{"id":2214,"date":"2007-03-28T09:00:34","date_gmt":"2007-03-28T08:00:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2214"},"modified":"2007-03-28T09:00:34","modified_gmt":"2007-03-28T08:00:34","slug":"hinweise-des-tages-358","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2214","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><strong>Lucas Zeise: Basel IIb zur Begrenzung des Risikos von Hedge-Fonds<\/strong><br>\nWarum geschieht nichts? Warum wird &ndash; und das nur dank der Initiative der Bundesregierung &ndash; ein wenig &uuml;ber das Problem geredet und nachgedacht? Es w&auml;re ein Leichtes, eine Verabredung unter den Bankenaufsehern der Welt herbeizuf&uuml;hren, die Kreditvergabe an hoch verschuldete Institutionen zu erschweren. Warum es Basel IIb bisher nicht gibt, sondern allenfalls nach der n&auml;chsten durch fallierende Hedge-Fonds ausgel&ouml;sten Finanzkrise, ist leicht zu beantworten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/leitartikel\/178537.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>IWF-Experte warnt die internationalen Finanzm&auml;rkte<\/strong><br>\nDer Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF) verbreitet Alarmstimmung: Die Finanzm&auml;rkte kalkulieren offensichtlich zu wenig Risiken mit ein. Als m&ouml;gliche Folge droht ein b&ouml;ses Erwachen aus dem Traum vom Wachstum. Experten sehen die aktuelle Lage kritisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/news\/printpage.aspx?_p=200053&amp;_t=ftprint&amp;_b=1245751\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Die gro&szlig;e Verteilungsfrage<\/strong><br>\nRegierungschefs, Finanzpolitiker und Notenbanker haben erkannt, dass immer mehr Menschen EU-Integration und Marktwirtschaft als gef&auml;hrliche Bedrohung und gro&szlig;e Ungerechtigkeit wahrnehmen. Der Binnenmarkt, die Gemeinschaftsw&auml;hrung und die Globalisierung werden von ihnen als Mechanismen erlebt, die ihr Leben schlechter und unsicherer machen, w&auml;hrend gro&szlig;e Firmen und eine kleine Gruppe von Gewinnern sich bereichern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/meinung\/kommentare\/177406.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Warum die EU mehr Demokratie wagen muss<\/strong><br>\nNun kann man lange &uuml;ber das mangelnde Zutrauen der Menschen zu Marktwirtschaft und Konkurrenz, den Vorz&uuml;gen des liberalisierten Binnenmarkts und einer verbesserten Konkurrenzf&auml;higkeit der Europ&auml;er im weltweiten Wettbewerb r&auml;sonieren; es &auml;ndert nichts an der empirisch sehr realen Erfahrung vieler Menschen in manchen westeurop&auml;ischen Gr&uuml;nderstaaten der Gemeinschaft, die die Vollendung des Binnenmarkts mit der Aufl&ouml;sung sozialgesellschaftlicher Standards identifizieren und den treuherzigen Bekundungen der Chancenmehrung durch immer offenere M&auml;rkte schlicht keinen Glauben schenken. Von Hubert Kleinert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,473826,00.html\">SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><strong>UN-Sozialpakt uminterpretiert<\/strong><br>\nDas Verwaltungsgericht Minden hat heute die Klage des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) der Uni Paderborn gegen die Rechtm&auml;ssigkeit der Einf&uuml;hrung allgemeiner Studiengeb&uuml;hren in Nordrhein-Westfalen abgewiesen. Grundlage der Klage war der internationale Pakt &uuml;ber wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte, den die Bundesrepublik Deutschland 1976 ratifiziert hat und der in Deutschland daher als Bundesrecht g&uuml;ltig ist. Dort hei&szlig;t es im Wortlaut, dass &bdquo;der Hochschulunterricht auf jede geeignete Weise, insbesondere durch allm&auml;hliche Einf&uuml;hrung der Unentgeltlichkeit, jedermann gleichermassen entsprechend seinen F&auml;higkeiten zug&auml;nglich gemacht werden muss&ldquo; (Artikel 13, Absatz 2. c). Das Gericht begr&uuml;ndete seine Entscheidung damit, dass der UN-Sozialpakt zwar seinem Wortlaut nach die Wiedereinf&uuml;hrung von Studiengeb&uuml;hren verbiete, dieses Verlangen jedoch nicht um seiner selbst Willen bestehe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.uebergebuehr.de\/de\/aktuell\/news\/meldung\/ansicht\/2007\/03\/un-sozialpakt-uminterpretiert\">Uebergebuehr e.V.<\/a><\/li>\n<li><strong>Thema Mindestl&ouml;hne<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Sittenwidriger PR-Gag<\/strong><br>\n20 bis 30 Prozent unter Tarif w&auml;ren okay, finden Vizekanzler M&uuml;ntefering und Unionspolitiker. Bei einer Abweichung von 30 Prozent vom Tarifentgelt w&uuml;rde im Hamburger Hotel- und Gastst&auml;ttengewerbe noch ein Stundenlohn von 4,42 Euro als nicht sittenwidrig gelten. F&uuml;r eine Friseurin in Sachsen l&auml;ge dieser Betrag gar bei nur 2,14 Euro. Gewerkschaften und Linksfraktion bekr&auml;ftigen die Forderung nach einem Mindestlohn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/03-27\/073.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Gerechter Lohn f&uuml;r gute Arbeit sollte eigentlich selbstverst&auml;ndlich sein<\/strong><br>\nTrotzdem arbeiten in Deutschland immer mehr Menschen Vollzeit, ohne von ihrem Lohn die Familie ern&auml;hren zu k&ouml;nnen. Armutsl&ouml;hne verletzen die W&uuml;rde des Menschen. Lohndumping schadet unserer Wirtschaft. Die SPD hat deshalb mit Unterst&uuml;tzung der Gewerkschaften eine Unterschriftenkampagne f&uuml;r Mindestl&ouml;hne gestartet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spd.de\/show\/1709550\/260307_aufruf_mindestlohn.pdf\">SPD [PDF &ndash; 463 kB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung von G.G.:<\/strong> Maskenball im Fichtenwald. Zu den Erstunterzeichnern des Aufrufs geh&ouml;rt Franz M&uuml;ntefering, Bundesminister f&uuml;r Arbeit und Soziales. Warum wendet er nicht einfach das &ldquo;Gesetz &uuml;ber die Festsetzung von Mindestarbeitsbedingungen&rdquo; (MiArbG vom 11.01.1952) an, das ihm die Festsetzung von Mindestl&ouml;hnen erlaubt, wenn sie &ldquo;zur Befriedigung der notwendigen sozialen und wirtschaftlichen Bed&uuml;rfnisse der Arbeitnehmer erforderlich erscheint&rdquo;? Die Antwort kennt der Vize-Kanzler nat&uuml;rlich: Weil die Union nicht mitspielen w&uuml;rde und die SPD wegen dieser Frage die Koalition nicht platzen l&auml;sst. Deshalb maskieren sich die Sozialdemokraten und f&uuml;hren den W&auml;hler hinter die Fichte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kalkuliertes Dumping<\/strong><br>\nEs gibt in Deutschland rund 130 Tarifvertr&auml;ge, die Stundenl&ouml;hne unter sechs Euro festschreiben. Kein Einkommen, das zu einem ausk&ouml;mmlichen Leben wirklich reicht. Rudolf Hickel, &Ouml;konom an der Bremer Universit&auml;t, nennt die Entwicklung &ldquo;Marktversagen&rdquo; oder drastischer &ldquo;Machtmissbrauch der Unternehmen&rdquo;, der einer &ldquo;politischen Korrektur&rdquo; bed&uuml;rfe. Der Wirtschaftswissenschaftler schlie&szlig;t nicht aus, dass die Arbeitgeber auf Kombil&ouml;hne ohne Mindestlohn hoffen: &ldquo;Sie dr&uuml;cken die Einkommen immer tiefer und setzen darauf, dass dann der Staat mit Steuergeldern einspringt, um die Niedrigl&ouml;hner vor Armut zu sch&uuml;tzen&rdquo;. Jene aber, die behaupten, Hungerl&ouml;hne w&uuml;rden Arbeitspl&auml;tze schaffen, sind bislang den Beweis schuldig geblieben: In Ostdeutschland, wo im Durchschnitt ein Drittel weniger Lohn als im Westen gezahlt wird, sind keineswegs in gro&szlig;er Zahl Jobs geschaffen worden<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/thema_des_tages\/?em_cnt=1104143\">FR<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Lafontaine hat die SPD verraten!<\/strong><br>\nBild: &bdquo;Warum scheuen alle f&uuml;hrenden Sozialdemokraten die direkte Auseinandersetzung mit Oskar Lafontaine?&ldquo;<br>\nM&uuml;ntefering: &bdquo;Lafontaine hat die Partei und die linke, sozialdemokratische Idee verraten. Das sage ich ausdr&uuml;cklich so.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.t-online.de\/BTO\/news\/2007\/03\/25\/muentefering-franz-interview\/lafontaine-verrat-spd.html\">BILD \/ T-online<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar von O.P.:<\/strong> Sozialpolitisches Profil erreicht die SPD nicht durch werbewirksame Spr&uuml;che, nachdem sie in der Vergangenheit den deutschen Sozialstaat f&uuml;r einige neoliberale Modetorheiten hergegeben hat. Die ganze Armseligkeit M&uuml;nteferings als personifizierte  Nachlassverwaltung von Rot-Gr&uuml;n offenbart sich in in der Behauptung, Lafontaine habe die sozialdemokratische Idee verraten. Die Totengr&auml;ber der SPD hei&szlig;en Schr&ouml;der und M&uuml;ntefering und diejenigen, welche ihnen des blo&szlig;en Machterhalts wegen gefolgt sind. Bezeugen k&ouml;nnen dies die 165.000, die zwischen 1998 und 2005 aus der Partei ausgetreten sind, weil sie sich dem innerparteilichen Diktat von M&uuml;ntefering &amp; Co. nicht beugen wollten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zur Grundeinkommensstudie des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts kommentarlos einige Hinweise.<\/strong><br>\nWer lesen kann, macht sich seine eigenen Gedanken. Denke ich. AM\n<ul>\n<li><strong>Der neue Charme des Neoliberalismus<\/strong><br>\nDas bedingungslose Grundeinkommen als &raquo;soziale Alternative&laquo; zum gesetzlichen Mindestlohn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2007\/03-28\/054.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Arbeit von einer gro&szlig;en B&uuml;rde befreien<\/strong><br>\nIngrid Hohenleitner vom Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut fordert ein Grundeinkommen und die Deregulierung des Arbeitsmarkts<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2007\/03\/27\/a0167.1\/textdruck\">TAZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.hwwi.org\/Das_Grundeinkommen_i.1238.0.html\">HWWI<\/a><\/li>\n<li><strong>Karikatur eines Grundeinkommens<\/strong><br>\nKatja Kipping (Linkspartei) verteidigt die Idee des Grundeinkommens. Sie wehrt sich aber gegen &ldquo;schlechte neoliberale Kopien&rdquo;. Diese h&auml;tten mit dem &ldquo;linken Original&rdquo; nichts zu tun, wonach jeder 1.000 Euro statt 600 bekommen soll<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2007\/03\/28\/a0157.1\/textdruck\">TAZ<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>&Ouml;konomen rechnen skurril<\/strong><br>\nUnternehmensberater von McKinsey erkl&auml;ren, dass die Klimaschutzziele der EU 1,1 Billionen Euro kosten &ndash; und irren. Sie unterschlagen in ihrer Bilanz die Einsparungen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2007\/03\/28\/a0144.1\/textdruck\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Der falsche Trost der kleinen Welten<\/strong><br>\nIn der globalisierten &Ouml;konomie suchen die Getriebenen nach Orientierung, die ihnen nicht hilft &ndash; meint Richard Sennett.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/dokumentation\/?em_cnt=1104138\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Eine typische Karriere von links unten nach rechts oben: Reinhard Mohr<\/strong><br>\nIn Spiegel Online ver&ouml;ffentlichte er den folgenden Artikel:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,473791,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Bild-Niveau im Spiegel. Das kennen wir. Doch <a href=\"http:\/\/www.conne-island.de\/nf\/40\/18.html\">was schrieb derselbe Mann 1978?<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Der Fluch der b&ouml;sen Tat<\/strong><br>\nChinas Unternehmen sind daf&uuml;r bekannt, fremde Produkte zu kopieren &ndash; doch inzwischen werden sie selbst immer h&auml;ufiger Opfer von Produktpiraten. Denn Konzerne aus der Volksrepublik vernachl&auml;ssigen Patentanmeldungen und st&uuml;rmen mit ihren Erzeugnissen &bdquo;v&ouml;llig ungesch&uuml;tzt&ldquo; in den globalen Wettbewerb.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/news\/Unternehmen\/Industrie\/_pv\/_p\/200038\/_t\/ft\/_b\/1246314\/default.aspx\/der-fluch-der-boesen-tat.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/AM)<\/p>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2214","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2214","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2214"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2214\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2214"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2214"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2214"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}