{"id":22104,"date":"2014-06-20T15:39:44","date_gmt":"2014-06-20T13:39:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22104"},"modified":"2014-06-20T17:35:14","modified_gmt":"2014-06-20T15:35:14","slug":"hinweise-des-tages-ii-156","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22104","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22104#h01\">Wikileaks: Handelsabkommen TISA gef&auml;hrdet Datenschutz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22104#h02\">Glenn Greenwald: NSA &ndash; Die Schere im Kopf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22104#h03\">Nahost<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22104#h04\">Langfristig sind wir alle tot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22104#h05\">BIP: Bordelle sollen Spanien retten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22104#h06\">Lebenshaltungskosten: Deutsche leben g&uuml;nstiger als meiste Nachbarn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22104#h07\">Herdentrieb: Sozialbeitr&auml;ge steigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22104#h08\">Ekkehard Lieberam: Die Wiederentdeckung der Klassengesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22104#h09\">Ungleiche Zuw&auml;chse beim Erhalt der Infrastruktur Schiene f&auml;llt hinter Stra&szlig;e und Wasserstra&szlig;e zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22104#h10\">EU-Arzneimittelbeh&ouml;rde in der Pharmalobby-Falle?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22104#h11\">&Uuml;ber den Hessentag zum Auslandseinsatz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22104#h12\">51 Millionen Menschen auf der Flucht &ndash; jeder zweite Fl&uuml;chtling ist ein Kind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22104#h13\">Mit dem Wasserwerfer auf Augenh&ouml;he<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22104#h14\">Brasilien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22104#h15\">GEW: &bdquo;15 Jahre Bologna-Reformen &ndash; kein Grund zum Feiern&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22104#h16\">Marcus Pindur (Deutschlandfunk) versus J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22104#h17\">Kanzlerin bei der WM in Brasilien: Ranwanzen erlaubt!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22104#h18\">Das Allerletzte: Umweltbewegung russisch unterwandert<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22104&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wikileaks: Handelsabkommen TISA gef&auml;hrdet Datenschutz<\/strong><br>\nDie Whistleblower-Plattform Wikileaks hat ein Dokument aus den geheimen Verhandlungen zum Freihandelsabkommen f&uuml;r Dienstleistungen TISA ver&ouml;ffentlicht. Daraus geht hervor, wie die USA versuchen, den Datenschutz zu unterlaufen.<br>\nDas derzeit geheim ausgehandelte Freihandelsabkommen f&uuml;r Dienstleistungen TISA (Trade in Services Agreement) k&ouml;nnte den europ&auml;ischen Datenschutz und die Kontrolle der Finanzm&auml;rkte gef&auml;hrden. Das geht aus einem geheimen Verhandlungsdokument hervor, das von Wikileaks ver&ouml;ffentlicht wurde. Das 19-seitige Dokument fasst den Verhandlungsstand in Bezug auf Finanzdienstleistungen zusammen. Dem Papier ist auch zu entnehmen, dass es erst f&uuml;nf Jahre nach Abschluss des Abkommens &ouml;ffentlich gemacht werden sollte. Es liegt also nahe, dass eine derartige Frist auch f&uuml;r andere Dokumente aus den geheimen Verhandlungen gilt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Wikileaks-Handelsabkommen-TISA-gefaehrdet-Datenschutz-2235503.html\">Heise<\/a>\n<p><strong>Secret Trade in Services Agreement (TISA) &ndash; Financial Services Annex<\/strong><br>\nToday, WikiLeaks released the secret draft text for the Trade in Services Agreement (TISA) Financial Services Annex, which covers 50 countries and 68.2%1 of world trade in services. The US and the EU are the main proponents of the agreement, and the authors of most joint changes, which also covers cross-border data flow. In a significant anti-transparency manoeuvre by the parties, the draft has been classified to keep it secret not just during the negotiations but for five years after the TISA enters into force.<br>\nDespite the failures in financial regulation evident during the 2007-2008 Global Financial Crisis and calls for improvement of relevant regulatory structures2, proponents of TISA aim to further deregulate global financial services markets. The draft Financial Services Annex sets rules which would assist the expansion of financial multi-nationals &ndash; mainly headquartered in New York, London, Paris and Frankfurt &ndash; into other nations by preventing regulatory barriers. The leaked draft also shows that the US is particularly keen on boosting cross-border data flow, which would allow uninhibited exchange of personal and financial data.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/wikileaks.org\/tisa-financial\/\">Wikileaks<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/speciali.espresso.repubblica.it\/pdf\/wikiLeaks-secret-tisa-financial-annex.pdf\">Der Vertrag als PDF<\/a><\/p>\n<p>dazu: <strong>USA greifen nach Kontodaten europ&auml;ischer B&uuml;rger<\/strong><br>\nErst Swift, nun Tisa: Wikileaks-Dokumente weisen laut Recherchen von NDR, WDR und SZ darauf hin, dass durch das neue Handelsabkommen Banken k&uuml;nftig ganz legal Kundendaten ins Ausland weitergeben d&uuml;rfen. Auch die Kontrolle &uuml;ber die Finanzm&auml;rkte k&ouml;nnte sich Experten zufolge durch Tisa erschweren.<br>\nW&auml;hrend Hunderttausende gegen das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA protestieren, treiben beide Wirtschaftsm&auml;chte im Stillen einen neuen milliardenschweren Vertrag voran. Dabei geht es um mehr Wettbewerb bei Informationstechnik, Gesundheit oder Bildung. Die Gespr&auml;che der 50 Nationen, die weltweit zwei Drittel aller Dienstleistungen exportieren, laufen abgeschottet in der australischen UN-Botschaft in Genf. Die &ldquo;USA &ndash; vertraulich&rdquo; gestempelten Verhandlungspapiere sollen nur in &ldquo;abgesichertem Geb&auml;ude, Raum oder Container aufbewahrt werden&rdquo;, steht in den Dokumenten, die SZ, NDR und WDR vorliegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/sorge-um-datensicherheit-usa-greifen-nach-kontodaten-europaeischer-buerger-1.2007052\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Glenn Greenwald: NSA &ndash; Die Schere im Kopf<\/strong><br>\nLange Zeit galt das Internet als ein beispielloses Instrument der Demokratisierung und Liberalisierung, ja sogar der Emanzipation. Nach Ansicht der amerikanischen Regierung aber drohen dieses weltweite Netzwerk und andere Kommunikationstechnologien die Macht der USA zu untergraben. Aus dieser Sicht betrachtet, ist das zentrale Ziel der NSA, &bdquo;alles zu sammeln&ldquo;, letztlich schl&uuml;ssig. Die Beobachtung s&auml;mtlicher Bereiche des Internets und aller anderen Kommunikationsmittel durch die NSA ist entscheidend daf&uuml;r, dass niemand der Kontrolle der amerikanischen Regierung entgeht. Wenn die amerikanische Regierung alles erfahren kann, was jeder tut, sagt, denkt und plant &ndash; die eigenen B&uuml;rger, die Menschen in anderen L&auml;ndern, internationale Unternehmen, Vertreter anderer Regierungen &ndash;, hat sie die gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliche Macht erreicht. Das gilt umso mehr, wenn die Regierung unter immer h&ouml;herer Geheimhaltung operiert. Damit entsteht ein &bdquo;Einwegspiegel&ldquo;: Die amerikanische Regierung sieht, was der Rest der Welt tut und macht, w&auml;hrend niemand Einblick in ihr eigenes Handeln bekommt. Es ist ein nicht zu &uuml;berbietendes Ungleichgewicht, das die gef&auml;hrlichste aller menschlichen M&ouml;glichkeiten er&ouml;ffnet: die Aus&uuml;bung grenzenloser Macht ohne jede Transparenz oder Rechenschaftspflicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2014\/juni\/nsa-die-schere-im-kopf\">Bl&auml;tter<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Nahost<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&ldquo;Die Aufteilung des Irak ist faktisch so gut wie vollzogen&rdquo;<\/strong><br>\nPeter Scholl-Latour &uuml;ber die Ver&auml;nderungen im Nahen Osten, die sich aus dem Auftreten von ISIS ergeben haben<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/42\/42035\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Von Erdogan gerufene Geister<\/strong><br>\nSeit dem Vormarsch der islamistischen Isis-K&auml;mpfer im Irak befindet sich die t&uuml;rkische Regierung in der Rolle des Zauberlehrlings. Die Kr&auml;fte, die sie einst rief, schlagen nun auf sie selbst zur&uuml;ck. Statt Assad und die syrischen Kurden zu bek&auml;mpfen, versucht Isis, sich ihren eigenen Gottesstaat zu schaffen, und nimmt auch noch die Konsulatsmitarbeiter ihrer Protektoren in Mossul als Geiseln. Auch wenn die t&uuml;rkische Regierung es bestreitet, es gibt viele Indizien daf&uuml;r, dass der Geheimdienst Ankaras die Isis lange unterst&uuml;tzt hat. Daf&uuml;r sprechen aufgeflogene Waffenlieferungen, der Transfer von Isis-K&auml;mpfern &uuml;ber die t&uuml;rkische Grenze und die Behandlung verwundeter K&auml;mpfer in t&uuml;rkischen Spit&auml;lern. Erdogan wollte in Syrien nicht nur die Opposition gegen Assad unterst&uuml;tzen. Stark werden sollte vor allem die religi&ouml;s-sunnitische Opposition, &uuml;ber die man zuk&uuml;nftig in Syrien mitregieren wollte. Diese Strategie ist krachend gescheitert. &ndash; Vielleicht setzt sich in Ankara nun langsam die Erkenntnis durch, dass ihre neo-osmanische Au&szlig;enpolitik ein Hirngespinst ist, das nur scheitern konnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F06%2F16%2Fa0093&amp;cHash=b5e3cecfb218ec36216111ad52abd7cb\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Irgendwie kommen im Nahen Osten dem Publikum die gro&szlig;en B&ouml;sen, die USA und Russland, ab und die Welt wir nicht einfacher &ndash; auch wenn dies die Stunde geschw&auml;tziger Geopolitiker und Nahostexperten ist. Von der T&uuml;rkei &uuml;ber den Iran, den Emiraten wie Katar, Saudi-Arabien bis nach &Auml;gypten, alle mischen mit. &ndash; Die Hoffnung von J&uuml;rgen Gottschlich, dass nach der Blamage der T&uuml;rkei, Europa und auch die USA &ldquo;zuk&uuml;nftig wieder mit einem kooperativeren Partner&rdquo; rechnen k&ouml;nnten, scheitert allein schon daran, dass bez&uuml;glich des Nahen Ostens weder Europa noch die USA im Besitz eines tragf&auml;higen Konzepts sind.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Langfristig sind wir alle tot &hellip;<\/strong><br>\nEinige Leser sind erstaunt, dass wir so schnell und so energisch die Piketty-Thesen ablehnen, ohne uns im Detail mit dem Buch auseinanderzusetzen. Man m&uuml;sse doch, so wird argumentiert, wenigstens die empirischen Ergebnisse angemessen w&uuml;rdigen. Die Frage aber ist, was diese empirischen Ergebnisse &uuml;berhaupt aussagen k&ouml;nnen. Pikettys Vorgehen kann n&auml;mlich aus methodischen Gr&uuml;nden niemals zu einem vern&uuml;nftigen Ergebnis f&uuml;hren.<br>\nThomas Piketty benutzt die neoklassische Wachstumstheorie (er nennt das Harrod-Domar-Solow Ansatz) als Basis f&uuml;r seine empirischen Arbeiten. Das Problem ist, dass das, was neoklassische Wachstumstheorie genannt wird, eigentlich keine Theorie ist. Unter &bdquo;Theorie&ldquo; verstehen wir normalerweise eine Erkl&auml;rung daf&uuml;r, warum in der Wirklichkeit bestimmte Ph&auml;nomene zu beobachten sind oder warum bestimmte Ph&auml;nomene zusammenh&auml;ngen. Folglich w&uuml;rde man vermuten, dass die Wachstumstheorie versucht, das Wachstum marktwirtschaftlicher Systeme zu erkl&auml;ren. Das aber tut sie gerade nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/langfristig-sind-wir-alle-tot\/\">Flassbeck Economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>BIP: Bordelle sollen Spanien retten<\/strong><br>\nSpanien ist gar nicht so arm, wie es auf den ersten Blick aussieht. Diese Idee steckt hinter einer Debatte, die dieser Tage die Wirtschaftsseiten der Presse des s&uuml;deurop&auml;ischen Krisenlandes f&uuml;llt. Es geht darum, illegale Aktivit&auml;ten wie Prostitution und Drogenhandel im Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit zu erfassen. Der Vorteil: Das BIP steigt, die Verschuldung und das Haushaltsdefizit sinken. Zumindest &ndash; und das ist f&uuml;r die entsprechenden EU-Ma&szlig;st&auml;be ausschlaggebend &ndash; relativ zur Wirtschaftsleistung des Landes. Br&uuml;ssel l&auml;sst diese neue BIP-Berechnung seit Anfang des Jahres zu. Mehr noch: Ab 2016 muss der Schwarzmarkt in den offiziellen Zahlen auftauchen. Dabei steht das Nationale Statistikamt in Madrid (INE) vor keiner leichten Aufgabe. Wie viele Dealer verkaufen Drogen welcher Art und in welchen Mengen? Wie viele Prostituierte stehen sich die F&uuml;&szlig;e platt oder bieten ihre Dienste in Wohnungen in den St&auml;dten oder in Gro&szlig;bordellen entlang der Landstra&szlig;en an? Das sind nur zwei der Fragenkomplexe, die es daf&uuml;r zu beantworten gilt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2014%2F06%2F11%2Fa0064&amp;cHash=10ad8abbb95742efb3cfea8e78eb0b98\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ganz offensichtlich und verst&auml;ndlich ist das Bem&uuml;hen nicht nur der Eurostaaten ihre Schuldenkriterien in besserem Licht erscheinen zu lassen. F&uuml;r die &auml;rmeren EU-L&auml;nder k&ouml;nnten allerdings die Hilfen der EU (Strukturfonds usw.) geringer ausfallen. Die EU richtet diese Transfers an der  Wirtschaftskraft eines Landes aus. In der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung k&ouml;nnte vielleicht herauskommen, dass unsere h&ouml;heren Einkommensgruppen doch nicht soviel sparen und mehr in den Konsum stecken, also mehr in den Wirtschaftskreislauf einbringen &ndash; man denke an den Kokainverbrauch unserer Spitzentrader in den Banken. &ndash; Es ist sicherlich sinnvoll die Ausgaben f&uuml;r Forschung und Entwicklung in das BIP einzubeziehen, wie dies in den USA und ab 2015 auch bei uns geschieht, aber die statistische Erfassung von Prostitution und Drogenhandel st&ouml;&szlig;t T&uuml;r und Tor f&uuml;r Missbrauch und Fehler auf.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Lebenshaltungskosten: Deutsche leben g&uuml;nstiger als meiste Nachbarn<\/strong><br>\nIm Vergleich zu den meisten direkten Nachbarl&auml;ndern bleiben die Lebenshaltungskosten in Deutschland niedrig. Neuen Daten zufolge kosten Waren in der Bundesrepublik kaum mehr als im EU-Schnitt. D&auml;nen oder Luxemburger m&uuml;ssen viel tiefer in die Tasche greifen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/lebenshaltungskosten-a-976358.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Das verwundert nicht wirklich, schlie&szlig;lich schlagen sich die niedrigen L&ouml;hne in Deutschland auch auf die Verbraucherpreise aus. Multinationale Konzerne passen ihre Preise auch in der Regel an die Kaufkraft der lokalen M&auml;rkte an.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Herdentrieb: Sozialbeitr&auml;ge steigen<\/strong><br>\nDa bringt die Bildzeitung (Printausgabe) unter der Schlagzeile &bdquo;Experten f&uuml;rchten &ndash; Sozialbeitr&auml;ge ab 2015 st&auml;ndig rauf&ldquo; eine kleine Meldung . Sie fragte den Pr&auml;sidenten des Zentrums f&uuml;r Europ&auml;ische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW),  Clemens Fuest, um seine Meinung &uuml;ber die Entwicklung der Sozialbeitr&auml;ge und der spricht eben von einem &bdquo;Wendepunkt&ldquo; und sagt &bdquo;die Frage ist nur, wie schnell und stark&ldquo;. Nun muss man wissen, dass ZEW ist ein der neoklassischen Wirtschaftsdogmatik verpflichteter Think-Tank, der die Senkung der L&ouml;hne (also auch die Senkung der sog. &bdquo;Lohnnebenkosten&ldquo; als Heilsweg zur Senkung der Arbeitslosigkeit, den Arbeitsmarkt also wie einen Kartoffelmarkt <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4558\">betrachtet<\/a>.  Das Institut ist von der Wirtschaft des Landes Baden-W&uuml;rttemberg initiiert und wesentlich finanziert. Kein Wunder also, dass dieses Institut vor einer Erh&ouml;hung der Sozialbeitr&auml;ge warnt.<br>\nUm dem Vorwurf der Einseitigkeit zu entgegen wird auch noch Marcel Fratzscher der neue Chef des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) befragt, der mit seiner <a href=\"http:\/\/www.badische-zeitung.de\/nachrichten\/wirtschaft\/oekonom-fratzscher-ueber-die-reformen-langfristig-profitiert-die-bevoelkerung--68522595.html\">angebotstheoretischen Ausrichtung<\/a> das ehemals eher weniger dogmatische DIW leitet.<br>\nDiese Meldung in der Bildzeitung (siehe auch <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/bild-plus\/politik\/inland\/wirtschaft\/sozialbeitraege-rauf-vorsicht-beitragshammer-bild-erklaert-warum-36460534,view=conversionToLogin.bild.html\">bild.de<\/a>) geh&ouml;rt zur Linie der Bildzeitung, die ja schon immer ein Propaganda-Blatt der Neoliberalen war. (Siehe auch den heutigen <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/news\/standards\/bild-kommentar\/von-ernst-elitz-fauler-zauber-bei-der-groko-36460414.bild.html\">Kommentar von Ernst Elitz<\/a>)<br>\nSchlimm ist, dass in der Zeitung durch nichts begr&uuml;ndete Behauptungen, als Nachricht durch zahllose Medien verbreitet werden. Schauen sie ausnahmsweise mal bei Google News zum Suchwort &bdquo;Sozialbeitr&auml;ge steigen&ldquo;  z.B. <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/arbeitsmarkt\/ab-2015-experten-sozialbeitraege-werden-dauerhaft-steigen_id_3933927.html\">Focus<\/a>, N 24, Deutsche Wirtschafts Nachrichten, Wirtschaft.com, Mittagsnachrichten im DLF etc. (WL)<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ekkehard Lieberam: Die Wiederentdeckung der Klassengesellschaft<\/strong><br>\nFr&uuml;her waren Klassenbegriffe eindeutig. Entscheidendes Kriterium f&uuml;r  die Zugeh&ouml;rigkeit zu einer Klasse ist und bleibt der Besitz und Nichtbesitz von Produktionsmitteln und die damit verbundene private Aneignung gesellschaftlicher Wertsch&ouml;pfung.<br>\nDie historische Entwicklung des Kapitalismus hat gezeigt: Im Unterschied zu den Lohnarbeitern agieren die Kapitaleigner fast immer geschlossen als herrschende Klasse und f&uuml;hren den Klassenkampf von  oben. Die Lohnarbeiter dagegen m&uuml;ssen stets aufs Neue im politischen Kampf lernen, als kollektiver politischer Akteur aufzutreten.<br>\nDas Proletariat war in sich vor allem kulturell zu differenziert um &bdquo;die&ldquo; Arbeiterklasse als handelndes Subjekt zu definieren. Doch nicht nur im Alltagsbewusstsein der sozialen Akteure sind Klassenerfahrungen nach wie vor pr&auml;sent: erst recht auf dem Hintergrund zunehmender Ungleichheit wird immer deutlicher, dass die soziale Lage kein Einzelschicksal und dauerhaft ist, weil sinkende Aufstiegschancen an die Kinder weitergegeben werden. Auch wenn die Solidarisierung der von dauerhafter Ausgrenzung Betroffener und Bedrohter von vorherrschenden gesellschaftlichen Denkweisen noch erschwert wird, gilt &bdquo;dies ist eine Klassengesellschaft. Au&szlig;er dem Bewu&szlig;tsein davon fehlt ihr keines der einschl&auml;gigen Kriterien&ldquo; (G&uuml;nter Gaus).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/lieberam_klasse.pdf\">LabourNet [PDF]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ungleiche Zuw&auml;chse beim Erhalt der Infrastruktur Schiene f&auml;llt hinter Stra&szlig;e und Wasserstra&szlig;e zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDie staatlichen Investitionen in den Erhalt der Bundesfernstra&szlig;en sind im Zeitraum von 2006 bis 2013 um 50 Prozent gestiegen. Bei den Bundeswasserstra&szlig;en investierte der Bund sogar 86 Prozent mehr, w&auml;hrend die Ausgaben bei den Bundesschienenwegen im selben Zeitraum lediglich um zwei Prozent wuchsen. Das geht aus Zahlen der DB Netz und aktuellen Antworten der Bundesregierung auf zwei parlamentarische Anfragen hervor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.allianz-pro-schiene.de\/presse\/pressemitteilungen\/2014\/015-bundesinvestitionen-schiene-hinter-strasse\/\">Allianz pro Schiene<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>EU-Arzneimittelbeh&ouml;rde in der Pharmalobby-Falle?<\/strong><br>\nWas denn jetzt? Erst wollte die Europ&auml;ische Arzneimittelbeh&ouml;rde (EMA) s&auml;mtliche Daten aus klinischen Studien offenlegen. Vor zwei Wochen hie&szlig; es dann, es werde nur ein zensiertes Modell geben, was f&uuml;r heftigen Protest unabh&auml;ngiger Wissenschaftler sorgte. Jetzt soll es doch wieder ein bisschen mehr Transparenz geben &ndash; aber die Pharmaindustrie darf offenbar weiterhin bestimmen, welche Daten Forscher zu sehen bekommen, die mit den Angaben aus den Tests arbeiten wollen. Etwa um aus den Ergebnissen neue Erkenntnisse in der Behandlung einer komplexen Krankheit wie Krebs oder Diabetes zu erzielen&hellip;<br>\nKoordiniert wurden die Pl&auml;ne f&uuml;r die neue Transparenzrichtlinie durch Noel Wathion, dem chefpolitischen Berater der EMA. Beteiligt waren allerdings eine ganze Reihe von EMA-Mitarbeitern. Marino etwa &uuml;berpr&uuml;fte den Entwurf aus rechtlicher Sicht, au&szlig;erdem nahm er an verschiedenen Treffen teil, um die Pl&auml;ne zu diskutieren.<br>\nDas h&auml;tte nach den EMA-Richtlinien gar nicht sein d&uuml;rfen, kritisieren die Lobbyismus-Experten von CEO: Bevor Marino im Juni 2013 bei der Arzneibeh&ouml;rde anfing, arbeitete er viele Jahre f&uuml;r die Pharmaindustrie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/medizin\/ema-pharmalobbyist-im-gremium-fuer-klinische-studie-a-975718.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&Uuml;ber den Hessentag zum Auslandseinsatz<\/strong><br>\nVor einigen Jahren trat ein Bundespr&auml;sident zur&uuml;ck, weil er mit der Kritik f&uuml;r seine &Auml;u&szlig;erungen zum &raquo;Einsatz milit&auml;rischer Mittel&laquo; im Ausland, nicht umgehen konnte. Der heutige Bundespr&auml;sident tut es ihm gleich und tritt nicht zur&uuml;ck.<br>\nAm Samstagnachmittag vernahm ich Gaucks neueste &Auml;u&szlig;erung zur Rolle Deutschlands als Milit&auml;rmacht in der Welt. Der Mann wiederholt sich so oft, dass man annehmen darf, er vertritt hier seine tiefste &Uuml;berzeugung. Drei Stunden sp&auml;ter schlenderte ich mit meiner Familie in Bensheim &uuml;ber den diesj&auml;hrigen Hessentag. Pl&ouml;tzlich stand ich vor einem Zeltlager der Bundeswehr und einer Panzerhaubitze, die direkt gegen&uuml;ber einer Schule aufgebaut war. An den Fressst&auml;nden standen Feldj&auml;ger und tranken Cola oder kauten D&ouml;ner. Sp&auml;ter las ich, dass es sich um ein Rekrutierungszelt handelte, das man der Schule gegen&uuml;berstellte. Die Bundeswehr stellte sich in Bensheim als &raquo;Arbeitgeber wie jeder andere&laquo; vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/936438.ueber-den-hessentag-zum-auslandseinsatz.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>51 Millionen Menschen auf der Flucht &ndash; jeder zweite Fl&uuml;chtling ist ein Kind<\/strong><br>\nEs sind dramatische Zahlen, die das Fl&uuml;chtlingshilfswerk der Vereinten Nationen in seiner Jahresstatistik nennt: Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Fl&uuml;chtlinge weltweit auf 51 Millionen gestiegen, 50 Prozent von ihnen sind minderj&auml;hrig. Vor allem die Konflikte in Syrien, dem S&uuml;dsudan und der Zentralafrikanischen Republik zwingen viele Menschen, ihre Heimat zu verlassen.<br>\nDie Zahl der Fl&uuml;chtlinge weltweit ist stark gestiegen. Wie das UN-Fl&uuml;chtlingskommissariat UNHCR anl&auml;sslich des Weltfl&uuml;chtlingstages mitteilt, gibt es auf der Welt mehr als 50 Millionen Fl&uuml;chtlinge, Asylsuchende und Binnenvertriebene.<br>\nKonkret hei&szlig;t es in dem statistischen UNHCR-Jahresbericht Global Trends, Ende des Jahres 2013 konnten mehr als 51,2 Millionen Menschen nicht in ihrer Heimat leben &ndash; sechs Millionen mehr als ein Jahr zuvor. Die Gesamtzahl der Fl&uuml;chtlinge addiert sich aus drei Gruppen:\n<ul>\n<li>16,7 Millionen Menschen, die ihr Heimatland verlassen haben<\/li>\n<li>33,3 Millionen Binnenfl&uuml;chtlinge<\/li>\n<li>1,2 Millionen Asylsuchende<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/un-statistik-millionen-menschen-auf-der-flucht-jeder-zweite-fluechtling-ist-ein-kind-1.2007914\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p>dazu: <strong>UN-Direktor &uuml;ber Fl&uuml;chtlinge &ndash; &bdquo;F&uuml;r Europa ist das h&auml;ndelbar&ldquo;<\/strong><br>\nImmer mehr Menschen werden &uuml;ber das Mittelmeer in die EU kommen, sagt Volker T&uuml;rk vom Fl&uuml;chtlingshilfswerk der UN. Von Asylverfahren in Nordafrika h&auml;lt er nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!140733\/\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Mit dem Wasserwerfer auf Augenh&ouml;he<\/strong><br>\nN&auml;chste Woche beginnt vor dem Landgericht Stuttgart der Prozess gegen zwei Polizeibeamte, die daran schuld sein sollen, dass es bei den Wasserwerfer-Eins&auml;tzen am Schwarzen Donnerstag Verletzte gab. Ein Vorbericht auf ein Mammutverfahren&hellip;<br>\nDen beiden Angeklagten wird in der Anklageschrift vom 26. M&auml;rz 2013 vorgeworfen, beim Polizeieinsatz im Stuttgarter Schlossgarten als faktisch gleichberechtigte Einsatzabschnittsleiter die Verantwortung daf&uuml;r zu tragen, dass durch den Einsatz von Wasserwerfern in insgesamt f&uuml;nf F&auml;llen widerrechtlich Wasserst&ouml;&szlig;e gegen K&ouml;pfe von Demonstranten erfolgt und dadurch zumeist erhebliche Verletzungen von insgesamt neun Menschen verursacht worden seien. Urs&auml;chlich daf&uuml;r sei gewesen, dass entgegen der Entscheidung der Einsatzleitung, nur Wasserregen einzusetzen, auch Wasserst&ouml;&szlig;e in Kopfh&ouml;he der Demonstranten abgegeben worden seien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/macht-markt\/168\/mit-dem-wasserwerfer-auf-augenhoehe-2265.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Auch in dieser Woche interessante Beitr&auml;ge in Kontext:Wochenzeitung, u.a. &Uuml;ber die &ldquo;Kinderh&ouml;lle Korntal&rdquo;, Missbrauch auch bei den Evangelikalen, &uuml;ber einen Journalisten-Kollegen, der sich als Hilfspolizist der Staatsanwaltschaft versteht.<br>\n<a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/\">Kontext:Wochenzeitung seit Mittwoch am Kiosk am Samstag als Beilage zur taz<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bei aller Fu&szlig;ballbegeisterung nicht vergessen:<\/strong><br>\nSalvador da Bahia: Die Kolportage des Unheilvollen<br>\nWas f&uuml;r ein Drecksloch Salvador doch ist&rdquo;, sagte neulich ein Kollege, der aus dem Paradies kam, aus Santo Andr&eacute;, dem Lager der deutschen Nationalmannschaft am Atlantik. Andere klagen &uuml;ber ihr Hotel, das in einem wenig pittoresken Viertel der Stadt steht, und wo sie, wenn sie aus dem Eingangsportal treten, von Obdachlosen empfangen werden. Salvador, das muss man sagen, ist eine spezielle Stadt. Als im Jahr 2012 die Milit&auml;rpolizei streikte, gab es innerhalb von nur einer Woche 90 Morde. Etliche Superm&auml;rkte wurden gepl&uuml;ndert. Im Ranking der gef&auml;hrlichsten St&auml;dte der Welt rangiert Salvador da Bahia unten den Top 15. In Salvador verdichten sich die Probleme Brasiliens. An vielen Ecken wird offen Gras und Crack verkauft. Die Sicherheitslage k&ouml;nnte besser sein. Es ist ratsam, bestimmte Wege nur mit dem Taxi zu erledigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=hi&amp;dig=2014%2F06%2F19%2Fa0159&amp;cHash=8a492278787da2a08324ba8b4e301a91\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das Konzept &ldquo;Brot und Spiele&rdquo; geht nur bei uns in Deutschland auf.<\/em><\/p>\n<p>und: <strong>Gro&szlig;demonstration in S&atilde;o Paulo, gemeinsame Demonstration der Streikenden in Rio<\/strong><br>\nDie Protestaktionen gehen weiter: Am Mittwoch, den 18. Juni  demonstrierten mehrere Tausend Menschen in S&atilde;o Paulo gegen den Stadtentwicklungsplan: Aufgerufen hatte dazu die MTST (Bewegung der obdachlosen Arbeiter, die auch Menschen organisiert, die in prek&auml;ren Wohnverh&auml;ltnissen leben m&uuml;ssen) &ndash; mit der die Regierung ein Abkommen getroffen hat, was aber, wie die MTST unterstrich, nicht bedeutet, dass es keinen Grund mehr f&uuml;r Proteste g&auml;be. Einer der Bestandteile dieses Entwicklungsplans ist nat&uuml;rlich auch um die FIFA WM zentriert.<br>\nDer redaktionelle Kurzbericht Sao Paulo: Tausende obdachlose Arbeiter protestieren am 19. Juni 2014<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/936436.sao-paulo-tausende-obdachlose-arbeiter-protestieren.html\">ND als Hinweis auf LabourNet<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>GEW: &bdquo;15 Jahre Bologna-Reformen &ndash; kein Grund zum Feiern&ldquo;<\/strong><br>\nBildungsgewerkschaft zum Jahrestag der Unterzeichnung der Bologna-Erkl&auml;rung: Kurswechsel in Studienreform<br>\nDie Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat zum 15.  Jahrestag der Unterzeichnung der Bologna-Erkl&auml;rung eine kritische Bilanz der Reformen gezogen und Bund, L&auml;nder und Hochschulen zu einem Kurswechsel in der Studienreform aufgefordert. &bdquo;Es gibt keinen Grund zum Feiern. Mit dem Bologna-Prozess haben sich die europ&auml;ischen Bildungsministerinnen und -minister zwar viele richtige Ziele gesetzt:<br>\nDie Qualit&auml;t von Lehre und Studium sollte ebenso wie die Mobilit&auml;t der Studierenden und Lehrenden verbessert, die Anerkennung der Hochschulabschl&uuml;sse und Studienleistungen erleichtert werden. Bei der Umsetzung der Reformen wurden in Deutschland aber viele Probleme nicht gel&ouml;st, sondern versch&auml;rft&ldquo;, sagte der stellvertretende GEW-Vorsitzende und Hochschulexperte Andreas Keller heute in Frankfurt am Main mit Blick auf den Jahrestag am Donnerstag &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/GEW_15_Jahre_Bologna-Reformen_kein_Grund_zum_Feiern.html\">Pressemitteilung GEW<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Marcus Pindur (Deutschlandfunk) versus J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer<\/strong><br>\nDer US-Korrespondent des Deutschlandfunks, Marcus Pindur, ist uns nicht erst einmal durch seine unreflektierte Berichterstattung aufgefallen. Heute fr&uuml;h nun hat er sich im Gespr&auml;ch mit seinem Kollegen Peter Kapern erneut als kriegerischer Hardliner in geradezu extremer Art und Weise im Deutschlandfunk zu Wort gemeldet. Man fragt sich, woher ein journalistischer Korrespondent das milit&auml;rische Wissen hernehmen will, dem nun wahrlich nicht pazifistisch gesinnten Pentagon Paroli gegen eine vermeintliche &ldquo;milit&auml;rische Kosmetik&rdquo; (Pindur) zu bieten. Umso mehr erscheinen mir die &Auml;u&szlig;erungen Pindurs als moderne Kriegspropaganda, l&auml;sst man seine &Auml;u&szlig;erungen mit denen des ausgewiesenen Pazifisten und Kenners der Region, J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer, kontrastieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2014\/06\/krieg-und-frieden-marcus-pindur-deutschlandfunk-versus-jurgen-todenhofer\/\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Kanzlerin bei der WM in Brasilien: Ranwanzen erlaubt!<\/strong><br>\nEin Selfie mit Lukas Podolski, ein Besuch in der Kabine der deutschen Elf bei der WM 2014: Bei jedem anderen Regierungschef best&uuml;nde akute Shitstorm-Gefahr. Angela Merkel aber kann es sich leisten. Mehr noch: die PR-Inszenierung schmeichelt ihrem Image. [&hellip;]<br>\nErst war sie einfach nur eine Kanzlerin, die solide und verl&auml;sslich regierte, sich in der ersten Gro&szlig;en Koalition in der Finanz- und Eurokrise als Krisenmanagerin bew&auml;hrte.<br>\nAnschlie&szlig;end profilierte sich Merkel als schwarz-gelbe Kanzlerpr&auml;sidentin, die &uuml;ber dem kleinkarierten Parteiengez&auml;nk zwischen CDU, CSU und FDP stand. Den Bundestagswahlkampf 2013 gewann sie mit einer einzigen Geste, die den W&auml;hlern ohne Worte vermittelte: &bdquo;Ihr k&ouml;nnt mir vertrauen&ldquo;.<br>\nDie Merkelraute wurde zu ihrem ganz pers&ouml;nlichen Markenlogo. Das Ergebnis der Koalitionsverhandlungen der 2. Gro&szlig;en Koalition nickte sie am Ende nur noch ab.<br>\nInzwischen ist sie &ndash; Poldi sei Dank &ndash; auf dem besten Wege zum Popidol. Wenn die Jungs weiter eifrig siegen, will Mutti Merkel zum Finale in Rio de Janeiro wieder kommen.<br>\nDie Kanzlerin arbeitet weiter an der eigenen Legende. F&uuml;rs Regieren sind derweil andere zust&auml;ndig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/seils-christoph\/6473458.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Mein Gott! Wie lange dauert es noch, bis unsere lieben Leitartikler ernsthaft vorschlagen, Angela Merkel doch bitte schon zu Lebzeiten selig zu sprechen? Das &bdquo;Ranwanzen&ldquo; einiger Journalisten an die Kanzlerin ist kaum mehr zu ertragen. In Sachen Personenkult steht Deutschland der stalinistischen Sowjetunion und Nordkorea offenbar kaum mehr nach.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Allerletzte: Umweltbewegung russisch unterwandert<\/strong><br>\nWof&uuml;r der neue kalte Krieg der NATO-Staaten gegen Russland doch so gut sein kann: Sogar zur Stimmungsmache gegen Umweltsch&uuml;tzer eignet er sich. NATO-Generalsekret&auml;r Anders Fogh Rasmussen hat n&auml;mlich erfahren, dass Fracking-Gegner eigentlich nur russische Agenten sein k&ouml;nnen.<br>\n&ldquo;Ich habe Verb&uuml;ndete getroffen, die berichten k&ouml;nnen, dass Russland als Teil seiner ausgefeilten Informations- und Desinformations-Operationen aktiv mit sogenannten Nichtregierungsorganisationen zusammenarbeitet &ndash; Umweltgruppen, die gegen die Schiefergasf&ouml;rderung arbeiten -, um die Abh&auml;ngigkeit Europas von russischen Erdgasimporten aufrecht zu erhalten&ldquo;, lie&szlig; der ehemalige d&auml;nische Regierungschef die britische Zeitung Telegraph wissen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Umweltbewegung-russisch-unterwandert-2235557.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> So unsinnig der Zusammenhang ist, so verst&auml;ndlich ist, worum es Rasmussen eigentlich geht. Fracking ist nun einmal einer der Bausteine des Konzepts, Europa von russischen Gasimporten <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22087\">unabh&auml;ngig zu machen<\/a>. Zu diesem Thema schickte uns unser Leser W.W. einen Link auf ein <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=OU1t3t4Bq-Q\">Interview mit Condolezza Rice<\/a>, den er folgenderma&szlig;en kommentierte:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;[&hellip;] vielleicht ist ihnen folgendes Interview mit Condolezza Rice schon bekannt, falls nicht m&ouml;chte ich Sie darauf hinweisen, weil ich denke, dass sie hier in &uuml;berraschender Deutlichkeit ausspricht, um was es im aktuellen Ukrainekonflikt auch geht: die Beziehungen der EU zu Russland zu schw&auml;chen, zugleich Russland zu schaden, und zugleich den europ&auml;ischen Markt f&uuml;r nordamerikanisches &Ouml;l- und Gas zu &ouml;ffnen. Auch wenn Frau Rice derzeit keine politische Funktion mehr bekleidet, darf man vermutlich doch annehmen, dass die Interessen, die sie ausspricht, auch von der Regierung Obama verfolgt werden.&ldquo;<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Den Transatlantikern geht es also auch &ndash; und vor allem &ndash; um die Energieversorgung Europas. Klar, dass da jede Kritik nur &bdquo;russisch unterwandert&ldquo; sein kann.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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