{"id":22305,"date":"2014-07-09T08:58:08","date_gmt":"2014-07-09T06:58:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22305"},"modified":"2014-07-09T11:52:30","modified_gmt":"2014-07-09T09:52:30","slug":"hinweise-des-tages-2164","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22305","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (OP\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22305#h01\">Krisenpolitik in der EU: Lohnquoten im freien Fall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22305#h02\">Freihandelsabkommen TTIP: Sturm der Lobbyisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22305#h03\">Globale Ungleichgewichte im Au&szlig;enhandel und der deutsche Export&uuml;berschuss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22305#h04\">Oxfam: Die 5 reichsten Deutschen besitzen so viel wie 40% der Bev&ouml;lkerung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22305#h05\">Schulden lassen sich mit Schulden bek&auml;mpfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22305#h06\">Der perfekte Plan, wie der Bund alle Sparer befriedigen sollte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22305#h07\">Was haben wir bloss falsch gemacht?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22305#h08\">Frankreichs Wirtschaftsminister Montebourg: Europa ist manchmal dumm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22305#h09\">Politikinszenierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22305#h10\">Urteil zu Verh&uuml;tungsmitteln: Religi&ouml;se bremsen Obamacare aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22305#h11\">BA: Fachkr&auml;ftemangel je nach Region und Beruf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22305#h12\">Matthias Zimmer (CDU): Rede zur Verabschiedung des Mindestlohngesetzes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22305#h13\">Rente mit 63 m&ouml;glicherweise verfassungswidrig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22305#h14\">Apple-Zulieferer: Foxconn will Arbeiter durch Roboter ersetzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22305#h15\">S&uuml;dsudan: Junger Staat in gro&szlig;er Not<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22305#h16\">Bericht von Amnesty International &ndash; Abgeschottete &ldquo;Festung Europa&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22305#h17\">Als der Pyromane das Geschenk &ouml;ffnete und ein Feuerzeug erblickte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22305#h18\">Orwell 2.0<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22305&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Krisenpolitik in der EU: Lohnquoten im freien Fall<\/strong><br>\nIn der Krisenpolitik von Kommission und Mitgliedstaaten der Europ&auml;ischen Union spielen Senkungen der L&ouml;hne von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eine zentrale Rolle. Das Instrumentarium daf&uuml;r ist breit und reicht von direkten Lohndiktaten im &ouml;ffentlichen Dienst und bei Mindestl&ouml;hnen bis hin zu einer systematischen Schw&auml;chung der Besch&auml;ftigten und ihrer Gewerkschaften. Der &bdquo;Erfolg&ldquo; dieser Ma&szlig;nahmen ist beobachtbar: Die Lohnquoten sinken, und spiegelbildlich entf&auml;llt ein immer gr&ouml;&szlig;erer Anteil der volkswirtschaftlichen Produktion auf Kapital- und Gewinneinkommen. Sowohl in den Auflagen der so genannten Troika aus EU-Kommission, Europ&auml;ischer Zentralbank und Internationalem W&auml;hrungsfonds als auch in den Vorschl&auml;gen, Forderungen und Beschl&uuml;ssen der EU-Kommission und der EU-Mitgliedstaaten zur europ&auml;ischen Krisenpolitik tauchen immer wieder die gleichen Ma&szlig;nahmen auf, mit denen man die &ldquo;Wettbewerbsf&auml;higkeit&rdquo; in Europa erh&ouml;hen m&ouml;chte. Besonders rigide werden L&auml;nder in S&uuml;d- und S&uuml;dosteuropa diesem Regime unterworfen. &ndash; Dies zeigt: In Europa, und zwar vor allem in S&uuml;deuropa, ist eine gewaltige Umverteilungsmaschinerie von unten nach oben im Gang.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/post\/1357\">annotazioni.de<\/a>\n<p><strong>Bereinigte Lohnquoten in Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Griechenland, Portugal und Zypern, 2009-2014.<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/lohnquoten-1024x515.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140709_01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.annotazioni.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/lohnquoten-1024x515.png\">Europ&auml;ische Kommission, 2014 Prognose, eigene Darstellung.<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Freihandelsabkommen TTIP: Sturm der Lobbyisten<\/strong><br>\nVon Google bis Agrobusiness: Neue Zahlen zeigen, dass die EU-Unterh&auml;ndler f&uuml;r den Freihandel fast ausschlie&szlig;lich Wirtschaftslobbyisten trafen. Verbraucher- und Umweltsch&uuml;tzer bekamen nur selten die Gelegenheit, im Zentrum der Macht ihre Meinung zum TTIP-Abkommen zu sagen. Den Kampf um die &ouml;ffentliche Meinung gewinnen die Gegner des transatlantischen Freihandelsabkommens TTIP gerade. Mit ihren lautstarken Kampagnen haben sie die Verhandlungen zwischen USA und EU zu einem Aufreger-Thema gemacht und der EU-Kommission sogar so viel Druck gemacht, dass sie einen besonders umstrittenen Teil der Verhandlungen zwischenzeitlich ausgesetzt hat &ndash; den Investitionsschutz, der Unternehmen besondere Klagerechte gegen Staaten einr&auml;umt. Aber nicht die entr&uuml;stete &Ouml;ffentlichkeit f&uuml;hrt die Verhandlungen, sondern der EU-Handelskommissar. Der Belgier Karel de Gucht wird von Lobbyisten best&uuml;rmt &ndash; und besonders aktiv sind Wirtschaftsverb&auml;nde und Konzerne, die f&uuml;r m&ouml;glichst unregulierten Handel sind. Dass ihnen in den fr&uuml;hen Phase der Verhandlungen h&auml;ufiger Zugang zu den Entscheidern gew&auml;hrt wurde als ihren Gegenspielern von den TTIP-kritischen NGOs oder Gewerkschaften, zeigen nun Zahlen, die die Nichtregierungsorganisation Corporate Europe Observatory (CEO) zusammengetragen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/freihandelsabkommen-ttip-sturm-der-lobbyisten-1.2036565\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wievieler belege, dass das TTIP allein den Interessen der transnationalen Gro&szlig;konzerne dient bedarf es eigentlich noch? Dennoch l&auml;sst die EU-Kommission unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit unverdrossen weiter verhandeln. Man hat aus dem erschreckenden Zugewinnen der &ldquo;europafeindlichen&rdquo; Parteien bei den Europawahlen nichts gelernt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Globale Ungleichgewichte im Au&szlig;enhandel und der deutsche Export&uuml;berschuss<\/strong><br>\nDie sogenannten au&szlig;enwirtschaftlichen Ungleichgewichte sind seit L&auml;ngerem eines der brisantesten Themen in der wirtschaftspolitischen Debatte. Viele &Ouml;konomen sehen hierin eine der tieferen Ursachen f&uuml;r die j&uuml;ngsten Finanz- und Wirtschaftskrisen. Infolge der &ldquo;Gro&szlig;en Rezession&rdquo; ab 2008 sind daher gegenw&auml;rtig viele L&auml;nder bem&uuml;ht, ihre hohen Leistungsbilanzdefizite zu verringern. Dies kann jedoch nur gelingen, wenn gleichzeitig die Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse anderer L&auml;nder reduziert werden. So hatte der fr&uuml;here US-Finanzminister Timothy Geithner vor allem die &Uuml;berschussl&auml;nder China, Deutschland und Japan im Blick, als er 2010 im Rahmen von Verhandlungen der G20-L&auml;nder vorschlug, international verbindliche Obergrenzen f&uuml;r Leistungsbilanzsalden von vier Prozent des jeweiligen Bruttoinlandsprodukts (BIP) festzulegen. Im Oktober 2013 erneuerte das US-Finanzministerium seine Kritik am deutschen Export&uuml;berschuss. Diese wurde jedoch vom deutschen Finanzministerium als &ldquo;nicht nachvollziehbar&rdquo; und vom Maschinenbauer-Branchenverband sogar als &ldquo;v&ouml;lliger Unsinn&rdquo; zur&uuml;ckgewiesen. Auch in der Debatte um die Krise des Euroraums steht Deutschland wegen seines unver&auml;ndert hohen Leistungsbilanz&uuml;berschusses zunehmend in der Kritik, zuletzt auch von Seiten der Europ&auml;ischen Kommission.<br>\nQuelle:  <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/apuz\/175492\/globale-ungleichgewichte-im-aussenhandel-und-der-deutsche-exportueberschuss?p=all\">Aus Politik und Zeitgeschichte<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Eine informative &Uuml;bersicht aus dem Themenschwerpunkt &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/apuz\/175481\/welthandel\">Welthandel<\/a>&rdquo; aus Politik und Zeitgeschichte, f&uuml;r die man allerdings etwas Zeit mitbringen sollte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Oxfam: Die 5 reichsten Deutschen besitzen so viel wie 40% der Bev&ouml;lkerung<\/strong><br>\nNach aktuellen Oxfam-Zahlen wiegt allein das Verm&ouml;gen der f&uuml;nf reichsten Deutschen das der untersten 40 Prozent der Bev&ouml;lkerung auf, das Verm&ouml;gen des reichsten Prozents sogar das von 80 Prozent der Deutschen. Um auf das Verm&ouml;gen eines der f&uuml;nf reichsten Deutschen zu kommen, helfen uns keine Lebensversicherungen und Sparpl&auml;ne &ndash; man m&uuml;sste fast 60 Jahre lang jeden Monat einen Rekord-Jackpot im Lotto gewinnen. Das Verm&ouml;gen des reichsten Prozents w&auml;re genug, die deutschen Staatsschulden komplett zu bezahlen, f&uuml;r den Bundeshaushalt 2014 aufzukommen und noch genug Geld &uuml;brigzuhaben, um ein Jahr lang die gesetzlichen Krankenversicherungen vollst&auml;ndig zu finanzieren. Diese soziale Ungleichheit ist erschreckend. Sie ist strukturell verkn&uuml;pft mit der globalen sozialen Ungleichheit, und sie hat ein Ma&szlig; erreicht, das die wirtschaftliche Entwicklung bedroht und die Grundlagen des sozialen Zusammenhalts untergr&auml;bt. Wir fordern von der Bundesregierung, auf nationaler und internationaler Ebene gegenzusteuern. Sie muss:\n<ul>\n<li>energisch daf&uuml;r eintreten, die &Uuml;berwindung sozialer Ungleichheit weltweit als eigenst&auml;ndiges Ziel in der Post-2015-Entwicklungsagenda zu verankern;<\/li>\n<li>Initiativen f&uuml;r internationale Abkommen ergreifen, mit denen Steuergerechtigkeit hergestellt wird, und<\/li>\n<li>das nationale Steuerrecht reformieren und gerechter gestalten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.oxfam.de\/informieren\/entwicklungsfinanzierung#nachricht-18773\">Oxfam Deutschland<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu: <a href=\"http:\/\/www.oxfam.de\/sites\/www.oxfam.de\/files\/20140701_hintergrund_die_reichen_und_der_rest.pdf\">Die Reichen und der Rest: Oxfam kritisiert soziale Ungleichheit in Deutschland [PDF &ndash; 358 KB]<\/a><\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Schulden lassen sich mit Schulden bek&auml;mpfen<\/strong><br>\nIn Br&uuml;ssel wird in diesen Tagen dar&uuml;ber verhandelt, wie der Stabilit&auml;tspakt in der derzeitigen Situation interpretiert werden soll. Es gibt zwei Schulen: Eine pl&auml;diert f&uuml;r eine m&ouml;glichst strenge Lesart und erhofft sich dadurch Fortschritte beim Schuldenabbau. Die zweite setzt sich daf&uuml;r ein, die Flexibilit&auml;t auszunutzen, die der Pakt hergibt. Die zweite Schule wird sich wohl durchsetzen &ndash; hei&szlig;t das also, dass der Schuldenberg immer gr&ouml;&szlig;er wird? Nicht unbedingt, wie die Deutsche Bank in einer sehr aufschlussreichen Studie (leider kein Link) gezeigt hat. Das Team um Gilles Moec spricht von einem New Fiscal Realism 3 also einer weiteren Abkehr von der Sparorthodoxie zu Beginn der Krise. Angesichts einer anhaltenden Phase gering ausgelasteter Kapazit&auml;ten, einer Geldpolitik, die an ihre Grenzen st&ouml;&szlig;t und wenigen Impulsen vom Wechselkurs kehre nun &ndash; endlich w&uuml;rde ich sagen &ndash; die Fiskalpolitik als Instrument zur&uuml;ck. Das passiere auch, auch weil die Regierungen in den Krisenstaaten nach den Europawahlen unter dem extremen innenpolitischen Druck stehen, neben Reformen auch etwas gegen die akute Nachfrageschw&auml;che zu tun. Die Deutsche Bank rechnet verschiedene Szenarien durch &ndash; und kommt zu dem Ergebnis, dass eine expansivere Fiskalpolitik f&uuml;r einige Jahren unter dem Strich bei der Konsolidierung hilft, weil durch die Mehrausgaben die Wirtschaft angekurbelt wird und so h&ouml;here Steuereinnahmen anfallen und durch staatliche Investitionen die Wirtschaftskraft gest&auml;rkt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2014\/07\/06\/schulden-mit-schulden-bekaempfen-das-geht_7524\">Herdentrieb<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ich glaub es nicht, die Deutsche Bank! Andererseits, was sollte eine Bank gegen die Schulden eines AAA-Schuldners haben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der perfekte Plan, wie der Bund alle Sparer befriedigen sollte<\/strong><br>\nAchtung liebe Sparer, der Bund will n&auml;chstes Jahr tats&auml;chlich keine Schulden mehr machen. Und das sollte Euch echt nicht freuen. Denn wer keine neuen Schulden macht, der zahlt auch weniger Zinsen. Und wer weniger Zinsen zahlt, l&auml;sst die Versicherungen und Banken aushungern, die Euer hart Erspartes einsammeln und die doch so gerne dem deutschen Staat Geld pumpen w&uuml;rden.<br>\nDabei k&ouml;nnte unsere Regierung n&auml;chstes Jahr einfach mal so, sagen wir, 42 Milliarden Euro neue Schulden machen &ndash; ohne dass es weh tun w&uuml;rde. Angenommen der Bund bekommt von Versicherungen und Banken Kredit, den er erst nach zehn Jahren zur&uuml;ckzahlen muss. Jedes Jahr w&uuml;rde der Staat den Versicherungen und Banken Zinsen zahlen, die sie nat&uuml;rlich gerne mit Euch teilen oder so &auml;hnlich.<br>\nK&ouml;nnte Berlin sich diese 42 Milliarden Euro heute in einer Summe leihen, w&uuml;rden unsere k&uuml;nftigen Regierungen daf&uuml;r zum Beispiel nur rund 1,3 Prozent Zinsen zahlen &ndash; und das bis 2024 jedes einzelne Jahr. Dies macht dann j&auml;hrlich rund 550 Millionen Euro an zus&auml;tzlichen Ausgaben f&uuml;r diese Zinsen aus.<br>\nKlingt viel, ist es aber nicht. Denn das sind gerade einmal 0,02 Prozent des gesamten Jahreseinkommens der deutschen Volkswirtschaft &ndash; so wie es die EU f&uuml;r n&auml;chstes Jahr erwartet. Niemand merkt das. Es sei denn wir w&uuml;rden die Promille-Tester der Verkehrspolizei in das Bundesfinanzministerium in der Wilhelm-Stra&szlig;e vorbeischicken.<br>\nWas in diesem Land aber jeder merken w&uuml;rde: Wenn der Staat einfach mal so 42 Milliarden Euro f&uuml;r die Reparatur von Stra&szlig;en, Schienen, Br&uuml;cken usw. ausgeben w&uuml;rde. Nat&uuml;rlich m&uuml;sste die Bundesregierung dieses Geld irgendwie am ehesten den Kommunen zuschustern, denen fehlt das Geld ja am meisten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weitwinkelsubjektiv.com\/2014\/07\/04\/der-perfekte-plan\/\">WeitwinkelSubjektiv<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Was haben wir bloss falsch gemacht?<\/strong><br>\nBen Bernanke ist seit Februar 2014 ein freier Mann. Er kann sagen, was er will, ohne damit rechnen zu m&uuml;ssen, dass die Finanzm&auml;rkte sofort in die eine oder andere Richtung ausschlagen. Mit diesem Problem muss sich nun Janet Yellen herumschlagen. Die neue Freiheit hat Bernanke benutzt, um ein Gest&auml;ndnis abzulegen. In einer Rede beim Washingtoner Thinktank Brookings, der den Demokraten nahesteht, erkl&auml;rte er die gr&ouml;ssten Fehler seiner Amtszeit. Seine Ausf&uuml;hrungen sind bemerkenswert und f&uuml;r Wirtschaftshistoriker ein gefundenes Fressen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.tagesanzeiger.ch\/nevermindthemarkets\/index.php\/35103\/was-haben-wir-bloss-falsch-gemacht\/\">Never Mind the Markets<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Tobias Straumann zieht nach seiner Zusammenfassung der Rede das verheerende Fazit: &ldquo;Bernanke wusste bis zum Ausbruch der Krise nicht besser Bescheid als ein gut informierter Zeitungsleser.&rdquo; Das mag stimmen, zumindest legen das die Protokolle der Fed bei Ausbruch der Krise nahe. Aber das exkulpiert Bernanke und Kollegen nicht, denn sie h&auml;tten mehr wissen k&ouml;nnen, wenn sie, nicht etwa auf irgendwelche heterodoxe &Ouml;konomen, sondern auf einen der Ihren geh&ouml;rt h&auml;tte. Bereits 2003 beim Treffen der Elite der Finanzexperten in Jackson Hole hatte William White, der damalige Chef&ouml;konom der BIZ, der Bank der Zentralbanken, auf die Folgen der Deregulierung der Finanzm&auml;rkte, das Entstehen von Ungleichgewichten auf den Finanzm&auml;rkten, der Blindheit f&uuml;r kommende Gefahren, die steigende Risikobereitschaft hingewiesen. &ldquo;White und sein Expertenteam sahen, wie sich in den USA die H&auml;userblase entwickelte. Sie kritisierten das immer schwerer zu durchschauende Verbriefungsgesch&auml;ft, wiesen eindringlich auf die Gefahr unsicherer Kredite hin, belegten die mangelnde Glaubw&uuml;rdigkeit der Rating-Agenturen. Ausl&ouml;ser f&uuml;r die Z&uuml;gellosigkeit: Es gab schlicht zu viel billiges Geld auf dem Markt. Um das anzulegen, erfanden die Investmentbanker immer raffiniertere, immer phantasievollere und immer halsbrecherische Finanzprodukte&rdquo; schreiben Beat Balzli und Michaela in einem <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-65955004.html\">sehr informativen Spiegelartikel<\/a>. Bernanke h&auml;tten es besser wissen k&ouml;nnen und die Krise w&auml;re vielleicht etwas abgemildert worden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Frankreichs Wirtschaftsminister Montebourg: Europa ist manchmal dumm<\/strong><br>\n&rdquo; &hellip; Unsere Nation hat zehn Jahre De-Industrialisierung hinter sich. Frankreich hat seine Industrie vernachl&auml;ssigt, man dachte, dieser Wirtschaftszweig sei nicht lebenswichtig. &hellip; Diesen Irrglauben will ich zerschlagen. Wirtschaftspatriotismus, das ist zuallererst ein kultureller Kampf! &hellip;  wir m&uuml;ssen &laquo;Made in France&raquo; aufwerten &ndash; und uns hinter den Standort Frankreich stellen &ndash; f&uuml;r unser Gemeinwohl! Wir schaffen eine Allianz zwischen Staat und Privatsektor. &hellip; Wenn die Einmischung des Staates nachvollziehbar und berechenbar ist, wenn wir also keine b&ouml;sen &Uuml;berraschungen verursachen, dann haben die Investoren nichts dagegen. &hellip; Die Regeln der Marktwirtschaft werden nicht von den M&auml;rkten gemacht, sondern von uns. Von der Politik, vom Staat oder auch von der EU. &hellip; Wir leben in keiner Marktgesellschaft, die nur der &Ouml;konomie gehorcht. Nicht alles ist vermarktbar, der menschliche K&ouml;rper etwa, die Gesundheit, die Bildung. In einer humanen Gesellschaft gibt es Dinge, die nicht k&auml;uflich sind. Und wer entscheidet das? Die V&ouml;lker! Das ist ihre Souver&auml;nit&auml;t. In China zum Beispiel, wohin alle Investoren dr&auml;ngen, ist absolut alles unter staatlicher Kontrolle. &hellip;. Obwohl der Staat und die Kommunistische Partei dort alle Unternehmen kontrollieren und willk&uuml;rlich Genehmigungen oder Verbote erlassen. Der Westen ist begeistert. Nur, wenn Frankreich Hilfestellung f&uuml;r seine Unternehmen organisiert, dann nennen sie das Eingriff in die unternehmerische Freiheit. &hellip; Jedenfalls k&ouml;nnen wir so lange keine &laquo;Champions&raquo; schaffen, wie die EU-Kommission ihren Dogmatismus in Sachen Wettbewerbskontrolle nicht aufgibt. Kein Unternehmen geht heute das Risiko ein, in Fusionen zu investieren, wenn es f&uuml;rchten muss, dann ein, zwei Jahre sp&auml;ter &ndash; nach einem unendlichen b&uuml;rokratischen Kampf &ndash; ausgebremst zu werden. Ich sags Ihnen deutlich: Wollten wir heute den Airbus schaffen, der EU-Wettbewerbskommissar w&uuml;rde uns daran hindern! &hellip; Br&uuml;ssel schert nur das Kartellrecht. Alles andere interessiert die nicht. Aber wie sollen wir in der Globalisierung gegen die Riesen aus anderen Kontinenten ank&auml;mpfen, wenn wir selbst keine Riesen schaffen d&uuml;rfen? &hellip; Ich nehme es nicht hin, dass die EU-Kommission, die eigentlich dem Wohlstand Europas und der St&auml;rkung der Industrie verpflichtet sein sollte, mit ihrer b&uuml;rokratischen Allmacht die Unternehmen behindert und einsch&uuml;chtert. &hellip; Frankreich wird jetzt verlangen, dass die neue EU-Kommission die bisherigen H&uuml;rden zur Schaffung Europ&auml;ischer Champions beseitigt. &hellip; Europafeindliche Bewegungen werden deutlich zulegen, weil die Europ&auml;er unzufrieden sind mit ihrer EU. Wir brauchen eine fundamental andere europ&auml;ische Politik f&uuml;r Wachstum. Die Eurozone ist da seit Jahren weltweites Schlusslicht: Seit dem Ausbruch der Finanzkrise 2008 ist die EU um zehn Prozentpunkte weniger gewachsen als die USA, obwohl die Krise durch den Kollaps einer US-Bank ausgel&ouml;st wurde. Da stimmt doch was nicht! Die EU ist menschengemacht, also verbesserungsf&auml;hig. Ich kritisiere die EU, weil ich sie verbessern will. &hellip; Wir jedenfalls haben unsere Arbeit noch nicht gemacht, wir sind gerade dabei. Wir senken die Abgabenlast der Unternehmen, wir modernisieren die Sozialpartnerschaft. Und wir sparen bei den Staatsausgaben. Alles zusammen bedeutet: Wir ver&auml;ndern das franz&ouml;sische Wirtschaftsmodell.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/ausland\/europa\/Europa-ist-manchmal-dumm\/story\/28517542\">Tages-Anzeiger<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der franz&ouml;sische Wirtschaftsminister vermischt da einiges. Sieht man einmal davon ab, dass Frankreich wie gehabt auf marktbeherrschende Gro&szlig;konzerne setzt &ndash; ohne dies n&auml;her zu erl&auml;utern &ndash; ist es schon seltsam, wie der Wirtschaftsminister die Souver&auml;nit&auml;t der V&ouml;lker mit der absoluten, staatlichen Kontrolle in China verbindet. In China dominiert das Regime des Entwicklungsstaates, dem alles erlaubt ist, was dem Aufholprozess gegen&uuml;ber den alten Industriel&auml;ndern dient. Wenn Montebourg von einer humanen Gesellschaft spricht, die z.B. gro&szlig;en Wert auf das unver&auml;u&szlig;erliche Recht auf Gesundheit legt, so wird dem Faktor Gesundheit im nachholenden Industrialisierungsprozess Chinas wenig Aufmerksamkeit zuteil. Ganz abgesehen von anderen Aspekten einer humanen Gesellschaft. <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/ausland\/asien-und-ozeanien\/Chinesische-Friedhofsruhe\/story\/30687522\">Siehe z.B. die ziemlich deprimierende Analyse Kai Strittmatters<\/a>, anl&auml;sslich des Chinabesuchs der Kanzlerin. Noch deprimierender ist allerdings Montebourgs Aussage zum schwachen Wachstum der Eurozone. &ldquo;Da stimmt doch was nicht! Die EU ist menschengemacht, also verbesserungsf&auml;hig&rdquo; ruft er aus und man erwartet eine Kriegserkl&auml;rung gegen die bisherige Politik. Und was kommt? Der &uuml;bliche neoliberale M&uuml;ll, der uns in die Sch&hellip; geritten hat: &ldquo;Wir senken die Abgabenlast der Unternehmen, wir modernisieren die Sozialpartnerschaft. Und wir sparen bei den Staatsausgaben.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Politikinszenierung<\/strong><br>\nVor fast genau einem Jahr riefen die europ&auml;ischen Regierungschefs zum Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit auf. Mit gro&szlig;em Tamtam verk&uuml;ndeten sie im Juli 2013 auf dem &raquo;Jugendgipfel&laquo; in Berlin ein Programm gegen die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Europa: die &raquo;Jugendgarantie&laquo;. Jedem arbeitslosen Jugendlichen (bis 25 Jahren) sollte sp&auml;testens nach vier Monaten Arbeitslosigkeit eine Arbeitsstelle, eine Ausbildung oder zumindest ein Praktikum vermittelt werden. Man wolle verhindern, dass eine &raquo;verlorene Generation&laquo; heranwachse, lautete das vollmundige Versprechen. Die Gastgeberin, Bundeskanzlerin Merkel, verlautbarte, die Zukunftsf&auml;higkeit des Kontinents entscheide sich an der Frage: &raquo;Welche Perspektiven k&ouml;nnen wir jungen Menschen geben?&laquo;<br>\nZur Umsetzung der Jugendgarantie in nationale Aktionspl&auml;ne wurden sechs Milliarden Euro, verteilt auf zwei Jahre, von der Br&uuml;sseler EU-Kommission bereitgestellt. Angesichts von 5,2 Millionen arbeitslosen Jugendlichen ein Tropfen auf den hei&szlig;en Stein. Nach Angaben der International Labour Organization (ILO) belaufen sich die tats&auml;chlich ben&ouml;tigten Mittel zur Umsetzung der Jugendgarantie auf 21 Milliarden Euro. Real wurden jedoch nur drei Milliarden mobilisiert, die durch weitere drei Milliarden aus dem Europ&auml;ischen Sozialfonds (ESF) aufgestockt wurden. F&uuml;r diesen Teil der Mittel gelten die Regeln der &raquo;Ko-Finanzierung&laquo;, das hei&szlig;t, dass die EU-Mitgliedstaaten eigene Finanzmittel zuschie&szlig;en m&uuml;ssen.<br>\nKnapp ein Jahr danach zieht die EU-Kommission eine ern&uuml;chternde Bilanz. Erst zw&ouml;lf von 28 Staaten haben Entw&uuml;rfe ihrer Aktionspl&auml;ne zur Bek&auml;mpfung der Jugendarbeitslosigkeit vorgelegt (Tagesspiegel, 30.6.2014). Nur Frankreich hat bisher einen konkreten Plan vorgelegt und kann nach dessen Genehmigung im Juni aus dem F&ouml;rdertopf 620 Millionen Euro abrufen, die in Regionen mit einer Jugendarbeitslosigkeit von &uuml;ber 25% flie&szlig;en sollen. Damit w&uuml;rden &raquo;rund eine Million junge Franzosen, die weder eine Arbeit haben noch eine schulische oder berufliche Ausbildung absolvieren, unterst&uuml;tzt&laquo; (EU-Kommissar L&aacute;zl&oacute; Andor).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/politikinszenierung\/\">Sozialismus aktuell<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Urteil zu Verh&uuml;tungsmitteln: Religi&ouml;se bremsen Obamacare aus<\/strong><br>\nIm Streit um die amerikanische Gesundheitsreform hat die Regierung Barack Obamas am Montag eine folgenschwere Niederlage vor Gericht erlitten. Wie der Supreme Court in Washington urteilte, darf der Staat bestimmte Unternehmen des Landes nicht zu etwas zwingen, das den religi&ouml;sen &Uuml;berzeugungen der Inhaber widerspricht. Firmen im Familienbesitz m&uuml;ssen ihren Mitarbeitern demnach keine Krankenversicherung anbieten, die bestimmte Verh&uuml;tungsmittel abdeckt, wenn die Firmeneigent&uuml;mer diese Verh&uuml;tungsmittel f&uuml;r einen Versto&szlig; gegen g&ouml;ttliche Gebote halten. Im konkreten Fall, genannt &ldquo;Burwell v. Hobby Lobby&rdquo;, ging es um die Grenzen der Glaubensfreiheit in den Vereinigten Staaten. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob Unternehmen sich &uuml;berhaupt auf religi&ouml;se &Uuml;berzeugungen berufen k&ouml;nnen, und ob sie deswegen Vorschriften der US-Bundesregierung ignorieren d&uuml;rfen. Die Richter bejahten dies zumindest f&uuml;r solche Firmen, die einem kleinen Kreis von Personen geh&ouml;ren, vor allem also f&uuml;r Familienbetriebe, in denen sich die Identit&auml;t von Inhaber und Unternehmen weitgehend decken. Die Regierung wiederum hatte bis zum Urteil vehement ihren Standpunkt verteidigt, dass Bundesgesetze bindend seien, auch f&uuml;r gl&auml;ubige Amerikaner und deren Firmen. &ldquo;Es geht darum, ob sich Unternehmer die Gesetze aussuchen, die sie befolgen &ndash; je nach ihrem Glauben&rdquo;, erkl&auml;rte Ex- Gesundheitsministerin Kathleen Sebelius.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/urteil-zu-verhuetungsmitteln-religioese-bremsen-obamacare-aus-1.2024226\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Immerhin, die Ausnahmen zu Obamacare gelten nur f&uuml;r Familienbetriebe, in denen sich die Identit&auml;t von Inhaber und Unternehmen weitgehend decken, nicht etwa f&uuml;r Aktiengesellschaften. Andererseits zeigt sich, wie bigott gro&szlig;e Teile der amerikanischen Gesellschaft sind. Der Erwerb der &ldquo;Pille danach&rdquo; ist schlimmer als der Erwerb von Schusswaffen. Epidemiologen um Michael Siegel von der Boston University School of Public Health legten letztes Jahr <a href=\"http:\/\/johnrlott.tripod.com\/Gun_Ownership_and_Firearm_Rates.pdf\">eine Studie [PDF &ndash; 919 KB]<\/a> vor, die eine &ldquo;robuste Korrelation&rdquo; zwischen der Zahl der Waffen im Umlauf und der H&auml;ufigkeit von Morden aufzeigt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>BA: Fachkr&auml;ftemangel je nach Region und Beruf<\/strong><br>\nIn ihrer halbj&auml;hrlichen Engpassanalyse stellt die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) die neuesten Erkenntnisse zum Thema Fachkr&auml;ftemangel vor. Nach der aktuell erscheinenden Analyse ist zwar weiterhin kein fl&auml;chendeckender Fachkr&auml;ftemangel zu verzeichnen. In einzelnen Berufen und bestimmten Regionen herrschen jedoch deutliche Mangelsituationen.  Ein bundesweiter Fachkr&auml;ftemangel besteht vor allem in technischen Berufsfeldern, wie z. B. in der Automatisierungs- und Energietechnik. Das gilt auch f&uuml;r Gesundheits- und Pflegeberufe, also z. B. f&uuml;r examinierte Pflegekr&auml;fte und den Humanmediziner. &ldquo;Die Arbeitgeber haben es sehr schwer, geeignetes Personal f&uuml;r diese Berufe zu finden. Dass dies keine subjektive Wahrnehmung ist, l&auml;sst sich ganz objektiv an der Dauer der Vakanzzeit erkennen, die deutlich &uuml;ber dem Bundesdurchschnitt liegt&rdquo;, so Frank-J&uuml;rgen Weise, Vorstandsvorsitzender der BA. Die Vakanzzeit beschreibt den Zeitraum, in dem die Stelle &uuml;ber den gew&uuml;nschten Einstellungszeitraum hinaus unbesetzt bleibt.  Die Anzahl der Mangelberufe insgesamt hat sich gegen&uuml;ber der letzten Analyse vor einem halben Jahr zwar um einen Beruf verringert &ndash; bei den Experten in der technischen Forschung und Entwicklung liegt aktuell kein Mangel mehr vor. Allerdings zeigt sich, dass die Engp&auml;sse nicht mehr nur bei akademischen Berufen vorkommen, sondern auch zunehmend bei nichtakademischen Fachkr&auml;ften zu finden sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lifepr.de\/pressemitteilung\/bundesagentur-fuer-arbeit\/Fachkraeftemangel-je-nach-Region-und-Beruf\/boxid\/497326\">Bundesagentur f&uuml;r Arbeit<\/a>\n<p><strong>Dazu: <a href=\"http:\/\/statistik.arbeitsagentur.de\/Statischer-Content\/Arbeitsmarktberichte\/Fachkraeftebedarf-Stellen\/Fachkraefte\/BA-FK-Engpassanalyse-2014-06.pdf\">Der Arbeitsmarkt in Deutschland &ndash; Fachkr&auml;fteengpassanalyse Juni 2014 [PDF &ndash; 1.5 MB]<\/a><\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Um es klar auszusprechen: Es besteht kein fl&auml;chendeckender Fachkr&auml;ftemangel. Es bestehen Engp&auml;sse. Die FAZ titelt schon wieder: &ldquo;Fachkr&auml;ftemangel: Leichte Entspannung, aber keine Entwarnung.&rdquo; Allerdings gibt es bei den Methoden, Engp&auml;sse auszumachen, betr&auml;chtliche Differenzen. <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/de\/diw_01.c.434984.de\/presse\/diw_roundup\/die_debatte_ueber_den_fachkraeftemangel.html\">Siehe die Debatten&uuml;bersicht von Nina Neubecker<\/a>. Die BA z. B. macht Engp&auml;sse an der Dauer der Vakanzen fest (s.o.), w&auml;hrend Karl Brenke vom DIW darauf hinweist, dass in etlichen von anderen als kritisch eingestuften Bereichen keine Lohnerh&ouml;hungen zu beobachten seien, die bei Knappheiten eigentlich zu erwarten seien. Angesichts der Hochschulsituation weist er nicht nur den oft prognostizierten Mangel an Ingenieuren zur&uuml;ck, sondern geht sogar von einem &Uuml;berangebot aus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Matthias Zimmer (CDU): Rede zur Verabschiedung des Mindestlohngesetzes<\/strong><br>\n&ldquo;Die Ordnung der Lohnfindung in unserer sozialen Marktwirtschaft ist aus den Fugen geraten. Gewerkschaften und Arbeitgeber alleine k&ouml;nnen es nicht richten. Deswegen ist der gesetzliche Mindestlohn, wie wir ihn heute verabschieden, eine subsidi&auml;re Ma&szlig;nahme. Er ist eine Weiterentwicklung der sozialen Marktwirtschaft aus dem System der sozialen Marktwirtschaft heraus. Er entspricht der Denklogik, indem er der sozialen Marktwirtschaft ein Ordnungsgef&uuml;ge einzieht und Lohnspiralen nach unten verhindert. &hellip; Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft hat durchaus recht, wenn sie sagt: Die Mindestlohndebatte ist gepr&auml;gt von Halbwissen und Mythen. Leider stammen viele der aus Halbwissen vorgetragenen Mythen von dieser Initiative selbst.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.matthias-zimmer.de\/inhalte\/1\/aktuelles\/56112\/rede-zur-verabschiedung-des-mindestlohngesetzes\/index.html\">matthias-zimmer.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wer Matthias Zimmer nur von seiner Rede vom &ldquo;Mindestlohn-Erm&auml;chtigungsgesetz&rdquo; der SPD kennt, sollte seine <a href=\"http:\/\/www.abgeordnetenwatch.de\/dr_matthias_zimmer-575-38059--f315757.html\">Erkl&auml;rung vom 23.01.2012 hier lesen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Rente mit 63 m&ouml;glicherweise verfassungswidrig<\/strong><br>\nEs lief alles ziemlich gut f&uuml;r Arbeitsministerin Nahles wichtigstes Projekt. Doch nun sagen Experten, dass die Ausnahmen bei der Rente mit 63 gegen das Grundgesetz versto&szlig;en k&ouml;nnten. Beobachter glauben, dass das Gesetz bald vor den Sozialgerichten landet &ndash; und dann beim Verfassungsgericht. [&hellip;]<br>\nIn dem Gutachten, das der rentenpolitische Sprecher der Gr&uuml;nen, Markus Kurth, beantragt hatte, geht es nun um die Ausnahme von der Ausnahme: Wird die Arbeitslosigkeit in den entscheidenden zwei Jahren durch eine Insolvenz oder vollst&auml;ndige Gesch&auml;ftsaufgabe des Arbeitgebers verursacht, wird diese Phase bei den 45 Beitragsjahren ber&uuml;cksichtigt. Nach betriebsbedingten K&uuml;ndigungen gilt dies allerdings nicht. Genau dies d&uuml;rfte jedoch &ldquo;wohl gegen den allgemeinen Gleichheitsgrundsatz aus Art. 3, Abs. 1 GG versto&szlig;en&rdquo;, hei&szlig;t es in der juristischen Bewertung des Wissenschaftlichen Dienstes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/rentenreform-rente-mit-moeglicherweise-verfassungswidrig-1.2036947\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Apple-Zulieferer: Foxconn will Arbeiter durch Roboter ersetzen<\/strong><br>\nFoxconn, Chinas gr&ouml;&szlig;ter privater Arbeitgeber und weltweit einer der gr&ouml;&szlig;ten Zulieferer im Hightech-Bereich, will demn&auml;chst mit dem Einsatz von Produktionsrobotern beginnen. Die Maschinen sollen in Fertigungsstra&szlig;en Ger&auml;te montieren, die in einer Reihe von Fabriken in China hergestellt werden. Wie &ldquo;IT Home&rdquo; berichtet, hat Unternehmenschef Terry Gou auf der j&auml;hrlichen Aktion&auml;rsversammlung der Foxconn-Muttergesellschaft Hon Hai verk&uuml;ndet, die letzte Testphase sei abgeschlossen. In B&auml;lde sollten 10.000 Fertigungsroboter zu einem St&uuml;ckpreis von etwa 20.000 bis 25.000 Dollar angeschafft werden. Die geplante Anschaffung von 10.000 Ger&auml;ten sei dabei nur der Anfang, sp&auml;ter k&ouml;nnten noch weitere in den Fabriken eingesetzt werden. Tats&auml;chlich gehen die erstmals 2011 angek&uuml;ndigten Automatisierungspl&auml;ne der Taiwaner noch viel weiter. Damals meldete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua, Foxconn wolle im Verlauf der folgenden drei Jahre eine Million Industrieroboter anschaffen. Das Unternehmen wolle mit den Maschinen einen Teil seiner 1,2 Millionen Besch&auml;ftigten ersetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/gadgets\/foxconn-will-arbeiter-durch-roboter-ersetzen-a-979819.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Automatisierung von Produktionsprozessen durch Foxconn d&uuml;rfte erst der Anfang von einer gewaltigen Freisetzung an Arbeitskraft in China und in anderen Schwellen- bzw. Entwicklungsl&auml;ndern sein. Allein Foxconn baut neben Apple-Ger&auml;ten, auch Millionen von Ger&auml;ten f&uuml;r Unternehmen wie Microsoft, Sony, Blackberry und Nintendo. Und es ist kaum anzunehmen, dass diese Einspareffekte durch jobschaffende Nachfrageeffekte in anderen Bereichen so schnell ausgeglichen werden. Wenn die Interpretation von Apples Jahresbericht 2013 durch &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.businessinsider.com\/foxconn-will-replace-workers-with-robots-2014-7\">Business Insider<\/a>&rdquo; stimmt, hat Apple bei Entwicklung dieser Roboter mitgewirkt, d.h. aber dass die  fortgeschrittene Zuliefertechnik nicht aus China selbst stammt. Was wiederum bedeutet, dass die Produktinnovationen und Prozessinnovationen, welche die Grundlage f&uuml;r diese Robotsysteme bilden, keine Jobs in China schaffen, welche die Folgen der kommenden Automatisierungswelle ausgleicht. Selbst die Wartung d&uuml;rfte zun&auml;chst nicht in chinesischen H&auml;nden liegen. Es ist kaum vorstellbar, welche sozialen Folgen die langfristige Zur&uuml;ckdr&auml;ngung von billiger, arbeitsintensiver in China und anderswo haben wird. Noch weiter gedacht d&uuml;rfte sich die Frage stellen, ob bei weiterer Automatisierung es &uuml;berhaupt notwendig ist, die Endfertigung in Billiglohnl&auml;ndern, die zumindest in China nicht mehr billiger wird, vorzunehmen. Es bietet sich an, direkt auf den wesentlichen Absatzm&auml;rkten zu produzieren. &ndash; In der langen Frist, unter Einbeziehung einer weiteren Automatisierung von Dienstleistungen, ist auch bei uns eine nicht mehr auszugleichende Freisetzung von menschlicher Arbeit durch den technischen Fortschritt  vorstellbar &ndash;  zsammen mit der Konzentration der Produktionsmittel in wenigen H&auml;nden. Ist dann ein schrittweiser, aber grundlegender Umbau der Sozial- und Steuersysteme hin zur indirekten Besteuerung von nichtmenschlicher Arbeit und damit zu einer Vergesellschaftung der Automatisierungsdividende vorstellbar?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>S&uuml;dsudan: Junger Staat in gro&szlig;er Not<\/strong><br>\nDer Konflikt im S&uuml;dsudan nimmt kein Ende. Trotz eines neuen Waffenstillstands, kommt es weiterhin zu Gefechten. Die Regionalstaaten Unity, Upper Nile und Jonglei bleiben schwer umk&auml;mpft. Nothelfer versuchen, das Land vor einer Hungersnot zu bewahren. Zudem ist die Cholera ausgebrochen. Viele fordern eine sofortige Milit&auml;rintervention des Auslands. Nur noch das k&ouml;nne den Krieg beenden. Die Menschen wollen Frieden. Vor allem die junge Generation sieht in der Stammesfehde ihrer V&auml;ter keinen Sinn. Der junge W&auml;chter am Haupttor ist wie die meisten Menschen in Bentiu ein Nuer, der Stamm von Rebellenf&uuml;hrer Riek Machar, der mit den Dinka von Pr&auml;sident Kiir um die Macht k&auml;mpft. Als William 16 war, wollte sein Vater, dass er sich sechs horizontale Linien auf die Stirn einritzen l&auml;sst, so wie sich das f&uuml;r einen jungen Nuer-Mann geh&ouml;re. Doch er weigerte sich. William sagt, er spreche Dinka und Nuer und k&ouml;nne ohne Stirnmal &uuml;berall in S&uuml;dsudan arbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2014\/06\/14\/dlf_20140614_1346_e3beff44.mp3\">Deutschlandradio [Audio &ndash; mp3]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es wird in Deutschland viel &uuml;ber milit&auml;rische Interventionen aus humanit&auml;ren Gr&uuml;nden diskutiert. In der Regel dr&uuml;cken sich die Bef&uuml;rworter sehr vage und im Duktus unangemessen &lsquo;gro&szlig;machttuerisch&rsquo; aus und ziehen nicht die notwendige Bilanz bisheriger Interventionen. Dabei k&ouml;nnte das v&ouml;llig sinnlose Afghanistanabenteuer, das weder unseren Interessen, was auch immer die sind, diente, noch etwas am Befund der Menschrechte dort &auml;nderte, sondern gegen den Eid, Deutschland vor Schaden zu bewahren, den Tod vieler junger Soldaten nach sich zog, zumindest ein naheliegendes Kriterium liefern: Halte Dich aus Interventionen heraus, die nicht die Chance eines erfolgreichen Abschlusses bergen. Auf anderer Ebene k&ouml;nnte man auch den Kosovoeinsatz hinterfragen. Andererseits bleiben die Kritiker solcher Interventionen gegen&uuml;ber dem Fall Ruanda genauso vage. Jetzt d&uuml;rfte im Herbst <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/panorama\/suedsudan-hunger-mit-ansage-1.2033141\">die gro&szlig;e Hungersnot den S&uuml;dsudan erreichen<\/a>, denn die landwirtschaftliche Saison 2014 in dieser Region fand nicht statt. Der Kampf zwischen Regierungs- und Rebellentruppen verhinderte, dass die Bauern das Land bestellen konnte. <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2014%2F07%2F03%2Fa0132&amp;cHash=20ce2bc676ae1849e2350233395f87c5\">Schon jetzt herrschen in den Lagern unhaltbare Zust&auml;nde<\/a>.  Offiziell herrscht Waffenruhe, aber diese wird  regelm&auml;&szlig;ig durch K&auml;mpfe unterbrochen. Was tun, wenn deswegen Hilfstransporte nicht durchkommen? Intervenieren?  Wird die AU eingreifen? Wird die UN eingreifen? Was ist eigentlich aus dem UN-Einsatz in Zentralafrika geworden? Zu vermissen ist in der ganzen Diskussion die Diskussion, auch die kritische, am konkreten Fall.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Bericht von Amnesty International &ndash; Abgeschottete &ldquo;Festung Europa&rdquo;<\/strong><br>\nHarsche Kritik von der Menschenrechtsorganisation Amnesty International: Statt Menschenleben zu retten, konzentriere sich die EU darauf, Z&auml;une hochzuziehen. Sogar mit folternden Nachbarstaaten kooperiere man, um Fl&uuml;chtlinge abzuhalten.<br>\nAmnesty beklagt die Abschottungspolitik der EU gegen Fl&uuml;chtlinge. Zwischen 2007 und 2013 habe die EU fast zwei Milliarden Euro f&uuml;r Z&auml;une ausgegeben. F&uuml;r Fl&uuml;chtlinge betrugen die Ausgaben hingegen 700 Millionen Euro.<br>\nDer Verband kritisiert, dass nur Italien Bootsfl&uuml;chtlinge im Mittelmeer rette. Au&szlig;erdem kooperiere die EU mit Nachbarstaaten, in denen Fl&uuml;chtlinge verhaftet oder gar gefoltert w&uuml;rden.<br>\nAmnesty International fordert f&uuml;r Schutzsuchende gefahrenfreie Fluchtwege in die EU.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/bericht-von-amnesty-international-die-unmenschliche-abschottung-der-festung-europa-1.2037632\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Als der Pyromane das Geschenk &ouml;ffnete und ein Feuerzeug erblickte<\/strong><br>\nDie Bef&uuml;rworter &raquo;der Drohne&laquo; reden sich jetzt damit heraus, dass sie nur als Schutz f&uuml;r die eigenen Soldaten gebraucht wird. Kampfeins&auml;tze oder gezielte Attentate w&uuml;rden mit ihr nicht geschehen. Sie wollen so einen vern&uuml;nftigen Einsatz dieser Technologie versprechen. Tun sie aber nicht. Denn wie besch&uuml;tzt man bitte Soldaten mit unbemannten Flugobjekten?<br>\nEine &raquo;zivile Nutzung&laquo; von Drohnen, die im Besitz einer Armee sind, gibt es nicht. Es gibt die zivile Nutzung von Zivilisten bei kleinen Drohnenmodellen. Nicht aber eine, die in Uniform steckt. Das Muster &raquo;Wir schicken mal eine Drohne los und gucken, ob die Luft rein ist&laquo; ist blanke Augenwischerei. Was h&auml;tte man davon, aus Gr&uuml;nden des Schutzes &raquo;nur mal zu schauen&laquo;? Sagt dann der Oberbefehlshaber Dinge wie: &raquo;Wir haben auf Fotos gesehen, dass da hinten Dschihadisten verschanzt sind. Also Leute, dorthin gehen wir nicht zum Brunnen ausheben. Verstanden?&laquo; Ist das der besondere Schutz, den die Drohne verspricht? Oder sagt er seinen Leuten: &raquo;Das B&ouml;se lauert dort dr&uuml;ben. Das hat uns die Drohne gezeigt. Jetzt haben wir sie. Auf jetzt ins Gefecht!&laquo; Dann m&uuml;sste man sich als logisch denkender Mensch mal so ganz nebenbei fragen: Warum schickt man dann nicht gleich die Drohne zum T&ouml;ten hin?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.de\/2014\/07\/als-der-pyromane-das-geschenk-offnete.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Orwell 2.0<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Unabh&auml;ngige US-Kommission erkl&auml;rte NSA-Sp&auml;hprogramm Prism f&uuml;r rechtm&auml;&szlig;ig<\/strong><br>\nEine in den USA eingesetzte unabh&auml;ngige Pr&uuml;fungskommission hat das NSA-Sp&auml;hprogramm &ldquo;Prism&rdquo; f&uuml;r rechtm&auml;&szlig;ig erkl&auml;rt. Dieses sei &ldquo;eindeutig durch das Gesetz gedeckt&rdquo;, schrieb die f&uuml;nfk&ouml;pfige Pr&uuml;fgruppe namens Privacy and Civil Liberties Oversight Board (PCLOB) in einem am Dienstag ver&ouml;ffentlichten 196-seitigen Bericht, der vom US-Kongress und Pr&auml;sident Barack Obama in Auftrag gegeben worden war.<br>\nWeiter hie&szlig; es, &ldquo;Prism&rdquo; habe sich &ldquo;bei den Bem&uuml;hungen des Staats im Kampf gegen den Terrorismus und in anderen geheimdienstlichen Bereichen als n&uuml;tzlich erwiesen&rdquo;.<br>\n&ldquo;Prism&rdquo; ist der Name des Programms des US-Geheimdiensts NSA, das als erstes enth&uuml;llt wurde und dadurch zu einer Art Synonym f&uuml;r den gesamten Skandal wurde. Es zielt auf die Serverdaten gro&szlig;er Internetkonzerne und sozialer Netzwerke und soll wie eine automatische Schnittstelle funktionieren, &uuml;ber die die NSA auf US-Servern gespeicherte Nutzerdaten anfordern kann, wenn entsprechende Beschl&uuml;sse geheim tagender US-Gerichte vorliegen. Diese erlauben aber wom&ouml;glich eine pauschale Dauer&uuml;berwachung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/2000002600441\/Unabhaengige-US-Kommission-erklaerteNSA-Spaehprogramm-Prism-fuer-rechtmaessig\">standard.at<\/a><\/li>\n<li><strong>XKeyscore analysiert und sabotiert<\/strong><br>\nDer angebliche Quellcode der Schn&uuml;ffel-Software XKeyscore kursiert im Netz. Es handelt sich dabei anscheinend um einen Ausschnitt der Filterregeln, um Tails- und Tor-Nutzer zu finden. Ein Forscher gibt Tipps, wie man das System gezielt &uuml;berfluten kann.<br>\nNDR und WDR haben den angeblichen Quellcode der Aussp&auml;h-Software XKeyscore ins Netz gestellt. Es handelt sich bei dem Auszug um Regels&auml;tze, die dazu dienen, bestimmte Datenpakete aus Netzwerktraffic herauszufiltern &ndash; n&auml;mlich jene von Internetnutzern, die sich f&uuml;r die Anonymisierungs-Tools Tor und Tails interessieren.<br>\nCode-Analyse<br>\nDer Sicherheitsforscher Robert Graham hat die Datei Zeile f&uuml;r Zeile analysiert. Er nimmt an, dass die NSA ein Deep-Packet-Inspection-Tool (DPI) wie Snort einsetzt, das die Beh&ouml;rde an seine Bed&uuml;rfnisse angepasst hat. In dem Code befindet sich unter anderem die folgende Zeile:<br>\n&ldquo;fingerprint(&lsquo;anonymizer\/tor\/torpoject_visit&rsquo;)=http_host(&lsquo;www.torproject.org&rsquo;) and not(xff_cc(&lsquo;US&rsquo; OR &lsquo;GB&rsquo; OR &lsquo;CA&rsquo; OR &lsquo;AU&rsquo; OR &lsquo;NZ&rsquo;));&rdquo;<br>\nDiese sorgt daf&uuml;r, dass beim Besuch der offiziellen Tor-Website der Trigger &ldquo;torpoject_visit&rdquo; ausgel&ouml;st wird &ndash; allerdings nur, wenn der Nutzer nicht aus einem der sogenannten Five-Eyes-Allianz stammt. Dar&uuml;ber hinaus fischt XKeyscore auch Pakete heraus, welche Verweise auf Seiten im Tor-Netz enthalten (.onion).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/XKeyscore-analysiert-und-sabotiert-2249628.html?wt_mc=nl.ho\">heise online<\/a><\/li>\n<li><strong>Bundesregierung muss sofort den Cyber-Dialog mit den USA abbrechen<\/strong><br>\nNach dem weiteren BND-Skandal, dass ein Mitarbeiter BND Informationen an einen amerikanischen Geheimdienst verkauft hat, muss es ganz grunds&auml;tzliche Konsequenzen geben. Es ist nicht nur hilflos, sondern eine unverantwortliche Verharmlosung, sich auf das Flehen nach Aufkl&auml;rung an die amerikanische Regierung und Institutionen zu beschr&auml;nken und darauf zu hoffen, dass die B&uuml;rger und die Medien schnell wieder vergessen werden.<br>\nDie amerikanische Regierung nimmt bewusst eine dauerhafte, tiefgehende Besch&auml;digung der deutsch-amerikanischen Beziehungen in Kauf. Diese ist l&auml;ngst eingetreten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/42\/42194\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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