{"id":22142,"date":"2014-06-25T09:02:26","date_gmt":"2014-06-25T07:02:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22142"},"modified":"2014-06-25T14:02:03","modified_gmt":"2014-06-25T12:02:03","slug":"hinweise-des-tages-2154","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22142","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22142#h01\">Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22142#h02\">EU &ndash; Wo bleibt die Bek&auml;mpfung der Jugendarbeitlosigkeit?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22142#h03\">Verstehen die Kapitalisten den Kapitalismus nicht?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22142#h04\">Lucas Zeise: Vorbildliches Frankreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22142#h05\">Die Macht der Ratingagenturen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22142#h06\">Die Europ&auml;ische Union in der Stagnationskrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22142#h07\">Reall&ouml;hne im 1. Quartal 2014 zum Vorjahresquartal um 1,3 % gestiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22142#h08\">Axel Troost in der Haushaltsdebatte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22142#h09\">215 Milliarden f&uuml;r Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22142#h10\">WM-Stadien:  S&uuml;dafrikas &ldquo;wei&szlig;e Elefanten&rdquo; sind Brasiliens Horror<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22142#h11\">Startschuss f&uuml;r &Ouml;PP-Projekt zum Ausbau der A 7 n&ouml;rdlich von Hamburg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22142#h12\">IZA: Prof. Zimmermann prozessiert weiter gegen R&uuml;gemer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22142#h13\">Die schwerste Niederlage der deutschen Geschichte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22142#h14\">Washington&rsquo;s Iron Curtain in Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22142#h15\">Did Obama Know that ISIS Planned to Invade Iraq?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22142#h16\">Sahra Wagenknecht: Schmierentheater. Gabriel und der EU-Stabilit&auml;tspakt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22142#h17\">Gespr&auml;ch mit Hans-J&uuml;rgen Urban: &raquo;Wir brauchen Aktivit&auml;t, polarisierende Debatten, produktive Provokation&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22142#h18\">ARD und ZDF bei der WM: Die Wassertr&auml;ger des DFB<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22142&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Freihandel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>TTIP: Eine Wahnsinnstat<\/strong><br>\nDie eigentliche Pointe der Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP), die auf eine fast diktatorische Beschr&auml;nkung demokratischer Selbstbestimmung hinausl&auml;uft, bleibt weitgehend undiskutiert. Es geht n&auml;mlich im Kern nicht um die Aufhebung von Z&ouml;llen oder Importverboten wie in klassischen Freihandelsabkommen. Es geht nicht um den &auml;u&szlig;eren Zaun, den Staaten zum Schutz ihrer Wirtschaft oder von Verbraucherinteressen errichten. Es geht um die innerstaatlichen Gesetze, um Regulierungen und Subventionen, die einst m&uuml;hsam errungen wurden, nun aber mit dem Makel behaftet werden, einem ausw&auml;rtigen Investor das Gesch&auml;ft zu erschweren. Nehmen wir ein Beispiel aus dem Bereich der Kulturpolitik, die immerhin vergleichsweise fr&uuml;h protestiert hat, und stellen uns einen amerikanischen Filmproduzenten vor, der auf dem europ&auml;ischen Markt dem subventionierten deutschen oder franz&ouml;sischen Kino begegnet. Nach dem Willen der TTIP k&ouml;nnte er verlangen, dass ihm die gleichen Subventionen gezahlt werden &ndash; oder ersatzweise s&auml;mtliche Subventionen gestrichen werden. &hellip; Etwas &Auml;hnliches k&ouml;nnte jederzeit einem beliebigen Stadttheater geschehen. F&uuml;r die TTIP w&auml;re n&auml;mlich eine deutsche B&uuml;hne gar nicht als staatliche Kulturinstitution sichtbar, sondern nur als subventionierter Wirtschaftsbetrieb. Ein Musicalunternehmer, der etwa am selben Ort t&auml;tig werden wollte, k&ouml;nnte ebenfalls Anspruch auf Subventionen in derselben H&ouml;he erheben &ndash; in diesem Fall also Anspruch darauf, komplett staatlich finanziert zu werden. Die Alternative w&auml;re wiederum nur, alle staatlichen Zahlungen einzustellen &ndash; also das Stadttheater zu schlie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2014\/24\/ttip-freihandelsabkommen-demokratie\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Mag sein, dass manchem die Kritik an TTIP wie ein Kampf gegen Windm&uuml;hlen erscheint. Vielleicht erscheinen einigen zurzeit auch die Vorg&auml;nge in der Ukraine oder das Vorr&uuml;cken von Isis im Irak bedeutsamer. Zumindest unsere Medien r&uuml;cken diese Themen wort-und bildreich in den Vordergrund. Und den Rest gibt uns die Fu&szlig;ballweltmeisterschaft. Ich m&ouml;chte nicht wissen, in wie vielen Parlamenten im Schatten dieser Ereignisse Fragw&uuml;rdiges durchgedr&uuml;ckt wird. Wie wenig bietet da die TTIP. Keine martialischen Bilder, Panzer, Explosionen, keine Leichen, sondern einige farblose Anzugtr&auml;ger mit den &uuml;bliche Sprechblasen. Und dennoch herrscht hier ein Krieg, der nach au&szlig;en unblutig wirkt, aber in Wirklichkeit nicht nur die bisherige Form des Wirtschaftens, sondern unsere Gesellschaft bedroht. Nachdem das Kapital in der dritten Welt in stillem Einverst&auml;ndnis mit der dortigen politischen Klasse es erreichte, im Namen des &ldquo;Fortschritts&rdquo; auf all die Regularien zu verzichten, welche die alten Industriel&auml;nder ihm abgerungen hatten, haben es die transnationalen Konzerne endlich geschafft, sich die alten Industrienationen zu Diensten zu machen. Nat&uuml;rlich werden Menschenrechte, Arbeitnehmerrechte, Verbraucherrechte, Sozial- und Umweltstandards nicht direkt in das Visier genommen. Nein, es geht nur darum gleiche Standards f&uuml;r Industrie, Handel, Gewerbe und Finanzdienstleistungen herzustellen, damit sich der Wettbewerb der 75.000 Konzerne diesseits und jenseits des Atlantiks frei und wohlstandsf&ouml;rdernd entfalten kann. Es versteht sich, dass an diesen Standards nichts ver&auml;ndert werden darf, was zulasten eines dieser Konzerne geht. F&auml;llt es einem Staat ein, aus Gr&uuml;nden des Allgemeinwohls Standards zu versch&auml;rfen also zu ver&auml;ndern, darf der betroffene Konzern\/Branche diesen vor ein Schiedsgericht zerren. Private Schiedsgerichte und das in L&auml;ndern mit vollentfalteten &ouml;ffentlichen Rechtssystemen. Dreister, im Gewande des Wohlt&auml;ters, ist das Kapital  noch nie aufgetreten. Unter dem Beifall der politischen Klasse ist es voll und ganz dabei, die Risiken seiner Expansion im gr&ouml;&szlig;ten Wirtschaftsraum der Erde zu sozialisieren. Auf diesem Weg kommt in keinem Moment ein Element demokratischer Partizipation ins Spiel. Nichts, was unter TTIP verhandelt wird, dringt nach au&szlig;en. Weder die Medien noch die Bev&ouml;lkerung, nicht die Parlamente und wahrscheinlich nicht einmal unsere Regierungen, bis auf einen zum Schweigen verpflichteten Personenkreis, haben Einblick in die Verhandlungen zwischen einer lobbyges&auml;ttigten Europ&auml;ischen Kommission und dem US-Handelsministerium. Elizabeth Warren, Senatorin und Vorsitzende des Consumer Financial Protection Bureau in den USA meint, dass die Inhalte von TTIP geheim seien, weil die &Ouml;ffentlichkeit &ndash; nach Ansicht der Unterst&uuml;tzer &ndash; bei Bekanntwerden dieser Inhalte gegen TTIP sein w&uuml;rde. Sie erkl&auml;rte im Mai 2014: &ldquo;I actually have had supporters of the deal say to me &lsquo;They have to be secret, because if the American people knew what was actually in them, they would be opposed.&rdquo; (zit. n. Wikipedia) &ndash; Nat&uuml;rlich ist die Kritik an TTIP auch etwas scheinheilig, weil viel zu sp&auml;t. Deutschland hat im Laufe der Zeit Investitionsschutzabkommen mit etwa 130 Staaten abgeschlossen, sogar mit EU-Staaten wie Polen, Slowenien oder den baltischen Staaten. Zu sp&auml;t ist es allerdings nicht, vielleicht neue Ma&szlig;st&auml;be in dieses weltweit bedeutendste Abkommen einzubringen, vor allem aber das Kapital dazu zu zwingen, seine unternehmerischen Risiken selbst zu tragen.<\/em><br>\n<em>Im folgenden Beitrag weist EU-Handelskommissar Karel de Gucht die Vorw&uuml;rfe von Jens Jessen in obigen Beitrag zur&uuml;ck:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>TTIP: Zum Gl&uuml;ck kein Wahnsinn<\/strong><br>\nIn seinem Artikel Eine Wahnsinnstat in der ZEIT der letzten Woche hat Jens Jessen ein wahres Horrorszenario beschrieben, das sich aber leider auf falsche Annahmen st&uuml;tzt, sich falscher Argumente bedient und zu falschen Schlussfolgerungen kommt. &hellip; Ein Abkommen mit den Vereinigten Staaten, so der Autor, w&uuml;rde die staatliche Kulturf&ouml;rderung untergraben. Das ist nicht richtig. Zun&auml;chst einmal sind Film und Fernsehen &ndash; also die sogenannten audiovisuellen Dienstleistungen &ndash; ja gar nicht Gegenstand des Verhandlungsmandats. &hellip; Auch der Bildungsbereich ist nicht bedroht. Kein von der EU abgeschlossenes Handelsabkommen hat dies jemals infrage gestellt, und auch das transatlantische Handels- und Investitionsabkommen wird auf diese Bereiche keine negativen Auswirkungen haben. &hellip; US-Firmen k&ouml;nnten durch das Abkommen, so Jessen, jeden EU Mitgliedsstaat vor Gericht zerren, sobald ein neues Gesetz ihre Gewinnaussichten schm&auml;lern w&uuml;rde &ndash; seien es der Mindestlohn oder Umweltgesetze. Demokratisch gew&auml;hlte Regierungen w&uuml;rden deshalb aus Angst vor m&ouml;glichen Kompensationszahlungen von neuen Gesetzen und Ma&szlig;nahmen absehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2014\/25\/ttip-kultur-karel-de-gucht\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Zun&auml;chst schie&szlig;t sich Karel de Gucht auf einen Popanz ein, die Bedrohung der staatlichen Kulturf&ouml;rderung. Dabei hat Jessen durchaus einger&auml;umt, dass Frankreich es erreicht habe, den Bereich der Kultur vorerst von den Verhandlungen auszunehmen. Aber hinzugef&uuml;gt: &ldquo;&hellip; was indes nicht hei&szlig;t, dass es so bleiben muss.&rdquo; Festzuhalten ist im Licht neuer Erkenntnisse de Guchts Aussage: &ldquo;der Bildungsbereich ist nicht bedroht.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Zwar verweist de Gucht zurecht darauf, dass in der Vergangenheit Investitionsschutzabkommen kaum f&uuml;r Klagen gegen Staaten in Anspruch genutzt wurden. Zun&auml;chst w&auml;re aber darauf hinzuweisen, dass bei Staaten wie Marokko (Abkommen mit der EU und den USA) wenig zu holen ist. Vor allen zeigt die neuere Entwicklung eine andere Tendenz auf, wie Lori Wallach  in &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2013\/11\/08.mondeText1.artikel,a0048.idx,0\">TAFTA &ndash; die gro&szlig;e Unterwerfung<\/a>&rdquo; aufzeigt. Inzwischen haben sich angesichts dieses reichen Wirtschaftsraumes Anwaltskanzleien auf solche Klagen spezialisiert und werden den Unternehmen die sicheren Pfr&uuml;nde schmackhaft machen. Was nun die &ldquo;wissenschaftlich unbestrittene &ndash; wirtschaftliche Dynamik betrifft, sagt de Gucht schlicht die Unwahrheit, wie selbst die nicht gerade staatsferne <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=2M2a_O-cdjk\">ARD aufzeigt<\/a>. Vor allem aber sollte uns Sorge bereiten, dass k&uuml;nftige &Auml;nderungen von Standards, neue Regulierungen in den einzelnen Staaten von einem Konsens der USA mit der EU abh&auml;ngen. Damit ist der Satz von de Gucht: &ldquo;So sollte beispielsweise das Recht eines Staates auf Regulierung, also auf allgemeing&uuml;ltige staatliche Ma&szlig;nahmen, klipp und klar herausgestellt werden&rdquo; einfach unwahr.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>US-Botschaft bietet 20.000 Dollar f&uuml;r positive TTIP-Projekte<\/strong><br>\nOb Chlorh&uuml;hnchen, Investorenschutz oder Schiedsverfahren: &Uuml;ber das geplante Handelsabkommen TTIP zwischen Europa und den USA wird derzeit vor allem kritisch berichtet. Das st&ouml;rt offensichtlich das US-Au&szlig;enministerium, das &uuml;ber seine Botschaft in Berlin twittern lie&szlig;: &ldquo;Du bist f&uuml;r #TTIP und &auml;rgerst dich &uuml;ber negative Berichterstattung? Sende uns deine Idee und wir unterst&uuml;tzen dich!&rdquo; Hinzugef&uuml;gt war ein Link auf ein Bewerbungsdokument, das mit interessanten Details aufwartete: Die Aktivit&auml;ten k&ouml;nnen mit einem Betrag zwischen 5.000 und 20.000 US-Dollar gef&ouml;rdert werden. Die Anmeldefrist f&uuml;r die Projekte endete bereits am vergangenen Freitag. F&uuml;r die US-Botschaft ist TTIP ein &ldquo;fairer Deal&rdquo; f&uuml;r Europ&auml;er und US-Amerikaner, der auf eine bereits bestehende starke Freundschaft aufbaue. Indem TTIP T&uuml;ren f&uuml;r Handel und Investitionen auf beiden Seiten des Atlantiks &ouml;ffne, w&uuml;rden hochbezahlte und hochqualifizierte Jobs auf Jahre hinaus gesichert. In diesem Sinne w&uuml;nscht sich die Botschaft offenbar auch Vorschl&auml;ge f&uuml;r Projekte, f&uuml;r die sich Nichtregierungsorganisationen, Think Tanks oder universit&auml;re Einrichtungen bewerben k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.golem.de\/news\/handelsabkommen-us-botschaft-bietet-20-000-dollar-fuer-positive-ttip-projekte-1406-107410.html\">golem.de<\/a><\/li>\n<li><strong>Freihandelsabkommen TTIP und Tisa: Mehr Aufkl&auml;rung bitte!<\/strong><br>\nSie treffen sich in abgeriegelten Botschaftsgeb&auml;uden. Sie sperren ihre Verhandlungspapiere vor der &Ouml;ffentlichkeit weg. Sie halten ihr Treiben vor den B&uuml;rgern geheim, verlangen aber, dass diese einschneidende Folgen ihrer Liberalisierungspolitik f&uuml;r Jobs und Alltag ertragen: Auf solch undemokratische Weise versuchen die Regierungen der USA und der EU gerade, mehrere Abkommen zum Freihandel durchzupeitschen, die den Kapitalismus noch mal beschleunigen. Europas B&uuml;rger sollten das nicht zulassen. Die Br&uuml;sseler Kommission, unter Druck der &Ouml;ffentlichkeit geraten, bem&uuml;ht sich inzwischen wenigstens um Offenheit. Die Regierung in Washington aber scheint nicht zu verstehen, dass Europas B&uuml;rger sich weigern, die Segnungen des amerikanischen Kapitalismus einfach zu schlucken.<br>\nNoch schwelt der Streit um TTIP, da wird jetzt enth&uuml;llt, was die beiden Wirtschaftsm&auml;chte mit einem weiteren Abkommen vorhaben. An Tisa sind 50 Nationen auf dem ganzen Erdball beteiligt, und diesmal geht es um Dienstleistungen &ndash; also um das Herz moderner Volkswirtschaften: Drei Viertel aller Jobs in Europa kommen nicht aus der Industrie, sondern aus Branchen wie Informationstechnik, Verkehr, Gesundheit oder Bildung. Und da stellen sich gleich die Fragen: Werden hierzulande auf amerikanischen Druck Krankenh&auml;user und Schulen privatisiert, die traditionell der Staat betreibt? Und werden umstrittene Liberalisierungen wie bei der Wasserversorgung, die Leistungen &ouml;fter teurer oder schlechter werden lie&szlig;en, auf alle Zeiten festgeschrieben? Nein, wiegeln USA und EU ab, wenn sie &uuml;berhaupt dar&uuml;ber sprechen. Sollten sich die Europ&auml;er so von Akteuren abspeisen lassen, die gerne alles im Dunkeln mauscheln? Bisher sollen Dinge durchgesetzt werden, die viele Menschen ablehnen. Ein Beispiel ist der Versuch der Amerikaner, sich &uuml;ber Tisa Kontendaten der Europ&auml;er zu beschaffen. Ein anderes sind die Klagerechte, mit denen Konzerne nationale Gesetze aushebeln k&ouml;nnten &ndash; wie es Vattenfall beim deutschen Atomausstieg versucht. EU und USA sollten aufh&ouml;ren, die Interessen ihrer B&uuml;rger derart zu missachten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/freihandelsabkommen-ttip-und-tisa-mehr-aufklaerung-bitte-1.2008031\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>EU verkauft Europa<\/strong><br>\nSpanische Alternativmedien enth&uuml;llen Dokumente &uuml;ber TTIP-Verhandlungen zwischen Washington und Br&uuml;ssel. In den am Freitag ver&ouml;ffentlichten Dokumenten, die auf den 26. Mai datiert sind und offenbar als Vorlage f&uuml;r eine Kommissionssitzung am vergangenen Freitag dienten, geht es um die &ouml;ffentlichen Dienstleistungen in Europa, die zur Verhandlungsmasse werden sollen. Die insgesamt rund 100 Seiten enthalten eine lange Liste von Diensten, die &raquo;liberalisiert&laquo; werden k&ouml;nnten, erg&auml;nzt um eine &Uuml;bersicht der gegenw&auml;rtig in den einzelnen Mitgliedsl&auml;ndern bestehenden rechtlichen H&uuml;rden. Aufgef&uuml;hrt als Verhandlungsmasse sind in diesem Katalog unter anderem die Gesundheitsversorgung, Bildung, Energie und andere. Ausgeschlossen von den Unterredungen sind dem Dokument zufolge hingegen vor allem die Finanzdienstleistungen. Diese standen urspr&uuml;nglich ebenfalls zur Disposition, aber die USA haben offenbar Verhandlungen &uuml;ber diese Themen abgelehnt, weil sie ihre gegenw&auml;rtigen Regelung, den Dodd-Frank-Act, f&uuml;r strenger als die in Europa geltenden Bestimmungen halten. In allen anderen Bereichen jedoch sind die US-Gesetze &raquo;liberaler&laquo; als die entsprechenden europ&auml;ischen Bestimmungen, die von Br&uuml;ssel zur Disposition gestellt werden. &ndash; Die britische Wirtschaftszeitung Financial Times griff die Meldung der spanischen Alternativmedien auf und erg&auml;nzte, zwei Quellen aus der EU-Kommission h&auml;tten ihr gegen&uuml;ber die &raquo;geleakten&laquo; Papiere f&uuml;r authentisch erkl&auml;rt. Auf Nachfrage von eldiario.es hingegen verweigerte der Sprecher von EU-Handelskommissar Karel de Gucht jeder Auskunft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/06-16\/032.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wenn die Dokumente echt sind, so wird der von Jens Jessen ge&auml;u&szlig;erte Verdacht (&ldquo;&hellip; was indes nicht hei&szlig;t, dass es so bleiben muss.&rdquo;) voll best&auml;tigt und de Gucht der L&uuml;ge &uuml;berf&uuml;hrt. Als Verhandlungsmasse ist in diesem Dokument neben Gesundheitsversorgung, Energie  Bildung vorgesehen, was de Gucht oben heftig bestritt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>EU &ndash; Wo bleibt die Bek&auml;mpfung der Jugendarbeitlosigkeit?<\/strong><br>\nDie Europawahlen sind gerade einmal einen Monat vorbei. Vergessen scheinen die vollmundigen Erkl&auml;rungen der Politiker zu einem sozialen Europa und vor allem der Bek&auml;mpfung der Jugendarbeitslosigkeit. Mit gro&szlig;em medialen Trommelwirbel wurde von der EU Kommission sowie bei dem rechtzeitig vor den letzten Bundestagswahlen eigens von Bundeskanzlerin Angela Merkel f&uuml;r die 3. Juli 2013 einberufenen EU Jugendgipfel die Jugendgarantie verk&uuml;ndet. Danach verpflichten sich die Mitgliedsstaaten, allen arbeitslosen Jugendlichen (bis 25 Jahren) sp&auml;testens vier Monate nach Eintritt der Arbeitslosigkeit eine Arbeit, Ausbildung oder zumindest ein Praktikum zu verschaffen&hellip;<br>\nEs ist daher kein Wunder, wenn jetzt &ndash; ein Jahr sp&auml;ter &ndash; festgestellt werden muss: Zwar h&auml;tten 20 Mitgliedsl&auml;nder Anspruch auf die F&ouml;rderung der Jugendgarantie durch die EU, aber nur ein Land, Frankreich, hat diesen F&ouml;rdertopf bisher &uuml;berhaupt in Anspruch genommen. Italien wolle bald ein konkretes Programm zur Besch&auml;ftigung Jugendlicher vorlegen. &Auml;hnlich ist es mit der zus&auml;tzlichen F&ouml;rderung von Investitionen und Besch&auml;ftigung junger Menschen durch die Europ&auml;ische Investitionsbank (EIB) von ann&auml;hernd 10 Mrd. Euro. Gerade in den s&uuml;deurop&auml;ischen Krisenl&auml;ndern mangelt es an den erforderlichen Strukturen und Wirtschaftskonzepten f&uuml;r die Inanspruchnahme dieser Mittel der EIB zur Bek&auml;mpfung der Jugendarbeitslosigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.engelen-kefer.de\/2014\/europa\/arbeit-europa\/europaeische-union-personengeschacher-statt-bekaempfung-der-jugendarbeitlosigkeit\/\">engelen-kefer.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Verstehen die Kapitalisten den Kapitalismus nicht?<\/strong><br>\nVergangene Woche hatte ich eine interessante Diskussion an der Goethe-Universit&auml;t Frankfurt &uuml;ber die globalen und europ&auml;ischen Probleme. Im Rahmen dieses Gespr&auml;chs fragte ein Student, ob denn die Kapitalisten so wenig vom Kapitalismus verstehen, dass sie ihn vor die Hunde gehen lassen, indem sie mit ihrer wirtschaftlichen Macht verhindern, dass ihre Kunden, die zugleich ihre Arbeiter und Angestellten sind, genug Geld haben, um die Produkte zu kaufen, die sie selbst herstellen.<br>\nIch konnte dazu nur sagen, dass es so zu sein scheint, denn wie k&ouml;nnte man sonst erkl&auml;ren, dass selbst in Deutschland, wo die L&ouml;hne &uuml;ber viele Jahre nur wenig gestiegen sind, es kaum einen Unternehmer oder Manager gibt, der versteht, dass der Markt auf Dauer nicht funktionieren kann, wenn es keine Nachfrageentwicklung der Massen gibt, die Schritt h&auml;lt mit der Produktion und dem Angebot an Produkten. In Deutschland sind in dieser Frage die Reihen der Unternehmer (und der &Ouml;konomen nat&uuml;rlich) fest geschlossen, obwohl es kaum nachzuvollziehen ist, dass nicht einmal der Chef eines gro&szlig;en, vorwiegend f&uuml;r den Binnenmarkt arbeitenden Unternehmens auf die Idee kommt, zu fragen, wieso dieser deutsche Binnenmarkt seit fast f&uuml;nfzehn Jahren stagniert. Offensichtlich ist in Deutschland die Lobby der Exportunternehmen so stark, dass sie jede vern&uuml;nftige Stimme unterdr&uuml;cken k&ouml;nnen. Vielleicht ist es ja bezeichnend, dass der heutige Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Hubertus Pellengahr, lange Jahre Sprecher des deutschen Einzelhandels war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/verstehen-die-kapitalisten-den-kapitalismus-nicht\/\">flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Lucas Zeise: Vorbildliches Frankreich<\/strong><br>\nSeit zwanzig Jahren sind Bahn- und Telekomunternehmen dem Zwang zu Konkurrenz, Privatisierung und Kapitalverkehrsfreiheit ausgesetzt und bieten das klassische Beispiel daf&uuml;r, da&szlig; Liberalismus mit rigorosem Zwang durchgesetzt werden mu&szlig;.  In Deutschland ist die Bahn in diesem Sinn weitgehend liberalisiert. Nur beim letzten geplanten Schritt, der Privatisierung einschlie&szlig;lich B&ouml;rsengang war der Widerstand in Stadt und Land so gro&szlig;, da&szlig; bisher davon Abstand genommen wurde. Aber die von der EU verlangte Trennung des Schienennetzes vom Betrieb der Z&uuml;ge wurde (allerdings unter dem Oberdach der Bahn-Holding) verwirklicht. Auch k&ouml;nnen in- und ausl&auml;ndische Unternehmen die Lizenz zum Betrieb von Teilstrecken erhalten. Damit wird verwirklicht, was man in der EU die Freiheit des Wettbewerbs nennt. Damit ist kein Wettbewerb am Markt um die Gunst der Reisenden gemeint, denn die Lizenznehmer sind selbstverst&auml;ndlich Monopolisten auf ihrer Strecke. Es handelt sich vielmehr um einen Konkurrenzkampf um die Gunst des staatlichen Lizenzvergebers. Und es ist ein Wettbewerb darum, wer am besten die L&ouml;hne der Eisenbahner dr&uuml;cken kann. Welchen Anreiz die Betreibergesellschaft des Schienennetzes haben sollte, es zu modernisieren und in Schu&szlig; zu halten, bleibt auch nach der EU-Theorie ein Geheimnis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/06-21\/052.php\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die aggressive &Uuml;berreaktion der Regierung k&ouml;nnen die Gewerkschaften verkraften. Bedenklicher ist, dass die Mehrheit der Medien (Ausnahme Le Monde) gegen den Bahnstreik agitiert, indem sie ung&uuml;nstige Umfragen lancieren, unzufriedene Fahrg&auml;ste und kaum Streikende und Gewerkschafter zu Wort kommen lassen, usw. Man kann nur hoffen, dass die beiden tendenziell linken Gewerkschaften CGT und SUD dem Druck standhalten und geschlossen bleiben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Macht der Ratingagenturen<\/strong><br>\nRatingagenturen spielen in politischen Debatten eine gro&szlig;e Rolle. Immer wieder wird argumentiert, man m&uuml;sse die aktuelle Wirtschaftspolitik so gestalten, dass man gute Ratings, z.B. f&uuml;r einzelne L&auml;nder, nicht verliere. Zuletzt haben wir das bei den Milliardenzusch&uuml;ssen f&uuml;r die angeschlagene Hypo Alpe Adria geh&ouml;rt. Das Urteil der Ratingagenturen formt offenbar den Rahmen f&uuml;r die Politik. Aber diese Macht der Ratingagenturen kann nicht aus der Qualit&auml;t ihrer Ratings erkl&auml;rt werden.<br>\nDer Markt f&uuml;r Ratings ist kein Konkurrenzmarkt. Er wird von zwei gro&szlig;en Firmen dominiert: Moodys&lsquo; und Standard &amp; Poor&rsquo;s (S&amp;P), die ungef&auml;hr 80 Prozent des gesamten Marktes kontrollieren. (Fitch als drittgr&ouml;&szlig;te Agentur kommt auf gut 15 Prozent. Den Rest teilen sich ungef&auml;hr 140 Agenturen, welche meist auf einen lokalen Markt spezialisiert sind.) Der Einfluss der Ratingagenturen kann  nicht aus der Qualit&auml;t ihrer Ratings erkl&auml;rt werden. Er muss institutionell verstanden werden: aus der Stellung der gro&szlig;en Agenturen im globalen Finanzsystem. Diese &uuml;ben eine weltweite Steuer- und Kontrollfunktion aus. Man sch&auml;tzt, dass alleine Moody&rsquo;s und S&amp;P &uuml;ber die von ihnen erteilten Ratings den Fluss von rund 80 % des gesamten Weltkapitals beeinflussen. Aber diese beiden Firmen sind verglichen mit gro&szlig;en Banken &bdquo;finanzielle Zwerge&ldquo;: S&amp;P z.B. hat nur ein Zehntel des Umsatzes von Goldman Sachs. Wie kommen so &bdquo;kleine&ldquo; Firmen in eine Rolle, in der sie die gr&ouml;&szlig;ten Banken und sogar Staaten in ernsthafte Schwierigkeiten bringen k&ouml;nnen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/die-macht-der-ratingagenturen\/#more-5899\">Arbeit &amp; Wirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Europ&auml;ische Union in der Stagnationskrise<\/strong><br>\nDieser kurze Blick auf die Wahl von Rechtspopulisten in verschiedenen EU-Staaten zeigt, dass die Motive aus historischen Gr&uuml;nden teilweise divergieren. Deutlich wird aber auch, dass ohne die Eurokrise, ihre &ouml;konomischen und sozialen Folgen und ohne das Versagen der herrschenden Parteien in vielen L&auml;ndern der Vormarsch der Rechtspopulisten  nicht zu erkl&auml;ren ist. Hinzu kommt, dass mit Ausnahme der Syriza in Griechenland nirgendwo in der EU eine linke Partei in der Lage war, in kritischer Auseinandersetzung mit der herrschenden Austerit&auml;tspolitik ein &uuml;berzeugendes alternatives Paradigma anzubieten&hellip;<br>\nIm gesamten bisherigen Verlauf der Eurokrise ist es der europ&auml;ischen Linken nicht gelungen, dem herrschenden Austerit&auml;tsparadigma auf europ&auml;ischer Ebene ein &uuml;berzeugendes Alternativkonzept entgegenzusetzen&hellip;<br>\nDas trifft aber auch f&uuml;r die europ&auml;ische Gewerkschaftsbewegung zu, in der im Hinblick auf die Zukunft der EU unterschiedliche Auffassungen vorhanden sind und die sich in der Frage einer europ&auml;ischen Investitionsoffensive (&bdquo;Marshall-Plan&ldquo;) &uuml;ber lange Zeit nicht und schlie&szlig;lich erst sehr sp&auml;t (im Herbst 2013) verst&auml;ndigen konnte. Die gewerkschaftlichen Abwehrstreiks gegen die Austerit&auml;tspolitik wurden dar&uuml;ber hinaus &uuml;berwiegend auf nationaler Ebene ausgetragen, von einer europ&auml;ischen Koordination durch den EGB kann kaum gesprochen werden&hellip;.<br>\nAls Desaster muss auch betrachtet werden, dass die SPD, in deren Regierungsverantwortung S&uuml;deuropa gro&szlig;e Hoffnungen gesetzt hat, als Teil der Gro&szlig;en Koalition die Merkelsche Europapolitik nahezu komplett &uuml;bernommen hat&hellip;<br>\n&Ouml;konomisch bleibt es beim Austerit&auml;tsparadigma. Der mediterrane Dreibund aus Frankreich, Spanien und Italien wird keine grundlegende Alternative durchsetzen k&ouml;nnen. Das bedeutet f&uuml;r S&uuml;deuropa und Frankreich trotz einer leichten konjunkturellen Erholung f&uuml;r lange Zeit ein hohes Niveau an Arbeitslosigkeit, Realeinkommensverluste und Einschnitte in die sozialen Sicherungssysteme. Die Frustrationen &uuml;ber diese Entwicklung sind ein weiterer N&auml;hrboden f&uuml;r rechtspopulistische Konzepte und eine Verst&auml;rkung der Legitimationskrise der EU. Sozial setzen sich damit die Erosionstendenzen des Europ&auml;ischen Sozialmodells fort. Neoliberale Reformprozesse behalten auch hier die Oberhand, ja, sie werden verst&auml;rkt.<br>\nDer europ&auml;ische Integrationsprozess wird damit politisch, &ouml;konomisch und sozial immer st&auml;rker ausgeh&ouml;hlt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/++co++69074b6e-fabe-11e3-8c8b-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Reall&ouml;hne im 1. Quartal 2014 zum Vorjahresquartal um 1,3 % gestiegen<\/strong><br>\nNach den Ergebnissen der Viertelj&auml;hrlichen Verdiensterhebung sind die Reall&ouml;hne in Deutschland vom ersten Quartal 2013 bis zum ersten Quartal 2014 um 1,3 % gestiegen. Dies ist der h&ouml;chste Reallohnanstieg seit dem zweiten Quartal 2011. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren im 1. Quartal 2014 die Nominall&ouml;hne um 2,6 % h&ouml;her als im Jahr zuvor, die Verbraucherpreise legten um 1,2 % zu. Sowohl die regelm&auml;&szlig;ig gezahlten Verdienstbestandteile als auch die Sonderzahlungen trugen zu diesem hohen Verdienstzuwachs bei.<br>\nIm Jahr 2013 verdienten Voll- und Teilzeitbesch&auml;ftigte (ohne geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigte) in Deutschland pro Stunde durchschnittlich 19,65 Euro brutto. Sonderzahlungen wurden in diesem Durchschnittswert nicht ber&uuml;cksichtigt. Auf Ebene der Bundesl&auml;nder hat Hamburg mit 22,12 Euro den h&ouml;chsten Bruttostundenverdienst und liegt damit vor Hessen (21,65 Euro) sowie Baden-W&uuml;rttemberg (21,23 Euro). Schlusslicht der L&auml;nder im fr&uuml;heren Bundesgebiet ist Schleswig-Holstein mit 18,17 Euro. Die geringsten Bruttostundenverdienste werden in Mecklenburg-Vorpommern und Th&uuml;ringen (jeweils 15,02 Euro) sowie Sachsen-Anhalt (15,09 Euro) gezahlt.<br>\nAuf Ebene der Leistungsgruppen und Bundesl&auml;nder sind die Verdienstunterschiede noch ausgepr&auml;gter: Arbeitnehmer in leitender Stellung verdienten in Hessen mit durchschnittlich 38,94 Euro am meisten. Am wenigsten verdienten ungelernte Arbeitnehmer in Mecklenburg-Vorpommern mit durchschnittlich 9,07 Euro.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140625_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/PresseService\/Presse\/Pressemitteilungen\/2014\/06\/PD14_222_623.html;jsessionid=C1A7A0EBEE78198FB4F950DB1615BDFA.cae4\">Statistisches Bundesamt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Axel Troost in der Haushaltsdebatte<\/strong><br>\n&Uuml;ber die Einnahmeseite des Haushalts und &uuml;ber Steuerhinterziehung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/mediathek\/?isLinkCallPlenar=1&amp;action=search&amp;contentArea=details&amp;ids=3559414&amp;instance=m187&amp;categorie=Plenarsitzung&amp;destination=search&amp;mask=search\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>215 Milliarden f&uuml;r Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit<\/strong><br>\nUm die Jugendarbeitslosigkeit in Europa zu bek&auml;mpfen werden horrende Summen ben&ouml;tigt. Davon geht der Arbeitsmarktexperte Peter Hartz aus. Urspr&uuml;nglich hatte die Europ&auml;ische Union nur ein Kontingent von sechs Milliarden Euro zur Bek&auml;mpfung vorgesehen.<br>\nDie L&ouml;sung der Jugendarbeitslosigkeit in Europa kostet nach Einsch&auml;tzung des Arbeitsmarktexperten Peter Hartz 215 Milliarden Euro. &ldquo;Die EU hat Mittel von sechs Milliarden Euro vorgesehen, aber das reicht bei weitem nicht aus&rdquo;, sagte Hartz dem &ldquo;Handelsblatt&rdquo; vom Freitag. &ldquo;Um 5,5 Millionen jugendlichen Arbeitslosen zu helfen, brauchen Sie 215 Milliarden Euro.&rdquo; Das Problem der Jugendarbeitslosigkeit m&uuml;sse von den EU-Staaten gemeinsam mit der Finanzindustrie angegangen werden. &ldquo;Die Ressourcen sind da, Europa ist so reich.&rdquo; (&hellip;)<br>\nHartz will am Montag auf einer Konferenz in Saarbr&uuml;cken ein von ihm und Wissenschaftlern erstelltes Programm namens &ldquo;Europatriates&rdquo; vorstellen, mit dem arbeitslose Jugendliche in Europa wieder eine Zukunftsperspektive bekommen sollen. Die Idee dahinter: Arbeitslose Jugendliche finden in einem europ&auml;ischen Gastland einen Job oder werden dort ausgebildet und kehren dann mit Berufserfahrung in ihre Heimat zur&uuml;ck. Das Herkunftsland wird parallel dabei unterst&uuml;tzt, wieder selbst Jobs zu schaffen. Als ein Instrument zur Finanzierung der Ausbildung wird ein von &ouml;ffentlichen und privaten Anlegern gespeister Fonds vorgeschlagen, der ein Wertpapier f&uuml;r Ausbildungszeit ausgibt und handelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/arbeitsmarkt\/hartz-warnt-215-milliarden-fuer-kampf-gegen-jugendarbeitslosigkeit_id_3935240.html\">Focus Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Noch immer h&ouml;ren offenbar zu viele auf den Mann, der im Rahmen einer Kommission f&uuml;r die rot-gr&uuml;ne Bundesregierung Schr&ouml;der-Fischer Ideen f&uuml;r eine Neugestaltung des deutschen Arbeitsmarktes lieferte, die sowohl Erwerbslose als auch die in Arbeit steckende Arbeitnehmerschaft in Angst versetzte und nicht selten auch deren Armut vergr&ouml;&szlig;erte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>WM-Stadien:  S&uuml;dafrikas &ldquo;wei&szlig;e Elefanten&rdquo; sind Brasiliens Horror<\/strong><br>\nIn Cuiab&agrave; und Natal stehen die letzten dortigen WM-Spiele an. Und dann? Niemand wei&szlig;, was aus den Stadien wird. Der Blick nach S&uuml;dafrika, wo die WM 2010 stattfand, zeigt eine schockierende Bilanz. Die zehn WM-Stadien sind die offensichtlichsten Symbole, die von der WM 2010 &uuml;brig geblieben sind. Und ihre Nutzungsbilanz spricht nicht gerade f&uuml;r einen nachhaltigen Erfolg des Turniers. Neun der zehn Arenen sind defizit&auml;r und verursachen Verluste in Millionenh&ouml;he.  Allen voran das spektakul&auml;re Stadion in Kapstadt, dessen Bau mit 340 Millionen Euro der teuerste war. Den j&auml;hrlichen Einnahmen von 1,03 Millionen Euro stehen dort Kosten in H&ouml;he von 4,5 Millionen Euro gegen&uuml;ber. Die Rechnung bezahlen die Kommunen, die ohnehin kein Geld haben.Industrienationen wie Japan und S&uuml;dkorea k&ouml;nnen es sich leisten, einige Stadien der gemeinsam ausgerichteten WM 2002 schlicht wieder einzurei&szlig;en. Und in Deutschland gaben die neuen Stadien der Bundesliga einen dauerhaften Schub.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article129386266\/Suedafrikas-weisse-Elefanten-sind-Brasiliens-Horror.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Man sollte hier nicht verschweigen, dass auch Deutschland seinen &bdquo;wei&szlig;en Elefanten&ldquo; hat. F&uuml;r die WM 2006 wurden nicht nur Stadien umgebaut, die nach dem Turnier von Bundesligaklubs genutzt werden konnten, sondern auch das marode Leipziger Zentralstadion, das mit rund 100 Mio. Euro &ouml;ffentlicher Gelder zur WM modernisiert wurde und in dem vor und nach der WM oft <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-30833346.html\">nur jeder zehnte Platz besetzt war<\/a>. Das Beispiel Deutschland\/Leipzig zeigt jedoch auch, wie man ganz marktkonform mit solchen &bdquo;wei&szlig;en Elefanten&ldquo; umgehen kann. Der Getr&auml;nkeproduzent Red Bull sicherte sich f&uuml;r eine &uuml;berschaubare Summe (die Stadt war f&uuml;r jeden Euro dankbar, der das Defizit der Arena dr&uuml;ckte) die Namensrechte am Stadion und kaufte sich in Leipzig gleich noch einen Retortenklub, den man mit Geldern aus dem Marketingbudget nun bis in die zweite Liga gepusht hat. Wenn der Staat &bdquo;wei&szlig;e Elefanten&ldquo; in die Umgebung setzt, ist dies oft auch eine Steilvorlage f&uuml;r die fortschreitende Kommerzialisierung des Fu&szlig;balls.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Startschuss f&uuml;r &Ouml;PP-Projekt zum Ausbau der A 7 n&ouml;rdlich von Hamburg<\/strong><br>\nDer Ausbau der A7 n&ouml;rdlich von Hamburg kann beginnen. Die l&auml;nder&uuml;bergreifende Ma&szlig;nahme ist ein Projekt der zweiten Staffel &ouml;ffentlich-privater Partnerschaften (&Ouml;PP) im Bundesfernstra&szlig;enbereich. Heute wurde der Zuschlag f&uuml;r das &ldquo;Verf&uuml;gbarkeitsmodell A7&rdquo; erteilt. Auftragnehmer ist ein Konsortium der Unternehmen HOCHTIEF PPP Solutions, DIF Infra und dem regionalem mittelst&auml;ndischen Unternehmen KEMNA BAU. Der Baubeginn ist f&uuml;r Herbst 2014 vorgesehen. Ende 2018 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.<br>\nBei dem Projekt will das Konsortium erstmals ein neuartiges Finanzierungsinstrument nutzen. Teile des f&uuml;r den Ausbau der Strecke notwendigen Geldes will es sich &uuml;ber eine Projektanleihe bei privaten Investoren besorgen. Bisher wurden f&uuml;r die anteilige Fremdfinanzierung von &Ouml;PP-Betreibern ausschlie&szlig;lich Bankkredite aufgenommen. Die Projektanleihe wird durch die EU gef&ouml;rdert. Mit der Europa-2020-Projektanleiheninitiative will sie auf Strecken der Transeurop&auml;ischen Netze (TEN) verst&auml;rkt private Investoren einbinden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bmvi.de\/SharedDocs\/DE\/Pressemitteilungen\/2014\/047-dobrindt-oepp-a7-vergabe.html?linkToOverview=DE%2FPresse%2FPressemitteilungen%2Fpressemitteilungen_node.html%23id132692\">Bundesministerium f&uuml;r Verkehr und Infrastruktur<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wozu haben wir eigentlich einen Bundesrechnungshof. Der offizielle Finanzkontrolleur kann noch so oft zu dem Ergebnis kommen, das privat finanzierte Autobahnbauten teurer sind als &ouml;ffentliche Projekte und dass <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/oepp-privat-finanzierte-autobahnen-sind-teurer-als-staatlich-gebaute-a-974654.html\">sich solche privaten Bauten nicht rechnen<\/a>. Das st&ouml;rt Dobrindt und die gesamte Regierung nicht im Geringsten, im Gegenteil jetzt d&uuml;rfen auch noch &bdquo;Heuschrecken&ldquo; ran.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>IZA: Prof. Zimmermann prozessiert weiter gegen R&uuml;gemer<\/strong><br>\nProf. Dr. Klaus Zimmermann, Direktor des IZA, hat im Rechtsstreit mit Werner R&uuml;gemer einen Vergleichsvorschlag der Hamburger Pressekammer zur&uuml;ckgewiesen. Der Streit geht also in die zweite Runde&hellip;<br>\nBis zum jetzigen Zeitpunkt stehen f&uuml;r Werner R&uuml;gemer rund 3.500,- Euro an Verfahrenskosten im Raum. Er sollte nicht darauf sitzen bleiben, denn das Verfahren ber&uuml;hrt die Presse- und Meinungsfreiheit in Deutschland.<br>\nWerner R&uuml;gemer bestreitet, dass die neoliberale Denkfabrik IZA als unabh&auml;ngige Forschungseinrichtung bezeichnet werden muss, da sie &uuml;ber Umwege von der Deutschen Post AG finanziert wird. 53 Professoren aus dem attac-Umfeld unterst&uuml;tzen R&uuml;gemer in seiner Einsch&auml;tzung.<br>\nMeinungsfreiheit darf keine Frage des Geldbeutels sein&hellip;<br>\nSpenden Sie f&uuml;r Meinungsfreiheit!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/arbeitsunrecht.de\/iza-prozessiert-weiter_soli-fond-meinungsfreiheit-gegruendet\/\">Arbeitsunrecht in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die schwerste Niederlage der deutschen Geschichte<\/strong><br>\nDie Landung in der Normandie im Juni 1944 hat die Erinnerung an die Gro&szlig;offensive der Roten Armee verdr&auml;ngt. Dabei &uuml;bertrafen die Verluste durch die &ldquo;Operation Bagration&rdquo; Stalingrad bei weitem.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/geschichte\/zweiter-weltkrieg\/article129363197\/Die-schwerste-Niederlage-der-deutschen-Geschichte.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Eine sehr seltsame Auffassung von Geschichte als einer Geschichte deutscher Verluste. Eine sehr selektive Erinnerung, ohne daran zu erinnern, dass Deutschland sich diese Verluste selbst zuzuschreiben hatte, ohne auch nur einen Gedanken an die Verluste der Alliierten, der zivilen Opfer im Osten und im Westen zu verschwenden. Ohne daran zu erinnern, dass die Landung in der Normandie oder die Operation Bagration, dass diese ungeheure mit so vielen Opfern verbundenen Anstrengung der halben Welt die Antwort auf den Angriff Deutschlands auf die Menschheit war, dessen unmenschlicher, in seiner Dunkelheit nicht zu erfassende Kern die systematische Vernichtung der Juden bildete. &ndash; &ldquo;Die schwerste Niederlage der deutschen Geschichte&rdquo; ist mit Namen wie Auschwitz verbunden. Sie beinhaltet den Verlust der Menschlichkeit.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Washington&rsquo;s Iron Curtain in Ukraine<\/strong><br>\nNATO leaders are currently acting out a deliberate charade in Europe, designed to reconstruct an Iron Curtain between Russia and the West.<br>\nWith astonishing unanimity, NATO leaders feign surprise at events they planned months in advance. Events that they deliberately triggered are being misrepresented as sudden, astonishing, unjustified &ldquo;Russian aggression&rdquo;. The United States and the European Union undertook an aggressive provocation in Ukraine that they knew would force Russia to react defensively, one way or another.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.counterpunch.org\/2014\/06\/06\/washingtons-iron-curtain-in-ukraine\/\">Counterpunch<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Did Obama Know that ISIS Planned to Invade Iraq?<\/strong><br>\nToday&rsquo;s head-scratcher: How could a two-mile long column of jihadi-filled white Toyota Land rovers barrel across the Syrian border into Iraq&ndash;sending plumes of dust up into the atmosphere &ndash;without US spy satellites detecting their whereabouts when those same satellites can read a damn license plate from outer space? And why has the media failed to inquire about this massive Intelligence failure?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.counterpunch.org\/2014\/06\/24\/did-obama-know-that-isis-planned-to-invade-iraq\/\">Counterpunch<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht: Schmierentheater. Gabriel und der EU-Stabilit&auml;tspakt<\/strong><br>\nEs ist Vorsicht geboten, wenn Sozialdemokraten mit politischen Vorschl&auml;gen in die Offensive gehen. Bei Sigmar Gabriels j&uuml;ngstem Vorsto&szlig; zum Europ&auml;ischen Stabilit&auml;tspakt ist es nicht anders. Der Vizekanzler m&ouml;chte als Gegenleistung f&uuml;r weitere &raquo;Reformen&laquo; den europ&auml;ischen L&auml;ndern ein h&ouml;heres Schuldenmachen erlauben. Damit steht er in einer Reihe mit den Regierungen in Paris und Rom, die ebenfalls von Parteien gef&uuml;hrt werden, die zum sozialdemokratischen Lager z&auml;hlen. Auch die sogenannten Sozialisten im EU-Parlament haben sich daf&uuml;r ausgesprochen. Das ruft die Union auf den Plan. Der Generalsekret&auml;r der CSU sieht seine Chance, die &Ouml;ffentlichkeit glauben zu machen, da&szlig; hier ein Drama ablaufe, in dem Gabriel die Rolle des Brutus spiele, der die ehrliche schw&auml;bische Hausfrau Merkel und gute Gouvernante Europas mit dem Schuldendolch dahinmeuchelt. Auf dieses Schmierentheater sollte jedoch niemand hereinfallen. Konservative und Sozialdemokraten spielen nach au&szlig;en mit verteilten Rollen. Sie haben aber das gleiche Ziel: Die deutsche Agenda 2010 soll f&uuml;r alle Staaten der EU zum verbindlichen Programm werden. Zitat Gabriel: &raquo;Wir Deutschen stehen heute besser da als viele andere Staaten, weil wir uns mit Gerhard Schr&ouml;ders Agenda 2010 ein hartes Reformprogramm auferlegt haben.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/06-25\/039.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Gespr&auml;ch mit Hans-J&uuml;rgen Urban: &raquo;Wir brauchen Aktivit&auml;t, polarisierende Debatten, produktive Provokation&laquo;<\/strong><br>\nHans-J&uuml;rgen Urban, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrendes Vorstandsmitglied der IG Metall, hat mit dem von ihm gepr&auml;gten Begriff &raquo;Mosaik-Linke&laquo; die Debatte um eine k&uuml;nftige Kooperation von Rot-Rot-Gr&uuml;n erweitert. Was er darunter versteht und welche Rolle er dabei den Gewerkschaften zuschreibt, erl&auml;utert er im Gespr&auml;ch mit Thomas Meyer&hellip;<br>\nWer das linke Parteienmosaik will, muss in der SPD, den Gr&uuml;nen oder der Linken offen und mit Ausdauer auf die Mosaikf&auml;higkeithinarbeiten&hellip;<br>\nDie SPD w&auml;re als stimmenst&auml;rkste Partei als institutionelles Zentrum eines rot-rot-gr&uuml;nen B&uuml;ndnisses gefordert, ist aber zurzeit weder mosaikwillig noch -f&auml;hig. Sie muss sich vor allem durch eine glaubw&uuml;rdige Praxis aus der babylonischen Gefangenschaft der Agenda-Politik befreien. Sie muss glaubw&uuml;rdig und dauerhaft eine alternative Politik machen, sonst wird sie aus dem Vertrauensloch unter ihren potenziellen W&auml;hlern nicht herauskommen&hellip;<br>\nDie Gr&uuml;nen haben sich zurzeit am weitesten von einem linken Projekt entfernt. Es gibt keine empirische Evidenz, dass die Gerechtigkeitsrhetorik f&uuml;r das schlechte Wahlergebnis verantwortlich ist. Und trotzdem diente diese Behauptung als Begr&uuml;ndung, um den &raquo;eher linken&laquo; Fl&uuml;gel politisch zu entmachten. Es scheint so, als wollten viele B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen zu einer Art wirtschaftsliberalen gr&uuml;nen FDP machen&hellip;<br>\nDie Linke k&ouml;nnte sich als Tr&auml;gerin einer modernden Kapitalismus-Kritik profilieren. Dazu w&auml;re eine strikte Sozialstaatsorientierung hilfreich, die klassenpolitisch konnotiert ist. Ausgangspunkt ist das Faktum, dass sozialer &ndash; und &ouml;kologischer &ndash; Fortschritt ein machtbasiertes Konfliktthema ist. Das Profil der Linkspartei k&ouml;nnte sich hier sch&auml;rfen, wenn dieses Thema als &raquo;modernes Klassenthema&laquo; diskutiert w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hans-juergen-urban.de\/archiv\/presse\/2014\/2014_06_gespraech_neue_gesellschaft.pdf\">Hans-J&uuml;rgen Urban [PDF &ndash; 487 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> In einem Sechs-Augengespr&auml;ch zwischen Katja Kipping und Bernd Riexinger machte Sigmar Gabriel laut Spiegel deutlich, dass er an einer grunds&auml;tzlichen Debatte &uuml;ber Rot-Rot-Gr&uuml;n <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/rot-rot-gruen-gabriel-traf-linken-chefs-zu-sechs-augen-gespraech-a-976896.html\">derzeit wenig Interesse habe<\/a>. Kein Wunder, wenn sich Gabriel und die SPD in der Gro&szlig;en Koalition eingerichtet haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>ARD und ZDF bei der WM: Die Wassertr&auml;ger des DFB<\/strong><br>\nARD und ZDF pr&auml;sentieren sich bei der Fu&szlig;ball-WM als PR-Truppe des Deutschen Fu&szlig;ball-Bundes. Ein Kommentar zu einem Festival der Anbiederung und Schleimerei vor 24 Millionen Zuschauern&hellip;<br>\nUnd die Vor- und Nach- und Drumherum-Berichte &uuml;ber das deutsche Team beginnen. Bei dieser WM haben sie neues Niveau erreicht: an Opportunismus und Anbiederei&hellip;<br>\nAuf die Frage, warum das &ouml;ffentlich-rechtliche Fernsehen sich ungeniert als Wassertr&auml;ger des DFB pr&auml;sentiert, ob sie ihre Schleimereien als Dienst an der Nationalmannschaft begreifen oder nur sich selbst als Parasiten ihrer Popularit&auml;t, auch darauf m&ouml;chte man lieber gar keine Antwort haben. Das Einverstandensein geht so weit, dass man auch &uuml;ber den Euphoriepartner Fifa kaum B&ouml;ses sagen m&ouml;chte; und wenn es doch passiert, wie bei Matthias Opdenh&ouml;vels Kommentar &uuml;ber die &bdquo;schwindeligen Fifa-Fl&ouml;ten&ldquo;, der im Internet-Livestream zu h&ouml;ren war, dann handelt es sich nur um eine Panne. Mal sehen, wann sich die ARD daf&uuml;r entschuldigt, versehentlich kritische T&ouml;ne getroffen zu haben.<br>\nDass die Fifa das Bild bestimmt, das die Zuschauer von den Spielen haben, ist l&auml;ngst bekannt. Wer sieht, wie das deutsche Fernsehen dar&uuml;ber berichtet, den bef&auml;llt der Verdacht, dass sich auch dessen Redaktionen an Statuten halten m&uuml;ssen, die vorschreiben, ordentlich mitzujubeln. Oder, was es noch schlimmer macht: dass es solche Klauseln doch nicht gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/ard-und-zdf-bei-der-wm-die-wassertraeger-des-dfb-13002310.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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