h12\">Italiens Marine rettet mehr als 1.500<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22081#h13\">Afrika zwischen Euphorie und Entt&auml;uschung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22081#h14\">Dobrindt will mehr privat finanzierten Autobahnbau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22081#h15\">Weltfrieden kommt k&uuml;nftig aus Kiel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22081#h16\">Verfassungssch&uuml;tzer und Burschenschaftler: Geht das?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22081#h17\">Von einem, der auszog, politisch zu werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22081#h18\">Das Letzte: Teure &bdquo;Muttivation&ldquo; &ndash; Merkel mal wieder bei ihren &bdquo;Toy Boys&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22081&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Der Banker &ndash; Master of the Universe<\/strong><br>\nZum ersten Mal packt ein ehemals f&uuml;hrender Investmentbanker Deutschlands aus. Rainer Voss, der fr&uuml;her locker mit Millionen hantierte, erz&auml;hlt, wie es in der glitzernden Finanzwelt wirklich zugeht, von all ihren Abgr&uuml;nden und Skrupellosigkeiten. Ein atemberaubendes Psychogramm einer Branche und ihrer Akteure. Der Film ist f&uuml;r den Deutschen Filmpreis 2014 nominiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arte.tv\/guide\/de\/048858-000\/der-banker-master-of-the-universe\">arte<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ursula Scheer schreibt in ihrer Besprechung in der FAZ: &ldquo;Da k&ouml;nnte einen die gro&szlig;e Depression packen. Wenn nicht die anderthalb Stunden mit Rainer Voss daran erinnern w&uuml;rden, dass hinter Systemen Menschen stecken. Und dass Menschen das alles m&ouml;glich machen.&rdquo; Sie zitiert damit Rainer Voss. Aber ist das so?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Todenh&ouml;fer stellt Gauck als &ldquo;Dschihadisten&rdquo; dar<\/strong><br>\nDer ehemalige CDU-Politiker J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer hat Bundespr&auml;sident Joachim Gauck in einer Fotomontage als Dschihadisten dargestellt. Auf seiner Facebookseite stellt Todenh&ouml;fer dar&uuml;ber hinaus die polemische Frage: &ldquo;Was haben wir blo&szlig; getan, um einen solchen &lsquo;Dschihadisten&rsquo; als Pr&auml;sidenten zu bekommen?&rdquo;<br>\n&ldquo;Wie ein Irrer&ldquo;, so Todenh&ouml;fer weiter, werbe der Bundespr&auml;sident daf&uuml;r, &ldquo;dass sich Deutschland endlich wieder an Kriegen beteiligt&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/gesellschaft\/id_69879594\/juergen-todenhoefer-stellt-bundespraesident-joachim-gauck-als-dschihadisten-dar.html\">T-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> In dieser Deutlichkeit hat wohl noch niemand die Aktivit&auml;ten Gaucks kritisiert. Diese ist aber auch in dieser zum Teil zugespitzten Art und Weise n&ouml;tig, um den B&uuml;rgern im Land zu zeigen, was dieser Bundespr&auml;sident so alles treibt!<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140618_02.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140618_02_small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/JuergenTodenhoefer\">J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer via Facebook<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Irak: Wenn Stabilit&auml;t kommen soll, muss Premier Maliki gehen<\/strong><br>\nElf Jahre nach der US-Invasion 2003 steht der Irak kurz vor dem Kollaps. Der seit 2013 wieder erstarkten Terrororganisation Islamic State of Iraq and al-Sham (ISIS) gelang es in der vergangenen Woche, zentrale St&auml;dte des Landes einzunehmen und das irakische Milit&auml;r zu verdr&auml;ngen&hellip;<br>\nPremierminister Maliki hat in seinen beiden Amtszeiten nicht nur zahlreiche Fehler begangen, sondern auch deutliche Alarmzeichen &uuml;berh&ouml;rt. Sein Versprechen, alle Bev&ouml;lkerungsgruppen gleicherma&szlig;en miteinzubeziehen, blieb leere Rhetorik. Statt auf Integration der sunnitischen Minderheit setzte er immer wieder auf systematische Marginalisierung &ndash; sowohl politisch als auch wirtschaftlich&hellip;<br>\nDie Sorge der Abgeordneten, Maliki k&ouml;nne jedes zus&auml;tzliche Privileg f&uuml;r pers&ouml;nliche Machtambitionen missbrauchen, ist gr&ouml;&szlig;er als die Furcht vor ISIS&hellip;<br>\nDie durch den Krieg begangenen Fehler lassen sich auch durch ein wiederholtes Eingreifen nicht wiedergutmachen. Der Stachel der amerikanisch-britischen Invasion des Landes sitzt in der Bev&ouml;lkerung immer noch tief.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/kommentar\/artikel\/wenn-stabilitaet-kommen-soll-muss-premier-maliki-gehen-474\/\">Internationale Politik und Gesellschaft IPG<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Europ&auml;ische Krisenpolitik, HIV-Neuinfektionen und Suizide in Griechenland<\/strong><br>\nDie Krisenpolitik der &bdquo;Troika&ldquo; aus EU-Kommission, Internationalem W&auml;hrungsfonds und Europ&auml;ischer Zentralbank, von quasi allen europ&auml;ischen Regierungen unterst&uuml;tzt, wird derzeit von Politik und Medien als Erfolg gefeiert. Das ist wirtschaftspolitisch unsinnig, vor allem aber blendet diese besch&ouml;nigende Sichtweise die verheerenden sozialen Folgen der Austerit&auml;ts- und K&uuml;rzungspolitik aus. Zwei besonders bedr&uuml;ckende Entwicklungen in diesem Zusammenhang sind die Zunahme von HIV-Neuinfektionen und Suiziden in Griechenland.<br>\nDas Athener B&uuml;ro der Friedrich-Ebert-Stiftung hat k&uuml;rzlich eine dankenswerte Publikation zur sozialen Lage in Griechenland ver&ouml;ffentlicht: &bdquo;The social situation of Greece under the crisis&ldquo;. Es handelt sich um eine umfangreiche kommentierte Datensammlung. Unter anderem werden darin Zahlen zu HIV-Neuinfektionen sowie zu Suiziden genannt, die ich f&uuml;r die nachfolgenden Schaubilder ins Verh&auml;ltnis zur griechischen Gesamtbev&ouml;lkerung der jeweiligen Jahre gesetzt habe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1380\">annotazioni<\/a><\/li>\n<li><strong>Enth&uuml;llungen aus den Krisenjahren: Griechenland am &bdquo;Tor zur H&ouml;lle&ldquo;<\/strong><br>\nIn einem Buch mit dem Titel &bdquo;&rdquo;Die Chronik der Gro&szlig;en Krise 2008-2013&Prime; hat die Bank von Griechenland jetzt die dramatischen Ereignisse jener Zeit aus Sicht der Zentralbank dokumentiert. Der scheidende Notenbankchef Giorgos Provopoulos legte die Schrift diese Woche vor. Er habe in jener Zeit oft nicht gewusst, mit welcher W&auml;hrung er schlafen geht und mit welcher er am n&auml;chsten Morgen aufwachen werde, erinnert sich Provopoulos. er Verlust des Euro und die R&uuml;ckkehr zur Drachme seien eine reale Gefahr gewesen. Mit einem Ausscheiden aus der W&auml;hrungsunion h&auml;tten sich f&uuml;r Griechenland &bdquo;die Tore zur H&ouml;lle ge&ouml;ffnet&ldquo;, sagt Provopoulos. Bereits im Februar 2010, als die erst vier Monate zuvor gew&auml;hlte Regierung Papandreou erste Einschnitte wie Rentenk&uuml;rzungen und Steuererh&ouml;hungen bekannt gab, wurde vielen Menschen klar, wie ernst die Lage war. Sie begannen, ihr Geld von den Banken abzuziehen. Unser schlimmster Alptraum war damals, dass ein Geldautomat irgendwo im Land, und sei es in einem Provinzdorf, leer sein k&ouml;nnte oder einer einzigen Bankfiliale das Bargeld ausgeht&ldquo;, erinnert sich Notenbankchef Provopoulos.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/enthuellungen-aus-den-krisenjahren-griechenland-am-tor-zur-hoelle-seite-all\/10039002-all.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wenn das Buch das Ende der Krise signalisieren soll, ist es fehl am Platz. Sieht man von der verheerenden Situation im Arbeitsmarkt, im Gesundheitswesen sozusagen in allen sozial relevanten Bereichen ab, d&uuml;rfte Griechenland laut j&uuml;ngstem Griechenlandbericht des IWF auch nach dem &uuml;blichen Kriterium, dem Abbau seines Schuldenbergs nicht schnell genug gewesen und auf weitere finanzielle Erleichterungen angewiesen sein. Der IWF-Analyse zufolge d&uuml;rfte der Schuldenstand von 174 Prozent in diesem Jahr auf 117 Prozent im Jahr 2022 sinken, laut Kommission auf 112 Prozent &ndash; angedacht waren urspr&uuml;nglich deutlich unter 110 Prozent. In gewisser Weise ist es geradezu faszinierend, wie die Troikaverantwortlichen meinten und meinen, mit den immer gleichen Rezepten die griechische Staatsverschuldung unter 100 Prozent zu bekommen und damit eine Schuldentilgung einzuleiten. Die optimistischen Grafiken von 2010 gleichen denen von 2014 in entlarvender Weise und zeigen wie wenig Kommission, EZB und IWF trotz zwischenzeitlichem Schuldenschnitt gelernt haben:<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140618_04.png\" alt=\"The Economic Adjustment Programme for Greece, 2010\" title=\"The Economic Adjustment Programme for Greece, 2010\"><br>\nQuelle: The Economic Adjustment Programme for Greece, 2010<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140618_05.png\" alt=\"The Second Economic Adjustment Programme for Greece, 2014\" title=\"The Second Economic Adjustment Programme for Greece, 2014\"><br>\nThe Second Economic Adjustment Programme for Greece, 2014<br>\nUnd hier <a href=\"http:\/\/www.bankofgreece.gr\/BogEkdoseis\/Selections%20from%20The%20Chronicle%20of%20the%20great%20crisis%20-%20the%20Bank%20of%20Greece%202008-2013.pdf\">&ldquo;Selections from The Chronicle of the great crisis &ndash; the Bank of Greece 2008-2013&rdquo; [PDF &ndash; 10.6 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Schulden an Hedgefonds: Argentinien will nicht zahlen<\/strong><br>\nArgentinien lehnt die von der amerikanischen Justiz angeordnete R&uuml;ckzahlung von Schulden an Hedgefonds ab. &bdquo;Kein Staatsoberhaupt kann sich der Erpressung seines Landes beugen&ldquo;, sagte Argentiniens Pr&auml;sidentin Cristina Kirchner am Montagabend (Ortszeit) in einer Fernsehansprache. Sollte Argentinien die geforderte Summe von 1,5 Milliarden Dollar zahlen, w&uuml;rden dem Land weitere Forderungen in H&ouml;he bis zu 15 Milliarden Dollar drohen und damit abermals die Zahlungsunf&auml;higkeit. Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten lehnte am Montag einen Berufungsantrag Argentiniens ab, so dass das vorinstanzliche Urteil zur Zahlung der 1,5 Milliarden Dollar rechtskr&auml;ftig ist. Kirchner f&uuml;rchtet nun, das Urteil biete einen Pr&auml;zedenzfall und l&ouml;se eine Flut von Klagen aus. Gleichzeitig versicherte Kirchner, alle von Argentinien nach 2005 eingegangenen Zahlungsverpflichtungen w&uuml;rden eingehalten. Bei den Forderungen geht es um Schulden von vor 2001.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/schulden-an-hedgefonds-argentinien-will-nicht-zahlen-12995110.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die NachDenkSeiten hatten gestern bereits das Urteil gebracht, aus dem Hinweis ging aber nicht hervor, dass die klagenden Hedgefonds die argentinische Schuldentitel weit unter dem Nominalwert aufgekauft hatten &ndash; nachdem das Kind schon l&auml;ngst in den Brunnen gefallen war &ndash; und jetzt den Nominalwert einforderten. 93 Prozent der Gl&auml;ubiger hatten auf fast zwei Drittel ihrer Forderungen verzichtet, um nicht alles zu verlieren.  In der &ldquo;Zeit&rdquo; wird der Reuters-Finanzblogger <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2012-11\/agentinien-urteil-staatsanleihen\/komplettansicht\">Felix Salmon zitiert<\/a>, der zum erstinstanzlichen Urteil meinte: Der Richterspruch mache die &ldquo;k&uuml;nftige Umstrukturierung von Staatsschulden sehr viel schwieriger.&rdquo; Das Ergebnis sei ein &ldquo;signifikanter Anstieg der Unsicherheit, in einer Anlageklasse, die das gerade wirklich nicht gebrauchen kann.&rdquo; &ndash; Spontan f&auml;llt einem Griechenland ein, das sich durch sogenannte Collective-Action-Klauseln (Entscheidungen einer Gl&auml;ubiger-Mehrheit sind f&uuml;r alle bindend) sicher glaubt. Von denen aber Rechtsprofessorin Anna Gelpern behauptet, dass sie leicht zu umgehen seien &ndash; f&uuml;r gewiefte Holdouts.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Warum Argentinien die Staatspleite droht<\/strong><br>\nDas oberste US-Gericht zwingt Argentinien, 1,5 Milliarden Dollar an den Hedgefonds NML Capital und andere Gl&auml;ubiger zu zahlen.<br>\nIn zwei Wochen muss das Land insgesamt mehr als 15 Milliarden Dollar zur&uuml;ckzahlen &ndash; doch das Geld ist nach Angaben der Regierung nicht da. Ein Staatsbankrott ist m&ouml;glich&hellip;<br>\nDer Oberste Gerichtshof der USA best&auml;tigte am Montag das Urteil einer niedrigeren Instanz, demzufolge Argentinien Gl&auml;ubiger nicht benachteiligen darf (hier die Entscheidung). Wenn das Land die &ldquo;braven&rdquo; Investoren auszahlt, die den Schuldenschnitt akzeptiert haben, dann muss es das auch bei den widerspenstigen Gl&auml;ubigern wie NML Capital tun. Deshalb werden Ende des Monats inklusive Zinsen 1,5 Milliarden Dollar an die Kl&auml;ger f&auml;llig. Diese Zahlung w&uuml;rde Argentinien zu weiteren Zahlungen an andere Gl&auml;ubiger verpflichten, die keinen Schuldenschnitt akzeptiert haben &ndash; schlie&szlig;lich sollen alle gleich behandelt werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/streit-mit-hedgefonds-warum-argentinien-die-staatspleite-droht-1.2003957%20\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Christoph Butterwegge &ndash; Deshalb werden die Ursachen von Armut in Deutschland verschwiegen<\/strong><br>\nEs fehlt nicht an statistischen Daten, die den fortschreitenden Zerfall unserer Gesellschaft in Arm und Reich belegen, schreibt unser Gastautor Christoph Butterwegge &ndash; aber an den zu seiner Bek&auml;mpfung notwendigen Taten. [&hellip;]<br>\nSomit bilden Armut und Reichtum zwar ein begriffliches Gegensatzpaar, aber in gewisser Weise auch zwei Seiten derselben Medaille: Wenn etwa Geringverdiener aufgrund der sie hart treffenden Krisenfolgen h&auml;ufiger ihr Girokonto &uuml;berziehen und hohe Dispozinsen zahlen m&uuml;ssen, werden die Eigent&uuml;mer der Banken noch reicher, und wenn noch mehr Familien beim Lebensmittel-Discounter einkaufen m&uuml;ssen, um &uuml;ber die Runden zu kommen, h&auml;ufen die Eigent&uuml;mer solcher Discountketten wie Aldi Nord und S&uuml;d, die zu den verm&ouml;gendsten Deutschen geh&ouml;ren, noch mehr Privatverm&ouml;gen an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/armutsforscher-christoph-butterwegge-deshalb-werden-die-ursachen-von-armut-in-deutschland-verschwiegen\/10043732.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gesunde Arbeit: Herausforderungen und Regelungen<\/strong><br>\nStress ist nicht zwangsl&auml;ufig eine Ursache von Erkrankungen. Die Medizin unterscheidet zwischen positiven und negativen Stress, oder man k&ouml;nnte auch sagen: zwischen gewollten Stress und fremdbestimmten Stress. Weitaus entscheidender sind dementsprechend die Ursachen f&uuml;r Stress, also die Arbeitsverh&auml;ltnisse, die Motivation und das Selbstbild der Arbeitnehmer. Seit den 80er-Jahren untersucht der D&uuml;sseldorfer Medizinsoziologe Johannes Siegrist die gesundheitlichen Folgen von beruflichen Anerkennungskrisen bei gleichzeitig hoher Verausgabungsbereitschaft. Die h&auml;ufigsten gesundheitlichen Folgen dieser Krisen sind Sch&auml;digungen des Herz-Kreislauf-Systems<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/++co++b96a338e-f23d-11e3-99bf-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Anhaltender Verfall der Infrastruktur &ndash; Die L&ouml;sung muss bei den Kommunen ansetzen<\/strong><br>\nDer Staat investiert deutlich zu wenig. Seit 2003 sind die Nettoinvestitionen negativ, wobei der Substanzverzehr insbesondere auf der kommunalen Ebene gro&szlig; ist. Studien ermitteln einen deutlichen Mehrbedarf bei den &ouml;ffentlichen Investitionen. Auf dieser Grundlage und der Analyse aktueller Daten ist von einem zus&auml;tzlichen staatlichen Investitionsbedarf in H&ouml;he eines zweistelligen Milliardenbetrags pro Jahr auszugehen. Wichtigste Ursache der Investitionsschw&auml;che ist eine restriktive Ausgabenpolitik nach mehrfachen Steuersenkungen, die zu einer strukturellen Unterfinanzierung des Staates gef&uuml;hrt haben. Bei den Kommunen kommt eine unzureichende Umsetzung des Konnexit&auml;tsprinzips hinzu. F&uuml;r eine &Uuml;berwindung des Investitionsstaus sind h&ouml;here Steuereinnahmen notwendig, die insbesondere durch die Besteuerung von hohen Einkommen und Verm&ouml;gen generiert werden k&ouml;nnen. Auch m&uuml;ssen die Kommunen finanziell besser ausgestattet werden. Finanzschwache Kommunen brauchen mehr Unterst&uuml;tzung beim Abbau von Kassenkrediten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_report_94_2014.pdf\">IMK Report 94 Juni 2014 [PDF &ndash; 762 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Neue Friedensbewegung oder Querfront?<\/strong><br>\nDie Montagsmahnwachen f&uuml;r den Frieden und gegen die FED verlieren an Anziehungskraft. Doch aus den Schlagzeilen verschwunden sind sie nicht. Der Auftritt des Liedermachers Dieter Dehm, der auch noch Bundestagsabgeordneter der Linken ist, auf der Berliner Montagsmahnwache hat in und au&szlig;erhalb der Linkspartei zu viel Kritik gef&uuml;hrt (Gemeinsam gegen Rothschild?)<br>\nIm Hintergrund der Auseinandersetzung steht eine unterschiedliche Einsch&auml;tzung des Charakters der Montagsmahnwachen und ihrer Teilnehmer. Handelt es sich haupts&auml;chlich um ein Treffen von politisch unerfahrenen Menschen, die sich gegen den Krieg engagieren wollen und die von einigen Rechten vereinnahmt werden sollen? Dann w&uuml;rde sich eine Beteiligung linker Gruppen und Personen als eine Art Antifaschismus darstellen. Oder handelt es sich um eine strukturell rechte Bewegung, die durch eine linke Beteiligung nur aufgewertet w&uuml;rde? Der Streit &uuml;ber die Frage wird auch weitergehen, nachdem Mitarbeiter des Zentrums f&uuml;r Protestforschung am Montag das Ergebnis einer Befragung von Teilnehmern der Proteste auf einer Pressekonferenz vorstellten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Neue-Friedensbewegung-oder-Querfront-2230553.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>Dazu auch: Montags gegen die FED<\/strong><br>\nDie &raquo;Mahnwache f&uuml;r den Frieden&laquo; hat wohl ihren Zenit &uuml;berschritten, ist aber zu einem Fall f&uuml;r die Forschung geworden &ndash; mit durchaus interessanten Ergebnissen<br>\nImmer wieder montags versammeln sich bundesweit Demonstranten. Die &raquo;neuen Montagsdemos&laquo; gibt es seit vier Monaten; in Berlin, ihrem Ausgangspunkt, nahmen bis zu 1500 Menschen teil (jW berichtete). Der Anmelder Lars M&auml;hrholz hat die Veranstaltung &raquo;f&uuml;r den Frieden&laquo; als Mahnwache angemeldet; zun&auml;chst mit dem Feindbild der Federal Re&shy;serve (FED), der amerikanischen Notenbank, mittlerweile erweitert um andere Geldinstitute und gegen das &raquo;verzinste Schuldgeldsystem&laquo; im allgemeinen. &raquo;Weder rechts noch links&laquo; wollen M&auml;hrholz und viele Demonstranten sein. Die Redner, die der Veranstalter auf das Podium bat, standen allerdings keineswegs jenseits dieser Kategorien, sondern waren, wie der Publizist J&uuml;rgen Els&auml;sser, eindeutig rechts, oder, wie der ATTAC-Aktivist Pedram Shahyar, links zu verorten. Gemeinsam mit der an einzelnen Ph&auml;nomenen des Finanzsystems ge&auml;u&szlig;erten Kritik trug dies den &raquo;Montagsdemos&laquo; den Ruf einer Querfrontveranstaltung ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/06-18\/050.php\">Junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Schattenseiten der wirtschaftlichen Erfolgsgeschichte: Brasilien im Abseits?<\/strong><br>\nTraumstr&auml;nde, Luxus-Fu&szlig;ballstadien und w&uuml;tende Proteste: Brasilien ist ein Land der Widerspr&uuml;che. Erfolgreich im Exportgesch&auml;ft, engagiert im Kampf gegen Armut. Brasilien ist auf den 7. Rang der Wirtschaftsm&auml;chte vorgest&uuml;rmt. Will mit Hightech punkten, mit D&uuml;senjets und Atom-U-Booten. Lebt aber vor allem vom Rohstoff-Export, verkauft Soja, Fleisch, Metalle. Sozialprogramme holten Millionen aus der Armut. Doch die gro&szlig;e soziale Ungleichheit blieb, die schlechten Krankenh&auml;user und Schulen auch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/podcast-ww.wdr.de\/medstdp\/fsk0\/43\/437840\/wdr5dok5dasfeature_2014-06-08_11-05.mp3\">WDR 5 [Audio &ndash; mp3]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Sicherlich hat Brasilien Millionen mit seinen Programmen aus der Armut geholt, aber das Land geh&ouml;rt immer noch zu den L&auml;ndern mit der gr&ouml;&szlig;ten Einkommensungleichheit, was auch etwas &uuml;ber &ouml;konomische und politische Machtverh&auml;ltnisse sagt. Das Ma&szlig; daf&uuml;r ist der Gini-Koeffizient. Er kann einen Wert zwischen 0 und 1 annehmen. 0 entspr&auml;che einer vollkommen gleichm&auml;&szlig;igen Verteilung und ein Wert von 1 w&uuml;rde die Konzentration des Einkommens auf eine einzige Person bedeuten. Zu Beginn der 90er Jahre lag der Gini-Koeffizient in Brasilien bei 0,60, heute liegt er bei 0,53. Zum Vergleich Deutschland liegt bei 0,29. Allerdings ist der Gini-Koefizient in Deutschland seit Beginn der 90er um 20 Prozent gestiegen. Was aber die Ungleichheit der Verm&ouml;gen betrifft, n&auml;hert sich Deutschland mit 0,78 Punkten schnell der Situation in Brasilien mit 0,82. Neben einer Verm&ouml;genssteuer f&uuml;r Deutschland sollte nicht au&szlig;er Acht gelassen werden, dass die Schr&auml;glage bei Verm&ouml;gen und &ouml;konomischem Einfluss nicht zuletzt wegen der viel zu niedrigen Einkommenssteuer der Bestverdienenden st&auml;ndig w&auml;chst.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Mahner f&uuml;r die Wiedergutmachung<\/strong><br>\nNach dem Tod des Herero-F&uuml;hrers Kuaima Riruako will seine Familie die Frage der Entsch&auml;digung durch Deutschland weiter verfolgen [&hellip;]<br>\nBei der Mehrheit der Herero erfreut sich Riruako gro&szlig;er Beliebtheit vor allem, weil er sich &uuml;ber Jahrzehnte mit au&szlig;ergew&ouml;hnlicher Hartn&auml;ckigkeit und Ausdauer daf&uuml;r einsetzte, dass der deutsche Staat f&uuml;r den V&ouml;lkermord an den Herero und Nama Wiedergutmachung leistet. Wenige Monate nach der Unabh&auml;ngigkeit Namibias hatte Riruako die deutsche &Ouml;ffentlichkeit erstmals mit der der Forderung nach Wiedergutmachung konfrontiert. [&hellip;]<br>\nAls erstes Kabinettsmitglied hatte die sozialdemokratische Entwicklungsministerin Wieczorek-Zeul bei ihrer Rede am Waterberg 2004 das Wort &raquo;V&ouml;lkermord&laquo; in den Mund genommen. Riruako, der davon wie alle anderen Zuh&ouml;rer total &uuml;berrascht wurde, erwiderte, er k&ouml;nne nun nicht seine vorbereitete Rede halten, er werde sie jedoch aufbewahren und hervorholen, falls das n&ouml;tig werden sollte. Dazu kommt er nun nicht mehr, obwohl die Rede kein wirklich neues Kapitel der deutsch-namibischen Beziehungen er&ouml;ffnete. Wiedergutmachung steht weiterhin aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/936140.mahner-fuer-die-wiedergutmachung.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> Der Paramount Chief der Herero, einer der f&uuml;r deutsche Bundesregierungen unbequemsten afrikanischen Politiker ist gestorben, ohne da&szlig; die Medien hier das nennenswert ignoriert haben. Die einzige W&uuml;rdigung, die ich gesehen habe, erschien heute in &ldquo;Neues Deutschland&rdquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Italiens Marine rettet mehr als 1.500<\/strong><br>\nDie italienische Marine hat am Wochenende mehr als 1.500 Bootsfl&uuml;chtlinge im Mittelmeer gerettet. Binnen 24 Stunden seien f&uuml;nf Eins&auml;tze angelaufen, teilten die Beh&ouml;rden gestern mit. Bei einem dieser Eins&auml;tze konnten nach einem Schiffbruch vor der libyschen K&uuml;ste zehn Fl&uuml;chtlinge nur noch tot geborgen werden. Italien erlebt seit Monaten einen Rekordansturm von Fl&uuml;chtlingen. Seit Januar 2014 haben bereits fast 54.000 das Land erreicht, im ganzen Jahr 2013 waren es 43.000.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a2&amp;dig=2014%2F06%2F16%2Fa0034&amp;cHash=34ab508a4ffa74d3b15719ada8c68b79\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Machen wir uns nicht in die Hosen: Das w&auml;ren dann 110.000 Menschen in diesem Jahr. Ein Klacks f&uuml;r die st&auml;rkste Wirtschaftsmacht auf diesem Globus, die Europ&auml;ische Union. Ein geringer Preis f&uuml;r ein Europa, das lieber in der Ukraine dilettiert, als um die Br&auml;nde im Nahen Osten oder Verelendung und\/oder B&uuml;rgerkrieg in Afrika zu antizipieren und alle Kr&auml;fte auf unseren Nachbarkontinent zu konzentrieren. Es versteht sich, dass sich EU an den Aktionen seiner Mitgliedsl&auml;nder auf dem &lsquo;mare nostrum&rsquo; finanziell beteiligen muss und einen Schl&uuml;ssel f&uuml;r die (Pro-Kopf) Verteilung der Fl&uuml;chtlinge finden muss.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Afrika zwischen Euphorie und Entt&auml;uschung<\/strong><br>\nEs ist h&ouml;chst ungewiss, ob das von der weltweiten Rohstoffnachfrage getragene Wachstum in Afrika diesmal dauerhaft ist oder doch wieder nur ein Strohfeuer. Gerade erst hat die Afrikanische Entwicklungsbank ihren j&auml;hrlichen Wirtschaftsausblick vorgelegt, in dem die Autoren dem Kontinent f&uuml;r 2014 eine Wachstumsrate von 4,8% prophezeien. Noch optimistischer ist der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF), der den 48 L&auml;ndern s&uuml;dlich der Sahara f&uuml;r dieses Jahr sogar  Zuwachsraten von 5,5% voraussagt. &ndash; F&uuml;r Euphorie besteht somit trotz einzelner Lichtblicke kein Anlass: Wer sich in den afrikanischen Metropolen jenseits der Stadtzentren mit den neuen B&uuml;rogeb&auml;uden umschaut, erkennt oft kaum Unterschiede zur Lage von vor zehn oder zwanzig Jahren. Zwar verf&uuml;gen die meisten Afrikaner nun vielerorts &uuml;ber ein Handy, doch  befindet sich die Infrastruktur noch immer in einem desastr&ouml;sen Zustand, wie auch IWF-Chefin Christine Lagarde bei der Vorlage der j&uuml;ngsten Wachstumszahlen einger&auml;umt hat. Es gibt zumeist weder geteerte Strassen noch eine Bahnlinie, die ganz Afrika durchquert. Auch fehlt fast &uuml;berall eine auch nur halbwegs zuverl&auml;ssige Energieversorgung. St&auml;ndige Stromausf&auml;lle sind in ganz Afrika an der Tagesordnung; eine geordnete Industrieproduktion ist damit fast unm&ouml;glich. &laquo;W&auml;hrend rund 10% des Sozialprodukts weiterhin in Milit&auml;rausgaben fliessen, bleibt f&uuml;r die Infrastruktur weniger als die H&auml;lfte davon&raquo;, moniert der &Ouml;konom Greg Mills von der Johannesburger Brenthurst Foundation. Kein Wunder, dass die Transportkosten etwa in Ghana mehr als dreimal so hoch sind wie in Thailand &ndash; und der innerafrikanische Handel kaum 10% der Gesamtexporte seiner L&auml;nder ausmacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fuw.ch\/article\/afrika-zwischen-euphorie-und-enttauschung\/\">FuW<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Am Ende seines Artikel geht Wolfgang Drechsle auf die Schwierigkeiten ein, das Wachstum der afrikanischen Volkswirtschaften zu messen. Weit mehr als bei uns beruhen die Daten meist nur auf Sch&auml;tzungen, oft genug weit ab von der Realit&auml;t. D.h. dass die Einsch&auml;tzung Boom oder Strohfeuer schon aufgrund der schwachen Datenlage nicht so ohne weiteres m&ouml;glich ist. Sicherlich sind einzelne Aspekte ganz gut zu erfassen wie die Sterberate von M&uuml;ttern und Kindern, Schulbesuch kann erfasst werden, Haushaltsbefragungen sind m&ouml;glich. Sogar die Zunahme von Lichtquellen &uuml;ber Satelliten wird f&uuml;r Sch&auml;tzungen des Wirtschaftswachstums genutzt. &ldquo;Dennoch f&uuml;hrt f&uuml;r die Messung von Entwicklung kein Weg an der Messung von Produktion und Konsum von G&uuml;tern und Dienstleistungen vorbei, der im Bruttoinlandsprodukt (BIP) seinen statistischen Ausdruck findet. Dieser Wert ist die Grundlage, um die Entwicklung eines Landes messen und entsprechende Politiken einzuleiten oder bestimmte Hilfen zur Verf&uuml;gung stellen. Drechsle verweist auf das Buch &ldquo;Poor numbers. How we are misled by African development statistics and what to do about it&rdquo; von Morten Jerven, der &uuml;ber einen Zeitraum von vier Jahren untersuchte, wie afrikanische L&auml;nder ihre Daten erheben und vor welchen Schwierigkeiten sie bei deren &Uuml;berf&uuml;hrung in ihre BIP-Sch&auml;tzungen stehen. Aber die Probleme h&ouml;ren damit nicht auf, denn durchaus anerkannte Institutionen wie die Weltbank, die Penn World Tables der University of Pennsylvania und das Maddison-Projekt an der Universit&auml;t Groningen verwenden zwar durchaus dieselben Quellen, aber modifizieren sie auf unterschiedliche Weise. Dies f&uuml;hrt dazu, das z.B. Liberia einmal das zweit&auml;rmste, dann das siebt&auml;rmste oder sogar nur das zweiundzwanzig&auml;rmste Land Schwarzafrikas ist. &ndash; Wer einen Einblick in die Forschung von Jerven gewinnen m&ouml;chte, sei auf seinen Aufsatz &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/kommentar\/artikel\/luegen-verdammte-luegen-und-statistiken\/\">L&uuml;gen, verdammte L&uuml;gen und Statistiken<\/a>&rdquo; verwiesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Dobrindt will mehr privat finanzierten Autobahnbau<\/strong><br>\n&Ouml;ffentlich-private Partnerschaften (&Ouml;PP) w&uuml;rden in Deutschland weitergef&uuml;hrt, sagte Dobrindt bei einer Veranstaltung des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI). &ldquo;Ich will sie forcieren und nicht zur&uuml;ckbauen.&rdquo; &ldquo;Der volkswirtschaftliche Nutzen von &Ouml;PP-Projekten ist f&uuml;r mich unzweifelhaft&rdquo;, sagte Dobrindt. Der Bundesrechnungshof hatte dagegen k&uuml;rzlich moniert, dass f&uuml;nf der bisher sechs vergebenen Projekte teurer als bei einer herk&ouml;mmlichen Finanzierung &uuml;ber den Haushalt gewesen seien. Bei &Ouml;PP-Projekten werden Planung, Bau, Erhalt und Betrieb eines Abschnitts f&uuml;r 20 bis 30 Jahre an ein Privatunternehmen vergeben. Daf&uuml;r bekommt es im Gegenzug eine Verg&uuml;tung &ndash; je nach Modell entweder vom &ouml;ffentlichen Auftraggeber orientiert an der Lkw-Maut oder direkt als Maut von den Stra&szlig;ennutzern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.abendzeitung-muenchen.de\/inhalt.verkehr-dobrindt-will-mehr-privat-finanzierten-autobahnbau.c23811f9-7a9a-4608-81fe-a501298eff12.html\">Abendzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das &uuml;bliche Spiel. Es geht gar nicht darum, wie offiziell behauptet, dass &Ouml;PP kosteng&uuml;nstiger ist, sondern darum, dass sich der Bund, die Kommune der Vorfinanzierung entzieht und so z.B. die Schuldenbremse umgeht. Dass der Staat dabei, weil er z.B. weniger Zinsen als die Firmen zahlen muss, ein Projekt kosteng&uuml;nstiger realisieren k&ouml;nnte, spielt keine Rolle. Hauptsache die zeitnahen Kosten z.B. innerhalb einer Wahlperiode fallen nicht an. &Uuml;ber den Verzicht auf Einnahmen, die weit &uuml;ber den eigentlichen Kosten, gar nicht erst zu reden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Weltfrieden kommt k&uuml;nftig aus Kiel<\/strong><br>\nRalf Stegner stellt ein Papier der SPD in Schleswig-Holstein zur Friedenspolitik vor. Es fordert eine Kurskorrektur in der deutschen Au&szlig;enpolitik. [&hellip;]<br>\nDie Forderungen sind klar: Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland! Weniger R&uuml;stungsexporte, auch wenn das Arbeitspl&auml;tze kostet! Ein ausdr&uuml;ckliches Nein zu einem Paradigmenwechsel in der Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik! Nachdem sich am Wochenende Bundespr&auml;sident Joachim Gauck zu mehr deutscher Pr&auml;senz inklusive bewaffnetem Einsatz an den Krisenherden der Welt ausgesprochen hatte, stellte am Montag der SPD-Vorsitzende von Schleswig-Holstein, Ralf Stegner, ein Positionspapier des Landesverbandes zur Friedenspolitik vor. [&hellip;]<br>\nEnde Juni soll eine Friedenskonferenz in Kiel stattfinden, die das Papier weiter ber&auml;t. Dabei sind unter anderem Au&szlig;enminister Steinmeier, der SPD-Grande und einstige Bundesminister Egon Bahr und die ehemalige Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul. Im September wird die Landespartei das Papier abstimmen, bevor es in die Bundesgremien weitergeleitet wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Ruestungsexporte-aus-Deutschland\/!140502\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Verfassungssch&uuml;tzer und Burschenschaftler: Geht das?<\/strong><br>\nDarf der oberste Verfassungssch&uuml;tzer eines Bundeslandes ein Burschenschaftler sein? Dar&uuml;ber wird in Sachsen diskutiert &ndash; denn Gordian Meyer-Plath geh&ouml;rt der Burschenschaft Marchia Bonn an. [&hellip;]<br>\nDie Linke Kerstin K&ouml;ditz: &ldquo;Ich frage mich, auf welche Weise Meyer-Plath seine Mitgliedschaft in einer Burschenschaft mit seinen Dienstpflichten in Einklang bringen will, wenn beispielsweise der s&auml;chsischen NPD-Fraktion gleich drei Burschenschafter angeh&ouml;ren.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.badische-zeitung.de\/deutschland-1\/verfassungsschuetzer-und-burschenschaftler-geht-das--86303620.html\">Badische Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Von einem, der auszog, politisch zu werden<\/strong><br>\nWerner Schneyder, der Mann zwischen Buch, B&uuml;hne und Medien, war und ist vor allem als Kabarettist und satirischer Essayist durch seine F&auml;higkeit, Theorie und Analyse in Pointen zu verwandeln, eine erste Marke geworden. Er, der als seinen Hauptberuf einmal scherzhaft &bdquo;Meinungstr&auml;ger&ldquo; angab, berichtet nun, wie seine Meinungen entstanden sind. Vom Erlebnis des ersten Bombenangriffes als Kind &uuml;ber das Kriegsende, die Schulzeit, das Studium, den Journalismus, das Fernsehen bis zum Schritt auf die B&uuml;hne. Das fesselnde, unterhaltsame und provozierende Spektrum eines politischen Menschen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/pcast.sr-online.de\/play\/fragen\/2014-06-16_schneyder_politisch_15_6_2014.mp3\">SR2 Fragen an den Autor [Audio &ndash; mp3]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Letzte: Teure &bdquo;Muttivation&ldquo; &ndash; Merkel mal wieder bei ihren &bdquo;Toy Boys&ldquo;<\/strong>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140618_01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140618_01_small.png\" alt=\"Teure &bdquo;Muttivation&ldquo; &ndash; Merkel mal wieder bei ihren &bdquo;Toy Boys&ldquo;\" title=\"Teure &bdquo;Muttivation&ldquo; &ndash; Merkel mal wieder bei ihren &bdquo;Toy Boys&ldquo;\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.bundesregierung.de\/Webs\/Breg\/DE\/Mediathek\/mediathek_node.html;jsessionid=329633FD5103E53B5F08D14FF116258B.s4t2?cat=fotos&amp;id=879130\">bundesregierung.de<\/a><\/p>\n<p>300.000 Euro soll der Duschkabinen-Besuch gekostet haben. Mehr vom Steuerzahler bezahlte Werbung geht kaum.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-22081","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22081","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=22081"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22081\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22094,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22081\/revisions\/22094"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=22081"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=22081"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=22081"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}