{"id":22131,"date":"2014-06-24T09:18:34","date_gmt":"2014-06-24T07:18:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22131"},"modified":"2014-06-24T14:26:51","modified_gmt":"2014-06-24T12:26:51","slug":"hinweise-des-tages-2153","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22131","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22131#h01\">Restbest&auml;nde der Demokratie in der Endspiel-Zeit &ndash; Politiker und Journalisten im Wahn ihrer Ideologie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22131#h02\">Hans Ju&#776;rgen Krysmanski &ndash; Entzauberung der M&auml;chtigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22131#h03\">Heimat der Mutigen &ndash; Whistleblowing in den USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22131#h04\">Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22131#h05\">Ulrike Herrmann: Sparen schafft Schulden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22131#h06\">Heiner Flassbeck: Mehr Schulden f&uuml;r &bdquo;Reformen&ldquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22131#h07\">Keine Belege f&uuml;r negative Arbeitsmarkteffekte durch Mindestl&ouml;hne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22131#h08\">Steinbr&uuml;ck &bdquo;Gesch&auml;ftsmodell brach WestLB das Genick&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22131#h09\">Kurzstudie zur historischen Entwicklung der EEG-Umlage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22131#h10\">Abrechnung mit der Fallpauschale<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22131#h11\">Altersvorsorge: Linke beklagt miese Datenbasis bei Reform der Lebensversicherer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22131#h12\">Strategiepapier der Gentechniklobby: Schlachtplan f&uuml;r Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22131#h13\">Ropbert Misik: Warum sind viele Linke so peinlich?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22131#h14\">WM-Proteste: Brasiliens einsame Demonstranten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22131#h15\">&raquo;Zu den Waffen greifen&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22131#h16\">Der als Tiger sprang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22131#h17\">Katzbuckelei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22131#h18\">Politisch motiviertes Lehrverbot?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22131#h19\">Hochschulranking und Standortpropaganda<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22131#h20\">Das Allerletzte: Nato enth&uuml;llt Putins neue Waffe<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22131&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Restbest&auml;nde der Demokratie in der Endspiel-Zeit &ndash; Politiker und Journalisten im Wahn ihrer Ideologie<\/strong><br>\nUnd die Medien sind bei der Fu&szlig;ballweltmeisterschaft dabei, Frau Merkel jubelt in Brasilien: Brot und Spiele, wie gehabt. Auch der Adel und die Monarchien sind wieder en vogue. St&auml;ndig werden wir &uuml;ber die Majest&auml;ten und ihre untauglichen Abk&ouml;mmlinge auf dem Laufenden gehalten. Die Proteste Zehntausender Anti-Royalisten, zum Beispiel k&uuml;rzlich gegen die Inthronisation des spanischen Infanten Felipe, werden beil&auml;ufig erw&auml;hnt. Aufst&auml;nde in Bahrain oder in der T&uuml;rkei sind kaum der Rede wert, Obama grinst in die Kamera. Dass viele Hoffnungen durch Morde an Politikern wie Patrice Lumumba, Salvador Allende oder Olof Palme zunichte gemacht wurden, ist lange vergessen.<br>\nHofberichterstattung ist angesagt, auf allen Gebieten, die Bev&ouml;lkerung wird abgelenkt, mit Halbwahrheit, L&uuml;gen und Hetze bombardiert. Wer nicht mitmacht, wer sich querstellt, wird fertiggemacht. Die Restauration marschiert und wir gucken ersch&uuml;ttert und von Tag zu Tag w&uuml;tender zu. Was sollen wir tun? Was k&ouml;nnen wir? &Auml;ndert sich etwas, wenn wir protestieren?<br>\nWir k&ouml;nnen nicht anders, wir m&uuml;ssen protestieren, um nicht schuldig zu werden. Obwohl wenig Hoffnung besteht, dass sich in absehbarer Zeit etwas zum Positiven &auml;ndert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201406163121\/feuilleton\/zeitfragen\/restbestaende-der-demokratie-in-der-endspiel-zeit.html\">Hintergrund<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Eine Wutrede des Schriftstellers Wolfgang Bittner.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Hans Ju&#776;rgen Krysmanski &ndash; Entzauberung der M&auml;chtigen<\/strong><br>\nWem geh&ouml;rt Deutschland? Eine solche Frage geh&ouml;rt sich nicht, h&auml;tte man in den 50er und 60er Jahren gesagt. Als die Frage nach denen &sbquo;da oben&lsquo; dennoch allzu insistent wurde, brachen die Hu&#776;ter des Status quo die sogenannte Neid-Debatte vom Zaun: Wer es nicht nach oben schafft, ist eben neidisch. Heute vermutet man bei &sbquo;Reichtumsforschern&lsquo; gern verschw&ouml;rungstheoretische Anwandlungen. Jens Berger aber reiht sich mit seinem neuen Buch ein in die wachsende Zahl furchtloser Datensammler, die wissen wollen, wie unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft wirklich funktionieren. Was ein Thomas Piketty fu&#776;r den gro&szlig;en Bogen der Geschichte und den globalen Kapitalismus leistet, konkretisiert Berger fu&#776;r die Republik. An dem hier versammelten Datenwissen kann kein Talkshow-Gast, keine Politikerin und kein Politiker gleich welcher Couleur vorbeigehen. Da werden die armseligen Armuts- und Reichtumsberichte<br>\nder Bundesregierung zerpflu&#776;ckt und sogar bei der Bundesbank und der Europ&auml;ischen Zentralbank kritischere Ans&auml;tze entdeckt. [&hellip;]<br>\nWenn nicht fu&#776;r eine Revolution, fu&#776;r eine &sbquo;Zivilisierung des Kapitalismus&lsquo; (Berger) sollte es allemal reichen. Ein tolles Buch &ndash; aus dem Tollhaus.<br>\nQuelle: Frankfurter Rundschau (Artikel als Bild anbei)\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140624_fr-2014-06-21-11.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140624_fr-2014-06-21-11_small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Jens Berger: <a href=\"http:\/\/www.westendverlag.de\/buecher-themen\/programm\/wem-gehoert-deutschland-jens-berger.html\">Wem geh&ouml;rt Deutschland? Die wahren Machthaber und das M&auml;rchen vom Volksverm&ouml;gen<\/a><br>\nWestend Verlag, 256 Seiten, 17,99 Euro ISBN: 978-3-86489-053-6<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Heimat der Mutigen &ndash; Whistleblowing in den USA<\/strong><br>\nSp&auml;testens als im Juni 2013 Edward Snowden Hongkong mit der Fluggesellschaft Aeroflot Richtung Russland verlie&szlig;, war klar: Zur&uuml;ck ins &ldquo;Land der Freiheit, Heimat der Mutigen&rdquo;, wie es in der amerikanischen Nationalhymne hei&szlig;t, kehrt der ehemalige US-Geheimdienstmitarbeiter voraussichtlich nicht.<br>\nThomas Drake, William Binney, Kirk Wiebe, Jesselyn Radack &ndash; fr&uuml;here Whistleblower in den USA &ndash; sind sich einig: In den USA h&auml;tte Snowden nicht bleiben k&ouml;nnen, und: Er h&auml;tte keinen fairen Prozess zu erwarten.<br>\nDoch warum kam Snowden zu der Einsch&auml;tzung, es g&auml;be keinen anderen Weg, als den, sein bisheriges Leben aufzugeben? Es g&auml;be in den USA kein echtes Verfahren, um Rechtswidrigkeiten zu benennen? Um auch Mitarbeiter im Bereich der nationalen Sicherheit zu sch&uuml;tzen? Um nicht als Landesverr&auml;ter, sondern als wertvoller Informant verfassungswidriger Missst&auml;nde zu gelten?<br>\nUnd dies in dem Land, das seit seiner Gr&uuml;ndung, den Quellen- und Informantenschutz in der Verfassung verankert und sp&auml;ter durch zahlreiche Gesetze gefestigt hat. In dem Land, in dem eine eigene Nichtregierungs-Organisation seit Jahrzehnten Whistleblower betreut und zu sch&uuml;tzen versucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.br.de\/radio\/bayern2\/programmkalender\/sendung813158.html\">Bayerischer Rundfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Freihandel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>TTIP &ndash; Gentechnik und Chlorh&uuml;hnchen<\/strong><br>\nDer westliche Kapitalismus hat keine Systemkrise, er herrscht vielmehr im profitablen Krisen-Modus. Transatlantische Investoren nutzen selbst verursachte Teilkrisen f&uuml;r ihre Expansion. Dabei kann man sich allerdings auch &uuml;bersch&auml;tzen.<br>\nVon der TTIP jedenfalls k&ouml;nnen wir in den heute wichtigen Wirtschaftsfragen nichts Gutes erwarten, nichts f&uuml;r mehr und bessere Arbeitspl&auml;tze, nichts f&uuml;r Arbeits- und Menschenrechte, nichts f&uuml;r die Bek&auml;mpfung der Armut, f&uuml;r die St&auml;rkung der Demokratie und der &ouml;ffentlichen Haushalte, nichts f&uuml;r den Kampf gegen k&auml;ufliche Politiker und gegen organisierte wie legalisierte Steuerhinterziehung, nichts f&uuml;r den Kampf gegen Banken- und Konzernkriminalit&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201406223127\/wirtschaft\/wirtschaft-welt\/gentechnik-und-chlorhuehnchen.html\">Hintergrund<\/a><\/li>\n<li><strong>EU-USA-Handelsabkommen: Was tun gegen die verklagte Demokratie?<\/strong><br>\nInvestor-Staat-Streitbeilegungsverfahren sind Teil zahlreicher Investitionsschutz- und Freihandelsabkommen und auch f&uuml;r das geplante TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) vorgesehen. Sie erm&ouml;glichen es ausl&auml;ndischen Investoren Staaten bei neuen regulativen Ma&szlig;nahmen auf Schadenersatz zu klagen, wenn diese die Gewinne ihres Gesch&auml;ftsmodells schm&auml;lern. Diese Verfahren finden unter Ausschluss des nationalen Gerichtsweges vor privaten Schiedsgerichten statt. Die Schiedsgerichte sind dar&uuml;ber hinaus nur dem internationalen Investitionsrecht verpflichtet.<br>\nIn den letzten 15 Jahren hat sowohl die Anzahl der Streitf&auml;lle als auch die Kritik an diesen Verfahren stark zugenommen. Insbesondere in verklagten Staaten findet eine breite &ouml;ffentliche Debatte &uuml;ber die privilegierten Klagsm&ouml;glichkeiten von internationalen Konzernen statt. Im Zentrum der Diskussion steht unter anderem die Einschr&auml;nkung der nationalstaatlichen Souver&auml;nit&auml;t &ndash; die Gef&auml;hrdung des politischen Handlungsspielraums f&uuml;r neue gesetzliche Ma&szlig;nahmen im Interesse der Allgemeinheit. Aber auch die Verfahren selbst werden kritisiert: die Legitimit&auml;t der Ad-hoc-Schiedsgerichte, die Unabh&auml;ngigkeit und Unparteilichkeit der Schiedsrichter, die fehlende Transparenz der Verfahren und die H&ouml;he der Entsch&auml;digungszahlungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/eu-usa-handelsabkommen-was-tun-gegen-die-verklagte-demokratie\/\">Arbeit&amp;Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><strong>TISA &ndash; Unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit<\/strong><br>\nEs geht um Wirtschaft, doch die Verhandlungen erinnern eher an Geheimdienste: Im Stillen beraten 50 Staaten &uuml;ber die Liberalisierung von Dienstleistungen. Die Dimensionen erinnern an TTIP, das strittige Freihandelsabkommen.<br>\nEs ist ein schlichtes US-amerikanisches Verhandlungspapier, doch es ist &ldquo;geheim&rdquo;. Das Dokument m&uuml;sse &ldquo;in einem sicheren, abgeschlossenen Raum oder Container aufbewahrt werden&rdquo;, steht da geschrieben. Denn von dem Abkommen, das die USA, die EU und 22 weitere Staaten seit Monaten miteinander verhandeln, soll nichts nach drau&szlig;en dringen.<br>\nTISA (Trade in Services Agreement) hei&szlig;t das Abkommen, das die USA, Kanada, Japan, Australien, Schweiz und einige L&auml;nder in Asien und Lateinamerika derzeit hinter verschlossenen T&uuml;ren verhandeln. In ihren Dokumenten nennen sie sich &ldquo;really good friends of services&rdquo;, also die &ldquo;sehr guten Freunde von Dienstleistungen&rdquo;. Seit Juni 2013 treffen sie sich regelm&auml;&szlig;ig in der australischen UN-Botschaft in Genf.<br>\nZiel ihrer Gespr&auml;che ist es, in diversen Dienstleistungsbereichen Liberalisierungen durchzusetzen und Regulierung abzuschaffen. Einer der Bereiche, um die es geht, ist der Bereich der Finanzdienstleistungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/tisa-102.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Was wirklich merkw&uuml;rdig an diesen Verhandlungen ist, dass diese grunds&auml;tzlich geheim und unter Ausschluss der demokratischen &Ouml;ffentlichkeit stattfinden. Wenn diese sogenannten Freihandelsabkommen doch so viele Vorteile f&uuml;r alle bringen, wie von den neoliberalen Apologeten gerne behauptet wird, warum k&ouml;nnen die Verhandlungen dazu nicht vor aller Augen und demokratisch kontrolliert durchgef&uuml;hrt werden? Weiter merkw&uuml;rdig ist, dass die Bundesregierung offenbar nichts dabei findet sich an diesen Geheimverhandlungen zu beteiligen und die &Ouml;ffentlichkeit nicht dar&uuml;ber zu informieren. Dazu ist das TISA nicht minder gef&auml;hrlich wie das TTIP, da es gerade &ouml;ffentliche Dienstleistungen zur Gesundheits- und  der kommunalen Daseinsvorsorge, wie zum Beispiel die Energie- und Wasserversorgung an private Investoren ausliefern soll.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>TiSA contra &ouml;ffentliche Dienste<\/strong><br>\nWer &ouml;ffentliche Dienste als Handelsg&uuml;ter ansieht, hat eine fundamental falsche Vorstellung von dem, was &ouml;ffentliche Dienste leisten. Das Abkommen &uuml;ber den Handel mit Dienstleistungen (TiSA), das zurzeit unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit und au&szlig;erhalb des WTO-Rahmens verhandelt wird, ist ein gezielter Versuch, den Profit der reichsten<br>\nUnternehmen und L&auml;nder der Welt &uuml;ber die Interessen der Menschen zu stellen, die am st&auml;rksten auf &ouml;ffentliche Dienstleistungen angewiesen sind.<br>\n&Ouml;ffentliche Dienste sollen existenzwichtige soziale und wirtschaftliche Aufgaben &uuml;bernehmen, zum Beispiel in der Gesundheitsversorgung und im Bildungsbereich. Sie sollen bezahlbar und universell verf&uuml;gbar sein und nach Bedarf angeboten werden. &Ouml;ffentliche Dienste gibt es, weil der Markt diese Anforderungen nicht erf&uuml;llen kann. Au&szlig;erdem garantieren &ouml;ffentliche Dienste faire Wettbewerbsbedingungen f&uuml;r Wirtschaft und Handel innerhalb eines effektiven Regulierungsrahmens, der darauf abzielt Umweltkatastrophen, sowie soziale und wirtschaftliche Krisen zu vermeiden &ndash; wie zum Beispiel die globale Finanzkrise und die Erderw&auml;rmung. Handelsabkommen f&ouml;rdern gezielt die Kommerzialisierung dieser Dienste und definieren Waren und Dienstleistungen nach ihrer Eignung, globalen Konzernen satte Gewinne in ihre Kassen zu sp&uuml;len. Selbst die &uuml;berzeugtesten Bef&uuml;rworter von Handelsabkommen geben zu, dass es in diesem gezinkten Spiel Gewinner und Verlierer gibt, die von vornherein feststehen&hellip;.<br>\nTiSA wird zur Folge haben, dass Regierungen &ouml;ffentliche Dienste nach gescheiterten Privatisierungen nicht wieder rekommunalisieren k&ouml;nnen, dass innerstaatliche Vorschriften zum Arbeits-, Umwelt- und Verbraucherschutz keinen Bestand haben und dass Regulierungsm&ouml;glichkeiten des Staates, wie z.B. die Lizenzierung von Gesundheitseinrichtungen, Kraftwerken und Abfallentsorgungsanlagen sowie die Akkreditierung von Schulen und Universit&auml;ten, eingeschr&auml;nkt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.world-psi.org\/sites\/default\/files\/documents\/research\/de_tisapaper_final_web.pdf\">Gewerkschaftliche Internationale der &ouml;ffentlichen Dienste (PSI) [PDF &ndash; 747 KB]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ulrike Herrmann: Sparen schafft Schulden<\/strong><br>\nDie neoliberalen Rezepte funktionieren nicht. Die Eurokrise ist ein Gro&szlig;raumlabor, wo in Echtzeit erprobt werden kann, ob sich &ouml;konomische Glaubenss&auml;tze bew&auml;hren. Ergebnis: Es war eine ganz schlechte Idee, den Krisenl&auml;ndern einen Sparkurs zu verordnen. Der interessanteste Testfall ist Portugal, weil es bis jetzt brav umgesetzt hat, was von der Troika verlangt wurde. Die Portugiesen haben die Renten gek&uuml;rzt, den Staatshaushalt zusammengestrichen und die Mehrwertsteuer erh&ouml;ht. Dennoch ist die Staatsverschuldung nicht etwa gesunken &ndash; sondern weiter gestiegen. Seit 2010 mussten die Portugiesen 40 Milliarden Euro neue Kredite aufnehmen. Es ist ein Paradox und trotzdem wahr: Sparen erh&ouml;ht die Schulden. Dieses Ph&auml;nomen ist den Deutschen &uuml;brigens nicht unbekannt. Man erinnere sich nur an das traurige Schicksal eines SPD-Finanzministers namens Hans Eichel. Dieser selbst ernannte &ldquo;Sparkommissar&rdquo; wollte den Bundeshaushalt sanieren, doch damit w&uuml;rgte er die Wirtschaft ab. Die Steuereinnahmen fielen, und die Schulden stiegen.<br>\nMit der deutschen Wirtschaft ging es erst aufw&auml;rts, als Angela Merkel das Kanzleramt bezog und den Sparkurs stoppte. Die Steuern sprudelten wieder, und der Haushalt sanierte sich von selbst. Wie immer war Merkel bemerkenswert pragmatisch, wenn es um ihre eigene Macht ging. In Deutschland war die Kanzlerin nie eine schw&auml;bische Hausfrau. Deswegen ist es ja so absurd, dass sie sich jenseits der Grenzen als neoliberale Gouvernante aufspielt, die jedem Staatschef auf die Finger klopft, wenn er nicht brav spart.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F06%2F19%2Fa0163&amp;cHash=cfc81dc23958f7d78d90de9bace23111\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Heiner Flassbeck: Mehr Schulden f&uuml;r &bdquo;Reformen&ldquo;?<\/strong><br>\nEs war nur eine Frage der Zeit, bis der Tsunami der Europawahl &uuml;ber den europ&auml;ischen und deutschen Wirtschaftspolitikern zusammenschl&auml;gt. Nun ist es so weit, und der deutsche Sozialdemokrat und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat endlich erkannt, dass er seinen regierenden Kollegen in Frankreich und Italien ein leichtes Abgehen vom rigorosen Sparkurs anbieten muss, wenn nicht beide L&auml;nder hoffnungslos auf anti-europ&auml;ischen Kurs einschwenken sollen. Und sogar der Alt-Kanzler gibt ihm Sch&uuml;tzenhilfe.<br>\nKaum hat er aber laut dar&uuml;ber nachgedacht, die Zeit bis zum endg&uuml;ltigen Abbau der Staatsdefizite, also der &ouml;ffentlichen Neuverschuldung, f&uuml;r die Krisenl&auml;nder etwas zu strecken, bringen sich in Deutschland die &uuml;blichen journalistischen Heckensch&uuml;tzen im Spiegel, in der FAZ und im Handelsblatt in Stellung, um diese frevlerischen Gedankenexperimente schon im Ansatz niederzuschreiben. Allen voran Nikolaus Blome, von BILD zum SPIEGEL gewechselter Meinungsf&uuml;hrer, der die Sache so klar wie kaum ein anderer auf den Punkt bringt: &bdquo;Im Kern bestand der deutsche Kurs, dem die ganze Euro-Zone in der Krise zu folgen hatte, aus zwei Gedanken. Erstens, die Probleme der s&uuml;deurop&auml;ischen Staaten sind &uuml;berwiegend hausgemacht. Zweitens, diese Probleme sind mit nationalen Strukturreformen bei Arbeitsmarkt, Rente und Wettbewerb weitaus besser zu l&ouml;sen als mit neuen Schulden. Das ist auch heute richtig.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/mehr-schulden-fuer-reformen\/\">flassbeck-economics<\/a>\n<p><strong>Dazu: Die deutsche Arroganz in Arbeitgeberlobby, Politik und Medien ist so pr&auml;sent wie nie &ndash; eine Gefahr f&uuml;r Europa<\/strong><br>\nGabriel will allenfalls die Z&uuml;gel etwas lockern, unter denen der Lastesel die Reformkutsche ziehen soll. Und der Lastesel der Agenda 2010 und ihrer Spr&ouml;&szlig;linge (&ldquo;Rettungsschirm&rdquo;, &ldquo;Strukturreformen&rdquo;) war und ist noch immer die Bev&ouml;lkerung &ndash; und damit auch die Mehrheit der Unternehmen, besonders die klein- und mittelst&auml;ndischen Betriebe! -, erst in Deutschland, jetzt in ganz Europa. Profiteure dieser jedes Gemeinwesen zerst&ouml;renden Politik waren immer nur wenige, ohnehin besser gestellte Eliten. Die deutsche Selbstgewissheit &uuml;ber ihr Wirtschaftsmodell muss jeden &auml;ngstigen, der sich ein friedliches, zusammenwachsendes, prosperierendes Europa w&uuml;nscht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/2014\/06\/ramsauerborner-die-deutsche-arroganz-in-arbeitgeberlobby-politik-und-medien-ist-so-prasent-wie-nie-eine-gefahr-fur-europa\/#sthash.547aXVIh.dpuf\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Keine Belege f&uuml;r negative Arbeitsmarkteffekte durch Mindestl&ouml;hne<\/strong><br>\nDer geplante gesetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro ist notwendig und geeignet, um zu verhindern, dass das Lohnniveau in Deutschland immer weiter nach unten ausfranst. Die Probleme des gro&szlig;en deutschen Niedriglohnsektors lassen sich durch einen Mindestlohn allein allerdings nicht l&ouml;sen, daf&uuml;r ist zus&auml;tzlich eine generelle St&auml;rkung des Tarifsystems n&ouml;tig. Die Bundesregierung verfolgt auch in dieser Frage Ans&auml;tze in die richtige Richtung. Im europ&auml;ischen Vergleich ist das Niveau des deutschen Mindestlohns sowohl nach absoluten als auch nach relativen Ma&szlig;st&auml;ben moderat. Die neuere, methodisch fortgeschrittene internationale Forschung kommt zu dem Ergebnis, dass sich keine signifikanten Besch&auml;ftigungswirkungen von Mindestl&ouml;hnen feststellen lassen. Auch die Evaluation der Branchenmindestl&ouml;hne in Deutschland hat keine negativen Besch&auml;ftigungseffekte festgestellt. Gegen&uuml;ber solchen Ergebnissen empirischer Forschung sind &ouml;konometrische Simulationsrechnungen, auf deren Grundlage einige deutsche Forschungsinstitute eine negative Wirkung von Mindestl&ouml;hnen annehmen, nicht aussagekr&auml;ftig. Das sind Kernergebnisse einer neuen Studie von Prof. Dr. Gerhard Bosch und Dr. Claudia Weinkopf.<br>\nIn ihrer von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung gef&ouml;rderten Untersuchung arbeiten die Wissenschaftler des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universit&auml;t Duisburg-Essen den in- und ausl&auml;ndischen Forschungsstand zu Niedrig- und Mindestl&ouml;hnen umfassend auf. Dass in der deutschen Debatte um eine allgemeine Lohnuntergrenze nach wie vor &bdquo;teilweise apokalytische Drohungen&ldquo; mit Arbeitsplatzverlusten kursierten, erkl&auml;ren die Forscher auch damit, dass neuere Erkenntnisse aus internationalen Untersuchungen auch in Expertenkreisen noch &bdquo;vielfach ignoriert&ldquo; w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/14_47590.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<p><em>Gerhard Bosch, Claudia Weinkopf: Zur Einf&uuml;hrung des gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 Euro in Deutschland. <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_arbp_304.pdf\">Arbeitspapier 304 der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung [PDF &ndash; 1.6 MB]<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Arbeitslose in der Dreht&uuml;r<\/strong><br>\nNicht einmal 5,70 Euro brutto pro Stunde &ndash; so wenig sollen Langzeitarbeitslose im ersten halben Jahr nach einer Neueinstellung auch weiterhin verdienen d&uuml;rfen. Jedenfalls, wenn die Ausnahmeregelung im geplanten Mindestlohngesetz umgesetzt wird, analysieren die WSI-Forscher Reinhard Bispinck, Thorsten Schulten und Marc Amlinger. Denn dann w&uuml;rden die Entgelte von Langzeitarbeitslosen nur durch die allgemeinen Regeln zur Sittenwidrigkeit nach unten begrenzt. Durch diese Sonderregel, die es in keinem anderen EU-Land gebe, erhielten Unternehmen &bdquo;starke Anreize, nach einem Zeitraum von sechs Monaten den vormaligen Langzeitarbeitslosen wieder zu entlassen und durch einen neuen &sbquo;g&uuml;nstigeren&lsquo; Langzeitarbeitslosen zu ersetzen&ldquo;. Im Endeffekt k&ouml;nnte die Ausnahmeklausel das glatte Gegenteil der eigentlich beabsichtigten Wirkung erzeugen: Es &bdquo;drohen umfassende Dreht&uuml;reffekte, die die Chancen von Langzeitarbeitslosen auf einen dauerhaften Wiedereinstieg weiter verschlechtern und lediglich kurzfristige und instabile Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse f&ouml;rdern&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/47551_47562.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Steinbr&uuml;ck &bdquo;Gesch&auml;ftsmodell brach WestLB das Genick&ldquo;<\/strong><br>\nDie WestLB habe die Zeit bis zum Wegfall der Staatsgarantien Mitte 2005 nicht genutzt, ein neues Gesch&auml;ftsmodell zu entwickeln, sagte er am Montag in D&uuml;sseldorf bei einer Befragung des WestLB-Untersuchungsausschusses im Landtag. Dieses Versagen habe sich fortgesetzt im Kauf von sehr vergifteten Wertpapieren.<br>\n&bdquo;Diese Gesch&auml;ftspolitik hat der WestLB letztlich das Genick gebrochen&ldquo;, sagte Steinbr&uuml;ck, der als ehemaliger Landespolitiker von Abgeordneten befragt wurde. Steinbr&uuml;ck war von 2000 bis 2002 NRW-Finanzminister. Anschlie&szlig;end war er bis 2005 Ministerpr&auml;sident.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/steinbrueck-sagt-aus-geschaeftsmodell-brach-westlb-das-genick\/10088188.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die WestLB habe bis zum Wegfall der Staatsgarantien nicht genutzt ein neues Gesch&auml;ftsmodell zu entwickeln, redet sich Steinbr&uuml;ck heraus. Die Frage warum die WestLB &uuml;berhaupt in eine Schieflage kam und warum sie Staatsgarantien brauchte, bleibt nat&uuml;rlich ausgeklammert. Daf&uuml;r entscheidend war doch das dr&auml;ngen der Finanzindustrie die WestLB zu privatisieren oder sie zumindest wie eine private Gesch&auml;ftsbank aufzustellen.<\/em><br>\n<em>Willf&auml;hrige Ausf&uuml;hrende der Umwandlung der staatlichen F&ouml;rderbank in eine Gesch&auml;ftsbank mit dem Einstieg ins Investmentgesch&auml;ft war jedoch als Hauptanteilseigner (43 %) die NRW-Landesregierung mit dem damaligen Ministerpr&auml;sidenten Clement an der Spitze  zusammen mit dem damaligen Finanzminister Steinbr&uuml;ck. Siehe dazu &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3510\">Die Landesbanken sind die schlimmsten<\/a>&ldquo;. Siehe f&uuml;r den sp&auml;teren Niedergang der WestLB auch noch &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=5408\">Die f&uuml;r NRW schwerwiegendste Fehlentscheidung des Herrn R&uuml;ttgers<\/a>&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kurzstudie zur historischen Entwicklung der EEG-Umlage<\/strong><br>\nDie EEG-Umlage wird h&auml;ufig als Indikator f&uuml;r die Kosten der Energiewende herangezogen und hat in den letzten Monaten f&uuml;r viel Diskussion in Politik und Medien &uuml;ber die Bezahlbarkeit des Stroms in Deutschland gesorgt, denn sie ist von 0,19 Cent\/kWh im Jahr 2000 auf mittlerweile 6,24 Cent\/kWh in 2014 gestiegen.<br>\nDiese Kurzstudie gibt einen &Uuml;berblick &uuml;ber die historische Entwicklung der EEG-Umlage<br>\nUnd &uuml;ber die verschiedenen Faktoren welche zu diesem signifikanten Anstieg beigetragen haben. Wie sich zeigt, spielen neben dem reinen Ausbau der erneuerbaren Energien noch weitere Faktoren eine entscheidende Rolle&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ise.fraunhofer.de\/de\/downloads\/pdf-files\/data-nivc-\/kurzstudie-zur-historischen-entwicklung-der-eeg-umlage.pdf\">Fraunhofer ISE [PDF &ndash; 1.7 MB]<\/a>\n<p><strong>Dazu: Vom Hoffnungstr&auml;ger zum S&uuml;ndenbock &ndash; Geschichte einer Inszenierung<\/strong><br>\nDie Dauerschlagzeilen der Zeitungen lauten seit geraumer Zeit: &bdquo;Die Energiewende mittels EEG ist unbezahlbar&ldquo;, &bdquo;&Uuml;berh&ouml;hte Subventionen an PV- und Wind-Abzocker lassen Strompreise explodieren zu Lasten des Geringverdieners&ldquo;, &bdquo;Das EEG muss abgeschafft werden&ldquo; oder auch &bdquo;Eigenverbrauch ist unsolidarisch&ldquo;. In B&auml;ckereien liegen Unterschriftenlisten aus, die eine Abschaffung der EEG-Umlage fordern (Bild 1). Auf Familienfesten, Vereinssitzungen oder langen Zugfahrten kann man sich l&auml;ngeren Diskussionen sicher sein, sobald man seinen Beruf nennt. Die EEG-Umlage betr&auml;gt 6,24 Cent\/kWh, bzw. 218 Euro Mehrbelastung im Jahr f&uuml;r einen Durchschnittshaushalt.<br>\nDer S&uuml;ndenbock scheint schnell gefunden. &Uuml;bersubventionierte Solar-Wind- und Biogasanlagenbetreiber! Doch so einfach ist es nicht. Auch wenn es als Dauermantra ununterbrochen verbreitet wird: Es stimmt nicht, wie nachfolgend aufgezeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sonnenenergie.de\/index.php?id=30&amp;no_cache=1&amp;tx_ttnews[tt_news]=287\">SONNENENERGIE<\/a> <\/p>\n<p><strong>Teil II: Die Attacke der Wirtschaftslobby INSM, Fukushima und die Energiewende der Bundesregierung<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sonnenenergie.de\/index.php?id=30&amp;no_cache=1&amp;tx_ttnews[tt_news]=294\">SONNENENERGIE <\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Abrechnung mit der Fallpauschale<\/strong><br>\nSeit vor zehn Jahren die Fallpauschalen eingef&uuml;hrt wurden, hat der damals ausgebrochene &ouml;konomische Kampf die Kliniken ver&auml;ndert. Um Kosten zu senken, haben Krankenh&auml;user vor allem zwei Strategien entwickelt: Abbau des Pflegepersonals; und Erh&ouml;hung der Patientenzahl bei Krankheiten, die im Fallpauschalen-System eine besonders hohe Gewinnmarge versprechen. Das Ergebnis: Die Leistung folgt dem Geld. [&hellip;]<br>\nDass die Einf&uuml;hrung des DRG-Systems den Anreiz schafft, Pflegepersonal abzubauen, haben Gesundheits&ouml;konomen vorhergesagt. Doch sie wiesen zur Beruhigung auf die marktwirtschaftlichen Gesetze hin: Denn werde in einer Klinik zu viel an der Pflege gespart, dann suchten sich die Patienten einfach eine bessere Klinik. Klinikdirektoren, die nur auf ihren Gewinn starren, h&auml;tten so schnell das Nachsehen.<br>\nKai Wehkamp: &ldquo;Das ist ja das Mantra der Gesundheitswirtschaft, dass der Patient m&uuml;ndig ist und der Markt wird es regeln. Es gibt aber Aspekte, die ein Krankenhaus vom Verkauf von Schokoriegeln oder &auml;hnlichem unterscheiden.&rdquo;<br>\nDen m&uuml;ndigen Patienten, der einfach die beste Klinik w&auml;hlt und damit schlechte Kliniken unter Druck setzt, den kann es nur unter einer Voraussetzung geben: Wenn er wei&szlig;, welche Klinik objektiv gut ist und welche schlecht. Doch kann ein Patient das wissen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/deutsche-krankenhaeuser-manuskript-abrechnung-mit-der.740.de.html?dram:article_id=289805\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leserin P.W.:<\/strong> Obwohl die Risiken f&uuml;r die PatientInnen bereits seit langem bekannt sind, werden keine Schritte unternommen um die Situation zu verbessern. Es gibt kein Fachpersonal mehr in der Pflege, da unter den Arbeitsbedingungen keiner &uuml;ber eine lange Zeit arbeiten kann. Die Ausbildung liegt brach, da viele Kliniken ihre Pflegeschulen geschlossen haben aber auch, weil der Pflegeberuf auf Grund der schlechten Arbeitsbedingungen mittlerweile eine so schlechten Ruf hat, dass bei jungen Menschen nicht der Wunsch besteht, diesen Beruf zu erlernen.<\/em><br>\n<em>In Deutschland kommt auf eine Pflegekraft 21 Patienten im Schnitt, in Norwegen nur 9 Patienten.<\/em><br>\n<em>Die Gewerkschaft verdi fordert seit langem eine gesetzliche Personalbemessung in der Pflege.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Altersvorsorge: Linke beklagt miese Datenbasis bei Reform der Lebensversicherer<\/strong><br>\nMit einer Eilreform will Schwarz-Rot deutsche Lebensversicherer durch die Niedrigzinsphase bringen &ndash; zulasten vieler Kunden. Eine Anfrage der Linken offenbart: Die Datenbasis daf&uuml;r erscheint mangelhaft.<br>\nSchnell soll es gehen, so viel ist sicher. Anfang Juni hat das Bundeskabinett die Reform der Lebensversicherung durchgewinkt, die die Unternehmen vor Auswirkungen der Niedrigzinsen sch&uuml;tzen soll. An diesem Dienstag kommt das entsprechende Paket in den Bundestag. Der Bundesrat hat bereits seine Zustimmung signalisiert. Ende Juli k&ouml;nnte das Gesetz in Kraft treten, das viele deutsche Versicherungskunden schlechterstellen wird. [&hellip;]<br>\nEinschneidende Schritte also, die da schnell w&auml;hrend der Fu&szlig;ball-WM beschlossen werden sollen. Geht bei so viel Eile die Genauigkeit verloren? Das bef&uuml;rchtet zumindest die Linken-Fraktion im Bundestag. Sie wollte in einer Kleinen Anfrage wissen, auf welcher Datenbasis die Bundesregierung ihre weitreichende Reform durchziehen will und stellte dazu 46 Fragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/lebensversicherung-linke-kritisiert-reform-der-bundesregierung-a-976846.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Strategiepapier der Gentechniklobby: Schlachtplan f&uuml;r Europa<\/strong><br>\nMit der Anti-Matsch-Tomate fing es an. Amerikanische Wissenschaftler hatten es geschafft, das Gammelgen auszuschalten. Die knackige Tomate sollte 1994 ein ganz gro&szlig;er Wurf der Gentechnikindustrie werden. Dass irgendetwas schiefgegangen war, merkten die Mitarbeiter schon, bevor der erste Laster mit den in Mexiko gepflanzten Wundertomaten bei ihnen in Chicago hielt: Was hinten aus der Ladefl&auml;che quoll, war reines Tomatenp&uuml;ree. Weitere Flops folgten: Mit d&uuml;rreresistenten Pflanzen sollte das Hungerproblem in Afrika gemildert werden. Ein Durchbruch ist bis heute nicht in Sicht. Nutzpflanzen wie Soja und Mais bekamen Gene eingesetzt, die sie gegen das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat unempfindlich machten; doch inzwischen sind auch die Unkr&auml;uter resistent. Von solchen Pannen und der Skepsis der Europ&auml;er gegen&uuml;ber der Gentechnik in Pflanzen und Lebensmitteln l&auml;sst sich die Branche jedoch nicht beeindrucken &ndash; im Gegenteil: Weil sie mit ihren Produkten nicht &uuml;berzeugen kann, setzt sie seit einigen Jahren auf gezieltes Lobbying in Br&uuml;ssel. Wie weit sie hiermit bereits gekommen ist, zeigt ein internes Papier, das von der PR-Frontgruppe EuropaBio kommt und SPIEGEL ONLINE vorliegt. Es tr&auml;gt den Titel &ldquo;A new strategy on GM issues&rdquo; und zeigt den unverhohlenen Willen der Branche, Europa mit Gentech-Gew&auml;chsen zu &uuml;berziehen. EuropaBio selbst bezeichnet das Dokument als &ldquo;Brainstorming&rdquo;-Grundlage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/gentechnik-lobbystrategie-von-europabio-a-973630.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ropbert Misik: Warum sind viele Linke so peinlich?<\/strong><br>\nIn dem W&uuml;rdigungsartikel der FAZ zu J&uuml;rgen Habermas&rsquo; 85. Geburtstag schreibt der Autor, der Philosoph habe &ldquo;auf bewundernswerte Weise in der Geistesgeschichte der Bundesrepublik Dabeisein und Dagegensein kombiniert&rdquo;. Das erinnerte mich sofort an die ber&uuml;hmt-verworrene Sentenz von Walter Benjamin, &ldquo;nur der Einverstandene hat Chancen, die Welt zu ver&auml;ndern&rdquo;. Die Formel von &ldquo;Dabeisein und Dagegensein&rdquo; er&ouml;ffnet einen ganzen Horizont an Bedeutungen. Dagegensein ist ja leicht zu verstehen. Aber Dabeisein ist eine merkw&uuml;rdig schillernde Formulierung. Dabeisein ist schw&auml;cher als Daf&uuml;rsein oder gar Affirmation, setzt aber doch voraus, mit dem Gegebenen, den Umst&auml;nden in gewisser Weise im Reinen zu sein. Wer dagegen und gleichzeitig dabei ist, der kritisiert das Gegebene, ohne diesem miesepetrig den R&uuml;cken zuzukehren. &ldquo;Nur der Einverstandene hat Chancen, die Welt zu ver&auml;ndern&rdquo;, hei&szlig;t also: Nur wer sich auf die Welt einl&auml;sst (und sie damit so sieht, wie sie ist), der sich die Wirklichkeit nicht als abgrundtief schlecht zurechtlegt, sondern auch die Chancen sieht, die sie bietet, hat &uuml;berhaupt erst eine Chance, auf effektive Weise &ldquo;dagegen&rdquo; zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F06%2F21%2Fa0176&amp;cHash=d6e521ebe356e03292cdc80fa02c53df\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Eine kleine Provokation, die zum Nachdenken einl&auml;dt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>WM-Proteste: Brasiliens einsame Demonstranten<\/strong><br>\nAm 20. Juni 2013 waren fast zwei Millionen Brasilianer in 438 St&auml;dten des Landes auf den Stra&szlig;en. Allein in Rio de Janeiro forderten etwa 300.000 Menschen Geld f&uuml;r Schulen, Krankenh&auml;user und U-Bahnlinien statt WM-Stadien. Sie hatten die Korruption in ihrem Land satt, die Polizeigewalt und die steigenden Preise. Die Regierung war erschrocken, die Fifa auch, es lief gerade der Confed Cup, die Generalprobe f&uuml;r die WM. W&uuml;rden die Brasilianer etwa auch die Weltmeisterschaft lahmlegen? Nach mittlerweile elf WM-Tagen kann man diese Frage guten Gewissens verneinen. Wenn die Sele&ccedil;&atilde;o spielt, tr&ouml;tet und b&ouml;llert das ganze Land. Inmitten des Rummels haben die Aktivisten M&uuml;he, geh&ouml;rt zu werden. Es gibt sie ja, die Proteste. 300 Leute in S&atilde;o Paulo, 300 in Brasilia, 250 in Rio de Janeiro, auch mal 1.000 in Porto Alegre. Doch viel mehr ist nicht. Die meisten WM-Besucher bekommen von den Demonstrationen gar nichts mit. Und manche Demonstranten wechseln direkt nach dem Dagegensein zum Fu&szlig;ballgucken in die n&auml;chste Kneipe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/sport\/2014-06\/wm-brasilien-proteste-rio\/komplettansicht\">ZEIT<\/a>\n<p><strong>dazu passt: Polizisten m&ouml;gen keine Medien<\/strong><br>\nVera Ara&uacute;jo, 46, will am Sonntagnachmittag mit ihrem Handy nur filmen, wie r&uuml;de ein Polizist mit einem Argentinien-Fan umgeht, der zuvor an eine Stra&szlig;enecke gepinkelt haben soll. Dann verlangt der Polizist, dass Ara&uacute;jo das Filmen einstellt. Ara&uacute;jo weist sich als Journalistin aus, doch der Polizist verpasst ihr Handschellen und nimmt sie mit. Begr&uuml;ndung: &ldquo;Widerstand gegen die Staatsgewalt&rdquo;. Als die preisgekr&ouml;nte Journalistin und Juristin auf der Hinterbank des Streifenwagens &ndash; gleich neben dem Argentinier &ndash; losf&auml;hrt, l&auml;chelt sie noch. Sp&auml;ter nicht mehr. Lange f&auml;hrt der Polizist laut Ara&uacute;jo ziellos mit ihr umher, &uuml;berlegt offenbar, was er nun mit ihr machen soll. Er verbietet ihr, ihre Redaktion zu kontaktieren oder die Pressestelle der Polizei. Weil Ara&uacute;jo Expertin f&uuml;r Sicherheitsthemen ist, kennt sie dort eigentlich alle wichtigen Ansprechpartner. Dann nimmt der Polizist ihr das Handy ab. Das macht Angst. Erst nach einer Stunde hat die Irrfahrt ein Ende. Es dauert nicht lange, bis die Rechtsanw&auml;lte der vielleicht m&auml;chtigsten Tageszeitung Brasiliens bei der Polizei vorstellig werden. Ara&uacute;jo hat es gut: Mit dem Globo-Konzern hat sie ein Medienimperium im R&uuml;cken, das schnell daf&uuml;r sorgen wird, dass der Polizist, dessen Namen die Zeitung umgehend ver&ouml;ffentlicht, seine Strafe sicher erhalten wird. Doch der Fall zeigt zu Beginn der Fu&szlig;ball-WM wieder auf: Journalisten in Brasilien haben auch bei Alltagsangelegenheiten mit allem zu rechnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=hi&amp;dig=2014%2F06%2F21%2Fa0158&amp;cHash=2d2531b70c6c4283109a7c37c30df752\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&raquo;Zu den Waffen greifen&laquo;<\/strong><br>\nJoachim Gauck und Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen stehen f&uuml;r einen Paradigmenwechsel in der deutschen Au&szlig;enpolitik. Semantisch aufgepeppt geht es um einen Wechsel von einer Kultur der Zur&uuml;ckhaltung zu einer &raquo;Kultur der Kriegsf&auml;higkeit&laquo; (Zeit-Herausgeber Josef Joffe) und um einen Wechsel hin zu einer Kultur der Interessen.<br>\nGaucks Menschenrechtsinterventionismus ist Teil einer &uuml;ber Leitmedien verbreiteten Kampagne, &raquo;Ziele und Anliegen&laquo; der deutschen Weltpolitik gegen&uuml;ber der Bev&ouml;lkerung &raquo;effektiver zu kommunizieren&laquo;, wie es im Strategiepapier &raquo;Neue Macht &ndash; Neue Verantwortung&laquo;[3] vom Herbst 2013 hei&szlig;t &ndash; Kriegseins&auml;tze inklusiv.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/zu-den-waffen-greifen\/\">Sozialismus Aktuell<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Der als Tiger sprang<\/strong><br>\n&Uuml;ber Monate lie&szlig; der SPD-Europaabgeordnete Schulz aus W&uuml;rselen die &Ouml;ffentlichkeit an seinen Karrierew&uuml;nschen teilhaben. Ganz Europa wei&szlig; nun, dass er ehrgeizig ist und EU-Kommissionspr&auml;sident werden wollte. Er und seine Partei machten eine Riesenwelle. Sie erfanden die Spitzenkandidatur bei der EU-Wahl und sorgten f&uuml;r jede Menge Wind in den Medien. Merkel sollte in Verlegenheit gebracht werden. Schulz strapazierte seine Stimmb&auml;nder und das Geh&ouml;r seiner Zuh&ouml;rer. Und was passiert: Nichts&hellip;<br>\nTats&auml;chlich kommt es f&uuml;r Schulz und die SPD schlimmer. Sie wollten das EU-Parlament zum Gegengewicht gegen die Regierungschefs machen. Nun sind es die Regierungschefs, die festlegen, wen das EU-Parlament zu seinem Pr&auml;sidenten w&auml;hlt soll: den Mann namens Schulz. Kannte Shakespeare das Bild vom Bettvorleger, der den Tiger gab? Schaut man sich das Theater an, das die SPD mit Schulz veranstaltete, bekommt man eine Vorstellung davon, warum Merkel nach zwei Amtszeiten immer noch unangefochten regieren kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/post-von-horn.de\/2014\/06\/24\/der-als-tiger-sprang\/?utm_source=Neolox+Mailings&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=Nebenbei%3A+Schulz&amp;utm_content=Mailing_7762587\">Post von Horn<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Katzbuckelei<\/strong><br>\nAm 4. Juni stand im Deutschen Bundestag eine Regierungserkl&auml;rung der Kanzlerin zu einem Treffen der Staats- und Regierungschefs der EU sowie zu dem G7-Gipfel auf der Tagesordnung. Erkl&auml;rung und Debatte verliefen wie gewohnt und zu erwarten. Bis auf eine Ausnahme. Katrin G&ouml;ring-Eckardt, eine der Fraktionsvorsitzenden der Gr&uuml;nen, studierte Theologin ohne Abschluss (laut Wikipedia), an der Der Spiegel in einem Portrait besonders bemerkenswert fand, dass sie ein Zimmertrampolin in ihrem Abgeordnetenb&uuml;ro stehen hat, diese Frau G&ouml;ring-Eckardt also redete in jener Debatte f&uuml;r ihre Fraktion.<br>\nF&uuml;r Die Linke &ndash; als sogenannte Oppositionsf&uuml;hrung &ndash; hatte zuvor Sahra Wagenknecht gesprochen. &Uuml;ber sie machte sich nun G&ouml;ring-Eckardt her und monierte, Wagenknecht habe wieder von dem Einfluss der Neofaschisten in der Regierung der Ukraine gesprochen, und setzte fort: &bdquo;Meine G&uuml;te, die haben am Sonntag, als auch die Europawahl stattfand, bei der Wahl zum Pr&auml;sidenten der Ukraine noch nicht einmal 2 Prozent der Stimmen bekommen. K&ouml;nnen Sie das wenigstens einmal zur Kenntnis nehmen, auch wenn das vielleicht einen Moment an Ihrem Weltbild kratzt, Frau Wagenknecht?&ldquo; (<a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\">Zitate nach dem Stenografischen Bericht<\/a>) Abgesehen davon, ob die zwei Prozent sachlich stimmen &ndash; es kommt drauf an, wie die verschiedenen Parteien und Kandidaten in der Ukraine eingeordnet werden &ndash;, setzt dieser Verweis doch nicht au&szlig;er Kraft, dass Personen von der rechtsextremen Swoboda-Partei beziehungsweise aus der rechten Szene, aus faschistischen Parteien, die in Deutschland im Normalfall geheimdienstlich bearbeitet w&uuml;rden, als Mitglieder der Regierung und der Sicherheitsapparate agieren und f&uuml;r das Vorgehen der Truppen der Kiewer Regierung im Osten des Landes ma&szlig;geblich mitverantwortlich sind. Selbst der fr&uuml;here EU-Kommissar G&uuml;nter Verheugen hatte dies einen Tabu-Bruch in der europ&auml;ischen Nachkriegsgeschichte genannt. So argumentiert G&ouml;ring-Eckardt wider das Offensichtliche. Weshalb aber die Kritik an diesen Faschisten in der Regierung der Ukraine durch Wagenknecht aus deren Weltbild kommen soll, bleibt v&ouml;llig unklar. Es ist dies eine nochmals verst&auml;rkte Leugnung der Kiewer Tatsachen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/das-blaettchen.de\/2014\/06\/katzbuckelei-29283.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Politisch motiviertes Lehrverbot?<\/strong><br>\nMike Nagler ist bekannt in Leipzig. 2008 verhinderten das ATTAC-Mitglied und andere Aktivisten den Verkauf der Stadtwerke mit einem B&uuml;rgerentscheid. Aktuell setzt er sich f&uuml;r die Anerkennung eines B&uuml;rgerbegehrens zur &raquo;Privatisierungsbremse&laquo; durch den Stadtrat ein. Auch auf Protesten gegen weitere K&uuml;rzungen an der Leipziger Universit&auml;t ist Nagler zu finden. Die Hochschule f&uuml;r Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) Leipzig strich jetzt seinen Dozentenvertrag, mitten im Semester. Offenbar war er der Hochschule politisch zu aktiv. Eine andere Erkl&auml;rung bleibe ihm trotz Nachfragen an die Hochschulleitung bisher nicht, wie er am Mittwoch im Gespr&auml;ch mit jW sagte. Das Vorgehen k&auml;me einem &raquo;Lehrverbot f&uuml;r politisch Unliebsame&laquo; gleich, kritisierte ver.di-Gewerkschaftssekret&auml;rin Anne Vo&szlig; gegen&uuml;ber jW.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/06-19\/048.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Hochschulranking und Standortpropaganda<\/strong><br>\nAm 5. Mai stellte das Centrum f&uuml;r Hochschulentwicklung (CHE) das aktuelle Hochschulranking auf der <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/hochschulranking\">Website seines langj&auml;hrigen Kooperationspartners ins Netz<\/a>. Seither wird dar&uuml;ber in den Medien berichtet. Aber wie. Der vergleichende Beobachter reibt sich erstaunt die Augen. Offenbar gibt es, wie nach einer Bundestagswahl, &uuml;berall nur Sieger&hellip;<br>\nInformationen, die dem Leser und der Leserin erlauben w&uuml;rden, den Wahrheitsgehalt und den praktischen Wert dieses CHE-Rankings zu beurteilen, sucht man deshalb in diesem Kontext vergeblich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sopos.org\/aufsaetze\/539aab651b5e9\/1.phtml\">Ossietzky<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Das Allerletzte: Nato enth&uuml;llt Putins neue Waffe<\/strong><br>\nNato-Generalsekret&auml;r Rasmussen behauptet, Moskau unterst&uuml;tze Anti-Fracking-Aktivisten &ndash; um Europa abh&auml;ngig von russischem Erdgas zu halten.<br>\nIm rum&auml;nischen Pungesti war Nato-Generalsekret&auml;r Anders Fogh Rasmussen vermutlich noch nicht. In der N&auml;he des Ortes will der amerikanische Chevron-Konzern ohne R&uuml;cksicht auf die kleinb&auml;uerliche Bev&ouml;lkerung mittels der umstrittenen Frackingtechnologie Erdgas f&ouml;rdern. Es gab im vergangenen Jahr Probebohrungen, die Polizei ging hart gegen Proteste vor: Pungesti ist bis heute polizeiliche Sonderzone.<br>\nDort verl&auml;uft f&uuml;r Rasmussen die Front. Am vergangenen Donnerstag behauptete er w&auml;hrend einer Fragerunde im Londoner Thinktank Chatham House, Moskau unterst&uuml;tze Anti-Fracking-Bewegungen in Europa. &bdquo;Ich habe Alliierte getroffen, die berichten, dass Russland als Teil ausgekl&uuml;gelter Informations- und Desinformationsoperationen aktiv mit sogenannten Nichtregierungsorganisationen zusammenarbeitet, Umweltgruppen, die gegen Schiefergas arbeiten &ndash; offensichtlich um Europa abh&auml;ngig von russischem Erdgas zu halten&ldquo;, sagte Rasmussen. Welche Alliierten er meint, sagte er nicht. Aber auch der rum&auml;nische Pr&auml;sident Traian Bsescu h&auml;lt die Pungesti-Proteste f&uuml;r von Putin gesteuert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Kluengelei-mit-Fracking-Gegnern\/!140909\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Nach dem die S&uuml;ddeutsche Zeitung behauptet hat, dass alle Menschen die sich auf der Webpage der SZ kritisch zur ihrer Ukraine-Berichterstattung und dem damit verbundenen Russland-Bashing ge&auml;u&szlig;ert haben, von Russland bezahlte Trolle seien, dachte man, dass es dazu keine Steigerung geben kann. Wie man sieht bzw. lesen kann, gibt es sie doch.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Und solche verr&uuml;ckten Eiferer entscheiden &uuml;ber Kriegseins&auml;tze.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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