{"id":22204,"date":"2014-06-30T09:10:30","date_gmt":"2014-06-30T07:10:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22204"},"modified":"2015-11-09T11:55:50","modified_gmt":"2015-11-09T10:55:50","slug":"hinweise-des-tages-2157","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22204","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (HR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22204#h01\">Erster Weltkrieg: So viel Versagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22204#h02\">Von der Leyen will Bundeswehr mit Kampfdrohnen aufr&uuml;sten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22204#h03\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22204#h04\">Muss Deutschland st&auml;rker Flagge zeigen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22204#h05\">Mann von gestern: Zur Wahl von Jean-Claude Juncker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22204#h06\">Stabilit&auml;tspakt: &Ouml;konomische Vernunft statt Prinzipienreiterei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22204#h07\">Regulierung von Geldmarktfonds: Sch&auml;uble verlangt sch&auml;rfere Regeln f&uuml;r Schattenbanken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22204#h08\">Welt-Zentralbank warnt vor neuer Blase<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22204#h09\">US-Richter untersagt Argentinien Zahlungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22204#h10\">Verdi-Chef Bsirske wirft SPD &ldquo;grobe W&auml;hlert&auml;uschung&rdquo; vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22204#h11\">Kinderrechte weltweit: Jedes dritte M&auml;dchen wird zur Heirat gezwungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22204#h12\">Interview mit Ulrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbandes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22204#h13\">Paul Krugman: The Incompetence Dogma &ndash; Das Dogma der Inkompetenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22204#h14\">Stellungnahme des Deutschen Kulturrates zu den TTIP-Verhandlungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22204#h15\">Die Mega-Propaganda der Medien! &ndash; Wie der Staat uns alle beschei&szlig;t!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22204#h16\">Neue Atomwaffen in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22204#h17\">SPD-Spitze: Keine Koalition mit der Linken im Bund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22204#h18\">Gibt&rsquo;s doch gar nicht<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22204&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Erster Weltkrieg: So viel Versagen<\/strong><br>\nWer inneh&auml;lt, kann wachsen. Die Deutschen aber laufen vor sich selbst weg. Und nicht erst seit 1914. Sie haben sich selbst dazu verdammt, sich nicht zu erinnern &ndash; und damit als Nation alle Fehler st&auml;ndig zu wiederholen.<br>\nWer will daran schon erinnert werden? Acht Millionen Tote im ersten Waffengang, 60 Millionen im zweiten, drei Genozide (die Juden Europas, die Herero in Deutsch-S&uuml;dwest-, der Maji-Maji-Aufstand in Deutsch-Ostafrika), B&uuml;rgerkriege, Aufst&auml;nde, Vertreibungen in der ganzen Welt, Verheerungen ganzer Kulturen, ein Kalter Krieg und Millionen und Abermillionen von Menschen, geknechtet, entrechtet und verfolgt von Unrechtsregimen &hellip; Praktisch nichts, was seit 1814 (ja, noch mal 100 Jahre drauf, das Ende der Napoleonade) in Europa und in der Welt geschehen ist, blieb unbeeinflusst von preu&szlig;ischer, dann deutscher Gro&szlig;mannssucht, von germanischen Parvenus, die glaubten, kleinjungenhafte, dreiste Poltrigkeit ohne jedes R&uuml;ckgrat, ohne Anstand und Verantwortungsbewusstsein w&uuml;rde ihnen am Ende den besten Part im Konzert der Nationen sichern &ndash; oder auch den einzigen. Kaiser Wilhelm II. (Kr&uuml;ppel an K&ouml;rper wie Seele) wollte der h&ouml;chste Exponent dieser Raserei nach Weltgeltung sein, Adolf Hitler (der vollkommene seelische Kr&uuml;ppel) wurde der h&ouml;chste Exponent &ndash; und der erb&auml;rmlichste.<br>\nWill man sich das st&auml;ndig in Erinnerung rufen?<br>\nMan k&ouml;nnte Verst&auml;ndnis haben f&uuml;r die introvertierte Vervollkommnung des Biedermeier unter Angela Merkel. Man k&ouml;nnte auch heulen vor so viel Versagen. Vor so viel Feigheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/der-erste-weltkrieg\/erster-weltkrieg-so-viel-versagen,1477454,27639830.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Und wenn man die derzeitige Debatte um Kriegseins&auml;tze oder wenn man an die geopolitischen Strategien vor allem auch in Osteuropa denkt, dann geht das Versagen offenbar weiter. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Von der Leyen will Bundeswehr mit Kampfdrohnen aufr&uuml;sten<\/strong><br>\nBisher pr&auml;sentierte sich Ursula von der Leyen als f&uuml;rsorgliche &bdquo;Mutter der Kompanie&ldquo;. Doch jetzt greift sie zu den Waffen. Die Verteidigungsministerin will ihre Truppen mit bewaffneten Drohnen ausr&uuml;sten &ndash; die nicht nur in Gebieten eingesetzt werden sollen, in denen die Bundeswehr operiert.<br>\nVerteidigungsministerin Ursula von der Leyen (55, CDU) will die Bundeswehr mit bewaffneten Drohnen ausr&uuml;sten. Das geht aus einem Sachstandsbericht ihres Ministeriums hervor, den die &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung zitiert. Die F&uuml;rsorgepflicht des Dienstherrn spreche &bdquo;eher f&uuml;r die Einf&uuml;hrung bewaffneter Drohnen&ldquo;, hei&szlig;e es darin. Selbst den Einsatz der Drohnen in Gebieten, in denen die Bundeswehr sonst nicht operiert, schlie&szlig;e die Ministerin dem Bericht zufolge nicht aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/plan-der-verteidigungsministerin-bundeswehr-soll-kampfdrohnen-bekommen_id_3952854.html\">Focus Online<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Drohnen: Es geht um &ldquo;Raubtier&rdquo; oder &ldquo;Reiher&rdquo;<\/strong><br>\nBekommt die Bundeswehr bewaffnete Drohnen? Ministerin von der Leyen blieb bisher eine Antwort schuldig. Am Montag ber&auml;t der Verteidigungsausschuss, danach muss sie Farbe bekennen. Intern lautet die Frage: &ldquo;Raubtier&rdquo; oder &ldquo;Reiher&rdquo;&hellip;<br>\nIm Koalitionsvertrag hat die schwarz-rote Regierung festgelegt: &ldquo;Unbemannte Luftfahrzeuge spielen bereits heute beim Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan bei der Aufkl&auml;rung und dem Schutz unserer Soldatinnen und Soldaten eine wichtige Rolle. Auch k&uuml;nftig wird die Bundeswehr auf derartige F&auml;higkeiten angewiesen sein. Die Koalition wird eine europ&auml;ische Entwicklung f&uuml;r unbemannte Luftfahrzeuge voranbringen.&rdquo;&hellip;<br>\nEin Angebot f&uuml;r eine europ&auml;ische Entwicklung gibt es bereits, wie tagesschau.de im Mai berichtete. Diese Drohne d&uuml;rfte in jedem Fall bewaffnet sein. Der Grund: An dem Projekt beteiligen sich neben dem deutschen Unternehmen Airbus Defence and Space die Italiener &uuml;ber die R&uuml;stungsschmiede Alenia Aermacchi und Frankreich &uuml;ber den Flugzeugbauer Dassault Aviation.<br>\nItalien und Frankreich fordern sicherlich die Entwicklung eines bewaffneten Modells, denn beide L&auml;nder haben schon Kampfdrohnen. Das Problem der europ&auml;ischen Drohne: Vor 2025 rechnet niemand mit der Fertigstellung. Deshalb verhandelt das Verteidigungsministerium seit Monaten mit zwei Anbietern &uuml;ber die Anschaffung einer &Uuml;berbr&uuml;ckungsl&ouml;sung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/drohnen-102.html\">tagesschau.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>NSA-Zeuge gibt &ldquo;dreckiges Wissen&rdquo; preis<\/strong><br>\nDer ehemalige US-Agent Thomas Drake spricht von &ldquo;extrem weitgehenden&rdquo; Vereinbarungen zwischen den Geheimdiensten BND und NSA. Jetzt will der Amerikaner im Bundestag auspacken.<br>\nDeutsche Geheimdienste haben in der Vergangenheit bei der Terrorbek&auml;mpfung und -aufkl&auml;rung st&auml;rker mit der amerikanischen National Security Agency (NSA) kooperiert als bisher bekannt &ndash; und sich dabei offenbar auch &uuml;ber geltendes Recht hinweggesetzt. Entsprechende Vorw&uuml;rfe erhebt der ehemalige hochrangige NSA-Mitarbeiter Thomas Drake, der am Donnerstag in Berlin vor dem NSA-Untersuchungsausschuss aussagen will.<br>\nEr verf&uuml;ge &uuml;ber &ldquo;dirty knowledge&rdquo; (&ldquo;schmutziges Wissen&rdquo;), sagte Drake der &ldquo;Welt am Sonntag&rdquo;. Der 57-j&auml;hrige US-B&uuml;rger k&uuml;ndigte an, in dem Gremium des Bundestages &ldquo;spezifische Informationen&rdquo; &uuml;ber die Zusammenarbeit zwischen NSA und Bundesnachrichtendienst zu offenbaren. Zwischen BND und NSA habe es &ldquo;extrem weitgehende&rdquo; Vereinbarungen gegeben. &ldquo;Ich habe diese Absprachen gesehen&rdquo;, sagte er weiter.<br>\nDrake &auml;u&szlig;erte sich auch &uuml;ber den amerikanischen Lauschangriff auf das Handy der Bundeskanzlerin. Die &Uuml;berwachung von Merkels Mobiltelefon m&uuml;sse nicht zwangsl&auml;ufig von der NSA selbst vorgenommen worden sein. &ldquo;Das k&ouml;nnen auch Telekommunikationsunternehmen sein, die im Auftrag der NSA handeln&rdquo;, erkl&auml;rte Drake. Die Zusammenarbeit der Geheimdienste habe &ldquo;Vorrang vor allem anderen und setzt sich &uuml;ber alle Beschr&auml;nkungen hinweg, die von der jeweiligen Verfassung auferlegt werden&rdquo;, sagte er weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article129570774\/NSA-Zeuge-gibt-dreckiges-Wissen-preis.html\">Die Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Der Untersuchungsausschuss untersucht nichts<\/strong><br>\nDer NSA-Ausschuss erfragt nur, was er schon lange h&auml;tte wissen k&ouml;nnen. Echte Aufkl&auml;rung geschieht dort nicht. Das &uuml;bernehmen allein die Medien, nicht die Parlamentarier.<br>\nF&uuml;r die Situation, die sich seit Monaten im Bundestag beobachten l&auml;sst, gibt es eigentlich nur ein passendes Wort: absurd. Seit dem 18. M&auml;rz existiert dort ein ordentlicher Untersuchungsausschuss, der ergr&uuml;nden soll, was es mit der Spionage eigener und fremder Geheimdienste in Deutschland auf sich hat. Von wem jedoch erf&auml;hrt die &Ouml;ffentlichkeit immer neue Details der fl&auml;chendeckenden &Uuml;berwachung? Von den um Aufkl&auml;rung bem&uuml;hten Parlamentariern?<br>\nLeider nein.<br>\nDie einzigen Institutionen, die sich tats&auml;chlich darum zu bem&uuml;hen scheinen, aufzukl&auml;ren, wer wen wie ausspioniert, sind Medien. Seit diesem 18. M&auml;rz 2014 haben Journalisten aufgedeckt,\n<ul>\n<li>dass die NSA in ganz Deutschland aktiv ist und der BND davon nicht nur wusste, sondern half, wo er konnte; <\/li>\n<li>dass der BND sogar jahrelang Kommunikationsdaten am wichtigsten Knoten in Frankfurt ausleitete und ungefiltert an die NSA weiterreichte; <\/li>\n<li>dass der BND direkt am Vorhaben namens Rampart-A der NSA beteiligt war, Glasfaserkabel anzuzapfen. <\/li>\n<\/ul>\n<p>Nicht zu reden von den Enth&uuml;llungen, die bereits seit einem ganzen Jahr ver&ouml;ffentlicht wurden. Ein Jahr, bevor der Bundestag sich bequemte, einen solchen Ausschuss einzurichten. Nun gibt es ihn. Doch was tun die Abgeordneten dort in den bisher neun Sitzungen?<br>\nBislang haben sie noch nicht einmal alle Akten, die sie von der Bundesregierung und den Ministerien angefordert haben. Die mauern, wo sie nur k&ouml;nnen. Die Vertr&auml;ge und Abkommen, in denen die Zusammenarbeit zwischen deutschen und ausl&auml;ndischen Diensten geregelt ist, musste der Ausschuss explizit nachfordern. Sie waren so stark geschw&auml;rzt, dass niemand erkennen konnte, was darin mit wem vereinbart ist. Und der BND schickte ganze acht Ordner voll mit Ausschnitten aus Zeitungen und Zeitschriften, die jeder auch im Netz nachschlagen k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2014-06\/nsa-pua-untersuchungsausschuss-bnd\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Diese Bundesregierung und die sie tragende Mehrheit im Deutschen Bundestag scheint -z.B. mit der Frage nach Ermittlungen oder der Befragung von Snowden- im ganz gro&szlig;en Stil zu inszenieren und lenkt von der deutschen Verpflichtung zur Geheimhaltung ab.<\/em><br>\n<em>Auch mit dieser schwarz-roten Bundesregierung wird es die notwendige Kontrolle und Transparenz offenbar nicht geben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Was die DDR &uuml;ber die NSA wusste<\/strong><br>\nKlaus Eichner, Jahrgang 1939, war von 1957 bis 1990 Mitarbeiter des Ministeriums f&uuml;r Staatssicherheit. In leitender Funktion f&uuml;r die &ldquo;Abteilung IX&rdquo; drangen seine Agenten in westliche Geheimdienste ein. In den letzten Jahren ver&ouml;ffentlichte der Insider eine Vielzahl an Publikationen &uuml;ber den Kalten Krieg. Nunmehr erscheint Imperium ohne R&auml;tsel: Was bereits die DDR-Aufkl&auml;rung &uuml;ber die NSA wusste. Da die Bundesrepublik das Wissen der DDR &ldquo;erbte&rdquo;, stellt sich die Frage, wie naiv die westlichen Dienste in den letzten Jahrzehnten wirklich waren.<br>\nSie beobachteten w&auml;hrend des Kalten Kriegs insbesondere die US-Abh&ouml;rstation auf dem Berliner Teufelsberg, die von der Bundesrepublik mit 300 Millionen DM mitfinanziert wurde. Dabei fiel Ihnen auf, dass die Antennen der NSA auch Westberlin und Westdeutschland ins Visier nahmen. Kann derartiges Verfassungsschutz und BND entgangen sein?<br>\nKlaus Eichner: Das Wissen dar&uuml;ber betraf nicht nur die Field Station Berlin (Teufelsberg), sondern z.B. auch die NSA-Gro&szlig;stationen in Augsburg-Gablingen oder in Bad Aibling. Jeder Technik-Experte (und auch BND-Experten verkehrten in diesen Anlagen) konnte aus der Konfiguration der Anlagen erkennen, dass es keinesfalls nur eine Ausrichtung nach dem Osten gab. Au&szlig;erdem entsprach das auch nicht der Aufkl&auml;rungsphilosophie der Geheimdienste, sich nur auf einen bestimmten Gegner zu orientieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/42\/42102\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Amazon und IBM buhlen um die Gunst der CIA<\/strong><br>\nDie staatlichen &Uuml;berwachungsprogramme in den USA wecken den Unternehmergeist in zahlreichen Firmen. Amazon und IBM setzen auf neue Gro&szlig;auftr&auml;ge &ndash; es geht um bis zu 38 Milliarden Dollar pro Jahr.<br>\nDie Auseinandersetzung zwischen IBM und Amazon &uuml;ber einen 600 Millionen US-Dollar schweren Vertrag zum Aufbau eines Cloud-Computing-Systems f&uuml;r den US-Auslandsgeheimdienst CIA zeigt die steigende Bedeutung der Geheimdienste f&uuml;r Tech-Branche.<br>\nDer Wettbewerb um den Vertrag f&auml;llt in eine Zeit au&szlig;ergew&ouml;hnlicher Enth&uuml;llungen &uuml;ber geheime Regierungs&uuml;berwachunsgsprogramme und zeigt, dass selbst in der Welt der Geheimdienste Unternehmen wie Amazon, die Internet-basierte Cloud-Systeme verkaufen, die Position etablierter IT-Anbieter herausfordern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wall-street-journal\/article117119008\/Amazon-und-IBM-buhlen-um-die-Gunst-der-CIA.html\">Die Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Deutschland  wurde nach dem 11. September &ldquo;Aussp&auml;hziel Nummer eins&rdquo; der NSA<\/strong><br>\nDer ehemalige NSA-Mitarbeiter Thomas Drake betonte im gleichen Interview (Spiegel, Printfassung (WL) die besondere Rolle der Bundesrepublik f&uuml;r den amerikanischen Geheimdienst. Nach den Terroranschl&auml;gen vom 11. September 2001 sei Deutschland zum &ldquo;Aussp&auml;hziel Nummer eins&rdquo; geworden. Der US-Geheimdienst habe die Deutschen in gewisser Hinsicht daf&uuml;r bestrafen wollen, &ldquo;dass die Attent&auml;ter unbemerkt unter ihnen leben, trainieren und kommunizieren konnten&rdquo;, sagte Drake. Ironischerweise habe das aber die Beziehung zum Bundesnachrichtendienst noch vertieft, &ldquo;weil die NSA mehr Kontrolle dar&uuml;ber haben wollte, was eure Jungs hier machen&rdquo;. Deutschland geh&ouml;re heute nicht offiziell wie Gro&szlig;britannien, Australien und die anderen Mitglieder der &ldquo;Five Eyes&rdquo; zu den allerengsten Verb&uuml;ndeten der NSA. &ldquo;Aber die Beziehung ist so eng und wichtig, dass es kaum einen Unterschied gibt&rdquo;, sagte Drake, der in dieser Woche vor dem NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestags aussagen soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000002435467\/Deutschland-wurde-nach-dem-11-September-2001zum-Ausspaehziel-Nummer-eins%20\">Standard.at<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Muss Deutschland st&auml;rker Flagge zeigen?<\/strong><br>\nBundespr&auml;sident Joachim Gauck hat gefordert, Deutschland m&uuml;sse mehr Bereitschaft zeigen, sich auch in internationalen Krisen und Kriegen zu engagieren &ndash; auch mit milit&auml;rischen Mitteln. Daf&uuml;r musste er jede Menge Kritik einstecken. Zu Recht? (&hellip;)<br>\nStudiog&auml;ste:\n<ul>\n<li>Prof. Michael St&uuml;rmer, Historiker<\/li>\n<li>Sevim Dagdelen, MdB, Ausw&auml;rtiger Ausschuss Die Linke<\/li>\n<li>Wiebke Hansen; Zentrum f&uuml;r Internationale Friedenseins&auml;tze<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/globale-krisen-muss-deutschland-staerker-flagge-zeigen.1784.de.html?dram:article_id=289851&amp;dram:audio_id=288607&amp;dram:play=1\">Deutschlandfunk<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Mann von gestern: Zur Wahl von Jean-Claude Juncker<\/strong><br>\nKaum jemand wollte ihn. Gegen Juncker waren die Franzosen, die endlich mal wieder einen der ihren auf dem Posten des Kommissionspr&auml;sidenten sehen wollten. Merkel hatte aus ihrer Abneigung f&uuml;r ihn nie einen Hehl gemacht, zu oft hatte er ihr widersprochen. F&uuml;r den italienischen Premier Renzi ist eine Fehlbesetzung, wird doch die von ihm geforderte Aufweichung des Stabilit&auml;tspaktes mit Juncker nicht zu machen sein. Und schlie&szlig;lich die Briten! Ihr Premierminister f&uuml;hrte eine regelrechte Kampagne gegen den Luxemburger. Ein urspr&uuml;nglich blo&szlig; symbolisch gemeinter Akt, hier die Benennung von Spitzenkandidaten durch die europ&auml;ischen Parteienfamilien zu den Wahlen zum Europaparlament, hatte sich verselbst&auml;ndigt. Erdacht lediglich als PR-Aktion, um die ungeliebten Wahlen ein wenig aufzupeppen, wurde sie zu einem Schritt in Richtung Demokratisierung der EU umgedeutet. Auf diese Weise ist ein Vertreter des klassischen EU-Establishments ins Amt gekommen, der erst als Minister, dann als Premier des Gro&szlig;herzogtums und schlie&szlig;lich noch als Vorsitzender der Eurogruppe seit Jahrzehnten in Br&uuml;ssel dabei ist. Kaum ein anderer steht so sehr f&uuml;r die Politik der Bankenrettung, die ja von Beginn an nichts anderes als die Rettung der Verm&ouml;gen der Reichen und Superreichen auf Kosten der Lohnabh&auml;ngigen, vor allem in den Peripheriestaaten des S&uuml;dens, war. Juncker verstand es dabei stets meisterhaft, europ&auml;ische Politik mit Luxemburger Interessen zu verkn&uuml;pfen, schlie&szlig;lich beruht der Wohlstand des Landes auf einem v&ouml;llig &uuml;berdimensionierten Bankenapparat. &ndash; Wichtiger ist den Europaenthusiasten in Politik, Medien und Wissenschaft, da&szlig; ein willk&uuml;rliches europ&auml;isches Postulat nicht verletzt wird. Daf&uuml;r ist man bereit, sogar gegen die eigene &Uuml;berzeugung einen Mann von gestern zu w&auml;hlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/06-28\/060.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ob es einem Politiker je gelingen kann, aus den niederen Sph&auml;ren des Eigeninteresses herauszutreten, die sein politisches Leben gemeinhin bestimmen, und sich als Staatsmann zu erweisen? Juncker hat es verstanden, relativ geschmeidig und erfolgreich die Interessen der Steueroase Luxemburg zu vertreten, wenn er dies in Bezug auf Europa versuchen w&uuml;rde, w&auml;re viel gewonnen. Aber ganz entscheidend ist, dass wirkliche Interessenvertretung langfristig angelegt ist und diese letztlich von Ideen lebt. Leider hat weder die politische Klasse, die Juncker gew&auml;hlt hat, noch dieser selbst auch nur im Ansatz gezeigt, mit welchen Ideen Europa voranzubringen w&auml;re.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Stabilit&auml;tspakt: &Ouml;konomische Vernunft statt Prinzipienreiterei<\/strong><br>\nEuropa ist auch im Jahr 2014 gespalten: wirtschaftlich, politisch und sozial. Die meisten EU-L&auml;nder haben mit einer hartn&auml;ckigen Wirtschaftskrise, hoher Arbeitslosigkeit und wachsender Armut zu k&auml;mpfen. Nun ist die Debatte um den Stabilit&auml;tspakt entbrannt: Sollen die Krisenl&auml;nder an den Sparvorgaben festhalten oder hat die Krisenbek&auml;mpfung Vorrang?<br>\nEuropa ist auch im Jahr 2014 gespalten: wirtschaftlich, politisch und sozial. Auch wenn es uns relativ gut geht: Die meisten EU-L&auml;nder haben mit einer hartn&auml;ckigen Wirtschaftskrise, hoher Arbeitslosigkeit &ndash; insbesondere Jugendarbeitslosigkeit &ndash; wachsender Armut, sinkenden Investitionsquoten, einer schleichenden Deflationsgefahr und einer Deindustrialisierung zu k&auml;mpfen. Dieses Schreckgespenst macht nicht einmal vor gro&szlig;en Volkswirtschaften wie Frankreich und Italien halt.<br>\nNun ist erneut eine Debatte &uuml;ber Sinn und Zweck des Stabilit&auml;tspaktes und der Sparprogramme entbrannt: Festhalten an Sparvorgaben oder Vorrang der Krisenbek&auml;mpfung &ndash; notfalls kreditfinanziert? Frankreich und Italien wollen erst dann sparen und ihre &ouml;ffentliche Verschuldung zur&uuml;ckfahren, wenn das Wachstum anzieht. Sigmar Gabriel unterst&uuml;tzt den Vorsto&szlig;, die CDU\/CSU und die Bundesbank hingegen lehnen ihn strikt ab. Vertr&auml;ge seien auch in schwierigen wirtschaftlichen Phasen einzuhalten. Sonst werde das hart errungene Vertrauen der Finanzm&auml;rkte verspielt und das &bdquo;Schuldenmachen&ldquo; pr&auml;ge wieder die Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++010669c4-fde2-11e3-a756-52540023ef1a\">DGB klartext 21\/2014<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Regulierung von Geldmarktfonds: Sch&auml;uble verlangt sch&auml;rfere Regeln f&uuml;r Schattenbanken<\/strong><br>\nAm Montag dieser Woche erhielt EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier &uuml;berraschend deutsch-franz&ouml;sische Post. In einem gemeinsamen Brief forderten Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble und sein franz&ouml;sischer Kollege Pierre Moscovici den Kommissar auf, k&uuml;nftig solche Geldmarktfonds in der EU zu verbieten, die ihren Kunden stabile R&uuml;ckkaufpreise versprechen. Diese oftmals sehr kurzfristigen Fonds garantieren den Anlegern, dass sie f&uuml;r jeden Euro, den sie eingezahlt haben, auch einen Euro ausgezahlt bekommen &ndash; und zwar selbst dann, wenn der Fonds im Minus ist. Dieses Versprechen stelle ein systemisches Risiko f&uuml;r die Finanzm&auml;rkte dar, weshalb es nicht mehr gestattet werden d&uuml;rfe, fordern Sch&auml;uble und Moscovici in ihrem Schreiben. Alle Fondsgesellschaften sollten daher ab sofort nur noch flexible R&uuml;ckzahlungen je nach aktuellem Marktwert der erworbenen Anteile anbieten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/regulierung-von-geldmarktfonds-schaeuble-verlangt-schaerfere-regeln-fuer-schattenbanken-1.1761952\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein sch&ouml;nes Beispiel, wie Manager von Geldmarktfonds versuchen, ihre Performance &uuml;ber das Anlagegesch&auml;ft hinaus aufzupeppen, ist bzw. war der Reserve Primary Fund. Der Geldmarktfonds hatte Lehman Brothers fast 800 Millionen Dollar geliehen. Als die Insolvenz von Lehman Brothers bekannt wurde und der Wert eines Anteilsscheins unter 1 Dollar sank (breaking the buck), gaben die Anleger massenhaft ihre Anteilsscheine zur&uuml;ck. Innerhalb weniger Tage musste Reserve Primary an die 60 Mrd. Dollar auszahlen bei einem Fondsverm&ouml;gen von 62 Mrd. Dollar. Das war das Ende des Fonds. Soweit so gut bzw. so schlecht, k&ouml;nnte man meinen. Jetzt aber zeigt sich erst das systemische Risiko solcher unkontrollierter Gesch&auml;fte. Das Ende des Fonds wurde von Anlegern anderer Geldmarktfonds als Bedrohung ihrer Fonds gewertet und es begann ein Run auf Geldmarktfonds, der erst durch die Garantie des US-Finanzministeriums f&uuml;r Geldmarktfonds beendet wurde &ndash; siehe auch die Garantie von Kanzlerin Angela Merkel und des damalige Finanzministers Peer Steinbr&uuml;ck im Oktober 2008 bez&uuml;glich der Sicherheit der Spareinlagen bei deutschen Banken. Warum waren jetzt pl&ouml;tzlich auch die Banken betroffen? Ein gro&szlig;er Teil der Anlagen der Geldmarktfonds bestand in kurzfristigen Krediten an Banken. Der R&uuml;ckzug der Geldmarktfonds aus diesen Krediten stellte die hoch verschuldeten Banken vor gewaltige Liquidit&auml;tsprobleme. Wir wissen, wie es weiterging. Der Markt f&uuml;r Kredite an Banken war eingefroren. Keine Bank traute einer anderen Bank &uuml;ber den Weg. Die Zentralbanken, die Staaten traten auf den Plan, usw. (Beschrieben wird das Ende des Reserve Primary Fund und Folgen in dem Buch &ldquo;Des Bankers neue Kleider: Was bei Banken wirklich schief l&auml;uft und was sich &auml;ndern muss&rdquo; von Anat Admati und Martin Hellwig entnehmen.)<\/em><br>\n<em>Wenn jetzt die Kommission die Kritik von Sch&auml;uble und Moscovici zur&uuml;ckweist, indem sie darauf verweist, dass in 2007 und 2008 unter den 123 Fonds, die in dieser Zeit Verluste verbuchten, nur drei Gesellschaften waren, die bis zu sechs Prozent des Verm&ouml;gens verloren und die Verluste der anderen Fonds unter drei Prozent lagen (<a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/fonds\/nachrichten\/verlustbringer-setzten-auf-asset-backed-securities-selbst-geldmarktfonds-machen-verluste\/3127312.html\">siehe SZ;  im &uuml;brigen gibt es auch andere Zahlen<\/a>), zielt diese Argumentation vollkommen an der Gefahr, die von Geldmarktfonds ausgeht, vorbei &ndash; ganz abgesehen davon, dass nur die Garantieerkl&auml;rung des Staates die Geldmarktfonds rettete. Es geht weniger um die Geldmarktfonds selbst, sondern um die Auswirkungen der Schattengesch&auml;fte der Geldmarktfonds. Dabei kann der Vorschlag Sch&auml;ubles und Moscovicis nur ein Anfang sein. Dieser Vorschlag wirkt genauso hilflos, wie der von der amerikanischen Notenbank diskutierte Plan, Rentenfonds zuk&uuml;nftig zu zwingen, <a href=\"http:\/\/www.ft.com\/intl\/cms\/s\/0\/290ed010-f567-11e3-91a8-00144feabdc0.html?siteedition=intl#axzz34u4vWVBL\">Ausstiegsgeb&uuml;hren zu verlangen<\/a>, um massiven Verk&auml;ufen und letztlich dem Schattenbanking vorzubeugen. (Andererseits wird dieser Plan z.B. unter dem Pseudonym Tyler Durden als Versuch der Fed  diskutiert, <a href=\"http:\/\/www.zerohedge.com\/news\/2014-06-16\/fed-prepares-bond-fund-runs-looking-imposing-bond-exit-fees-gates\">mit dieser Androhung<\/a> das Geld der Privatinvestoren in die Aktienm&auml;rkte flie&szlig;en zu lassen. Wahnsinn!)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Welt-Zentralbank warnt vor neuer Blase<\/strong><br>\nDie Bank f&uuml;r internationalen Zahlungsausgleich ist die Zentralbank der Zentralbanken. Sie f&uuml;rchtet, dass bald eine neue Blase platzt &ndash; aber nicht dort, wo man es vermutet.<br>\nDie Zentralbank der Zentralbanken warnt vor neuen Turbulenzen auf den Finanzm&auml;rkten. Ausgel&ouml;st werden k&ouml;nnten sie durch eigentlich als eher konservativ geltende Gro&szlig;investoren wie Pensionsfonds oder Verm&ouml;gensverwalter. W&auml;hrend viele Banken immer noch ihre Wunden nach der j&uuml;ngsten Krise leckten, gingen diese angesichts der weltweit niedrigen Zinsen immer h&ouml;here Risiken ein. Denn sie st&uuml;nden unter dem Druck, teils garantierte Ertr&auml;ge erwirtschaften zu m&uuml;ssen, sagte der neue Chefvolkswirt der Bank f&uuml;r Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ), Hyun Song Shin, in einem am Sonntag ver&ouml;ffentlichten Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. &bdquo;Aktuell sieht alles zwar sehr gut aus, aber es baut sich m&ouml;glicherweise ein schmerzhafter und sehr zerst&ouml;rerischer Umschwung auf.&ldquo;<br>\nDie im schweizerischen Basel ans&auml;ssige BIZ gilt als die &bdquo;Zentralbank der Zentralbanken&ldquo;. Sie wurde 1930 urspr&uuml;nglich daf&uuml;r gegr&uuml;ndet die deutschen Reparationszahlungen nach dem Ersten Weltkrieg an die Siegerm&auml;chte abzuwickeln. Heute dient sie als Plattform f&uuml;r den Auftausch von Notenbankern in aller Welt und verwaltet zudem in deren Auftrag Teile der globalen Goldreserven. Die BIZ war eine der wenigen Institutionen, die vor der schweren Finanzkrise der Jahre 2007\/08 gewarnt hatten. Ihr Jahresbericht, der ebenfalls am Sonntag in Basel publiziert, wurde, gilt unter Fachleuten als eine bedeutende Analyse von Weltwirtschaft, Geldpolitik und Finanzwirtschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/hyun-song-shin-biz-warnt-vor-neuer-blase-13016880.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> V&ouml;llig schleierhaft bleibt, weshalb das Platzen von Blasen auf den Finanzm&auml;rkten unvermutet sein soll. Kritische Stimmen weisen seit vielen Jahren auf den Regulierungsbedarf im Finanzsektor hin:<\/em><br>\n<em>&bdquo;Als ich 1998 als deutscher Finanzminister eine Regulierung der internationalen Finanzm&auml;rkte forderte, eine Beendung der W&auml;hrungsspekulation anmahnte und dazu Wechselkurszielzonen und Kapitalverkehrskontrollen vorschlug, wurde ich l&auml;cherlich gemacht. Heute, 15 Jahre sp&auml;ter, erkennt selbst der IWS die segensreiche Wirkung von Kapitalverkehrskontrollen. Wenn man die Finanzm&auml;rkte wieder in geordnete Bahnen lenken will, sind Kapitalverkehrskontrollen unvermeidlich.&ldquo;; diese S&auml;tze und die insgesamt gute Rede kann hier nachgelesen werden: <a href=\"http:\/\/www.oskar-lafontaine.de\/links-wirkt\/details\/f\/1\/t\/oskar-lafontaine-referierte-beim-investmentkongress-der-unicredit-bank-in-muenchen\/\">Oskar Lafontaine: Entfesselte Finanzm&auml;rkte &ndash; Analyse des modernen Kapitalismus<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>US-Richter untersagt Argentinien Zahlungen<\/strong><br>\nEin US-Richter hat Argentinien verboten, seinen Gl&auml;ubigern zugesagte Zinsen zu zahlen. Erst m&uuml;ssten Hedgefonds bedient werden, mit denen das Land im Streit liegt. Ohne Einigung droht die Staatspleite.<br>\nDie Fronten im Milliardenstreit Argentiniens mit US-Hedgefonds bleiben verh&auml;rtet. Sowohl die Regierung in Buenos Aires, als auch die Investoren und der zust&auml;ndige US-Richter beharrten zum Wochenausklang auf ihren Standpunkten. Damit wird die Gefahr eines Zahlungsausfalls des s&uuml;damerikanischen Landes immer gr&ouml;&szlig;er.<br>\nEs bleiben nur noch wenige Tage f&uuml;r Verhandlungen. Die argentinische Zentralbank hat insgesamt 832 Millionen Dollar f&uuml;r Zinszahlungen an Anleihehalter auf Konten der Bank of New York Mellon deponiert, dem Treuh&auml;nder der Anleger. Am Montag ist eine Auszahlung f&auml;llig.<br>\nDas Problem: Ein US-Urteil verbietet es, andere Gl&auml;ubiger zu bedienen, solange Altschulden &uuml;ber 1,5 Milliarden US-Dollar (1,1 Mrd Euro) bei denjenigen Hedgefonds nicht beglichen sind, mit denen die Regierung im Clinch liegt. Wirtschaftsminister Axel Kicillof gab die &Uuml;berweisung am Donnerstagabend bekannt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.de\/us-richter-untersagt-argentinien-zahlungen\/a-17742997\">DW<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Argentinien und die Hedgefonds: Duell der Erpresser<\/strong><br>\nArgentinien wehrt sich gegen die Pleite &ndash; und gegen zwei Hedgefonds, die mit allen Mitteln ihr Geld eintreiben wollen. Staatspr&auml;sidentin Kirchner wirft den &ldquo;Geierfonds&rdquo; Erpressung vor. Doch auch die Regierung k&auml;mpft mit harten Bandagen.<br>\nGenau darum geht es auch im Streit mit Argentinien, der sich gerade spektakul&auml;r zuspitzt. Singer und der von seinem ehemaligen Mitarbeiter Mark Brodsky geleitete Hedgefonds Aurelius haben vor Jahren Anleihen des ehemaligen Pleitestaats billig aufgekauft und verlangen nun die volle R&uuml;ckzahlung des Nennwerts, insgesamt 1,3 Milliarden Dollar. Ein US-Gericht hat ihnen recht gegeben: Inklusive Zinsen muss Argentinien den beiden Fonds sogar 1,5 Milliarden Dollar zahlen. Die Regierung weigert sich beharrlich. Doch ihr l&auml;uft die Zeit davon. Bis Ende Juli muss sie zahlen &ndash; oder Argentinien ist nach nicht einmal 13 Jahren schon wieder pleite.<br>\nEs ist ein Duell zwischen den k&uuml;hl kalkulierenden Hedgefonds-Managern auf der einen Seite und Staatspr&auml;sidentin Cristina Fern&aacute;ndez de Kirchner auf der anderen &ndash; einer Frau, die ebenfalls mit harten Bandagen k&auml;mpft. (&hellip;)<br>\nEin Feind ist f&uuml;r Kirchner auch Thomas Griesa, der inzwischen 84-j&auml;hrige US-Richter am Bezirksgericht in Manhattan, der Argentinien dazu verdonnert hat, den Hedgefonds die Schulden zur&uuml;ckzuzahlen. Ein Urteil, das der Oberste Gerichtshof der USA in der vergangenen Woche best&auml;tigte. Die Anleihen wurden nach amerikanischem Recht begeben, deshalb ist die US-Justiz daf&uuml;r zust&auml;ndig. Dank Kirchners Stimmungsmache gilt Griesa vielen Argentiniern inzwischen als b&ouml;se Fratze des Finanzkapitalismus. (&hellip;)<br>\nGibt es bis Montag keine Einigung zwischen Hedgefonds und Regierung, l&auml;uft noch eine 30-Tage-Frist. Wenn es auch dann kein Ergebnis gibt, ist Argentinien wieder pleite. Es w&auml;re das achte Mal in seiner Geschichte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/argentinien-gegen-hedgefonds-kirchner-kaempft-gegen-pleite-an-a-977927.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> F&uuml;r den &bdquo;Spiegel&ldquo; und manch andere scheint die Vorstellung einer erneuten Pleite Argentiniens reizvoll zu sein. Einseitig berichtet das Magazin zugunsten des Hedgefonds und seinen Managern. Zugleich wird der Pr&auml;sidentin des Landes ein &uuml;bler Leumund verpasst.<\/em><br>\n<em>Es ist sehr zu bezweifeln, ob das dem Willen der Weltgesellschaft oder doch viel mehr dem Willen von Wenigen, insbesondere den Investoren des Hedgefonds, entspricht. Leidtragende d&uuml;rften -wie bei der letzten Staatspleite- die Menschen in Argentinien sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Verdi-Chef Bsirske wirft SPD &ldquo;grobe W&auml;hlert&auml;uschung&rdquo; vor<\/strong><br>\nDie Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat an den Ausnahmeregelungen zum Mindestlohn von 8,50 Euro scharfe Kritik ge&uuml;bt&hellip;<br>\nVerdi-Chef Frank Bsirske sagte der &ldquo;Bild am Sonntag&rdquo;, die Zahl der Betroffenen hinsichtlich der Ausnahmeregelungen liege bei &ldquo;mindestens drei Millionen Menschen&rdquo;. Die nun vorgesehenen Neuregelungen h&auml;tten &ldquo;mit dem allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn nichts mehr zu tun&rdquo;.<br>\nInsbesondere der SPD warf Bsirske &ldquo;grobe W&auml;hlert&auml;uschung&rdquo; vor. Die Sozialdemokraten h&auml;tten ihre Parteimitglieder &uuml;ber den allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn abstimmen lassen. Nun liefere die Bundesregierung Langzeitarbeitslose, Saisonkr&auml;fte, Erntehelfer, Zeitungszusteller und Praktikanten &ldquo;weiterhin der Willk&uuml;r von Hungerl&ouml;hnen aus&rdquo;&hellip;<br>\nDerweil fordert der Vorsitzende der Deutschen Zoll- und Finanzgewerkschaft mehr Personal f&uuml;r die Finanzkontrolle Schwarzarbeit. &ldquo;Nach meinen Berechnungen ben&ouml;tigen wir f&uuml;r die &Uuml;berwachung und Kontrolle des Mindestlohns zwischen 2000 und 2500 neue Stellen&rdquo;, sagte Dewes dem &ldquo;Tagesspiegel am Sonntag&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/politik\/deutschland\/mindestlohn-verdi-chef-bsirske-wirft-spd-grobe-waehlertaeuschung-vor-aid-1.4348631\">Rheinische Post, RP Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Kinderrechte weltweit: Jedes dritte M&auml;dchen wird zur Heirat gezwungen<\/strong><br>\nDie UN-Kinderrechtskonvention hat das Ziel, alle Kinder sch&uuml;tzen. Doch 25 Jahre nach ihrer Verabschiedung ist nicht viel erreicht. Zwar habe sich die Situation vieler Kinder in den vergangenen Jahren verbessert, doch noch immer werden viele Kinder Opfer von Gewalt oder vermeidbaren Krankheiten, werden fr&uuml;h zu Heirat oder Arbeit gezwungen. Nur f&uuml;nf Prozent aller Kinder lebten in Gebieten, in denen Gewalt gegen junge Menschen vollst&auml;ndig verboten ist. Wirksame Strategien zur Gewaltpr&auml;vention fehlten in fast allen L&auml;ndern der Erde, kritisiert Unicef. Und Armut beg&uuml;nstige Kinderrechtsverletzungen in fast allen L&auml;ndern, dagegen sei auch Europa nicht immun. In Deutschland haben nach Angaben von der UN-Organisation zwischen 2000 und 2010 etwa 8,6 Prozent aller Kinder und Jugendlichen langj&auml;hrige Erfahrungen mit Armut gemacht. &ldquo;Ausgrenzung und Gewalt z&auml;hlen zu den gr&ouml;&szlig;ten Bedrohungen f&uuml;r Kinderrechte&rdquo;, sagte die UN-Sonderbeauftragte zu Gewalt gegen Kinder, Marta Santos Pais. &ldquo;Um ihre gravierenden Folgen zu &uuml;berwinden, braucht jedes Land eine nationale Agenda.<br>\nQuelle. <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/kinderrechte-weltweit-jedes-dritte-maedchen-wird-zur-heirat-gezwungen-1.2016033\">SZ<\/a>\n<p><strong>Dazu: <a href=\"http:\/\/www.unicef.de\/presse\/2014\/unicef-report-2014\/51858\">UNICEF-Report 2014: Jedes Kind hat Rechte<\/a><\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Titel der SZ verzerrt ein wenig die Thematik. Es wird der Eindruck vermittelt, dass die Missachtung von Kinderrechten nur weitab von unseren Gefilden Realit&auml;t w&auml;re. Dies unterst&uuml;tzt dann die &uuml;blichen Relativierungen der Politiker in den Talkrunden: Wir sollten uns doch nicht beschweren. Uns ginge es bei Menschrechten, bei Arbeitnehmerrechten oder eben bei Kinderrechten Gold im Vergleich zu vielen anderen L&auml;ndern. Und ein geringes Einkommen sei nicht identisch mit gro&szlig;er Not oder gravierenden Defiziten bei sozialer und materieller Teilhabe. &ldquo;Armut ist in einem reichen Land wie Deutschland relativ&rdquo;, meinte Ursula von der Leyen (CDU) denn auch vor einiger Zeit. Dabei kann es in L&auml;ndern wie Deutschland nur darum gehen, wie hat sich unsere Situation im Verh&auml;ltnis zu gestern oder im Verh&auml;ltnis zu Nachbarl&auml;ndern, wie Frankreich, der Schweiz oder den skandinavischen L&auml;ndern auf &auml;hnlichem Entwicklungsniveau ver&auml;ndert. Wir haben inzwischen einen nie vorher da gewesenen Niedriglohnsektor, einen &uuml;ber 10 Jahre andauernden Verlust an Massenkaufkraft, eine zunehmende Ungleichheit bei Einkommen und Verm&ouml;gen und wir haben einen bisher nicht gekannten Anteil von armutsgef&auml;hrdeten Menschen in unserer Gesellschaft. 19 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland sind von Armut bedroht, konkret 2,4 Millionen Kinder und Jugendliche. Eine <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/43707_45146.htm\">WSI-Studie vom Januar hat aufgezeigt<\/a>, inwiefern relative Einkommensarmut von Kindern zu schlechten Lebensbedingungen  f&uuml;hrt. Die Studie  kommt zu dem Ergebnis, dass die Kinderarmut in den Regionen Ostdeutschlands von 2005 bis 2012 gesunken ist (obwohl immer noch h&ouml;her), aber z.B. in Nordrhein-Westfalen anstieg. Armut hei&szlig;t nicht nur mit betr&auml;chtlichen materiellen Einschr&auml;nkungen leben wie schlechten Wohnverh&auml;ltnissen oder mangelnder Winterkleidung, sondern hei&szlig;t auch Ausgrenzung, die bereits in der Schule beginnt. Armut hei&szlig;t in Familien zu leben, deren gesamtes Tun und Lassen auf die Not ausgerichtet ist. Sendhil Mullainathan und Eldar Shafir haben gezeigt, dass dadurch ein Tunnelblick entsteht, dass Arme auch mental in eine Falle geraten, aus der sie nur schwer herausfinden. Wenn sich alles um das Bezahlen von alten Rechnungen oder um das Verschieben von Terminen dreht, kommt es zu verst&auml;rkt zu Fehlentscheidungen, ja es wird <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/oekonomische-literatur\/der-knappheitsfalle-entkommen-1.18160032\">die generelle Denkf&auml;higkeit der Betroffenen eingeschr&auml;nkt<\/a>. Die schlechteren Ausgangsbedingungen armer Kinder betrifft nicht nur materielle Not, sondern umfasst weitaus mehr. UNICEF: &ldquo;Auch Deutschland muss aus der Sicht von UNICEF die Ursachen von Ausgrenzung und relativer Kinderarmut st&auml;rker bek&auml;mpfen. Eine L&auml;ngsschnittanalyse von UNICEF ergab, dass allein zwischen 2000 und 2010 rund 8,6 Prozent der deutschen Kinder und Jugendlichen langj&auml;hrige Armutserfahrungen gemacht haben. 2012 haben Jugend&auml;mter &uuml;ber 40.000 Kinder in Obhut genommen &ndash; meist weil ihre Eltern &uuml;berfordert waren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Interview mit Ulrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbandes<\/strong><br>\nWohlfahrtsverb&auml;nde erwarten ab den 2020er Jahren eine &ldquo;Lawine von Altersarmut&rdquo; in Deutschland und dr&auml;ngen deshalb auf eine grundlegende Reform der Altersgrundsicherung mit neuen Freibetr&auml;gen und einem steuerfinanzierten Rentenzuschuss. In einem Interview mit der &ldquo;Neuen Osnabr&uuml;cker Zeitung&rdquo; (Samstag) sagte Ulrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbandes: &ldquo;Wir gehen davon aus, dass die Zahl derer, die im Alter auf Grundsicherung angewiesen sein wird, dramatisch ansteigen wird, von jetzt rund 465.000 auf weit mehr als eine Million. Darauf muss sich die Politik dringend einstellen.&rdquo; Doch der Koalitionsvertrag von CDU\/CSU und SPD habe beim Thema Altersgrundsicherung einen &ldquo;blinden Fleck&rdquo;.<br>\nSchneider betonte, in zehn Jahren k&auml;men die Jahrg&auml;nge in den Rentenbezug, die besonders stark von Langzeit- und Mehrfacharbeitslosigkeit betroffen gewesen seien, zus&auml;tzlich viele Besch&auml;ftigte aus dem Niedriglohnsektor. Die Sch&auml;tzungen der Bundesregierung zur Entwicklung der Grundsicherung im Alter kritisierte der Sozialexperte als &ldquo;ziemlich optimistisch&rdquo;. Die Bundesregierung erwartet, dass diese Ausgaben bis zum Jahr 2018 um 1,7 Milliarden auf 7,2 Milliarden Euro ansteigen werden.<br>\nSchneider k&uuml;ndigte an, der Parit&auml;tische werde im Sommer eine Offensive zur Reform der Altersgrundsicherung starten. Er forderte eine Anhebung der Regels&auml;tze von 391 auf mindestens 460 Euro. Zudem dr&auml;ngte er auf bessere Hinzuverdienstm&ouml;glichkeiten im Alter durch Einf&uuml;hrung neuer Freibetr&auml;ge. Er kritisierte, im Niedriglohnsektor gebe es &ldquo;Abzockerei&rdquo; durch die Sozialversicherungen: &ldquo;Da kann heute jemand 40 Jahre lang in einer Putzkolonne oder in einem Wachdienst gearbeitet haben &ndash; wenn er dann nur eine Minirente bekommt, wird diese voll auf die Grundsicherung angerechnet. Im Ergebnis hat er also genauso viel, als h&auml;tte er 40 Jahre lang nicht gearbeitet und keine Beitr&auml;ge in die Rentenversicherung bezahlt. Das ist nicht gerecht.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/meldung\/2771634\/t\">na presseportal<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Paul Krugman: The Incompetence Dogma &ndash; Das Dogma der Inkompetenz<\/strong><br>\nHaben Sie die Nachrichten &uuml;ber Obamacare verfolgt? Der Affordable Care Act (Gesetz f&uuml;r bezahlbaren Versicherungsschutz) macht keine Schlagzeilen mehr, aber aber es gibt immer mehr Informationen dar&uuml;ber, wie das Ganze so l&auml;uft &ndash; und fast alles ist positiv. Tats&auml;chlich ist die Gesundheitsreform schon seit M&auml;rz schwer in Fahrt, seit sich n&auml;mlich herausstellte, dass die Einschreibungszahlen trotz der Kinderkrankheiten der offiziellen Website die Erwartungen &uuml;bertreffen w&uuml;rden.<br>\nDas Interessante an dieser Erfolgsgeschichte ist aber, dass sie Schritt f&uuml;r Schritt von Beschw&ouml;rungen drohenden Desasters begleitet wurde. Nach meiner Rechnung steht es f&uuml;r die Gegner der Gesundheitsreform jetzt 0 zu 6. Das hei&szlig;t, sie haben mindestens sechs deutliche Vorhersagen &uuml;ber das Scheitern von Obamacare gemacht &ndash; und jede einzelne davon hat sich als falsch erwiesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/06\/27\/opinion\/paul-krugman-so-much-for-obamacare-not-working.html\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Stellungnahme des Deutschen Kulturrates zu den TTIP-Verhandlungen<\/strong><br>\nDer Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverb&auml;nde, befasst sich seit April 2013 intensiv mit dem angestrebten Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU. Er hat in seiner Stellungnahme &bdquo;Kulturelle Ausnahme ist bei geplantem Freihandelsabkommen zwischen EU und USA unverzichtbar&ldquo; vom 06.05.2013 dargelegt, dass Kultur und Medien aufgrund der hohen wirtschaftlichen, ideellen und gesellschaftlichen Bedeutung f&uuml;r die Europ&auml;ische Union und die Mitgliedstaaten von den Verhandlungen ausgenommen werden sollen und die UNESCO-Konvention &uuml;ber den Schutz und die F&ouml;rderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen (Konvention Kulturelle Vielfalt) handlungsleitend f&uuml;r Gespr&auml;che in Kultur und Medien sein muss. Die Konvention Kulturelle Vielfalt wurde sowohl von der EU als auch den Mitgliedstaaten ratifiziert.(&hellip;)<br>\nDer Deutsche Kulturrat fordert daher als vordringlich erste Ma&szlig;nahme:\n<ul>\n<li>den Stopp der bisherigen Verhandlungen,<\/li>\n<li>die Formulierung eines neuen Verhandlungsmandats, in dessen Formulierung das neu gew&auml;hlte Europ&auml;ische Parlament, der Rat und die Parlamente der Mitgliedstaaten einbezogen werden,<\/li>\n<li>die konsequente Ausnahme von Kultur und Medien aus diesem Verhandlungsmandat,<\/li>\n<li>die Beauftragung der neuen EU-Kommission mit einem neuen Mandat die Verhandlungen mit den USA zu einem Freihandelsabkommen aufzunehmen,<\/li>\n<li>die regelm&auml;&szlig;ige umfassende Information von Parlamenten und Zivilgesellschaft &uuml;ber das neue Verhandlungsmandat und die darauf aufbauenden neuen Verhandlungen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.kulturrat.de\/detail.php?detail=2865&amp;rubrik=4\">Deutscher Kulturrat<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Mega-Propaganda der Medien! &ndash; Wie der Staat uns alle beschei&szlig;t!<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=HnPTzMbNMGA\">YouTube<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung AM:<\/strong> Gut gemacht von einem jungen Mann. Die Gleichsetzung von &ouml;ffentlich-rechtlichen Sendern mit &bdquo;Staat&ldquo; ist etwas oberfl&auml;chlich. Aber das mindert den aufkl&auml;renden Charakter des Videos kaum.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Neue Atomwaffen in Deutschland<\/strong><br>\nVom Modernisierungsprogramm der nuklearen US-Bomben sind auch die in der Eifel gelagerten Waffen betroffen. Nach Auskunft der Bundesregierung hat es dar&uuml;ber &ldquo;keine Verhandlungen&rdquo; gegeben.<br>\nF&uuml;nf Jahre nach der Ank&uuml;ndigung einer Welt ohne Atomwaffen durch US-Pr&auml;sident Barack Obama haben die USA damit begonnen, die in Deutschland stationierten Atombomben zu modernisieren. Die Bundesregierung best&auml;tigte in der Antwort auf eine Anfrage der Gr&uuml;nen ein entsprechendes &ldquo;Lebensdauerverl&auml;ngerungsprogramm der US-amerikanischen Atombomben&rdquo; &uuml;ber das es mit der Bundesregierung &ldquo;keine Verhandlungen&rdquo; gegeben habe.<br>\nDas Programm dient laut Verteidigungs-Staatssekret&auml;r Ralf Brauksiepe dazu, &ldquo;die Sicherheit und Zuverl&auml;ssigkeit aller von diesem Programm erfassten Nuklearwaffen auch weiterhin auf h&ouml;chstem Niveau sicherzustellen und damit die Glaubw&uuml;rdigkeit der nuklearen Abschreckung zu gew&auml;hrleisten&rdquo;. Dieses beruhe auf einer &ldquo;nationalen Entscheidung der US-Administration&rdquo; und folge deren Vorgaben.<br>\n&ldquo;Schwarz-Rot betreibt ein doppelz&uuml;ngiges Spiel in Sachen Atomwaffen&rdquo;, kritisiert Gr&uuml;nen-Sicherheitspolitiker Agnieszka Brugger. Auf der einen Seite wolle die Regierung international die nukleare Abr&uuml;stung vorantreiben und sich f&uuml;r die Vision einer atomwaffenfreien Welt einsetzen, auf der anderen Seite halte Schwarz-Rot aber an der nuklearen Teilhabe fest und setze sich nicht mehr f&uuml;r den Abzug der US-Atomwaffen ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/politik\/deutschland\/neue-atomwaffen-in-deutschland-aid-1.4272603\">RP Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>SPD-Spitze: Keine Koalition mit der Linken im Bund<\/strong><br>\nDie SPD-Spitze ist bem&uuml;ht, den Eindruck zu vermeiden, sie suche eine Ann&auml;herung an die Linkspartei. Der Vorsitzende der Sozialdemokraten, Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel, schloss eine Kooperation mit der Linken im Bund gegen&uuml;ber dem &raquo;Focus&laquo; aus. Sie w&uuml;rde angeblich Positionen vertreten, &raquo;die Deutschland in die au&szlig;enpolitische und &uuml;brigens auch wirtschaftliche Isolation f&uuml;hren. Deshalb kann gegenw&auml;rtig kein Sozialdemokrat mit der Linkspartei auf Bundesebene eine Koalition bilden&laquo;, so Gabriel. Er sprach von einer &raquo;absurden au&szlig;enpolitischen Positionierung&laquo;, wobei unklar blieb, was er damit meinte. Laut Vorabmeldung des Magazins f&uuml;gte der Sozialdemokrat hinzu, es liege an der Linkspartei, das zu &auml;ndern. &raquo;So lange die Linken nicht kl&auml;ren, was f&uuml;r eine Partei sie sein wollen, werden sie nie die Chance haben, dieses Land mit zu gestalten.&laquo; (&hellip;)<br>\nLinken-Chef Bernd Riexinger reagierte auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit den Worten, diesmal beginne die &raquo;Ausschlie&szlig;eritis bei der SPD schon &uuml;ber drei Jahre vor der Wahl&laquo;. Diesen &raquo;kindischen Unsinn&laquo; nehme &raquo;nun wirklich niemand mehr Ernst&laquo;, so Riexinger. Der Vizevorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Dietmar Bartsch, hatte zuvor schon erkl&auml;rt, &raquo;an der Au&szlig;enpolitik wird eine Koalition von SPD und Linkspartei 2017 nicht scheitern&laquo;. Die viel gr&ouml;&szlig;eren Unterschiede best&uuml;nden etwa in der Finanz-, Wirtschafts- und Sozialpolitik. &raquo;Das sind die eigentlichen Klippen&laquo;, sagte er dem &raquo;Tagesspiegel&laquo;. F&uuml;r eine Koalition auf Bundesebene seien &raquo;drei Voraussetzungen&laquo; wichtig &ndash; eine &raquo;Merkel muss weg&laquo;-Stimmung, L&ouml;sungen &raquo;f&uuml;r gesellschaftliche Probleme, die den Menschen unter den N&auml;geln brennen&laquo; und einen &raquo;Unterbau von politischen B&uuml;ndnissen von SPD, Linkspartei und Gr&uuml;nen in den L&auml;ndern und Kommunen&laquo;. Ein Politikwechsel m&uuml;sse &raquo;von unten wachsen&laquo;, so Bartsch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/937461.spd-spitze-keine-koalition-mit-der-linken-im-bund.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Kann die SPD-Spitze nicht mehr aus Fehlern lernen? Was soll eine Ausschlie&szlig;eritis-Diskussion &ndash; und besonders zum jetzigen Zeitpunkt?<\/em><br>\n<em>Schon die Bekanntgabe des Treffens der Spitzen von SPD und Linkspartei war irritierend: Dass so ein Gespr&auml;ch stattgefunden hat, ist zu begr&uuml;&szlig;en. Der Termin sollte jedoch &ldquo;vertraulich gehalten werden&rdquo; &ndash; aber dennoch informierte der SPD-Bundesvorsitzende und Vizekanzler seine Chefin, die Bundeskanzlerin und vermutlich &uuml;ber SPD-Kreise gelang diese Information mindestens zum &bdquo;Spiegel&ldquo;. SPD-Kreise verbreiteten angeblich auch das Ger&uuml;cht, das Sechs-Augen-Gespr&auml;ch habe inhaltlich und strategisch &ldquo;erhebliche Differenzen&rdquo; aufgezeigt und &ldquo;Der Spiegel&rdquo; assistiert: Inhaltlich l&auml;gen die beiden Parteien in wichtigen Fragen weit auseinander; ist hier nachlesbar: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/rot-rot-gruen-gabriel-traf-linken-chefs-zu-sechs-augen-gespraech-a-976896.html\">Debatte &uuml;ber Rot-Rot-Gr&uuml;n: Gabriel traf Linken-Chefs zu Sechs-Augen-Gespr&auml;ch<\/a>.<\/em><br>\n<em>Wer jedoch die Grundsatz- und Wahlprogramme der beiden Parteien liest, kann gro&szlig;e &Uuml;bereinstimmungen auf etlichen Politikfeldern feststellen. Die Probleme der beiden Parteien scheinen also nicht inhaltlicher oder strategischer, sondern vor allem personeller Art zu sein.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Friedensmacht SPD<\/strong><br>\nIn Kiel diskutieren Genossen mit Au&szlig;enminister Steinmeier &uuml;ber Milit&auml;reins&auml;tze und eine st&auml;rkere au&szlig;enpolitische Rolle Deutschlands, die ihnen ein wenig unheimlich ist.<br>\nFrank-Walter Steinmeier hatte sich einige Stunden Zeit genommen. Trotz seiner starken Beanspruchung durch die Krisendiplomatie im Ukraine-Konflikt und die Brandherde im Nahen Osten kam der Au&szlig;enminister am Samstag nach Kiel, um vor und mit Mitgliedern des schleswig-holsteinischen SPD-Landesverbands &uuml;ber die deutsche Au&szlig;enpolitik zu sprechen. Und staunte: Obwohl gleichzeitig die Kieler Woche und die Fu&szlig;ball-Weltmeisterschaft liefen, kamen rund 200 Genossen, um sich einen halben Tag lang mit dem sperrigen Thema zu besch&auml;ftigen.<br>\nDer Landesvorsitzende Ralf Stegner, zugleich stellvertretender SPD-Bundesvorsitzender und Anf&uuml;hrer der Parteilinken, gab zu Beginn den Ton vor. Eine &ldquo;Kultur der Zur&uuml;ckhaltung&rdquo; sei auch k&uuml;nftig richtig f&uuml;r Deutschland, sagte er, gem&uuml;nzt auf die Debatte &uuml;ber eine st&auml;rkere deutsche Verantwortung in der Welt, die Bundespr&auml;sident Joachim Gauck gemeinsam mit Steinmeier und Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen Anfang des Jahres angesto&szlig;en hatte, und die Gauck j&uuml;ngst mit einem Interview noch einmal befeuert hatte. (&hellip;)<br>\nAm Schluss gab Egon Bahr, der SPD-Altmeister der Auss&ouml;hnung mit der Sowjetunion, einen Einblick in die alte westdeutsche Au&szlig;enpolitik. Stegner hatte zu Beginn einen Ausspruch von Willy Brandt als noch immer geltendes sozialdemokratisches Leitmotto zitiert: &ldquo;Frieden ist nicht alles. Aber ohne Frieden ist alles nichts.&rdquo; Bahr, Brandts engster Vertrauter, leitete daraus ab, dass Frieden vor Demokratie, Freiheit und Menschenrechten gehe.<br>\nDa reagierte selbst der Parteilinke und Pazifist Stegner irritiert, obwohl er wie viele Genossen Milit&auml;reins&auml;tzen, die mit der Verhinderung von V&ouml;lkermorden und dem Durchsetzen einer demokratischen Ordnung wie in Afghanistan begr&uuml;ndet werden, sehr skeptisch gegen&uuml;bersteht. Die Welt hat sich seit Bahrs Zeiten und der Zeitenwende von 1989\/90 rasant gewandelt. Die SPD scheint, wie die deutsche Au&szlig;enpolitik, noch nicht ganz auf der H&ouml;he der Zeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2014-06\/deutsche-verantwortung-militaereinsaetze-spd-kiel\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl-Benker:<\/strong> Nun bringt &bdquo;Die Zeit&ldquo; die gegenw&auml;rtige &ldquo;Friedens-Diskussion&rdquo; auf den Punkt :<\/em><br>\n<em>Bahr ist aus der heutigen Zeit gefallen, denn seit dem &ldquo;Kosovo-Krieg&rdquo; hat sich &ndash; die &ldquo;alte&rdquo; Friedens-Diskussion der &Auml;ra Brandt &uuml;berlagernd &ndash; ein Menschenrechts-Bellizismus (wenn es den eigenen Interessen vorteilhaft erscheint) eingeschlichen.<\/em><br>\n<em>Die klare Position von Egon Bahr auf einem Friedenskongress der SPD in Kiel (Initiator Ralf Stegner): Nachdem er zuerst den Ausspruch von Willy Brandt &ldquo;Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts&rdquo; zitiert hatte, leitet er daraus ab, dass Frieden vor Demokratie, Freiheit und Menschenrechten gehe.<\/em><br>\n<em>Damit, meint &bdquo;Die Zeit&rdquo;, sei die SPD aber nicht auf der H&ouml;he der Zeit seit der Zeitenwende von 1989\/90 angekommen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung H.R.:<\/strong> Die Differenz zwischen Bahr und dem heutigen SPD-Spitzenpersonal verdeutlicht: Nicht Bahr hat seinen au&szlig;enpolitischen Standpunkt ver&auml;ndert, sondern die Partei-Spitze hat die Parteiinhalte ver&auml;ndert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Gibt&rsquo;s doch gar nicht<\/strong><br>\nDie Emp&ouml;rung ist gro&szlig;: Mehr als 300.000 Menschen unterschreiben einen Aufruf der Organisation Campact gegen angebliche Fracking-Geheimpl&auml;ne der Bundesregierung. Doch die Pl&auml;ne existieren gar nicht.<br>\nDie Vorstellung ist perfide, keine Frage. Halb Deutschland zittert vor den Fernsehern mit der Nationalelf, und hinter verschlossenen T&uuml;ren peitscht die Bundesregierung ein Gesetz &uuml;ber die so umstrittene Fracking-Technologie durch, mit der sich Gas aus der letzten Gesteinspore pressen l&auml;sst. Allein die Vorstellung treibt aufrechte Demokraten auf die Barrikaden, so auch einige jener mehr als 300 000 Leute, die den j&uuml;ngsten Aufruf der Kampagnenorganisation Campact unterschrieben.<br>\nIn aller Stille, so warnen die Initiatoren, wolle Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) ein Fracking-Gesetz durchdr&uuml;cken. &ldquo;Gabriel will noch vor der Sommerpause im Windschatten der WM-Begeisterung ein Gesetz durch Regierung und Bundestag bringen, das Fracking unter minimalen Auflagen erlauben will&rdquo;, schreibt Campact auf ihrer Homepage. Das zieht: Die letzte Fracking-Kampagne unterzeichneten nur 170 000 Menschen.<br>\nCampact nennt sich selbst eine Kampagnenorganisation &ndash; sie greift heikle Themen auf und mobilisiert damit die Massen. Gegen das Freihandelsabkommen TTIP sammelt sie ebenso Unterschriften wie gegen Belastungen beim &Ouml;kostrom. Sie pl&auml;diert f&uuml;r Asyl von Snowden und k&auml;mpft gegen einen Kohlehafen in Australien. Oft schafft Campact erst die &Ouml;ffentlichkeit f&uuml;r Themen, die andernfalls kaum jemand wahrn&auml;hme.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/fracking-im-bundestag-gibts-doch-gar-nicht-1.2013994\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Fracking: Gabriel plante Befassung des Kabinetts vor Sommerpause<\/strong><br>\nCampact ver&ouml;ffentlicht Schreiben von Sigmar Gabriel an Gesine L&ouml;tzsch, in dem Gesetzgebungsverfahren erl&auml;utert wird<br>\nBerlin, 25.06.2014. Vor dem Hintergrund aktueller Presseberichte und &Auml;u&szlig;erungen von SPD-Politikern ver&ouml;ffentlicht das Kampagnennetzwerk Campact heute ein Schreiben von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel an die Vorsitzende des Haushaltsausschusses Gesine L&ouml;tzsch vom 23. Mai 2014. Darin k&uuml;ndigt er eine Befassung des Kabinetts mit verschiedenen Rechts&auml;nderungen bez&uuml;glich Fracking vor der Sommerpause an. &Uuml;ber diesen Zeitplan war Anfang Juni ausf&uuml;hrlich in der Presse berichtet worden. Noch am 17. Juni hatte die S&uuml;ddeutsche Zeitung diesen Zeitplan mit der Fu&szlig;ball-WM in Verbindung gebracht. Diese Berichte wurden von Gabriel bis zum Start der Campact-Kampagne gegen Fracking am 19. Juni nicht dementiert.<br>\nIn dem Schreiben Gabriels an L&ouml;tzsch hei&szlig;t es w&ouml;rtlich: &ldquo;Eine Kabinettsbefassung &ndash; das gilt auch f&uuml;r die Ministerverordnung &ndash; mit den Entw&uuml;rfen wird noch vor der Sommerpause angestrebt&rdquo;. Die letzte Sitzungswoche des Bundestags endet am 4. Juli.<br>\n&ldquo;Eine Befassung des Kabinetts w&auml;hrend der Fu&szlig;ball-WM war von Sigmar Gabriel geplant. Wir begr&uuml;&szlig;en es, dass er jetzt Tempo aus dem Gesetzesprozess nimmt. Die inhaltliche Kritik der mehr als 320.000 Unterzeichner unseres Appells bleibt bestehen: Statt eines Fracking-Gesetzes, dass der Hochrisiko-Technologie den Weg ebnet, braucht es ein gesetzliches Verbot aller Formen des Frackings&rdquo;, so Christoph Bautz von Campact.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.campact.de\/presse\/mitteilung\/fracking\/appell-2014\/20140625-pm-fracking-gabriel-sommerpause\/\">Campact.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Was die &bdquo;S&uuml;ddeutsche&ldquo; sich hier leistet ist skandal&ouml;s. Statt Aufkl&auml;rung zu betreiben, was eine Kernaufgabe des Journalismus sein sollte, scheint sie die &Ouml;ffentlichkeit manipulieren zu wollen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (HR\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-22204","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22204","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=22204"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22204\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28425,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22204\/revisions\/28425"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=22204"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=22204"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=22204"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}