{"id":22098,"date":"2014-06-20T09:08:18","date_gmt":"2014-06-20T07:08:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22098"},"modified":"2014-06-20T09:08:18","modified_gmt":"2014-06-20T07:08:18","slug":"hinweise-des-tages-2151","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22098","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JW\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22098#h01\">15 Jahre Bologna-Prozess<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22098#h02\">Nikolaus Blome : Gabriels Irrweg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22098#h03\">Die Weltpolitik-Kampagne der Eliten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22098#h04\">Der Waffengang, die Weltpolitik, das Profitidol<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22098#h05\">Antrittsbesuch in Amerika: Von der Leyen erkl&auml;rt neue deutsche Sicherheitspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22098#h06\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22098#h07\">Die Kluft zwischen Markt und Realit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22098#h08\">Schattenbanken: Das 71-Billionen-Dollar-Problem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22098#h09\">Norwegen will keine Bettler mehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22098#h10\">Arbeitsgestaltung. Crowdworking ist keine Privatangelegenheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22098#h11\">Mindestlohn: Arbeitslose in der Dreht&uuml;r<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22098#h12\">Sanktionen gegen Hartz-IV-S&uuml;nder: Beschl&uuml;sse erst nach der Sommerpause<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22098#h13\">Einkommensverteilung: Junge und Arme schlechter dran<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22098#h14\">Gro&szlig;britannien &ndash; Eine reiche Nation verarmt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22098#h15\">US-Atomwaffen in der Eifel: Bundesregierung st&auml;rker an Modernisierungsprogramm beteiligt als bisher behauptet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22098#h16\">Anti-links-Programm vor dem Aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22098#h17\">Uwe Schneidewind: Gesellschaftliche R&uuml;ckbindung der &ldquo;unternehmerischen Hochschule&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22098#h18\">Dokumentation &ndash; Berufsbildung der Zukunft gestalten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22098&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><strong>15 Jahre Bologna-Prozess<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><\/ol><\/a><strong>15 Jahre Bologna-Prozess<\/strong><br>\nDer Bologna-Prozess wird in Deutschland vor allem mit der Abschaffung von Diplom und Magister und der Einf&uuml;hrung von Bachelor und Master gleichgesetzt. Hinter dem Bologna-Prozess steckte die Idee eines gemeinsamen europ&auml;ischen Hochschulraums und eines praxisnahen Studiums. [&hellip;]<br>\nZiel zwei &ndash; die st&auml;rkere Arbeitsmarktorientierung &ndash; sei ebenfalls umgesetzt, sagt Wolfgang Lieb. Er hatte vor 15 Jahren als Staatssekret&auml;r im NRW-Wissenschaftsministerium den Bologna-Prozess begeistert vorangetrieben. Zufrieden ist Wolfgang Lieb trotzdem nicht &ndash; denn die Ausrichtung der F&auml;cher auf den Arbeitsmarkt, neudeutsch: Employability, sei fatal:<br>\n&ldquo;Ich war ein &uuml;berzeugter Vertreter des Bologna-Prozesses, weil ich geglaubt habe, dass die Hochschulen eine europ&auml;ische Identit&auml;t stiften k&ouml;nnen, wie sie&rsquo;s im Verlauf der Geschichte ja immer getan haben. Die bildungspolitische Seite des Bologna-Prozesses ist an die Wand gedr&auml;ngt worden zugunsten der wirtschaftspolitischen Flanke. Und dadurch sind die Hochschulen sehr stark in den Griff &ouml;konomischen Denkens geraten.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/hochschulpolitik-15-jahre-bologna-prozess.680.de.html?dram:article_id=288399\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Hohe Erwartungen, ern&uuml;chterndes Ergebnis<\/strong><br>\nProfessor Dieter Lenzen, der Hamburger Uni-Pr&auml;sident:<br>\n&ldquo;15 Jahre Bologna-Prozess &ndash; das ist wahrlich kein Grund zum Feiern. Kontinentaleurop&auml;ische Politiker haben sich &uuml;ber den Tisch ziehen lassen und ein System eingef&uuml;hrt, was es jetzt nicht mehr ohne Weiteres erlaubt, das zu tun, wozu universit&auml;re Bildung urspr&uuml;nglich gedacht war. N&auml;mlich Pers&ouml;nlichkeiten im akademischen Bildungsprozess entstehen zu lassen, die sp&auml;ter in der Lage sind, schwierige Berufe auszu&uuml;ben, F&uuml;hrungskompetenz zu haben, die Weltb&uuml;rger sind, die Mitglieder einer Gesellschaft sind, in der Schl&uuml;sselfunktionen haben! Also: kein Grund zum Feiern.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/15-jahre-bologna-hohe-erwartungen-ernuechterndes-ergebnis.680.de.html?dram:article_id=289586\">DLF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Sp&auml;te Einsicht? Prof. Dieter Lenzen, amtierender Pr&auml;sident der Uni Hamburg, einstmals als Pr&auml;sident der FU Berlin vom CHE und der Financial Times Deutschland (ebenfalls Bertelsmann, inzwischen pleite) 2008 zum &bdquo;Hochschul-Manager des Jahres&ldquo; gek&uuml;rt und so nach Hamburg hochgelobt, wo er dort das Werk des durch die Dreht&uuml;r zu Bertelsmann gegangenen J&ouml;rg Dr&auml;gers &ndash; verbindlich in der Form aber hart in der Sache fortgesetzt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>F&uuml;nfzehn Jahre Bologna-Erkl&auml;rung &ndash; eine Polemik<\/strong><br>\nVor f&uuml;nfzehn Jahren wurde von f&uuml;hrenden Wissenschaftspolitikern Europas die folgenreiche Bologna-Erkl&auml;rung unterzeichnet. Auch wenn viele die damit verbundenen Reformen als gescheitert ansehen, bestimmt das in der Erkl&auml;rung ausgedr&uuml;ckte standardisierende, quantifizierende und vergleichende Denken heute Lehre und Forschung. An Stelle von Autonomie f&ouml;rdert das neue System die Anpassung an von oben vorgegebene Leistungskennzahlen. Bei allen Rationalisierungsprozessen, unter denen die Universit&auml;ten leiden, w&auml;re es nur konsequent, als n&auml;chstes auch die Studierenden durch Automaten zu ersetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/42\/42040\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol><li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Nikolaus Blome : Gabriels Irrweg<\/strong><br>\nDas R&uuml;ckspiel hat begonnen. Zeitgleich, wenn nicht konzertiert, haben SPD-Chef Gabriel, Frankreichs Staatschef Hollande und Italiens Ministerpr&auml;sident Renzi die Debatte um Schuldenbegrenzung, Wachstum und den Euro neu er&ouml;ffnet. Mit unterschiedlichen Motiven, getrieben von verschiedenen Zw&auml;ngen streben sie auf dasselbe Ziel zu: die Merkel&rsquo;sche Euro-Rettungspolitik zu revidieren. [&hellip;]<br>\nTrotzdem gehen Gabriel und Co. gegen mindestens eine oder gar beide dieser Linien vor. Frankreichs Staatspr&auml;sident schreckte zwei Jahre lang vor Reformen zur&uuml;ck, jetzt ist er zu schwach, sie doch noch durchzusetzen. Italiens Ministerpr&auml;sident scheint zum Umbau seines Landes zwar entschlossen, aber er will mehr Zeit und mehr Schulden daf&uuml;r. Und Sigmar Gabriel mag offenbar immer noch glauben, dass man Wachstum und Jobs zur Not zwar mit schmerzhaften Reformen erreichen &ndash; aber viel angenehmer eben auch &ldquo;kaufen&rdquo; kann, etwa mit staatlichen Ausgabeprogrammen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/euro-stabilitaetspakt-merkel-und-gabriel-streiten-ueber-wachstum-a-975945.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wenn das wesentliche Element zur Durchsetzung der neoliberalen Agenda in ganz Europa, die &ldquo;Sparpolitik&rdquo;, in Frage gestellt wird, dann muss Ex-Springer Mann und nunmehriger stellvertretender Chefredakteur des Spiegel, Nikolaus Blome selbst zur Feder bzw zur Tatstatur greifen. Selbstverst&auml;ndlich setzt Blome alles daran, die wirklichen Ursachen der Eurokrise zu verschleiern. Nat&uuml;rlich sind &ldquo;die Probleme der s&uuml;deurop&auml;ischen Staaten &hellip; &uuml;berwiegend hausgemacht&rdquo;. Und selbstverst&auml;ndlich sind diese Probleme &ldquo;mit nationalen Strukturreformen bei Arbeitsmarkt, Rente und Wettbewerb&rdquo;, &uuml;bersetzt mit drastische Lohnsenkungen und drastischen Einschnitten in die Sozialsysteme, am besten zu l&ouml;sen. Kein Wort dar&uuml;ber, dass das deutsche Lohn- und Sozialdumping und die aggressive deutsche Exportpolitik, die im Prinzip nichts anderes als der Export von Arbeitslosigkeit ist, also der Merkeltilismus, die anderen EU-Partner in die Verschuldung und wirtschaftliche Misere getrieben haben. Die Beitr&auml;ge auf den NachDenkSeiten, die diese Problematik explizit erl&auml;utern lassen sich schon nicht mehr z&auml;hlen.<br>\nW&auml;hrend etwa Frankreich den Verteilungsspielraum aus Produktivit&auml;tsentwicklung und Inflationsrate in den zur&uuml;ckliegenden Jahren fast vorbildlich ausgesch&ouml;pft hat, haben die Besch&auml;ftigten in Deutschland fortlaufende Reallohnverluste erlitten. Die Problem sind also nicht hausgemacht sondern fast ausschlie&szlig;lich der deutschen Wirtschaftspolitik zu zuschreiben. Das ficht einen Nicolas Blome nat&uuml;rlich nicht an. Der neoliberale Reformkurs muss auf biegen und brechen auch in Frankreich und Italien durchgesetzt werden. Dessen explizite Erfolglosigkeit, ja Gef&auml;hrlichkeit verschweigt Blome lieber. Europa befindet sich durch die von Deutschland durchgesetzte Austerit&auml;tspolitik am Rande einer Deflation, die j&uuml;ngste Zinssenkung der EZB ist der letzte verzweifelte Versuch diese abzuwenden. Und die paar Kollateralsch&auml;den der Austerit&auml;tspolitik, etwa in Griechenland durch das inzwischen zusammengebrochene Gesundheitssystem, m&uuml;ssen einen deutschen &ldquo;Qualit&auml;tsjournalisten&rdquo; nicht weiter k&uuml;mmern, selbst wenn Berichte dazu in seinem eigenen Blatt zu lesen waren.<\/em><\/p><\/li><li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Weltpolitik-Kampagne der Eliten<\/strong><br>\nDie im Herbst 2013 gestartete Berliner Eliten-Kampagne zur Legitimierung neuer Kriegseins&auml;tze der Bundeswehr kommt nicht recht voran. &Auml;u&szlig;erungen von Bundespr&auml;sident Joachim Gauck, man d&uuml;rfe &ldquo;den Einsatz milit&auml;rischer Mittel nicht von vornherein &hellip; verwerfen&rdquo;, sto&szlig;en auf deutliche Kritik; Vertreter christlicher Organisationen werfen Gauck vor, er wolle nur den &ldquo;Widerstand der Bev&ouml;lkerung&rdquo; gegen k&uuml;nftige Milit&auml;rinterventionen aufweichen. Umfragen zeigten zuletzt eine massive Ablehnung k&uuml;nftiger Bundeswehreins&auml;tze.<br>\nDie &Auml;u&szlig;erungen des Bundespr&auml;sidenten stehen im Zusammenhang mit einer Kampagne, mit der das deutsche Au&szlig;enpolitik-Establishment, auch gest&uuml;tzt von den Leitmedien, darauf abzielt, &ldquo;Ziele und Anliegen&rdquo; der deutschen Weltpolitik gegen&uuml;ber der Bev&ouml;lkerung &ldquo;effektiver zu kommunizieren&rdquo;, wie es in einem breit getragenen Strategiepapier vom Herbst 2013 hei&szlig;t &ndash; Kriegseins&auml;tze inklusive.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58894\">German Foreign Policy<\/a><\/li><li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der Waffengang, die Weltpolitik, das Profitidol<\/strong><br>\nJoachim Gauck hat ein Interview &uuml;ber seinen Besuch in Norwegen dazu genutzt, eine Aufforderung zu wiederholen, die ihm schon bei der j&uuml;ngsten M&uuml;nchener Sicherheitskonferenz viel mediale Aufmerksamkeit einbrachte (Gauck predigt gegen &ldquo;Dr&uuml;ckebergerei&rdquo;): Die Bundesrepublik m&uuml;sse sich in der Weltpolitik kr&auml;ftiger einmischen, auch mit milit&auml;rischen Mitteln, &ldquo;zu den Waffen greifen&rdquo; (&ldquo;notfalls&rdquo;, der &ldquo;ultima-ratio&rdquo;-Vorbehalt geh&ouml;rt ja stets dazu).<br>\nDie &ldquo;fr&uuml;her gebotene Zur&uuml;ckhaltung Deutschlands&rdquo; sei nicht mehr zeitgem&auml;&szlig;. So wie Polizisten, Richter und Lehrer notwendig seien, k&ouml;nne international eben nicht auf den Einsatz von Milit&auml;r verzichtet werden. Selbstverst&auml;ndlich &ldquo;auf der Seite der Unterdr&uuml;ckten&rdquo;, im &ldquo;Kampf f&uuml;r Menschenrechte&rdquo;. Und dabei sei heute ein &ldquo;deutsches Dominanzgebaren&rdquo; (so der bundespr&auml;sidiale Begriff f&uuml;r einstige deutsche Kriege) nicht mehr zu bef&uuml;rchten.<br>\nDer naheliegenden Frage, wo, wann und wie, unter welchen Umst&auml;nden und Bedenken zu erwartender Folgen solche milit&auml;rischen Interventionen geboten und gerechtfertigt sein k&ouml;nnten, ging Joachim Gauck nicht nach. Einen Zugriff der Bundeswehr beispielsweise auf Saudi-Arabien wird er freilich nicht im Sinne haben.<br>\nZeitgleich zum deutschen Bundespr&auml;sidenten &auml;u&szlig;erte sich in einem Interview mit der katalonischen Zeitung &ldquo;La Vanguardia&rdquo; auch das Oberhaupt der r&ouml;misch-katholischen Kirche zur Bedeutung des Milit&auml;rs in der Weltgesellschaft. &ldquo;Der Kapitalismus braucht den Krieg&rdquo;, beschrieb Papst Franziskus kritisch die Lage. Das gegenw&auml;rtig herrschende Wirtschaftssystem setze auf Gewalt als Mittel &ldquo;zum &Uuml;berleben&rdquo;. Die R&uuml;stungsindustrie opfere Menschenleben im Dienst am &ldquo;Idol des Profits&rdquo;.<br>\nBemerkenswert ist der Gegensatz zwischen den Sichtweisen dieses Staats- und dieses Kirchenoberhauptes. Hier die Verk&uuml;ndigung des politisch &ldquo;Prinzipiellen&rdquo;, die Abstraktion von lebensweltlichen Interessen und Wirkungen; dort der kritische Blick auf gesellschaftliche Realit&auml;ten. Eine Differenz zwischen zwei gelernten Theologen &ndash; die nicht theologisch zu erkl&auml;ren ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/42\/42019\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Dieser Artikel greift in der Tat ein erstaunliches Ph&auml;nomen auf. Gauck ist Theologe, von christlicher N&auml;chstenliebe und dem Leben christlicher Gebote ist bei Gauck allerdings nicht viel zu versp&uuml;ren. Geradezu das Gegenteil ist der Fall. Gauck rechtfertigt fast permanent die menschenverachtende neoliberale Ideologie. Dies liegt wohl darin begr&uuml;ndet, dass es Gauck nach eigene Angaben bei der Aufnahme des Theologiestudiums eigentlich nie darum ging ein kirchliches Amt auszu&uuml;ben, sondern dies die einzige M&ouml;glichkeit, auch f&uuml;r stramme Anti-Kommunisten, in der DDR war ein Studium zu absolvieren.<br>\nSo seien hier noch einmal die Worte des amtierenden Papstes Franziskus und die von Gauck gegen&uuml;ber gestellt. Die durch die, auch wesentlich von der Bundesregierung durchgesetzte, brutale Austerit&auml;tspolitik verursachte hohe Jugendarbeitslosigkeit in den s&uuml;deurop&auml;ischen EU-L&auml;ndern, wurde von Franziskus als Barbarei bezeichnet. Gauck hingegen mahnte bei seinem Besuch in Griechenland im M&auml;rz diesen Jahres die Fortsetzung der &ldquo;schmerzhaften Reformen&rdquo; an. Dazu nachfolgend ein Ausschnitt aus Gaucks Rede im Akropolis-Museum in Athen anl&auml;sslich dieses Staatsbesuches, der die Verlogenheit und den abgrundtiefen Zynismus dieses Menschen verdeutlicht.<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;Und es bedr&uuml;ckt mich sehr, wenn ich h&ouml;ren muss, was so viele Griechinnen und Griechen aushalten und durchhalten im siebten Jahr der Krise. Wie diejenigen unter der Krise am st&auml;rksten leiden, die diese Krise ja keineswegs verursacht haben. Wie gro&szlig; die Verarmung der bereits Arbeitslosen und wie gro&szlig; die &Auml;ngste vor dem Verlust des Arbeitsplatzes bei noch Besch&auml;ftigten sind. &hellip;.<br>\nUm aus dem Tal heraus zu kommen, bringen viele Menschen Opfer, enorme Opfer. Und viele sp&uuml;ren, dass die Reformen hart sind, aber n&ouml;tig. All denen, die das verstehen, m&ouml;chte ich hier in Athen meinen Respekt zollen. &hellip;. Insbesondere danke ich denen, die im Meinungsstreit darauf hinweisen, dass die schmerzhaften Reformen nicht erfolgen, um den Forderungen Europas oder gar Deutschlands zu gen&uuml;gen, sondern um dem eigenen Land den Weg in eine bessere Zukunft zu bereiten.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Ohne Werbung f&uuml;r die Katholische Kirche machen zu wollen, dagegen die deutlichen Worte des Papstes:<\/em><\/p>\n<p><strong>Papst Franziskus gibt erneut Interview<\/strong><br>\nFrage an den Papst: Was kann die Kirche tun, um die wachsende Ungleichheit zwischen Reichen und Armen zu reduzieren?<br>\nPapst Franziskus: Es ist bewiesen, dass wir mit der Nahrung, die &uuml;brigbleibt, die Hungernden ern&auml;hren k&ouml;nnten. Wenn Sie Fotos von unterern&auml;hrten Kindern in verschiedenen Teilen der Welt sehen, dann schl&auml;gt man die H&auml;nde &uuml;ber dem Kopf zusammen, das ist nicht zu verstehen! Ich glaube, wir sind in einem Weltwirtschaftssystem, das nicht gut ist&hellip; Wir haben das Geld in den Mittelpunkt gestellt, den Geldgott. Wir sind in den G&ouml;tzendienst des Geldes verfallen&hellip; Wir schlie&szlig;en eine ganze Generation aus, um ein Wirtschaftssystem aufrecht zu erhalten, das nicht mehr zu ertragen ist. Ein System, in das Krieg f&uuml;hren muss, um zu &uuml;berleben&hellip; Aber weil man keinen Dritten Weltkrieg f&uuml;hren kann, f&uuml;hrt man eben regionale Kriege. Und was bedeutet das? Dass Waffen produziert und verkauft werden, und dadurch sanieren sich die Gleichgewichte der &hellip; gro&szlig;en Weltwirtschaften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.domradio.de\/themen\/papst-franziskus\/2014-06-13\/papst-franziskus-gibt-erneut-interview\">Domradio<\/a><\/p><\/li><li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Antrittsbesuch in Amerika: Von der Leyen erkl&auml;rt neue deutsche Sicherheitspolitik<\/strong><br>\nVor dem Atlantic Council in Washington will Verteidigungsministerin von der Leyen in K&uuml;rze ihre eigenen sicherheitspolitischen &Uuml;berzeugungen erl&auml;utern. Zum Auftakt gestand sie erst einmal eigene Fehler ein.<br>\nVerteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat Fehler des Westens im Umgang mit den Krisen und B&uuml;rgerkriegen in Syrien und im Irak eingestanden. Von der Leyen sagte w&auml;hrend ihres Antrittsbesuchs in den Vereinigten Staaten, die westliche Gemeinschaft habe es in Syrien vers&auml;umt, fr&uuml;h genug den &bdquo;moderaten Teil&ldquo; der syrischen Opposition zu st&auml;rken; mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen im Irak sagte sie, au&szlig;erdem sei die Dynamik des radikalen Islam untersch&auml;tzt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/antrittsbesuch-in-amerika-von-der-leyen-erklaert-neue-deutsche-sicherheitspolitik-12998580.html\">FAZ<\/a><\/li><li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Snowden-Dokumente: Hier sitzt die NSA in Deutschland<\/strong><br>\nNirgendwo in Europa ist die NSA so aktiv wie in Deutschland. Dutzende Dokumente aus dem Archiv von Edward Snowden, die SPIEGEL ONLINE nun ver&ouml;ffentlicht, offenbaren Details der Spionage &ndash; und die Kooperation mit den Deutschen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/nsa-dokumente-von-snowden-enthuellen-standorte-in-deutschland-a-975611.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Snowdens Deutschland-Akte: Die Dokumente im PDF-Format<\/strong><br>\nIm Fundus von Edward Snowden finden sich zahlreiche Dokumente mit Deutschland-Bezug. SPIEGEL ONLINE ver&ouml;ffentlicht 53 St&uuml;ck &ndash; als PDF zum Download.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/snowdens-deutschland-akte-alle-dokumente-als-pdf-a-975885.html\">Spiegel Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>RAMPART-A: Die NSA schnorchelt mehr als 3 Terabit pro Sekunde von Glasfasern ab &ndash; und der BND macht mit<\/strong><br>\nDer deutsche Bundesnachrichtendienst ist daran beteiligt, internationale Glasfaserkabel abzuschnorcheln. Das geht aus Snowden-Dokumenten hervor, die wir an dieser Stelle spiegeln. Der BND kooperiert demnach direkt mit der NSA bei der Total&uuml;berwachung der digitalen Kommunikation.<br>\nDas Anzapfen von internationalen Glasfaserkabeln ist keineswegs nur eine Dom&auml;ne Gro&szlig;britanniens mit deren Programm TEMPORA. Vor genau einem Jahr berichteten wir, dass auch die NSA die Nervenzentren der Internet-Kommunikation anzapft. Jetzt berichten Henrik Moltke, Laura Poitras und zwei weitere Journalisten in der d&auml;nischen Tageszeitung Dagbladet Information (in Kooperation mit The Intercept), wie weitere Staaten ihnen dabei helfen &ndash; darunter D&auml;nemark und Deutschland. Dabei beziehen sie sich auf f&uuml;nf neue Snowden-Dokumente, die wir an dieser Stelle spiegeln:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2014\/rampart-a-die-nsa-schnorchelt-mehr-als-3-terabit-pro-sekunde-von-glasfasern-ab-und-der-bnd-macht-mit\/\">Netzpolitik<\/a><\/li>\n<li><strong>Nach Abh&ouml;rskandal drohen Neuwahlen in Polen<\/strong><br>\nPolen in der Krise: Ein Magazin ver&ouml;ffentlicht ein Gespr&auml;ch von Innenminister und Zentralbankchef. Dann durchsucht der Geheimdienst die Redaktion. Der Pr&auml;sident legt der Regierung den R&uuml;cktritt nahe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article129237000\/Nach-Abhoerskandal-drohen-Neuwahlen-in-Polen.html\">Die Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li><li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Kluft zwischen Markt und Realit&auml;t<\/strong><br>\nDie Finanzm&auml;rkte signalisieren unverdrossen: Die Gefahr ist vorbei. Die Aktienm&auml;rkte bewegen sich auf hohem Niveau, und an den Kapitalm&auml;rkten, insbesondere in der Euro-Zone, verharren die Zinsen auf extrem niedrigem Niveau. Die laufenden Renditen f&uuml;r spanische und franz&ouml;sische Staatsanleihen sind sogar niedriger als jemals in den vergangenen &uuml;ber 200 Jahren; und auch die italienischen Zinsen haben, wie von Jim Reid von der Deutschen Bank aufgestellte Grafiken zeigen, nur einmal in diesem Zeitraum diesen tiefen Wert touchiert. Doch diese Signale d&uuml;rften t&auml;uschen. Die Verschuldung nicht nur der einzelnen Staaten, sondern auch des Privatsektors ist weiterhin auf ungesund hohem, auf Dauer nicht tragbarem Niveau und steigt teilweise sogar weiter. Marktkommentatoren ist diese Kluft zwischen Marktentwicklung und wirtschaftlicher Realit&auml;t durchaus bewusst. John Mauldin, ein scharfer Beobachter, erinnert daran, wie schlecht M&auml;rkte im Signalisieren von Problemen sein k&ouml;nnen. Sie hatten weder die Finanzkrise, noch die letzten Rezessionen oder die Euro-Krise vorhergesehen. Und pointiert sagt er, wer glaube, die Probleme Griechenlands (oder Spaniens, Italiens oder Portugals) seien gel&ouml;st, der habe schlicht nicht aufgepasst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/ccc-1.18322643?extcid=Newsletter_16062014_Top-News_am_Morgen\">NZZ<\/a><\/li><li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Schattenbanken: Das 71-Billionen-Dollar-Problem<\/strong><br>\nDie B&ouml;sewichte der Finanzkrise sind zur&uuml;ck &ndash; nur gr&ouml;&szlig;er und m&auml;chtiger. Finanzaufseher auf der ganzen Welt warnen vor dem unheimlichen Aufstieg der Schattenbanken.<br>\nDie Alarmsignale mehren sich. Der Internationale W&auml;hrungsfonds, IWF, warnt vor Exzessen in China. Die Ratingagentur Moody&rsquo;s setzt den Kreditausblick der Volksrepublik von &ldquo;positiv&rdquo; auf &ldquo;stabil&rdquo; herab. In Deutschland fordert die Chefin der Finanzaufsicht BaFin, Elke K&ouml;nig, ein &ldquo;globales Regelwerk&rdquo;. In den USA dr&auml;ngt Karla Stein, Kommissarin bei der B&ouml;rsenaufsicht SEC, auf schnelle Reformen. Immer geht es um ein Thema: &ldquo;Schattenbanken&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/schattenbanken-das-billionen-dollar-problem-1.2004254\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li><li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Norwegen will keine Bettler mehr<\/strong><br>\nBetteln verboten &ndash; wenn es nach dem norwegischen Parlament geht, k&ouml;nnte das schon bald landesweit gelten. Die Regierung ber&auml;t &uuml;ber ein entsprechendes Gesetz, das ab Sommer 2015 in Kraft treten soll. Kritiker warnen davor, Bettler zu kriminalisieren. Jenny Klinge, Politikerin der norwegischen Zentrumspartei, ist stolz auf das Vorhaben. Ihre Partei ist eigentlich in der Opposition, sorgt bei diesem Gesetz aber f&uuml;r eine &uuml;berraschende parlamentarische Mehrheit. &ldquo;Den gr&ouml;&szlig;ten Zuwachs an Bettlern haben wir doch gerade aus dem Ausland&rdquo;, sagt sie. Norwegen ist Mitglied des Schengen-Raumes. Die fehlenden Grenzkontrollen sehen Politiker als Einladung an Bettler. &ldquo;Deshalb brauchen wir ein nationales Gesetz als Vorbeugung. Wenn das Betteln bei uns in Norwegen illegal wird, dann kommen auch weniger Menschen zum Betteln hierher. Die offenen Grenzen sind doch wie eine Einladung f&uuml;r Kriminelle und Menschenh&auml;ndler. Ein nationales Verbot w&uuml;rde da vorbeugend helfen.&rdquo; Was Klinge nicht direkt ausspricht: Sie meint damit vor allem die umherreisenden Bettlergruppen aus dem Umfeld der Roma und Sinti.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/media.tagesschau.de\/audio\/2014\/0617\/AU-20140617-0408-0001.mp3\">tagesschau.de [Audio, MP3]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wie traurig, dass Du nicht wei&szlig;t, dass Du jetzt Nazi hei&szlig;t. Der Schwarze Winkel l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en. &ndash; Nat&uuml;rlich sollten wir Deutsche uns nicht auf das hohe Ro&szlig; setzen, z.B. auch M&uuml;nchen hat in den Fu&szlig;g&auml;ngerzonen der Altstadt das Betteln verboten und wirkte damit beispielgebend f&uuml;r viele bayrische St&auml;dte. Und nat&uuml;rlich st&ouml;&szlig;t das Vorhaben in Norwegen auf Kritik, grunds&auml;tzlich ist aber nur schwer nachzuvollziehen, dass die Regierung eines Landes, das laut Human Development Index (Index der menschlichen Entwicklung) den h&ouml;chsten Lebensstandard in der Welt genie&szlig;t, auf Ausgrenzung setzt. (siehe zum schwierigen Umgang mit Betteln diesen <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/bettler-haben-keine-lobby.1148.de.html?dram:article_id=239698\">Beitrag im Deutschlandfunk<\/a>)<\/em><\/p><\/li><li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Arbeitsgestaltung. Crowdworking ist keine Privatangelegenheit<\/strong><br>\nIn der digitalen Arbeitswelt &auml;ndern sich die Besch&auml;ftigungsformen grundlegend. L&auml;ngst gibt es eine gro&szlig;e Vielfalt an Erbringungsformen digitaler Arbeit. Viele kennen keine Mindeststandards bei der Bezahlung, der Arbeitszeit oder dem Gesundheitsschutz. Soloselbstst&auml;ndige und per Aufruf im Internet akquirierte Crowdworker erledigen die ganze Bandbreite von digitalen Arbeiten f&uuml;r Industrie, IT, F &amp; E und die &ouml;ffentliche Verwaltung. Crowdworking wird ebenso wenig wie Werkvertr&auml;ge oder Leiharbeit eine Randerscheinung bleiben &ndash; angesichts der zunehmend liquiden und (global) vernetzten Arbeitsorganisation in Produktion und Dienstleistungsbereich. Crowdwork wird von Menschen hoch individualisiert zu Bedingungen erbracht, die h&auml;ufig unsozial und h&ouml;chst unfair sind. So sind die allgemeinen Gesch&auml;ftsbedingungen (AGB) der Plattformen oft rechtswidrig. Und sie entsprechen in keiner Weise den markt&uuml;blichen Umgangsformen. Wir sehen die Chancen digitaler Arbeit, die im Sinne der Besch&auml;ftigten und Crowdworker ausgebaut werden sollten. Dabei ist es eine Herausforderung, angemessene Formen der Interessenorganisierung zu entwickeln. Wir begreifen es als gewerkschaftliche Aufgabe, die notwendige Selbstorganisation zu unterst&uuml;tzen und durch betriebliche, tarifliche und gesetzliche Ma&szlig;nahmen zu erg&auml;nzen. Entlang der Wertsch&ouml;pfungskette brauchen wir Regelungen und Gesetze, die die digitale Arbeit zu einer &bdquo;Wertsch&auml;tzungskette&ldquo; machen. Ziel ist, die kreativen Potenziale zu erhalten. Crowdworking ist keine Privatangelegenheit. Die schlechten Arbeitsbedingungen &uuml;ben erheblichen Druck auf die von den Betrieben Besch&auml;ftigten und die Selbstst&auml;ndigen gleichzeitig aus. Wir meinen: Es ist Aufgabe des Gesetzgebers, alle T&auml;tigkeits- und Besch&auml;ftigungsformen in die Sozialversicherungssysteme zu integrieren. &ndash; Vorstellbar w&auml;re, dass der Gesetzgeber die Crowd-Besch&auml;ftigten wegen der wirtschaftlichen und sozialen Spezifika unter einen besonderen Schutz stellt in einem &bdquo;crowd-protection law&ldquo;, das vor allem Regelungen zur Verg&uuml;tung (St&uuml;ck- bzw. Stundenentgelte, Sonderzahlungen), zur sozialen Absicherung (Krankheit, Kurzarbeit, K&uuml;ndigung, Insolvenz etc.) sowie zum Arbeitsschutz enth&auml;lt. Dabei gibt es durchaus Ankn&uuml;pfungspunkte, etwa beim Heimarbeitsgesetz (HAG), das den Schutz der Menschen, die Heimarbeit ausf&uuml;hren, regelt. Das Wort Crowd taucht darin noch nicht auf. Das kann sich &auml;ndern. Denn die Regulierung atypischer Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse geh&ouml;rt durchaus schon zum Repertoire der Bundesrepublik. Man muss es nur wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/47487_47526.htm\">Magazin Mitbestimmung<\/a><\/li><li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Mindestlohn: Arbeitslose in der Dreht&uuml;r<\/strong><br>\nNicht einmal 5,70 Euro brutto pro Stunde &ndash; so wenig sollen Langzeitarbeitslose im ersten halben Jahr nach einer Neueinstellung auch weiterhin verdienen d&uuml;rfen. Jedenfalls, wenn die Ausnahmeregelung im geplanten Mindestlohngesetz umgesetzt wird, analysieren die WSI-Forscher Reinhard Bispinck, Thorsten Schulten und Marc Amlinger. Denn dann w&uuml;rden die Entgelte von Langzeitarbeitslosen nur durch die allgemeinen Regeln zur Sittenwidrigkeit nach unten begrenzt. Durch diese Sonderregel, die es in keinem anderen EU-Land gebe, erhielten Unternehmen &bdquo;starke Anreize, nach einem Zeitraum von sechs Monaten den vormaligen Langzeitarbeitslosen wieder zu entlassen und durch einen neuen &sbquo;g&uuml;nstigeren&lsquo; Langzeitarbeitslosen zu ersetzen&ldquo;. Im Endeffekt k&ouml;nnte die Ausnahmeklausel das glatte Gegenteil der eigentlich beabsichtigten Wirkung erzeugen: Es &bdquo;drohen umfassende Dreht&uuml;reffekte, die die Chancen von Langzeitarbeitslosen auf einen dauerhaften Wiedereinstieg weiter verschlechtern und lediglich kurzfristige und instabile Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse f&ouml;rdern&ldquo;.<br>\nAuch in anderer Hinsicht bef&uuml;rchten die WSI-Forscher &bdquo;widersinnige Effekte&ldquo;: Denn die Ausnahmepl&auml;ne machen es f&uuml;r Unternehmen unattraktiver, nach Tarifvertrag zu bezahlen. Nur tarifungebundene Firmen k&ouml;nnten den Mindestlohn bei Langzeitarbeitslosen bis zur Grenze der Sittenwidrigkeit unterschreiten, die die Rechtsprechung bei einem Drittel unterhalb des orts&uuml;blichen oder des Mindestlohnes zieht. Das entspr&auml;che einem Lohn von lediglich 5,67 Euro pro Stunde. Dagegen sch&uuml;tzen die meisten Tarifvertr&auml;ge auch gering qualifizierte Besch&auml;ftigte vor Niedrigl&ouml;hnen. Die potenzielle Schw&auml;chung des Tarifsystems sei &bdquo;ein mehr als problematischer Effekt eines Gesetzes, das explizit die &sbquo;St&auml;rkung der Tarifautonomie&lsquo; zum Ziel hat&ldquo;, kritisieren Bispinck, Schulten und Amlinger.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/47551_47562.htm\">B&ouml;ckler Impuls<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_wsi_report_15_2014.pdf\">WSI Report Nr. 15, Kein Mindestlohn f&uuml;r Langzeitarbeitslose? [PDF]<\/a><\/li><li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Sanktionen gegen Hartz-IV-S&uuml;nder: Beschl&uuml;sse erst nach der Sommerpause<\/strong><br>\nWer als Hartz-IV-Empf&auml;nger gegen Auflagen verst&ouml;&szlig;t, bekommt die Leistungen gek&uuml;rzt. Ob diese Regelung versch&auml;rft wird, ist noch lange nicht beschlossen, stellt das Arbeitsministerium klar und widerspricht anderslautende Pressemeldungen.<br>\nDas Bundesarbeitsministerium hat einen Bericht der &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung zur&uuml;ckgewiesen, nach dem versch&auml;rfte Sanktionen f&uuml;r s&auml;umige Hartz-IV-Empf&auml;nger bereits beschlossene Sache seien. Eine Arbeitsgruppe von Bund und L&auml;ndern erarbeite unter Beteiligung von Bundesagentur f&uuml;r Arbeit und Kommunen derzeit noch Vorschl&auml;ge zur Rechtsvereinfachung, teilte das Ministerium mit. &ldquo;Festlegungen oder Beschl&uuml;sse liegen noch nicht vor, Ergebnisse werden im Herbst erwartet.&rdquo;<br>\nErst dann sei zu entscheiden, welche Vorschl&auml;ge in einem Gesetzgebungsverfahren umgesetzt werden. Damit sei im Laufe des Jahres zu rechnen. Die Rechtsvereinfachung habe das Ziel, &ldquo;weniger B&uuml;rokratie und mehr Zeit f&uuml;r die Betreuung der Hilfebed&uuml;rftigen zu schaffen. Es ist explizit nicht Ziel der &Auml;nderungen, den Leistungsbezug restriktiver zu gestalten.&rdquo;<br>\nDie &ldquo;Bild&rdquo; hatte berichtet, Hartz-IV-Empf&auml;ngern solle k&uuml;nftig bereits beim ersten Versto&szlig; gegen Pflichten vom Jobcenter das Geld gek&uuml;rzt werden. Auf eine entsprechende Versch&auml;rfung der Sanktionen h&auml;tten sich Bund und L&auml;nder geeinigt, hie&szlig; es ohne Angaben von Quellen. Sanktionen werden verh&auml;ngt, wenn Hartz-IV-Bezieher gegen Auflagen versto&szlig;en und beispielsweise Termine im Jobcenter verpassen oder ihnen angebotene Arbeit verweigern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Beschluesse-erst-nach-der-Sommerpause-article13034561.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Mehr Zynismus geht sicher nicht: &raquo;Mit der Reform soll die B&uuml;rokratie reduziert werden, damit Sachbearbeiter in den Arbeitsagenturen mehr Zeit haben Langzeitarbeitslosen zu helfen.&laquo; Seit wann ist das Hartz IV System dazu da Menschen zu helfen? Schon das Motto des F&ouml;rdern und Forderns mit dem Hartz IV eingef&uuml;hrt wurde ist ein zynischer Euphemismus. Der Kern des Hartz IV Systems ist die Repression, die Dem&uuml;tigung und Abwertung von Menschen um das notwendige Klima der Angst f&uuml;r das Metaziel der sogenannten Arbeitsmarkreformen, das Senken des Lohnniveaus in Deutschland, dauerhaft zu erreichen. Dies zeigt allein schon die Tatsache, dass 2013 mehr als eine Million Sanktionen verh&auml;ngt wurden. Und die katastrophalen Folgen des dadurch in Deutschland intendierten Lohn- und Sozialdumpings f&uuml;r ganz Europa sind sowieso Dauerthema auf den NachDenkSeiten.<br>\nMit der nun wieder sogenannten &raquo;Reform&laquo; sollen die Sanktionsmechanismen, man will dies gar nicht glauben, noch einmal versch&auml;rft werden. Schon bei einer Verfehlung kann einem Betroffenen die Leistung gek&uuml;rzt werden. Damit wird das Tor zur Willk&uuml;r noch weiter aufgesto&szlig;en. Und dann wundert man sich &uuml;ber die zunehmende Aggression gegen&uuml;ber den Mitarbeitern der Arbeitsagentur und die Notwendigkeit Wachpersonal abzustellen.<br>\nHerzig auch wieder die Position der Gr&uuml;nen, die ja zusammen mit der SPD Hartz IV eingef&uuml;hrt haben. Nach Der Gr&uuml;nen-Arbeitsmarktexpertin Brigitte Pothmer sollen die Sanktionen nicht abgeschafft werden, denn &ldquo;dadurch wird kein Arbeitsloser wieder einen Job finden&ldquo;. Nat&uuml;rlich, durch die Sanktionen eben auch nicht. Und was das System der Angst und Schikane f&uuml;r die Betroffenen bedeutet scheint Frau Pothmer nicht zu interessieren. Sie vertritt damit konsequent die Position der besserverdienenden Klientel der Gr&uuml;nen, denen das Schicksal von Hartz IV Beziehern ebenfalls herzlich egal sein d&uuml;rfte.<\/em><\/p>\n<p><em>Warum das so ist zeigt wieder einmal &ldquo;Die Welt&rdquo; aus dem Hause Springer mit folgender Schlagzeile. Die Botschaft d&uuml;rfte dabei relativ klar sein:<\/em><\/p>\n<p><strong>Was Hartz-IV-Bezieher vom Arbeiten abh&auml;lt &ndash; Jeder zweite Hartz-IV-Empf&auml;nger hat Sucht-, Schulden- oder psychosoziale Probleme.<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article129213130\/Was-Hartz-IV-Bezieher-vom-Arbeiten-abhaelt.html\">Die Welt<\/a><\/p><\/li><li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Einkommensverteilung: Junge und Arme schlechter dran<\/strong><br>\nDas verf&uuml;gbare Haushaltseinkommen ist im Schnitt der OECD-L&auml;nder auch im vierten Jahr der Krise gleich geblieben. F&uuml;r die zehn Prozent der &auml;rmsten Haushalte sanken die inflationsbereinigten Einkommen sogar: Wie aktualisierte Daten der OECD zur Einkommensverteilung belegen, verloren diese zwischen 2007 und 2011 im OECD-Durchschnitt 1,6 Prozent pro Jahr. Besonders hart traf es schlechter gestellte Griechen und Spanier, deren Haushaltseinkommen sich j&auml;hrlich um etwa 13 Prozent verringerte.<br>\nIn vielen L&auml;ndern gelang es, Einbu&szlig;en beim Bruttoeinkommen durch die Steuerpolitik, aber auch durch Transferleistungen zu verringern. Dennoch &ouml;ffnete sich die Schere zwischen Arm und Reich auch 2011 ein weiteres St&uuml;ck. Lag das Einkommen der reichsten zehn Prozent der Bev&ouml;lkerung im OECD-Schnitt vor der Krise noch beim 9,3-fachen des Einkommens der &auml;rmsten zehn Prozent, so vergr&ouml;&szlig;erte sich der Faktor im Jahr 2011 auf 9,6. In Deutschland (6,9) und &Ouml;sterreich (7,1) war der Abstand zwischen unteren und oberen Einkommen bedeutend geringer.<br>\nOECD-weit ist das Armutsrisiko bei jungen Menschen zwischen 18 und 25 Jahren am h&ouml;chsten. Seit Mitte der 90er Jahre verlagert es sich kontinuierlich von Alt auf Jung. 2011 hatten 66- bis 75-J&auml;hrige im OECD-Schnitt das erste Mal seit Erhebung entsprechender Daten das niedrigste Armutsrisiko aller Altersgruppen. Es lag um 25 Prozent unter jenem der Gesamtbev&ouml;lkerung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/social\/inequality.htm\">OECD<\/a><\/li><li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Gro&szlig;britannien &ndash; Eine reiche Nation verarmt<\/strong><br>\nDie Wirtschaftskraft der Briten hat sich in drei&szlig;ig Jahren verdoppelt, doch gleichzeitig sind breite Schichten verarmt. Eine neue Studie zeigt, wie stark Arme vom Rest der Gesellschaft abgekoppelt werden.<br>\nDie Wirtschaftsleistung Gro&szlig;britanniens hat sich in den vergangenen 30 Jahren mehr als verdoppelt &ndash; doch gleichzeitig hat sich auch die Zahl derer verdoppelt, die nicht einmal einfache Lebensstandards erreichen. Eine Studie von Experten belegt: Mehr als 18 von 60 Millionen Briten wohnen unter schlechten Bedingungen. Mehr als 12 Millionen k&ouml;nnen sich einfache soziale Aktivit&auml;ten nicht leisten, zum Beispiel Freunde einzuladen und zu bewirten.<br>\nInsgesamt erreichen ein Drittel der Haushalte keinen ordentlichen Lebensstandard, wie der britische &ldquo;Guardian&ldquo; berichtet. In den fr&uuml;hen achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts seien es lediglich 14 Prozent gewesen. Mehr als ein F&uuml;nftel der Haushalte (21 Prozent) sind der Umfrage zufolge mit ihren Rechnungen im R&uuml;ckstand. Sogar mehr als jeder vierte Erwachsene (28 Prozent) verzichtet den Angaben zufolge auf Mahlzeiten, damit andere im Haushalt genug zu essen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/grosse-armut-in-grossbritannien-12998502.html\">FAZ<\/a><\/li><li><a name=\"h15\"><\/a><strong>US-Atomwaffen in der Eifel: Bundesregierung st&auml;rker an Modernisierungsprogramm beteiligt als bisher behauptet<\/strong><br>\nDie Bundesregierung ist in das umstrittene Modernisierungsprogramm der taktischen US-Atomwaffen auf dem Fliegerhorst B&uuml;chel offenbar viel st&auml;rker eingebunden als bisher behauptet. Dar&uuml;ber berichtet das WDR-Magazin MONITOR in seiner heutigen Ausgabe (21:45 Uhr im Ersten). Noch vor kurzem hatte die Bundesregierung erkl&auml;rt, die umstrittene Modernisierung der betagten taktischen Atomwaffen, die auch auf dem Luftwaffenst&uuml;tzpunkt in B&uuml;chel in der Eifel stationiert sind, sei ein rein &bdquo;nationales Programm&ldquo; der Amerikaner. Daher habe es dar&uuml;ber &bdquo;keine Verhandlungen mit den USA&ldquo; gegeben. Nach Recherchen des WDR-Magazins MONITOR war die Bundesregierung aber offenbar eng in die Planungen eingebunden.<br>\nDabei bezieht sich MONITOR auf einen Bericht des US-amerikanischen Rechnungshofes (GAO), aus dem sich ergibt, dass es durchaus sehr konkrete Absprachen zwischen den USA und den NATO-Partnern gab. Darin hei&szlig;t es &bdquo;Das US-Verteidigungsministerium und die NATO-Verb&uuml;ndeten einigten sich 2010 auf die zentralen milit&auml;rischen Merkmale der Bombe&ldquo;. Dabei wurde laut US-Rechnungshof auch &uuml;ber Details wie die &bdquo;Sprengkraft&ldquo;, und die &bdquo;Treffsicherheit&ldquo; der neuen Waffen gesprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/presse\/2014\/pressemeldung_140619.php5\">Monitor<\/a><\/li><li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Anti-links-Programm vor dem Aus<\/strong><br>\nDie Evaluationen waren niederschmetternd &ndash; nun steht das Bundesprogramm gegen Linksextremismus vor dem Aus. Die zust&auml;ndige Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) bereitet nach Informationen mehrerer in die Konzeptarbeit einbezogener Fachleute stattdessen ein neues Programm zur &ldquo;Deradikalisierung&rdquo; vor. Unter dem Stichwort &ldquo;Deradikalisierung&rdquo; k&ouml;nnten bereits erfolgreich angelaufene Projekte gegen islamischen Extremismus fortgef&uuml;hrt werden. Au&szlig;erdem solle es auch m&ouml;glich sein, Initiativen gegen Rechtsextremismus aus diesem Topf zu f&ouml;rdern.<br>\nSchlie&szlig;lich hatte das renommierte Deutsche Jugendinstitut dem von Schwesigs Vorg&auml;ngerin Kristina Schr&ouml;der (CDU) entwickelten Anti-links-Programm in seinem Evaluierungsbericht 2013 ein verheerendes Zeugnis ausgestellt: Die Projekte seien teils einseitig, methodisch schwach und &ldquo;stark gesteuert&rdquo;. Bisweilen f&auml;nden sich nicht mal Teilnehmer, die Zielgruppe sei undefiniert. Derzeit, so das Res&uuml;mee der Experten, lasse sich &ldquo;kein Bedarf&rdquo; f&uuml;r ein das gesamte Bundesgebiet abdeckendes Programm zum Thema &ldquo;Linksextremismus&rdquo; feststellen. Das hei&szlig;t: In seiner jetzigen Form ist das Programm schlicht &uuml;berfl&uuml;ssig. &ndash; Einige ehemalige Projekttr&auml;ger hatten sich wegen grunds&auml;tzlicher Kritik bereits aus dem Anti-Linksextremismus-Programm verabschiedet. Der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer eines bisher gef&ouml;rderten Projekts lobte den geplanten Schwenk hin zu einem Deradikalisierungsansatz. &ldquo;Es macht keinen Sinn, Projekte nach Weltanschauung zu sortieren&rdquo;, urteilt er. &ldquo;Viel hilfreicher w&auml;re es, Faktoren zu erkennen, die Radikalisierungsprozesse ausl&ouml;sen. Das w&auml;re tats&auml;chliche Pr&auml;vention.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a2&amp;dig=2014%2F06%2F18%2Fa0039&amp;cHash=fde3b10068bfaf896dca876ed0a30118\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a2&amp;dig=2014%2F06%2F18%2Fa0040&amp;cHash=9109cb2b9ecb0f01af8ad4b48728a666\">taz<\/a> schreibt weiterhin: &ldquo;F&uuml;r Schwesig besteht die Herausforderung allerdings darin, den Ausstieg aus dem Programm so zu gestalten, dass die Koalitionspartner von CDU und CSU nicht auf die Barrikaden gehen.&rdquo; In der Tat werden sich manche in der Union schwer tun, sich von einem Feindbild zu verabschieden, das bequem verhindert, einmal selbst in den Spiegel zu schauen, um z.B. den inneren Sarrazin zu entdecken. Wenn selbst der NSU-Skandal nicht daf&uuml;r sorgt, den Kampf gegen die extreme Rechte besser zu finanzieren.<\/em><\/p><\/li><li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Uwe Schneidewind: Gesellschaftliche R&uuml;ckbindung der &ldquo;unternehmerischen Hochschule&rdquo;<\/strong><br>\nEs dominiert zunehmend ein Selbstverst&auml;ndnis der einzelnen Hochschule als Organisation\/Unternehmen im Wettbewerb. Die Differenzierung der einzelnen Hochschule<br>\ndominiert das Verst&auml;ndnis eines gemeinschaftlichen gesellschaftlichen Funktionsbereiches, der spezifische Lehr-, Forschungs- und gesellschaftlichen Aufgaben in seinem Zusammenspiel gew&auml;hrleistet. Symptome f&uuml;r diese Entwicklung sind z.B. das immer st&auml;rkere Zerfallen der Hochschulrektorenkonferenz in Subgruppen oder der intensiver gewordene Wettbewerb der Hochschulen innerhalb einzelner Bundesl&auml;nder. Hochschulleitungen geraten dadurch schnell in Sachzwanglogiken, in der Entscheidungen zur erfolgreichen Entwicklung der eigenen Institution auch dann zu treffen sind, wenn sie &uuml;bergeordneten wissenschafts- oder gesellschaftspolitischen Zielen entgegenstehen&hellip;\n<ul>\n<li>Kleine F&auml;cher, bestimmte Ausbildungsg&auml;nge oder gesellschaftsorientierte Zusatzaufgaben werden dadurch an fast allen Hochschulen oft nach dem gleichen Muster marginalisiert, weil sie sich aus der Steuerungs- und Differenzierungslogik jeder einzelnen Hochschule nicht &ldquo;rechnen&rdquo; und Wettbewerbsnachteile erbringen.<\/li>\n<li>Durch die Leistungssteuerung entlang weniger Zielkriterien (z.B. im Rahmen der Leistungskriterien der W-Besoldungen) droht die Versch&auml;rfung der Wettbewerbslogik auf der Ebenen von Hochschullehrerinnen und Hochschullehrern.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Wettbewerb zwischen Hochschulen &uuml;bertr&auml;gt sich auf einen Wettbewerb zwischen Fachbereichen sowie einzelnen Professuren innerhalb einer Hochschule im Ringen um die Beitr&auml;ge zu den &uuml;bergeordneten Hochschulzielen. Die Einhaltung umfassender Arbeitnehmerrechte, das Praktizieren hochschulinterner Demokratie oder die Wahrnehmung von Selbstverwaltungsaufgaben wird dann h&auml;ufig als Hindernis f&uuml;r die individuelle Wettbewerbsf&auml;higkeit wahrgenommen.<br>\nQuelle: Uwe Schneidewind, Pr&auml;sident des Wuppertal Institut f&uuml;r Klima, Umwelt, Energie, Stellungnahme anl&auml;sslich der &Ouml;ffentlichen Anh&ouml;rung im D&uuml;sseldorfer Landtag zum Entwurf eines Hochschulzukunftsgesetzes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.landtag.nrw.de\/portal\/WWW\/dokumentenarchiv\/Dokument\/MMST16-1838.pdf\">Landtag NRW [PDF]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> S&auml;mtliche schriftlichen Stellungnahmen zur Anh&ouml;rung zum Entwurf eines NRW-Hochschulzukunftsgesetzes finden Sie <a href=\"http:\/\/www.landtag.nrw.de\/portal\/WWW\/Webmaster\/GB_I\/I.1\/aktuelle_drucksachen\/aktuelle_Dokumente.jsp?m=1&amp;wp=15&amp;docTyp=ST&amp;datumsart=he&amp;von=&amp;bis=&amp;dokNum=Drs+16%2F5410&amp;searchDru=suchen\">hier<\/a>. Dort auch die Stellungnahmen von <a href=\"http:\/\/www.landtag.nrw.de\/portal\/WWW\/dokumentenarchiv\/Dokument\/MMST16-1812.pdf\">Heinz-J. Bontrup<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.landtag.nrw.de\/portal\/WWW\/dokumentenarchiv\/Dokument\/MMST16-1834.pdf\">Wolfgang Lieb<\/a>.<\/em><\/p><\/li><li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Dokumentation &ndash; Berufsbildung der Zukunft gestalten<\/strong><br>\n&ldquo;Zukunft der Lernorte Betrieb &ndash; Berufsbildung der Zukunft&rdquo; lautete der Titel einer gemeinsamen Berufsbildungskonferenz des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) am 12. und 13. Juni 2014 in Berlin. Mehrere Hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten Perspektiven der Ausbildungssysteme aus deutscher, aber auch aus europ&auml;ischer Sicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/handwerk.dgb.de\/++co++2f7d5570-f61b-11e3-af40-52540023ef1a\">DGB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> F&uuml;r an der Debatte um die berufliche  Bildung Interessierte, eine Audio-Dokumentation der Vortr&auml;ge, u.a. auch von Gerhard Bosch vom IAQ.<\/em><\/p><\/li>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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