{"id":22217,"date":"2014-07-01T08:39:54","date_gmt":"2014-07-01T06:39:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22217"},"modified":"2014-07-01T08:39:54","modified_gmt":"2014-07-01T06:39:54","slug":"hinweise-des-tages-2158","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22217","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22217#h01\">EU bereitet sich auf den B&uuml;ndnisfall vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22217#h02\">Braucht Deutschland Kampfdrohnen? Kommentar von Herfried M&uuml;nkler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22217#h03\">Brasilien oder Die WM der Widerspr&uuml;che<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22217#h04\">EU empfiehlt Hartz-Reformen als Vorbild<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22217#h05\">Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22217#h06\">Der Schuldenschnitt von 2001 und die heutige Not Argentiniens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22217#h07\">Die j&uuml;ngste EZB-Zinsentscheidung &ndash; oder: Viel L&auml;rm um nichts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22217#h08\">Erntehelfer erleichtert!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22217#h09\">Niedriglohn steigt, Risiken bleiben niedrig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22217#h10\">Neu festgestellte Sanktionen und Sanktionsquoten im SGB II bleiben trotz R&uuml;ckgang im Jahr 2013 auf vergleichsweise hohem Niveau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22217#h11\">Heuchelei der Arbeitgeber in Mindestlohn-Debatte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22217#h12\">Die Paradoxie der &Uuml;berwachungsdemokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22217#h13\">Das Chaos der Anderen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22217#h14\">Ist die AfD der neue Wirtschaftsfl&uuml;gel der CDU?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22217#h15\">KenFM im Gespr&auml;ch mit: Dirk C. Fleck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22217#h16\">Rezension: Der Epochenkapitalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22217#h17\">Zum Tod von Christian F&uuml;hrer &ndash; Wendepfarrer mit Weste<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22217#h18\">Das Allerletzte: Bitte mehr Respekt vor dem Bundespr&auml;sidenten!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, d<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22217&amp;email=1\">ann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>EU bereitet sich auf den B&uuml;ndnisfall vor<\/strong><br>\nWeitgehend unbeachtet von der &Ouml;ffentlichkeit hat der EU-Rat diese Woche eine so genannte Solidarit&auml;tsklausel angenommen. Der schon 2012 entworfenen Regelung zufolge ist die EU k&uuml;nftig zum Beistand verpflichtet, wenn ein Mitgliedsstaat in eine Krise ger&auml;t, die aus eigenen Kr&auml;ften nicht mehr zu bew&auml;ltigen ist.<br>\nLaut dem Abgeordneten der Linkspartei, Andrej Hunko, der Mitte der Woche auf die Absegnung des Passus hinwies, schlie&szlig;t das auch milit&auml;rische Mittel ein (EU-Mitgliedstaaten beschlie&szlig;en Hilfe bei politischen Krisen und Terroranschl&auml;gen). Die in Artikel 222 der R&ouml;mischen Vertr&auml;ge definierte &ldquo;Solidarit&auml;tsklausel&rdquo; der EU weist damit Parallelen zum Artikel 5 des Nordatlantikvertrags auf, dem B&uuml;ndnisfall.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/EU-bereitet-sich-auf-den-Buendnisfall-vor-2242898.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Braucht Deutschland Kampfdrohnen? Kommentar von Herfried M&uuml;nkler<\/strong><br>\n[&hellip;] Frage: Bef&uuml;rworter bewaffneter Drohnen sagen, die Verweigerung w&auml;re zu vergleichen mit Soldaten, die mit dem Schwert in die Schlacht ziehen, wenn es bereits Maschinengewehre gibt. F&uuml;hrt an der &ldquo;modernen Kriegsf&uuml;hrung&rdquo;, an unbemannten T&ouml;tungsflugzeugen, &uuml;berhaupt noch ein Weg vorbei?<br>\n Antwort H. M.: Ich glaube, man muss begreifen, dass die Herstellung von Kampff&auml;higkeit auf vielen Ebenen erfolgt. Da spielen geopolitische Faktoren eine Rolle, demographische, wie viele, junge M&auml;nner man hat, d.h. wie viele Opfer man riskieren kann, technologische Entwicklungen, taktische Innovationen, strategische Ideen. Und innerhalb dieses gesamten Ensembles kann man sagen, dass postheroische Gesellschaften wie unsere, also Gesellschaften, die nicht zusammengehalten werden durch bestimmte M&auml;nnlichkeitsideale, durch die Idee von Ehre und Opfer und derlei mehr, dass sie darauf angewiesen sind, sich gleichsam technologische Hilfsmittel als Kr&uuml;cken ihrer auch milit&auml;rischen Handlungsf&auml;higkeit zu beschaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/tv\/Mittagsmagazin\/Braucht-Deutschland-Kampfdrohnen-Kommen\/Das-Erste\/Video?documentId=22130122&amp;bcastId=314636\">ARD Mittagsmagazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Lutz Hausstein:<\/strong> Nachdem Bundespr&auml;sident Gauck das Widerstreben der deutschen Bev&ouml;lkerung, in S&auml;rgen zur&uuml;ckkehrende Soldaten zu bejubeln, noch als &ldquo;Gl&uuml;ckss&uuml;chtigkeit&rdquo; gei&szlig;elte, folgt nun also der N&auml;chste in Person eines Wissenschaftlers. Man sp&uuml;rt regelrecht sein Bedauern, dass in unserer &ldquo;postheroischen Gesellschaft&rdquo; ein Gro&szlig;teil der Bev&ouml;lkerung nicht mehr bereit ist, sein Leben f&uuml;r Ruhm und Ehre, das Vaterland und den K&ouml;nig (oder wahlweise eine andere F&uuml;hrergestalt) &ldquo;fanatisch&rdquo; (vgl.: Viktor Klemperer, LTI) zu opfern. Mein Gott, wo geraten wir da nur hinein!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Brasilien oder Die WM der Widerspr&uuml;che<\/strong><br>\nLuiz In&aacute;cio Lula da Silva hatte es sich ganz anders vorgestellt. Die Fu&szlig;ball-Weltmeisterschaft, die der damalige Pr&auml;sident vor sieben Jahren nach Brasilien holte, sollte den Eintritt des Schwellenlandes in die Erste Welt markieren &ndash; den H&ouml;hepunkt des Wirtschaftsbooms seiner achtj&auml;hrigen Amtszeit, der erfolgreichen Sozialpolitik und der Modernisierung des Landes. Und nun soll eine glorreiche WM im Juni die Wiederwahl seiner Nachfolgerin Dilma Rousseff garantieren und die Hegemonie der Arbeiterpartei PT festigen.<br>\nHeute jedoch ist diese sch&ouml;ne Vision Vergangenheit, die WM l&auml;ngst nicht mehr Vorbote von Glanz und Ruhm. Stattdessen treten die Widerspr&uuml;che im Land deutlicher zutage als je zuvor. In den Wochen vor dem Sportspektakel gibt das gr&ouml;&szlig;te Land Lateinamerikas ein desolates Bild ab. Auf den Stra&szlig;en von Rio de Janeiro und S&atilde;o Paulo brennen Busse und Barrikaden, entz&uuml;ndet von aufgebrachten Bewohnern der Armenviertel, die sich der notorischen Polizeigewalt erwehren.<br>\nDoch unzufrieden sind derzeit nicht nur die Armen, sondern fast alle. Die Preise steigen unaufhaltsam. Die Einkommenszuw&auml;chse schmelzen dahin, insbesondere in den Gro&szlig;st&auml;dten werden Mieten und Nahrungsmittel immer teurer. Zugleich fehlt es an allem, was einen modernen Sozialstaat ausmacht: Die &ouml;ffentlichen Schulen sind marode, j&uuml;ngst zeigte eine Studie, dass &uuml;ber 90 Prozent der Bildungseinrichtungen den Mindeststandards nicht gen&uuml;gen. Das &ouml;ffentliche Gesundheitssystem, das gr&ouml;&szlig;te der Welt und auf dem Papier eine gro&szlig;e Errungenschaft, leidet unter Geld- und &Auml;rztemangel. Busse und Bahnen sind teuer und in miserablem Zustand. Die t&auml;glichen Staus in den St&auml;dten machen auch den Autobesitzern das Leben schwer &ndash; nur die ganz Reichen k&uuml;mmert dies nicht, da sie per Hubschrauber zur Arbeit fliegen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2014\/juni\/brasilien-oder-die-wm-der-widersprueche\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>EU empfiehlt Hartz-Reformen als Vorbild<\/strong><br>\nIn vielen EU-L&auml;ndern ist die Jugendarbeitslosigkeit ungebrochen gro&szlig;. Die EU-Kommission kennt ein Mittel dagegen: den deutschen Verwaltungsumbau im Zuge der Hartz-Reformen als Vorbild nehmen.<br>\nBei ihrem Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit in Europa sollten betroffene L&auml;nder die Reform der deutschen Arbeitsverwaltung als &ldquo;Blueprint&rdquo; nehmen, sagte Detlef Eckert, Direktor der Abteilung Besch&auml;ftigungspolitik in der Europ&auml;ischen Kommission, in Berlin. Viele EU-Staaten m&uuml;ssten ihre Arbeitsverwaltungen &ldquo;auf Vordermann&rdquo; bringen.<br>\nDie Jugendlichen m&uuml;ssten von den Verwaltungen besser erreicht werden, und deren Mitarbeiter m&uuml;ssten mehr Anreize bekommen, damit sie sich den Jugendlichen &uuml;berhaupt widmeten. &ldquo;Die Mitarbeiter der Beh&ouml;rden m&uuml;ssen auch dazu ausgebildet werden, den Jugendlichen Orientierung geben zu k&ouml;nnen&rdquo;, sagte Eckert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article129631355\/EU-empfiehlt-Hartz-Reformen-als-Vorbild.html\">Die Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man entschuldige die Polemik, aber wenn man so etwas liest kann einem nur noch kotz&uuml;bel werden. Die Frage nach den Ursachen der hohen Jugendarbeitslosigkeit gerade in den s&uuml;deurop&auml;ischen EU-L&auml;ndern wird dabei &uuml;berhaupt nicht gestellt. Es ist die, von Deutschland durchgesetzte Austerit&auml;tspolitk in den betroffenen L&auml;ndern, die die L&auml;nder in die Rezession gest&uuml;rzt  und zum explodieren der Jugendarbeitslosigkeit gef&uuml;hrt hat. Und gerade gegen&uuml;ber jungen Menschen ist das deutsche Hartz IV System von extrem repressivem Charakter gepr&auml;gt. Und das soll nun das Patentrezept gegen hohe Jugendarbeitslosigkeit sein?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22122\">Christoph Butterwegge &ndash; Hintert&uuml;r f&uuml;r Hartz V?<\/a><\/strong><br>\n&bdquo;Bereits nach der zweiten &bdquo;Pflichtverletzung&ldquo; (z.B. der Weigerung, einen 1-Euro-Job anzunehmen oder Eigenbem&uuml;hungen zur &Uuml;berwindung der Hilfebed&uuml;rftigkeit nachzuweisen) droht Heranwachsenden neben dem Entzug der Regelleistung die Verweigerung der &Uuml;bernahme von Miet- und Heizkosten durch das Jobcenter, was f&uuml;r sie absolute Verarmung bedeuten kann. Zweifel, ob eine solche Totalsanktionierung bzw. die Drohung damit verfassungskonform ist, dr&auml;ngen sich geradezu auf. Obwohl der Sozialstaat nach dem Grundgesetz (Art. 1 Abs. 1 und Art. 20 Abs. 1 GG) die Pflicht hat, ein &bdquo;menschenw&uuml;rdiges Existenzminimum&ldquo; (Bundesverfassungsgerichtsurteil vom 9. Februar 2010) f&uuml;r alle Transferleistungsbezieher\/innen zu gew&auml;hrleisten, tritt er dieses Verfassungsgebot ausgerechnet bei jungen Menschen mit F&uuml;&szlig;en.&ldquo;<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Freihandel<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Geheimwaffe TTIP: Der Ausverkauf der &ouml;ffentlichen G&uuml;ter<\/strong><br>\nDie Verteidiger der &ouml;ffentlichen Dienstleistungen sind Kummer gewohnt. Nicht nur auf nationaler Ebene f&uuml;hren sie einen permanenten Abwehrkampf gegen Privatisierung und Liberalisierung, sondern auch auf europ&auml;ischem und internationalem Parkett. W&auml;hrend die Europ&auml;ische Kommission ein Richtlinienpaket nach dem anderen schn&uuml;rt, um die &ouml;ffentlichen Sektoren einzudampfen, erg&auml;nzt sie ihre Angriffe mit einer ganzen Reihe internationaler Freihandelsvertr&auml;ge. Von den zahlreichen Handelsabkommen, &uuml;ber die sie derzeit verhandelt, birgt jenes mit den USA die gr&ouml;&szlig;ten Risiken f&uuml;r die Daseinsvorsorge. Aufgrund ihrer hohen wirtschaftlichen Bedeutung kann die &bdquo;Transatlantic Trade and Investment Partnership&ldquo; TTIP die &ouml;ffentlichen Dienste nicht nur in der EU und den USA, sondern auch im Rest der Welt unter Druck setzen<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2014\/juni\/geheimwaffe-ttip-der-ausverkauf-der-oeffentlichen-gueter\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><strong>TISA verhindern<\/strong><br>\nDie Tory-Regierung versprach den Briten in den 90er Jahren, sie k&ouml;nnten nach der Privatisierung der Bahn &uuml;ber Aktien Eigent&uuml;mer des Unternehmens werden. Ein Bahnarbeiter bemerkte dazu, dies leuchte ihm nicht ein. Wozu solle er etwas verkaufen, das seine Gro&szlig;v&auml;ter und Gro&szlig;m&uuml;tter mit ihrem Schwei&szlig; bezahlt h&auml;tten und ihm ohnehin geh&ouml;re, um es dann zur&uuml;ckzukaufen? Vielleicht liegt es daran, da&szlig; Privatisierung aus dem Lateinischen kommt und im urspr&uuml;nglichen Sinne &raquo;privare&laquo; auch mit &raquo;rauben&laquo; &uuml;bersetzt werden kann? Der italienische Mafia-Enth&uuml;ller Roberto Saviano hat darauf hingewiesen, da&szlig; Privatisierung und organisierte Kriminalit&auml;t siamesische Zwillinge seien. In Neapel wird das Milit&auml;r gerufen, weil die Stadt im Abfall versinkt &ndash; und Giftm&uuml;ll im Boden Krebs zur Volkskrankheit macht.<br>\n&Ouml;ffentliche Dienste eignen sich hervorragend f&uuml;r Beschaffungskriminalit&auml;t internationaler Konzerne. Denn sie stehen f&uuml;r etwa ein Viertel des EU-weiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) und besch&auml;ftigen rund 65 Millionen Menschen. Seit Sommer 2013 treffen sich daher die Unterh&auml;ndler der EU-Kommission, der USA und rund 20 weiterer Staaten regelm&auml;&szlig;ig in der australischen Botschaft in Genf. Sie verhandeln ein Abkommen zur Liberalisierung des Dienstleistungssektors (Trade in Services Agreement; TISA) und nennen sich nicht frei von Ironie &raquo;really good friends of services&laquo; (wirklich gute Freunde der Dienstleistungen). Die &raquo;guten Freunde&laquo; repr&auml;sentieren zusammen etwa 70 Prozent des weltweiten Handels mit Dienstleistungen. Daher kann TISA als noch umfassender und m&auml;chtiger gelten als die umstrittenen Freihandelsabkommen der EU mit den USA (TTIP) und Kanada (CETA).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/07-01\/022.php\">junge welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Freihandel oder Diktatur des Kapitals?<\/strong><br>\nAufzeichnung einer &ouml;ffentlichen Veranstaltung in Frankfurt am Main mit Dr. Beate Scheidt, wirtschaftspolitischer Referentin der IG Metall<br>\nDr. Beate Scheidt, wirtschaftspolitische Referentin beim Vorstand der IG Metall vertritt eine kritische Haltung gegen&uuml;ber dem geplanten Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU (TTIP). Die bisherigen Pl&auml;ne br&auml;chten keine positiven Effekte f&uuml;r Besch&auml;ftigung und Wachstum. Ein solches Abkommen sei allenfalls dann zu akzeptieren, wenn klare Regelungen zum Schutz der Arbeitnehmerrechte und zum Verbraucherschutz gesichert w&auml;ren. Keinesfalls d&uuml;rfe es dazu kommen, dass ausl&auml;ndische Investoren gegen Staaten klagen k&ouml;nnten, wenn diese ihre Gesch&auml;fte st&ouml;ren.<br>\nDr. Beate Scheidt ist Volkswirtin mit den Arbeitsschwerpunkten Makro&ouml;konomie sowie Geld und Au&szlig;enwirtschaftspolitik. Beim Vorstand der IG Metall bearbeitet sie diese Themen im Funktionsbereich Grundsatzfragen und ber&auml;t direkt den ersten Vorsitzenden Detlef Wetzel. Beate Scheidt hat an der TU Berlin studiert und war Assistentin des langj&auml;hrigen Wirtschaftsweisen&ldquo; Prof. J&uuml;rgen Kromphardt, der als einer der &ldquo;letzten Keynesianer&ldquo; bezeichnet wird. Der &bdquo;Keynesianismus&ldquo; ist eine wirtschaftspolitische Theorie, nach der die gesamtwirtschaftliche Lage die entscheidende Gr&ouml;&szlig;e f&uuml;r Produktion und Besch&auml;ftigung ist. Er fordert, die Nachfrage nach G&uuml;tern und Dienstleistungen in Zeiten nachlassender Konjunktur zu steuern und bei Bedarf die Wirtschaft durch vermehrte Staatsausgaben und expansive Geldpolitik zu beleben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/autoren\/martin-betzwieser\/freihandel-oder-diktatur-des-kapitals\">Freitag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der Schuldenschnitt von 2001 und die heutige Not Argentiniens<\/strong><br>\nArgentiniens Staatsschulden sind erneut in die Schlagzeilen geraten, weil das Land sich weigert, den (wenigen) Haltern von Staatsanleihen, die den Schuldenschnitt von 2001 nicht mitgemacht haben (den sog. hold-outs), jetzt zur F&auml;lligkeit die volle Summe auszuzahlen. Argentinien hatte den &bdquo;Default&ldquo; von vor 2001 ausgegebenen Anleihen erkl&auml;rt, nachdem das Land in einer tiefen Krise seine Wechselkursbindung zum Dollar aufgeben und abwerten musste. Dem Schuldenschnitt haben in mehreren Umschuldungsverhandlungen &uuml;ber 90 Prozent der Anleger zugestimmt, aber einige eben nicht. Halter solcher nicht umgeschuldeter Staatsanleihen sind inzwischen vor allem Hedge Funds (vor allem wegen F&auml;llen wie diesen auch &bdquo;vulture funds&ldquo; genannt, also Geierfonds), die die Anleihen zu Ramschpreisen gekauft haben und jetzt durch eine volle Auszahlung auf das gro&szlig;e Gesch&auml;ft hoffen.<br>\nDie Sache ist der argentinischen Regierung ziemlich entglitten, weil die Papiere nach US-Recht ausgegeben waren und ein New Yorker Gericht geurteilt hat, dass Argentinien die nicht umgeschuldeten Anleihen bedienen muss, bevor es die Halter der umgeschuldeten Anleihen bedient. Will Argentinien verhindern, dass die Geierfonds in den Genuss der vollen Auszahlung kommen, muss es wom&ouml;glich auch die Bedienung der anderen Anleihen einstellen und erneut den Default erkl&auml;ren. Die umgeschuldeten Anleihen werden &uuml;ber eine New Yorker Bank bedient, und das Gericht kann die Auszahlung verbieten, wenn seinen Auflagen hinsichtlich der alten Anleihen nicht nachgekommen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/der-schuldenschnitt-von-2001-und-die-heutige-not-argentiniens\/\">flassbeck-economics<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die j&uuml;ngste EZB-Zinsentscheidung &ndash; oder: Viel L&auml;rm um nichts<\/strong><br>\nBesonders beliebt in Deutschland scheint der Vorwurf der &bdquo;Enteignung der Sparer&ldquo; zu sein, die selbst Sparkassen-Pr&auml;sident Fahrenschon kritisierte die EZB daf&uuml;r. Nun ist es eine triviale Erkenntnis, dass Sparer von h&ouml;heren Zinsen profitieren und Schuldner darunter leiden, w&auml;hrend es bei niedrigen Zinsen umgekehrt ist. Es gibt allerdings kein Recht auf (Sparbuch-)Zinsen oberhalb der Inflationsrate und die Notenbank hat nicht die Aufgabe, nur die Sparer zufriedenzustellen. Zudem ist auch f&uuml;r die Sparer, die meist auch nicht nur Sparer, sondern auch Arbeitnehmer oder Rentner sind, denen langfristig sicherlich mehr mit einer guten wirtschaftlichen Lage geholfen ist als mit  leicht h&ouml;heren Zinsen heute.<br>\nBleibt als Argument &uuml;brig, dass die niedrigen Zinsen langfristig eher sch&auml;dlich sind, weil so die L&ouml;sung struktureller Probleme verschleppt wird. Das ist zum einen in gewisser Weise ein &bdquo;Totschlagargument&ldquo;. Egal wie hoch die Zinsen sind, w&auml;ren sie h&ouml;her, w&auml;re der Reformdruck gr&ouml;&szlig;er, also m&uuml;ssten die Zinsen immer weiter steigen. Zum anderen widerspricht dieses Argument nat&uuml;rlich der Behauptung, die niedrigen Zinsen h&auml;tten keine Auswirkungen. Die Gegner einer expansiven Geldpolitik m&uuml;ssten sich hier also f&uuml;r eine Variante entscheiden, um konsistent zu argumentieren. Letztlich ist die Aussage, die niedrigen Zinsen erleichtern es den Staaten, ihre Schulden zu finanzieren, nicht ganz von der Hand zu weisen. Die Frage ist, ob dies den Reformdruck wirklich nennenswert verringert. Die Arbeitslosigkeit in den Peripheriestaaten ist schlie&szlig;lich trotz niedrigen Zinsen hoch und das Wirtschaftswachstum gering. Muss man die Zahlungsschwierigkeiten der Regierungen, der privaten Haushalte und der Unternehmen wirklich noch zus&auml;tzlich versch&auml;rfen? Selbst die sinnvollsten Reformen wirken nicht &uuml;ber Nacht, sondern nach Jahren, die Staaten w&uuml;rden dann wohl eher blind Ausgaben k&uuml;rzen, wo man am leichtesten k&uuml;rzen kann. Und die &uuml;berschuldeten Privathaushalte k&ouml;nnen ihre Schulden dann erst recht nicht reduzieren, die Unternehmen haben noch weniger Anreiz und M&ouml;glichkeit zu investieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/neuewirtschaftswunder.de\/2014\/06\/27\/fabian-fritzsche-die-jungste-ezb-zinsentscheidung-oder-viel-larm-um-nichts\/\">WirtschaftsWunder<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Erntehelfer erleichtert!<\/strong><br>\nAm Freitagnachmittag meldeten allerlei Gazetten via Reuters, dass die Regierungskoalition beim Mindestlohn eine &raquo;Erleichterung f&uuml;r Erntehelfer&laquo; beabsichtige. &raquo;Oh&laquo;, mag sich da mancher gedacht haben, &raquo;nicht schlecht, dass man es diesen schwer schuftenden Menschen nochmal leichter machen will.&laquo; Sp&auml;ter kam dann heraus, was man mit &raquo;Erleichterung&laquo; meinte: Man will es Spargelbauer und Co. leichter machen, denn sie d&uuml;rfen nach dem neuesten Gesetzesentwurf die Kosten f&uuml;r Wohnung und Verpflegung in den Mindestlohn einrechnen.<br>\nKurz gesagt, die euphemistische Ank&uuml;ndigung war ganz anders zu verstehen. Nicht der Schwerstarbeiter braucht Erleichterung, sondern der, der ihn besch&auml;ftigt und der jetzt auch noch einen angemesseneren Lohn bezahlen soll. Leute wie Bauer Lipp, der neulich erst in der &raquo;Frankfurter Allgemeinen&laquo; von seiner Angst vor dem Mindestlohn sprach. Denn faktisch w&uuml;rden seine Spargelstecher heute schon 7,20 Euro in der Stunde erhalten. Was er verschweigt: Das ist kein Stunden- sondern Akkordlohn. Und die Zahl, die er nennt, mag vielleicht ein Durchschnittswert oder aber ein Spitzenwert sein. Das m&uuml;sste man ihn mal selbst fragen. Jedenfalls haben sich &raquo;seine Rum&auml;nen&laquo; noch nie beschwert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2014\/06\/erntehelfer-erleichtert.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Niedriglohn steigt, Risiken bleiben niedrig<\/strong><br>\nDer k&uuml;nftige Mindestlohn von 8,50 Euro in Deutschland wird vielen Niedriglohn-Besch&auml;ftigten Einkommenssteigerungen bescheren. Jobverluste sind hingegen kaum zu bef&uuml;rchten, da das neue Gesetz die Einf&uuml;hrung in europaweit moderater H&ouml;he und mit komfortablen &Uuml;bergangsfristen f&uuml;r die heimische Wirtschaft vorsieht. Zu viele Ausnahmen w&uuml;rden allerdings die Effektivit&auml;t schw&auml;chen. Das sind die Kern- und Kritikpunkte im aktuellen &bdquo;IAQ-Standpunkt&ldquo; des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universit&auml;t Duisburg-Essen (UDE) zum Entwurf des Tarifautonomiest&auml;rkungsgesetzes bei der Anh&ouml;rung im Bundestag am 30. Juni 2014.<br>\nWie IAQ-Direktor Prof. Dr. Gerhard Bosch in seiner Stellungnahme ausf&uuml;hrt, z&auml;hlt Deutschland im internationalen Vergleich  zu den wettbewerbsstarken Innovationsf&uuml;hrern und k&ouml;nnte den Mindestlohn deshalb gut verkraften. Mit der geplanten Lohnuntergrenze von 8,50 &euro; rangiere Deutschland allerdings nur im europ&auml;ischen Mittelfeld und hinke weit hinter vielen europ&auml;ischen Nachbarn her.<br>\nEin gesetzlicher Mindestlohn in Deutschland bedeutet laut Bosch angesichts der starken Erosion des deutschen Lohnsystems &bdquo;eine der gr&ouml;&szlig;ten Sozialreformen der Nachkriegszeit&ldquo;. Im unteren Bereich m&uuml;sste die Bezahlung zum Teil prozentual stark steigen, da die Geringverdiener in Deutschland jahrelang von den &uuml;blichen Lohnsteigerungen abgekoppelt waren.<br>\nL&auml;nder mit einer hohen Innovationsdynamik &ndash; Deutschland z&auml;hlt laut EU zur Spitzengruppe &ndash; verkraften h&ouml;here Mindestl&ouml;hne. Im Unterschied zu den USA sind die Geringverdiener in Deutschland gut qualifiziert. Drei Viertel von ihnen haben eine berufliche Ausbildung und werden gegenw&auml;rtig unterhalb ihrer Produktivit&auml;t bezahlt.<br>\nBei dem kommenden Mindestlohn  ist eine lange &Uuml;bergangsfrist vorgesehen. Sie gibt deutschen Unternehmen mehr als ein Jahr Zeit, um sich auf die neue Lohnuntergrenze einzustellen. Die Erfahrungen im In- und Ausland zeigen, dass ein Mindestlohn bei den Unternehmen akzeptiert wird, wenn sie sicher sein k&ouml;nnen, dass er auch von den Konkurrenten bezahlt wird. Daher sind wirkungsvolle Kontrollen notwendig wie auch abschreckende Strafen, wenn er nicht eingehalten wird. Zus&auml;tzliche Ausnahmen sind laut Bosch abzulehnen, da sie es erleichtern, den Mindestlohn zu umgehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.uni-due.de\/de\/presse\/meldung.php?id=8550\">IAQ<\/a>\n<p>Weitere Informationen: <a href=\"http:\/\/www.iaq.uni-due.de\/iaq-standpunkte\/index.php%20\">IAQ-Standpunkte<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Neu festgestellte Sanktionen und Sanktionsquoten im SGB II bleiben trotz R&uuml;ckgang im Jahr 2013 auf vergleichsweise hohem Niveau<\/strong>\n<ul>\n<li>W&auml;hrend die Zahl der erwerbsf&auml;higen Leistungsberechtigten (eLb) im SGB II-Bezug im Jahresdurchschnitt von 2007 bis 2013 abgenommen hat (von 5,3 Mio. in 2007 auf 4,4 Mio. in 2013), stieg die Zahl der in einem Berichtsjahr insgesamt neu ausgesprochenen Sanktionen von rund 785 Tsd. im Berichtsjahr 2007 auf seinen H&ouml;chststand von 1,1 Mio. Sanktionen im Jahr 2012 und blieb im Jahr 2013 trotz leichtem R&uuml;ckgang auf diesem Niveau.<\/li>\n<li>Auch die Zahl der eLb im Bestand, die im Jahresdurchschnitt von mindestens einer Sanktion betroffen waren, nahm von 2007 mit rund 124 Tsd. bis 2012 auf &uuml;ber 150 Tsd. zu, sank allerdings im vergangenen Jahr leicht auf 146 Tsd.<\/li>\n<li>Dementsprechend hat sich die Sanktionsquote von 2,3 % im J ahresdurchschnitt 2007 auf 3,4 % im Jahr 2012 erh&ouml;ht und verringerte sich im Jahr 2013 mit 3,3 % nur minimal. Die Sanktionsquote misst das Verh&auml;ltnis der eLb mit mindestens einer Sanktion an allen eLb. <\/li>\n<li>Die Abbildung verdeutlicht, dass die Sanktionsquoten von unter 25-J&auml;hrigen, f&uuml;r die h&auml;rtere Sanktionsregeln gelten (s.u.), deutlich &uuml;ber den allgemeinen Sanktionsquoten liegen und ebenso kontinuierlich angestiegen sind: von 3,8 % im Jahresdurchschnitt 2007 auf 5,0 % im Jahresdurchschnitt 2012 und blieben im Jahr 2013 mit 4,9 % weiterhin vergleichsweise hoch.<\/li>\n<li>Abweichend von dieser Berechnung lassen sich auch die kumulierten neu festgestellten Sanktionen (Sanktionsf&auml;lle) eines  Berichtsjahres auf die jahresdurchschnittliche Zahl der eLb beziehen. Diese sogenannte Sanktionenquote liegt wesentlich h&ouml;her  als die  Sanktionsquote: Sie stieg von 14,9 % im Jahr 2007 auf 22,8 % im Jahr 2013.<\/li>\n<li>Von den insgesamt 1,01 Mio. im Jahr 2013 neu ausgesprochenen  Sanktionen wurden 72 % mit Meldevers&auml;umnissen begr&uuml;ndet, 11,4 %  mit der Weigerung Pflichten der Eingliederungsvereinbarung zu er f&uuml;llen und 12,8 % mit der Weigerung, eine Arbeit, Ausbildung oder  Ma&szlig;nahme aufzunehmen oder fortzuf&uuml;hren.<\/li>\n<\/ul>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140701_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/tl_files\/sozialpolitik-aktuell\/_Politikfelder\/Arbeitsmarkt\/Datensammlung\/PDF-Dateien\/abbIV80_grafik_monat_07_2014.pdf\">Sozialpolitik aktuell [PDF &ndash; 133 KB]<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Hinweis WL:<\/strong> Auch in diesem Monat <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/\">wieder eine Menge interessanter Statistiken und Berichte zur Sozialpolitik auf Sozialpolitik aktuell<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Heuchelei der Arbeitgeber in Mindestlohn-Debatte<\/strong><br>\nDer Mindestlohn ist gesetzgeberisch auf der Zielgeraden. Aber die Arbeitgeberverb&auml;nde und ihre Think-Tanks versuchen, ihn noch vor der Ziellinie zum Stolpern zu bringen. Dabei bem&uuml;hen sie diverse, auf den ersten Blick eing&auml;ngige Argumente. Eines von vielen Beispielen: Der Mindestlohn, so wird behauptet, zerst&ouml;re die Tarifautonomie.<br>\nEs w&auml;re ja positiv, wenn die Arbeitgeber die Tarifautonomie wirklich so hoch achten w&uuml;rden, wie sie es vorgeben. Die Realit&auml;t ist allerdings, dass sie die Tarifautonomie nur dann aufs Schild heben, wenn sie ihnen n&uuml;tzt.<br>\nBesonders heuchlerisch erscheint das Arbeitgeber-Argument Tarifautonomie, wenn man nach Europa blickt. Im Zuge des Krisenmanagements in Europa wurde die Tarifautonomie reihenweise gekippt. Im Euro-Plus-Pakt ist festgelegt, dass der Lohn- und Tarifpolitik ein zentraler Stellenwert zukommt.<br>\nKonkret bedeutet das: Die Troika hat gesetzliche &Ouml;ffnungsklauseln f&uuml;r betriebliche Abweichungen von sektoralen Tarifvertr&auml;gen ebenso durchgesetzt wie die Beendigung bzw. Abschaffung nationaler Tarifverhandlungen. Allgemeinverbindlicherkl&auml;rungen hat sie deutlich erschwer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bayern.dgb.de\/themen\/++co++8bc2fd62-0057-11e4-9acd-52540023ef1a\">DGB<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Erschreckend dran ist, dass es offenbar ein dezidiertes Ziel der sogenannten Troika aus EU-Kommission, IWF und EZB ist, das Lohnniveau europaweit nachunten zudr&uuml;cken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die Paradoxie der &Uuml;berwachungsdemokratie<\/strong><br>\nWie wird die Zukunft der NSA aussehen? Dieser Frage geht der Philosoph Bernhard H. Taureck nach und stellt vier Optionen vor: vom v&ouml;lligen Aus des US-Auslandsgeheimdienstes &ndash; bis hin zur Existenz unter einer theokratischen Regierungsform.<br>\nAm 28.05.2014 hat der Pr&auml;sident der Vereinigten Staaten erstmalig unumschr&auml;nkt zugegeben, in welche Argumentationsnot die USA infolge der Snowden-Enth&uuml;llungen geraten sind. In seiner Rede vor der Milit&auml;rakademie in West Point hie&szlig; es dazu:<br>\n&ldquo;Aber wir k&ouml;nnen unsere Bem&uuml;hungen [der Geheimdienste] nicht klar und &ouml;ffentlich erkl&auml;ren. Wir sind terroristischer Propaganda und internationalem Verdacht ausgeliefert. Unsere Legitimation gegen&uuml;ber unseren Partnern und unserem Volk erodiert, und die Glaubw&uuml;rdigkeit unserer Regierung nimmt ab.&rdquo;<br>\nDie NSA mag wissen, was gro&szlig;e Konzerne wie VW und Mercedes, was die UNO oder was europ&auml;ische Regierungen planen. Was sie nicht planen kann, ist der Widerstand ihrer Mitarbeiter. Die Stunde, in der sich Insider entschlie&szlig;en, Insiderwissen des Geheimimperiums aufzudecken und damit einen globalen Prozess zu initiieren: den Prozess der Aufkl&auml;rung.<br>\nSeit den Enth&uuml;llungen Edward Snowdens im Juni 2013 befindet sich das Geheimimperium NSA in Argumentationsnot. Die National Security Agency verlautbart, sie wolle die USA und ihre Verb&uuml;ndeten mit &Uuml;berwachungen vor Terroranschl&auml;gen sch&uuml;tzen, halte sich dabei allerdings an die Gesetze. Es ist bekannt, dass die Richtigkeit dieser Aussage bezweifelt werden muss. Weniger bekannt ist diese ungeheuerliche Tatsache: Das Wissen der NSA &uuml;bersteigt das gesamte menschliche Wissen um das vierhundertfache.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/nsa-die-paradoxie-der-ueberwachungsdemokratie.1184.de.html?dram:article_id=285795\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Das Chaos der Anderen<\/strong><br>\nBundespr&auml;sident Joachim Gauck redet h&auml;ufig und eindringlich von Werten, die verteidigt werden m&uuml;ssen &ndash; notfalls mit Gewalt. Daf&uuml;r wird er kritisiert, vor allem aber leidenschaftlich verteidigt. Dass zu diesen Werten neben &raquo;der Freiheit&laquo; auch &raquo;die Demokratie&laquo; geh&ouml;rt, versteht sich von selber. Doch Gauck w&auml;re nicht Gauck, wenn er nicht explizit die deutsche Demokratie meinte, die mit Z&auml;hnen und Klauen verteidigt werden muss.<br>\nDoch gesteht er dieses Recht auch anderen zu? Wie h&auml;lt es Gauck etwa mit dem Selbstverteidigungsrecht der ukrainischen und der &auml;gyptischen (Post-Mubarak-)Demokratie? Was w&auml;re, wenn es den gew&auml;hlten Pr&auml;sidenten Mohammed Mursi und Wiktor Janukowitsch gelungen w&auml;re, die Protestbewegungen in &Auml;gypten bzw. der Ukraine mit konsequentem, nicht-t&ouml;dlichem Zwang zu kontrollieren? Das ist eine f&uuml;r die aktuelle Lage m&uuml;&szlig;ige &Uuml;berlegung. Doch die prinzipielle Frage nach dem Selbstverteidigungsrecht von Demokratien &ndash; als die man die Regierungen Janukowitsch und Mursi im Kontrast zu den jetzigen Regimen bezeichnen kann &ndash; muss gekl&auml;rt werden. Bevor sie schon bald in weiteren L&auml;ndern brandaktuell wird.<br>\nZum Teil die selben Politiker und Redakteure, die dem gew&auml;hlten Janukowitsch jedes polizeiliche Verteidigungsrecht abgesprochen haben, pochen nun vehement auf das &raquo;Recht&laquo; einer Putschregierung, ihr Gewaltmonopol mit schwerem Kriegsger&auml;t durchzusetzen. Man muss kein Verteidiger der ostukrainischen Separatisten sein, um das als h&ouml;chst fragw&uuml;rdig zu empfinden.<br>\nDass man wiederum andernorts das Versammlungsrecht &ndash; von EU bis &raquo;Bild&laquo; unkommentiert &ndash; komplett aufheben kann, sieht man laut &raquo;nd&laquo; anhand eines Merkel-Besuchs in Athen: &raquo;In Athen gab es scharfe Sicherheitsvorkehrungen, mehrere Tausend Polizisten sollten im Einsatz sein. Das Regierungsviertel war gro&szlig;r&auml;umig abgesperrt, dort wurde ein Demonstrationsverbot verh&auml;ngt.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/937354.das-chaos-der-anderen.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ist die AfD der neue Wirtschaftsfl&uuml;gel der CDU?<\/strong><br>\nSeit der Union kluge K&ouml;pfe wie Friedrich Merz abhanden gekommen sind, hat sie wirtschaftliches Profil eingeb&uuml;&szlig;t. Davon profitiert Bernd Luckes AfD.<br>\nZugegeben, dies ist blo&szlig; ein gedankliches Experiment: G&auml;be es den Volkswirtschaftsprofessor Bernd Lucke, der nach 33 Jahren Mitgliedschaft die CDU verlie&szlig;, an der Spitze der neuen Partei &ldquo;Alternative f&uuml;r Deutschland&rdquo; (AfD), wenn ein CDU-ler wie der wirtschaftsliberale b&uuml;rgerliche Friedrich Merz in der Union noch eine wichtige Rolle spielte?<br>\nUnd: Wie schnell w&uuml;rde sich dann die immer &ouml;fter zu sp&uuml;rende Verstimmung in b&uuml;rgerlichen, wirtschaftskundigen Kreisen &uuml;ber die politische Konturlosigkeit der Union verfl&uuml;chtigen, die sich seit Ende 2013 in der Koalition mit der SPD sozialdemokratisieren l&auml;sst?<br>\nMan muss Exponenten konservativ-liberaler B&uuml;rgerlichkeit wie den Sauerl&auml;nder Rechtsanwalt Merz oder den leider ins Unternehmerische verdufteten Roland Koch in ihrer Bedeutung nicht &uuml;berh&ouml;hen &ndash; aber ihr Abgang aus der aktiv betriebenen Politik l&auml;sst bei der heraufziehenden Mitte-rechts-Konkurrenz namens AfD den erlahmten Wirtschaftsfl&uuml;gel der CDU besonders schlapp erscheinen.<br>\nUntaugliche Versuche mancher CDU-Recken, etwa des CDU\/CSU-Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder, den versierten &Ouml;konomen Lucke zum rechtslastigen Sonderling zu stempeln, mit dem man sich nicht in ein Talkshow-Studio setzen mag, zeugen von Bangigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/politik\/ist-die-afd-der-neue-wirtschaftsfluegel-der-cdu-aid-1.4346031\">Rheinische Post<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &bdquo;Seit der Union kluge K&ouml;pfe wie Friedrich Merz abhanden gekommen sind, hat sie wirtschaftliches Profil eingeb&uuml;&szlig;t.&ldquo; Ist das so? Seit wann besteht die Kausalit&auml;t: Neoliberal = Intelligent? Ein abweichen von der neoliberalen Agenda konnte bei Merkel bisher nicht beobachtet werden. Gerade das sture festhalten an der aberwitzigen Austerit&auml;tspolitik, die Europa an den Rand der Rezession gebracht hat, zeugt von wenig &ouml;konomischen Verst&auml;ndnis. Und an Luckes wirtschaftspolitischer Expertise scheinen Zweifel mehr als angebracht, z.b.  <a href=\"http:\/\/www.flassbeck-economics.de\/professor-lucke-die-afd-und-die-zuwanderung\/\">Professor Lucke, die AfD und die Zuwanderung<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>KenFM im Gespr&auml;ch mit: Dirk C. Fleck<\/strong><br>\nJournalismus ist das Imunsystem der Demokratie.<br>\nJournalismus beginnt innerhalb der Redaktionen.<br>\nJournalismus bedeutet, die Fragen zu stellen, die andere f&uuml;r beantwortet halten.<br>\nDiese drei Leits&auml;tze haben das Leben des Vollblut-Journalisten Dirk C. Fleck immer begleitet und seine Arbeit gepr&auml;gt. Der 1943 in Hamburg geborene Autor z&auml;hlt zu den journalistischen Urgesteinen der Republik. Er hat jahrelang f&uuml;r die ganz gro&szlig;en Magazine gearbeitet. Geo, Meridian, Stern, Die Woche, Tempo, Der Spiegel &ndash; um nur die Flaggschiffe zu nennen.<br>\nInzwischen hat sich Fleck aus dem Tagesgesch&auml;ft zur&uuml;ckgezogen und arbeitet vor allem als Buchautor. Wir trafen ihn in seinen Privatr&auml;umen in Hamburg, um uns ausf&uuml;hrlich &uuml;ber sein Buch &ldquo;Die vierte Macht&rdquo; zu unterhalten. F&uuml;r dieses Buch befragte Dirk C. Fleck 25 Spitzenjournalisten zu ihrer Verantwortung in Krisenzeiten. Unter ihnen befand sich auch der inzwischen verstorbene FAZ-Chefredakteur Frank Schirrmacher.<br>\nWir erlebten einen sehr nachdenklichen, aber auch weisen Kollegen, der gerade f&uuml;r die neue Generation der Netz-Journalisten ein echtes Vorbild sein kann. Fleck ist ein Typ von Mensch, den man integer nennen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/kenfm.de\/blog\/2014\/06\/27\/dirkcfleck\/\">KenFM<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Rezension: Der Epochenkapitalismus<\/strong><br>\nWolfgang Krumbein, Julian Fricke, Fritz Hellmer, Hauke Oelschl&auml;gel; Finanzmarktkapitalismus? Zur Kritik einer g&auml;ngigen Kriseninterpretation und Zeitdiagnose<br>\nDas Autorenteam seziert diese Epochen-Analysen des Finanzkapitalismus auf zwei Ebenen: Auf einer theoretischen Ebene wird zum einen die Fragw&uuml;rdigkeit im Hinblick auf eine Phasen- bzw. Formationstheorie des Kapitalismus diskutiert. Zum anderen geht es um die konkrete Zeitdiagnose eines Finanz(markt)kapitalismus bzw. eines finanzdominierten Akkumulationsregimes (in Hinblick auf die Regulationstheorie).<br>\nSie kommen zu dem Schluss, dass die Finanzm&auml;rkte sich weder verselbstst&auml;ndigt haben, wie es eine Variante des Finanzkapitalismustheorems vielfach behauptet, noch dass &ndash; gewisserma&szlig;en die entgegengesetzte These &ndash; die Finanzm&auml;rkte mit der Realwirtschaft (Industrie und Dienstleistung) wertsch&ouml;pfend interagieren. Ausgehend von dieser Diagnose wird die Wirtschafts- und Finanzkrise 2008\/10 dann auch im Wesentlichen als eine Krise der Realwirtschaft gedeutet, die allerdings mit einer Finanz- und Bankenkrise in den kapitalistischen Zentren Nordamerikas, Ostasien und Europas einhergeht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/++co++7f00060e-d872-11e3-805d-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zum Tod von Christian F&uuml;hrer &ndash; Wendepfarrer mit Weste<\/strong><br>\nDass die Revolution in der DDR friedlich verlief, ist auch ihm zu verdanken: Christian F&uuml;hrer starb am Montag im Alter von 70 Jahren.<br>\nDie Jeansweste. Ohne sie ging Christian F&uuml;hrer selten aus dem Haus. Sie wirkte an dem Mann wie festgewachsen. Und er sah darin aus wie jemand, der alles sein konnte, nur nicht das, was er sein Leben lang war: Pfarrer.<br>\nEr trug die Weste, als er im Herbst 1989 &bdquo;sein Haus&ldquo;, die Nikolaikirche in Leipzig, f&uuml;r DDR-Regimekritiker und Montagsdemonstranten &ouml;ffnete und so dazu beitrug, dass die Wende in der DDR friedlich verlief. Er trug sie, als er deswegen bundesweit bekannt wurde und im TV auftrat. Er trug sie noch, als er 2008 in den Ruhestand ging. Er trug sie bis zum Schluss seines Lebens. Am Montag ist Christian F&uuml;hrer an einer Lungenkrankheit gestorben. Er wurde 71 Jahre alt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Zum-Tod-von-Christian-Fuehrer\/!141465\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Allerletzte: Bitte mehr Respekt vor dem Bundespr&auml;sidenten!<\/strong><br>\nAls Kriegshetzer musste Gauck sich von einem Landespolitiker titulieren lassen, dabei formulierte er nur die amtliche Staatspolitik &ndash; daf&uuml;r sollte er gesch&uuml;tzt werden.<br>\n&hellip; Gaucks Kritik an der gegenw&auml;rtigen russischen Politik &ndash; &ldquo;bis hin zur Destabilisierung fremder Staaten und zur Annexion fremder Territorien&rdquo; &ndash; liegt ganz auf der Linie der amtlichen Regierungspolitik: Wozu denn sonst dient die Androhung weiterer Sanktionen? Nur in einem Punkt w&uuml;rde ich Joachim Gauck widersprechen: &ldquo;Was wir heute erleben, ist ein altes Denken in Macht- und Einflusssph&auml;ren &hellip;&rdquo; Mit Verlaub: Dieses Denken hat zwar tiefe geschichtliche Wurzeln, es war aber nie veraltet, sondern wird auch die Zukunft weiterhin pr&auml;gen: die USA im Irak, im Pazifik, in Lateinamerika, Frankreich im westlichen Afrika, China im chinesischen Meer &ndash; um nur einige Beispiele zu nennen. Nur weil Deutschland das Ungeschick besa&szlig;, sich in der Weltpolitik dumm anzustellen und sich durch zwei Kriege und ein Nazi-Regime lange ins Abseits zu bringen, ist die Welt nicht von den hergebrachten Konfliktmustern befreit worden. Sonst h&auml;tte ja auch die gewagte Forderung des Bundespr&auml;sidenten, Deutschland m&uuml;sse sich k&uuml;nftig schneller und entschiedener in die Au&szlig;enpolitik einbringen, gleich gar keinen Sinn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2014-06\/kolumne-leicht-gauck\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers W. F.:<\/strong>  Unfassbar, die Mitschuld an zwei Weltkriegen und Millionen von Toten als &ldquo;Ungeschick&rdquo; zu bezeichnen!<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Unser Leser hat Recht. Die Ermordung von Millionen Menschen als &bdquo;Ungeschick&ldquo;, als dummen historischen Ausrutscher zu bezeichnen ist an Verharmlosung und Zynismus nicht mehr zu &uuml;berbieten. Aber zur Unterst&uuml;tzung der neuen, auch von Gauck propagierten, Kriegsdoktrin m&uuml;ssen die schrecklichen Folgen eines Krieges, und die wesentliche Verantwortung Deutschlands f&uuml;r den Ersten und die alleinige f&uuml;r den Zweiten Weltkrieg, verharmlost werden. Und es ist immer wieder erstaunlich wie es die Journaille der Zeit schafft gleich alle Ressentiments der oberen Mittelschicht gegen die Linke, zusammen mit ihrer eigenen Russophobie, in einem Artikel unterzubringen.<\/em><br>\n<em>F&uuml;r Leicht scheint Kritik an Kriegspastor Gauck quasi den Rang einer  Majest&auml;tsbeleidigung zu haben. Die gibt es aber in einer Demokratie nicht und die Meinungsfreiheit steht auch &uuml;ber dem Bundespr&auml;sidenten, gerade dann,  wenn das Gesagte keine Beleidigung ist, sondern der Wahrheit entspricht. Dazu sollte man sich ab und an der Qual unterziehen Gaucks bisherige Reden zu lesen um sich den Zynismus und die Menschenverachtung dieses Mannes vor Augen zu f&uuml;hren. Gerade bei seinen Antrittsbesuch bei der Bundeswehr schm&auml;hte Gauck jene Menschen, die Angesichts der bei Kriegseins&auml;tzen der Bundeswehr im Ausland zu erwarteten Toten und Verwundeten solchen Eins&auml;tzen ablehnend gegen&uuml;berstehen als &bdquo;gl&uuml;ckss&uuml;chtig&ldquo;. Zitat: &bdquo;Und noch viel weniger gerne denken wir daran, dass es wieder deutsche Gefallene gibt. Das ist f&uuml;r unsere gl&uuml;ckss&uuml;chtige Gesellschaft schwer zu ertragen.&ldquo;<\/em><br>\n<em>Aber die servile Lobhudelei f&uuml;r Gauck hat in der Zeit inzwischen Tradition. Denn einen besseren Bundespr&auml;sidenten, der voll hinter einer neoliberalen und neoexpansionistischen Politik steht, konnten sich die herrschenden Eliten nicht w&uuml;nschen. Nur, einen Bundespr&auml;sidenten der nur Hampelmann der Oberklasse und Sprachrohr der Bundesregierung ist brauchen die B&uuml;rger dieses Landes nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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