{"id":22229,"date":"2014-07-02T08:37:16","date_gmt":"2014-07-02T06:37:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22229"},"modified":"2014-07-02T08:37:16","modified_gmt":"2014-07-02T06:37:16","slug":"hinweise-des-tages-2159","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22229","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22229#h01\">Arbeiten f&uuml;r 0 Euro geplant<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22229#h02\">Ehemaliger Entwicklungsminister wird R&uuml;stungslobbyist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22229#h03\">Noch nicht auf Augenh&ouml;he<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22229#h04\">EU dringt weiter auf Finanzmarkt-Deregulierung durch das EU-US-Freihandelsabkommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22229#h05\">Allzeittief bei Investitionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22229#h06\">Griechenland, Stunde Null<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22229#h07\">Streit um Entsorgung von Pleitebanken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22229#h08\">Wachsende Risiken von Staatsanleihen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22229#h09\">Elend f&uuml;r Millionen von Menschen: Die Konstruktion des Euro und seine Design-Fehler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22229#h10\">Joseph E. Stiglitz: The Myth of America&rsquo;s Golden Age<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22229#h11\">Rausschmiss nach 88 Zeitvertr&auml;gen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22229#h12\">Arbeitskampf ist kein Kindergeburtstag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22229#h13\">Arbeitsmarkt im Juni 2014<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22229#h14\">Jugendarbeitslosigkeit kostet 153 Milliarden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22229#h15\">Stellungnahme des WSI im Bundestag zum Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22229#h16\">Primark: Das System der Ausbeutung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22229#h17\">GEW: &bdquo;Bundesregierung muss jetzt N&auml;gel mit K&ouml;pfen machen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22229#h18\">Keine Universit&auml;t ist &uuml;berall top<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22229#h19\">Fernsehschauen in Brasilien: Allianz der Volksverdummer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22229#h20\">Norman Birnbaum &ndash; An Illusionary  USA<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22229&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Arbeiten f&uuml;r 0 Euro geplant<\/strong><br>\nDie Hamburger Besch&auml;ftigungstr&auml;ger haben vor einer neuen K&uuml;rzung auf dem Arbeitsmarkt gewarnt. Sozialsenator Detlef Scheele (SPD) plane f&uuml;r n&auml;chstes Jahr 500 Null-Euro-Jobs. Die teilnehmenden Arbeitslosen bek&auml;men dann nicht mal mehr den obligatorischen Euro die Stunde, nach dem die 1-Euro-Jobs getauft worden sind. Real sind dies inzwischen 1,70 Euro. Hartz-IV-Empf&auml;nger k&ouml;nnen also bei einer 30-Stunden-Woche etwa 204 Euro im Monat dazuverdienen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!140919\/\">taz<\/a>\n<p><strong>dazu: Zwangsarbeit f&uuml;r Hartz-IV-Bezieher: Die Hansestadt will 500 Null-Euro-Jobs einf&uuml;hren. Ein Gespr&auml;ch mit Harald Thom&eacute;<\/strong><br>\nDie Hamburger Senatsverwaltung will im kommenden Jahr 500 Null-Euro-Jobs einrichten. Um welche Jobs soll es gehen &ndash; und wie wird Zwang auf Erwerbslose ausge&uuml;bt, sie anzunehmen?<br>\nBisher sind die Informationen d&uuml;rftig, was genau der SPD-Senat da vor hat. Die Senatsverwaltung will diese Null-Euro-Jobs jedenfalls &raquo;st&auml;rker produktionsorientiert&laquo; anbieten. Sie sollen auf Paragraph 16 Absatz 1 Sozialgesetzbuch (SGB) II in Verbindung mit Paragraph 45 SGB III fu&szlig;en. Auf diesem Weg versucht der Sozialsenat offenbar, die Schutzvorschriften des Paragraphen 16 d SGB II auszuhebeln. Letzterer hat f&uuml;r Ein-Euro-Jobs mit klaren Ma&szlig;gaben gegolten: Eine Mehraufwandsentsch&auml;digung ist demnach zu gew&auml;hrleisten, ebenso der Arbeitsschutz und die Ber&uuml;cksichtigung des Bundesurlaubsgesetzes. Das Bundessozialgericht hatte geurteilt, ein solcher Job m&uuml;sse das Kriterium der Zus&auml;tzlichkeit erf&uuml;llen; regul&auml;re Jobs d&uuml;rfen nicht durch ihn verdr&auml;ngt werden. Der Senat versucht nun, sich von all diesen Pflichten zu entbinden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/07-02\/055.php\">Junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ich halte das f&uuml;r ziemlich drastisch. Das w&auml;re dann wirklich Zwangsarbeit. Und nat&uuml;rlich stammt die Idee wieder von einem SPD-Politiker. Das kann man eigentlich so nicht stehen lassen. Neu scheint das Alles aber nicht zu sein:<\/em><\/p>\n<p><strong>Was ein Wirtschaftsprofessor mit Null-Euro-Jobs f&uuml;r Arbeitslose erreichen will<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print-welt\/article225071\/Was-ein-Wirtschaftsprofessor-mit-Null-Euro-Jobs-fuer-Arbeitslose-erreichen-will.html\">WELT<\/a><\/p>\n<p><em>Eine Spielwiese f&uuml;r neoliberale Menschenver&auml;chter. Das Interview ist zwar schon ziemlich alt aber beim lesen l&auml;uft es einem kalt den R&uuml;cken herunter. Das zynische daran ist wieder einmal, dass Sozialdarwinist Prof. Dr. Viktor Steiner nun einen sch&ouml;nen, bequemen von der &Ouml;ffentlichkeit finanzierten Posten an der <a href=\"http:\/\/www.wiwiss.fu-berlin.de\/fachbereich\/vwl\/steiner\/index.html\">Freie Universit&auml;t Berlin inne hat<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ehemaliger Entwicklungsminister wird R&uuml;stungslobbyist<\/strong><br>\nDer Dreht&uuml;reffekt hat mal wieder ein dankbares &ldquo;Opfer&rdquo; gefunden. &ldquo;Unser&rdquo; ehemaliger Entwicklungsminister Dirk Niebel wird Cheflobbyist von Rheinmetall. Sicherlich ist es Niebel entgangen, dass Rheinmetall immer mal wieder unter Korruptionsverdacht steht. Aber das ist auch nicht so wichtig. Wichtig sind die Synergieeffekte. Immerhin lieferte Rheinmetall in den vergangenen Jahren Kampfpanzer f&uuml;r Katar, Sch&uuml;tzenpanzer f&uuml;r Indonesien, Transportpanzer f&uuml;r Saudi-Arabien und Algerien und so weiter und so fort. Herr Niebel hat aufgrund seiner beruflichen Historie sicherlich gute Erfahrungen in diesen L&auml;ndern sammeln k&ouml;nnen und nicht nur Teppiche. Man sollte wohl auf die kommenden Gesch&auml;fte von Rheinmetall ein besonderes Augenmerk legen und die k&uuml;nftigen Gesch&auml;ftsorte mit den vergangenen Reiserouten von Niebel abgleichen. Oder wurden diese Gesch&auml;fte bereits get&auml;tigt und die Berufung Niebels ist nur noch die nachtr&auml;gliche Entlohnung? Nein. Solche Sachen sind Sachen einer Bananenrepublik und nicht einer Bundesrepublik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aussengedanken.de\/ehemaliger-entwicklungsminister-wird-ruestungslobbyist\/\">Au&szlig;enGedanken<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Dirk Niebel soll die Mitglieder des Konzernvorstands in allen Fragen der internationalen Strategieentwicklung und beim &bdquo;Ausbau der globalen Regierungsbeziehungen&ldquo; unterst&uuml;tzen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers E.V.:<\/strong> Da ist doch zusammengewachsen, was schon immer zusammengeh&ouml;rte. F&uuml;r Herrn Niebel ist der neue &ldquo;Job&rdquo; sicherlich die Fortsetzung seiner Entwicklungspolitik mit nur etwas anderen Mitteln und jetzt kann er sein Adressbuch mit den Telefonnummern vieler Regenten in Entwicklungsl&auml;ndern und k&uuml;nftigen Gesch&auml;ftskunden von Rheinmetall vergolden.<\/em><br>\n<em>Sollte er bei seiner k&uuml;nftigen rastlosen T&auml;tigkeit als Waffenh&auml;ndler mal ein paar ruhige Minuten haben, empfehle ich ihm die Lekt&uuml;re des Gedichtes &ldquo;Todesfuge&rdquo; von Paul Celan, in dem es hei&szlig;t: &ldquo;&hellip;.der Tod ist ein Meister aus Deutschland&rdquo;.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Deutschland ist nach wie vor f&uuml;hrend in Sachen Technologie: die Dreht&uuml;ren Politik-Wirtschaft flutschen nach wie vor wie geschmiert!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Noch nicht auf Augenh&ouml;he<\/strong><br>\nEin ehemaliger hochrangiger Mitarbeiter der NSA k&uuml;ndigt neue Enth&uuml;llungen &uuml;ber die Kooperation des US-Milit&auml;rgeheimdienstes mit dem BND an. Wie Thomas Drake, ein fr&uuml;herer NSA-Computerspezialist, mitteilt, will er am Donnerstag vor dem NSA-Untersuchungsausschuss des Bundestages &ldquo;geheime Absprachen&rdquo; zwischen den Diensten offenlegen, die &ldquo;extrem weitgehend&rdquo; seien. Schon in den vergangenen Wochen sind Dokumente bekanntgeworden, die das Ausma&szlig; der Spionagezusammenarbeit zum beiderseitigen Nutzen deutlicher denn je erkennen lassen. Laut der NSA ist der BND zuletzt &ldquo;risikofreudiger&rdquo; geworden; auch existiert inzwischen eine formelle &Uuml;bereinkunft zur US-Kooperation mit dem deutschen Inlandsgeheimdienst (Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz). Berlin nutzt den NSA-Skandal, um sich partiell von den US-Diensten zu l&ouml;sen und die eigenen Spionagekompetenzen zu st&auml;rken, zuletzt mit Vorhaben zur Echtzeitspionage in sozialen Netzwerken. Auch sucht es den US-Zugriff auf deutsche Stellen zu schw&auml;chen, etwa durch die K&uuml;ndigung eines Regierungsvertrags mit dem US-Konzern Verizon, der von der NSA abgegriffen wird. Zugleich intensiviert die Bundesregierung die Spionagekooperation in Bereichen, in denen sie sich eine St&auml;rkung der eigenen Position erhofft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58901\">German-Foreign-Policy.com<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Die NSA darf 193 Staaten bespitzeln<\/strong><br>\nDer US-amerikanische Geheimdienst NSA darf laut einem Bericht der Washington Post fast jede Regierung und die wichtigsten internationalen Organisationen der Welt ausspionieren. Bis auf Gro&szlig;britannien, Kanada, Australien und Neuseeland, die mit den USA die sogenannten &ldquo;Five Eyes&rdquo; bilden, muss die Spionagebeh&ouml;rde vor keiner Regierung haltmachen. Das geht aus einer von der Washington Post ver&ouml;ffentlichten Liste hervor, die 193 L&auml;nder als erlaubtes Ziel f&uuml;r die &Uuml;berwachung auff&uuml;hrt, darunter auch Deutschland. Zudem werden die Europ&auml;ische Union, der Internationale W&auml;hrungsfonds (IWF), die Weltbank und die Atomenergiebeh&ouml;rde IAEA genannt.<br>\nDie Liste sei vom Geheimgericht FISC genehmigt worden und ein Teil der Dokumente von NSA-Enth&uuml;ller Edward Snowden, hei&szlig;t es. Die NSA spioniere zwar nicht zwingend all diese L&auml;nder und Organisationen aus, schreibt die Zeitung unter Berufung auf weitere Geheimpapiere. Die Liste zeige aber die m&ouml;gliche Reichweite der NSA, sagte Jameel Jaffer von der B&uuml;rgerrechtsorganisation ACLU.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2014-07\/nsa-darf-193-laender-ueberwachen\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Das verdeutlicht auch, dass f&uuml;r die Arbeit von Geheimdiensten -und das gilt nicht lediglich f&uuml;r die der USA- neben den technologischen Voraussetzungen insbesondere die rechtlichen Grundlagen des jeweiligen Heimatlandes entscheidend sind &ndash; und eben nicht die Gesetzes des Landes, in dem operiert wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>EU dringt weiter auf Finanzmarkt-Deregulierung durch das EU-US-Freihandelsabkommen<\/strong><br>\nDie lobbykritischen Br&uuml;sseler Organisationen CEO und SOMO haben gestern ihre Analyse eines geleakten Vorschlags der EU-Kommission in den Verhandlungen &uuml;ber ein Freihandelsabkommen mit den USA vorgestellt. Anliegen des EU-Dokuments ist die Finanzmarktregulierung auf beiden Seiten des Atlantiks. Bef&uuml;rchtungen der TTIP-Kritiker\/innen best&auml;tigen sich: Die EU-Kommission dringt offenbar weiter auf eine Aufweichung der Regulierungsstandards im Finanzwesen. Befragt man die EU-Verhandler\/innen oder die Freihandels-Freund\/innen in Union und SPD, so bestreiten sie gebetsm&uuml;hlenartig, Standards senken zu wollen. Keine Seite solle gezwungen sein, Regulierungen und Normen abzubauen, verk&uuml;nden sie immer wieder. Das von Corporate Europe Observatory (CEO) und dem Centre for Research on Multinational Corporations (SOMO) vorgestellte englischsprachige Dokument zeigt allerdings, dass dies mindestens f&uuml;r den Bereich der Finanzmarktregulierung so nicht stimmt.<br>\nBei der EU-Kommission st&ouml;&szlig;t die (europ&auml;ische wie auch US-amerikanische) Bankenlobby mit ihren Forderungen nach Deregulierung offenbar auf offene Ohren. Daf&uuml;r spricht einmal mehr auch das aktuell geleakte Dokument. Mitten in einer Finanzkrise, die im Wesentlichen durch eine v&ouml;llig unzureichende Finanzmarkt-Regulierung hervorgerufen wurde, kann dies nur verwundern. Beruhigend ist allerdings, dass EU und Bankenlobby &ndash; wie es scheint &ndash; bei den US-Verhandler\/inne\/n nach wie vor auf Granit bei&szlig;en: Da die Standards zur Finanzmarktregulierung in den USA tendenziell h&ouml;her sind als in Europa, hat man in den Staaten kein Interesse, dieses Thema in TTIP aufzunehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1410\">annotazioni.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Lieber Patrick Schreiner, wunderst Du Dich wirklich? Das Corporate Europe Observatory hat ermittelt, dass mindestens 1700 Lobbyisten in Br&uuml;ssel t&auml;tig sind, nur um die Interessen der Finanzlobby durchzusetzen. Die Geh&auml;lter dieser Lobbyisten machen  jedes Jahr 123 Millionen Euro aus. Laut CEO waren die diversen Arbeitsgruppen f&uuml;r Finanzgesetze in den vergangenen f&uuml;nf Jahren zu insgesamt 70 Prozent mit Mitgliedern besetzt waren, die direkte Verbindungen zur Finanzindustrie hatten. Nur 0,8 Prozent der Mitglieder geh&ouml;rten NGOs an, <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/finanz-lobby-banken-lobby-beherrscht-bruessel,1472780,26796076.html\">nur 0,5 Prozent Gewerkschaften<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Allzeittief bei Investitionen<\/strong><br>\nSeit f&uuml;nf Jahren w&auml;chst die deutsche Wirtschaft zwar, aber sie verschl&auml;ft dabei die Zukunft. Zu diesem fatalen Befund gelangt die &ouml;ffentliche Kreditanstalt f&uuml;r Wiederaufbau (KfW) in mehreren Studien. Demnach sind die Investitionen der Unternehmen in Deutschland zu niedrig. Vor allem die 1.700 Gro&szlig;unternehmen liegen mit ihren Nettoinvestitionen &ldquo;deutlich im Minus&rdquo;, beklagen die Volkswirte der KfW. Aber auch im Mittelstand nehmen die Warnsignale zu. Noch schlechter sieht es in den Gro&szlig;unternehmen von Allianz bis ZF Friedrichshafen aus. Nur in zwei Jahren seit 2004 &uuml;berstiegen die Neuinvestitionen den zeitgleichen Verlust durch Abschreibungen. &ldquo;Und das mit Werten der Investitionsdeckung von 103 und 110 Prozent auch nur knapp&rdquo;, schreiben Michael Schwartz und Juliane Gerstenberger in einem Report der volkswirtschaftlichen Abteilung der Kreditanstalt. Alarmierend: &ldquo;Die Gro&szlig;unternehmen erhalten in der Summe ihren Kapitalstock am Standort Deutschland demnach nicht.&rdquo; Im Gegenteil, um 98 Milliarden Euro schrumpfte der Kapitalstock w&auml;hrend des untersuchten Jahrzehnts. Dadurch werde die k&uuml;nftige Leistungsf&auml;higkeit der Unternehmen &ldquo;m&ouml;glicherweise in Frage gestellt&rdquo;, schreiben die Analysten. &ndash; &Uuml;ber die Gr&uuml;nde, warum gerade Gro&szlig;unternehmen seit L&auml;ngerem zu wenig investieren, wird ger&auml;tselt. Als einen Erkl&auml;rungsansatz bietet KfW-&Ouml;konom Schwarz die Verunsicherung von Managern und Unternehmern. So beunruhigte die Eurokrise lange auch die Entscheider. Um &auml;ngstlichen Managern Mut zu machen, fordert die F&ouml;rderbank KfW zus&auml;tzliche staatliche Investitionen. &ldquo;Sie ziehen in der Regel Unternehmensinvestitionen nach sich.&rdquo; &Ouml;ffentliche Infrastruktur, Wohnraum und Freizeitangebot spielten bei Investitionsentscheidungen in den Topetagen der Konzerne eine gro&szlig;e Rolle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2014%2F06%2F30%2Fa0063&amp;cHash=79e0bc46a070f6855b372e6ba4a62a84\">taz<\/a>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.kfw.de\/PDF\/Download-Center\/Konzernthemen\/Research\/PDF-Dokumente-Fokus-Volkswirtschaft\/Fokus-Nr.-61-Juni-2014.pdf\">Investitionen: Mittelstand noch im Plus, Gro&szlig;unternehmen schon lange im Minus [PDF &ndash; 226 KB]<\/a><\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Griechenland, Stunde Null<\/strong><br>\nAnfang 2010 meldete Griechenland in einem spektakul&auml;ren Schritt Zahlungsunf&auml;higkeit an &ndash; die Erste in Europa seit 1945. In Frankreich wird das Land als Opfer der EU und des Euro dargestellt, in Deutschland als Ausl&ouml;ser f&uuml;r die Turbulenzen in der Eurozone. Was ist in diesem Land passiert? Warum brach die Krise, die fast den Euro zu Fall brachte, gerade in diesem Land aus?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arte.tv\/guide\/de\/050115-000\/griechenland-stunde-null\">arte<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Streit um Entsorgung von Pleitebanken<\/strong><br>\nWer darf Geldinstitute abwickeln &ndash; die Finanzaufsicht Bafin oder der Rettungsfonds? B&uuml;rokraten aus Bonn und Frankfurt k&auml;mpfen um Macht und Pfr&uuml;nde. F&uuml;r eine Beh&ouml;rde geht es um die Existenz. Das Finanzministerium &uuml;berlegt, die in Frankfurt ans&auml;ssige Agentur in die Bonner Finanzaufsicht Bafin einzugliedern. Die FMSA w&uuml;rde damit vom Spielfeld verschwinden. Das ist jedoch nur eine der diskutierten Varianten. Im Gespr&auml;ch ist auch, der FMSA ihre Eigenst&auml;ndigkeit zu belassen und sie personell sogar noch aufzuwerten: So k&ouml;nnte eine Abteilung der Bafin dem Soffin zugeschlagen werden. Hintergrund der &Uuml;berlegungen ist, dass sich Mitarbeiter sowohl bei Bafin als auch beim Rettungsfonds mit der Sanierung und Abwicklung von Banken besch&auml;ftigen. So k&ouml;nnten Synergieeffekte gehoben werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/bankenrettung-streit-um-entsorgung-von-pleitebanken-1.2022001\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> War schon die diesem Konflikt zugrunde liegende Bankenunion (Rechnungshof : Es braucht hundert Jahre bis der Steuerzahler nicht mehr in der Pflicht zu zahlen sein wird) ein weiterer &ldquo;Irrwitz&rdquo; &ndash; immer zu Gunsten der Banken &ndash;, dann es w&auml;re jetzt ein weiterer Sieg des Finanzkapitals, wenn die Aufsicht &uuml;ber die Banken auch gleichzeitig mit der Abwicklung der Banken (die ja ein Versagen der Aufsicht voraussetzt ) betraut w&uuml;rde.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wachsende Risiken von Staatsanleihen<\/strong><br>\nDie akute Phase der Euro-Krise ist vorbei. Aber an den Grundproblemen hat sich wenig ge&auml;ndert, oder sie sind sogar noch gr&ouml;sser geworden. Man nehme das Beispiel Italien. Zwar wird offiziell davon ausgegangen, dass die Staatsschuld, die zwischen 2007 und 2013 von 103% des Bruttoinlandproduktes (BIP) auf 133% gestiegen war, im laufenden Jahr den Spitzenwert von 135% erreichen, dann aber bis 2020 auf 120% sinken werde. Doch gewisse Kommentatoren sind skeptischer. So h&auml;lt James Howat von Capital Economics die Annahme eines Wirtschaftswachstums von 1% f&uuml;r unrealistisch hoch. Fiskalpolitik und Kreditbedingungen sind straffer als vor der Krise und bremsen die Nachfrageentwicklung, die Wirtschaft hat weiter an Wettbewerbsf&auml;higkeit eingeb&uuml;sst, strukturelle Reformen brauchen Zeit, bis sie wirken, und bremsen anf&auml;nglich das Wachstum, und es ist fraglich, ob der politische Wille anh&auml;lt, auf l&auml;ngere Zeit hohe Prim&auml;r&uuml;bersch&uuml;sse im Staatshaushalt durchzusetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/wachsende-risiken-von-staatsanleihen-1.18333340?extcid=Newsletter_30062014_Top-News_am_Morgen\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> So neu ist das alles nicht. Konkret hat der IWF bereits fr&uuml;her thematisiert, dass er weitere Hilfen an Griechenland nur bei einem weiteren Schuldenschnitt als sinnvoll erachte. Heute signalisiert <a href=\"http:\/\/www.imf.org\/external\/np\/pp\/eng\/2014\/052214.pdf\">das Papier [PDF &ndash; 1,1 MB]<\/a> eindeutig, dass das Thema Staatsverschuldung nicht von Tisch ist. Ohne dass der IWF in seinem Papier konkret auf die Krisenl&auml;nder der Eurozone eingeht, d&uuml;rfte vor allem diese gemeint sein. Erstmals wird der IWF in der Gestaltung des Schuldenschnitts konkreter: eine Verl&auml;ngerung der Laufzeit der Anleihen, deren Nennwert sowie der Zinssatz zun&auml;chst nicht reduziert werden sollen. Zun&auml;chst! Angesichts des Urteils eines US-Gerichts &uuml;ber die Staatsschulden Argentiniens war zu erwarten, dass im Vorschlag des IWF die Gl&auml;ubiger einer solchen Ma&szlig;nahme zustimmen m&uuml;ssen. Hier stellt sich die Frage, womit der IWF diese Zustimmung erzwingen kann &ndash; wahrscheinlich mit einem ausgesprochen h&auml;sslichen Szenario. Auch ist &ndash; zumindest meines Wissens &ndash; nicht bekannt, wer heute am meisten Staatsanleihen h&auml;lt. Notenbanken oder Privatanleger?  In letzter Zeit scheinen die Banken Staatsanleihen wieder zur&uuml;ckzukaufen, da sie als risikofrei gelten und die Banken daf&uuml;r kein zus&auml;tzliches Eigenkapital vorhalten m&uuml;ssen. Das Papier des IWF stellt dieses &ldquo;risikofrei&rdquo; infrage. Aber es bleibt so manches offen. So wird auch die &ldquo;Nachhaltigkeit des Schuldenstandes&rdquo; nicht n&auml;her erl&auml;utert. &ndash; Sollten Leser der NachDenkSeiten tats&auml;chlich Altersvorsorge &uuml;ber Fonds oder Lebensversicherungen planen, sollten sie ber&uuml;cksichtigen, was Andrea Uhlig so sch&ouml;n langweilig, einschl&auml;fernd formuliert: &ldquo;Eine solche Anpassung der Politik w&uuml;rde f&uuml;r Investoren bedeuten, dass sie in Zukunft bei Schuldenkrisen fr&uuml;her, rascher und intensiver in L&ouml;sungen einbezogen werden k&ouml;nnten.&rdquo; Anders gesagt:  Auch im Zeitalter Draghi sollte man sich &uuml;berlegen, ob das Halten von spanischen Anleihen durch etwas mehr Rendite gerechtfertigt wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Elend f&uuml;r Millionen von Menschen: Die Konstruktion des Euro und seine Design-Fehler<\/strong><br>\nDer Schock der EU-Wahl ist auch in der europ&auml;ischen Kommission angekommen. Der ungarische EU-Sozialkommissar L&aacute;szl&oacute; Andor fordert zu einem radikalen Kurswechsel in der Euro-Krise auf. In einer Rede an der Hertie School of Governance in Berlin am 13. Juni 2014 zog er in deutlichen Worten Konsequenzen aus den Resultaten der Wahl des EU-Parlamentes, benannte grunds&auml;tzliche Konstruktionsm&auml;ngel der europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion offen beim Namen und forderte ein Ende falscher Dogmen. Auf dem Spiel steht der europ&auml;ische Sozialstaat und mit ihm die gemeinsame Zukunft der Europ&auml;ischen Union: &ldquo;Wir brauchen weniger Durchwursteln und mehr systemische Reformen f&uuml;r eine richtige Erholung in Europa. Die EU kann nicht mehr sehr lange mit dem Risiko eines monet&auml;ren Zusammenbruches leben, der einen sozialen und politischen Zusammenbruch mit sich bringen w&uuml;rde. Wenn unsere Wirtschafts- und W&auml;hrungsunion unumkehrbar sein soll, muss sie auch fair sein und sie muss auf Solidarit&auml;t gegr&uuml;ndet sein. Wir m&uuml;ssen Besch&auml;ftigung und soziale Ergebnisse im Auge behalten und m&uuml;ssen versuchen, dauerhafte Divergenz zu verhindern. Daf&uuml;r braucht es einen automatischen fiskalischen Stabilisator auf der Ebene der Euro-Zone. Entweder geben wir das Dogma &ldquo;keine finanziellen Transferleistungen in der EWU&rdquo; auf oder wir geben das Europ&auml;ische Sozialmodell auf. &hellip; .Wenn viele L&auml;nder ihre L&ouml;hne senken und Arbeitnehmer entlassen, verliert jeder, aber niemand gewinnt an relativer Wettbewerbsf&auml;higkeit.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/42\/42088\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Eines scheint L&aacute;szl&oacute; Andor noch nicht registriert zu haben: Es geht nicht um einen &ldquo;monet&auml;ren Zusammenbruch, der einen sozialen und politischen Zusammenbruch mit sich bringen w&uuml;rde&rdquo;. Den &ldquo;monet&auml;ren Zusammenbruch&rdquo; hat es bereits gegeben. Es sind die &lsquo;Rettungsversuche&rsquo;, welche schon l&auml;ngst in vielen L&auml;ndern Europas einen sozialen Zusammenbruch zeitigten und der politische droht bereits jetzt. &ndash; Der Text geht weit &uuml;ber &Auml;u&szlig;erungen von EU-Sozialkommissar L&aacute;szl&oacute; Andor hinaus, bis in die fr&uuml;hen Diskussionen um eine Europ&auml;ische W&auml;hrungsunion.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Joseph E. Stiglitz: The Myth of America&rsquo;s Golden Age<\/strong><br>\nThis approach also exacerbated one of the country&rsquo;s most pressing problems: its growing inequality. Only with a vibrant middle class can the economy fully recover and grow faster. The more inequality, the slower the growth&mdash;a conclusion now endorsed even by the IMF. Because the less wealthy consume a greater share of their income than do the rich, they expand demand when they have more income. When demand is expanded, jobs are created: In this sense, it is ordinary Americans who are the real job creators. So inequality commands a high price: a weaker economy, marked by lower growth and more instability. It is not very complicated.<br>\nNone of this is the outcome of inexorable economic forces, either; it&rsquo;s the result of policies and politics&mdash;what we did and didn&rsquo;t do.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.politico.com\/magazine\/story\/2014\/06\/the-myth-of-americas-golden-age-108013.html#ixzz36CsjI4G0\">Politico Magazine<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Rausschmiss nach 88 Zeitvertr&auml;gen<\/strong><br>\nBekleidungsfertigerin &ndash; aber ihren Postjob hat sie geliebt &ndash; der Menschen wegen. Und offensichtlich hat sie ihren Job gut gemacht &ndash; denn 88 mal hintereinander, 88 Mal, hat sie von der Post eine befristeten Arbeitsvertrag bekommen. &ldquo;Die Vertr&auml;ge liefen immer so ca. zwei Wochen, vier Wochen, drei Monate, halbes Jahr, mit gro&szlig;em Gl&uuml;ck auch mal ein Jahr &ndash; das ist aber selten.&rdquo; Die soziale Lage ist klar: unverantwortlich. Die rechtliche Lage ist &ndash; zumindest interpretierbar. Ein Leben in Unsicherheit, in einer Region, in der es nicht viele Alternativen gibt &ndash; und wo der Arbeitgeber mit dem Kalk&uuml;l, dass sich Frauen wie Anja Helffenstein lieber selbst ausbeuten als Forderungen zu stellen, gute Ums&auml;tze macht. &ldquo;Planen kann man nicht viel &ndash; Urlaub planen &ndash; das geht gar nicht &ndash; ich kann ja auch nicht planen, habe ich n&auml;chsten Monat noch einen Arbeitsvertrag oder nicht &ndash; wei&szlig; ich ja nicht &ndash; dann kann ich nicht in Urlaub fahren, wenn ich dann keine Arbeit mehr habe. Und dann sind ja andere Sachen wichtiger. Auto kaufen geht nicht. Ne Wohnung anmieten &ndash; ohne Festvertrag &ndash; ist schwierig &ndash; Kredite bei der Bank, ohne Festvertrag &ndash; gar nicht m&ouml;glich.&rdquo; 17 Jahre ging das so, Schikanen inbegriffen. Die kleine Frau hat in der Zeit zwei Kinder alleine gro&szlig;gezogen. &ldquo;Dann bekommt man im Sommer zwei Monate mal keinen Vertrag &ndash; Schon h&auml;ngt das dran &ndash; man bekommt kein Weihnachtsgeld, kein Urlaubsgeld, man ist ja kein ganzes Jahr besch&auml;ftigt.&rdquo; Sieht nach Strategie aus &ndash; ist aber nicht zu beweisen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2014\/06\/13\/dlf_20140613_1417_bd1b77bc.mp3\">Deutschlandradio [Audio &ndash; mp3]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das steht also am Ende der vor 25 Jahren eingeleiteten Privatisierung des deutschen Postwesens. Auf der untersten Ebene des weltweit gr&ouml;&szlig;ten Logistik- und Postunternehmens herrscht  fr&uuml;hkapitalistische Ausbeutung. Ja, die Post macht Gewinne, aber auf Kosten des Services gegen&uuml;ber uns Normalb&uuml;rgern, auf Kosten der Besch&auml;ftigten (Stellenstreichung und prek&auml;re Anstellungsverh&auml;ltnisse; siehe dazu generell: <a href=\"http:\/\/www.juergen-klute.eu\/kontext\/controllers\/document.php\/210.7\/f\/9a0.pdf\">&bdquo;Unternehmerische Verantwortungslosigkeit. Weltweite Arbeitspraktiken von Deutsche Post DHL aufgedeckt&rdquo; [PDF &ndash; 7.2 MB]<\/a>) und nicht zuletzt auf Kosten des Steuerzahlers. Rechnet man die &Uuml;bernahme der Pensionslasten der alten Deutschen Post durch die Steuerzahler heraus, so wird dieses weltweit gr&ouml;&szlig;te Logistik- und Postunternehmen trotz  milliardenschwerer Gewinne mit derzeit rund 8 Mrd. Euro pro Jahr subventioniert (Siehe dazu: <a href=\"http:\/\/www.fb03.uni-frankfurt.de\/49005923\/Privatisierung_Der-grosse-Postraub_Blaetter_I_2014.pdf\">&ldquo;Der gro&szlig;e Postraub. Die Privatisierung der Bundespost und ihre Folgen&rdquo; [PDF &ndash; 163 KB]<\/a>) Dass auch der Staat mit Gewinn arbeiten kann, zeigt Italiens Staatspost, die ihr Angebot um Bank- und Versicherungsgesch&auml;fte erweitert hat. Leider ist der neue Heilsbringer Matteo Renzi ist das Projekt Privatisierung von Enrico Letta voll eingestiegen. Die Teilprivatisierung der Posta Italiana und des Energieversorgers Eni im Herbst soll bis zu neun Mrd. Euro in die Staatskasse sp&uuml;len. Irgendwann wird dann das ganze Tafelsilber wegen dieser kurzfristigen Einnahmem&ouml;glichkeiten verscherbelt sein.<\/em><br>\n<em>Man darf gespannt sein, was sich die Post AG und andere private Dienstleister zum Mindestlohn einfallen lassen werden. Was sie heute bieten und gewiss fortfahren wollen, ist im wahrsten Sinn des Wortes ausbeuterisch. Siehe, was sich die Post sonst noch so erlaubt: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2014\/06\/30\/dlf_20140630_1425_86d32581.mp3\">Lohndumping mit Werkvertr&auml;gen [Audio &ndash; mp3]<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Arbeitskampf ist kein Kindergeburtstag<\/strong><br>\nIn Bolivien k&auml;mpfen Kindergewerkschaften f&uuml;r ein Gesetz, das die Kinderarbeit nicht kriminalisieren, sondern fair regulieren soll. Viele Familien sind auf das Einkommen ihrer Kinder angewiesen. Die erste Organisation von Kinderarbeitern in Bolivien entstand Mitte der neunziger Jahre in der Bergbaustadt Potos&iacute;. Dort wird seit Jahrhunderten das Silber des &raquo;Cerro Rico&laquo;, des &raquo;reichen Berges&laquo;, gef&ouml;rdert und Kinderarbeit ist in Bolivien auch im Bergbau sehr verbreitet. Sch&auml;tzungen des Arbeitsministeriums zufolge arbeiten rund 850&thinsp;000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren regelm&auml;&szlig;ig. Jedes vierte Kind ist folglich auf einen Job angewiesen, weil das Geld zu Hause nicht ausreicht, um alle n&ouml;tigen Ausgaben zu bestreiten. &raquo;Das ist die Realit&auml;t in Bolivien&laquo;, sagt Elizabeth Pati&ntilde;o Dur&aacute;n, Kinderrechtsexpertin der Menschenrechtsorganisation &raquo;Terre des Hommes&laquo; im Regionalb&uuml;ro Cochabamba. Die ehemalige stellvertretende Ministerin f&uuml;r Jugendschutz h&auml;lt wenig von den restriktiven internationalen Vorgaben: &raquo;Vor den nationalen Verh&auml;ltnissen k&ouml;nnen wir nicht die Augen verschlie&szlig;en und es sind die arbeitenden Kinder und Jugendlichen, die mehrfach f&uuml;r eine Anpassung der Gesetze auf die Stra&szlig;e gegangen sind.&laquo; &ndash; &raquo;Terre des Hommes&laquo;-Expertin Elizabeth Pati&ntilde;o pl&auml;diert f&uuml;r mehr Flexibilit&auml;t, &raquo;weil Verbote die Kinderarbeit in den Untergrund verbannen, wo die Ausbeutung der Kinder sehr viel einfacher ist&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2014\/26\/50110.html\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Arbeitsmarkt im Juni 2014<\/strong>\n<ul>\n<li>5,153 Millionen &ldquo;Arbeitslosengeld-Empf&auml;nger\/innen&rdquo; (SGB III und SGB II)<\/li>\n<li>4,421 Millionen Arbeitslosengeld II-Empf&auml;nger\/innen &ndash; 33.000 (0,7%) weniger als im Juni 2013<\/li>\n<li>2,833 Millionen registrierte Arbeitslose &ndash; 32.000 (1,1%) weniger als im Juni 2013<\/li>\n<li>Ver&auml;nderungsraten (registrierte Arbeitslose) in den L&auml;ndern (Juni 2013 &ndash; Juni 2014):<br>\nM&auml;nner und Frauen: &ndash;5,7% in Sachsen bis +3,5% in Hamburg<br>\nFrauen &ndash;5,3% in Sachsen bis +4,2% in Hamburg (Bund: -1,0%)<br>\nM&auml;nner: -6,0% in Sachsen bis +3,0% in Hamburg (Bund: -1,2%)<br>\nunter 25 Jahre: -21,1% in Brandenburg bis +0,6% in Bremen (Bund: -7,5%)<\/li>\n<li>Von den 2,833 Millionen Arbeitslosen waren 869.000 (30,7%) im Rechtskreis SGB III (bei den 156 Arbeitsagenturen!) und 1,964 Millionen (69,3%) im Rechtskreis SGB II (bei den 408 Jobcentern!) registriert. (Juni 2013: 68,7%)<\/li>\n<li>Als Arbeitsuchende waren im Juni 2014 insgesamt 4,985 Millionen Frauen und M&auml;nner registriert, 47.000 (0,9%) weniger als im Juni 2013. Die von der Statistik der BA ermittelte &bdquo;Unterbesch&auml;ftigung ohne Kurzarbeit&ldquo; betrug im Juni 2014 3,753 Millionen, 87.000 (2,3%) weniger als im Juni 2013.<\/li>\n<li>Nach vorl&auml;ufigen, hochgerechneten Daten hatten im Juni 2014 829.000 (arbeitslose und nicht arbeitslose) Frauen und M&auml;nner Anspruch auf das beitragsfinanzierte Arbeitslosengeld (SGB III) und 4,421 Millionen Anspruch auf Arbeitslosengeld II. Bereinigt um die Zahl der etwa 97.000 sog. Aufstocker\/Parallelbezieher (Bezug von Arbeitslosengeld und Arbeitslosengeld II) hatten im Juni 2014 etwa 5,153 Millionen erwerbsf&auml;hige Frauen und M&auml;nner Anspruch auf Arbeitslosengeld (SGB III) bzw. Arbeitslosengeld II, &bdquo;48.000 Menschen weniger&ldquo; als ein Jahr zuvor. (vgl. BA-Monatsbericht, S. 22 und ANBA 11\/2013; Juni 2013: 5,201 Millionen; eigene Berechnungen)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2014-07-01_alo0614t.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) [PDF &ndash; 448 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/statistik.arbeitsagentur.de\/Statischer-Content\/Arbeitsmarktberichte\/Monatsbericht-Arbeits-Ausbildungsmarkt-Deutschland\/Monatsberichte\/Generische-Publikationen\/Monatsbericht-201406.pdf\">Bundesagentur f&uuml;r Arbeit [PDF &ndash; 1,8 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Jugendarbeitslosigkeit kostet 153 Milliarden<\/strong><br>\nDie gesch&auml;tzten Gesamtkosten f&uuml;r die Umsetzung der Jugendgarantie in der Eurozone liegen demnach bei 21 Mrd. Euro pro Jahr oder 0,22 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (Quelle: Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation: EuroZone job crisis: trends and<br>\npolicy responses). Die Kosten f&uuml;r junge Menschen, die weder einer Arbeit, Ausbildung oder Schulung nachgehen, liegen bei 153 Mrd. Euro pro Jahr bzw.1,21 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aufgrund von Sozialleistungen und entgangenen Einnahmen und Steuern (Quelle: Eurofoundbericht zur Jugendarbeitslosigkeit).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/18\/017\/1801792.pdf\">Antwort der Bunderegierung auf die Kleine Anfrage der Gr&uuml;nen &bdquo;Jugendgarantie  in Europa und Deutschland [PDF &ndash; 714 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Stellungnahme des WSI im Bundestag zum Mindestlohn<\/strong><br>\nUm eine m&ouml;glichst weitreichende Wirksamkeit des Gesetzes sicherzustellen, sollten vielmehr die Ausnahmen reduziert und eine Reihe einzelner Regelungen noch verbessert werden, empfehlen die Wissenschaftler. Dazu z&auml;hlen sie vor allem:\n<ul>\n<li>Eine pr&auml;zise Definition des Mindestlohnbegriffes mit einem Fokus auf das regelm&auml;&szlig;ige Grundgehalt. Derzeit sei im Gesetzentwurf nicht hinreichend eindeutig, ob und wenn ja Entgeltbestandteile wie Zulagen oder Boni in den Mindeststundenlohn einbezogen werden k&ouml;nnen, schreiben Bispinck und Schulten. Sie verweisen auf den Entwurf f&uuml;r ein Mindestlohngesetz, den Nordrhein-Westfalen, Baden-W&uuml;rttemberg, Brandenburg und vier weitere Bundesl&auml;nder im Februar 2013 vorgelegt haben. Darin hei&szlig;t es, es werde klargestellt, &bdquo;dass der Mindestlohn dem reinen Stundenentgelt ohne Zuschl&auml;ge entspricht. Dar&uuml;ber hinaus gehende Entgeltbestandteile, wie zus&auml;tzliches Monatsgehalt oder Urlaubsgeld, sofern vereinbart, sind neben dem Mindestlohn zu zahlen.&ldquo; Diese Klarheit sei f&uuml;r die Anwendbarkeit des Mindestlohns sehr wichtig, betonen die Forscher: Erfahrungen aus dem Ausland zeigten, &bdquo;dass gerade ein einheitlich geltender Mindestlohn, der m&ouml;glichst wenige oder gar keine Ausnahmen enth&auml;lt und dessen Niveau allgemein bekannt ist, sich in weiten Teilen `von selbst&acute; durchsetzt&ldquo;.<\/li>\n<li>Einbezug von Jugendlichen und Langzeitarbeitslosen in den Geltungsbereich des Mindestlohns. Die Wissenschaftler haben die internationale empirische Forschungsliteratur gepr&uuml;ft. Ihr Fazit: Es gibt kaum Indizien daf&uuml;r, dass Ausnahmen von einem Mindestlohn sinnvoll sind, um Arbeitsmarktchancen junger Leute zu verbessern. Neuere Studien gingen eher davon aus, dass es auch bei Jugendlichen kaum einen Zusammenhang zwischen Mindestl&ouml;hnen und Besch&auml;ftigungsniveau gibt. In der Forschung f&auml;nden sich sogar Hinweise auf problematische Verzerrungen am Arbeitsmarkt, weil &auml;ltere Besch&auml;ftigte verdr&auml;ngt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/2877_50317.htm\">WSI (dort auch die Stellungnahme des WSI als PDF)<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Primark: Das System der Ausbeutung<\/strong><br>\nKapitalismus ist die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen. So stand es in DDR-Lehrb&uuml;chern. Nicht doch, nicht doch, hie&szlig; es im anderen Teil Deutschlands: Wir haben die &ldquo;Soziale Marktwirtschaft&rdquo;. Ein feines &ldquo;In-die-Tasche-L&uuml;gen&rdquo;, wie uns die irische Billigkette Primark t&auml;glich vor Augen f&uuml;hrt: Damentop f&uuml;r 4 Euro, Sandalen f&uuml;r 8 Euro geht nur, weil irgendwo jemand schrecklich ausgebeutet wird. Statt sich dar&uuml;ber zu entr&uuml;sten, posten die jungen Frauen &ldquo;ihren Look&rdquo; auf Primarks Plattform Primania: &ldquo;Bikini f&uuml;r 7 Euro!&rdquo; Unerheblich, ob die jetzt gefundenen Etikette mit Hilferufen vermeintlicher N&auml;herInnen echt sind: Primark ist kein Einzelfall. C&amp;A bietet gerade Bio-Baumwoll-Herrenshirts f&uuml;r 3 Euro an. Bei Ikea gibt&rsquo;s Bettw&auml;sche f&uuml;r 12,99, Media-Markt offeriert die kabellose Computermaus plus Tastatur f&uuml;r 14,99. Das geht nur durch Ausbeutung: Ausbeutung der Menschen, die f&uuml;r Hungerl&ouml;hne schuften, Ausbeutung der Umwelt, die geschunden wird, Ausbeutung der Zukunftsressourcen, die verplempert werden. Kapitalistische Ausbeutung &ndash; und alle machen gerne mit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F06%2F30%2Fa0101&amp;cHash=191d54ca44505637b954283950bf4980\">taz<\/a>\n<p><strong>Dazu: Entwarnung: Primark-Chef findet in Kleidung eingen&auml;hte Zufriedenheitsbekundungen<\/strong><br>\nAufatmen in Dublin: Arthur Ryan, der Konzernleiter der Billigmodenkette Primark hat laut Angaben seines Pressesprechers eingen&auml;hte Zufriedenheitsbekundungen von Mitarbeitern seiner Firma gefunden. Eine der &ldquo;Gru&szlig;botschaften&rdquo; etwa stamme aus einer Fabrik in Bangladesch. Die &ldquo;definitiv vollj&auml;hrige Verfasserin&rdquo; der versteckten Nachricht habe sich &ndash; so der Konzernchef &ndash; f&uuml;r die hervorragenden Arbeitsbedingungen bedankt und die angeblichen Hilferufe als &ldquo;missverstandene Sp&auml;&szlig;e fr&ouml;hlicher N&auml;her&rdquo; entlarvt. Die zuvor f&auml;lschlicherweise ernst genommenen SOS-Botschaften auf eingen&auml;hten Zetteln seien &ldquo;somit vom Tisch&rdquo;, Primark und andere Textilhandelsketten, denen Ausbeutung vorgeworfen wurde, rehabilitiert. Peter Stinger, der Filialleiter des Ladens, in dem die Nachricht aufgetaucht sei, best&auml;tigte am vergangenen Donnerstag ihre Echtheit. Auch er fand laut eigenen Angaben bei einer Stichprobe nach Feierabend Danksagungen aus Bangladesch, China und Indien: &ldquo;Thank you Sir for the fabulous working conditions!&rdquo;, soll eine der Botschaften gelautet haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2014\/06\/entwarnung-primark-chef-findet-in.html#.U61evI2M55o.facebook\">Der Postillon<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>GEW: &bdquo;Bundesregierung muss jetzt N&auml;gel mit K&ouml;pfen machen&ldquo;<\/strong><br>\nDie Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) begr&uuml;&szlig;t die Initiative der SPD-Bundestagsfraktion f&uuml;r die Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes. Sie mahnt die Bundesregierung, z&uuml;gig einen Gesetzentwurf vorzulegen. &bdquo;In ihrem Koalitionsvertrag haben Union und SPD eine Novellierung des Gesetzes angek&uuml;ndigt. F&uuml;r deren Umsetzung wird es jetzt h&ouml;chste Zeit: Neun von zehn wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an Hochschulen sind befristet besch&auml;ftigt, &uuml;ber die H&auml;lfte der Zeitvertr&auml;ge hat eine Laufzeit von weniger als einem Jahr &ndash; eine Folge des 2007 in Kraft getretenen Wissenschaftszeitvertragsgesetzes. Gut, dass eine der Regierungsparteien die Diskussion in der Koalition endlich vorantreibt. Die Bundesregierung muss jetzt N&auml;gel mit K&ouml;pfen machen und einen Gesetzentwurf ins Parlament bringen&ldquo;, sagte der stellvertretende Vorsitzende und Hochschulexperte der GEW, Andreas Keller, am Montag in Frankfurt a.M. (&hellip;)<br>\nEntt&auml;uscht zeigt sich der GEW-Vize, dass die SPD-Initiative keine Vorschl&auml;ge zur verbindlichen Ausgestaltung der familienpolitischen Komponente des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes enthalte. &bdquo;Zeitvertr&auml;ge mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die Kinder betreuen, m&uuml;ssen sich automatisch um die Betreuungszeiten verl&auml;ngern. Das Gleiche muss auch f&uuml;r Drittmittel-Besch&auml;ftigte gelten, deren Vertragsverl&auml;ngerung nicht einmal bei Mutterschutz oder Elternzeit gesichert ist. Wir brauchen endlich einen Rechtsanspruch auf Vereinbarkeit von Familie und wissenschaftlicher Qualifizierung&ldquo;, unterstrich Keller.<br>\n&bdquo;Wir brauchen Dauerstellen f&uuml;r Daueraufgaben und stabile Besch&auml;ftigungsbedingungen in Hochschule und Forschung &ndash; nicht nur im Interesse der Besch&auml;ftigten, sondern auch um die Kontinuit&auml;t und Qualit&auml;t von Forschung und Lehre zu sichern. Der Bund muss daf&uuml;r die entsprechenden Rahmenbedingungen setzen&ldquo;, sagte Keller. Er bot Regierung und Parlament Unterst&uuml;tzung und Sachverstand der Bildungsgewerkschaft im Gesetzgebungsverfahren an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wissenschaft.gew.de\/GEW_Bundesregierung_muss_jetzt_Naegel_mit_Koepfen_machen.html\">GEW<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Keine Universit&auml;t ist &uuml;berall top<\/strong><br>\nDer M&uuml;nchner Pisa-Forscher und k&uuml;nftige Vorsitzende des Wissenschaftsrats, Manfred Prenzel, dr&auml;ngt die Hochschulen, sich endlich auf ihre tats&auml;chlichen St&auml;rken zu besinnen. &ldquo;Keine Universit&auml;t ist &uuml;berall top. Das ist eine Illusion. Da l&uuml;gt man sich gern in die Tasche &ldquo;, sagte der 62-J&auml;hrige im Interview mit der S&uuml;ddeutschen Zeitung.<br>\n&ldquo;Eine Universit&auml;t hat eine gro&szlig;e Verantwortung f&uuml;r sich selbst &ndash; aber auch Verantwortung gegen&uuml;ber dem Steuerzahler. Sie muss sich realistisch fragen, was sie leisten kann und wo sie am besten ist.&rdquo; Diese Profilbildung bedeute &ldquo;zun&auml;chst, sich der eigenen St&auml;rken und Schw&auml;chen bewusst zu werden. Und hier wird man &uuml;berall interessante Unterschiede auch innerhalb einer Hochschule finden, zum Beispiel zwischen F&auml;chern. Und dann gilt es, Ma&szlig;nahmen zu ergreifen, um das Profil zu entwickeln&rdquo;, sagte Prenzel.<br>\n&ldquo;Bei den Exzellenz-Unis brauchen wir meiner Meinung nach eine Denkpause. Wir sollten dabei &uuml;berpr&uuml;fen, was die Zukunftskonzepte f&uuml;r die Universit&auml;ten und das Wissenschaftssystem eigentlich bewirkt haben. Wenn es hier positive Ergebnisse gibt, kann man &uuml;ber erneute Wettbewerbe nachdenken&rdquo;, sagte Prenzel der SZ.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bildung\/neuer-chef-des-wissenschaftsrats-keine-universitaet-ist-ueberall-top-1.2023282\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Selbst wenn man dem &bdquo;Pisa-Forscher&ldquo;, also einem Bildungsvermesser, Prenzel als k&uuml;nftigem Vorsitzenden des Wissenschaftsrats mit Skepsis begegnet, wo er Recht hat, hat er Recht. Es war der Grundfehler der &bdquo;Exzellenzinitiative&ldquo;, dass sie ganzen Hochschulen den symbolischen Wert einer Exzellenz-Uni zugeschrieben hat. Es war immer klar, dass keine Universit&auml;t &uuml;berall top ist. Eine Denkpause ist dringend angeraten. Ob nun allerdings &bdquo;Profilbildung&ldquo; der zukunftstr&auml;chtige Weg des Hochschulwesens ist, ist &auml;u&szlig;erst zweifelhaft. Zumal hinter dem Tarnwort Profilbildung vielfach nur die Hierarchisierung der Hochschullandschaft steht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Fernsehschauen in Brasilien: Allianz der Volksverdummer<\/strong><br>\nMan kann ja nicht immer im Stadion sein oder in Kneipen, um sich Fu&szlig;ballspiele anzuschauen. Manchmal gucken wir die Kicks auch im brasilianischen Fernsehen an, auf Rede Globo, Kanal 11. Was gleich auff&auml;llt: Die Kommentatoren quatschen alles zu. Es gibt keine Sekunde, in der nicht geredet wird. Manchmal schalten wir den Ton ab. Die &Ouml;ffentlich-Rechtlichen in Deutschland m&ouml;gen den Fu&szlig;balljournalismus auch gerade zugrunde richten, aber auf Rede Globo geht&rsquo;s immer noch ein bisschen seichter, boulevardesker und kreischender zu. Bei einer Fu&szlig;ball&uuml;bertragung k&ouml;nnen sie letztlich nicht sooo viel falsch machen, beim Abendprogramm aber schon. Geradezu fasziniert waren wir von der Sendung Domingao do Faustao, offenbar eine Institution in Brasilien, moderiert von einer Knallcharge, dem 64-j&auml;hrigen Faustao, der als moderierender Hansdampf allerlei lustige Filmchen ank&uuml;ndigte und das eh schon enthusiastische Publikum auf Betriebstemperatur hielt. In den Werbepausen tanzte ein leicht bekleidetes Frauenballett f&uuml;r Faustao und die Zuschauer. Wir dachten unwillk&uuml;rlich an Tutti Frutti mit Hugo Egon Balder, der aber im Vergleich zu Faustao wie ein Intellektueller aus der Frankfurter Schule wirkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=hi&amp;dig=2014%2F06%2F30%2Fa0096&amp;cHash=cbad163c256a4a9fcae5a61d19305482\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Norman Birnbaum &ndash; An Illusionary  USA<\/strong><br>\n&bdquo;Ein illusion&auml;res Amerika&ldquo; &ndash; Den Bericht des NDS-Freundes Norman Birnbaum aus Washington &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22197\">siehe hier<\/a> &ndash; finden Sie jetzt auch in der englischen Originalfassung als PDF. Das geht auf die Anregung einiger Leserinnen und Leser der NDS zur&uuml;ck. In Zukunft wird das immer gleich geschehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/140701_eglische_fassung_norman_birnbaum-an_illusionary_usa.pdf\">NachDenkSeiten [PDF &ndash; 16 KB]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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