{"id":2218,"date":"2007-03-29T09:34:12","date_gmt":"2007-03-29T08:34:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2218"},"modified":"2007-03-29T09:34:12","modified_gmt":"2007-03-29T08:34:12","slug":"hinweise-des-tages-359","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2218","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><\/p><ol>\n<li>\n<ul>\n<li><strong>DIW-STUDIE<br>\nEinkommen stagnieren &ndash; nur die Reichen werden reicher<\/strong><br>\nDeutliche Ergebnisse einer DIW-Studie: Die Einkommen der Otto-Normal-Verdiener stagnierten im vergangenen Jahrzehnt, die Reichen aber wurden immer reicher. Je mehr Geld jemand hatte, desto rasanter wuchs auch sein Einkommen. Und der Trend setzt sich fort.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,474560,00.html\">spiegel online<\/a><\/li>\n<li><strong>Mehdorns Gehalt verdoppelte sich 2006<\/strong><br>\nSein Schaffen als Bahnchef ist gelinde gesagt umstritten &ndash; doch der Bund ist mit der Arbeit von Hartmut Mehdorn offenbar zufrieden. Sein Gehalt jedenfalls hat sich im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt: Insgesamt strich der Herr der Schienen 3,18 Millionen Euro ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,474460,00.html\">spiegel online<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>Harte Worte gegen Joseph Kabila, Kongo<\/strong><br>\nBotschafter der Europ&auml;ischen Union kritisieren den Milit&auml;reinsatz im Kongo letzte Woche als &ldquo;unangemessen&rdquo;. Pr&auml;sident Kabila: im Kongo kein Platz mehr f&uuml;r Konsenssuche<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2007\/03\/29\/a0083.1\/textdruck\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar:<\/strong> Es ist schon erstaunlich, wie sehr die Vorg&auml;nge im Kongo von den Medien, bis auf die taz mit Dominic Johnson, ignoriert werden. In der jetzigen Situation m&uuml;&szlig;ten nach dem viel gelobten Einsatz der Eufor-Truppe unter deutscher F&uuml;hrung zumindest einige Fragen  nach dem Sinn und Zweck oder den eventuellen Vers&auml;umnissen dieses Einsatzes gestellt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Europa. Suche nach der verlorenen Mitte<\/strong><br>\nAls Ausweg aus der Krise der EU fordern manche eine Neugr&uuml;ndung im kleinen Kreis. Das franz&ouml;sische Konzept eines &ldquo;Kerneuropa&rdquo; hat derzeit bessere Aussichten denn je.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2007\/03\/29\/a0138.1\/textdruck\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar:<\/strong> Das ist doch nicht realistisch, wenn auch m&ouml;glicherweise vern&uuml;nftig.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>B&ouml;se Amis, arme Mullahs<\/strong><br>\nVon Claus Christian Malzahn<br>\n48 Prozent der Deutschen halten die USA f&uuml;r gef&auml;hrlicher als Iran &ndash; nur 31 Prozent glauben das Gegenteil. Das Ergebnis entspricht der deutschen Grundverlogenheit. H&ouml;chste Zeit f&uuml;r eine Neuauflage von Re-Education.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/debatte\/0,1518,474554,00.html\">spiegel online<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar eines Lesers zu diesem St&uuml;ck:<\/strong> &bdquo;&hellip;aber vielleicht f&auml;llt Euch dazu ja noch was ein&hellip; kann man eigentlich noch mehr Polemik in einem einzigen Artikel unterbringen?&ldquo; In der Tat: dieser Kommentar von Malzahn sagt auch viel &uuml;ber das Verlottern der Spiegel-(Online)-Redaktion.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Noch ein Hinweis eines unserer Leser zum Autor Malzahn und zum Text:<\/strong> &bdquo;Nach ein paar Zeilen war klar, dass es sich hier nur um ein neo-konservatives St&uuml;ck Propaganda f&uuml;r die amerikanische Au&szlig;enpolitik handelt. Ein kurzer Blick in Wikipedia verr&auml;t: 1986 war Malzahn noch Mitbegr&uuml;nder des Lokalteils der taz in Bremen. Weiter unten hei&szlig;t es: &ldquo;Im Wahljahr 2005 positionierte er sich durch kritische Artikel bei Spiegel Online als Kritiker der 68er und der rot-gr&uuml;nen Regierung, er warb offen f&uuml;r eine CDU-Regierung unter Angela Merkel sowie eine politische Ann&auml;herung an die USA unter George W. Bush.&rdquo;&ldquo; Typisch f&uuml;r die Bewegung von links unten nach rechts oben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Wettbewerb und Markt sind zu wenig&rdquo;<\/strong><br>\nIn der neuesten Ausgabe der Zeitschrift Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 13\/2007) gibt es einen empfehlenswerten Artikel mit dem Titel &ldquo;Wettbewerb und Markt sind zu wenig&rdquo; von Heinz-J. Bontrup.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/publikationen\/W08Z5T,0,Wettbewerb_und_Markt_sind_zu_wenig.html\">bpb.de<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar:<\/strong> Er vermittelt grundlegende, kritische Einsichten und erinnert an einfache, wichtige und in der ver&ouml;ffentlichten Debatte in Vergessenheit geratene &ouml;konomische Grunds&auml;tze.<br>\nAls Gegenst&uuml;ck dazu zum Abgew&ouml;hnen: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/609736\/\">H.-W. Sinn im Deutschlandfunk<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Noch einmal zu privaten Unis: Verblasster Ruhm<\/strong><br>\n<a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/forschung_bildung\/bildung\/:Verblasster%20Ruhm\/?mode=autor\">von Antonia G&ouml;tsch (Hamburg) und Alexander Ross (Berlin)<\/a><br>\nEine Privatuni nach der anderen ger&auml;t in die Finanzkrise. Schuld sind katastrophales Management und mangelnde Sponsorengelder. Gro&szlig;e Konzerne nutzen die Schn&auml;ppchenstimmung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/forschung_bildung\/bildung\/:Verblasster%20Ruhm\/179094.html\">ftd<\/a><\/li>\n<li><strong>Hamburg.de geh&ouml;rt der Axel Springer AG<\/strong><br>\nPrivat, kommerziell, kritikfrei.<br>\nB&uuml;rgermeister Ole von Beust (CDU) hat das Hamburger Internet-Stadtportal hamburg.de mehr-heitlich an die Axel Springer AG verkauft.<br>\n<em>(Pressemitteilung vom 28.3.2007)<\/em>\n<p>Der Hamburger Politikwissenschaftler Prof. Hans J. Kleinsteuber r&auml;t dem Bundeskartellamt, &bdquo;einen kritischen Blick&ldquo; auf die &Uuml;bernahme zu werfen. In einer Expertise des Medienexperten hei&szlig;t es u.a.: <\/p>\n<blockquote><p>\nIn den 90er Jahren versuchte sich die Springer AG selbst an so etwas wie einem Stadtportal, allerdings mit geringem Erfolg. Nun erwirbt das Unternehmen, das bereits im Zeitungsmarkt klarer Marktbeherrscher ist und auch an zwei f&uuml;hrenden Radiostationen und dem einzigen Ballungsraum- TV- Sender beteiligt ist, die Mehrheit bei hamburg.de. Damit sind endg&uuml;ltig alle Chancen vertan, mit dem Stadtportal ein St&uuml;ck autonomer B&uuml;rger&ouml;ffentlichkeit zu schaffen. Wie bei diesem Zuerwerb durch den Platzhirschen zu erwarten ist, finden kritische Stimmen, etwa von der SPD oder der GAL, kaum mehr den Weg in die &Ouml;ffentlichkeit.<br>\nAuf hamburg.de ist einen Tag nach dem Besitzerwechsel z. B. nur die euphorische Pressemitteilung des Hamburger Senats zu finden, verlinkt mit der ebenfalls begr&uuml;&szlig;enden Pressemitteilung des Hauses Springer. Wir finden nur noch PR statt publizistischer Vielfalt und Distanz. Das ist sicherlich ein Vorgeschmack auf das, was uns in der Stadt mit hamburg.de unter neuer F&uuml;hrung bl&uuml;hen kann. Umso bedenklicher ist dies, als es sich um das &ldquo;offizielle Stadtportal&rdquo; (so &uuml;brigens auch die Springer Pressemeldung) handelt; die einzigartige Domain hamburg.de befindet sich n&auml;mlich im Besitz der Stadt und damit aller B&uuml;rgern. Hier wird also ein St&uuml;ck sowieso schon gef&auml;hrdete &Ouml;ffentlichkeit weiter privatisiert, kommerzialisiert und jede B&uuml;rgerbeteiligung, f&uuml;r die sich das Internet besonders anbietet, getilgt.<\/p><\/blockquote>\n<p>ver.di-Landeschef Wolfgang Rose erkl&auml;rt dazu:<\/p>\n<blockquote><p>Unter f&uuml;nf Kaufinteressenten erh&auml;lt ausgerechnet der Verlag den Zuschlag, der in Hamburg &uuml;ber eine besonders starke Medienmacht verf&uuml;gt. BILD, das Hamburger Abendblatt, die WELT, Radio Hamburg, Hamburg 1 und nun das Internetportal der Stadt &ndash; &uuml;berall mischt Springer mit und macht Meinung. Der Senat hat mit seiner Entscheidung die Medienkonzentration gef&ouml;rdert und kleinere Anbieter ignoriert. Warum schaltet die Stadt auf der Suche nach einem Mehrheitsgesellschafter einen Unternehmensberater ein, wenn danach die Wahl auf einen Beinahe-Monopolisten f&auml;llt, der sowieso in dieser Stadt nie zu &uuml;bersehen ist? <\/p>\n<p>Hamburg.de ist kein rein kommerzielles Unternehmen. Das Portal dient der Information der Stadt und soll auch die B&uuml;rgerbeteiligung f&ouml;rdern. Von diesem Demokratieanspruch ist jetzt nichts mehr zu h&ouml;ren, der neue Eigent&uuml;mer will vor allem Kasse machen. Damit setzt sich ein schlimmer Trend fort: Fr&uuml;her konnte man etwa &uuml;ber hamburg.de kostenfrei eine Emailadresse erhalten &ndash; dieser Dienst wurde bereits kommerzialisiert. Ich f&uuml;rchte, dieses Gesch&auml;ft kann teuer werden f&uuml;r die Hamburgerinnen und Hamburg.<\/p>\n<p>Man tritt dem Hause Springer nicht zu nahe, wenn man ihm eine besondere Zuwendung zur Politik des Senats attestiert. Es dr&auml;ngt sich der Eindruck auf, dass der vielfach gedruckte B&uuml;rgermeister hier kurz vor der B&uuml;rgerschaftswahl einen wichtigen Verb&uuml;ndeten bedient hat. Der Verkauf st&auml;dtischer Unternehmen geh&ouml;rt offenbar weiterhin zu den Lieblingsbesch&auml;ftigungen der CDU-Alleinherrscher.<\/p>\n<p>Es wird k&uuml;nftig noch wachsamer darauf zu achten sein, welchen Einfluss die Springer-Chefetage auf die redaktionellen Inhalte des Internetportals und die Auswahl der Redaktion nimmt. Ich frage den Senat, welche Sicherungen er in dem Verkaufsvertrag installiert hat, um einen Machtmissbrauch auszuschlie&szlig;en.<\/p><\/blockquote>\n<p>Herausgeber:<br>\nV.i.S.d.P.: Sabine Bauer<br>\nver.di-Landesbezirk Hamburg<br>\nPressestelle<br>\nBesenbinderhof 60<br>\n20097 Hamburg\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-2218","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2218","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2218"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2218\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2218"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2218"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2218"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}