{"id":22272,"date":"2014-07-04T15:45:10","date_gmt":"2014-07-04T13:45:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22272"},"modified":"2014-07-04T15:45:10","modified_gmt":"2014-07-04T13:45:10","slug":"hinweise-des-tages-ii-158","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22272","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22272#h01\">Ich sehe Mistgabeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22272#h02\">Der Mythos von der Enteignung der Sparer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22272#h03\">Noam Chomsky  &ndash; How Washington protects itself<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22272#h04\">Blackwater death threat is said to have stifled U.S. inquiry<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22272#h05\">BND-Mitarbeiter unter Spionageverdacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22272#h06\">Der Mindestlohn kommt: Eine Kapitulation vor der Ursachenbek&auml;mpfung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22272#h07\">Mittelstand spart 10 Milliarden Euro Erbschaftsteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22272#h08\">Harald Schumann: Achtung, Spar-Paradox!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22272#h09\">Patientensicherheit: Station&auml;re Mortalit&auml;t und Personalschl&uuml;ssel korrelieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22272#h10\">&Ouml;konomie sollte dienendes Instrument der Medizin sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22272#h11\">O2 und E-Plus: Handytarife k&ouml;nnten steigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22272#h12\">Ex-Premier Blair: Lukrative Ratschl&auml;ge f&uuml;r den General<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22272#h13\">Drohen Europa japanische Verh&auml;ltnisse?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22272#h14\">Berlin: Wie geht es weiter nach der verhinderten R&auml;umung der Schule?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22272#h15\">Foulspiel in Brasilien: Wie FIFA und Milit&auml;rpolizei einen Krieg gegen die Armen f&uuml;hren<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22272&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ich sehe Mistgabeln<\/strong><br>\nOffener Brief des US-Milliard&auml;rs Nick Hanauer an seine reichen Freunde<br>\nSie kennen mich wahrscheinlich nicht aber ich bin einer dieser 0,01% stolzen und uneinsichtigen Kapitalisten. Ich habe etwa 30 Unternehmen in unterschiedlichen Branchen mitbegr&uuml;ndet und finanziert. Vom Nachtclub bis zu Amazon.com. [&hellip;] Und f&uuml;r meinen Erfolg f&uuml;hre ich ein Leben, von dem 99,9% der Amerikaner nicht einmal zu tr&auml;umen wagen. Ich besitze viele H&auml;user, ein eigenes Flugzeug usw., Sie wissen schon wovon ich rede. [&hellip;]<br>\nIn Zeiten wo Menschen wie Du und ich &uuml;ber die Plutokratie tr&auml;umen, liegt der Rest des Landes, die 99,9%, weit im R&uuml;ckstand. Die Kluft zwischen arm und reich wird immer schlimmer. Und sie w&auml;chst schnell. Im Jahr 1980 kontrollierten die Top 1 etwa 8% des US-Volkseinkommens. Heute kontrollieren die Top 1 rund 20%. Aber das Problem ist nicht die Ungleichheit an sich, Diese ist immer untrennbar mit jeder kapitalistischen Wirtschaft verbunden. Das Problem ist, dass dies Ungleichheit auf einem historischem Hoch angelangt ist und von Tag zu Tag schlimmer wird. Unser Land entwickelt sich von einer kapitalistischen Wirtschaft zu einer feudalen Gesellschaft. Wenn sich unsere Politik nicht dramatisch &auml;ndert, wird die Mittelschicht verschwinden und wir werden wieder im sp&auml;ten 18. Jahrhundert in Frankreich sein. Vor der Revolution.<br>\nUns so habe ich eine Botschaft f&uuml;r meine steinreichen Kollegen und Kolleginnen und alle, die in dieser Blase leben: Wachen Sie auf ! Es wird nicht mehr lange dauern. Wenn wir nicht bald etwas tun um die eklatanten Ungerechtigkeiten in dieser Wirtschaft zu beheben, werden die Mistgabeln zu uns kommen. Keine Gesellschaft kann diese Art von wachsender Ungerechtigkeit auf Dauer aufrechterhalten. Es gibt in der Tat kein einziges Beispiel in der Geschichte der Menschheit, wo Reicht&uuml;mer wie diese angesammelt wurden und nicht irgendwann Mistgabeln gekommen sind. Am Anfang ist es ein Polizeistaat, dann kommen die Aufst&auml;nde.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/independent24.wordpress.com\/2014\/07\/03\/ich-sehe-mistgabeln\/\">Independent24<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.politico.com\/magazine\/story\/2014\/06\/the-pitchforks-are-coming-for-us-plutocrats-108014_Page2.html#.U7K6I7H-vJ8\">Poltico &ndash; The Pitchforks Are Coming&hellip; For Us Plutocrats<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der Mythos von der Enteignung der Sparer<\/strong><br>\nEs gibt kaum ein wirtschaftspolitisches Thema, dass die mediale Debatte so pr&auml;gt wie die angebliche Enteignung der Sparer. Das Argument: Die EZB flutet die M&auml;rkte mit Geld und die Deutschen sind wieder einmal die Dummen, weil sie sich mit mickrigen Zinsen zufrieden geben m&uuml;ssen.<br>\nDie Bundesbank hat nun diese hervorragende Grafik online gestellt, nachdem die SZ am Montag ebenfalls &uuml;ber den Sacherhalt berichtet hatte. Wir sehen: Es ist &uuml;berhaupt nicht ungew&ouml;hnlich, dass das Geld von der Bank von der Inflation aufgezehrt wird. Es ist sogar der Normalfall.\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140704_02.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140704_02_th.gif\" alt=\"Der Mythos von der Enteignung der Sparer\" title=\"Der Mythos von der Enteignung der Sparer\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2014\/07\/03\/der-mythos-von-der-enteignung-der-sparer_7517\">ZEIT Herdentrieb<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Noam Chomsky  &ndash; How Washington protects itself<\/strong><br>\nThe question of how foreign policy is determined is a crucial one in world affairs. In these comments, I can only provide a few hints as to how I think the subject can be productively explored, keeping to the United States for several reasons. First, the US is unmatched in its global significance and impact. Second, it is an unusually open society, possibly uniquely so, which means we know more about it. Finally, it is plainly the most important case for Americans, who are able to influence policy choices in the US &ndash; and indeed for others, insofar as their actions can influence such choices. The general principles, however, extend to the other major powers, and well beyond.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.atimes.com\/atimes\/World\/WOR-04-030714.html\">Asia Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Blackwater death threat is said to have stifled U.S. inquiry<\/strong><br>\nJust weeks before Blackwater guards fatally shot 17 civilians at Baghdad&rsquo;s Nisour Square in 2007, the State Department began investigating the security contractor&rsquo;s operations in Iraq. But the inquiry was abandoned after Blackwater&rsquo;s top manager there issued a threat: &ldquo;that he could kill&rdquo; the government&rsquo;s chief investigator and &ldquo;no one could or would do anything about it as we were in Iraq,&rdquo; according to department reports. [&hellip;]<br>\nBut Blackwater&rsquo;s rapid growth and the State Department&rsquo;s growing dependence on the contractor led to unbridled hubris, according to several former company officials. That was fostered, they said, by Prince, who not long before the Nisour Square shooting gathered employees in front of Blackwater headquarters in Moyock, N.C., and demanded that they swear an oath of allegiance.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tampabay.com\/news\/politics\/national\/blackwater-death-threat-is-said-to-have-stifled-us-inquiry\/2186549\">Tampa Bay Times<\/a>\n<p>dazu: <strong>Why Was Blackwater in China?<\/strong><br>\nJames Risen&rsquo;s report in the New York Times on Blackwater&rsquo;s death threat against State Department investigators in Iraq (and the US embassy&rsquo;s craven decision to kick out the investigators for being &ldquo;unsustainably disruptive to day-to-day operations&rdquo; in response) also includes this interesting passage:<br>\n&bdquo;The company&rsquo;s gung-ho attitude and willingness to take on risky tasks were seductive to government officials in Washington. The State Department, for example, secretly sent Blackwater guards to Shenyang, China, to provide security for North Korean asylum seekers who had gone to the US Consulate there and refused to leave for fear the Chinese government would force them to go back to North Korea, according to company documents and interviews with former Blackwater personnel.&ldquo;<br>\nThe backstory for the Shenyang job is presumably the flood of economic and political refugees from North Korea during the famine years of the early 2000s. Some refugees tried to get into various consulates in Shenyang as well as embassies in Beijing, and hope that they could obtain some kind of asylum\/entry into a sympathetic foreign country instead of facing repatriation to North Korea.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.atimes.com\/atimes\/World\/WOR-01-030714.html\">Asia Times<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>BND-Mitarbeiter unter Spionageverdacht<\/strong><br>\nEin Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes hat nach eigenen Angaben den NSA-Untersuchungsausschuss ausspioniert &ndash; angeblich im Auftrag der USA. Das erfuhren NDR, WDR und &ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo; aus Regierungskreisen. Zuvor hatte die Bundesanwaltschaft die Festnahme eines 31-j&auml;hrigen Deutschen bekanntgegeben&hellip;<br>\nDer BND-Mitarbeiter soll mehrfach von dem US-Geheimdienst befragt worden sein und mindestens einmal &uuml;ber die Aktivit&auml;ten des NSA-Untersuchungsausschusses in die USA berichtet haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/nsa-ausschuss-bnd-mitarbeiter-unter-spionageverdacht-1.2030878\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/Festnahme-BND-Mitarbeiter-soll-NSA-Untersuchungsausschuss-ausspioniert-haben-2249652.html\">Laut heise online<\/a> hat der BND-Mitarbeiter inzwischen gestanden, f&uuml;r die USA gearbeitet zu haben. Die Nachrichtenagentur dpa habe berichtet, dass der Verd&auml;chtigte &bdquo;&uuml;ber Jahre hinweg&ldquo; geheime BND-Papiere an US-Geheimdienste geliefert habe.<\/em> <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140704_03.gif\" alt=\"BND-Mitarbeiter unter Spionageverdacht\" title=\"BND-Mitarbeiter unter Spionageverdacht\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.harmbengen.de\/\">Harm Bengen<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der Mindestlohn kommt: Eine Kapitulation vor der Ursachenbek&auml;mpfung<\/strong><br>\n[&hellip;] Denn die eigentlich zu beantwortende Frage lautet, warum der Markt so viele F&auml;lle von prek&auml;ren Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen hervorbringt. Der gesetzliche Mindestlohn &auml;ndert per Vorschrift etwas an den prek&auml;ren Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen, ja, aber an den Marktverh&auml;ltnissen &auml;ndert er nichts. Den Schwarzen Peter haben jetzt im Zweifel all diejenigen Unternehmen, f&uuml;r die der Markt diesen Mindestlohn schlicht tats&auml;chlich nicht hergibt. Das Problem hat folglich zwei Seiten, der Mindestlohn adressiert aber nur eine Seite. [&hellip;]<br>\nMit der Agenda 2010 und den Hartz-Reformen wurden wesentliche Voraussetzungen f&uuml;r eine Ausweitung der niedrig entlohnten Besch&auml;ftigung geschaffen. Beispiele sind Minijobs und die Zeitarbeit. Mindestl&ouml;hne sind insofern zum Teil der Versuch, die Folgen der angesprochenen Reformen zu korrigieren anstatt die Reformen selbst.<br>\nZum anderen Teil sind sie eine Kapitulation vor der Frage, unter welchen Voraussetzungen auf wettbewerblichen M&auml;rkten &uuml;berhaupt faire L&ouml;hne zustande kommen k&ouml;nnen &ndash; und dies gilt sowohl f&uuml;r die Bef&uuml;rworter als auch f&uuml;r die Gegner von Mindestl&ouml;hnen.<br>\nDie Gegner unterstellen schlicht, dass M&auml;rkte selbstregulierend und effizient sind oder mit anderen Worten prinzipiell effektiver Wettbewerb besteht und insofern auch die L&ouml;hne, die jeweils gezahlt werden, fair sind &ndash; abgesehen von regelwidrigem Verhalten bzw. Gesetzesverst&ouml;&szlig;en. Die Bef&uuml;rworter sch&uuml;tten dagegen gleich das Kind mit dem Bade aus, weil sie mit der Forderung von Mindestl&ouml;hnen das Zustandekommen von angemessenen, fairen L&ouml;hnen auf wettbewerblichen M&auml;rkten implizit f&uuml;r unm&ouml;glich erkl&auml;ren. Intensiver Kostenwettbewerb auf allen wichtigen M&auml;rkten, der massenhaft prek&auml;re Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse produziert, wird damit von Bef&uuml;rwortern und Gegnern des Mindestlohns nicht nur zur Normalit&auml;t erkl&auml;rt, die sie &bdquo;soziale Marktwirtschaft&ldquo; nennen, sondern schlimmer noch, politisch massiv unterst&uuml;tzt und gef&ouml;rdert.<br>\nDas ist grotesk und der Mindestlohn ist es so betrachtet letztlich auch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/der-mindestlohn-kommt-eine-kapitulation-vor-der-ursachenbekaempfung\/\">Quersch&uuml;sse<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Mittelstand spart 10 Milliarden Euro Erbschaftsteuer<\/strong><br>\nDas Finanzministerium hat erstmals Auskunft gegeben, wie stark die Wirtschaft von der Ausnahme in der Erbschaftsteuer profitiert &ndash; und was dies den Fiskus kostet. Der Verband der Familienunternehmen h&auml;lt dagegen: &bdquo;Es geht nicht darum, den Erben ein sch&ouml;nes Leben zu erm&ouml;glichen.&ldquo;<br>\nAllein im Jahr 2012 ist mehr als die H&auml;lfte des Verm&ouml;gens mit einem Steuerwert von 74,2 Milliarden Euro ganz legal am Finanzamt vorbei &uuml;bertragen worden. &bdquo;Von diesem Steuerwert wurden 40,2 Milliarden Euro &uuml;ber die Regelungen in Paragraf 13a steuerfrei gestellt&ldquo;, hei&szlig;t es in einem Schreiben des Parlamentarischen Staatssekret&auml;rs Michael Meister an das Bundesverfassungsgericht. Dieser Paragraph enth&auml;lt die Steuerbefreiung f&uuml;r Betriebsverm&ouml;gen, Betriebe der Land- und Forstwirtschaft und Anteil an Kapitalgesellschaften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/erbschaftssteuer-ausnahme-fuer-mittelstand-kostet-fiskus-10-milliarden-13025938.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Harald Schumann: Achtung, Spar-Paradox!<\/strong><br>\nItaliens Premierminister Renzi und Frankreichs Pr&auml;sident Hollande wollen noch mehr Schulden machen. Das darf die Kanzlerin nicht durchgehen lassen! So t&ouml;nen sie jetzt wieder, die H&uuml;ter der deutschen Sparmoral und ihre marktgl&auml;ubigen Taktgeber bei konservativen Medien von Springer bis Spiegel. Ist doch v&ouml;llig klar, dass man Schulden nicht mit Schulden bek&auml;mpfen kann, nicht wahr? Da hilft nur sparen, auch wenn&rsquo;s wehtut. Aber diese Sicht beruht auf einem fundamentalen Irrtum: Nein, einen Staatshaushalt kann man nicht f&uuml;hren wie einen Privathaushalt. Wer individuell mehr einbeh&auml;lt, als er ausgibt, hat am Ende mehr auf der hohen Kante. Der Staat jedoch, der in der Regel zwischen 40 und 50 Prozent der Wirtschaftsleistung umsetzt, ver&auml;ndert durch seine Ausgaben auch seine Einnahmen. Steigen die Ausgaben, weil damit junge Leute ausgebildet und die Infrastruktur leistungsf&auml;hig gemacht werden, dann investieren auch private Unternehmen mehr. In diesem Fall werden die anf&auml;nglichen Mehrausgaben durch erh&ouml;hte Steuereinnahmen mehr als ausgeglichen. Das Gleiche gilt selbstverst&auml;ndlich auch umgekehrt. Wenn die Budgetk&uuml;rzungen einer Volkswirtschaft so viel Kaufkraft entziehen, dass die Unternehmen mangels Nachfrage nach ihren Produkten schrumpfen, dann sinken auch die Steuereinnahmen und die &bdquo;harten&ldquo; Einsparungen bringen dem Staatshaushalt wenig. Weil die Wirtschaftsleistung sinkt, steigt die Schuldenquote sogar an. Genau so erging es den Portugiesen: &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/schuldenkrise-in-europa-achtung-spar-paradox\/10089402.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ich wei&szlig; nicht, wie lange schon die NachDenkSeiten das Sparparadoxon thematisieren. Aber man kann nicht oft genug darauf hinweisen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Patientensicherheit: Station&auml;re Mortalit&auml;t und Personalschl&uuml;ssel korrelieren<\/strong><br>\n[&hellip;] Resultat der Studie: Mit der Arbeitslast der Pfleger und Pflegerinnen steigt die Mortalit&auml;t der Patienten: mit jedem zus&auml;tzlichen Patienten, den eine Schwester versorgen muss, nimmt die Wahrscheinlichkeit, dass ein chirurgischer Patient binnen 30 Tagen nach der Aufnahme stirbt, um 7 % zu. Um ebenfalls 7 % nimmt hingegen die Sterblichkeit mit jeder 10%igen Zunahme des Anteils der mit einem Bachelor-Abschluss ausgestatteten Patienten ab (p &le; f&uuml;r beides 0,002). In Kliniken, in denen 60 % der Krankenschwestern einen Bachelor haben und sich im Durchschnitt um 6 Patienten k&uuml;mmern, liegt die Sterblichkeit um 30 % unter jener von Kliniken, in denen die Schwestern nur in 30 % einen Bachelor-Abschluss vorweisen k&ouml;nnen und im Durchschnitt eine jede von ihnen 8 Patienten versorgt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aerzteblatt.de\/archiv\/160860\/Patientensicherheit-Stationaere-Mortalitaet-und-Personalschluessel-korrelieren\">&Auml;rzrteblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&Ouml;konomie sollte dienendes Instrument der Medizin sein<\/strong><br>\n[&hellip;] &bdquo;Medizin und &Ouml;konomie schlie&szlig;en sich nicht aus&ldquo;, so der B&Auml;K-Pr&auml;sident. Vielmehr sei es so, dass &Auml;rzte und &Ouml;konomen unterschiedlichen Logiken folgten: &bdquo;In der Logik der &Ouml;konomie muss mit geringem Aufwand die bestm&ouml;gliche Leistung und Qualit&auml;t erbracht werden&ldquo;, verwies er.<br>\nDies widerspreche jedoch der Logik der Medizin. &bdquo;Die muss das beste Ergebnis f&uuml;r den Menschen, unabh&auml;ngig von &ouml;konomischen Beschr&auml;nkungen, erreichen&ldquo;, hob Montgo&shy;mery hervor. &Ouml;konomie und marktkonformes Denken w&uuml;rden dann zu einem Problem, wenn die &ouml;konomische Logik auf die Medizin angewandt w&uuml;rde, erg&auml;nzte der B&Auml;K-Pr&auml;sident. Montgomery forderte von den &Ouml;konomen mehr Impulse f&uuml;r L&ouml;sungen und nicht ein kategorischen Nein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.aerzteblatt.de\/nachrichten\/59186\/Oekonomie-sollte-dienendes-Instrument-der-Medizin-sein\">&Auml;rzteblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>O2 und E-Plus: Handytarife k&ouml;nnten steigen<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Kommission in Br&uuml;ssel hat am Mittwoch eine Entscheidung getroffen, die den deutschen Mobilfunkmarkt stark ver&auml;ndern wird. Sie genehmigte den Zusammenschluss von Telef&oacute;nica Deutschland (O2) und E-Plus. Bald wird es also nur noch drei Mobilfunknetzbetreiber auf dem deutschen Markt geben. Zusammen steigen die beiden Unternehmen &ndash; gemessen an der Kundenzahl &ndash; zum gr&ouml;&szlig;ten Wettbewerber in Deutschland auf und &uuml;berholen die Telekom und Vodafone, die bisher klare Marktf&uuml;hrer waren. Allerdings hat die EU-Kommission die Genehmigung an Auflagen gekn&uuml;pft. So muss das fusionierte Unternehmen vor dem Abschluss bis zu 30 Prozent der Netzkapazit&auml;t des neuen Unternehmens verkaufen.  Es ist aber unwahrscheinlich, dass ein Interessent auftauchen wird, da der Markteintritt f&uuml;r einen Neuling extrem teuer und mit hohen Risiken verbunden w&auml;re. Die Monopolkommission sieht die Entscheidung der EU-Kommission kritisch. &ldquo;Der Wettbewerb d&uuml;rfte durch die Fusion geschw&auml;cht werden, da mit E-Plus das Unternehmen verschwindet, von dem bisher die st&auml;rksten Wettbewerbsimpulse ausgingen&rdquo;, sagte der Vorsitzende der Monopolkommission, Daniel Zimmer, dem Tagesspiegel. Die verbleibenden drei Infrastrukturbetreiber h&auml;tten &auml;hnlich gro&szlig;e Marktanteile und damit weniger Anreize als in der bisherigen Vierer-Konstellation, mit g&uuml;nstigen Preisen heftig zu konkurrieren. &ldquo;Auch von den Unternehmen, die nun als Vertragspartner von O2 Netzkapazit&auml;ten erwerben k&ouml;nnen, wird auf die Dauer nur eine begrenzte Wettbewerbswirkung ausgehen, da sie immer auf die Nutzung eines fremden Netzes angewiesen sind&rdquo;, sagte Zimmer weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/unternehmen\/2014-07\/telefonica-o2-e-plus-uebernahme-wettbewerb\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wer bisher meinte, dass im Fall der Deutschen Bundespost eine besonders erfolgreiche Umwandlung von &ouml;ffentlichem Verm&ouml;gen in privates Eigentum zu besichtigen war, wird sp&auml;testens jetzt von der Realit&auml;t eingeholt. Das Schicksal der einzelnen Bereiche zu bewerten, w&uuml;rde den Rahmen einer Anmerkung sprengen. Es sei nur darauf hingewiesen, dass die Deutsche Postbank AG von der Deutschen Bank &uuml;bernommen wurde (u.a. too big to fail) und dass die Privatisierung von Post sowie Telekommunikation und Fernmeldewesen, dem Publikum immer noch viel zu wenig bewusst, u.a. auf dem R&uuml;cken der Besch&auml;ftigten realisiert wurde. Es ist schon fast witzig, dass die Monopolkommission, die in etlichen Berichten die Privatisierung vorangetrieben hat, jetzt vor den Nebenfolgen warnt. Nat&uuml;rlich will die Privatwirtschaft Gewinne machen und das nicht &uuml;ber Wettbewerb. Wettbewerb durch Produktkonkurrenz ist nicht optimal f&uuml;r Profitmaximierung, Vermachtung im Monopol oder im Oligopol schon.<br>\nUnd es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich die Kommission in Br&uuml;ssel von den Unternehmensverb&auml;nden davon &uuml;berzeugen lassen wird, dass der &ldquo;Wettbewerb&rdquo; einiger, weniger Gro&szlig;konzerne dem Wohl der Konsumenten im Gemeinsamen Markt am besten dient. Wie sehr die EU-Kommission von der Privatwirtschaft vereinnahmt worden ist, zeigte sich j&uuml;ngst im <a href=\"http:\/\/corporateeurope.org\/financial-lobby\/2014\/07\/leaked-document-shows-eu-going-trade-deal-will-weaken-financial-regulation\">geleakten Vorschlag der EU-Kommission zum Thema Finanzmarktregulierung<\/a> innerhalb der TTIP-Verhandlungen. Es ist bisher nur den USA zu verdanken, welche die Standards zur Finanzmarktregulierung in den USA nicht absenken m&ouml;chten, dass die Londoner City (stellvertretend f&uuml;r die europ&auml;ischen Banken) und die Wall Street mit ihren W&uuml;nschen nicht durchdringen. Und wo bleibt Deutschland?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ex-Premier Blair: Lukrative Ratschl&auml;ge f&uuml;r den General<\/strong><br>\nLaut dem Bericht soll Blair in &Auml;gypten bei der Umsetzung von Wirtschaftsreformen helfen und internationale Investoren anlocken. Er w&auml;re damit Teil eines Hilfsprogramms der Vereinigten Arabischen Emirate, die die Regierung Sisis unterst&uuml;tzen. Zu den Emiraten unterh&auml;lt Blair bereits Gesch&auml;ftsbeziehungen als Berater und Kontaktvermittler. Das Programm soll von der Unternehmensberatung Pricewaterhouse-Coopers organisiert werden. Eine Sprecherin des ehemaligen Premierministers sagte, Blair werde nicht als offizieller Berater des &auml;gyptischen Pr&auml;sidenten auftreten. Er werde Ratschl&auml;ge geben, einige Treffen abhalten, das sei alles. Weder Blair noch eine seiner Firmen w&uuml;rden Geld erhalten.<br>\nLaut Daily Telegraph hat Blair ein Verm&ouml;gen von 70 Millionen Pfund angeh&auml;uft, seit er den Sitz des Premiers in 10 Downing Street verlassen hat. Neben den hochdotierten Beraterjobs z&auml;hlen Reden zu seinen wichtigsten Einkommensquellen, bis zu 250 000 Pfund erh&auml;lt Blair f&uuml;r Vortr&auml;ge. &ndash; Blair weist darauf hin, dass er zwei Drittel seiner Zeit unbezahlt arbeite, zum Beispiel f&uuml;r seine wohlt&auml;tigen Stiftungen und als Sonderbeauftragter des Nahost-Quartetts. Diese Rolle hat Blair seit sieben Jahren inne, zuletzt musste er sich jedoch scharfe Kritik gefallen lassen. Ende Juni haben sich ehemalige britische Botschafter, Politiker und Hochschullehrer in einem offenen Brief an das Nahost-Quartett und an Blair gewandt: Er solle als Sonderbeauftragter zur&uuml;cktreten. Die Ergebnisse seiner Arbeit seien &ldquo;zu vernachl&auml;ssigen&rdquo;, zudem verkn&uuml;pfe er den Posten mit seinen wirtschaftlichen Interessen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/ex-premier-blair-lukrative-ratschlaege-fuer-den-general-1.2029661\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist schon erstaunlich, was diese Generation an ganz speziellen Sozialdemokraten hervorgebracht hat. Nat&uuml;rlich l&auml;sst sich auch Pricewaterhouse-Coopers Gespr&auml;che, die der Akquise dienen, nicht bezahlen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Drohen Europa japanische Verh&auml;ltnisse?<\/strong><br>\nInsgesamt ist der Euroraum noch lange nicht aus dem Gr&ouml;bsten heraus. Die Wirtschaftsleistung hat fast sechs Jahre nach Ausbruch der Finanzkrise ihr Vorkrisenniveau noch immer nicht wieder erreicht. Das Produktionspotenzial der Wirtschaft ist bei weitem nicht ausgesch&ouml;pft, die Arbeitslosigkeit verharrt auf Rekordniveau. Dieses Bild kontrastiert unvorteilhaft mit der Lage in den USA, wo nach einem &auml;hnlich heftigen Konjunktureinbruch seither ein deutlich kr&auml;ftigerer Aufschwung zu verzeichnen ist. Wie ist diese Diskrepanz zu erkl&auml;ren? In erster Linie mit dem besseren Krisenmanagement der USA: Nicht nur haben die USA nach der Finanzkrise ihren Finanzsektor schneller aufger&auml;umt als Europa, d.h. marode Banken restrukturiert, mit st&auml;rkeren Partnern fusioniert oder einfach abgewickelt. Sondern sie haben auch den in der gesetzten Fiskalimpuls Im Zuge der anschliessenden Konjunkturerholung vergleichsweise sachte wieder zur&uuml;ckgefahren, w&auml;hrend Europa unter dem Druck der stark gestiegenen Staatsverschuldung schon 2011 trotz Zur&uuml;ckgleitens in die Rezession abrupt auf einen harten, rezessionsversch&auml;rfenden Spar- und Konsolidierungskurs umgeschwenkt ist. Eine wichtige Rolle hat schliesslich auch die Geldpolitik gespielt: Die amerikanische Zentralbank, die Fed, ist mit deutlich mehr Aggressivit&auml;t als die EZB gegen die Rezession vorgegangen &ndash; nicht nur mit Zinssenkugen, sondern, als dieses Mittel ersch&ouml;pft war, auch mit &bdquo;Quantitative Easing&ldquo; (quantitativer Lockerung), d.h. mit milliardenschweren Ank&auml;ufen von l&auml;ngerfristigen Anleihen, einschliesslich Staatsanleihen. In einem engen Zusammenhang zu Europas Wachstumsschw&auml;che steht der seit zwei Jahren anhaltende R&uuml;ckgang der Inflationsrate, die sich vom offiziellen Inflationsziel der EZB &ndash; knapp 2%  &ndash; zusehends nach unten verabschiedet (Abbildung 2). Das Deflationsrisiko mag noch nicht unmittelbar akut sein, auf die leichte Schulter genommen werden sollte es dennoch nicht. Japan schlitterte Mitte der 90er Jahre in eine ausgedehnte Deflation und bezahlte daf&uuml;r teuer: Die einstige Wachstumslokomotive Asiens kam nahezu zum Stillstand. Einige Parallelen sind nicht von der Hand zu weisen:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oekonomenstimme.org\/artikel\/2014\/06\/drohen-europa-japanische-verhaeltnisse\/\">&Ouml;konomenstimme<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Berlin: Wie geht es weiter nach der verhinderten R&auml;umung der Schule?<\/strong><br>\nDer massive Widerstand der Bev&ouml;lkerung hat die polizeiliche R&auml;umung der von Fl&uuml;chtlingen besetzten Schule in der Ohlauer-Stra&szlig;e gestoppt. Der Berliner Senat muss die derzeitige Ruhe nutzen und ein Angebot vorlegen, das die Fl&uuml;chtlinge endlich vor einer Abschiebung sch&uuml;tzt.<br>\nDie Erleichterung war go&szlig;, als der tagelange Polizeieinsatz zur R&auml;umung der Gerhard-Hauptmann-Schule in Kreuzberg schlie&szlig;lich abgeblasen wurde.  Die Fl&uuml;chtlinge unterzeichneten eine Einigung mit dem Bezirk Berlin-Kreuzberg, die ihnen unter anderem einen Verbleib in der Schule erlaubt. Weitere Details sollen noch final ausgehandelt werden. Die Fl&uuml;chtlinge haben jedoch angek&uuml;ndigt, ihren Protest auf dem Dach des Geb&auml;udes fortzuf&uuml;hren bis sie ein Bleiberecht erhalten. Jetzt ist der Senat gefordert, die Situation dauerhaft zu entsch&auml;rfen.<br>\nSeit Dienstag letzter Woche hatten die Fl&uuml;chtlinge umstellt von einem massiven Polizeiaufgebot in der Schule ausgeharrt. Dann beantragte der Bezirk die R&auml;umung der Schule. Eine breite Solidarit&auml;ts- und Protestbewegung hatte sich in der Folge rund um die Schule gebildet. Mit Demonstrationen, Blockaden und Apellen wurde die Politik zum Umdenken bewegt.<br>\nDie Ruhe, die die Fl&uuml;chtlinge, der Bezirk und die Vermittler jetzt in die angespannte Situation gebracht haben, muss nun genutzt werden, bevor es zu einer erneuten Eskalation kommt. PRO ASYL fordert den Berliner Senat auf, den Fl&uuml;chtlingen zun&auml;chst einen rechtsverbindlichen Schutz vor Abschiebungen zuzusichern. Bisher ist dies nicht der Fall. (&hellip;)<br>\nEine nachhaltige Verhandlungsl&ouml;sung wird Zeit in Anspruch nehmen, denn zun&auml;chst muss zerst&ouml;rtes Vertrauen wieder aufgebaut werden. PRO ASYL unterst&uuml;tzt die Forderungen des Berliner Fl&uuml;chtlingsrates an den Senat, die bisher gemachten Zusagen einzuhalten. Bisher haben nicht alle Betroffenen den zugesicherten Unterbringungsplatz erhalten, Krankenscheine werden nicht ausgestellt, keiner der versprochenen Deutschkurse ist bisher gestartet und immer noch gibt es keinen effektiven Schutz vor einer Abschiebung w&auml;hrend der Pr&uuml;fung der aufenthaltsrechtlichen Verfahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.proasyl.de\/de\/news\/detail\/news\/berlin_wie_geht_es_weiter_nach_der_verhinderten_raeumung_der_schule\/\">PRO ASYL<\/a>\n<p>Passend dazu: <strong>Keine Abschiebungen aus Osnabr&uuml;ck<\/strong><br>\nAbschiebung Nr. 7 verhindert! Vielen Dank an alle die da waren. Nachdem viele solidarische Menschen bereits Gestern die Abschiebung eines syrischen Fl&uuml;chtlings nach Italien erfolgreich verhindert haben, ist auch heute die Abschiebung von Ahmed aus Eritrea, auch er sollte nach Italien gebracht werden, verhindert worden.<br>\nKommentar von der No Lager Facebookseite<br>\n&Uuml;ber 100 Osnabr&uuml;cker*innen verhindern erneut erfolgreich eine Abschiebung!<br>\nAm Mittwochmorgen, dem 02.07., hat das breite B&uuml;ndnis gegen Abschiebungen Osnabr&uuml;ck bereits zum 7. Mal die Abschiebung eines Gefl&uuml;chteten durch eine Protestaktion verhindern k&ouml;nnen. Ein junger Mann aus Eritrea sollte in den so genannten Ersteinreisestaat (laut EU-Dublin-Verordnung) nach Italien abgeschoben werden. Im Gegensatz zur organisierten Verantwortungslosigkeit auf bundesdeutscher und europ&auml;ischer Ebene k&ouml;nnen sich die Gefl&uuml;chteten in Osnabr&uuml;ck aber der Solidarit&auml;t der Osnabr&uuml;ckerinnen und Osnabr&uuml;cker gewiss sein!<br>\nDANKE AN ALLE, DIE DAS WIEDER M&Ouml;GLICH GEMACHT HABEN !!!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/osnabrueck-alternativ.de\/abschiebung-verhindert\/\">Osnabr&uuml;ck alternativ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Erst k&uuml;rzlich mahnte Bundespr&auml;sident Gauck, mehr Fl&uuml;chtlinge in Deutschland aufzunehmen: &ldquo;Wir, das hei&szlig;t Deutschland und auch Europa, tun viel &ndash; aber nicht so viel, wie es uns selbst manchmal scheint.&rdquo; und &ldquo;Wir k&ouml;nnten mehr tun. Wir k&ouml;nnten manches besser tun. Wir m&uuml;ssten es tun in Achtung der Rechte, zu denen wir uns doch verpflichtet haben. Vor allem sollten wir es gemeinsam tun, als Europ&auml;er.&rdquo;, sind wohl die pr&auml;gendsten S&auml;tze einer von ihm k&uuml;rzlich gehaltenen Rede; die komplette Rede ist hier nachlesbar: <a href=\"http:\/\/www.bundespraesident.de\/SharedDocs\/Reden\/DE\/Joachim-Gauck\/Reden\/2014\/06\/140630-Fluechtlingsschutz.html\">Berliner Symposium zum Fl&uuml;chtlingsschutz<\/a>.<br>\nNoch vor wenigen Monaten hat ein Vertreter des (mit einem CDU-Oberb&uuml;rgermeister und einer rot-gr&uuml;nen Mehrheit gef&uuml;hrten) Stadtrats freudig verk&uuml;ndet, dass die Stadt Osnabr&uuml;ck keine Abschiebungen zu unchristlichen, sprich fr&uuml;h-morgendlichen Zeiten durchf&uuml;hre.<br>\nDas Gegenteil hat sich nun jedoch ereignet &ndash; und nicht lediglich einmal (dann k&ouml;nnte von einer &ldquo;zuf&auml;lligen&rdquo; Aktion die Rede sein), sondern mehrfach. Absicht darf daher vermutet werden. Fragen ergeben sich:<br>\nWelchen Druck bzw. Einflu&szlig; hat das Innenministerium des Landes Niedersachsen (mit dem ehemaligen Osnabr&uuml;cker Oberb&uuml;rgermeister Pistorius an der Spitze) auf diese Abschiebungen ausge&uuml;bt?<br>\nWelche Rolle spielt der hiesige OB, welche die Stadtverwaltung in dieser Sache?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Foulspiel in Brasilien: Wie FIFA und Milit&auml;rpolizei einen Krieg gegen die Armen f&uuml;hren<\/strong><br>\nIm Zuge der WM-Vorbereitungen wurden auf Druck der FIFA Polizei und Milit&auml;r massiv aufger&uuml;stet. So hat die deutsche Polizei die Polizei von Rio in der &bdquo;Kessel-Taktik&ldquo; ausgebildet, w&auml;hrend Krauss-Maffei Wegmann zusammen mit Siemens 34 Gepard-Panzer mit Flugabwehrgesch&uuml;tzen und VW Wasserwerfer lieferte. Die WM wird zum Anlass f&uuml;r den gr&ouml;&szlig;ten Einsatz von Streitkr&auml;ften im Inneren in der Geschichte Brasiliens. Die staatliche Gewalt richtet sich besonders gegen die Menschen in den Favelas. F&uuml;r WM und Olympia sind sch&auml;tzungsweise 250.000 Menschen vertrieben worden oder akut von Vertreibung bedroht. Kein Haus eines Reichen sei angetastet worden, so Thomas Fatheuer, betroffen seien ausschlie&szlig;lich &auml;rmere Menschen. Die Milit&auml;rpolizei f&uuml;hre schon lange einen &bdquo;Krieg gegen die Armen&ldquo;. Indessen gehen in vielen brasilianischen St&auml;dten die Proteste gegen die Rekordausgaben f&uuml;r die WM weiter, die Milit&auml;rpolizei geht mit Tr&auml;nengas und Schusswaffen vor.<br>\nDie WM in Brasilien gilt als die teuerste aller Zeiten. Der brasilianische Staat hat mehr als zehn Milliarden Euro f&uuml;r die WM ausgegeben, w&auml;hrend in Bereichen wie Gesundheit und Bildung lebensnotwendige Investitionen fehlen. Drei der Stadionneubauten sind in St&auml;dten entstanden, in denen es nicht einmal einen Drittliga-Fu&szlig;ballclub gibt &ndash; ein Milliardengesch&auml;ft f&uuml;r gro&szlig;e Baukonzerne wie Odebrecht, die auch zu den wichtigsten Wahlkampffinanziers von Regierung und Opposition geh&ouml;ren. Sportliche Megaevents w&uuml;rden, so Thomas Fatheuer, benutzt, um eine massive Kommerzialisierung von St&auml;dten durchzusetzen. Die Stadt werde zu einem Verwertungsraum f&uuml;r das Kapital umgebaut, anstatt zu einem Raum der Partizipation von B&uuml;rgern. Auch die Fifa-Regeln w&uuml;rden Partizipation und Demokratie zur&uuml;ckdr&auml;ngen, z.B. durch Sondergesetze zum Ausschluss lokaler H&auml;ndler. Dabei sei der volkswirtschaftliche Nutzen sportlicher Gro&szlig;ereignisse, so der Wirtschaftswissenschaftler Wolfgang Maennig, gleich Null.\n<p>Der Beitrag gliedert sich in vier Teile:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.kontext-tv.de\/node\/432\">Vertreibungen und Proteste: WM und Olympia als Mittel zur Durchsetzung neoliberaler Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.kontext-tv.de\/node\/433\">Militarisierung: Deutsche Gepardpanzer, Wasserwerfer und Polizeikessel f&uuml;r die WM \/ Ein &ldquo;Krieg gegen die Armen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.kontext-tv.de\/node\/434\">Die Stadt als Raum des Kapitals: Wie WM und Olympia die Demokratie verdr&auml;ngen \/ Baukonzerne als Hauptprofiteure<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.kontext-tv.de\/node\/435\">Ein Nullsummenspiel: Der Mythos vom volkswirtschaftlichen Nutzen gro&szlig;er Sportevents<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-22272","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22272","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=22272"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22272\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":22277,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/22272\/revisions\/22277"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=22272"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=22272"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=22272"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}