{"id":22280,"date":"2014-07-07T09:04:28","date_gmt":"2014-07-07T07:04:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22280"},"modified":"2015-11-09T14:30:58","modified_gmt":"2015-11-09T13:30:58","slug":"hinweise-des-tages-2162","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22280","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (HR\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22280#h01\">Militarisierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22280#h02\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22280#h03\">A sign of where Ukrainian conflict could lead?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22280#h04\">Kleine Geschichte des Freihandels &ndash; Der P&uuml;mpel der Liberalisierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22280#h05\">Paul Krugman: Build We Won&rsquo;t &ndash; Gebaut wird nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22280#h06\">Operation Sweetheart<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22280#h07\">Warum eine globale Verm&ouml;genssteuer hilft, die Ungleichheit zu verringern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22280#h08\">Reallohnverluste von 1% im 1. Quartal 2014<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22280#h09\">Trotz Mindestlohn besteht noch weiterer Regulierungsbedarf bei den Werkvertr&auml;gen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22280#h10\">Web, Wert und Arbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22280#h11\">SPD-Minister mit Fracking-Papier &ndash; Ein wenig dagegen, ein wenig daf&uuml;r<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22280#h12\">Sind die goldenen Zeiten in China vorbei?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22280#h13\">Nahles bei der SPD-Linken ausgetreten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22280#h14\">Post-Bildung &ndash; Vom Unort der Wissenschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22280#h15\">Presseauskunftsgesetz Fehlanzeige<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22280#h16\">Nie wieder<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22280&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Militarisierung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Auslandseins&auml;tze: Nato-Chef sieht Vetorecht des Bundestags als Hindernis<\/strong><br>\nAls Risiko f&uuml;r gemeinsame Eins&auml;tze kritisiert Nato-Chef Rasmussen im SPIEGEL das m&ouml;gliche Veto deutscher Abgeordneter. Zugleich lobt er den Ruf von Bundespr&auml;sident Gauck nach einer aktiveren Au&szlig;enpolitik. Deutschland sei &ldquo;reif f&uuml;r diese Debatte&rdquo;.<br>\nNato-Generalsekret&auml;r Anders Fogh Rasmusssen h&auml;lt den deutschen Parlamentsvorbehalt f&uuml;r ein Hindernis bei gemeinsamen Verteidigungsprojekte der Nato. &ldquo;In einem multilateralen Zusammenhang muss jedes Land akzeptieren, dass die anderen ein Mitspracherecht haben&rdquo;, sagte Rasmussen in einem SPIEGEL-Interview.<br>\nEs m&uuml;sse &ldquo;sichergestellt sein, dass diese milit&auml;rischen F&auml;higkeiten auch wirklich eingesetzt werden k&ouml;nnen&rdquo;, forderte Rasmussen und warnte: &ldquo;Wenn das Risiko besteht, dass ein Land gegen den Einsatz solcher Waffen ein Veto einlegt, werden die anderen Partner z&ouml;gern, in ein solches Projekt zu investieren.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/bild-979490-720362.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.D.:<\/strong> Ein Ausschuss des Bundestages arbeitet doch intensive an der Aufhebung des Parlamentsvorbehaltes und wird medial von unseren Qualit&auml;tsmedien, unserem Bundespr&auml;sidenten, unserer Verteidigungsministerin, unserem Au&szlig;enminister und von einem Teil der Gr&uuml;nen aktiv unterst&uuml;tzt. <\/em><br>\n<em>Der Einsatz der Bundeswehr ohne Zustimmung des Bundestages in einem Konflikt, z.B. in der Ukraine, soll in Zukunft durch Hardliner in der NATO entschieden werden. Da wird das Streben nach einer Mitgliedschaft der Ukraine, Georgien oder vergleichbaren Staaten in der NATO verst&auml;ndlich.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung H.R.:<\/strong> Der Nato-Vertrag sieht -was offenbar oft &uuml;bersehen wird- selbst im B&uuml;ndnisfall keinen Automatismus f&uuml;r den Einsatz von Milit&auml;r vor. Art. 5 des Vertrages besagt lediglich, dass Beistand geleistet wird, &bdquo;indem jede (gemeint ist jede Partei des Nato-Vertrages; H.R.) von ihnen unverz&uuml;glich f&uuml;r sich und im Zusammenwirken mit den anderen Parteien die Ma&szlig;nahmen (&hellip;) trifft, die sie f&uuml;r erforderlich erachtet, um die Sicherheit des nordatlantischen Gebiets wiederherzustellen und zu erhalten.&ldquo; Der Nato-Vertrag kann hier gelesen werden: <a href=\"http:\/\/www.nato.int\/cps\/en\/natolive\/official_texts_17120.htm?blnSublanguage=true&amp;selectedLocale=de\">Der Nordatlantikvertrag<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung WL:<\/strong>  W&ouml;rtlich sagte Rasmussen: &bdquo;In einem multilateralen Zusammenhang muss jedes Land akzeptieren, dass die anderen ein Mitspracherecht haben. Es muss sichergestellt sein, dass diese milit&auml;rischen F&auml;higkeiten auch wirklich eingesetzt werden k&ouml;nnen. Wenn das Risiko besteht, dass ein Land gegen den Einsatz solcher Waffen ein Veto einlegt, werden die anderen Partner z&ouml;gern, in ein solches Projekt zu investieren. Die Parlamente m&uuml;ssen also sicherstellen, dass die Abl&auml;ufe reibungslos funktionieren. Aber: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.&ldquo; (Spiegel Printfassung 28\/2014 S. 27)<\/em><br>\n<em>Es muss also auch sichergestellt werden, dass die &bdquo;milit&auml;rischen F&auml;higkeiten&ldquo; etwa von Drohnen &bdquo;auch wirklich eingesetzt werden k&ouml;nnen&ldquo;, egal ob sie v&ouml;lkerrechtlich bedenklich sind oder nicht.<\/em><br>\n<em>Die Parlamente d&uuml;rfen nicht mehr entscheiden, sondern sie &bdquo;m&uuml;ssen sicherstellen, dass die Abl&auml;ufe reibungslos funktionieren&ldquo;. Demokratie wird also dem reibungslosen Funktionieren milit&auml;rischer Logik untergeordnet. Nach der &bdquo;marktkonformen Demokratie&ldquo; nun auch noch die &bdquo;milit&auml;rkonforme Demokratie&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Gauck im Sommerinterview des ZDF:  Das Milit&auml;rische macht ein Zehntel aus<\/strong><br>\n&bdquo;Wir sprechen &uuml;ber milit&auml;rische Dinge doch zu einem Zehntel, neun Zehntel  sind doch oder elf Zw&ouml;lftel sind doch andere Aktivit&auml;ten, die mir vor Augen stehen&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/2191026\/ZDF-Sommerinterview-mit-Joachim-Gauck\">ZDF Mediathek<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Waren bisher Milit&auml;reinsetze die &bdquo;ultima ratio&ldquo; oder das letzte Mittel, so machen sie bei Gauck nun schon ein Zehntel oder ein Zw&ouml;lftel seiner &Uuml;berlegungen aus. Ach w&uuml;rde sich der Bundespr&auml;sident wenigstens an seine eigene Mengenlehre halten und sich zu neun Zehnteln oder elf Zw&ouml;lftel seiner Reden damit besch&auml;ftigen, wie man mit friedlichen Mitteln Konflikte l&ouml;sen k&ouml;nnte. Davon hat man von Gauck bisher kaum etwas geh&ouml;rt. Nein, Gauck will den Tabubruch, er will Krieg als Mittel der Politik legitimieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Stellungnahme f&uuml;r die &ouml;ffentliche Anh&ouml;rung des Verteidigungsausschusses zu Drohnen<\/strong><br>\nIMI-Vorstandsmitglied Christoph Marischka war als Sachverst&auml;ndiger f&uuml;r die &ouml;ffentliche Anh&ouml;rung des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages am 30. Juni 2014: &bdquo;V&ouml;lker-, verfassungsrechtliche sowie sicherheitspolitische und ethische Fragen im Zusammenhang mit unbemannten Luftfahrzeugen, die &uuml;ber Aufkl&auml;rung hinaus auch weitergehende Kampff&auml;higkeiten haben&ldquo; eingeladen. Seine Stellungnahme m&ouml;chten wir an dieser Stelle dokumentieren. Sie kann auch als Ausschussdrucksache 18(12)155 beim Bundestag heruntergeladen werden.<br>\nStellungnahme von Christoph Marischka f&uuml;r die &ouml;ffentliche Anh&ouml;rung des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages am 30. Juni 2014: &bdquo;V&ouml;lker-, verfassungsrechtliche sowie sicherheitspolitische und ethische Fragen im Zusammenhang mit unbemannten Luftfahrzeugen, die &uuml;ber Aufkl&auml;rung hinaus auch weitergehende Kampff&auml;higkeiten haben&ldquo;<br>\n1. Die Kampagne und ihre Argumente<br>\nAnl&auml;sslich der Bestrebungen der letzten Bundesregierung, bewaffnete unbemannte Flugzeuge f&uuml;r die Bundeswehr anzuschaffen, gr&uuml;ndete sich im M&auml;rz 2013 die bundesweite &ldquo;Kampagne gegen die Etablierung von Drohnentechnologie f&uuml;r Krieg, &Uuml;berwachung und Unterdr&uuml;ckung&rdquo; (drohnen-kampagne.de). Diese wird mittlerweile von fast 150 Organisationen &ndash; von lokalen Friedensinitiativen und B&uuml;rgerrechtsgruppen &uuml;ber den Chaos Computer Club (CCC) bis hin zum Bundesvorstand der Parteien DIE LINKE und B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen und dem Bundesverband der Juso-Hochschulgruppen &ndash; getragen. In ihrem Appell &ldquo;Keine Kampfdrohnen!&rdquo;, der inzwischen von etwa 20.000 Menschen unterzeichnet wurde, werden die wichtigsten, mittlerweile bekannten Argumente gegen die Anschaffung und Nutzung bewaffneter Drohnen genannt. Im Appell hei&szlig;t es: &ldquo;Wir lehnen Kampfdrohnen ab, weil ihr Einsatz\n<ul>\n<li>die Schwelle zu bewaffneten Aggressionen weiter senkt,<\/li>\n<li>&lsquo;gezielte&rsquo; T&ouml;tung von Menschen innerhalb und au&szlig;erhalb von Kriegen bedeutet &ndash; ohne Anklage, Verfahren und Urteil,<\/li>\n<li>die Bev&ouml;lkerung betroffener Landstriche terrorisiert und sie an Leib und Leben gef&auml;hrdet,<\/li>\n<li>die Entwicklung autonomer Killer-Roboter bef&ouml;rdert und noch schrecklichere Kriege zur Folge h&auml;tte,<\/li>\n<li>eine neue R&uuml;stungsspirale in Gang setzt.&rdquo;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2014\/07\/01\/stellungnahme-fuer-die-oeffentliche-anhoerung-des-verteidigungsausschusses-zu-drohnen\/\">Informationsstelle Militarisierung<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>BND-Mitarbeiter unter Spionageverdacht &ndash; Der NSA-Skandal wird als Warnschuss &uuml;berh&ouml;rt<\/strong><br>\nDie NSA macht offenbar weiter wie bisher, l&auml;sst sogar den Untersuchungsausschuss &uuml;berwachen. Verwirrend ist daran die Duldsamkeit des Publikums. Der NSA-Skandal k&ouml;nnte sich in ein paar Jahren als Warnschuss erweisen, den zu viele &uuml;berh&ouml;rt haben.<br>\nVerwirrend ist die Duldsamkeit des Publikums: Man f&uuml;hlt sich nicht betroffen, man hat nichts zu verbergen, man f&uuml;hlt sich aber ein wenig ausgeliefert. Die Leute, k&ouml;nnte man schlie&szlig;en, haben akzeptiert, dass Kommunikation im Netz und &uuml;ber Satellit immer unter den Augen und Ohren diverser Big Brothers stattfindet. Privatheit ist heute gewisserma&szlig;en perforiert. Das ist nicht sch&ouml;n, passiert aber sogar der Kanzlerin &ndash; und hat vermutlich den Vorteil, dass die angloamerikanischen Big Brothers mit den superklugen Informatikern und Algorithmikern samt ihrem deutschen Annex scheu&szlig;liche, m&ouml;rderische Anschl&auml;ge wahnsinniger Dschihadisten wer wei&szlig; wie oft verhindert haben.<br>\nSicherheit wird mit Privatheit bezahlt: Das ist die zeitgen&ouml;ssische amerikanische &Uuml;berzeugung, die man hierzulande nicht nett, aber ertr&auml;glich findet. Was sich als Irrtum erweisen k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/bnd-mitarbeiter-unter-spionageverdacht-der-nsa-skandal-wird-als-warnschuss-ueberhoert\/10155076.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>NSA-Zeuge: BND befl&uuml;gelt US-Drohnenkrieg<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here NSA-Stratege Thomas Drake erkl&auml;rte im Bundestag, dass der BND mit dem technischen US-Geheimdienst ein spezielles Abkommen zum Datenaustausch habe. Enge Verbindungen pflegten auch Google und Microsoft mit dem Staat im Staate&hellip;<br>\nDie &Uuml;bereinkunft zwischen NSA und BND habe sich auf alle erdenklichen Kategorien von Verbindungs- &uuml;ber Inhaltsdaten bis hin zu Finanzinformationen bezogen, erl&auml;uterte der 2005 zum Whistleblower mutierte Insider. Diese w&uuml;rden auch in das Drohnenprogramm der US-Regierung und die in diesem Rahmen stattfindenden extraterritorialen T&ouml;tungen eingebunden, betonte Drake auf Nachfrage zu seinem &ldquo;schmutzigen Wissen&rdquo;. Deutschland fungiere hier in zweifacher Hinsicht als Plattform: Zum einen w&uuml;rden die unbemannten Luftfahrzeuge aus hiesigen Stationen heraus gesteuert, zum anderen w&uuml;rden die vom BND gelieferten Aufkl&auml;rungsdaten f&uuml;r das Treffen von &ldquo;Kommando-Entscheidungen&rdquo; genutzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/NSA-Zeuge-BND-befluegelt-US-Drohnenkrieg-2249399.html?wt_mc=nl.ho\">heise online<\/a><\/li>\n<li><strong>NSA darf in 193 L&auml;ndern schn&uuml;ffeln<\/strong><br>\nDer US-Geheimdienst NSA darf offenbar Regierungen in 193 L&auml;ndern ausspionieren. Dies geht aus einem Dokument hervor, welches die &laquo;Washington Post&raquo; am Dienstag ver&ouml;ffentlicht hat&hellip;<br>\nAusgenommen von der m&ouml;glichen &Uuml;berwachung durch die US-Dienste sind den Angaben zufolge nur jene vier englischsprachigen Staaten, mit denen sich Washington zum Spionageb&uuml;ndnis &laquo;Five Eyes&raquo; (&laquo;F&uuml;nf Augen&raquo;) zusammengeschlossen hat: Grossbritannien, Kanada, Australien und Neuseeland.<br>\nDer Bericht der &laquo;Washington Post&raquo; widerspricht damit der Aussage von US-Pr&auml;sident Barack Obama, dass die USA mit &laquo;keinem unserer engsten Partner&raquo; einen Spionageverzicht vereinbart h&auml;tten. Mit dieser Begr&uuml;ndung hatte das Weisse Haus die deutschen Forderungen nach einem &laquo;No-Spy-Abkommen&raquo; abgewiesen.<br>\nNach Informationen der &laquo;Washington Post&raquo; r&auml;umte das Geheimgericht FISC der NSA nicht nur das Recht ein, die Geschehnisse innerhalb der Regierungen auszusp&auml;hen, sondern auch die Kommunikation &uuml;ber &laquo;ausl&auml;ndische M&auml;chte&raquo; abzufangen und auszuwerten.<br>\n&laquo;Diese Wortwahl k&ouml;nnte die &Uuml;berwachung von Wissenschaftern, Journalisten und Menschenrechtsaktivisten erm&ouml;glichen&raquo;, schreibt die Zeitung, die sich auf Dokumente des fr&uuml;heren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden beruft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelszeitung.ch\/politik\/nsa-darf-193-laendern-schnueffeln-633648\">Handelszeitung CH<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Die USA wurden zum Experimentierfeld f&uuml;r Massen&uuml;berwachung&rdquo;<\/strong><br>\n&Uuml;ber die Aushebelung der Demokratie durch Geheimdienste, den Wahn des Datensammelns und die Beziehungen zwischen NSA und BND &ndash; (&hellip;)<br>\nIch bin aufgewachsen in der &Uuml;berzeugung, dass die Verfassung das h&ouml;chste zu achtende Gut ist, und dass die Verfassung die Regierung beschr&auml;nkt. Wie Thomas Jefferson sagen w&uuml;rde: Die Regierung ist beschr&auml;nkt durch die Ketten der Verfassung. Wovon ich nun Zeuge wurde, war nichts Geringeres als eine Regierung, die versuchte, die Ketten der Verfassung abzuwerfen.<br>\nNun hatte ich einen Eid geschworen, die Verfassung zu sch&uuml;tzen. Man kann sich also vorstellen, wie sehr mich das erschreckt hat. Es gab zu dieser Zeit keine Gesetzgebung auf diesem Gebiet, es war pure, rohe Exekutivgewalt, die hier wirkte.<br>\nDas Wei&szlig;e Haus und das Justizministerium sch&uuml;tzten diese Praktiken und versuchten all das nicht nur von der &Ouml;ffentlichkeit, sondern auch vom Rest der Regierung fernzuhalten. Sie wussten, dass es sich um eine bewusste Verletzung der  Verfassung in einem au&szlig;erordentlichen Umfang handelte. Ich konnte nicht einfach danebenstehen und zusehen, wie die Verfassung zerst&ouml;rt wird, die  zu verteidigen ich geschworen hatte. Ich habe ja keinen Eid geschworen, die NSA oder den Pr&auml;sidenten oder das Wei&szlig;e Haus zu sch&uuml;tzen, sondern die Verfassung.<br>\nDie Vereinigten Staaten wurden also zum geheimen Experimentierplatz f&uuml;r Massen&uuml;berwachung. Das wurde zwischen 2002 und 2004 rasch ausgebaut, auch 2005. Und dann hat die New York Times zum ersten Mal zumindest einen kleinen Teil dieses geheimen &Uuml;berwachungsprogrammes aufgedeckt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201406263131\/politik\/welt\/qdie-usa-wurden-zum-experimentierfeld-fuer-massenueberwachungq.html\">Hintergrund<\/a><\/li>\n<li><strong>Privatsph&auml;re als Menschenrecht<\/strong><br>\nEdward Snowden und die Kontrolle der Macht<br>\nIm Juni 2013 sorgte Edward Snowdens Enth&uuml;llung der gigantischen Abh&ouml;rung durch die US-amerikanische NSA und das britische GCHQ f&uuml;r einen globalen Aufschrei. Ein Jahr danach ist die Frage nicht nur berechtigt, sondern dr&auml;ngt sich geradezu auf, ob es &uuml;berhaupt wirksame Mittel gegen die l&uuml;ckenlose Registrierung und &Uuml;berwachung der Geheimdienste gibt.<br>\nEines jedenfalls ist klar: Ein Zur&uuml;ck in die analoge Zeit vor dem Internet wird es nicht geben. Wenn wir auf die Segnungen der Informationstechnologie nicht verzichten wollen, werden wir uns damit arrangieren m&uuml;ssen, dass in erheblichem Umfang Daten &ndash; auch solche mit Personenbezug &ndash; verarbeitet werden. Illusorisch w&auml;re auch die Hoffnung, die staatlichen &Uuml;berwachungsaktivit&auml;ten auf Null zur&uuml;ckfahren zu k&ouml;nnen.<br>\nTrotzdem w&auml;re es falsch, den Kopf in den Sand zu stecken und einfach der Dinge zu harren, die da noch kommen m&ouml;gen. Es gibt durchaus einige Ans&auml;tze, die uns helfen k&ouml;nnen, die &Uuml;berwachungsschraube zur&uuml;ck zu drehen und unsere Privatsph&auml;re auch in der digitalen Welt besser zu sch&uuml;tzen &ndash; auf rechtlicher wie auf politischer Ebene.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2014\/juli\/privatsphaere-als-menschenrecht\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>A sign of where Ukrainian conflict could lead?<\/strong><br>\nVictims of mortar attack stand before their flaming home, like a scene from the Eastern Front in the Second World War\n<ul>\n<li>Ukrainian officials said one border guard was killed during a mortar strike<\/li>\n<li>Villages in the Lugansk region were targeted, engulfing homes in flames <\/li>\n<li>Scenes resemble the trail of destruction left by Hitler&rsquo;s army 70 years ago<\/li>\n<li>Buildings were set ablaze by ground and air forces between 1941 and 1943<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.dailymail.co.uk\/news\/article-2677613\/American-military-advisers-masterminding-Ukraines-surge-against-pro-Russian-separatists-bid-expand-Nato-east.html#ixzz36bhu09e7\">Daily Mail<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Solche Berichte &uuml;ber den B&uuml;rgerkrieg in der Ostukraine wie in der konservativen Daily Mail, kann man bei  unseren Leitmedien nicht lesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Kleine Geschichte des Freihandels &ndash; Der P&uuml;mpel der Liberalisierung<\/strong><br>\nMit dem Tisa-Abkommen soll der letzte profittr&auml;chtige Teil des Weltmarkts liberalisiert werden &ndash; an den etablierten Organisationen vorbei. Warum?<br>\nTTIP: Paralell zu den TISA-Gespr&auml;chen verhandeln die USA und die EU unter &auml;hnlicher Geheimhaltung &uuml;ber eine bilaterale Freihandelszone, das &bdquo;Transatlantic Trade and Investment Partnership&rdquo; (TTIP). Zugleich bem&uuml;hen sich die USA um einen Beitritt zum TPP, dem &bdquo;Transpazifischen Partnerschaftsabkommen&rdquo;, dem bislang Chile, Neuseeland, Brunei und Singapur angeh&ouml;ren.<br>\nCepa: Die EU verhandelt mit Kanada &uuml;ber ein umfassendes Wirtschafts-und Handelsabkommen, das Comprehensive Economic and Trade Agreement (Cepa), das in Bezug auf die zu regelnden Urheberrechtsfragen fast wortgleich ist mit Acta, dem &bdquo;Anti-Counterfeiting Trade Agreement&rdquo;, oder deutsch: Anti-Produktpiraterie-Handelsabkommen zwischen der EU und den USA. Dieses hatte das EU-Parlament im Juli 2012 mit gro&szlig;er Mehrheit abgelehnt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Kleine-Geschichte-des-Freihandels\/!141811\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe  zur Geschichte der Freihandelsabkommen auch nochmals &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=21044\">Die Instrumente des neoliberalen EU-Orchesters<\/a>&ldquo; und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=20266\">&bdquo;Das Freihandelsabkommen TTIP &ndash; eine Neuauflage des &bdquo;vergoldeten Zeitalters<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Paul Krugman: Build We Won&rsquo;t &ndash; Gebaut wird nicht<\/strong><br>\nMan trifft oft auf Leute, die u&#776;ber unsere wirtschaftlichen Schwierigkeiten so reden, als seien sie kompliziert und mysteri&ouml;s, und als g&auml;be es keine richtige L&ouml;sung. Wie der Wirtschaftler Dean Baker ku&#776;rzlich deutlich machte, k&ouml;nnte nichts weiter von der Wahrheit entfernt sein.<br>\nWas schief gelaufen ist, ist tats&auml;chlich im Wesentlichen fast schon absurd einfach: Wir hatten eine enorme Immobilienblase, und als die platzte, lie&szlig; sie eine riesige Nachfragelu&#776;cke zuru&#776;ck.<br>\nAlles andere ist Beiwerk.<br>\nUnd die passende politische Reaktion war auch einfach: die Nachfragelu&#776;cke fu&#776;llen. Wobei die Zeit nach dem Platzen der Blase eine besonders gute Gelegenheit war (und ist), in Infrastruktur zu investieren. In guten Zeiten stehen &ouml;ffentliche Ausgaben fu&#776;r Stra&szlig;en, Bru&#776;cken und so fort mit der Privatwirtschaft im Wettstreit um Ressourcen. Aber seit 2008 ist unsere Wirtschaft von Arbeitslosen u&#776;berflutet (besonders im Baugewerbe), sowie von Kapital, das nirgendwo investiert werden kann (weshalb die Kosten fu&#776;r staatliche Kreditaufnahme auf historischem Tief liegen). Die ungenutzten Ressourcen zum Bau nu&#776;tzlicher Dinge einzusetzen, sollte eigentlich logisch sein.<br>\nWas aber passierte, war genau das Gegenteil&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2014\/07\/04\/opinion\/paul-krugman-build-we-wont.html?_r=0\">New York Times<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Operation Sweetheart<\/strong><br>\nSonderdeals f&uuml;r Gro&szlig;konzerne: Die EU-Kommission pr&uuml;ft, ob Luxemburg den Versandh&auml;ndler Amazon mit einer speziellen Abmachung ins Land gelockt hat. Es ist nicht der erste US-Konzern, den sich die EU wegen seines Steuerkonstruktes vorkn&ouml;pft. \n<ul>\n<li>Die EU macht Druck auf Luxemburg, Informationen &uuml;ber Amazon herauszur&uuml;cken.<\/li>\n<li>Die Wettbewerbsexperten der EU untersuchen mehrere Staaten und ihre Beziehungen zu Konzernen. Im Zentrum stehen sogenannte sweetheart deals &ndash; speziell auf einzelne Unternehmen zugeschnittene Steuerrabatte. Sie k&ouml;nnten gegen EU-Recht versto&szlig;en.<\/li>\n<li>Auch Apple und Starbucks stehen unter versch&auml;rfter Beobachtung.<\/li>\n<\/ul>\n<p>EU will Schluss machen mit Steuertricks von Konzernen<br>\nDie EU geht immer offensiver gegen Mitgliedsstaaten vor, die Gro&szlig;konzerne mit niedrigen Steuern locken &ndash; auf Kosten der Einnahmen anderer Mitgliedsstaaten. Jetzt ist das Verh&auml;ltnis von Luxemburg und Amazon in ihren Fokus ger&uuml;ckt: Das Kommissariat f&uuml;r Wettbewerbsrecht hat von dem Gro&szlig;herzogtum Informationen angefordert, welche Abmachungen die Beh&ouml;rden des Landes mit dem US-Konzern haben, berichtet die Financial Times. Amazon rechnet Ums&auml;tze in Europa &uuml;ber die Luxemburger Tochter ab. Deshalb lesen deutsche Kunden auf der Rechnung f&uuml;r bestellte B&uuml;cher oder andere Waren auch &ldquo;Verkauf durch: Amazon EU S.a.r.l.&rdquo; (Soci&eacute;t&eacute; &agrave; responsabilit&eacute; limit&eacute;e steht f&uuml;r &ldquo;Gesellschaft mit beschr&auml;nkter Haftung&rdquo;).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/moeglicher-steuerdeal-von-amazon-operation-sweetheart-1.2030800\">S&uuml;ddeutsche.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Warum eine globale Verm&ouml;genssteuer hilft, die Ungleichheit zu verringern<\/strong><br>\nDie Verteilung von Einkommen und Verm&ouml;gen ist eines der umstrittensten Themen dieser Tage. Die Geschichte lehrt uns, dass &ouml;konomische Kr&auml;fte in unterschiedliche Richtungen dr&auml;ngen &ndash; hin zu mehr Gleichheit und gleichzeitig weg davon. Welche sich durchsetzen werden, h&auml;ngt davon ab, welche politischen Entscheidungen wir treffen.<br>\nDie USA sind hier ein illustratives Beispiel: Es ist ein Land, das als die Antithese zu den patrimonialen Gesellschaften des alten Europa verstanden wurde. Alexis de Tocqueville, ein Historiker im 19. Jahrhundert, sah die USA als einen Ort, an dem Grund und Boden so reichlich vorhanden war, dass Grundeigentum f&uuml;r alle erschwinglich war und sich eine Demokratie entwickeln konnte. Bis zum Ersten Weltkrieg war die Konzentration von Verm&ouml;gen in den H&auml;nden der Reichen in den USA weit weniger extrem als in Europa. Im 20. Jahrhundert kehrte sich diese Situation jedoch um.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/warum-eine-globale-vermoegenssteuer-hilft-die-ungleichheit-zu-verringern\/\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Erbschaften in der Gesellschaft der Ungleichen<\/strong><br>\nLange wurde das Thema der sozialen Ungleichheit von Mainstream-&Ouml;konomInnen vernachl&auml;ssigt. Doch Thomas Piketty hat in Capital in the 21. Century die Frage wieder in den Mittelpunkt gestellt. Die extreme Einkommens- und Verm&ouml;genskonzentration in den H&auml;nden einiger weniger ist nun unbestritten und ihre desastr&ouml;sen Folgen werden breit diskutiert. In der neuen AK-Brosch&uuml;re &bdquo;Top-Verm&ouml;gen und Einkommen in &Ouml;sterreich&ldquo; werden die wichtigsten Ergebnisse zur ungleichen Verteilung, zu Reichtum und Erbschaften anschaulich pr&auml;sentiert. Piketty wird mit den darin enthaltenen Forderungen keine Probleme haben &ndash; im Gegenteil: Ausgehend von den gravierenden Problemen durch Verm&ouml;genskonzentration ist er in seinen wirtschaftspolitischen Forderungen radikaler. (&hellip;)<br>\nDas Erbgeschehen macht einen zentralen Part des Buches von Piketty (Kapitel 3 Verdienst und Erbschaften in der langen Frist) aus. In einer Rezension in Wirtschaft und Gesellschaft besch&auml;ftige ich mich tiefergehend mit statistischen Reichtumsfragen und Reichtumsbegr&uuml;ndungen. (&hellip;)<br>\nIn einem noch unfertigen Arbeitspapier werden Pirmin Fessler und ich erstmals auf Basis von HFCS-Daten die enorme Bedeutung des Erbens f&uuml;r die Verm&ouml;gensverteilung nachweisen. Erbschaften in &Ouml;sterreich haben im Euroraum vergleichsweise eine gro&szlig;e Wichtigkeit. Konkret, die Position eines Haushaltes innerhalb der Verm&ouml;gensverteilung (aufgeteilt nach Perzentilen, d.h. Verteilung aufgeteilt nach 100 Teilen), verbessert sich durch Erbschaften und Schenkungen massiv. So wird man mit einer Erbschaft durchschnittlich um 17 Perzentile in der Verm&ouml;gensverteilung nach oben getrieben. Ausgepr&auml;gter ist die Situation nur in Deutschland.<br>\n&hellip; zumindest soweit es sich messen l&auml;sst<br>\nDoch erneut werden wir in unserer Schlussfolgerung festhalten, dass die HFCS-Daten zum Erbgeschehen nicht hinreichend sind. ErbInnen haben eine Reihe von Motiven, ihre Angaben zum Ausma&szlig; des Ererbten bescheidener zu gestalten. Deswegen zweifelt Piketty zu Recht an freiwilligen Haushaltserhebungen. Die Probleme bei der Erfassung Verm&ouml;gensreicher sind eklatant. Folglich wird die Verm&ouml;genskonzentration verharmlost. Im HFCS wird aus diesem Grund ein hoher methodischer Aufwand betrieben.<br>\nF&uuml;r Piketty ist Transparenz bei Verteilungsdaten entscheidend. Erst vollst&auml;ndige Daten zu den Reichen erlauben eine ernsthafte Gerechtigkeitsdebatte Dies bedeutet, dass dem Staat zuallererst die Aufgabe zukommt, das tats&auml;chliche Ausma&szlig; der Ungleichverteilung zu eruieren. Dem letzten Satz seines Buches kann uneingeschr&auml;nkt zugestimmt werden: &bdquo;Refusing to deal with numbers rarely serves the interests of the least well-off&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.arbeit-wirtschaft.at\/erbschaften-der-gesellschaft-der-ungleichen\/#more-6025\">blog.arbeit-wirtschaft.at<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Reallohnverluste von 1% im 1. Quartal 2014<\/strong><br>\nVor kurzem erreichten auch uns die Jubelmeldungen von einem Zuwachs der deutschen Reall&ouml;hne  um 1,3% im Vergleich zum Vorjahresquartal (1. Quartal 2013 bis 1. Quartal 2014), in der Pressemitteilung des statistischen Bundesamts wurde allerdings nicht ersichtlich, dass sich hierbei die Angaben auf den durchschnittlichen Bruttomonatsverdienst1 beziehen (durch die in der Mitteilung abgebildete 2. Tabelle der Bruttostundenverdienste in den einzelnen Bundesl&auml;ndern von 2013 entsteht zudem sogar leicht der Eindruck, es handle sich insgesamt um Stundenverdienste). Die durchschnittlichen Bruttostundenl&ouml;hne sind im gleichem Zeitraum tats&auml;chlich um 0,7%2 gesunken! Diese Entwicklung ist vor allem &ndash; anders als der Eindruck, den die Erw&auml;hnung des 1. Quartals 2014 beim Leser bewirken kann &ndash; auf ein schlechtes 1. Quartal 2014 zur&uuml;ckzuf&uuml;hren: W&auml;hrend der reale Monatslohn im Vergleich zum Vorquartal (12\/2013 &ndash; 3\/2014) nur um 0,3% anstieg, ging der reale Stundenlohn um 1%3 zur&uuml;ck. Damit hat sich im 1.Quartal von 2014 die Schere zwischen Produktivit&auml;t und Stundenl&ouml;hnen wieder ein St&uuml;ck ge&ouml;ffnet.<br>\nWie ein Flassbeck-Economics Leser zu Recht monierte, fehlte in der entsprechenden tagesschau.de-Meldung ein Hinweis darauf, dass der Zuwachs des durchschnittlichen Monatslohns durch die Zuw&auml;chse bei leitenden Arbeitnehmer_innen und Fachkr&auml;ften getrieben wird, un- und angelernte  profitieren nominal im Vergleich zum Vorjahresquartal so wenig wie lange nicht4.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.maskenfall.de\/?p=5835\">Maskenfall<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Trotz Mindestlohn besteht noch weiterer Regulierungsbedarf bei den Werkvertr&auml;gen<\/strong><br>\nDie Verbreitung von Werkvertr&auml;gen konfrontiert unterschiedliche Akteure auf divergierenden Ebenen in der Arbeitswelt mit diversen Ver&auml;nderungen. Auf betrieblicher Ebene entstehen verschiedene &bdquo;Teilbelegschaften&ldquo; nebeneinander. Stammbelegschaften, befristet Besch&auml;ftigte, Leiharbeiter mit eigenem Tarifvertrag und Stammbesch&auml;ftigte der Dienstleister, die im Rahmen eines Werkvertrags t&auml;tig sind und Solo-Selbstst&auml;ndige oder Scheinselbstst&auml;ndige, die mittels Werkvertr&auml;gen Arbeiten &uuml;bernehmen. Die damit verbundene Erosion der Fl&auml;chentarifvertr&auml;ge durch sog. &bdquo;atypische Besch&auml;ftigungsformen&ldquo; bedroht deren Bedeutung in allen Industriezweigen und Dienstleistungsbranchen. Das erschwert zunehmend die Verteidigung oder gar Erweiterung tariflicher Rechte der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten&hellip;<br>\nIm Folgenden soll eine Untersuchung vorgestellt werden, die die Vergabepraxis der Werkvertr&auml;ge im Saarland in vier ausgew&auml;hlten Branchen untersuchte, sowie die daraus resultierenden zentralen politischen Handlungsanforderungen skizziert[1]. Dabei wurde deutlich, dass Werkvertr&auml;ge nicht isoliert von den jeweiligen Branchen-, Betriebs- und Tarifstrukturen betrachtet werden d&uuml;rfen. In einigen stark internationalisierten Branchen wie dem Baugewerbe und der Fleischwirtschaft finden sich prim&auml;r Werkvertr&auml;ge mit Soloselbst&auml;ndigen und Subunternehmerketten zumeist aus dem osteurop&auml;ischen Ausland, w&auml;hrend z.B. im Einzelhandel Werkvertr&auml;ge zwischen Unternehmen im Inland dominieren. Gerade in den internationalisierten Branchen ist der allgemeine gesetzliche Mindestlohn einerseits zwar die Grundvoraussetzung, um die mit den Werkvertr&auml;gen in Verbindung stehenden Niedrigl&ouml;hne zu minimieren. Gleichzeitig bestehen jedoch nach wie vor M&ouml;glichkeiten &uuml;ber Formen der Soloselbst&auml;ndigkeit die Mindestlohnregelungen zu umgehen. Um die Problematik der Niedrigl&ouml;hne in Zusammenhang mit Werkvertr&auml;gen umfassend zu minimieren, bedarf es also dar&uuml;ber hinausgehender Initiativen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/++co++c79cdab0-035e-11e4-87b2-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Web, Wert und Arbeit<\/strong><br>\nAlles neu macht das Web. Und erst recht das Web 2.0. Nicht nur die Politik setzt beharrlich seit Clintons Beschw&ouml;rung des Datenhighways immer wieder unbegrenzte Hoffnungen in die &ouml;konomische Allmacht des Internets. Auch die &Ouml;konomen und vor allem die betriebswirtschaftliche Disziplin &uuml;berschlagen sich mit immer neuen Diagnosen, die dem Internet das Potenzial f&uuml;r beeindruckende Umsatzsteigerungen, nie gekannte Gesch&auml;ftsmodelle und eine &ndash; zumindest rhetorisch &ndash; revolutionierte Wertsch&ouml;pfung zuschreiben&hellip;.<br>\nDas klingt nach traumhaften Wachstumsraten und einem virtuellen Perpetuum Mobile der webbasierten Wertsch&ouml;pfung. Der Blick auf das Bruttoinlandsprodukt relativiert den &Uuml;berschwang jedoch: eine internationale Vergleichsstudie sieht den Anteil der internetbasierten Wertsch&ouml;pfung in Deutschland nur bei drei Prozent. [4] Und obwohl fast jedes f&uuml;nfte Unternehmen in Deutschland Waren und Dienstleistungen online vertreibt, ist der Anstieg am Unternehmensumsatz schon wieder deutlich abgeflacht und lag in 2012 nur ein Prozent &uuml;ber dem Vorkrisenwert von 2008. [5] Wer angesichts dieser Zahlen nicht auch f&uuml;r Deutschland ein &bdquo;eMarket-Paradox&ldquo; [6] abnehmender Ums&auml;tze und Gewinnspannen ausrufen will, der rechnet optimistisch und steil gesch&auml;tzt so genannte ROPOs dazu.<br>\nDie Abk&uuml;rzung ROPO steht f&uuml;r &bdquo;research online, purchase offline&ldquo; und rechnet der Internet&ouml;konomie auch offline-Ums&auml;tze zu, wenn die Kaufanbahnung (z.B. die Information &uuml;ber ein Produkt) mutma&szlig;lich online erfolgte &ndash; in Deutschland 2010 sollen dies rd. 88 Mrd. Dollar gewesen sein. [4] Zumindest quantitativ scheint also noch offen, ob das Web lediglich einen Teil der bisherigen Wertsch&ouml;pfungsformen ersetzt, ob es zu einer rein quantitativen Ausweitung der Wertsch&ouml;pfung im virtuellen Raum kommt oder ob es um substanziell neue Quellen der Wertsch&ouml;pfung geht. Die betriebswirtschaftliche Rhetorik zumindest legt letzteres nahe, deswegen lohnt ein genauerer Blick auf den Begriff der Wertsch&ouml;pfung.<br>\nDurch all diese Unterschiedlichkeit zieht sich ein roter Faden, in all der Dynamik gibt es eine Konstante: Es ist letztlich immer menschliche Arbeit, die einerseits die Werte schafft und andererseits deren Realisierung gew&auml;hrleistet. So wie im klassischen stofflichen Produktionsprozess finden sich freilich auch im Virtuellen vielf&auml;ltige Formen der Automatisierung und der Rationalisierung menschlicher Arbeit &ndash; dies aber &auml;ndert nichts an der Tatsache, dass die eigentliche Wertgenese, die Schaffung des Neuen, immer und weiterhin auf menschlicher Arbeit beruht. W&auml;hrend Arbeit in ihrem Kern als Wertsch&ouml;pfungsquelle wichtiger wird, scheint sie auf der Erscheinungsebene zu entschwinden.<br>\nNicht nur ger&auml;t das, was offline an Wertgenese und -realisierung passiert, beim oberfl&auml;chlichen Blick auf die schillernde Online-Welt aus dem Blick. Ebenso bleibt verdeckt, dass weiterhin an vielen Stellen menschliche Arbeit die eigentliche Quelle der Wertsch&ouml;pfung ist und bleibt. In der Internet&ouml;konomie bleibt menschliche Arbeit quantitativ und qualitativ relevant f&uuml;r die Wertsch&ouml;pfung. Ihre Kommodifizierung nimmt einerseits erweiterte Formen an, andererseits er&ouml;ffnen sich auch mehr Optionen, Arbeit jenseits von Erwerbsarbeit und Tauschbeziehungen einzubringen bzw. ihre Ergebnisse als Commons zu nutzen. Bezieht man die Entwicklung noch einmal auf die sektoralen Verschiebungen im Laufe der historischen Entwicklung, so k&ouml;nnte man sagen: In der Herausbildung der Industriegesellschaft war die Bedeutung von menschlicher Arbeit f&uuml;r die Wertgenese gesellschaftlich h&ouml;chst sichtbar, w&auml;hrend sie f&uuml;r Prozesse der Wertrealisierung vergleichsweise weniger sichtbar und in ihrer nicht kommodifzierten Form der Reproduktionsarbeit fast g&auml;nzlich unsichtbar war.<br>\nIn der Internet&ouml;konomie findet eine Ausweitung von Wertgenese und -realisierung statt &ndash; durch eine verst&auml;rkte Nutzung nicht kommodifizierter Arbeit und durch neue Verschr&auml;nkungen zwischen Prozessen der Wertgenese und -realisierung. Obwohl damit menschliche Arbeit neue und erweiterte Quellen der Wertsch&ouml;pfung erschlie&szlig;t und ihre Bedeutung qualitativ zunimmt, erscheint sie als gesellschaftlicher Topos noch weniger sichtbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/++co++6b4b7f06-0358-11e4-bbae-52540066f352\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>SPD-Minister mit Fracking-Papier &ndash; Ein wenig dagegen, ein wenig daf&uuml;r<\/strong><br>\nSigmar Gabriel und Barbara Hendricks wollen das umstrittene Fracking teilweise erlauben. Umweltsch&uuml;tzer warnen vor &ldquo;Schlupfl&ouml;chern&rdquo;.<br>\nDie Erdgasf&ouml;rderung mittels der Fracking-Methode soll in Deutschland teilweise verboten werden. Darauf haben sich Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (beide SPD) geeinigt.<br>\n&ldquo;Fracking zur F&ouml;rderung von Schiefer- und Kohlefl&ouml;zgas wird es zu wirtschaftlichen Zwecken auf absehbare Zeit in Deutschland nicht geben&rdquo;, hei&szlig;t es in den am Freitag ver&ouml;ffentlichten Eckpunkten. Mit der Union ist das Vorhaben noch nicht abgestimmt. Gr&uuml;ne und der Naturschutzbund kritisierten das Vorhaben als nicht weitreichend genug.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/SPD-Minister-mit-Fracking-Papier\/%21141802\/\">taz<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Fracking-Verbot &ndash; mit Ausnahmen<\/strong><br>\nDie umstrittene unkonventionelle Gasf&ouml;rderung aus bis zu 3000 Meter tiefen Gesteinsschichten soll in Deutschland vorerst weitgehend verboten werden. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Umweltministerin Barbara Hendricks einigten sich auf Regeln f&uuml;r das sogenannte Fracking.<br>\n&ldquo;Fracking-Vorhaben zur Gasf&ouml;rderung aus Schiefer-und Kohlefl&ouml;zgestein oberhalb von 3000 Metern werden durch das Wasserhaushaltsgesetz verboten&rdquo;, hei&szlig;t es in dem an die SPD-Fraktion &uuml;bermittelten Eckpunktepapier, das dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt. Um eine Gefahr f&uuml;r die Wasserversorgung zu vermeiden, soll jegliche Art von Fracking in Wasserschutz- und Heilquellengebieten sowie in Einzugsbereichen von Talsperren und Seen untersagt werden. Das Verbot k&ouml;nne auf Trinkwassergewinnungsgebiete ausgeweitet werden. (&hellip;)<br>\nEine wissenschaftliche Erprobung der besonders in den USA angewandten Technologie solle es nur geben, wenn die eingesetzte Frackfl&uuml;ssigkeit nicht das Grundwasser gef&auml;hrdet. Das weitgehende Verbot solle 2021 &uuml;berpr&uuml;ft werden.<br>\nKonventionelle Fracking-Vorhaben bleiben aber laut dem Papier grunds&auml;tzlich m&ouml;glich. Solche Vorhaben w&uuml;rden seit den 1960er-Jahren in Deutschland durchgef&uuml;hrt und d&uuml;rften schon heute und nach derzeit geltendem Berg- und Wasserrecht keine Gefahr f&uuml;r die Gesundheit und das Trinkwasser hervorrufen&rdquo;. Hier w&uuml;rden trotzdem noch zus&auml;tzliche Regelungen eingef&uuml;hrt, &ldquo;unter anderem darf die eingesetzte Frackfl&uuml;ssigkeit insgesamt maximal schwach wassergef&auml;hrdend sein&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/fracking-102.html\">tagesschau.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Sind die goldenen Zeiten in China vorbei?<\/strong><br>\nDie Kanzlerin tourt durch China. Mit an Bord sind viele Topmanager. Kein Wunder: Die Firmen sorgen sich im wichtigsten Markt der Welt um ihre Gewinne. (&hellip;)<br>\nDie &bdquo;goldenen Zeiten&ldquo; in China seien vorbei, gaben zwei von drei europ&auml;ischen Unternehmen mit mehr als 1.000 Besch&auml;ftigten j&uuml;ngst in einer Umfrage der Europ&auml;ischen Handelskammer an.<br>\nDas Gesch&auml;ft sei schwierig geworden, vor allem weil die Chinesen die Protektionismuskeule schw&auml;ngen, den ausl&auml;ndischen Unternehmen den Zugang zu den M&auml;rkten erschwerten und daf&uuml;r ihre eigenen Staatsunternehmen in Stellung br&auml;chten. W&auml;hrend die Chinesen in Deutschland alles kaufen d&uuml;rften wie den schw&auml;bischen Betonpumpenhersteller Putzmeister, m&uuml;ssten sich die Deutschen in China in Jointventures zwingen lassen, schimpfen Unternehmer wie Hubert Lienhard, Chef des baden-w&uuml;rttembergischen Maschinenbauers Voith und als Vorsitzender des Asien-Pazifik-Ausschusses Sprachrohr der deutschen Wirtschaft in China. Die hat geh&ouml;rig Druck gemacht im Vorfeld des Kanzlerinnen-Besuchs. Und so hei&szlig;t es aus deutschen Regierungskreisen denn auch folgsam: &bdquo;Gleichbehandlung ist die zentrale Frage.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/wirtschaftspolitik\/sind-die-goldenen-zeiten-in-china-vorbei-13029597.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.R.:<\/strong> Erstens spiegelt dieser FAZ-Artikel offensichtlich nicht die Realit&auml;t wider und steht zumindest kontr&auml;r zum Gesch&auml;ftsklimaindex 2014 &ndash; daraus: &bdquo;Die in China t&auml;tigen deutschen Unternehmen erbringen eine robuste Gesch&auml;ftsleistung und bleiben, trotz Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in China, relativ optimistisch. Dies geht aus dem &bdquo;Business Confidence Survey&ldquo; hervor, der von der Deutschen Handelskammer in China zwischen dem 12. Mai und 6. Juni 2014 durchgef&uuml;hrt wurde. In diesem Jahr haben 417 Mitgliedsunternehmen an der Befragung teilgenommen und ihre Meinungen zu Themen wie Gesch&auml;ftsentwicklung, aktuellen Marktbedingungen und Investitionspl&auml;nen ge&auml;u&szlig;ert. Zum ersten Mal haben dabei mehr als 50% der befragten Unternehmen angegeben, dass sie bereits seit mehr als einer Dekade in China t&auml;tig sind. Diese Unternehmen erfahren nun moderatere Wachstumsraten, da sich ihr Schwerpunkt von schnellem Wachstum auf h&ouml;here Produktivit&auml;t verlagert. (&hellip;) Knapp die H&auml;lfte (45,3%) der Unternehmen planen, ihre Investitionen in China in 2014 auszubauen.&ldquo;; nachlesbar hier: <a href=\"http:\/\/china.ahk.de\/de\/ueber-uns\/presse\/pressemeldungen\/artikel\/translate-to-deutsch-business-confidence-survey-2014\/\">Gesch&auml;ftsklimaindex 2014<\/a>.<\/em><br>\n<em>Zweitens: Wenn die deutsche Bundeskanzlerin sich ernsthaft f&uuml;r die Anti-Korruptions-Kampagne interessieren w&uuml;rde, m&uuml;sste sie alles daf&uuml;r unternehmen, damit das &Uuml;bereinkommen der Vereinten Nationen gegen Korruption endlich auch hierzulande ratifiziert wird. Das ist jedoch -zumindest bisher- nicht der Fall.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Nahles bei der SPD-Linken ausgetreten<\/strong><br>\nStreit um Bewertung des Mindestlohns \/ DL21-Sprecherin Mattheis hatte von &raquo;auf der einen Seite verfaultem Apfel&laquo; gesprochen \/ Kritiker: Das spielt der Konkurrenz in die H&auml;nde.<br>\nBundesarbeitsministerin Andrea Nahles und f&uuml;nf andere SPD-Politiker sind aus der Organisation der sozialdemokratischen Linken DL21 ausgetreten. Das berichtet die &raquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&laquo;. In einem Schreiben h&auml;tten sie &raquo;schwere Vorw&uuml;rfe gegen die Vorsitzende des Vereins, Hilde Mattheis&laquo;, erhoben, hei&szlig;t es. Streitpunkt ist die Bewertung des Mindestlohns der Gro&szlig;en Koalition. Mattheis habe zu der Einf&uuml;hrung der Lohnuntergrenze erkl&auml;rt, mit der Festschreibung des Mindestlohnes im Koalitionsvertrag habe man &raquo;einen roten Apfel in die Hand bekommen&laquo;, die nun mit Ausnahmeregelungen verabschiedete L&ouml;sung zeige aber, &raquo;dass der auf der einen Seite verfault ist&laquo;. Das Zitat soll aus einer Pressemitteilung von Mattheis von Anfang der Woche stammen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/938229.nahles-bei-der-spd-linken-ausgetreten.html\">ND<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Post-Bildung &ndash; Vom Unort der Wissenschaft<\/strong><br>\nMit der Bologna-Reform wurde ein Systemwechsel der Universit&auml;t vollzogen. Bildung und Wissenschaft wurden marginalisiert und &ouml;konomische Gesichtspunkte leiten die Bewertung von Wissenschaft. Eine kritische Analyse.<br>\nGegenw&auml;rtig befindet sich die Universit&auml;t als Institution in einer Krise, obwohl sie im Selbstverst&auml;ndnis ignoriert wird. Die Krise entz&uuml;ndet sich an den Fragen, ob der Gedanke einer wissenschaftlichen Bildung, wie er vor allem von Wilhelm von Humboldt formuliert wird, derzeit einen Ort im Gef&uuml;ge universit&auml;rer Forschung und Lehre findet und die Ausrichtung der Universit&auml;t an dem Gedanken der Employability und des Kompetenzerwerbs den Kern dessen trifft, was Universit&auml;ten f&uuml;r Kultur und Gesellschaft bedeuten. Solche Fragen, vor dem Hintergrund der gegenw&auml;rtigen Lage dr&auml;ngend, werden als anachronistisch abgetan. Im unbewussten Krisenmanagement werden sie randst&auml;ndig gehalten oder rhetorisch mehr oder weniger geistesanwesend marginalisiert. In zumeist &ouml;ffentlich wirksam inszenierten Diskursen ist dagegen nach wie vor &uuml;berraschend viel von Bildung die Rede, die einen quasi-religi&ouml;sen Status in den mit ihr verbundenen Erwartungen erh&auml;lt. Sie tr&auml;gt das Heilsversprechen in eine bessere Zukunft. Doch der Streit, was Bildung sei, wird so au&szlig;er Kraft gesetzt und findet, wenn &uuml;berhaupt, nur noch in extraordin&auml;ren Gefilden Geh&ouml;r. Es geh&ouml;rt offenbar zur derzeitigen Verwendung des Begriffs Bildung dazu, gleichsam als seine &Uuml;berlebensbedingung, die Frage nach ihrer Bedeutung, die zugleich an die Wurzeln des kulturellen und gesellschaftlichen Selbstverst&auml;ndnisses ginge, gerade nicht zu stellen. Stattdessen wird ein Verst&auml;ndnis einer vermeintlichen Bildung lautstark proklamiert, das hier als Post-Bildung bezeichnet werden soll. Ihr Wesen ist das Au&szlig;erkraftsetzen von Bildung durch ihre blo&szlig;e Verwaltung und Kontrolle. Die Vorstellung, die zentrale Aufgabe der Universit&auml;t sei die Bildung im Medium der Wissenschaft, degeneriert zu der blo&szlig;en Idee ihrer Verwaltung im Zeichen der Post-Bildung. Kurzum: Die gegenw&auml;rtige Idee der Universit&auml;t ist schlichtweg nur noch ihre Verwaltung: Und zwar die Verwaltung der Wissenschaft und die Verwaltung der Verwaltung. Und in der Tat sind Reformen an Universit&auml;ten seit Jahren Verwaltungsreformen im Zeichen ihrer &Ouml;konomisierung und Rationalisierung. Diese Post-Bildung ist dabei g&auml;nzlich wertfrei, ethisch uninteressiert, inhaltslos, reflexionsneutral, orientierungslos und partikular, daf&uuml;r leistungsorientiert, kontrollbesessen und extrem evaluativ.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.forschung-und-lehre.de\/wordpress\/?p=16500\">Forschung &amp; Lehre<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Presseauskunftsgesetz Fehlanzeige<\/strong><br>\nWie steht es eigentlich um die Pressefreiheit in Deutschland? Gut, w&uuml;rde man aus dem Bauch heraus antworten. Bei genauerem Hinsehen gibt es da aber einen Haken, und zwar auf Bundesebene. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat im Februar vergangenen Jahres ein Urteil gesprochen, das die Position der Presse schw&auml;cht. Das hat Folgen, wie Marion Theisen berichtet.<br>\nDer Bonner Journalist Helmut Lorscheid hat nach dem Richterspruch eine Petition an den Bundestag gerichtet, die die Verabschiedung eines Presseauskunftsgesetzes fordert. Bis heute mit erstaunlich wenig Resonanz. Obwohl der investigative Journalismus gerade Konjunktur hat, fanden sich nicht genug Journalisten, die bei der Petition unterschreiben wollten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/toenetextebilder\/Presseauskunftsgesetz100.html\">wdr 5<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Nie wieder<\/strong><br>\n<blockquote><p>\n<em>Wer f&uuml;r den Krieg ist&#8232;<\/em><br>\n<em>als Fortsetzung der Politik&#8232;<\/em><br>\n<em>mit anderen Mitteln,&#8232;<\/em><br>\n<em>und sei es als &bdquo;letztes Mittel&ldquo;,&#8232;<\/em><br>\n<em>sollte dorthin gehen,&#8232;<\/em><br>\n<em>wo nach dem L&uuml;genbeginn&#8232;<\/em><br>\n<em>die Sch&uuml;sse fallen,&#8232;<\/em><br>\n<em>die Bomben, Granaten&#8232;<\/em><br>\n<em>einschlagen, Menschen schreien,&#8232;<\/em><br>\n<em>wo keine Heimat mehr ist,&#8232;<\/em><br>\n<em>nie wieder.&#8232;<\/em><br>\n<em>Wer f&uuml;r den Krieg ist,&#8232;<\/em><br>\n<em>sollte dorthin gehen,&#8232;<\/em><br>\n<em>wo immer noch Krieg ist&#8232;<\/em><br>\n<em>als &bdquo;letztes Mittel&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Wolfgang Bittner<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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