{"id":22322,"date":"2014-07-10T08:41:39","date_gmt":"2014-07-10T06:41:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22322"},"modified":"2014-07-10T08:41:39","modified_gmt":"2014-07-10T06:41:39","slug":"hinweise-des-tages-2165","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22322","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert.<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22322#h01\">Peter Schaar: Privatsph&auml;re als Menschenrecht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22322#h02\">Rente mit 63 m&ouml;glicherweise verfassungswidrig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22322#h03\">Abw&auml;rtstrend ungebrochen &ndash; Analyse: Tarifbindung und Reichweite der betrieblichen Interessenvertretung gehen weiter zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22322#h04\">Klage gegen das BMAS wegen Weigerung Informationen zu den Rechtsvereinfachungen weiterzugeben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22322#h05\">Elf Millionen Euro f&uuml;r null Tage Arbeit bei Schaeffler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22322#h06\">Verfassungsrichter zweifeln an Erbschaftsteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22322#h07\">Die Gongos von Br&uuml;ssel &ndash; Schattenspiele sogenannter Nichtregierungsorganisationen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22322#h08\">Amerikanische Botschaft unterst&uuml;tzt Non-Profit-Organisationen mit 5000 &ndash; 20 000 Euro wenn sie sich f&uuml;r das Freihandelsabkommen engagieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22322#h09\">Kritik nach Freispr&uuml;chen der Ex-HSH-Vorst&auml;nde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22322#h10\">IMK: Sicherungsfonds f&uuml;r Bankenunion deutlich zu klein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22322#h11\">Der Super-Klick &ndash; Wie Hochfrequenzhandel funktioniert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22322#h12\">Staatlich finanzierter Neonazi und Kindersch&auml;nder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22322#h13\">Widerstand und Genozid: Der Krieg des Deutschen Reiches gegen die Herero (1904&ndash;1908)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22322#h14\">Kampfdrohnen der Zukunft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22322#h15\">&ldquo;Personen zu Terroristen erkl&auml;ren, die es noch nicht sind, damit sie es nicht werden&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22322#h16\">Willige Partner: Bundeswehr-Training gegen Piraten in Westafrika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22322#h17\">Irak &ndash; Chronik eines Staatszerfalls<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22322#h18\">Die Ukraine im Schraubstock &ndash; Der wirtschaftliche Hintergrund einer unsinnigen Ost-West-Konfrontation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22322#h19\">&bdquo;Ein Tag der Schande&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22322#h20\">100 Osnabr&uuml;cker blockieren Zugang zu Fl&uuml;chtlingsheim<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22322#h21\">&ldquo;Verklag&rsquo; mich doch!&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22322&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Peter Schaar: Privatsph&auml;re als Menschenrecht<\/strong><br>\nDie Umkehr zu einem verbesserten Schutz unserer Daten wird nicht von selbst kommen. Nur wenn die &Uuml;berwachung und die von ihr ausgehenden Gefahren st&auml;rker ins Blickfeld der &Ouml;ffentlichkeit und der politischen Debatte r&uuml;cken, werden sich die Kr&auml;fte, die f&uuml;r immer neue Instrumente zur Registrierung und Steuerung unseres Verhaltens eintreten, zur&uuml;ckdr&auml;ngen lassen. Das Ringen um den Datenschutz ist eine politische Auseinandersetzung. Das Recht steht nicht au&szlig;erhalb der Gesellschaft, es ist vielmehr Resultat &ndash; und zugleich Triebfeder der Entwicklung. Die Verfassungsgerichtsentscheidungen zur Volksz&auml;hlung, zur Rasterfahndung, zum gro&szlig;en Lauschangriff und zur Online-Durchsuchung sind das Ergebnis gesellschaftlichen Ringens um einen tragf&auml;higen Interessenausgleich zwischen Freiheit und Sicherheit und nicht blo&szlig; Ausdruck gelehrter Rechtsexegese.<br>\nHeute k&ouml;nnen wir beobachten, dass die Kr&auml;fte in der Zivilgesellschaft st&auml;rker werden, die die &Uuml;berwachung nicht mehr als Schicksal hinzunehmen bereit sind. Und auch das hermetische System geheimer &Uuml;berwachung, das seit 2001 errichtet wurde, zeigt die ersten Risse. Die auf Snowden zur&uuml;ckgehenden Ver&ouml;ffentlichungen haben die Fundamente dieses Geb&auml;udes ersch&uuml;ttert. Seine Grundmauern allerdings stehen nach wie vor. Der Kampf dagegen bleibt also weiter unabdingbar.<br>\nBei alledem darf derjenige nicht vergessen werden, dem wir die Kenntnis &uuml;ber die immensen Menschenrechtsverletzungen verdanken. Edward Snowden ist ein klassischer &bdquo;Whistleblower&ldquo;, also jemand, der laut pfeift, weil er mit Rechtsbr&uuml;chen und unmoralischem Handeln konfrontiert ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2014\/juli\/privatsphaere-als-menschenrecht\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Rente mit 63 m&ouml;glicherweise verfassungswidrig <\/strong><br>\n&hellip;die in letzter Minute aufgenommenen Ausnahmen bei der abschlagsfreien Rente ab 63 sind wahrscheinlich nicht mit dem Grundgesetz (GG) vereinbar. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestags, das der S&uuml;ddeutschen Zeitung &nbsp;vorliegt&hellip;<br>\nIn dem Gutachten, das der rentenpolitische Sprecher der Gr&uuml;nen, Markus Kurth, beantragt hatte, geht es nun um die Ausnahme von der Ausnahme: Wird die Arbeitslosigkeit in den entscheidenden zwei Jahren durch eine Insolvenz oder vollst&auml;ndige Gesch&auml;ftsaufgabe des Arbeitgebers verursacht, wird diese Phase bei den 45 Beitragsjahren ber&uuml;cksichtigt. Nach betriebsbedingten K&uuml;ndigungen gilt dies allerdings nicht. Genau dies d&uuml;rfte jedoch &ldquo;wohl gegen den allgemeinen Gleichheitsgrundsatz aus Art. 3, Abs. 1 GG versto&szlig;en&rdquo;, hei&szlig;t es in der juristischen Bewertung des Wissenschaftlichen&nbsp;Dienstes&hellip;<br>\nSo sei es problematisch, &ldquo;dass kaum zu ergr&uuml;nden sein d&uuml;rfte, wenn zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern missbr&auml;uchliche Absprachen &uuml;ber die Beendigung des Arbeitsverh&auml;ltnisses nach au&szlig;en als betriebsbedingte K&uuml;ndigungen&nbsp;wirken&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/rentenreform-rente-mit-moeglicherweise-verfassungswidrig-1.2036947\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Abw&auml;rtstrend ungebrochen &ndash; Analyse: Tarifbindung und Reichweite der betrieblichen Interessenvertretung gehen weiter zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDie Gewerkschaften haben sich zuletzt stabilisiert: Nach der IG Metall vermeldete im vergangenen Jahr auch ver.di erstmals steigende Mitgliederzahlen. Der Bedeutungsverlust organisierter Interessenvertretung von Besch&auml;ftigten ist damit allerdings nicht gestoppt. Das zeigt eine Analyse der Entwicklung der Tarifbindung und der Verbreitung von Betriebsr&auml;ten, die das Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit allj&auml;hrlich ver&ouml;ffentlicht. Demnach ist die Mitbestimmung sowohl auf tariflicher als auch auf Betriebs&shy;ebene weiter r&uuml;ckl&auml;ufig. &Uuml;ber einen l&auml;ngeren Zeitraum betrachtet sind die Zahlen dramatisch.<br>\n1996 galt in Westdeutschland noch f&uuml;r 70 Prozent der Besch&auml;ftigten ein Fl&auml;chentarifvertrag, im Osten f&uuml;r 56 Prozent. 2013 traf dies im Westen nur noch f&uuml;r gut die H&auml;lfte, im Osten f&uuml;r etwas mehr als ein Drittel zu. Wie die IAB-Wissenschaftler Peter Ellguth und Susanne Kohaut in den WSI-Mitteilungen berichten, ist die Tarifbindung auch im vergangenen Jahr weiter zur&uuml;ckgegangen &ndash; in beiden Landesteilen um jeweils einen Prozentpunkt. Und das trotz einer stabilen wirtschaftlichen Situation und sogenannten Organizing-Kampagnen der Gewerkschaften, also gezielten Ma&szlig;nahmen zur Mitgliedergewinnung.<br>\nDie Unterschiede sind nicht nur in Ost und West sehr gro&szlig;, sondern auch zwischen den einzelnen Wirtschaftszweigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2014\/07-08\/052.php\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>Dazu: F&uuml;r jeden zweiten Besch&auml;ftigten gilt ein Branchentarifvertrag<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140710_hwt_01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140710_hwt_01_small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/aktuell\/2014\/Tarifbindung_2013.pdf\">IAB [PDF &ndash; 188 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Klage gegen das BMAS wegen Weigerung Informationen zu den Rechtsvereinfachungen weiterzugeben<\/strong><br>\nDer Vorsitzender des Erwerbslosenverein Tacheles verklagt das Bundesarbeitsministerium auf Herausgabe von Informationen zu den geplanten &Auml;nderungen des Zweiten Sozialgesetzbuches (SGB II). Bundesregierung will Rechtsversch&auml;rfungen bei den Hartz IV-Gesetzen unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit vorbereiten und damit faktisch das Informationsfreiheitsgesetz au&szlig;er Kraft setzen. (&hellip;)<br>\nAnhand der Vorschl&auml;ge der Arbeitsgruppe soll bis Ende dieses Jahres ein Gesetzesentwurf vorgelegt und n&auml;chstes Jahr beschlossen werden.<br>\nHarald Thom&eacute;, Vorsitzender des Erwerbslosenvereins Tacheles, hat am 15. Dezember 2013 einen Antrag auf Weitergabe aller im Bundesarbeitsministerium (BMAS) vorhandenen Informationen zu den geplanten Rechts&auml;nderungen im SGB II gestellt. Nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) hat jeder B&uuml;rger Anspruch auf Herausgabe von in Bundesbeh&ouml;rden vorhandenen Informationen.  Diesen Informationsanspruch verweigert das BMAS und f&uuml;hrt aus, dass damit die geheime Diskussion &uuml;ber die geplanten Rechts&auml;nderungen gest&ouml;rt werden k&ouml;nnte.<br>\nThom&eacute; ist allerdings der Meinung, dass es bei Gesetzes&auml;nderungen keinen Geheimhaltungsanspruch der Regierung gibt. &bdquo;Staatliches Handeln muss f&uuml;r B&uuml;rger\/innen, NGO, Wohlfahrts- und Sozialverb&auml;nde, aber auch f&uuml;r die Parteien und eine politisch interessierte und kritische &Ouml;ffentlichkeit transparent sein. Denn nur so sind rechtlich bedenkliche und m&ouml;glicherweise verfassungswidrige Pl&auml;ne im Vorfeld erkennbar und angreifbar&ldquo;, f&uuml;hrt Thom&eacute; seinen Informationsanspruch aus.<br>\nTrotz umfangreicher Begr&uuml;ndung wurde das Informationsbegehren vom BMAS mit Bescheid vom 26.05.2014 abgelehnt. Gegen den Ablehnungsbescheid hat Thom&eacute; stellvertretend f&uuml;r die interessierte &Ouml;ffentlichkeit mit Datum vom 25.06.2014 Klage eingereicht.<br>\n&bdquo;Mit der Klage soll die intransparente und undemokratische Verfahrensweise des BMAS thematisiert und wenigstens f&uuml;r die Zukunft festgestellt werden, dass die Regierung keinen Anspruch auf Geheimhaltung im Vorfeld von Gesetzesvorhaben hat&ldquo;, fasst Thom&eacute; das Motiv der Klage zusammen. Er k&uuml;ndigt ferner an, dass er die Klage durch alle Instanzen verfolgen m&ouml;chte. &bdquo;Denn es kann nicht sein, dass die &ouml;ffentliche Debatte im Vorfeld gravierender Rechts&auml;nderungen mit allen Mitteln verhindert werden soll&ldquo;, so Thom&eacute;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/tacheles-sozialhilfe.de\/startseite\/aktuelles\/d\/n\/1681\/\">Tacheles e.V.<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Elf Millionen Euro f&uuml;r null Tage Arbeit bei Schaeffler<\/strong><br>\nW&auml;hrend sich die Parteien in Deutschland bis zuletzt um den Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde zankten und Wirtschaftsverb&auml;nde dagegen Sturm liefen, zeigt ein Vorgang beim Autozulieferer Schaeffler, wie die Kohle in oberen Etagen gro&szlig;er Unternehmen zum Teil verpulvert wird. So bekommt der Beinahe-Chef Klaus Deller des fr&auml;nkischen Konzerns &ndash; sozusagen f&uuml;r null Tage Arbeit! &ndash; elf Millionen Euro. Eine Summe, f&uuml;r die ein normaler Arbeitnehmer mit einem Jahresgehalt von 50.000 Euro 220 Jahre lang schuften m&uuml;sste.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.t-online.de\/wirtschaft\/jobs\/loehne-gehaelter\/id_70096020\/autozulieferer-schaeffler-elf-millionen-euro-fuer-null-tage-arbeit.html\">T-Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Verfassungsrichter zweifeln an Erbschaftsteuer <\/strong><br>\nDie Erbschaftsteuer birgt zu viele Schlupfl&ouml;cher f&uuml;r Unternehmen, moniert das Bundesverfassungsgericht. Es sieht so aus, als k&ouml;nne Karlsruhe das Gesetz in Teilen kippen. Aber was kommt dann?..<br>\nReinhard Gaier fragte, warum die vielen Verg&uuml;nstigungen der Erbschaftsteuer eigentlich auch auf gro&szlig;e Aktiengesellschaften mit einzelnen Gro&szlig;aktion&auml;ren anwendbar seien &ndash; wo doch das erkl&auml;rte Ziel des Gesetzgebers die F&ouml;rderung von Familienunternehmen gewesen sei. Ferdinand Kirchhof, Vizepr&auml;sident des Gerichts, wollte wissen: Ist eine gesetzliche Vorschrift noch zu halten, wenn sie gleichsam zur &ldquo;Gestaltung&rdquo; einlade &ndash; also zur legalen Umgehung der Steuerpflicht, und zwar ohne eine Herde von Steueranw&auml;lten einzuschalten. Und Johannes Masing erkundigte sich nach der Rechtfertigung f&uuml;r die Steuerprivilegien &ndash; die ja umso nachdr&uuml;cklicher ausfallen m&uuml;sse, je umfangreicher die Verg&uuml;nstigungen&nbsp;seien.<br>\nVerfassungsrechtlich heikel sind dabei nicht die Entlastungen selbst, sondern eine m&ouml;gliche Ungleichbehandlung, wie der zust&auml;ndige Berichterstatter Michael Eichberger gleich zu Beginn anklingen lie&szlig;: Die Frage sei, ob eine weitgehende Beg&uuml;nstigung der Unternehmen die Erben anderer, nicht in Betrieben konzentrierten Verm&ouml;gen benachteilige &ndash; hoher Verm&ouml;gen, wohlgemerkt, denn das normale Eigenheim ist ohnehin von den Freibetr&auml;gen&nbsp;abgedeckt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/karlsruhe-verfassungsrichter-zweifeln-an-erbschaftssteuer-1.2036401\">SZ<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es kann also so kommen, wie bei der Verm&ouml;genssteuer, auch da stellte das Verfassungsgericht eine Ungleichbehandlung von Geld- und Immobilienverm&ouml;gen fest und hat das zugrundeliegende Gesetz f&uuml;r verfassungswidrig erkl&auml;rt. Statt dass der Gesetzgeber das Gesetz an die Rechtsprechung angepasst hat, hat er gar nichts unternommen, so dass das Gesetz au&szlig;er Kraft ist. Genauso k&ouml;nnte es auch bei der Erbschaftssteuer kommen. Das Gericht erkl&auml;rt die Ungleichbehandlung f&uuml;r verfassungswidrig, d.h.  ung&uuml;ltig und der Gesetzgeber tut nichts, um das Gesetz an die Rechtsprechung anzupassen. Siehe <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=22310\">Jens Berger &bdquo;Irrungen, Wirrungen, Erbschaftssteuer&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Gongos von Br&uuml;ssel &ndash; Schattenspiele sogenannter Nichtregierungsorganisationen<\/strong><br>\nNach monatelangen Geheimverhandlungen versprach die Europ&auml;ische Kommission Ende M&auml;rz, den Mauscheleien um das Transatlantische Freihandelsabkommen Tafta\/TTIP ein Ende zu setzen. Man gelobte Transparenz, die vor allem durch &ldquo;&ouml;ffentliche Konsultationen&rdquo;1 hergestellt werden solle. &Uuml;ber eine Website, auf der jeder seine Meinung &auml;u&szlig;ern kann, wurden die B&uuml;rger Europas in zwanzig Sprachen aufgefordert, sich bis zum 6. Juli 2014 auf einem Fragebogen zu zw&ouml;lf Themenbereichen des Abkommens, das gegenw&auml;rtig verhandelt wird, zu &auml;u&szlig;ern.<br>\nDie Konsultation rief wenig Begeisterung hervor. Sie betrifft n&auml;mlich nur einen Bereich des Abkommens, n&auml;mlich den &ldquo;Investorenschutz&rdquo; und das Investor State Dispute Settlement (ISDS), ein Rechtsinstrument zur Beilegung von Streitf&auml;llen zwischen Staaten und ausl&auml;ndischen Investoren.(2) Zudem beziehen sich die Fragen, die zu beantworten sind, lediglich auf technische Einzelheiten. Widerspruch gegen Freihandel, gegen Privatisierungen oder TTIP selbst ist nicht vorgesehen.(3) Es sei eher die Karikatur einer Konsultation, die einem undemokratischen Prozess einen demokratischen Anstrich verleihen soll, meinte dazu die franz&ouml;sische Attac&hellip;<br>\nKaum war die Anwesenheit der NGOs institutionalisiert, drohte bereits ihre Vereinnahmung. Schon 2008 warnte der Vizepr&auml;sident der Europ&auml;ischen Kommission, Siim Kallas, vor &ldquo;falschen NGOs&rdquo;. Die Regierungen delegieren seit vielen Jahren einen Teil ihrer Arbeit an Organisationen, die von ihnen finanziert werden und diskret ihre Interessen vertreten&hellip;<br>\nEs gibt noch andere Formen der Tarnung, wie zum Beispiel Astroturfing&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2014\/07\/11.mondeText1.artikel,a0054.idx,19\">Le Monde diplomatique<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Amerikanische Botschaft unterst&uuml;tzt Non-Profit-Organisationen mit 5000 &ndash; 20 000 Euro wenn sie sich f&uuml;r das Freihandelsabkommen engagieren<\/strong><br>\nSupport U.S.-EU free trade? The embassy in Berlin wants you!<br>\nSome folks in Europe &mdash; farmers, consumer groups, enviros, privacy advocates and others &mdash; have strongly opposed  the U.S.-EU Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP) that&rsquo;s now being negotiated.<br>\nSo the U.S. embassy in Berlin is enlisting treaty-supporting Germans &mdash; even offering cold, hard cash.  That&rsquo;s right, the embassy&rsquo;s public affairs section has launched project &ldquo;T-TIP: Get Informed! Get Involved.&rdquo; The section is &ldquo;soliciting proposals&rdquo; and offering grants of between $5,000 and $20,000 to German non-profits, &ldquo;non-governmental organizations, think tanks and academic institutions&rdquo; to get out the real &ldquo;facts and figures&rdquo; and to &ldquo;combat misinformation.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.washingtonpost.com\/blogs\/in-the-loop\/wp\/2014\/06\/17\/support-u-s-eu-free-trade-the-embassy-in-berlin-wants-you\">The Washington Post<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kritik nach Freispr&uuml;chen der Ex-HSH-Vorst&auml;nde<\/strong><br>\n&Uuml;berraschendes Urteil: Das Hamburger Landgericht hat heute Vormittag die sechs ehemaligen Vorstandsmitglieder der HSH Nordbank freigesprochen. Unter anderem war dem fr&uuml;heren Finanzchef Dirk Jens Nonnenmacher und Ex-Chef Hans Berger Untreue in einem besonders schweren Fall vorgeworfen worden. Zudem waren der fr&uuml;here Kapitalmarkt-Vorstand Jochen Friedrich und Nonnenmacher wegen Bilanzf&auml;lschung angeklagt. Die Staatsanwaltschaft kann gegen das Urteil Revision beim Bundesgerichtshof einlegen&hellip;<br>\nIn der Urteilsbegr&uuml;ndung hei&szlig;t es, die Angeklagten h&auml;tten ihre Pflichten nicht vors&auml;tzlich verletzt, als sie in Zeiten der aufziehenden Finanzkrise per Eilentscheid eine umstrittene Transaktion beschlossen. Fehlentscheidungen der Angeklagten h&auml;tten nicht die &ldquo;Grauzone in Richtung Strafbarkeit&rdquo; &uuml;berschritten, sagte der Vorsitzende Richter Marc Tully.<br>\n&bdquo;Wir betreten hier juristisches Neuland&rdquo;, hatte Richter Tully zu Beginn des Prozesses erkl&auml;rt. Erstmals wurde ein spekulatives Finanzgesch&auml;ft einer deutschen Bank in der Finanzkrise vor einem Strafgericht verhandelt. Der Prozess sollte kl&auml;ren, wie weit die Verantwortung der Vorst&auml;nde reicht, ob sie mit Vorsatz fremdes Verm&ouml;gen veruntreut und grob pflichtwidrig gehandelt haben.<br>\nDass die ehemaligen Vorstandsmitglieder mit den riskanten Gesch&auml;ften durchaus ihre Pflichten verletzt haben, sieht das Gericht trotz des Freispruchs. Die Manager seien bei ihrer Unterschrift unter die mangelhafte Kreditvorlage unzureichend informiert gewesen &ndash; &ldquo;und zwar sowohl formell wie auch sachlich-inhaltlich&rdquo;.<br>\n&Ouml;konom Carl-Christian Freidank von der Universit&auml;t Hamburg sch&auml;tzte den Freispruch im Gespr&auml;ch mit NDR Info als &uuml;berraschend ein. &ldquo;Offensichtlich konnte sich der Richter nicht durchringen, hier einen Vorsatztatbestand zu sehen, sondern nur einen Fahrl&auml;ssigkeitstatbestand. Damit war die Untreueunterstellung vom Tisch.&rdquo; Freidank zufolge ist das vom Urteil ausgehende Signal nicht gut f&uuml;r die deutsche und internationale Corporate Governance, die Grunds&auml;tze der Unternehmensf&uuml;hrung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/Urteil-im-HSH-Prozess-Vorstand-freigesprochen,hshnordbank684.html\">NDR.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Siehe dazu: Jens Berger, &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=18132\">HSH-Nordbank-Prozess &ndash; nur die Spitze des Eisbergs<\/a>&ldquo;.   Der von den HSH-Nordbank-Managern eingef&auml;delte Omega Deal bescherte der Bank &ndash; und schlussendlich dem Steuerzahler &ndash; einen Verlust von rund 500 Millionen Euro und dieser Deal war nur die Spitze des Eisbergs.<\/em><br>\n<em>Zur Krisengeschichte der HSH Nordbank siehe <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/hshnordbank188.html\">Tagesschau.de<\/a>.<\/em><br>\n<em>Es habe sich nicht um &bdquo;gravierende und evidente Pflichtverletzungen&ldquo; gehandelt. Wenn sich Bankvorst&auml;nde sich bei Entscheidungen in dreistelliger Millionenh&ouml;he &bdquo;unzureichend&ldquo;  &ndash; wie das Gericht feststellte &ndash; informiert haben, dann ist das keine strafrechtlich relevante Pflichtverletzung. Dieses Urteil st&auml;rkt den Zockern den R&uuml;cken, sie brauchen sich nur nicht zureichend informieren, dann k&ouml;nnen sie sich dem Strafrecht entziehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>IMK: Sicherungsfonds f&uuml;r Bankenunion deutlich zu klein<\/strong><br>\nDie Bankenunion soll den europ&auml;ischen Finanzsektor sicherer machen. Die geplanten Sicherungsfonds sind allerdings deutlich zu klein. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung&hellip;<br>\nDie Bankenunion werde aus drei Komponenten bestehen, erl&auml;utern die &Ouml;konomen. Zum einen ist ein einheitlicher Aufsichtsmechanismus geplant. Die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) wird nach derzeitigem Stand 128 &ldquo;bedeutende&rdquo; Banken der Eurol&auml;nder &uuml;berwachen. Im Oktober 2013 wurde bereits eine umfassende &Uuml;berpr&uuml;fung der Bankbilanzen gestartet, um einen reibungslosen Einstieg in die Bankenunion zu gew&auml;hrleisten.<br>\nEin einheitlicher Abwicklungsmechanismus soll der EZB oder nationalen &Uuml;berwachungsbeh&ouml;rden Eingriffe erm&ouml;glichen, wenn Banken in Schwierigkeiten geraten. Die Aufpasser k&ouml;nnen &uuml;berschuldete Institute beispielsweise zwingen, Gesch&auml;ftsbereiche zu ver&auml;u&szlig;ern. Oder sie k&ouml;nnen anordnen, dass Anteilseigner oder Gl&auml;ubiger sich an einer Rekapitalisierung beteiligen. Falls diese Instrumente nicht ausreichen, soll ein Abwicklungsfonds bereitstehen, dessen Verm&ouml;gen die Banken selbst aufbringen m&uuml;ssen. Daf&uuml;r sollen sie abh&auml;ngig von ihrer Gr&ouml;&szlig;e und ihrem Gesch&auml;ftsrisiko Abgaben leisten. Bis 2023 soll der Fonds ein Gesamtvolumen von 55 Milliarden Euro erreichen.<br>\nEine einheitliche Einlagensicherung haben die EU-Staaten bereits 1994 eingef&uuml;hrt. Im Rahmen der Bankenunion sind auch weiterhin nationale Fonds vorgesehen, um Summen bis 100.000 Euro pro Kunde und Institut abzusichern. Daf&uuml;r sollen bis 2024 &uuml;ber Bankenabgaben Mittel in H&ouml;he von 0,8 Prozent der versicherten Einlagen zusammenkommen.<br>\nDie IMK-Wissenschaftler sehen die Bankenunion zwar als Schritt in die richtige Richtung, weisen aber auf einige Probleme hin. Besonders die derzeit laufende Bewertung von Bankbilanzen k&ouml;nnte sich nach ihrer Einsch&auml;tzung als &ldquo;offene Flanke&rdquo; erweisen. Klarheit &uuml;ber Altlasten sei eine zentrale Voraussetzung f&uuml;r das Gelingen der Bankenunion. Die Bestandsaufnahme d&uuml;rfe also auf keinen Fall politisch weichgesp&uuml;lt werden. F&uuml;r den Fall, dass Schieflagen offenbar werden, w&auml;re mit zus&auml;tzlichem Finanzierungsbedarf zu rechnen. Das IMK empfiehlt daher, einen zus&auml;tzlichen Sonderfonds f&uuml;r Altlasten durch eine gesamteurop&auml;ische Bankenabgabe zu finanzieren. Die H&ouml;he der Abgabe sollte gr&ouml;&szlig;enabh&auml;ngig und so bemessen sein, dass Gro&szlig;banken langfristig Verm&ouml;genswerte ver&auml;u&szlig;ern und damit schrumpfen m&uuml;ssen. Das systemische Risiko durch Banken, die &ldquo;too big to fail&rdquo; sind, k&ouml;nne so begrenzt werden. In diesem Zusammenhang w&auml;ren zudem effektive Grenzen f&uuml;r Schulden und f&uuml;r die Gesch&auml;ftst&auml;tigkeit sinnvoll.<br>\nAm Abwicklungsmechanismus kritisieren Lindner, Soemer und Theobald vor allem das Volumen des geplanten Fonds. Schon die Krise einer einzigen Gro&szlig;bank k&ouml;nnte die vorgesehenen 55 Milliarden Euro aufzehren: Die maximal m&ouml;gliche Hilfe in H&ouml;he von 5 Prozent der Bilanzsumme w&uuml;rde selbst nach einer vorgesehenen Beteiligung der Gl&auml;ubiger (Bail-In) allein bei der Deutschen Bank 74 Milliarden Euro betragen. Und dabei seien die Folgewirkungen noch gar nicht eingerechnet, warnen die Autoren. Auch ein Vergleich mit den Vorschriften f&uuml;r amerikanische Banken deute auf eine zu geringe Ausstattung hin: Abwicklungsfonds und Einlagensicherungsfonds zusammen entspr&auml;chen in Europa nur 1,8 Prozent der versicherten Gelder, in den USA seien es dagegen 2 Prozent.<br>\nAuch was die Befugnisse der &Uuml;berwacher bei Schieflagen angeht, st&uuml;nden die USA besser da: Die amerikanischen Beh&ouml;rden h&auml;tten bei bestimmten Problemlagen ausdr&uuml;cklich das Recht, Dividenden oder Managergeh&auml;lter zu k&uuml;rzen oder Zahlungen an Gl&auml;ubiger zu stoppen. Eine vergleichbare Konkretisierung der Eingriffsrechte fehle bislang im Regelwerk der Bankenunion.<br>\n*Fabian Lindner, Nicolas Soemer, Thomas Theobald: Chancen und Risiken der Europ&auml;ischen Bankenunion<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_pb_4_2014.pdf\">IMK Policy Brief, Mai 2014. Download<\/a>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/140710_hwt_02.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/hbs_showpicture.htm?id=50367&amp;chunk=1\">Infografik zum Download im B&ouml;ckler Impuls 12\/2014<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Der Super-Klick &ndash; Wie Hochfrequenzhandel funktioniert <\/strong><br>\nMit dem Flash Crash von 2010 geriet der Hochfrequenzhandel erstmals ins Scheinwerferlicht der &Ouml;ffentlichkeit. Diese neue Art des Aktienhandels war derma&szlig;en angewachsen, dass der Aktienhandels zum Gro&szlig;teil nicht mehr von Menschen abgewickelt wurde, die mit anderen K&auml;ufe und Verk&auml;ufe vereinbarten, sondern von Computern ganz ohne menschliche Beteiligung (von deren Programmierung einmal abgesehen). 2008 geschahen bereits 65 Prozent der Transaktionen an den Wertpapierb&ouml;rsen der USA auf diese Weise. Die Kauf- und Verkaufsorders von leibhaftigen Maklern machten nur ein Drittel der B&ouml;rsenums&auml;tze aus.<br>\nDie Computer vollzogen (und vollziehen) die Transaktionen innerhalb von Tausendstelsekunden, wobei sie winzige Preisdiskrepanzen ausnutzten, um einen garantierten Profit zu erzielen. &Uuml;ber die genauen Details wusste kaum jemand Bescheid &ndash; das hei&szlig;t: nur die Leute, die damit viel Geld verdienten und allen Grund hatten, ihre Kenntnisse f&uuml;r sich zu behalten.<br>\nDer Faktor Geschwindigkeit ist so entscheidend, weil die neuen Finanztechniken ganz gezielt winzigste, nur f&uuml;r Bruchteile von Sekunden existierende Preisdifferenzen ausnutzen &ndash; und nicht nur ausnutzen, sondern gelegentlich auch erzeugen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2014\/07\/11.archivhome\">Le Monde diplomatique<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Staatlich finanzierter Neonazi und Kindersch&auml;nder<\/strong><br>\nEin ganz spezieller Vertreter der Neonaziszene soll in der kommenden Woche im Prozess gegen Beate Zsch&auml;pe vor dem M&uuml;nchner Oberlandesgericht aussagen. Tino Brandt arbeitete jahrelang als gut dotierter V-Mann des Verfassungschutzes und zugleich als Zuh&auml;lter in der Kinder-Sex-Szene.<br>\nAm 15. Juli soll der ehemalige th&uuml;ringische Neonazif&uuml;hrer und NPD-Spitzenfunktion&auml;r Tino Brandt als Zeuge beim NSU-Prozess in M&uuml;nchen aussagen. Brandt (Jahrgang 1975) war in den 90er-Jahren und um die Jahrtausendwende die Schl&uuml;sselfigur des Th&uuml;ringischen Heimatschutzes (THS), aus dem der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) hervorging. Zeitgleich stand der Hardcore-Neonazi als V-Mann in Diensten des aufgrund seiner zahlreichen Skandale ber&uuml;chtigten Th&uuml;ringischen Landesamts f&uuml;r Verfassungsschutz (TLfV). Im Auftrag des Inlandsgeheimdiensts suchte der Spitzel Kontakt zu dem seit Ende Januar 1998 fl&uuml;chtigen Jenaer NSU-&ldquo;Trio&rdquo;. Seit Ende Juni sitzt Brandt in Untersuchungshaft. Ihm wird vorgeworfen, einen minderj&auml;hrigen Knaben sexuell missbraucht und sp&auml;ter an Freier vermittelt zu haben.&nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/171\/staatlich-finanzierter-neonazi-und-kinderschaender-2315.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Auch in dieser Woche wieder interessante Beitr&auml;ge in Kontext:Wochenzeitung  u.a.:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>Volles Rohr gegen H&auml;u&szlig;ler:<\/strong> Im Wasserwerferprozess vor dem Stuttgarter Landgericht r&uuml;ckt ein alter Bekannter in den Mittelpunkt. Ex-Oberstaatsanwalt Bernhard H&auml;u&szlig;ler erweist sich immer mehr als Mastermind des Einsatzes im Schlossgarten. <\/em><\/li>\n<li><em><strong>Die Macht und wir:<\/strong> Peter Grohmann und Gangolf Stocker: Der eine erh&auml;lt Morddrohungen und die Staatsanwaltschaft schweigt. Den anderen verfolgt die Justiz unerbittlich, als Versammlungsleiter von S-21-Demonstrationen. Wie passt das zusammen?<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Der Konkursverwalter:<\/strong> Er sollte retten, was nicht mehr zu retten war. Prinz Max von Baden wollte ein ehrenhaftes Kriegsende und wurde stattdessen zum Abwickler der deutschen Monarchie. Teil XIII unserer Serie &ldquo;Der Weltkrieg im S&uuml;dwesten&rdquo;.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Der Acker muss weg:<\/strong> Lahr will 2018 eine Landesgartenschau ausrichten. Dazu fehlt ihr allerdings noch der Acker von Werner Grafm&uuml;ller. Der Pension&auml;r will nicht verkaufen. Jetzt droht ihm die Zwangsenteignung. Eine Premiere im S&uuml;dwesten.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Der Pseudo-Joschka Fischer von Heidelberg:<\/strong> Heidelberg war einst eine Metropole der 68er. Marx, Mao, Lenin oder Bakunin standen bei den Studenten-Rebellen hoch im Kurs. Unter ihnen war Michael Buselmeier, der heute ein Konservativer ist. <\/em><\/li>\n<li><em><strong>Der Berg, den sie Menschenfresser nannten:<\/strong> Zu Tausenden sind Deutsche und Franzosen im Ersten Weltkrieg am Hartmannweilerkopf elendiglich krepiert. Der hohe Blutzoll verschaffte dem Berg den Namen &ldquo;Menschenfresser&rdquo;. Eine filmische Schaub&uuml;hne.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Kontext-Wetterer<\/strong> Peter Grohmann begibt sich voll in den Fu&szlig;ball-Wahnsinn.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em><strong>Kontext:Wochenzeitung am Samstag als Beilage zur taz<\/strong><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Widerstand und Genozid: Der Krieg des Deutschen Reiches gegen die Herero (1904&ndash;1908)<\/strong><br>\nJ&uuml;rgen Zimmerer<br>\nEntgegen weit verbreiteter Annahmen, wie man sie auch im Zuge des hundertj&auml;hrigen Gedenkens an den Beginn des Ersten Weltkrieges gerade immer wieder lesen und h&ouml;ren kann, waren die Jahrzehnte vor 1914 keine Friedenszeit, das Deutsche Kaiserreich keine Friedensmacht. Seit der Gr&uuml;ndung eigener Kolonien in den Jahren 1884\/1885 wurden immer wieder koloniale Kriege ausgefochten, da die Schutzgebiete meist m&uuml;hsam milit&auml;risch erobert und lokaler Widerstand gegen die Fremdherrschaft von Anfang an mit milit&auml;rischer Gewalt gebrochen werden musste.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/apuz\/186874\/widerstand-und-genozid-der-krieg-des-deutschen-reiches-gegen-die-herero?p=all\">Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Kampfdrohnen der Zukunft<\/strong><br>\nBewaffnete Drohnen sind Teil einer radikalen Ver&auml;nderung des Milit&auml;rischen. Die meisten Bef&uuml;rworter untersch&auml;tzen das dramatisch.<br>\nDie Debatte &uuml;ber &ldquo;bewaffnungsf&auml;hige&rdquo; Drohnen hat mit dem klaren Ja zur Beschaffung von Verteidigungsministerin von der Leyen vor dem Bundestag am vergangenen Mittwoch einen vorl&auml;ufigen H&ouml;hepunkt erreicht. Alles ging pl&ouml;tzlich sehr schnell. Nur zwei Tage zuvor hatte der Verteidigungsausschuss zum ersten Mal Experten &ndash; darunter auch mich &ndash; in eine &ouml;ffentliche Sitzung eingeladen, um Argumente zu h&ouml;ren und zu bewerten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2014%2F07%2F08%2Fa0103&amp;cHash=0c8516cf4a0b3efdf5e46e7040a56f3b\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&ldquo;Personen zu Terroristen erkl&auml;ren, die es noch nicht sind, damit sie es nicht werden&rdquo;<\/strong><br>\nFrankreichs Regierung plant Gesetzesversch&auml;rfungen, um Anschl&auml;ge von Heimkehrern aus dem Dschihad in Syrien zu verhindern<br>\nWirtschaftspolitisch kommt die sozialdemokratische Regierung in Frankreich nicht in Tritt, es hagelt Kritik von allen Seiten, auch innerhalb des PS gibt es Streit. So will man sich sicherheitspolitisch keine Bl&ouml;&szlig;e geben. Laut Le Monde kursiert derzeit ein Gesetzesentwurf aus dem Innenministerium, der sich insbesondere mit der Gefahr der R&uuml;ckkehrer aus der Dschihad-Kampfzone Syrien befasst. Die Ma&szlig;nahmen, die dort vorgeschlagen werden, gehen sehr weit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/42\/42207\/1.html\">Teleposis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Willige Partner: Bundeswehr-Training gegen Piraten in Westafrika<\/strong><br>\nDie Bundeswehr wertet zur Zeit ihre Operationen in Westafrika aus. Im Fokus steht die erstmalige Beteiligung der deutschen Kriegsmarine an dem Man&ouml;ver &ldquo;Obangame Express&rdquo; im Golf von Guinea. Deutschland stellte f&uuml;r die von der US-Armee organisierte multinationale &Uuml;bung den gr&ouml;&szlig;ten au&szlig;erafrikanischen Flottenverband. Ziel war es, die Seestreitkr&auml;fte der Anrainerstaaten in der Bek&auml;mpfung von Piraten, Aufst&auml;ndischen und Schmugglern zu schulen. Dabei kamen auch Ausbilder des neu formierten &ldquo;Seebataillons&rdquo; der Bundeswehr zum Einsatz. Die Truppe ist auf das Entern fremder Schiffe (&ldquo;Boarding&rdquo;) spezialisiert; ihre Angeh&ouml;rigen verf&uuml;gen &uuml;ber umfangreiche Kampferfahrung. Entsprechend hart wurde trainiert: Die &Uuml;bung beinhaltete unter anderem, den nicht kooperationsbereiten Besatzungsmitgliedern der geenterten Schiffe mit ihrer sofortigen Erschie&szlig;ung zu drohen. Gleichzeitig hatte das Man&ouml;ver der deutschen Kriegsmarine zufolge eine &ldquo;logistische Dimension&rdquo;. Geprobt wurde die Versorgung maritimer Kampfverb&auml;nde mit Treibstoff und Lebensmitteln auf hoher See &ndash; zur Steigerung der &ldquo;Durchhaltef&auml;higkeit&rdquo; in ausl&auml;ndischen Gew&auml;ssern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58910\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Irak &ndash; Chronik eines Staatszerfalls<\/strong><br>\nDer Vormarsch der Isis-K&auml;mpfer ist der Anfang vom Ende des Staates Irak. Und die Quittung f&uuml;r das fatale Vers&auml;umnis der Regierung Maliki, die nichtschiitische Bev&ouml;lkerung in das Staatsgebilde nach dem Zusammenbruch des Baath-Regimes zu integrieren.<br>\nDer Aufstieg einer dschihadistischen sunnitischen Kraft im Nordwesten des Irak ist eine spektakul&auml;re Entwicklung &ndash; im wahrsten Sinne des Wortes. Aber sie zeigt auch, welch &uuml;ble Posse die Regierung in Bagdad lange aufzuf&uuml;hren pflegte: Jedes Mal, wenn der terroristische B&ouml;sewicht, der im Irak sozusagen st&auml;ndig im Schrank sitzt, auf die B&uuml;hne sprang, tat Ministerpr&auml;sident Nuri al-Maliki &uuml;berrascht. Dann schrie er Zeter und Mordio und rief seine Freunde zu Hilfe, die den &Uuml;belt&auml;ter wieder aus dem Haus schaffen sollten. Dabei war er es selbst gewesen, der den Dschihadisten die T&uuml;r ge&ouml;ffnet und sie stark gemacht hat. Seine Freunde wussten das auch, vorneweg die Iraner. Weil diese aber wiederum ein eigenes Interesse bei diesem Spiel verfolgten, haben sie stets mitgemacht, w&auml;hrend sich f&uuml;r ihren Mann Maliki mit dem Terror eine willkommene M&ouml;glichkeit bot, die eigenen Fehler zu verschleiern.<br>\nDen sunnitischen Dschihadisten, die unter dem Namen Islamischer Staat im Irak und in (Gro&szlig;-)Syrien, abgek&uuml;rzt Isis,(1) operieren, ist es im Juni 2014 gelungen, mit Mossul die (je nach der zitierten Statistik) zweit- oder drittgr&ouml;&szlig;te Stadt des Irak fast kampflos einzunehmen. In dem Tempo, in dem sich der irakische Sicherheitsapparat aufl&ouml;ste, fielen weitere St&auml;dte in dieser vorwiegend von Sunniten bewohnten Region. Die irakische Armee lie&szlig; viel Ger&auml;t zur&uuml;ck, darunter von den USA gelieferte Milit&auml;rfahrzeuge, zudem machten die Dschihadisten zahlreiche Gefangene, die meist willk&uuml;rlich inhaftiert wurden, und auch sonst reiche Beute: zum Beispiel fast eine halbe Milliarde US-Dollar, die sich in einer Au&szlig;enstelle der irakischen Zentralbank fanden. Inzwischen haben sich weniger radikale bewaffnete Gruppen Isis angeschlossen, die einen &ndash; vermutlich &uuml;bertrieben &ndash; gro&szlig;en Anteil an deren Erfolg f&uuml;r sich reklamieren. Unter den Einwohnern, die nicht geflohen sind, feiern einige den Vormarsch von Isis als &bdquo;Befreiung&ldquo;, als &bdquo;Aufstand&ldquo; oder sogar als &bdquo;Revolution&ldquo;&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/.search?ik=1&amp;mode=erw&amp;tid=2014%2F07%2F11%2Fa0006&amp;ListView=0&amp;sort=3&amp;tx=Irak&amp;qu=MONDE\">Le Monde diplomatique<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die Ukraine im Schraubstock &ndash; Der wirtschaftliche Hintergrund einer unsinnigen Ost-West-Konfrontation<\/strong><br>\nDie politische Krise in der Ukraine l&auml;sst sich auch als ein dramatisches Resultat einer finanziellen Krise begreifen, die sich in den letzten Monaten des Jahres 2013 zuspitzte. Begonnen hatte sie bereits im Juli 2010, als die Regierung in Kiew sich in einem Abkommen mit dem Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) verpflichtete, als Gegenleistung f&uuml;r einen Kredit in H&ouml;he von 15,5 Milliarden US-Dollar, die Energiepreise im Inland zu verdoppeln und das Rentenalter von 55 auf 60 Jahre zu erh&ouml;hen &ndash; obwohl die Lebenserwartung in der Ukraine zehn Jahre niedriger liegt als der europ&auml;ische Durchschnitt. Im Mai 2011 hat der IWF seine Zahlungen jedoch eingefroren, weil sich Kiew gegen die Erh&ouml;hung der Gaspreise gestr&auml;ubt hatte.<br>\nIn dieser Situation versuchte man die Flucht nach vorn: &Uuml;ber den Konsum sollte die Wirtschaft angekurbelt werden, und der Konsum wurde finanziert durch eine h&ouml;here private Verschuldung und eine Steigerung der Sozialausgaben um 16 Prozent. Dagegen blieb die Wertsch&ouml;pfung der heimischen Industrie gering: Mehr als zwei Jahrzehnte nach der ukrainischen Unabh&auml;ngigkeit hatte die Produktion immer noch nicht wieder das Niveau der sowjetischen &Auml;ra erreicht&hellip;<br>\nEnde Oktober 2013 entsandte der IWF ein Expertenteam in die Ukraine, das pr&auml;zise Bedingungen stellte: Kiew m&uuml;sse den Wechselkurs der Hrywnja freigeben, die Staatsausgaben senken und &bdquo;die von den Privathaushalten zu zahlenden Preise f&uuml;r Gas und Heizung erh&ouml;hen und einen Zeitplan f&uuml;r weitere Erh&ouml;hungen beschlie&szlig;en, bis die Kosten gedeckt sind&ldquo;.(1) Andernfalls werde das IWF-Hilfsprogramm nicht unterzeichnet, wodurch der Ukraine 10 bis 15 Milliarden Dollar verloren gehen w&uuml;rden. Die EU-Kommission k&uuml;ndigte an, sie werde 840 Millionen Dollar zuschie&szlig;en, wenn das Abkommen zustande komme.<br>\nDie Folgen einer drastischen Erh&ouml;hung der Energiepreise sowohl f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung als auch f&uuml;r die Industrie im Donbass lie&szlig;en den ukrainischen Pr&auml;sidenten z&ouml;gern. Noch in derselben Woche konferierte er mit seinem Amtskollegen Putin in Sotschi. Sicher haben sie schon damals &uuml;ber eine Alternative zum IWF-Plan gesprochen. Am 21. November setzte Pr&auml;sident Janukowitsch die Ratifizierung des Assoziierungsabkommens mit der EU aus. Diese pl&ouml;tzliche Kehrtwende war der Ausl&ouml;ser der Proteste auf dem Maidan.<br>\nDer russische Vorschlag wurde in seinen wesentlichen Z&uuml;gen erst am 17.&nbsp;Dezember enth&uuml;llt: Er stellte einen Kredit von 15 Milliarden Dollar in Aussicht, eine Verbilligung der Gaslieferungen an die Ukraine um ein Drittel und g&uuml;nstigere Konditionen f&uuml;r die Abzahlung der Naftogaz-Schulden gegen&uuml;ber Gazprom &ndash; ohne jegliche Auflagen.<br>\nDamit hatten IWF und EU zun&auml;chst das Nachsehen. Nach dem Umsturz und der Amtsenthebung von Janukowitsch am 22. Februar wandten sich allerdings die neuen Machthaber erneut an den IWF. Und am 27. Juni wurde der zweite Teil das Assoziierungsabkommens mit der EU unterschrieben. Dieses Hin und Her wird verst&auml;ndlich, wenn man sich klar macht, wie die ukrainische Wirtschaft mit dem Weltmarkt verflochten ist. Das Land exportiert seine Rohstoffe und Halbfertigprodukte nach Europa und Asien, die Fertigwaren seiner verarbeitenden Industrie dagegen nach Russland&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/.search?ik=1&amp;mode=erw&amp;tid=2014%2F07%2F11%2Fa0044&amp;ListView=0&amp;sort=3&amp;tx=Ukraine&amp;qu=MONDE\">Le Monde diplomatique<\/a>\n<p><em>Hinweis: In der Juli-Ausgabe von Le Monde diplomatique finden Sie dar&uuml;ber hinaus <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/.aktaus\">wieder interessante Artikel<\/a>, u.a.<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>S&auml;en und ernten<\/strong><\/em><br>\n<em>von Mathias Greffrath<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Die Mutter allen Kapitals<\/strong><\/em><br>\n<em>Piketty und der blinde Fleck in der westlichen Wahrnehmung von Chandran Nair<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Weg von Spanien<\/strong><\/em><br>\n<em>Katalonien zwischen Selbstbestimmung und Wohlstandsseparatismus von Michael Ehrke<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Neue Herren in Kirkuk<\/strong><\/em><br>\n<em>Rivalit&auml;ten und B&uuml;ndnisse nach dem Anschluss der Erd&ouml;lregion an Kurdistan von Allan Kaval <\/em><\/li>\n<li><em><strong>Der Verschrotter<\/strong><\/em><br>\n<em>Italiens Ministerpr&auml;sident Matteo Renzi muss reformieren und hat keinen Plan von Raffaele Laudani<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Besatzer im eigenen Land <\/strong><\/em><br>\n<em>Propaganda und Wirklichkeit im befriedeten Norden von Sri Lanka von C&eacute;dric Gouverneur<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Putsch Nummer 12<\/strong><\/em><br>\n<em>Thailands Eliten verspielen die Zukunft des Landes von David Camroux<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Unter Geiern<\/strong><\/em><br>\n<em>Argentinien st&ouml;&szlig;t nach Jahren der Hoffnung an seine alten wirtschaftlichen Grenzen von Jos&eacute; Natanson<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Le Monde diplomatique ab heute im Kiosk am Freitag als Beilage zur taz<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>&bdquo;Ein Tag der Schande&ldquo;<\/strong><br>\nWie Shinzo Abe die pazifistische Nachkriegsordnung Japans auf den Kopf stellt.<br>\nVorhaben wie das Geheimhaltungsgesetz aus dem Jahr 2012, die Aufhebung des Verbotes von Waffenexporten, die Aush&ouml;hlung des Art. 9 der Verfassung und der Neustart von Kernreaktoren laufen der &ouml;ffentlichen Meinung v&ouml;llig zuwider.<br>\nDie Neuinterpretation des Art. 9 durch Abe &auml;ndert alles. Denn der Premierminister hat das verfassungsrechtliche Verbot der Kriegsf&uuml;hrung ausgel&ouml;scht und damit die pazifistische Nachkriegsordnung des Landes auf den Kopf gestellt. Die jedoch ist zu einem Kernpfeiler japanischer nationaler Identit&auml;t geworden. ..<br>\nDie meisten Japaner lehnen die Neuinterpretation des Art. 9 und die Abkehr vom Pazifismus ab, denn dieser ist ein Kernpunkt der nationalen Identit&auml;t. Dar&uuml;ber hinaus umgeht die Abschaffung des Artikels per Dekret die etablierten Wege f&uuml;r Verfassungs&auml;nderungen. Diese sehen in beiden Parlamentskammern eine Zweidrittelmehrheit vor und eine Mehrheit in einem nationalen Referendum. Die Neuinterpretation wird daher als Hinterzimmer-Trick wahrgenommen, der nicht nur etablierte Prozesse umgeht, sondern auch demokratische Prinzipien missachtet und die Verfassung ad absurdum f&uuml;hrt. Abe wird dabei als n&auml;chtlicher Einbrecher portr&auml;tiert, der das Herz und die Seele der pazifistischen Verfassung Japans raubt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/kommentar\/artikel\/ein-tag-der-schande-507\/\">Internationale Politik und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>100 Osnabr&uuml;cker blockieren Zugang zu Fl&uuml;chtlingsheim<\/strong><br>\nMehr als 100 Menschen haben sich am fr&uuml;hen Montagmorgen erfolgreich gegen die Abschiebung eines jungen Pakistani zur Wehr gesetzt. Das B&uuml;ndnis gegen Abschiebung hat damit die neunte Abschiebung eines Fl&uuml;chtlings verhindert.<br>\nSchon vor dem Sonnenaufgang waren &uuml;ber 100 Demonstranten der Aufforderung des B&uuml;ndnisses gegen Abschiebung gefolgt. Sie blockierten die Zug&auml;nge zum Fl&uuml;chtlingsheim an der Bremer Stra&szlig;e.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.noz.de\/lokales\/osnabrueck\/artikel\/488375\/100-osnabrucker-blockieren-zugang-zu-fluchtlingsheim\">Neue Osnabr&uuml;cker Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>&ldquo;Verklag&rsquo; mich doch!&rdquo;<\/strong><br>\nOb Mindestlohn oder Elternzeit &ndash; US-Pr&auml;sident Obama ist daf&uuml;r bekannt, manche Entscheidung allein zu treffen. Doch f&uuml;r viele republikanische Kongressmitglieder ist nun das Ma&szlig; voll. Ihr Sprecher, Boehner, will deshalb jetzt gegen Obama klagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/obama-124.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> &bdquo;Obama ist daf&uuml;r bekannt, manche Entscheidung allein zu treffen&bdquo; So ein Schwachsinn! Obama ist doch daf&uuml;r bekannt, um jeden Preis den Konsens zu suchen, und dabei auch ohne Not seine eigene Ziele zu untergraben. 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